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Teil 1.

Die Priester

Das Versorgen der Gottheiten war die wichtigste Aufgabe im Tempel. Es wurde
Weihrauch verbrannt und ein Trankopfer ausgegossen. Die wahrscheinlich
kostbarste Opfergabe war Rindfleisch. Meist wurden die Vorderbeine geopfert. Das
Tier wurde vor der Opferung in einem dafür vorgesehenen Tempelschlachthof
getötet und zerlegt. Der Ochse verkörperte das Symbol der königlichen Stärke und
Macht und war deshalb höchst wahrscheinlich die kostbarste Opfergabe.

"Darum sollst du den Priester heilighalten, denn er opfert die Speise deines Gottes."
3.Mose 21:6

„Dass das Blut für den alten Ägypter nicht rein war, ist allgemein bekannt. Aus den
Admonitions (Klagen des Ipuwer) ist das Bild des in Folge allgemeinen Mordens mit
Blut gefüllten Flusses bekannt. Und bemerkenswert ist auch jene Stelle, in der im
Brüdermärchen über die Tötung des zum Stier verwandelten Bata berichtet wird:
„Als die Erde wieder hell wurde und der nächste Tag begann, rief man ein großes
Opferfest aus für das Stieropfer. Man schickte einen der besten königlichen
Schlächter seiner Majestät, um den Stier zu schlachten. Daraufhin wurde er
geopfert. Als er schon auf den Schultern der Leute (Träger) lag, schüttelte er
(gemeint ist Bata – S.G.) seinen Nacken und ließ aus ihm neben die beiden
Türpfosten seiner Majestät zwei Tropfen Blut fallen; dabei geriet der eine auf die
eine Seite des großen Tores Pharaos, der andere auf die andere Seite. Sie wuchsen
zu zwei großen Perseabäumen auf, von denen jeder überragend war“. Bekanntlich
wurden diese Bäume gefällt, wobei aus einem verschluckten Splitter über den Weg
einer Schwangerschaft Bata neu geboren und später Pharao wurde. Ist es in diesem
Zusammenhang ein Zufall, daß ein ebenfalls aus Ägypten stammender Zeitzeuge fast
Gleiches zu berichten weiß? In Anlehnung an den Bericht in den Admonitions heißt
es im 2. Buch Moses (2,7.20-21): „Und alles Wasser im Strom wurde in Blut
verwandelt. Und die Fische im Strom starben und der Strom wurde stinkend, so daß
die Ägypter das Wasser aus dem Nil nicht trinken konnten.“ Und in Erinnerung an
das Schicksal von Bata heißt es im 2. Buch Moses in Vorbereitung der Erstgeburts-
Tötung (2, 12.5-7): „Ihr sollt aber ein ... Lamm nehmen...(und) schlachten gegen
Abend. Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und
die obere Schwelle damit bestreichen...“ Das eigentlich häufigste und damit
zwangsläufig auch stereotyp wiederholte Bildmotiv ist das Abtrennen des rechten
vorderen Rinderbeines (Abb. 1): Das geschächtete Tier liegt mit seiner linken
Körperseite auf der Erde... Drei der Beine sind vor dem Bauch zusammengebunden.
Dagegen wird das freie rechte Vorderbein durch einen Gehilfen des Schlächter
gestreckt nach oben gezogen. Ebenfalls finden sich Auflistungen, welche Teile eines
Opfertieres zu opfern sind (2. Buch Moses, 29.22f.): „Danach sollst du nehmen das
Fett von dem Widder, den Fettschwanz und das Fett am Eingeweide, den Lappen an
der Leber und die beiden Nieren mit dem Fett daran und die rechte Keule...“; (3.
Buch Moses, 18-21): „Danach schlachtete er den Stier und den Widder als Dankopfer
des Volks. Und seine Söhne brachten ihm das Blut; das sprengte er ringsum an den
Altar. Aber das Fett vom Stier und vom Widder, den Fettschwanz und das Fett am
Eingeweide und die Nieren und den Lappen an der Leber, all dieses Fett legten sie
auf die Brust, und er ließ das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen. Aber die Brust
und die rechte Keule schwang Aaron als Schwingopfer vor dem HERRN, wie der
HERR es Mose geboten hatte.“ Tierkulte im pharaonischen Ägypten und im
Kulturvergleich, Fitzenreiter, Martin

Im alten Ägypten war es natürlich die Hauptaufgabe eines Priesters, seinem


jeweiligen Gott zu huldigen. Dazu musste er strenge Reinheitsgebote einhalten.
Saubere Leinengewänder waren natürlich ebenfalls Pflicht. Vor Beginn seines
Dienstes wurden die Priester mit Öl gesalbt. Nur ein kleine Elite-Einheit durfte das
Allerheiligste des Tempels betreten. Auch bestimmte Waschungen waren ein
wichtiger Bestandteil der rituellen Reinigung.

Der schwere und reinigende Duft von Weihrauch erfüllte das Allerheiligste. Eine
Fackel wurde entzündet, um den schlafenden Gott zu wecken. Die Ägypter glaubten,
die Ka-Seele des Gottes würden in seiner Statue wohnen und die Priester taten
daher alles, damit es dem Gott dort auch weiterhin gefiel.

Seit vorgeschichtlicher Zeit (ca. 3000 v. Chr.) ist in Ägypten männliche


Beschneidung sowohl auf Darstellungen sowie bei Mumien nachweisbar und wird in
Texten erwähnt. Die alten Ägypter vermieden den Verzehr von Schweinefleisch und
hielten sich an Sauberkeitsregeln und ähnliche Vorschriften, die wir üblicherweise
mit den mosaischen Gesetzten assoziieren.

"So beschneidet nun die Vorhaut eurer Herzen und seid hinfort nicht halsstarrig."
5.Mose 10:16
"Und am achten Tag sollst du es tun, damit du daran denkst, dass sie am achten Tag
getauft werden, damit der Segen des Evangeliums über sie kommen kann. Dies ist
gemäß dem Bund, den ich mit Adam im Garten Eden eingegangen war, aber ich
habe Noah und Shem angewiesen, diesen Bund nicht an dich zu richten, damit du
ihn als Zeichen dieses neuen Bundes, den ich mit dir mache, empfangen könntest.
Obwohl ich Adam diese Verordnungen am Anfang gegeben habe, sind die
Menschensöhne immer wieder von meinen Vorschriften abgekommen und haben
meine Verordnungen, die ich ihren Vätern gab, nicht eingehalten. Sie haben die
Taufe, die ich ihnen als Zeichen der Bestattung des natürlichen Menschen geboten
habe, verworfen und dadurch nicht mehr die Salbung empfangen, durch die sie mir
zu Königen und Priestern werden. Außerdem sollt ihr euch nicht nach der Art der
Heiden in die Vorhaut schneiden, denn dies ist das geringere Gesetz und gilt nur
für diejenigen, die einen Teil des Evangeliums, welches sie empfangen haben,
abgetrennt haben. Aber dein Herz ist der Fülle meines Evangeliums geöffnet,
weshalb die Vorhäute eurer Herzen durch die Taufe geöffnet werden sollen. Denn
wenn es für euch von Nutzen wäre, ohne Vorhaut zu sein, würde euer Vater euch
in eurer Mutter ohne Vorhaut zeugen. Nehmt nicht weg, was Gott gegeben hat.
Sondern lasst eure Vorhäute geöffnet werden, denn dies ist die wahre
Beschneidung und sie wird euch von Nutzen sein als ein in euer Fleisch
geschriebener Bund, der ein ewiger Bund sein wird." Die Schriften von Abraham,
Kapitel 109

Es scheint also, dass die drei biblischen Erwähnungen des Versöhnungstages (4.
Mose 29: 7-11, 3. Mose 16: 1-34 und 3. Mose 23: 26-32) während der Zweiten
Tempelperiode von Priestern eingefügt wurden, um neue Riten als legitim
einzuführen, um den Tempel vor dem wichtigsten Fest im jüdischen Kalender, dem
Sukkot, zu reinigen. Die Priester des Jerusalemer Tempels, die Yom Kippur
eingeführt hatten, hatten dabei offenbar das 12-tägige babylonische Akitu-Fest als
Vorbild, welches das neue Jahr einläutete, d.h. im Besonderen den fünften Tag von
Akitu, der einige auffallende Ähnlichkeiten mit Jom Kippur aufweist, die sicherlich
kein Zufall sind.

Der fünfte Tag beinhaltete eine Reinigungszeremonie namens Kuppuru, bei der ein
toter Widder durch den Tempel gezerrt wurde und angeblich den Tempel von
Unreinheiten reinigte. Kuppuru und sein hebräischer verwandter Kippur bedeuteten
"Aufdecken" oder in diesem Fall "Unreinheiten entfernen", was bedeutet, dass eine
bessere Übersetzung von Yom Kippur ins Englische "Tag der Reinigung" wäre.
Das Ritual, die Ungnade einer Gottheit auf ein Tier zu übertragen, das dann aus der
Gemeinschaft entfernt wird, was wir heute als "Sündenbock" bezeichnen, war im
alten Orient üblich. Es wurde wahrscheinlich von einigen Hebräern schon seit
undenklichen Zeiten praktiziert, lange bevor es in das Yom Kippur-Ritual mit
eingebunden wurde.

Der früheste bekannte Hinweis auf dieses Ritual wurde 1975 in Ebla (im heutigen
kriegszerstörten Syrien) bei einer Stätte, die Archäologen "Palace G." nannten,
gefunden. Unter den dort gefundenen Texten aus 2.400 bis 2.300 v.Chr. waren zwei
Beschreibungen einer Sündenbock-Zeremonie, die denen der jüdischen Tradition
sehr ähnelt.

Das jüdische Neujahr ist nicht das eigentliche jüdische Neujahr. Vor dem
babylonischen Exil feierten die Israeliten das neue Jahr im Frühling - zwei Wochen
vor dem Passahfest am Neumond. Tatsächlich wird Rosh Hashanah in der Bibel nicht
einmal Rosh Hashanah genannt. Es heißt "Yom Teruah", der Tag, an dem der Shofar
geblasen wird. Während die biblischen Texte nicht ganz klar sind, scheint es der
Zweck des Tages zu sein, die Zeit der Buße zu verkünden, die in Yom Kippur, dem
Versöhnungstag, ihren Höhepunkt findet.

Aber dann kam das Exil und die Israeliten lebten mit der fortgeschritteneren
Gesellschaft Babylonias zusammen. Die Juden übernahmen den babylonischen
Kalender, einschließlich seiner heidnischen Monatsnamen, wie Tammuz, der nach
einer Persephone-ähnlichen Figur benannt wurde, deren Tod und Auferstehung mit
dem Zyklus der Jahreszeiten übereinstimmt. Und auch das neue Jahr, der erste Tag
des Herbstmonats Tishri.

In der Tat waren diese beiden Elemente miteinander verbunden, denn Tishri war
der Beginn des neuen Jahres, weil es nach der Wiederauferstehung von Tammuz
und der Beginn der Regenzeit nach dem todestrockenen Sommer war. (im alten
Nahen Osten war Winter Leben und Sommer war Tod). So wurde aus Yom Teruah
der viel wichtigere Feiertag Rosh Hashanah.

Mit anderen Worten, der Anlass des „jüdischen Neujahrs“ ist das Ergebnis des Exils
in der babylonischen Gesellschaft und der Vermischung jüdischer und
babylonischer Traditionen. Das antike Judentum war bei weitem nicht so engstirnig
und ängstlich vor "fremden" Einflüssen, wie manche biblischen Texte vermuten
lassen. Der Grund, weshalb einige Teile der Bibel Götzen-Rituale verbieten, ist die
Tatsache, dass die Israeliten sie tatsächlich sehr häufig praktizierten.

