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2018

„Energie sparen, erneuerbare Energie, Einführung


in den Energielehrplan und Klimafrühstück“

Energie
paren

Richard Baumgartner
Wolfgang Suttor
10. Februar 2019
Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal

Inhaltsverzeichnis

1. Energiebedarf Schule Seite 2

2. Energiebedarf Hallenbad mit Turnhalle Seite 3

3. Einstieg in den Lehrplan zum Energieunterricht der 3. Klassen Seite 4

4. Neue Energieexperten ausgebildet Seite 5

5. Der Bau von Modellen wurde fortgesetzt Seite 6

6. Klimafrühstück mit ökologischem Fußabdruck Seite 7

7. Zusammenfassung Seite 9

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
1. Energiebedarf Schule

1.1 Jahresstromverbrauch Schulgebäude


Mit einem Jahresstromverbrauch von 41.305 kWh im Bereich des Schulgebäudes liegt der Bedarf im
Vergleich zum Referenzjahr 2007 mit 64.900 kWh um 23.595 kWh niederer. Bedeutet jedoch eine
Erhöhung um 2.193 kWh bzw. 5,6 % gegenüber 2015. Die Gesamtstromeinsparungen im Bereich
des Schulgebäudes summieren sich über die Projektlaufzeit auf 228.565 kWh. Das entspricht dem
Jahresverbrauch von rund 76 Durchschnittshaushalten. In Euro bedeutet das eine
Kosteneinsparung von rund 47.000 €. Die Umwelt wurde mit rund 130 Tonnen CO2 weniger
belastet. Mit zu beachten ist, dass seit Sept. 2016 im Westtrakt des Erdgeschosses zusätzlich zwei
Gruppen des gemeindlichen Kindergartens die Räum nutzen. Eine Vergleichbarkeit zur
Ausgangsituation ist daher nur begrenzt möglich, da für diese Räume keine separate Messung
vorhanden ist.

1.2 Jahres Heizungsbedarf Schule


Der reale Heizungsbedarf war im Jahr 2018 um 24.110 kWh geringer als 2017. Unter Berücksichti-
gung der Klimabereinigung war der Verbrauch um knapp 12.000 kWh niederer das entspricht 4,5 %.

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
2. Energiebedarf Hallenbad mit Turnhalle
2.1 Jahresstromverbrauch Hallenbad mit Turnhalle

Der Stromverbrauch im Hallenbad ist gegenüber dem Jahr 2017 um 338 kWh (0,4%) niederer.
Die Ursache des deutlich höheren Verbrauches von 2015 mit 99.360 kWh konnte dank der
laufenden Aufzeichnungen der Verbrauchsdaten im Mai 2016 durch den Hausmeister abgestellt
werden.

2.2 Jahresheizungsbedarf Hallenbad und Turnhalle

Der reale Heizenergiebedarf lag 2018 um 21.310 kWh unter dem Verbrauch von 2017. Klimaberei-
nigt ist jedoch nur eine minimale Veränderung von 1000 kWh festzustellen.
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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
3. Einstieg in den Lehrplan zum Energieunterricht der 3. Klassen
Als Einstieg zu den Themen „Energie“ hatten die beiden Klassenlehrerinnen der 3. Klassen einen
allgemeinen Überblick gewählt. Dazu hatten sie die Herren Baumgartner und Suttor gebeten für
jede Klasse jeweils eine Doppelstunde zu gestalten. Mit den Schülern waren gemeinsam Antworten
zu folgenden Fragen erarbeitet worden:

„Wo brauchen wir Energie?“


 Zuhause
 Im Straßenverkehr
 Für die Industrie
 Für den Handel, das Gewerbe,
 in der Landwirtschaft,
 in der Schule,
 als Lebensmittel…

„Welche Arten von Energie kennst du?“


 Wärme
 Licht
 Kraft/Bewegung

„Mit was kann Strom erzeugt werden?“


 Wasserkraft
 Sonne
 Wind
 Atomkraft
 Biogas
 Kohle
 Öl
 Erdgas

„Warum sollen wir Energiesparen“


 Die Umwelt schonen
 Kohle, Öl, Erdgas sind nicht unbegrenzt verfügbar
 Man spart Geld

