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Beyond the Uninvited Guest

Elias Bösz Antonio Franjic


TU Wien, 11808236 TU Wien, 01529211
e11808236@student.tuwien.ac.at e1529211@student.tuwien.ac.at

Amna Cocic Viktor Gruszka


TU Wien, 01528242 TU Wien, 11775809
e1528242@student.tuwien.ac.at e11775809@student.tuwien.ac.at

INTRODUCTION
Im Video „Beyond uninvited guests“ sieht man drei Tage im Leben des alten Mannes Thomas, der von diversen
grell gekennzeichneten „smart-objects“ unterstützt wird.
Am ersten Tag sieht man wie Thomas die Geräte verwendet. Eine Gabel, die ihm ans Handy sendet was er
isst, wann er aufhören sollte zu essen und was er aß, ein Gehstock, der ihm per Handy vorschreibt, wieviel er
gehen soll, und dessen Schritte misst, und ein smart-Bett, dass ihm schreibt, wann er sich schlafen legen soll.
Das Video ist so dargestellt, dass die Aufdringlichkeit der Geräte sehr auffallend ist, sowie Thomas wachsende
Verärgerung über die ständigen Nachrichten, welche durch diese Smart Objects gesendet werden. Am zweiten
Tag weigert sich Thomas diese Geräte zu benutzen, woraufhin er jedoch nicht nur Nachrichten von den Geräten
erhält, sondern auch von seinen Kindern, die anscheinend die Aktivität der Geräte überprüfen können, und ihm
besorgte Nachrichten schreiben. Am dritten Tag, versucht Thomas diese Geräte zu umgehen. Er stochert mit
der smart-Gabel in einem Salat, während er etwas anderes isst, bezahlt einen Jungen, damit dieser mit dem
smart-Stock spazieren geht, oder legt Bücher auf sein Bett, damit dies glaube er schläft.
Uns wurde die Aufgabe gestellt dieses Video aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Informatik zu analysieren
und zu beurteilen. Wir wählten Scientific Thinking, Design Thinking, Responsible/Critical Thinking und Criminal
Thinking. Im Verlauf der Arbeit und Diskussion ist uns aufgefallen, dass sich die Sichtweisen sich teils mit
unterschiedlichen Themen befassen, teils geteilter Meinung sind, sich aber auch bei einigen Themen uneinig sind.

DENKWEISEN’18, Wintersemester 2018, Wien, Österreich


2018. All rights remain with the authors.
Beyond the Uninvited Guest DENKWEISEN’18, Wintersemester 2018, Wien, Österreich

