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Heiliger Erzengel Micheal, D - 59510 Lippetal

verteidige uns im Kampfe. Gegen die Bosheit und Nr.: 73 - August 2010
die Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz.

Gestürzte Engel - Dämonen


nach Gabriele Bitterlich (G.B.) und Maria Magdalena Meyer (M.M.M.)
12. Januar
St. Abariel - VII. Chor (G. B.)
Als Luzifer sich gegen Gott empörte, riss er Tausende und Abertausende von Engeln aller Chöre mit sich. Die
reichste Ernte hielt er im Chor der Throne, im Chor der Gewalten und im Chor der Mächte. Von allen diesen drei
Chören fiel die Hälfte aller Engel ab. Darin lag ein Schachzug des höllischen Gegenspielers: Denn der Chor der
Throne steht im ersten Ring der Anbetung und sollte, wenn er brach, diesen Ring zur Unordnung bringen und so
den Thron Gottes über allen Himmeln stürzen. Der Chor der Gewalten, im zweiten Ring der Ordnung Gottes, sollte
durch seinen Sturz den gleichen Zweck erreichen, nämlich den Thron Gottes im zweiten Ring - den Thron in der
Schöpfung - zu stürzen und so das Chaos über die ganze Schöpfung zu bringen. Der Chor der Mächte liegt im drit-
ten Ring der Erlösung, und auch hier war es Luzifers Wunsch, durch den Zusammenbruch dieses Chores den Plan
Gottes zu verhindern.
+++
13. Juni
St. Hod II (G.B.)
gehört zum Chor der Cherubim … Die Cherubim sind drei mal sieben weniger einen, Ismael, der mit Luzifer in den
Abgrund stürzte. Sie sind wie geflügelte Felsstürze hin zur Tiefe der Erde und wie lodernde Flammen dem Himmel
entgegen. … So hat jeder ein dreifaches Antlitz, eines dem Vater, eines des Sohne, eines dem Geist zugewendet;
die Lücke aber durch Ismael bleibt zum ewigen Gedenken.
+++
2. August
St. Thaamim - V. v. Chor (G.B.)
Er nennt sich: „Der mit dem glühenden Pfeil in der Brust" und steht zwischen dem Sämann, der das Samenkorn in
den Boden zu treten hat - St. Aljoim - und dem Anbeter aus der Tiefe - St. Cheloim - in der Reihe der Sieben
Brüder der Seele.
Und anzusehen ist er gewaltig, wie er seine beiden Hände, geschlossen zu Fäusten, gegen sein Herz presst, als
ob er es herausreißen und dem Herrn zu Füßen legen wollte. Mit dem einen Fuß tritt er auf ein ekles Tier, einen
Dämon: „Varina" - die Schlange -, von der man nicht weiß, ob sie etwas von einem Menschen oder von einem
Polypen hat. Es ist der Dämon der Willensschwäche, der Süchte, des Überdrusses und Ekels, den der Engel
dieses Tages, St. Thaamim, zu Boden tritt.
+++
08. August
St. Nahimphar (M.M.M)
gehört zum VI. Chor der Fürstentümer. „Ich bin der Fürst des Sommers und der Fülle. Mir entgegen arbeiten die
gestürzten Engel Raaban, Sirax und Herabanel. Sie verursachen alle Schäden in der Natur." Zum ersten Male
werden hier die Gegenkräfte beim Namen genannt. Wenn die Engel der Endzeit ihre ganze Macht entfalten, wird
der Kampf um die gesamte Natur toben. …
St. Nahimphar (G. B.)
Er steht hier, breit und sonnendurchflutet wie ein reifes Ährenfeld. Seine tiefblauen Augen sind ganz ruhig wie ein
Wasserspiegel, den kein Windhauch berührt. Und doch hält er mit der Hand, die er von sich streckt, ein Gewölk ab,
schwarzblau in der Mitte, schwefelgelb am Rande. In diesem Gewittergewölk hockt (symbolhaft) Rhaaboon Sirac,
der gestürzte Engel Hrabanael, der sich jetzt gegen Gott in der Natur wendet und unsere Felder, Häuser und
Wälder im Sommer mit Hagelschlägen, Wolkenbrüchen und zündenden Blitzen, Überschwemmungen, Stürmen,
Steinschlägen und Feuersbrünsten heimsucht.
