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Babylonisch-jüdischer Kalender vs.

Henoch Kalender

1. EINLEITUNG

"Und im 11. Jubiläum nahm sich Jared ein Weib mit Namen Baraka, die Tochter
Rasujals, Tochter der Schwester seines Vaters, in der 4. Jahrwoche dieses Jubiläums,
und sie gebar ihm einen Sohn in der 5. Jahrwoche im 4. Jahre (522 Jahre) des
Jubiläums, und er nannte seinen Namen Henoch. Dieser nun ist der erste von den
Menschenkindern, von denen, die auf der Erde geboren sind, der Schrift und
Wissenschaft und Weisheit lernte und der die Zeichen des Himmel las und nach
der Ordnung ihrer Monate in ein Buch schrieb, damit die Menschenkinder die Zeit
der Jahre wüssten nach ihren Ordnungen je nach ihrem Monate. Er schrieb zuerst
ein Zeugnis auf und bezeugte den Menschenkindern unter dem Erdengeschlecht und
die Jahrwochen der Jubiläen sagte er und die Tage der Jahre tat er kund und die
Monate ordnete er und die Sabbate der Jahre sagte er, wie wir ihm kund taten. Und
was gewesen ist und was sein wird, sah er in einem Traumgesicht, wie es geschehen
wird mit den Menschenkindern nach ihren Generationen bis zum Tode des
Gerichts;" Buch der Jubiläen, Kapitel 4

"Und am Neumond des 1. Monats und am Neumond des 4. Monats und am


Neumond des 7. Monats und Neumond des 10. Monats sind die Gedenktage und
die Tage der Zeitbestimmung in den 4 Abteilungen des Jahres; sie sind geschrieben
und angeordnet zu einem Zeugnis für ewig. Und Noah bestimmte sie sich zu Festen
für die Nachkommen in Ewigkeit, denn an ihnen war für ihn eine Gedächtnisfeier.
Und zwar am Neumond des 1. Monats war ihm gesagt, er solle eine Arche machen,
und an ihm war die Erde trocken geworden, und er hatte aufgemacht und die Erde
gesehen. Und am Neumond des 4. Monats waren die Öffnungen der Tiefen des
Abgrunds drunten geschlossen. Und am Neumond des 7. Monats waren die
Öffnungen der Tiefen der Erde geöffnet und hatten die Wasser angefangen, darin
hinabzufließen. Und am Neumond des 10. Monats waren die Gipfel der Berge
erschienen, und Noah hatte sich gefreut. Und deswegen bestimmte er sie sich zu
Festen, zu einem Gedächtnis bis in Ewigkeit, und so sind sie angeordnet. Und sie
bringen sie auf die himmlischen Tafeln. 13 Wochen enthält jede einzelne Periode von
ihnen; von einem Fest bis zum andern geht ihr Gedächtnis: vom ersten bis zum
zweiten; und vom zweiten bis zum dritten; und vom dritten bis zum vierten. Und alle
Tage der Gebote sind 52 Wochen an Tagen, und sie alle geben ein volles Jahr. So ist
eingegraben und angeordnet auf den himmlischen Tafeln, und es findet keine
Überschreitung statt, weder eines einzelnen Jahres, noch von Jahr zu Jahr. Du aber
gebiete den Kindern Israel, sie sollen die Jahre halten nach dieser Zahl: 364 Tage,
und dies ist ein volles Jahr, und sie sollen seine Zeit nicht verderben von seinen
Tagen und von seinen Festen. Denn alles kommt zurecht in ihnen gemäß ihrem
Zeugnis, und sie sollen keinen Tag auslassen und kein Fest vernichten. Und wenn sie
übertreten und sie nicht nach seinem Gebote halten, dann werden sie alle ihre
Zeiten verderben, und auch ihre Jahre werden sich aus dieser Ordnung
fortbewegen und ihre Zeiten werden sie verderben, die Jahre aber werden sich
fortbewegen, und sie werden ihre Ordnung übertreten. Und alle Kinder Israel
werden den Weg der Jahre vergessen und nicht finden und werden Neumond und
Zeit und Sabbat vergessen, und in aller Ordnung der Jahre werden sie irren. Denn
ich weiß und von jetzt ab will ich es dir kund tun, und zwar nicht aus meinem
eigenen Herzen, sondern ein Buch ist vor mir geschrieben, und auf den himmlischen
Tafeln ist die Einteilung der Tage angeordnet, auf dass sie die Feste des Bundes nicht
vergessen, und sie werden in den Festen der Heiden wandeln unter ihrer Verirrung
und hinter ihrer Unkenntnis her. Und es wird Leute geben, die den Mond genau
beobachten; denn dieser verdirbt die Zeiten und geht von Jahr zu Jahr 10 Tage vor.
Deswegen werden ihnen Jahre kommen, wo sie den Tag des Zeugnisses verderben
und zu einem verachteten Tage machen und einen unreinen Tag zum Fest, und
alles werden sie vermengen, die heiligen Tage mit unreinen und den unreinen mit
einem heiligen Tag. Denn sie werden Monate und Sabbate und Feste und Jubiläen
auflösen. Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen
bezeugst; denn nach deinem Tode werden deine Kinder verderbt handeln, dass sie
das Jahr nicht zu nur dreihundertvierundsechzig Tagen halten, und deswegen
werden Neumond und Zeit und Sabbat und Feste aufgelöst und sie werden alles
Blut mit allem Fleisch essen." Buch der Jubiläen, Kapitel 6

