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165. Corinphila Auktion · 29. November – 4.

Dezember 2010
165 Corinphila auctions · November 29 – December 4, 2010

katalog 165 · Europa und Übersee

Catalogue 165 · Europe and Overseas

LOT 1820 – 2178

Altdeutschland & Deutsches Reich & Dt. Kolonien & div. Deutschland

Corinphila Auktionen AG
Wiesenstrasse 8 · 8034 Zürich
Schweiz · Switzerland
www.corinphila.ch
290 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Dienstag 30. November 2010, 18.00 h

Deutschland:
Korrespondenz und Dokumente aus der Zeit des 30jährigen Krieges 1618-48

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
1820 1602 (1. Nov.) Karl Graf von Harrach, österreichischer Staatsmann (1570-1628):
eigenhändige Unterschrift "Der Ihre dienstwilligster Carl von Harrach/Freyherr mp" auf
Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel von Wien an die Verordneten der Landschaft ob
der Enss in Beantwortung eines Schreibens vom 21. Oktober, betr. Neuregelung finanzieller
Angelegenheiten. Doppelblatt (in der Mitte eingeschnitten, Siegelausschnitt). Harras wurde
1595 von Kaiser Rudolf II. zum österr. Regimentsrat ernannt. Seine Tochter Elisabeth wurde
1623 die zweite Gemahlin Wallensteins.  (Photo = 1 291) 6 400 (€ 290 )
1821 1589 (15. Aug.): Christian I von Anhalt (1568-1630), eigenhändig geschriebener Brief
von Dresden mit papiergedecktem Siegel und Unterschrift, adressiert  an den berühmten
Nürnberger Arzt Camerarius. Christian I war  nachmaligen Statthalters des Winterkönigs
Friederich V. von der Pfalz und Oberbefehlshaber der böhmischen Truppen in der
Entscheidungsschlacht am "Weissen Berg", (Photo = 1 291) 6 400 (€ 290 )
1822 1616 (21. Okt.): Maximilian I Kurfürst von Bayern (1573-1651), Schnörkelbrief mit
papiergedecktem kl. Ringsiegel, adressiert an Erzherzog Ferdinand von Österreich, datiert
Statt München, den 21 8bris, Ao 1616 und eigenhändiger Unterschrift, betr. Dankesschreiben
für den am 29. August erhaltenen Brief. Während des Böhmischen Aufstands (Prager
Fenstersturz, 23. Mai 1618) schloss er im Namen der Liga am 8. Oktober 1619 in München
einen Vertrag mit Ferdinand II., sandte ihm eine Armee von 30.000 Mann zu Hilfe und eroberte
das im Abfall begriffene Österreich ob der Enns. Im Gegenzug versprach Ferdinand ihm die
Übertragung der pfälzische Kurwürde auf Bayern und zur Vergütung seiner Kriegskosten die
Eingliederung der Oberpfalz in seinen Herrschaftsbereich. (Photo = 1 291) 6 340 (€ 250 )
1823 1620 (14. Nov.): Wilhelm Graf Kinsky von Wchinitz und Tettau (1574-1634), Feldpostbrief,
eigenhändig geschrieben in italienischer Sprache mit zweifachem Cito-Vermerk an den
kaiserl. Feldmarschall Graf Buquoy, der, obwohl schwer verwundet, am siegreichen Ausgang
der Schlacht am 'Weissen Berge' beteiligt war. Kinsky, mit der Verfolgung des Winterkönigs
betraut, bedauert den General nicht, wie dieser gewünscht hatte, in Prag aufsuchen zu können,
da er militärisch zu schwach sei. Der Feldmarschall möge ihm Hilfe schicken, sodann er hoffe
mit Gottes Hilfe den Winterkönig zu erwischen. Wichtiges Dokument. = 1 291)
(Photo 6 750 (€ 550 )

Prager Fenstersturz um 1616


1824

1824 1616 (6. Mai) 'Bohuslav von Michalowice' Böhmischer Freiheitsheld, Mitglied der Prager
Direktionalregierung, Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel und eigenhändiger
Unterschrift "Ad mandatum Sacrae Caesa. Majtis proprium" in tschechischer Sprache, 
geschrieben als böhmischer Vizekanzler and die Schöffen der Stadt Hory Kuttny betr. einer Klage
des Prager Juden Lazar Nayhauzl gegen Heinrich von Milhaus wegen "250 Schock Meissnisch".
Gegengezeichnet Matthias Rex, Oberstkanzler Zdenko A. von Lobkovitz und Pawel Michna
(Freiherr von Weizenhofen), beides Gegner der prot. Stände Böhmens. Selten. 6 1'500 (€ 1'095 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 291

1821 (CHF 400)

1820 (CHF 400)

1823 (CHF 750)

1822 (CHF 340)

1855 (CHF 400)

1836 (CHF 1'000)

1835 (CHF 1'000)

1847 (CHF 500) 1846 (CHF 300) 1825 (CHF 300)


292 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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in CHF ca. €
1825 1620 (20. Aug.): Wilhelm V. zu Hessen - Cassel genannt der "Beständige" (1587-
1637) Feldherr der protestantischen Union, Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel
und eigenh. Unterschrift,  vierfachem Cito-Vermerk "Cito,Cito, Cito, Citissime" an den
Fürsten August von Anhalt, betr. weitere Zusammenarbeit " ... der bisherigen vertraulichen
correspondenz beygefügten gewisse avisen ..." Der Fürst war einer der wenigen Verbündete
des Schwedenkönigs Gustav Adolf  und führte ein kleines Heer, das immer als unabhängige
Einheit behandelt wurde. (Photo = 1 291) 6 300 (€ 220 )
1826 1620 (6. Oktober): Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt, eigenhändig unterschriebenes
Schriftstück der Gebrüder Karl Günther (1576-1630), Ludwig Günther (1581-1646) und
Albrecht Günther (1582-1634) an den Rat der Stadt Erfurt "... wird gnadig begehret,
Senath wolle etzliche zu Wittenberg sich befintliche fahrniss undt kleinodien zu Erffurdt in
Verwahrung nehmen." Als die beiden Brüder, die Grafen Karl Günther von Schwarzburg-
Rudolstadt bzw. Albrecht Günther starben, regierte Ludwig Günther allein in Rudolstadt
weiter. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1827 1621 (1. Oktober): Johannes Brainer (Hans Brenner, 1570-1632), Kabinettbrief mit
papiergedecktem Siegel und unterschrieben vom Kommandanten in Raab (Oberösterreich)
an die kaiserl. Räthe in Wien, mit vierfachem Cito - Vermerk sowie "Mit Eylender Post".
Schilderung des desolaten Zustands der kaiserl. Armee, der Sold sei seit drei Monaten nicht
ausbezahlt worden, der Winter stehe bevor und die Soldaten seien ganz 'entblösst' und litten
bittere Noth. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1828 1622 (29. Dez.): Pfalzgraf Ludwig Philipp (1602-1655), eigenhändig geschriebener
Kabinettsbrief mit kl. Ringsiegel aus Kaiserslautern "A Monsieur mon cher nepveu Monsieur
Le Duc de Deux ponts (Zweibrücken) Prince Palatin" mit interessantem Briefinhalt betr.
den Zuständen und Kriegswirren in der Pfalz: " ... wie übel sie zu boland gehauset in der
Kirche alles verbrennet ... wie auch alle andre Hause undt sagen die underthanen dass im
ganzen Kriege wessen so schlimm nicht hergegangen ... " Doppelseitiges Briefblatt mit kl.
Papierverlust und kl. Einrissen, Text vollst. erhalten, Transkription beigegeben. Wichtiges
Zeitdokument zum Jahreswechsel 1622/23. (Photo = 1 www) 6 500 (€ 365 )
1829 1623 (13. Juni): Don Guilhelmus Verdugo kaiserl. spanischer General in der Unterpfalz,
eigenhändig geschriebenes Schriftstück in franz. Sprache mit strategischem Inhalt, datiert
und signiert in Creutznach. Doppelblatt (im Mittelfalz Papierbruch) mit vollst. Text plus
Stich mit Portrait des Generals. Seltener Beleg der spanischen Besetzung des Rheinlands.
Im Dreissigjährigen Krieg stand der rechtsrheinische Teil der Unterpfalz unter bayerischer,
der linksrheinische Teil unter spanischer Besatzung und Verwaltung. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1830 1623 (28. Okt): Graf Carl Ludwig Ernst von Sulz (1595–1648), Schnörkelbrief mit
vierzeiliger Adresse an seinen Schwager Johann Fugger in Augsburg, signiert und datiert
zu Ehningen (b/Calw-Württemberg), betr. den Tod seiner Frau Maximiliana von Sulz. Der
Graf, kaiserl. Kriegsrat, war in zweiter Ehe verheiratet mit Elisabeth von Hohenzllern-
Sigmaringen. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1831 1623 (5. Dez.): Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach (1599-1644), eigenhändig
geschriebenes Schriftstück mit papiergedecktem Siegel (rechter Teil des Doppelblatts
reduziert), signiert und datiert in Coburg, betr. Generalbefehl: " ... Euch ist  ... genugsam
bekannt, was vielfeltige beschwerliche durchzüge sich bisshero continuiert, ....darunter nicht
geringes ungemach entstanden. ... Alss begehren wir hiermit gnedig Ihr wollet fürgeldten,
durch sonderbaren Generalbefehl förderlichst dahin bescheiden, obigem unserm Ambt
ferner erspriessliche assistenz leisten ...". (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1832 1624 (18. Jan.): Karl von Liechtenstein (1569-1627), Druckschrift von Prag mit papiergedecktem
Siegel und eigenhändiger Unterschrift, betr. Unterhalt der Truppen, vom Knecht bis zum
General, und wie hoch "... die Ihme raichende Profiant bezahlen solle .... Einem jedwerden
Knecht soll täglich gereicht werden. Fleisch 1 Pfund/dass soll Er bezahlen per 3 kreuzer/  ...."
Senkr. Falze hinterlegt. bzw. leicht restauriert. Im Jahr 1622 wurde der liechtensteinische Fürst
zum kaiserlich-ordentlichen Statthalter und Vizekönig von Böhmen bestellt. Außerdem erhielt er
als Erster seiner Familie den Orden vom Goldenen Vlies. (Photo = 1 www) 6 200 (€ 145 )
1833 1624 (24. Mai): Heinrich von Knöringen Fürstbischof von Augsburg (1570-1646),
Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel (l. defekt) und eigenhändiger Unterschrift "Henrici
D.G. Episcopi" an den Präsidenten des kaiserl. Kammergerichts zu Speyer betr. der Kirche der
Abtei Ottobeuren. In seine Amtszeit fiel das mit Ferdinand II. 1629 ratifizierte Augsburger
Restitutionsedikt. Während des Dreißigjährigen Krieges musste er von 1632 bis 1635 und ab
1645 Zuflucht in Reutte, Hall, Imst in Tirol und Innsbruck suchen. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1834 1624 (9. Sept.): Interessantes Schriftstück (Doppelblatt u.l. restauriert) in ital. Sprache an
den Obristen Estrocci, sich sofort beim Kriegsrat in Wien einzufinden, er sei vorgesehen
in Abwesenheit des Marchese 'di Montenegro' den Oberbefehl über die kaiserl. Truppen in
Mähren zu übernehmen, datiert und sign. 'de Marrada' in Wien. Nachsatz (in deutsch): diese
Bestallung solle bei der Truppe hinterlegt werden, damit Beschwerden verhütet würden,
Actum Ollmütz, den 17. Septemb: Ao 1924, Marchese di Montenegro. (Photo = 1 www) 6 200 (€ 145 )
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in CHF ca. €
1835 1625: Johann Graf von Tilly (1559-1632), eigenhändige Unterschrift auf Schreiben
aus Bad Hersfeld an einen Freiherren mit dem Ersuchen (Befehl) seinen Aufenthalt von
Korbach nach dem Schloss Nordenbeckh zu verlegen. Ränder und Faltung fachmännissch
gestütz, Umschlagsklappe mit gedecktem Papiersiegel anhängend. Johann Graf von Tilly
war Generalissimus der kaiserlichen Truppen und der katholischen Liga. (Photo = 1 291) 6 1'000 (€ 730 )
1836 1625 (11. Jan.): Reichsgraf Johann von Aldringen (1588-1634), eigenhändige Unterschtrift
und Bestätigung in Budweis auf zweiseitiger Abrechnung der Leutnats Gille Torien
und Johann Gordon, fachmännisch restauriert. Johann von Aldringen war kaiserlicher
Heerführer und Vertrauter Wallensteins und seit 1632 Feldmarschall. Er wurde 1634 mit
der Exekution Wallensteins beauftragt. Der auf der Abrechnung unterschriebene Johann
Gordon war bei der Ermordung Wallensteins anwesend. (Photo = 1 291) 6 1'000 (€ 730 )
1837 1626 (12. April): Johann Georg I von Sachsen (1585-1656), eigenhändige Unterschrift auf
Schreiben von Dresden an die Bürger von Meissen mit der Aufforderung für Schanzarbeiten
in Wittenberg. Johann Georg I von Sachsen verhielt sich anfangs des 30 jährigen Krieges
gegenüger dem Kaiser Ferdinad II neutral. Erst nach Plünderungen durch die katholische Liga
in Sachsen verbündete er sich mit Gutaf Adolf gegen den Kaiser. Nach dem Prager Frieden hatte
Sachsen unter den Verwüstungen durch schwedische Truppen zu leiden. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1838 1626 (3. Juni): Fürst Ludwig I. zu Anhalt-Köthen, Schnörkelbrief mit fünfzeiliger
Ergebenheitsadresse aus Dessau mit kompl. Inhalt (Faltung gestützt) an den Fürsten von
mit der Einladung zur Hochzeit von Christian Goldstein. Ludwig I war der Begründer und
erstes Oberhaupt der "Fruchtbringenden Gesellschaft". (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1839 1626 (17. Juni): Ernest Graf zu Isenburg (1584-1664), Brief aus dem Feldquartier
Eickelborn bei Lippstadt, Schutzbefehl im adligen Stift Capell (Kapell bei Lippstadt) keine
Einquartierungen und Requierungen vorzunehmen. Feldzug Tillys gegen Christian von
Braunschweig und Christian IV von Dänemark mit Sieg am 27. Aug. 1826 in der Schlacht
bei Lutter. (Photo = 1 297) 6 500 (€ 365 )

Herzog Albrecht von Wallenstein

1840

1840 1626 (29. Juni): Herzog Albrecht von Wallenstein (1583-1634), eigenhändige Unterschrift
auf Brief von Aschersleben mit vierzeiliger Ergebenheitsadresse und gedecktem Papiersiegel
an Ludwig Fürst zu Anhalt etc., aktenfrisch. Der Brief wurde von Wallenstein fünf Tage
nach der siegreichen Schlacht bei Dessau gegen den protestantischen General Mansfeld
geschrieben. 6 1'500 (€ 1'095 )
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1841 1626 (1. Sept.): Graf Friedrich Ludwig zu Löwenstein (1598-1657), eigenhändige
Unterschrift auf kompl. Schnörkelbrief mit fünfzeiliger Ergebenheitsadresse nach Ortenberg
mit Antwort vom 3. September auf dem gleichen Schreiben. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1842 1626 (28. Okt.): Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656), eigenhändige Unterschrift
auf kompl. Schnökelbrief (Mahnschreiben) an Michael Reinhartten, Schlossverwalter zu
Chemnitz. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1843 1627 (8. Feb.): Gräfin Walburga zu Löwenstein-Wertheim, eigenhändige Unterschrift
auf kompl. Schnörkelbrief von Breuberg mit sechszeiliger Ergebenheitsadresse an den
Grafen zu Stollberg etc. mit gut erhaltenem Lacksiegel. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1844 1627 (18. April): Augustus Herzog zu Sachsen Weissenfels, Engern und Westfalen (1614-
1680), eigenhändige Unterschrift auf kompl. Schnörkelbrief von Ratzeburg an den Dänisch-
Norwegischen Kriegsobristen Joachim von Schlavada mit gedecktem Papiersiegel. Mit
13 Jahren wurde Herzog August durch das Magdeburger Domkapitel zum Erzbischof
gewählt, aber erst als sich die schwedischen Truppen 1638 aus seiner Residenzstadt Halle
zurückzogen, konnte er in sein Amt eingeführt werden. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1845 1627 (10. Mai): Erzherzog Leopold (1586-1632), eigenhändige Unterschrift auf kompl.
Schnörkelbrief mit achtzeiliger Ergebenheitsadresse an Christoff Kevenhiller Graf zu
Frankenberg etc. nach Wien mit gedecktem Papiersiegel. Erzherzog Leopold war der
Bruder von Kaiser Ferdinad II. und Führer der gefürchteten Soldateska "Passauer".
(Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1846 1627 (26. Mai): Freiherr Christoph Löbl (1588-1638), eigenhändige Unterschrift und
Unterschrift "Daniel Esterhazy" auf dreifach papiergesiegeltem Faltbrief (Papierfehler und
stärkere Patina) nach Wien. Dazu  Kupferstich-Portait. Freiherr Christoph Löbl tat sich als
Obrist 1626 bei der Niederschlagung der Bauernaufstände hervor und wurde durch Kaiser
Ferdinand II. zum Obest der Wiener Stadtgarde ernannt. (Photo = 1 291) 6 300 (€ 220 )
1847 1627 (25. Aug.): Gottfried Heinrich Graf von Pappenheim (1594-1632), kompl.
Bittschreiben aus Horneburg von den "Gemeinen zu Born" an den Graf als Feldherrn
der kaiserl. Truppen während der Belagerung von Wolfenbüttel, mit der Bitte um einen
Schuzbrief zur Vermeidung weiterer Durchzüge und Einquartierungen, Plünderungen
etc. der bereits ruinierten und abgematteten Bürgerschaft.  Pappenheim war der
Befehlshaber des nach ihm benannten Kürasserierregimentes welches zu den bekanntesten
Kavallerieeinheiten des 30-jährigen Krieges gehörte. Auf ihn ist der Ausdruck "ich kenne
meine Pappenheimer" zurückzuführen, den nach Friedrich Schiller Wallenstein in der
Überzeugung der Zuverlässigkeit dieses Regimentes  geäussert haben soll. (Photo
= 1 291) 6 500 (€ 365 )
1848 1628 (3. Juni): Schnörkelbrief mit vierzeiliger Ergebenheitsadresse und kompl. Inhalt von
Oberlahnstein nach Bassenheim (bei Koblenz) mit kleinem Lacksiegel. (Photo = 1 www) 6 120 (€ 90 )
1849 1628 (27. Aug.): Brief mit vierzeiliger Ergebenheitsadresse von Heldenbergen an die Herren
Räte des Grafen zu Solms nach Lich mit Präsentationsvermerk "Lich am 1/21 Septemb. ad
1628". (Photo = 1 www) 6 100 (€ 75 )

Johann Graf von Tilly

1850

1850 1628 (30. Aug.): Johann Graf von Tilly (1559-1632), eigenhändig geschriebener
Schnörkelbrief (stärkerer Wurmfrass ohne Textbeeinträchtigung) aus Stade nach Lüneburg
mit  papiergedecktem Siegel und eigenhändiger Unterschrift. Tilly quartierte sich nach der
Belagerung von Stade in der dortigen Festung ein. Kurz danach fiel die Festung in die Hand
der schwedischen Truppen. 6 1'500 (€ 1'095 )
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1851 1628 (28. Nov.): Herzog Albrecht von Wallenstein (1583-1634), eigenhändige
Unterschrift auf Schnörkelbrief (stärkerer Wurmfrass) von Waizenburg an den "Herzog
Augustus  zu Sachsen, Engern und Westphalen" mit Abfertigungsvermerk "abgefertigt zu
Boitzenburg" mit papiergredecktem Siegel. Für seine Verdienste im Krieg gegen die Dänen
wurde Wallenstein von Kaiser Ferdinand II. das Herzogtum Mecklenburg verliehen. Er
residierte auf Schloss Güstrow und führte einige Reformen u. a. die Trennung von Justiz
und Verwaltung durch. 1630 eroberten die Schweden das Herzogtum und setzen wieder die
früheren mecklenburgischen Herzöge ein. (Photo = 1 297) 6 1'000 (€ 730 )

