Sie sind auf Seite 1von 42

Kapitel

Flächenkonstruktion

Die Arbeitsumgebung der Flächenkonstruktion wird immer dann verwendet,


wenn die Funktionen für die Erstellung von Volumenkörpern nicht mehr ausrei-
chen. Bei Konstruktionen, in denen verschiedene Flächen mit unterschiedlichen
Radien aufeinander treffen, ist der Einsatz dieses Moduls unumgänglich. Sie
st.irton die Arbeitsumgebung der Flächenkonstruktion über das Menü START/
FLÄCHEN/GENERATIVE SHAPE DESIGN (siehe Abbildung 5.1).

Abbildung 5.1: Befehlsfolge, um die Umgebung der Flächenkonstruktion zu starten


5.1 Bildschirmaufbau
Anschließend gelangen Sie in die eigentliche Arbeitsumgebung. Bis auf die
etwas andere Darstellung des Baums und einige andere Funktionen hat sich die
Darstellung im Vergleich zur Teilekonstruktion nicht viel verändert (siehe Abbil-
dung 5.2).

Abbildung 5.2: Arbeitsumgebung der Flächenkonstruktion

Die unterschiedlichen Funktionen werden im Folgenden noch beschrieben. Was


hier aber sofort auffällt, ist der Geöffnete Körper im Strukturbaum (siehe Abbil-
dung 5.3).
Die Erstellung von Referenzelementen, wie zum Beispiel Punkte oder eigens
erzeugte Ebenen, werden unter den Geöffneten Körpern abgelegt. Auch Linien, aus
denen Flächen entstehen, werden unter diesem Körper erstellt. Erst später, wenn
aus ihnen Volumenkörper entstehen, erscheinen diese im Hauptkörper.
Abbildung 5.3:
Strukturbaum Flächenkonstruktion

5.2 Arbeiten mit Ebenen


Dass nicht alle Bauteile im Ursprung des Koordinatensystems konstru-
iert werden, wissen Sie schon aus dem Kapitel der Teilekonstruktion. In
der Flächenkonstruktion ist das Erzeugen von neuen Ebenen noch
— wichtiger
, da hier kaum mit rechtwinkligen Kanten gearbeitet wird. Die
Funktion EBENEfinden Sie auf der Symbolleiste DRAHTMODELL (siehe Abbildung
5.4).

Abbildung 5.4:
Symbolleiste Drahtmodell

Um neben den drei bereits vorhandenen Ebenen neue zu erzeugen, klicken Sie
auf die Funktion und es öffnet sich das Menü EBENENDEFINITION (siehe Abbil-
dung 5.5).
Um zum Beispiel auf Basis der XY-Ebene eine neue zu erstellen, behalten Sie die
Auswahl des Ebenentyps bei - Offset von Ebene. Jetzt müssen Sie die Referenz-
ebene angeben. In unserem Fall ist es die XY-Ebene. Klicken Sie diese an und die
neue Ebene wird zunächst im Standardabstand von 20 mm oberhalb die XY-
Ebene platziert. Tragen Sie das gewünschte Maß ein und bestätigen Sie mit OK
(siehe Abbildung 5.6).
Abbildung 5.5: Menü Ebenendefinition

Abbildung 5.6: Ebene im Abstand von 50 mm erzeugt

Übung

Übun g 5.1: Ebenen_erstellen_ueb.CATPart


Lösung 5.1: Ebenen_erstellen_loes.CATPart

5.2.1 Erstellen einer Skizze


Um eine Skizze zu erstellen, verhalten Sie sich genauso wie in der
Arbeitsumgebung der Teilekonstruktion. Sie starten den Skizzierer,
wählen eine Konstruktionsebene und erstellen mit den entsprechenden
Funktionen eine Skizze (siehe Abbildung 5.7).
Abbildung 5.7: Skizze in der Flächenkonstruktion

Die Handhabung der einzelnen Funktionen unterscheidet sich von der Einzel-
teilkonstruktion nicht. Sie müssen sich nur darüber im Klaren sein, dass es sich
hier um die Flächenkonstruktion handelt. Das Ergebnis wird zunächst kein Volu-
menkörper sein. Dieses Rechteck in Abbildung 5.7 wird innen hohl sein, da nur
die Außenlinien nach oben gezogen werden. Um die Linien des Rechtecks nach
oben zu ziehen, verwenden Sie die Funktion EXTRUDIEREN,die sich auf der Sym-
bolleiste FLÄCHEN befindet (siehe Abbildung 5.8).

