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DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK

Lit.-Nr.: 100/65
Inhalt: 40 Blatt

0"-44/22
Empfänger R 311

Ministerium für Nationale Verteidigung


1966
Die DV - 44/22 "Empfänger R 311" wird erlassen und tritt mit
Wirkung vorn 1. 1. 1966 in Kraft.

Gleichzeitig damit tritt die DV -44/22 "Der Empfänger R-311"


des Ausgabejahres 1958 außer Kraft.

Bcrlin, den 22. 07. 1965


Chef Nadarlehten

------- ---------------- ------- - - -


o. Einleitung

Der Empfänger R 311 ist ein tragbarer Tornisterfunk-


ernpfänger, Er ermöglicht den Empfang in den Betriebs-
arten Tastfunk A 1 und Sprechfunk A 3.
Der Empfänger arbeitet im Frequenzbereich von 1,0 ...
15 MHz (300 ... 20 m). Der Bereich ist in folgende fünf
Grobstufen unterteilt:

1. Grobstufe 1,00'" 1,88MHz;


2. Grobstufe 1,88 .... 3,30 MHz;
3. Grobstufe 3,30'" 5,58 MHz;
4. Grobstufe 5,58'" 9,20 MHz;
5. Grobstufe 9,20'" 15,00MHz.

Diese Einteilung ist auf den Blenden der


beiderseits
Skala aufgetragen, die gewählte Grobstufe wird im
Sichtfenster angezeigt. Der Abstand der Teilstriche auf
derSkala beträgt in der 1. und 2. Grobstufe 10 kHz und
in der 3., 4. und 5. Grobstufe 20 kHz.
Der Empfänger arbeitet mit folgenden Antennen:

- Langdrahtantenne 1= 12m
- Stabantenne 1= 4m
- Kulikow-Antenne 1 = 1,5 m

Der Antennenkreis ist nach jedem Antennenwechsel


nachzustimmen. Der Ausgang des Empfängers kann an
eine 2 ... 3 km lange Doppelleitung (Gleichstromwider-

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stand 1500 Q) oder an einen niederohmigen Kopfhörer
angeschlossen werden.
Der Empfänger arbeitet einwandfrei in einem Tempe-
raturbereich von - 40 ... + 50 "C und bei einer rela-
tiven Luftfeuchtigkeit bis zu 95 0/0.
Der Empfänger wird durch einen Funker bedient.

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1.· Technische Angaben .

1.1. Empfänger
- Empfindlichkeit:
Sprechfunk 7,5 ~tV
Bei einer Modulationsfrequenz von 1000 Hz, einem
Modulationsgrad von 30 o und einem Rausch-
abstand von 3 : 1 muß am niederohrrügen Kopfhörer
eine Wechselspannung von 1,5 V auftreten. Die Kopf-
hörer haben einen Gleichstromwiderstand von 130 Q
und bei 1000 Hz einen Wechselstromwiderstand von
600 Q.
Tastfunk 3 u.V
Die Empfindlichkeit ist unter gleichen Bedingungen
wie im Sprechfunkbetrieb zu messen.
- Empfindlichkeltsverr-ingerung im Spiegelkanal an
der ungünstigsten Stelle 2,5 0':0'
- Zwischenfrequenz 465 kHz.
- Trennschärfe:
1. Bei größter Bandbreite .fällt die Durchlaßkurve
bei mindestens 4 kHzBandbreite um die Hälfte
und bei höchstens 16 kHz um 'hoo ihres Maximal-
wertes.
2. Bei kleinster Bandbreite fällt die Durchlaßkurve
bei mindestens 300 Hz Bandbreite um die Hälfte
und bei höchstens 3500 Hz um J1100 ihres Maximal-
wertes.
3. Zwischen den angegebenen Grenzwerten wird die
Bandbreite stetig geregelt.

44/22 9
Nachdem die Frequenzeinstellung auf dem Kontroll-
punkt T der Skala, der der befohlenen Frequenz am
nächsten liegt, geeicht wurde, beträgt die Frequenz-
genauigkeit im Bereich von 1,0 MHz··· 7,5 MHz min-
destens 3 kHz und im Bereich von 7,5 MHz· .. 15,0 MH;z
mindestens 6 kHz. Wird diese große Eichgenautgkelt
nicht gefordert, genügt es, die Skala auf die Kontroll-
punkte t und , in der 5. Grobstufe zu eichen. Dabei
vergrößert sich die Frequenzabweichung. sie übersteigt
jedoch nicht
10 kHz in der 5. Grobstufe,
8 kHz in der 4. Grobstufe,
6 kHz in der 1. bis 3. Grobstufe.

1.2. Stromversorgung
Die Stromversorgung des Empfängers erfolgt entweder
durch einen Ne-Akkumulator 2 NKN 24 und einen Zer-
hacker WP 3M 2 (WP 3M) oder durch einen Ne-Akku-
mulator 2 NKN 24 und eine Anodenbatterie BAS 80
(BAS-G80).
Die Nennspannungen der Stromversorgung betragen:
Anodenspannung + 80 V;
Heizspannung. + 2,2 V.
Die Heizspannung für die im Empfänger verwendeten
Röhren 2SH27 L beträgt 2,2 ·V, ein aufgeladener Akku-
mulator 2 NKN 24 liefert in der Regel 2,5 V und mehr.
Der Spannungsüberschuß wird durch den Widerstand
R 32 im Heizkreis beseitigt. Dies erfolgt, indem der
Kippschalter Sch 2 "Heizung" in die Stellung ,,1" ge-
schal tet wird.

10
Bei einer Spannung am -Akkumulator von -2,5 V und
bei einer Stromaufnahme von 12 mA erzeugt der Zer-
- +12°h
hacker WP3M2 (WP3M) eine Spannung von 80V 0 •
- 6%
Der Wirkungsgrad des Zerhackers beträgt 42 0(0_
Bei anliegender Nennspannung beträgt der Anoden-
strom maximal 14 mA, der- Heizstrom ist ohne einge-
schaltete Skalen- und Visierbeleuchtung kleiner als
0,52 A. Bei eingeschalteter Skalen- und Visierbeleuch-
tung übersteigt der Heizstrom nicht 1,1 A.
Der Akkumulator, gemeinsam mit dem Zerhacker. ge-
währleistet 12 Stunden und der Akkumulator mit der
Anodenbatterie 24 Stunden ununterbrochenen Betrieb
des Empfängers.

1.3. Abmessungen
Der Empfänger ist in einer Transportkiste unter-
gebracht, deren Masse mit dem Empfänger 38 kg be-
trägt. Der arbei tsberei te Empfänger wiegt 21 kg.
Abmessungen des Empfängers einschließlich vorstehen-
der Teile:
- Länge 445 mm;
- Breite 285 rnm;
- Höhe 250 mrn.
Abmessungen der Transportkiste einschließlich vor-
stehender Teile:
- Länge 520 mm;
- Breite 335 mm ;
- Höhe 475 mrn.

p 11
1.4. Teile des Empfängers
Die Teile des Empfängers sind aus den Abbildungen 1,
2 und 3 ersichtlich.
Zum Empfänger gehören folgende Teile:
- Tornister (10),
-- Empfängereinschub (11);
- Stromversorgung,
- Ersatzteile und Zubehör.
Auf der Frontplatte des Empfängers sind folgende Be-
dienungselemen te angeordnet:
- Frequenzgrob- und -feineinstellung (12),
- Grobstufenschalter (13),
- Bandbreitenregler (14),
- Lautstärkeregler (15),
- Betriebsartenschalter (16),
- Schalter für die Skalenbeleuchtung (17),
- Schalter zum Umschalten der Heizspannung (18),
- Spannungsmesser,
- Stromversorgungsschalter (19),
- zwei Korrekturschrauben für die Eichung (20),
- Drucktaste für die Eichkorrektur (21),
- Schlitzschraube für die Antennenkreis-
nachstimmung (22).

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Abb. 1 Vorderansicht des Empfängers R 311

1 -Kopfhörer; 2 - 1,5-m-Stabantenne; 7 - Handlampe; 12 - Frequenzgrob- und -fein-


einstellung; 13- Grobstufienschalter; 14- Bandbreitenregler; 15- LautstärkeregIer; 16-
Betriebsartenschalter; 17- Schalter für Skalenbeleuchtung; 18 - Schalter zum Umschal-
ten der Heizspannung; 19 -
Schalter für die Stromversorgung; 20- Korrekturschrauben
für die Eichung; 21- Drucktaste für die Eichkorrektur; 22_. Antennenkretsnacnstrmmung

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Co)
Abb. 2 Vorderansicht des Einpfängers R 311mit offenem Stromversorgungsfach

~ 6- Gehäuse des Zerhackers WP 3M 2; 8 - Anschlußleiste der stromversorgung;


~
~ 9 - Langdrahtantenne ; 11 - Empf'ängereinschUb
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10

Abb..-3 Rückansicht des Empfängers R 311


4- Rückenpolst.er; 5- Trageriemen ; 10 -- Tornister
2·~ .. Kenstruktiver
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Aufbau
. ..'-

des Empfängers R 311

2.1. Tornister
-.
Der Empfängereinschub und die Stromversorgungsteile
sind in einem mit Duraluminiumblech verkleideten
Sperrholztornister untergebracht. Der Empfängerein-
schub befindet sich im rechten Teil des Tornisters und
ist von den Teilen der ·Stromversorgung im linken Teil
durch eine Zwischenwand getrennt. Das Stromversor-
gungsfach ist noch einmal geteilt, so daß im vorderen
Fach (von der Frontplatte aus zugänglich) der Zer-
hacker oder die Anodenbatterie mit einem Riemen
befestigt und im hinteren Fach (von der linken Seiten-
wand zugänglich) der Akkumulator untergebracht sind.
Die Handlampe kann im vorderen Stromversorgungs-
fach an einer dafür vorgesehenen .Halterung befestigt
werden.
Der Empfängereinschub ist durch vier Schrauben an
den Ecken der Frontplatte befestigt. Diese Schrauben
dienen gleichzeitig als Griffe zum Herausziehen des
Einschubs. Die Frontplatte liegt im Tornister auf einer
Gummidichtung auf, die beim Anziehen der Schrauben
das Innere des Empfängers vor Schmutz und Feuchtig-
kei t sehützt.
Der Tornisterdeckel ist abnehmbar und auf seiner
Innenseite ist eine Werkzeugtasche mit einem Taschen-
messer und einem Schraubenzieher befestigt. Um das

3* 19
Innere des Empfängers vor Feuchtigkeit von-der Front-
platte aus zu schützen," .stnd die Kippschalter mit
Gummihauben abgedichtet und die Bedienungsteile der
Frontplatte laufen in Stopf buchsen.

