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Tipps zur erfolgreichen

Hundeerziehung

Fachwissen Sie! Wertvolles gratis für Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung
Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Lieber Hundefreund, mit diesem kleinen Ratgeber möchten wir Ihnen aus dem

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Lieber Hundefreund,

mit diesem kleinen Ratgeber möchten wir Ihnen aus dem komplexen Thema Hundeer- ziehung vor allem Maßnahmen zur Aggressionsvorbeugung näher bringen. Angst vor Hunden ist heutzuta- ge leider weit verbreitet. Die Ursache dieser Angst liegt in dem aggressiven Verhalten ei- niger schlecht oder gar nicht

erzogener Hunde. Freundliche Hunde und deren Halter müssen nun unter dem schlechten Image leiden. Es liegt in Ihrer Hand, was Sie aus Ihrem Hund machen! Neh- men Sie sich Zeit, Ihren Hund zu erziehen, und helfen Sie so mit, allen Mitmenschen zu zei- gen, dass unsere Vierbeiner freundliche Gefährten sind.

gen, dass unsere Vierbeiner freundliche Gefährten sind. Ihr flexi Experten-Team "Die Größe und den morali-

Ihr flexi Experten-Team

"Die Größe und den morali- schen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt"

Mahatma Gandhi

Den Hund verstehen

Für ein harmonisches Zusam- menleben von Mensch und Hund ist Verständnis für das Wesen des Hundes sehr wichtig. Hunde "gehorchen" be- stimmten angeborenen Verhal- tensgesetzen, ihr Verhalten ist nicht nach unseren Werturtei- len einzuordnen. Oft werden in der Erziehung und Haltung unbewusst Fehler gemacht, die zu einem Fehl- verhalten des Hundes führen, das dann fälschlicherweise auf den Hund zurückgeführt wird. Dabei ist der Hund nur seinem natürlichen Instinkt gefolgt. Nicht er, sondern der Mensch hat einen Fehler begangen.

Der erste Schritt Hundeerziehung basiert vor allem auf der richtigen Kom- munikation zwischen Mensch und

Der erste Schritt

Hundeerziehung basiert vor allem auf der richtigen Kom- munikation zwischen Mensch und Hund. Dazu müssen Sie lernen, sich auf die “Denk- weise” Ihres Hundes und seine natürlichen Instinkte ein- zulassen.

Hundes und seine natürlichen Instinkte ein- zulassen. “Mein Hund hört nur, wenn er will” Weitere wichtige
Hundes und seine natürlichen Instinkte ein- zulassen. “Mein Hund hört nur, wenn er will” Weitere wichtige

“Mein Hund hört nur, wenn er will”

Weitere wichtige Vorausset- zung für eine verhaltensgerech- te Erziehung sind Kenntnisse über das Lernverhalten des Hundes. Sicherlich kennen Sie die Aussage vieler verzweifelter Hundehalter: "Mein Hund hört nur, wenn er will". Genau dies ist eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Erziehung: Es kommt darauf an, den Hund dazu zu bringen, dass er will. Lernen und Han- deln braucht Motivation. Diese zu erzeugen, ist die Hauptauf- gabe einer artgerechten, ge- waltfreien Hundeerziehung.

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Grundlagen der Hundeerziehung Kommandos geben Wenn wir erwarten, dass unser Hund

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Grundlagen der Hundeerziehung

Kommandos geben

Wenn wir erwarten, dass unser Hund Kommandos ausführen soll, dann müssen wir uns ihm auch hundgerecht mitteilen. Von langen Sätzen oder gar Fragen wie z.B. “Habe ich dir nicht gesagt, du sollst stehen bleiben?” sollten Sie absehen. Geben Sie Ihrem Hund die reelle Chance, Ihr Kommando zu verstehen, indem Sie nur ein Wort für immer die gleiche Sache verwenden. Wollen Sie Ihren Komman- dos besonderen Nachdruck

Kommandos lernen Beim Erlernen der Komman- dos sollten Sie Ihren Hund erst dazu bringen, den

