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MovieMento & City-Kino März 2018 Nr. 350 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino www.moviemento.at
MovieMento & City-Kino
März 2018
Nr. 350 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino
www.moviemento.at
MovieMento & City-Kino März 2018 Nr. 350 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino www.moviemento.at
MovieMento & City-Kino März 2018 Nr. 350 – Programmzeitung für Moviemento & City-Kino www.moviemento.at

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Vorspann

Inhalt

Neue Filme im März

Inhalt Neue Filme im März
Inhalt Neue Filme im März

CALL ME By yOUR NAME

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DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER

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DIE BIENE MAJA – DIE HONIGLÜGE DIE SCH’TIS –

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EINE

FAMILIE AUF ABWEGEN

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ERIK & ERIKA

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GWENDOLyN

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I, TONyA

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JANE

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JIM KNOPF UND LUKUS DER LOKOMOTIVFÜHRER

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L’A NIMALE

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LOVELESS

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MARIA MAGDALENA

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MURER – ANATOMIE EINES PROZESSES

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NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN

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THE DEATH OF STALIN

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THE FLORIDA PROJECT

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THE GREEN LIE

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UGLy

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VOR UNS DAS MEER

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AK:kultur National:Theatre Südwind im Kino Special: 66 Kinos Babykino Festival Kinderedition Filmring der Jugend Entwicklungspolitische Filmtage

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Preise:

Programmheft-Jahresabo: EUR 19,– Kinometerbank: 10 Karten + Programmheftabo: EUR 75,– MovieMember: 1 Jahr ermäßigter Eintritt + Abo: EUR 30,–, Einzelexemplar: EUR 1,50 Bankverbindung: Hypobank, Linz Landstraße, IBAN: AT955400000000761858 / BIC: OBLAAT2L lautend auf »Moviemento Programmkino gemein- nützige GmbH« Satz- und Druckfehler vorbehalten.

Hinweis für Kinometerbank Käufer_innen Per Überweisung bezahlte Kinometerbanken und MovieMember-Cards liegen an der Moviemento Kino-Kassa auf und können dort gegen Vorlage der Zahlungsquittung (=Auftragsbestätigung) zwischen ca. 17.00 und 21.00 Uhr abgeholt werden. Aus orga- nisatorischen Gründen ist die Abholung im City-Kino nicht möglich. Wegen immer häufiger aufretender Zustellprobleme unserer Programmzeitung durch die Post möchten wir uns entschuldigen. Diese lie- gen nicht in unserem Bereich. Gegebenenfalls be- kommen Sie das Programm gerne an der Kassa.

Impressum Medieninhaber: Verein zur Förderung kommunikativer Kinokultur, OK Platz 1, 4020 Linz, Tel: 0732/784090. Obmann: Wilhelm Schwind. DVR: 0562831/180189. F. d. I. v.: Wolfgang Steininger. Gestaltung Heft 350: Sara Köppl, Stefan Messner Mitarbeit: Rüdiger Ratzenböck, Druck: Haider Schö- nau, Niederndorf 32, 4274 Schönau, Tel: 07261/7232. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Mit der Un- terstützung von BMUKK, LAND OÖ, STADT LINZ und zahlreichen Mitgliedern, Förder_innen. Offenlegung gem. Mediengesetz § 25(2): Verein zur Förderung kommunikativer Kinokultur, Unternehmensgegen- stand: Präsentation von Filmkunst. § 25(4): Vermittlung von Informationen über Film, Kino-Kultur und Zeitkultur.

von Informationen über Film, Kino-Kultur und Zeitkultur. FilmBrunch Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

FilmBrunch Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil
FilmBrunch Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

so 4. März

so 18. März

11.00

Victoria & abdul

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die Verlegerin

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die Verlegerin

11.15

ShaPe oF Water

11.15

i, tonya

11.30

the Florida Project

13.10

call Me by your naMe

13.30

Murer

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the Florida Project

13.30

Wind riVer

13.30

ShaPe oF Water

13.40

Maria Magdalena

so 11. März

so 25. März

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die Verlegerin

11.15

i, tonya

11.15

ShaPe oF Water

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daS leuchten der erinnerung

11.30

MittSoMMernachtStango

11.30

the Florida Project

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daS leben iSt ein FeSt

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die beSte aller Welten

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the green lie

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die Sch‘tiS in PariS

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three billboardS outSide e.

13.40

nicht Von Schlechten eltern

tiSchreSerVierung iM gelben KroKodil dringend eMPFohlen: 0732/784182

iM gelben KroKodil dringend eMPFohlen: 0732/784182 FilmLunch Sonntags im City-Kino & Café Stern so 4.

FilmLunch

Sonntags im City-Kino & Café Stern

FilmLunch Sonntags im City-Kino & Café Stern
FilmLunch Sonntags im City-Kino & Café Stern

so 4. März

11.15

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get out arthur & claire

so 11. März

11.15

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die dunKelSte Stunde eriK & eriKa

so 18. März

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11.30

call Me by your naMe die Wunderübung

so 25. März

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11.30

nicht Von Schlechten eltern die Sch‘tiS in PariS

tiSchreSerVierung iM city-Kino dringend eMPFohlen: 0732/776081

11.30 nicht Von Schlechten eltern die Sch‘tiS in PariS tiSchreSerVierung iM city-Kino dringend eMPFohlen: 0732/776081
MURER – ANATOMIE EINES PROzESSES L‘ANIMALE
MURER – ANATOMIE EINES PROzESSES
L‘ANIMALE

Murer – AnAtoMIe eInes Prozesses

AT/LU 2017, 137 min, OdF, R/B: Christian Frosch, K: Frank Amann, S: Karin Hammer, D: Alexander E. Fennon, Karl Fischer, Roland Jaeger, Mathias Forberg, Melita Jurisic

AB FREITAG, 16. MäRz Nach originalen Gerichtsprotokollen ver- filmt Christian Frosch den Prozess gegen den ehemaligen SS-Führer Franz Murer, den »Schlächter von Wilna«, gegen den die Wahrheit keine Chance hatte. Graz 1963. Der angesehene Lokalpolitiker und Großbauer Franz Murer steht wegen schwerer Kriegsverbrechen, begangen in seiner Zeit als Leiter des Ghettos von Vilni- us 1941–43, vor Gericht. Die Beweislage ist erdrückend. Aber in den Zentren der Macht will man die dunklen Kapitel der eigenen Geschichte endgültig abschließen. Die Be- wohner des Ghettos von Vilnius gaben ihm den Beinamen »Der Schlächter von Wilna«. Nur 600 von 80.000 Juden überlebten die dortige NS-Herrschaft. Das Gerichtsver- fahren, zu dem Überlebende aus der gan- zen Welt anreisten, deren Zeugenaussagen kaum Zweifel an Murers Schuld zuließen, zählt zu einem der größten Justizskandale der Zweiten Republik. In einer Zeit des wie- dererstarkenden Nationalismus und der ab- nehmenden Berührungsängste mit längst überwunden geglaubten Ideologien ist der »Fall Murer« von bedrückender Aktualität. Der Film zeigt, wie wenig Wahrheit und Ge- rechtigkeit zählen, wenn sich die Interessen der Macht entgegenstellen.

Österreich hat keine Seele und keinen Charakter. Österreich besteht aus Tätern, Zuschauern und Opfern. Mich interessierte beim Murer-Kriegsverbrecherprozess weni- ger, zum wiederholten Male die Verbrechen des NS-Regimes nachzuerzählen, son- dern genau hinzusehen und zu verstehen, wie sich die vom Wesen her grundsätzlich verschiedenen Gruppen (Täter, Opfer und Zusehende) in der Republik Österreich darstell(t)en. Das Spannende ist, dass man hier sehen kann, wie das österreichische Nationalnarrativ funktioniert(e). Es basiert keineswegs auf Verdrängung. Es wurde be- wusst gelogen, verschleiert, verbogen und gesteuert. Nur so konnte man Täter zu Op- fern machen und die Opfer zu den eigentlich

Schuldigen erklären. Diesem Prozess lag kein seelischer Defekt zugrunde, sondern Kalkül. Wir müssen uns endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass der Patient Österreich nur die Fakten in sein Bewusst- sein integrieren muss, um den Heilungspro- zess einzuleiten. Die Tatsachen waren und sind bekannt. – Christian Frosch (Regie)

L‘AnIMALe

AT 2018, 93 min, OdF, R/B: Katharina Mückstein, K: Michael Schindegger, S: Natalie Schwager, D: Sophie Stockinger, Kathrin Resetarits, Dominik Warta, Julia Franz Richter, Jack Hofer, Stefan Pohl

PREMIERE: FR 16. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO – IN ANWESENHEIT vON KATHARINA MüCKSTEIN Mati ist Teil einer Burschenclique, in der sie sich sehr wohl fühlt. Als sich ihr bester Freund Sebastian in sie verliebt, gerät aber so einiges ins Wanken. Anscheinend haben alle ihren Platz gefun- den: Mati und ihre Burschenclique sind die Helden des Dorfes, wenn sie auf getunten Mopeds die Gegend unsicher machen. Ma- tis Eltern Gabriele, eine Tierärztin, und Paul, ein Baugutachter, stehen mitten im Leben und müssten bloß noch die letzten Arbei- ten am Rohbau ihres Hauses abschließen. Als Mati jedoch Carla kennenlernt, gerät alles ins Wanken. Die Begegnung mit dem selbstbestimmten Mädchen zeigt Mati, wer sie wirklich sein könnte: lebendig und offen und ganz anders als in ihrer kompetitiven, betont coolen Clique. Und dann verliebt sich Matis bester Freund Sebastian auch noch in sie und will, dass Mati endlich vom Kumpel zur Geliebten wird. Verliert Mati nun ihren Platz in der Männerrunde? Währenddessen wird die Welt der Eltern ganz plötzlich erschüttert. Gabriele kommt Pauls gut gehütetem Geheimnis auf die Spur: Geht es vorbei, oder soll sie ihn zur Rede stellen? Aber auch Paul gerät zunehmend unter Druck, seiner eigenen Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Schließlich stehen alle Figuren vor derselben Entscheidung: Was zählt mehr, Schein oder Sein?

