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Photovoltaik

Abc

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Liebe Leserin, lieber Leser,
A
Sie interessieren sich für Photovoltaik und möchten alle wichtigen B
Begriffe zum Thema auf einen Blick? Bitteschön! Mit unserem C
Photovoltaik-Abc bekommen Sie ein fachmännisches und übersicht­
liches Nachschlagewerk zur Stromgewinnung aus der Sonne. D

Das Abc
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Als Experten mit langjähriger Erfahrung in der Photovoltaik erklären
wir Ihnen auf den folgenden Seiten die zahlreichen Vorteile dieser
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Technik, wie Photovoltaikanlagen funktionieren und worauf Sie beim G

der Sonne
Bau unbedingt achten sollten. Definitionen, Fachausdrücke und
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technische Bezeichnungen schlagen Sie in diesem Heftchen einfach
und schnell von A bis Z ab Seite 8 nach. I
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Und schließlich finden Sie auf den letzten Seiten unsere Adressen
und Telefon­nummern bei Fragen oder zur Bestellung von weiterem K
Informationsmaterial. L
Warum wir Ihnen diesen nützlichen Ratgeber schenken? Weil BayWa r.e. M
Solar Energy Systems sich nicht nur durch Produkte auszeichnet, N
die höchs­ten Ansprüchen an Qualität und Ertrag gerecht werden, son-
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dern auch durch Service und Beratung. Dieses Engagement beloh-
nen unsere Kunden und Partner seit vielen Jahren durch ihre Treue. P
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Wir wünschen uns, dass das Photovoltaik-Abc von BayWa r.e. ein ​
hilfreicher und informativer Begleiter auf Ihrer Entdeckungsreise R
durch die Photovoltaik wird. S
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen das Team von T
BayWa r.e. Solar Energy Systems U
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V I E L E G U T E G R Ü N D E F Ü R P H OTOVO LTA I K
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Unsere Sonne ist ein riesiges Kraftwerk: Unerschöpflich, zuverlässig B
und ­kostenlos liefert uns ihre Strahlung eine gigantische Menge
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Energie. Mit den ausgereiften Photovoltaikanlagen von BayWa r.e.
Solar Energy Systems wandeln Sie die Sonnenstrahlung in elekt- D
rische Ener­gie um! E
Ganz gleich, wo Sie leben: In Deutschland scheint ausreichend Sonne
für die Nutzung der Photovoltaik. Pro Quadratmeter Fläche erreichen F
uns immerhin etwa 50 Prozent der Menge an Sonnenenergie, die G
in der Sahara empfangen werden. Und selbst bei bedecktem Himmel
liefert eine Photo­voltaikanlage noch etwas Strom.
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Mit der Photovoltaik nutzen wir eine Technik mit vielen überzeugen-
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den Vorteilen:
K
• Stromgewinnung aus der Sonne macht uns unabhängig von den L
fos­silen Rohstoffen herkömmlicher Energiequellen, deren Ressour-
cen immer g ­ eringer und deren Preise immer höher werden. M
• Photovoltaikanlagen sind der Inbegriff umweltfreundlicher Energie- N
ver­sor­gung und die richtige Antwort auf die Folgen der weltweiten
Klima­veränderung. O
• Sie gewinnen elektrischen Strom ohne thermische, chemische oder P
­mechanische Zwischenschritte, ohne Lärm und Schadstoffe.
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• Sie vermeiden in Deutschland im Vergleich zum üblichen Strommix
aus Kohle, Atomenergie, Gas und Wasser 595 Gramm CO2-Emis- R
sionen pro Kilowattstunde.
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• Und Photovoltaikanlagen bestehen vorwiegend aus Materialien,
die in großen Mengen zur Verfügung stehen und recycelt werden T
können: U
Sand für die Siliziumsolarzellen, Glas für die Moduloberflächen und
Aluminium für die Rahmen. V
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W E LC H E A N L AG E I ST D I E R I C H T I G E U N D W I E Wer möchte, kann seine Photovoltaikanlage mit einem Display und
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­F U N KT I O N I E RT S I E ? einem Datenlogger vervollständigen. Das Display zeigt die Anlagen­
daten, der Datenlogger misst und speichert sie. Wechselrichter und B
Es gibt zwei Arten von Photovoltaikanlagen: k netzgekoppelte Datenlogger lassen sich außerdem mit modernen Kommunika­tions­ C
­A nlagen mit und ohne Batteriespeicher und k Inselsysteme. Mit systemen ausrüsten und kom­binieren. So können Sie zum Beispiel
­einem Inselsystem sind Sie vollkommen unabhängig von einem die Anlagendaten auf Ihrer Homepage im Internet darstellen. D
Stromlieferanten, ohne auf Komfort zu verzichten. Gerade bei Ferien- E
oder Schrebergartenhäusern ohne vorhandenen Stromanschluss
rechnen sich diese Anlagen in kurzer Zeit. Sie sparen die hohen H Ö C H ST E E RT R ÄG E S I C H E R N F
An­schlussgebühren oder vermei­den den Lärm, die Abgase und das G
lästige Nachtanken eines Strom­generators. Ihre Anlage soll einen möglichst hohen k Ertrag erwirtschaften.
Bei einer netzgekoppelten Anlage decken Sie zunächst den eigenen Das hängt nicht nur von der Sonneneinstrahlung ab, sondern auch
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Strombedarf und speisen den überschüssigen Strom in das öffent- von anderen, w ­ ichtigen Faktoren: I
liche Netz ein. Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhalten Sie • In Deutschland erzielen Sie die höchsten Erträge, wenn Ihr Dach
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eine k Einspeisevergütung. Anlagen mit Speicherlösungen decken mit einer Neigung von etwa 30° nach Süden zeigt.
ebenfalls den Strombedarf der laufenden Verbraucher, der über- • Je sauberer die k Module, desto mehr Licht erreicht die Solar- K
schüssige Strom wird – je nach Systemplanung – in den Batterie- zel­len und desto höher sind die Erträge. L
speicher oder in das öffentliche Netz eingespeist. Egal ob Sie eine • Bei einer k Dachneigung ab 13° reinigen Regen und Schnee die
k Flachdachanlage planen oder ein k Schrägdach haben, ob Module und halten so die Oberfläche des Solargenerators ganz M
integriert oder aufgesetzt: Alle Photovol­taik­anlagen von BayWa r.e. bequem sauber. N
Solar Energy Systems lassen sich problemlos mon­tieren, ohne dass • Für einen hohen Energieertrag müssen die Module unbedingt un-
Ihr Haus zur Baustelle wird. verschattet sein, denn Schatten beeinträchtigt den Ertrag erheblich.
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Die kleinste Einheit einer Photovoltaikanlage ist die k Solarzelle. Bitte vermeiden Sie deshalb k Verschattungen durch Kamine, P
Mehrere Solar­zellen werden zu einem k Modul zusammengebaut Gauben, hohe Bäume und Neben­gebäude.
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und mehrere dieser Module dann in der Regel auf dem Dach in­ • Je besser die Module, desto höher der Ertrag. Achten Sie daher auf
stalliert. Ein Modul mit einer Leis­tung von 160 Watt­peak (k Wp) hat eine ausgezeichnete Produktqualität! R
ungefähr eine Fläche von einem Quadrat­meter. • Je höher der k Wirkungsgrad des Wechselrichters, desto höher
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Die in Reihen elektrisch verschalteten Module nennt man k Strang. der Ertrag der Photovoltaikanlage.
Alle Stränge zusammen bilden den k Solargenerator. Er liefert T
Gleichstrom, der über Leitungen zum k Wechselrichter fließt. Dieser In Deutschland erbringen gute Anlagen, abhängig von ihrem Stand- U
Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechsel­strom um und ort, pro Jahr zwischen 900 und 1000 kWh pro 1 kWp installierter
macht ihn damit nutzbar für alle üblichen Elektrogeräte. Außerdem Photovoltaikleistung. Zur Beurteilung Ihres Anlagenertrages müssen V
beinhaltet er den Regler und die Betriebsführung der ganzen Anlage. Sie ein ganzes Betriebsjahr betrachten, da die Sonneneinstrahlung W
in Deutschland zwischen Sommer- und Winterhalbjahr sehr stark
schwankt.
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k Wechselrichter sind am besten geeignet? Wie werden die Kabel
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verlegt? Wie viel Gewicht darf überhaupt auf Ihr Dach montiert
werden, und wie wird die Photovoltaik­anlage am Dach befestigt? Wie B
sieht es mit dem Blitzschutz aus? Zu all d
­ iesen und anderen Fragen C
AC berät Sie gerne Ihr Systemhaus der BayWa r.e. oder einer unserer
(engl.: alternating current, deutsch: Wechselstrom) k Solarzellen kompetenten Partner in Ihrer Nähe. D
und -module produzieren Gleichstrom, der von einem k Wech­sel­ E
richter in Wechselstrom (AC) umgewandelt werden muss, wenn AU F BAU E I N E R P H OTOVO LTA I K A N L AG E
dieser ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden soll. Siehe auch ­( N ETZG E KO P P E LT ) F
k DC. Von den k Solar­modu­len, in ihrer Gesamtheit auch k Solargenera­ G
tor ge­nannt, fließt der solar erzeugte Gleichstrom ( k DC) durch Solar-
AMORPHE SILIZIUMSOLARZELLE (A-SI) kabel zum k Wechselrichter, der den Gleichstrom in Wechsel­strom
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k Eine amorphe Siliziumsolarzelle (a-Si) besteht aus einer dünnen ( k AC) umwandelt. Von dort fließt er durch Stromzähler weiter über I
Siliziumschicht und ist eines der gängigsten ­Mate­rialien, das in der den Netz­anschluss des Ge­bäudes in das örtliche Stromnetz. Im
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Herstellung von k Dünnschichtsolarzellen verwendet wird. Die Her­ Wechselrichter befindet sich die k Netz­überwachung. Die einge-
stellung der Zellen ist im Vergleich zu kristallinen Solarzellen recht speiste elektrische Energie der Photo­vol­taik­anlage wird über einen K
kostengünstig, da weniger Rohmaterialien verbraucht und aufwendige L
Waferherstellungsverfahren umgangen werden können. Obwohl
a-Si-Zellen einen geringeren k Wirkungsgrad als kristalline Solar­ Solar- M
generator
zellen aufweisen, bieten sie jedoch Vorteile bei ungünstigen Licht­- N
ver­hält­nissen und bei hoher Betriebstemperatur.
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AMPÈRE P
Maßeinheit für die elektrische Stromstärke, Abkürzung: A. Multi­ Wechselstrom- Q
pliziert man die Stromstärke (in Ampère) mit der Spannung ( k Volt), verbraucher