Johann Graf von Tilly


1852

1852 1629 (8. Januar): Johann Graf von Tilly (1559-1632), eigenhändig geschriebener
Schnörkelbrief mit Unterschrift von Stade an den Herzog August von Sachsen  mit
papiergedecktem Siegel, leichter Wurmfrass, Text jedoch vollständig erhalten. Tilly
entschied 1620 die Schlacht am 'Weissen Berg', schlug 1626 Christian IV von Dänemark
bei Lutter am Barenberg und wurde nach der Absetzung Wallensteins 1630 Generalissimus
der kaiserlichen Truppen. 6 2'000 (€ 1'460 )
1853 1629 (14./24. Januar): Sibylle Herzogin von Braunschweig-Dannenberg (1576–1630),
kompl. Schreiben an den Grafen Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim (1594-1632) als
Obristen der kaiserl. Truppen, mit der Bitte  um Ausstellung von Schutzbriefen (Salva Guardia)
für die Landgüter Valckenberg und Garchow. Gesiegelter Schnörkelbrief mit  elfzeiliger
Ergebenheitsadresse und eigenh. Unterschrift der Herzogin, dazu separates Briefblatt mit
Postscriptum der Herzogin. Aufgrund seiner Verdienste wurde Pappenheim 1628 in den
Reichsgrafenstand erhoben, und 1631 zum Feldmarschall ernannt. = 1 297)
(Photo 6 500 (€ 365 )
1854 1629 (13. Juni): Johann Baptist Verda von Werdenberg auf Grafenegg, fünfseitiges
Schriftstück, eigenh. geschrieben in italienischer Sprache und unterschrieben an den Kanzler
und kaiserl. Botschafter in Madrid Franz Christoph Graf Khevenhüller, dem Chronisten
Kaisers Ferdinand II und Autor der "Annales Ferdinandei", mit rücks Präsentationsvermerk:
"vom Herrn von Wettemberg. praes.tae. Äusseres Briefblatt im Falz gebrochen, seltener
Autograph. Als Protestant erzogen, konvertierte er im Jahre 1609 zum Katholizismus.
Vierzehn Jahre lang war er Gesandter in Spanien und wurde 1623 von König Philipp IV. mit
dem Orden vom Goldenen Vlies ausgezeichnet. (Photo = 1 297) 6 500 (€ 365 )
1854A 1629 (18. Juli) Heinrich Matthias Graf von Thurn (-Valsassina), dem Führer der
Böhmischen Protestanten (1567-1640); eigenh. Begleitschreiben für Kapitän Caccia Guerra,
mit dem Begehren an den königl. Schwedischen Agenten in Oelfinir, die dem Kapitän
versprochenen "Neunzig Mark Lybies" zu geben und den andern Soldaten "... zueführ
glaichhalten Sie mit Schief und Profondt nach Preussen befuerdern." Signiert und datiert
in Heiligenhafen und von grosser Seltenheit. Graf von Thurn wirkte beim Zustandekommen
des "Majestätsbriefes" Rudolfs II mit (1609), widersetzte sich der Wahl Ferdinands II und
war einer der Urheber des 'Prager Fenstersturz'. Er warf eigenhändig die Grafen Martiniz
und Slawata aus dem Fenster der Prager Burg (23. Mai 1618). Nach der Niederlage am
Weissen Berg (1620) floh er nach Siebenbürgen und kämpfte später im schwedischen Heer.
(Photo = 1 297) 6 2'000 (€ 1'460 )
296 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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in CHF ca. €
1855 1629 (10. Oktober) Gerhard Freiherr von Taxis, Oberstleutnant und Statthalter
Wallensteins im Herzogtum Friedland, Schmörkelbrief mit kleinem papiergedecktem
Siegel und Unterschrift von Gitschin, adressiert an Graf Wezel zu Würben und Freudenthal
in "Wien oder wo Er anzutreffen", betr. einer ausstehenden Zahlung über eine Summe
von 2'000 Gulden. Vollst. Textabschrift beigegeben. Als Statthalter in Friedland hatte
Wallenstein mit Gerhard von Taxis einen Offizier der kaiserlichen Truppen eingesetzt, den
er seit 1600 kannte und wegen seines Organisationstalentes schätzte. (Photo = 1 291) 6 400 (€ 290 )
1856 1629 (15. Nov.): Johann Georg Fuchs von Dornheim, Fürstbischof von Bamberg (1586-
1633), eigenhändige Unterschrift auf kompl. Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel
an Gottfried Heinrich Graf von Pappenheim. Vollst. Textabschrift beigefügt. In der Zeit
der Hexenprozesse 1629/31 fanden etwa 300 Menschen in Bamberg und 900 Menschen im
Hochstift den Tod auf dem Scheiterhaufen. Auf Veranlassung Kaiser Ferdinands II. griff der
Reichshofrat in Wien ab 1629 in die ausufernden Bamberger Hexenprozesse ein und setzte
ihnen 1631 ein Ende. (Photo = 1 297) 6 400 (€ 290 )
1857 1629 (27. Nov.) Schnörkelbrief mit zehnzeiliger Ergebenheitsadresse einer Gruppe
Kriegsgefangener in Wolfenbüttel an den kaiserl. Feldmarschall Graf von Pappenheim
mit der Bitte um Freilassung aus der "so lang all hie continuierten betrübten hafft". Signiert
und datiert "im Name sembtlicher Gefangener Hinrich von Rossenberg corporal, Hanss
Rösslein quartiermeister undTobiass Kwykowski fahnen Junkher". Einer der frühesten
bekannten Kriegsgefangenenbriefe. (Photo = 1 297) 6 500 (€ 365 )
1858 1630 (13. Jan.): Johann II. von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz (1584-1635), eigenhändige
Unterschrift auf kompl. Schnörkelbrief  von Zweibrücken an Conrad Nikolaus von
Obentraut in Stromberg mit Patina und papiergedecktem Lacksiegel. Conrad Nikolaus von
Obentraut auf Burg Stromberg versuchte zwischen dem Kaiser und dem Pfalzgrafen zu
vermitteln.  Nach der Auflösung der Union um Neutralität bemüht, verlor Johann nicht
nur Rechte und Einkünfte, sondern 1628 auch das Kloster Hornbach an den Kaiser. 1635
musste Johann mit seiner Familie vor den kaiserlichen Truppen des Grafen Gallas nach
Metz fliehen, während sein Herzogtum verwüstet wurde.  (Photo = 1 297) 6 700 (€ 510 )
1859 1630 (23. Apr.): Wilhelm V. Landgraf von Hessen-Kassel (1602-1637), eigenhändige
Unterschrift auf kompl. Schnörkelbrief mit achtzeiliger Ergebenheitsadresse an Johann
Kurfürst von Sachsen mit Präsentationsvermerk vom 7. Mai 1630 und papiergedecktem
Siegel. Der Landgraf beschwert sich in dem Schreiben über die seit acht Jahren währenden
Tillyschen Einquartierungen. Wilhelm V. zu Hessen-Kassel war ab Ende 1630 einer der
zuverlässigten Verbündeten Gustaf Adols von Schweden und ein ausgezeichneter und
erfolgreicher Feldherr.  (Photo = 1 297) 6 600 (€ 440 )
1860 1630 (9.Mai): Johann Philipp Herzog zu Sachsen Jülich, Cleve und Berg (1597-1639),
eigenhändige Unterschrift auf kompl. zweiseitigem Schnörkelbrief mit sechszeiliger
Ergebenheitsadresse an den Kurfürsten Johann Georg von Sachsen mit einem ausführichen
Bericht über aufsässige Truppen und den kaiserlichen General Wallenstein. Nach dem Tod
seines Vaters erbte Johann Philipp gemeinsam mit seinen Brüdern Friedrich, Johann Wilhelm
und Friedrich Wilhelm das Herzogtum Sachsen-Altenburg. Im Dreißigjährigen Krieg hatte
das Land schwer zu leiden. Die Bevölkerungszahl sank rapide und 1632 wurde die Stadt
durch Wallenstein gebrandschatzt. Als Johann Philipp dagegen protestierte und sich auf ein
Versprechen von dessen Feldherren Heinrich von Holk berief, erwiderte Wallenstein: „Wenn
der Herr Christus selber kommt, müssen die Apostel schweigen.“ (Photo = 1 299) 6 500 (€ 365 )
1861 1630 (11. Mai): Christian von Brandenburg (1581-1655) Markgraf des fränkischen
Fürstentums Bayreuth, eigenh. Ergebenheitsformel und Unterschrift auf dreiseitigem
Schnörkelbrief (Siegel abgefallen) an Johann Georg von Sachsen mit einem  Bericht über
die gnadenlose Requisition von Geld und Gut an der protestantischen Bevölkerung durch
die kaisrl. Truppen: " ... dass Ihre Pferdt auf der Strasse und zue Hauss fast one Scheu
abgeraubet werden". Ebenfalls in Text sind erwähnt der kaiserl. "Commissarius St.:Remy"
und der "Herzog zue Friedtlandt" (Wallenstein). (Photo = 1 299) 6 400 (€ 290 )
1862 1630 (9. Juli): Herzogin Sophia zu Pommern (1587-1635), eigenhändige Unterschrift auf
ausführlichem dreiseitigen Schnörkelbrief mit siebenzeiliger Ergebenheitsadresse aus Stettin
an ihren Bruder den Kurfürsten Johann Georg von Sachsen mit papiergedecktem Siegel,
aktenfrische Erhaltung. Interssantes Dokument. Die Herzogin gibt eine genaue Schilderung von
der Landung Gustaf Adolfs auf Usedom am 4. Juli 1630 und berichtet über die Plünderungen
und Verwüstungen der abziehenden kaiserlichen Truppen. (Photo = 1 299) 6 750 (€ 550 )
1863 1630 (19 Juli): Kesseler von Kessel kaiserl. Oberstleutnand, eigenhändige Unterschrift auf
kompl. Brief mit sechszeiliger Ergebenheitsadresse aus Mantua an den Fürsten "Ludwig zu
Anhalt" in Köthen mit drei kleinen Lacksiegeln und Präsentationsvermerk vom 14. August
1630. Schöne aktenfrische Erhaltung und zeitgerschichichtlich interessantes Dokument.
Der Brief berichtet von der Eroberung Mantuas durch die kaiserlichen Truppen. Der
Angriff begann am 18. Juli und endete am gleichen Tag nach kurzem Widerstand mit der
Eroberung. Bei der anschliessenden Plünderung mit Ausnahme der Klöster war die Beute
sehr zufriedenstellend. (Photo = 1 299) 6 300 (€ 220 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 297

1851 (CHF 1'000)

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298 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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1864 1630 (26. Aug.): Johann Ernst Herzog zu Sachsen-Eisenach (1566-1638), eigenhändige
Unterschrift auf ausfühlichem vierseitigen Schreiben an den Kurfürsten Johann Georg von
Sachsen mit der Bitte beim Kaiser zu erwirken, dass die kaiserlichen Truppen sein Land
nicht weiter ruinieren sollen. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1865 1630 (21. Sept.): Dam(ian) Vitzthum von Eckstedt kursächsischer Generalmajor (1595-
1638), eigenh. Grussfloskel und Unterschrift auf Schnörkelbrief von Erfurt an Herzog
Johann Philipp von Sachsen, betr. einer fälligen Kontributionszahlung in der Hohe von
1'434 Reichsthalern "zur beförderung der Röm. Kay. May. unserss Aller-Gnädigsten herren
dienst", anderfalls er sich gezwungen sehe, die "Execution" (zwangsweise Eintreibung) des
Geldes anzuordnen.  (Photo = 1 299) 6 300 (€ 220 )
1866 1630 (23. Sept.): Georg Wilhelm Kurfürst von Brandenburg (1595-1640), eigenhändige
Unterschrift auf Schnörkelbrief mit sechszeiliger Ergebenheitsadresse von Cölln an der
Spree mit interessantem dreiseitigem Bericht über die Invasion der schwedischen Armee an
"Johann Georg I. Kurfürst zu Sachsen" mit Präsentationsvermerk "Coldiz am 2. Octobris Ao
1630". Bedeutendes Zeitdokument. Im Brief bedankt sich der Kurfürst für die Zusendung
einer Kopie eines Briefes, den der Kurfürst von Sachsen an den Kaiser gesandt hatte mit der
Bitte die Verwüstungen in Brandenburg durch kaiserliche Truppen eindämmen zu lassen,
und berichtet über weitere Zerstörungen in seinen Ländern.  = 1 299)
(Photo 6 1'500 (€ 1'095 )
1867 1630 (10. Okt.): Don Felipe de Sylva, spanischer General, eigenhändige Unterschrift
auf Schnörkelbrief aus Cronach an den Rat der Stadt Friedberg mit der Ankündigung von
Truppeneinquartierungen mit Präsentationsvermerk vom 14.Oktober 1630. Don Felipe
war zu jener Zeit Generalgouverneur der Unterpfalz. 1622 unterstützte der span. General
Cordoba die bayerisch-ligistischen Kräfte unter Tilly im Kampf gegen die Feldherren
der pfälzischen Seite: Am 6. Mai besiegten Cordoba und Tilly den Markgrafen Georg
Friedrich von Baden-Durlach bei Wimpfen am Neckar. Siehe Anna Egler: Die Spanier
in der linksrheinischen Pfalz 1620–1632. , Mainz 1971, (Quellen zur mittelrheinischen
Kirchengeschichte. Band 13). (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1868 1630 (20. Okt.) Heinrich Graf von Holck, Feldmarschall in Wallensteins Armee (1599-
1633), eigenhändiger Nachschrift und Unterschrift "H. v. Holck mpp" auf Schnörkelbrief
von Querfurt (Sachsen-Anhalt) an den Rat der Stadt Naumburg, betr. einer Beschwerde
wegen Übergriffen von Soldaten gegen Kaufleute. Er habe eine "Partei" ausgehehn lassen,
diese sei auf eine "Partei" von Bischöflichen gestossen unter welchen Kaufleute gewesen
und daher mitgenommen worden seien "... das ich den Feindt verfolge wo ich ihn antreffe,
solches ihnen in antwordt". Leicht gebräunt mit kleinem Lacksiegel. Nach dem Frieden
von Lübeck 1629 zwischen dem Kaiser und dem dänischen König fand sich Holck bald im
Lager seiner früheren Gegner. Am 26. März 1630 erhielt er von Ferdinand II.  in Anbetracht
seiner „bekannten Kriegserfahrenheit“ die Bestallung als Oberst eines Regiments von 3000
„hochdeutschen Knechten“ zu Fuß.  (Photo = 1 299) 6 600 (€ 440 )
1869 1630 (22. Okt.): Barberini, Antonio Kardinal von Reims (1607-1671), eigenh. Unterschrift
auf Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel von Castel Gandolfo adressiert an Ottavio
Piccolomini in Florenz. Sauberes Doppelblatt in italienischer Sprache betr. eines wegen den
neuesten Entwicklungen auf dem deutschen Kriegsschauplatz verhinderten Besuchs sowie
kleinem Aktenvermerk "Colonello Ott. Piccolomini" unten links. Textabschrift beigefügt.
Piccolomini Octavio, Herzog von Amalfi (1599-1656), General Wallensteins. In der
Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und Wallenstein stand Piccolomini auf Seiten des
Kaisers und war aktiv an dessen Ermordung beteiligt. Kardinal Barberini war der Bruder
von Papst Urban VIII. Maffeo Barberini. (Photo = 1 299) 6 300 (€ 220 )
1870 1630 (7. Nov.): Dam(ian) Vitzthum von Eckstedt (1595-1638), vierseitiges Verzeichnis
(S.327/329) für den Unterhalt der einquartierten Truppen in Mansfeld (Sachsen-Anhalt),
signiert und datiert vom kursächsischen Generalmajor Eckstedt und Oberst Holck: 
"Beywesend haben die Herren Stände zue ersehen, was einem jeden Dambt, Dorf oder
Rittergut, umb die R. auf Marschhaldt liegenden zwey compag: zu unterhalten angesetztet
ist". Ausführliche Aufstellung der wöchentlichen Abgaben von total 386 Reichsthalern.
(Photo = 1 299) 6 300 (€ 220 )
1871 1631 (28. März): Bogislaw XIV, letzter slawischer Herzog von Pommern (1580-1637),
eigenhändige Unterschrift auf Schriftstück von Stettin: "Seine Fürstl. gnaden begehren
an den Einnehmer Christian Maussen ...... sechs stücken wein frey passiren lasse." Trotz
der Zusicherung des Kaisers, Pommern nicht zu besetzen, marschierte Wallenstein  im
Sommer 1627 in Pommern ein. Durch die sog. Franzburger Kapitulation vom Herbst
1627 musste Bogislaw der Einquartierung von kaiserlichen Truppen zustimmen. Lediglich
Stralsund weigerte sich, Besatzungstruppen aufzunehmen und widerstand mit dänischer
und schwedischer Hilfe erfolgreich der Belagerung durch Wallenstein.
(Photo = 1 299) 6 300 (€ 220 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 299

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1872 1632 (8. Dez.) Heinrich Graf von Holck, (Feldmarschall in Wallensteins Armee 1599-1633),
eigenhändiger Unterschrift "H. v. Holck mpprie" auf Schriftstück von Brix (Böhmen), betr.
Anweisung an seinen Obristen Bonnighausen ins Winterquartier nach Budweis zu ziehen.
Holck war zunächst dänischer Offizier auf protestantischer Seite, wechselte jedoch 1630 die
Seiten und trat in kaiserliche Dienste und entsprach allen Klischees eines Söldnerführers
des 30 jährigen Kriegs. Seine Plünderzüge durch Sachsen machten ihn und seine Soldateska
zu einem Synonym des Schreckens. (Photo = 1 301) 6 500 (€ 365 )
1873 1634 (7. Juli): Johann Georg von Sachsen (1585-1656), eigenhändige Unterschrift auf
Schnörkelbrief mit papiergedecktem Siegel aus dem Feldlager in Sitta (Zittau) an den
Festungskommandanten Johann Melchior von Schwalbach, betr. Anweisungen für den
Ersatz der bei der Belagerung Zittau's entstandenen Verluste sowie über die Ergänzung der
Munition. Als Nachschubbasen werden Budissin (Bautzen) und Kamenz genannt. Die Stadt
Zittau ist 1635 im Prager Frieden als Lehen zu Kursachsen gekommen. (Photo = 1 301) 6 600 (€ 440 )
1874 1638 (3. Mai) Kaiser Ferdinand III (1608-1657): Grossformatiger Truppenbefehl mit
eigenhändiger Unterschrift und papiergedecktem Siegel, gegeben in unserer Statt Wien, betr.
Verhalten der Truppen gegenüber der Bevölkerung: " ... dass wir unser Statt und Herrschafft
Comothau sambt allen darzugehörigen dorffschafften, Mühlen .... nichts ausgenommen ... "
ergeht der Befehl an die Quartiermeister "... bey unnachlässiger höchster straff ... ihnen (der
Bevölkerung) Ihr gross und klein Viech, Ross, Wägen, getraidt .... weder mit gewaltt noch
sonsten hinweggenommen ... sondern bey unausbleibendter Straff gäntzlich enthalten."
Mitunterzeichnet von "Hendrich schlick graf zu Passaun Ma (nu) ppp", Heinrich Graf von
Schlick, kaiserl. Feldmarschall und Hofkriegsratspräsident (1580-1650). (Photo = 1 301) 6 750 (€ 550 )
1875 1639 (18. Aug.): Gaspard III de Coligny, genannt Maréchal de Châtillon (1584-
1646), Feldpostbrief aus dem Lager bei Stenay (franz./niederl. Frontlinie in Lothringen)
mit eigenh. Unterschrift und zwei Lacksigeln, adressiert an Piccolomini "A Monsieur  le
Compte Général de l'armée impériale aux pays bas", betr. einer Vereinbarung bezüglich
Gefangener von Louis XIII "... de la part du Roy pour lexecution du traitté que v. e. ce
a conclud avec M. de Corvillon sur le sujet des prisonniers ...."  Gaspard III de Coligny,
Gegenspieler Richelieus, war Oberbefehlshaber in der Schlacht von La Marfée am 6. Juli
1641, in der er geschlagen wurde.  (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
1876 1639 (2. Sept.): Kardinalinfant Ferdinand von Spanien (1609-1641), eigenh. Unterschrift
auf Schnörkelbrief von Antorff  (Antwerpen ?) mit papiergedecktem Siegel (drei kl.
Wurmlöcher) adressiert an den Erzbischof von Mainz, Anselm Casimir. Mit Bedauern hat
der Kardinalinfant die "betrübte Zeitung" über die "Indisposition undt Leibschwachheit"
des Kurfürsten vernommen, dadurch sei zu befürchten, dass der Feind die Gelegenheit
wahrnehme "vo Ihro anbefohlenem Erzstift und Landt zu reterieren" und bietet ihm seine
volle Unterstützung an: "... unser freundtwilligh dienst undt was Wir sünsten mehr liebs
undt guets vermögen ...". Sauberer Brief. Ferdinand, ein Prinz aus der spanischen Linie
des Hauses Habsburg, diente als Gouverneur spanischer Besitzungen und befehligte als
Feldher das Heer bei der Schlacht bei Nördlingen. (Photo = 1 301) 6 600 (€ 440 )
1877 1641: Erzherzog Leopold (1614-1667), Sohn von Kaiser Ferdinand II, Schnörkelbrief
gegeben zu Gronau mit eigenh. Unterschrift und papiergedecktem Siegel an "unsern
Lieben Andechtigen und Getreuen ... Domdechant .... unseres Hochstifts HALBERSTATT",
gezeichnet "Leoplold Wilhelm von Gottes Gnaden Ertzherzog zu Oesterreich, Hertzog zu
Burgundt, Bischof zu Straspurg, Halberstatt ..." und war Statthalter der Niederlande. Bei der
Schlacht von Breitenfeld (1642) griff er die Schweden  an und obwohl die kaiserlichen Reiter
die Schweden zurückgedrängt hatten brach der linke Flügel seiner Truppen zusammen.
Ganze Schwadronen der kaiserlichen Reiterei warfen ihre Waffen weg und ergaben sich
den Schweden. Der Erzherzog ließ nach der verlorenen Schlacht alle höheren Offiziere
des linken Flügels wegen Feigheit köpfen, die niederen hängen und die Mannschaft durch
Erschießen dezimieren. Anschließend ging er zur Beichte und Kommunion.(Photo = 1 301) 6 600 (€ 440 )
1878 1644 (15. Juni): Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen (1613-1680):  eigenhändige
Unterschrift "Johann Georgen Churfürst", auf Schnörkelbrief von Dresden an die "Wherte
hochgelarte Räthe und lieben getreuwen, Ihr habt aus dem Inschluss zuersehen wie Johann
Matthes Kley seinem Sohn zu dem Barchenthandel daselbst underthenigst verbitten ..." 
Doppelblatt im Mittelfalz alt hinterlegt, Papier stark gebräunt. Unter seiner Regierung
wurde Dresden nach dem 30 jährigen Krieg zu einem kulturellen Zentrum der Kunst und
Musik (Gründung der Dresdner Hofkapelle) in Europa. (Photo = 1 www) (6) 240 (€ 175 )
1879 1645 (10. Mai): Ernst. I., "der Fromme" Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg
(1601-1675): Eigenhändiger Brief von Gotha mit Unterschrift "Ernst H. z. Sachsen", dieser
erkundigt sich nach dem Befinden eines mit "Hochgebohrner Fürst  freundlicher und viel
Geerter Herr Vetter und Vater" titulierten Verwandten und erhofft seinen Besuch im Sommer
diesen Jahres in Weimar oder Gotha. Doppelblatt mit rücks. Siegel, kaum fleckig, Adressteil
ausgeschnitten. Wie fast alle seiner Brüder diente Ernst I. während des 30 jährigen Kriegs
als Oberst in der schwedischen Armee. (Photo = 1 301) 6 600 (€ 440 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 301

1876 (CHF 600)


1872 (CHF 500)
1873 (CHF 600)

1877 (CHF 600)

1874 (CHF 750)

1879 (CHF 600)

1886 (CHF 300)

1880 (CHF 340)

1881 (CHF 500)

1883 (CHF 500) 1882 (CHF 500) 1885 (CHF 750)


302 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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1880 1648 (7. Mai): Kaiser Ferdinand III (1608-1657), eigenhändige Unterschrift des Kaisers auf
Faltbrief  von Prag adressiert an den Dekan des Domstifts Halberstadt, mit papiergedecktem
Siegel und kompl. Inhalt betr. einer Papstbulle: " Ersame liebe Andaechtige, Uns hat der
hochwürdig ... Statthalter Herr Ernst Adalbert, der Heil. Römischen Kirche dess Bittubs
Sanctae Praxedis Cardinal von Harrach, Erzbischoff zu Prag ... in unterthenigkeit zu erkenn
geben ..." Papier stark gebräunt, siegel vollständig erhalten. Ferdinand III befehligte das
kaiserliche Heer, das bei Nördlingen (1634) die Schweden besiegte. Er suchte die Stellung
des Kaisers zu stärken, konnte aber die Zersplitterung des Reichs im Westfälischen Frieden
(15./16. Mai 1648) nicht verhindern. (Photo = 1 301) 6 340 (€ 250 )
1881 1648 (30. Juni): Brief von Baron von Hoeswinck aus Frankfurt a. M. mit achtzeiliger
Ergebenheitsadresse an "Dem Hochwürdig: Hochwohlgebohrnem Fürsten undt Herrn Octavio
Piccolomini ... Kayssl: Armee", mit Lacksiegel und geschr. in franz. Sprache "J'espère que
V.Exl. aurat ormais reçue mes prcedentes .... lettres qui se sont presentées dans c'est office"
betr. einem "Monsr. le Colonel ... lequelle m'est venue particulièrment recommandée ...". In
der Auseinandersetzung zwischen dem Kaiser und Wallenstein stand Piccolomini auf Seiten
des Kaisers und war er aktiv am Sturz Wallensteins und dessen Ermordung beteiligt. Für
seine Verdienste wurde ihm der Orden vom Goldenen Vlies verliehen. Zudem wurde er zum
Feldmarschall ernannt und erhielt den Oberbefehl über das kaiserliche Heer. 
(Photo = 1 301) 6 500 (€ 365 )
1882 1648 (5. Juli): Feldpostbrief des Obristen Hans Jacob Waggkhy (Dewaggi) aus
Wegscheid (Landkreis Passau) adressiert an "dem Hochgebornen Fürsten undtt Herrn
Octavio Piccolomini Duca de Amalfi" er sei mit den "übrigen noch bey mir habenden
Völkern zu Ross" in der Gegend von Passau eingetroffen" und fragt an, ob er hier bleiben
und wie er sich verhalten soll und bittet ihn (Piccolomini) aufsuchen zu dürfen.  Im letzten
Kriegsjahr, wurde er für kurze Zeit wieder zum Oberbefehlshaber des kaiserlichen Heeres
und zum Feldmarschall ernannt. 1649/1650 nahm er als kaiserlicher Hauptgesandter
am Nürnberger Exekutionstag, welcher über die Demobilisierung der auf Reichsboden
befindlichen Söldnerheere verhandelte. (Photo = 1 301) 6 500 (€ 365 )
1883 1651 (1. Oktober): Herzog Karl IV von Lothringen (1604-1675): Schutzbrief für die
"Seigneures et villages de Boland et José" mit eigenhändiger Unterschrift und papiergedecktem
Siegel, gegeben zu Brüssel, betr. einem Verbot an die Generäle dort zu logieren, bezw. etwas
zu fordern oder zu nehmen.  Nach langen Verhandlungen mit Wallenstein, ohne Rücksicht auf
Frankreich, kämpfte er mit seinen Truppen auf der Seite der katholischen Liga. Sein Einsatz
trug wesentlich zum Sieg über die Schweden bei Nördlingen bei. Beim Westfälische Frieden
wurden die drei lothringischen Bistümer der franz. Krone unterstellt. (Photo = 1 301) 6 500 (€ 365 )
1884 1625/36: Lot 18 Belege und Dokumente zum Dreissigjährigen Krieg, dabei div. Fürstenbriefe,
gedruckte Verlautbarung von Karl zu Liechtenstein, Truppenführer wie Wilhelm Verdugo
(1628) an der Rat der Stadt Friedberg, Berichte und Schreiben über die Kriegslasten,
bezw. über die Plünderungen der Söldnertruppen sowie ein Wahrenausfuhrpass ausgestellt
von Sophia von Pommern (1587-1635), der Wittwe des slawischen Herzogs Franz von
Pommern, datiert Stettin 20. August 1631. (Photo = 1 www) 6 1'500 (€ 1'095 )