Das Wort "Neumond" existiert nicht in den hebräischen Schriften und in der Bibel ist
schlicht eine falsche Übersetzung aufgrund falsch gesetzter Vokalpunkte, denn dort
steht nur das Wort "Chodesh", d.h. neuer Monat oder Monatsbeginn, und nicht das
falsch übersetzte Wort "Chadash", d.h. neu. Außerdem auch die beiden Worte
"Yerach" (Monat) und "Yareach" (Mond).

"Und er gab uns zu einem großen Zeichen den Sabbattag, auf daß wir 6 Tage die
Arbeit machten und am 7. Tage Sabbat hielten von aller Arbeit. Und allen Engeln
des Angesichts und allen Engeln der Heiligung, den beiden großen Geschlechtern,
uns sagte er dies, wir sollten mit ihm Sabbat halten im Himmel und auf der Erde
...Und er sprach zu uns: Siehe, ich werde mir ein Volk aussondern aus allen
Völkern; ...und den Sabbat werde ich ihnen zeigen, auf dass sie an ihm Sabbat
halten sollten mit uns am 7. Tage, zu essen und zu trinken und den Allschöpfer zu
ehren, wie er gesegnet und sich geheiligt hat das Volk, das er sich zum Eigentum
macht von allen Völkern, und dass sie Sabbat halten sollten mit uns." Buch der
Jubiläen, Kapitel 2

"Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird
sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand
gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Danach wird das
Gericht gehalten werden; dann wird ihm seine Macht genommen und ganz und gar
vernichtet werden." Daniel 7:25

Im 2. Jahrhundert n. Chr. hat König Antiochos IV. die Israeliten dazu gezwungen, den
Henoch-Kalender durch seinen heidnischen Mondkalender zu ersetzen und auch all
ihre Bräuche und die Gesetze Gottes zu verwerfen und sich "helenisieren" zu lassen.
Er verbannte die hebräische Religion, den Henoch-Kalender und alle religiösen
Aktivitäten. Er widmete sogar den Tempel in Jerusalem dem Zeus (Baal Shemen) und
begann dort Schweine zu opfern und andere Gräuel zu tun, wodurch dann der
Widerstand der Makkabäer begann.

