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Diagnostik des Übergangs von der Brustwirbelsäule zur

Lendenwirbelsäule
Der Bereich des Übergangs von der Brust zur Lendenwirbelsäule (thorakolumbaler
Übergang) wird auf den konventionellen Röntgenaufnahmen von BWS und LWS nur
randständig abgebildet. Über- oder Unterbelichtungen durch die verschiedenen
Gewebsdichten von Brust- und Bauchraum erschweren die Beurteilung zusätzlich. Für eine
regelrechte Beurteilung ist deshalb eine fokussierte Aufnahme des Brust-Lendenwirbelsäulen-
Übergangs unerlässlich.
Neben den bekannten direkten und indirekten Frakturhinweisen ist zusätzlich hier eine
verwaschene Struktur und Begrenzungslinie des Psoasrandes als indirektes
Verletzungszeichen der LWS zu werten, die auf eine Einblutung in den Muskel
zurückzuführen ist. Der Psoasmuskel ist ein sehr kräftiger Muskel, der beiderseits über der
Lendenwirbelsäule liegt und zum Oberschenkelknochen zieht: ein kräftiger Hüftbeuger.
Wie auch an den anderen Abschnitten der Wirbelsäule erfolgt die Feindiagnostik durch die
Computertomographie. Andere diagnostische Maßnahmen, wie MRT und
Skelettszintigraphie, bleiben besonderen Fragestellungen vorbehalten.

1.3.4 Nach bestem Gewissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


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1.4 Verantwortung des Sachverständigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1.5 Ethik des Sachverständigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Medizinische Expertisen sind vielfach Voraussetzung
für die Gewährung von Leistungen durch Sozial- und
Privatversicherungen. Medizinische Gutachten werden
darüber hinaus von Sozial- und Zivilgerichten angefordert,
sie sind vielfach in Strafprozessen für eine Urteilsfindung
unverzichtbar.
Der Ausgang solcher Prüfungsverfahren und prozessualen
Auseinandersetzungen ist dabei in hohem Maß
abhängig von der ärztlichen Beurteilung gesundheitlicher
Schäden. Trotz dieser zentralen Funktion ärztlicher
Gutachten in den Verwaltungsverfahren und der Rechtspflege
fehlt es an einer Legaldefinition zu den Aufgaben
und der notwendigen Qualifikation eines ärztlichen
Sachverständigen. Allein die Approbation des Arztes berechtigt
und verpflichtet ihn auf Anforderung von Verwaltungen
und Gerichten seine Fachkenntnisse zur Erarbeitung
einer gutachtlichen Beurteilung zur Verfügung
zu stellen.
1.1 Aufgabenstellung
Sinn und Zweck der Beauftragung eines medizinischen Sachverständigen
ist es, dem Auftraggeber die Einordnung eines
medizinischen Geschehensablaufs unter rechtlichen Bestimmungen
zu ermöglichen, seien es solche mit Gesetzescharakter
(z. B. Sozialgesetzbücher, Schadensersatznormen etc.)
oder Versicherungsbedingungen.
Inhalt eines Sachverständigengutachtens können und
dürfen nur Wertungen und Schlussfolgerungen sein, die
der medizinische Sachverständige aufgrund seines besonderen
– dem Auftraggeber fehlenden – Fachwissens
treffen kann. Es ist daher eine unabdingbare Voraussetzung,

dass der Auftraggeber dem Sachverständigen die


zu beantwortenden Fragen konkret und dezidiert formuliert.
Der Auftraggeber muss dem Sachverständigen Sinn
und Zweck der gutachtlichen Überprüfung erläutern und
ihm alle Informationen zur Verfügung stellen, die dieser
für die Beantwortung der Fragestellung benötigt. Hierzu
gehören insbesondere alle verfügbaren medizinische Dokumente,
die über den infrage stehenden Unfall, die Erkrankung
oder andere wichtige Aspekte der gutachterlichen
Fragestellung Auskunft geben können.