Schwedische Truppen
1885 1625 (15. Juni): Gustav II. Adolph König von Schweden (1594-1632): eigenhändiger
Unterschrift des Königs "Gustavus Adolphus mp" auf Schriftstück betr. Anweisung an
Christoph Bylon dem Oluff Wregessonn 60 Fässer Mahlgut ("mälla") zukommen zu lassen,
mit Lieferungsvermerk unten, 1/2 S. minime Flecken. Selten. (Photo = 1 301) 6 750 (€ 550 )
1886 1625 (8./18. Juli) Gustaf Karlsson Horn, Graf von Björneborg (schwedischer Feldmarschall,
Schwiegersohn von Axel Oxenstierna 1592-1657), eigenhändiger Unterschrift auf Schriftstück,
betr. Anweisung an Erich Jesperson vier kranke Personen der 'Compagnie Wrangel' mitsamt
Proviant an einen anderen Ort zu bringen. Kleines Briefblatt, leicht reduziert, 1/2 S. in schwedischer
Sprache. Im Jahre 1625 nahm Gustav Horn Dorpat/Tartu Estland ein. (Photo = 1 301) 6 300 (€ 220 )
1887 1627 (19. Jan.): Graf Axel Gustafsson Oxenstierna, schwedischer Reichskanzler
(1583-1654), eigenhändiger Unterschrift auf Schuldschein für den Kauf "etlicher stück
Karesey" um den Betrag von 1202 Gulden und 15 Groschen, ausgestellt  für den Elbinger
"Rathsverwandten" Christian Treschenberg, mit eigenh. Quittungsvermerk. Fol. 1 S., Blatt
oben leicht reduziert, Rand rechts leicht geknittert, Einriss alt hinterlegt. Im Oktober 1626
war Oxenstierna zum Gouverneur des schwedischen Teils von Preussen berufen worden
und richtete sein Hauptquartier in Elbing ein. (Photo = 1 303) 6 800 (€ 585 )
1888 1628 (27. Okt.) Dietrich von Falckenberg, königl. schwedischer Hofmarschall (1580-
1631), eigenhändige Unterschrift auf Quittung über den Empfang von 200 Reichstalern für
deren Ausleihe er gelobt "monatlich einss pro cento zue zahlen" mit Ringsiegel. Falckenberg
stand zunächst in diensten Hessens und war Rat des Landgrafen Moritz, später gewann er
das Vertrauen Gustav Adolfs und wurde 1630 zum schwedischen Militärkommandanten von
Magdeburg ernannt, wo er während der Verwüstunf der Stadt unter Tilly und Pappenheim
("Magdeburge Hochzeit") im Mai 1631 ums Leben kam. (Photo = 1 www) 6 240 (€ 175 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 303

1889 (CHF 750)

1887 (CHF 800) 1891 (CHF 400)

1892 (CHF 500)

1893 (CHF 500)

1903 (CHF 300)


1894 (CHF 500)

1897 (CHF 400) 1899 (CHF 1'200) 1895 (CHF 400)


304 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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in CHF ca. €
1889 1632 (13. Jan.): Johan Banér (1596-1641) schwedischer Feldmarschall, eigenhändige
Unterschrift auf Brief (stärker gebräunt) mit sechsfachem "cito"  Vermerk von Eglen an
den Fürsten August zu Anhalt in Plötzkau mit der Bitte um Provian- Bereitstellung für den
verbündeten Herzog Wilhelm zu Weimar. Der Feldzug führte anschliessend in die Nähe von
Nürnberg wo die schwedischen Truppen auf  Wallensteins Heer trafen Bei der für beide Seiten
sehr verlustreichen Schlacht an der "Alten Veste" ging kein Sieger hervor. (Photo = 1 303) 6 750 (€ 550 )
1890 1632 (24. Nov./4. Dez.) Heinrich Jakob Duwall (Mac Dougall), schwedischer
Generalkommissar (1589-1634): Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "Jacob
Duwall mp" betr. einer Waffenbestellung " ... ich bitte die Herren freundlich sie woll mijr
Ein hundert musqueten an luntten undt Kugeln folgen lassen ...." mit Lieferungsvermerk
von Johann Bussow. Duwall wurde als Sohn eines in schwedischen Diensten stehenden
schottischen Adligen in Prenzlau (Altmark) geboren und war Kommandeur der schwedischen
Truppen in Schlesien. (Photo = 1 www) 6 400 (€ 290 )
1891 1632 (23. Dez.) P. Ruthven, Lord of Ettrick, Earl of Forth and Brentford,schottischer
General u. Diplomat (1573-1651): Schnörkelbrief in deutscher Sprache mit eigenhändiger
Unterschrift "P.Ruthven/Capitaine, von Ulm und adressiert an den "Threuesten
Hochgeachteten Herrn Maxen Lauxheimern, Fuggerischen Pfleger zue Weissenhorn".
Ruthven bedankt sich für ein in Abwesenheit seines Obristen in Empfang genommenes
Schreiben. Dieser sei in Donauwörth, um den "Succurs" des Feldmarschalls Horn zu erwarten.
Doppelblatt mit rücks. Ringsiegel und Empfangsvermerk. Ruthven war Generalmajor und
Kommandant von Ulm. Er war berühmt für seine Fähigkeit sowohl als Diplomat wie auch
als Trinker. Von seinen Waffenbrüdern, die seinen Namen kaum aussprechen konnten, wurde
er "Pater Rotwein" genannt. (Photo = 1 303) 6 400 (€ 290 )
1892 1637 (13. Juli): Axel Gustavsson Graf Oxenstierna 81583-1654), grossformatige
Beförderungsurkunde ausgestellt im Namen von Christina von Schweden  in Stockholm,
mit eigenhändiger Unterschrift und papiergedecktem Siegel, betr. dem Obristen Halbert
Glatzenstein: "Thuen kundt hiemit, dass wihr zu mehrer befürderung ... zu seiner
albereithabender einer Vompagnia, noch drey andere Compagnien zu Fuss zu werben
unnd allso eine vollige Esquadron von vier completen Compagnien darauss zu richten."
Oxenstierna leitete nach dem Tod Gustavs II Adolf die schwedische Politik und die
Vormundschaftsregierung für Königin Christine. (Photo = 1 303) 6 500 (€ 365 )
1893 1640 (27. Juni): Christina von Schweden (Tochter Königs Gustav Adolfs II. 1626-1689),
Schriftstück in schwedischer Sprache,  mit den eigenhändigen Unterschriften vom Kanzler
Axel Oxenstierna, seinem Bruder Gabriel Oxenstierna, Reichsrat Clas Larsson Flemming
und Marschall Jacob de la Gardie, dem Gremium, das für die noch minderjährige Königin
die Reichsgeschäfte führte. Als ihr Vater bei der Schlacht von Lützen 1632 fiel und sie seine
Thronfolgerin wurde, war sie fünf Jahre alt. Seit 1635 zur Königin erzogen (auf Wunsch
des Vaters wurde sie wie ein Mann ausgebildet), übernahm sie 1644 als 18-Jährige die
Regierungsgewalt. (Photo = 1 303) 6 500 (€ 365 )
1894 1638 (29. Juni): Johann Banér,  schwedischer Feldmarschall (1596-1641), Brief
mit zweifachem Cito-Vermerk "cito citissimi", von Stettin an "Monsieur Gerdt
Anthonisohn Recueur de l'argent du Camp de lay Couronne Suéde" in Stralsund, betr.
einer Weinbestellung ".... mir gedachte 6 Ohmen Reinwein bey erster Gelegenheit zu
überschicken ...". Vollständiger Textauszug, bzw. Transkription beigefügt. Banér war einer
der hervorragendsten Feldherren des Dreissigjährigen Kriegs. = 1 303)
(Photo 6 500 (€ 365 )
1895 1639 (27. Aug.) Ludwig Camerarius, schwedischer Ministerresident bei den Generalstaaten
(1573-1651): Eigenhändiger Quittungsvermerk unter einem Schreiben der Königlichen
schwedischen Kammer: "Obgemeldte 4034 R.thaler hatt mir Herr Spring zu Amsterdamm
den 27. augusti dieses 1639ten Jahrs wol erlegen lassen, welches Ich in krafft gehöriger
Quittantz hiermitt mitt Meiner eigenen Hand und underschrifft bezeigen wollen." Darüber
der in Stockholm am 26. September 1637 (sic!) ausgestellte Zahlungsauftrag mit vier
Signaturen von Mitgliedern der schwedischen Kammer. Camerarius, berühmter Diplomat
und schwedischer Diensten (Minister résident) in den Niederlanden, war zuvor Chef der
pfälzischen Exilregierung in Den Haag. (Photo = 1 303) 6 400 (€ 290 )
1896 1642 (2. Mai): Alexander Erskine, schwedischer Staatsmann (1598-1656): Schriftstück
mit eigenhändiger Unterschrift, von Greifswald, darin er den Empfang von "zweitausend
Musquetten sambt 2000 Bandelier und anderer Zubehörunge" bestätigt, die im
königlichen Zeughaus zu Stralsund deponiert waren.  Ränder leicht gebräunt, am Fuss alte
Zusammenfassung des Inhalts. Der in Greifswald geborene Erskine stammt aus einem alten
schottischen Adelsgeschlecht und war mit Otto von Guericke befreundet. (Photo
= 1 www) 6 240 (€ 175 )
1897 1643 (15. Juli):  Hans Christoffer von Königsmarck (deutscher Heerführer in schwedischen
Diensten 1600-1663): eigenhändiger Unterschrift auf Schriftstück, von Halberstadt, 15. Juli
1643: "Es würdt hirmit E. E. Rath dieser Statt anbefohlen, dass er behuefs des Seeligen
Herrn Oberstleutnant: Klaubergs Begrebnisse ..... um die 600 RTr. Werth abfolgen zu lassen
...". Briefblatt (etwas gebräunt) mit sauberem Lacksiegel. Königsmarck machte eine steile
Karriere vom Fusssoldat bis zum Feldmarschall und wurde nach erfolgtem Friedensschluss
1648, zum Gouverneur der schwedisch gewordenen Herzogtümer Bremen und Verden
ernannt. (Photo = 1 303) 6 400 (€ 290 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 305

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in CHF ca. €
1898 1644: Gordon Alexander (schottischer (?) Offizier in schwedischen Diensten): Lot
fünf Schriftstücke (kleine Querformate) mit eigenhändigen Unterschriften, dabei vier
Zahlungsanweisungen in versch. Angelegenheiten von Driesen (südöstlich von Stettin) 1644,
jeweils mit Quittungs-Gegenzeichnung sowie ein Beleg von 1632 mit Quittungsvermerk
von Alexander Gordon. (Photo = 1 www) 6 150 (€ 110 )
1899 1647 (27. Mai): Johan Axelsson Oxenstierna (1611-1657) Schwedens erster Gesandter
beim Friedenskongress in Osnabrück und Sohn von Axel Oxenstierna, dem schwed.
Reichskanzler, Schnörkelbrief von Osnabrück mit eigen. Unterschrift an den Kurfürsten
Friedrich Wilhelm von Brandenburg, betr. dem Stift MINDEN: "... dass weilen durch
die hier instehende allgemeine Friedens (-ver)handlung, wegen des Stifts Minden eine
verenderung getroffen und dem vermuthen nach E.CHurFürstl. Durchl. selbiges Stift
heimkommen dürfte...." .  Seltener und historisch aussagekräftiger Brief (Mittelfalz des
Briefs fachm. restauriert) aus der Zeit der Friedensverhandlungen in Osanbrück. mit vollst.
Textabschrift. Mit dem Westfälischen Frieden 1648 fiel das Hochstift als säkularisiertes
Fürstentum Minden an die Kurfürsten von Brandenburg als Entschädigung für den Verlust
der Anwartschaft auf Vorpommern. (Photo = 1 303) 6 1'200 (€ 875 )

Kardinal Richelieu

1900

Französische Truppen
1900 1632 (19. Febr.): Armand-Jean I du Plessis de Richelieu, genannt vor allem Kardinal
Richelieu (1585-1642), eigenhändig geschriebener Briefblatt (rücks. mit Papier gestützt)
datiert und signiert in Paris, in dem er sich über gewisse Leute beklagt, die an den König
adressierte Pakete entwendeten ".... qui ont pris le paquet que vous adressé au Roi ...." und
signiert "Le Cardinal Richelieu", rücks. Aktenvermerk von alter Hand: "lettre de Mr. le
Cardinal richelieu". Beigegeben alte Lithographie aus dem 19 Jh. mit Portrait des Kardinals.
Um die spanische Vormachtstellung in Europa zu brechen, nutzte Richelieu Spaniens
Engagement im Dreißigjährigen Krieg. Er stützte die protestantischen Fürsten,und sicherte
dem schwedischen König Gustav II. Adolf seine Unterstützung zu. 1635 trat das katholische
Frankreich dann aktiv an der Seite des protestantischen Schwedens in den Krieg ein. 6 1'500 (€ 1'095 )
1901 1634 (19. Juni): Henri II de Bourbon, prince de Condé (1588-1646), eigenh. Brief von
Dijon adressiert an Kardinal Richelieu: "Monsieur envoie par ce porteur a Mr de ... pour
vous le faire voir un memoire des nouvelles que jay aprises du Conte par lequel vous verres
force choses desquelles vous croires et jugeres comme il vous plaira....", signiert "Votre
affectionne serviteur Henri de Bourbon". Dazu ältere Abschrift eines Briefs an Madame
Liencourt. Henri II kämpfte gegen die Hugenotten und führte 1638 einen erfolglosen Feldzug
gegen Spanien. Nach dem Tode Richelieus wurde er Mitglied des Regentschaftsrates für
Ludwig XIV. (Photo = 1 www) 6 200 (€ 145 )
1902 1635 (13. Mai): Philippe Hippolyte Spinola, Comte de Bruay (1612-1670), Ritter des
Ordens vom goldenen Vlies, eigenh. Unterschrift auf Feldpostschreiben (Briefinhalt in franz.
Sprache) von Lorch (Württemberg) mit ausführlicher Schilderung der  Kriegshandlungen
französischer Truppen in der Rheingegend, Mosel und in Luxemburg, bezw. der Holländer
beim Überqueren des Rheins. (Photo = 1 www) 6 400 (€ 290 )
306 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Altdeutsche Staaten
(siehe auch Lose 2389-2405 Incoming Mail from Victoria/Australia)

Vorphilatelie
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in CHF ca. €
1903 1606: Briefhülle mit siebenzeiliger Ergebenheitsadresse und vierfachem 'Cito'- Vermerk
als Eilbrief an den 'Hoch- und wolgebornen Baron und Herrn, Baron zu Hohenlohe und
Herrn zu Langenbrücke, kays. Kriegsrath und bestalten Obristen über 2000 Pferd ...... zu
Wolfenpüttel'. Brief rücks. datiert und mit kl. Siegel, etwas angestaubt und leicht bügig.
(Photo = 1 303) 6 300 (€ 220 )
1904 1528/1623: Lot 15 Briefe und Schriftstücke, dabei amtl. Briefe wie Bittstellung an den
Bürgermeister und Rat in Stralsund, Schnörkelbrief mit kompl. Inhalt des Mainzer Kurfürsten
(1608), eigenhändiger Brief des Grafen Gilbert v. Santhilliern (St. Hilaire), Fürstenbrief des
Grafen Albrecht v. Hanau (1618) sowie Bischofsbrief  aus Celle von Christian Herzog zu
Braunschweig und Lüneburg (1622), Texttranskriptionen meist beigegeben. 6(6) 750 (€ 550 )

Baden
1905 1851: 1 Kr. auf sämisch + 3 Kr. auf orangegelb, beide im ausgabentypischen Schnitt d. h.
die Randlinien teils leicht berührt mit "27" und nebenges. Zweizeiler "Donaueschingen /
1 Feb" auf Faltbrief (linke Briefklappe fehlt) nach Bonndorf. Das Porto für den einfachen
Brief bis 10 Meilen betrug 3 Kreuzer, das  vorausbezahlte und der Vorschrift entsprechend
rücks. frankierte Bestellgeld 1 Kreuzer. Seltene Frankatur mit vorausbezahltem Bestellgeld,
Pracht. Attest Bretl (2002) Mi = € 4'500. (Photo = 1 307) 1a+ 2a 6 1'200 (€ 875 )
1906 9 Kr. auf rötlichkarmin, voll- bis breitrandig, mit klarem "27" und nebenges. zweizeiligem
Rahmenstp. "Donauöschingen/ 26. Jan." (1859) auf kompl. eingeschr. Faltbrief nach
Fiume und wegen Unzustellbarkeit zurück nach Donaueschingen mit rücks. diversen
Durchgangsstp., Schrift etwas durchschlagend und Altersspuren. = 1 311)
(Photo 4b 6 150 (€ 110 )
1907 1862: Lot zwei Briefe an die selbe Adresse in Zürich, dabei 3 Kr. preussischblau + 6 Kr.
gelborange, farbfr. Frankatur, Marken treppenartig verklebt, leicht entw. mit Nummernstp.
"104"  von Offenburg, dazu Einzelfrankatur 9 Kr. karmin (etwas unregelm. gez.) entw. mit
Nummernstp. "68" von Kehl, aus alter Geschäftskorrespondenz. (Photo = 1 www) 10-12 6 150 (€ 110 )
1908 1851/68: Gest. Sammlung mit Mi Nr. 1b dreiseitig breitrandig, die geschnittenen Ausgaben
vielfach vollrandig, Mi Nr. 21 & 22 fehlerhaft. bzw. repariert, Landpostportomarken
ungebr., insgesamt sehr schöne Sammlung Mi = € ca. 5'200. 600 (€ 440 )

Bayern
1909 1603 (18. Juli.): Maximilian I. "Pfalzgraf bey Rhein, Hertzog in Obern und Niedern Baÿrn"
(1573-1651), Schnörkelbrief mit papiergedecktem kl. Siegel, adressiert an die "Ersamen
Weisen, unnsern Besunder Lieben, den zue dem Bonnischen Landtag abgeordneten von der
Statt Andernach", eigenhändig signiert und datiert "in unser Statt München, den 18. Julÿ
Anno 1603". Maximilian war der Sohn Herzogs Wilhelm V. von Bayern und der Renata
von Lothringen. Er wurde von Jesuiten erzogen, die ihm eine tiefe Abneigung gegenüber
dem Protestantismus vermittelten. In Ingolstadt studierte er seit 1587 zusammen mit seinem
Vetter, dem späteren Kaiser Ferdinand II. Als ihm sein Vater 1597 die Regierung abtrat,
begann er mit tiefgreifenden Reformen im Land. Er schuf 1616 eine neue vorbildliche
Landrechts-, Polizei-, Gerichts- und Malefizordnung und ein schlagkräftiges Heer.
(Photo = 1 311) 6 340 (€ 250 )
1910 1849: 1 Kr. schwarz, Platte 1, allseits breitrandig mit links kompl. Schnittlinie mit
Zweikreisstp. "Augsburg 22 Dec. 1849" auf  kompl. Ortsfaltbrief, die Marke wurde zur
Qualitätsbestimmung gelöst und replaziert, Pracht. Attest Schmitt (1974 und best. 1981) Mi
= € 6'500. (Photo = 1 307) 1Ia 6 2'500 (€ 1'825 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 307

1905 (CHF 1'200)

1932 (CHF 400) 1934 (CHF 600) 1935 (CHF 240) 1936 (CHF 240) 1937 (CHF 200) 1938 (CHF 200)

1920 (CHF 300)

1925 (CHF 200)

1910 (CHF 2'500) 1926 (CHF 400)


308 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Druckerpresse auf der die 6 Kr.


