Sie sind auf Seite 1von 9

Das wahre Gesetz und die wahre Wiedergeburt

1. Die Gesetzgebung am Berg Sinai aus dem Essener Buch Mose

Und der Herr rief Mose auf den Berg und sprach: Komm zu mir, denn ich werde dir
das Gesetz für dein Volk geben, den Bund für die Kinder des Lichts. Und Mose ging
zu Gott hinauf. Und Gott redete alle diese Worte und sagte:

Ich bin das Gesetz, dein Gott, der dich aus den Tiefen der Gebundenheit der
Finsternis herausgeführt hat. Du sollst keine anderen Gesetze vor mir haben. Du
sollst dir kein Bild vom Gesetz über dem Himmel oder in der Erde darunter
machen. Ich bin das unsichtbare Gesetz, ohne Anfang und ohne Ende. Du sollst dir
keine falschen Gesetze machen, denn ich bin das Gesetz und das ganze Gesetz aller
Gesetze. Wenn du mich verlässt, sollst du von Generation zu Generation von
Katastrophen heimgesucht werden. Wenn du meine Gebote hältst, sollst du
eintreten in den unendlichen Garten, in dem der Baum des Lebens inmitten des
Ewigen Meeres steht. Du sollst das Gesetz nicht übertreten, denn das Gesetz ist
dein Gott, der dich nicht schuldlos hält. Ehre deine irdische Mutter, auf dass deine
Tage lang seien in dem Land und ehrt euren himmlischen Vater, auf dass ewiges
Leben dein sei in den Himmeln, denn die Erde und die Himmel wurden dir durch
das Gesetz gegeben, das dein Gott ist.

Du sollst deine irdische Mutter am Morgen des Sabbats grüßen. Du sollst den Engel
der Erde am zweiten Morgen grüßen. Du sollst den Engel des Lebens am dritten
Morgen grüßen. Du sollst den Engel der Freude am vierten Morgen grüßen. Du
sollst den Engel der Sonne am fünften Morgen grüßen. Du sollst den Engel des
Wassers am sechsten Morgen grüßen. Du sollst den Engel der Luft am siebten
Morgen grüßen. All diese Engel der irdischen Mutter sollst du grüßen und dich
ihnen weihen, damit du hineingehen kannst in den unendlichen Garten, wo der
Baum des Lebens steht.

Du sollst deinen himmlischen Vater am Abend des Sabbats anbeten. Du sollst mit
dem Engel des ewigen Lebens am zweiten Abend Gemeinschaft haben. Du sollst
am dritten Abend mit dem Engel der Arbeit Gemeinschaft haben. Du sollst am
vierten Abend mit dem Engel des Friedens Gemeinschaft haben. Du sollst am
fünften Abend mit dem Engel der Kraft Gemeinschaft haben. Du sollst am sechsten
Abend mit dem Engel der Liebe Gemeinschaft haben. Du sollst am siebten Abend
mit dem Engel der Weisheit Gemeinschaft haben. Mit allen diesen Engeln des
Himmlischen Vaters sollst du Gemeinschaft haben, damit deine Seele in der Quelle
des Lichts baden und in das Meer der Ewigkeit eintreten kann.
Der siebte Tag ist der Sabbat: Diesen Tag sollst du gedenken und ihn heilig halten.
Der Sabbat ist der Tag des Lichts des Gesetzes, deines Gottes. An ihm sollst du
keine Arbeit tun, sondern das Licht, das Königreich deines Gottes, suchen und alles
wird dir gegeben werden. Sechs Tage lang sollt ihr mit den Engeln arbeiten, aber
am siebten Tag sollst du im Licht deines Herrn wohnen, der das heilige Gesetz ist.
Du sollst nicht das Leben von jedwedem Lebewesen nehmen. Denn das Leben
kommt nur von Gott, der es gibt und wegnimmt. Du sollst Liebe nicht verderben.
Denn sie ist das heilige Geschenk deines himmlischen Vaters. Du soll nicht deine
Seele, das unbezahlbare Geschenk des liebenden Gottes, nicht für die Reichtümer
dieser Welt eintauschen. Denn sie sind wie Samen, die auf steinigem Boden gesät
werden, und haben keine Wurzel in sich selbst und werden daher nicht lange
überdauern. Du sollst kein falscher Zeuge des Gesetzes sein, um es gegen deinen
Bruder anzuwenden: Nur Gott kennt den Anfang und das Ende aller Dinge, denn
sein Auge ist Eins und er ist das heilige Gesetz. Du sollst die Besitztümer deines
Nächsten nicht begehren. Denn das Gesetz gibt dir viel größere Gaben, ja, sogar
die Erde und die Himmel, wenn du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hältst.