2.2. Frontplatte
Die Frontplatte ist aus Aluminiumguß gefertigt .und
trägt sämtliche Bedienungsteile des Empfängers. Zusätz-
lich sind an der Rückseite die mechanischen und elektri-
schen Verbindungen zu den anderen Baugruppen. der
Skalenrahmen, die Verkabelung der Stromversorgungs-
kreise und die Federleisten der Baugruppen angeordnet
(Abb.1).
Die aus einem Doppelknopf bestehende Frequenzein-
stellung (Grobeinstellung - hinterer Knopf, Feinein-
stellung - vorderer Knopf) ist unmittelbar unter dem
Skalenfenster angeordnet. Während die Grobeinstellung
direkt auf die Achse des Dreifachdrehkondensators eIl
,
wirkt, ist die Feineinstellung in einem Verhältnis von
60 : 1 zur Grobeinstellung untersetzt.
Fein- und Grobeinstellung sind zu einer Abstimmein-
heit verbunden, die auf einem Flansch an der Front-
platte befestigt ist. Die Abstimmeinheit ist mit der
Achse des Drehkondensators C 11 durch eine Kupplung
verbunden.
Der Grobstufenschalter befindet sich rechts von der
Frequenzetnstellung. Beim Betätigen des Grobstufen-
schalters wird die Trommel des Spulenrevolvers durch
eine Zahnradübersetzung gedreht. Dabei werden gleich-
zeitig der Eingangs- und Anodenkreis der HF-Verstär-

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kerstufe, der 1. Oszillator und die Grobstufenanzeige mTI
Kontrollfenster (rechts vom Schalter) umgeschaltet. Als
Grobstufenanzeige dienen die Zahlen 1 bis 5, die den
jeweiligen Grobstufen entsprechen, die auf dem Skalen-
rahmen aufgetragen sind. Der Bandbreitenregler befin-
det sich über dem Skalenfenster und der Lautstärke-
regier in der linken unteren Ecke der Frontplatte über
den Kopfhörerbuchsen. Der Betriebsartenschalter sitzt
im unteren Teil der Frontplatte unter dem Grobstufen-
schalter, der Schalter "Heizung", zum Umschalten der
Heizspannung; unter dem Spannungsmesser und der
Schalter "Beleuchtung" für die Skalenbeleuchtung un-
ter dem Schalter "Heizung".
Die mit .A. bezeichnete und über dem Skalenfenster
liegende Korrekturschraube dient zum Einstellen des
Visiers. Die Antennenkreisnachstimmung, die _aus dem
Drehkondensator C 10 besteht, befindet sich links vom
Antennenisolator und wird nur .mit einem Schrauben-
zieher bedient. Um die Spannungen zu kontrollieren ist
unterhalb des Antennenisolators der Spannungsmesser
angeordnet. Auf dem Antennenisolator sitzt die Anten-
nenhalterung, in welche die Stabantenne eingehängt
und eingerastet wird. Die Drahtantenne wird mit der
Antennenhalterung durch eine besondere Klemme ver-
bunden.
Die Klemme zum Anschluß der Erde oder des Gegen-
gewichts ,,3" ist im unteren Teil der Frontplatte, rechts
neben dem Betrie bsartenschal ter, angeordnet. An der
linken Seite der Frontplatte befinden sich der Schalter
und die Anschlußklemmen für die Stromversorgung.

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2.3. Baugruppen des Empfängers
Der Empfänger besteht aus drei Baugruppen (Abb. 4
bis 9):
- Frontplatte ;
- HF-Baugruppe;
- ZF- und NF-Baugruppe.

Die Hochfrequenz-, Zwischenfrequenz- und Nieder-


frequenzbaugruppe sind an der Frontplatte befestigt.
Während die HF-Baugruppe durch drei Schrauben im
rechten Teil der Frontplatte gehalten wird, ist die ZF-
NF-Baugruppe mit vier Schrauben am linken Teil der
Frontplatte befestigt. Auf der Rückseite sind beide Bau-
gruppen durch eine Schiene verbunden (Abb. 5).
Die Baugruppen werden elektrisch durch Stecker ver-
bunden, bzw. nicht über Steckerleisten geführte HF-
Leitungen werden verlötet. Folgende Verbindungen
müssen beim Ausbau der Baugruppen abgelötet werden:
- die Verbindung zwischen dem Drehkondensator C 10
im Antennenkreis und der Lötösenplatte an der HF-
Baugruppe,
- die Verbindung' zwischen dem quarzstabilisierten
Eichoszillator (2~Oszillator) und dem Umschaltkon-
takt in der HF-Baugruppe,
- die Abschirmung der Leitung zwischen quarzstabili-
siertem Oszillator und Umschaltkontakt im HF-Bau-
stein,
- die Leitung vom Anodenkreis des 'Quarzfilters zur
Anode der Mischröhre.

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4 DV-44/22 25
2.3.1. HF-Baugruppe
Die HF-Baugruppe ist auf ein Chassis aus Aluminium-
guß montiert. Zu ihr gehören
- alle HF- und Oszillatorkreise, die in gegossenen Kam-
mern untergebracht sind und den Spulenrevolver
für di~. Grobstufenumschaltung bilden,
- der Dreifachdrehkondensator C 11,
- die Röhrenfassungen für die Röhren des HF-Ver-
stärkers, der Mischstufe und des 1. Oszillators,
- die Rastung für den Grobstufenschalter,
- die Skaleneinrichtung.
- der Halter für die Skalenbeleuchtung.
- die Steckerleisten für die Verbindung mit der Front-
platte,
- der Umschalter für die Eichkorrektur,
- die Verdrahturig und andere Einzelteile.
Der HF-Baustein (Abb. 7) besteht aus einem gegossenen
Gestell, in dem eine Trommel, die die HF- und Oszil-
latorkreise trägt, gelagert ist. Durch Drehen der Trom-
mel werden die Grobstufen umgeschaltet. Die Trommel
ist in Form eines Vielecks ausgebildet und in vier Kam-
mern geteilt (Segmentform), in denen die Spulen, Trim-
mer und Kondensatoren der Kreise untergebracht sind.
Auf den Kammerdeckeln sind Keramikplatten befestigt,
über deren Kontaktfedern die Verbindung zwischen
dem jeweiligen Kreis und der übrigen Schaltung des
Empfängers hergestellt ist.
Die Trommel wird durch eine Rastvorrichtung in den
fünf Stellungen der Grobstufen festgelegt, wobei die
Kontaktfedern während der Trommelbewegung ange-

26
4*
27
hoben und erst beim erneuten Einrasten wieder auf-
gelegt werden und Kontakt geben.
über der Trommel sind auf einem Chassis die Röhren-
fassungen für die Röhren des HF-Verstärkers, der
Mischstufe, des 1. Oszillators, die Elemente zur Eich-
korrektur, die Verkabelung und übrigen Elemente der
drei Stufen angeordnet.
Links vom Chassis ist der Dreifachdrehkondensator ge-
lagert, auf dessen Achse die Skalenscheibe und der
Visierhalter sitzt. Der gesamte Kondensator ist in einer
Wanne aus Aluminiumguß untergebracht.
Der erste (der Skalenscheibe am nächsten liegende)
Kondensator ist der des Etngangskretses, der mittlere,
der des Anodenkreises und der dritte, der des 1. Oszilla-
tors. Der Drehwinkel des Kondensators beträgt 250°.
Die unmittelbar auf der Kondensatorachse befestigte
Skalenscheibe besteht aus Plexiglas. Auf deren Rück-
seite sind auf einer lichtempfindlichen Schicht die Teil-
strich-e und Zahlen der Skala fotochemisch aufgetragen.
Im Hintergrund der Skala befindet sich eine weiße
Farbschicht, die von der Skalenbeleuchtung angestrahlt
wird. Auf den Hintergrund wird der Visierstrich proji-
ziert, dessen Schatten die Frequenzeinstellung deutlich
erkennen läßt. Dieses Schattenvisier verringert Einstell-
und Ablesefehler auf ein Minimum, da die Parallaxe
vollkommen ausgeschaltet wird.
Unter Parallaxe versteht man in dem Fall den Ablese-
fehler, der entsteht, wenn die gedachte Visierlinie
zwischen Auge und Visierstrich nicht genau im rechten
Winkel auf die Skala gerichtet ist, d. h., wenn der
Funker bei der Frequenzeinstellung nicht gerrau von
vorn auf die Skala sieht. Die Einstell- und Ablesefehler
sind direkt proportional dem Abstand zwischen Visier

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und Skala und dem Blickwinkel Auge-Visierstrich.
Da bei diesem Schattenvisier der Abstand zwischen
Visierstrich und Skala gleich Null ist, kann keine Paral-
laxe auftreten.