Abbildung 5.8:
Symbolleiste Flächen
5.3 Drahtmodellbezogen e Funktionen
Unter der Bezeichnung »Drahtgeometrie« versteht man die wichtigsten grundle-
genden Funktionen wie Punkte, Linien, Ebenen und Kurven, um daraus kom-
plexe Flächen entstehen zu lassen. Mithilfe dieser Funktionen werden die Grund-
modelle konstruiert, aus denen dann die Flächenmodelle resultieren.

5.3.1 Funktion Punkt


Mit dieser Funktion, die sich ebenso wie die Funktion EBENE auf der
Symbolleiste DRAHTMODELL befindet, erzeugen Sie gezielt einzelne
Punkte an jeder beliebige n Stelle. Starten Sie die Funktion und es wird
das Menü PUNKTDEFINITION geöffnet (siehe Abbildung 5.9).

Abbildung 5.9: Menü Punktdefinition

Bezogen auf die Übungsdatei der Übung 5.2 soll genau im Nullpunkt der neu
erstellten Ebene ein Punkt erzeugt werden, damit hier ein Kreis entstehen kann.
Sie klicken auf die Ebene, auf der der Punkt erstellt werden soll. Da hier zum ers-
ten Mal eine Ebene gewählt wird, erscheint hinter dem Eintrag die Zahl Eins als
mögliche fortlaufende Nummerierung. Geben Sie für beide Werte die Zahl Null
ein und bestätigen Sie die jeweilige Eingabe mit der [ Tab | -Taste. Der Punkt in
Form eines blauen Punkts wird genau in die Mitte der Ebene gesetzt. Bestätigen
Sie die Einträge mit OK (siehe Abbildung 5.10).
Abbildung 5.10: Punkt auf Ebene erzeugt

5.3.2 Funktion Linie


Mit der Funktion LINIE werden geschlossene Konturen erzeugt, aus
denen anschließend flächenbasierende Körper entstehen. Hierbei han-
delt es sich nicht um die Funktion LINIE, die Sie aus dem Skizzierer ken-
nen, sondern diese Linie wird direkt in der 3D-Umgebung erzeugt.

Übung

Übung 5.2: Linien_erstellen_ueb.CATPart


Lösung 5.2: Linien_erstellen_loes.CATPart

Es soll ein Dreieck erzeugt werden, dessen Eckpunkt genau im Ursprung des
Achsensystems liegt. Starten Sie die Funktion LINIE. Als Linienart wählen Sie die
Option SENKRECHT ZUR FLÄCHE(siehe Abbildung 5.11).
Die Fläche, die hier verlangt wird, kann auch eine Ebene sein. Wählen Sie zuerst
die YZ-Ebene. Entweder klicken Sie direkt auf die Ebene oder Sie wählen den
Eintrag im Strukturbaum. Der Punkt, also der Startpunkt der Linie, soll hier der
Ursprung des Achsensystems sein. Klicken Sie auf den Ursprung des Achsen-
kreuzes und es wird eine Linie erzeugt. Der Startpunkt liegt bei Null und als
Ende geben Sie 150 mm ein. Bestätigen Sie mit OK (siehe Abbildung 5.12).
Erstellen Sie eine weitere Linie auf Basis der ZX-Ebene mit dem gleichen Start-
punkt und der gleichen Länge. Mit der Punktion LINIE verbinden Sie anschlie-
ßend die jeweiligen Endpunkte (siehe Abbildung 5.13).
Abbildung 5.11: Menü Liniendefinition

Abbildung 5.12: Liniendefinition - senkrecht zur Fläche

Abbildung 5.13: Linienfunktion senkrecht zur Fläche


5.3.3 Funktion Projektion
Um aus einer Fläche etwas auszuschneiden, müssen Sie das, was ausge-
schnitten werden soll, als Skizze auf der entsprechenden Fläche erzeu-
gen. Bei geraden Flächen ist das auch gar kein Problem. Was aber pas-
siert bei Flächen, die gekrümmt sind? Hier kommt die Funktion
PROJEKTION zum Einsatz. Im nachfolgenden Beispiel soll ein Kreis aus der Fläche
geschnitten werden (siehe Abbildung 5.14).

