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SÜD-TIROLER FREIHEIT

Freies Bündnis für Tirol

Landtagsklub

An den Präsidenten Süd-Tirol, am 05. Februar 2019


des Süd-Tiroler Landtages

Schriftliche Anfrage
Asylsuchende und Sicherheitsdekret

Das Sicherheitsdekret von Innenminister Matteo Salvini trat vor kurzem als Gesetz in
Kraft. Es beinhaltet zahlreiche Neuerungen, die auch Süd-Tirol mit seinem dichten
Netz an SPRAR-Einrichtungen betreffen.

In Zukunft sollen nur mehr jene Migranten in Italien, und somit auch in Süd-Tirol,
leben dürfen, die als Flüchtlinge anerkannt werden. Die Aufenthaltsgenehmigung aus
humanitären Gründen wird abgeschafft. Das SPRAR-Programm soll eingeschränkt
werden und nur noch Flüchtlinge, denen der Asylstatus schon zuerkannt worden ist,
und unbegleitete Jugendliche, sollen Zugang zu SPRAR-Einrichtungen haben. Für
Asylantragsteller sollen eigene Zentren eingerichtet werden. Migranten, die wieder in
ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden, sollen bis zur Abschiebung in
sogenannten CPR-Zentren leben („Centro di Permanenza per il Rimpatrio“). Dies sind
nur die wichtigsten Eckpunkte des sogenannten Sicherheitsdekretes.

Deshalb stellt die Süd-Tiroler Freiheit folgende Fragen:

1. Auch in der Region Trentino/Süd-Tirol soll ein CPR-Zentrum errichtet


werden. Wurden diesbezüglich schon Gespräche oder Verhandlungen
geführt?

2. Welche Standorte kommen in der Region Trentino/Süd-Tirol für ein CPR-


Zentrum infrage?

3. Wie viele Migranten in Süd-Tirol hatten bisher eine Aufenthaltsgenehmigung


aus humanitären Gründen?

4. Wie viele Migranten in Süd-Tirol werden aufgrund des neuen Gesetzes ihre
Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen verlieren bzw. haben

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Südtiroler Straße 13 - 39100 Bozen
Tel. 0471 981064 - www.suedtiroler-freiheit.com – landtag@suedtiroler-freiheit.com
diese schon verloren?

5. Wie viele Migranten in Süd-Tirol, die bisher eine Aufenthaltsgenehmigung


aus humanitären Gründen hatten, wurden in SPRAR-Einrichtungen
untergebracht? (Bitte um Aufschlüsselung nach Gemeinden).

6. Wie viele Migranten befinden sich zurzeit in SPRAR-Einrichtungen in Süd-


Tirol? Wie viele davon sind anerkannte Flüchtlinge?

7. Wie geht es mit den vielen SPRAR-Einrichtungen in Süd-Tirol weiter?

Es wird um die Übermittlung der Antwort an anfragen@suedtiroler-freiheit.com


ersucht. Danke.

L.-Abg. Sven Knoll L.-Abg. Myriam Atz Tammerle

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