2.3.2. ZF - und NF -Baugruppe


Die ZF- und NF-Baugruppe ist auf ein Chassis aus
Aluminiumguß montiert. Zur Baugruppe gehören
- die Röhrenfassungen der Röhren des ZF-Vcrstärkers,
des Demodulators, des 2. Oszillators und des NF-
Verstärkers,
- die Bandfilter der ZF-Verstärker,
- das aus dem Ausgangstransformator. derNF-Drossel
und einigen Kondensatoren bestehende NF-Filter,
- der Kreis und der Quarz des 2. Oszillators,
- die Steckerleisten für die Verbindung mit der Front-
platte,
- die Verdrahtung und andere Einzelteile.
Die ZF- und NF-Baugruppe (Abb. 8) besteht aus einem
·allseitig geschlossenen, in Kammern unterteiltes Chassis
aus Aluminiumguß. Auf Abbildung 8 sind drei Kam-
mern zu erkennen, in denen im einzelnen untergebracht
sind:
- in der linken großen Kammer drei Röhrentassungen
für die Röhren der beiden Verstärkerstufen und des
Demodulators sowie zwei Bandfilter,
- in der unten liegenden vorderen Kammer der NF-
Endverstärker mit den dazugehörenden Schalt-
elementen,
- in der oberen Kammer der 2. Oszillator, wobei die
Röhre Rö 5 von oben eingesetzt wird.

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30
Das Quarzfilter ist über dem Dreifachdrehkondensator
liegend, in einer besonderen Kammer aus Aluminium-
guß untergebracht, das die beiden Kreise und die dazu-
gehörenden Abstimmkondensatoren aufnimmt. Im vor-
deren Teil dieser Kammer befinden sich die Verstim-
mungskondensatoren für die beiden Kreise des Filters,
.die von der Frontplatte aus mit Hilfe des Bandbreiten-
reglers über eine Kopplung bedient werden (Abb. 4).

2.4. Zerhacker WP 3M 2
Der Zerhacker des Empfängers befindet sich mit den
dazugehörigen Schaltelementen in einem Stahlblech-
gehäuse, Die Grundplatte, auf der die Teile montiert
sind, wird durch eine Schirmwand, die sowohl mit der
Grundplatte als auch mit dem Gehäusedeckel Kontakt
hat, in zwei fast gleichgroße Teile geteilt.
Im oberen Teil sind die Drosseln und Kondensatoren
der Siebglieder sowie die Kondensatoren zur Span-
nungsverdopplung untergebracht. Im unteren Teil be-
finden sich der Zerhacker, der Transformator, die Fun-
kenlöschkondensatoren und eine Reihe von Siebkonden-
satoren. Die Gummizwischenschichten schützen den
Zerhacker vor Stößen. Am Gehäuse befinden sich
ebenfalls Gummipuffer, die Störungen durch Erschütte-
rungen herabmindern. Die Grundplatte ist mit vier
markierten Schrauben im Gehäuse befestigt. Zur Ver-
bindung mit dem' Akkumulator sind aus dem Gehäuse
zwei Stromzuführungskabel mit Kabelschuhen und zur
Verbindung mit dem Empfänger ein fünfteiliges Kabel
mit Anschlußleiste herausgeführt.

31
32
3. Bedienungsanleitung

3.1. Anschließen der Stromversorgung


Den Tornisterdeckel von der Frontplatte des Empfän-
gers abnehmen.
Vor dem Anschluß der Stromquellen ist darauf zu
achten, daß der Schalter für die Stromversorgung in der
Stellung "Aus" steht.
Die Stromquellen sind in folgender Reihenfolge anzu-
schließen:

- Stromversorgungsfach an der linken Seite des Emp-


fängers öffnen,
- die Zuleitungen mit den gekennzeichneten Kabel-
schuhen <+2,5 V und - 2,5 V) vom Zerhacker (oder
bei Betrieb mit Anodenbatterie von der Anschluß-
leiste) durch die Öffnung in der hinteren Wand des
Stromversorgungsfachs stecken und mit dem auf den
Zuleitungen sitzenden Gummipfropfen die Öffnun-
gen dicht verschließen,
- den Zerhacker bzw. die Anodenbatterie mit dem
Riemen an der linken Seitenwand des Stromversor-
gungsfachs befestigen,
- die Anschlußleiste der Stromversorgung auf der
Frontplatte mit den dafür vorgesehenen Klemmen
anschließen und die Klappe schließen,
- die Zuleitungen am Akkumulator (Polarität beach-
ten!) anschließen,

5 DV-44/22 33

---" - ------------------------
~ Akkumulator 2NI<N 2* und AkJ<umulator 2NJ<N 24 und
Zerhacker WP3/12 Batterie BAS 80

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-.e \S •• 80 ~)•.80
.s o .Z,5z!Zerhacker "Z5z. zei-hacker
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o "'~5 y:Akkumulator .2,5v. Akkumulator
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Abb. 10 Anschlußmöglichkeiten der Stromversorgung

"
- den Akkumulator in' das Fach einsetzen und die
Klappe schließen,
- den Empfänger einschalten.
Um Kurzschlüsse zu vermeiden, sind am Akkumulator
grundsätzlich erst der Pluspol und dann der Minuspol
anzuschließen.
Da sich bei der Arbeit mit dem Zerhacker die Betriebs-
dauer des Akkumulators um die Hälfte verringert, ist
die Wahl dieser Stromversorgungsart in erster Linie
von den gegebenen Lademöglichkeiten abhängig.
Wird mit Anodenbatterien gearbeitet sind die Typen
BAS 80 oder BAS-G 80 zu verwenden.

3.2. Vorbereiten zum Betrieb


und Abstimmen des Empfängers
Der Empfänger ist entsprechend nachstehender Reihen-
folge zum Betrieb vorzubereiten und abzustimmen:
- Tornisterdeckel des Empfängers abnehmen,
- richtigen Anschluß der Stromquellen überprüfen,
- Kopfhörer an den Buchsen "T" in der linken unteren
Ecke der Fron tpla tte anschließen,
- Kippschalter "Heizung" in die Stellung ,,1" schalten,
- Lautstärke- und Bandbreitenregler nach rechts
drehen,
- Antenne in der Halterung des Antennenisolators be-
festigen und Erde oder Gegengewicht an die
Klemme ,,3" anschließen. (Wird mit Drahtantenne
gearbeitet, ist das Ende der Antenne je nach Ge-

35
ländebeschaffenhei t so hoch wie möglich aufzu-
hängen),
- entsprechende Betriebsart mit dem Betriebsarten-
schalter einstellen,
- Empfänger einschalten,
- mit dem Grobstufenschalter die erste Grobstufe ein-
stellen,
- mit der Frequenzgrob- und -feineinstellung in un-
mittelbarer Nähe der Frequenz 1,8 MHz1 auf .eine
nicht zu laut einfallende Funkstation abstimmen,
- mit dem Lautstärkeregier eine schwache aber deut-
liche Lautstärke einstellen,
- an der Antennenkreisnachstimmung mit einem
Schraubenzieher die größte Lautstärke einstellen,
- wenn der Zeiger des Spannungsmessers nicht das
blaue Feld erreicht, Kippschalter "Heizung" in Stel-
lung ,,11" schalten,
- den Druckknopf am Spannungsmesser drücken; der
Zeiger des Meßinstrumentes muß beim Prüfen der
Anodenspannung im roten Feld stehen,
- mit dem Grobstufenschalter die Grobstufe einstellen,
in der die befohlene Frequenz liegt (am Kontroll-
fenster kann die jeweils eingestellte Grobstufe
durch eine Ziffer abgelesen werden),
- mit der Frequenzgrob- und -feineinstellung die be-
fohlene Frequenz einstellen.

1 Wird in unmittelbarer Nähe der Frequenz 1,8MHz keine Funk-


station empfangen, kann nach dem stärksten Rauschen im
Kopfhörer die Antennenkreisnachstimmmung eingestellt
werden,

36
Beim richtigen Abstimmen des Empfängers muß das
Schattenvisier genau deckungsgleich mit dem Teil-
strich der befohlenen Frequenz sein. Wird die sen-
dende Funkstation empfangen, muß mit der Frequenz-
einstellung die günstigste Tonhöhe bei etwa 1000 Hz
und mit dem Lautstärkeregier die entsprechende Laut-
stärke eingestellt werden. (Übermäßige Lautstärke
verursacht Verzerrungen und verschlechtert die Emp-
Iangsgü te.)
In der Betriebsart Sprechfunk ist große Bandbreite er-
forderlich. Wenn der Empfang in der Betriebsart Tast-
funk störungsfrei erfolgt oder nur unbedeutend gestört
wird, kann ebenfalls mit großer Bandbreite gearbeitet
werden. Auftretende Störungen durch andere Funk-
stationen oder atmosphärische Störungen werden durch
Verkleinern der Bandbreite (Bandbreitenregler wird
nach links gedreht) abgeschwächt.