so ergibt dies die Leistung ( k Watt). R


Öffentliches Einspeise- PV- Wechsel-
Netz zähler Zähler richter S
A N L AG E N P L A N U N G
Bei der Planung einer Photovoltaikanlage müssen einige wichtige T
Fragen beantwortet werden: Wie hoch ist der Strombedarf und U
zu welchen Zeiten wird Strom benötigt ( k Lastprofil)? Wie hoch Netzstrom Haus- Bezugszähler Gleichstrom-
sind die Strombezugskosten? Lohnt sich der Einsatz eines Batterie- Solarstrom anschluss leitungen V
Speichersystems und wie groß ist dieser idealerweise? Wie viele W
Module können verschattungsfrei installiert werden und welche Schema einer netzgekoppelten Anlage
Anlagenleistung wird benötigt? Welcher Modultyp und welcher ohne Batteriespeicher
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eigenen k Einspeisezähler registriert. Der in der Hausinstalla­tion Solar-
generator A
bereits vorhandene k Bezugszähler misst weiterhin die vom k Netz-
be­trei­ber bezogene elektrische Energie. Gleichstrom-
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leitungen
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AU F DAC H M O N TAG E Wechselstrom-

Die meisten Photovoltaikanlagen werden auf dem Dach montiert.


verbraucher
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Bei einer Aufdachmontage wird im Gegensatz zu einer k Indach­ E
montage die bestehende Dachhaut beibehalten. Die k Solarmodule
werden auf einem k Montagesystem über der Dacheindeckung
Öffentliches
Netz
Einspeise-
zähler
PV-
Zähler
Gleichstromwandler
mit Laderegler
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montiert, die somit ihre Abdichtungs- und Schutzfunktion behält. G

AZIMUTWINKEL
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Netzstrom Haus- Bezugs- Wechsel- Batterie-
Zur Erzielung eines hohen k Ertrags sollten Photovoltaik­anlagen Solarstrom anschluss zähler richter speicher
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(auf der Nordhalbkugel) möglichst nach Süden ausgerichtet wer-
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den (siehe auch k Dachneigung). Der Azimutwinkel beschreibt die Schema einer netzgekoppelten Anlage
Abweichung der PV-Fläche von der Südrichtung hinsichtlich der mit DC-gekoppeltem Batteriespeicher K
Ost-West-Ausrichtung. L
Der Azimutwinkel beträgt 0°, wenn die Fläche genau nach Süden Solar-
orientiert ist. Der Azimutwinkel wird positiv bei Ausrichtungen in generator M
Richtung Westen und nega­tiv bei Ausrichtungen in Richtung Osten. N
Gleichstrom-
Eine Ausrichtung genau nach Westen entspricht damit +90°, eine leitungen