Kommandos lernen

Beim Erlernen der Komman- dos sollten Sie Ihren Hund erst dazu bringen, den Zusammen- hang zwischen Handzeichen, seinem Verhalten und der Be- lohnung zu begreifen. Wenn er dies verstanden hat, können Sie das Sprachkommando an- wenden.

verleihen, nützt es nichts, laut zu schreien. Hunde hören sehr gut und empfinden lautes Schreien als unangenehm oder gar als Strafe. Da wir unseren Hund aber nicht im Vorwege bestrafen wollen, sollten wir die Kommandos leise, freund- lich aber bestimmt und in einem Wort geben. Verbinden Sie die Kommandos mit einem Handzeichen, z. B. dem erho- benen Zeigefinger beim Kom- mando “Sitz”. Gewöhnen Sie sich von An- fang an daran, alle Hörzeichen nur ein einziges Mal auszu- sprechen. Ignoriert sie der Hund, müssen Sie sofort rea- gieren, in der Sekunde, in der Sie den Mund wieder zuge- macht haben. Keinesfalls darf Ihr Hund lernen, dass Sie alles dreimal sagen, bevor es durch- gesetzt wird. Andernfalls wür- den Sie ihm das Gefühl geben, dass Sie die Kommandos nicht ernst meinen und dementspre-

chend würde er sich auch ver- halten. Hunde haben sehr sen- sible Antennen für die Stim- mung des Menschen. Selbstverständlich darf das Lob nicht ausbleiben, wenn der Hund etwas richtig ausgeführt hat. So wird Ihr Hund bald in Ihnen den geliebten Rudelfüh- rer entdecken, dem er bereit- willig und gern gehorcht.

Die wichtigsten Kommandos üben

Sitz! Ihr Hund soll sich setzen und sitzenbleiben, bis Sie es durch ein neues Kommando aufheben. Halten Sie bei den ersten Übungen mit erhobenen Zeigefinger ein Leckerli direkt über die Nase des Hundes und führen es langsam über seinen Kopf hinweg. Um es weiterhin sehen zu können, wird der Hund sich hinsetzen. Wenn er den Zusammenhang zwischen dem erhobenen Zeigefinger und seiner Aktion begriffen hat, erfolgt die Verknüpfung mit

seiner Aktion begriffen hat, erfolgt die Verknüpfung mit Früh übt sich Mit der Erziehung eines Hun-
Früh übt sich Mit der Erziehung eines Hun- des kann schon ab der 3. Le-

Früh übt sich

Mit der Erziehung eines Hun- des kann schon ab der 3. Le- benswoche begonnen werden. Wenn ein Welpe oder ein Tier- heimhund bei Ihnen einzieht, sollten Sie nach 2 bis 3 Tagen in der neuen Umgebung mit dem Training beginnen.

Siiitz!
Siiitz!

dem Sprachkommando. Spre- chen Sie es im freundlichen Ton und langgezogen aus.

Platz! “Platz” bedeutet hinle- gen und liegen bleiben bis Sie ein weiteres Kommando geben. Zum Üben dieses Be- fehls beginnen Sie aus dem “Sitz!”, verstecken Sie ein Leckerli in der flachen Hand

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Platz! Lauf! Dieser Befehl hebt Ihre Kommandos “Sitz” oder “Platz”

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Platz!
Platz!

Lauf! Dieser Befehl hebt Ihre Kommandos “Sitz” oder “Platz” wieder auf.

Komm! (oder “Hier!”) Das Kommen auf Zuruf ist die Vor- aussetzung, um Ihren Hund auch ohne Leine laufen zu las-

Kommen muss immer positiv sein Niemals dürfen Sie mit Ihrem Hund schimpfen, wenn er zu

Kommen muss immer positiv sein

Niemals dürfen Sie mit Ihrem Hund schimpfen, wenn er zu Ihnen kommt, egal was er vor- her angestellt hat. Achten Sie auch darauf, dass Sie ihn nicht immer nach dem Kommando “Komm” an die Leine neh- men. Dadurch lernt Ihr Hund, dass der Spaß vorbei ist, so- bald Ihr Rufen ertönt.

und führen diese Hand vor der Nase des Hundes langsam zu Boden. Legt der Hund sich hin, bekommt er das Leckerli und wird natürlich überschweng- lich gelobt. Die flach ausge- streckte Hand mit leichter Bewegung von oben nach unten ist das Sichtzeichen für diese Übung.