3.3. Eichen des Empfängers


Um eine große Abstimmgenauigkeit für die jeweils be-
fohlene Frequenz auf der Skala des Empfängers zu er-
reichen, kann mit Hilfe des quarzstabilisierten Oszilla-
tors die Skaleneichung korrigiert werden. In diesem Fall
arbeitet der 2. Oszillator unter Ausnutzung der Ober-
wellen des Quarzes als Eichoszillator. Beim Drücken
des Druckknopfes "Eichkorrektur" liegen die Ober-
wellen am Empfängereingang und können wie normale
nichtmodulierte Signale in der Betriebsart Tastfunk
empfangen werden. Durch die stabile Grundwelle des
Quarzes, ist auch die Stabilität der Oberwellen gewähr-
leistet. Auf der Skala des Empfängers befinden sich

37
außer der eigentlichen Skalen teilung Kontrollpunkte,
die den Frequenzen der Oberwellen des Eichoszillators
entsprechen.
Nach zwei Kontrollpunktel in der 5. Grobstufe wird
folgendermaßen geeicht:
- mit dem Grobstufenschalter die 5. Grobstufe ein-
stellen,
- Betriebsartenschalter in 'Stellung "Tastfunk" schal-
ten,
- Kippschalter "Beleuchtung" in Stellung "Ein'~ schal-
ten,
- mit der Frequenzgrob- und -feineinstellung den Kon-
trollpunkt •. am Anfang der Skala gerrau deckungs-
gleich mit dem Schattenvisier einstellen,
- Drucktaste "Eichkorrektur" drücken,
- mit der Frequenzfeineinstellung genau auf die
Schwebungslücke der zum Kontrollpunkt ..• gehören-
den Frequenz absttmmen,
- mit der Korrekturschraube .••..das Schattenvisier dem
Kontrollpunkt nachführen. Das heißt, Schattenvisier
und Kontrollpunkt müssen deckungsgleich sein,
- mit der Frequenzgrob- und -feineinstellung den an ....
deren Kontrollpunkt .• am Ende der Skala genau
deckungsgleich mit dem Schattenvisier einstellen,
- mit 'der Korrekturschraube • die Schwebungstücke
einregeln,
- kontrollieren, ob beim Abstimmen auf Schwebungs-
lücke das Schattenvisier noch mit dem Kontroll-
punkt ..•. am Anfang der Skala übereinstimmt (gege-
benenfalls nochmals eichen),
- Drucktaste "Eichkorrektur" loslassen,

38
die befohlene Frequenz einstellen. (Die Eichfehler
übersteigen nicht 10 kHz in der 5. Grobstufe, 8 kHz
in der 4. Grobstufe und 6 kHz in der 1. bis 3. Grob-
stufe.)
Nach dem Kontrollpunkt ., der der zu überprüfenden
Freq uenz am nächsten liegt, ist der Empfänger folgen-
dermaßen zu eichen:
- Betriebsartenschalter in Stellung "Tastfunk H
schal-
ten,
- Kippschalter "Beleuchtung" in Stellung "Ein" schal-
ten,
- mit der Frequenzgrob- und -feineinstellung das
Schattenvisier mit dem der befohlenen Frequenz am
nächsten liegenden Kontrollpunkt deckungsgleich
einstellen,
Drucktaste "Eichkorrektur" drücken,
- mit der Frequenzfeineinstellung genau auf die
Schwebungslücke der zum Kontrollpunkt gehörenden
Frequenz abstimmen,
- mit der Korrekturschraube •. das Schattenvisier
dem Kontrollpunkt nachführen, d. h., das Schatten-
visier und Kontrollpunkt müssen deckungsgleich
sein.
- Drucktaste "Eichkorrektur" loslassen. (Die Eich-
fehler sind in der. Nähe des Kontrollpunktes im
Frequenzbereich von 1,0··· 7,5 MHz kleiner als
3 kHz und im Frequenzbereich von 7,5 ... 15,0 MHz
nicht größer als 6 kHz.)
Beim Eichen des Empfängers ist die Lautstärke einzu-
stellen, die ein gerraues Abstimmen auf Schwebungs-
lücke ermöglicht.

39
3,.4. Hinweise zur Nutzung des Empfängers
Störungsfreies Arbeiten des Empfängers ist in erster
Linie von der Nutzung, Wartung und Instandsetzung
abhängig. Obwohl der konstruktive Aufbau des
Empfängers eine zuverlässige und störungsfreie Arbeit
gewährleistet, müssen beim Einsatz bzw. Lagern des
Empfängers folgende Forderungen beachtet werden:
. '

--- Der Empfänger und seine Stromversorgung sind vor


Stößen und Schlägen zu schützen.
- Der Empfänger ist sauberzuhalten. Dabei ist vor
allem auf die Frontplatte zu achten, die von Zeit zu
Zeit mit einem weichen, trockenen Lappen zu reini-
gen ist.
- Die Befestigungsschrauben des Empfängereinschubs
müssen laufend auf festen Sitz überprüft werden.
- Die Zuleitungen der Stromversorgung dürfen nicht
verdreht oder geknickt werden, und der Zustand der
Isolation der Kabel ist laufend zu überprüfen.
- Die Bedienungsteile auf der Frontplatte müssen ohne
Kraftanstrengungen' zu bewegen sein.
- Der Empfänger darf über große Entfernungen nur
in der Transportkiste transportiert werden. In die-
sem Fall oder beim längeren Lagern ist der Akku-
mulator herauszunehmen. 4

- Das Stromversorgungsfach ist ständig zu überprüfen


und zu reinigen.
- Beim Anschließen des Akkumulators ist darauf zu
achten, daß die Öffnungen in der hinteren Wand des
Stromversorgungsfaches durch die auf den Zuleitun-
gen sitzenden Gummipfropfen fest verschlossen wer-

40
den, um zu verhindern, daß verdampfende Kalilauge
in den Zerhacker eindringt.
- Unbrauchbare Gummischutzkappen auf den Kipp-
schaltern der Frontplatte sind auszuwechseln.
- In das Gehäuse eingedrungenes Wasser ist zu besei-
tigen und der Empfängereinschub zwei bis drei Stun-
den außerhalb des Tornisters in einem trockenen und
warmen Raum zu lagern.
- Werden Röhren des Typs 2SH27L gewechselt, ist
darauf zu achten, daß beim Einsetzen dieser Röhren
die Führung auf dem oberen Teil des Röhrensockels
mit dem roten Punkt auf der Röhrenfassung über-
einstimmt.
- Um die "... Betriebsdauer des Akkumulators zu erhöhen,
"

ist die Skalenbeleuchtung bzw. die Handlampe nur


in dringenden Fällen zu benutzen.
- Die Beleuchtung darf niemals an die Klemme
,,+ 80 V" angeschlossen werden, da in diesem Fall die
Glühbirne durchbrennt.
- Wenn das für den Betrieb mit Anodenbatterie not-
wendige Kabel mit der Anschlußleiste fehlt, können
der Akkumulator und die Anodenbatterie unmittel-
bar" an die Klemmen ,,- allgem." ,,+ 2,5 V vom
Akkumulator" und ,,+ 80 V" angeschlossen werden.
Die Klemmen ,,+ 2,5 V zum Zerhacker" und ,,+ 2,5 V
vom Zerhacker" sind dabei mit Draht kurzzuschlie-
ßen.

41
42
4. Technische Beschreibung
des Empfängers R 311

4.1. Ubersichtsschaltplan
Der Empfänger R 311 ist ein 6-Kreis-AM-Über-
lagerungsempfänger mit acht Röhren vom Typ 2SH27L.
Die' Schaltung gewährleistet im Frequenzbereich
von 1 ... 15 MHz eine hohe Trennschärfe, gute Empfind-
lichkeit und eine stetig regelbare Bandbreite von
300 ... 4000 Hz.
Die Empfangsenergie liegt über demkapazitiv gekoppel-
ten Eingangskreis und der HF- Verstärkerstufe an der
Mischstufe und wird dort in die Zwischenfrequenz von
465 kHz umgewandelt. Die kapazitiv-induktive Span-
nungskopplung im Eingangskreis gewährleistet im ge-
samten Frequenzbereich eine konstante Güte und unver-
änderte Trennschärfe.
Zum Erreichen einer hohen Frequenzstabilität und da-
mit konstanten Empfangsbedingungen in allen Grob-
stufen wird die Frequenz des 1. Oszillators durch unter-
schiedliche Temperaturbeiwerte der Kapazitäten stabili-
siert, Die Oszillatorfrequenz ist um den Betrag der
Zwischenfrequenz höher als die Eingangsfrequenz.
Außerdem wird die Zwischen- und 2. Oszillatorfrequenz
q uarzs tabilisiert.
Die erste Oberwelle des 2. Oszillators ist um 1000 Hz
von der ZWischenfrequenz verstimmt und erzeugt den
erforderlichen
. Frequenzhub . Tastfunkbetrieb. Wei-
bei
tere Oberwellen erzeugen Eich frequenzen , zum Abstim-
men des Empfängers. Der 2. Oszillator ist nur bei Tast-
funkbetrieb eingeschaltet.

