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Mobilfunk: Flucht vor dem Elektrosmog http://www.izgmf.de/Kontakte/Burgerinitiativen/G...

Informationszentrum gegen Mobilfunk

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Die Geschichte der Familie Tröster-Cederth
Bürgerinitiativen
Liste der
Bürgerinitiativen gegen Der Elektrosmog zerstörte alles was sich unsere Familie in Deutschland aufgebaut hat. Deshalb halten
Mobilfunk: Gleich jetzt wir es für wichtig, die Menschen (so sie es wollen) zu informieren und aufzuklären.
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Januar 2000 Mit unerklärlichen Beschwerden fängt alles an
Mobilfunkgeschichten:
Bürgerinitiativen erzählen Unsere Mobilfunkgeschichte beginnt im Januar 2000. Ohne erkennbaren Grund
bekommt meine Frau Carola (35) plötzlich gesundheitliche Beschwerden. Diese äußern
Bürgerkrieg wegen
sich in Form von Schmerzen in den Muskeln und Sehnen der Schulterblätter. Oft
E-Plus-Sendemast
reichen die Schmerzen hoch bis ins Genick. Auch die Hüftgegend ist betroffen und die
München: Handyverbot Beine vom Knie abwärts zu den Fersen. Sobald Carola etwas macht was Kraft erfordert,
in Bussen und Bahnen dauern die Schmerzen drei bis vier Tage an. Im Laufe der Zeit kommt noch ein Brennen
Veranstaltungskalender auf der Haut hinzu und beim Lesen bemerkt Carola immer wieder eine abrupte
Wann wo was los ist Abnahme der Sehkraft. Selbstverständlich konsultieren wir einige Ärzte aber keiner
Umfragen findet die Ursache der Beschwerden.
Schon abgestimmt? August 2002 Erst eine neue E-Plus-Basisstation bringt uns auf die richtige Spur
Forum
Zwei Jahre später, im August 2002, lässt E-Plus in 120 m Entfernung
Diskutieren & Informieren
zu unserem Haus eine Mobilfunk-Basisstation errichten.
Linkliste Topographisch ist der Standort nicht gut gewählt, denn der gut 30 m
Links: Immer frisch & hohe Schornstein, an dem die Sektorantennen montiert sind, steht in
saftig einer Senke. Da unser Haus mit nur 8 m Höhenversatz zu den
Gästebuch Antennen auf einem gegenüberliegenden Hügel steht geraten wir
Lob & Tadel unversehens in die Hauptstrahlrichtung der Antennen.
Gerichtsurteile Ab diesem Zeitpunkt war es Carola nicht mehr möglich, im Haus einen
LG Kempten erkennt normalen Schlaf zu finden. Zu den bereits geschilderten Beschwerden
nicht auf Mietminderung kommen Ohrenpfeifen, Schwindelgefühl, geschwollene Lymphknoten
und Herzrasen hinzu. Zuweilen nimmt sie im Kopf einen metallisch
OVG Hamburg stoppt
klingenden Ton wahr. Kurios: Ab Sendebeginn der E-Plus-Station
Baustopp gegen T-Mobile
träumen unsere Kinder und Nachbarskinder nachts von Mücken und
Nachbar muss Mast hören deren Summen. Es konnte aber kein einziges mal auch nur eine
dulden Mücke in den Zimmern der Kinder gefunden werden.
VG Neustadt lehnt Durch Befragung von Nachbarn, örtliche Bestimmung der
Eilantrag gegen Aufenthaltsorte, an denen die Beschwerden bevorzugt auftreten, und
Mobilfunkmast ab genaues Beobachten der Zeitpunkte können wir im Laufe der Zeit die
Bebauungspläne in Basisstation als Ursache bestimmen. Zwei baubiologische
Rheinland-Pfalz keine Hausuntersuchungen erbringen jedoch keinen eindeutigen Befund.
Hürde für Mobilfunker Beide Untersuchungen wurden gemacht, weil unser Bürgermeister
BVGH: Vodafone unseren Argumenten nicht traut und Messungen verlangt. Baubiologe
unterliegt Klemens Jakob misst im Dachgeschoss unseres Hauses eine maximale
Leistungsflussdichte von 617 µW/m². Mit meinem HF-Detektor
Sendeverbot für illegal
(Aaronia) messe ich später Werte bis 1200 µW/m². In dieser Phase
errichtete Station
erfahren wir, dass seit Januar 2000, etwa 150 m von unserem Haus
Na sowas! entfernt, ein weiterer Sendemast von T-Mobile strahlt. Jetzt haben wir
Monitoring-Messstationen keinerlei Zweifel mehr daran, dass der Elektrosmog für die
Keine Empfangsgarantie Gesundheitsbeschwerden meiner Frau verantwortlich ist. Mittlerweile bemerke auch ich den Einfluss
mehr für Innenräume von Hochfrequenzstrahlung und 50-Hz-Niederfrequenzfeldern, ich reagiere darauf mit Kopfschmerzen.
Versorgungsauftrag der Wir gründen eine Bürgerinitiative und sammeln 900 Unterschriften für eine Petition, die eine Verlegung
Mobilfunker ist erfüllt des E-Plus-Senders fordert. Zwischendurch organisieren und besuchen wir einige Info-Veranstaltungen
Rätselhaftes und verhandeln mit dem Bürgermeister, den Gemeinderäten und den drei Betreibern (Vodafone ist
Rindersterben auf dem schon seit 1996 mit einer Antenne präsent). Unserem Ziel kommen wir damit jedoch keinen Schritt
Stengel-Hof näher.