Bleib! Der Hund soll genau da bleiben, wo Sie es von ihm ver- langen. Das Sichtzeichen ist die flache, dem Hund ent- gegengehaltene Hand. Üben Sie dies im Anschluss an ein erfolgreiches “Sitz!” oder “Platz!”. Die Belohnung erfolgt erst, nachdem Sie das Kom- mando z.B. mit “Komm” aufge- löst haben.

Bleib!
Bleib!
sen. Locken Sie den Hund die ersten Male mit einem Lecker- bissen und freundlichem Rufen

sen. Locken Sie den Hund die ersten Male mit einem Lecker- bissen und freundlichem Rufen zu sich heran. Funktioniert dies nicht, bewegen Sie sich von Ihrem Hund weg und rufen sei- nen Namen und das Komman- do. Wenn er kommt, halten Sie ihn kurz am Halsband fest und loben ausgiebig. Das zugehöri- ge Sichtzeichen sind die ausge- breiteten Arme.

Gelerntes festigen Hunde begreifen einfache Übungen sehr schnell, was aber nicht bedeutet, dass sie diese

Gelerntes festigen

Hunde begreifen einfache Übungen sehr schnell, was aber nicht bedeutet, dass sie diese Kommandos auch prompt in jeder Situation aus- führen. Hier hilft nur eines:

Üben und nochmals üben. Optimal sind drei mal täglich 10 Minuten. Beenden Sie die Übungsphasen möglichst mit einer Übung, die Ihr Hund schon sicher beherrscht.

Fuß! Bei Fuß gehen heißt, nah an der Seite des Menschen und in seinem Tempo zu gehen. Üben Sie mit längerer Leine an der linken Seite. Immer wenn der Hund vorausläuft, bleiben Sie stehen. Wenn Ihr Hund merkt, dass es nicht weiter- geht, wird er zu Ihnen zu- rückkehren. In diesem Moment müssen Sie sekundengenau loben. Dann geht es weiter, bis Ihr Hund wieder vorausläuft. Bald wird der Hund begreifen, dass er

an Ihrer Seite am schnellsten voran kommt. Geben Sie dann erst das dazugehörige Koman- do “Fuß!” mit Handzeichen (mit der flachen Hand an den Oberschenkel klopfen).

(mit der flachen Hand an den Oberschenkel klopfen). Aus! Bei diesem Kom- mando soll Ihr Hund

Aus! Bei diesem Kom- mando soll Ihr Hund einen Gegenstand, den er in der Schnauze trägt, hergeben. Fassen Sie den Gegenstand an – die meis- ten Hunde lassen dann los – und loben Sie ihn dabei.

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Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Erwünschtes Verhalten belohnen Hunde lernen schneller und leichter durch

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Erwünschtes Verhalten belohnen

Hunde lernen schneller und leichter durch Belohnung als durch Strafe. Gelobt wird immer direkt im Anschluss an eine erfolg- reich absolvierte Übung. Also sofort, wenn der Hund nach dem von Ihnen geforderten “Sitz” den Boden berührt. Ein Lob, dass erst einige Sekunden später erfolgt, wird von dem Hund nicht mehr mit der Übung in Verbindung gebracht. Auch beim Loben ist es wichtig, die Stimme entspre- chend einzusetzen. Loben Sie immer mit hoher, motivieren- der Stimme. Seien Sie ruhig euphorisch. Ihrem Hund muss eindeutig vermittelt werden, dass seine Leistung etwas ganz Phantastisches war.

Zurechtweisung bei unerwünschtem Verhalten

Eine Hündin verwendet bei der Erziehung ihrer Welpen keine Bestrafung im eigentlichen Sinne, sondern sie weist ihre Jungen zurecht. Würden Sie Ihrem Hund abends das Futter verwehren, weil er mittags gebettelt hat, wäre das eine sinnlose Bestra- fung, denn er würde daraus nichts lernen. Die Zurechtweisung sollte immer eine unangenehme Überraschung für den Hund sein und sofort erfolgen, wenn er das Fehlverhalten zeigt.