43,
~ 1·,·15I1Hz (Oberwellen des 2. Oszillators J
~

I,-G5kHz "'6t,.k.Hz I l1.0berwe/le ron 232k Hz)

f.ZF-Yerstiir ;ZF-Yerski, 2.Oszilla tor


1...15MHz ke« ker 2~2J(Hz

4-65.4H),
,.-_...1.-_.,
Eingangs~ I1I~ch- " Oe",oa'u(oIDl" Ausgangs-I -" 'TA /.
'.1 un<X NF- 40" .J~ JJ I J"1 .,.
kret$" stuFe . Yon,prslti,lrel' vers,ar"e,
tI,65·· 15,*65MHz

(t0szll/ator
-_._. __
J..JI·
1_-

Abb, 11 Ubersichtsschaltplan des Empfängers R 311


Die Zwischenfrequenz. wird demoduliert und in den
nachfolgenden . Stufen verstärkt. 'Die erzeugte Sprech-
wechselspannurig kann vom Ausgangstransformator
entweder an einen niederohmigen Kopfhörer oder eine
2 . . . 3 km lange Dop pell ei tung geleitet werden.
Auf dem Chassis des Ausgangsübertragers ist der
Druckschalter Kn 2 "Röhrenprüfung" montiert. Durch
entsprechende Umschaltung können sämtliche Röhren
des Empfängers überprüft werden.

4.2. Funktionsschaltplan
Der Funktionsschaltplan des Empfängers R 311 stellt die
prinzipielle Innenschaltung. die äußeren Anschluß-
stellen und die Verbindung der Baugruppen dar. Die
Leitungen an den Gerätesteckern im Empfänger sind
entsprechend der Bestimmung farbig gekennzeichnet
- Anodenspannung rot,
- Heizspannung grün,
- Massepotential schwarz,
- Sprechwechselspannung weiß.
Der Geräteschaltplan ist auf Beilage 1 dargestellt.

4.3. Stromlaufplan
Der Stromlaufplan des Empfängers ist auf Beilage 2
dargestell t.

4.3.1. Eingangskreis und HF-Verstärker


Der Eingangskreis gewährleistet die Selektion und An-
:ennenkopplung des Empfängers. Er besteht aus der An-

45

----------
tennenanordnung, dem Kopplungskondensator C 10 und
dem eigentlichen, für jede Grobstufe gesonderten, ab-
stimmbaren Resonanzkreis. Die Spulen und Kapazitäten
der einzelnen Kreise werden durch ein Spulenrevolver
umgesehal tet.
Der Antennenkopplungskondensator C 10 ist regelbar und
gestattet verschiedene Antennenarten an den abstimm-
baren Resonanzkreis anzupassen. Die Achse dieses Kon-
densators wird gemeinsam mit dem Antennenisolator
zur Frontplatte geführt, Der wirksame Abgleieh der An-
tenne wird zusätzlich durch die, in den einzelnen Grob-
stufen unterschiedliche, Anzapfung der Schwingkreis-
spulen verbessert.
Durch den für alle Grobstufen gemeinsamen Drehkon-
densator C l1awird der Resonanzkreis auf die Frequenz
des empfangenden Senders abgestimmt. Dieser Konden-
sator liegt in den verschiedenen Grobstufen mit dem
Kondensator C 12 in Reihe, in den ersten Grobstufen
wird er durch die Schaltkontakte innerhalb der Ab-
schirmung kurzgeschlossen.
In der 2. und 3. Grobstufe werden zusätzlich die' Kon-
. . .

densatoren C 7 und C 8 des Resonanzkreises dem Kon-


densator C 12 und in der 4. und 5. Grobstufe die Kon-
densatoren C lla und C 12 dem gesamten Kreis parallel-
geschal tet.
Die Eingangsfrequenz erzeugt im Resonanzkreis eine
Signalspannung, die über den Kondensator C 13 am
Steuergitter der HF-Verstärkerröhre Rö 1 anliegt.
Die Schaltelemente und der Aufbau der Schaltung des
Anodenkreises der Verstärkerstufe entsprechen denen
des Eingangskreises. Im Stromlaufplan des Empfängers
sind die Schaltelemente folgendermaßen bezeichnet:

46
Tabell e 1

~~----,..~- --.--.-..,..--

Grobstufe E1ngangskreis Anodenkreis

1• Sp 1, C. 1 , Sp 11, C 22,
2. Sp 2, C 2, C 6 Sp 12, C 23, C 27
J. Sp 3t C 3, C 7 Sp 13, C 24, C 28
4. Sp 4f C 4, C 8, C 74 Sp 14, C 25, C 29·
5. Sp 5, C 5, C9 Sp 15, C 26, C JO

~
-1
Die verstärkte Hochfrequenz an der Anode der Röhre
Rö 1 wird über eine Spulenanzapfung an den Schwing-
kreis gelei tet. Die Kreise werden in allen Grobstufen
mit dem Drehkondensator elle abgestimmt. Mit diesem
Kondensator ist der Kondensator C 31 in Reihe geschal-
tet. Vom Anodenkreis gelangt das verstärkte Signal zum
Steuergi tter der Mischröhre.
Die Eingangs- und Anodenkreise werden durch Trimmer
und veränderliche Spulenkerne (Karbonyleisen) abge-
stimmt.
An der Katode der HF-Verstärkerröhre liegt zusätzlich
eine abgeschirmte Leitung vom Ausgang des 2. Oszil-
lators. Beim Betätigen der Drucktaste für die Eich-
korrektur werden darüber die Oberwellen des 2. Oszil-
lators zum Eichen der Skala an den HF-Verstärker
gelegt.

4.3.2. Mischstufe und 1. Oszillator


Der Empfänger arbeitet mit additiver Mischung
in der Röhre Rö 3. Die Eingangsfrequenz liegt am
Steuergitter der Röhre. Die Oszillatorfrequenz wird
kapazitiv in die Katodenleitung eingekoppelt.
Die vom 1. Oszillator erzeugte Hochfrequenz, um
465 kHz höher als die Eingangsfrequenz, liegt am
Widerstand R 7 und an der Drossel Dr 4 in der
Katodenleitung der Mischröhre Rö 3. Der Widerstand
R 7 bestimmt den Arbeitspunkt der Röhre. Er ist so
gewählt, daß der Spitzenwert der Oszillatorspannung
gerade den Einsatzpunkt des Gitterstromes erreicht.
Der Arbeitspunkt der Mischröhre ändert sich rhyth-
misch durch die anliegende Oszillatorfrequenz. Dadurch,

48
daß auf die Anode der Röhre Spannungen mit ver-
schiedenen Frequenzen einwirken, entstehen im Anoden-
kreis der Mischröhre Schwingungen mit einer Frequenz,
die der Differenz der beiden Frequenzen entspricht und
465 kHz beträgt.
Der Anodenkreis der Mischstufe. gebildet aus den
Kondensatoren C37, C38 und der Spule Sp16, ist auf die
Zwischenfrequenz von 465 kHz abgestimmt. Deshalb
kann nur der Anodenstrom mit einer Frequenz von
465 kHz im Anodenkreis einen Spannungsabfall er-
zeugen, während für alle anderen Frequenzen der
Kreis einen Kurzschluß darstellt.
Der 1. Oszillator arbeitet als kapazitive Dreipunktschal-
tung zwischen Katode, Steuergitter und Schirmgitter.
Die erzeugte Frequenz wird zusätzlich zwischen Katode
und Anode der Röhre Rö 2 verstärkt. Um eine hohe
Genauigkeit und lineare Einteilung der Skala zu er-
reichen ist die Oszillatorfrequenz in allen Grobstufen
um 465 kHz. höher als die Eingangsfrequenz. Deshalb
werden im Oszillatorkreis die gleichen Abstimmkapa-
zitäten für alle Grobstufen verwendet. Dazu gehören
die Kondensatoren C 20, C 21, der Trimmer C 14, der
Drehkondensator C 16 zur Frequenzkorrektur und der
Kopplungskondenstaor C 18.
Der Gleichlauf zwischen Eingangskrcis, Anodenkreis
und Oszillator in allen Grobstuf-en wird durch zu-
sätzliche Kondensatoren (C 6, C7,C 12, C 27, C 28) im
Eingangs- und Anodenkreis erreicht.
Wird der Empfänger auf die Frequenz des zu empfan-
genden Signals abgestimmt) bewirkt der Drehkonden-
sator C Ilb die Frequenzänderung des -1. Oszillators.
Mit dem zusätzlichen Drehkondensator C 16 im 1. Oszil-

49

--
lator kann die Frequenzeinstellung auf der Skala korri-
giert werden.
Die Grobstufenänderung beim Oszillator erfolgt durch
Umschalten der Induktivität. Im Stromlaufplan des
Empfängers sind die umsehaltbaren Induktivitäten für
die erste Grobstufe mit Spule Sp 6 beginnend, fort-
laufend für die weiteren Grobstufen bis Spule Sp 10
bezeichnet.
Um die Rückwirkung zwischen den Kreisen des HF-
Verstärkers und dem 1. Oszillator zu vermindern, er-
folgt die Kopplung des 1. Oszillators mit der Misch-
stufe über den Anodenstrom der RöhreRö 2. Die er-
zeugte und verstärkte HF-Wechselspannung fällt am
Lastwiderstand R 6 des Oszillators ab und wird über
den Kondensator C 35 an die Drossel Dr 4 im Katoden-
kreis der Mischstufe geleitet.
Die ausreichend hohe Frequenzstabilität des 1. Oszilla-
tors wird durch qualitativ hochwertige Schaltelemente
und durch unterschiedliche' Temperaturkoeffizienten
sämtlicher Kondensatoren erreicht.
Die Drehkondensatoren des Eingangskreises C 11a, des
Anodenkreises elle und des 1. Oszillators C I1b sind
als Dreifachdrehkondensator ausgeführt und auf einer
gemeinsamen Achse befestigt.