Und Mose hörte die Stimme des Herrn und besiegelte in ihm den Bund zwischen
dem Herrn und den Kindern des Lichts. Und Mose wandte sich ab und stieg vom
Berg hinab mit den beiden Tafeln des Gesetzes in seinen Händen. Und die Tafeln
waren das Werk Gottes, und die Schrift, die auf die Tafeln geschrieben war, war die
Schrift Gottes.

Und das Volk wusste nicht, was aus Mose geworden war, und sie versammelten sich
und Sie sammelten ihre goldenen Ohrringe und machten sich ein gegossenes Kalb.
Und sie beteten das Götzenbild an und brachten ihm Brandopfer dar. Und sie aßen
und tranken und tanzten vor dem goldenen Kalb, das sie gemacht hatten, und
gaben sich vor den Augen des Herrn dem Verderben und dem Bösen hin.

Und es geschah, als er in die Nähe des Lagers kam, sah er die Bosheit des Volkes wie
sie um das Kalb tanzten; und Moses Zorn flammte auf, und er warf die Tafeln auf
den und zerbrach sie unten am Berg. Und es geschah, am Morgen sagte Mose zu
dem Volk: Ihr habt eine große Sünde getan und euren Schöpfer geleugnet. Ich werde
zum Herrn hinaufgehen und um Sühne für eure Sünde bitten.

Und Mose kehrte zum Herrn zurück und sagte: Herr, du hast die Entweihung deines
Heiligen Gesetzes gesehen. Denn deine Kinder haben den Glauben verloren und
die Finsternis angebetet und sich ein goldenes Kalb gemacht. Herr, vergib ihnen,
denn sie sind blind für das Licht.

Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, seit Anbeginn der Zeit bestand ein Bund
zwischen Gott und dem Menschen und die heilige Flamme des Schöpfers kam in
ihn. Und er wurde zum Sohn Gottes gemacht und es wurde ihm gegeben, sein Erbe
des Erstgeborenen zu schützen und das Land seines Vaters fruchtbar zu machen
und es heilig zu halten. Und derjenige, der seinen Schöpfer verwirft, spuckt auf
sein Erstgeburtsrecht und es gibt keine schwerere Sünde in den Augen Gottes. Und
der Herr sprach und sagte: Nur die Kinder des Lichts können die Gebote des
Gesetzes halten.

Höre mich also an: Die Tafeln, die du zerbrochen hast, sollen nie wieder in den
Worten der Menschen geschrieben werden. Wie du sie der Erde und dem Feuer
übergeben hast, so sollen sie unsichtbar in den Herzen derer weiter leben, die in
der Lage sind, ihrem Gesetz zu folgen. Und dem Volk mit wenig Glauben, das gegen
seinen Schöpfer gesündigt hat, obwohl es vor seinem Gott auf heiligem Boden
gestanden hat, werde ich ein anderes Gesetz geben. Ein strenges Gesetz soll es
sein, ja, es soll sie binden, denn sie kennen das Königreich des Lichts noch nicht.

Und Mose behielt das unsichtbare Gesetz in seiner Brust und behielt es als Zeichen
für die Kinder des Lichts. Und Gott gab Mose das geschriebene Gesetz für das Volk,
und mit schwerem Herzen ging er zu ihnen hinab und sprach zu ihnen:

Dies sind die Gesetze, die dein Gott dir gegeben hat. Du sollst keine anderen Götter
vor mir haben. Du sollst dir kein gegossenes Bild machen. Du sollst den Namen des
Herrn, deines Gottes, nicht umsonst tragen. Du sollst des Sabbats gedenken und
ihn heilig halten. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Du sollst nicht
töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsches
Zeugnis ablegen gegen deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren das Haus deines
Nächsten, noch die Frau deines Nächsten oder irgendetwas, das deinem Nächsten
gehört.