Ausrichtung genau nach Osten –90°. Wechselstrom-


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verbraucher
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Öffentliches
Netz
Einspeise-
zähler
PV- Wechsel-
Zähler richter R
S
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Haus- Bezugs- Batteriewechselrichter
anschluss zähler mit Laderegler U
Netzstrom
Solarstrom Batteriespeicher V
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Schema einer netzgekoppelten Anlage
mit AC-gekoppeltem Batteriespeicher
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Über allem wacht das Batterie-Management (BMS). Dieses regelt
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die Spannungen und Ströme, mit der die Batterie betrieben wird.
Des Weiteren ist es für die Batteriepflege zuständig und überwacht B
kritische Zustände. Bei Bleibatterien ist dieses meist im Inverter C
BAT T E R I E hinterlegt, Lithium-Batterien haben immer eine externe Elektronik,
Eine Batterie oder Batteriepack besteht aus mehreren aufladbaren die mit dem Inverter kommuniziert. D
Batteriezellen (Akkumulatoren). Diese werden intern in Serie und E
oder parallel verschaltet. Je nach Zellchemie haben die Zellen unter- BAT T E R I E - S P E I C H E R SYST E M E
schiedliche Zellspannungen. Bei Blei ist es ca. 2 V und bei Lithium- (auch Photovoltaik-Speichersysteme): Batterie-Speichersysteme F
Zellen zwischen 3,3 und 3,9 V. bieten die Möglichkeit, den Solarstrom zwischenzuspeichern, wenn G
Durch die interne Verschaltung erreicht man die gewünschte nomina- der Erzeugungszeitpunkt von Solarstrom nicht deckungsgleich ist
le Spannung für den Batterie-Inverter. Oft liegt die Nominalspannung mit dem unmittelbaren Verbrauch im Haushalt. Mit der Zwischen-
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bei 48 V, kann aber auch bis zu mehreren hundert Volt reichen. Des speicherung kann der k Eigenverbrauch von Solarstrom deutlich I
Weiteren erreicht man durch die Parallelisierung, was letztendlich erhöht werden. Photovoltaik-Speichersysteme werden grundsätz-
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eine Vergrößerung der aktiven Fläche entspricht, eine Erhöhung des lich in zwei Varianten eingeteilt, je nachdem ob die Batterie vor dem
Nennstroms. Wechselrichter (DC-gekoppeltes Batteriesystem) oder danach (AC- K
Die Kapazität einer Batterie wird in Ampere-Stunden (Ah) angegeben. gekoppeltes Batteriesystem) angeschlossen ist. Die Batterie im L
Für normale Solarbatterien fängt diese bei ungefähr 100 Ah an und Speichersystem speichert den überschüssigen Strom tagsüber und
kann für sehr große Systeme bis zu vielen 1000 Ah gehen. Multipli- gibt ihn in der Nacht oder in strahlungsärmeren Zeiten wieder ins M
ziert man die Kapazität mit der Nennspannung, erhält man die Ener- Hausnetz ab. Bei Fragen zu Batterie-Speichersystemen und zur indi- N
gie in Watt-Stunden (Wh). viduellen Auslegung sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne!
Die nutzbare Kapazität erhält man mit einer weiteren Größe der Ent- O
ladungstiefe oder engl. Depth of Discharge (DoD). Die DoD sagt aus, BAU G E N E H M I G U N G P
wieviel Energie einer Batterie entnommen werden kann. Die DoD ist Die Errichtung einer Photovoltaikanlage ist in der Regel verfahrens-
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im Normalfall für Blei 50 % und kann für Lithium-Systeme bis über frei. In jeder Gemeinde kann es individuelle, sogenannte gestal­­te­
90 % gehen. rische Bauvorschriften geben, die zur Vermeidung von Komplikatio­nen R
Die Kapazität – die Entladungstiefe zusammen mit der möglichen bei der Gemeinde oder dem unteren Bauaufsichtsamt zu erfragen
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Anzahl von Zyklen – bestimmt, wieviel Energie eine Batterie bis zum sind. Allge­meine bau­rechtliche Vorschriften wie maximale Höhe und
Lebensende liefern kann. Das Lebensende einer Batterie ist meist die ursprünglich festge­legten Grenzen eines Gebäudes müssen in T
definiert über eine Restkapazität von 60 %. ­jedem Fall eingehalten ­werden. An denkmalgeschützten Gebäuden U
Blei-Batterien können für PV-Anwendungen zwischen 2000 und und in deren unmittelbarem Umfeld gilt Geneh­migungspflicht von
3000 Zyklen und Lithium Batterien zwischen 5000 und 9000 Zyklen. Seiten des Amtes für Denkmalschutz. V
Bei geschätzten 250 Zyklen, die man in Deutschland mit einem PV- k Freiflächen­anlagen sind gesondert zu betrachten, da sie als selbst­ W
System realisieren kann, bringt es eine Blei-Batterie somit auf ca. ständiges Bauwerk einzuordnen sind. Wenden Sie sich bei Fragen
zehn Jahre und eine Lithium-Batterie auf mindestens das Doppelte. einfach an das Team der BayWa r.e. Solar Energy Systems.
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B E Z U G SZ Ä H L E R B U N D E S N ETZ AG E N T U R
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Der Bezugszähler ist das Messinstrument, das den Bezug elektrischer Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn ist als selbstständige Bundes­-
Energie aus dem allgemeinen Versorgungsnetz in Kilowattstunden oberbehörde für den Wettbewerb auf den fünf Netzmärkten Elek­ B
(k kWh) zählt. trizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnverkehr verant-
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wortlich. Im Bereich Elektrizität gewährleistet sie zudem, dass Zu­-
B L I N D L E I ST U N G gang und Nutzung des Energieversorgungsnetzes für alle Netznutzer D
Blindleistung ist immer dann vorhanden, wenn k Wirkleistung ent- fair gestaltet ist. E
steht. Jedoch liegen bei der Blindleistung die Dinge anders als bei der Seit dem 1. Januar 2009 müssen Betreiber von Photovoltaikanlagen
Wirkleistung: Sie verbraucht sich nicht und kann auch keine Arbeit vor dem Netzanschluss Standort und Leistung ihrer Anlage an F
leisten. Sie pendelt lediglich im Stromnetz hin und her – und belastet die Bundesnetzagentur melden, um die k Einspeisevergütung zu G
es da­durch zusätzlich. Denn alle Leitungen, Schalter, Transformato- erhalten.
ren und sonstige Bau­teile müssen die zusätzliche Blindleistung be-
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rücksichtigen. Blindleistung kann Auswirkungen auf das Stromnetz BY PAS S D I O D E I
haben, indem sie die Spannung senkt oder erhöht oder zur einer Einzelne oder mehrere Solarzellen in einem k Solarmodul können
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k Phasenverschiebung führt. durch Laub, Verschmutzung oder Lichthindernisse abgeschat­tet
Seit dem 1. Januar 2012 sind Anlagenbetreiber von Photovoltaik­ ­werden. Eine abgeschattete k Solarzelle, durch die der Strom der K
anlagen mit einer Leistung von mehr als 3,68 k kVA gemäß dem übrigen Zellen hindurchfließt, kann sich bis zur Zerstörung erhitzen L
k EEG verpflichtet, Blindleistung bereitzustellen. Um die Netzinte- (sogenannter „Hot-Spot“-Effekt). Um dies zu verhindern, wird der
gration der erneuerbaren Ener­gien zu optimieren, können k Wech­ Strom ­mittels einer Bypassdiode automatisch an diesen Zellen vorbei­ M
selrichter einer einspeisenden Photo­vol­taik­anlage die Blindleistung, geleitet. Ein Solarmodul hat üblicherweise – je nach Zellenanzahl – N
wie vom k Netzbetreiber gefordert, kontrolliert bereitstellen. zwei bis vier Bypassdioden.
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B L I TZS C H U TZ P
Eine Photovoltaikanlage erhöht grundsätzlich nicht das Risiko eines
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Blitzeinschlages in ein Gebäude. Gleichwohl ist der Installateur oder
Planer der Photovoltaikanlage verpflichtet, sie gemäß den gültigen R
Blitzschutz­normen zu errichten. Einerseits wird dadurch die Photovol- C A D M I U M T E L LU R I D ( C DT E )
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taikanlage selbst vor Schäden geschützt. Andererseits wird so auch Cadmiumtellurid (CdTe) ist ein Verbindungshalb­leiter mit hohem
die restliche Gebäude­installation vor Überspannungen geschützt, die ­Absorptionsvermögen, der in der Produktion von Dünnschicht­solar­ T
über die Photovoltaikanlage eingekoppelt werden könnten. zellen eingesetzt wird. Die Verbindung Cadmiumtellurid entsteht U
durch die Kombination von Tellur und Cadmium. Der Vorteil von Dünn-
schicht­solar­zellen aus Cadmiumtellurid besteht insbesondere darin, V
dass das Sonnenlicht gut absorbiert wird und das Dünnschichtmodul W
auch unter ungünstigen Wetter­­bedingungen wie etwa bei Bewöl-
kung oder schwachem, diffusem Licht sowie unter hohen Tempera-
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turen sehr gute Erträge liefert. Die Produktion von Solar­zellen aus
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Cadmiumtellurid ist zwar besonders kostengünstig, jedoch birgt der
Einsatz von Cadmium auch Gefahren für die Umwelt. Denn Cadmium B
ist ein giftiges Schwermetall und darf nicht in die Umwelt gelangen. C
DAC H N E I G U N G
CIS-/CIGS-SOLARZELLEN Als Dachneigung wird der Winkel eines Daches zur Horizon­talen D
CIS oder CIGS steht für eine Form der Dünn­schicht­­technologie, bezeichnet. Der k Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von der
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die bei k Solarzellen angewandt wird. Dabei bestehen die Solar- Orien­tierung der Photovoltaikfläche ab. Bei Dachneigungen im
module mit k Dünnschichtsolarzellen aus mehreren Schichten ­Bereich von 10° bis 50° werden die k Solarmodule in der Regel F
von unter­schiedlich dotiertem Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) oder parallel zur Dach­fläche montiert. Der konstruktive Vorteil und eine G
Kupfer-Indium-Gallium-Schwefel-Selen. Die Schichtdicke einer ­optisch harmonische Einbin­dung der Anlage in das Gebäudebild
CIS-/CIGS-Solarzelle beträgt nur etwa ein Hundertstel einer kris- ­stehen dabei im Vordergrund (siehe auch k optimale Ausrichtung H
tallinen Siliziumsolarzelle, was sich aufgrund des deutlich gerin- einer Solaranlage). Bei Flachdächern bzw. nur leicht ge­neigten I
geren Materialverbrauchs in der Regel als Preisvorteil ­gegen­über Dächern werden die Solarmodule nicht parallel zu Dach­fläche an-
gebracht, sondern in Deutschland meist im Bereich von 13° bis 30° J
kris­ta­l­linen Solarzellen auswirkt. CIS-/CIGS-Dünnschichtmodule
weisen dennoch einen guten k Wirkungsgrad auf und erreichen aufgestellt. Sind die Solarmodule weniger als 13° geneigt, werden K
zwischen 10 und 13 %. sie von Regen und Schnee nicht mehr ausreichend gesäubert.
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CO 2 -V E R M E I D U N G DC M
Während des Betriebs einer Photovoltaikanlage wird kein Kohlen- (engl.: direct current, deutsch: Gleichstrom) Im Gegensatz zum
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dioxid (CO2 ) freigesetzt. Eine Photovoltaikanlage produziert in ihrer ­Wech­sel­strom (k AC), der bei 50 Hz 50 Mal pro Sekunde die Pola-
Lebensdauer außerdem deutlich mehr Energie als zu ihrer Herstel- rität wechselt, bleibt beim Gleichstrom die Polarität unverändert. O
lung benötigt wird. Dadurch leisten Photovoltaikanlagen einen Beitrag Eine Batterie l­iefert b
­ eispielsweise ebenso Gleichstrom wie ein P
zur Vermei­dung des CO2-Ausstoßes. Im Laufe ihrer Betriebsdauer k Solarmodul.
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werden so pro Kilowatt peak (k kWp) installierter PV-Leistung min-
destens 7 Tonnen CO2 vermieden. D EG R E S S I O N R
Die k Einspeisevergütung, die zum Zeitpunkt der k Inbetrieb­nahme
einer Photovoltaikanlage gilt, wird dem Betreiber auf 20 Jahre fest
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zugesichert. Gleichzeitig ist im k Erneuerbare-Energien-Gesetz T
(EEG) festgelegt, dass die Vergütungssätze für eingespeisten Solar-
U
strom regelmäßig nach unten angepasst werden (Degression). Seit
November 2012 hängen die Vergütungssätze für Solarstrom vom V
Zubau neuer Photovoltaikanlagen ab. Die Festlegung der Vergütungs- W
degression erfolgt quartalsweise, jeweils für drei Monate.
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D R E I P H AS I G E N ETZ Ü B E R WAC H U N G /
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D R E I P H AS I G E S PA N N U N G S Ü B E R WAC H U N G
Die dreiphasige Netzüber­wachung (auch als dreiphasige Spannungs­ B
über­wachung bekannt) ist eine Einrichtung, die ständig die Span- C
­nung aller drei Phasen über­prüft. Sinkt eine der Spannungen unter E I G E N V E R B R AU C H VO N S O L A R ST R O M
einen ­festgelegten Grenz­wert, dann schaltet sie den k Wechsel­ Eigenverbrauch von Solarstrom bleibt auch künftig besonders attrak- D
richter automatisch ab. Liegt die Netz­spannung wieder an, geht der tiv – oder lohnt sich heute sogar noch mehr als bisher. Wir nennen E
Wechselrichter von selbst wieder in Betrieb. Ihnen gute Gründe, die für den Eigenverbrauch von Solar­strom
Die drei­phasige Netzüberwachung ist üblicherweise im Wechselrich- sprechen. In Deutschland wird je nach Einstrahlung und Anlagen- F
ter integriert und trennt die Photovoltaikanlage vom öffentli­chen qualität ein Energieertrag von etwa 900 –1000 kWh/kWp erzielt. G