Ist es nicht eine Ungerechtigkeit Gottes, dass Gott einer so mächtigen dämonischen Gewalt nur einen Fürsten
entgegensetzt und noch dazu einen versiegelten, gefesselten? Denn dieser Engel, der heute vor uns an Gottes
Thron steht, hat Ketten um seine Füße; er wäre nicht imstande, dem Dämon im Kampfe einen ordentlichen Fußtritt
zu geben. Warum tut Gott das? - Der Engel ist St. Nahimphar, der Fürst des Sommers, der Fürst der Fülle. Er wird
erst in der Fülle des Ablaufs (in der Endzeit) frei werden, und das ist gut. Denn wenn Engel und Dämon in aller
ungebundenen Gewalt aufeinanderprallen werden, da werden reifende Ährenfelder nicht mehr geschont, da geht
es nur mehr um die letztliche Beute: Die Seele des Menschen. St. Nahimphar hat auch gebunden noch so viel
Gewalt, dass er, wenn Gott es nicht durch besondere Zulassungen anders will, für das tägliche Brot der Menschen
sorgen darf. …
+++
30. August
St. Nariel (M.M.M.)
gehört zum Vl. Chor der Fürstentümer. „Ich bin der Fürst Nariel. Ich bin der Bruder des Erzengelfürsten Raphael.
Das Symbol der gebändigten Schlange (die er trägt) hat eine große Bedeutung. Seit dem Sturz des Engels Orphiel
aus dem Chor der Fürsten bekämpfe und besiege ich ihn dauernd. Er ist es, der Wahrsagerei, Zauberei,
Spiritismus, Atheismus und Verwünschungen auf die Erde schleudert. Vor solchen höllischen Angriffen verbergen
sich die lauteren Seelen unter dem Schutzmantel Mariens, unserer und eurer Königin."
St. Nariel (G.B.)
bekämpft und besiegt den gestürzten Engel aus dem Chor der Fürsten, Orphiel, der die Wahrsagerei und
Zauberei, die Besessenheit und Verwünschung, den Spiritismus und Atheismus auf die Erde schleudert. Daher das
Symbol St. Nariels: Die gebändigte Schlange.
+++
10. Oktober
St. Beroel (M.M.M.)
gehört zum V. Chor der Gewalten. Maria Magdalena sieht einen Engel im Königsgewand und gekrönt. „Ich bin
Beroel aus dem Chor der Gewalten. Der Engel des Hauses Israel bin ich und aller Könige Israels. …. St. Beroel
gegenüber steht der gefallene Engel des Hauses Israel, Ahasver, der beteiligt war am Gottesmord durch sein Volk.
Und darum betet David bis zum Ende der Zeiten den Bußpsalm „Miserere".
St. Beroel (G.B.)
Die Königswürde Davids und aller Könige Israels trägt St. Beroel (V. h. Chor) vor Gottes Thron. Diese Würde ist
Symbol für die ewige Herrscherwürde Jesu Christi, des Sprosses aus dem Hause Davids.
Auch der Bau des Tempels hat symbolhafte Bedeutung. Dort, wo der Würgengel über Jerusalem schaute, legte
David den Grund zum Tempel; er gründete ihn in seinem Fundament, Salomon baute ihn auf. - Dort in Jerusalem,
wo der gefallene Engel des Hauses Israel, Ahasver, stand, triumphierend über den Gottesmord durch sein Volk,
dort gründete unser Herr Jesus Christus Seine Kirche, das Haus Gottes, in dem Er bis zum Ende der Zeiten
wohnen will.
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24. Oktober
St. Raphael VIII. Chor (G.B.)
Als Erzengel steht er neben St. Michael, dem Engel des Glaubens, und neben St. Gabriel, dem Engel der
Menschwerdung, der Botschaft, der Hoffnung und des Friedens. St. Raphael ist einer der drei, welche die heilige
Kirche namentlich anruft, der Engel der Liebe, des Trostes, der Heilung und Scheidung. Er wird in der Heiligen
Schrift als Begleiter des jungen Tobias und Bezwinger des Dämons Asmodai genannt. So ergibt sich daraus für ihn
das Recht der Führung der Menschen in der heiligen Kirche als Engel der Liebe, der Ärzte, der Wanderer und der
Reisenden.