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Die Schnelligkeit Ihrer Re- aktion ist entscheidend, denn es ist wichtig, dass die “Strafe” mit dem Fehlverhalten und nur mit diesem in Zusammenhang gebracht wird. Verzögerte Erziehungsmaßnahmen sind unnütz und sogar schädlich. Eine verbale Zurechtwei- sung sollte fast immer ausrei- chend sein. Ihre Stimme sollte einen tiefen, bestimmten Ton annehmen. Kurze Kommandos reichen: “Nein!”, wenn Sie Ihren Hund im Vorwege an einer Missetat hindern wollen, “Pfui!”, wenn Sie ihn bei einem Fehlverhalten ertappen. Eine weitere sehr gute Me- thode der Zurechtweisung ist auch das kurzfristige Ignorie- ren des Hundes. Verschränken Sie die Arme und schauen Sie demonstrativ in eine andere Richtung, so verstärken Sie das Ignorieren. In seltenen Fällen kann eine handgreifliche Zurechtweisung nötig werden: Fassen Sie Ihrem Hund mit leichtem Druck von

nötig werden: Fassen Sie Ihrem Hund mit leichtem Druck von Der zurechtwei- sende Biss über die

Der zurechtwei- sende Biss über die Schnauze.

Druck von Der zurechtwei- sende Biss über die Schnauze. oben über die Schnauze oder drehen Sie

oben über die Schnauze oder drehen Sie ihn auf den Rücken (auf S. 17 beschrieben). Suchen Sie dabei direkten Augenkon- takt mit Ihrem Hund. Nach einer Zurechtweisung benötigt der Hund eine Ruhe- phase, in der er sein Gleichge- wicht wieder herstellen kann. Der Hundehalter sollte sich in dieser Zeit dem Hund gegenü- ber passiv verhal- ten. Anschließend ist eine “Versöh- nung” sehr wich- tig für das Sozial- verhalten.

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Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Die wichtigsten Erziehungs- maßnahmen auf einen Blick Belohnen Sie Ihren Hund

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Die wichtigsten Erziehungs- maßnahmen auf einen Blick Belohnen Sie Ihren Hund möglichst immer, wenn er

Die wichtigsten Erziehungs- maßnahmen auf einen Blick

Belohnen Sie Ihren Hund möglichst immer, wenn er folgsam war, etwa mit einem Leckerli, Streicheleinheiten und Lob.

war , etwa mit einem Leckerli, Streicheleinheiten und Lob . Wenn Ihr Hund etwas Verbotenes im

Wenn Ihr Hund etwas Verbotenes im Sinn hat, lenken Sie ihn mit einem Geräusch ab.

“Bestrafen” Sie den Hund nur in dem Augenblick , in dem er ein Fehlverhalten zeigt. Später hat er den nur in dem Augenblick, in dem er ein Fehlverhalten zeigt. Später hat er den Bezug zu seiner "Tat" verloren und wird mit Unverständnis reagieren.

Die Zurechtweisung soll eine unangenehme Überraschung für den Hund sein, sollte ihn jedoch nicht ängstigen.

für den Hund sein, sollte ihn jedoch nicht ängstigen . Ignorieren und Abweisen sind bei Fehlverhalten
für den Hund sein, sollte ihn jedoch nicht ängstigen . Ignorieren und Abweisen sind bei Fehlverhalten

Ignorieren und Abweisen sind bei Fehlverhalten sehr erfolg- reiche Korrekturmethoden.

bei Fehlverhalten sehr erfolg- reiche Korrekturmethoden. Setzen Sie den Hund nach einer Zurechtweisung möglichst

Setzen Sie den Hund nach einer Zurechtweisung möglichst wieder der Ursprungssituation aus und belohnen Sie ihn sofort, wenn er sich diesmal korrekt verhält.