REGIESTATEMENT Bei der Arbeit am Drehbuch zu L’ANIMALE

THE GREEN LIE
THE GREEN LIE

hat mich eine große Widersprüchlichkeit unserer Zeit beschäftigt: Wir idealisieren die Individualisierung und unterwerfen uns zugleich – oft ohne es zu merken – erneut großen äußerlichen Zwängen. Vor nicht allzu langer Zeit war es ganz eindeutig, wogegen man rebellieren soll – Konventi- onen, Ungerechtigkeit, Unterdrückung –, doch was uns heute unfrei macht, ist sehr komplex und schwerer zu erfassen. Die Fi- guren in L’ANIMALE k ö nnten ganz objektiv gesehen tun, was sie wollen. Innerlich je- doch kämpfen sie mit einem Gefühl der Un- freiheit und einer großen Sehnsucht nach Veränderung und Wahrhaftigkeit. Als Auto- rin interessiert mich das Mensch-Sein an je- nen Stellen, an denen Wollen und Sollen auf- einanderprallen und Figuren, die zwischen Angst und Mut schwanken. Der Entstehung von Konventionen, Meinungen und Struk- turen des Zusammenlebens liegt immer zuerst ein Gefühl zugrunde. Ich versuche, diese Wechselwirkung des Persönlichen und des Politischen in meinen Filmen sichtbar zu machen. Ich habe während der Arbeit an L‘ANIMALE oft an Kostümfilme gedacht und die tragischen Figuren und Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts, die von der Unmöglichkeit des Seins in einer Welt erzählen, die von strengsten Konven- tionen dominiert ist. L‘ANIMALE ist meine persönliche Antwort auf die Frage, wie frei wir modernen Menschen wirklich sind.

the Green LIe

AT/DE/BR/ID/US 2017, 97 min, OdF, R: Werner Boote, B: Werner Boote, Kathrin Hartmann, K: Mario Hötschl, Dominik Spritzendorfer, S: Gernot Grassl, Roland Buzzi

PREMIERE: MI 7. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO – ANSCHLIESSEND DISKUSSION MIT W. BOOTE, K. HARTMANN UND H. KIRNER (GF FAIRTRADE ÖSTERREICH) – IN KOOPERATION MIT SüDWIND Umweltschonende Elektroautos, nachhal- tig produzierte Lebensmittel, faire Produk- tion: Die Ökolügen der Konzerne und wie wir uns dagegen wehren können. Im Jahr 2015 brannten große Teile des in- donesischen Regenwalds nieder. Es war das schlimmste Umweltdesaster in der Ge-

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MURER – ANATOMIE EINES PROzESSES
MURER – ANATOMIE EINES PROzESSES

schichte des Landes. An den direkten Fol- gen starben über 100.000 Menschen, mehr als 500.000 leiden an Langzeitfolgen. Dass die Brände bewusst gelegt bzw. beschleu- nigt wurden, ist ein offenes Geheimnis. Ziel war es, massenweise neue Anbauflächen für die Gewinnung von Palmöl zu schaffen. Das billigste und meistverwendete Fett der Welt, zu finden in fast jedem Fertiggericht, in Süßigkeiten und Snacks, und ein enorm profitträchtiger Rohstoff. Auf den Spuren dieses Skandals beginnt der Dokumentar- filmer Werner Boote (PLASTIC PLANET, AL- LES UNTER KONTROLLE) seine Reise um die Welt, auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem allgegenwärtigen Schlagwort »Nachhaltigkeit«. Die konzernkritische Jour- nalistin und Buchautorin Kathrin Hartmann (»Ende der Märchenstunde«, »Aus kontrol- liertem Raubbau«) ist dabei seine ebenso kompetente wie überzeugende Begleitung. Sie kennt sich aus mit dem so genannten »Greenwashing«: Der Begriff bezeichnet jene Praxis, Produkte mit Hilfe massiver PR als »nachhaltig«, »umweltschonend« oder »fair« zu verkaufen, obwohl das in Wahrheit keineswegs so ist. »Es gibt kein nachhaltig produziertes Palm- öl, weil es nur dort wächst, wo vorher Re- genwald war«, macht Hartmann deutlich. Doch auch das aufwändigste Greenwashing kommt ungleich billiger als eine Verände- rung der Produktionsbedingungen. »Die Industrie nennt uns nicht mehr Bürger, sie nennt uns nur noch Konsumenten. Ich ver- stehe mich aber nicht als Konsument, ich verstehe mich als Mensch, und als Bürger«, so Hartmann. Wie schon in seinen bisherigen Erfolgsdo- kus nähert sich Werner Boote der Kernfrage seines neuen Films nicht mit analytischer Trockenheit, sondern mit ganz bewusst in- szenierter, emotionaler Subjektivität – hier mit der oft kritischen Neugier eines ganz normalen Konsumenten. Kathrin Hartmann führt ihn dabei mit überzeugendem Charme und schier unendlichem Expertenwissen zu den Tricks und Lügen der Industrie. Und man kann sich der Schlüssigkeit der Er- kenntnisse, die Boote im Lauf des Films ge- winnt, nicht entziehen: Unsere Supermärk- te sind voll mit Produkten, die so, wie sie hergestellt werden, gar nicht existieren dürf- ten. Den Preis dafür zahlen wir – auch wenn er nicht auf der Rechnung steht. Und wenn auf einmal sämtliche Konzernbosse den Be- griff »Nachhaltigkeit« in den Mund nehmen, dann wird davon nicht die Umwelt sauber, sondern höchstens das Wort schmutzig.

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ERIK & ERIKA
ERIK & ERIKA

erIk & erIkA

AT 2017, 97 min, OdF, R: Reinhold Bilgeri, B: Dirk Kämper, K: Carsten Thiele, S: Karin Hartusch, D: Markus Freistätter, Cornelius Obonya, Ulrike Beimpold, Birgit Melcher, Gerhard Liebmann, Anna Posch, Lili Epply

AB FREITAG, 2. MäRz Als Schistar Erika wurde sie gefeiert, als neu entdeckter Erik verstoßen und des Be- trugs bezichtigt. Eine Geschichte über die Ungerechtigkeit der Natur, die Tabuthe- men der 1970er-Gesellschaft und den ÖSv. 1966 beklatscht ganz Österreich die frisch- gebackene Weltmeisterin in der Damen- Abfahrt. Nach der triumphalen Rückkehr in die Heimat wird Erika Schinegger von einem Empfang zum nächsten gereicht, obwohl:

»Schön is sie net, aber schnell is sie halt!« Nächste große Station: die Olympischen Spiele in Grenoble 1968! Aufgrund des or- ganisierten Hormonmissbrauchs, mit dem Sportlerinnen zu hypermaskulinen Kampf- maschinen hochgedopt wurden, führte man vor diesen Olympischen Spielen erstmals Tests zur Geschlechtsbestimmung durch. Und von einem Moment auf den anderen wird Erikas wunderbare Welt komplett auf den Kopf gestellt: Die Chromosomenaus- wertung ist eindeutig – E. Schinegger ist männlich. Und das System, das Erika erst ins Rampenlicht gezerrt hat, zeigt nun schnell, aus welchem Holz es wirklich ge- schnitzt ist. Sie wird genötigt, »freiwillig« aus der Nationalmannschaft auszuschei- den und auf die Olympia-Teilnahme zu ver- zichten. Der skrupellose Funktionär Dr. Fi- scher bedrängt Erika, sich mit einer »völlig unkomplizierten« OP endlich ganz zur Frau machen zu lassen. Mit drastischen Metho- den versucht man Erikas Eltern davon zu überzeugen. Erika selbst fragt man am bes- ten gleich gar nicht…

REGIESTATEMENT Glatte 50 Jahre begleitet mich diese Ge- schichte – in verschiedensten Facetten lief sie mir immer wieder über den Weg und stupste mich an. Ich habe damals Eri- kas Rennen gesehen, alle, sein Outing ver- folgt und seine Bio gelesen. Zugegeben, ich war ein Fan von Erika und nicht minder erschüttert und erstaunt über Erik. Ein unscheinbares, ambitioniertes Kärntner Bauernmädel schafft es in die Headlines der Weltpresse, zuerst als Topsportlerin

THE FLORIDA PROJECT
THE FLORIDA PROJECT

und schließlich als skurriles Unikum, dem die Natur übel mitgespielt hatte. Seine Ge- schlechtsmerkmale waren ins Körperinnere gewachsen, und erst moderne Genderun- tersuchungen konnten sein wahres Ge- schlecht klären. Es ist die Geschichte ei- nes vermeintlich gebrochenen Helden, der als Frau und als Mann gelebt hat, die Ge- schichte eines Traumatisierten, der durch zwei Höllen gehen musste, durch seine persönliche und, viel schlimmer, durch die Hölle der Öffentlichkeit. Es ist die Geschich- te der Ohnmacht und Hilflosigkeit einer Ge- sellschaft, die von ihren Tabus entlarvt wird, eine Geschichte von Intoleranz, Vorurteilen und Scheinheiligkeit, ausgetragen auf den Schultern eines Teenagers, der nur eines wollte: schnell Ski fahren. Vielleicht war sein Überleben und schließlich der beeindru- ckende Kraftakt, sein Leben wieder ins Lot zu bringen, der größte Sieg seines Lebens.

the FLorIdA Project

US 2017, 115 min, Englisch OmU, R: Sean Baker, B: Sean Baker, Chris Bergoch, K: Alexis zabe, S: Sean Baker, D: Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Bria vinaite, valeria Cotto, Christopher Rivera, Caleb Landry Jones

AB FREITAG, 16. MäRz Ein mitreißender Film über das Erwach- senwerden und eine ganz besondere Mut- ter-Tochter-Beziehung. Orlando, Florida: Moonee ist erst sechs Jahre alt und hat bereits ein höllisches Tem- perament. Nur wenige Meilen entfernt vom Eingang zu Disney World wächst sie in »The Magic Castle Motel« an einem vielbefahre- nen Highway auf. Ihre frühreifen Streiche scheinen Halley, ihre sehr junge Mutter, kaum zu beunruhigen. Da, wie bei allen Be- wohnern des Motels »Magic Castle«, ihre finanzielle Lage nicht gerade rosig ist, ist sie gezwungen, auf mehr oder weniger an- ständige Weise ihre wilde Tochter und sich selbst durchs Leben zu hieven. Moonee und ihre gleichaltrigen Freunde erklären derweil unter den wachsamen Augen des Motelma- nagers Bobby die Welt um sich herum zu einem großen Abenteuerspielplatz… Bei der diesjährigen Quinzaine im Rahmen des Festival de Cannes wurde die neue

L‘ANIMALE
L‘ANIMALE

Regiearbeit des US-amerikanischen Re- gisseurs Sean Baker als Sensation gefeiert. Auch bei den internationalen Festivals in To- ronto, London und Hamburg, wo der Film im Oktober mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet wurde, begeisterte er das Publikum und die Kritik gleichermaßen. Nach TANGERINE, dem ersten komplett mit einem iPhone ge- drehten Film, liefert Baker mit THE FLORIDA PROJECT sein auf 35 mm gedrehtes Meister- werk und entführt das Publikum in eine faszi- nierende Märchenwelt, die nicht realistischer sein könnte. Neben der überragenden Jung- schauspielerin Brooklynn Prince als Moonee und der Laiendarstellerin Bria Vinaite als Hal- ley brilliert die Hollywood-Legende Willem Dafoe (THE GRAND BUDAPEST HOTEL, AN- TICHRIST) in THE FLORIDA PROJECT in ei- ner seiner außergewöhnlichsten Rollen und wurde dafür gerade mit einer Golden-Globe- Nominierung als bester Nebendarsteller be- dacht. Darüber hinaus wurde THE FLORIDA PROJECT vom San Francisco Film Critics Circle und der Toronto Film Critics Associati- on als bester Film 2017 ausgezeichnet. Sean Bakers Film schaffte es auf die Liste der zehn besten Filme des Jahres 2017, die jährlich vom renommierten American Film Institute (AFI) aufgestellt wird.