Schirmschlauch Juli 2003 Wir geben unser Haus auf und verkaufen es unter Wert
Minister Huber kneift Seit zehn Monaten flüchten wir nun schon mit
WLAN schlimmer als unseren drei kleinen Kindern nachts aus dem Haus
DECT und schlafen meist in unserem Wohnwagen draußen
Schnurlostelefone: Auch auf einem Bauernhof. Dort haben wir keine
DECT-Zulassung läuft Beschwerden und können gut schlafen. Ein
Ende 2008 aus Rutengänger versucht uns zu helfen, was teilweise
auch gelingt. Aber letztendlich wird die Situation für
Blauer Handyengel in Not
uns so unerträglich, dass wir beschließen, unser
Gefährlich: Dacharbeiten frisch renoviertes Haus aufzugeben. Wir verkaufen
unter Sendemasten das Haus für 150 000 €, das sind etwa 20 000 € unter
Naila: Krebs um Sender Wert, und ziehen im Juli 2003 in eine Mietwohnung in
Schmiergeldverdacht Winterlingen-Benzingen. Der Käufer unseres Hauses

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Mobilfunk: Flucht vor dem Elektrosmog http://www.izgmf.de/Kontakte/Burgerinitiativen/G...

wohnte zuvor in Bitz nur etwa 100 m vom


E-Plus-Masten entfernt. Er weiß um die Problematik unseres Wegzugs Bescheid.
Schadensersatzansprüche gegenüber E-Plus oder dem Vermieter des E-Plus-Standortes haben wir erst
gar nicht angemeldet, weil uns dieser Rechtsweg
aussichtslos erscheint. Von der Gemeinde Bitz
bekommen wir in dieser für uns schwierigen Situation
übrigens keine Hilfe.
Der Umzug zeigt leider nicht die gewünschte
Wirkung, denn unsere gesundheitlichen Schäden
gegen Mobilfunkkonzern
durch die Mobilfunkstrahlung waren nicht mehr
Ericsson
rückgängig zu machen. Unser neuer Wohnort wird
Digitaler Behördenfunk zwar von außerhalb mit Mobilfunk versorgt, deshalb
Messtechniker melden geht es uns in dieser Hinsicht etwas besser, aber der
“Widerstandsnester” Vorteil wird durch andere Nachteile mehr als
Spendable Anna Swelund wettgemacht. So befinden sich in der Nähe des
verschenkt wieder Hauses viele "Dachständer" (Stromeinspeisung von
Handys Freileitungen) und in etwa 100 m Entfernung (freie
Sicht) führt eine Hochspannungsleitung vorbei. Erst später merken wir, dass auch die ungünstige
Verkabelung im Haus für uns eine große Belastung darstellt. Immer weiter schreitet die
Elektrosensibilisierung voran. Am schlimmsten trifft es jetzt unseren Sohn Robin (10): Eines Tages kann
er, seiner Beschwerden wegen, nicht mehr mit dem Schulbus ins Gymnasium nach Albstadt-Ebingen
fahren. Später muss er die Schule, die bestens mit Mobilfunk versorgt wird, sogar meiden, weil er dort
unter extremen Kopf- und Magenschmerzen sowie Atembeschwerden leidet. Was das Ausmaß der
Elektrosensibilität betrifft, so sind meine Frau und Robin mit Abstand am stärksten betroffen, dann
komme ich an die Reihe und dann unsere beiden anderen Söhne.