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25. Oktober
St. Henim, St. Michajim, St. Parim und St. Phasim (M.M.M.)
und gehören zum IX. Chor der Engel. „Wir werden genannt die vier Rächer." St. Henim: „Ich stürzte einst den
aufrührerischen Erzengel Haziel, jetzt Ahasver, in die Tiefe. Er ist jener, der jeden vorsätzlichen Mörder in Unrast
treibt, von Ort zu Ort. Ich schicke die Mörder dem Ahasver nach. Seit dem Tode Abels bin ich der Rächer solcher
Bluttaten."
St. Henim (G.B.)
ist der Engel, der einst den aufrührerischen Erzengel Ahaziel, jetzt Ahasver, in die Tiefe stürzte und jeden
vorsätzlichen Mörder ihm nachschickt, damit ihn dieser in Unrast treibe von Ort zu Ort. Er geht seit dem Tod des
unschuldigen Abel als Rächer jeder solchen Bluttat nach. (z. Bsp. auch bei Abtreibung) – (18-3110)
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Satanisten-Treffen 2001
in katholischen Pilgerhäusern in Fatima
Nachricht: Anfang August fanden zeitgleich in zwei katholischen Pilgerhäusern in Fatima internationale Treffen
von zwei satanistischen Bewegungen statt: den „Rosenkreuzer“ und der „Church Universal & Triumphant“. Beide
Sekten gehen auf die Gründerin des Satanismus, Helena Petrowna Blavatsky, zurück. Das gleichzeitige Auftreten
in Fatima war kein Zufall. Die Teilnehmer der „Universalkirche“ trafen sich im „Patoral-Zentrum Pauls Vl.“, die
„Rosenkreuzer“ im Gästehaus der „Blauen Armee der USA“, „Domus Pacis“. Die katholischen Träger beider
Häuser kennen den Charakter der satanistischen Bewegungen, die zum Teil - wie die Charismatiker - in
hermetisch abgeriegelten Hörsälen tagen. Die Int. Gesellschaft zur Verteidigung des Glaubens in Fatima
verschaffte sich Zutritt zu den Tagungsräumen. Die Beobachtungen beweisen unwiderlegbar, dass innerhalb der
katholischen Kirche eine okkulte Invasion von unvorstellbarem Ausmaß abläuft.

Der graue Brief Nr.: 73 Seite 2


Hintergrund: Alle Gruppierungen von New Age bis zum Satanismus sind in Fatima versammelt und betreiben mit
ständiger Unterstützung von Verantwortlichen der Kirche und der Orden die Zerstörung des bedeutendsten
Marienheiligtums der kath. Kirche. An der Spitze stehen kirchliche Hochgradfreimaurer, die unter Duldung des
Ortsbischofs schon seit Jahren ihre Geschäfte mit den Millionenbeträgen machen, die von braven Katholiken
täglich in die Geldboxen des Sanctuariums fließen. Alle katholischen Orden, Bewegungen und Sekten sind in
Fatima vertreten, nicht wenige schänden den Namen des Ortes jeden Tag.
Die rund 300 Teilnehmer der Tagung der „Universal-Kirche“ kamen aus 30 Ländern, darunter 45 Delegierte aus
Russland. Die Themen der Tagung im Paul Vl.-Zentrums waren „Erfahre das innere Licht“ und „Christhood
Seminar“. Eingetragen hatten sich die Veranstalter unter dem Namen „Centro Cultural Saint Germain“, Barcelona.