PRODUKTIONSNOTIz »Eine moderne Version der KLEINEN STROLCHE, so beschreibe ich THE FLORI- DA PROJECT am liebsten«, sagt Regisseur Sean Baker über seinen neuesten Film. »In diesen Comedy-Kurzfilmen, die Hal Roach in den Zwanziger- und Dreißigerjahren pro- duzierte, ging es um Kinder, die während der Großen Depression in einer prekären Situation aufwuchsen. Ihre ökonomische Situation war die Kulisse für die Filme – im Mittelpunkt standen aber die aberwitzigen und urkomischen Abenteuer, die die Kinder erlebten.« Als der Co-Autor und Produzent Chris Bergoch seiner Mutter dabei half, nach Zentralflorida umzuziehen, fuhr er im- mer wieder die Strecke auf dem Irlo Bron- son Memorial Highway auf und ab. Sie ist auch bekannt als Highway 192 und eine der Hauptverkehrsadern, die in das pulsierende Herz der Wirtschaft von Florida führt – nach Disney World. Bei diesen Fahrten wurde Bergoch bald aufmerksam auf die gar nicht so magischen Lebensbedingungen der Menschen, die nur wenige Steinwürfe von Disneys Magic Kingdom entfernt wohnen. Überrascht stellte er fest, dass in vielen Mo- tels gar keine Touristen untergebracht wa- ren, sondern Familien wohnten, die ansons-

DIE SCH'TIS IN PARIS – EINE FAMILIE AUF ABWEGEN
DIE SCH'TIS IN PARIS – EINE FAMILIE AUF ABWEGEN

ten auf der Straße hätten leben müssen. Motels reihen sich auf beiden Seiten des Highways aneinander, viele wurden optisch der bunten Disney-Welt angeglichen und sind dekoriert mit Piraten- und Schloss- motiven. Vor einem Jahrzehnt noch stie- gen Touristen in den Motels ab. Eines der Überbleibsel dieser glorreichen Tage sind beispielsweise die Geschäfte, in denen Heli- kopterflüge über das Disney-World-Gelände für 35 Dollar angeboten werden.

dIe sch'tIs In PArIs – eIne FAMILIe AuF ABweGen

Une jolie ch'tite famille

FR 2018, 107 min, Französisch OmU, R: Dany Boon, B: Dany Boon, Sarah Kaminsky, K: Denis Rouden, S: Luc Barnier, Julie Delord, D: Dany Boon, Line Renaud, Pierre Richard, Laurence Arne, valérie Bonneton, Guy Lecluyse

AB FREITAG, 23. MäRz zehn Jahre nach dem außerordentli- chen Erfolg von WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS widmet sich Dany Boon als Re- gisseur, Drehbuchautor und Hauptdarstel- ler einer weiteren Komödie um das sympa- thische volk aus dem Norden Frankreichs. Das angesagte Architektenpaar Valentin D. und Constance Brandt organisiert die gro- ße Eröffnung einer Retrospektive im Pariser Museum für Moderne Kunst. Was niemand weiß: Valentin hat der High Society seine Sch’ti-Herkunft aus dem Arbeitermilieu, für die er sich schämt, verschwiegen. Er lässt die Pariser Gesellschaft, die Medien und so- gar seinen Hauptinvestor, der niemand an- derer als sein Schwiegervater ist, im Glau- ben, er sei Waise aus einer aristokratischen persischen Familie, ein naher Nachkomme des Schahs aus dem Iran. Dabei leben Va- lentins Bruder Gustave, seine Schwägerin Louloute und deren Tochter in Nordfrank- reich in einem Wohnwagen zwischen dem Haus seiner Mutter und dem Autoschrott- platz seines Vaters. Gustave, der sich in akuten finanziellen Nöten befindet, sieht als einzigen Ausweg, wieder Kontakt mit sei- nem wohlhabenden Bruder aufzunehmen und sich von ihm Geld zu leihen. Er erzählt seiner Mutter, Valentin habe die ganze Fami-

CALL ME By yOUR NAME
CALL ME By yOUR NAME

lie nach Paris eingeladen, um dort ihren 80. Geburtstag zu feiern und die Familie wieder zu versöhnen. Als die Provinzler aus dem Norden dann überraschend im Museum für Moderne Kunst auftauchen und die beiden völlig gegensätzlichen Welten aufeinander- treffen, wird es explosiv…

cALL Me By your nAMe

IT/FR/BR/US 2017, 132 min, diverse OmU, R: Luca Guadagnino, B: James Ivory nach der Buchvorlage von André Aciman, K: Sayombhu Mukdeeprom, S: Walter Fasano, D: Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Amira Casar, Esther Garrel, victoire du Bois

AB FREITAG, 2. MäRz Die Geschichte einer ersten Liebe: Den Sommer des Jahres 1983 verbringt ein junger Italoamerikaner mit seinen Eltern in einer norditalienischen villa und fühlt sich zu einem älteren Mann hingezogen. Der altkluge 17-jährige Elio Perlman genießt den norditalienischen Sommer des Jahres 1983 in der im 17. Jahrhundert errichteten Villa der Familie. Seine Zeit verbringt der italoamerikanische Junge damit, klassische Musik zu spielen und zu transkribieren, zu lesen und mit seiner Freundin Marzia zu flirten. Mit seinen Eltern ist Elio eng verbun- den. Sein Vater, ein angesehener Professor, hat sich auf die griechisch-römische Kultur spezialisiert. Elios Mutter Annella arbei- tet als Übersetzerin. Gemeinsam bringen sie ihrem Sohn die Errungenschaften der Hochkultur nahe und bereiten ihm ein sor- genfreies Leben mit allen Vorzügen. Dank seiner Weltklugheit und seiner intellektuel- len Begabungen wirkt der Junge nach au- ßen bereits wie ein Erwachsener, doch dem Anschein entgegen ist Elio in mancherlei Hinsicht durchaus noch sehr unerfahren – besonders in Herzensangelegenheiten. Eines Tages trifft der 24-jährige amerikani- sche Doktorand Oliver als neuer Sommer- Praktikant von Elios Vater in der Villa ein. Inmitten jener prächtigen, sonnengetränk- ten Szenerie entdecken Elio und Oliver die berauschende Schönheit aufblühenden Verlangens im Verlauf eines Sommers, der ihr Leben für immer verändern wird.

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THE DEATH OF STALIN THE FLORIDA PROJECT LOvELESS
THE DEATH OF STALIN
THE FLORIDA PROJECT
LOvELESS

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Die Chemie zwischen den Männern ist greifbar, aber was noch wichtiger ist, sie bringen die komplexen Gefüh- le, Erwartungen und Gedanken ihrer Figuren überzeugend rüber, ohne dafür notwendigerweise den Mund zu öffnen. – The Hollywood Reporter

Ein Film, der erfreulich und leicht und zu- gleich auch emotional niederschmetternd ist. Ein romantisches Vollblut-Meisterwerk. – Empire UK

Guadagnino vermittelt Elios lebensverän- dernden Sommer mit einer solchen Intensi- tät, dass es sich anfühlt, als würde man ihn selbst erleben. – variety

the deAth oF stALIn

FR/GB 2017, 107 min, Englisch OmU, R: Armando Iannucci, B: Armando Iannucci, David Schneider, Ian Martin, nach der Graphic Novel von Fabien Nury & Thierry Robin, K: zac Nicholson, S: Peter Lambert, D: Steve Buscemi, Jeffrey Tambor, Olga Kurylenko, Jason Isaacs, Rupert Friend, Andrea Riseborough

AB FREITAG, 30. MäRz Eine großartige Komödie über die absurden Intrigen um Josef Stalins Erbe, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Moskau, 2. März 1953. Ein Mann liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Bald wird er das Zeitliche segnen – und wer es jetzt rich- tig anstellt, kann seinen Platz einnehmen. Der sterbende Mann heißt Josef Stalin:

Generalsekretär der KPdSU, Diktator, Tyrann und Massenmörder. THE DEATH OF STALIN ist eine Satire über die Tage zwischen seinem unrühmlichen Ableben und seiner pompösen Beerdigung: Tage, in denen die Mitglieder des Politbüros mit allen Mitteln darum kämpfen, die Macht zu übernehmen. Tage, in denen sich der ganze Wahnsinn, die Verkommenheit und die alltägliche Unmenschlichkeit des Totalita- rismus in allen Facetten offenbaren. Regisseur Armando Iannucci inszeniert eine großartige Komödie über die absurden In- trigen um Josef Stalins reiches Erbe, bei denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Iannucci ist bekannt für seine scharf- züngigen, politischen Satiren, wie die mit

dem Emmy ausgezeichnete Serie »Veep – Die Vizepräsidentin« oder die für den Oscar- nominierte Komödie KABINETT AUSSER KONTROLLE. Mit THE DEATH OF STALIN ist Iannucci nun eine grandios besetzte Polit- Satire gelungen, messerscharf, bitterböse und vor allem wahnsinnig witzig.