Damit die Schüler auch ein Gespür für Energiebedarf und Energiekosten sammeln konnten, wurde
an praktischen Beispielen gezeigt wieviel Energie verbraucht wird. Am Beispiel Eier kochen sollten
die Schüler die Energiekosten schätzen und beurteilen ob die Zubereitung mit dem Kochtopf oder
dem Eierkochern günstiger ist.
Überrascht waren die Schüler auch über den Jahresverbrauch und die Kosten bei einem älteren
Fernsehgerät.
Dass der menschliche Körper etwa so viel Energie wie eine 100 Watt Glühlampe erzeugt bzw.
abgibt, verblüfte ebenso.
Im eigenen Zimmer den Computer runter fahren, die Radioanlage und die Spielkonsole ausschalten,
kann den Eltern bis zu 100 € an Stromkosten sparen.
Durch ein ständig gekipptes Fenster verpufft in der kalten Jahreszeit unnötig Energie.
Abschließend wurde noch die Energieecke besucht und die Modelle erläutert.

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
4. Neue Energieexperten ausgebildet
Bei der Ausbildung der
Energieexperten am 9. November war
wesentliches Ziel, Energiesparen an der
Schule weiterhin nachhaltig zu leben
und bei Veränderungen in den Klassen
die Schüler auch entsprechend zu
qualifizieren. Dabei wurden auch die
Zweitklässler mit geschult. In zwei
Gruppen: Grund- und Mittelschüler
ging es in je zwei Unterrichtsstunden
darum, die Kinder grundsätzlich vom
Sinn des Energiesparens zu überzeugen
und die Punkte der bestehenden
Checklisten verständlich zu machen.

Ergänzung um das schulische


Umfeld:
Erweitert wurden die Regeln im
Bereich des Schulgebäudes, der
Turnhalle und des Hallenbades.

Verpflichtung:
Die Experten verpflichteten sich, die Regeln zu beachten
und täglich durch Unterschrift die Ausführung der
Aufgaben zu bestätigen.

Ernennungsurkunde:
Allen Energieexperten wurde vor ihren
Klassenkameraden eine Urkunde überreicht, die von der
Schulleiterin und der Projektbegleitung unterzeichnet
war.

Vermerk im Zeugnis:
Mit einem Eintrag im Zeugnis erhalten die Schüler einen
Hinweis über ihr Engagement zum umweltbewussten
Verhalten.

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
5. Der Bau von neuen Modellen wurde fortgeführt.
Die im Herbst 2017 begonnenen Modelle einer Magnetschwebebahn, eines Photovoltaikmotors und
eines Stirlingmotor wurden fertiggestellt. Dabei wurden Schüler und Betreuer kräftig gefordert, denn
nicht immer klappte alles problemlos.

Der Bau einer Magnetschwebebahn war ganz schön anstrengend. Diese Technik verzeiht keine Fehler. Alles muss passen
und genau justiert sein. Der erfolgreiche Probelauf war für alle der Lohn.

Ein schwebender Lichtmotor! Wo gib`s den sowas? Dazu musste aus dem Internet zunächst
die Bauanleitung ausführlich studiert werden. Dann ging es an die einzelnen Arbeitsschritte.
Dass sich hinter den Photovoltaikelementen der Rotor eines Elektromotors versteckt kann
man sich kaum vorstellen. Bei hellem Sonnenschein wurde das Gebilde im Schulhof zum
rotierenden Elektromotor.

Heißes Wasser in der Kaffeetasse


und Eiswürfel auf der Zylinder-
oberfläche – er dreht sich!
Das Funktionsprinzip des Stirling-
motors – einfach und doch geheim-
nisvoll ??!!