Während der Tagung waren die Vorhänge zugezogen und die Türen durch Wächter gesichert. Den Mitarbeitern
der Int. Gesellschaft zur Verteidigung des Glaubens gelang es, das interne „Lehrmaterial“ und Schriftgut der Sekte
zu erbeuten. Es handelt sich um eine „Welteinheitsreligion“ unter Einbeziehung aller Irrlehren des New Age. Aus
dem Material geht hervor, dass sich die „Universal-Kirche“ auf die „Lehren“ von Helena P. Blavatsky stützt, die
Begründerin der Theosophie. Danach ist alles eins, es gibt keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier, Gut und
Böse, Gott und Mensch. Alles und alle sind Gott, alles ist Teil einer kosmischen Energie. Also ist alles göttlich, der
Mensch, das Tier, die Pflanze. Auch das Böse ist nur eine Spielart Gottes. Die Sünde gibt es nicht, ergo auch nicht
die Erlösung. Hauptziel der Sektenführer ist die Bewusstseinsveränderung des Menschen durch mentale
Manipulation. Da dies nicht auf normalem Wege möglich ist, werden Alkohol, Drogen, Sex und mentale
Manipulation als Instrumente eingesetzt. Weitgehende Übereinstimmung mit den Praktiken bestimmter
Charismatiker!
Die Rosenkreuzer treten seit langer Zeit unter dem Deckmantel einer frommen kath. Bewegung auf, obwohl sie zu
den Satanisten und Freimaurern gehören. Der Veranstalter kommt aus Rio de Janeiro und trug sich ein als
Rosenkranz-Bruderschaft von Max Heindel. Die Themen dieser Tagung waren „Das spirituelle Panacea des 21.
Jahrhunderts“ und „Spirituelle Meditationen über den Löwen“, wobei es um die „biblischen Interpretationen für eine
Neues Zeitalter“ ging. Die Rosenkreuzer sehen Christus nicht als Sohn Gottes und Erlöser an, sondern nur als
einen von vielen gleichwertigen Götzen wie Buddha, Shiwa, Khall und Maitreya. Zur Erinnerung: Maitreya ist ein
Dämon aus dem Bereich des Antichristen, der sich über ein „Medium“ aus Belgien mitteilt, und zwar in der Form
des „automatischen Schreibens“, das eindeutig satanistisch ist. Pater Jörg Müller, einer der Sprecher des
Deutschland Medjugorje Vereins, gab der Zeitschrift der Int. Maitreya-Bewegung, „Share International“, ein
Interview. Diese Satanisten hatten in einem Buch behauptet, in Medjugorje sei nicht die Gottesmutter erschienen,
sondern „ein Meister von uns“. (Zeichen der Zeit, 1998, Seite 44)
„Meister“ sind laut dieser Sekte die Reinkarnation (Wiedergeburt) von teuflischen Gestalten, die aber unter den
Namen und der Gestalt von Christus, seinen Jünger und Heiligen erscheinen. Und wie in Medjugorje unter dem
Namen Mariens. Die Rosenkreuzer äffen nach dem alten Muster Satans alles Heilige nach. So ist ihr „Rosenkranz“
eine Parodie auf den echten, denn deren „Mutter Maria“ ist nicht die Mutter Jesu, sondern eine durch
Reinkarnation „erzeugte“ Nachfolgerin. Bei den Rosenkreuzern sind derzeit der Amerikaner Mark L. Prophet (?)
und seine Schwester Elizabeth Claire Prophet (?) die amtierenden Rosenkranz-Madonnen, die sich „Mutter der
Flammen“ nennen. Der satanistische „Rosenkranz“ unterscheidet sich im Kern vom echten. So heißt es am Ende
des falschen: „... jetzt und in der Stunde unseres Sieges über die Sünde, die Krankheit und den Tod“. Der
Pferdefuß ist offensichtlich: Da die „Rosenkreuzer“ die Erbsünde leugnen, kann es keine Krankheit und keinen Tod
geben. Beim Kreuzzeichen „beten“ die Anhänger: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes und im Namen der Kosmischen Jungfrau. Amen.“
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Anhänger der „Universal-Kirche“ täglich die Kommunion empfangen, aber nicht
unter Mitwirkung eines Priesters, vielmehr konsekriert jeder „Gläubige“ die Hostie kraft der „eigenen Göttlichkeit“,
sprich der „gespeicherten Lichtenergie“, die dann zur „Wandlung“ führt. Der Zelebrant ist ein Laie. (SB-33/2001)*
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Größtes Satanisten-Treffen der Welt


zu Ostern 2001 in Kroatien
Nachricht: In Zagreb versammeln sich vor Ostern rund 3.000 Satanisten aus der ganzen Welt. Das meldet die in
Zagreb erscheinende Tageszeitung „Vercernji List“ (Abendblatt). Das über eine Woche dauernde Treffen endet am
Ostersonntag. In direktem Zusammenhang mit dem Treffen der Teufelsanbeter wurden Kinder entführt und Frauen
vergewaltigt.