PRODUKTIONSNOTIz Die unglaubliche, aber wahre Geschichte inspirierte Fabien Nury und Thierry Robin zu der Graphic Novel »The Death of Sta- lin« und der Fortsetzung »The Funeral«. Die Franzosen yann Zenou und Laurent Zeito- un, Produzenten des Welterfolgs ZIEMLICH BESTE FREUNDE, kauften die Rechte an beiden Werken und gingen mit dem Stoff auf Armando Iannucci zu. »Als wir 2013 Fa- bien Nurys Comics entdeckt haben, hat uns ihre Originalität beeindruckt. Wir erkann- ten darin das Potenzial, einen einzigartigen Film zu machen«, sagt Produzent yann Ze- nou. »Sofort stand die Frage im Raum: Wer könnte bei diesem Film Regie führen? Wem könnte eine Komödie gelingen, die von ei- ner der dunkelsten Figuren und Epochen der Weltgeschichte handelt? Da fiel uns nur ein Name ein: Armando Iannucci. Wir waren seit »The Thick of It« Fans seiner Arbeit, und uns war klar, dass nur er in der Lage wäre, diesen besonderen Ton zu treffen. Also kon- taktierten wir ihn, ganz klassisch über sei- nen Manager, mit einem ersten Drehbuch und einem Brief. Glücklicherweise erhielten wir eine positive Antwort: Armando wollte einen Film über Diktatur drehen. Er war aber mitten im Dreh von »Veep« und fragte, ob wir ein Jahr warten könnten. Da sagten wir natürlich ja. Ganz ehrlich: Ohne ihn hätten wir den Film nicht gemacht.«

DEATH OF STALIN wird Iannuc- cis Arthouse-Fans mehr als zufrieden stellen; wir hoffen, dass wir nicht wie- der acht Jahre warten müssen, um den nächsten Film des Regisseurs zu sehen. – The Hollywood Reporter

Die sensationelle Satire THE DEATH OF STALIN ist wunderbar lächerlich, angstein- flösend und eine zeitgemäße Erinnerung, dass es immer noch schlimmer kommen könnte. – EmpireOnline

Ein Todesfall im Kreml - und wer bekommt den freigewordenen Bürostuhl? Böse Polit- Satire mit präzisen, auf den Punkt geschriebe- nen Dialogen und köstlichen Darstellern, allen voran Steve Buscemi. – Programmkino.de

LoveLess

Nelyubov

RU/FR/DE 2017, 127 min, Russisch OmU, R: Andrej Swjaginzew, B: Andrej Swjaginzew, Oleg Negin, K: Mikhail Kritschman, S: Anna Mass, D: Marjana Spiwak, Alexei Rozin, Matwej Nowikow, Andris Keiss, Marina Wasilewa, Natalja Potapowa

Cannes 2017: Preis der Jury, International Cinephile Society Award

AB FREITAG, 30. MäRz Erschütterndes Porträt einer vergifteten Ehe und ihrer Auswirkungen nicht nur auf das kurz vor der Scheidung stehende Paar, sondern alle Menschen in seinem Umfeld. Zhenya und Boris, ein Paar aus der geho- benen russischen Mittelschicht, stehen vor den Trümmern ihrer Ehe. Längst ist die frü- here Zuneigung bitteren Anschuldigungen gewichen, die gemeinsame Wohnung steht zum Verkauf, beide sind bereits in neuen Beziehungen. Im Zentrum des Debakels und gleichzeitig völlig abseits steht ihr 12-jähri- ger Sohn Alyosha, dessen Schmerz und Ein- samkeit niemand wahrnimmt. Weder die Mut- ter noch der Vater will ihn in ein neues Leben mitnehmen, ein Internat steht zur Debatte. Als die Vorwürfe zwischen Zhenya und Bo- ris erneut eskalieren, verschwindet Alyosha plötzlich, was die Polizei tatenlos hinnimmt. Im Rahmen einer groß angelegten Suchakti- on von Freiwilligen müssen sich die Ex-Partner wider Willen zusammentun, um das Letzte, was sie noch verbindet, aufzuspüren Als Geschichte erkalteter Beziehungen und Kommentar auf die moderne russische Gesellschaft inszenierte Regisseur Andrej Swjaginzew mit LOVELESS den Nachfolger seines mehrfach ausgezeichneten Dramas LEVIATHAN, für das er 2015 unter ande- rem einen Golden Globe erhielt und für den Oscar nominiert war. Mit sorgfältigem Realismus entwirft er auch in LOVELESS ein Tableau zwischenmenschlicher Gleich- gültigkeit: Die Lebensenttäuschung und der oberflächliche Materialismus, dem die Hauptfiguren verfallen sind, machen den Film über das Familienporträt hinaus zu einem intensiven Dokument emotionalen Rückzugs, dem vor allem Unbeteiligte zum Opfer fallen. In den Hauptrollen überzeugen Marjana Spiwak und Alexei Rozin, die Kame- ra führte Michail Kritschman. Auf dem Filmfestival in Cannes 2017 wurde LOVELESS mit dem Preis der Jury ausge-

CALL ME By yOUR NAME
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zeichnet, er hat eine Golden-Globe-Nomi- nierung erhalten und ist nun nominiert für den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

REGIESTATEMENT »Ich wage einen Neubeginn und werde die Fehler nicht wiederholen, die mich zur letz- ten Ernüchterung getrieben haben«: So denken Menschen, die andere für ihr Un- glück verantwortlich machen. Letztendlich kann man jedoch nur sich selbst ändern, und zwar von innen heraus. Nur dann wird die Welt um uns herum noch einmal leuch- ten. Nur kann manchmal vielleicht erst ein schrecklicher Verlust dorthin führen Unsere postmoderne Zeit ist von einer postindustriellen Gesellschaft geprägt, dazu von einer kontinuierlichen Flut an In- formationen. Deren Empfänger interessie- ren sich meist sehr wenig für andere Men- schen – außer, sie sind ihnen irgendwie von Nutzen. Grundsätzlich ist heute jeder sich selbst genug. Der einzige Ausweg aus die- ser Gleichgültigkeit ist, sich bedingungslos für andere einzusetzen, sogar Fremde – wie im Film der Freiwilligenkoordinator, der auf der Suche nach dem verschwundenen Kind mit seinem Team die Stadt durchkämmt, ohne Aussicht auf Entlohnung, aber so en- gagiert, als hinge sein eigenes Leben davon ab. Der Kern dieser Aufgabe erfüllt jede sei- ner Handlungen mit Bedeutung. Eine solche Haltung ist für mich der einzige Weg, der fortschreitenden Entmenschlichung entge- genzutreten und die Verwirrung der Welt zu beruhigen.

In LOVELESS wird der russische Regisseur Andrey Zvyagintsev seinem Ruf wieder ge- recht, ebenso sehenswerte wie kaum erträg- liche Filme zu drehen. – film-rezensionen.de

I, TONyA JANE
I, TONyA
JANE

I, tonyA

US 2017, 120 min, Englisch OmU, R: Craig Gillespie, B: Steven Rogers, K: Nicolas Karakatsanis, S: Tatiana S. Riegel, D: Margot Robbie, Sebastian Stan, Caitlin Carver, Allison Janney, Julianne Nicholson, Paul Walter Hauser

AB FREITAG, 23. MäRz I, TONyA wirft einen absurden, hemmungs- losen und bissigen Blick auf das Leben und die Karriere der legendären Eiskunstläufe- rin Tonya Harding in all ihrer Pracht. Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikane- rin vollzog Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannte Drei- fach-Axel – der anspruchsvollste Sprung im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbin- dung bleiben, das ihre Erzrivalin trainings- unfähig machen und Tonya den Sieg bei den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte – doch es kam anders… Margot Robbie (THE WOLF OF WALL STREET) glänzt mit einer herausragenden Darbie- tung der hitzköpfigen Tonya Harding, für die sie mit einem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin nominiert wurde. Zum sechsten Mal Golden-Globe-nominiert ist zudem Allison Janney, die im Film Tonyas eiskalte Mutter LaVona verkörpert. Ergänzt wird der Cast um einen schnauzbärtigen Sebastian Stan (LOGAN LUCKy) als Tonyas impulsiver Ex-Mann Jeff. Regie führte Craig Gillespie (LARS UND DIE FRAUEN).

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US 2017, 90 min, Englisch OmU, R/B: Brett Morgen, K: Ellen Kuras, S: Joe Beshenkovsky

AB FREITAG, 9. MäRz Brett Morgen nutzt einen Fundus von bisher unveröffentlichtem 16-mm-Filmmaterial, das nach 50 Jahren aus den Archiven des National Geographic ausgegraben wurde, um ein neues Licht auf die bahnbrechende Umweltschützerin Jane Goodall zu werfen. Brett Morgen, der vom Wall Street Journal als »der führende Revolutionär des Ame- rikanischen Dokumentarfilms« beschrie- ben wurde, erzählt Goodalls Geschichte ab 1960, als die 26-jährige Britin in einem entlegenen Gebiet des nordwestlichen Tan- sania ankommt, um dort Primaten zu stu- dieren. Von ihrer Tierliebe angetrieben, aber ohne Universitätsabschluss, triumphiert Goodall in einem von Männern dominier- ten Feld und stellt die konventionellen For- schungsmethoden mit ihrer einzigartigen Herangehensweise an die Tierbeobachtung in Frage. Geduldig erlangt sie das Vertrauen der Tiere und macht schnell Schlagzeilen mit der Entdeckung, dass Schimpansen hochintelligente soziale Kreaturen sind, die Werkzeuge benutzen, um Nahrung zu sam- meln. Als der niederländische Filmemacher Hugo van Lawick 1964 geschickt wird, um ihre Arbeit zu dokumentieren, verlieben sich der Filmemacher und das Subjekt nach kur- zer Zeit ineinander, heiraten und bekommen ein gemeinsames Kind. Anhand von van La- wicks überwältigendem Tierfilmmaterial und exklusiven Interviews mit Goodall so- wie Forschungsmaterial des Jane-Goodall-

filmfestival linz // 25 – 30 april 2018 Gewinnspiel #15JahreCrossingEurope 1 × 2 Eröffnungsfilm-Tickets
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Gewinnspiel
#15JahreCrossingEurope
1 × 2 Eröffnungsfilm-Tickets
5 × 1 Freikarte für einen Film nach Wahl
15 × 1 Jubiläumsposter
Mehr Infos unter: www.crossingEurope.at/15jahre

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GWENDOLyN DAS SCHWEIGENDE KLASSENzIMMER UGLy
GWENDOLyN
DAS SCHWEIGENDE KLASSENzIMMER
UGLy

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Instituts und Familienvideos der Goodalls bietet Morgen ein unvergleichliches, intimes Porträt einer Frau, die sich den Widrigkeiten widersetzte, um eine der am meisten bewun- derten Naturschützer der Welt zu werden.