SCIENTIFIC THINKING
Scientific thinking ist eine Denkweise, durch die versucht wird Sachverhalte zu erkennen und zu begründen.
Hierbei gibt es jedoch drei verschiedene Paradigmen um dies zu erreichen: Der (Post-)Positivismus, welcher
versucht allgemein gültige, objektive Ergebnisse zu erzielen, die Critical Theory, welche alles hinterfragt und
versucht bereits erforschte „Wahrheiten“ zu wiederlegen bzw. zu verbessern, und der Konstruktivismus, welcher die
Realität als ein soziales Konstrukt erklärt und versucht sozial relevante, jedoch nicht generalisierbare Ergebnisse
zu erzeugen. Obwohl diese Paradigmen sehr unterschiedlich sind, werden dennoch dieselben Schritte in derselben
Reihenfolge unternommen, um auf die jeweiligen Ergebnisse zu kommen: Observation, Induktion, Deduktion,
Testen und Evaluation.
Meinem Erachten nach stellt das Video eine Evaluation der smart Objects dar, bzw. könnten die Systeme auch
getestet werden, falls die von den Objekten aufgenommenen Daten an Forscher/Forscherinnen weitergeleitet
werden. Da im Video gezeigt wird, dass die Kinder von Thomas Informationen über die Verwendung ihrer
Geschenke erhalten, wäre es definitiv möglich, dass diese Informationen auch von anderen Personen erhalten
werden können. Diese smart Objekts wurden im Sinne des Positivismus erzeugt, da sie allgemeine, wenn auch
für ältere Menschen zugeschnittene, Aufgeben stellen. Was sollten sie essen, wie weit sollten sie gehen und
wann sollten sie sich schlafen legen. Dies wird auch von den Erzeugern des Videos bestätigt, die jene Objekte als
„one-size-fits-all care“ [1] (De: Eine Größe passt allen) beschreiben.
Im Sinne des Scientific thinking ist das meiner Meinung nach größte Problem, dass diese Objekte nicht nach den
Prinzipien des Konstruktivismus erzeugt wurden. Es wurde keine Rücksicht darauf genommen, dass sich Personen
gestört bzw. verärgert fühlen könnten, wenn ihnen ein Computer deren Lebensgewohnheiten vorschreibt. Ich denke,
dass dadurch einige Leute, wie Thomas im Video, versuchen diese Geräte zu ignorieren bzw. eine Möglichkeit
finden jenen Objekten falsche Informationen zuzuführen, was wiederum die erhobenen Daten stark verfälscht.
Dies wird auch von den Erzeugern des Videos angedeutet, welche die komplexen menschlichen Verhaltensweisen
erwähnen: „Whilst there are undeniable benefits to monitoring and tracking the elderly in their homes, we wanted
to pause and reflect on some of the more complex human behaviours we are likely to encounter along the way.“
[1] (De: Während es unzweifelhafte Vorteile innehat, ältere Pesonen in ihren Häusern zu überwachen, wollten wir
pausieren und manche der komplexen menschlichen Verhaltensweisen, auf die wir vermutlich entlang des Weges
treffen werden, bedenken.)
In der „Scientific thinking 2“ [2] - Vorlesung vom 23.10.2018 beschrieb Christopher Frauenberger drei „Wellen“ der
Human-Computer-Interactions (HCI), die im Laufe der Zeit aufkamen, woraufhin die Frage gestellt wurde, worin
wohl die vierte Welle bestehen wird. Dieses Video brachte mich auf den Gedanken, dass diese vielleicht darin beste-
hen könnte, dass die Computer beginnen mit den Menschen zu interagieren. Wie bei den vorherigen Wellen, gibt
es hier auch einige Probleme die gelöst werden sollten. Die hauptsächlich im Video auffallenden Schwierigkeiten
sind die Aufdringlichkeit dieser Geräte, sowie die daraus folgende Weigerung von Thomas jene smarten Objekte zu
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benutzen. Ich denke, dass diese Geräte genauer auf die Bedürfnisse der Verwender/Verwenderinnen zugeschnitten
gehören (beispielsweise durch einen Arzt bzw. einen Algorithmus der aus eingegebenem Alter, Gewicht etc. die
gestellten Aufgaben anpasst), sowie diese Personen auch über die Wichtigkeit informiert werden, diesen Geräten
Folge zu leisten. Um die Verfälschung der Daten zu minimieren müssten Sensoren eingebaut werden, die ihre
jeweiligen Personen identifizieren können, beispielsweise die Überprüfung der Fingerabdrücke auf dem gezeigten
Gehstock, oder die Überprüfung des Gewichts am gezeigten Bett. Da dies jedoch einen schwerwiegenden Eingriff
in die Privatsphäre jener Personen bedeuten würde, sind eventuell ein paar verfälschte Daten zu verschmerzen,
insbesondere wenn die Verfälschungen durch die bereits erwähnten Maßnahmen bereits verringert werden können.
[1] http://superflux.in/index.php/work/uninvited-guests/, Research and Design approach. (23.01.2019)
[2] https://oc-presentation.ltcc.tuwien.ac.at/engage/theodul/ui/core.html?id=2213676c-746d-41c7-91f3-6e312eb2c20e
(23.01.2019)