Fachliche Kompetenz, ein Minimum an Kenntnissen
der Rechtsgrundlagen im gutachtlichen Bereich, die
strikte Beachtung der Neutralität und Unvoreingenommenheit
bei dennoch empathischer Zuwendung zum
gutachtlichen Probanden sind unverzichtbare Voraussetzungen
für eine kompetente und im Ergebnis unangreifbare
gutachtliche Tätigkeit.
Der ärztliche Sachverständige sollte über die rechtlichen
Vorgaben der Begutachtung informiert sein. Er
muss die wesentlichen Bestimmungen und Begriffe des
Versicherungsrechts kennen, insbesondere auch die –
teils erheblichen – Unterschiede in den verschiedenen
Rechtsbereichen. So muss der Sachverständige wissen,

Hat Hippokrates nicht den Ärzten in seinem Eid aufgetragen:“ Wenn ich
einem Patienten schon nicht helfen kann, so will ich ihm nicht schaden.“

Aber es sind alle diejenigen dort versammelt, die sich als


„Forschungsreisende auf
dem Gebiet der HWS „ ausgeben. Dort sitzen die angeblichen Päpste der
„HWS -
Distorsionsbegutachtung“ wie Prof. Poeck; Prof. Castro; Prof. Weise; Dr.
Ludolph;
Dr. Schröter u. v. a. Sie alle haben festgestellt, dass Versicherungen für
medizinische
Gutachten sehr gut bezahlen. Sie wissen aber auch, dass gerade im HWS -
Bereich
nur dann bezahlt, wird, wenn eine tatsächlich nachweisbare Fraktur des
HWK oder
ein sichtbarer Bänderriss vorliegt. Jeder andere Beschwerdevortrag wird
als „subjektives
Empfinden“ abgegolten und auf die Psyche abgeschoben. Folgeschäden
werden
kaum berücksichtigt, da sie vom Verletzten eben auch nur
„subjektiv„ empfunden
werden. Selbst dann, wenn Ärzte dem Verletzten, auf Grund seines bisher
geführten
Lebens keine Anzeichen „von Aggravation und Simulation“ bescheinigen,
wird alles
daran gesetzt, dem Verletzten solches Verhalten nachzuweisen. Hier
kommen dann
die Psychiater und Psychologen ins Spiel, die durch geschickt geführte
Gespräche,
die bis in die Kindheit zurückgehen, den Nachweis erbringen sollen, dass
es doch
irgendwie eine seelische Veranlagung geben müsse, die zu einer
Empfindungshaltung
führen könnte, die sich als „histrionisch“ erweisen dürfte.
Die von Ihnen gemachten Aussage decken sich mit der Aussage von Prof.
Dr. med.
Christoph Lang(Erlangen), aus der Zeitschrift für „Versicherungsmedizin“,
Heft 3,
Seite 138 -144 aus dem Jahre 2002.
Dort steht die Überschrift:“ Warum Patienten mit einfacher
Halswirbelsäulentorsion
persistierende Beschwerden auf neurologischem Gebiet entwickeln
können.

Das dieser Umstand zu einem medico – legalen Markt geführt hat, haben
sich die
Mediziner selbst zu zuschreiben. Sie sind es doch, die sehr schnell
herausgefunden
haben, dass man mit „Begutachtungen“ sehr viel Geld verdienen kann.
Haben Sie
sich schon einmal gefragt, woher sonst die hohe Anzahl
„ Sozialmedizinischer Begutachtungsinstitute
„ kommen könnte? Wer aber sitzt in diesen Instituten, die da
sind:
1. DGU – deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie( Prof. Dr. Axel Rüter;
Prof.