Und es gab einen Tag der Trauer und Versöhnung für die große Sünde gegen den
Schöpfer, die nicht endete. Und die zerbrochenen Tafeln des unsichtbaren Gesetzes
lebten verborgen in der Brust von Mose, bis es geschah, dass die Kinder des Lichts in
der Wüste ankamen und die Engel auf der Erde wandelten.
2. The Essene Humane Gospel of Christ

"Darum sage ich euch: Siehe, einer, der größer ist als Mose, ist hier in eurer Mitte,
und ich gebe euch das höchste Gesetz, das vollkommene und vollständige Gesetz,
ja, kein neues Gesetz, sondern ein altes Gesetz wie Adam und Henoch und Noah es
erhielten. Ja, an dieses Gesetz glaubten die Propheten und die Auserwählten, und es
galt bis zu Johannes, doch es hat und wird sich niemals ändern, sondern bleibt in
seiner Form und seinen Einzelheiten wahr, und dieses Gesetz der Liebe ist es, dem
ihr gehorchen sollt." Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 30

„Und Yeshua sprach zu ihnen: Siehe, ich gebe euch von neuem das Gesetz, das nicht
neu ist, sondern von alt. So wie Mose das Gesetz nach dem Fleisch Israel gegeben
hat, so gebe ich euch auch das Gesetz für das Königreich Israel nach dem Geist.
Wer ist das Israel Gottes? Das sind die einer Nation und eines jeden Volkes, die
Gerechtigkeit ausüben, die Barmherzigkeit lieben sind und meine Gebote halten,
das ist das wahre Israel Gottes. Auf seinen Füßen stehend, sprach Yeshua: Höre,
Israel, der Ewige All-Vater, dein Gott ist Einer. Viele sind meine Vorsteher und meine
Propheten. In mir leben und bewegen sich alle und leben. Ihr sollt euren Gott lieben
und dienen mit all eurem Verständnis des Heiligen Gesetzes. Du sollst deinen
Nächsten lieben wie dich selbst, wie das Gesetz es verlangt. Ihr sollt keinem
Lebewesen das Leben nehmen, weder zu eurem Vergnügen, noch zu eurem Vorteil,
noch um es zu quälen. Ihr sollt nicht stehlen und nicht Länder und Reichtümer für
euch ansammeln, die über euren Bedarf hinausgehen. Ihr sollt weder das Fleisch
essen noch das Blut eines geschlachteten Geschöpfs trinken, noch etwas, das die
Gesundheit oder die Sinne trübt. Ihr sollt keine unreinen Ehen schließen, wo keine
Liebe und Gesundheit sind und weder euch selbst verderben noch irgendein
Geschöpf, das der Heilige rein gemacht hat. Ihr sollt kein falsches Zeugnis ablegen
oder jemanden vorsätzlich durch eine Lüge täuschen, um ihm zu schaden. Ihr sollt
anderen nichts tun, von dem ihr nicht wollt, dass andere es euch tun. Ihr sollt den
Einen Ewigen verehren, den Vater-Mutter im Himmel, von dem alle Dinge sind, und
seinen Heiligen Namen verehren und eure täglichen heiligen Kommunionen heilig
halten. Ihr sollt eure Väter und Eure Mütter auf Erden, die für euch sorgen und alle
Lehrer der Gerechtigkeit ehren. Ihr sollt die Schwachen und die Unterdrückten und
alle Geschöpfe, die unnötig leiden, schätzen und beschützen. Ihr sollt mit euren
Händen das erarbeiten, was gut und anständig ist; so sollt ihr die Früchte der Erde
essen und lange im Land leben. Ihr sollt euch täglich reinigen und jeden siebten Tag
von der Arbeit ruhen, und die Sabbate und die Feste eures Gottes und euren
Schöpfers heilig halten. Ihr sollt anderen tun, was ihr wollt, dass andere euch tun
sollen. Und als seine Jünger diese heiligen Worte hörten, schlugen sie auf ihre Brust
und sagten: Oh Gott, bitte vergib uns unsere Verfehlungen, und möge deine
Weisheit, Liebe und Wahrheit in uns dazu befähigen, dein heilige Gesetz zu ehren
und zu lieben... wahrlich ich sage euch: Diejenigen, die an dieses Gesetz glauben und
ihm gehorchen, werden gerettet werden, und die, die es nicht kennen und ihm nicht
gehorchen, werden verloren gehen.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 51