RESPONSIBLE/CRITICAL THINKING
Meine Denkweise wäre Responsible und Critical thinking. In dieser Denkweise sollten wir generell über unsere
Innovationen(oder generell) einige Verantwortung haben oder noch ein vernünftiges reflektierendes Denken zu
haben.
Nach meiner Meinung hat die Technologie insgesamt Auswirkung auf die Menschen die direkt von der Tech-
nologie abhängig sind. Natürlich, in diesem Video ist die Person die direkt abhängig ist, der Mann der seine
Tägliche Routine ohne die Technologie nicht schafft.
Generell die Interesse der Technologie ist die tägliche Routine, Informationen, Jobs uws. von Menschen zu
vereinfachen, und auch die Motivation der Menschen in unterschiedlichen Bereichen zu erhöhen. Natürlich geht
das nicht immer so, da die Technologie meiner Meinung nach nur ein Zusatz zum Leben ist und jede Person
nutzt das unterschiedlich. Wie im Video gezeigt ist, am Anfang nutzt der Mann die Technologie sehr sinnvoll,
aber später das ist leider nicht mehr so, da er keine „Freiheit“ mehr hat, und damit kann ich sagen, respektiert er
„Responsible Thinking“ nicht mehr, da seine Ethik (moral) sehr niedrig ist, und mit seiner Verantwortung und
Verhalten, macht er nur ein Problem Framing, für sich selbst und für seine Kinder.
Und hier kann ich auch sagen, dass er keine Definition den Werten(Von Kluckhohn 1951, die Vorlesung
Responsible Thinking)[3] nicht respektiert. Die Technologie generell bringt die Vorteile für alle von uns. Wir
können uns kontrollieren(wie der Mann im Video macht), dann alle Informationen sind schnell erreichbar (über
Internet), alles was die Menschen früher mit Händen gemacht haben, heute macht das am meisten die Technologie,
ein Handy oder Rechner erfüllt menschlicher Alltag . . .
Immer gibts ein aber, und hier haben wir das auch so. Aber so viel die Technologie für uns gut ist, so viel ist die
auch schlecht, da die auch viele negative Seiten hat.
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Nach meiner Critical thinking, kann ich weiter so sagen. Generell sind die Menschen Heute nicht so Freundlich
und die sind mehr Faul, wie der Mann im Video, da er einfach keine Interesse mehr an seine Gesundheit hat, da
vielleicht er zu viel informationen bekommt, und jeder Tag ist ihm „ausprogrammiert“. Auch wie seine Tochter
die ihn über Handy kontrolliert, statt die zu ihm kommt und mit ihm bisschen Zeit verbringt. Deswegen kann
ich sagen dass die Technologie bringt die Nachteile für Menschen und Umwelt. Für alles was ich oben gesagt,
ist schwer zu sagen was für ein Verhältnis hier haben wir. Aber was ich sagen könnte, ist dass die Technologie
generell nicht so schlecht ist, aber die Menschen benutzen die nicht richtig und nicht in echte Zwecke. Wenn wir
das verändern könnten, das könnte ein 100 Prozent positiv verhältnis sein.
In unserem Beispiel (Video), der Mann sollte wissen was und wie viel davon sollte er essen und trinken, und
technologie sollte hier nur als ein „reminder“ sein. Er sollte wissen z.B wie viel Kalorien etwas hat, wie viel Mals
sollte er Heute essen usw. Dann könnte das eine richtige Dinge sein und das könnte einzige Lösung für die
Probleme hier sein.
Wie ich schon gesagt habe und meiner Meinung nach ist die größte negative Auswirkung die wir von der
Technologie haben, dass die Menschen sehr Faul sind. Heutige Technologie macht alles für die Menschen und
deswegen denken die Menschen generell viel weniger als früher.
[3]https://aurora.iguw.tuwien.ac.at/course/dwi/slides/ChapterR esponsible