Dr. Kuno Weise;
2. Dr. med. Elmar Ludolph ( Institut für Ärztliche Begutachtung Düsseldorf)
3. Dr. med. Frank Schröter( Institut für Medizinische Begutachtungen,
Kassel)
4. Prof. Dr. Axel Rüter( Leiter des Augsburger Gutachteninstituts)
5. DGN – Deutsche Gesellschaft für Neurologie( Prof. Dr. med. Poeck); Prof.
Dr.
med. Johannes Noth; Prof. Dr. med. Hans – Christoph Diener; Prof. Dr.
Günther
Deuschl; Prof. Dr. med. Volker Schuchhardt; Prof. Dr. med. Rolf Schneider.
6. DGN / ANB ( Arbeitsgemeinschaft Neurologischer Begutachtung) ; Prof.
Dr.
M. Tegenthoff; Prof. Dr. C. W. Wallesch; Prof. Dr. P. Marx; Prof. Dr. Dr. B.
Widder; Dr. W. Hausotter. Der DGN /ANB hat so genannte „Leitlinien“ zum
Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule herausgegeben, die von
folgender
Expertengruppe ausgearbeitet wurde: Prof. Dr. med. Dipl. – Psych.
Christoph
Lang; Prof. Dr. med. Johannes Jörg; Prof. Dr. med. Dipl. - Psych. Mathias
Keidel; Prof. Dr. med. Klaus Liebig; Prof. Dr. med. Thomas Mokrusch; Prof.
Dr. med. Bogdan Radanov.
Weitere Forschungs- und Sozialmedizinische Begutachtungsinstitute sind:
7. OFI = Orthopädisches Forschungsinstitut Prof. Castro in Münster;
Hamburg;
Düsseldorf; Schwerin und Stuttgart.
8. Matthias Fabra= Medizinische Gutachteninstitut Hamburg
Hier haben Sie ihren „ medico – legalen“ Markt in Reinkultur. Hier wirken
Ärzte
nicht mehr als „Heildiener“, auch nicht mehr nach bestem Wissen und
Gewissen,
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sondern haben ein, gegen den Patienten ausgerichtetes, Management
errichtet, welches
nur folgenden Zwecken dient:
1. Ablehnung der Entschädigungsleistungen aus Unfallversicherungen,
dadurch
2. Sicherung großer Einnahmequellen durch „ Gefälligkeitsgutachten“ für
die
Versicherungsgesellschaften, dadurch
3. Verunsicherung der Justiz, dadurch
4. Verunsicherung von Gutachter, die sich nach dem bestehenden
Krankheitsbild
des Patienten orientieren, durch
5. gezielte Angabe von „dubioser „ Literatur aus Ländern mit nicht
vergleichbaren
Sozialstrukturen, die Verwirrung stiften. ( Kanada; Litauen u. s. w.)
Unter der Überschrift: Die „HWS – Distorsion“ als Ausdruck einer
psychischen Störung,
werden von Ihnen:“ … anhaltende somatoforme Störungen als nicht
nachvollziehbar
bezeichnet.“
Hier würde ich gern von Ihnen wissen, wer Ihnen dieses vorschreibt?
Dürfen Sie die
Folgen einer HWS – Verletzung nicht nachvollziehen oder gibt es
inzwischen schon
den von Ihnen geforderten“ Goldstandard“, der eine solche Ablehnung
festschreibt?
Sie beschreiben den Folgeschaden und deren Auswirkung als eine
abnorme Verhaltensweise,
die der früheren Hysterie entspricht?
Im Weiteren schreiben Sie:“ Diese Diagnose darf auch dann gestellt
werden und als
„Vorerkrankung“ gewertet werden, wenn der Betroffenen niemals zuvor
unter der
Diagnose „ somatoforme Störung“ behandelt wurde.“
Diese Form der Aussage muss sich irgendwie bei den“ medico – legalen“
Marktbeherrschern
herum gesprochen haben, denn ich habe diese Aussage ebenfalls von
dem Psychologen Matthias Fabra, Hamburg, auf dem „Castro – Kongress“
vom 31.