„Und er sagte zu ihnen: Aller Friede sei mit euch. Liebt einander und alle Geschöpfe
Gottes, und ihr werdet immer Freude haben in allen Dingen. Aber wisset, nicht alle
sind menschlich, die die äußere Form eines Menschen haben, denn ich frage euch,
sind solche Männer oder Frauen nach dem Bilde Gottes, dessen Wege die Gewalt
und die Wege des Bösen und die Unterdrückung sind, und die eher die Lüge
wählen, als die Wahrheit? Nein, denn wahrlich, nur wenn sie wiedergeboren
werden und den Geist menschlicher Liebe und Weisheit in ihrem Herzen
empfangen, nur dann sind sie die wahren Söhne und Töchter Israels, die Söhne und
Töchter des Lichts, die Kinder Gottes. Und aus diesem Grund kam ich in die Welt,
und aus diesem Grund habe ich durch die Hände der Sünder gelitten, damit alle die
menschliche Liebe und Weisheit des Heiligen Gesetzes kennenlernen, die
Menschen und Engeln gezeigt wurde.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 77

3. Aus dem Essener Evangelium des Johannes

Am Anfang war das Gesetz, und das Gesetz war bei Gott, und das Gesetz war Gott.
Am Anfang war alles Eins. Alle Dinge wurden von ihm erschaffen, und ohne ihn gab
es nichts. In ihm war Leben, und das Leben war der Menschen Licht. Und das Licht
scheint in der Finsternis, und die Finsternis begriff es nicht.

Vom fernen Ort in der Wüste kamen die Brüder, um von dem Licht zu zeugen, damit
durch sie alle Menschen im Licht des Heiligen Gesetzes leben können. Denn das
wahre Licht erleuchtet jeden Menschen, der in die Welt kommt, aber die Welt kennt
es nicht. Aber viele empfangen das Gesetz, und ihnen ist die Kraft gegeben, Söhne
Gottes zu werden und in das Meer der Ewigkeit einzutauchen, wo der Baum des
Lebens steht.

Und Jesus lehrte sie und sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn der
Mensch nicht wieder geboren wird, kann er das himmlische Reich nicht sehen.“
Und ein Mann fragte: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er schon alt
ist? Kann er etwa ein zweites Mal in seiner Mutter Schoß eintreten und geboren
werden?“

Und Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, nur wenn ein Mensch von
der Erdenmutter und dem himmlischen Vater geboren wird und mit den Engeln
des Tages und der Nacht wandelt, kann er in das Ewige Königreich eintreten. Was
vom Fleische geboren wird, ist Fleisch, und was vom Geiste geboren wird, ist Geist.
Und das Fleisch deines Körpers ist von der irdischen Mutter geboren, und der Geist
in dir ist vom himmlischen Vater geboren. Der Wind bläst, wohin er will, und du
hörst seinen Laut, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt. So ist es mit dem
heiligen Gesetz. Alle Menschen hören davon, aber kennen es nicht, obwohl es vom
ersten Atemzug an in ihnen ist. Aber wer vom himmlischen Vater und der irdischen
Mutter wieder geboren ist, wird mit neuen Ohren hören und mit neuen Augen
sehen, und die Flamme des heiligen Geistes wird in ihm angefacht werden.“

Und ein Mann fragte: „Wie kann das sein?“

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir sagen
euch, was wir wissen, und bezeugen das, was wir gesehen haben, und ihr nehmt
unser Zeugnis an. Denn der Mensch ist geboren, um mit den Engeln zu wandeln,
aber stattdessen sucht er Edelsteine im Schlamm. Der himmlische Vater hat ihm
sein Erbe übertragen, auf dass er das Reich der Himmel auf Erden baue, aber der
Mensch hat seinem Vater den Rücken gekehrt und betet die Welt an und ihre
Trugbilder. Und dies ist die Verdammung, dass das Licht in die Welt gekommen ist,
aber die Menschen die Finsternis mehr lieben, als das Licht, denn ihre Taten sind
böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht, und kommt nicht zu ihm. Denn wir
sind alle Söhne Gottes, und in uns ist Gott verherrlicht. Und das Licht, das Gott und
seine Kinder umstrahlt, ist das Licht des heiligen Gesetzes. Und der, der das Licht
hasst, verleugnet seinen Vater und seine Mutter, die ihn geboren haben.“