Marke gedruckt wurde

1911

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in CHF ca. €
1911 6 Kr. rötlichbraun Type I im waagr. Paar, ungebr. mit zarter Gummierung der Frühauflage,
allseits breitrandig mit teils Zwischenlinien, Luxus. In dieser Qualität ein unübertreffliches
Spitzenstück der Quadratausgaben. Es ist nur ein weiteres allerdings nicht so breites ungebr.
Paar mit Faltspuren aus der Ferrary-Sammlung bekannt, dass im Jahr 1981 für 70'000,- DM
versteigert wurde. Attest Brettl (1985).
Provenienz: 72. Köhler Auktion (1931), Sammlung Boker jr. 4/I * 30'000 (€ 21'900 )
1912 1 Kr. gelb, Plattentyp I, zwei Exemplare in unterschiedl. Farbnuancen, beide voll- bis
überrandig mit teils kompl. Schnittlinien mit sehr klarem Einkreisstp. "München 16/11 auf
eingeschr. Ortsfaltbrief der 2. Gewichtsstufe mit rotem Schreibschrift-Einzeiler "Charge"
und handschriftl. Vermerk "frei gge.  Schein"; die Chargegebühr von 6 Kreuzer wurde
vom Absender bar entrichtet. Eingeschriebene Ortsbriefe sind selten. Aussergewöhnliche
Frankatur in Kabinetterhaltung. Attest Stegmüller (2010).
Provenienz: "Pour la Merite" , 32. Corinphila Auktion (2001). (Photo = 1 309) 8/I 6 2'000 (€ 1'460 )
1913 1865: 3 Kr. karmin, farbfr. und vollrandiges Exemplar der linken oberen Bogenecke, entw.
mit offenem Mühlradstp. von Lindau, auf Faltbrief im Grenzrayon (RL) adressiert nach
Romanshorn. (Photo = 1 311) 9 6 70 (€ 50 )
1914 3 Kr. tiefrot auf weiss im waagr. Viererstreifen, farbfr. und allseitig voll- bis breit gerandet,
jede Marke einzeln mit offenem Mühlradstp. '365' entw. auf vollständigem Faltbrief
(horiz. Archivbug) mit beigef. Aufgabestp. "Nürnberg 18. Juni 1864" nach Zürich, mit
Weiterfrankovermerk '3' in blau und rücks. Ankunftsstp. (19.6). Tarifrichtige 12 Kr.
Frankatur für einen einfachen Brief aus dem III. bayrischen, in den I. Rayon der Schweiz.
Der Brief stammt aus einem bislang unbekannten Zürcher Familienarchiv. Attest Sem
(2010) Mi = € 1'800. (Photo = 1 311) 9b 6 400 (€ 290 )
1915 6 Kr. blau, farbfr. und voll bis breitrandig zus. mit zwei Einzelwerten 9 Kr. braun, Mittelmarke
links teils Schnitt an die Randlinie, ansonsten breit gerandet, jede Marke einzeln mit
offenem Mühlradstp. '365' entw. auf vollständigem Faltbrief (horiz. Archivbug) mit beigef.
Aufgabestp. "Nürnberg 15. Nov. 1863" nach Zürich, mit Weiterfrankovermerk '6' in blau
und rücks. Eisenbahnstp. "Romanshorn-Zürich" und Ankunftsstp. (16.11). Portogerechte
24 Kr. Frankatur für einen Brief der zweiten Gewichtsstufe aus dem III. bayrischen, in den
I. Rayon der Schweiz (18 + 6).  Seltene und frisch erhaltene Frankaturvariante. Der Brief
stammt aus einem bislang unbekannten Zürcher Familienarchiv. Attest Sem (2010).
(Photo = 1 311) 10+ 11a 6 240 (€ 175 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 309

1912 (CHF 2'000)

1961 (CHF 700) 1962 (CHF 300) 1963 (CHF 300) 1966 (CHF 600) 1967 (CHF 440) 1968 (CHF 500)

1943 (CHF 1'000)


310 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Diverse
 Bayern: Sammlungen und Lots Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
1916 1849/62: Auswahl von 11 gest. Marken der Quadratserie, dabei 1 Kr. schwarz ungebr. ohne
Gummi mit Mängeln, einige Werte repariert. 120 (€ 90 )
1917 1853/64: Lot fünf Briefe aus alter Geschäftskorrespondenz nach Zürich, dabei Einzelfrankatur
12 Kr. rot von Lindau, zwei Belege frankiert mit 2 x 6 Kr. blau von Pfarrkirchen, einmal mit
rücks. Bahnpoststp. St. Gallen-Zürich (Z 12 11.4.64), gleiche Frankatur von München vom
6. Aug. 1861 sowie 1853 3 Kr. auf Brief von Kempten als Teilfranko bis zur Grenze. Teils kl.
Schnittmängel, jedoch schön präsentierend und in archivfrischer Erhaltung. (Photo
= 1 311) 6 340 (€ 250 )
1918 1854/63: Archivlot sieben Briefe nach Zürich, alle mit 12 Kreuzer Frankaturen in versch.
Kombinationen, dabei 2 x 6 Kr. blau oder 3 Kr. blau + 9Kr. grün von Pfarrkirchen (1861/63),
Einzelfrankatur 12 Kr. rot von Fürth (1861), bezw. 12 Kr. grün von Landau (1863), 2 x
6 Kr. braun von Piramsens (1861), 3 Kr. rot + 9 Kr. ockerbraun von Nürnberg (1863)
sowie 2 x 3 Kr. blau + 6 Kr. braun (Archivbug) auf Brief von München (1854). Teils kleine
Schnittmängel, jedoch schön präsentierend und in archivfrischer Erhaltung aus erst kürzlich
entdeckter Geschäftskorrespondenz. (Photo = 1 311) 6 500 (€ 365 )
1919 1849/1920: Reichhaltige überwiegend gest. Sammlung, dabei Mi Nr. 1IIa gest. dreiseitig
voll- bis überrandig mit Befund Stegmüller, Mi Nr. 4I mit zwei kompletten senkr.
Schnittlinien, Quadratausgaben meist voll- bis überrandig. Ab 1914 nicht bewertet Mi =
€ ca. 7'300. 1'000 (€ 730 )

Braunschweig
1920 1852: 1 Sgr. schwarz/gelb, bogenförmig durchstochen 16, kompl. Durchstich an
zweieinhalb Seiten, oben vollständig, rechts und unten teils innerhalb des Schnitts, links
Scherentrennung, sauber gest. mit kopfst. aufgesetztem Rechteckstp. von "Gan(dersheim
18)" in blau. Ortsstp. sind auf dieser durchstochenen Ausgabe selten, nur wenige Exemplare
bekannt. Attest Lange (2010) Mi = € 2'000. (Photo = 1 307) 11B 300 (€ 220 )
1921 1852/65: Vollständige gest. Sammlung, dabei auch 3 SGr. 1852 orangerot auf Briefstück mit
blauem Einzeiler "Bevern", 1864 drei Werte und 1865 mit bogenförmigem Durchstich. 700 (€ 510 )

Bremen
1922 1855/59: Vier gest. Marken, dabei zwei mit Altsignaturen Mi = € ca. 2'300. 1-4 240 (€ 175 )

Hamburg
1923 1585: Schiffsbrief "per Johann Moritz" betr. einer Ladung des Florentiners Gilis de Grane
an Bartholomeo Corsini in London. (Photo = 1 311) 6 240 (€ 175 )
1924 1803/16: Drei vorphilatelistische Briefe nach Grossbritannien, dabei Briefhülle während der
Kontinentalblockade "HAMBURGH SEP 30 1803" in rot (Feuser 1349-6), rückseitig oxydierter
roter Ankunftsstempel von London "  FOREIGN  OFFICE  OC 10 1803". Weiterhin
vollständiger Brief nach Guernsey (Kanalinseln) "HAMBURG MAR  ..." vom 31.3.1815
(Feuser 1349-35), dem ersten Stempel nach der französischen Zeit, rückseitig Transitstempel von
London vom 10.4.1815. Zudem Briefhülle nach London "HAMBURG 16 AUG 1816" (Feuser
1349-35) und rückseitigem Ankunftsstempel "FOREIGN AU 28 1816". (Photo = 1 www) 6 500 (€ 365 )
1925 1859: 4 Sch. bläulichgrün, farbfr. und allseits vollrandig, leichte diag. Bugspur vorders.
nicht zu sehen, zart gest. mit feinem Vierstrichstempel; Befund Mehlmann (2010) Mi Spez =
€ 1'600. (Photo = 1 307) 5b 200 (€ 145 )
1926 1859: 9 Sch. orangegelb, farbfr. und allseits vollrandig, leichte Unregelmässigkeit in der
rücks. Papierstruktur ohne gr. Bedeutung, gest. mit feinem Vierstrichstempel, rücks. zwei
grössere Reste des ursprünglichen Briefumschlags; Attest Mehlmann (2010) Mi Spez = € 2'500.
(Photo = 1 307) 7 400 (€ 290 )
1927 1859/67: Hauptsächlich gest. Sammlung inkl. einiger besserer Werte. Das Los zeichnet sich
durch klare Stempel aus Mi = € ca. 2'400. 400 (€ 290 )

Hannover
1928 1850/64: Überwiegend gest. Sammlung mit einigen schönen Briefstücken, u. a. Mi Nr. 3-5.
Teils bessere Stempel, insgesamt attraktive Sammlung Mi = € ca. 2'800. 340 (€ 250 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 311

1906 (CHF 150)


1909 (CHF 340) 1913 (CHF 70)

ex 1917 (CHF 340)


1914 (CHF 400) 1915 (CHF 240)

ex 1918 (CHF 500) 1923 (CHF 240)


1941 (CHF 150)

1933 (CHF 200)


1929 (CHF 180)
1942 (CHF 120)

ex 1944 (CHF 300)


ex 1945 (CHF 340) 1949 (CHF 400)

1955 (CHF 240) 1956 (CHF 150) ex 1970 (CHF 340)


312 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Helgoland
 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
1929 1876: 2 1/2 P. / 20 Pfg. lebhaftrosa/hellrötlichgelb/graugrün mit klarem Kreisstp. "Heligoland
Jy 27/1886" auf kleinformatigem Brief nach England, Pracht. (Photo = 1 311) 18e 6 180 (€ 130 )
1930 1867/76: Albumblatt mit teils besseren Werten gest./ungest. in etwas untersch. Erhaltung,
dazu Ganzsachenausschnitte und zwei ungebr. Postkarten Mi n. A. = € 11'500. 500 (€ 365 )

Lübeck
1931 1859/65: Gest./ungebr. kleine Sammlung mit 12 Marken, dazu zwei Werte mit Falschstempeln
nicht gewertet, ein farbfr. Los Mi = € ca. 850. 120 (€ 90 )

Oldenburg
1932 1852: 1/3 Sgr. schwarz auf grünoliv, feinst präsentierend in leuchtend frischer Farbe, allseits
voll- bis breitrandig, zweifach, jedoch zart entw. mit blauem Rahmenstp. "STEI(NFELD)
....", sign. Decker und Attest Berger (2010) Mi = € 1'200. (Photo = 1 307) 1 400 (€ 290 )
1933 1852: 1/10 Th. auf hellgelb, allseits vollrandig mit klarem blauen Einzeiler "Löningen."
und nebenges. mit handschriftl. Datumsangabe "13/1" (1852) auf kompl. Faltbrief nach
Braunschweig, Kabinett. Sehr frühes Januardatum! (Photo = 1 311) 4a 6 200 (€ 145 )
1934 1861: 1/4 Gr. gelborange, farbfr. und dreiseitig vollrandig, links leicht winzig an die
Randlinie geschnitten, blauer Kastenstempel "(Sa)ndersfeld 4. 11.", eine seltene Marke;
Attest Berger (2010) Mi Spez = € 4'500. (Photo = 1 307) 9 600 (€ 440 )
1935 1/3 Gr. (dkl)gelblichgrün (blaugrün), farbfr. dreiseitig gut gerandet, oben links lupenrandig,
entw. mit Teilabschlag des blauen Rahmenstp.von (DELMENHOR)ST", Attest Berger
(2010) Mi = € 1'100 (Photo = 1 307) 10a 240 (€ 175 )
1936 1/2 Gr. braunorange, farbfr. und gut gerandet, kontrastreich entw. mit senkr. aufgesetztem
Rahmenstp. "VAREL ..." in blau Attest Berger (2010) Mi = € 650. (Photo = 1 307) 11a 240 (€ 175 )
1937 2 Gr. dunkelzinnober, farbfr. und vollrandiges Prachtstück, kontrastreich entw. blauem
Rahmenstp. "BURHAVE 15.10", in einwandfreier Erhaltung. Attest Berger (2010) Mi =
€ 550. (Photo = 1 307) 13 200 (€ 145 )
1938 2 Gr. dunkelrotorange, farbfr. und vollrandig, dreiseitig breitrandig, kontrastreich entw.
mit kopfstehendem Rahmenstp. "VAREL 7/..." in blau, in einwandfreier Erhaltung. Attest
Berger (2010) Mi = € 550. (Photo = 1 307) 13 200 (€ 145 )
1939 1852/62: Gest. Sammlung, dabei auch sehr schönes Stück der 1/3 Grote 1859 mit minimer
Reparatur am Oberrand; Befund Berger (2010), eine farbfr. Sammlung dieses schwierigen
Gebietes. 600 (€ 440 )
1940 1852/62: Kl. Restlot mit 83 Marken gest./ungest., dabei bessere Werte, Farbnuancen und
Stempel, auf einem Albumblatt und auf drei Steckkarten. 600 (€ 440 )

Preussen
1941 1599 (1. Februar) Johannes Friedrich von Stettin (reg.1569-1600), Schnörkelbrief mit
papiergedecktem Siegel und sechszeiliger Ergebenheitsadresse an "Dem Hochwürdigen
Fürsten Herrn Eberharden Bischofen zu Speyr ... ", datiert 1. Februar 1599, mit amtlicher
Signatur "Von Gottes Gnaden Johannes Fridrich Herzogk zu Stettin Pommern der Cassuben
und Wenden, Fürst zu Rügen Grave ....". Vorders. Aktenvermerk: "In sachen Wedigen von
Wendel appellanten". Vollständige Textabschrift beigefügt. (Photo = 1 311) 6 150 (€ 110 )
1942 1837: "Breslau 21/4" klarer Einkreisstp. auf kompl. Faltbrief mit Einzeiler
"R.S.T.B." (Royaume Saxe Transit Baviere, VdL2466) nach Wien und nachgesandt nach
Francomont (Belgien) mit rücks. rotem Rahmenstp. "Allemagne / par Herve" (VdL 78), mit
diversen Taxen. (Photo = 1 311) 6 120 (€ 90 )
1943 1/2 Sgr. rotorange + 2 Sgr. auf graublau + 3 Sgr. auf mittelrötlichgelb zus. auf kompl.
Faltbrief mit "903" und nebenges. Zweikreisstp. "Lyck 9/1" (1856), sowie rotem PD und
rotem franz. Eingangsstp. via Forbach nach Nancy. Die beiden äusseren Marken sind etwas
angeschnitten,die mittlere Marke ist voll- bis breitrandig in guter Erhaltung. Das Porto
betrug bis zum 1.6.1858 3 Sgr. Postvereinstaxe + 2 1/2 Sgr. für Frankreich via Forbach. Sehr
seltene und aussergewöhnliche Dreifarben-Frankatur der ersten Ausgabe mit leichter Patina;
laut Attest kein weiterer Brief mit dieser Portorate bekannt. Attest Flemming (2010).
(Photo = 1 309) 1+ 3+ 4a 6 1'000 (€ 730 )
1944 1860: 5 Sgr. lila Oktogon, Lot zwei Ganzsachenumschläge, dabei kl. Format entw. mit
Rahmenstp. von Königsberg (3.6.) nach England sowie gr. Format als Begleitbrief zu einem
Wertpaket gest. "Darkehmen 22/4" nach Drygallen (Ostpreussen). = 1 311)
(Photo U5A+ B 6 300 (€ 220 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 313

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
1945 1860/64: Lot fünf Ganzsachen-Umschläge, dabei 2 Sgr. blau (U2A/1) entw. mit Nummernstp.
'359'  von Düsseldorf und Grossformat (U16) mit seltenem Klappenstp. "Sternenplatte" von
Berlin, 3 Sgr. gelb (U13) mit Zusatzfrankatur 1 Sgr. rosa als Wertbrief aus Neumarkt nach
Berlin sowie zwei ungebr. Umschläge (U14+U28), dazu eingeschr. Faltbrief frankiert mit
2 Sgr. ultramarin von Duisburg nach Crefeld. (Photo = 1 311) 6 340 (€ 250 )
1946 1850/66: Gest. Sammlung, in den Hauptnummern kompl., dabei einige ansprechende
Stempel Mi = € ca. 2'100. 240 (€ 175 )

1947
Sachsen
1947 1850: 3 Pf. ziegelrot, farbfr. und breitrandiges Prachstück mit 10 mm grossem unteren
Bogenrand sowie oben und links vollständigen sächsischen Schnittlinien, gest. mit seltenem
Rahmenstempel "Grimm(a) 15. Aug (50)", eine sehr attraktive und seltene Marke für die
grosse Ausstellungssammlung; Attest Rismondo (2010) Mi Spez = € 8'000+. 1a 5'000 (€ 3'650 )

1948

1948 1850: 3 Pfg. rot, Platte III, Type 13, allseits breitrandig mit links vollständiger Schnittlinie
(bayerisches Liniensystem) mit Zweikreisstp. "Leipzig ... Nov. 50." auf Drucksachenfaltbrief
nach Döbeln, Kabinett. Attest Rismondo (2007). 1a 6 7'500 (€ 5'475 )
1949 2 Ngr. blau + 5 Ngr. grauviolett mit Zweikreisstp. "Dresden 11 Jan. 67" auf eingeschr. Brief
nach Bradford Yorkshire (Grossbritannien) mit vier verschiedenen roten Rekommandiert-
Stempeln und rotem "P. D.", sowie handschriftl. Weiterfrankovermerk "Wf 2 8/10",
Pracht. (Photo = 1 311) 17a+ 19b 6 400 (€ 290 )
1950 1851/63: Gest. Sammlung bis auf den Sachsen-Dreier in den Hauptnummern kompl. ,
interessantes Los Mi = € ca. 1'000. 150 (€ 110 )
314 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Schleswig-Holstein

1951 1952
 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
1951 1850:  1 Sch. dunkelblau, sehr gut bis breit geschn., sauber und aufrecht entw. mit Rost-
Rundstp. "19" (Kieler Bahnhof), links mit einem weiteren Abschlag des Stempels. Sehr
deutliche Wappenprägung. Attest Möller BPP (2008). 1c 2'000 (€ 1'460 )
1952 1850: 2 Sch. rosa, ungebr. linker Rand-Viererblock, allseits vollrandig mit Doppelprägung
des Wappens, leichte waagr. Vorfaltung zwischen den Marken. Der Viererblock mit der
Doppelprägung ist die grösste bekannte Einheit dieser Marke, Kabinett. Attest Möller
(2009). 2aDD 4* 5'500 (€ 4'015 )
1953 1850/65: Meist gest. Sammlung in den Hauptnummern kompl., dabei Mi Nr. 1-2 ungebr.
mit Originalgummi, gut gerandet mit Altsignaturen Mi = € ca. 2'900. 500 (€ 365 )
1954 1850/67: Restlot mit 100 Marken gest./ungest., dabei die Nrn 1 + 2 ungebr., auf einem
Albumblatt und auf einer Steckkarte. 600 (€ 440 )

Thurn & Taxis


1955 1858: 1/3 Sgr. auf hellbraunocker, vorders. zwei waagr. Dreierstreifen und rücks. als
Fragment ein waagr. Dreierstreifen und vermutlich Sechserblock mit zartem "300"
(Hamburg) auf Preis-Courant ohne Adressschleife. Die vorders. Streifen sind teils gering
berührt und bis auf zwei leichte Knitter in guter Erhaltung. Sehr ungewöhnliche und seltene
Massenfrankatur der 1/3 Sgr.- Marke. Attest Sem (2009). (Photo = 1 311) 2 6 240 (€ 175 )
1956 1 Sgr. auf blau, allseits voll- bis breitrandig mit klarem Einkreisstp. "Lobenstein10/4 1852"
als Einzelfrankatur auf kompl. Faltbrief nach Gera, Luxus. (Photo = 1 311) 4 6 150 (€ 110 )
1957 1859/61: 10 Gr. orange + 1865 2 Gr. blau mit Vierringstp. "234" und nebenges. Kreisstp.
"Jena 3 7" (1866) auf kl. Brief mit kompl. Inhalt via Aachen und Liverpool nach New York,
mit klarem roten auf die 2 Gr.-Marke übergehendem Kreisstp. "Boston Br. Pkt. Jul 20" und
blauem handschriftl. Taxvermerk "2/10 Wfrco". Die 2 Gr.-Marke hat einen kl. Einriss, die
10 Gr.-Marke mit gutem, teils voll- bis breitrandigem Taxisschnitt und leichter Oxidation
ist in einwandfreier Erhaltung. Ein schöner Brief mit dem "Prussian closed mail Tarif " ab
1.4.1862 aus der bekannten "Walden"-Korrespondenz. Attest Sem. = 1 319)
(Photo 19+ 39 6 750 (€ 550 )
1958 1852/64: Überwiegend gest. Sammlung mit einigen besseren Werten und Serien, teils in
etwas untersch. Erhaltung, dazu einige Faltbriefe oder Briefausschnitte, auf Albumseiten
Mi n. A. = € 8'000 600 (€ 440 )
1959 1852/66: Reichhaltige Sammlung gest./ungebr. Marken, einige farbige durchstochene Werte
mit fraglichen Stempeln nicht berechnet Mi = € ca. 2'000. 300 (€ 220 )
1960 1852/66: Restlot mit einigen hundert Marken gest./ungest., dabei bessere Werte,
Farbnuancen, Zähnungen, Blockstücke, Briefstücke, Dubletten und ein paar Belege, vorab
in guter Erhaltung, auf Albumblättern und Steckkarten. 1'400 (€ 1'020 )

Württemberg
1961 1859: 9 Kr. hellkarmin, ungebr. mit Originalgummi, allseits breitrandig, Luxus. Attest
Heinrich (2010) Mi = € 1'600. (Photo = 1 309) 14a * 700 (€ 510 )
1962 9 Kr. karmin, ungebr. ohne Gummi, farbfr. in guter Zähnung (gering stumpfer Eckzahn),
herstellungsbedingter winziger Papiereinschluss, Pracht. Attest Heinrich (2010) Mi = € 750.
(Photo = 1 309) 19xa (*) 300 (€ 220 )
1963 1861: 18 Kr. blau, ungebr. ohne Gummi, mit seltenem Plattenfehler: "Weisser Punkt vor
rechter Wertziffer", repariert. Befund Heinrich (2010). (Photo = 1 309) 20yPFII (*) 300 (€ 220 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 315

1964

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
1964 18 Kr. blau im waagr. Paar in Mischfrankatur mit 1862 6 Kr. olivgrün mit Dreikreisstp. "Calw
30 3 63" auf kompl. Transatlantik-Faltbrief via Aachen mit "Pruss. Closd Mail" nach USA mit
rotem Zweikreisstp. "Aachen Paid 23 Cts. 31 3" und rotem  US Eingangsstp. "N. York ... 28
Paid 14 Apr" (1 Kr. überfrankiert), die 6 Kr. Marke hat eine ursprüngliche Aufklebewellung,
ansonsten sind die Marken bis auf leichte Zahntönungen in einwandfreier ursprünglicher
Erhaltung. In dieser Form ausgesprochen schöner und seltener Transatlantikbrief. Attest
Thoma (1986). 20+ 23a 6 1'500 (€ 1'095 )
1965 1865/69: Freimarken Wappen und Ziffer 1 Kr gelblichgrün, beide in leuchtender Farbe als
Einzelfrankatur auf einem Faltbrief adressiert nach Calw bzw. Sulzgries bei Esslingen, jeweils
mit einem sauberen Abschlag des Ovalstempels "Calw - Postablage Unterreichenbach"  und 
"Endersbach - Postablage Schnaith", ein dekoratives Paar in guter Erhaltung.
(Photo = 1 www) 30+ 36 6 100 (€ 75 )
1966 1868: 7 Kr. schieferblau, ungebr. mit Originalgummi, leichte Bugspur, sonst schönes
Exemplar dieser ungebraucht seltenen Marke. Befund Heinrich (2010) Mi = € 1'600.
(Photo = 1 309) 35b * 600 (€ 440 )
1967 1873: 70 Kr. braunlila, ungebr. ohne Gummi, Bogenfeld 5, weisse Ränder ohne
Trennungslinien, Pracht. Befund Heinrich (2010) Mi = € 1'100. (Photo = 1 309) 42a (*) 440 (€ 320 )
1968 1878: 2 M. dunkelzinnoberrot auf hellchromgelb, ungebr. mit Neugummi, leichter
Eckzahnbug und winziger Randspalt, ungebraucht eine der seltensten Freimarken des
Königreichs Württembergs. Attest Heinrich (2010). (Photo = 1 309) 52 (*) 500 (€ 365 )
1969 1851/1920: Sammlung gest./ungebr. Marken in den Hauptnummern kompl. (70 Kr. gest.
nicht gewertet) einschliesslich aller 18 Kr. Werte, Dienstmarken-Ausgaben nicht gerechnet
Mi = € ca. 14'000. 1'800 (€ 1'315 )
1970 1856/69: Lot sieben archivfrische Briefe frankiert mit zehn Marken, vorab nach Zürich, dabei
3 Kr. schwarz/gelb im waagr. Paar auf Drucksache von Ebingen (1856), 9 Kr. schwarz/rosa
von Reutlingen (1856), Mischfrankatur 1859 6 Kr. grün + 1860 3 Kr. orange von Stuttgart,
Einzelfrankatur grünoliv von Ravensburg (1861 nach St. Gallen, Einzelfrankatur 9 Kr.
rötlichbraun von Göppingen (1864) sowie Einzelfrankatur 7 Kr. blau entw. mit Segmentstp.
(14.5 1869) auf Faktura von Betzingen. (Photo = 1 311) 6 340 (€ 250 )