Stromnetz, wenn d ­ ieses ab­geschaltet werden muss. Bei der dreipha- Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr
etwa 4000 kWh Strom. Dies entspricht dem Jahresertrag von etwa
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sigen Netzüberwachung ist in regel­mäßigen Abständen eine Wieder­
holungs­prüfung erforderlich. Alternativ kann bei Anlagen bis 30 kWp 30 m 2 Standard-Solar­modu­len. Somit reicht schon die Dachfläche I
auch eine k ENS eingesetzt werden. eines Einfamilienhauses aus, um den Jahresstrom­bedarf der gesam-
J
ten Familie über die Photovoltaikanlage zu erzeugen.
D Ü N N S C H I C H TS O L A R Z E L L E Ein weiterer Vorteil der Photovoltaik liegt in deren Eigenschaft, dass K
Dünnschichtsolarzellen sind im Gegensatz zu konventionellen immer dann, wenn viel Solarstrom erzeugt wird, der Energiebedarf
L
k mono- oder k multikristallinen Siliziumsolarzellen etwa um den auch am höchsten ist. Wird der selbst erzeugte Solarstrom direkt in
Faktor 100 dünner. Sie müssen allerdings auf ein Träger­material Nähe der Photo­voltaikanlage verbraucht und beispiels­weise durch M
aufgebracht werden. Für die jeweiligen Solarzellenmaterialien sind eine intelligente Ver­brauchs­­steuerung während der Mittagszeiten op- N
unterschied­liche industrielle Herstellungsverfahren vom Bedampfen timal genutzt, können die Stromnetze in Zeiten der Verbrauchs- und
des Träger­materials im Hoch­vakuum bis zu Sprühverfahren ver- Erzeugungsspitzen zusätzlich ent­lastet werden. Solarstrom selbst zu O
fügbar. produzieren und zu verbrauchen, führt zudem zu einer dezentralen P
Durch Dünnschichtsolarzellen wird langfristig eine wesentliche Preis­ Energieversorgung und damit zu einer Unabhän­gigkeit in vielerlei Hin-
sicht. Fossile Brennstoffe sind endlich, ebenso wie Kern­brennstoffe.
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senkung von Photovoltaikanlagen erwartet. Materialeinsparung,
Erforschung neuer Halbleitermaterialien, Niedertemperaturprozesse, Allein die Erschließung der knappen Ressourcen wird schon jetzt R
die deutlich energieeffizienter sind, und ein hoher Automatisierungs- immer teurer, was sich regelmäßig auf die Preissteigerung des Haus-
S
grad ermöglichen in einigen Jahren niedrigere Herstellungskosten. halts­strom­preises auswirkt. In­sofern gibt es mittel- bis langfristig
Heute bereits kommerziell erhältliche Solar­module mit Dünnschicht- keine andere Alterna­tive, als neue Ener­gie­quellen zu nutzen. – Umso T
solarzellen basieren auf amorphem Silizium (k a-Si), Kupfer-Indium- besser, dass die Erzeugungs­kosten von Solarstrom allein in den letz- U
Gallium-Diselenid (k CIS/CIGS) oder Cadmiumtellurid (k CdTe). ten Jahren rasant gesunken sind. Während sich die erzeugte Solar-
strommenge in den letzten drei Jahren versechsfacht hat, sind die V
System­kosten von Photo­voltaikanlagen seit 2006 um mehr als 60 % W
im Preis gesunken. Damit liegt in Deutschland erzeugter Solar­strom
bei ca. 12–15 Cent pro kWh und somit deutlich unter den Bezugskos- Z
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ten von derzeit etwa 23–28 Cent je kWh. Mit jeder selbst genutzten setz verpflichtet die Netzbetreiber, Photovoltaikanlagen an ihr Netz
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kWh Strom sparen Sie ca. 10 Cent ein. k Batterie-Speichersysteme anzuschließen, den erzeugten Strom abzunehmen und nach einem
bieten die Möglichkeit, den Solarstrom zwischenzuspeichern und in festgelegten Mindestsatz zu vergüten. Die EVU müssen die Mindest- B
strahlungsärmeren Zei­ten in das Hausnetz abzugeben. Damit können ver­gütungen vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme an jeweils für die C
Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil nochmals deutlich erhöhen. Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetrieb­nahme­jahres
Sie sehen: Eigenverbrauch lohnt sich! Wenn Sie Fragen zum Thema zahlen. Für Dach- und Freiflächen­anlagen wird die Einspeisevergü- D
„Eigen­verbrauch von Solarstrom“ haben, sprechen Sie uns an. tung auf Anlagen bis maximal 10 Megawatt­peak (MWp) Leistung E
beschränkt. Zu beachten ist hierbei, dass Dachanlagen auf neu er-
E I N S P E I S E M A N AG E M E N T richteten Nicht-Wohngebäuden als Freiflächenanlagen eingestuft F
Das EEG-Einspeisemanagement sieht vor, dass die k Netzbetreiber werden. Ausgenommen davon sind Anlagen auf neu gebauten, dau- G
unter bestimmten Voraussetzungen dazu berechtigt sind, die Ein- erhaft genutzten Tierställen, die von einer zuständigen Baubehörde
genehmigt wur­den. Die aktuellen Vergütungssätze finden Sie unter
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speisung des Stroms aus erneuerbaren Energien in das öffentliche
Netz ­vorübergehend abzuregeln. Voraussetzungen sind, dass andern- www.bundesnetzagentur.de. I
falls eine Über­­lastung der Netzeinrichtungen droht. Die Betreiber Die Vergütungssätze für solarerzeugten Strom hängen vom Zubau
J
der stromerzeugenden ­An­­la­gen erhalten für die entgangene kEin­ an neuen Photovoltaikanlagen ab. Die neue EEG Novelle, die am
speisevergütung eine Entschädi­gung in Höhe von 95 %, sofern 1. 8. 2014 in Kraft getreten ist, sieht hierbei einen Zubaukorridor K
die nicht einspeisbare Energie 1 % des Jahres­ertrags unterschreitet, zwischen 2400 bis 2600 Megawatt pro Jahr vor. Innerhalb dieser L
darüber hinaus 100 %. Je nach Anlagengröße unterliegen nicht alle Zubaumenge soll eine reine Basisdegression der Vergütung von
Photovoltaikanlagen im gleichen Maße dem Einspeisemanagement. 0,5 Prozent pro Monat erfolgen. Liegen die Zubauzahlen höher, wird M
Für Anlagen von 30 bis 100 k kVA Leis­tung gilt das vereinfachte davon abhängig stufenweise eine stärkere Absenkung vorgenom- N
Einspeisemanagement: Hierbei ist eine Abschaltvor­rich­tung zur Ab- men. Die Festlegung der Vergütungsdegression erfolgt quartals-
­regelung durch den Netzbetreiber ausreichend. Anlagenbetreiber weise, jeweils für drei Monate. Hierfür werden jeweils die Zubauzah-
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von Photovoltaikanlagen mit weniger als 30 kVA Leistung haben die len eines kompletten Jahreszeitraums als Grundlage zur Ermittlung P
Wahl z­ wischen dem vereinfachten Einspeisemanagement oder dem der Absenkungshöhe herangezogen.
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Drosseln der Einspeisung auf 70 % der Anlagenleistung. Photovol­ Für Anlagen über 10 kWp ist eine weitere Neuerung im Zuge der
taikanlagen über 100 kVA Leistung unterliegen in vollem Umfang dem EEG-Novelle in Kraft getreten. So muss auf jede selbstverbrauchte R
Einspeisemanagement, das neben der Abschaltvorrichtung zur Ab­ kWh Strom eine Abgabe gezahlt werden. Diese beträgt bis Ende
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regelung durch den Netzbetreiber auch die Übertragung von Daten 2015 30 % der EEG-Abgabe, was derzeit 2,18 Cent entspricht. Be-
an den Netzbetreiber vorsieht. freit von der Abgabe sind Inselanlagen und Anlagen unter 10 kWp. T
U
EINSPEISEVERGÜTUNG EINSPEISEZÄHLER
Die ins allgemeine Stromnetz eines k Netzbetreibers oder k EVU Der Einspeisezähler ist das Messinstrument, das die ins a­ llgemeine V
eingespeiste elektrische Energie aus einer k netzgekoppelten Versorgungsnetz eingespeiste elektrische Energie der Photovoltaik­ W
Photovoltaikanlage wird vergütet. Die Höhe der Vergütung wird durch anlage in Kilowattstunden (k kWh) zählt.
das k Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Das Ge-
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20 21
E N E R G ET I S C H E A M O RT I SAT I O N E RT R AG
A
Damit wird die Zeitspanne bezeichnet, die eine Photovoltaikanlage Der elektrische Energieertrag einer Photovoltaikanlage kann bei einer
benötigt, um die für ihre Herstellung notwendige Energie selbst zu netzgekoppelten Anlage direkt am k Einspeisezähler (in k kWh) B
produzieren. Die energetische Amortisation bei Photovoltaikanlagen abge­lesen werden. Um Ihren Energieertrag mit dem anderer Photo­ C
hängt sehr stark von der eingesetzten Zellentechnik und dem ver­ voltaikanlagen v­ er­gleichen zu können, errechnen Sie den spezifi­
wendeten Rohmaterial ab. Sie liegt bei Anlagen mit k multikristalli­nen schen Jahresertrag: der ­elektrische Energie­ertrag eines ganzen Jahres D
Siliziumsolarzellen bei ca. 3 bis 6 Jahren, bei k Dünnschichtsolar­ geteilt durch die installierte k kWp-Leistung der Anlage (kWh pro E
zellen bei ca. 2 bis 3 Jahren und bei k monokristalliner Technik bei k kWp). – Die Erträge von Photo­voltaik­anlagen liegen im Mittel
ca. 5 bis 7 Jahren. je nach Region, Ausrich­tung und Aufstellung, Qualität der Anlagen­­ F
kom­ponenten und deren Abstim­mung aufeinander in Deutschland G
ENS ­zwischen 900 und 1000 kWh pro kWp und Jahr.
H
Einrichtung zur Netzüberwachung mit jeweils zugeordnetem allpo-
ligem Schaltorgan in Reihe. Eine Photovoltaikanlage darf nur in ein E U R O PÄ I S C H E R W I R K U N G S G R A D I
einwandfrei funktionierendes öffentliches Stromnetz einspeisen. Der Umwandlungswirkungsgrad eines k Wech­­sel­richters ist über
J
Ist das Netz defekt oder abgeschaltet, muss der k Wechselrichter den Leistungsbereich nicht konstant. Der maximale Wechselrichter-
selbsttätig abschalten. Die ENS be­inhaltet eine redundante Span- wirkungsgrad gibt lediglich den maximalen Punkt einer Wir­kungs­ K
nungs- und Frequenzüberwachung des Strom­netzes und wertet fest- gradkennlinie an. Bei bewölktem Himmel arbeitet z. B. der Wechsel­ L
gestellte Sprünge in der Netzimpedanz aus. Werden die eingestell- richter im unteren Teillastbereich mit schlechterem k Wirkungsgrad.
ten Grenzwerte überschritten, schaltet die ENS den Wechselrichter Der europäische Wirkungsgrad stellt einen gewichteten Wirkungs- M
aus. Liegt die Netzspannung wieder an, geht der Wechselrichter von grad dar. Er wird berechnet, indem verschiedene Teillastwirkungsgra- N
selbst wieder in Betrieb. Siehe auch k Netzüberwachung. de und der Volllastwirkungs­­grad nach der Häufigkeit ihres Auftre-
tens gewichtet werden. Ein Wechsel­richter mit einem 1 % höheren
O
E R N E U E R BA R E E N E R G I E N - G E S ETZ ( E EG ) europäischen Wirkungsgrad holt in der Regel auch ca. 1 % mehr elek- P
Am 25.2.2000 wurde das Erneuer­bare Energien-Gesetz (kurz: EEG) trische Energie aus einer Anlage heraus. Handels­üb­liche Wechsel-
Q
im Bundestag verabschiedet und am 1.4.2000 in Kraft gesetzt. Mit richter haben europäische Wirkungsgrade von ca. 92 bis 98 %.
dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Ener­gien soll im Interesse R
des Klima- und Umweltschutzes der Anteil an erneuer­baren Energien EVU
S
an der Stromversorgung in Deutschland auf mindestens 30 Pro­zent Energieversorgungsunternehmen, siehe auch k Netzbetreiber.
bis zum Jahr 2020 erhöht werden. Das EEG regelt auch die Abnahme T
und die Vergütung von Strom, der ausschließlich aus er­neuerbaren U
Energie­quellen gewonnen wird. Die k Netzbetreiber oder k EVU
sind verpflichtet, den Strom aus erneuerbaren Energien und damit V
auch den Strom aus Photo­voltaik­anlagen abzunehmen und entspre- W
chend zu vergüten. Die Vergütungs­sätze werden jeweils für die
Dauer von 20 Jahren zuzüglich des Inbetrieb­nahme­jahres bezahlt.
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22 23
F
tragen. Dabei können bis zu 100 Prozent der Investitionskosten des
A
Batteriespeichers gefördert werden. Beantragt werden kann die
Förderung für Photovoltaikanlagen, die ab Januar 2013 installiert B
wurden und eine maximale Leistung von 30 Kilowatt haben. Weitere C
FAS SA D E N A N L AG E Informationen zu den Anforderungen des Speicherprogramms so-
Eine Fassadenanlage ist eine an einer Gebäudefassade angebrachte wie aktuelle Zinssätze finden Sie unter www.kfw.de. D
oder als fester Bestandteil einer Fassade ausgeführte Photo­vol­ E
taikanlage. Bei senkrecht angebrachten und nach Süden orientier­ten F R E I F L ÄC H E N A N L AG E
k Solarmodulen ergeben sich Ertrags­einbußen von etwa 30 % ge­- Unter einer Freiflächenanlage versteht man eine Photo­voltaik­anla­ge, F
genüber einer fest nach Süden orientierten Schräg­­­dach-Photovol­taik- die nicht auf einem Gebäude, sondern auf einer Freifläche aufgestellt G
anlage. Hinsichtlich des Ertrags sind Module inte­res­sant, die mit ist. Eine Freiflächenanlage kann als starr montierte oder als k nach­
geführte Variante ausgeführt werden. Der Bebauungsplan muss
H
13° bis 30° Aus­stell­winkel Über­dachungen oder Fensterabschattun-
gen bilden. ­ die Errichtung einer Photovoltaik­anlage am gewünschten Standort I
gestatten (ggf. ist die B­ e­antra­gung einer Bebauungsplanänderung
J
F L AC H DAC H A N L AG E erforderlich). Die Ver­gütung gemäß k EEG fällt für diese Anlagenart
Als Flachdachanlage bezeichnet man eine auf einem Flach­dach in­ geringer aus als bei Photo­voltaik­anlagen auf Gebäuden und wird K
stallierte Photovoltaikanlage. Die Unterkonstruktion kann dabei fest nur bis zu einer Anlagenleistung von max. 10 MWp gewährt. L
im Dach verankert werden oder ohne Dachdurchdringung aufgesetzt