Und ein Mann fragte: „Meister, wie können wir das Licht erkennen?“

Und Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich gebe euch ein neues Gebot: Dass ihr
einander liebt, so wie die, die im Garten der Bruderschaft arbeiten, euch lieben.
Dadurch sollen alle Menschen wissen, dass auch ihr Brüder seid, so wie wir alle
Brüder sind.“

Und ein Mann sagte: „Du redest immer von der Bruderschaft, aber wir können nicht
alle der Bruderschaft angehören. Doch wir möchten das Licht verehren und die
Finsternis meiden, denn niemand unter uns wünscht das Böse.“

Und Jesus antwortete: „Lass dein Herz nicht unruhig werden: Ihr glaubt an Gott.
Wisset, dass in unseres Vaters Haus viele Räume sind, und dass unsere
Bruderschaft nichts als ein dunkles Glas ist, das die himmlische Bruderschaft
widerspiegelt, zu der alle Geschöpfe des Himmels und der Erde gehören. Die
Bruderschaft ist der Weinstock, und unser himmlischer Vater ist der Weinbauer.
Jeden der Zweige, der keine Frucht bringt, nimmt er hinweg, und jeden Zweig, der
Frucht trägt, beschneidet er, damit er noch mehr Frucht trage. Weile in uns und wir
in dir. Wie der Zweig nicht aus sich selbst Frucht tragen kann, es sei denn, er ist mit
dem Weinstock verbunden, genauso wenig könnt ihr es, es sei denn, ihr ruht im
heiligen Gesetz, welches der Fels ist, auf dem unsere Bruderschaft steht.

Wer seine Heimat in der göttlichen Ordnung hat, der wird viel Frucht tragen, denn
ohne das Gesetz können wir nichts tun. Wer nicht im heiligen Gesetz wandelt, wird
wie ein Zweig fortgeworfen und verdorrt. Und die Menschen sammeln die Zweige
und werfen sie ins Feuer, wo sie verbrennen. So wie die Brüder in Liebe zueinander
stehen, wie der Engel der Liebe sie lehrt, so bitten wir euch, dass auch ihr einander
liebt. Größere Liebe hat niemand, als einander das heilige Gesetz zu lehren und
jeden anderen wie sich selbst zu lieben. Der himmlische Vater ist in uns, und wir
sind in ihm, und wir strecken in Liebe unsere Hände aus und bitten, dass ihr Eins
mit uns sein möget. Die Herrlichkeit, die er uns gab, geben wir euch: Seid Eins, wie
wir Eins sind. Denn der himmlische Vater hat euch schon vor Beginn der Schöpfung
geliebt.“

So lehrten die Brüder das heilige Gesetz allen, die es hören wollten, und es wird
gesagt, sie taten wunderbare Dinge und heilten die Kranken und
Niedergeschlagenen mit Sonne und Wasser. Und sie taten noch viele andere Dinge.
Wenn man alles aufschreiben würde, wäre die Welt nicht groß genug, um all die
Bücher aufzunehmen, die geschrieben werden müssten. Amen“

4. Das heilige Gesetz

Du, o heiliges Gesetz,


Der Baum des Lebens,
Der inmitten des Ewigen Meeres steht,
Der Baum der Heilung, Baum der mächtigen Heilung,
Und Baum aller Heilung genannt wird,
Und auf dem der Samen beruht von allem, was wir anrufen.

Hast du nicht gewusst? Hast du nicht gehört? Wurde es euch nicht von Anfang an
gesagt? Erhebe deine Augen in die Höhe und betrachte das heilige Gesetz, welches
schon vor dem ewigen, souveränen und leuchtenden Raum geschaffen wurde,
welches das Fundament der Erde geschaffen hat, welches der erste und der letzte
ist, und welches in den Herzen der Kinder des Lichts lebt.