Norddeutscher Postbezirk
1971 1868/70: Ganz überwiegend gest. Sammlung einschliesslich Dienstmarken und Elsass-
Lothringen, mit Mi Nr. 23 in den Hauptnummern komplett Mi = € ca. 3'900. 400 (€ 290 )

Elsass Lothringen
1972 1870: 10 C. braunocker, Unterdruck hellocker, waagr. Paar und Einzelmarke mit klarem
Halbkreisstp. "K. B. Feldpost=Relais II 20/11" (1870) auf kompl. Faltbrief mit interessantem
Inhalt nach Basel. Die rechten Marken haben Randfehler, die linke ist in einwandfreier
Erhaltung, schöner und seltener Faltbrief. (Photo = 1 317) 5/Ida 6 500 (€ 365 )
316 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Diverse
 Altdeutsche Staaten: Sammlungen und Lots Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
1973 1850/1920: Sammlung gest./ungest. Marken mit einigen besseren Werten bei Braunschweig,
Bremen und Hannover. 200 (€ 145 )
1974 1850/1920: Restlot mit einigen Hundert Marken gest./ungest., vorab Baden, Bayern
und Württemberg, dabei auch ein paar bessere Werte auf Albumblättern und in einem
Gedenkalbum. 240 (€ 175 )
1975 1850/68: Sammlung überwiegend gest./ungest. mit einigen besseren Werten und Serien
von Preussen und dem Norddeutschen Bund, dabei einige Faltbriefe und Ganzsachen, auf
Albumblättern Mi n.A. = € 4'000. 400 (€ 290 )
1976 1849/1920: Baden - Württemberg, Lot mit meist gest. Marken, teils im Vordruckalbum oder
Albumblättern, dabei bessere Werte und Serien in untersch. Erhaltung, dazu einige Briefe
und Karten Mi = hoher Katalogwert. 500 (€ 365 )
1977 1856/64: Gest./ungebr. Sammlungen beider Mecklenburg, dabei Schwerin mit Mi Nr. 4
(Bugspur und kl. Durchstichmangel mit idealem Zweizeiler "Tessin 23 / 3" mit Befund
Berger (2010)), sowie Strelitz kompl., farbfr., ansprechendes Los Mi = € ca. 4'000. 500 (€ 365 )
1978 1851/66: Lot mit acht gest. Marken und einem Brief von Baden und Hamburg, dabei Baden
1851/62, z. T. Prachtstücke mit sehr schönen Stempeln, dazu Hamburg überrandiges waagr.
Paar der 1 1/4 Sch. grau 1864, sowie waagr. Paar der Hamburg 2 Sch. zinnober auf Faltbrief
mit blauem Vierstrichstp. und nebenges. preussischem Zweikreisstp. "HAMBURG 6 10 66"
nach Demmin. Durch linke Marke und Brief leichte senkr. Bugspur. Attest Lange (2010)
Mi = € 800 nur für Brief. 750 (€ 550 )
1979 1851/80: Restlot 98 Briefe und Ganzsachen, vorab Baden, weniges von Bayern, Thurn &
Taxis und Württemberg, dazu ein paar Belege von Russland, gemischte Qualität, in einem
Ganzsachenalbum. 6 340 (€ 250 )

Deutsches Reich
(siehe auch Lose 2389-2405 Incoming Mail from Victoria/Australia)

Brustschild-Ausgabe
1980 1/4 Gr. grauviolett im Viererblock mit Elsass Lothringen Einkreisstp. "Bolchen 11 3 73 auf
Briefstück, Pracht. Signiert Pfenninger; Attest Sommer (2005). = 1 321)
(Photo 1 54 100 (€ 75 )
1981 1/4 Gr. grauviolett + 2 Gr. grauultramarin + 5 Gr. ockerbraun in Mischfrankatur mit NDP
1869 Ziffernzeichnung 30 Gr. grauultramarin mit seltenem Thurn und Taxis Einkreisstp. mit
Kreuzen "Cassel 22 6" (1872) bzw. die Marke in Ziffernzeichnung mit vorschriftsgemässer
handschr. Federzugentwertung auf Paketbegleitbrief für 2 Pakete von 19 und 49 Pfund
nach Hanau. Die beiden linken Marken haben teils min. verkürzte Zähne, ansonsten ist der
Paketbegleitbrief in guter und ursprünglicher Erhaltung. Schöne und seltene Mischfrankatur. 1+ 5+ 6+
(Photo = 1 334) NDP26 6 600 (€ 440 )
1982 1/4 Gr. grauviolett + Ziffernzeichnung 1872 30 Gr. grauultramarin + Gr. Schild 5 Gr.
ockerbraun mit Preussen Einkreisstp. "Bremen Bahnf. 15/4 74" bzw. die 30 Gr.- Marke
mit handschriftl. Entwertung auf Brief der 3. Gewichtsstufe via England nach Guatemala.
Die 5 Gr.- Marke ist leicht fehlerhaft, die 30 Gr.- Marke wurde ersetzt und nachträglich
handschriftl. entwertet. Der Brief der 3. Gewichtsstufe via London und Panama ist mit
35 1/4 Groschen richtig frankiert und der britische Portoanteil von 2 Sh./9P. mit Rötel auf
dem Faltbrief vermerkt. Der inländische Portoanteil vom Landungshafen nach Guatemala
Stadt von 8 Centavos ist mit dem roten Taxstempel "8" deklariert und wurde beim Empfänger
eingezogen. Äusserst seltene Destination, nach Guatemala sind nur zwei weitere Briefe
bekannt. Attest Krug (2006). (Photo = 1 334) 1+ 13+ 22 6 500 (€ 365 )
1983 1/4 Gr. grauviolett, waagr. Dreierstreifen und Einzelmarke + grosser Schild 1 Gr. karmin als
Zusatzfrankatur auf 1872 1 Gr. Ganzsachenumschlag mit dreizeiligem Rahmenstp. "Aachen
/  Bahnhof / 30 10 72 6-7 N." nach Paris. Die 1/4 Gr.- Einzelmarke hat einen Eckfehler,
der Dreierstreifen und der Ganzsachenumschlag sind in guter Erhaltung. Schöne 3 Gr.- 1+ 19+
Frankatur nach Frankreich. (Photo = 1 317) U1AII 6 200 (€ 145 )
1984 1/3 Gr. gelblichgrün mit blauem Ersttagsstp. "Berlin 1 1 72", Pracht, Ersttags-Reg. 2a/100.
Attest Brugger (2008). (Photo = 1 329) 2a 500 (€ 365 )
1985 1/3 Gr. grün auf NDP  1/3 Gr. Privatganzsachenumschlag mit Absendervordruck
"Angelegenheit der Victoria-National-Invaliden-Stiftung" mit dreizeiligem Rahmenstp.
"Berlin Post Exp. 11 / Anhalt. Bahnh. / 11 5 72" im Ortsverkehr verwendet, Pracht.
(Photo = 1 317) PU 6 240 (€ 175 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 317

1986 (CHF 100)


1972 (CHF 500)

1985 (CHF 240)

1983 (CHF 200)

1988 (CHF 240)

1994 (CHF 150)

1996 (CHF 400) 1991 (CHF 240)

1992 (CHF 180)


1997 (CHF 120)
1989 (CHF 800)

1998 (CHF 100)


2003 (CHF 240)
1993 (CHF 240)

2005 (CHF 200) 1999 (CHF 300) 2015 (CHF 200)


318 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
1986 1/3 Gr. kleiner Schild Ganzsachenausschnitt, drei Exemplare, teils knapp geschnitten als
seltene Mehrfachfrankatur mit dreizeiligem Rahmenstp. "Kgl. Dombrowka / Reg. Bez.
Oppeln / 23 7 72" auf Damenbrief nach Tschöplowitz bei Brieg, leichte Patina. Signiert
Pfenninger. (Photo = 1 317) GAA3 6 100 (€ 75 )
1987 1/2 Gr. rötlichorange im Viererblock mit Einkreisstp. "Wandsbeck 2/4" auf Briefstück,
Pracht.Mi = € 900. (Photo = 1 321) 3 54 100 (€ 75 )
1988 1 Gr. karmin + 2 Gr. grauultramarin (2) mit Einkreisstp. "Gebweiler 24 12 72" auf eingeschr.
Briefvorderseite der 1. Gewichtsstufe mit Versuchs-R-Zettel "Weite Schlingen" (rechts
oben kurz angeschnitten) und verschiedenen Recommandiertstempeln nach Frankreich,
zwei Marken mit Einschränkungen. (Photo = 1 317) 4+ 5 (6) 240 (€ 175 )
1989 2 Gr. grauultramarin im Viererblock und Fünferblock (senkr. aufgetrennter Neunerblock) als
spektakuläre Mehrfach-Massenfrankatur mit Preussen Rahmenstp. "Moeckern / 11 6" (1872)
auf Paketbegleitbrief für ein 41 Pfund schweres Paket nach Halle mit vorders. zweimal
klarem Zweikreisstp. "Packet-Ausg. Halle A/S.". Bis auf teils leicht kürzere Zähne in guter
ursprünglicher Erhaltung. (Photo = 1 317) 5 64 800 (€ 585 )

1990
1990 2 Gr. grauultramarin in Mischfrankatur mit 1875 10 Pfge. karmin mit dreizeiligem
Rahmenstp. "Langenberg / R. B. Düsseldorf / 1/4 75" auf eingeschr. Faltbrief nach Trient.
Die 2 Gr.- Marke hat oben Zahnfehler, die 10 Pfge.- Marke ist in einwandfreier Erhaltung.
Aufbrauch der 2 Gr.- Marke als 20 Pfge.- Marke im Jahr 1875. Zur Kennzeichnung der
Rekommandation trägt der Brief den ersten amtlichen R-Zettel der deutschen Reichspost
und ist im Wechselverkehr mit Österreich mit 30 Pfennig richtig frankiert. Mischfrankaturen
zwischen Marken mit kleinem Schild und der Pfennige Ausgabe sind sehr selten und auf
Auslandsbriefen mit nur wenigen Exemplaren registriert. Attest Hennies (1980) Mi = € 5'000. 5+ 33a 6 1'000 (€ 730 )
1991 5 Gr. ockerbraun mit Hufeisenstp. "Strassburg i. Els 31 Mai 72" auf eingeschr. Brief mit
Versuchs-R-Zettel "Weite Schlingen" (Umschlag oben rechts fehlerhaft, Marke teils etwas
kürzere Zähne) nach Frankreich. (Photo = 1 317) 6 6 240 (€ 175 )
1992 5 gr. ockerbraun als Einzelfrankatur mit Sachsen Zweikreisstp. "Rochlitz 5 12 72" auf
Paketbegleitbrief nach Kassel, Pracht. (Photo = 1 317) 6 6 180 (€ 130 )
1993 5 Gr. ockerbraun im waagr. Sechserstreifen mit zweizeiligem Hannover Rahmenstp.
"Walsrode / 15 Mai" (1872) rücks. auf Paketbegleitbrief im Quartformat für ein Wertpaket
nach Hannover (eine weitere 2 Gr.- Marke fehlt). Seltene grosse Einheit, bis auf drei kürzere
Zähne in guter Erhaltung. (Photo = 1 317) 6 6 240 (€ 175 )
1994 1 Kr. gelblichgrün, zwei Exemplare + 2 Kr. rötlichorange + 3 Kr. karmin in Viererblock-
Anordnung mit Baden Einkreisstp. "Malsch 24 Aug" auf grösserformatigem Brief der 2.
Gewichtsstufe nach Karlsruhe. Sehr aussergewöhnliche Dreifarbenfrankatur der 7 Kreuzer
Portorate. (Photo = 1 317) 7+ 8+ 9 6 150 (€ 110 )
1995 1 Kr. gelblichgrün + 3 Kr. karmin + 1872, Ziffernzeichnung 10 Gr. gelblichgrau in
Mischfrankatur mit NDP 1869, Ziffernzeichnung 30 Gr. grauultramarin auf Wert-
Paketbegleitbrief im Quartformat von "Sigmaringen 23 4 72" nach Münster in Westphalen.
Die Marken haben teils kl. Zahnunregelmässigkeiten und leichte Altersspuren. Sehr seltene
Vierfarben-Mischfrankatur aus dem Gebiet mit Guden/Kreuzerwährung. Signiert Kruschel; 7+ 9+ 12+
Attest Hennies (1982). (Photo = 1 334) NDP26 6 500 (€ 365 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 319

2014 (CHF 1'800)


2017 (CHF 1'000)

1957 (CHF 750)

2027 (CHF 500)

ex 2028 (CHF 500)

2025 (CHF 1'000) 2004 (CHF 800)


320 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
1996 7 Kr. gelblichgrün + 2 Kr. orange mit einzeiligem Thurn und Taxis Rahmenstp. "Meiningen" als
Stationsaufgabestp. auf  Brief mit vorbedruckter Adresse nach Berlin mit rücks. dreizeiligem
Bahnpost-Streckenstp. "Lichtenfels / 10 1 I /  Eisenach" (1873), Marken mit alleiniger
Stationsstp.-Entwertung sind selten, Kabinett. Attest Hennies (1984). (Photo = 1 317) 7+ 15 6 400 (€ 290 )
1997 1 Kr. gelblichgrün (2) + grosser Schild 1872, 3 Kr. karmin (4) mit dreizeiligem Rahmenstp.
"Heidelberg / Stadtpostexpedition / 5/6 73*1 - 7 V." auf Brief der 2. Gewichtsstufe in die
Schweiz, leichte Patina. (Photo = 1 317) 7+ 25 6 120 (€ 90 )
1998 1 Kr. gelblichgrün mit Zähnungsbesonderheit "Ausgefallenes Zähnungsloch links in der
5. Position" + grosser Schild 1872, 3 Kr. karmin zwei Exemplare, dabei die rechte Marke mit
seltenem Plattenfehler: "Innenkreisbruch über erstem E in KREUZER", Feld 1 im kleinen
Format L15 mit dreizeiligem Rahmenstp. "Heidelberg / Stadtpostexpedition / 6/3 73 nach
Fideris (Schweiz). Die linke 3 Kr.- Marke hat Randfehler, die beiden anderen Marken sind 7FZL+ 25+
in einwandfreier Erhaltung. (Photo = 1 317) 25XXIII 6 100 (€ 75 )
1999 2 Kr. rötlichorange als seltene Einzelfrankatur mit klarem Thurn und Taxis Einkreisstp.
"Lindenfels 1/9" auf Faltbrief aus dem eigenen Landzustellbezirk, Kabinett Mi = € 900.
(Photo = 1 317) 8 6 300 (€ 220 )
2000 2 Kr. rötlichkarmin mit klarem sehr seltenem Baden Einzeiler in Frakturschrift auf amtlichem
Postkartenformular nach Baden. Der seltene Stempel ist nochmals zart links auf der Karte
(waagr. Bugspur) aufgesetzt. Die Marke hat leichte Oxidationsspuren. Ein besonders schönes
Exemplar dieses extrem seltenen nachverwendeten Stempels. (Photo = 1 321) 8 6 750 (€ 550 )

Rathaus und Sauerbrunnen in Bad


Zum Vergleich: Dienstsache der 2. Gewichtsstufe mit
Vilbel um 1880.
gleicher Rötelkennzeichnung aus Vilbel. Ex Los 2001

ex 2001
2001 2 Kr. rötlichorange im waagr. Paar + NDP 2 Kr. rötlichorange + 1 Kr. gelblichgrün
übergehend und sauber entw. mit Thurn & Taxis Einkreisstp. "VILBEL 6 1 5-6N" (1872)
auf Faltbrief der 2. Gewichtsstufe (Rötelkennzeichnung "2" abgeschwächt) nach Herbstein
mit rücks. Ankunftsstp. vom 8. Januar. Der vor der Frankierung mittig senkr. gefaltete
Brief (2 Kr. Paar nicht tangierend) an das Grossherzogliche Landgericht in Herbstein ist
mit Rötel "7" richtig taxiert und obwohl die NDP-Marken ab dem 1.1.72 nicht mehr gültig
waren, ohne erkennbare Beanstandung befördert worden. Sehr seltene Mischfrankatur, sign.
Köhler und Attest Krug (2010). Dazu korrekt mit 7 Kr. grosser Schild (eckrund) frankierter
Dienstbrief aus Vilbel vom 24.1.1873, der diese Taxänderung dokumentiert. 8+
Provenienz: Sammlung J. Boker NDP19/20 6 2'000 (€ 1'460 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 321

2007 (CHF 500)

2000 (CHF 750)


2011 (CHF 1'000)

1980 (CHF 100) 1987 (CHF 100) 2008 (CHF 240)

2035 (CHF 600)

2006 (CHF 750) 2038 (CHF 340)


322 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2002 2 Kr. rötlichorange + 7 Kr. grauultramarin mit Baden Zweikreisstp. "Heiligenberg 9.7." auf
Wert-Paketbegleitbrief in badischer Form nach Ludwigshafen, dabei der grosse Teil des
Paketzettels auf dem Paketbegleitbrief aufgeklebt da für diesen auf dem kleinen Paket kein
Platz war, Kabinett. Attest Sommer (1994).
Provenienz: Sammlung Boker, Sammlung Friedlander. (Photo = 1 325) 8+ 10 6 240 (€ 175 )
2003 2 Kr. rötlichorange im waagr. Paar + 7 Kr. grauultramarin mit Einkreisstp. "Darmstadt 1. 23
4 72" auf Paketbegleitbrief mit leichter Patina nach Giessen. Die Marken sind farbfr., gut
geprägt und in guter Erhaltung. Attest Hennies (1977) Mi = € 1'700. (Photo = 1 317) 8+ 10 6 240 (€ 175 )
2004 2 Kr. rötlichorange + 18 Kr. ockerbraun + grosser Schild 3 Kr. karmin + 9 Kr. rotbraun in
Mischfrankatur mit NDP 1869, Ziffernzeichnung 10 Gr. gelblichgrau zwei Exemplare, vorder-
und rücks. mit Thurn und Taxis Einkreisstp. "Frankfurt A. M. Sachsenhausen 12 8" (1873) bzw.
die Marken in Ziffernzeichnung mit vorschriftsgemässer handschriftl. Federzugentwertung
auf dreiseitig geöffneten kl. Umschlag als fünffach gesiegelter Wertbrief nach Cleve. Sehr
schöne Darstellung des 102 Kr.- Portos für die Versendung von 1000 Dollar (umgerechnet 8+ 11+
2500 Gulden) mit einer Fünffarben-Mischfrankatur, Kabinett. 25+ 27b+
(Photo = 1 319) NDP25 6 800 (€ 585 )
2005 2 Kr. rötlichorange, 2 Kr. orange und grosser Schild 3 Kr. karmin auf dreifach verwendetem
Dienstfaltbrief. Zuerst mit 3 Kr. mit Thurn und Taxis Einkreisstp. "Schotten 10/1" nach
Laubach, dann mit handschriftl. Vermerk "Aus dem Laubach-Schottener Postwagen-
Briefkasten" mit gestrichener Taxe "5" frankiert mit 2 Kr. orange mit "Schotten 14/1" nach
Ruppertsburg und zuletzt frankiert mit 2 Kr. rötlichorange mit Thurn und Taxis Einkreisstp.
"Ulrichstein 24 1" in den eigenen Landzustellbezirk nach Gunterskirchen, teils etwas flache
Zähne, sonst schöne und interessante Mehrfachverwendung. (Photo = 1 317) 8,15,25 6 200 (€ 145 )
2006 2 Kr. rötlichorange + grosser Schild 3 Kr. karmin als Zusatzfrankatur auf 1873 2 Kr.-
Ganzsachenkarte mit Thurn und Taxis Einkreisstp. "Buedingen 6/2" nach Vlaardingen
(Holland). Die Karte hat einen min. Eckbug, die Marken sind in einwandfreier Erhaltung.
Karten nach Holland sind wegen dem gleichen Portosatz wie für Briefe der 1. Gewichtsstufe
selten. Als Dreifarben-Frankatur aus dem Gulden/Kreuzer Bezirk besonders selten. Attest
Sommer (1987). (Photo = 1 321) 8+ 25+ P2 6 750 (€ 550 )
2007 3 Kr. karmin + 10 Kr. grauultramarin mit sehr seltenem und klaren Thurn und Taxis
Zweikreisstp. "Mainz 15 3" auf getrenntem und wieder zusammengefügtem Briefstück,
beide Marken mit kl. Randeinschränkungen, dennoch das Paradestück für diesen äusserst
seltenen Stempel. Atteste für beide Briefstücke Hennies (1982).
Provenienz: Sammlung Dr. Zangerle. (Photo = 1 321) 9+ 10 5 500 (€ 365 )
2008 18 Kr. ockerbraun, zwei Exemplare mit Thurn und Taxis Einkreisstp. "Meiningen 8 5" auf
Briefstück eines Paketbegleitbriefes, dabei die linke Marke mit Plattenfehler: "Punkt unter
zweitem E in KREUZER", Pracht. Attest Sommer (1996). (Photo = 1 321) 11+ 11/I 5 240 (€ 175 )
2009 18 Kr. ockerbraun mit Einkreisstp. "Freiburg in Baden 15 1 74" auf Wertbrief-Vorderseite
(Adresse teils gelöscht) nach Frankfurt am Main, dabei die Marke mit Plattenfehler: "Punkt
unter zweitem E in KREUZER". Attest Hennies (1984). (Photo = 1 334) 11/I (6) 500 (€ 365 )
2010 10 Gr. gelblichgrau mit handschriftl. Federzug-Entwertung und übergehendem Zweikreisstp.
+ 2 Gr. grauultramarin (2) mit Preussen Zweikreisstp. "Weissenfels 17 11 72" auf Wertbrief
(Leinenumschlag ohne rücks. Siegel und Verschlussklappe) über 437 Thaler nach Stettin,
Pracht. (Photo = 1 325) 12+ 20 6 400 (€ 290 )
2011 30 Gr. grauultramarin Ziffernzeichnung 1872, mit Preussen Rahmenstp. "Breslau / Oberschl.
Bahnf. /  .. .. 73", solche nicht der Vorschrift entsprechende Stempel-Entwertungen sind
selten, Pracht. Attest Krug (2010) Mi = € 3'400. (Photo = 1 321) 13 1'000 (€ 730 )
2012 30 Gr. grauultramarin, fünf Exemplare mit handschriftl. Entwertung + 2 Gr. grauultramarin,
zwei Exemplare + 5 Gr. ockerbraun, mit Sachsen Zweikreisstp. "Leipzig 8 Oct. 73" auf
fünfach gesiegeltem grösserformatigen Leinenumschlag als Wertbrief nach Warschau.
Die 30 Gr.- Marken und die 5 Gr.- Marke sind in einwandfreier Erhaltung. Der Wertbrief
mit unvollständiger Frankatur wurde im russ. Grenzpostamt "Sosnowitz 29 Sep." zur
Kontrolle geöffnet und mit Lacksiegeln amtlich verschlossen. Trotz der Einschränkungen
ein interessanter Auslands-Wertbrief. (Photo = 1 325) 13+ 20+ 22 6 300 (€ 220 )
2013 2 Kr. orange mit Einkreisstp. "Frankfurt A. M. 31 12 74" vom letzen Tag der Gültigkeit, kl.
Fleck und ein verkürzter Zahn, ansonsten gute Erhaltung, Letzttagsstempel auf Marken mit
kl. Brustschild sind selten. Befund Krug (2001). (Photo = 1 329) 15 200 (€ 145 )
2014 2 Kr. orange in Mischfrankatur mit 1875 3 Pfge. grün mit schwarzblauem Einkreisstp.
"Wilferdingen 29 12 74" auf Briefvorderseite nach Illenau. Obwohl die Marken in der neuen
Währung "Pfennige" erst ab dem 1.1.1875 zugelassen waren, ist der Brief unbeanstandet
befördert worden. Sehr seltene Währungs- und Ausgaben-Mischfrankatur Pfennige mit
einer Kreuzermarke mit kleinem Schild. Attest Krug (2010). (Photo = 1 319) 15+ 31a (6) 1'800 (€ 1'315 )
2015 1/4 Gr. grauviolett als Einzelfrankatur mit sehr klarem Einkreisstp. "Weimar 4 4 73" auf
Orts-Faltbrief ohne seitliche Klappen, Pracht Mi = € 700. (Photo = 1 317) 16 6 200 (€ 145 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 323