Abbildung 5.14: Erzeugte Fläche

Da der Kreis oben auf der Fläche liegen soll, erstellen Sie ihn auf der XY-Ebene
mit einem Durchmesser von 80 mm (siehe Abbildung 5.15).
Starten Sie jetzt die Funktion PROJEKTION. Sie sehen das Menü PROJEKTlONSDEFI-
NITION. Sie werden aufgefordert, anzugeben, was projiziert werden soll und auf
welches Element diese Skizze übertragen werden soll.
Der erzeugte Kreis heißt in diesem Beispiel Skizze.3, das Stützelemente, auf dem
die Skizze anschließend zu sehen sein soll, heißt Extrudieren. 1. Nachdem Sie
bestätigt haben, sehen Sie nicht nur die projizierte Skizze, sondern auch noch das
Original. Die Skizze auf der Fläche trägt den Namen Projizieren.1. Die Skizze.3
können Sie über das Kontextmenü ausblenden (siehe Abbildung 5.17).
Kapitel 5 - Flächenkonstruktion

Abbildung 5.15: Erstellter Kreis

Abbildung 5.16: Menü Projektionsdefinition


Abbildung 5.17: Ausgangsfläche

Übung

Übun g 5.3: Funktion_Projektion_ueb.CATPart


Lösung 5.3: Funktion_Projektion_loes.CATPart

5.3.4 Funktion Verschneidung


Verschneidungen entstehen dort, wo Elemente aufeinander treffen. Ver-
schneidungen sind zwischen folgenden Elementen möglich: Drahtmo-
dell zu Drahtmodell, Flächenelement zu Flächenelement und Drahtmo-
dell zu Flächenmodell. An diesen Schnittkurven können Elemente dann
getrennt werden. Die Flächen soll genau dort getrennt werden, wo der Zylinder
geschnitten wird. Damit die Fläche dort herausgeschnitten werden kann, muss
eine Verschneidungkurve erzeugt werden. Starten Sie die Funktion VERSCHNEI-
DUNG und klicken Sie die beiden/Elemente nacheinander an (siehe Abbildung
5.18).
Bestätigen Sie die Eingaben mit OK (siehe Abbildung 5.19).
Im Strukturbaum erscheint der Eintrag Verschneiden.1 und im Modell wird die
Schnittkurve markiert.
Kapitel 5 - Flächenkonstruktion

Abbildung 5.18: Zu verschneidende Elemente gewählt

Abbildung 5.19: Verschneidungskurve markiert


Übung
Übung 5.4: Funktion_Verschneidung_ueb.CATPart
Lösung 5.4: Funktion_Verschneidumg_loes.CATPart

5.4 Flächenbezogene Funktionen


Diese Funktionen kommen dann zum Einsatz, wenn die Drahtgeometrie erstellt
und daraus ein Flächenmodell erzeugt wurde.

5.4.1 Funktion Extrudieren


Das bedeutet, dass eine Kontur, wie zum Beispiel ein Kreis, ein Dreieck
oder auch nur eine einfache Linie, in eine entsprechende Richtung gezo-
gen wird, so dass hieraus ein dreidimensionales Modell entsteht (siehe
Abbildung 5.20).

Abbildung 5.20:
Symbolleiste Flächen

Starten Sie die Funktion EXTRUDIEREN,öffnet sich das Fenster DEFINITION DER
EXTRUSIONSFUNKTION, in dem Sie AUSWAHL DER GEOMETRIE wählen und die
Höhe angeben müssen, wie hoch die Flächen gezogen werde n soll (siehe Abbil-
dung 5.21).