DESIGN/CREATIVE THINKING
Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll.
Das Hauptziel von Design Thinking ist es, Lösungen zu finden, die für den Benutzer überzeugen. Kreatives
Denken bedeutet, etwas auf eine neue Art zu betrachten, etwas Neues einfallen zu können. Dieser kreative
Prozess ermöglicht es Ihnen, Verbindungen zu erforschen, neuen Herausforderungen zu begegnen und nach
ungewöhnlichen, originellen und frischen Lösungen zu suchen.
Hier wurden klare Ziele gesetzt. Dies sind die Aktivitäten, die Herr Thomas täglich ausführen sollte. Diese Ziele
wurden erreicht. Wie? Das ist eine andere Frage. Aber das Hauptziel, das ist seine Gesundheit, es ist fraglich,
wie viel erreicht wurde. Das Video zeigt deutlich, dass das System beim Produktdesign verzerrt wurde. Bei
der Verwendung des Systems ist ein Problem mit der Glaubwürdigkeit der von ihm bereitgestellten Ergebnisse
aufgetreten.
Die „Umgehung der vorgesehenen Nutzung“ hat in diesem Fall eine positive Seite, wenn es um Herr Thomas
Kreativität geht. Die Situation, die er gefunden hat, hat sich verbessert und hat zum Ausdruck seiner Kreativität
geführt. Wie Frau Julie Burstein spricht im Video von vier Aspekten des Lebens, die akzeptiert werden müssen, um
Kreativität zu entwickeln. Sie müssen offen für Erfahrungen sein, die sich ändern und was Sie akzeptieren müssen.
Inspiration findet man in unserem Alltag, der uns wecken und leiten wird. Und die schlimmsten Dinge im Leben
sowie Krankheiten sollten akzeptiert werden. Überwinde sie nicht, sondern lerne und nutze das Beste daraus. [4]
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Seine " Umgehung der vorgesehenen Nutzung " erweckte die Kreativität darin. Außerdem haben wir auch die
Nachteile dieses Designs entdeckt. Es ist im Allgemeinen einfach, gutes Design von schlechtem zu unterscheiden,
aber es ist schwierig zu erklären, warum schlechtes Design schlecht ist. Dies ist jedoch der erste Schritt zu einem
guten Design. Und hier ist er gemacht. [5]
Wer macht was, wann, wo, warum, wie, und mit wem? Human centered. Es geht also nicht um Technologie,
sondern um Menschen. „Focus should be on service to human needs, not technology itself“. [5-folie] Die Prioritäten
ändern sich. Menschliche Aktivitäten, Ziele und Werte sollten im Mittelpunkt stehen. Das Ziel jedes Designers
sollte den Benutzer zufrieden stellen und ein Design erstellen, mit dem der Benutzer zufrieden sein wird. Obwohl
es empfohlen und in jedem Fall wünschenswert ist, dass Design Thinking auf den Menschen und seine Bedürfnisse
gerichtet ist, ist dies hier nicht der Fall. Was zu dem Problem führt. Die Designer haben nicht auf alle Möglichkeiten
geachtet. Aus diesem Grund wird eine Manipulation mit dem Design verursacht, und es führt zu dem Problem,
dass die Kinder von Herrn Thomas fehlerhafte Informationen über die Aktivitäten und die Gesundheit seines
Vaters erhalten. Das Problem war geframed,weil die Kinder von Thomas das Problem dieses Designs nicht sahen.
Sie waren sich der Nachteile des Designs und des Erhalts irreführender Informationen nicht bewusst.
Die Grundannahmen sind, dass dieses Design uns Feedback geben wird. Dies sagt uns ob sie es ist, wann und
wie viel Aktivität ausgeführt wurde. In diesem Fall essen, Gangs und schlafen. Es wird im selben Moment für seine
Kinder gemessen und sichtbar sein. Das kann das System akzeptieren. Dies bedeutet, dass dieses Design begrenzt
ist und keine andere Frage beantworten kann. Das heißt gibt keine Antwort auf die Schlüsselfrage "wer hat die
Aktivitäten gemacht". Und das ist Problem dieses Designs. Wenn das System diese Antwort geben würde, hätte
das Design kein Problem, so dass es nicht mehr eingeschränkt und nicht in seinem Rahmen enthalten wäre.
Es wäre wünschenswert, dass Benutzer in den Gestaltungsprozess eingebunden werden. Sie könnten ihre
Meinung geben, das Design bewerten und sagen, ob etwas Schlechtes getan wird und ob etwas fehlt. Auf diese
Weise wäre der Designer wirklich auf Benutzer ausgerichtet und könnte sogar inspiriert und korrigiert, ergänzt
und überfordert werden.
Produkte können einen großen Einfluss auf die Benutzer haben. Besonders diejenigen, die gut sind. Je die
Designs besser und auf die Benutzer zugeschnitten sind, desto die Benutzer positiver und zufriedener sind. Ziel ist
es, Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht überzeugen.