Schreien Sie Ihren Hund nie hysterisch an , wenn er ein Kom- mando nicht befolgt,

Schreien Sie Ihren Hund nie hysterisch an, wenn er ein Kom- mando nicht befolgt, sondern vermitteln Sie ihm sein Fehlverhal- ten mit ruhiger, möglichst tiefer, konsequenter Stimme.

Schlagen Sie den Hund nicht! Solche Methoden machen das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Hund zunichte.

zwischen Ihnen und Ihrem Hund zunichte. Entziehen Sie Ihrem Hund zur Bestrafung niemals sein Futter

Entziehen Sie Ihrem Hund zur Bestrafung niemals sein Futter oder Wasser.

zwischen Ihnen und Ihrem Hund zunichte. Entziehen Sie Ihrem Hund zur Bestrafung niemals sein Futter oder

Schritt für Schritt zum lieben Hund Beißhemmung entwickeln Die Entwicklung der “natür- lichen Beißhemmung” ist

Schritt für Schritt zum lieben Hund

Beißhemmung

entwickeln

Die Entwicklung der “natür- lichen Beißhemmung” ist ein Lernprozess, der in den ersten Lebenswochen und -monaten von Wolfs- oder Hundewelpen stattfindet. Ein Welpe verhält sich in der Familie nicht anders als unter seinesgleichen: er knabbert mit sichtlichem Wohl- behagen an unseren Fingern. Und wenn wir schießlich die Flucht ergreifen, fühlt er sich aufgefordert, mit uns Fangen zu

Tipp
Tipp

Während der 8. bis 24. Le- benswoche, der sog. Prä- gungsphase, lernt Ihr Welpe leicht und anhaltend. Sinnvoll ist während dieser Zeit der Besuch einer gemischten Welpenspielgruppe. Ihr Hund lernt dort im spielerischen Umgang mit Artgenossen seine Grenzen kennen.

spielerischen Umgang mit Artgenossen seine Grenzen kennen. spielen und sich dabei als nächstes unsere Hacken vorzu-

spielen und sich dabei als nächstes unsere Hacken vorzu- nehmen. Zeigen Sie Ihrem kleinen Hund durch ein lautes, schrilles “Quieken”, dass er sein Spiel übertreibt. Damit lernt er, wann sein Biss uns weh tut.

Rangfolge festsetzen

Im Rudel gelten bestimmte Vorrechte als “Statussymbole”. Das Leittier darf Dinge tun, die alle anderen nicht tun dürfen, und weil es dies darf, ist es wiederum das Leittier. Ein Bei- spiel: Nach den Regeln des Rudels frisst der Rudelführer zuerst, er gibt den anderen erwachsenen Tieren nur dann etwas ab, wenn er selbst satt ist.

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Nach Hunde-Logik ist demzu- folge jemand, der zuerst essen darf, ein

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Nach Hunde-Logik ist demzu- folge jemand, der zuerst essen darf, ein ranghöheres Rudel- mitglied oder gar das Leittier, was aber in der Konsequenz wiederum heißt, dass ihm alle übrigen Vorrechte des Rudel- führers ebenfalls zustehen. Dieser Betrachtungsweise kann man eine gewisse Folgerichtig- keit nicht absprechen. Der Hund folgert seiner Logik gemäß: Man frisst zuerst oder wird zuerst gefüttert, man muss niemals sein Futter wie- der abgeben (denn die Men- schen machen einen Bogen um den Napf und lassen einen damit gewähren), also müsste man demnach ja eigentlich der Rudelführer sein.

Klare Verhältnisse schaffen Ein Hund muss lernen, dass Sie das „Alphatier" sind. Je- doch wird

Klare Verhältnisse schaffen

Ein Hund muss lernen, dass Sie das „Alphatier" sind. Je- doch wird er Sie nur achten, wenn er Vertrauen zu Ihnen hat. Und das müssen Sie sich erst verdienen.