Übung

Übung 5.5: Rechteck extrudieren_ueb.CATPart


Anhand der folgenden Funktionsbeschreibun g sind Sie in der Lage, die
Übung nachzuvollziehen.
Lösung 5.5: Rechteck extrudieren_loes.CATPart
Abbildung 5.21: Skizze1 gewählt- Standardhöhe 20 mm

Um die Höhe zu verändern, können Sie die entsprechenden Maße der Begren-
zungen 1 und 2 ändern. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Flächen mittels
Maus an den grünen Pfeilen nach oben oder nach unten zu ziehen (siehe Abbil-
dung 5.22).

Abbildung 5.22: Begrenzung 1 und 2 mit Maßen versehen


Sind Sie mit den Abmessungen einverstanden, bestätigen Sie mit OK. Das Ergeb-
nis sehen Sie in Abbildung 5.23.

Abbildung 5.23: Skizze sowie die extrudierten Flächen befinden sich im geöffneten Körper

Funktion Drehen
Diese Funktion ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen. Sie befindet
sich hinter der Funktion EXTRUDIEREN auf der gleichnamigen Symbol-
leiste (siehe Abbildung 5.24).

Abbildung 5.24:
Symbolleiste Extrudieren

Mittels dieser Funktion können Rotationskörper aus Flächen erstellt werden,


Eine Linie wird um eine Rotationsachse gedreht (siehe Abbildung 5.25).
Abbildung 5.25: Kurve zur Erzeugung einer Rotationsfläche

Übung

Übung 5.6: Rotationsfläche_ueb.CATPart


Lösung 5.6: Rotationsfläche_loes.CATPart

Starten Sie die Funktion. Das Menü DEFINITION DER ROTATIONSFLÄCHE wird
geöffnet (siehe Abbildung 5.26).
Abbildung 5.26: Menü Definition der Rotationsfläche

Die erstellte Skizze ist das zu wählende Profil und die Achse V ist in diesem Fall
die Rotationsachse. Klicken Sie Profil und Rotationsachse nacheinander an und
geben Sie als Winkel den Wert von 360 Grad ein. Es reicht aus, dass Sie lediglich
den Wert von 360 eintragen. Die Einheit deg erfolgt automatisch. Bestätigen Sie
die Eingabe mit OK (siehe Abbildung 5.27).

Abbildung 5.27: Rotationsfläche von 360 Grad


Funktion Kugel
Um diese Funktion anwenden zu können, ist es nicht erforderlich, eine
Skizze zu erzeugen. Vorhanden sein muss ein Rotationspunkt. Entweder
wird der mittels der Funktion PUNKT erzeugt oder Sie fügen das Achsen-
kreuz ein und der Rotationspunkt liegt auf dem Nullpunkt.

Übung

Übung 5.7: Kugelfläche_erstellen_ueb.CATPart


Lösung 5.7: Kugelfläche_erstellen_loes.CATPart

Starten Sie die Funktion und das Menü DEFINITION DER KUGELFLÄCHE wird
geöffnet. Als erste Eingabe wird der Mittelpunkt verlangt (siehe Abbildung 5.28).

Abbildung 5.28: Definition der Kugelfläche

Wählen Sie den Nullpunkt und vergrößern Sie den Kugelradius auf 50 mm. Den
Endwinkel von 180 Grad behalten Sie erst einmal bei. Das Ergebnis sehen Sie in
Abbildung 5.29.
Abb.: 5.29: Kugelfläche mit einem Rotationswinkel von 180 Grad

Was hier eingestellt ist, ist die Kugelbegrenzung. Klicken Sie auf die Schaltfläche
der vollen Kugel und sie wird als vollwertige Kugel dargestellt - als Flächenmo-
dell Bei Verwendung dieser Begrenzung sind die darunter stehenden Werte
nicht zu ändern (siehe Abbildung 5.30).
Abbildung 530 : Erstellte Kugelfläche