4.3.3. Zwischenfrequenzverstärker --
Der Empfänger arbeitet mit zwei Zwischenfrequenz-
verstärkern in Katodenbasisschaltung und drei Band-
filtern. Das erste Bandfilter besteht aus zwei Resonanz-
kreisen und dem Quarz Kr 1. ~--

Der Quarz hat eine Eigenfrequenz von 465 kHz und

50

, -
~~~ --- ------
arbei tet als Koppelglied zwischen den beiden Resonanz-
kreisen. Alle zum Filter gehörenden Elemente sind im
Stromlaufplan mit einer Strich-Funkt-Linie umgeben.
Während der Primärkreis des Bandfilters den Anoden-
kreis der Mischröhre Rö 3 darstellt und aus Spule Sp 16,
Kondensator C 38 und Drehkondensator C 37 gebildet
wird, liegt der Sekundärkreis des Filters am Gitter der
ZF-Verstärkerröhre Rö 4 und besteht aus Spule Sp 16,
Kondensator C 43 und Drehkondensator C 44.
Zur 1. ZF-Verstärkerstufe gehören die Röhre Rö 4 und
ein Bandfilter. Der Anodenkreis des Bandfilters besteht
aus der Spule Sp 18, dem Kondensator C 49 und der
Gitterkreis der Röhre Rö 6 aus Spule Sp 19 und Kon-
densator C 52. Die Kreise werden durch den Konden-
sator C 50 gekoppelt.
Zur 2. Verstärkerstufe gehören die Röhre Rö 6 und
ebenfalls ein Bandfilter. Der Anodenkreis des Band-
filters besteht aus Spule Sp 20, Kondensator C 56 und
der Gitterkreis des Demodulators aus Spule Sp 21 und
Kondensator C 61. Beide Kreise werden durch den
Kondensator C 59 gekoppelt.
Die Form der Resonanzkurve und damit die hohe
Trennschärfe der gesamten Zwischenfrequenzverstär-
kung wird durch das Quarzfilter bestimmt. Zwischen
300 und 4000 Hz ist die Bandbreite stetig regelbar. Da-
durch kann die, den örtlichen Empfangsbedingungen
vorteilhafteste, Trennschärfe eingestellt werden. Die
Regelung der Bandbreite wird mit zwei Drehkonden-
satoren beim Quarzfilter durch gegensinniges Verstim-
men der Kreise aus der Resonanzlage erreicht. Die
Kondensatoren C 37 und C 44 sind so miteinander ge-
koppelt, daß bei einer Kapazitätserhöhung des einen

51
Kondensators die Kapazität des anderen um den glei-
chen Betrag vermindert wird. Diese Art der Regelung
gewährleistet eine symmetrische Bandfilterkurve und
ein geringes Verschieben der Bandmittenfrequenz beim
Ände-rn der Bandbrei te. Sind beide Kreise auf die
Resonanzfrequenz des Quarzes abgestimmt, so hat das
Filter die größte Bandbreite. Die Verstärkung der Reso-
nanzfrequenz ist nahezu konstant.
Der Quarz arbeitet in der Schaltung als Reihenschwing-
kreis mit eigener Resonanzfrequenz, hoher TrennsChärfe
und geringer Bandbreite.
Diese geringe Bandbreite ist nur für den Empfang von
Tastfunksendungen geeignet, bei Sprechfunk oder beim
Suchen einer sendenden Gegenstelle muß die Band-
breite erheblich vergrößert werden.
In der Schaltung des Quar:lfil ters .arbeiten der Primär-
und Sekundärkreis des Bandfilters als Bedämpfungs-
widerstände des Quarzes. Beim Abstimmen der Kreise
auf die Resonanzfrequenz des Quarzes (Zwischen-
frequenz des Empfängers) erreicht der Kennwiderstand
des Kreises den Maximalwert. Damit vergrößert sich
die Dämpfung des Quarzkreises und die Resonanzkurve .-
des Filters wird kleiner.
Beim Verstimmen der Kreise verringert sich der Kenn-
widerstand, die bedampfende Wirkung wird verringert
und die Resonanzkurve des Filters wird schmaler.
Die Kondensatoren C 37 und C 44, welche die Verstim-
mung der Kreise bewirken, werden an der Frontplatte
mit dem Drehknopf "Bandbreitenregelung" bedient.
Durch die Kondensatoren C 41 und C 42 werden die
Schaltkapazitäten zwischen den Zuleitungen zum Quarz
und dem Quarzfilter bzw, zwischen dem Quarz selbst
innerhalb des Filters neutralisiert. •

52
4.3.4. 2. Oszillator .
Der 2. Oszillator arbeitet als sogenannte "Pierce-Schal-
tung" (abgewandelte Huth-Kühn-Schaltung für quarz-
stabilisierte Oszillatoren) und nutzt die Parallelresonanz
des Quarzes im Gitterkreis der Röhre Rö 5. Zur Schwin-
gungserzeugung werden Schirmgitter, Steuer gitter und
Katode der Röhre genutzt.
Die. erzeugte Grundschwingung (1. Harmonische) mit
den Oberwellen wird in der Röhre verstärkt, am Wider-
stand R 20 im Anodenkreis der Röhre abgegriffen, über
den Kondensator C 53 dem Steuergitter der 2. Zwi-
schenfrequenz Verstärkerstufe zugeführt, verstärkt, und
zum Demodulator geleitet. Der Kondensator C 53 be-
steht aus den beiden Stäben einer keramischen Löt-
fahnenleiste.
Die Frequenz des 2. Oszillators muß 464 kHz betragen,
um beim Empfang unmodulierter Tastfunksignale
einen Sehwebungston von 1000 Hz zu erzeugen. Da
jedoch die im 2. Oszillator- erzeugte Frequenz nur
232 kHz beträgt, so wird zum Erzeugen der Schwebung
die 1. Oberwelle ausgenutzt. Die Festlegurig der Grund-
schwingung des 2. Oszillators ermöglicht eine größere
Anzahl von Kontrollpunkten auf. der Skala, da der
2. Oszillator zusätzlich als quarzstabilisierter Eichoszil-
lator arbeitet. In der 5. Grobstufe sind zum Vermeiden
einer zu hohen Dichte der Eichpunkte die Kontroll-
punkte auf der Skala nur in einem Abstand von 464 kHz
aufgetragen.
Zum Auskoppeln der Oberwellen ist in die Katoden-
leitung der Röhre Rö 5 die Drossel Dr 5 eingeschaltet.
Von der Drossel werden die Oberwellen des Quarzes an

53
die Drossel Dr 1 im Katodenkreis der HF-Verstärker-
stufe gelegt.
Durch die Drucktaste Kn 1 wird die Verbindung
zwischen Eichoszillator und Masse unterbrochen und
das Steuergitter der Röhre Rö 1 an Masse geschaltet.
Für die Dauer der Eichkorrektur ist damit ein Empfang
von der Antenne unmöglich.
Im Sprechfunkbetrieb wird der Heizkreis der Röhre
Rö 5 durch den Schalter Sch 1 unterbrochen und damit
.
der 2. Oszillator ausgeschaltet.

4.3.5. Demodulator und Niederfrequenzverstärker


Der Sekundärkreis der 2. ZF-Verstärkerstufe mit der
Spule Sp 21 und dem Kondensator C 61 liegt am Ein-
gang der Demodulator- und NF-Vorverstärkerröhre
Rö 7. Die Anode und Katode dieser Röhre arbeiten als
Diodendemodulator, die restlichen Elektroden bilden
den NF-Vorverstärker. Das Schirmgitter der Röhre Rö 7
arbeitet in diesem Fall als Anode.
Der Belastungswiderstand des Demodulatorkreises wird
durch die hintereinandergeschalteten Widerstände R 22
und R 23 gebildet. Die hochfrequente Wechselspannung
liegt über dem Kondensator C 62 an Masse.
Die niederfrequente Spannung gelangt vom Spannungs-
teiler über den Kondensator C 63 auf das Steuergitter
des Vorverstärkers. Am Lastwiderstand R 26 wird die
verstärkte NF abgenommen und über den Konden-
sator C 65 auf das Steuergitter der Röhre Rö 8 gelegt.
Im Anodenkreis des Ausgangsverstärkers liegt der Aus-
gangstransformator Tr 1) an dessen Sekundärwicklung
die Buchsenleiste Eu 1 zum Anschließen der Kopfhörer

54
und die-Klemmen Kl1 zum Anschließen einer Doppel-
leitung liegen.
Un1 Störungen am Ausgang des Empfängers zu ver-
meiden und den notwendigen linearen Frequenzgang
des NF-Verstärkers durch Anheben der Frequenzen
oberhalb 3000 Hz zu erreichen, ist mit der Primärwick-
lung des Ausgangstransformators die Drossel Dr 7 in
Reihe und der Kondensator C 71 parallelgeschaltet.
Gleichzeitig werden zur weiteren Linearisierung des
Frequenzganges die Kondensatoren C 68 und C 69 der
Primärwicklung und der Drossel Dr 7 parallelgeschal-
tet, Diese werden gemeinsam mit dem 2. Oszillator
durch den Schalter Seh 1 eingeschal tet.
Die Gegenkopplung über den Kondensator C 66 bewirkt
ebenfalls eine wei tere li~are Verstärkung der N ieder-
frequenz im Bereich der eingestellten Bandbreite. Die
Kondensatoren C 72 und C 73 schließen Reste der Hoch-
spannung am Kopfhörer kurz.