G
(schwimmend) montiert und ausreichend beschwert werden. Die M
k Solar­modu­le sollten mit 13° bis 30° aufgestellt werden. Um hinter- N
einander montierte Module nicht zu verschatten, müssen ­zwischen
den Modulreihen Flächen f­ reigelassen werden.
O
Neben aufgeständerten Systemen, die nach Süden ausgerichtet G LO BA LST R A H LU N G P
sind, gibt es auch sogenannten Ost-West Aufständerungen. Der Vor- Sie ist die Summe aus diffuser, direkter und reflektierter Sonnen-
Q
teil von Ost-West Flachdachsystemen liegt darin, dass die Abstände strahlung auf eine horizontale Fläche. Die mittlere jährliche Glo­-
zwischen den Modulen minimiert werden und damit mehr Leistung bal­strahlung auf die Horizontale beträgt in Norddeutschland etwa R
auf dem Dach untergebracht werden kann. 950 kWh/m2 (Beispiel Hamburg) und in Süddeutschland etwa
S
1085 kWh/m2 (Beispiel Stuttgart).
FÖ R D E R P R O G R A M M E T
Neben dem k EEG gibt es häufig individuelle Förder­möglichkeiten, U
wie z. B. zinsverbilligte Darlehen der k KfW. Da sich diese ­häufig
ändern, empfiehlt es sich, den aktuellen Stand unter www.kfw.de ab- V
zufragen. Seit Mai 2013 gibt es ein Förderprogramm für k Batterie- W
Speichersysteme. Betreiber einer Solarstromanlage können für den
Kauf eines Batterie-Speichersystems staatliche Zuschüsse bean-
Z
24 25
I
I N S E LSYST E M
A
Photovoltaik-Inselanlagen sind netzunabhängige Stromversor­gungs­
systeme, die aus k Solarmodul(en), Laderegler, Akku(s) und ggf. B
einem k Wechselrichter für Inselsysteme bestehen. Inselsysteme C
I N B ET R I E B N A H M E können nur die Ener­gie liefern, die von den k Modulen und den
Der Anschluss einer Photovoltaikanlage ans Stromnetz muss von im System integrierten elektrischen Energiespeichern (in der Regel D
einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Nach einer Prüfung Akkumu­la­toren, „Batterien“) bereitgestellt wird. Inselsysteme sind E
der Anlage inkl. Kontrollmessungen wird sie in Betrieb genommen. meist die eleganteste Lösung zur Energie­versor­gung, wenn kein Netz­-
Danach erfolgt die Abnahme der Photovoltaikanlage durch den anschluss vorhanden ist, z. B. bei Garten-, Ferienhäusern und Hütten. F
k Netzbetreiber. G
I N DAC H M O N TAG E
Bei der Indachmontage oder Dachintegration werden die k Solar­
module in die Dachhaut integriert. Dabei wird die bestehende
K H
I
J
Dach­haut entfernt bzw. bei Neubauten oder Neueindeckungen die KFW-PROGRAMM
vorgesehene Modulfläche von vornherein ausgespart. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene För- K
Indachmontagen führen meist zu einer optisch sehr ansprechenden derprogramme an, mit denen die Investitionskosten einer Solarstrom­ L
Dach­gestal­tung. Besonderes Augenmerk muss jedoch auf gute anlage finanziert werden können. Nähere Informationen und aktu-
­Hinterlüftung der Solarmodule gelegt werden, damit der k Ertrag elle Zins­sätze erhalten Sie unter www.kfw.de, bei Ihrem Installateur M
der Anlage nicht vermindert wird. Außerdem erfordert eine In- oder bei BayWa r.e. Solar Energy Systems. N
dachmontage eine einwandfreie handwerk­liche Ausführung, damit
das Dach dauerhaft dicht bleibt. K L I R R FA KTO R
O
Der Klirrfaktor bezeichnet die Restwelligkeit des Ausgangs­stromes P
I N G OT eines k Wechselrichters und damit die Abweichung des gelieferten
Ein Ingot ist ein Block aus reinem Silizium, der in dünne Scheiben ge­
Q
Stromes eines netzgekoppelten Wechselrichters von der idealen
schnitten wird. Diese dünnen Scheiben nennt man k Wafer. Ingots Sinusform des Netzstromes. R
können entweder monokristallin oder multikristallin aufgebaut sein.
S
Bei der Herstellung eines monokristallinen Ingots wird hochreines K U R ZS C H LU S S ST R O M ( I K , I SC )
Silizium ge­schmolzen und danach bei einer Temperatur knapp über Der Kurzschlussstrom ist der maximale Strom in einem elektrischen T
dem Schmelzpunkt mit Hilfe eines monokristallinen Siliziumstabs Stromkreis, der entsteht, wenn die Spannung U an den Klemmen U
aus der Schmelze gezogen. Die multikristallinen Ingots (auch: poly- gleich Null ist. Der Kurzschlussstrom eines k Solarmoduls wird im
kris­talline Ingots) werden erhitzt und kontrolliert abgekühlt. Während Datenblatt angegeben. Bei der k Inbetriebnahme einer Photo­ V
die­ses Prozesses bildet sich im Ingot die für die PV-Anwendung not­ voltaikanlage werden die Kurzschlussströme der Teilanlagen gemes- W
wendige multikristalline Struktur. sen. Der Kurzschlussstrom eines Solarmoduls oder k Solargenera­
tors ist fast proportional zur Sonnen­einstrahlung.
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26 27
kVA – K I LOVO LTA M P È R E Leerlaufspannung eines k Solarmoduls wird auf dem Daten­blatt
A
Das Kilovoltampère kVA ist eine gesetzliche Maß­einheit für die elek- angegeben. Bei der k Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage wer-
trische k Scheinleistung S. Sie wird bei Wechselgrößen in der elek­ den die Leerlaufspannungen der Teilanlagen gemessen. Die Leer- B
trischen Energietechnik zur Kennzeichnung der Anschlussleistung laufspannung eines Solarmoduls oder eines k Solargenerators ist C
von elektrischen Maschinen oder Transformatoren verwendet. abhängig von der Tempe­ratur der Module.
D
kWh – K I LOWAT TST U N D E L E I ST U N G S G A R A N T I E E
Einheit der Energie/Arbeit, entspricht der Leistung von einem Kilo- Die Leistungsgarantie stellt eine erweiterte Garantie des Modulher-
watt über einen Zeitraum von einer Stunde. Der elektrische Energie- stellers auf die Leistungsfähigkeit der k Solarmodule dar. Qualitäts­ F
ertrag einer Photovoltaikanlage wird häufig in kWh angegeben. anbieter von Solarmodulen garantieren 80 % der Leistung auf 20 G
oder 25 Jahre und evtl. 90 % der Leistung auf zehn oder zwölf Jahre.
kWp – K I LOWAT T P E A K Sollte die Leistung eines Moduls unter diese Werte fallen, so ist der
H
Einheit der maximalen („peak“) Leistung eines k Solarmoduls oder Modulhersteller ver­pflichtet, z. B. die fehlende Leistung nachzuliefern I
eines k Solargenerators. Durch den üblichen Index „p“ bei der Leis- oder Ersatzmodule bereit­zustellen.
J
tungseinheit wird darauf hingewiesen, dass die Leistung des Solar-
moduls oder des Solargenerators unter k Standard-Testbedingungen L E I ST U N G STO L E R A N Z K
(STC) ermittelt wurde. Da Standard-Testbedingungen aufgrund der Die herstellerseitige Toleranzangabe der Nennleistung eines k Solar- L
in der Praxis höheren Betriebstemperatur der Photovoltaikmodule moduls gibt den Bereich an, in dem die Leistungen der einzelnen
nur selten erreicht werden, bleibt die Leistung eines Solarmoduls Solarmodule liegen müssen. Bei der Verschaltung der Solarmodule M
oder -generators im Betrieb meist unter der Spitzen- oder „Peak“- zu k Strängen sind Module mit kleiner Leistungstoleranz günstig, N
Leistung. 1 kWp entspricht 1000 Wp (Watt peak). denn sie ver­ringern die Fehlanpassung der Module zueinander und
erhöhen damit den k Ertrag der Photovoltaikanlage. Sehr geringe
O

