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Nach dem Tod von Maria Theresia(1740-1780) bestieg den Thron ihr Sohn, Joseph II.(1740-1780).

In dieser Zeit war Ungarn ein Teil des Habsburgerreiches,also es war kein selbstständiges Reich.
Der neue König ließ nicht zum ungarischen König krönen,um die Respektierung der ungarischen
Ständerechte nicht leisten zu müssen.Er war ein aufgeklärter Herrscher,er strebt nach einer
Großmachtposition und diese konnte er nur durch Modernisierung erreichen. Aber die
Modernisierung konnte nur durch verschiedene Reformen verwirklicht werden. Er hatte
gesellschaftliche (z.B,Schutz der Leibeigenen von den Adligen,Besteuerung der Adligen,Förderung
des Unterrichtswesens) und wirtschaftliche (z.B. Binnenzölle abbauen,Förderung des Gewerbes)
Reformen. Er wollte seine Vorstellungen durch seiner absoluten Macht verwirklichen. Sein primäres
Ziel war ein einheitliches Reich zu schaffen und mit seinen Patente wollte er es erreichen. Im Jahre
1781 hat er das Toleranzpatent erlassen,es handelt sich um die freie Religionsausübung der
verschiedenen Konfessionen(Evangelien,Calvinisten,Griechisch-Ortodox) und er ließ den
erwähnten Konfessionen nicht nur den Aufbau der Bethäusern,Pfarrerwohnungen,
Lehrerwohnungen(natürlich mit Beschränkungen),sondern die Angehörigen diesen Konfessionen
durften alle öffentliche Ämter bekleiden. In seiner Kirchenreform(1782) löste er der katholischen
Ordengemeinschaften(Ausnahme,die sich mit Erziehung und Krankenpflege beschäftigten) auf,um
ein Religionsfonds aus ihrem Vermögen zu gründen und die Zahl der Pfarrer und der Gehälter der
Pfarrer zu erhöhen. Seine Sprachverordnung(1784) stieß auf Widerstand,weil der König Deutsch als
Staatssprache einführen wollte. Er begründete diesen Patent damit,dass die Anglelegenheiten des
Landes nur auf Deutsch erleidgen werden können. Die ungarische Identitätsbewusstsein wurde
betont. Sein Zweck war mit diesem Edikt, ein einheitliches Reich zu schaffen. Sein
Leibeigenenerlass (1785) hatte das Ziel,die Leibeigenen nicht an die Scholle zu binden,sondern sie
konnten frei ziehen und ohne Einwillung des Grundherrn Wissenschaften und Gewerbe erlernen.
Damit hoffte Joseph II. die Entwicklung des Gewerbes. Er wollte die Adligen besteuern und dazu
brauchte er Verordnungen wie z.B. Volkszählung(1784) und Bodenvermessung(1786). In seinem
Verwaltungsreform(1785) teilte er das Land in zehn Verwaltungsbezirke ein und an die Spitze
dieser Verwaltungsbezirke ließ er königliche Kommissare stellen. Damit erreichte er,dass die
ungarische Stände in diesem Verwaltungsbezirke ihr Einfluss verlieren. Wegen dieser Verordnungen
hatte er mit den Stände Auseinandersetzungen. Zum Name von Joseph II. lässt sich binden der
großen Schwabenzug(die dritte Welle),der von 1782-1787 andauerte. Die Siedlungsaktion begann
durch am 21.September 1782 erlassene Impopulationspatent von Joseph II. Die Ansiedlung wurde
durch die Hofkammer und von der Aristokratie organisiert. Der Grundherr brauchte Arbeitskräfte
und der Hof wollte die Zahl der Steuerzahler zu vermehren und das katholische Glauben zu
verbreiten,deswegen siedelten sie deutsche Kolonisten(sie waren zwar katholische Deutsche) in
Ungarn an.