August 2005 in Düsseldorf gehört. Fabra sagte nämlich:“ Bei 25% aller
Verletzten, die
nach einem Unfall über psychische Belastungen klagen, haben diese auch
schon
vorher bestanden.“
Es wäre nur noch von Fabra und Ihnen selbst nachzutragen, wie sie auf
diese Prozentzahl
gekommen sind und nach welchen Kriterien diese ausgesucht werden?
Sind es jene Verletzten, deren Entschädigungssummen über 7000 Euro
liegen?
Sind es jene Verletzte, die keinen Rechtsschutz haben?
Sind es jene Verletzte, die noch Blickkontakt mit Ihnen aufnehmen, den
Sie ja
als Ausdruck eines „ Entschädigungsbegehrens“ werten?
Lüften Sie den Schleier ihrer nebulonischen Erkenntnisse, damit ich mir
über ihre
Berechnungen und Studienergebnisse ein Bild machen kann.
Wissenschaftlich begründbar erscheinen mir ihre Erhebungen nicht, Herr
Prof. Stevens,
wenn Sie auch noch schreiben:“ Damit aber wäre dem Unfallereignis
allenfalls
die Bedeutung einer Gelegenheitsursache zuzumessen.“
Hier haben Sie ausnahmsweise einmal im vollen Umfang Recht. Aber auch
nur dann
wenn Sie sich an den § 1 der AUB erinnern können.
Dort heißt es nämlich:“ Ein Unfall ist ein urplötzlich, von Außen
einwirkendes, schädigendes
Ereignis.“
Also eine Gelegenheitsursache, die ja nicht ständig auf den Menschen
einwirkt.
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Das besagt aber noch lange nicht, dass dieser gelegentlich vorkommende
Schaden
nicht Entschädigungspflichtig ist. Zumindest der Schadensverursacher ist
nach dem
deutschen Recht schuldig im Sinne des § 823 BGB.
(OLG. Düsseldorf, Az.: I – 1U 11/ 05)
(OLG. Düsseldorf, Az.: I – 1U 149/ 05)
Den Gutachtern kann ich nur raten, sich einmal intensiver den § 826 BGB
anzusehen,
der ziemlich deutlich auf einen Schadensersatz hinzielt, wenn „ einer
gegen die guten
Sitten verstoßenden Weise einem anderen vorsätzlichen Schaden zufügt.“
Hier möchte ich ihr Augenmerk auf den Begriff“ vorsätzlich“ lenken.
Wenn ich Ihnen noch einmal den Begriff aus ihrer Ärzteethik vortragen
darf, der da
heißt:“ Nach besten Wissen und Gewissen“, so kommen mir schon einige
Bedenken
zwecks der Einhaltung ihres Vorsatzes, wenn ich ihren Aufsatz und andere,
schon
beschriebene Leitlinien lese.
Unfallfolgen.
Sie, Herr Prof. Stevens, wählten die Überschrift:“ Die „HWS – Distorsion“
als Sammler
diffuser Beschwerden(Schwindel, kognitive und affektive Störung)“
Ich nenne diese Beschwerden Unfallfolgen, soweit diese auf eine von
Außen einwirkende
Schädigung beruhen. In ihren Ausführungen versteigen Sie sich in den
Bereich
des „Schwindels“, den Sie als „Psychogenen Schwindel“ zwar verbannen
wollen,
jedoch ihn später wieder als psychogen bezeichnen, da letztlich „alle
Beschwerden“
die der bewussten Wahrnehmung und Verbalisierung unterliegen, ihren
Ursprung
in der Psyche haben.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie sich mit der eigentlichen HWS -
Problematik
und deren gravierenden Folgeschäden nicht genügend auseinander
gesetzt
haben. Hier ist nicht die „Hirnstammtaumeligkeit“ im Vordergrund zu
sehen, sondern
folgende Beobachtungen eines Schwindels nach einer HWS – Schädigung
b. z.
w. Schädeltrauma sind medizinisch erklärbar und auch nachvollziehbar:
1. Affarente Ataxie: bei Schädigung eines Bereiches des peripheren
Nervensystems.