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
6. Ein Klimafrühstück wurde zubereitet
Auf Vorschlag von Rektorin Brigitte Vogel hat sich die 8. Klasse mit der Zubereitung eines
Klimafrühstücks befasst. Frau Winter als zuständige Fachlehrerin erarbeitet im Rahmen einer mit

den Schülern Grundlegendes zum Klima und Umweltfrühstück und dem CO2 – Fußabdruck.

Daten und Fakten von Emissionswerten – bezogen auf Erzeugung, Transport und Zubereitung
lieferte der „Pendos CO2 – Zähler“, die Wolfgang
Suttor von den begleitenden Senioren vorgestellt
hatte. Dabei zeigte er eine Zuordnung der CO2 –
Verursachung in Deutschland auf. So liegt die
Gesamtemission an CO2 jedes Bundesbürgers
zwischen zehn und zwölf Tonnen pro Jahr. Das
bedeutet rund 30 Kilogramm je Tag. Davon macht
die Ernährung 15% aus, nahezu so viel wie Heizen.
Der Klimaschutz ist ein wesentlicher Bestandteil
der „Nachhaltigkeit“. Die Nachhaltigkeit ist ein
„Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden
darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren
und künftig wieder bereitgestellt werden kann.“
(Duden).
Sie ging auch indirekt in das Grundgesetz Art 20a ein: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für
die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der
verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht
durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“
Auf das Klimafrühstück bezogen bedeutet nachhaltig:
 Geringere CO2-Abgaben
o Weniger Fleisch vor allem Rind,
o weniger Milchprodukte, dafür mehr pflanzliche Produkte;
o mehr Bioprodukte.

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal
Diese Aussagen hat Herr Suttor in Form von Wertetabellen den Schülern anschaulich gemacht.
Die Aufgabe der Schüler war es nun ein CO2 – armes Frühstück zuzubereiten. Bereits beim Einkauf
der Waren achteten sie auf Art, Herstellung, Verpackung und
Herkunft.

Saft 1.770 g CO2 je Liter


Milch 940 g CO2 je Liter
Kaffee 500 g CO2 je Liter
Tee 125 g CO2 je Liter
Früchtetee 60 g CO2 je Liter
Mineralwasser 200 g CO2 je Liter
Leitungswasser 0,5 g CO2 je Liter

 Transportwege minimieren (Tabelle 2)

Der Anbau im eigenen


Garten hat nahezu 0

Dieses Frühstück
- sieht gut aus,
- ist gesund,
- schont die Umwelt und
- schmeckt auch lecker.

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Energiewende
an der Grund- und Mittelschule Aitrachtal

7. Zusammenfassung

Durch die laufende Aufzeichnung der Energieverbrauchsdaten sind eine permanente Überwachung
und die Eingriffsmöglichkeit bei eventuellen Verbrauchsabweichungen gesichert.
Mit der Unterweisung und Einführung neuer Energieexperten ist das Ausgangsziel, die Schüler zum
umweltbewussten Verhalten und Energiesparen auch im Jahr 2018 nachhaltig unterstützt worden.
Mit dem Einstieg in den Lehrplan zu Themen der Energie haben Richard Baumgartner und Wolfgang
Suttor den Schülern der 3. Klassen Beispiele und die Notwendigkeit der Energiewende anschaulich
vor Augen geführt.
Mit der erstmaligen Zubereitung eines Klimafrühstücks wurden für die Schüler die Zusammenhäng
von Erzeugung, Transport, Verpackung und Art der Lebensmittel in Verbindung mit der Belastung
unserer Umwelt transparent.
Der im Herbst 2017 begonnene Bau von Modellen mit den Schülern der Nachmittagsbetreuung
wurde bis zu den Sommerferien abgeschlossen.

Richard Baumgartner Wolfgang Suttor


für die Projektbetreuung

Das Projekt finden Sie auch im Energie-Atlas Bayern und auf der Schulhomepage:

http://www.energieatlas.bayern.de/buerger/praxisbeispiele/details.673/details,673.html

Verteiler: Schulleitung: Frau Rektorin Brigitte Vogel


Konrektor: Herr Eberhard Gress
Bürgermeister: Karl Maier
Hausmeister: Christian Kreuzpaintner