Sogar der Prophet Hesekiel bemerkt, dass jüdische Frauen im Tempel in Jerusalem
„den Tammuz beweint“ haben. Im Gegensatz zu den Vorstellungen einiger jüdischer
Fundamentalisten waren die alten israelitischen und jüdischen Religionen Produkte
des Multikulturalismus, der Einwanderung und der Vermischung.

Biblische Aussagen der Propheten zu den Tieropfern

Für "Gott" bedeutete das Fleisch der Tieropfer laut der Torah Moses das vorläufige
Ende seines Zorns, für den Priester bedeutete es Segenslohn und für den Gläubigen
den Festgenuss, für Yeshua in den apokryphen Ur-Evangelien bedeutet es jedoch
nicht weniger, als dass der Zorn Gottes auf ihnen bleibt, wenn sie das
Blutvergießen der Tiere nicht endlich einstellten. Dies geht auch aus den Propheten
eindeutig hervor, durch die Gott seine Strafen und Urteile ankündigt, und zwar u.a.
aufgrund genau dieser Dinge, nämlich vor allem wegen des Vergießens unschuldigen
Blutes von Mensch UND Tier.

"Ich brauche ihn nicht, den Stier aus deinem Stall, auch nicht den Bock aus deinem
Pferch! Alle Tiere des Waldes gehören mir, das Wild auf Tausenden von Bergen ist
mein Eigentum. Auch die Vögel dort gehören mir und alle kleinen Tiere auf dem
freien Feld. Selbst wenn ich Hunger hätte, würde ich von dir nichts fordern; denn
mir gehört die ganze Erde und alles, was darauf lebt. Meinst du, ich esse das
Fleisch von Rindern oder trinke das Blut von Böcken? NICHT OPFER WILL ICH von
dir, SONDERN DANK: Löse deine Versprechen ein, die du mir in Bedrängnis gegeben
hast, mir, dem Höchsten, deinem Gott! Bist du in Not, so rufe mich zu Hilfe! Ich
werde dir helfen und du wirst MICH PREISEN.« Psalm 50

"Höret des HERRN Wort, ihr Herren von Sodom! Nimm zu Ohren die Weisung unsres
Gottes, du Volk von Gomorra! Was soll mir die Menge eurer Opfer?, spricht der
HERR. Ich bin SATT DER BRANDOPFER VON WIDDERN und des Fettes von
Mastkälbern und habe KEIN GEFALLEN AM BLUT DER STIERE, DER LÄMMER UND
BÖCKE. Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor meinem Angesicht – wer fordert denn
von euch, dass ihr meine Vorhöfe zertretet? BRINGT NICHT MEHR DAR SOLCH
VERGEBLICHE SPEISOPFER! DAS RÄUCHERWERK IST MIR EIN GRÄUEL! ...Und wenn
ihr auch eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; UND
WENN IHR AUCH VIEL BETET, HÖRE ICH EUCH DOCH NICHT; DENN EURE HÄNDE
SIND VOLL BLUT. Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen
Augen. LASST AB VOM BÖSEN, lernt Gutes tun!" Jesaja 1:9-17

"Und die Erde ist entweiht worden unter ihren Bewohnern. Denn sie haben die
Gesetze übertreten, die Ordnungen überschritten, den ewigen Bund ungültig
gemacht!" Jesaja 24:5

"Aber siehe da, lauter Freude und Wonne, Rindertöten und Schafeschlachten,
Fleischessen und Weintrinken: »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir
tot!« Aber meinen Ohren ist vom HERRN Zebaoth offenbart: »Wahrlich, diese
Schuld soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt«, spricht der Herr, der HERR
Zebaoth." Jesaja 22:12-14

"Das soll euch zu einer ewigen Ordnung sein, für die Söhne Israel einmal im Jahr
Sühnung zu tun wegen all ihrer Sünden. Und er tat es, ganz wie der HERR dem Mose
geboten hatte." 3.Mose 16:34 (siehe auch 2.Mose 29:9; 3.Mose 16:29; 4.Mose 10:8,
19:10, 19:21)

"Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war
ein Priester Gottes des Höchsten." 1.Mose 14:18 (Wie auch Yeshua. Er lehrte es
seine Jünger, damit sie endlich wieder zurück zur reinen und unblutigen Opfergabe
gingen, wie sie von Anfang an bestimmt war.)

"Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel
deiner Füße! Den Stab deiner Macht wird der HERR aus Zion ausstrecken. Herrsche
inmitten deiner Feinde! Dein Volk ist voller Willigkeit am Tage deiner Macht. In
heiliger Pracht, aus dem Schoß der Morgenröte habe ich dich wie Tau gezeugt.
Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht gereuen: "Du bist Priester in
Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!" Psalm 110:1-4

"Als wir endlich in der Stadt Schalom ankamen, kam Vater Shem heraus und
begrüßte uns mit Brot und Wein, das er uns gab, nachdem er es gesegnet hatte,
und er sagte zu mir: Gesegnet bist du, Abram, denn Der Allerhöchste Gott hat dich
vermehrt und siehe, dein Same wird so zahlreich sein wie der Sand am Strand." Die
Schriften Abrahams, Kapitel 53

"Als der König von Sodom hörte, dass ich von der Eroberung Amraphels, des Sohnes
von Nimrod, König von Shinar, zurückgekehrt war, kam er mir entgegen, im Tal von
Shaveh, westlich der Stadt Schalom, in der Noah und Melchisedek wohnten. Und
Melchisedek brachte Brot und Wein aus der Stadt Schalom in das Tal von Schaweh,
wo wir lagerten. Und er als der Hohepriester nach der Ordnung des Allerhöchsten
Gottes brach das Brot und segnet es, und er segnet auch den Wein, und verteilte
sie am mich und die, die bei mir waren, und wir haben gegessen und wurden satt.
Und Melchisedek hob seine Hände in den Himmel und segnete mich und sprach:
Gesegneter Abraham, Du bist ein Mann des Allerhöchsten Gottes, der den Himmel
und die Erde besitzt, deshalb werden sein Name und sein Priestertum nicht von dir
und deinen Nachkommen abweichen, solange die Erde bestehen bleibt und wird in
Ewigkeit bei dir bleiben." Die Schriften Abrahams, Kapitel 93

"Als Lot seinen Glauben an den Herrn Jehova gestanden hatte, traten die Engel mit
ihm in sein Haus ein und er legte ihnen ein Fest mit ungesäuertem Brot und Wein
vor, und sie segneten es und nahmen daran teil, und Lots Familie war auch dabei
und nahm teil und sie wurden alle gesättigt." Die Schriften Abrahams, Kapitel 117

"Im siebzehnten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas König, der Sohn
Jotams, des Königs von Juda. Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde; und er
regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was dem HERRN, seinem
Gott, wohlgefiel, wie sein Vater David, denn er wandelte auf dem Wege der Könige
von Israel. Dazu ließ er seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Gräueln der
Völker, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte, und brachte Opfer dar und
räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
Damals zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König
von Israel, hinauf, um gegen Jerusalem zu kämpfen, und belagerten Ahas in der
Stadt; aber sie konnten sie nicht erobern. Zu dieser Zeit brachte Rezin, der König von
Aram, Elat wieder an Edom und vertrieb die Judäer aus Elat. Danach kamen die
Edomiter und wohnten darin bis auf diesen Tag. Aber Ahas sandte Boten zu Tiglat-
Pileser, dem König von Assyrien, und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein
Sohn. Komm herauf und hilf mir aus der Hand des Königs von Aram und des Königs
von Israel, die sich gegen mich aufgemacht haben! Und Ahas nahm das Silber und
Gold, das sich in dem Hause des HERRN und in den Schätzen des Königshauses
fand, und sandte es dem König von Assyrien als Geschenk. Und der König von
Assyrien hörte auf ihn und zog herauf gegen Damaskus und eroberte es und führte
die Einwohner weg nach Kir und tötete Rezin. Und der König Ahas zog Tiglat-Pileser
entgegen, dem König von Assyrien, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der
in Damaskus war, sandte der König Ahas zum Priester Uria Maße und Abbild des
Altars, ganz wie dieser gemacht war. Und der Priester Uria baute einen Altar und
machte ihn so, wie der König Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus, bis König
Ahas von Damaskus kam. Und als der König aus Damaskus zurückkam und den
Altar sah, trat er heran, stieg hinauf und verbrannte darauf sein Brandopfer und
Speisopfer und goss darauf sein Trankopfer und sprengte das Blut der Dankopfer,
die er opferte, an den Altar. Aber den bronzenen Altar, der vor dem HERRN stand,
tat er weg von der Vorderseite des Tempels, damit er nicht stehe zwischen dem
Altar und dem Hause des HERRN, und setzte ihn an die Seite des neuen Altars
gegen Norden. Und der König Ahas gebot dem Priester Uria: Auf dem großen Altar
sollst du anzünden das Brandopfer des Morgens und das Speisopfer des Abends
und das Brandopfer des Königs und sein Speisopfer und das Brandopfer des ganzen
Volks des Landes samt ihrem Speisopfer und Trankopfer; und alles Blut der
Brandopfer und das Blut der Schlachtopfer sollst du daran sprengen. Aber wegen
des bronzenen Altars will ich bedenken, was ich mache. Der Priester Uria tat alles,
was ihm der König Ahas geboten hatte. Und der König Ahas brach die Leisten der
Gestelle ab und nahm die Kessel von ihnen herunter. Und das Meer nahm er von
den bronzenen Rindern herunter, die darunter waren, und setzte es auf ein
steinernes Pflaster. Auch die bedeckte Sabbathalle, die am Tempel gebaut war, und
den äußeren Königseingang am Hause des HERRN änderte er wegen des Königs
von Assyrien." 2.Könige 16:1-8

"Es steht gräulich und grässlich im Lande. Die PROPHETEN WEISSAGEN LÜGE, und
DIE PRIESTER LEHREN AUF EIGENE FAUST, und mein Volk hat's gern so. Aber was
werdet ihr tun, wenn's damit ein Ende hat?" Jeremia 5:30-31

"Denn sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und PROPHETEN
UND PRIESTER GEHEN ALLE MIT LÜGE UM und heilen den Schaden meines Volks
nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede. Sie
werden mit Schande dastehen, weil sie solche GRÄUEL getrieben haben; aber sie
wollen sich nicht schämen und wissen nichts von Scham. DARUM SOLLEN SIE
FALLEN unter den Fallenden, und WENN ICH SIE HEIMSUCHEN WERDE, sollen sie
stürzen, spricht der HERR." Jeremia 6:13-15
"Denn an Güte habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und AN DER
ERKENNTNIS GOTTES mehr als an Brandopfern. Sie aber haben den Bund
übertreten wie die Bewohner von Adam, haben dort treulos gegen mich gehandelt.
Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, VOLL BLUTSPUREN. Und WIE RÄUBER IM
HINTERHALT warten, SO DIE ROTTE DER PRIESTER. SIE MORDEN auf dem Weg nach
Sichem, ja, SIE VERÜBEN SCHANDTAT." Hosea 6:6-9

„Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten
gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte,
spricht der HERR Zebaoth. So spricht der HERR der Heerscharen: Bitte doch die
Priester um Weisung über Folgendes: Wenn jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines
Gewandes trägt und mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes oder Wein oder Öl
oder irgendeine Speise berührt, wird das dadurch heilig? Und die Priester
antworteten und sprachen: Nein. Darauf sagte Haggai: Wenn jemand, der sich an
einer Leiche verunreinigt hat, dies alles berührt, wird es dadurch unrein? Und die
Priester antworteten und sprachen: Es wird unrein. Da antwortete Haggai und
sprach: So ist dieses Volk und so diese Nation vor mir, spricht der HERR, und so ist
alles Tun ihrer Hände. Und wo sie etwas als Opfer darbringen, unrein ist es!“
Haggai 2:11-14
"Hört das Wort des HERRN, ihr Söhne Israel! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit
mit den Bewohnern des Landes; denn keine Treue und keine Gnade und KEINE
ERKENNTNIS GOTTES IST IM LAND. Verfluchen und Lügen, Morden, Stehlen und
Ehebrechen haben sich ausgebreitet, und Bluttat reiht sich an Bluttat. Darum
vertrocknet das Land und welkt jeder, der darin wohnt, samt den Tieren des Feldes
und den Vögeln des Himmels; selbst die Fische des Meeres werden dahingeraf.
Jedoch niemand soll rechten oder jemanden zurechtweisen! SONDERN MIT DIR
FÜHRE ICH DEN RECHTSSTREIT, PRIESTER, so dass du stürzt am hellen Tag. Ja, auch
der Prophet stürzt mit dir bei Nacht. Und ich lasse deine Mutter umkommen. Mein
Volk kommt um aus MANGEL AN ERKENNTNIS. WEIL DU DIE ERKENNTNIS
VERWORFEN HAST, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr als Priester dienst.
Du hast das Gesetz deines Gottes vergessen, so vergesse auch ich deine Kinder. Je
mehr sie wurden, desto mehr sündigten sie gegen mich. Ihre Ehre vertausche ich
gegen Schande. Die Sünde (das Sündopfer) meines Volkes essen sie, und nach ihrer
Schuld verlangen sie. Und wie dem Volk, so wird es dem Priester ergehen. Und ich
suche seine Wege an ihm heim, und seine Taten vergelte ich ihm. Sie essen, aber
werden nicht satt werden. Sie treiben Hurerei, doch sie werden sich nicht
ausbreiten. Denn sie haben es aufgegeben, auf den HERRN zu achten." Hosea 4:1-10

"Und auch diese wanken vom Wein und taumeln vom Rauschtrank: Priester und
Prophet wanken vom Rauschtrank, sind verwirrt vom Wein, taumeln vom
Rauschtrank. Sie wanken beim Weissagen, torkeln beim Rechtsprechen. Denn alle
Tische sind voll Unflat und Erbrochenem, dass kein Platz mehr da ist. Wen will er
Erkenntnis lehren und wem die Botschaft verständlich machen? Kindern, die von
der Milch entwöhnt, die von den Brüsten abgesetzt sind? ...Denn ihr sagt: Wir haben
einen Bund mit dem Tod geschlossen und mit dem Scheol einen Vertrag gemacht.
Wenn die einherflutende Geißel hindurchfährt, wird sie uns nicht erreichen, denn
wir haben Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in Trug uns geborgen. Darum, so
spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten
(Prüf-)Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer (an ihn) glaubt,
wird nicht ängstlich eilen (nicht zuschanden werden). Und ich werde das Recht zur
Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel wird die Zuflucht der
Lüge hinwegfegen, und das Wasser wird das Versteck wegschwemmen. Und euer
Bund mit dem Tod wird aufgehoben werden, und euer Vertrag mit dem Scheol
wird nicht bestehen bleiben." Jesaja 28:7-15
„So achte nun auf das Wort und verstehe die Erscheinung: Siebzig Wochen sind über
dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluss
zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen und die Schuld zu sühnen und eine
ewige Gerechtigkeit einzuführen und Vision und Propheten zu versiegeln und ein
Allerheiligstes zu salben. So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem
Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu
einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen. Und 62 Wochen lang
werden Platz und Stadtgraben wiederhergestellt und gebaut sein, und zwar in der
Bedrängnis der Zeiten. Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet
werden und wird keine Hilfe finden. Und das Volk eines kommenden Fürsten wird
die Stadt und das Heiligtum zerstören, und sein Ende ist in einer Überflutung; und
bis zum Ende ist Krieg, fest beschlossene Verwüstungen. Und stark machen wird er
einen Bund für die Vielen, eine Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird er
Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen.“ Daniel 9:23-27
"Wehe den Hirten, die die Herde meiner Weide umkommen lassen und zerstreuen!,
spricht der HERR. Darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, über die Hirten, die
mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoßen und nicht nach ihr
gesehen. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Tuns willen, spricht der
HERR... Denn PROPHETEN WIE PRIESTER SIND RUCHLOS; auch IN MEINEM HAUSE
FINDE ICH IHRE BOSHEIT, spricht der HERR. Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg,
auf dem sie im Finstern gleiten und fallen; denn ich will Unheil über sie kommen
lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR." Jeremia 23:1-2,11-13

"Und ich will an dir tun, was ich noch nie getan habe und desgleichen ich nicht
wieder tun werde, um all deiner Gräuel willen. Darum werden Väter ihre Söhne
essen in deiner Mitte, und Söhne werden ihre Väter essen. Und ich will Strafgerichte
an dir üben und will deinen ganzen Rest in alle Winde zerstreuen. Darum, so wahr
ich lebe, spricht der Herr, HERR: Fürwahr, weil du MEIN HEILIGTUM UNREIN
GEMACHT hast mit all deinen SCHEUSALEN und mit all deinen GRÄUELN, so will
auch ich dich scheren und deinetwegen nicht betrübt sein, und auch ich will kein
Mitleid haben. Ein Drittel von dir soll an der Pest sterben und in deiner Mitte durch
Hunger umkommen; und ein Drittel soll durchs Schwert fallen rings um dich her; und
ein Drittel werde ich in alle Winde zerstreuen, und ich werde das Schwert ziehen
hinter ihnen her." Hesekiel 5:9-13

"Wehe der Widerspenstigen und Befleckten, der gewalttätigen Stadt! Sie hat auf
keine Stimme gehört, keine Zurechtweisung angenommen; auf den HERRN hat sie
nicht vertraut, ihrem Gott hat sie sich nicht genaht. Ihre Obersten in ihrer Mitte sind
brüllende Löwen, ihre Richter sind Wölfe am Abend, die nichts für den Morgen übrig
lassen. Ihre Propheten sind leichtfertig, treulose Männer; IHRE PRIESTER
ENTWEIHEN DAS HEILIGTUM, TUN DEM GESETZ GEWALT AN." Zefanja 3:1-4

"Ja, Ephraim hat die Altäre vermehrt, ZUM SÜNDIGEN DIENEN SIE IHM, Altäre zum
Sündigen. Schriebe ich ihm zehntausendfach meine Gesetze auf, wie Fremdes
würden sie geachtet. Als Schlachtopfer meiner Opfergaben OPFERN SIE FLEISCH
UND ESSEN ES. Der HERR hat KEIN GEFALLEN DARAN. Jetzt denkt er an IHRE
SCHULD und SUCHT IHRE SÜNDEN HEIM." Hosea 8:11-14

"So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ICH WILL EIN SOLCHES UNHEIL
ÜBER DIESE STÄTTE (Jerusalem) BRINGEN, DASS JEDEM, DER ES HÖREN WIRD, DIE
OHREN GELLEN SOLLEN, WEIL SIE MICH VERLASSEN UND DIESE STÄTTE
MISSBRAUCHT und dort ANDERN GÖTTERN GEOPFERT haben, die weder sie noch
ihre Väter noch die Könige von Juda kannten, und weil sie die Stätte VOLL
UNSCHULDIGEN BLUTES gemacht und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre
Kinder dem Baal als Brandopfer zu verbrennen, was ich weder geboten noch geredet
habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist." Jeremia 19:3-6

Teil 2. Die Tieropfer sind Gott ein Greuel

"Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht
meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde,
so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure
Gedanken." Jesaja 55:8-9

"Das fremde Volk aber unter ihnen war lüstern geworden. Da fingen auch die
Israeliten wieder an zu weinen und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen
geben? ...Und zum Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen, so sollt ihr Fleisch
zu essen haben; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr
sprecht: »Wer gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Ägypten.« Darum
wird euch der HERR Fleisch zu essen geben, nicht nur einen Tag, nicht zwei, nicht
fünf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang, sondern einen Monat lang, bis ihr's nicht
mehr riechen könnt und es euch zum Ekel wird weil ihr den HERRN verworfen habt,
der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir
aus Ägypten gegangen?...Da machte sich das Volk auf und sammelte Wachteln
diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den andern ganzen Tag; und wer am
wenigsten sammelte, der sammelte hundert Scheffel. Und sie breiteten sie rings um
das Lager aus. Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen war und ehe es
ganz aufgebraucht war, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und er
schlug sie mit einer sehr großen Plage. Daher heißt die Stätte »Lustgräber«, weil
man dort das lüsterne Volk begrub." 4.Mose 11:32-34

"Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht, wie zu Meriba, wie
am Tag von Massa in der Wüste, wo eure Väter mich versuchten, mich auf die Probe
stellten, obwohl sie mein Werk gesehen hatten. Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor
diesem Geschlecht, und ich sprach: Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie
haben meine Wege nicht erkannt." Psalm 95:7-10

„Denn ich komme, um alle Opfer und alles Blutvergießen zu beenden und es euch
zu sagen. Wenn ihr nicht aufhört, Fleisch und Blut zu opfern und zu essen, wird der
Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen, wie er über eure Väter in der
Wüste gekommen ist, die unter Mose nach Fleisch lüsteten, mit dem sie sich
vollstopften und von Fäulnis erfüllt waren, und von der Seuche verzehrt wurden
wegen ihres bösen Verlangens. Denn ich sage euch: Selbst wenn ihr an meiner Brust
versammelt seid, aber haltet nicht alle meine Gebote, so werde ich euch davon
stoßen. Wenn ihr die kleineren Offenbarungen nicht bewahrt, wer wird euch dann
die Größeren geben? Denn seit undenklichen Zeiten hat Gott zu keinem Zeitpunkt
Tier- oder Menschenopfer gefordert, denn sonst würde er ja seinem eigenen
heiligen Gesetz nicht gerecht werden. Noch hat Gott dem Menschen oder dem Tier
gestattet, sich gegenseitig zu essen, denn sonst wäre er ja seiner eigenen Liebe
unkundig! Wie also könnte man nach dem Gesetz der humanen Liebe Fleisch essen
und Blutopfer darbringen?“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 26

"Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Samen tragende Kraut gegeben, das auf
der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem Samen tragende
Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen... Und es geschah so. Und Gott sah
alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut." 1.Mose 1:29-31

"Du sollst nicht töten." 2.Mose 20:13

Kann Gott etwa gegen sein eigenes Gesetz verstoßen? Gegen seine eigene göttliche
Ordnung, die er als sehr gut befunden hat? Kann Gott sich selbst widersprechen?
Verlangt er Dinge von uns, die er sich nicht einhält? Wozu die Sintflut?

