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Die Elektronik ist ein Hauptgebiet der Elektrotechnik.

Sie ist die Wissenschaft von der


Steuerung des elektrischen Stromes durch elektronische Schaltungen das heißt
Schaltungen, in denen mindestens ein Bauelement aufgrund von Vakuum-
oder Halbleiter-Leitung funktioniert. Elektronische Elemente verhalten sich nichtlinear,
während das Verhalten anderer elektrischer (nicht-elektronischer) Elemente als linear
bezeichnet wird. Elektronik befasst sich außerdem mit der Funktion
elektronischer Bauelemente selbst. Elektronik in kleineren Maßstäben wird
dementsprechend mit Präfixe Mikroelektronik und Nanoelektronik genannt, und die wird
meist realisiert mit dem integrierten Schaltkreis z. B. ein Silizium-Chip.
Elektronik verarbeitet elektrische Signale informationsmäßig oder erzeugt sie, oder
verwandelt elektrische Energie hinsichtlich ihres Spannungs-Strom-Verhältnisses unter
Zuhilfenahme von Verstärkern oder Gleichrichtern.
Elektronische Schaltungen werden zumeist auf Platinen aufgebaut und
als Modul entweder zu elektronischen Geräten zusammengebaut, oder sie werden
Teil elektrotechnischer Apparate.
Die Optoelektronik ist ein Teilgebiet der Elektronik und beschäftigt sich mit der
Steuerung durch Licht.

Inhaltsverzeichnis

 1Wortbildung
 2Geschichte
 3Analogelektronik
 4Digitalelektronik
o 4.1Logik der Digitalelektronik
 5Hochfrequenzelektronik
 6Leistungselektronik
 7Bauelemente
 8Miktroelektronik & Nanoelektronik
 9Entwurf von Leiterplatten und integrierter Schaltkreise
 10Bedeutung in der Gesellschaft
 11Kommerzielle Elektronikfertigung
 12Elektronik und Elektrotechnik in der Berufswelt
o 12.1Ausbildungsberufe
o 12.2Fortbildung
o 12.3Studienfach
 13Siehe auch
 14Literatur
 15Einzelnachweise
 16Weblinks

Wortbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Der Begriff Elektronik leitet sich von dem griechischen Wort elektron (ήλεκτρον) ab,
das Bernstein bedeutet. Elektronik ist ein Kofferwort, das aus den
Begriffen Elektron (dem Elementarteilchen) und Technik zusammengefügt wurde. Die
Elektronik ist sozusagen die Elektronen-Technik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


1873 entdeckte Willoughby Smith, dass Selen in der Lage ist, bei Licht zu leiten
(Photoeffekt). Auf diese Erkenntnis hin entdeckte Karl Ferdinand Braun 1874
den Gleichrichtereffekt. Stoney und Helmholtz prägten den Begriff des Elektrons als
Träger des elektrischen Stromes. 1883 erhielt Thomas Alva Edison ein Patent auf einen
Gleichspannungsregler, der auf der Glühemission (dem Edison-Richardson-Effekt)
beruhte, einer Voraussetzung für alle Vakuumröhren. 1897 begann die Entwicklung
der Braunschen Röhre durch Karl Ferdinand Braun. Im Jahre 1899 begann daraufhin die
Entwicklung der Spitzendiode. 1904 erlangte John Ambrose Fleming ein Patent auf eine
Vakuumdiode.
Siehe auch: Geschichte der Elektronenröhre
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Entwicklung von Elektronenröhren bereits
fortgeschritten. Die ersten Elektronenröhren wurden entwickelt und bereits in
elektrischen Schaltungen genutzt. Mit der Triode stand zum ersten Mal ein brauchbares
Bauelement zum Aufbau von Verstärkern zur Verfügung. Dadurch wurden Erfindungen
wie Rundfunk, Fernsehen und Radar möglich.
Im Jahr 1948 wurde der erste Transistor vorgestellt. Transistoren können wie Röhren als
Verstärker, elektronische Schalter oder als Oszillator eingesetzt werden. Jedoch lassen
sich Transistoren im Gegensatz zu Vakuumröhren, die sehr viel Raum und elektrische
Leistung brauchen, sehr klein fertigen, denn sie basieren auf Halbleitertechnologie,
wodurch sehr viel höhere Stromdichten möglich sind.
In den 1960er Jahren gelang die Fertigung von kompletten, aus mehreren Transistoren
und weiteren Bauelementen bestehenden Schaltungen auf einem
einzigen Siliziumkristall. Die dadurch eingeleitete Technik der integrierten
Schaltkreise (kurz IC von engl. integrated circuit) hat seitdem zu einer
stetigen Miniaturisierung geführt. Heute ist die Halbleiterelektronik der wichtigste Zweig
der Elektronik.
Als Schlüsseltechnologie für die Zukunft wird zuweilen die Polytronik gesehen. Sie
bezeichnet die Zusammenführung kunststoffbasierter Systemfunktionen zu der Vision
„intelligentes Plastik“.

Analogelektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


→ Hauptartikel: Analogtechnik
Die Analogtechnik beschäftigt sich vor allem mit der Verarbeitung von kontinuierlichen
Signalen. Man nutzt dabei die physikalischen Gesetze aus, die das Verhalten der
Bauelemente (Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Röhren usw.) beschreiben,
oder man schafft durch Schaltungsprinzipien günstige Voraussetzungen. Typische
Grundschaltungen sind Stromquellen, Stromspiegel, Differenzverstärker und Kaskaden,
sowie Referenzelemente wie die Bandgap. Daraus lassen sich kompliziertere
Schaltungen aufbauen, wie z. B. Verstärker, mit deren Hilfe sich weitere Funktionen
aufbauen lassen (Oszillator, Filter etc.). Der Operationsverstärker ist ein Verstärker mit
einem Differenzeingang (Differenzverstärker). Sein Name rührt daher, dass mit ihm
mathematische Operationen (Subtraktion, Addition, Integration etc.) ausgeführt werden
können. Operationsverstärker finden in der Analogelektronik breite Anwendung. Der
Genauigkeit der Signalverarbeitung sind in der Analogelektronik durch die
Herstellungstoleranzen der Bauelemente und deren Nichtidealitäten
(z. B. Rauschen, Nichtlinearität, Hysterese) sowie durch weitere störende Effekte
wie Übersprechen und Einkopplungen von Störsignalen Grenzen gesetzt. Es wurden
sehr weit fortgeschrittene Verfahren entwickelt, die solche Fehler kompensieren oder
minimieren und damit Genauigkeiten in der Präzisionselektronik im Bereich von
wenigen ppm erlauben. Solche hohe Genauigkeit ist z. B. notwendig, um Analog-Digital-
Umsetzer mit 20 Bit Auflösung zu realisieren. Die Analogtechnik bildet prinzipiell die
Grundlage der Digitaltechnik.

Digitalelektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


→ Hauptartikel: Digitaltechnik
Die Digitalelektronik oder Digitaltechnik beschäftigt sich mit der Verarbeitung von
diskreten Signalen (ausgedrückt als Zahlen oder logische Werte).
Die Diskretisierung betrifft dabei immer den Wertebereich und oft auch zusätzlich das
zeitliche Verhalten. In der Praxis beschränkt man sich auf zweiwertige Systeme, d. h.:
Spannungen oder Ströme sollen – abgesehen von Übergangsvorgängen – nur zwei
Werte annehmen (an/aus, 1 oder 0, auch high/low, kurz H/L). Die Änderung der Werte
kann bei zeitdiskreten Systemen nur zu bestimmten, meist äquidistanten Zeitpunkten
stattfinden, die ein Takt vorgibt. Bei der Digitalelektronik werden analoge Signale
entweder vor der Verarbeitung mit Hilfe von Analog-Digital-Umsetzern digitalisiert
(in Digitalsignale umgesetzt) oder existieren bereits von vornherein als diskrete Werte.
Transistoren werden in der Digitaltechnik in der Regel als Schaltverstärker und nicht als
analoge Verstärker eingesetzt.
Der Vorteil der Digitalelektronik liegt in der Tatsache, dass im Anschluss an die
Digitalisierung die bei der Analogelektronik erwähnten störenden Effekte keine Rolle
mehr spielen, jedoch auf Kosten des Bauteilaufwandes. Ist z. B. eine analoge Schaltung
mit einem maximalen Fehler von 0,1 % behaftet, so kann dieser Fehler ab ca.
10 Bit Datenbreite von digitalen Schaltungen unterboten werden. Ein analoger
Multiplizierer benötigt etwa zwanzig Transistoren, ein digitaler Multiplizierer mit derselben
Genauigkeit mehr als die zwanzigfache Anzahl. Der Aufwand wächst durch die
Digitalisierung also zunächst an, was aber durch die immer weiter vorangetriebene
Miniaturisierung mehr als kompensiert wird. Heute lassen sich auf einem integrierten
Schaltkreis eine sehr große Menge von Transistoren realisieren (die Anzahl geht typisch
in die 10 Millionen). Der Vorteil ist nun, dass z. B. die Spannungspegel in erheblichem
Maße variieren können, ohne die korrekte Interpretation als 1 oder 0 zu behindern. Damit
ist es möglich, dass die Bauelemente der integrierten Schaltungen sehr ungenau sein
dürfen, was wiederum die weitere Miniaturisierung ermöglicht. Die Eigenschaften der
Schaltung werden also weitgehend von den physikalischen Eigenschaften der
Bauelemente entkoppelt.
Die vereinfachte Beschreibung digitaler Schaltungen mit den zwei Zuständen H und L
reicht vor allem bei immer höheren Geschwindigkeiten und Frequenzen nicht immer aus,
um sie zu charakterisieren oder zu entwerfen. Im Grenzfall befindet sich die Schaltung
den überwiegenden Teil der Zeit im Übergang zwischen den beiden logisch definierten
Zuständen. Daher müssen in solchen Fällen oft zunehmend analoge
und hochfrequenztechnische Aspekte berücksichtigt werden. Auch bei langsamen
Schaltungen kann es Probleme geben, die nur durch analoge Betrachtungsweisen zu
verstehen sind; als Beispiel sei das Problem der Metastabilität von Flipflops genannt.
Logik der Digitalelektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Digitale Schaltungen – auch Schaltsysteme oder logische Schaltungen genannt –
bestehen hauptsächlich aus einfachen Logikelementen, wie AND-, NAND-, NOR-, OR-
oder NOT-Gattern und Komponenten, mit denen digitale Signale gespeichert werden
können, z. B. Flipflops oder Zählern. Alle diese logischen Funktionen lassen sich mit im
sogenannten Schalterbetrieb arbeitenden elektronischen Bauelementen (z. B.
Transistoren) realisieren. Durch die Integration dieser Schaltungen auf
einem Chip (monolithische Schaltung) entstehen komplexe elektronische Bauelemente
wie beispielsweise Mikroprozessoren.
Hochfrequenzelektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Hochfrequenzelektronik oder Hochfrequenztechnik beschäftigt sich vorwiegend mit
der Erzeugung und der Ausstrahlung sowie dem Empfang und der Verarbeitung von
elektromagnetischen Wellen. Anwendungen davon sind z. B.
die Funktechnik mit Rundfunk, Fernsehen, Radar, Fernsteuerung, drahtlose Telefonie,
Navigation, aber auch die Vermeidung unerwünschter Schwingungen (Störung, EMV)
und unkontrollierter Abstrahlung (Abschirmung). Weitere Bereiche der
Hochfrequenzelektronik sind Mikrowellentechnik, kabelgebundene
Informationsübertragung oder Bereiche der Medizinelektronik. Der Übergang von
der Niederfrequenz- zur Hochfrequenztechnik ist fließend. Er beginnt etwa dann, wenn
die Frequenz f der elektromagnetischen Welle auf einer Verbindungsleitung der Länge L
ein Produkt fL bildet, das zu einer merklichen Phasendrehung ßL = 2π L/λ und somit zu
stehenden Wellen führt. Dabei ist λ = λ0/(εr eff)1/2 die Wellenlänge auf der Leitung, λ0 = c/f
die Wellenlänge im freien Raum und c die Vakuumlichtgeschwindigkeit. Die Größe ε r
eff errechnet sich im einfachsten Fall, je nach Feldverteilung, aus einer Gewichtung der
verschiedenen Permittivitätswerte εr in der Leitung. Selbst verlustlose Leitungen können
daher nur für kleine Phasendrehung ßL ≪ 1 (entspricht ca. 57,3°) vernachlässigt werden,
also nur für fL ≪ c/[2π (εr eff)1/2]. Bei einer elektronischen Schaltung mit Kabeln von L ≥
3 m und εr eff = εr = 2,3 muss für ßL < 5° dann etwa f < 1 MHz. bleiben. Die praktische
Hochfrequenzelektronik beginnt somit etwa ab f = 1 MHz, sie ist eine tragende Säule der
Informationstechnik.
Selbst im einfachsten Fall benötigt man zwei Angaben zur Beschreibung einer Leitung:

1. Phasenlaufzeit τph = (εr eff)1/2 L/c


2. Wellenwiderstand Z0
Dabei lassen sich Z0 und εr eff in einem quasistatischen Modell auf Platinen bis in den
unteren GHz-Bereich noch aus der Leitungskapazität und Leitungsinduktivität pro
Längeneinheit berechnen. Ab einigen Gigahertz verfeinert man die Näherung, indem aus
den Maxwellschen Gleichungen, aus den Feldern und dem sog. Eigenwert ß mit ß =
(εr eff)1/2 2π/λ0 verbesserte, frequenzabhängige Werte εr eff(f) und Z0(f) ermittelt werden.
Ab einigen 10 GHz sind die Maxwellschen Gleichungen vollnumerisch zu lösen, die
Wellen breiten sich im Zick-Zack aus, und es tritt völlig analog zu Lichtwellenleitern der
Multimodebetrieb auf, etwa dann, wenn sich zusätzlich auch in transversaler Richtung
stehende Wellen ausbilden können. Das gilt für jede Leitung, genauer, für jede Struktur
bis hin zu Leitungsabzweigungen, Anschlussflächen für Bauelemente und für die
Struktur der Bauelemente.
Die Bauelemente R, L und C verlieren selbst in SMD-Bauform schon ab ca. 0,1 GHz ihre
idealen Eigenschaften U = RI, U = L dI/dt und I = C dU/dt zwischen Strom I und
Spannung U. Ein Widerstand z. B. ist mit steigender Frequenz stets durch kapazitive und
bei Stromfluss durch induktive Effekte gekennzeichnet. Elektronische Bauelemente misst
man daher zuvor in einer Ersatzumgebung mit 50-Ω-Anschlusskabeln (NWA =
Netzwerkanalysator), wobei der Aufbau des Elementes später in der wirklichen
Schaltung genau nachgebildet werden muss. Die auf den Anschlussleitungen
hinlaufenden, am Messobjekt reflektierten und durch das Objekt transmittierten Wellen
stehen bei den passiven Elementen und bei nichtlinearen Elementen (z. B. Transistoren)
mit nur kleiner Aussteuerung in einem linearen Zusammenhang: Bei einer 2-Tor-
Messung liefert ein NWA dann für jede Frequenz eine 2×2-Streumatrix (s-
Parameter),[1] die bei nichtlinearen Elementen noch vom Arbeitspunkt abhängt und das
Strom-Spannungs-Verhalten selbst für f > 50 GHz realitätsnah beschreibt. Diese Daten
spiegelt man dann in ein CAD-System ein, das die Kirchhoffschen Gesetze anwendet,
um alle U und I zu ermitteln. Die Elemente L bzw. C lassen sich dabei für hohe
Frequenzen durch eine Leitung mit ßL ≪ 1 und Kurzschluss bzw. Leerlauf am Ende
nachbilden und ein Widerstand R durch eine verlustbehaftete Leitung realisieren, in die
eine Welle hineinläuft und wie in einem Sumpf versickert.
Gewisse Bauelemente und Strukturen können aber auch als fertige Modelle aus einem
CAD-System übernommen werden, sofern den Modellen vertraut wird, was einer
erheblichen Gewissensfrage gleichkommt, denn die gesamte Analyse steht und fällt mit
den Modellen. Neben fertigen Modellen und NWA-Messungen kann bei passiven
Strukturen durch die vollnumerische Lösung der Maxwellschen Gleichungen sozusagen
eine „Software-Messung“ der s-Parameter vorgenommen werden. Um die dabei
dramatisch ansteigende Rechenzeit in Grenzen zu halten, greift man in einer Struktur
dafür nur die kritischsten Bereiche heraus: Anschlussflächen, Kreuze, Stecker,
Antennen, Abzweigungen etc.
Bei Großsignalaussteuerung nichtlinearer Elemente kann bis zu einigen Gigahertz die
aus der allgemeinen Elektronik bekannte Modellierung nach SPICE versucht werden.
Dabei sind die SPICE-Parameter, die die physikalischen Gleichungen der Modelle
„biegsam“ gestalten, so zu wählen, dass die s-Parameter von SPICE-Modell und NWA-
Messung bei allen Arbeitspunkten und allen Frequenzen so gut wie möglich
übereinstimmen: Bei nur 10 Testarbeitspunkten und 50 Frequenzpunkten mit je 4 s-
Parametern ergäben sich bereits 2000 zu prüfende komplexe s-Parameterwerte. Der
Aufwand ist enorm und die Modellierung extrem schwierig, selbst für einen einzigen
Arbeitspunkt.[2]
Das Rauschen elektronischer Schaltungen ist schon bei mittleren Frequenzen nicht mehr
gut durch SPICE-Modelle beschreibbar. Daher misst man analog zur NWA-Messung das
Rauschverhalten in einer Ersatzumgebung (Rauschmessplatz). Mit den gewonnenen
Rauschparametern (min. Rauschzahl bei optimaler Generatorimpedanz zuzüglich einem
äquivalenten Rauschwiderstand) lässt sich im CAD-System umrechnen,[3] wie das
Bauelement in der tatsächlichen Schaltung rauscht. Ein Rauschmessplatz ist sehr
komplex und erfordert a priori einen NWA.
Ohne die CAD-Systeme ist die Auswertung der vielen Gleichungen unmöglich. Eine
sinnvolle Nutzung erfordert darüber hinaus aber tiefe Kenntnisse zu den programmierten
Theorien und verwendeten Modellen.

Leistungselektronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Leistungselektronik bezeichnet das Teilgebiet der Elektrotechnik, das die
Umformung elektrischer Energie mit elektronischen Bauelementen zur Aufgabe hat. Die
Umformung elektrischer Energie mit Transformatoren oder mit rotierenden
Maschinensätzen wird dahingegen nicht zur Leistungselektronik gerechnet.

Bauelemente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene elektronische und elektromechanische Bauelemente


→ Hauptartikel: Liste elektrischer Bauelemente
Zu den wichtigen Bauelementen
zählen Widerstand, Kondensator, Transistor, Diode, Spule und die Integrierte
Schaltung (kurz IC).
Man spricht von passiven Bauelementen, wenn primär Widerstände, Kondensatoren und
Induktivitäten gemeint sind. Unter den aktiven Bauelementen werden meist alle Arten
von integrierten Schaltungen, Halbleiterbauelementen und Elektronenröhren verstanden.
Alle diese Bauelemente werden in einer großen Typenvielfalt angeboten. [4] Durch die
exakt berechnete Zuordnung der logisch miteinander arbeitenden elektronischen
Bauteile auf einer Platine entsteht ein elektronischer Schaltkreis.
Ein selbständig und logisch arbeitender Rechnen-Operator-Chip ist der
moderne Prozessor, der nicht nur auf dem Mainboard eines Computers zu finden ist,
sondern ein Bestandteil moderner Industrie- und Fahrzeugtechnik ist.

Miktroelektronik & Nanoelektronik[Bearbeiten | Quelltext


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→ Hauptartikel: Mikroelektronik und Nanoelektronik
Die Mikroelektronik beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung integrierter
Schaltkreise. In einigen Bereichen wurde die 100-Nanometer-Grenze unterschritten, so
spricht man hier bereits formal von Nanoelektronik.

Entwurf von Leiterplatten und integrierter


Schaltkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
→ Hauptartikel: Electronic Design Automation, Leiterplatte und Integrierter Schaltkreis
Entwurfsautomatisierung elektronischer Systeme ist die deutsche Bezeichnung
rechnergestützte Hilfsmittel für den Entwurf von elektronischen Systemen, insbesondere
der Mikroelektronik. EDA wird zumeist als Teilgebiet des computer-aided design (CAD)
bzw. des computer-aided engineering (CAE) verstanden. Alternativ wird anstelle von
EDA auch von ECAD (electronic CAD) gesprochen.

Bedeutung in der Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Die Elektronik umfasst heute unzählige Gebiete, von der Halbleiterelektronik über
die Quantenelektronik bis hin zur Nanoelektronik. Seit dem Siegeszug des Computers,
der stetigen Entwicklung der Informationstechnologie und der zunehmenden Automation
hat sich die Bedeutung der Elektronik beständig erweitert. Die Elektronik nimmt heute in
unserer Gesellschaft einen großen Stellenwert ein und ist aus vielen Bereichen nicht
mehr wegzudenken.