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in CHF ca. €
2016 1/4 Gr. grauviolett + 1/2 Gr. orange mit klarem dreizeiligen Rahmenstp. "Hamburg /
E. P. B. No 17. / 27 8 73 auf Drucksachenschleife auf gr. Teil einer dänisch gedruckten
Getreidepreisliste (leichte Patina) der Firma "Westenholz in London", aus Portoersparnis in
Hamburg aufgegeben nach Holbek (Dänemark), Pracht. (Photo = 1 325) 16+ 18 6 200 (€ 145 )
2017 1/4 Gr. grauviolett als Einzelfrankatur mit Einkreisstp. "Greiz 31 12 74" vom letzten Tag
der Gültigkeit auf Ortsbrief, moderiertes Ortsporto im ehemals Thurn und Taxisschen
Postgebiet, dazu Ortsbrief aus gleicher Korrespondenz frankiert mit 1/2 Gr. orange mit
Einkreisstp. "Greiz 30 1 75", dem ab 1.1.1875 geltenden einheitlichem Porto füt Ortsbriefe
im deutschen Reichspostgebiet. Schönes und postgeschichtlich aussagekräftiges Briefpaar
in guter Erhaltung, für den Letzttagbrief Attest Sommer (2001). = 1 319)
(Photo 16, 18 6 1'000 (€ 730 )
2018 1/4 Gr. grauviolett + 1/2 Gr. orange + 1 Gr. karmin + 2 1/2 Gr. rötlichbraun, zwei Exemplare,
mit Preussen Zweikreisstp. "Gardelegen 20 11 73" auf stark gebräuntem amtlichen
Postkartenformular als Paketkarte verwendet nach Berlin. Die Marken der interessanten
Vierfarben-Frankatur sind in einwandfreier Erhaltung, dabei die 1/4 Gr. im kl. Format L15. 16+ 18+ 19+
(Photo = 1 325) 21a 6 300 (€ 220 )
2019 1/2 Gr. orange im waagr. Dreierstreifen mit klarem Hufeisenstp. "Lübeck 8 April 73" auf
Faltbrief nach Aalborg (Dänemark), schöne Darstellung des moderierten 1 1/2 Gr.- Portos
für Briefe der 1. Gewichtsstufe von Lübeck nach Dänemark, Pracht. = 1 325)
(Photo 18 6 120 (€ 90 )
2020 1872/75: Lot zwei Briefe plus eine Postkarte, dabei grosser Schild ½ Gr.auf Karte von Berlin,
1 Gr. Einzelfrankatur auf Faltbrief von Gross-Salze sowie 18 Kr. mit Falschstempel auf
montiertem Faltbrief nach Frankreich. Bei  ½ Gr. und 1 Gr. Konturen einer Doppelprägung,
angeboten tel quel. (Photo = 1 www) 18+ 19+ 28 6 100 (€ 75 )
2021 1/2 Gr. orange (2) + 2 Gr. grauultramarin mit seltenem einzeiligem Preussen Rahmenstp.
"Stettin" (5.2.1873) auf Faltbrief nach Libourne (Frankreich), irrtümlich wurde der Faltbrief
laut der rücks. Transitstp.l zuerst nach Livorno in Italien geleitet, Pracht.
(Photo = 1 325) 18+ 20 6 100 (€ 75 )

2022
2022 1/2 Gr. orange + 5 Gr. ockerbraun, zwei Exemplare, in Mischfrankatur mit 1875 2 M.
Ziffernzichnung auf gelber Postpaketadresse aus der Rothschild-Korrespondenz mit Thurn
und Taxis Einkreisstp. "Weimar 20 1" bzw. die 2 M.- Marke mit vorschriftsgemässer
handschr. Federzugentwertung nach Paris. Vorderseitig angebrachte französische
Fiskalmarken wurden entfernt, Bearbeitungsspuren. Aufbrauch der Groschenmarken als
Pfge.- Marken im Jahr 1875. Es sind nur ganz wenige Mischfrankaturen der 2 M.- Marke 18+ 22+
mit Brustschildmarken registriert. Mischfrankatur-Rarität! Mi = € 10'000. 37aVII 6 2'500 (€ 1'825 )
2023 1/2 Gr. Ganzsachenausschnitt aus 1873 1/2 Gr. Ganzsachenkarte in Mischfrankatur
mit 1/2 Gr. orange auf Brief mit dreizeiligem Rahmenstp. "Reichenbach Schl. / Stadt
Post Exped. / 21 2 74" nach Wüste Waltersdorf. Die 1/2 Gr.- Marke hat Randfehler, der
Ganzsachenausschnitt ist gut gerandet und in einwandfreier Erhaltung. Sehr seltene
wertstufengleiche Mischfrankatur mit einem Ganzsachenausschnitt. Attest Hennies (1978).
(Photo = 1 325) GAA8+ 18 6 300 (€ 220 )
324 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

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in CHF ca. €
2024 1 Gr. Anzeigenfaltbrief der Fa "Schreiber, Berlin Lit.B, Ser.IV" mit Zusatzfrankatur 1/4 Gr.
grauviolett im senkr. Paar + 1 Gr. karmin, mit Zweikreisstp. "Berlin 9/5 74" an bekannten
Empfänger "Wernickn& Co" in London. Der Anzeigenfaltbrief  mit leichter Patina ist mittig
getrennt und hat eine senkr. Bugspur, die untere 1/4 Gr.-Marke hat einen Eckfehler, die
anderen Marken sind in guter Erhaltung. Anzeigenfaltbriefe mit Zusatzfrankatur sind nur in
ganz wenigen Exemplaren bekannt. Grosse Seltenheit! PAF1+ 16+
Provenienz: Sammlung Hennies. (Photo = 1 325) 19 6 750 (€ 550 )
2025 1 Gr. karmin in Währungs-Mischfrankatur mit 7 Kr. grauultramarin mit Preussen
Zweikreisstp. "Schoenebeck 2 12 73" auf Paketbegleitbrief für ein 1 Pfund schweres
Paket nach Halle. Die 7 Kr.- Marke wurde als 2 Gr.- Marke verrechnet. Sehr seltene
Währungsmischfrankatur, Kabinett. Signiert Grobe; Attest Hennies (1978).(Photo = 1 319) 19+ 26 6 1'000 (€ 730 )
2026 1 Gr. karmin in Mischfrankatur mit 1875 20 Pfge. ultramarin mit Thurn und Taxis
Einkreisstp. "Runkel 2/3 auf Auslagenfaltbrief nach Weilburg. Die Marken haben teils kurze
Zähne. Aufbrauch der 1 Gr.- Marke als 10 Pfge.- Marke im Jahr 1875. Mit der 20 Pfge.-
Marke eine seltene Mischfrankatur. (Photo = 1 325) 19+ 34a 6 150 (€ 110 )
2027 1 Gr. karmin in Mischfrankatur mit 1875 25 Pfge. rötlichbraun mit Preussen Zweikreisstp.
"Dahme 13 2 75" auf Wertbrief nach Calau, Umschlag mit leichter Patina, sonst gute
Erhaltung der seltenen Mischfrankatur mit der 25 Pfge.- Marke. (Photo = 1 319) 19+ 35a 6 500 (€ 365 )
2028 1 Gr. karmin mit Zweikreisstp. "Wolfenbüttel  31.12.1874" auf Zierbrief mit  farblos
geprägten Briefkanten und geringen bräunlichen Tönungen an ein Fräulein in Walkenried,
signiert Flemming und Attest Sommer (1992), dazu aus gleicher Korrespondenz vier weitere
Briefe mit der 1 Groschen Portorate dargestellt mit 4 mal 1/4 Gr., 3 mal 1/3 Gr., 2 mal 1/2 Gr.
und einmal mit 1 Gr., alle mit Einkreisstp. "Walkenried" nach Wolfenbüttel,  zwei Marken
fehlerhaft, sonst übliche Erhaltung, teils signiert Flemming, schöne Korrespondenz.
(Photo = 1 319) 19, 16-19 6 500 (€ 365 )
2029 2 Gr. grauultramarin mit dreizeiligem Sachsen Rahmenstp. "Reichenbach / im Voigtlande
/ 23 IV 73" auf kl. Briefumschlag mit handschriftl. Vermerk "Anhängend 1 Schlüssel" und
mit Siegellack befestigtem Textilband nach Leipzig, Pracht. Befund Krug (2002).
(Photo = 1 325) 20 6 80 (€ 60 )
2030 2 Gr. grauultramarin + 2 1/2 Gr. rotbraun + 5 Gr. ockerbraun mit dreizeiligem Klaucke
Rahmenstp. "Essen / R. B. Düsseldorf / 26 Febr. 74" auf grossformatigem Leinenumschlag
der 3. Gewichtsstufe nach Constantinopel an den Grossvesier und Kriegsminister des
Ottomanischen Reiches. Der Umschlag und die äusseren Marken sind fehlerhaft, dennoch
aussergewöhnlicher eingeschr. Brief mit dem seltenen rücks. Ankunftsstp. des deutschen
Postamtes "KDPAC 10 3 No2". (Photo = 1 325) 20+ 21b+ 22 6 400 (€ 290 )
2031 2 Gr. grauultramarin + 2 ½ Gr. rotbraun + 5 Gr. ockerbraun, alle grosser Schild, einzeln
und übergehend entw. "Schleswig 13 3 73 4-5N" auf Paketbegleitbrief  nach Berlin. Die
2 Gr. und 5 Gr. Marken haben minime Zahnfehler die 2 ½ Gr. ist in einwandfreier Erhaltung.
Schöne Dreifarben-Frankatur. Attest Krug (2010). (Photo = 1 325) 20+ 21b+ 22 6 120 (€ 90 )
2032 2 Gr. grauultramarin + 5 Gr. ockerbraun (3), mit Einkreisstp. "Verden 16/2 73" auf Wertbrief
über 1758 Thaler und 22 Groschen nach Hannover, Pracht. (Photo = 1 327) 20+ 22 6 200 (€ 145 )
2033 2 1/2 Gr. lilabraun, bessere Farbe mit Preussen Zweikreisstp. "Remscheid 20 11 73" auf
Faltbrief nach Genua, Pracht. Attest Brugger (2001). (Photo = 1 325) 21b 6 500 (€ 365 )
2034 5 Gr. hellockerbraun + 1875, 10 Pf. karmin mit Einkreisstp. "Hoetensleben 8 5 75" auf
Wertbrief über 2000 Mark nach Werningerode. Aufbrauch der 5 Gr.- Marke als 50 Pf.-
Marke im Jahr 1875. Mischfrankatur 2. und 3. Ausgabe auf rücks. fünffach gesiegeltem
Leinenumschlag, Pracht. Attest Sommer (1989). (Photo = 1 325) 22+ 33a 6 440 (€ 320 )
2035 2 Kr. orange mit klarem Einkreisstp. "Offenbach A/M. 16 12/74" auf Briefstück, die Marke
wurde zur Kontrolle vom Briefstück gelöst und mit Falz replatziert, teils leicht kürzere
Zähne, ansonsten in guter Erhaltung. Attest Krug (2010) Mi = € 3'200. (Photo = 1 321) 24 5 600 (€ 440 )
2036 3 Kr. karmin im kl. Format L15 mit deutlicher Doppelprägung mit Einkreisstp. "Meersburg 24
11 74" auf etwas fleckigem Brief nach Karlsruhe. Die Marke ist in einwandfreier Erhaltung,
Reg. Nr. 399. Atteste Hennies (1985) und Krug (2006) Mi = € 1'500. (Photo = 1 327) 25 DPrä L15 6 300 (€ 220 )
2037 7 Kr. grauultramarin mit mittig klar aufges. Letzttagsstp. "Frankfurt A. M.  31 12 74", bis
auf einen kl. Einschnitt in fehlerfreier Erhaltung, Reg. Nr. 26/9. Attest Krug (2010).
(Photo = 1 329) 26 200 (€ 145 )
2038 9 Kr. braun + 7 Kr. grauultramarin zus. mit klarem Einkreisstp. "Frankfurt A. M. 21/6 73"
auf Briefstück. Die 7 Kr. - Marke hat oben min. verkürzte Zähne und die Druckbesonderheit
"Farbspuren im Prägefeld", die 9 Kr.- Marke in der besseren Farbe ist in guter Erhaltung.
Attest Krug (2006) Mi = € 1'790. (Photo = 1 321) 27c+ 26 5 340 (€ 250 )
2039 7 Kr. grauultramarin grosser Schild, entw. mit Einkreisstp. "Darmstadt 30 9 73 10-11V" auf
amtlichem Kartenformular (Frech Nr. 20/I) nach Zug/Schweiz. Karte mit leichter Patina,
wurde statt mit 3 Kr. noch zum alten, bis 31.12.l872 geltenden Tarif von / Kr., frankiert.
Befund Krug (2010). (Photo = 1 327) 26 6 100 (€ 75 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 325

2002 (CHF 240) 2010 (CHF 400)

2016 (CHF 200)

2018 (CHF 300) 2024 (CHF 750)


2012 (CHF 300)

2019 (CHF 120) 2026 (CHF 150)


2021 (CHF 100)

2029 (CHF 80)


2031 (CHF 120)
2034 (CHF 440)

2030 (CHF 400) 2023 (CHF 300) 2033 (CHF 500)


326 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2040 18 Kr. ockerbraun mit Einkreisstp. "Frankfurt A/M. 25/11 74", ein Zahn ergänzt, erhöht
sign. Sommer Mi = € 2'800. (Photo = 1 329) 28 240 (€ 175 )
2041 1/2 Gr. Ganzsachenkarte grün auf sämischem Karton, Probedruck in abweichender Farbe
und mit lateinischer Inschrift statt mit Frakturschrift, sowie mit Bindestrich zwischen "Post"
und "Karte", ungebr., ausser einem Exemplar im Archiv für Philatelie in Bonn ist keine
weitere Karte bekannt. Attest Krug (2006). (Photo = 1 327) PP2Z1/05 6 500 (€ 365 )
2042 1871/73: Lot fünf Briefe mit Brustschildfrankaturen an die gleiche Adresse in Zürich,
dabei Einzelfrankaturen 1/2 Gr. orange (3), bzw. 1 Kr. grün (1) als Auslandsdrucksachen
in die Schweiz (3),  interessante um 1 Pfennig leicht überfrankierte Frankaturkombination,
1/4 Gr. grauviolett + 1/3 Gr. gelblichgrün auf Faltdrucksache von Wiesbaden (11. Jan. 73),
dazu NDP 7 Kr. graublau Einzelfrankatur auf Brief von Stadtilm/Thüringen (12.10.71). Alle
Briefe aus erst kürzlich entdecktem Geschäftsarchiv. (Photo = 1 327) (6) 300 (€ 220 )
2043 1872/75: Lot mit 14 Briefen, Vorderseite und Karten mit teils interessanten Frankaturen,
dabei 2 Gr. (4) Mehrfachfrankatur, Einzelfrankatur 5 Gr. gr. Schild auf Brief nach USA,
etwas unterschiedlich, dabei 5 mit BPP Befunden. 6 300 (€ 220 )

Nachverwendete Altdeutschland-Stempel auf Brustschild-Ausgaben


2044 1872/75: Nachverwendete Baden-Stempel, Lot mit sechs Briefen, einer Bad.
Correspondenzkarte und neun Briefstücken, dabei vier Briefe mit Postablagestempeln,
Einzeiler "Thiengen", sehr schöne Briefstücke mit u. a.  Dreifarbenfrankatur, Zweizeiler
"Kippenheim" auf 23a + 27a, Postablagestp. auf Mi Nr. 10, etc. 65 1'000 (€ 730 )
2045 1872/75: Nachverwendete Hannover-Stempel, Lot mit fünf Briefen, einer Karte und
zwölf Briefstücken, dabei Mehrfachfrankatur Mi Nr. 6 + 16 sowie vollständige sehr klare
Abschläge auf besonders schönen Briefstücken. 65 500 (€ 365 )
2046 1872/74: Nachverwendete Mecklenburg-Strelitz-Stempel auf fünf Briefstücken und einer
Karte. 65 150 (€ 110 )
2047 1873ca.: Nachverwendete Oldenburgstp. "Dedesdorf", "Ellenserdamm" und "Hude" je auf
Brief mit 1 Gr. grosser Schild, teils Alterstönungen.  6 100 (€ 75 )
2048 1872/75: Nachverwendete Thurn-und-Taxis-Stempel, Lot mit acht Briefen/Karten und acht
Briefstücken, dabei viele klare und teils bessere Stempel, Mehrfachfrankatur Mi Nr. 1 + 16
etc., schönes Lot. 65 300 (€ 220 )

Spätere Ausgaben
2049 2 1/2 auf 2 1/2 Gr. braunorange als Einzelfrankatur mit Einkreisstp. "Zwickau i/Sachs. 2.
*a 7/8 75" auf Ortseinschreiben mit erstem amtlichen R-Zettel der deutschen Reichspost,
später Aufbrauch der 2 1/2 Gr.- Marke als 25 Pfge.- Marke im 2. Halbjahr 1875 mit dem erst
ab Mitte des gleichen Jahres eingeführtem Postamtsnummernstp., Pracht. (Photo = 1 327) 29 6 400 (€ 290 )
2050 2 1/2 auf 2 1/2 Gr. braunorange in Mischfrankatur mit 1875 10 Pfge. karmin mit Einkreisstp.
"Leipzig 14 4 75" auf eingeschr. Brief nach Belgrad (Serbien). Die Marken haben durch
Randklebung oben kurze Zähne. Zur Kennzeichnung der Rekommandation trägt der Brief
(kl. Fleck) den ersten amtlichen R-Zettel der deutschen Reichspost. Sehr seltene Destination
mit Blaustift-Weiterfrankovermerk "5Wf". (Photo = 1 329) 29+ 33a 6 800 (€ 585 )
2051 9 auf 9 Kr. braunorange + 1 Kr. gelblichgrün, mit dreizeiligem Rahmenstp. "Heidelberg /
Stadtpostexpedition / 21 12 74" auf Brief via Grossbritannien und New York nach Alton
(Illinois), Marken teils etwas kürzere Zähne, Umschlag gefaltet und leicht knittrig, roter
Einkreisstp. "New York Paid All" auf die Frankatur übergehend. Attest Krug (2010).
(Photo = 1 327) 30+ 23a 6 300 (€ 220 )
2052 1 Gr. Ganzsachenumschlag kleiner Schild 1872 im gr. Format mit Zusatzfrankatur 1875,
10 Pfge. karmin und 20 Pfge. ultramarin mit Einkreisstp. "Schwerin i/M. 22/4 75" als
Einschreiben der 2. Gewichtsstufe nach Rostock mit dem ersten amtlichen R-Zettel der
deutschen Reichspost. Die Marken haben teils leicht kürzere Zähne, der Umschlag
ist gereinigt und hat eine senkr. Faltung. Sehr seltene Aufbrauchsverwendung eines
Ganzsachenumschlags mit Kl. Schild in Mischfrankatur mit Marken der Pfennige-Ausgabe. U1BI+ 33a+
In dieser Kombination sicherlich ein Unikat. (Photo = 1 334) 34a 6 500 (€ 365 )
2053 50 Pf(e) grau, senkr. Zwischenstegpaar, sauber mit Klaucke Einkreisstp. "Hamburg 1 *b
30/10 75", teils kurze Zähne, es sind nicht viele Zwischenstegpaare dieser Marke bekannt,
sign. Zenker BPP. (Photo = 1 329) 36a 300 (€ 220 )
2054 20 Pf(e) ultramarin mit Einkreisstp. "Frankfurt A/M. 1 10 77" als Einzelfrankatur
auf Firmenumschlag nach Malta mit rücks. Ankunftsstp. "Malta OC 8 77", seltenes
Empfängerland, Pracht. (Photo = 1 327) 34a 6 400 (€ 290 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 327

2036 (CHF 300) 2039 (CHF 100)


2032 (CHF 200)

2041 (CHF 500) 2051 (CHF 300) 2049 (CHF 400)

ex 2042 (CHF 300) 2055 (CHF 200)

2054 (CHF 400)

2058 (CHF 300) 2071 (CHF 100) 2059 (CHF 200)

2056 (CHF 300) 2069 (CHF 300) 2070A (CHF 240)