Rangordnung

durchsetzen

Die Etablierung der richtigen Futterrangordnung ist ein ganz wichtiger Punkt in der aggressi- vitätsvorbeugenden Hundeer- ziehung. Wir müssen den Welpen daran gewöhnen, dass er stets nach den Familienmahlzeiten gefüttert wird, dass er niemals etwas vom Tisch abbekommt und dass er sein Futter und auch seinen Kauknochen jeder- zeit jedem Familienmitglied wieder hergeben muss. Außerdem sollten Sie bei Hunden die zu dominantem Ver-

halten neigen, beim Betreten der Wohnung und Begrüßung der Familienmitglieder eine Reihen- folge einhalten.

halten neigen, beim Betreten der Wohnung und Begrüßung der Familienmitglieder eine Reihen- folge einhalten. Rudelführer und andere Familienmitglieder gehen immer zuerst durch die Tür. Der Hund sollte vor der Tür warten, bis alle drinnen sind. Sie können dies gut mit dem Pfotenabputzen verbinden. Wenn ein Mitglied der Fami- lie nach Hause kommt, werden zuerst die anderen Familienmit- glieder begrüßt und dann der Hund.

anderen Familienmit- glieder begrüßt und dann der Hund. Eigentums- verhältnisse klären Ein Hundebesitzer, den sein

Eigentums-

verhältnisse klären

und dann der Hund. Eigentums- verhältnisse klären Ein Hundebesitzer, den sein Hund knurrend vom Sofa weist,

Ein Hundebesitzer, den sein Hund knurrend vom Sofa weist, sollte sich Gedanken über eventuelle Missverständ- nisse zwischen ihm und sei- nem Vierbeiner machen. Im Rudel sucht sich der Rudelführer die angenehmsten Plätze aus. Wird dem Tier also dieses Vorrecht zugestanden, muss er annehmen, dass er das Leittier sei. Es macht also Sinn, den Hund beizeiten daran zu ge- wöhnen, dass seine Menschen

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung stets zu allen Dingen den Vor- tritt haben . Ähnliches gilt

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

stets zu allen Dingen den Vor- tritt haben. Ähnliches gilt auch für das Hundespielzeug und andere Dinge. Der Hund sollte kein Eigentum besitzen, welches er der Familie gegenüber verteidi- gen dürfte. Kinder sollten niemals “Zerrspiele” mit dem Hund spielen. Auch hierbei geht es um die Rangfolge. Wenn das Kind in den Augen des Hundes das Spiel verliert, kann es beim nächsten Mal dazu kommen, dass er das Kind zwickt oder beißt. Nach Möglichkeit sollten Sie die Spielsachen des Hundes nach dem Spiel – sozusagen als Sieger – einbehalten.

Gemeinsame Aktivitäten begin- nen und beenden

Die ranghöheren Tiere bestim- men im Hunderudel wann ge- meinsame Aktivitäten wie Spie- len, Schmusen oder Jagen ange- fangen und beendet werden. Wir sollten also von Anfang an Wert darauf legen, dass wir in unserer Rolle als Anführer von diesem Recht Gebrauch machen. Hilfreich ist dabei, seinen Hund von klein auf an ein Fellpflegeritual zu gewöh- nen. Sie ersparen sich dadurch später nicht nur viel Aufregung und Stress, wenn Sie Ihrem Hund jederzeit problemlos die Ohren reinigen, nach den Zäh- nen schauen oder ihn baden können. Für den Hund hat das Ganze Symbolcharakter. Dass Sie ihn anfassen, wann und wo Sie wollen, vermittelt dem Hund ganz klar, wer der Boss ist. Bei der täglichen

Körperpflege sollte selbstver- ständlich jede willige und freu- dige Reaktion des Hundes aus- giebig belohnt werden. Wichtig ist nur, dass genau das passiert, was Sie wollen und dass schonungslos zu Ende gebürstet wird.

Imponier- und Drohverhalten erkennen

Selbst wenn Ihr Hund zu domi- nantem Verhalten neigt, wird er nicht aus heiterem Himmel über Sie herfallen, wenn er die Position des Rudelführers anvi- siert. Er wird versuchen, sich – wie es im Rudel auch zu beobachten ist – Schritt für Schritt vorzutasten. Nur wenn Sie die Imponier- gesten Ihres Hundes erkennen, können Sie ihm die richtigen Antworten geben und so un- erwünschtem Verhalten ent- gegenwirken. Eine Geste des Dominanz-

Verhalten ent- gegenwirken. Eine Geste des Dominanz- werden. Anknurren darf nicht geduldet verhaltens ist z. B.
werden.
werden.