"König Antiochus erließ ein Gebot für sein ganzes Reich, dass alle zu einem Volk
werden und ihre Gesetze aufgeben sollten. Und alle Völker willigten in das Wort des
Königs ein. Und auch viele aus Israel willigten ein und opferten den Götzen und
entweihten den Sabbat. Auch sandte Antiochus Boten mit Briefen nach Jerusalem
und in alle Städte Judäas; in ihnen gebot er, die Gebräuche der Heiden anzunehmen,
die Brandopfer, Speisopfer und Sündopfer im Heiligtum einzustellen, Sabbate und
andere Feste abzuschaffen, das Heiligtum und das heilige Volk Israel zu entheiligen,
Altäre, Tempel und Heiligtümer für die Götzen zu errichten, Schweine und andere
unreine Tiere zu opfern. Auch die Beschneidung ihrer Söhne verbot er. So brachte er
die Leute dazu, sich in allem mit Unreinheit und Gräuel zu beflecken, damit sie
Gottes Gesetz vergäßen und alle seine Rechtsordnungen abschafften. Und wer dem
König Antiochus nicht gehorsam wäre, der sollte sterben." 1.Makkabäer 1:41-50
Der julianische und der heutige gregorianische Kalender beziehen sich auf die
Sternenkonstellation "Aries", die die Ägypter mit dem gehörnten Widder
assoziierten, der ihren Gott "Amun Ra" (The Hidden One/Der Verborgene)
repräsentierte.

Es gibt auch Beweise in der Bibel, dass ein Jahr aus zwölf Monaten besteht, von
einem durch den von Hillel II. eingesetzten Mondkalender bedingten dreizehnten
Monat ist nie die Rede, und dass ein Monat immer 30 Tage hat (die Gedenktage
wurden erst danach von Noah eingeführt und das Jahr festgesetzt).

"Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der
hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. In der Mitte ihrer Straße und des
Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte
trägt und jeden Monat seine Frucht gibt;" Offenbarung 22:1-2

"Und Salomo hatte zwölf Vögte über ganz Israel, die versorgten den König und sein
Haus. Einen Monat im Jahr oblag einem von ihnen die Versorgung." 1.Könige 4:7

1.Chronik 27:1-14, Aufzählung der nach den 12 Monaten eingesetzten Diener des
Königs

"...und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang. Und ich
will meine zwei Zeugen bestimmen, und sie sollen weissagen
tausendzweihundertsechzig Tage lang..." Offenbarung 11:2-3

3,5 Jahre = 42 Monate = 1260 Tage, d.h. ein Monat = 30 Tage

"In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten


Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die
Fenster des Himmels auf,..." 1.Mose 7:11

"Und die Wasser wuchsen gewaltig auf Erden hundertfünfzig Tage." 1.Mose 7:24

"Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge
Ararat auf." 1.Mose 8:4
5 Monate = 150 Tage, d.h. ein Monat = 30 Tage. Da ein Monat nach dem
Mondkalender 29,5 Tage hat, würden 5 Monate nur 147,5 Tage ergeben.

2. DER JÜDISCHE KALENDER

Der jüdische Kalender ist ein Lunisolarkalender, der im Jahr 3761 v. Chr. (greg.) mit
der Zählung beginnt. Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den
Mondphasen ausgerichtet. Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (354
Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (384 Tage lang) zur Angleichung
an das Sonnenjahr. Die kalendarischen Ausnahmeregeln können zu einer
Verlängerung oder Verkürzung der ordentlichen Jahreslängen um jeweils einen Tag
führen.

Der jüdische Kalender wurde in seiner Entwicklung sowohl von eigenen,


israelitischen Traditionen geprägt als auch von Elementen fremder Kulturen,
besonders während des babylonischen Exils. Die Systematik des heutigen jüdischen
Kalenders beruht im Wesentlichen auf Festlegungen des Patriarchen Hillel II. aus
dem Jahr 359 n. Chr., hat sich aber – insbesondere für die Zählung der Jahre – erst ab
dem 11. Jahrhundert durchgesetzt. Aktuell ist er im Kreis angeordnet. Er beginnt
immer im September oder Oktober.

Jeder hebräische Monat beginnt heute ungefähr bei Neumond. Im Altertum wurde
der Monatsbeginn nach dem sichtbaren Beweis der „Geburt des Mondes“ durch
Zeugen bestimmt. Der Patriarch Hillel II. legte den bis heute gültigen Kalender fest,
damit nicht die Römer durch Verfolgung und Behinderung der Gerichte das jüdische
Leben gefährdeten. Anhand dieses Kalenders weiß jeder im Voraus, welcher Monat
29 und welcher 30 Tage hat.

Der jüdische Kalender rechnet den Tag vom Abend zum Abend („und es war Abend
und es war Morgen, ein Tag“, Gen. 1,5). Der Tag endete im früheren jüdischen
Kalender, wenn mindestens drei „mittlere“ Sterne sichtbar wurden, die zu einem
Himmelsdreieck verbunden werden konnten, wobei sich die Bezeichnung „mittlere“
auf Sterne erster und zweiter Größe bezieht.