Mein Design vorschlag wäre der nächste. Eine der Stablösungen ist, dass der Stab nur auf einen bestimmten
Handabdruck und ein bestimmtes Gewicht reagiert. Das Bett hatte einen Sensor, der die Form und das Gewicht
des Körpers erfasst. Die Gabel müsste mit dem Speichel in Kontakt kommen, um das Essen zu registrieren. Oder
es würde einfach eine Kamera hinzugefügt, die es zusätzlich registrieren würde.
[4]https://www.ted.com/talks/julieb urstein 4l essonsi nc reativity?re f errer = playlist − thec reatives park
[5]https://aurora.iguw.tuwien.ac.at/course/dwi/slides/ChapterD esiдn
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CRIMINAL THINKING
Criminal Thinking ist eine Denkweise die versucht aus der Sicht von Kriminellen, Schwachstellen im System zu
finden und das System somit zu verbessern. Systeme können auf drei verschiedene Arten angegriffen werden,
physisch, syntaktisch und semantisch. Üblich ist es, dass diese in Kombination stattfinden. Auch unterscheidet
man zwischen externen und internen Angriffen, wie auch gerichteten und ungerichteten. In vielen Fällen ist
der Mensch selbst eine Schwachstelle, weshalb Sicherheitsausbildung auch eine Schwachstellenbeseitigung sein
kann.[6]
Das System welches im Vorgabe-Video gezeigt wird lässt annehmen, dass alle erfassten Daten extern gespe-
ichert werden, da Verwandte Zugriff auf die Daten haben. Dies weist sofort auf eine Datenschutz-Schwachstelle.
Medizinische- ,Orts-, Tätigkeits- und Ernährungsdaten sind nur ein Teil der Information die über den Nutzer
gesammelt werden. Da kein System 100 Prozent sicher sein kann, ist die Sicherheit dieser Daten fragwürdig.
Doch wie können Kriminelle von solchen Daten profitieren? Beginnen wir einmal mit Kleinkriminellen, wie
einfachen Dieben. DIese bräuchten nur zu wissen ob sich User in der Wohnung befinden. Falls dem nicht so ist,
kann ein Einbruch und Diebstahl gewagt werden. Sogenannte Trolle, die sich emotionale Provokation als Ziel
setzen, können bei erfolgreichen Datenzugriff, User mit Benachrichtigungen oder Datenmanipulation Provozieren.
Betrüger und Schwindler könnten aus den Daten herauslesen, welche User am anfälligsten auf Betrug sind.
Firmen können aus den Daten durch gezielte Werbung User manipulieren. Erpressung und Mord sind auch nicht
auszuschließen. Da die Täter Gewohnheiten oder Schwächen von Usern über die Daten herausfinden, müssen
Täter nicht einmal physisch in der nähe sein um eine Tat zu begehen. Ein Beispiel wäre ein User mit Diabetes,
welcher sich vom System seinen Blutzuckerspiegel ausrechnen lässt und sich darauf verlässt. Täter brauchen nur
die Blutzuckerspiegel Daten so zu Manipulieren, dass der User an einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzucker
stirbt.
User selbst müssen nicht nur Opfer sein, sondern können auch die Täterrolle übernehmen. Das System selbst
kann manipuliert werden, entweder durch Verwendung der Gadgets von anderen Personen oder durch Manipu-
lation der Datenaufnahme. Wie im Vorgabe-Video bereits gezeigt, können Dienste angeboten werden, wie die
Erfüllung der Schrittanzahl durch andere Personen. Auch können Außenstehende, Geräte an User verkaufen, die
die Datenaufnahme der Gadgets manipulieren und somit die gewünschten Vorgaben des Systems auf Knopfdruck
erfüllen. Des weiteren können die Daten des Systems ein falsches Alibi entstehen lassen. Man Stelle sich ein
Szenario vor indem ein User eine Tat außerhalb der Wohnung begangen hat. Durch das Manipulieren der Daten
hat der User, laut System, zur Tatzeit in seiner Wohnung gegessen. Somit ist ein Alibi kreiert worden, welches
ohne genaueres Nachforschen, wahrscheinlich nicht hinterfragt wird.
Eine Verbesserung des Systems wäre, so wenig Daten wie möglich auf einen Server hochladen. Die Datenspe-
icherung sollte höchstens im Smartphone sein. Besser noch ein, eigenes Gerät, das nur für die Notifikation und
Datenverarbeitung der Gadgets zuständig ist. Updates oder Therapie-Änderungen sollte nur durch Fachpersonal
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durchgeführt werden, da durch Automatische Veränderungen per privat WiFi, externer Zugriff wahrscheinlicher
ist. Auch sollte die Familie nicht Zugang zu Daten haben, da kriminelle Intentionen innerhalb von Familien nicht
auszuschließen sind.
[6] https://aurora.iguw.tuwien.ac.at/course/dwi/slides/Lecture1 7.12.2018/arten − von − attacken/