"So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer zu euren
Schlachtopfern und fresst Fleisch! DENN ICH HABE EUREN VÄTERN AN DEM TAGE,
ALS ICH SIE AUS ÄGYPTENLAND FÜHRTE, NICHTS GESAGT NOCH GEBOTEN VON
BRANDOPFERN UND SCHLACHTOPFERN; SONDERN dies Wort habe ich ihnen
geboten: GEHORCHT MEINER STIMME, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein
Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch
wohlgehe. Aber sie wollten nicht hören noch ihr Ohr neigen, sondern wandelten
nach ihrem eignen Rat und nach ihrem verstockten und bösen Herzen und kehrten
mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Ja, von dem Tage an, da eure Väter aus
Ägyptenland zogen, bis auf diesen Tag habe ich immer wieder zu euch gesandt alle
meine Knechte, die Propheten." Jeremia 7:21-25
"Ich hasse, ich verwerfe eure Feste, und eure Festversammlungen kann ich nicht
mehr riechen: Denn wenn ihr mir BRANDOPFER opfert, MISSFALLEN sie MIR, und
an euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und das Heilsopfer von eurem
Mastvieh will ich nicht ansehen. Halte den Lärm deiner Lieder von mir fern! Und das
Spiel deiner Harfen will ich nicht hören. Aber RECHT ERGIEßE SICH WIE WASSER und
GERECHTIGKEIT wie ein immerfließender Bach! HABT IHR MIR 40 JAHRE IN DER
WÜSTE SCHLACHTOPFER UND SPEISOPFER DARGEBRACHT, HAUS ISRAEL? Und habt
ihr den Sikkut, euren König, und Kijun getragen, eure Götzenbilder, den Stern eurer
Götter, die ihr euch gemacht habt? So werde ich euch bis über Damaskus hinaus
gefangen wegführen, spricht der HERR." Amos 5:21-25

"So spricht der HERR: DER HIMMEL IST MEIN THRON und die Erde der Schemel
meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder
welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? Meine Hand hat alles gemacht, was da
ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen
Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort. WER EINEN STIER SCHLACHTET,
GLEICHT DEM, DER EINEN MANN ERSCHLÄGT; wer ein Schaf opfert, gleicht dem,
der einem Hund das Genick bricht... Wahrlich, wie sie Lust haben an IHREN
EIGENEN WEGEN und ihre Seele GEFALLEN hat AN IHREN GRÄUELN, so will auch
ich Lust daran haben, dass ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen
lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief und niemand antwortete, ich redete und sie
hörten nicht und TATEN, WAS MIR NICHT GEFIEL, und hatten ihre LUST AN DEM,
woran ich KEIN WOHLGEFALLEN HATTE." Jesaja 66:1-4

"Der Becher der Rechten des HERRN kommt nun zu dir, und schimpfliche Schande
kommt über deine Herrlichkeit. Denn die Gewalttat am Libanon wird dich bedecken
und die VERNICHTUNG DER TIERE wird dich zerschmettern wegen der
BLUTSCHULD an den Menschen und wegen der VERGEWALTIGUNG DES LANDES,
der Stadt und all ihrer Bewohner." Habakuk 2:16-17

"Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia: Tritt ins Tor am Hause des
HERRN und predige dort dies Wort und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr alle von
Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den HERRN anzubeten! So spricht der HERR
Zebaoth, der Gott Israels: BESSERT EUER LEBEN UND EUER TUN, so will ich euch
wohnen lassen an diesem Ort. VERLASST EUCH NICHT AUF LÜGENWORTE, wenn
sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des
HERRN Tempel! Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt
einer gegen den andern und gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen KEINE GEWALT
ÜBT und NICHT UNSCHULDIGES BLUT VERGIEßT AN DIESEM ORT und NICHT
ANDEREN GÖTTERN NACHLAUFT ZU EUREM EIGENEN SCHADEN, so will ich euch
immer und ewiglich wohnen lassen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren
Vätern gegeben habe. Aber nun verlasst ihr euch auf LÜGENWORTE, DIE ZU NICHTS
NÜTZE SIND. Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und OPFERT DEM
BAAL und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt. Und dann kommt ihr und
tretet vor mich IN DIESEM HAUSE, DAS NACH MEINEM NAMEN GENANNT IST, und
sprecht: Wir sind geborgen, – und tut weiter solche GRÄUEL. HALTET IHR DENN
DIES HAUS, DAS NACH MEINEM NAMEN BENANNT IST, FÜR EINE RÄUBERHÖHLE?
Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR. Geht hin an meine Stätte zu Silo, wo
früher mein Name gewohnt hat, und schaut, was ich dort getan habe wegen der
Bosheit meines Volks Israel. Weil ihr denn lauter solche Dinge treibt, spricht der
HERR, und weil ich IMMER WIEDER ZU EUCH REDETE und ihr nicht hören wolltet und
ich euch rief und ihr nicht antworten wolltet, so will ich mit dem Hause, das nach
meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlasst, und mit der Stätte, die ich
euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich mit Silo getan habe, und
will euch von meinem Angesicht verstoßen, wie ich verstoßen habe alle eure Brüder,
das ganze Geschlecht Ephraim." Jeremia 7:1-15

"Und Jesus trat in den Tempel ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften
und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er
um. Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus wird ein Bethaus
genannt werden"; ihr aber macht es zu einer "Räuberhöhle"." Matthäus 21:12-13

"Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Begierden wollt ihr tun. Der
ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist
nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein
Lügner und der Vater der Lüge." Johannes 8:44

"Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, ZU SCHLACHTEN und umzubringen. Ich bin
gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge." Johannes 10:10

"Dass YHWH keine Gefallen an Blutopfern hat zeigt sich in folgendem: Diejenigen,
denen es nach Fleisch gelüstet hat, wurden noch im selben Moment weggerafft, als
sie das Fleisch zerkauten und wurden begraben, und die Stätte wurde das "Lustgrab"
genannt. Derselbe, dem es missfiel, dass Tiere geschlachtet und gegessen wurden,
weil er nicht will, dass sie erschlagen werden, hat die Tieropfer weder angeordnet
noch danach verlangt; von Anfang an hat er solches nie verlangt." Kephas in
Clementine Homilies 3:45

"Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und
deinen Vätern geschworen hat, und es dir gegeben hat, so sollst du dem HERRN
alles aussondern, was zuerst den Mutterschoß durchbricht. Alle männliche
Erstgeburt unter deinem Vieh gehört dem HERRN. Die Erstgeburt vom Esel sollst
du auslösen mit einem Schaf; wenn du sie aber nicht auslöst, so brich ihr das
Genick. Beim Menschen aber sollst du alle Erstgeburt unter deinen Söhnen
auslösen." 2.Mose 13:11-13

"Er, der von Anfang an über das Schlachten von Tieren zürnte und nicht wollte,
dass sie geschlachtet werden, ordnete keine Opfer an, als ob er sie begehrte, und
beanspruchte keine Erstlinge [die "Erstgeburt" von Tieren als Brandopfer]. Denn
ohne das Schlachten von Tieren können weder Opfer vollzogen noch Erstlinge
dargebracht werden." Clementine Homilies

Teil 3 Woran Gott Gefallen hat – Die wohlgefälligen Opfer

"Und ich suche an ihr heim die Festtage der Baalim, an denen sie ihnen Rauchopfer
darbrachte und sich mit ihrem Ring und ihrem Halsgeschmeide schmückte und ihren
Liebhabern nachlief; mich aber hat sie vergessen, spricht der HERR. Und ich
entferne die Namen der Baalim aus ihrem Mund, und sie werden nicht mehr mit
ihrem Namen erwähnt. Und ich schließe für sie an jenem Tag einen BUND MIT DEN
TIEREN des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit den kriechenden
Tieren des Erdbodens... Und ich lasse sie IN SICHERHEIT WOHNEN." Hosea 2:15-19

"Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb
und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten. Kuh
und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe
wird Stroh fressen wie das Rind. Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter,
und ein kleines Kind wird seine Hand ausstrecken zur Höhle der Natter. Man wird
WEDER BOSHEIT NOCH SCHADEN TUN auf meinem ganzen heiligen Berge; denn
das Land ist voll ERKENNTNIS DER HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt." Jesaja
11:6-9

"Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und
den du gesandt hast, Jesus Christus, ERKENNEN." Johannes 17:3

„Mein Volk kommt um aus MANGEL AN ERKENNTNIS.“ Hosea 4

"...Lasst mich nun den dritten Punkt untersuchen, und zwar den, ob die Israeliten
Yeshua deshalb als falschen Propheten/Verführer bezeichnet und ihn abgelehnt
haben, weil er behauptete, dass die irdischen Opfer um Gott zu ehren, wie z.B. das
Schlachten und Verbrennen von Tieropfern nicht von Gott angeordnet wurden.
Und weil er sagte, dass diese irdischen und materiellen Opfer unwürdig gegenüber
der unsterblichen Natur Gottes sind, sondern dass man Gott ehren soll, indem man
seine Gebote ehrt und hält. Außerdem lehrte er, dass der Mensch durch das Halten
der Gebote Gottes in Körper und Seele gereinigt wird, und indem er sich mit einer
reinen Gesinnung und einer heiligen Lehre schmücken soll, um seinem Schöpfer
immer mehr gleich zu werden, denn es steht geschrieben: Ihr sollt vollkommen sein,
wie euer Vater im Himmel vollkommen ist" Eusebius Hieronymus, Kapitel 3

"Kehr um, Israel, zum HERRN, deinem Gott! Denn du bist gestürzt durch deine
Schuld. Nehmt Worte mit euch und kehrt zum HERRN um! Sagt zu ihm: Vergib alle
Schuld und nimm an, was gut ist! Wir wollen die FRUCHT UNSERER LIPPEN ALS
OPFER (richtige Übersetzung = anstatt Stiere wollen wir die Lippen als Opfer)
darbringen." Hosea 14:2-3

"Geht aber hin und lernt, was das ist: "Ich will Barmherzigkeit und nicht
Schlachtopfer." Matthäus 9:13

"Wenn ihr aber erkannt hättet, was das heißt: "Ich will Barmherzigkeit und nicht
Schlachtopfer", so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben." Matthäus
12:7

"Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll
ich vor ihn treten MIT BRANDOPFERN, mit EINJÄHRIGEN KÄLBERN? Wird der HERR
Gefallen haben an TAUSENDEN VON WIDDERN, an Zehntausenden von Bächen
Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für mein Vergehen, die Frucht meines
Leibes für die Sünde meiner Seele?" - "MAN HAT DIR MITGETEILT, MENSCH, WAS
GUT IST. Und was fordert der HERR von dir, als RECHT ZU ÜBEN und GÜTE ZU
LIEBEN und BESCHEIDEN ZU GEHEN mit deinem Gott?" Micha 6:6-8

"An Schlacht- und Speisopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir
gegraben; Brand- und Sündopfer hast du nicht gefordert. Da sprach ich: Siehe, ich
komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. Dein Wohlgefallen zu
tun, mein Gott, liebe ich; und dein Gesetz ist tief in meinem Innern." Psalm 40:7-8

"NICHT OPFER WILL ICH von dir, SONDERN DANK: Löse deine Versprechen ein, die
du mir in Bedrängnis gegeben hast, mir, dem Höchsten, deinem Gott! Bist du in Not,
so rufe mich zu Hilfe! Ich werde dir helfen und du wirst MICH PREISEN.« Psalm 50

"Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und
Gerechtigkeit, und es ging ihm gut? Er HALF DEM ELENDEN und ARMEN ZUM
RECHT, und es ging ihm gut. HEIßT DIES NICHT MICH RECHT ERKENNEN?, spricht
der HERR. Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf
unrechten Gewinn und darauf, UNSCHULDIGES BLUT ZU VERGIEßEN, zu
unterdrücken und zu misshandeln." Jeremia 22:15-17

"Nun, ihr Israeliten! Was verlangt der HERR, euer Gott, von euch? Nichts anderes,
als dass ihr ihn ACHTET und immer SEINEN WEGEN FOLGT, dass ihr IHN LIEBT und
ihm VON GANZEM HERZEN und MIT ALLER HINGABE DIENT." 5.Mose 10:12