]einnehmend

und unmittelbar. JANE wird alle begeistern, denen Frau Goodall ein Begriff ist, und de- nen eine lebhafte Einleitung bieten, denen sie neu ist. – New york Times

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Trip[

GwendoLyn

AT/GB 2017, 85 min, diverse OmU, R/B: Ruth Kaaserer, K: Serafin Spitzer, S: Joana Scrinzi

PREMIERE: MI 21. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO – IN ANWESENHEIT vON RUTH KAASERER & GWENDOLyN LEICK Ein verführerischer Film über eine tolle Frau, die nach einer Krebserkrankung ein Comeback als Athletin anstrebt. Erst spät entdeckte die pensionierte Anth- ropologin Gwendolyn Leick ihre zweite Lei- denschaft. Mit fünfzig betrat sie zum ersten Mal einen Gewichtheberklub, mit sechzig überraschte sie sämtliche Kritiker und wur- de dreifache Weltmeisterin. Auf den ersten Blick zart und zerbrechlich, würde man der intellektuellen älteren Dame den ultimativen Kraftsport unter keinen Umständen zutrau- en. Doch wenn sie dann mit herausfordern- dem Blick der Hantel gegenübersteht, gibt es keinen Zweifel, dass sie es ernst meint. Es ist ein Jahr der Veränderung, das die ge- bürtige Österreicherin Gwendolyn erlebt. Mitte der 70er Jahre wanderte sie nach Eng- land aus, um ihre Doktorarbeit über baby- lonische Flüche zu schreiben. Erst kürzlich pensioniert, lebt die elegante ältere Dame mit ihrem Sohn Joseph im 16. Stock eines modernen Hochhauses im tiefen Osten Londons. Während der fitnessgestählte Jo- seph mit Präzision Quiltdecken näht, berät er seine Mutter bei ihrem neuen Buch: ein literarisches Werk über ihre amerikanische Großmutter Mabel Haynes und ihre Freund- schaft mit der Schriftstellerin Gertrude Stein. Bereits Mabel, Tochter aus gutem Hause, be- wegte sich in einer Männerdomäne und wur- de Ärztin zu einer Zeit, in der dies für Frauen alles andere als selbstverständlich war. Auch Gwendolyn sucht das Außergewöhnliche.

Sie ist permanent auf der Suche nach dem Unbekannten, geprägt von einer unersätt- lichen Neugierde. Wenn sie nicht schreibt oder trainiert, besucht sie ihren um zwan- zig Jahre jüngeren ivorischen Mann Charlie. Der wohnt ein paar Meilen entfernt und ist müde von seinen Jobs als Security Guard und Restaurantlieferant. Die Unterschiede ihrer Lebensweisen machen ihre Ehe aus. Eigentlich könnte Gwendolyn mit Gelassen- heit ihren letzten Lebensabschnitt angehen, doch etwas hält sie auf: Sie hat Speichel- drüsen-Krebs, der kontinuierlich wächst und operativ entfernt werden muss. Ähnlich stoisch, wie sie Gewichte hebt, lässt sie sich auch von der Krankheit nicht verunsichern, die ihr doch deutlich zusetzt. Gwendolyn überrascht stets. Von einem Moment auf den anderen erscheint sie in neuem Licht, nicht nur infolge ihrer Operationen. Ihr schiefes Lä- cheln jedoch wirkt so selbstverständlich, als wäre es schon immer da gewesen. Anstatt sich aus gesundheitlichen Gründen zu scho- nen, plant sie ihr Comeback als Gewichthe- berin. An der Seite ihres treuen Trainers Pat trainiert sie für die Europameisterschaft in Aserbaidschan. Dort wird sich zeigen, ob sie weiterhin international antreten kann.

Mein zweiter Geheimtipp: GWENDO- LyN von Ruth Kaaserer. Diese Geschich- te einer Anthropologin aus Österreich führt einen zunächst ein bisschen in die Irre, um sich dann sehr spannend zum Porträt einer hochinteressanten Frau zu entwickeln. Ein ausgezeichneter Film. – Franz Schwarz, Direktor viennale 2017

dAs schweIGende kLAssenzIMMer

DE 2018, 110 min, OdF, R: Lars Kraume, B: Lars Kraume nach der Buchvorlage von Dietrich Garstka, K: Jens Harant, S: Barbara Gies, D: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Lena Klenke, Isaiah Michalski, Jonas Dassler, Ronald zehrfeld

AB FREITAG 2. MäRz Eine packende und wahre Geschichte über den außergewöhnlichen Mut Einzelner in einer zeit der politischen Unterdrückung. 1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt in

der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand der Ungarn in Budapest. Zurück in Stalinstadt, entsteht spontan die Idee, im Unterricht eine solidarische Schweigeminu- te für die Opfer des Aufstands abzuhalten. Diese Geste zieht jedoch viel weitere Krei- se als erwartet: Während ihr Rektor zwar zunächst versucht, das Ganze als Jugend- laune abzutun, geraten die Schüler in die politischen Mühlen der noch jungen DDR. Der Volksbildungsminister verurteilt die Ak- tion als eindeutig konterrevolutionären Akt und verlangt von den Schülern, innerhalb einer Woche den Rädelsführer zu benen- nen. Doch die Schüler halten zusammen und werden damit vor eine Entscheidung gestellt, die ihr Leben für immer verändert… DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER erzählt ein zutiefst bewegendes Kapitel aus dem Tagebuch des Kalten Krieges, ba- sierend auf den persönlichen Erlebnissen und der gleichnamigen Buchvorlage von Dietrich Garstka – einer der insgesamt 19 ehemaligen Schüler, die 1956 mit einer ein- fachen menschlichen Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten.

uGLy

DE/UA 2017, 90 min, diverse OmU, R: Juri Rechinsky, B: Juri Rechinsky, Klaus Pridnig, K: Sebastian Thaler, Wolfgang Thaler, S: Roland Stöttinger, D: Angela Gregovic, Dmitriy Bogdan, Maria Hofstätter, Raimund Wallisch, Larisa Rusnak, vlad Troitskiy

PREMIERE: MO 5. MäRz, 19.00, MOvIEMENTO – IN ANWESENHEIT vON MARIA HOFSTäTTER Der Film schildert den verlust der Liebe zwischen der Österreicherin Hanna und dem Ukrainer Jura sowie den Niedergang ihrer Familien. UGLy ist ein Film über das menschliche Leiden und die scheinbare Unmöglichkeit von Glück, ein Film über Beziehungen und wie sie scheitern, erstarren oder vom Alltag erdrückt werden. Es ist ein Film über Öster- reich und die Ukraine und wie verschiedene Mentalitäten einem ähnlichen Schicksal ausgesetzt sind, an dem sie zerbrechen oder das sie letztendlich doch meistern. Es wird nicht viel gesprochen in diesem Film. Ein paar Sätze fallen, aber das Leben spielt

vOR UNS DAS MEER
vOR UNS DAS MEER

sich anderswo ab, nicht im Dialog. »Kumm her, geh net weg«, sagt jemand. Ein Satz, der wie ein Motto über diesem Film stehen könn- te. »Ich habe Angst«, sagt auch jemand. Ein Boot treibt im Neusiedlersee, Ruder gleiten langsam ins Wasser und schwimmen davon. Ein Mann geht vor die Tür, Schneeflocken verfangen sich in seinem Hasenpelzkragen. Es brennt im Schilf. Der Sturm weht. Das Schöne schlummert im Hässlichen. Das eine gebiert das andere und vice versa. Was ist das, hässlich, wie lässt es sich bestimmen in einem Menschenleben? In knappen 90 Mi- nuten erzählt Juri Rechinsky von den Mühen des Daseins. Er weiß: Das Leben ist immer le- bensgefährlich. Rechinsky ist einer, der auch Profi-Filmanschauer spaltet. »Der Typ sollte keine Filme mehr machen«, sagte ein Festi- valprogrammierer. »Cannes ist wohl nicht der geeignete Ort für diesen Film«, ein ande- rer. Man könnte fast sagen: Ja, Juri Rechins- kys Filme nerven. Auf eine gute Art. Sie fres- sen sich ins Gedächtnis. Das war schon bei seinem eindrücklichen SICKFUCKPEOPLE so. Einer Doku über Straßen-Junkies aus der Ukraine, herb und derb und furchtbar menschlich. Wer sie gesehen hat, hat sie nie vergessen. Dabei ist Juri Rechinsky ein char- manter junger Mann. Aber eben auch ein völlig irrer Filmemacher. Er ist furchtlos und furchtsam. Er schaut genau hin, und er zün- det auch gerne einmal etwas an.

vor uns dAs Meer

The Mercy

GB 2018, 112 min, Englisch OmU, R: James Marsh, B: Scott z. Burns, K: Eric Gautier, S: Jinx Godfrey, D: Colin Firth, Rachel Weisz, David Thewlis, Ken Stott, Adrian Schiller, Jonathan Bailey, Sebastian Armesto

AB FREITAG, 30. MäRz Drama um einen Briten, der 1968 von einem Segelrennen um die Welt nicht zurückkam. VOR UNS DAS MEER erzählt die außer- gewöhnliche Geschichte von Donald Crowhurst, einem Amateursegler, der 1968 beim Sunday Times Golden Globe Race an- trat, um der schnellste Mensch zu werden, der allein und ohne Zwischenstopp die Welt umsegelt. Mit seinem unfertigen, selbst ent- worfenen Boot und mit der Hoffnung, durch das Preisgeld seine Firma zu retten und seiner

MARIA MAGDALENA
MARIA MAGDALENA

Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, sticht Crowhurst schließlich in See. Er lässt seine Frau Clare und die gemeinsamen Kinder zurück und begibt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer, das Geschichte schreiben wird.

üBER DIE PRODUKTION »Rachel gehört zu den Schauspielerinnen, die einen vor der Kamera immer wieder überraschen«, sagt Marsh. »Sie braucht so gut wie keine Anweisungen, sondern folgt einfach ihren Instinkten. Die Arbeit mit ihr war eine wunderbare Erfahrung.« Dreh- buchautor Scott Z. Burns ist überzeugt, dass die Reise, die Clare im Laufe des Films im übertragenen Sinne durchmacht, nicht minder faszinierend ist als die reale Reise ihres Mannes. »Sie versteht, dass Donald gehen will, und sie macht ihm keine Vor- würfe wegen der Situation, in die er sie und die Kinder durch sein Verschwinden bringt. In meinen Augen ist das ein erstaunlicher Akt der Vergebung.« »Für mich ist das ein Liebesfilm«, betont Rachel Weisz. »Man sieht zwar nicht, wie sich Donald und Clare als Teenager treffen, sondern man lernt sie kennen, als sie schon Kinder haben und fast zehn Jahre verheiratet sind. Clare hat keinen Beruf, ihr Leben besteht ganz aus Donald und den Kindern. Ich denke, die beiden ha- ben sich leidenschaftlich geliebt und diese Liebe wuchs mit jedem Tag, den Donald von zu Hause fort war. Das macht die Geschich- te, bei aller Tragik, besonders romantisch.«

MArIA MAGdALenA

GB 2018, 130 min, Englisch OmU, R: Garth Davis, B: Helen Edmundson, Philippa Goslett, K: Greig Fraser, S: Alexandre de Franceschi, Melanie Oliver, D: Rooney Mara, Joaquin Phoenix, Chiwetel Ejiofor, Ariane Labed, Ryan Corr, Sarah-Sofie Boussnina

AB FREITAG, 16. MäRz Die berührende Geschichte der wohl um- strittensten religiösen Figur an der Seite von Jesus Christus – für die einen Leitfigur, für die anderen Prostituierte und Sünderin. Als weibliche Jüngerin in der Gefolgschaft von Jesus und als Zeugin seiner Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung ist Maria Magdalena eine der zentralen Figuren der Bibelgeschichte. Doch sie ist auch eine mo-