Trafen die Boten des Gerichts in Jerusalem nicht rechtzeitig bei den in der Diaspora
lebenden Juden ein, um ihnen das genaue Datum des Monatsbeginns mitzuteilen,
feierten diese zur Sicherheit jedes in der Tora erwähnte Fest zwei Tage lang anstelle
von nur einem, denn sie wussten ja nicht, ob der vorherige Monat 29 oder 30 Tage
gehabt hatte. Um einem Irrtum vorzubeugen und um das Fest nicht zu entweihen,
führten sie diesen Feiertag ein. Dieses ist der „zweite Feiertag in der Diaspora“
geworden, ein Brauch, der sich bis heute erhalten hat.

Nur der Versöhnungstag wird an einem einzigen Tag begangen, da man


berücksichtigte, dass es dem Menschen schwerfällt, hintereinander 48 Stunden zu
fasten. Das Neujahrsfest dauert auch im Land Israel zwei Tage, weil man selbst dort
nicht immer wusste, ob der Monat Tischri nach 29 oder 30 Tagen beginnen würde.
Zur Sicherheit hörte das Volk am Ende des 29. Elul auf zu arbeiten und machte so
einen gewöhnlichen Feiertag zu einem heiligen Tag. Um irgendwelche Irrtümer von
vornherein auszuschließen, ordneten die jüdischen Gelehrten schließlich die
zweitägige Dauer des Festes an. Trotz des später exakt bestimmten Kalenders feiert
man in der Diaspora immer noch den „zweiten Feiertag“, mit der Begründung, es sei
„Brauch der Vorfahren“.

Der jüdische Kalender gliedert sich in Jahre, Monate und Tage. Da dieser Kalender
ein Lunisolarkalender (Mond-Sonnen-Kalender) ist, er sich also sowohl am Mondjahr
wie auch am Sonnenjahr orientiert, verschieben sich die Monate im Vergleich zum
reinen Sonnenkalendern, da zwölf Mondmonate nur 354 und nicht 365 Tage
ergeben. Damit die Monate nicht wie bei reinen Mondkalendern durch das
Sonnenjahr wandern, benötigt der jüdische Kalender eine Schaltregulierung zum
Ausgleich. Um diesen Ausgleich zu dem um 11 Tage längeren Sonnenjahr zu
schaffen, wird in einem Zyklus von 19 Jahren siebenmal ein dreißigtägiger
Schaltmonat vor dem eigentlichen Adar hinzugefügt.

Der Beginn eines jeden Monats wird, wie bei den meisten mondorientierten
Kalendern, durch das erste Sichtbarwerden der Mondsichel nach Neumond
bestimmt, das sogenannte Neulicht (Moled). Allerdings orientieren sich die Monate
nicht immer ganz exakt an den Mondphasen: Wenn sich durch den so ermittelten
Monatsanfang für Rosch Ha-Schanah eine Aneinanderreihung von mehreren Tagen
mit Arbeitsverbot (siehe Sabbat) ergeben würde, wird der Jahresbeginn um einen
oder zwei Tage hinausgeschoben, um diese Härte zu vermeiden (denn Gott will nach
jüdischem Verständnis das Leben der Menschen durch seine Gebote nicht
schlechter, sondern besser machen).
3. DER BABYLONISCHE KALENDER

Der babylonische Kalender war ein Lunisolarkalender mit mehreren Normaljahren zu


12 Monaten, denen in Schaltjahren ein weiterer Monat hinzugefügt wurde. Das
Normaljahr war etwa 11 Tage kürzer als ein Jahr in einem Solarkalender. Die
ergänzten Schaltmonate hatten eine Länge von 29 oder 30 Tagen.