5.4.2 Funktion Füllen


Bei dieser Funktion ist es unbedingt erforderlich, dass der Linienzug
geschlossen ist. Als Beispiel verwenden wir die Darstellung aus Abbil-
dung 5.17. Der hohle Körper sollen oben und unten geschlossen werden.
Hier kommt die Funktion FÜLLEN zum Einsatz. Nachdem die Funktion
gestartet wurde, klicken Sie nacheinander die Kanten an, die die zu schließende
Fläche beschreiben. Die gewählten Begrenzungen werden im Fenster DEFINITIO N
DER FÜLLFLÄCH E angezeig t (siehe Abbildun g 5.31).
Übung

Übung 5.8: Rechteck extrudieren_ueb.CATPart


Lösung 5.8: Rechteck extrudieren_loes.CATPart

Abbildung 5.31: Füllfläche definieren

Abb. 5.32: Skizze wird ausgeblendet


Bestätigen Sie diese Aktion mit OK und die Kanten werden mit einer Fläche ver-
bunden. Alles, was Sie bis jetzt erstellt haben, befindet sich im geöffneten Körper.
Die Skizze, aus der diese Flächen resultieren, können Sie über das Kontextmenü
ausblenden. Sie wird in der 3D-Umgebung nicht benötigt. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf den Eintrag SKIZZE und im Kontextmenü wählen Sie
VERDECKEN/ANZEIGEN (siehe Abbildung 5.32).

Bei der Gelegenheit können Sie auch noch die Konstruktionsebenen ausblenden
(siehe Abbildung 5.33).

Abbildung 5.33: Körper aus Flächen erstellt

5.4.3 Funktion Offset


Möchten Sie diese Funktion benutzen, muss eine Fläche vorhanden sein. Eine
einfache Skizze reicht nicht aus. Bei dieser Funktion wird in einem gewissen
Abstand eine Kopie von der Ausgangsfläche angelegt. Die Außenkanten werden
dann mit einer Fläche verbunden.

Übung

Übung 5.9: Kreis_Offset_ueb.CATPart


Bevor Sie mit der Übung beginnen können, wenden Sie bitte die Funktion
FÜLLEN an, so dass eine geschlossene Fläche entsteht.
Lösung 5.9: Kreis_Offset_loes.CATPart
Nachdem Sie die Funktion gestartet haben, öffnet sich das Menü OFFSET-
FLÄCHENDEFINITION (sieh e Abbildun g 5.34) .

Um diese Funktion anwenden zu kön-


nen, muss eine Fläche vorhanden sein.
Sie klicken demnach auf die Fläche
und geben anschließend den Wert ein.

Abbildung 5.34: Offset-Flächendefinitio n - keine Fläche gewählt

Abbildung 5.35: Offset einer Fläche um 50 mm


Klicken Sie auf die Fläche, von der ein Offset erzeugt werden soll, und geben Sie
ein Maß ein, wie zum Beispiel 50 mm. Bestätigen Sie mit OK. Es handelt sich hier
nicht um eine einfache Kopie, denn die obere Fläche ist größer als das Ausgangs-
element (siehe Abbildung 5.35).
Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.

5.4.4 Funktion Übergang


Mit dieser Funktion stellen Sie die Verbindung zwischen zwei Flächen
her. Hierbei ist es nicht einmal erforderlich, dass sie sich parallel gegen-
über liegen.

Übung

Übung 5.10: Kreis_Offset_ueb.CATPart


Diese Datei beinhaltet die Lösung der Funktion OFFSET, da sich die Funktion
ÜBERGANG an den beiden Flächen sehr gut darstellen lässt.
Lösung 5.10: Kreis_Offset_loes.CATPart

Starten Sie die Funktion ÜBERGANG. Das Menü RUNDUNGSDEFINITION ÜBERGANG


wird geöffnet (siehe Abbildung 5.36).

Abbildung 5.36: Erzeugung eines Übergangs in Form einer Rundung

Als ERSTE KURV E wähle n Sie den Rand der obere n Fläche , das Stützelement ist
die Fläche selbst. Beim zweiten Element gehen Sie genauso vor und bestätigen
Ihre Auswahl mit OK (siehe Abb. 5.37
Abbildung 5.37: Übergang in Form einer Rundung erstellt

5.4.5 Funktion Loft


Bei einem Loft haben Sie die Möglichkeit, zwei Geometrien unterschied-
licher Größe miteinander zu verbinden. Wie weit sie voneinander ent-
fernt sind, ist unerheblich. Sie erstellen in zwei unterschiedlichen Ebenen
zwei Skizzen (siehe Abbildung 5.38).