2. Labyrinthe Ataxie: Störung des Gleichgewichts
3. Motorische Ataxie: Störung motorischer Bahnen und Zentren
4. Statische Ataxie: Störung der Haltungsinnervation
5. Vestibuläre Ataxie: Schädigung des Gleichgewichtsorgans
6. Asynergie oder Dyssynergie: gestörtes Zusammenspiel der
verschiedenen
Muskelgruppen.
7. Gang und Haltungsstörungen
8. Dysmetrie der Augenbewegung und Nystagmus
9. skandierendes Sprechen
10. Dysmetrie: Unfähigkeit, die Entfernung , Schnelligkeit und Kraft einer
Zielbewegung
richtig einzuschätzen.
11. Vertebrobasiliäre Insuffiziens
12. Basiläre Impression
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13. Neuropathia vestibularis: z. B. vaskuläre Genese
14. Cupulolithiasis: Losgesprengte Kalziumoxalatsteinchen im hinteren
Bogengang.
Sind das alles Bereiche deren Ursachen aus der sehr von Ihnen
strapazierten Psyche
kommen? Nein sind sie eben nicht, da es sehr gute Diagnosehilfen dafür
gibt, um
derartige Störungen festzustellen, die da sind, um nur einige davon zu
nennen:
BERA = Brain stem electric response audiometrie
EMG= Elektromyelogramm
EEG= Elektroencephalogramm
ECD= Hirnszintigramm
MSSEP=Mediamus Somato Sensibel Evoziertes Potential
SEP= Somatosensorische evozierte Potenziale
Myelographien mit oder ohne Kontrastmittel
Und wenn Sie denn schon Urteile zur, von Ihnen nicht begreifbaren
„Hirnstammtaumeligkeit“
benennen, so sollten Sie sich nicht an das OLG – Hamm wenden, deren
Richter auch noch ihr Wissen von einem Prof. Castro erhalten, an dessen
Aussagen
sie auch dann festhalten, wenn der BGH anderer Meinung ist.
Sie sollten sich einige Urteile neuerer Art und vom BGH ausgesprochen zu
eigen machen,
der sich langsam mit der Realität abzufinden scheint, dass Mediziner
unterschiedlichster
Interessengruppen und Lehrmeinungen einfach nicht in der Lage sind,
einen klaren medizinischen Beweis einer „Unfallbedingten
Folgeerkrankung bei einer
HWS – Schädigung“ zu erbringen.
Hier eine Aussage des BGH vom 29. 09. 2004, AZ: IV ZR 233/03 zur AUB
88 §2
Abs.4:
Krankhafte Störungen, die eine organische Ursache haben, sind nicht gem.
§ 2 Abs. 4
AUB 88 vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, auch wenn im Einzelfall
das
Ausmaß, indem sich die organische Ursache auswirkt, von der psychischen
Verarbeitung
durch den Versicherungsnehmer anhängt.( hier : Tinnitus)
Hier noch eine Aussage des 1. Senats des OLG – Düsseldorf, AZ.: I – 1 U
149/ 05
welches auf einer Entscheidung des BGH basiert:
„Um die Unfallbedingtheit der vom Kläger beschriebenen Beschwerden zu
ermitteln,
ist der medizinische Befund so, wie er sich unmittelbar vor dem Unfall
darstellte, zu
rekonstruieren und mit dit demjenigen zu vergleichen, der nach dem
Unfall gegeben
war. Ergibt der Vergleich, dass nach dem Unfall ein Mehr an Verletzungen
oder Beschwerden
vorlag, so ist diese Verschlimmerung gegenüber dem Zustand vor dem
Unfall eine Folge des Unfalls, denn sie entfällt, wenn man den Unfall
wegdenkt.
( BGH NZV 2005; NJWRR 1999, 819 m. w. N)
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Schluss
Im Internet fand ich bei Wikipedia, einer freien Enzyklopädie, die Definition zu
dem
Begriff: Histrionische Persönlichkeitsstörung.