DISKUSSION
Einer der kontroversesten Punkte unserer Diskussion war der Datenschutz. Die Annahme: Smart-Gadgets erfassen
die Daten und senden diese an einen Server der diese verarbeitet und basierend auf den Ergebnissen Nachrichten
an User und/oder Familie schickt.
Aus der Sicht des Scientific-Thinkings eine wunderbare Idee, da man diese Daten für diverse wissenschaftliche
Zwecke verwenden kann, wie z.B. Studien oder Verbesserungen von Therapien. Vorausgesetzt ist Korrekte verwen-
dung der Gadgets, da ansonsten fehlerhafte Daten entstehen.
Aus der Sicht von Criminal Thinking hingegen sollte so ein System nicht existieren. Da das Risiko zu hoch
sei, dass illegal auf diese Daten zugegriffen werden könnte. Mit diesen Daten wären dann verschiedene Illegale
Tätigkeiten möglich, die bereits in der Denkweise oben erwähnt wurden.
Responsible/Critical Thinking betrachtet die Situation, dass jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich ist,
weshalb das Produkt nicht genutzt werden muss. Produzenten der Produkte sollten die nötigsten Sicherheitsvor-
gaben erfüllen, doch ansonsten bleibt es am Nutzer hängen ob dieser seine Daten riskieren will, preiszugeben.
Design und Creative Thinking steht eher passiv zum Thema Datenschutz. Ein Punkt für das Sammeln der
Daten wäre, diese auszuwerten um das Design neuer Produkte zu verbessern. Doch eine effektivere Methode wäre
das direkte Gespräch mit den Nutzern, da wie im Vorgabe-Video bereits gesehen, Datenerfassungen manipuliert
werden können.
Ein weiterer Punkt der bei unsere Diskussion oft erwähnt wurde war die “Nervigkeit” des Systems. Wie im
Video zu sehen ist wird der Nutzer von einer App regelmäßig benachrichtigt. Wir nehmen an man kann die
Lautstärke des Benachrichtigungs-Geräusches nicht ändern. Deshalb wird es Anstrengend, falls man die von
System erwünschten Vorgaben nicht erfüllt und von Benachrichtigungen überhäuft wird. Die Folge davon, eine
vom System nicht vorgesehene Anwendung der Gadgets, welche sich auch auf die Daten die erfasst werden,
auswirkt.
Design/Creative Thinking und vor allem aus der Sicht von Scientific Thinking ist diese resultierende Daten-
manipulation tragisch. Wie bereits in den Denkweisen erwähnt, bauen auf solchen Daten, Projekte auf und eine
derartige manipulation kann zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
Aus der Sicht des Criminal Thinking kann diese “Nervigkeit” von sogenannten Trollen, (Internet User deren Ziel
es ist durch Aktionen, emotional zu provozieren) ausgenutzt werden. Da die Annahme besteht, dass ein illegaler
äußerer Zugriff möglich ist, können Trolle Daten manipulieren und somit User mit Nachrichten provozieren.
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Responsible Thinking hingegen vertritt die Meinung, dass der User für die Verwendung des Systems selbst
verantwortlich ist und somit selbst entscheidet ob das Benachrichtigungssystem akzeptiert wird.
Alle Denkweisen waren sich dennoch einig, dass das Benachrichtigungssystem überarbeitet werden muss. Es
sollte in die Richtung verbessert werden, dass es nicht mehr Aufdringlich, sondern Unterstützend sein sollte.
Lösungsvorschläge wären zu ausgewählten Tageszeiten Zusammenfassungen der Werte mit Hinweisen zu weiteren
Tätigkeiten zu schicken.