L
Toleranzen liegen beispielsweise bei –0 bis +3 %. P
Q
L E I ST U N G SZ A H L  / CO E F F I C I E N T O F P E R FO R M A N C E
Eine k Wärmepumpe benötigt elektrischen Strom, mit dessen Hilfe R
L AST P R O F I L sie kostenlose, freie Umweltenergie auf ein für uns nutzbares Energie-
S
Ein Lastprofil besteht aus einem zeitlichen Verlauf von abgenomme- niveau bringt. Eine hohe Leistungszahl ist dabei eines der zentralen
nen Leistungen gemessen in kWh. Die Auflösung ist typischerweise Qualitätsmerkmale einer Wärmepumpe: Der COP sagt aus, wie viel T
in 15-Minuten Intervallen und das Profil kann über einen gesamten k kWh thermische Energie die Wärmepumpe aus 1 kWh Solarstrom U
Jahresverlauf gehen. gewinnt. Ein guter COP liegt nach EN 16147/A15 bei 3 und höher. Zu
einem aussagefähigen COP gehört immer die Angabe, nach welcher V
L E E R L AU FS PA N N U N G ( U l , U OC ) Norm gemessen wurde. Denn manchmal werden noch Leistungszah- W
Die Leerlaufspannung ist die maximale Span­nung in einem elektri- len nach der alten Norm EN 255 angegeben, die höher ausfallen.
schen Stromkreis, die entsteht, wenn der Strom I gleich Null ist. Die Achtung: Die Werte der alten und neuen Norm sind nicht vergleichbar.
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28 29
M
M O N TAG E SYST E M
A
System zur Befestigung von k Solarmodulen auf Dächern, Fassaden
oder Freiflächen. B
MODUL C
MPP
k Solarmodul MPP (engl.: maximum power point) ist der Arbeitspunkt der maxi- D
malen Leistung einer k Solarzelle, eines k Solarmoduls oder eines E
M O D U LW EC H S E L R I C H T E R k Solar­gene­r ators. Der k Wechselrichter hat die Aufgabe, den
Modulwechselrichter – oder auch Mikrowechselrichter genannt – bie- Solargenerator immer in seinem optimalen Arbeitspunkt (MPP) zu F
ten eine Alternative zu traditionellen Stringwechselrichtern. Denn sie betreiben, um damit die maximal mögliche Leistung zu entnehmen. G
arbeiten auf Modulebene: Dabei wird für jedes k Modul ein eigener Da sich der MPP eines Solargenerators bei wechselnden Einstrah-
k Wechselrichter eingesetzt. Jedes Modul wird so individuell und lungsbedingungen und Temperaturen ändert, muss der Wechselrich-
H
unabhängig von den anderen Modulen auf seinen höchsten Leis- ter schnell und genau die Veränderungen des MPP nachregeln. I
tungspunkt getrackt. Das sorgt auch bei komplexen Dachsituationen
für maximale und optimale Leistung. Deshalb können Mikrowech- J
M P P-T R AC K E R
selrichter besonders gut bei Photovoltaikanlagen mit unterschied- Damit ein k Solargenerator immer am maximalen Arbeitspunkt K
lich ausgerichteten oder unterschiedlich verschatteten Teilfeldern (k MPP) arbeitet und damit den besten möglichen Stromertrag lie­-
eingesetzt werden. Außerdem eignen sie sich optimal als Ergänzung
L
fert, regelt ein sogenannter MPP-Tracker eines Wechselrichters die
bereits bestehender Photovoltaikanlagen oder als Einstieg mit einer ­Spannung auf den benötigten Wert. Ein MPP-Tracker gehört heute M
kleinen Solaranlage beispielsweise auf einem Balkon oder einem bei Photovoltaikanlagen zur Ausstattung eines Wechselrichters. N
Garagendach. Modulwechselrichter sind einphasig und werden direkt
am Solarmodul angebracht. M U LT I K R I STA L L I N E S I L I Z I U M S O L A R Z E L L E
O
Das Ausgangsmaterial für multikristalline Siliziumsolarzellen – häufig P
M O N O K R I STA L L I N E S I L I Z I U M S O L A R Z E L L E auch nicht ganz zutreffend polykristalline Silizium­solarzellen ge-
Das Ausgangsmaterial für monokristalline Siliziumsolarzellen stellt Q
nannt – ist in Blöcke gegossenes Solarsilizium. Es ent­ste­hen relativ
ein aus einer Siliziumschmelze gezogener Ein­kristall dar. Die von die- große Kristalle mit sichtbaren Korngrenzen. Aus den Blöcken werden R
sem zylinderförmigen Einkristall heruntergesägten Silizium­scheiben zunächst Quader und von diesen Quadern dann die einzelnen S ­ ili­-
werden dann im Zellherstellungsprozess zu monokristallinen Silizium­ S
zium­scheiben herausgesägt und dann im Zellherstellungsprozess zu
solarzellen weiterverarbeitet. Im Vergleich zur k multikristallinen multikristallinen Siliziumsolarzellen weiterverarbeitet. Der Wirkungs- T
Zelle ist die Herstellung einer monokristallinen Siliziumsolarzelle etwas grad einer m­ ultikristallinen Siliziumsolarzelle ist mit 15 bis 18 % meist
energieintensiver und aufwändiger. Die Wirkungsgrade monokris-
U
etwas geringer als der Wirkungs­grad monokristalliner Siliziumsolar­
talliner Siliziumsolarzellen ­liegen allerdings mit 17 bis 21 % im Mittel zellen. Das Herstellungs­ver­fahren ist aber kostengünstiger und weni­ V
etwas höher als die von multikristal­linen Siliziumsolarzellen. ger energieintensiv. W
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30 31
N
N ETZ Ü B E R WAC H U N G
A
Eine Photovoltaikanlage produziert Strom, wenn Licht auf den k Solar-
generator fällt. Bei einer Reparatur am Stromnetz könnte es eine B
Gefahr für das Servicepersonal des Netzbetreibers darstellen, wenn
C
N AC H F Ü H R U N G eine k netzgekoppelte Anlage weiterhin Strom ins Netz einspeisen
Mit Hilfe einer Nachführanlage wird der k Solargenerator im Tages­ würde. Deshalb wird die Anlage automatisch vom Stromnetz entkop- D
verlauf gedreht und folgt so dem Stand der Sonne bzw. dem Hellig­ pelt, sobald d
­ ieses abgeschaltet wird oder ausfällt. Eine Netzüberwa- E
keitsmaximum. Die k Solarmodule stehen bei einer zweiachsigen chungseinrichtung im k Wechselrichter kontrolliert ständig, ob das
Nach­füh­rung immer optimal zur Sonne. Der k Ertrag der Anlage kann Stromnetz intakt ist. Es gibt verschiedene Systeme zur Netzüberwa- F
so in Deutsch­land um etwa 30 % gegenüber einer starr montierten chung wie z. B. die k ENS und die k dreiphasige Netzüberwachung. G
Photovoltaikanlage erhöht werden. Die Nachführung kann sowohl Bei großen Frei­flä­chen­anlagen wird die Netzschnittstelle meist durch
einachsig als auch zweiachsig erfolgen. Nachführanlagen eignen sich eine jederzeit zugängliche Frei­schaltstelle realisiert. Damit kann die
H
insbesondere für k Freiflächenanlagen. Photovol­taik­anlage manuell ab- und w­ ieder zugeschaltet werden. I
J
N ETZ B ET R E I B E R Neigungswinkel Osten, Westen
Der Netzbetreiber ist das Unternehmen für den Betrieb und Unter- 0° 10° 20° 30° 40° 50° 60° 70° 80° 90° K
halt des öffentlichen Stromnetzes vor Ort. Das können örtliche Stadt-­ 65 % 90°
75 %
70 % L
werke oder ein überregionales Energieversorgungsunternehmen 10° 80 %
(k EVU) sein. Das k Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet den 90 %
85 %
80° M
20° 95 %
Netzbetreiber, den von der PV-Anlage erzeugten Strom vorrangig N
100 %
abzunehmen und zu vergüten. 30° 70°
O
40°
N ETZ E I N S P E I S U N G 60° P
Wird der von der Photovoltaikanlage produzierte Strom ganz oder 50°
Q
teilweise in das lokale Stromnetz geleitet, so spricht man von Netz­ 60°
50°