Teil 4 Die Lehre Yeshuas aus dem Essene Humane Gospel of


Christ

"Und wieder besuchte Yeshua das Gebiet seiner Eltern, bekannt als Nazareth, und
ging am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um von der Rolle Jesajas zu lesen.
Und dort in dem kleinen Versammlungsort war die Rolle des Propheten Jesaja
(Esaias), die ihm gegeben wurde. Und als Yeshua die Rolle aufgerollt hatte, fand er
die Stelle, in der über ihn geschrieben stand und von ihm prophezeit war, und sagte:
Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen den
heiligen Weg zu predigen (Jesaja 11). Er hat mich gesandt die Gebrochenen zu
heilen, den Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden die Sicht zu geben
und alles, was gebunden ist, in Ungebundenheit und Freiheit zu setzen, um das
willkommene Jahr des Herrn zu predigen. Und Yeshua rollte die Rolle zusammen
und gab sie dem Bediensteten zurück und setzte sich. Und er begann zu ihnen zu
sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt, ja, wie ihr mit euren fleischlichen Ohren
gehört habt. Denn ich sage euch allen: Ich bin der Christus, von dem Jesaja
gesprochen und prophezeit hat. Und die Armen des Landes sind jene von
demütigem Herzen und Geist, die auf meine Stimme hören, so wie ich die
gebrochenen Herzen heile, die nicht wissen, wo ihre Wurzeln sind. Aber sie sollen
wissen, dass ich sie mit Wahrheit und Barmherzigkeit heile. Ja, ich predige den
Gefangenen Befreiung, denn die ganze Menschheit wurde durch die
unbarmherzigen Gesetze des Satans und die in der Finsternis gefangenen Engel
versklavt. Und den Blinden gebe ich das Licht, mein heiliges Gesetz, damit sie die
Wahrheit erkennen und sowohl die geistigen als auch die physischen Wunder Gottes
sehen können. Und alles Gebundene, ja sogar jedes Tier des Feldes und jedes
fliegende Geschöpf des Himmels, werde ich freisetzen, denn ich komme auch, um
jede Form des Opfers im Heiligen Namen meines Vaters zu beenden, denn zu
keiner Zeit hat mein Vater-Mutter Gott im Himmel solche Grausamkeiten gefordert
oder angeordnet, sondern wollte nur das reine Opfer von den Menschen. Ja, ich
bin gekommen, um zu erfüllen alle Schriften über mich, und so werden sich all diese
durch meine Gegenwart erfüllen... Aber als sie diese Dinge hörten, waren sie voller
Zorn und wollten Yeshua töten." Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 17

„Und Yeshua ging weiter mit seinen Jüngern und sie stießen auf einen
Steuereintreiber namens Levi. Und Yeshua sagte zu ihm: Folge mir nach. Und Levi
ließ alles zurück und folgte ihm. Und Levi lud Yeshua zu einem großen Fest in seinem
eigenen Haus ein und versammelte dort eine große Menge von Steuereintreibern
und anderen. Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer murrten gegen Yeshuas Jünger
und sagten: Warum isst und trinkst du mit den Zöllnern und Übeltätern, kennst du
keine besseren Männer? Als Yeshua jedoch hörte, wie sie klagten, sagten sie zu
ihnen: Diejenigen, die gesund sind, brauchen keinen Arzt, sondern die, die krank
sind. Daher komme ich nicht, um die Heiligen und Gerechten, die dem heiligen Weg
folgen, die Auserwählten, sondern ich komme, um die Sünder zur Umkehr zu rufen!
Denn ich sage euch wahrlich: Wenn alle wie die Essener-Bruderschaft wären,
würden alle den Willen meiner Vater-Mutter im Himmel tun und alles wäre gut. Und
die Pharisäer antworteten Yeshua und sprachen zu ihm: Dieselben, die du so hoch
lobst, verstoßen gegen das Gesetz des Mose, denn sie bieten kein Blutopfer im
Tempel an und halten nicht denselben Sabbat wie die Priester und das Volk. Ihr
redet Gutes und Heiliges von diesen Leuten, die wir nicht anerkennen. Ja, diese
Jünger von Johannes fasten sehr viel und sind viel im Gebet, wie es auch unsere
eigenen Jünger tun, ihr aber esst und trinkt viel. Und Yeshua antwortete ihnen und
sagte: Ja, Johannes der Täufer kam und aß weder das Fleisch von Tieren, noch
trank er starke Getränke und machte viele Jünger, und doch sagst du von ihm: Er
hat einen Teufel in sich. Und nun, siehe da Der Menschensohn kommt ebenso wie
Johannes, der die Früchte der Erde isst und die Milch der Herde trinkt, und ihr sagt:
Siehe, ein Vielfraß und Weintrinker, ein Freund von Zöllnern und Übeltätern. Ja, ihr
sagt auch: Dieser heilt durch Satan und die Macht des Satans. Ihr verurteilt den
Menschensohn für rechtschaffene Werke im Namen des wahren Gottes, den ihr
nicht kennt, um die Bosheit deines eigenen bösen Treibens zu verbergen. Ihr seid
wie Götzen mit Ohren aus Stein, die nicht hören können, die Augen haben, aber
nicht sehen können, die Herzen haben, die nur aus hartem Stein sind. Hört auf, in
Selbstgerechtigkeit von euren Wegen der Ignoranz zu reden, sprecht nicht von
heiligen Dingen, wenn Ihr nicht einmal den einzigen wahren Gott kennt, und auch
nicht den, den er gesandt hat.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 23

„Und nachdem viele andere Dinge gesagt und getan worden waren, kehrte Yeshua in
die Stadt zurück und betrachtete die unschuldigen Geschöpfe Gottes, die auf das
Schlachten warteten, als tägliches Opfer im Tempel in Jerusalem. Und er sagte zu
seinen Jüngern und vielen Leuten, die sich um sie versammelt hatten, denn überall
um Yeshua gingen Menschenmengen herum, um seine Weisheiten zu hören: Siehe
diese armen, unschuldigen Tiere dieser Erde, sie schaden weder sich selbst, noch
dem Menschen noch irgendeinem anderen Wesen. Ja, sie essen die grüne
Vegetation des Feldes und sind ohne Sünde und ohne Blutschuld seit ihrer
Erschaffung. Sie bleiben ihren Herren treu und gehorsam in der Hoffnung, dass
menschliche Gefühle ihre Belohnung im Leben sind, doch sie bekommen
stattdessen nichts als Schmerz und Tod durch die Hand des Menschen. Siehe, die
Gier des unwissenden und störrischen Menschen bringt ihnen nur Tod und viel
Blut, und das nur damit die Menschen die Gier ihres eigenen Fleisches befriedigen
können. Solche Menschen haben zwar ein Herz, aber sie kennen es nicht, denn sie
sind wie ihre Götzen aus Stein geworden, hart und nutzlos. Wehe solchen
Gotteslästerern, die das Heilige Gesetz der Heiligkeit allen Lebens ablehnen! Wehe
solchen blinden Führern mit steinernen Herzen, die mit ihren Augen nach Dingen
suchen, die sie nicht brauchen oder ihnen rechtmäßig sind! Denn sie übertreten
das Gesetz von Mose und machen sich fett mit dem Fleisch und dem Blut
unschuldiger Opfer, die Gott von Anfang niemals geboten hat! Wehe diesem
Tempel, der von Menschen erbaut wurde, denn der wahre Tempel, der von
Menschenhand gebaut wurde, ist hier in eurer Mitte, aber ihr seht und hört nicht!
Denn ich komme, um alle Opfer und alles Blutvergießen zu beenden und es euch
zu sagen. Wenn ihr nicht aufhört, Fleisch und Blut zu opfern und zu essen, wird der
Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen, wie er über eure Väter in der
Wüste gekommen ist, die unter Mose nach Fleisch lüsteten, mit dem sie sich
vollstopften und von Fäulnis erfüllt waren, und von der Seuche verzehrt wurden
wegen ihres bösen Verlangens. Denn ich sage euch: Selbst wenn ihr an meiner
Brust versammelt seid, aber haltet nicht alle meine Gebote, so werde ich euch
davon stoßen. Wenn ihr die kleineren Offenbarungen nicht bewahrt, wer wird
euch dann die Größeren geben? Denn seit undenklichen Zeiten hat Gott zu keinem
Zeitpunkt Tier- oder Menschenopfer gefordert, denn sonst würde er ja seinem
eigenen heiligen Gesetz nicht gerecht werden, noch hat Gott dem Menschen oder
dem Tier gestattet, sich gegenseitig zu essen, denn sonst wäre er ja seiner eigenen
Liebe unkundig! Wie also könnte man nach dem Gesetz der humanen Liebe Fleisch
essen und Blutopfer darbringen? Ihr kennt nicht den wahren Gott, sondern betet
den perversen Gott eurer Welt an, nämlich den Satan, den Vater des Schwertes
und des Blutvergießens. Denn durch ihn allein ist der Tod in die Welt gekommen
und der Tod breitete sich auf alles aus, denn alle Dinge wurden zu Sklaven des
Vaters der Lüge, aber ich bin gekommen, um die durch die Ketten der Sünde
Inhaftierten wieder freizulassen und den Völkern mein heiliges Gesetz zurück zu
geben, damit sie den einzigen wahren Gott der Liebe und der Barmherzigkeit
kennen lernen. Denn noch erleidet mein Gott die Sünden und die Irrtümer der
Menschen, bis das Maß überläuft und er der Eitelkeit der Welt rasch ein Ende setzt
und seinen Auserwählten Samen abschneidet. Sei also treu dem vollständigen
Gesetz Gottes, damit du nicht auf deinen bösen Wegen stolperst und dem Tod als
deinem letzten Lohn begegnest. Denn derjenige, der im Geringsten treu ist, ist
auch im Großen treu und derjenige, der im Geringsten untreu ist, ist auch im
Großen untreu: So ist es mit dem heiligen Gesetz, denn die ersten Wahrheiten
hältst du nicht, aber suchst nach den Größeren. Sucht zuerst die Gesetze Gottes
und alles andere wird euch offenbart werden. Niemand kann die feste Speise
Gottes verdauen, wenn er nicht zuerst von der flüssigen nimmt, denn mein Gesetz
ist das Wasser des Lebens, trinke es wie reines Wasser, und alle anderen
Geheimnisse Gottes werden dir eröffnet werden, erst dann wirst du den wahren
Gott und seine Guten Werke kennen. Ihr wollt zwei Meistern dienen, einem Guten
und einem Bösen, aber ihr könnt es nicht, denn entweder werdet ihr den einen
hassen und den anderen lieben, oder dem einen anhaften und den anderen
verachten. Kenne also deine wahre Wurzel, ob du nun gut oder böse bist, und dann
wirst du die Wahrheit erkennen, die Leben und Gesundheit gibt. Du kannst nicht
sowohl dem wahren Gott und gleichzeitig dem Satan dienen, denn der wahre Gott
ist alle Liebe und sein heiliges Gesetz führt zu allem Leben. Es gibt keinen Tod in
seiner Ordnung und seinem Haushalt. Wisse aber, dass Satan der Gott des Todes
und des Blutvergießens ist, und dem Volk viele unheilige Gesetze gegeben hat, die
der wahre Gott hasst und verurteilt. Wisse, dass sich die beiden nicht mischen
können, sondern der Minderwertige wird hinweg getan werden, denn das Heilige
Gesetz dient seit den Tagen von Adam und Eva als Richter über die Lebenden und
die Toten. Daher werdet ihr euch vor den Menschen und vor Gott rechtfertigen,
denn Gott kennt eure Herzen und eure Wege. Wisset, dass das gleiche Gesetz und
die Propheten hier waren bis Johannes und sich auch danach nicht ändern. Ja,
sogar bevor die Grundlagen dieser Erde gelegt wurden, war das Gesetz und es wird
bleiben in Ewigkeit. Ja, es ist leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein
Pünktchen des Gesetzes seinen Zweck verfehlt. Haltet also das Gesetz, und alles
andere wird euch hinzugefügt werden, denn es steht nichts über dem Gesetz und
alles, was unterhalb des Gesetzes ist, ist weder vollkommen noch vollständig, noch
ist es vom wahren Gott der Liebe. Und die Pharisäer hörten alle diese Aussagen
von Yeshua und stellten fest, dass er von ihnen sprach, denn sie lebten nach den
Lehren der Menschen und des Teufels, und nicht das wahre Gesetz, das Mose
ihnen in der Wüste gegeben hat. Denn sie waren für all die Gesetzlosigkeit
bezüglich der Tieropfer und des Fleischfressens in Israel verantwortlich.“ Essene
Humane Gospel of Christ, Kapitel 26