NICHT vON SCHLECHTEN ELTERN
NICHT vON SCHLECHTEN ELTERN

derne, junge Frau, die selbstbewusst und mutig gegen die Geschlechterrollen und Hi- erarchien ihrer Zeit rebelliert. Auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Lebensweg sagt sie sich von ihrer Familie los, um sich dem charismatischen Jesus von Nazareth und seinen Jüngern anzuschließen. Ge- meinsam machen sie sich auf eine spiritu- elle Reise nach Jerusalem. MARIA MAGDALENA ist das wahrhaftige und moderne Porträt einer ebenso rätsel- haften wie schillernden Figur der christli- chen Geschichte, die schwer zu fassen ist und bis heute auf ganz unterschiedliche und widersprüchliche Weise interpretiert wird. In seinem für sechs Oscars nominier- ten Spielfilmdebüt LION – DER LANGE WEG NACH HAUSE begleitete Garth Davis die abenteuerliche Suche eines jungen Inders nach seiner verlorenen Familie. Nun er- zählt er in MARIA MAGDALENA erneut die wahre Geschichte einer Suche nach neuen Lebensperspektiven. In seiner Verfilmung ihres bewegenden Lebensweges liefert er eine zeitgemäße Neuinterpretation der bi- blischen Geschichte von Maria Magdalena. War Maria Magdalena in den kontrovers dis- kutierten Filmen von Martin Scorsese (DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI) und Mel Gibson (DIE PASSION CHRISTI) noch eine weitgehend schweigende Frau am Rande der Ereignisse, rückt sie jetzt ins Zentrum. Nach Barbara Hershey und Monica Belluc- ci wird Maria Magdalena modern und neu interpretiert von Rooney Mara (A GHOST STORy, LION – DER LANGE WEG NACH HAUSE), die hier bereits zum zweiten Mal unter der Regie von Garth Davis auftritt. Je- sus wird von Joaquin Phoenix (WALK THE LINE, THE MASTER, HER) verkörpert.

nIcht von schLechten eLtern

AT 2017, 86 min, OdF, R/B: Antonin Svoboda, K: Antonin Svoboda, Lisa Ganser, Gabriela Schild, S: Joana Scrinzi

AB FREITAG, 23. MäRz Der Film begleitet Eltern mit ihren Babys dabei, wie sie – im geschützten Raum der Psychotherapie – die Dramatik dieser ers- ten Lebenszeit verhandeln und bearbeiten. NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN thema-

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DIE BIENE MAJA – DIE HONIGSPIELE JIM KNOPF
DIE BIENE MAJA – DIE HONIGSPIELE
JIM KNOPF

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tisiert die Herausforderungen der ersten Lebensphase eines Menschen, der Zeit vor, während und nach der Geburt – aus der Perspektive des Kindes, der Eltern und des Therapeuten. Über ein Jahr lang begleitete Antonin Svoboda drei Familien mit neuge- borenen Babys und Kleinkindern, deren Probleme ganz unterschiedlich sind. Denn der Druck, dem Eltern ausgesetzt sind, alles richtig zu machen, die Perfekti- on des Familienglücks zu erreichen, ist im- mens. Dazu kommen oft finanzielle Sorgen, Überforderung, Probleme in der Schwan- gerschaft, Probleme in der Partnerschaft, der niederschmetternde Zustand, wenn das alles nicht so klappt wie erhofft. Und das Kind, das den aufreibenden Geburtsprozess hinter sich hat und sich aus verschiedenen Gründen schwer tun kann, in der Welt an- zukommen. Babys versuchen, dies in ihrer ganz eigenen Sprache mitzuteilen. Die Folgen können eine zermürbende Unausgewogen- heit im Schlaf-Wach-Rhythmus und große Unruhe sein. Die filmische Inszenierung setzt auf ruhige Aufnahmen, in denen die Konfron- tation mit den Problemstellungen hautnah, aber immer respektvoll distanziert begleitet wird. Das Hauptaugenmerk ist dabei stets auf die Arbeit des Therapeuten Thomas Harms mit den Müttern, Vätern, Kindern gerichtet. Pointierte Interviews mit Spezialist_innen, die anschaulich Einblicke in das Innenleben von Familien- und Sozialstrukturen geben, umrah- men die Therapiesequenzen.

dIe BIene MAjA – dIe honIGsPIeLe

DE 2018, 85 min, OdF, R: Alexs Stadermann, Noel Cleary, B: Fin Edquist, Christopher Weekes, Adrian Bickenbach

AB FREITAG, 2. MäRz Gemeinsam mit ihrem besten Freund Willi begibt sich die mutige kleine Biene diesmal auf eine abenteuerliche Reise zu den Honig- spielen, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. Heller Aufruhr im Bienenstock: Ein Ge- sandter der Kaiserin hat den weiten Weg von Summtropolis auf sich genommen, um den Bienen der Klatschmohnwiese eine Nachricht zu überbringen. Ob diesmal ihr Traum in Erfüllung geht und sie endlich an den Honigspielen teilnehmen dürfen? Doch

Majas Aufregung wandelt sich schnell zu bit- terer Enttäuschung, als sie erfährt, dass der Bote nur gekommen ist, um die Hälfte ihrer Honigernte für die Spiele einzufordern. Und dabei brauchen sie den Honig doch so drin- gend für den Winter! Empört beschließt Maja kurzerhand, die Sache selbst zu regeln, und überredet ihren Freund Willi zu einer aben- teuerlichen Reise nach Summtropolis, um sich direkt bei der Kaiserin für ihren Bienen- stock einzusetzen. Allerdings geht das gehö- rig schief, denn die Kaiserin ist verärgert über Majas Ungehorsam und beschließt, der klei- nen Biene eine Lektion zu erteilen. Sie darf an den Spielen teilnehmen, sollte sie jedoch verlieren, muss ihr Bienenstock die gesamte Honigernte abgeben. Ein großes Risiko! Wird es Maja gelingen, sich mit ihrer Außenseiter- Mannschaft gegen die Favoriten, vor allem die intrigante Violetta, durchzusetzen und ihren Bienenstock zu retten? Für DIE BIENE MAJA – DIE HONIGSPIELE konnte wieder eine hochkarätige Sprecher- riege gewonnen werden: Jan Delay über- nimmt im zweiten Teil erneut den Part von »Willi«, Andrea Sawatzki spricht die »Kaise- rin von Summtropolis«, und Uwe Ochsen- knecht überzeugt als »Alfons Graf von Bie- nenstich der Dritte«.

jIM knoPF und LukAs der LokoMotIvFührer

DE 2018, 105 min, R: Dennis Gansel, B: Andrew Birkin, Dirk Ahner, Sebastian Niemann nach der Romanvorlage von Michael Ende, K: Gerhard Schirlo, S: Ueli Christen, D: Solomon Gordon, Henning Baum, Shirley MacLaine, Annette Frier, Christoph Maria Herbst, Uwe Ochsenknecht

AB FREITAG, 30. MäRz Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer erleben in dieser Romanverfilmung Aben- teuer in der großen Welt und treffen auf Un- geheuer, von denen sie bisher nichts ahnten. Lummerland, die Insel mit zwei Bergen im großen Ozean, ist zu klein geworden, um weiterhin all seine Bewohner zu beherber- gen. Der als Baby hier gestrandete Wai- senjunge Jim Knopf will die Insel deshalb

DIE SCH'TIS IN PARIS
DIE SCH'TIS IN PARIS

gemeinsam mit seinem besten Freund Lu- kas, dem Lokomotivführer, verlassen. Auf dem Weg in die große weite Welt erleben die zwei einige Abenteuer, die sie unter ande- rem aufs Meer und in die Luft, in die Wüste, nach Mandala und in die Drachenstadt von Frau Mahlzahn führen. Die Geschichte um JIM KNOPF UND LUKAS DER LOKOMOTIV- FÜHRER von Michael Ende gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Kinderbü- chern im deutschsprachigen Raum. Michael Endes Bücher wurden weltweit über 35 Mil- lionen Mal verkauft, davon ca. 20 Millionen Exemplare in Deutschland - JIM KNOPF verkaufte sich allein in Deutschland ca. 5 Millionen mal.

Ak-kultur

käthe LeIchter. eIne FrAu wIe dIese.

AT 2016, 55 min, Englisch OmU, R/B: Helene Maimann, K: Helmut Wimmer, S: Jörg Achatz

FR 9. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO IN KOOPERATION MIT DER AK Käthe Leichter wird 1895 als Tochter ei- ner großbürgerlichen, jüdischen Familie geboren. Schon früh rebelliert sie in einer Jugendbewegung gegen die Konventionen der Zeit, studiert als eine der ersten Frauen Staatswissenschaften und Nationalökono- mie. Nach den revolutionären Ereignissen um 1917 wirft sie sich mit Herz und Seele in die Arbeiterbewegung. Sie glaubt fest an den Sozialismus, die Befreiung des Men- schen, die Gleichstellung der Frau in Beruf und Familie. Ab 1934 nimmt sie eine führen- de Rolle im Widerstand gegen den autori- tären Austrofaschismus und später gegen das Deutsche Reich ein, bis sie 1942 im KZ Ravensbrück ermordet wird. Ein unver- zichtbares Portrait einer großen Pionierin Österreichs.In Helene Maimanns Porträt er- zählen neben Franz Leichter, dem späteren langjährigen State Senator von New york die Historikerinnen Jill Lewis, Gabriella Hauch, Veronika Duma, Linda Erker, Elisabeth Klamper und Sabine Plakolm sowie der So- ziologe Christan Fleck aus dem Leben einer der großen Pionierinnen Österreichs. Eintritt frei! Anmeldung unter +43 (0)50 6906 2627 oder ticket@akooe.at

KäTHE LEICHTER. EINE FRAU WIE DIESE. NATIONAL THEATRE LIvE – JULIUS CAESAR 66 KINOS
KäTHE LEICHTER. EINE FRAU WIE DIESE.
NATIONAL THEATRE LIvE – JULIUS CAESAR
66 KINOS

PreMIere: L'AnIMALe

FR 16. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO, IN ANWESENHEIT vON KATHARINA MüCKSTEIN AK-Kultur & Moviemento haben für Film- freund_innen eine Kooperation vereinbart. Inhalt dieser Zusammenarbeit ist, dass ein- mal monatlich gemeinsam ein Film vorge- schlagen wird, für den AK-Mitglieder mit der Leistungskarte oder der AK-plus-Card einen ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro zahlen. Das Einführungsreferat für den Februar- Film L'ANIMALE hält der Linzer Filmwissen- schafter Markus Vorauer, am Freitag, 16. März, 20.00, Moviemento. Das gesamte Kulturangebot der Arbeiter- kammer finden Sie unter: www.ak-kultur.at

der Arbeiter- kammer finden Sie unter: www.ak-kultur.at national theatre Live juLIus cAesAr DO 22. MäRz, 20.00,

national theatre Live

juLIus cAesAr

DO 22. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO Liveübertragung aus dem Londoner Bridge Theatre mit Ben Whishaw, Michelle Fairley, David Calder und David Morrissey. Nach seinem Triumph kehrt Caesar nach Rom zurück und die Leute strömen aus ihren Häusern, um ihn gebührend zu fei- ern. Beunruhigt durch seine autokratische Popularität fasst die gebildete Elite den Entschluss, den berühmten Kaiser umzu- bringen. Nach dem erfolgreichen Atten- tat auf Caesar bricht in den Straßen der Hauptstadt ein erbitterter Bürgerkrieg aus, bei dem viele Einwohner ihr Leben lassen. Nicholas Hytners Produktion lässt das Pu- blikum in die begeisterte Menschenmenge bei Caesars Triumphzug eintauchen und gibt einen beeindruckenden Einblick in die Ermordung des römischen Kaisers, sowie dem Chaos, was sich nach dessen Tod aus- breitet.