Kommerzielle Elektronikfertigung[Bearbeiten | Quelltext


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Im Jahre 2007 kamen 38 % aller weltweit hergestellten Elektronikprodukte aus der
Asien-Pazifik-Region. Im Jahre 1995 lag dieser Anteil noch bei 20 %. Allein China
erhöhte seinen Anteil von 3 % 1995 auf 16 % 2007. Unter den Top-10-Ländern befinden
sich auch Südkorea, Malaysia, Singapur und Thailand. Der Anteil von Westeuropa lag
2007 bei 19 % der globalen Produktion (entspricht ca. 192 Mrd. Euro). Für die
Leistungsreihenfolge der Größe der Elektronikfertigung in Westeuropa gilt folgende
Rangliste (Stand 2006): Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien. [5]
Elektronik und Elektrotechnik in der
Berufswelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ausbildungsberufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
→ Hauptartikel: Liste der Ausbildungsberufe in der Elektrotechnik
Fortbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Fortbildung zum Elektromeister findet an einer Meisterschule statt und dauert 1
Jahr Vollzeit bzw. 2 Jahre berufsbegleitend.
Eine Fortbildung zum Elektrotechniker kann an einer Technikerschule in 4 Semestern
Vollzeit bzw. 8 Semestern berufsbegleitend absolviert werden.
Studienfach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Elektronik wird an vielen Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien als
Studiengang angeboten. An Universitäten wird während des Studiums die
wissenschaftliche Arbeit betont, an Fachhochschulen und Berufsakademien steht die
Anwendung physikalischer Kenntnisse im Vordergrund.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


 Portal: Elektrotechnik – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema
Elektrotechnik
 Portal: Mikroelektronik – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema
Mikroelektronik
 Schaltungstechnik
Für freizeitmäßig betriebene Elektronik siehe Hobbyelektronik. Für Elektronik im KFZ
siehe Automobilelektronik.

 Elektroindustrie
 Elektronikschrott

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


 Karsten Block, Hans J. Hölzel, Günter Weigt: Bauelemente der Elektronik und ihre
Grundschaltungen. Stam-Verlag, ISBN 3-8237-0214-9.
 Stefan Goßner: Grundlagen der Elektronik. 9. Auflage. Shaker Verlag, Aachen
2016, ISBN 978-3-8265-8825-9.
 Ekbert Hering, Klaus Bressler, Jürgen Gutekunst: Elektronik für Ingenieure. Springer,
Berlin 2001, ISBN 3-540-41738-9.
 P. Horowitz, W. Hill: Die hohe Schule der Elektronik. Band 1 Analogtechnik. Elektor-
Verlag, ISBN 978-3-89576-024-2.
 P. Horowitz, W. Hill: Die hohe Schule der Elektronik. Band 2 Digitaltechnik. Elektor-
Verlag, ISBN 978-3-89576-025-9.
 P. Horowitz, W. Hill: The Art of Electronics. Third Edition. Cambridge University
Press, ISBN 978-0521809269.
 K. Küpfmüller, G. Kohn: Theoretische Elektrotechnik und Elektronik, Eine
Einführung. 16., vollst. neu bearb. u. aktualisierte Auflage. Springer, Berlin
2005, ISBN 3-540-20792-9.
 Patrick Schnabel: Elektronik-Fibel. 4. vollständig überarbeitete Auflage. BoD,
Norderstedt 2006, ISBN 3-8311-4590-3.
 U. Tietze, C. Schenk: Halbleiter-Schaltungstechnik. Springer, Berlin, ISBN 3-540-
42849-6.
 Claus-Christian Timmermann: Hochfrequenzelektronik mit CAD, Band 1. Leitungen,
Vierpole, Transistormodelle und Simulation mit numerischen und symbolischen
CAD/CAE-Systemen. PROFUND Verlag, 2003, ISBN 3-932651-21-9.
 Claus-Christian Timmermann: Hochfrequenzelektronik mit CAD, Band 2. Rauschen,
Schmal- und Breitbandverstärker, Oszillatoren, Koppler, Filter, PLL, Antennen- und
Optoelektronik. PROFUND Verlag, 2005, ISBN 3-932651-22-7.