Hintergrund: Die in Zagreb versammelten Satanisten richten ihren teuflischen Kult gegen das christliche Osterfest.
Nach Angaben des Blattes haben die Satanisten die Polizei mit schweren Verbrechen alarmiert: Kinder wurden
entführt, Frauen vergewaltigt und Gräber geschändet. Wie ein Mitarbeiter des auf dem Balkan tätigen
evangelikalen Hilfswerkes „Hilfe konkret“ bestätigte, mehren sich die Berichte über verschwundene Kinder.
Besorgte Christen haben zum Gebet aufgerufen. Sie sind beunruhigt darüber, dass so viele Satanisten ins Land
gekommen sind.
Bemerkenswert: Der „Osservatore Romano“ hat 1997 durch verschiedene Beiträge auf den Satanismus
hingewiesen. Am 24. Januar 1997 schrieb die Vatikanzeitung unter dem Titel „Besorgnis über das Anwachsen von
Satanskulten“ u.a.: „Der Vatikan sieht in der zunehmenden Verbreitung von Satanskulten ernste Gefahren. In einer
ausführlichen Stellungnahme heißt es, die Anhängerschaft satanistischer Sekten in der heutigen Gesellschaft habe
unerwartet stark zugenommen. Vor allem in den USA, aber auch in anderen westlichen Ländern sei eine Vielzahl
Der graue Brief Nr.: 73 Seite 3
von Gruppen und Sekten entstanden, die den Teufel verehren und die christliche Religion als Hauptfeind
betrachten. Die Wege zum Teufelskult führen oft über Kontakte zu esoterischen und New-Age-Kreisen und die
Verbreitung satanischer und gewaltverherrlichender Texte durch bestimmte Haevy-Metal-Gruppen.
Mitverantwortlich für die wachsende Anziehungskraft satanischer Rituale seien Probleme der heutigen Gesellschaft
wie Vereinsamung, Verlust familiärer Bindungen und der Einfluss von Kreisen, die dem Christentum verächtlich
begegnen.“ Auf diese Ankündigung folgte im Osservatore eine Artikelserie über „Satanische Sekten und Kulte“. (SB-
15/2001)*
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Was ein deutscher Landpfarrer mit Satanismus erlebt hat


Satanismus - das Thema ist für viele Christen scheinbar weit weg. Wer hat schon Kontakt zur satanistischen
Szene? Wie weit diese bereits in den Alltag, besonders von Jugendlichen, eingedrungen ist, zeigen die
Erfahrungen eines ev. Pfarrers einer ländlichen Gemeinde. Er möchte aus verständlichen Gründen nicht
namentlich genannt werden:
Nach dem Konfirmandenunterricht bleiben zwei Mädchen zurück, um mich allein zu sprechen. Dabei geben sie mir
einen Zettel. Es sei eine Einladung zur Satansmesse, die sie eben abgeschrieben haben. Auf dem Zettel steht:
„Niemandem etwas sagen, keine Infos weitergeben, sonst droht der Tod ... Wenn Mitglieder nicht kommen sollten,
holen wir sie! ... Egal, wo sie sind, wir wissen alles. Wir finden sie überall. Satan kriegt dich! Jesus existiert nicht.
Gebet: Satan bewahre uns vor Gutem. Besiege Jesus und mach‘ mich richtig böse. Ich glaube an Satan!“ Ein
Erlebnis von vielen, die an mich als Seelsorger herangetragen wurden.