Englisch Original mit englischen Untertiteln Tickets: EUR 25,- / 21,- (erm.)

südwind im kino

PreMIere: the Green LIe

MI 7. MäRz, 20.00, MOvIEMENTO

In Kooperation mit Südwind OÖ zeigt das Moviemento jeden Monat einen Film mit ei- nem Blick auf die Welt, in der wir leben. Werner Boote deckt in seiner Dokumenta- tion THE GREEN LIE die Lügen der Groß- konzerne auf und zeigt, wie wir uns da- gegen wehren können. Denn wenn man den Konzernen Glauben schenkt, könnte man mit einfachen Kaufentscheidungen die Welt retten. Ist dem wirklich so oder ist das bloß eine gefährliche und populistische Lüge? Gemeinsam mit der Autorin Kathrin Hartmann geht der Regisseur dieser Frage nach und zeigt, was Unwahrheiten entge- gengesetzt werden kann. Bei der Premiere werden Werner Boote, Kathrin Hartmann und Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich, für ein anschließendes Filmgespräch zu Gast sein. Mehr zum entwicklungspolitischen Engagement von Südwind auf:

www.suedwind.at

Engagement von Südwind auf: www.suedwind.at special 66 kInos DE 2016, 98 min, OdF, R/B: Philipp

special

66 kInos

DE 2016, 98 min, OdF, R/B: Philipp Hartmann, K: Philipp Hartmann, S: Philipp Hartmann, Herbert Schwarze, Maya Connors

SO 4. MäRz, 15.45, MOvIEMENTO,

IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS

Während der Kinoauswertung seines Films DIE ZEIT VERGEHT WIE EIN BRÜLLENDER LÖWE reiste der Filmemacher Philipp Hart- mann quer durch die Republik und filmte dabei die Spielstätten und ihre Besitzer für sein Filmessay. Aus dem Material entstand ein ebenso persönliches wie sentimentales, unterhaltsames wie erhellendes Porträt der Off-Kinolandschaft in Deutschland. Zugleich ist sein Film eine Hommage an jene Men- schen, die diese Form der Kinokultur über- haupt möglich machen.

babykino

jeden ersten Mittwoch im Monat – City-Kino

AM MI 7. MäRz zEIGEN WIR ArThUr & ClAire (9.30) // ShAPe OF WATer (10.00) Aktuelle Filmhighlights bei freiem Eintritt in speziellen Vorführungen, bei denen Sie Ihr Kleinkind getrost in den Kinosaal mitnehmen können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys!

mitnehmen können. Eintritt frei – für Eltern mit Babys! Festival kinderedition Immer Samstags gibt es auf

Festival

kinderedition

Immer Samstags gibt es auf internationalen Kinderfilmfestivals ausgezeichnete Filme für kleine und große Menschen im Moviemento! In Kooperation mit dem Kinderfilmfestival.

Sa 3. März, Sa 31. März, 14.00 WIE KATER zORBAS DER KLEINEN MÖWE DAS FLIEGEN BEIBRACHTE Empfohlen von 6 bis 10 Jahren

Sa 10. März, 14.00 MAMA MUH UND DIE KRäHE Empfohlen ab 4 Jahre

Sa 17. März, 14.00 SCHATzSUCHE Empfohlen ab 6 Jahren

Sa 24. März, 14.00 HERz üBER KOPF Empfohlen ab 9 Jahren

Filmring

the sALesMAn

MO 12. — FR 16. MäRz, 17.30 & SA 17. MäRz, 15.00, CITy-KINO Fluchtartig müssen Emad und Rana ihre Wohnung verlassen. Bei Grabungsarbeiten wird das Fundament ihres Wohnhauses be- schädigt, es droht einzustürzen. Ein befreun- deter Schauspielerkollege stellt dem jungen Paar seine leer stehende Wohnung zur Ver- fügung. Als Rana eines Abends im Badezim- mer von einem unbekannten Eindringling überrascht wird, ist nichts mehr so, wie es einmal war… www.filmring-linz.at

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entwIckLunGsPoLItIsche FILMtAGe 2018 // konGo 5. – 7. AP r IL , Mov I e
entwIckLunGsPoLItIsche FILMtAGe 2018 // konGo
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Die entwicklungspolitischen Film- und Di- alogabende bieten Spiel- und Dokumen- tarfilme aus und über die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), dazu Vorträge und Podiumsdiskussionen und ein Kultur- programm. Als Gäste freuen wir uns u.a. auf Blaise Batatabo (Obmann Kongo Diaspora OÖ) und Andrea Fellner (Auslandshilfe der Caritas in OÖ) und Kurzfilme der DR kongo- lesischen Regisseurin Wendy Bashi.

FILM-BeIträGe

DR kongo- lesischen Regisseurin Wendy Bashi. FILM-BeIträGe Das Kongo Tribunal DE/CH 2017, 100 min, OmU, R:

Das Kongo Tribunal

DE/CH 2017, 100 min, OmU, R: Milo Rau Milo Raus DAS KONGO TRIBUNAL durch- leuchtet die Gründe und Hintergründe für den größten und blutigsten Wirtschafts- krieg der Menschheitsgeschichte in einem einzigartigen transmedialen Kunstprojekt.

in einem einzigartigen transmedialen Kunstprojekt. FeliciTé CD 2017, 123 min. R: Alain Gomis, OmU Dieser Film

FeliciTé

CD 2017, 123 min. R: Alain Gomis, OmU Dieser Film ist eine Wucht, erzeugt durch seine elementar wirkenden Kräfte: Eine Frau, die Liebe, die Musik, die Stadt Kinsha- sa, das wunderbar Krude der Bilder. (Walter Ruggle, trigon-film)

das wunderbar Krude der Bilder. (Walter Ruggle, trigon-film) benDa bilili CD/FR 2010, 84 min, R: Renaud

benDa bilili

CD/FR 2010, 84 min, R: Renaud Barret & Florent de La Tullaye, OmU Eine Gruppe von Musikern aus vier Gelähm- ten und drei unbehinderten Männern, die auf den Straßen von Kinshasa leben, schaf- fen mit selbstgemachten Instrumenten ein- zigartige Musik.

Eine wunderbare Erfolgsgeschichte, die uns Tränen vergießen lässt vor Freude und Überschwang der Gefühle. Ihr leiden- schaftlicher Widerstand gegen alles Un- glück ist eine Lektion fürs Leben. Großartig! – Le Monde

KurzFilMe Von WenDy bashi

CHRONIqUE CONGOLAISE CD/BE 2017, 26 Min, OmenglU, R: Wendy Bashi Am 19. Dezember 2016 endete die zwei- te Amtszeit von Präsident Joseph Kabila. Laut Verfassung darf ein Präsident nur zwei Perioden regieren. Kurz vor diesem sym- bolträchtigen Moment startete der Count- down: Das Internet samt Social Media wur- den lahmgelegt, Strom abgeschaltet und die Zahl der Menschenrechtsverletzungen stieg an. Aus der Perspektive junger Journa- listen in der DR Kongo gibt die Doku einen tiefen Einblick in deren Alltagsrealität.

RUMEURS DU LAC CD/BE/FR 2015, 52 Min, OmenglU, R: Wendy Bashi Der Film spielt in der Provinz Kivu in der DR Kongo. Die Region unweit von Ruanda ist eine der instabilsten der Welt. Der gleichna- mige See hingegen, der die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet, strahlt eine große Ruhe aus. Die Fischer an beiden Ufern ken- nen seine Geheimnisse und die Gefahren, die sich unter seiner schimmernden Ober- fläche verbergen. Allabendlich sitzen sie am Ufer zusammen und erzählen sich vom

Leben und vom Tod rund um den See, von den poetischen Schöpfungsmythen bis zu traumatischen Erlebnissen der jüngeren Ver- gangenheit. So offenbart sich die vielfältige Geschichte der von Krieg und Völkermord gezeichneten Gegend auf behutsame Weise.

ProGrAMMüBersIcht

DONNERSTAG, 5. APRIL 2018 Themenabend »Kongo Tribunal« 18.30: Eröffnung & Film DAS KONGO TRIBUNAL 20.30: Filmgespräch mit Blaise Batatabo (Obmann Kongo Diaspora OÖ) Informeller Ausklang im Gelben Krokodil.

FREITAG, 6. APRIL 2018 Themenabend »Inklusion« 18.30: Film BENDA BILILI 20.00: Projektpräsentation »Inklusion in der DR Kongo« mit Andrea Fell- ner (AuHi Caritas OÖ) Informeller Ausklang im Gelben Krokodil.