"DIESE ERDE, DIE MEIN VATER ZU GLÜCK UND FRÖHLICHKEIT ERSCHAFFEN HAT,
HABT IHR ZUR TIEFSTEN HÖLLE GEMACHT MIT EUREN TATEN VON GEWALT UND
GRAUSAMKEIT! Warum macht der Stärkere immer den Schwächsten zum Opfer?
Wahrlich, ich sage euch, seit Satan die heilige Schöpfung Gottes verflucht hat, ist
nichts auf der Erde vor den unheiligen Menschen sicher, bis der Menschensohn in
all seiner Herrlichkeit kommt und jedes Geschöpf vom Fluch des Schreckens und
der Furcht befreit." Essene Humane Gospel, Kapitel 29

„Und es begab sich während der Reisen von Yeshua, da kam er an einen Ort in der
Nähe von Tiberias, wo sieben Brunnen waren, und dort brachte ein junger Mann ihm
lebende Kaninchen und Tauben, damit er sie mit seinen Gefährten essen konnte.
Und Yeshua sah den jungen Mann mit großer Sorge an und sagte zu ihm: Ich sehe
an, du hast ein gutes Herz, und Gott wird dir gewiss das Licht des Gesetzes geben.
Aber weißt du nicht, dass Gott den Menschen zu Beginn die Früchte der Erde zum
Essen gegeben hat und ihn nicht niedriger als den Affen gemacht hat, oder den
Ochsen, oder das Pferd, oder die Schafe, dass er seine Mitbrüder und
Mitschwestern töten und deren Fleisch und Blut und essen kann? Denn am Anfang
waren alle Tiere des Feldes und die Vögel der Luft und die Fische des Meeres wie
der Affe, der Ochse, das Pferd und das Schaf waren, die die grüne Vegetation der
Erde fraßen. Aber ihr glaubt, dass Mose befahl solche Kreaturen zu töten und Gott
als Opfer darzubringen und zu essen. Doch ihr glaubt zu Unrecht, denn ihr wisst
nichts über Tempelopfer, denn der Wahre Gott hat niemals solche Fleisch- und
Blutopfer verlangt, sondern nur das reine, unblutige Opfer und damit den
Gehorsam des Menschen gegenüber seinem heiligen Gesetz. Denn Abel bot die
Körner und Früchte der Erde an, aber Gott verlangte nur, dass das heilige Gesetz
eingehalten wurde. Denn das reine Opfer ist das Herz des Menschen, dass er nach
Wahrheit und Gerechtigkeit und nach der reinen Anbetung des Ewigen All-Vaters
sucht. Aber ich sage euch: Satan, der Böse, machte die Wahrheit zur Lüge und gab
den Menschensöhnen Fleisch und Blut, das Brandopfer, das unheilige Gesetz des
Bösen, das, was mein Heiliger Vater hasst und verabscheut. Wisst ihr nicht, dass
vor euch ein größerer als Mose steht, ja, der Heilige, von dem Mose geredet hat,
ist hier und stellt die Wahrheit des Gesetzes wieder her, damit alle mit Sicherheit
wissen können, dass Gott wahr ist und jeder, der das heilige Gesetz nicht hält, ist
ein Lügner. Denn ich sage euch, das heilige Gesetz von Mose und Adam ist eins; So
wie meine Propheten mit Israel gesprochen haben, so spreche auch ich. Denn das
heilige Gesetz ändert sich nicht, aber böse Menschen sprechen nach ihren
Begierden nach Fleisch und begehren Dinge, die gesetzeswidrig sind. Denn von
dem, was ihr Gott in Reinheit dargeboten habt, könnt ihr frei essen, denn es ist
gesetzlich, aber von jener Art, die ihr nicht in Reinheit anbietet, sollt ihr nicht essen.
Es kommt die Stunde, in der alle Opfer und Blutfeste aufhören werden, und ihr
sollt Gott nach dem heiligen Gesetz und in reiner Opfergabe anbeten.“ Essene
Humane Gospel of Christ, Kapitel 35

Und es begab sich: Yeshua lehrte seine Jünger wieder im äußeren Hof des Tempels,
und einer von ihnen sagte zu ihm: Meister und Herr aller Erkenntnis, bitte erkläre
uns dieses Wort von den Priestern des Tempels, denn sie sagen, dass es ohne
Blutvergießen keine Vergebung der Sünden gibt. Können also die Blutopfer des
Gesetzes, das sie befolgen, ihre Sünden wegnehmen und sie reinigen? Und Yeshua
wusste, dass das Gesetz des Mose durch die Schriftgelehrten, von denen auch
Jeremia und Jesaja sprachen, verfälscht worden war, und sagte zu seinen Jüngern
diese Worte: Seht ihr den Tempel, das Haus Gottes? Und wisst ihr, dass jeden Tag
Tausende von Unschuldigen Tieren erschlagen und dargebracht werden, und ihr
Fleisch von den Menschen als ungesetzliche Nahrung verzehrt wird? Doch die
Propheten schrien mit lauter Stimme auf, dass kein Blutopfer von Tier oder Vogel
oder Mann oder Frau die Sünde hinweg nehmen kann. Denn ich frage euch: Wie
kann das Gewissen von der Sünde gereinigt werden, dadurch, dass unschuldiges
Blut vergossen wird? Nein, ich sage euch, es wird das Urteil über sie nur noch
schlimmer machen, denn es ist eine Sünde gegen das heilige Gesetz, das Gott
Adam, Henoch und Noah zuerst gegeben hat. Deswegen sage ich euch, außer
durch Reue und Umkehr, kann es keinen Erlass von Sünden geben! Denn der
Prophet Jeremia schrieb: Nimm deine Blutopfer und deine Brandopfer und weg mit
ihnen und höre auf Fleisch zu essen. Denn ich habe nicht mit deinen Vätern geredet
oder ihnen geboten, als ich sie aus Ägypten herausgeführt hatte, über diese Dinge.
Sondern das, was ich sagte, war: Gehorche meiner Stimme und wandle nach den
heiligen Gesetzen, die ich dir geboten habe, und du sollst mein Volk sein. Aber sie
hörten nicht und neigten nicht ihr Ohr (Jeremia 7:21-24). Und Micha schrieb: Und
was gebietet dir der Ewige, außer Gerechtigkeit zu tun, die Barmherzigkeit zu lieben
und demütig mit deinem Gott zu wandeln (Micha 6:8)? Denn dies ist wahrlich das
reine Opfer! Denn steht es nicht geschrieben, dass Gott am Anfang die Früchte der
Bäume und die Samen und Kräuter als Nahrung gab für alles Fleisch (1.Mose 1:29)?
Ja, es steht geschrieben, aber sie haben das Gebetshaus zu einer Höhle von Dieben
und Kaufleuten gemacht, und anstatt des reinen Opfers mit Weihrauch haben sie
meine Altäre mit Blut beschmutzt und von dem Fleisch der Erschlagenen gegessen!
So sage ich euch jetzt: Verschüttet kein unschuldiges Blut und esst kein Fleisch,
sondern geht aufrecht, liebt die Barmherzigkeit und tut Gerechtigkeit. Denn wenn
du human bist und meine Gesetze und Gebote hältst, dann werden deine Tage lang
und angenehm auf der Erde sein, und selbst im hohen Alter sollst du dich guter
Gesundheit erfreuen.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 41