Übung

Übung 5.11: Loft_Erstellung_ueb.CATPart


Lösung 5.11: Loft_Erstellung_loes.CATPart

Die Skizze im Vordergrund wurde auf der YZ-Ebene erstellt. Für die Skizze im
Hintergrund wurde ein OFFSET der YZ-Ebene erstellt. Diese Ebenen liegen
150 mm auseinander. Mithilfe der Funktion LOFT werden die Kanten beider Skiz-
zen mit einer Fläche verbunden. Da hier die Funktion FÜLLUNG nicht zum Ein-
satz kam, bleibt der Körper hohl. Starten Sie die Funktion LOFT(siehe Abbildung
5.34).
Klicken Sie nacheinander beide Skizzen an - die Reihenfolge spielt keine Rolle.
Die gewählten Geometrien werden markiert und erscheinen im unteren Fenster.
Bestätigen Sie mit OK (siehe Abbildung 5.40).
Abbildung 5.38: Zwei Skizzen in zwei unterschiedlichen Ebenen

Abbildung 5.39: Hier wird der Loft definiert.


Abb. 5.40: Loft-Erstellung abgeschlossen
5.4.6 Funktion Translation (Sweep)
Im Gegensatz zum LOFT hat der SWEEP eine Führungskurve und auch
nur eine Ausgangsgeometrie. Diese Ausgangsgeometrie wird an einer
Linie entlanggeführt, woraus dann ein flächenbasiertes Modell entsteht.
Starten Sie die Funktion und es wird das Menü PROFILFLÄCHENERZEU-
GUNG geöffnet (siehe Abbildung 5.41).

Übung

Übung 5.12: Sweep_erstellen_ueb.CATPart


Wenn der Sweep erstellt ist, füllen Sie die offenen Enden mit einer Fläche.
Lösung 5.12: Sweep_erstellen_loes.CATPart

Abbildung 5.41: Menü Profilflächenerzeugung

Als Profil wird die Skizze ausgewählt, die im Skizzierer auf der YZ-Ebene erstellt
wurde. Die Führungskurve, in Form eines SPLINE, ist auf der XY-Ebene konstru-
iert worden (siehe Abbildung 5.42).
Abbildung 5.42: Skizze und Führungskurve

Sie wählen zuerst die Kontur und anschließend die Führungskurve. Sie erhalten
nachfolgendes Ergebnis (siehe Abbildung 5.43)..

Abb 5.43: Skizze mit Führungskurve


5.5 Anwenden von Operationen
Die Funktionen der Symbolleiste OPERATIONEN können nur auf Flächen ange-
wendet werden. Es können Flächen getrennt getrimmt werden. Kanten werden
abgerundet oder mehrere Flächen, die einen geschlossenen Körper bilden, kön-
nen als Volumenmodell zusammengefügt werden. Die entsprechende Symbol-
leiste sehen Sie in Abbildung 5.44.

Abbildung 5.44:
Symbolleiste Operationen

5.5.1 Funktion Zusammenfügen


In allen bisherigen Übungen haben Sie gesehen, dass alle Ebenen,
Linien, Splines usw. als geöffnete Körper behandelt werden. Im Haupt-
körper werden die Modelle erst dann geführt, wenn aus ihnen ein Volu-
menmodell erzeugt wurde. Deshalb ist es wichtig, dass die erstellten
Flächen zunächst einmal zusammengeführt werden. Das erledigen Sie mit der
gleichnamigen Funktion.