Vorsorge November 2003 Flucht in die Weiten der schwedischen Wälder


Mobilfunk- Irgendwann im Sommer des Jahres 2003 sind wir zu
Vorsorgemodelle auf dem dem Entschluss gekommen, dass uns nur noch die
Prüfstand Flucht dorthin helfen kann, wo es keine starken
Vorsorgemodell München elektrischen oder magnetischen Felder gibt. Da
Carola aus Schweden stammt, entschließen wir uns in
Vorsorgemodell Salzburg
Bitz alles aufzulösen und in der Weite der
Vier Tipps für schwedischen Wälder einen Zufluchtsort zu suchen.
intelligenten Umgang mit Anfang November nimmt meine Familie Abschied von
Handys Deutschland und reist nach Schweden. Ich bleibe
Telefonieren in Bus, Auto, noch bis Dezember, um Unerledigtes zu regeln. Der
Bahn doppelt schädlich Abschied ist in jeder Hinsicht schmerzlich, denn viele
PLC: Die W-LAN- Bekannte bringen unseren Beweggründen für den
Alternative Umzug kein Verständnis entgegen. Mit letzter Kraft
hoffen nun alle in unserer Familie, dass wir mit
Günstiges CT1+
unserer Elektrosensibilität in Zukunft mehr Hilfe und
Schnurlostelefon bei
Verständnis erfahren werden. An allererster Stelle
Conrad
steht dabei die Hoffnung, wieder gesund zu werden.
Forschung
Deutliche Krebshäufung Januar 2004 Bei Kerzenlicht in der Küche
in Anfang Januar nehme ich in Stockholm an einer
der Nähe von Demonstration teil gegen UMTS oder "3G", wie sie es
Radiosendern hier in Schweden nennen. Die Demo hat etwa 150 bis
Interphone-Studie 200 Teilnehmer und endet mit einem Fackellauf rund
EPROS-Schlafstudie um den "Kungsträdgården".
Langzeittelefonierern Unsere augenblickliche Situation stellt sich so dar:
droht Hörnervtumor Alle drei Kinder können zur Schule gehen. Im
Augenblick wohnen wir in einer Umgebung, die
UMTS-Studie:
hinsichtlich Mobilfunkstrahlung gerade noch erträglich ist für Carola und Robin. Große Probleme treten
Unwohlsein unter Masten
im Haus auf, weil wir im Beisein der beiden weder den TV-Apparat noch den Computer einschalten
Deutsche können und alle anderen elektrischen Geräte ebenfalls wegen ihre elektromagnetischen Felder bei
Forschungsprojekte Carola und Robin Schmerzen verursachen (sogar wegen der Fernwärmerohre unter dem Haus, die
Schweizer vagabundierende Ströme leiten und dadurch Felder verursachen). Das beste Heilmittel besteht darin,
Forschungsprojekte alles was mit Elektrizität zu tun hat abzuschalten. Wir haben inzwischen von Fällen gehört, wo
REFLEX-Projekt im Elektrosensible nicht mehr mit dem Auto fahren können oder Autos auf Entfernungen von bis zu 10
Strudel wirtschaftlicher Meter spüren. Bei uns ist es so: Abends versammeln wir uns bei Kerzenlicht in der Küche und
Interessen vermeiden es z. B. in der Nähe des Kühlschranks zu sitzen.
Elektrosmog stört Mit Romantik hat das leider nichts zu tun. Und: Wir sind immer noch auf der Suche nach einem
Orientierung von Bienen geeignetem Haus im Wald. Tiere werden geschützt und Lebensmittel werden überwacht, über Fälle von
Elektrosensibilität aber wird sorgsam Stillschweigen gewahrt.
Manipulierte Studie für
manipulierte öffentliche Im Moment ist es mir selber noch möglich am PC zu arbeiten, aber ich beschränke dies auf möglichst
Meinung kurze Zeit. Denn während ich am PC sitze, müssen Carola und Robin aus dem Haus. Sie gehen dann
z. B. spazieren oder halten sich im Garten auf. Bei Temperaturen bis zu –15 °C ist das aber auch nicht
Fehlerhafte Studie für
immer die reinste Freude.
fehlgeleitete öffentliche
Meinung Es ist sicherlich schwierig als "Normalbürger" unsere vertrackte Situation zu verstehen. Aber wenn
jemand elektrosensibel wird, stellt das die kompletten Lebenumstände auf den Kopf. Da sind dann
Die falschen Studien für
meiner Erfahrung nach auch keine Tests auf Elektrosensibilität mehr nötig. Carola weiß selbst am
einen echten Alarm
besten wie schlecht es ihr geht und Tests können ihr auch nicht helfen. Wäre wir uns da nicht ganz
sicher, hätten wir nie und nimmer solch einen beschwerlichen Weg eingeschlagen.