328 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2055 25 Pf(e) rötlichbraun (zwei kurze Zähne) als seltene Einzelfrankatur mit Preussen
Zweikreisstp. "Halle A/S. 27 5" (1875) auf Faltbrief nach Padua (Italien), 25  Pf. Portorate
vor dem 1.7.1875 (Allgemeiner Postvertrag). (Photo = 1 327) 35a 6 200 (€ 145 )
2056 25 Pf(e) rötlichbraun im schmalen Format als Einzelfrankatur auf gelber Post-Paketadresse
mit Einkreisstp. "Lüdinghausen 20 1 77" nach Coesfeld, kompl. Inlandspaketkarten sind
selten, zumal mit dieser Einzelfrankatur, Pracht, sign. Zenker. = 1 327)
(Photo 35aC 6 300 (€ 220 )
2057 25 Pf(e) dunkelbraun, als sehr seltene Einzelfrankatur mit Einkreisstp. "Iburg 22 4 80"
auf blauer vollzogener Postzustellungsurkunde retour nach Iburg, Formular unten leicht
gekürzt, Pracht, sign. Zenker.
Provenienz: Sammlung Kuphal. (Photo = 1 334) 35c 6 1'000 (€ 730 )
2058 25 Pf(e) lilabraun, zwei Exemplare als Mehrfachfrankatur mit Einkreisstp. "Hagenow 15/8
75" auf eingeschr. Faltbrief nach Frankreich mit erstem amtlichen R-Zettel der deutschen
Reichspost, Pracht. (Photo = 1 327) 35a 6 300 (€ 220 )
2059 50 Pf(e) graugrün, als Einzelfrankatur mit Einkreisstp. "Wolfenbüttel 5/12 79" auf Wertbrief
über 100 Mark nach Wien, seltenes Wechselverkehrsporto für Fahrpostsendungen nach
Österreich, Pracht, sign. Zenker. (Photo = 1 327) 38 6 200 (€ 145 )
2060 Lagerpost 1915: Ruhleben, Lagerpostmarken, 16 Werte kpl. ungebr., sign. Kossak, dazu
10 Kleinbogen à 10 Marken und 1/3 im  Kleinbogen zu 15 Marken, alle Marken postfr.,
sowie ein Ganzsachenumschlag ungebr., interessante Dokumentation mit beiliegender
Information. * 200 (€ 145 )
2061 1916: Markenheftchen Germania kompl., fünf Blätter mit 7 1/2 Pfg. orange und 15 Pfg.
hellgelbbraun (Mi Nrn. 99 + 100), vier bedruckte Zwischenblätter wovon die ersten beiden
leicht an den Marken haftend, sonst in guter Erhaltung Mi = € 3'500. = 1 329)
(Photo MH7 * 300 (€ 220 )
2062 1923: Lot zwölf Belege mit verschiedenen Gebühren-Stempeln in die Schweiz, dabei
Kreuzbandsendungen aus Frankfurt mit "Gebühr bezahlt" (5), Drucksachen-Etiketten
aus Stuttgart zu 64 Milliarden, bzw. 24 Milliarden Mark (November)  sowie drei grosse
Streifbänder des Berliner Tagblatts nach Grenchen "Taxe perçue" Stempel ohne Wertangabe
vom September, ähnlich dem Gebührenzettel Berlin C 2 Mi 2 = € 500. 6(6) 150 (€ 110 )
2063 1922/23: Hochinflation, umfangreiches Lot mit einigen Tausend postfr. Marken, meist in
kompl. Bogen, dabei auch ein paar Werte aus anderen Perioden, teils etwas wellig, ein Lot
für den Spezialisten. ** 200 (€ 145 )
2064 Notausgaben der Hochinflation in kompl Bogen (27), ungebr. postfr. mit kompl.
Bogenrändern, Perforation teils leicht eingerissen sowie kl. Alterungsspuren, ansonsten in
vorab guter Erhaltung. ** 150 (€ 110 )
2065M 5 - 300 Pf. Flugpost Holztaube, kompl. postfr., einheitlich mit unten anhängendem
Bogenrand mit Randziffer "8" Mi = € 1'500+. (Photo = 1 329) 344-350 ** 600 (€ 440 )
2066M 1924: 5 - 300 Pf. Flugpost Holztaube, kompl. postfr., einheitlich mit unten anhängendem
Bogenrand mit Randziffer "3" Mi = € 1'500+. (Photo = 1 329) 344--350 ** 400 (€ 290 )
2067M 1930: Zeppelin Südamerikafahrt 2 Mk. lilaultramarin (linke obere Bogenecke) und 4 Mk.
schwarzbraun (rechte obere Bogenecke), beide postfr. Attest Dr. Oechsner (2010) Mi =
€ 4'000. (Photo = 1 329) 438+ 439X ** 600 (€ 440 )

2068

2068 1930: 1 M. Burg Rheinstein mit Wertbezeichnung "Reichsmark" statt "Mark", unverausgabt,


ungebr. ohne Gummi, durch leicht versetzten Kammschlag min. eckstumpf wirkend,
schönes Exemplar dieser Seltenheit. Attest Schlegel A. (2007). IX (*) 4'000 (€ 2'920 )
2069 1930: 8 - 50 Pf. Nothilfe, Reklametafel im farblosen Prägedruck auf grauem Karton im
Blockformat (Format 114 : 110mm). (Photo = 1 327) (*) 300 (€ 220 )
2070 1937/38: Grossformatiger R-Brief und Postkarte aus Wittenschwand/D nach Zürich,
Absender Karl E. Krafft ("Hofastrologe" Adolf Hitlers) sowie  Dokumentation zu Krafft
und seiner Rolle im Dritten Reich. 6 400 (€ 290 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 329

2050 (CHF 800)


2067 (CHF 600)

2037 (CHF 200) 2040 (CHF 240)

2053 (CHF 300) 1984 (CHF 500) 2013 (CHF 200)


2061 (CHF 300)

ex 2065 (CHF 600)

2116 (CHF 1'000) ex 2066 (CHF 400)


330 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2070A 1944: Feldpostbrief aus der V-Waffen Einheit in Peenemünde (Usedom) mit Tarnstp. vom
11.9.44, schwach abgeschlagener Briefstp. 10234 der 6 Battr. techn. Art. Abt. 91 (1. mot.)
und Zensurstreifen, mit Inhalt. (Photo = 1 327) 6 240 (€ 175 )
2071 1874: Gebührenzettel für Dienstpostsendungen der Eisenbahn, unten berührt sonst voll-
bis breitrandig auf "EDS" Faltbriefhülle mit Einkreisstp. "Halle A. S. 28 3 79" nach
Dortmund. (Photo = 1 327) DI 6 100 (€ 75 )

Deutsches Reich: Halbamtliche Flugpostmarken


2072M 1912: Bork-Brück Flugmarke im Hochformat, ungebr., Pracht Mi = € 650.
(Photo = 1 331) 1A * 150 (€ 110 )
2073M Bork-Brück Flugmarke im Querformat, üblich gez., mit Sonderstp. "Flugbeförderung Bork-
Brück durch Geradeflieger 23. Mrz. 1912" auf Fotokarte mit Germania 5 Pf. mit Bahnpost-
Ovalstp. nach Minden, Pracht. Attest Brettl (1999) Mi = € 2'000. (Photo = 1 331) 2A+ DR85/I 6 500 (€ 365 )
2074M 1912: 10 Pf. Flugpost Gotha, ungebr., Pracht Mi = € 500. (Photo = 1 331) 5 * 150 (€ 110 )

2076

2075
2075M 10 Pf. Zeppelintage Düsseldorf ungez., postfr. linke obere Bogenecke mit breiten Rändern,
RR, Pracht.  Attest Sieger (1982). 9U ** 1'200 (€ 875 )
2076M 1913: 10 Pf. Zeppelinflugtage Düsseldorf, postfr., Pracht. Attest Sieger (1986) Mi = € 2'500. 9 ** 750 (€ 550 )
2077M 25 Pf. Flugmarke Sonderflug Mülhausen-Feldberg mit Sonderstp. auf Ansichtskarte von
Freiburg mit Germania 5 Pf. nach Freiburg i. Breisgau, Pracht. Attest Sieger (1993) Mi =
€ 900. (Photo = 1 331) 10+ DR85/I 6 200 (€ 145 )
2078M 25 Pf. Flugmarke Sonderflug Mülhausen-Feldberg mit violettem Sonderstp. vom 11. Sep.
1913 auf Fotokarte des Piloten Faller mit Unterschrift, mit Germania 5 Pf. nach Berlin,
Pracht Mi = € 900+. (Photo = 1 335) 10+ DR85/I 6 240 (€ 175 )
2079M 1924: 2 GM. Flugmarke Junkers-Luftverkehr Berlin-Angora, postfr. Mi = € 500.
(Photo = 1 331) 12 ** 150 (€ 110 )
2080M 1924/25: Flugmarken Segelflüge Pforzheim, insgesamt sieben meist versch. Werte auf zwei 13b, 13f,
Karten und einer Drucksache mit Sonderstp. und roten Flug-Bestätigungsstempeln mit DR 13d+ f+ g+
Zusatzfrankatur, Pracht. (Photo = 1 www) 14c+ e 6 120 (€ 90 )
2081M 1925: 10 und 20 Pf. Regensburger Osterflugtage mit violettem Sonderstp. vom 12/13.4.1925
auf offizieller Festpostkarte 'Ernst Udet' (kl. Einriss) mit Flugpost Holztaube 10 Pf. von
"Donaustauf 13 Apr. 25" nach Regensburg mit Flug-Bestätigungsstp. "Mit Flugzeug / D409 15-16+
befördert". Attest Brettl (1999). (Photo = 1 335) DR345 6 150 (€ 110 )
2082M 1930: 25 Pf. Flugmarke 1. Hessische Segelflugpost, waagr. Paar aus der linken oberen
Bogenecke mit Sonderstp. und Flugpost Adler 15 Pf. von "Grebenhain 19.10.30" nach 20+
Leipzig. (Photo = 1 335) DRA379 6 100 (€ 75 )
2083M 1933: 30 Pf. rot Flugmarke Ballonfahrt "Hamburg", mit Sonderstp. und DR Friedericus
6 Pf. auf "DELA"-Karte von "Rückenwaldau 25/8 33" nach Hamburg. Befund Brettl (1993) Mi
= € 380. (Photo = 1 335) 21a+ DR479 6 100 (€ 75 )
2084M 30 Pf. rot Flugmarke Ballonfahrt "Hamburg", mit Sonderstp. und DR Friedericus 6 Pf. auf
"DELA"-Karte von "Rückenwaldau 25/8 33" nach Hamburg. Befund Brettl (1993) Mi =
€ 380. (Photo = 1 335) 21a+ DR479 6 100 (€ 75 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 331

2113 (CHF 100)

2118 (CHF 150)

2073 (CHF 500)

2119 (CHF 80)

2115 (CHF 150) 2079 (CHF 150)


2072 (CHF 150)

2074 (CHF 150)

2077 (CHF 200) ex 2140 (CHF 500) 2126 (CHF 120)


332 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2085M 1933: 30 Pf. schwarz auf hellultramarin Flugmarke Ballonfahrt "Hamburg", mit Sonderstp.
und DR Hindenburg WZ Waffeln 3  Pf. auf "DELA"-Karte von "Rückenwaldau 25/8 33"
nach Hamburg. Befund Brettl (1993) Mi = € 380. (Photo = 1 335) 21c+ DR482 6 100 (€ 75 )
2086M 30 Pf. schwarz auf hellultramarin Flugmarke Ballonfahrt "Hamburg", mit Sonderstp. und
DR Hindenburg WZ Waffeln 3  Pf. auf "DELA"-Karte von "Rückenwaldau 25/8 33" nach
Hamburg Mi = € 380. (Photo = 1 335) 21c+ DR482 6 100 (€ 75 )
2087M 1912/33: Halbamtliche Flugpost, ungebr. und postfr. Sammlung mit zusätzlich drei
Briefstücken und zwei Karten, dabei u.a. Mi Nr. 11a ungebr. mit Attest Sieger Mi = € ca. 2'000. 400 (€ 290 )

Deutsches Reich: Flugpost


2088M 1912: Flugpost an Rhein und Main am 10. Juni, Lot neun Marken gest. (1) und ungest.
(8) sowie acht offiz. Karten ungebr. (3) und gebr. (5), alle entw. mit dem Sonderstp. von
Darmstadt, dabei auch eine Karte mit drei Werten 30 Pf. sowie eine rote Karte mit 2 x
1 M. gelber Hund und gelber "Huna" (nach Sieger Nr. 13c = Euro 860), dazu drei halboffiz.
Flugpostmarken vom Margarethen-Volksfest und zwei Vignetten, auf Albumblättern. 500 (€ 365 )
2089M 1912: Gruppe von fünf Postkarten der Flugpost am Rhein und Main, dabei auch mit den
Aufrucken "Gelber Huna" bzw.  "E. EL. P." mit Stempel vom 22.6.1912 nach Todtmoos.
Attest Grabowski (1976). Ein schönes Los. 6 600 (€ 440 )
2090M 1931 (28. Juni): Eröffnung der Expressverbindung Monaco-Venezia-Brindisi-Alexandrien,
Lufthansa-Briefumschlag frankiert mit drei Werten gest. München 2BA 27.6.31" mit
beigef. blauer Vignette "Transadriatica S.A. - Lloyd Triestino - Viaggio Inaugurale - Grande
Espresso dell'Egitto" nach Alexandrien mit Firmenstp. "The Mercantile Shipping & Co.
Bianchi & Co. Alexandria", Luftpostbeförderung nach Venedig und per Schiff weitergeleitet
mit rücks. Ankunftsstp. vom 30. Juni 1931. Nur wenige Belege bekannt. (Photo = 1 335) 6 150 (€ 110 )
2091M 1934 (7. Nov.): Crash Mail - Lufthansa D-AVAN, Karte ab Königsberg (6.11.) nach
Österreich mit Klebezettel "Gelegentlich des Flugzeugunglücks am 7.11.1934 bei Bütow
(Pom) beschädigt, Berlin C, den 8. November 1934. Postamt 2". = 1 335)
(Photo 6 150 (€ 110 )
2092M 1931/38: Lot vier interessante Belege Südamerika - Deutschland, dabei DO-X Beleg von
Brasilien, zwei Lufthansa Belege von Paraguay sowie Lufthansa Erstflug Lima-Europa vom
23. Mai 1938, dazu Raketenpost V14 von Passau (16.III.33). 6 150 (€ 110 )
2093M 1908/20: Interessante Dokumentation mit acht versch. Originalfotografien der Siemens
Schuckert Werke GmbH/Charlottenburgerwerk mit Abb. eines Monoplans, dazu sieben
spätere Abzüge plus div. Dokumente betr. Flugmaschinen, inkl. Publikation "Automatische
Flugmaschinen-Steuerung" entworfen von Ingenieur Fr. Drexler Zürich IV sowie div.
Protokolle und Blaupausen bez. Flügelbau, Winkelgetriebe und Propeller. Eine einmalige
Dokumentation aus der Frühzeit der Fliegerei. 240 (€ 175 )
2094M 1910/30: Dokumentation der Deutschen Wehrmacht in Bildern, Album mit 79
Originalfotografien, versch. Formate, vorwiegend Luftwaffe mit vielen versch.
Flugapparaten, Flugunfällen und Ballonwesen, im weiteren Brieftaubendienst,  Gruppen
mit milit. Persönlichkeiten, Luftaufnahmen von Städten und Landstrichen sowie weniges
von anderen Truppengattungen, einige Fotos mit Eckbügen, trotzdem eine einmalige
Zusammenstellung. 600 (€ 440 )

Schiffspost Deutsche Marine


2095 1901: "Vineta-Provisorium"-Ersatzstreifband (kleiner Einriss), mit Hektographie-Vordruck
"Kais. Deutsche Marine Schiffspost No1 .. 01" und "Original Streifband wegen Feststellung
der Frankierungsweise vorläufig zurückbehalten" mit handschriftl. Datumseintrag 23/4 nach
Bahrenfeld mit rücks. Ank. Stp. "Altona-Bahrenfeld 14/5 01, sehr seltenes Streifband aus
der ersten Lieferug der Streifbänder von "S.M.S. Vineta" mit den sog. Vineta-Provisorien
(3 PF auf halbierter 5- Pfg Marke). Signiert Bartels. (Photo = 1 334) 6 750 (€ 550 )

Diverse Deutsches Reich: Sammlungen und Lots


2096 1914/45: Restsammlung in Vordruckalbum, vorab kl. Werte und Serien gest./ungest., dabei
Besetzungsausgaben WK I + II, Abstimmungsgebiete, Generalgouvernement sowie kl.
Sammlung Freie Stadt Danzig. 200 (€ 145 )
2097 1872/75: 18 Ganzsachenkarten und Umschläge, ungebr. und gebr., dabei Zusatzfrankaturen,
Auslandsverwendungen, Privatganzsachen, Anzeigenfaltbrief, Ganzsachenausschnitt
GAA8 sowie drei Briefstücke mit Ganzsachenausschnitten. 65 240 (€ 175 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 333

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2098 1872/75: 20 Kartenformulare, dabei Antwortkarten, private Karten, Mi Nr. 8 und 15, bessere
Stempel, Bahnpost, zwei Karten mit Zusatzfrankatur als Paketkarten-Vorläufer etc. 6 300 (€ 220 )
2099 1872/1945: Reichhaltiger Dublettenposten aus altem Bestand, dabei  bessere Werte und Serien
gest. ab Brustschild- Ausgaben, dazu einige Blockausgaben und Briefe. 400 (€ 290 )
2100 1914/20: Sammlung auf Albumblättern mit teils besseren Werten und Serien gest./ungest.,
oft auf Briefstück, 20 Briefe/Karten oder Briefvorderseiten, dabei Abstimmungsgebiete
Allenstein, Marienwerder, Memel, Oberschlesien und Schleswig, dazu Besetzungsausgaben
1. Weltkrieg von Belgien, Eupen und Malmedy, Postgebiet Ost und Militärverwaltung
Rumänien Mi = ca. € 3'000. 400 (€ 290 )
2101 1920/1944: Prächtiges Lederalbum mit teils besseren  Werten und Serien gest./ungest.
sowie einige Briefe und Karten, dabei Besetzungsausgaben II. WK, Generalgouvernement
mit Kleinbogen, Böhmen-Mähren, Saargebiet und Danzig. 400 (€ 290 )
2102 1937/45: Los 120 Briefe, dabei 90 Briefe aus Deutschland selber und 30 Briefe aus dem
Generalgouvernement mit Satzfrankaturen, Sonderstempeln, Einschreiben, Zensur,
Luftfeldpost. 6 500 (€ 365 )
2103 1872/1945: Sammlung mit einigen hundert Marken gest./ungest. ab den Brustschild-
Ausgaben, dabei einige bessere Werte und Serien Weimarer Republik und III. Reich, dazu
ein paar Marken Bundesrepublik, in zwei Alben. 800 (€ 585 )
2104 1872/75: Posten mit 25 schönen Briefstücken und 27 Briefen, dabei Ortsbrief Hannover,
Auslandsverwendungen, bessere Stempel, Fahrpostsendungen und Dreifarben-
Mischfrankatur mit der Ausgabe 1875. 65 1'000 (€ 730 )
2105 1872/1945: Sammlung mit Substanz, dabei  bessere Werte und Serien gest. ab Brustschild-
Ausgaben, Innendienst gepr.,  Blockausgaben mit Ostropa, Zeppelinmarken sowie
Dienstmarken Mi = € 8'500+. 1'000 (€ 730 )
2106 1872/1945: Sammlung in Vordruckalbum mit besseren Werten und Serien überwiegend
ungest., teils. postfr., dabei Brustschild 2 Kr. orange (Mi 24 Befund Krug), Flugpost Rhein-
Main, Holztaube 1924 20 Pfg. blau mit liegendem Wasserzeichen (Befund Schlegel),
Blockausgaben mit Iposta, Ostropa und Nothilfe (wasserrrandig) sowie Dienstmarken Mi =
€ 10'000. */** 1'500 (€ 1'095 )
2107 1880/1900: Grosse Sammlung mit einigen hundert Privatpostmarken von Auerbach im
Vogtland bis Strassburg, gest./ungest., dabei kompl. Serien, auf spez. Albumblättern, teils
etwas stockfleckig, seltenes Angebot für den Spezialisten. 2'200 (€ 1'605 )
2108 1910/45: Lagerbestand mit einigen tausend Marken gest./ungest. vorab III. Reich in
Quantitäten, dazu wenige Marken von anderen Dt. Gebieten, in einem dicken Lagerbuch. 2'200 (€ 1'605 )
2109 1872/1945: Attraktive Sammlung gest./ungest./postfr. Marken mit Spitzen im Bereich der
Brustschilde, der Markwerte, IPOSTA und OSTROPA Blocks gest./ungest. Spezialisierung
in Richtung Farben, Zähnung, Wasserzeichen, Aufdruckstärke, Zusammendrucke aus
Markenheftchen, enthält oftmals auch die seltenen Typen. Wird abgerundet durch etwas
Postgeschichte wie Zeppelin-Belege. Eine Sammlung mit sehr viel Substanz in zwei
Bindern. 3'000 (€ 2'190 )
2110 1933/45: Schöne Sammlung III. Reich mit vielen guten Werten und Serien, vorab gest.
als auch ungest., dabei zwei Nothilfeblocks, Zeppelinausgaben, Dienstmarken, Feldpost
(teils signiert), dazu Besetzungsaugaben mit Böhmen und Mähren inkl. Zulassungsmarke
Theresienstadt, Generalgouvernement mit Kleinbogen Kopernikus und Dienstmarken,
Luxembourg, Ostland, Ukraine etc., 3'200 (€ 2'335 )

Bei Abgabe Ihrer schriftlichen Gebote wissen Sie noch nicht, welche Lose Ihnen wirklich zugeschlagen werden - andererseits wären
Sie aber (wenn Sie nach der Auktion feststellen müssen, dass die von Ihnen abgegebenen Gebote nicht erfolgreich waren) auch
noch an weiteren Losen interessiert gewesen: mit der Abgabe von Alternativ-Geboten und/oder der Limitierung des Gesamt-
betrages für Ihre Ankäufe erhöhen sich Ihre Chancen, als schriftliche Bieter erfolgreich zu sein, ohne dass der von Ihnen
vorgegebene finanzielle Rahmen überschritten wird. Mit der Abgabe von Alternativ-Geboten und/oder der Begrenzung der
Gesamtsumme Ihrer Ankäufe können Sie eine individuelle schriftliche Wunsch-Gebotsliste einreichen.
334 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

2057 (CHF 1'000)


2052 (CHF 500)

2009 (CHF 500)

2095 (CHF 750)

2124 (CHF 500)


1981 (CHF 600)

1995 (CHF 500) 1982 (CHF 500)


165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 335

2078 (CHF 240) 2081 (CHF 150)

2082 (CHF 100)

2083 (CHF 100) 2085 (CHF 100)

2084 (CHF 100)

2121 (CHF 80)


2086 (CHF 100)
2091 (CHF 150)

2111 (CHF 80) 2117 (CHF 150) 2142 (CHF 200)

2090 (CHF 150) 2120 (CHF 400) 2141 (CHF 750)


336 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

Deutsche Auslandspostämter
Deutsche
 Post in China (siehe auch Lose 50-52 in diesem Katalog) Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
2111 1901: "K. D. Feld-Poststation No 9 12/7" klarer Feldpoststp. auf dekorativer Karte mit
Briefstp. einer Baukompanie nach München. Sign. Jäschke L. (Photo = 1 335) 6 80 (€ 60 )
2112 1898/1919: Sammlung gest./ungest. Marken, mit Vorläufern und besseren Werten wie 5 M.
1901 gest. in der seltenen Type I Mi Spez ~ € 4'900. 600 (€ 440 )

Deutsche Post in Marokko


2113 1900: 35 C. auf 30 Pfg. mit dünnem Aufdruck und Plattenfehler: "dicker weisser Fleck über
Mäander unten rechts", sauber gest. "Casablanca 15 5 02" auf Briefstück, Pracht. Befund
Jäschke L. (2010) Mi = € 250. (Photo = 1 331) 12/I PFXIII 5 100 (€ 75 )
2114 1899/1911: Sammlung gest./ungest. Marken mit besseren Werten bis zu den hohen
Markwerten Mi Spez = € 3'200. 400 (€ 290 )