Anknurren darf

nicht geduldet

verhaltens ist z. B. das oft fehl- gedeutete “Aufreiten”. Dabei umklammern Hunde das Bein einer Person, die sie “austes- ten” wollen und deuten in der Bewegung den Deckakt an. Diese Verhaltensweise hat nichts mit fehlgeleitetem Paa- rungsverhalten zu tun und wird nicht nur bei Rüden beobach- tet. Vielmehr zeigt sie das Do- minanzgefühl des Hundes an und darf nicht toleriert wer- den. Für gewöhnlich fangen Hunde mit solchen Frechheiten bei schwächeren Familienmit- gliedern, etwa den Kindern an. Sie sollten in solchen Situatio- nen umgehend “Pfui!” rufen und wenn Ihr Hund das Kom- mando “Platz!” schon be-

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung herrscht, dieses verwenden. Wenn er darauf nicht reagiert, drehen Sie Ihren

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

herrscht, dieses verwenden. Wenn er darauf nicht reagiert, drehen Sie Ihren Hund auf den Rücken oder “bestrafen” ihn mit einer sofortigen Trennung indem Sie ihn in ein anderes Zimmer bringen. Anderenfalls käme eine bestimmte Abfolge von weiteren Provokationen wie z.B. Anknurren, Zähnezei- gen, Zwicken oder gar Beißen auf die Kinder zu. Es ist also wichtig, dass Sie bei den ersten Anzeichen eines Imponierver- haltens eingreifen, und Ihrem Hund klar machen, dass er alle Familienmitglieder respektie- ren muss. Falls trotzdem weitere Pro- vokationen von Seiten des Hundes auftreten oder bereits vorliegen (Tierheimhund), sollte ein professioneller Hundetrai- ner zu Rate gezogen werden. Dieses Vorgehen ist zweifel- los auch im Interesse Ihres Hundes, denn wird er zu einer Gefährdung für Kinder, sind seine Tage als Familienhund sicher gezählt.

So halten Sie die Rangfolge ein Ihr Hund bekommt sein Futter erst, nachdem die Fami-

So halten Sie die Rangfolge ein

Ihr Hund bekommt sein Futter erst, nachdem die Fami- lie gegessen hat. Auf keinen Fall bekommt er etwas vom Tisch.

Der Hund geht als letzter durch die Haustür.

vom Tisch. Der Hund geht als letzter durch die Haustür. Ihr Hund sollte keine eige- nen

Ihr Hund sollte keine eige- nen Spielsachen besitzen – das Hundespielzeug gehört Ihnen. keine eige- nen Spielsachen besitzen – das Hundespielzeug gehört Ihnen.

Sie bestimmen, wann ge- meinsame Aktivitäten ange- fangen und beendet werden.

ge- meinsame Aktivitäten ange- fangen und beendet werden. Greifen Sie sofort ein, wenn Ihr Hund Dominanzver-
ge- meinsame Aktivitäten ange- fangen und beendet werden. Greifen Sie sofort ein, wenn Ihr Hund Dominanzver-

Greifen Sie sofort ein, wenn Ihr Hund Dominanzver- halten wie z. B. Aufreiten oder Anknurren zeigt.

Bekräftigen Sie ab und zu Ihre Position als “Rudel- führer” durch Übungen zur Verstärkung des Rangs.

zeigt. Bekräftigen Sie ab und zu Ihre Position als “Rudel- führer” durch Übungen zur Verstärkung des

Übungen zur Ver- stärkung des Rangs

Mit diesen Übungen können Sie Ihre Position als Rudelfüh- rer stärken und im Bedarfsfall Imponierverhalten des Hundes beantworten. Fangen Sie früh an, diese Übungen mit Ihrem Welpen “im Spiel” zu üben.