Ein babylonischer Monat begann mit dem Neulicht, der ersten Sichtbarkeit der
schmalen Mondsichel nach dem Neumond. Die Länge des Zeitraums zwischen
Neumond und Neulicht ist unter anderem von der geografischen Lage des
Beobachtungsortes abhängig. In südlichen Breiten der Nordhalbkugel ist die Dauer
der Nichtsichtbarkeit des Mondes kürzer als in nördlichen Breiten, was zu längeren
Beobachtungsphasen des Mondes in südlichen Gebieten gegenüber nördlichen
Regionen führt. Die Omen und Prophezeiungen bezogen sich auf dieses theoretische
Mondkalender-Modell. Gegenüber dem realen Verwaltungskalender ergab sich
damit eine maximale monatliche Abweichung von einem Tag. Die so ermittelten
Differenzen wurden addiert und bestimmten in Kombination mit Sternaufgängen
den späteren Zeitpunkt eines Schaltmonats.

Bei Jahresanfang im Frühling lag dieser und der Vollmond immer in der Nähe des
Frühling-Äquinoktiums. Ein neuer Kalendertag begann im babylonischen Kalender
immer in der Abenddämmerung und hatte bis zur Abenddämmerung des nächsten
Tages Gültigkeit. Die Tabellen-Angaben stellen die Tagesdaten dar; das Neulicht als
Startzeichen für den neuen Monat war jeweils am Vorabend zu sehen

Für den 19-jährigen Schaltzyklus ist die Kenntnis der Länge eines astronomischen
Jahres notwendig. Genaue Aufzeichnungen, wie das astronomische Jahr bestimmt
wurde, fehlen bislang. Es gilt als wahrscheinlich, dass zunächst die
Sommersonnenwenden systematisch berechnet wurden. Davon ausgehend fand
eine spätere Festlegung der Äquinoktien in gleichmäßigen Intervallen statt.
4. VERGLEICH

JÜDISCHER KALENDER

- Lunisolarkalender
- ein Jahr besteht aus 12 Mondmonaten, also 354 Tagen und in 19 Jahren gibt es 7
Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (30 Tage) zur Angleichung an das Sonnenjahr
- ein Tag geht von Abend zu Abend
- Monatsnamen: Nisan, Ijjar, Siwan, Tammus, Aw, Elul, Tischri, Cheschwan, Kislew,
Tevet, Schevat, Adar

BABYLONISCHER KALENDER

- Lunisolarkalender
- ein Jaht besteht aus 12 Mondmonaten, also 354 Tagen und in 19 Jahren gibt es 7
Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (30 Tage) zur Angleichung an das Sonnenjahr
- ein Tag geht von Abend zu Abend
- Monatsnamen: Nisannu, Ajaru, Simanu, Du'uzu, Abu, Ululu, Tasritu, Arahsamna,
Kisimu, Tebetu, Sabatu, Addaru

"Und er sprach zu mir: Du sollst noch größere Gräuel sehen, die sie tun. Und er
führte mich zum Eingang des Tores am Hause des HERRN, das gegen Norden liegt,
und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus beweinten." Hesekiel 8:13-14

Tammus war eine mystische Figur in den babylonischen Legenden, der laut Legende
vom Tode auferstehen sollte. Da er dies aber nicht tat, beweinten die Babylonier
jedes Jahr im Sommer den Tammus. Er war der Gemahl/Geliebte der
Fruchtbarkeitsgöttin Ishtar und galt als Gott der Vegetation. Seine Identität geht in
Wahrheit aber zurück auf Nimrod, den biblischen Widersacher Gottes. Nimrods
Anhänger betrachteten seinen gewaltsamen Tod als ein Unglück und machten ihn zu
einem Gott. Jedes Jahr feierte man die Erinnerung an seinen Tod am ersten oder
zweiten Tag des Mondmonats Tammuz, an dem sein Götzenbild beweint wurde.
5. Henoch Kalender

Im Henoch-Kalender beginnt das Jahr immer am 4.Tag (Mittwoch), da Gott die


Sonne, den Mond und die Sterne am 4.Tag der Schöpfung erschuf (1.Mose 1:14-19),
d.h. erst ab diesem 4.Tag begann sozusagen die Zeitrechnung und alle Bäume und
Pflanzen begannen zu wachsen. Da der heutige Sonntag der erste Tag der Woche ist,
ist der Mittwoch also der vierte Tag der Woche, d.h. das henochische Jahr beginnt
immer an einem Mittwoch. Daher fallen auch die Festtage (Moedim) immer auf
dieselben Wochentage und der Sabbat ist immer Samstags, da es der siebte Tag der
Woche ist, an dem Gott von allen seinen Werken ruhte (1.Mose 2:2-3). Der Kalender,
die Sabbate und die Feste bleiben also Jahr für Jahr immer gleich.