SAMSTAG, 7. APRIL 2018 Themenabend »Alltag« 18.30: KURZFILMREIHE von Wendy Bashi 20.00: Filmgespräch mit Blaise Batatabo 20.45: Film FELICITé Informeller Ausklang im Gelben Krokodil

KuKuRoots – verwurzelt Kunst & Kultur ist ein unabhängiger Kulturverein, der das Anliegen hat einem kunst- und kulturinter- essierten Publikum ein alternatives Kultur- programm und die kulturelle vielfalt dieser Erde näher zu bringen. Der Kulturverein mit Sitz in Gramastetten legt bei seinen ver- anstaltungen großen Wert auf einen »inti- men« Rahmen, der den Kontakt zwischen KünstlerInnen und Publikum ermöglicht

in Kooperation mit dem Kulturverein Ku- KuRoots – verwurzelt Kunst & Kultur (www.kukuroots.at). Das gesamte Pro- gramm der Filmtage finden Sie auf der Website http://filmtagelinz.kukuroots.at als Download

KLASSIK IM KINO SAISON 17/ 18 Di 6. 3. 19.45 CARMEN Live-Oper Di 27. 3.
KLASSIK
IM
KINO
SAISON
17/ 18
Di
6. 3.
19.45
CARMEN
Live-Oper
Di
27. 3.
20.15
ZU BERNSTEINS 100. GE-
BURTSTAG
Live-Ballett
Mi
4. 4.
20.15
MACBETH
Live-Oper
CITY-KINO
DIE GÖTTLICHE ORDNUNG FRAUEN.FILM.NACHT AM INTERNATIONALEN FRAUENTAG Donnerstag 8. März 2018 / ab 19.30 Uhr
DIE GÖTTLICHE ORDNUNG
FRAUEN.FILM.NACHT
AM INTERNATIONALEN FRAUENTAG
Donnerstag 8. März 2018 / ab 19.30 Uhr
/ OK PLATZ 1
MOVIEMENTO
KINO
/ 4020 LINZ
Kartenreservierungen bitte ausschließlich beim
Programm
unter 0732/78
Moviemento Kino
40 90 !
19.30
Uhr
Begrüßung & Ausstellungserö nung
20.00
Uhr
Filmbeginn
EINTRITT FREI !
Vorfilm „Hommage an die Widerspenstigen“
WOMEN ONLY!
Ein Film von Johannes Bauer-Marschallinger und Sabine Traxler, 2011
Anlässlich des diesjährigen 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechtes in Österreich zeigen wir diese
kurze Dokumentation, die zu 100 Jahre Frauen(tags)Geschichte produziert wurde.
DIE GÖTTLICHE ORDNUNG
Regie: Petra Biondina Volpe (Komödie/Drama, 2017)
Schweiz 1971: Emanzipation und Gleichberechtigung wird noch immer als „gegen die göttliche
Ordnung“ gesehen und das Frauenstimmrecht scheint noch in weiter Ferne. In Nora, a, e einer ner
jungen Hausfrau und Mutter, erwacht der Widerstand tan … …
FRAUEN.OOE.GRUENE.AT
TEMPORÄRE
AUSSTELLUNG -
STADT.LAND.FRAU -
52 FRAUEN
& SPIELBLÖCKE
Impressum: Die Grünen Frauen OÖ, Landgutstraße 17, 4040 Linz
Fotos: Thimfilm
Die Nacht der Programmkinos Ein Fest des anspruchsvollen Films bei freiem Eintritt. Fr 9. März,
Die
Nacht
der
Programmkinos
Ein Fest des anspruchsvollen
Films bei freiem Eintritt.
Fr 9. März, Moviemento
20.00
The Other Side of Hope
22.00
66 Kinos
00.00
Überraschungsfilm

The oscars

12 STUNDEN IM ZEICHEN DER ACADEMY AWARDS

So 4. März, Moviemento & City-Kino

MOVIEMENTO

11.00

VICTORIA & ABDUL

11.15

DIE VERLEGERIN

11.15

I, TONYA

13.10

CALL ME BY YOUR NAME

13.30

THE FLORIDA PROJECT

13.30

SHAPE OF WATER

15.45

ALLES GELD DER WELT

15.50

DIE DUNKELSTE STUNDE

18.15

THE DISASTER ARTIST

18.15

DUNKIRK

20.15

BLADE RUNNER 2049

20.15

BABY DRIVER

CITY-KINO

11.15

GET OUT

THREE BILLBOARDS

13.15

OUTSIDE EBBING,

MISSOURI

15.30

DER SEIDENE FADEN

CALL ME BY

20.00

YOUR NAME

DER SEIDENE FADEN CALL ME BY 20.00 YOUR NAME Am Oscar∏-Sonntag zeigen wir 19 der nominierten

Am Oscar∏-Sonntag zeigen wir 19 der nominierten Filme, die wir im Programm haben bzw. hatten. Kombitickets sind an der Kinokassa erhältlich: drei Filme um 18 €

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„EIN AMÜSANTER UND BISSIGER STREIFZUG DURCH DIE MODEWELT“ DIE PRESSE „JELINEKISCH, KOMÖDIANTISCH UND
„EIN AMÜSANTER UND BISSIGER
STREIFZUG DURCH DIE MODEWELT“
DIE PRESSE
„JELINEKISCH, KOMÖDIANTISCH
UND PHILOSOPHISCH“
5 VON 6 STERNEN
OÖNACHRICHTEN
„EIN FAMOSES ENSEMBLE“
„BEEINDRUCKEND“
DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD
UND PHILOSOPHISCH“ 5 VON 6 STERNEN OÖNACHRICHTEN „EIN FAMOSES ENSEMBLE“ „BEEINDRUCKEND“ DER STANDARD

Moviemento & City-Kino März 2018

Die Spielzeiten und -orte entnehmen Sie bitte unserem Wochenprogramm, unserer Home- page sowie der Tagespresse

Filmstarts

ab Fr 2. März
ab Fr 2. März
ab Fr 23. März
ab Fr 23. März

cALL Me By your nAMe OmU

IT/FR/BR/US 2017, 132 min, R: Luca Guadagnino Laufzeit: mindestens 3 Wochen

dIe sch‘tIs In PArIs – eIne FAMILIe AuF ABweGen OmU

Une jolie ch‘tite famille FR 2018, 107 min, R: Dany Boon Laufzeit: mindestens 3 Wochen

FilmBrunch

Sonntags im Moviemento & Gelben Krokodil

so 4. März

11.00

Victoria & abdul

11.15

die Verlegerin

11.15

i, tonya

13.10

call Me by your naMe

13.30

the Florida Project

13.30

ShaPe oF Water

dAs schweIGende kLAssenzIMMer OdF

DE 2018, 110 min, R: Lars Kraume Laufzeit: mindestens 3 Wochen

erIk & erIkA OdF

so 11. März

11.15

die Verlegerin

11.15

ShaPe oF Water

11.30

MittSoMMernachtStango

13.15

daS leben iSt ein FeSt

13.30

the green lie

13.30

three billboardS outSide e.

so 18. März

11.15

die Verlegerin

11.15

ShaPe oF Water

11.30

the Florida Project

13.30

Murer

13.30

Wind riVer

13.40

Maria Magdalena

so 25. März

11.15

i, tonya

11.15

daS leuchten der erinnerung

11.30

the Florida Project

13.30

die beSte aller Welten

13.30

die Sch‘tiS in PariS

13.40

nicht Von Schlechten eltern

Tischreservierung im Gelben Krokodil dringend empfohlen: 0732/784182

FilmLunch

Sonntags im City-Kino & Café Stern

FilmLunch Sonntags im City-Kino & Café Stern
FilmLunch Sonntags im City-Kino & Café Stern

so 4. März

nIcht von schLechten eLtern OdF

AT 2017, 86 min, R: Antonin Svoboda Laufzeit: mindestens 1 Woche

ab Fr 30. März
ab Fr 30. März
AT 2017, 97 min, R: Reinhold Bilgeri Laufzeit: mindestens 3 Wochen ab Fr 9. März
AT 2017, 97 min, R: Reinhold Bilgeri
Laufzeit: mindestens 3 Wochen
ab Fr 9. März
jAne OmU

jIM knoPF und LukAs der LokoMotIvFührer OdF

DE 2018, R: Dennis Gansel Laufzeit: mindestens 3 Wochen

LoveLess OmU

Nelyubov RU/FR/DE 2017, 127 min, R: Andrej Swjaginzew Laufzeit: mindestens 2 Wochen

the deAth oF stALIn OmU

FR/GB 2017, 107 min, R: Armando Iannucci Laufzeit: mindestens 3 Wochen

vor uns dAs Meer OmU

The Mercy GB 2018, 112 min, R: James Marsh Laufzeit: mindestens 3 Wochen

US 2017, 90 min, R: Brett Morgen Laufzeit: mindestens 2 Wochen

the Green LIe OmU

AT/DE/BR/ID/US 2017, 97 min, R: Werner Boote Laufzeit: mindestens 3 Wochen

uGLy OmU

DE/UA 2017, 90 min, R: Juri Rechinsky Laufzeit: mindestens 1 Woche ab Fr 16. März
DE/UA 2017, 90 min, R: Juri Rechinsky
Laufzeit: mindestens 1 Woche
ab Fr 16. März
L’AnIMALe OdF

AT 2018, 93 min, R: Katharina Mückstein Laufzeit: mindestens 2 Wochen

MArIA MAGdALenA OmU

GB 2018, 130 min, R: Garth Davis Laufzeit: mindestens 3 Wochen

Murer – AnAtoMIe eInes Prozesses OdF

AT/LU 2017, 137 min, R: Christian Frosch Laufzeit: mindestens 3 Woche

the FLorIdA Project OmU

US 2017, 115 min, R: Sean Baker Laufzeit: mindestens 3 Wochen

 

11.15

get out

specials

11.15

arthur & claire

so 11. März

so

4. März, 16.00

11.15

die dunKelSte Stunde

oScar-Sonntag

11.30

eriK & eriKa

Mo 5. März, 19.00, MoVieMenTo

PreMiere: ugly

i. A. Juri Rechinsky und Maria Hofstätter

so 18. März

Mi 7. März, 20.00, MoVieMenTo

PreMiere: the green lie

Diskussion mit Werner Boote, Kathrin Hartmann und Hartwig Kirner

Fr 9. März, MoVieMenTo

die nacht der PrograMMKinoS

Mi 21. März, 20.00, MoVieMenTo

PreMiere: gWendolyn

i. A. Ruth Kaaserer und Gwendolyn Leick

Babykino

Babykino

im City-Kino

Babykino im City-Kino

Mi 7. März

11.15

call Me by your naMe

11.30

die Wunderübung

so 25. März

11.15

nicht Von Schlechten eltern

11.30

die Sch‘tiS in PariS

Tischreservierung im City-Kino dringend empfohlen: 0732/776081

Filmgespräche

Filmgespräche

mit Markus vorauer

Filmgespräche mit Markus vorauer

Fr 2. März, 21.00, MoVieMenTo

call Me by your naMe

mit der Volkshochschule

Fr 16. März, 20.00, MoVieMenTo

PreMiere: l‘aniMale

in Anwesenheit von Katharina Mückstein mit der Arbeiterkammer

ab Fr 23. März
ab Fr 23. März

GwendoLyn OmU

AT/GB 2017, 85 min, R: Ruth Kaaserer Laufzeit: mindestens 2 Wochen

I, tonyA OmU

US 2017, 120 min, R: Craig Gillespie Laufzeit: mindestens 3 Wochen

9.30

arthur & claire

10.00

ShaPe oF Water

Moviemento OK Platz 1, 4020 Linz, 0732/78 40 90 City-Kino Graben 30, 4020 Linz, 0732/77 60 81

www.moviemento.at

15

Österreichische Post AG/Sponsoring.Post - verlagspostamt: 4020 Linz, Donau - Gz 02z031032 S
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