einspeisung oder Netzkopplung. R

Neigungswinkel
Azimutwinkel
70° 40°
S
N ETZG E KO P P E LT E A N L AG E 80° 30°
Eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage wird an das örtliche Strom­- 20°
T
90°
netz oder Hausnetz angeschlossen und der solar erzeugte Strom an 0° 10°
U
Besonders geeignete
den k Netzbetreiber verkauft. Man spricht dann von einer netz­ Süden Flächenorientierung
gekoppelten bzw. netzverbundenen Anlage. Eine Anlage ohne Netz- V
kopplung bezeichnet man als k Inselsystem. Himmelsrichtung, Neigung in Korrelation zum Ertrag W
Quelle: Auszug aus dem RWE Bauhandbuch mit freundlicher
­Genehmigung der RWE Power AG
Z
32 33
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von Strom und Span­nung gegeneinander verschoben sind, ergibt ihr
A
Produkt eine Leis­tung mit ab­wechselnd positivem und negativem
Vorzeichen. Im Extremfall sind Strom und Spannung zeitlich um eine B
Viertelperiode verschoben: Die Strom­stärke erreicht ihren Maximal- C
O PT I M A L E AU S R I C H T U N G E I N E R S O L A R A N L AG E wert immer dann, wenn die Spannung Null be­trägt – und um­gekehrt.
Eine Solaranlage sollte in Deutschland möglichst genau nach Süden Das Ergebnis: reine k Blindleistung, die positiven und negativen D
ausgerichtet und um etwa 30° ge­neigt sein (siehe k Dachneigung). Leistungsanteile heben sich vollständig auf. Diese Verschiebung der E
Doch auch bei zusätzlichen Abweichun­gen von bis zu 30° nach Strom- und Spannungskurven nennt man Phasenverschiebung,
­Süd­west oder Südost sinkt der Ertrag nur um ca. 5 bis 10 %. Siehe die zwei Rich­tungen haben kann. Denn sie entsteht, wenn sich Spulen F
auch k Azimutwinkel. oder Kondensa­toren im Wechselstromkreis befinden – und das ist G
eigentlich immer der Fall. Alle Motoren oder Transformato­ren enthal-
H