Übung

Übung 5.13: Flächen_zusammenfügen_ueb.CATPart


Lösung 5.13: Flächen_zusammenfügen_loes.CATPart

Starten Sie die Funktion und im Strukturbaum wird die Option VERBINDUNG
erstellt, der Sie dann die entsprechenden Flächen hinzufügen können (siehe
Abbildung 5.45).
Klicken Sie nacheinander auf die Eintragungen Translation. 1, Füllen.1 und Füllen.2 -
die Auswahl wird anschließend in der Liste Zusammenzufügende Elemente zu sehen
sein (siehe Abbildung 5.46).
Bestätigen Sie die Auswahl mit OK. Die ausgewählten Elemente werden
anschließend im geöffneten Körper ausgeblendet und sind jetzt unter Verbin-
dung.1 zusammengeführt.
Abbildung 5.45: Flächen werden zusammengefügt

Abbildung 5.46: Elemente im Baum gewählt


Volumenmodell erzeugen
Volumenmodelle werden nur in der Arbeitsumgebung der Teilekonstruktion
erstellt. Über das Menü START/MECHANISCH E KONSTRUKTION/PART DESIGN
wechseln Sie die Umgebung.
Nach der Umschaltung können Sie mit Ihrer Arbeit sofort fortfahren. Auf der
Symbolleiste AUF FLÄCHEN BASIERENDE ELEMENTE finden Sie die entsprechende
Funktion (siehe Abbildung 5.48).

Übung

Übung 5.14: Flächen_schließen_ueb.CATPart


Lösung 5.14: Flächen_schließen_loes.CATPart

Abbildun g 5.47 : Wechseln zur Umgebung Teilekonstruktion

Abbildung 5.48: Symbolleiste Auf Flächen basierende Elemente


Klicken Sie auf die Funktion FLÄCHE SCHLIESSEN und wählen Sie im
Strukturbaum den Eintrag Verbindung.1. Unter dem Hauptkörper befin-
det sich der Eintrag Fläche schließen.1. Damit Sie das Volumenmodell
auch als solches erkennen können, blenden Sie Verbindung.1 aus. Die
beiden noch sichtbaren Skizzen blenden Sie ebenfalls aus (siehe Abbildung 5.49)

Abbildung 5.49: Volumenmodell ist sichtbar - Flächen sind ausgeblendet

5.5.2 Funktion Trimmen


Sie arbeiten hier zwar mit Flächen, aber die Funktionalität ist vom Prin-
zip her die gleiche wie im Skizzierer. Das, was Sie an Geometrie behalten
möchten, klicken Sie nacheinander an, das Übrige wird abgeschnitten
Starten Sie die Funktion TRIMMEN und es wird das Menü DEFINITION DES
TRIMMENS geöffnet (siehe Abbildung 5.50).

Übung

Übung 5.15: Flächen Trimmen_ueb.CATPart


Lösung 5.15: Flächen Trimmen _loes.CATPart
Abbildung 5.50: Menü Definition des Trimmens

Abbildung 5.51: Beide Elemente gewählt

In diesem Beispiel sollen die Fläche und der untere Teil des Zylinders erhalten
bleiben - die obere Hälfte soll getrimmt werden. In diesem Fall wird der Teil, der
abgeschnitten wird, transparent dargestellt. Bestätigen Sie mit OK (siehe Abbil-
dung 5.52).
Abbildung 5.52: Zylinder getrimmt

5.5.3 Funktion Spiegeln


Das Modell in Abbildung 5.52 soll gespiegelt werden, so dass die oberen
Kanten genau gegenüber liegen und dann zusammengefügt werden
können. Zunächst muss aber die geeignete Ebene erstellt werden. Blen-
den Sie die Ebenen ein und starten Sie die FunktionEBENE . Als Referenz-
ebene wählen Sie die ZX-Ebene und in der Zeile Offset wählen Sie im Kontext-
menü die Funktion MESSEN ZWISCHEN (siehe Abbildung 5.53).

Übung

Übung 5.16: Flächenmodell_spiegeln_ueb.CATPart


Lösung 5.16: Flächenmodell_spiegeln_loes.CATPart

Ein weiteres, aber Ihnen schon bekanntes Menü wird geöffnet: das Menü MESSEN
ZWISCHEN. Im Abstand von der Referenzebene bis zu r äußersten Kante de s Ele-
ments wird die neue Ebene positioniert. Im unteren Teil des Menüs deaktivieren
Sie die Option MESSUNG BEIBEHALTEN (siehe Abbildun g 5.54). Bestätigen Sie mit
OK.
Abbildung 5.53: Abstand zur Referenzebene durch Messung festlegen

Abbildung 5.54: Ebene wird im gemessenen Abstand positioniert.