„Und es begab sich: Einige der Jünger Yeshuas, die Steinmetze waren, reparierten
eine der Kammern des Tempels in Jerusalem, und Yeshua kam vorbei. Und sie
sprachen zu ihm: Herr und Meister, siehst du dieses große Gebäude und mit welch
schönem Handwerk die Steine hier gesetzt sind? Und Yeshua antwortete: Ja, das
Mauerwerk ist in der Tat großartig und schön, denn die Steine sind gut verarbeitet,
aber ich sage euch, der Tag wird kommen, an dem kein Stein mehr auf einem
anderen liegen wird. Denn der wahre Tempel ist der Körper des Menschen, in dem
der wahre Gott durch seinen Geist wohnt, denn wenn dieser Tempel zerstört wird,
wird Gott in drei Tagen einen herrlicheren Tempel erheben, den das Auge des
natürlichen Menschen nicht wahrnehmen kann. Wisst ihr nicht, dass ihr die
lebendigen Tempel des Heiligen Geistes seid? Und wer einen dieser Tempel zerstört,
der soll selbst zerstört werden! Und einige der Schriftgelehrten und die Pharisäer,
die im Tempel Fleisch gegessen und Blutrituale abhielten, hörten die Worte von
Yeshua und versuchten ihn in seiner Rede und sagten: Wenn du das Opfern von
Schafen, Ochsen und Vögeln verwirfst, zu welchem Zweck wurde dann dieser
Tempel von Salomon für Gott gebaut? Und Yeshua sagte zu ihnen: In den
Propheten steht geschrieben: Mein Haus soll ein Gebetshaus für alle Völker
genannt werden, um Lob und Dank zu opfern. Aber ihr kennt weder das reine
Opfer, noch wollt ihr davon hören, denn ihr habt ein Schlachthaus des
Blutvergießens, ja, ein Haus des Bösen, daraus gemacht. Ich sage euch erneut: Es
steht geschrieben: Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang wird mein
Name unter den Heiden groß sein, und Räucherstäbchen mit einem reinen Opfer,
ein reines Herz, Dank und Lob, sollen mir dargebracht werden. Aber ihr habt es
geschaf eine Trostlosigkeit daraus zu machen mit euren Fleisch- und Blutopfern,
und ihr benutzt die süßen Räucherstäbchen nur, um den abscheulichen Gestank
des Blutes zu übertünchen. Ihr sollt aber wissen, dass ich nicht gekommen bin, um
das Gesetz abzuschaffen, sondern um es auszulegen und alles zu erfüllen, was über
mich geschrieben wurde. Wisst ihr nicht, dass geschrieben steht: Gehorsam ist
besser als zu opfern und besser als das Fett von Widdern (1.Samuel 15:22). Ich, der
Herr, bin eurer vergeblichen Brandopfer müde und eure Hände sind voll Blut
(Jesaja 1:11-13). Und ist nicht auch geschrieben: Was ist das Opfer? Wasche dich
und mache dich sauber und stelle das Böse weg von meinen Augen, hört auf, das
Böse zu tun, lernt, Gutes zu tun (Jesaja 1:15-17). Ja, tut den Vaterlosen und der
Witwe Gerechtigkeit und allen, die unterdrückt werden. Denn dadurch werdet ihr
das Gesetz erfüllen. Reine Anbeter verehren den Ewigen Geist in Reinheit und
Wahrheit. Und die Pharisäer sagten zu Yeshua: Wer bist du, der du die Blutrituale zu
beseitigen suchst und den Samen Abrahams verachtest? Und Yeshua antwortete:
Bevor Abraham war, bin ich. Sie lehnten es jedoch ab, den Worten von Yeshua
zuzuhören und sagten: Er ist von einem Dämon besessen, und andere sagten: Er ist
verrückt. Und sie erzählten dies den Priestern und den Ältesten, und sie waren
wütend und sagten: Er hat eine Lästerung gesprochen; wir wollen nach einem Weg
suchen, um ihn loszuwerden. Und Yeshua hörte ihre Worte und sagte weiter zu
ihnen: Ich frage euch, wie wollt ihr die geistigen Angelegenheiten Gottes lehren,
wenn ihr nicht einmal die physischen Dinge versteht? Denn wenn ihr euch der
Geschöpfe Gottes nicht erbarmt, die ihr sehen und berühren könnt, wie könnt ihr
dann die geistigen Dinge Gottes erfassen, die ihr nicht sehen und nicht berühren
könnt? Die Pharisäer und Schriftgelehrten sahen Yeshua mit großer Verachtung an
und blieben stumm. Und Yeshua sagte zu seinen Jüngern: So ist es mit der Seele
eines jeden Geschöpfs, auch wenn sie von Menschen nicht gesehen wird, denn sie
ist im Gewand aus Fleisch und Blut verborgen. Jedes Geschöpf ist von Natur aus
zweifach: denn ohne die geistige Hälfte kann keine physische Manifestation
existieren. Deshalb sage ich euch, der Körper ist Staub, aber die Seele ist von Gott.
Fürchtet also nicht die Bösen, die den physischen Körper zerstören, aber die
spirituelle Seele nicht töten können, denn der Mann Gottes kennt seine Wurzel, er
ist von Gott und Gott kennt ihn, der zu seiner Herde gehört. Wisst ihr auch, dass,
wer auch immer die geringste dieser Seelen Gottes mit Verachtung behandelt,
dasselbe mir tut? Denn diese Heuchler respektieren nicht das Wunder des Lebens
in allen Dingen. Ja, sie suchen den Tod der Dinge und freuen sich darin. Wisst ihr,
sie stammen von der Mutter der sieben Übel, denn überall, wo Leiden und
Blutvergießen herrschen, da ist auch der Satan. So werden diese blinden Führer den
für sie vorbehaltenen Ort erben, denn der Vater-Mutter vergibt vor allem nicht die
willkürlichen Sünden böser Täter und entschuldigt nicht die Härte der Herzen und
die Mattheit der Sinne, die böse Menschen begleiten. Flieht also vor diesen
Arbeitern der Gesetzlosigkeit, denn sie wollen kein ewiges Leben und wollen
zudem auch noch alle anderen von dem Weg abhalten, der zu ihm führt. Wahrlich,
ich sage euch heute, dass sie ihren vollen Lohn dafür bekommen werden – und
unter keinen Umständen sollen sie das Königreich betreten, noch die Verheißung
empfangen, denn sie sind wie Kot auf der Oberfläche der Erde. Sucht das heilige
Gesetz und die Liebe und Barmherzigkeit meiner Wege und ihr werdet ewiges
Leben und Frieden finden. Trennt euch von bösen Männern, die die heiligen
Schriften verdrehen und verkleiden, um ihre Lust und Freude zu befriedigen. Zu
einem späteren Zeitpunkt, nachdem Yeshua den Pharisäern viele andere Dinge
gesagt hatte, kamen einige der Schriftgelehrten und Ältesten aus dem Tempel zu
Yeshua und sagten: Sage uns, warum lehren deine Jünger die Menschen, dass es
verboten ist, das Fleisch der Tiere zu essen, die als Opfer dargebracht werden, so
wie Mose sie bestimmt hat? Gott sagte zu Noah: Die Furcht und der Schrecken vor
dir soll auf jedem Tier des Feldes und jedem Vogel der Luft und jedem Fisch sein, in
deine Hand habe ich sie dir gegeben. Warum sprichst du dagegen? Und Yeshua sah
sie an und sagte mit starker Stimme: Ihr Heuchler, wohl hat Esaias (Jesaja) von euch
und euren Vorvätern gesprochen als er sagte: Dieses Volk nähert sich mir mit
seinem Mund und ehrt mich mit ihren Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir.
Denn umsonst verehren sie mich, weil sie Menschengebote als göttliche Lehren
verkaufen und in meinem Namen lehren, nur um ihr eigenes Übel und ihre eigenen
Gelüste zu befriedigen. Und auch Jeremia hat Zeugnis gegeben, als er sagte, was
Blutopfer und Tieropfer betrifft: Ich, der wahre Gott, habe euch an dem Tag, als ihr
aus Ägypten herausgekommen seid, nichts von diesen Dingen geboten, sondern
nur das habe ich euch geboten: Gerechtigkeit zu tun, auf den uralten Wegen meiner
Gesetze zu gehen und Gerechtigkeit zu üben, die Barmherzigkeit zu lieben und
demütig mit eurem Gott zu wandeln. Aber ihr habt nicht auf mich gehört, der euch
am Anfang alle Arten von Samen und Früchten der Bäume und Kräuter und Pflanzen
zur Nahrung und zur Heilung von Mensch und Tier gegeben hat. Und die
Schriftgelehrten sprachen zu Yeshua: Du sprichst gegen das Gesetz! Deine Sünde ist
groß! Und Yeshua erkannte die Härte ihres Herzens und die Sturheit ihrer bösen
Wege, denn sie waren ohne Barmherzigkeit oder Güte und er sprach zu ihnen:
Nein, ich spreche weder gegen Mose noch gegen das uralte Gesetz, das immer
dasselbe war. Sondern ich spreche gegen die, die das Gesetz wegen der Härte ihres
Herzens verdorben haben! Aber siehe, ein größerer als Mose ist hier! Denn ich
komme, um das Gesetz auf weiche fleischliche Herzen und nicht auf steinerne
Tafeln zu schreiben, damit die Sanftmütigen leben und die Gesetzlosen gerichtet
werden. Denn ihr redet nach eurer Bosheit und richtet Mose. Erkennt, dass Mose,
mein Knecht, in Wahrheit über den wahren Gott sprach, aber eure Vorfahren,
deren Wege böse waren, nannten die Wahrheit eine Lüge und machten die Lüge
zur Wahrheit. Und ihr glaubt immerzu der Lüge, weil in euch keine Wahrheit
gefunden werden kann. Euer Gesetz stammt von dem Vater der Lüge, und deine
Überzeugungen sind die Erfindungen deines Gottes, der die Wahrheit nicht kennt,
sondern nur die Lüge. Denn in ihm ist keine Wahrheit zu finden, der den
unmöglichen Gedanken hatte sich dem Ewigen gleichmachen zu wollen. Aber er
strebte nicht nach Licht, sondern nach der Finsternis. Wisset also, dass ihr Arbeiter
der Finsternis seid, denn in euch ist kein Licht. Das Licht ist direkt vor euch, aber ihr
seht es nicht. Und wenn ihr den wahren Mose nicht kennt, dann kennt ihr auch
den größeren Mose nicht. Und die Ältesten und Schriftgelehrten waren wütend auf
die Worte von Yeshua, denn sie verstanden, dass sie böse und störrisch waren, und
sie nahmen Steine auf, um sie nach ihm zu werfen, aber Yeshua ging mitten durch sie
hindurch, verborgen vor ihrer Gewalt.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 55

„Und es geschah, dass das Passah-Ritual der Juden nahe war und Yeshua von
Bethanien nach Jerusalem zog. Und dort fand er im Tempel diejenigen, die Schafe,
Rinder und Tauben verkauften, und auch die Geldwechsler, die sich auf das
Geschäft vorbereiteten. Und Yeshua sah diese Männer angewidert an, denn er war
müde von ihrem fortdauernden Übel und harten Herzen. Und er fing an, alle aus
dem Tempel zu vertreiben, und gab auch die Ochsen und die Schafe frei und
befreite die Tauben. und schüttete dann das Geld der Wechsler aus und kippte ihre
Tische um. Und er sagte zu ihnen: Eure Hände tropfen von dem Blut der
unschuldigen Geschöpfe Gottes! Nehmt diese Dinge mit, und kehrt nicht mehr
zurück, um das Haus meines Vaters zu einem Geschäftshaus zu machen! Käufer und
Verkäufer! Geldverleiher! Ist nicht geschrieben: Mein Haus ist ein Gebetshaus für
alle Nationen, alle Völker? Aber siehe, ihr habt es zu einer Diebeshöhle gemacht
und mit allerlei Bösem erfüllt. Und Yeshua erlaubte keinem Mann, irgendein Gefäß
mit Blut durch den Tempel zu tragen, und er ließ auch nicht zu, dass irgendwelche
Tiere als Opfer getötet wurden. Und er sagte zu ihnen: Nur wegen der Härte eurer
Herzen müssen diese reinen und unschuldigen Geschöpfe so sehr leiden. Ihr seid
vom Herrscher der Finsternis, denn in diesem gibt es kein Licht, und ihr seid die
Agenten der Finsternis und des Bösen geworden. Ja, ihr alle dient dem Bösen mit
willigem Herzen und Begeisterung in der Seele, und ihr werdet gerichtet werden
nach euren unheiligen Maßstäben. Denn da ihr nur die Gesetze Satans kennt, sollt
ihr auch nach ihnen bestraft und gerichtet werden. Denn mit bösen Dingen richtet
Satan die bösen Menschen dieser Welt und züchtigt die Kinder des Ungehorsams.
Ihr Arbeiter der Gesetzlosigkeit! Wie wollt ihr dem Gericht von Gehenna
entfliehen? Vertraut weiter auf eure Gottheiten des Todes und der Höllenpein und
werdet von euren falschen Göttern gerichtet, die euch in die Finsternis und in die
Grube führen und eure Seelen nicht bedauern... Nach dieser Zeit suchten die
Schriftgelehrten und die Priester des Tempels nur danach, wie sie Yeshua beseitigen
konnten, denn sie fürchteten seine Worte und sahen, dass alle Menschen für seine
Lehren empfänglich waren.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 65

„Und es geschah, nachdem Yeshua viele andere Dinge mit seinen Jüngern
gesprochen hatte und ihnen alles offenbart war, da war das Liebesmahl von Yeshua
nahe gekommen und sollte gerade stattfinden. Und die Jünger versammelten sich.
Alle gekleidet in Gewändern aus reinem weißem Leinen, sauberes und fleckenloses
weißes Leinen, das Symbol der Gerechtigkeit unter den auserwählten Heiligen und
Propheten Gottes. Yeshua war auch in seinem eigenen reinweißen Gewand ohne
Naht und makellos gekleidet. Und Yeshua sagte zu ihnen: Ich freue mich sehr, dieses
Liebesfest mit euch zu teilen, bevor ich meinen Weg gehe. Denn hier wird heute das
Denkmal an mein Opfer für den Dienst und die Erlösung aller Menschen
eingeführt. Denn der Wert meines Aufenthaltes auf der Erde zur Erlösung war
groß, viel größer als euch zu dieser Stunde bewusst ist. Denn ich sage euch, viele
wurden wieder zum Ewigen All-Vater zurückgeführt, und noch viele mehr sollen es
werden. Denn der Menschensohn ist für alle Geschöpfe jeder Natur in die Welt
gekommen, um alle wieder zurück zu ihrer ursprünglichen Wurzel zu bringen. So
soll dieser Missstand geheilt, und alles wieder mit den All-Eltern eins werden.
Denn ihr seht diesen Tag der Juden, vor dem heidnischen Passah-Ritual, bei dem
sie die unschuldigen Geschöpfe Gottes opfern und das Fleisch toter Tiere essen.
Solche sind blind und sehen nicht die heiligen Dinge Gottes, denn die Wahrheit ist
nicht in ihnen. Ich sage euch, es ist besser, wenn solche Menschen niemals in die
Welt gekommen wären, damit sie die Heiligen Gottes nicht verderben! Aber siehe,
das Wahre Opfer, ja, das reine Opfer, das heute vor euch gestellt wurde! Das war
das Denkmal, das Mose den Söhnen Israels, die aus Ägyptenland kamen, gab. Aber
sie erwiesen sich als Söhne des Ungehorsams und übertraten meine Gebote und
sie entweihten das reine Opfer und opferten Dämonen und begehrten nach viel
Fleisch und bösen Dingen. Aber meine Heiligen unter ihnen gingen hin und hielten
meine Gesetze und erwiesen sich als heilig für den Ewigen All-Vater, der alles sieht
und die Herzen der Menschen kennt, gut und böse.“ Essene Humane Gospel of
Christ, Kapitel 68