Auf dem Chassis des Ausgangsverstärkers ist der
Druckschalter Kn 2 zum Prüfen der Röhren angeordnet.
Die zu prüfende Röhre wird in die Fassung der Röhre
Rö 8 eingesetzt und der Schalter auf Kontrolle geschal-
tet. Dadurch wird die Sekundärwicklung des Transfor-
mators an das Steuergitter der Röhre gelegt. Da die
Stufe in diesem Fall als Generator arbeitet, müssen bei
einer einwandfreien Röhre die Schwingungen im Kopf-
hörer zu hören sein.

4.4. Stromversorgung
Die Stromversorgung des Empfängers wird mit dem
~etzschalter Sch 4 ein- und ausgeschaltet. Dabei liegt

55
über', der Buchsenleiste
BU l"die Spannung' vom' Akku-
mulator direkt an der Skalen- und Visier beleuöhtung
und über dem Netzschalter am Zerhacker WP 3M 2 an.
Der Zerhacker erzeugt die Anoden- und Schirmgitter-
spannurig und speist über die Siebschaltung die Heiz-
kreise der Röhren des Empfängers.
Die Heizspannung liegt direkt und die Anodenspannung
über der Buchsenleiste Eu 1 und der Sicherung Si 1 an
den entsprechenden Elektroden. Die Anoden- und Heiz-
spannung wird mit dem Spannungsmesser Ms 2" kon-
trolliert. Der Widerstand R 30 dient dabei als Vorschalt-
widerstand beim Messen der Anodenspannung.
Im Heizstromkreis liegt der Widerstand R 32, der den
Spannungsüberschuß bei einem neu aufgeladenen Akku-
mulator beseitigt. Sinkt die Spannung des Akkumula-
tors im Verlauf der Entladung wird der Widerstand
R 32 durch die Kontakte des Schalters Sch 2 "Heizung"
kurzgeschlossen .. Die Kondensatoren C 17, C 40, C 46,
C 58 und C 70 blockieren die Teile der Stromversorgung
gegen eindringende Hochfrequenz.
Um eine parasitäre Kopplung zwischen den HF-Ver-
stärkerstufen des Empfängers über den Heizstromkreis
zu verhindern, sind in die Heizleitungen der Röhren
des HF-Verstärkers, der Mischstufe. der ZF-Verstärker-
röhre und des, 1. und 2. Oszillators Hochfrequenzfilter
eingeschaltet. Diese Filter bestehen aus den Drosseln
Dr 2 bis Dr 6 und den Kondensatoren C 17, C 40, C 54.
In die Heizstromkreise der übrigen Stufen sind die
Widerstände R 12, R 24, R 29 eingeschaltet" Die Größe
dieser Widerstände entspricht dem ohmschen Wider-
stand der 'Drosseln, die in den Heizstromkreisen der
anderen Röhren liegen, so daß die Heizspannung aller

56
Röhren konstant ist. In den Anoden- und Schirmgitter-
kreisen aller Röhren liegen Siebglieder. die aus Wider-
ständen und Kondensatoren bestehen. Durch diese
Siebglieder werden parasitäre Kopplungen der Stufen
untereinander verhindert und die Welligkelt der Span-
nung verringert. Die Siebwiderstände sind so bemessen,
daß die notwendige Betriebsspannung erhalten bleibt.
Die Elemente der Siebglieder, entsprechend dem Strom-
:aufplan des Empfängers, sind aus Tabelle 2 ersicht-
lich.

57
c:Jl Tabelle 2
00

Stufe __ Siepglied__ ..
_.
__~ _~.._~ __.._
Anodenkreis Schirmgitterkreis
HF-Verstärker Widerstand R 4 Widerstand R 2
Kondensator C 33 Kondensator C 19
Mischstufe Widerstand R 14 Widerstand R 10
Kondensator C 39 Kondensator C 36
1. Oszillator Widerstand R 8 Widerstand R 8
Kondensator C 34 Kondensator C 34
1. ZF-Verstärker Widerstand R 14 Widerstand R 1:3
Konden.sator C 48 Kondensator C 47
2. ZF-Verstärker Widerstand R 19 Widerstand R 18
Kondensator C 57 Kondensator C 55
2. Oszillator Widerstand R 27 Widerstand R 27
'Widerstand R 21 Widerstand R 21
Kondensator C 64 Kondensator C 64
Ausgangsverstärker Widerstand R 31
Kondensator C 67
Die Röhren arbeiten mit automatischer Gittervorspan-
nung ; geschaffen durch verschiedene Schaltungs-
metheden.
JIit dem Potentiometer R 16 wird, durch Verändern
der Schirmgitterspannung des HF-Verstärkers sowie der
beiden ZF-Verstärker, die Verstärkung verändert und
damit die Lautstärke des Empfängers eingeregelt.
An die Klemmleiste Kl 2 wird die Stromversorgung des
Empfängers folgendermaßen angeschlossen:
- Klemme + 80 V
Anoden- und Schirmgitterspannung.
- Klemme + 2,5 V vom Akkumulator
Skalen-, Visierbeleuchtung und Zerhacker,
- Klemme + 2,5 V zum Zerhacker
Zerhacker über den Netzschalter Sch 4,
- Klemme + 2,5 V vom Zerhacker
Heizstromkreise Üher die Siebschaltung
des Zerhackers.

4.4.1. Zerhacker WP 3M 2
Der Zerhacker WP 3M 2 ist ein elektromechanischer
Umformer, der die Gleichspannung vom Akkumulator
2 NKN 24 durch mechanisches Schalten periodisch um-
polt, in der nachfolgenden Schaltung hochtransformiert
und gleichrichtet. Die Ausgangsspannung von + 80 V
speist die Anoden- und Schirmgitterkreise des Empfän-
gers. Der gleiche Akkumulator, an dem der Zerhacker
angeschlossen ist, liefert die Heizspannung der Röhren.
Da beim Betrieb mit dem Zerhacker durch den Akku-
mulator ein pulsierender Gleichstrom fließt, würde eine
direkte Heizung der Röhren zu Brummerersehei-

59
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Abb, 12 StromIaufplan des Zerhackers WP 3M 2


nungen führen. Deshalb liegt. im Heizkreis der: Röhren
ein" Filter, "das aus" dem Kondensator" C 13" -und der
Drossel Dr 2 gebildet wird.
Die nachfolgende Schaltungbesteht aus dem Transfor-
mator Tr 1, der Siebkette (Drossel Dr 4 und Konden-
satoren C 10, c n, C 12), dem Funkenlöschkreis (Kon-
densator C 3 und Widerstand R 1), den Drosseln Dr 1
und Dr 3, den Siebkondensatoren C 2, C 4, C 5, C 7, C 8,
C 9, C 14, C ~5, C 16, C 17 und aus den Funkenlöschkon-
densatoren C 1 und C 6 parallel zur Erregerwlcklung.:
Der Zerhacker oder Wechselrichter arbeitet folgender-
maßen:
Bei ausgeschaltetem Empfänger sind die Kontakte
VI und VIII geschlossen und die Kontakte I-VIII
- VII und 111- IV - V geöffnet. Wird der Empfänger
eingeschaltet, erzeugt der Strom in der Erregerwick-
.ung (Kontakte 11- VI - VIII) ein Magnetfeld, das den
Anker mit den Kontakten IV und VIII anzieht. Dabei
werden die Kontakte r - VIII und 111- IV geschlossen
und die Kontakte VI - VIII geöffnet.
Beim Schließen der Kontakte I -" VIII liegt die Akku-
mulatorspannung an der ersten Hälfte der Primärwick-
lung des Transformators Tr 1.
Durch das Öffnen der Kontakte VI - VII wird der Er-
regerstromkreis geöffnet. Die elastische Feder bringt
den Anker in die Ausgangsstellung zurück, diese wird
durchlaufen und die Kontakte VII - VIII und IV - V
werden geschlossen. Beim Schließen der Kontakte VII-
VIII wird die zweite Hälfte der Primärwicklung des
Transformators TrI an den Akkumulator angeschlossen.
Durch diese Wicklung fließt der Strom in einer der
ersten Wicklungshälfte entgegengesetzten Richtung.

61
Pie: Spannung in:. der Prlmärwrcklung wtrdrn der ·Se" ....
kunde 200mal umgepolt; das entspricht '~iner',Fre'quenz
von 100 Hz. '
Durch den Stromfluß in der Primärwicklung entsteht
in der Sekundärwicklung jeweils eine induzierte Span-
nung mit umgekehrter Polarität. Wenn die Kontakte
II! - IV geschlossen sind, wird diese Spannung an den
Kondensator C 11 und beim Schließen der Kontakte
IV - V an den Kondensator C 10 gelegt. Die Reihen-
schaltung der Kondensatoren bewirkt, daß sich die
Sekundärspannung verdoppelt.
Diese Spannung liegt über der Siebkette' (Drossel Dr 4
und Kondensator C 12) an der Anschlußleiste des Emp-
fängers an.
Die in der Gleichrichteranordnung verwendeten Sieb-
glieder gleichen 'die Pulsierung der Anodenspannung
aus und vermindern die bei der Arbeit des Zerhackers
auftretenden Störungen auf ein Minimum.
Um Uberspannungen und Funkenbildung zu vermeiden,
ist eine Funkenlöschung vorgesehen, die für die Kon-
takte I11- IV - V aus dem Kondensator C 3 und dem
Widerstand R 1 sowie für die Kontakte I - VIII - VII