Deutsche Post in der Türkei


2115 1872: 1/4 Gr. grauviolett + grosser Schild 1/2 Gr. orange mit klarem Einkreisstp. "Kdpac
7 7 73" auf Briefstück mit leichter Tönung, schöne Mischfrankatur kleiner und grosser
Schild Mi = € 750+. (Photo = 1 331) V1+ V18 5 150 (€ 110 )
2116 1/2 Gr. orange + 1 Gr. karmin + 1874 2 1/2 auf 2 1/2 Gr. braunorange mit klarem
Einkreisstp. "Kdpac 5 7 75" auf Brief der 2. Gewichtsstufe via Odessa nach Chemnitz. Die
beiden äusseren Marken haben teils kurze Zähne, ansonsten ist der Brief mit der schönen
Dreifarbenfrankatur in guter Erhaltung. Sehr seltene und späte Aufbrauchsverwendung
von drei versch. Wertstufen der Brustschildmarken im 2. Halbjahr 1875, hier mit dem vor
5 Tagen zum 1.7.1875 eingeführtem neuen Portosatz (pro 15 Gramm 20 Pf.) des Allgemeinen V18+ V19+
Postvertrags. (Photo = 1 329) V29 6 1'000 (€ 730 )
2117 2 Gr. grauultramarin + 2 1/2 Gr. rötlichbraun mit deutlichem Einkreisstp. "Kdpac 25/6 74
auf Brief (oben etwas verkürzt) via Odessa nach Liverpool (England), Pracht. Attest Dr.
Steuer (1994). (Photo = 1 335) V20+ V21a 6 150 (€ 110 )
2118 1889: 2 1/2 Pia. auf 50 Pfg. bräunlichrot, ungebr., Pracht. Befund Jäschke L. (2009) Mi =
€ 440. (Photo = 1 331) 10a * 150 (€ 110 )
2119 1874: 5 Gr. ockerbraun mit klarem "KDPAC 18/4 74", Pracht. Befund Krug (2007).
(Photo = 1 331) V22 80 (€ 60 )
2120 1900: 10 Pa. auf 5 Pfg. bis 4 Pia. auf 80 Pfg., acht Werte kompl. mit klarem Einkreisstp.
"Constantinopel 26 3 02" auf eingeschr. Sammlerbrief nach München, dabei die 1 1/4 Pia.-
Marke mit Plattenfehler: "Klumpfuss", Pracht. Attest Jäschke L. (2010).
(Photo = 1 335) 12/I-19/I 6 400 (€ 290 )
2121 20 Pa. auf 10 Pfg. dunkelrosarot, seltene Farbe mit Einkreisstp. "Constantinopel 26 12 02"
auf Grusskarte "Tanzende Bären" nach Deutschland, sign. Jäschke L. = 1 335)
(Photo 13/Ib 6 80 (€ 60 )
2122 1884/1908: Attraktive Sammlung gest./ungest. Marken, komplett bis zu den Höchstwerten
wie 25 Pia. auf 5 M. 1902 postfr. sign Mi Spez ~ € 6'200. 850 (€ 620 )

Deutsche Kolonien (siehe auch Togo/Lose 2795-2839 in diesem Katalog)


2123 Kamerun 1897/1919: Sammlung der gest./ungest. Marken mit allen Hauptnummern,
weiterhin Ausgabe der britischen Besetzung 1915 ungestempelt. 240 (€ 175 )
2124 Kiautschou 1902: 5 Pfg. Ganzsachenkarte mit Einkreisstp. "Tsingtau 11/8 02" und
Zusatzfrankatur Russische Post in China 2 Kop. zwei Exemplare mit kyrillischem
Einkreisstp. "Tschifu 13 VIII 02" via Sibirien nach Deutschland mit vorders. Ankunftsstp.
von "Görlitz 6.9.02". Im zweiten Halbjahr 1902 konnte mithilfe des Postamts in Tsingtau
Post mit der sibirischen Eisenbahn nach Europa befördert werden. Dies war aber nur
möglich mit zusätzlicher Frankierung durch russische Marken, weil zu diesem Zeitpunkt
dieser Weg nur für die russische Post zugelassen war. Diese Möglichkeit wurde jedoch nach
kurzer Zeit wieder eingestellt. Belege aus diesem Zeitraum sind daher entsprechend selten P1+
und nur in wenigen Exemplaren bekannt. Attest Jäschke L. (2010). = 1 334)
(Photo Rus.P.Ch. 6 500 (€ 365 )
2125 1900/19: Sammlung der gest./ungest. Marken, mit fehlerfreier 2 1/2 $ 1905 postfr. (Attest
Jäschke 2008) aber ohne die Tsingtau - Aushilfsausgaben. Ein schönes Los. 600 (€ 440 )
2126 Marshall Inseln 1899: Berliner Ausgabe 10 Pfg. dunkelrosarot, seltene Farbe, ungebr.,
Pracht, Befund Jäschke L. (2010) Mi = € 350. (Photo = 1 331) 3/IIc * 120 (€ 90 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 337

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2127 Ostafrika 1893/1919: Attraktive Sammlung der gest./ungest./postfr. Marken, kompl. bis zu
den Höchstwerten wie 3 Rupien, dabei zwei Ganzsachen-Postkarten mit tlw. Satzfrankatur
der 1901 Freimarkenserie Kaiserjacht. 240 (€ 175 )

2127A

2127A 1851 (5. August): Missionarbrief aus Bethanien (Namaland) vor Einrichtung deutscher
Postanstalten, durch Boten nach Kapstadt  und dann über London an die Berliner
Missionswerk, vorders. schwarzer "GENERAL  POST  OFFICE  CAPETOWN" und
schwarze handschr. Taxierung "2/-" (Schilling) für den Weg bis London und rote "8" (Pence)
für den Weitertransport nach Berlin, beides in London vom preussischen Konsulat bezahlt,
rücks. roter Transitstp. London 21. Okt. 1851. Der Absender J. Schultheiss wird in dem
Buch "Deutsche Wanderung nach Südafrika im 19. Jahrhundert" als Verwaltungsbeamter
im südafrikanischen Boshof gelistet, C. F. Schultheiss hingegen hat mit C.R. Lange die
Missionsstation Itemba gegründet und war später in Bethanien, das 1834 vom Berliner
Missionswerk gegründet worden war. 6 5'000 (€ 3'650 )
2128 Togo 1897: 3 - 50 Pf. kompl., 1900: 3 Pf. - 5 M. kompl. und 1909/19:3 Pf. - 5M. kompl., alle
ungebr., Pracht Mi = €  360. (Photo = 1 www) 1-23 * 100 (€ 75 )
2129 1897/1915: Restsammlung mit 270 ungest. Marken von Dt. Post in China bis Togo, meist
voller Originalgummi mit sauberem Erstfalz, montiert in einem sprechenden Behrens-
Album. 600 (€ 440 )
2130 1897/1923: Attraktive Sammlungen der gest./ungest. Marken von Deutsch-Neuguinea,
Deutsch-Südwestafrika, Karolinen, Marianen, Marshall-Inseln, Samoa und Togo, fast
immer komplett bis zu den Höchstwerten wie 5 M., ein qualitativ überzeugendes Los mit
vielen Altsignaturen Mi Spez ~ € 6'700. 900 (€ 655 )
2131 1884/1914: Sammlung einige hundert Marken gest./ungest., dabei teils bessere Werte
und Serien, 35 Briefe und Karten mit interessanten Abstempelungen, wie ein R-Brief von
Jabassi/Kamerun nach Dresden, dazu wenige Ausgaben Brit. oder Franz. Besetzung Mi =
€ 13'000. 1'500 (€ 1'095 )
2132 1898/1909: Prächtige Sammlung mit 540 ungest. Marken, alle mit vollem Originalgummi
und sauberem Erstfalz, dabei Farbnuancen und versch. Zähnungen, vorab Kolonial-
Schiffszeichnung bis 5 M., sauber montiert in einem Album. * 2'000 (€ 1'460 )

Deutsche Besetzungen I. Weltkrieg


2133 1914/18: Belgien und Postgebiet Oberbefehlshaber Ost, kl. Sammlung mit 131 ungest.
Marken, alle mit vollem Originalgummi und Erstfalz, sauber montiert auf Albumblättern. * 150 (€ 110 )
338 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

2134
Deutsche
 Abstimmungsgebiete Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis
in CHF ca. €
2134 Marienwerder 1920: 1 M. rot mit braunrotem Mediävalschriftaufdruck, ungebr., Pracht.
Signiert F(alk); Attest Prof. Dr. Klein (2010) Mi = € 3'000. 21IIb * 1'400 (€ 1'020 )
2135 Saar 1920/34: Restlot mit einigen hundert Marken gest./ungest., dabei bessere Werte und
kompl. Serien, auf Albumblättern und in einem Kuvert. 600 (€ 440 )
2136 1920/34: Kl. Sammlung Saargebiet mit einigen hundert Marken gest./ungest., dabei bessere
Werte und Serien inkl. Madonna 10 Fr., auf Albumblättern. 800 (€ 585 )
2137 1920/59: Sammlung beinahe kompl. mit einigen hundert ungest. Marken der Ausgaben
für das Saargebiet resp. für das Saarland, dabei auch die beiden Hochwasserblocks, auf
Albumblättern. * 900 (€ 655 )
2138 1947/59: Sammlung ungest./postfr., in den Hauptnummern komplett mit  den besseren
Werten und Serien, wie Hochwasser Blockpaar, in einem Sieger Album Michel = € 2'400 für **. 226/II-378 */** 400 (€ 290 )
2139 Böhmen/Mähren 1945: Lot 455 Belege mit abgeänderten deutschen Stempeln aus
der Zeit kurz nach der deutschen Besetzung, alle mit tschechischen Frankaturen, dabei
Barfrankaturen, Reko und nachtaxierte Belege. Ein vielfältiges und interessantes Angebot.
6 500 (€ 365 )

Deutsche Besetzungen II. Weltkrieg


2140 Deutsche Besetzung Pernau. 1941: 5 Kop. bis 50 Kop. mit Originalgummi, der Wert zu
20 Kop. hat rechts eine etwas unregelm. Zähnung, die Erhaltung der anderen ist einwandfrei.
Attest Krischke (2000) Mi Spez = € 3'800. (Photo = 1 331) 5-10 I ** 500 (€ 365 )
2141 1941/42: Legionärsausgaben, Sammlung ungest./postfr. mit Privatausgaben versch.
Legionen, dabei Kleinbogen der Holländischen und Kroatischen Legionen, Kleinbogenserien
der Belgien/Wallonischen, bzw. Belgien/Flämischen Legion (Mi I-IV gez./ungez.),
Französische Legion mit Eisbärblock gest./ungest., Flugpostvignetten ungest. sowie auf
Brief, inkl. R-Brief nach Dresden (7.6.43) frankiert mit senkr. Paar F+10 Fr. karmin/blau
mit doppeltem und kopfst. Aufdruck Mi = € 4'500+. (Photo = 1 335) 750 (€ 550 )

Alliierte Besetzung
2142 1945: AM-Post Deutscher Druck 20 Pfg. mit rechtem Bogenrand mit roter vierstelliger
Bogenzählnummer + Amerik. Druck 5 Pfg. linke untere Bogenecke mit klarem "Oberaudorf
24.2.46" auf leicht überfrankiertem Brief nach Hannover auf Brief im Michel ohne Preis/Einzelmarke Mi =
€ 1'200. (Photo = 1 335) 26aCBr.+ 2z 6 200 (€ 145 )
2143 1945/49: Lot 105 Briefe/Postkarten oder Briefvorderseiten mit interessanten Bunt- und
Mischfrankaturen, meist klar und sauber gest., Einschreibe- und Wertbriefe sowie vereinzelte
Nachnahmen mit teils hohen Frankaturen, dabei Gemeinschaftsausgaben, Bizone mit Netz-
und Bandaufdrucken, SBZ sowie Berlin. Aus alter Sammlerkorrespondenz, jedoch vieles
echt gelaufen.  6 500 (€ 365 )
2144 1945/49: Lot 105 Briefe/Postkarten oder Briefvorderseiten mit interessanten Bunt-
und Mischfrankaturen Bizone oder Gemeinschaftsausgaben, meist klar und sauber
gest., dabei Einschreibe- und Wertbriefe mit teils hohen Frankaturen, über 25 versch.
"Gebühr bezahlt/taxe peçue" Stp. in rot, violett oder schwarz mit den grossen Rundstp.
von Baden-Baden und Freiburg, bzw. Ovalstp. von Baden-Baden 2 oder Bamberg
sowie einige Ganzsachenpostkarten mit Zusatzfrankatur, vorab echt gelaufen, aus alter
Sammlerkorrespondenz. Besichtigung empfohlen. 6 500 (€ 365 )
2145 Franz. Zone 1945/48: Lot 65 Briefe/Postkarten oder Briefvorderseiten mit interessanten
Bunt- und Mischfrankaturen aus alter Sammler-Korrespondenz, meist klar und sauber
gest., dabei Einschreibe- und Express-Belege,  allg. Ausgaben mit Zwischenstegpaaren,
Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg mit teils hohen Frankaturen. Obwohl vieles
philatelistischer Natur, ein mannigfaltiges Angebot. 6 300 (€ 220 )
165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010 339

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2146 1945/49: Lot Französiche Zone Baden, vorab ungest., dabei allg. Ausgaben in kompl.
Bogen und Bogenteile, Viererblocks mit Zwischensteg oder von der Bogenecke, dazu über
40 Briefe oder Vorderseiten mit teils besseren Frankaturen, dazu etwas Rheinland- Pfalz,
Württemberg und Saarland. 300 (€ 220 )
2147 Sowjet. Zone 1945/49: Sammlung ungest./postfr., in den Hauptnummern kompl. mit
Zähnungsvarianten, dabei bessere Werte und Serien wie Ostsachsen 12 Pfg. rot sog.
POTSCHTA, Thüringen mit Blocks  Antifa 1x (II), Weihnachten 2t (IV) und 2x (I) und
Brückenbaublock  4 av I/I,  Westsachsen mit Mi 150 X - 153 aX +155 X (Stufen fallend)
sowie Mi 179 der II. Kontrollrats-Serie 1948 Michel = € 7'000 für **. 1-241 */** 1'500 (€ 1'095 )

Deutsche Demokratische Republik


2148 1954/65: Kl. Sammlung mit 197 gest. Dienstmarken, dabei auch kompl. Serien, inkl. ZKD,
ZD und ZU, in guter Erhaltung, auf Albumblättern. 750 (€ 550 )
2149 1948/89: Sammlung einige hundert Sammler-Briefe, vorab Tauschsendungen in die
Schweiz, dabei illustr. Ersttagsbriefe, Briefe mit Sonderstp., einige Blockausgaben ohne
Marx und Engels sowie verschiedene Ortsstp., fein sortiert nach Jahrgang Mi n.A. = € 4'500
6 400 (€ 290 )

Berlin
2150 1951/54: Restlot mit 24 postfr. Marken in kompl. Ausgaben, auf einer Steckseite Mi gemäss
Einlieferer = € 700. ** 50 (€ 35 )
2151 1949/90: Sammlung 1949/50 mehrere hundert Marken ungebr. mit Erstfalz, ab 1951 postfr.,
in den Hauptnummern kompl., dazu Markenheftchen, Ganzsachen, Ersttagsblätter, in fünf
Alben Mi = € 2'300+. * 300 (€ 220 )

Bundesrepublik Deutschland
2152 1948/72: Sammlung resp. Lot mit einigen hundert Marken gest./postfr., dabei viele gute
Werte und Serien, teils mehrfach, einige Heftchenblätter und ganze Markenheftchen,
Gedenkblocks etc., vorab in guter Erhaltung, in einem Album. 1'300 (€ 950 )
2153M 1955/90: Umfangreicher Bestand mit ca. 2000 Belegen der "Neuen Deutschen Lufthansa",
in total 40 Alben, dazu div. Grabowski-Kataloge. 6 300 (€ 220 )

Diverse Deutschland: Sammlungen und Lots


2154 1860/1920: Kl. Restlot mit ca. 300 Privatpostmarken gest./ungest (vorab), dabei Bergedorf,
Berlin, Bochum, Essen, Hamburg und Lübeck, in gemischter Qualität, teils auf Unterlage
festgeklebt, auf Albumblättern und Steckkarten. 100 (€ 75 )
2155 1900/83: Restsammlung mit einigen hundert Marken gest./ungest., vorab kl. Werte und
Serien Dt. Reich, Saarland, Bund und Berlin, in fünf Alben. 150 (€ 110 )
2156 1872/2000: Restposten in div. Alben und Einsteckbüchern, dabei Dt. Reich, Bund, Berlin
und etwas DDR, dazu einige Briefe oder Karten. 200 (€ 145 )
2157 1949/2000: Sammlung in zwei Alben gest./ungest., ab 1961 in den Ausgaben praktisch
kompl. mit Blockausgaben, dazu kleiner Briefposten Dt. Reich (1900/39). 200 (€ 145 )
2158 1933/96: Lot mit Restsammlungen, einige Hundert Marken gest./ungest./postfr., 3. Reich
und Bundesrepublik, dazu ein paar Dubletten, in fünf Alben. 240 (€ 175 )
2159 1880/1960: Restlot mit einigen Hundert Marken gest./ungest. Dt. Reich, Saarland und
andere Gebiete, dabei auch kompl. Serien, vorab jedoch kl. Werte und Dubletten, auf
Albumblättern. 300 (€ 220 )
2160 1900/90: Restbestand mit einigen Tausend Marken gest./ungest., dabei ein grosser Posten
INFLA-Marken in Originalbogen,  eine ungest. Sammlung DDR sowie Marken von anderen
Gebieten, in vier Alben und einer Schachtel. 300 (€ 220 )
2161 1923/45: Umfangreicher Lagerbestand mit einigen Tausend postfr. Marken in kompl.
Bogen und in Bogenteilen, vorab Infla bis 500 Mio., wenige Hindenburg Medaillon sowie
amerikanische Besatzungszone. ** 300 (€ 220 )
2162 1880/2000: Restlot mit einigen Hundert Marken gest./ungest., dabei Dt. Reich, Bund,
Berlin, DDR etc., dabei auch frankaturgültige Marken inkl. Kleinbogen, in sieben Alben
und Einsteckbüchern. 340 (€ 250 )
340 165. Corinphila Auktion · 29. November - 3. Dezember 2010

 Michel 2010 Ausrufpreis Ausrufpreis


in CHF ca. €
2163 1850/1997: Nachlassposten einige tausend Marken, dabei teils bessere Werte und Serien
gest./ungest., etwas Altdeutschland, Dt. Reich, Bund und eine dreibändige Sammlung
DDR mit den guten Blockausgaben, dazu einige Bedarfsbriefe, viele FDC's sowie
Sammelblätter. 400 (€ 290 )
2164 1851/1954: Posten mit gest./ungest./postfr. Marken, mit altdeutschen Gebieten, dabei
bessere Braunschweig, Hannover, Helgoland und Thurn &  Taxis, weiterhin bessere
Deutsches Reich sowie deutschen Kolonien und Auslandpostämter mit China-Aufdrucken
auf Markwerten, bis hin zu Berlin und Bundesrepublik wie postfr. Wohlfahrt 1952. 400 (€ 290 )
2165 1982: Automatenmarken Bund und Berlin, einige dutzend Briefe/FDC mit teils raren
Spezialitäten aus der Anfangszeit, dazu div. lose Werte und Serien meist gest., viele
Abarten und Druckzufälligkeiten, wenige mit Attest. Der Sammler bezahlte einen hohen
Einstandspreis (einige Tausend CHF). 440 (€ 320 )
2166 1890/1990: Umfangreicher Restbestand mit einigen tausend Marken gest./ungest., dabei Dt.
Reich, Bundesrepublik, Berlin, DDR und andere deutsche Gebiete, mit besseren Werten,
Gedenkblocks, ganzen Bogen und vielen Dubletten, untergebracht in total 16 Alben und
Einsteckbüchern, dazu ein paar FDC's und Ersttagblätter. 500 (€ 365 )
2167 1859/1990: Samlungsposten gest./ungest. Marken, dabei Altdeutschland, Dt. Reich,
Besetzung, Bund, Berlin, DDR, in sechs Alben und Mappe, auch bessere Marken. 600 (€ 440 )
2168 1945/49: Sammlung Alliierte Besetzung ungest., dabei Gemeinschaftsausgaben, Franz.
Zone mit Blockausgaben und div. Eckrandstücke mit kompl. Druckdatum, BI-Zone, SBZ
und Lokalausgaben mit Blockausgaben von Storkow und Finsterwalde, dazu eine kl.
Sammlung Saarland gest./ungest., in einem Schwaneberger-Album Mi = € 2'500. * 500 (€ 365 )
2169 1849/1945: Lot mit einigen Hundert Marken gest./ungest., dabei Baden, Bayern, Danzig,
Besetzungsausgaben 1. + 2. WK mit Generalgouvernent etc., gemischte Qualität, teils
stockfleckig, in einem Album. 600 (€ 440 )
2170 1900/2000: Posten einige tausend Marken gest./ungest., dabei Dt. Reich mit Infla,
Zusammendrucke teils in kompl. Bogen, Bund und Berlin mit Markenheftchen und
Kleinbogen, vieles doppelt oder mehrfach vorhanden, dazu drei Ganzsachenalben mit
interessanten Briefen, wie Barfrankaturen, Inflabriefe sowie zwei Zeppelinbelege der SA-
Fahrt 1930. 750 (€ 550 )
2171 1849/1945: Sammlung mit einigen hundert Marken gest./ungest. beginnend ab Alt-
Deutschland und Dt. Kolonien (vorab kl. Werte), Dt. Reich mit Iposta-, Nothilfe- und
Ostropa-Blocks und besseren Serien wie Wagner, Besetzungsausgaben 1. WK Danzig,
Memel oder Saargebiet sowie Besetzungsausgaben 2. WK mit Generalgouvernement, die
ungest. Marken meist mit sauberem Erstfalz, in drei Alben. 800 (€ 585 )
2172 1900/57: Restlot mit einigen hundert Marken gest./ungest., dabei auch bessere Werte und
Serien von Allenstein, Marienwerder, Schleswig, Danzig, Saargebiet und Saarland, in einem
Einsteckbuch. 900 (€ 655 )
2173 1849/1945: Sammlung mit einigen hundert Marken gest./ungest., dabei Baden, Bayern,
Sachsen, Dt. Reich, Dt. Kolonien, Besetzungsausgaben 1. WK etc., vorab in guter Erhaltung,
in einem Album. 1'200 (€ 875 )
2174 1900/80: Lot mit einigen Hundert Briefen, Karten und Ganzsachen gebr./ungebr., vorab Dt.
Reich und Bundesrepublik Deutschland, meist moderne Bedarfspost. 6 200 (€ 145 )
2175 1900/70: Lot mit ein paar Hundert Bedarfsbelegen, dabei Briefe, Karten und Ganzsachen,
vorab Dt. Reich mit Infla, Zonenausgaben, Bund und Berlin. 6(6) 240 (€ 175 )
2176 1914/45: Lot mit 95 Briefen, Karten, Ansichtskarten und Ganzsachen, dabei Zensurpost 1.
und 2. WK, Schiffspost, Danzig, Kriegsgefangenenpost etc. 6 240 (€ 175 )
2177 1880/1960: Lot einige Hundert Bedarfsbelege mit Briefen, Karten, Paketkarten und
Ganzsachen, dabei Dt. Reich mit Infla, Zonenausgaben, Bund und DDR. 6 340 (€ 250 )
2178 1880/1950: Lot 180 Briefe, Karten und Ganzsachen gebr./ungebr., dabei bessere Frankaturen
mit viel Infla, Bildpostkarten, Propaganda 2. WK, Zonenausgaben und Bundesrepublik,
dazu einige Briefvorderseiten und Briefstücke, in zwei Alben. 6(6) 600 (€ 440 )

Die Ausrufpreise in unserem Katalog sind in Schweizer Franken (CHF) angegeben; 1 CHF = ca. 0.73 EUR resp.
1 EUR = ca. 1.33 CHF - 100 CHF = ca. 73 EUR / 1’000 CHF = ca. 730 EUR (dies entspricht dem durchschnittlichen
Umrechnungskurs per Ende September 2010 - Angaben ohne Gewähr). Rechnungsstellung erfolgt ausschliesslich in CHF.
Die im Katalog angegebenen Ausrufpreis in Euro (EUR) haben nur informativen Charakter.
Für Ihre schriftlichen Gebote verwenden Sie bitte IMMER Schweizer Franken (CHF)!