Nachdem Sie den Abstand gemessen haben, bestätigen Sie das Maß mit OK und
erhalten folgende Frage (siehe Abbildung 5.55):
Abbildung 5.55: Soll die Messung im gleichnamigen Parameter gespeichert werden?

Wenn Sie mit JA bestätigen, wird nicht nur ein Offset mit dem entsprechenden
Maß, sondern zusätzlich die eigentliche Messung im Strukturbaum angezeigt.
Wenn Sie auf NEIN klicken, ist nur das Offset mit dem gemessenen Wert im Baum
zu sehen (siehe Abbildung 5.56).

Abbildung 5.56: Erforderliche Spiegelebene erstellt

Starten Sie jetzt die Funktion SPIEGELN und über das Menü SPIEGELUNGSDEFI -
NITION werden Sie aufgefordert, einmal das Element zu wählen, das gespiegelt
werden soll, und natürlich die Spiegelebene, die hier als Referenz bezeichnet
wird (siehe Abbildung 5.57).
Bestätigen Sie die Spiegelung mit OK. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, ist, dass
beide Flächen zusammengefügt werden müssen. Verwenden Sie dazu die Funk-
tion ZUSAMMENFÜGEN, die Sie bereits kennen gelernt haben (siehe Abbildung
5.58).

Abbildung 5.58: Ausgangsmodell und Spiegelung zusammengefügt

5.5.4 Funktion Kantenverrundung


Bei der Kantenverrundung verhalten Sie sich genauso wie in der Teile-
konstruktion. Die Kanten, die den gleichen Verrundungsradius bekom-
men sollen, klicken Sie nacheinander an. Über die Schaltfläche VORAN-
ZEIGE wird das Ergebnis angedeutet. Sind Sie mit dem Ergebnis
einverstanden, bestätigen Sie mit OK (siehe Abbildung 5.59 und Abbil-
dung 5.60).
Abbildung 5.59: Voranzeige der Kantenverrundung

Abbildung 5.60: Ergebnis der Kantenverrundung


5.5.5 Funktion Extrapolieren
Bei dieser Funktion wird ein Flächenmodell dahingehend verlängert,
dass es exakt die Kontur der Fläche annimmt, auf die es trifft.

Übung

Übung 5.17: Extrapolieren_ueb.CATPart


Lösung 5.17: Extrapolieren _loes. CATPart

Das kleine Rohr soll nicht nur einfach verlängert werden, sondern das Rohrende
soll die Kontur des anderen Rohrs annehmen (siehe Abbildung 5.61).

Abbildung 5.61: Extrapolieren eines Rohrs

Starten Sie die Funktion. Das Menü DEFINITION DER EXTRAPOLATION wird geöff-
net (siehe Abbildung 5.62).
Unter BEGRENZUNG ist der Rand des Flächenmodells zu verstehen, wo mit der
Verlängerung begonnen werden soll. Extrapoliert wird aber das Flächenmodell
selbst (siehe Abbildung 5.63).
Allbildung 5.62: Menü Definition der Extrapolation

Abb.: 5.63: Flächenmodell wählen, das extrapoliert werden soll

Unter der Option BEGRENZUNG ist als Standard ein Maß von 10 mm eingetragen.
Das würde aber lediglich bedeuten, dass das Modell nur um dieses Maß verlän-
gert werden würde. Öffnen Sie das Listenfeld und wählen Sie den Eintrag BIS ZU
ELEMENT (siehe Abbildung 5.63). Klicken Sie auf das andere Element und drehen
Sie es in eine Position, damit Sie das Ergebnis sehen können. Bestätigen Sie mit
OK (siehe Abbildung 5.64)
Abbildung 5.64: Extrapolierung abgeschlossen

Das Rohr wird verlängert und trifft auf die runde Fläche des anderen Rohres auf.
Dabei nimmt das Ende des Rohres genau die Kontur der Mantelfläche an.