"Und am 4. Tage machte er die Sonne, den Mond und die Sterne und setzte sie in die
Feste des Himmels, daß sie über die ganze Erde leuchteten, und um über Tag und
Nacht zu herrschen und zwischen Licht und Finsternis zu scheiden. Und GOTT
machte die Sonne zu einem großen Zeichen über der Erde für Tage und für Sabbate
und für Monate und für Feste und für Jahre und für Jahrwochen und für Jubiläen
und für alle Zeiten der Jahre. Und sie schied zwischen Licht und Finsternis und zum
Gedeihen, daß alles gediehe, was auf der Erde sproßt und wächst;" Buch der
Jubiläen, Kapitel 2

In Monat 1, 4, 7 und 10 sind die Sabbate jeweils am 4., 11., 18., und 25.
In Monat 2, 5, 8 und 11 sind die Sabbate jeweils am 2., 9., 16., 23. und 30.
In Monat 3, 6, 9 und 12 sind die Sabbate jeweils am 7., 14., 21. und 28.

Pessach ist immer 14. Tag des 1. Monats an einem Dienstag, das Fest der
Ungesäuerten Brote beginnt einen Tag später an einem Mittwoch und das Fest der
Erstlingsgarben ist immer am 26. Tag des 1.Monats an einem Sonntag. Sieben
Sabbate und genau 50 Tage später am Tag nach dem siebten Sabbat nach dem Fest
der Erstlingsgarben ist dann Shavuot/Pfingsten. Yom Teruah ist immer am 1. Tag des
7. Monats an einem Mittwoch, Yom Kippur immer am 10. Tag des 7. Monats an
einem Freitag und Sukkot beginnt immer am 15. Tag des 7. Monats an einem
Mittwoch.

Wie im Zitat oben aus dem Buch der Jubiläen erwähnt gibt es nach jeweils drei
Monaten einen Gedenktag, d.h. wir haben immer eine Reihenfolge der Monatslänge
von 30+30+30+1 Tagen, also eine Jahreszeit oder ein Quartal, beginnend mit
Frühling, dann Sommer, Herbst und Winter (4x91 Tage = 364 Tage). Der Gedenktag
hat außerdem die Funktion, daß jedes Quartal wieder an einem Mittwoch (4.Tag der
Schöpfung) beginnt und somit auch der Sabbat gleich bleibt: 91: 7 = 13. Jedes
Quartal besteht also genau aus 13 Wochen. Es ist ein immer gleich bleibender,
unveränderlicher Kalender, der auf der Nummer 7 basiert.

Das Jahr besteht immer aus 364 Tagen, also 52 Wochen zu je 7 Tagen. Ferner gibt es
Jahrwochen bestehend aus je 7 Jahren, und Jubiläen bestehend aus 7 Jahrwochen,
also insgesamt 49 Jahren. Der letzte Tag im Jahr ist immer die Frühlings-
Tagundnachtgleiche, welches der Gedenktag des 12. Monats ist, also beginnt das
Jahr am Mittwoch nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche mit dem ersten Tag des
ersten Monats.

1. Quartal: 1. Monat 30 Tage; 2. Monat 30 Tage; 3. Monat 30 Tage + 1 Gedenktag


(Sommersonnenwende/längster Tag) = 91 Tage
2. Quartal: 4. Monat 30 Tage; 5. Monat 30 Tage; 6. Monat 30 Tage + 1 Gedenktag
(Herbst-Tagundnachtgleiche) = 91 Tage
3. Quartal: 7. Monat 30 Tage; 8. Monat 30 Tage; 9. Monat 30 Tage + 1 Gedenktag
(Wintersonnenwende/kürzester Tag) = 91 Tage
4. Quartal: 10. Monat 30 Tage; 11. Monat 30 Tage; 12. Monat 30 Tage + 1 Gedenktag
(Frühlings-Tagundnachtgleiche) = 91 Tage