Beschreibung:
„Charakteristisch für Histrioniker ist der Wunsch, im Mittelpunkt zu stehen.
Betroffene
sind meist extravertiert, sozial ungezwungen und kontaktfreudig, haben
aber
nicht selten auch einen Hang zur Aggressivität. In Stresssituationen
reagieren sie oft
mit Schuldabwehr und Selbstbemitleidung, aber auch mit aggressivem
Verhalten.
Nicht selten suchen sie in derartigen Situationen zudem nach
Selbstbestätigung und
zeigen deutlich ein Bedürfnis nach sozialer Unterstützung. Entsprechend
wichtig ist
für Histrioniker die Bestätigung durch das Umfeld. Ebenfalls reagieren sie
leicht auf
Modetrends und suchen ständig nach Neuem und nach Stimulation.
Die Welt der Histrioniker nähert sich einer „Schwarz – Weiß – Welt“ an, in
der Extrempositionen
die Überhand gewinnen.“
In der Klassifizierung ICD -10 müssen mindestens vier Eigenschaften
vorliegen, die
mir zeigen, wie schnell und einfach ein Mensch in diese Welt hinein
gestoßen werden
kann. Und es sind dann nicht nur Verletzte darunter, sondern auch jene
Menschen,
die sie beurteilen und auch jene die über Dinge schreiben, über die besser
nicht schreiben sollten.
In ihrer Zusammenfassung stellen Sie fest, dass alles, was nach „HWS –
Distorsion“
aussieht, für Sie nicht nachvollziehbar ist. Ganz im Gegenteil, Sie werfen
den Verletzten
Verhaltensstörung und Begehrenshaltung vor. Diese sei nach ihrer
Meinung, eine
„histrionische Störung „, die man mit beruhigenden Worten und
Informationen doch
wieder in den Griff bekommen müsste. Aber Sie sagen auch, dass die
Untersucher
„keine irreführenden Mitteilungen“ machen sollten um nicht zur
„Besorgnis“ beizutragen.
Wenn ich mir jedoch ihren Aufsatz ansehe, dann komme ich nicht umhin
Ihnen
Irreführung vorzuwerfen. Vielleicht wollten Sie es ja nicht, doch dann
hätten Sie
andere Literatur lesen sollen.
Wenn ich Ihnen eine Empfehlung mit auf den Weg geben darf, dann diese
hier:
Nehmen Sie sich einmal die Zeit, die von mir vorgeschlagenen Bücher zu
lesen, die
da sind:
„Schleudertrauma neuester Stand“; Verlag „ Kopf und Kragen“ ;
ISBN Nr. 3-033-00172-6
In diesem Standardwerk finden Sie über 3000 Literaturangaben, die sich
mit der
HWS und deren traumatischen Folgeschäden beschäftigen und nicht nur
magere 61,
von denen die Hälfte fast immer nur von ein oder zwei Personen
beherrscht wird.
Natürlich ist auch die Litauenstudie dabei. Nur wird sie etwas anders
gesehen, wie
Sie von Ihnen interpretiert wird.
Das zweite Buch heißt so, wie Sie ihren Aufsatz gefertigt haben:
„Abgeschrieben“; Verlag : Mein Buch ; Hamburg; ISBN Nr.. 3 – 86516 – 594
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Hier finden Sie alles, was sich über Ärzte, Psychologen und Juristen sagen
lässt, die
nach „besten Wissen und Gewissen“ handelten.
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Wie aber hat Hippokrates schon vor 2500 über Ärzte gesagt:“ Wie diese
zwar Gestalt
und Kostüm von Schauspielern haben, so gibt es auch dem Namen nach
viele Ärzte,
in Wirklichkeit aber nur sehr wenige.“
Aber: “Solamen miseris socios habuisse malorum.“
Zu Deutsch: Es ist ein Trost für die Unglücklichen, Leidensgefährten zu
haben.
Verfasser:
Klaus Rüdiger Müller