an, diese Übungen mit Ihrem Welpen “im Spiel” zu üben. Der Schnauzengriff: Das Um- fassen der

Der Schnauzengriff: Das Um- fassen der Hundeschnauze von oben mit der flachen Hand kann mehrmals am Tag, sozu- sagen im Vorbeigehen, ausge- übt werden. Es ahmt den liebe- voll zurechtweisenden vorsich- tigen Biss höher gestellter Ru- delmitglieder über den Nasen- rücken der Untergebenen nach

delmitglieder über den Nasen- rücken der Untergebenen nach und ist für Mensch und Tier eine angenehme

und ist für Mensch und Tier eine angenehme Art, etwas für die Klarheit der Rangordnungs- verhältnisse zu tun.

für die Klarheit der Rangordnungs- verhältnisse zu tun. Auf den Rücken legen: Wenn Ihr Hund seinen

Auf den Rücken legen: Wenn Ihr Hund seinen Rang anzwei- felt, bringen Sie Ihn aktiv dazu, sich auf den Rücken zu legen! Achten Sie darauf, dass Ihr Hund solange liegen bleibt, wie Sie es möchten. Drehen Sie ihn notfalls wieder in die Rückenstellung zurück. Wehr- los auf dem Rücken zu liegen und den verletzlichen Bauch zu präsentieren, ist eine Geste großen Vertrauens seitens Ihres Hundes.

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung Der Spaziergang mit der flexi-Leine Auch wenn Ihr Hund gut erzo-

Tipps zur erfolgreichen Hundeerziehung

Der Spaziergang mit der flexi-Leine

Auch wenn Ihr Hund gut erzo- gen ist und Kommandos be- folgt, gibt es nur wenige Gebie- te, in denen er frei laufen darf. Wann immer Ihr Hund ange- leint werden muss, empfehlen wir die Verwendung einer flexi- Roll-Leine. flexi-Leinen bieten Ihrem Hund ein Höchstmaß an Bewe- gungsfreiheit, denn sie rollen bis zu einer Länge von 8 Me- tern aus – und automatisch wieder ein. Sie haben Ihren Hund dank des patentierten flexi-Brems- systems immer unter Kontrolle und bei Bedarf ganz schnell an der “kurzen Leine”.

Impressum Herausgeber: flexi – Bogdahn International GmbH & Co KG Carl-Benz-Weg 13 D-22941 Bargteheide
Impressum
Herausgeber:
flexi – Bogdahn International
GmbH & Co KG
Carl-Benz-Weg 13
D-22941 Bargteheide

E-Mail: info@flexi.de

Internet: www.flexi.de

Titelfoto: P. Gehlhar/Juniors Bildarchiv Illustrationen: Corinna Schwerdtfeger

Bargteheide, 2004

Wir bedanken uns für die redaktionelle Zusammenarbeit bei:

Melanie Lischka, Dipl. Biologin und Begleithundeausbilderin

Dr. Mathias Reese, Tierarzt

Zusammenarbeit bei: Melanie Lischka, Dipl. Biologin und Begleithundeausbilderin Dr. Mathias Reese, Tierarzt 18

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Inhalt

Inhalt Vorwort 2 Den Hund verstehen 3 “Mein Hund hört nur, wenn er will” 3 Grundlagen

Vorwort

2

Den Hund verstehen

3

“Mein Hund hört nur, wenn er will”

3

Grundlagen der Hundeerziehung Kommandos geben

4

Die wichtigsten Kommandos üben

5

Erwünschtes Verhalten belohnen

8

Zurechtweisung bei unerwünschtem Verhalten

8

Die wichtigsten Erziehungsmaßnahmen auf einen Blick

10

Schritt für Schritt zum lieben Hund Beißhemmung entwickeln

11

Rangfolge festsetzen

11

Rangordnung durchsetzen

12

Eigentumsverhältnisse klären

13

Gemeinsame Aktivitäten beginnen und beenden

14

Imponier- und Drohverhalten erkennen

15

So halten Sie die Rangfolge ein

16

Übungen zur Verstärkung des Rangs

17

Der Spaziergang mit der flexi-Leine

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Impressum

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Experten

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