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Mai 2004 Kein Arbeitslosengeld für Carola


Hallo, es gibt uns noch, aber ehrlich gesagt ich weiss nicht genau wie ich die Umstände schildern soll,
denn ich will ja nicht dauernd nur klagen. Am Besten fange ich mit dem Positivsten an, mit Robin, der
inzwischen elf geworden ist. Er kann zur Schule gehen und bekommt dort – wie andere Kinder, die
Allergiker sind – in der Schulküche eine speziell auf ihn ausgerichtete Diät. Robin hat sich
gesundheitlich so stabilisiert, dass er wieder an Körpergewicht zunimmt. Allerdings nur, wenn er sich
an seine Essensdiät hält und elektromagnetischen Feldern so weit wie möglich aus dem Wege geht.
Unseren beiden anderen Söhnen und mir (Klaus) geht es soweit gut. Ebenfalls positiv: Ich habe eine
Arbeitsstelle gefunden.
Zur Wohnsituation gibt es eher schlechtes zu berichten. Die Suche nach einem Haus gestaltet sich sehr
schwierig, weil alles am Finanziellen scheitert. Denn ein Immobilienkauf ist auch hier normalerweise
mit einem Kredit verbunden. Weil aber Carola aufgrund ihrer Elektrosensibilität so gut wie keine Arbeit
bekommt (oder nicht in der Lage wäre, diese auszuüben) geben uns die Banken nicht einmal einen
kleinen Kredit. Das Arbeitsamt stellt sich ebenfalls quer und anerkennt die gesundheitliche
Behinderung nicht, weshalb Carola keine finanzielle Unterstützung bekommt. Kein Wunder also, dass
wir noch immer am selben Ort bei den Schwiegereltern im Hause wohnen.
Bedrohlich: Keine 200 m weit von uns weg wird bald ein großes Einkaufszentrum eröffnet und es ist
sehr wahrscheinlich, dass die Mobilfunkbetreiber hier präsent sein wollen. In der näheren Umgebung
sind nämlich noch kein Sender vorhanden. Ein Sendemast in unserer Nähe wäre aber ganz besonders
für Carola eine Katastrophe. Ihr Gesundheitszustand würde es nicht zulassen, dass sie hier bliebe. Dann
käme nur noch ein Zufluchtsort in Frage: Und das wäre wieder unser kleiner Wohnwagen im Wald.
Dieses Dilemma haben unserer Ansicht nach die Mobilfunkbetreiber zu verantworten, sie haben uns in
ein gesundheitliches und finanzielles Desaster gebracht. Sehr erschreckend ist, dass uns von offizieller
Seite keine Hilfe angeboten wird.
Eine Sache fällt mir noch ein: Hier in Schweden wird zur Zeit im Parlament ein fataler Gesetzesentwurf
diskutiert: Ist es im allgemeinen Interesse und nach Auffassung der Mobilfunkbetreiber notwendig, an
einem bestimmten Ort einen Sender zu installieren, so soll es demnächst gesetzlich möglich sein, einen
Grundstückseigentümer zur Freigabe seines Areals zu zwingen!

Juni 2004 Der befürchtete Mobilfunkmast ist beantragt!


Wieder sind die Tage ohne Fortschritte verflogen. Im Gegenteil: Die Lage für unsere Familie wird immer
bedrohlicher. Schon seit Wochen liegt der Stadt das Baugesuch für den von uns befürchteten neuen
Mobilfunkmast vor, der nur etwa 250 m bis 350 m von unserer jetzigen Wohnung entfernt liegen soll.
Bekannt wurde uns dies erst vor kurzem. Wir haben daraufhin sofort die Nachbarn informierten und
damit begonnen, Unterschriften zu sammeln. Doch all die Anstrengungen erscheinen wertlos, denn
gemäß Presseberichten ist am 17. Juni im schwedischen Parlament tatsächlich entschieden worden,
dass Mobilfunksendemasten die gleichen Berechtigungen bekommen wie andere wichtige
Infrastrukturen. Das bedeutet, dass die Mobilfunkbetreiber ihre Netze nun ungestört nach ihren
Wünschen – billig, schnell und ohne Rücksicht auf die Gesundheit von Anwohnern – aufbauen können.
Elektrosensible bleiben auf der Strecke, werden ihrer Grundrechte enthoben und einfach überfahren
(überstrahlt). Ihnen bleibt nur noch die Flucht. Keine schönen Aussichten. Aber wir werden es schon
noch schaffen, dieser Gesellschaft zu entkommen, die vor Ignoranz und Dummheit nur so glänzt. Wir
wollen versuchen ein besseres, natürlicheres Leben zu gestalten. Klingt hart, nicht wahr? Leider aber
ist es für uns bittere Realität.

3 von 3 01/25/2012 10:06 PM