aus den. Kondensatoren C 1 und C 6 gebildet wird. Der
Funkenlöschkreis besteht aus der Sekundärwicklung
des Transformators Tr 1, dem Kondensator C 3 und dem
Widerstand R 1. Die Elemente des Funkenlöschkreises
entsprechen der Schwingungsfrequenz und dem Zeit-
punkt des Kontaktschlusses am Zerhacker.
Bei der Arbeit mit dem Zerhacker WP 3M 2 müssen
auf der Anschlußleiste des Transformators die Klem ...
men "A" und ;;B" mit der dazugehörigen Lasche ver-
bunden werden.

62
5.' "-'Y.a-rtü~g·_d~~
Empfängers :~.~11..
- * ..••

Die Wartung umfaßt das Prüfen auf Vollzähligkeit, das


Reinigen (Schmutz, Korrosion, Feuchtigkeit), die Funk-
tionsüberprüfungen, das Abgeben von defekten Ge-
räten zur Instandsetzung und das Auffüllen des VE-
Satzes.
Die Wartung ist entsprechend den Forderungen der
DV-14/2 durchzuführen.

5.1. Überprüfen' der Arbeitsweise


Eie Arbeitsbereitschaft des Empfängers wird überprüft
durch Abhören aller Frequenzbereiche (alle Grobstufen)
.n den Betriebsarten Tastfunk und Sprechfunk.
Beim Überprüfen müssen die Stromquellen die erfor-
derlichen Betriebsspannungen abgeben.
Ohne Antenne und bei größter Lautstärke und Band-
breite muß auf allen Frequenzbereichen ein 'verschie-
den starkes Rauschen' zu hören sein (auf den längeren
Wellen stärker als auf' den kürzeren Wellen). Die
Rauschspannung. die an den Kopfhörern mit einem
hochohrrügen Spannungsmesser gemessen wird, "muß
0,3 V und mehr betragen. Ist in einem Frequenzbereich
;Grobstufe) das Rauschen nicht zu hören; arbeitet der
1. Oszillator fehlerhaft. .
Beim Verringern der Bandbreite (Bandbreitenregler ist
bis zum Anschlag nach links zu drehen) wird die
Rauschspannung am Empfängerausgang stark herab-
gesetzt. Beim Einschalten des 2. Oszillators (Betriebs-

63

------
artensenalter in Stellung ,;Tastfunk"-)· muß sich das
Rauschen verstärken und tiefer werden. Vermindert
sich das Rauschen im Augenblick des Umschaltens des
Betriebsartenschal ters auf Tastfunk, läßt das auf eine
Unregelmäßigkeit im 2. Oszillator schließen.
Wenn in einem Frequenzbereich starke Störspannurigen
(Pfeifen und Zischen) auftreten, die jedoch beim Ver-
mindern der Lautstärke abbrechen, werden im Emp-
fänger parasitäre Schwingungen erzeugt.
Die wei teren Überprüfungen sind mit angeschlossener
Antenne durchzuführen.

5.2. Grundsätze zur Instandsetzung


des Empfängers
Die Instandsetzung des Empfängers erfolgt entspre-
chend der DV-14/2 "Vorschrift über die Nutzung, War-
tung und Instandsetzung der Nachrichtentechnik".
Der technische Zustand des Empfängers wird durch den
Abnutzungsgrad der Teile und durch das Abweichen
der Betriebswerte von den in der Vorschrift angegebe-
nen Normen bestimmt.
Entvspreche·nd dem technischen Zustand wird der E·mp-
fänger instand gesetzt, das, abhängig vom Umfang der
Arbeiten, folgendermaßen unterteilt wird:
- laufende Instandsetzung;
- mittlere Instandsetzung;
- Haupünstandsetzung.

Laufende Instandsetzung
Die laufende Instandsetzung umfaßt die Fehlerbeseiti-
gung, bei der die elektrischen Betriebswerte des Emp-

64
fängers nicht verändert und die einzelnen Baugruppen
des Empfängers nicht ausgebaut werden. Der Empfän-
gereinschub wird nicht auseinandergenommen.
Die laufende Instandsetzung umfaßt folgende Arbeiten:
- Auswechseln der Röhren und Glühlampen,
- Auswechseln oder Reparatur der Befestigungs-
schrauben, der Dichtungen des Empfängereinschubs
und der Gummikappen der Schalter auf der Front-
platte,
- Auswechseln oder Reparatur der Abschirmbleche,
- Auswechseln von Bedienungsteilen auf der Front-
platte und Spielraum der Bedienungsteile beseitigen,
- Erneuern der Beschriftung auf der Frontplatte.
- Reparatur oder Auswechseln der Stecker und
Schnüre des Kopfhörers und der Handlampe,
- Reparatur oder Auswechseln der Kopfhörer,
- Reparatur der Antennen und des Zubehörs.

In d.er gleichen Weise wird die Instandsetzung der


Stromversorgung und des Zerhackers WP 3M 2 (WP 3M)
untergliedert.
Die laufende Instandsetzung der Stromversorgung um-
faßt dabei folgende Arbeiten:
- Reparatur oder Auswechseln des Stromversorgungs-
kabels vom Zerhacker zum Akkumulator und zur
Ansehl ußleiste,
-- Reparatur oder Auswechseln der Anschlußleiste ..

65
5.3. Fehlersuche und -beseitigung
Bei einer auftretenden Störung des Empfängers sind
als erste Tätigkeiten die Sicherung auf ihren Zustand
und die Stromquellen auf ihren richtigen Anschluß
zu überprüfen. Sind dabei keine Defekte festzustellen,
muß der Spannungsmesser die entsprechenden Span-
nungen anzeigen.
Ist die Heizspannung zu gering, muß der Akkumulator
ausgewechselt werden. Bei zu geringer Anodenspan-
nung, der Zeiger des Spannungsmessers erreicht nicht
mehr das rote Feld, ist die Anodenbatterie oder der
Zerhacker zu überprüfen bzw. auszuwechseln. Beim
Prüfen der Röhren ist der Empfängereinschub heraus-
zuziehen. Dazu sind die vier markierten Schrauben
in den Ecken der Frontplatte zu lösen, die gleichzeitig
als Griffe zum Herausziehen des Einschubs dienen. Vor
dem Herausziehen ist die Anschlußleiste abzuklemmen,
die anschließend wieder am Empfängereinschub zu be-
festigen ist.
Der richtige Sitz der Röhren ist durch leichten Druck
auf den Glassockel zu prüfen; dabei darf in den Kopf-
hörern kein Knacken auftreten. Besteht die Möglich-
keit einer defekten Röhre, müssen alle Röhren des
Empfängers im Sockel der Röhre des NF-Endverstär-
kers überprüft werden. Beim Drucken des Druck-
knopfes muß in den Kopfhörern bei arbeitsfähigen
Röhren ein Summen zu hören sein, das bei defekten
Röhren ausbleibt.
Wurden die Röhren überprüft und der Fehler dadurch
nicht festgestellt, ist der Empfänger an die Na-Werk-
statt zu übergeben.

66
Inhaltsverzeichnis

Einleitung 7
••
I. Technische Angaben . 9
:.1. Empfänger . . . . . . . . 9
Stromversorgung 10
:.3. Abmessungen 11
:.4. Teile des Empfängers . . 12

-
••
.~1.
Konstruktiver Aufbau des Empfängers R 311 19
..:.. To rn iste r . . . . . . .. 19
_~ '}..
.•. -
Fron tpla tte 20
_ ..3 Baugruppen des Empfängers
-"" 22
:!.3.1. HF-Baugruppe . .., 26
:!.3.2. ZF - und NF -Baugruppen . . ., 29
.•..~.
:" 1
Zerhacker WP 3M 2 31

1 Bedienungsanleitung ... . 33
1.
"!;
.). Anschließen der Stromversorgung. . . . . 33
3.2. Vorbereiten zum Betrieb und Abstimmen des
Empfängers . . . . . . . . . .. 35
3.3. Eichen des Empfängers . . . . . . . . 37
3.4. Hinweise zur Nutzung des Empfängers . . 40

Technische Beschreibung des Empfängers


R 311. . . . . . . . " .... 43
-I.l. Übersichtsschaltplan . '" .. 43
-1.2. Geräteschaltplan 45

67
4.3. Stromlaufplan . . . . . . . . . . . . 45
4.3.1. Eingangskreis und HF-Verstärker . .. 45
4.3.2. Mischstufe und 1.. Oszilla tor . 48
4.3.3. Zwischenfrequenzverstärker . . . .. . 50
4.3.4. 2. Oszillator . . . . . . . . . . . . . 53
4.3.5. Demodulator und Niederfrequenzverstärker 54
4.4. Stromversorgung....... 55
4.4.1. Zerhacker WP 3M 2 . . . . . . . . .' . 59

5. Wartung des Empfängers R 311 . . . . . 63


5.1. überprüfen der Arbeitsweise . . . . . . 63
5.2. Grundsätze zur Instandsetzung des Emp-
fängers . . . . . . . . . . 64
5.3.. Fehlersuche und -beseitigung ... 66

68

---- ----
NOTIZ"EN

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Beilage 2 zur DV-,

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Abb, 14 Stromlaufplan des Empfängers, R 311


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Abb. 13 Funktlonsschaltplan des Empfängers R 311