Ein junger Mann berichtet mir: „Im vorigen Herbst bin ich auf den Friedhof gegangen. Am großen Friedhofskreuz
hing eine schwarze Katze, befestigt mit Schnüren an den Pfoten, kopfüber. Ihr Bauch war aufgeschlitzt. Ich habe
die Katze abgenommen. Der Ortsbürgermeister sagte, er wolle keine Scherereien. Da habe ich sie in den Wald
geworfen.“
Eine Mutter erzählt mir: „Meine Kinder kamen eines Tages aus der Schule nach Hause und erzählten mir, dass
eine Satanssekte in dem Wald in der Nähe unseres Hauses existiere. Da meine Kinder öfter im Wald spielen,
musste ich mich vergewissern, ob an diesem Gerücht etwas dran ist. An einem Hochsitz waren Steine zu einem
Altar aufgebaut und eine Feuerstelle ... Die Mitglieder aus der Sekte ... hätten eine Liste, auf der Mädchennamen
stehen würden, welche geopfert werden sollen ... Mir ist bekannt, welches blonde Mädchen auf der Opferliste an
erster Stelle steht.“ Der glaubwürdige Elternteil, der mir dies schilderte, wird sich wenige Tage nach Abgabe seiner
schriftlichen Zeugenaussage verleugnen lassen. Er habe Angst und fürchte, dass sein Hof in Flammen aufgeht.
Darum wolle er mit der Sache nichts mehr zu tun haben.
„Ich bin in der Satanssekte und in der Drogenszene. Bitte, helfen sie mir da raus!“ Ein 17jähriges Mädchen zeigt
mir „zum Beweis“ kreisrunde Narben an den Unterarmen. „Die sind von der Zigarettenfolter. Ich wurde als
10jähriges Kind in der Friedhofskapelle vergewaltigt ... Über der Bahre, auf der sonst die Särge stehen, hing ein
umgedrehtes Kreuz. Kuttenträger umgaben die Bahre. Ich wurde gefesselt und bekam Drogen, denn ich kann mich
an keine Schmerzen erinnern.“ Im Rahmen der Ermittlung wird ein psychiatrisches Gutachten ihre Zeugnisfähigkeit
bezweifeln.
Ich werde schriftlich in Kenntnis gesetzt, dass sich ein paar Dörfer weiter ein Jugendlicher umgebracht habe. Dort
würden verschiedene Gruppen Jugendlicher existieren, „die das Fantasie-Rollenspel ‚Das Schwarze Auge‘ oft
gemeinsam spielten. Der Jugendliche erlitt durch die Teilnahme seelische Störungen, sein Zustand verschlechterte
sich gravierend. Er sprang von einem Hochhaus in den Tod. Bei weiteren Zusammenkünften auf dem Friedhof kam
es zu Alkohol- und Drogenkonsum. Dabei wurden Gräber beschädigt.“ Im Fall des Selbstmordes wurden diese
Zusammenhänge erst nach Jahren klar. Die Klassenlehrerin des Jugendlichen berichtet mir von dem rapiden
Leistungsabfall, von der schwarzen Kleidung und den Ketten, die er trug. Die Mitschüler hätten ihn ausgelacht. Sie
ordnet die Ursache des Selbstmordes drogenbedingt ein.
Was so an mich herangetragen wurde und auf den ersten Blick „eindeutig“ erscheint, kann doch Ausdrucksform
vieler Ursachen sein. Das Ineinander von Drogen, Alkohol und traumatischem Erleben sowie Pubertäts- und
Beziehungskrisen kann „Berichte“ hervorbringen, die den hohen Anforderungen, die unser Rechtssystem an
Beweise stellt, nicht standhalten können. Welche Beweiskraft hat die Abschrift einer Einladung zu einer
Satansmesse, wenn sich die Überbringerin bei der Vernehmung in Widersprüche verwickelt? Ich habe die
Erfahrung gemacht; dass dem Ineinander verschiedener Ursachen ein Miteinander der Helfer entgegengesetzt
werden muss: der Seelsorger, Ärzte und Juristen. Im Glauben gereifte Christen sollten den Pfarrer oder
Gemeindeleiter betend begleiten. Rechtsanwälte sollten das „real Erlebte“ vor der Einschaltung der Strafverfolgung
auf Stichhaltigkeit prüfen. Nichts ist für die Opfer deprimierender, als wenn sie mit ihren „real erlebten“ Aussagen
vor den hohen Hürden unseres Rechtssystems scheitern. Dann werden die Opfer verhöhnt und die Täter fühlen
sich gerechtfertigt, „zu tun, was sie wollen“. (idea) - (SB-07/2002)*
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XXX XXX
* Der Schwarze Brief – Verlag Claus P. Clausen

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