Das Gesetz ist groß, denn der himmlische Vater ist größer und höher als seine Engel.
Er ist es, der uns das Gesetz gibt, und er ist das Gesetz. In seiner Hand sind die tiefen
Orte genauso wie die Berge der ganzen Erde. Die Meere gehören ihm, denn er hat
sie gemacht und auch das trockene Land.
Kommt, lasst uns anbeten und uns verneigen und niederknien vor dem himmlischen
Vater. Denn er ist das Gesetz, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe
seiner Hand.

Mit Freudenliedern rufen die Kinder des Lichts das heilige Gesetz an. Die Krankheit
und der Tod fliehen vor ihm, Unwissenheit, Stolz, Verachtung und heißes Fieber,
Verleumdung, Zwietracht, das Böse, alle Wut und Gewalt und lügende Worte der
Falschheit, alle fliehen sie vor der Kraft des Heiligen Gesetzes.

Hier ist das Gesetz, das alle Krankheiten schlagen wird, das den ganzen Tod
schlagen wird, das die Unterdrücker der Menschen schlagen wird, das den Stolz,
die Verachtung, das heiße Fieber, alle Verleumdungen, alle Zwietracht, die
schlimmsten Übel schlagen und die Ignoranz von der Erde verbannen wird.

Wir segnen die Anrufung und das Gebet, die Stärke und Kraft des Heiligen
Gesetzes. Wir rufen den Geist, das Gewissen und die Seele der Kinder des Lichts
an, die das Gesetz lehren, die im Reich der Finsternis kämpfen, um das Licht des
Gesetzes den Menschensöhnen zu bringen.

Wir segnen den Sieg der guten Gedanken, guten Worte und guten Taten, die die
Grundlagen des Königreichs des Lichts stärken. Die Menschensöhne, die Gutes
denken, sprechen und tun, sollen den Himmel als ihre Heimat haben.
Und diejenigen, die Böses denken, sprechen und tun, sollen in der Finsternis
wohnen.

Reinheit ist für den Menschen neben dem Leben das Größte Gut. Diese Reinheit ist
im Heiligen Gesetz, das das Gras auf den Bergen wachsen lässt und die Herzen der
Menschen rein macht.

Gute Gedanken, Worten und Taten werden das Feuer, das Wasser, die Erde, die
Sterne, der Mond und die Sonne reinigen, den treuen Mann und die treue Frau, das
grenzenlose ewige Licht, das Königreich der irdischen Mutter und das Königreich des
himmlischen Vaters reinigen und die guten Dinge, die durch das Gesetz gemacht
wurden, dessen Nachkommenschaft die Heilige Schöpfung ist.

Um die Schätze der materiellen Welt zu erlangen, oh Menschensöhne, verwerft


dabei nicht die Welt des Gesetzes. Denn wer um die Schätze der materiellen Welt
zu beschaffen die Welt des Gesetzes in ihm zerstört, ein solcher soll weder Kraft
des Lebens noch das Gesetz besitzen, noch das himmlische Licht.

Aber wer mit den Engeln wandelt und dem Heiligen Gesetz folgt, wird alles Gute
erhalten. Er soll in das Ewige Meer eintreten, wo der Baum des Lebens steht.
Die Kommunionen des Gesetzes sind perfekt und verwandeln die Seele von der
Finsternis zum Licht. Das Zeugnis des Gesetzes ist sicher und macht die Einfältigen
weise. Die Satzungen des Gesetzes sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote
des Gesetzes sind rein und erleuchten die Augen. Die Wahrheit des Gesetzes ist
rein und bleibt für immer bestehen.

Die Kinder des Lichts sollen überall zwischen Himmel und Erde triumphieren! Lasst
uns das heilige Gesetz in unserem Gebet einatmen:

Wie schön sind deine Wohnungen, O himmlischer Vater!

Meine Seele sehnt sich und schmachtet nach dem Baum des Lebens, der da steht
inmitten des Ewigen Meeres.

Mein Herz und mein Fleisch schreien nach dem lebendigen Gott.

Ja, der Spatz hat ein Haus gefunden, und die Schwalbe ein Nest, in dem sie ihre
Jungen großziehen kann.

Die Kinder des Lichts, die im Garten der Bruderschaft arbeiten, bleiben im Heiligen
Gesetz.