P
ten Spulen, die für eine induktive Ver­schiebung sorgen, während
die Kondensatoren für eine kapazitive Ver­schie­­bung sorgen. I
J
P H OTOVO LTA I K
P E R FO R M A N C E R AT I O Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Strahlung­s­ener­gie in K
Die Performance Ratio gibt Aufschluss über die Effek­tivität einer elektrische Energie. Die auf einen vorbehandelten („dotierten“) Halb­ L
Pho­tovoltaikanlage und ermöglicht einen Vergleich von k netzge- leiter (sehr häufig Silizium) auftreffende Strahlungsenergie setzt in
kop­pelten Anlagen an verschiedenen Standorten weltweit. diesem elektrische Ladungsträger frei, die über die elektrischen Kon- M
Die Performance Ratio (PR) bezeichnet dabei das Verhältnis des takte in einem äußeren Stromkreis genutzt werden können. In dieser N
tat­sächlichen k Ertrags zu einem theoretischen Ertrag, der sich rein Weise vorbehandelte Halbleiter werden als Solarzellen bezeichnet.
aus der Einstrahlungs­menge auf die Modulfläche und dem Modul- O
wirkungsgrad unter k STC-Bedin­gungen berechnet. Dabei führen PO LY K R I STA L L I N E S I L I Z I U M S O L A R Z E L L E P
unterschiedliche Faktoren wie Tempe­ratur­einfluss, Verschmutzung, k Multikristalline Siliziumsolarzelle
Q
Leitungsverluste, Wechselrichterwirkungsgrad und andere Effekte
zu einer Performance unter 1. Je näher die PR die 1 oder 100  % er­- POT E N Z I A L AU S G L E I C H R
reicht, desto höher ist die Qualität des Anlagenertrags. Eine PR von Unter dem Potenzialausgleich in Verbindung mit Photo­voltaikanlagen S
70 bis 75 % ist für netzgekoppelte Anlagen in Mitteleuropa üblich. versteht man die Verbindung aller elektrisch leitenden Ge­häuse­teile
Gute Anlagen bringen es auf bis zu 80 %. (k Wechselrichter etc.) und Installationseinrichtungen (Solar­modul­ T
rahmen, k Montagesystem) mit dem Gebäudepotenzialausgleich. U
P H AS E N V E R S C H I E B U N G Der Potenzialausgleich ist handwerklich sauber auszuführen, um spä­-
Solange Wechselstrom und -spannung im Gleich­schritt schwin­­gen, tere Schäden durch Überspannungen zu vermeiden. V
ergibt das Produkt der beiden pulsierenden Größen eine ebenfalls W
pulsierende Leistung mit positivem Durchschnittswert. Diese Leistung
nennt man k Wirkleistung. Sobald aber die sinusförmigen Verläufe
Z
34 35
S
zwischenzuspeichern. Damit wird der Eigenverbrauch des günstigen
A
und umweltfreundlichen Solarstroms effektiv erhöht.
B
S O L A R A N L AG E ( T H E R M I S C H / P H OTOVO LTA I S C H )
C
S C H E I N L E I ST U N G Eine Solaranlage ist eine Anlage zur Umwandlung der Sonnenenergie
Die Scheinleistung, auch Anschlusswert oder Anschluss­leistung, in eine Nutzenergie. Es gibt thermische Solar­anlagen zur Brauch­ D
kennzeichnet die elektrische Leistung, die einem Verbraucher wassererwärmung und Heizungsunterstützung. Photo­voltaikanlagen E
zugeführt wird. Scheinleistung ergibt sich aus k Wirkleistung und sind Solaranlagen zur Stromerzeugung.
k Blindleistung. F
S O L A R G E N E R ATO R G
S C H R ÄG DAC H Der Solargenerator ist die Summe der k Solarmodule einer Photo-
Ein Schrägdach wird auch Steildach genannt und ist mit vielfältigen voltaikanlage.
H
Dacheindeckungen versehen. Die k Dachneigung dient der ­sicheren I
Abführung von Regenwasser. Unverschattete Schrägdächer, die SOLARMODUL
J
mit ihrer Fläche nach Südwest bis Südost weisen, sind sehr gut zur Zum mechanischen Schutz und zur Witterungsbeständigkeit werden
photo­vol­taischen Stromerzeugung geeignet. k Solarzellen in Kunststoff oder Harz eingebettet und mit einer front- K
und rückseitigen Abdeckung versehen. Die damit erzielte mechani- L
SILIZIUM sche und elektrische verschaltete Einheit wird als Solarmodul be­zeich-
Silizium ist das zweithäufigste chemische Element der Erde, das net. Die frontseitige Abdeckung ist meist eine gehärtete Glasscheibe M
aus dem Rohstoff Siliziumoxid (Sand) gewonnen wird und zu k mit guter Lichtdurchlässigkeit. Die rückseitige Abdeckung wird häufig N
monokristal­linem, k multikristallinem und k amorphem Silizium mit einem Folienverbund oder ebenfalls einer Glasscheibe realisiert.
verarbeitet werden kann. Silizium ist ein Halbleiter, der für die Solarmodule sind in gerahmter oder ungerahmter Ausführung erhält-
O
­Elektronikindustrie und die Photovoltaik eine wichtige Rolle spielt. lich. Die Anschlussdose mit bereits angeschlossenen Solar­kabeln P
und berührungssicheren Steckverbindern erleichtert die Installation.
Q
S M A RT G R I D R E A DY
Als Smart Grid Ready werden k Warmwasser-Wärmepumpen SOLARZELLE R
bezeichnet, die in ein intelligentes Stromnetz eingebunden werden In der Solarzelle wird Strahlungsenergie in elektrische Energie umge­-
S
können. Bei der Kombination von Photovoltaikanlage und Warm- wandelt (siehe k Photovoltaik). Eine einzelne Solarzelle z. B. auf
wasser-Wärmepumpe wird dafür ein k Wechselrichter mit einem ­Basis kristallinen Siliziums hat eine Arbeitsspannung von ca. 0,5 Volt T
potenzialfreien Kontakt eingesetzt. Außerdem können die von uns und wird mit vielen weiteren Solarzellen zu einem k Solarmodul U
angebotenen Warmwasser-Wärmepumpen zusammen mit der Photo- elektrisch in Reihe geschaltet.
voltaikanlage über den Sunny Home Manager in das intelligente V
Energiemanagementsystem der SMA Solar Technology AG eingebun- STA N DA R D -T E ST B E D I N G U N G E N W
den werden. Ziel ist, möglichst viel Solarstrom für die Warmwasser- auch kurz STC (engl.: Standard Test Conditions) stellen die Rahmen-
produktion einzusetzen und im Wasserspeicher der Wärmepumpe bedingungen dar, unter denen die Leistung eines k Solarmoduls
Z
36 37
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im Labor gemessen und angege­ben wird. Konstante Größen bei der
A
Messung sind: Bestrahlungs­stärke von 1000 W/m2; Spektrum des
Lichts nach Durchgang durch die 1,5-fache Dicke der Atmosphäre B
(AM 1,5); Temperatur der k Solar­zelle von 25 °C. C
T E M P E R AT U R KO E F F I Z I E N T
ST R A N G ( E N G L . : ST R I N G ) Sowohl die Spannung als auch der Strom und so­mit auch die Leistung D
Mehrere k Solarmodule werden in Stränge hinter­ein­an­­­dergeschaltet, eines k Solarmoduls sind abhängig von der Betriebs­temperatur E
um so den richtigen Spannungsbereich für den Anschluss an den der k Solarzelle. Der Temperaturkoeffizient gibt an, in welchem Maße
k Wechselrichter zu erreichen. Mehrere Stränge können an einen sich die jeweilige Größe mit der Temperatur verändert. F
Wech­selrichter oder separaten Generatoranschlusskasten ange- Die Spannung einer Solarzelle hat beispielsweise einen negativen G
schlossen werden. Tempera­tur­koeffizient und sinkt damit bei steigender Temperatur. Der
H
Strom hingegen steigt geringfügig an (kleiner positiver Temperatur-
SYST E M H AU S koeffizient). Insgesamt besitzt die Leistung einer Solarzelle bzw. eines I
Bindeglied zwischen den Herstellern von Photovoltaik­kompo­nen- Solarmoduls einen negativen Tempe­raturkoeffizienten. Je niedriger
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ten und den Kunden. BayWa r.e. Solar Energy Systems als System- der Betrag dieses Temperaturkoeffizienten des Solarmoduls ist, umso
haus vertreibt alle Komponenten, die für den Betrieb einer Photo- weniger stark fällt die Leistung des k Solargenerators bei Hitze im K
voltaikanlage benötigt werden: k Module, k Montagesysteme, Sommer ab. L
k Wechselrichter, k Batterie-Speichersysteme, k DC-Haupt­
schalter, Solarkabel, Anlagenüberwachung, Großanzeigen. Gerne T R A N S FO R M ATO R ( T R A FO ) M
unterstützen wir Sie auch bei der k Anlagenplanung und beraten k Wechselrichter für Photovoltaikanlagen formen den Gleich­strom N
Handelspartner und Endkunden gleichermaßen umfassend zum in netzkonformen Wechselstrom um. Um die Spannung an das
Thema k Photovoltaik. ­Netzniveau anzupassen, arbeiten viele Wechselrichter mit einem inter­
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nen Transformator (Trafo). Es ist aber auch möglich, einen Wechsel- P
SYST E M N U TZ U N G S G R A D richter ohne Trafo zu betreiben. Diese trafolosen Geräte haben einen
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Der Systemnutzungsgrad einer Photovoltaikanlage beschreibt den höheren k Wirkungs­­grad und erwirtschaften daher in der Regel
Wirkungsgrad des gesamten Solarsystems, d. h. er stellt dar, wie einen höheren k Ertrag. R
viel Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrischen Strom
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umgewandelt wurde. Berücksichtigt wird dabei das Verhältnis von
Solarertrag zur Strahlungsenergie: Zur Bewertung werden die einge­- T
setzte und die nutzbare Energie des gesamten Solarsystems ein­ U
schließlich aller Verluste, die u.a. durch die Umwandlung im k Wech­
selrichter oder durch Leitungsverluste entstehen, hinzugezogen. VERGÜTUNG V
Systemnutzungsgrade werden immer über einen längeren Zeit­raum k Einspeisevergütung W
(mehrere Monate oder ein Jahr) betrachtet und dienen vorrangig
der energetischen Bewertung einer Anlage.
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V E R S C H AT T U N G Entspannungs-
ventil A
Eine Teilverschattung des k Solargenerators hat starke Aus­wirkun­
gen auf den k Ertrag. Daher müssen die k Solarmodule möglichst B
zu jeder Tageszeit unverschattet bleiben. BayWa r.e. Solar Energy C
Systems plant Ihre Photo­vol­taik­anlagen kompetent, so dass keine
Verdampfer
oder nur un­vermeidbar mini­male Verschattungen auftreten. D
Verflüssiger
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VERSICHERUNG
Die Photovoltaikanlage sollte man auf jeden Fall in die be­ste­hende F
Gebäudeversicherung mit aufnehmen oder hierfür eine spezielle G
Solar­versicherung abschließen. Als zusätzliche Absicherung bieten Verdichter
manche Versi­che­­rungen eine Ertragsausfallversicherung für Still- Umweltenergie Warmwasser
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= Sonnenenergie Heizung
standszeiten der Anlage an. Hier sind die Bedingungen genau zu I
stu­dieren. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Photovoltaikanlage in Elektrische Energie
über Sonnenenergie
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die Haftpflichtversicherung mit aufnehmen zu lassen.
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VO LT L
Elektrische Einheit für Spannung (k Watt, k Ampere)
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Schematischer Aufbau der Wärmepumpe O
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WÄ R M E P U M P E WA F E R
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Wärmepumpen nutzen die Energie unserer Umwelt. Für ihre Arbeit Wafer sind dünne runde oder quadratische Siliziumscheiben mit einer
braucht eine Wärmepumpe elektrischen Strom, mit dessen Hilfe typischen Dicke von 180 bis 300 Mikrometer (µm). Sie bilden die R
sie die Umgebungswärme sehr effektiv auf ein für uns nutzbares Grund­lage für die Herstellung von Solarzellen. Dabei werden zwei
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Energieniveau bringt. Herz einer Wärmepumpe ist der Kältekreis: ­Typen von Wafern unterschieden: multikristalline (auch: poly­kristal­
Nach außen geschlossen zirkuliert hier ein Kältemittel, das Wärme line) und monokristalline Wafer. Die Herstellung erfolgt für beide T
bei niedriger Temperatur aufnimmt und – nach Energiezufuhr – Typen durch Sägen von entsprechenden k Ingots. Aus den Wafern U
bei höherer Temperatur wieder abgibt. Kältemaschinen – wie der werden in mehreren nachfolgenden Bearbei­tungs­schritten k Solar­-
Kühlschrank – nutzen dabei die „kalte Seite“ des Kreislaufes, Wärme- zellen hergestellt, die für die Fertigung von k Solar­modulen not- V
pumpen die „warme Seite“. wendig sind. W
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WA R M WAS S E R B E DA R F W EC H S E L R I C H T E R / N ETZ
A
Wie viel warmes Wasser ein Haushalt verbraucht, hängt von der An- Der Netzwechselrichter wandelt den vom k Solar­generator produ­
zahl der Bewohner, ihrem Nutzerverhalten und der sanitären Aus- zierten Gleichstrom (k DC) in Wechselstrom (k AC) um, damit er B
stattung ab. Eine Person braucht pro Tag zwischen 20 und 60 Liter in ein vorgegebenes Netz eingespeist werden kann. Wichtige Grö­ßen C
Warmwasser mit einer üblichen Nutzertemperatur von etwa 40 °C. bei Netzwechselrichtern sind ihr k Wirkungsgrad und ihre Zuver­
Das entspricht ca. 25 Liter Warmwasser mit einer Bevorratungstem- lässig­keit. Gene­rell sollte der k Solargenerator in der Leistung um D
peratur von 60 °C pro Person und Tag. Für den Gebrauch wird kaltes 5 bis maximal 15 % höher ausgelegt werden als die k AC-Ausgangs­ E
Wasser zugemischt. leistung des Wechselrichters. Für eine optimale Auslegung verwen-
den Sie bitte den jeweiligen Konfigurator des Wechselrichter-Herstel- F
WA R M WAS S E R - WÄ R M E P U M P E lers und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Instal­lateur. G
Warmwasser-Wärmepumpen erzeugen keine Heizungsenergie, son-
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dern warmes Trinkwasser – das heißt Wasser, das zum Duschen, Wh
Spülen, Trinken und ähnlichem verwendet wird. Warmwasser-Wärme- Einheit für Wattstunde. 1000 Wattstunden (Wh) entsprechen einer I
pumpen sind in der Regel Kompaktgeräte aus Wärmepumpe und Kilowattstunde (k kWh).
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integriertem Warmwasserspeicher. Da sie in Kombination zur beste-
henden Heizungsanlage eingesetzt werden, kann die Heizung in der W I R K L E I ST U N G K
warmen Jahreszeit ganz ausgeschaltet werden. Die von uns ange- Die Wirkleistung ist die nutzbare Leistung, mit der sich Maschinen L
botenen Warmwasser-Wärmepumpen werden im Keller- oder Wirt- antreiben, Lampen zum Leuchten bringen oder Heizstrahler betreiben
schaftsraum einfach aufgestellt und nutzen die Luft als Energiequelle. lassen. Der Hintergrund: Jeder Verbraucher hat einen ohmschen M
Eine Raumtemperatur von 6 °C ist ausreichend; der Aufstellraum wird Wider­stand, der im Betrieb seine aufgenommene Leistung vollständig N
etwas gekühlt und entfeuchtet. in Wärme um­wandelt. Hat ein Verbraucher neben dem ohmschen
Widerstand auch Spu­len und Kondensatoren, dann entsteht zwischen
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WAT T Strom und Spannung eine zeit­liche Verschiebung, die auch k Pha­ P
Elektrische Einheit für Leistung (k Volt, k Ampere) senverschiebung genannt wird. Neben der Wirkleistung ist deshalb
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auch eine k Blindleistung vorhanden. Die Wirk­leis­tung wird in der
W EC H S E L R I C H T E R / I N S E L Einheit k Watt (W) angegeben. Bei Gleichspannung ist die Wirkleis- R
Bei einem Inselwechselrichter handelt es sich um einen k Wechsel­ tung gleich der k Scheinleistung.
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richter für ein k Inselsystem. Der Wechselrichter in einem Insel­
system hat die Aufgabe, den Anschluss von Wechselstromverbrau- T
chern zu ermöglichen und eine stabile Wechselspannung vorzugeben U
und zu erhalten. Diese Aufgabe kann der Inselwechselrichter meist
nur unter Einbeziehung von Speicherelementen (z. B. Batteriespei- V
cher) im Inselsystem bewältigen. W
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WIRKUNGSGRAD H I STO R I S C H E N A M E N S G E B E R F Ü R E I N H E I T E N
A
Der Wirkungsgrad gibt die Effektivität der Energieumwand­lung wie- UND GRÖSSEN
der. Wirkungsgrade von k Solarmodulen liegen typischerweise B
bei 11 bis 21 %, d. h. 11 bis 21 % der eingestrahlten Sonnenenergie
C
wird in elektrische Energie umgewandelt. Bei k Wechsel­rich­tern AMPÈRE
liegen die Wirkungs­grade bei Umwandlung von Gleichstrom in Wech­ André Marie Ampère (*20.1.1775, † 10.6.1836); französischer D
sel­strom bei 92 bis 98 % (vgl. k Europäischer Wirkungsgrad von ­Physiker E
Wechsel­richtern).
VO LT F
Wp Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf von Volta G
Einheit für Wattpeak. 1000 Wattpeak (Wp) entsprechen einem Kilo- (*18.2.1745, † 5.3.1827); italienischer Physiker
wattpeak (k kWp)
H
WAT T I

Z
James Watt (*19.1.1736, † 19.8.1819); schottischer Erfinder
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K
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ZELLE
k Solarzelle M
N
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P
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R
S
T
U
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