„Aber siehe, einer, der größer ist als Mose, spricht Wahrheiten und ist in eurer Mitte.
Siehe, das ungesäuerte Brot und der Saft der Früchte und auch das Öl und die
Kräuter. Sie aber, da sie die Wahrheit nicht kannten, fragten, wo das Lamm ist, das
Moses geboten hat? Diejenigen, die den Wahren Vater nicht kennen, können mich
nicht kennen, und sie können niemals in die Nähe des Vaters kommen, wenn sie den
Sohn ablehnen, den der Vater ausgesandt hat. Heuchler! Nachwuchs von Vipern!
Verderber des Heiligen Gesetzes, das Mose gegeben wurde! Sie denken, dass das
Töten von Tieren und Vögeln und das Essen ihres Fleisches sie sauber wäscht, aber
ich sage euch, wenn das reine Wasser des Jordan sie nicht reinigt, werden auch
nicht alle Ströme und Meere der Erde ihre böse Seelen rein machen, ja, und noch
viel weniger das Blut der unschuldigen Geschöpfe Gottes! Seht, wie sie sich an den
Schreien und Qualen der Unschuldigen erfreuen, denn sie haben das Haus Gottes
für ihre vergeblichen Traditionen von Menschen und Teufeln abgelehnt. Ihre
Herzen sind hart und lüstern viel. Barmherzigkeit kennen sie nicht, das Schwert ist
ihr Gott und Reichtum ihr König. Aber ich sage euch: Wenn jemand das Gesetz
Gottes kennt und gegen die geringsten meiner Brüder und Schwestern, die
unschuldigen Geschöpfe Gottes, ein Schwert erhebt, so soll er selbst durch das
Schwert sterben und nicht das Leben sehen. Ich komme in der Form jedes Lebens
in die Welt, und Barmherzigkeit wurde nicht gezeigt, so dass die, die den
geringsten meiner Kreaturen etwas Böses angetan haben, das Böse gegen den
Sohn und den Vater und die große Familie Gottes tun. Hat Adam nicht von mir als
dem Brot des Lebens gesprochen, das vom Himmel herabkommt, um den
rechtschaffenen Samen zu retten? Und kannte Abel nicht die reine Opfergabe und
wurde dafür getötet - denn Satan trat in Kain ein und Blutvergießen manifestierte
sich auf der Erde, und Mensch und Tier schrien zu Gott, und Gott hört ihre Schreie.
Aber ich erkannte weder das Blutopfer Kains an, noch tut Gott das Böse, wie der
Satan es tut, sondern er war betrübt wegen all dem Bösen in der Menschheit, das
sich über das Land ausbreitete, wie das Wasser den Meeresboden bedeckt. Denn ich
sage euch, zu diesem Zweck bin ich in die Welt gekommen, dass ich abschaffe alle
Blutopfer und das Essen von Fleisch. Aber die Menschen sind böse und freuen sich
über ihr Übel und ändern sich nicht, denn stark ist die Macht des Bösen und viele
folgen ihr. Sage also dem Sanftmütigen der Erde, dass sie die Wahrheit erfahren
können. Am Anfang gab Gott allen die Früchte der Bäume und die Samen und die
Kräuter zum Essen; ja, jedem Menschen und jedem Tier. Aber diejenigen, die sich
selbst oder ihre Mitmenschen mehr als den wahren Gott liebten, verdarben ihre
Wege und führten jede Krankheit in ihren Körper ein und erfüllten die Erde mit
Lust und Gewalt. Und bis zum heutigen Tag haben sich die Menschen nicht
verändert, und ja, das heilige Gesetz haben sie tatsächlich verdorben, um ihren
eigenen bösen Wegen zu nachzugehen. Aber ich habe ihnen weiterhin Propheten
in ihre Mitte gesandt, um das Gesetz wiederherzustellen, aber sie fügten ihrem
Bösen das Hundertfache hinzu, indem sie unschuldiges Blut auf sich und ihre
Kinder kommen ließen, und sich auch noch mit ihren falschen Göttern und Götzen
rühmten, und die unschuldigen Geschöpfe der Erde, sowohl Mensch als auch Tier,
opferten.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 69

„Und Yeshua sagte weiter zu ihnen: Darum sage ich euch, nicht indem ihr
unschuldiges Blut vergießt, sondern indem ihr ein rechtschaffenes Leben führt,
werdet ihr den wahren Frieden Gottes finden. Denn ihr nennt mich den Christus
Gottes und sprecht recht, denn ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. In mir
ist die Liebe des Gesetzes und das Gesetz allen Lebens. Geht auf diesem, meinem
Weg, und ihr werdet gewiss den wahren Gott der Liebe und der Barmherzigkeit
finden. Sucht die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch frei machen. Denn ich sage
euch, die Welt ist Sklave des Bösen und bringt große Schmerzen auf sich und alle
Unschuldigen in ihrer Mitte. Lebt also im Leben, und ihr werdet keinen Tod sehen,
denn der Tod hat keine Macht über die Gerechten, sondern nur über die Gottlosen.
Wisset, dass alle Dinge in Gott leben und der Geist Gottes alle Dinge erfüllt, denn
durch den Geist werden alle Dinge lebendig. Haltet also meine Gebote: Liebe deinen
Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst; denn an diesen
ersten beiden größten Gesetzen hängen alle heiligen Gesetze und die Propheten. Ja,
ich sage euch wiederum, die Summe des Gesetzes ist diese: Tut anderen nicht an,
was ihr nicht wollt, dass euch andere tun, sondern tut ihnen das, was ihr euch
wünscht, das man euch tue. Denn ich sage euch, wahrlich, wenn jeder Mensch nach
diesen Worten leben würde, so würden alle Leiden aufhören, denn wegen des
Übels des Menschen leiden alle Geschöpfe Gottes. Aber ihr leidet wegen euch
selbst. Selig sind die, die dieses Gesetz halten, denn Gott manifestiert sich in allen
Geschöpfen und alle Geschöpfe leben in Gott, und Gott ist in ihnen verborgen. Tut
also allen das, was ihr Gott tun würdet, denn Gott sieht alles und weiß alles, was
jedem Geschöpf getan wurde, das lebt und Leben gibt. Und zum Abschluss des
Liebesmahles sagte Yeshua zu seinen Jüngern: Nun wird der Menschensohn unter
seinen Zwölfen verherrlicht, und Gott wird in ihm verherrlicht. Und wahrlich, ich
sage euch: Die, die euch aufnehmen, nehmen mich auf und die, die mich
aufnehmen, nehmen den Vater-Mutter Gott auf, der mich gesandt hat. Für euch, die
mir bei der Wiederherstellung der Auserwählten folgt, bestelle ich dasselbe
Königreich, das auch mir bestellt wurde, und ihr, die ihr der Wahrheit treu gewesen
seid, werdet auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und
einer der Apostel fragte Yeshua: Meister der Gerechtigkeit. Willst du jetzt das
Königreich in Israel wiederherstellen? Und Yeshua antwortete ihm: Mein Königreich
ist nicht von dieser Welt, und auch nicht derer, die Israel genannt werden. Denn ich
sage euch, dass von denen, die sich aus allen Nationen nicht mit Grausamkeit
verunreinigen, sondern Gerechtigkeit tun und die Barmherzigkeit lieben, und die
Ehrfurcht vor allen Geschöpfen Gottes haben, und die alle Schwachen und
Unterdrückten unterstützen, diese sind das wahre Israel Gottes. Daher sollt ihr die
Völker der Erde und ihre Bewohner hüten und sie alle Arten der Gerechtigkeit
lehren, denn das wahre Israel wird aus allen Nationen und Sprachen zusammen
kommen. Ja, die heiligen Auserwählten Gottes sind das wahre Israel, nämlich alle,
die meine heiligen Gesetze ehren.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 70

„Und die Hohepriester und Ältesten und auch das Konzil suchte falsche Zeugen
gegen Yeshua, und Judas Ischariot war unter ihnen. Und der Rat befragte Yeshua zu
vielen seiner Aussagen, wer er war und behauptete zu sein, und sie fragten ihn:
Warum verbietest du, dass ein Lamm getötet wird und damit das Gesetz von Mose
verunreinigt wird? Denn du hast gesagt, dass kein Fleisch über deine Lippen
kommen soll. Setzt du dich über das Gesetz und Mose? Und ein anderer fragte ihn:
Es wird über dich gesagt, dass du deinen Jüngern Brot anstatt des Lammes und den
Saft der Frucht anstatt des vergossenen Blut gibst. Weißt du nicht, dass du damit
Gott lästerst? Und noch einer fragte Yeshua: Warum schaffst du die Blutopfer des
Gesetzes ab, und das Essen von Fleisch, wie Mose es geboten hat, und was wir
rechtmäßig tun? Und Yeshua sah sie an und sah ihre bösen Herzen, die mit der
Liebe zum Reichtum und einem vergeblichen Schein von Heiligkeit, ohne
Barmherzigkeit oder natürliche Liebe, verhärtet waren, und sagte zu ihnen: Ich
weiß nichts davon, dass Mose euch solche Gesetze gegeben haben soll, denn das
Heilige Gesetz Gottes ändert sich nicht für die bösen Wünsche der Menschen, und
Mose hat diese Worte nicht gesprochen, die ihr zum Gesetz gemacht habt! Ihr
sprecht von Mose, aber wenn ihr Mose kennen würdet, so würdet ihr auch den
größeren Mose kennen, denn dieser Heilige hat oft von mir gesprochen. So sage ich
zu euch, ihr versteht Mose nicht, den ihr nicht gesehen habt, noch versteht ihr den
größeren Mose, den ihr vor euch seht und an den ihr nicht glaubt. Wenn ihr Mose
und den Propheten, die ich zu euren Vätern und den Vätern eurer Väter ausgesandt
habe, nicht glaubt, und auch nicht den Wundern, die zum Wohle Gottes und der
Menschen gewirkt wurden und durch die Blinde wieder sahen, Lahme wieder gingen
und die Toten sich wieder erhoben, ...doch ihr seht nichts Heiliges, denn blinde
Führer seid ihr. Und blinde Führer werdet ihr bleiben, denn ihr werdet das Brot des
Lebens verwerfen, das vom Himmel herabkommt, um das Licht an finsteren Orten
wieder herzustellen, wodurch alle sehen und glauben können, dass der
Menschensohn den Fußschemel Gottes gesehen hat.“ Essene Humane Gospel of
Christ, Kapitel 72

„Denn siehe, ich habe alles gegeben, damit die Sünden gegen die menschliche Liebe
von Menschen und Engeln vergeben werden können, denn ich komme, um alles
wieder zu seiner ursprünglichen Natur zu bringen, damit die Wurzel wieder mit dem
Vater eins werde. Opfert nur das Brot des Lebens und das Wasser der Erlösung als
eine reine Opfergabe mit Weihrauch, so wie es von mir geschrieben steht, und ihr
sollt davon essen und trinken, mir zum Gedenken. Denn der Menschensohn kam
auf die Erde, um alle, die an mich glauben, von der Sklaverei und Knechtschaft der
bösen Mächte zu befreien, ja, von der Knechtschaft eurer Vorfahren. Denn jene
sind es, die, die ihren Bauch zu ihrem Gott machten, um ihren bösen Göttern die
unschuldigen Geschöpfen der Erde, anstelle der fleischlichen Natur in ihnen selbst
zu opfern. Denn sie aßen von ihrem Fleisch und tranken ihr Blut zu ihrem eigenen
Verderben und verdarben ihre Körper, indem sie ihre Körper zu einer Grabstätte
der Toten machten anstatt zu einem Tempel der Lebenden. Ja, und wegen ihrer
Begierden verkürzten sie ihre Tage auf Erden, so wie die Unheiligen, die die
Wahrheit nicht kennen oder wie die, die sie kennen, aber in eine Lüge verwandelt
haben. Doch von solchen und bösen Lehren habe ich viele erlöst so wie ihr viele in
meinem Namen erlösen werdet.“ Essene Humane Gospel of Christ, Kapitel 76