Sie sind auf Seite 1von 10

Alex Weber, Philosophie

Design bestimmt das Bewusstsein


Ist Apple „geil“?

Mit diesem Thema werde ich mich beschäftigen und die Antwort geben, weshalb Apple denn
heutzutage denn so „in“ ist, wie es scheint.
Zu aller erst, was ist Apple überhaupt? Es ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien,
gegründet 1976 gegründet von Steve Jobs, Steven Wozniak und Ronald Wayne. Das Startkapital mit
1750 US-Dollar kam durch den Verkauf vom VW-Bus Steve Jobs' und dem Verkauf vom
Taschenrechner von Wozniak.

Steve Wozniak entwarf in Los Altos die ersten Rechner in der „Silicon Valley“. Die Rechner
wurden von Jobs und Wozniak in der Garage Jobs' zusammengebaut. Der allererste Computer war
der „Apple I“, ein kleines Kästchen mit Holzgehäuse und einigen Tasten. Es wurden einige hundert
Exemplare dieses Rechners verkauft. Daraufhin wurde der Apple II entwickelt, welcher ungefähr
ganze zwei Millionen Mal verkauft wurde, ein ziemlich durchschlagender Erfolg. Das Unternehmen
wurde größer und mehr PCs wurden immer wieder verkauft, dazu kamen auch angestellte.
Einen relativen Durchbruch bekam Apple durch eine GUI, eine grafische Benutzeroberfläche die
wir heutzutage von unseren Rechnern kennen. Man klingt auf eine Verknüpfung auf dem Desktop
und das jeweilige Fenster öffnet sich, das war zur Zeit in den 70ern ziemlich revolutionär.
Nach einigen Jahren des Verkaufs stand Apple in den 90ern-Jahre vor einer Krise. Sie waren
entweder vor dem Bankrott oder standen vor feindlicher Übernahme, da ihr Betriebsystem als
„veraltet“ angesehen wurde. Jedoch schaffte es Steve Jobs, am Ende von 1997 das Unternehmen
NeXT für 400 Millionen US-Dollar zu erkaufen und dadurch das Betriebssystem zu verbessern.
1997 schlossen sich Microsoft und Apple zusammen, um an der Entwicklung von Java zu arbeiten,
dazu bekam das Apple-Betriebssystem Macintosh auch Microsoft Office als Standard raufgespielt,
als Teil des Deals. Über einige Jahre entwickelte sich Apple immer weiter, und im Jahre 2005 kam
der Apple iMac auf den Markt, zusammen mit dem iOS-Betriebssystem. Im Januar 2006 wurde das
MacBook Pro auf den Markt gebracht. Im Jahr 2010 kam das iPad auf den Markt.

Was ist denn überhaupt an den Apple-Produkten so interessant? Die Macs sind im Gegensatz zu
Rechnern von anderen Marken nicht auf dem selben Niveau, haben nicht die selbe Leistung. Es
liegt vielleicht daran, dass Apple im September 2011 als das reichste Unternehmen bezeichnet
wurde, was den Hype noch mehr vergrößerte.
Es liegt auch einfach an der Marke und den Preisen, damit andere Personen sehen, dass man über
Geld verfügt und sich diese Sachen leisten kann. Jedoch veränderten sich die Produkte von Apple
nicht sonderlich, es kamen keine neuen Sachen. Das iPhone 5, welches nur minimale, andere
Funktionen wie eine Panoramabild-Funktion besitzt, oder das iPad 2, das auch nicht sonderlich
anders ist als das herkömmliche iPad.
Über Steve Jobs in einem Zeitungsartikeln, nachdem er verstorben ist:

Steve Jobs
Tod eines Weltverbesserers
Von Marc Pitzke, New York

Im Alter von
56 Jahren ist
der
langjährige
Apple-Chef
Steve Jobssein
em
Krebsleiden
erlegen. Er
galt als der
größte
Innovator
Foto: AFP seiner Zeit, er
hat das
Weltbild einer ganzen Generation geprägt. Die Frage stellt sich nun: Was wird
aus Apple?
Zuletzt hatte es noch Gerüchte gegeben, wie so oft: Er könnte sich am Dienstag als
Überraschungsgast bei der jüngsten Apple-Präsentation in der Firmenzentrale im
kalifornischen Cupertino blicken lassen. Stattdessen trat sein Nachfolger Tim Cook alleine
auf die Bühne, um das iPhone 4S vorzustellen, und Insider ahnten: Es steht nicht gut um
Jobs.
24 Stunden später starb Steve Jobs, der legendäre Apple-Mitbegründer und IT-Pionier, im
Alter von nur 56 Jahren an Krebs. Auf der Apple-Homepage verschwanden sofort die
üblichen, bunten Links zu den Produkten (Mac, iPod, iPhone, iPad). An ihrer Stelle steht
seither ein Schwarz-Weiß-Porträt aus besseren Zeiten und dazu nur lakonisch: "Steve
Jobs, 1955-2011."
"Apple hat einen Visionär und ein kreatives Genie verloren", bestätigte der Konzern den
Tod Jobs. "Die von uns das Glück hatten, Steve gekannt und mit ihm gearbeitet zu haben,
haben einen lieben Freund und inspirierenden Mentor verloren." Unter der Erklärung
wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet, wo trauernde Fans ihre Kondolenzbekundungen
und "Erinnerungen" an Steve Jobs hinterlassen können:rememberingsteve@apple.com.
Allein dieses knappe, doch ungewöhnliche Statement sagt alles. Apple ist mehr als eine
Firma, es ist ein Lebensgefühl. Und Steve Jobs war mehr als nur ein Chef. Er war Erfinder,
Wegweiser, der Papst einer ganzen Generation.
Zeitung „Die Welt“ berichtet über Bundespräsident Gauck:

Gauck fordert indirekt zu Protest gegen Apple auf


Bundespräsident Gauck hat das Konsumverhalten der Deutschen scharf
kritisiert. Statt sich für die neusten Handys anzustellen, sollte man besser gegen
unmenschliche Arbeitsbedingungen protestieren.
Bundespräsident Joachim Gauck hat
harsche Kritik an Apple und seinen Kunden
geübt, ohne den Namen des US-Konzerns
allerdings direkt zu erwähnen. "Man kann
morgens um fünf Uhr für das neueste Gerät auf
dem Markt anstehen. Man kann aber auch
einen ganzen Tag lang vor dem Laden
protestieren – gegen unmenschliche
Foto: dapdBundespräsident Joachim Gauck: Mit
Arbeitsverträge dort, wo diese Produkte
seiner Kritik zielt er ganz offensichtlich auf Apple
– und auch dessen Kunden hergestellt werden", sagte er auf dem
Führungstreffen der "Süddeutschen Zeitung"
Gemeint ist damit ganz offensichtlich US-
Konzern Apple, bei dem sich bei Produktstarts wie etwa neuen iPad- oder iPhone-Modellen
regelmäßig lange Schlangen vor den Geschäften bilden.
Apple lässt seine Geräte unter anderem vom chinesischen Auftragshersteller Foxconn fertigen.
Der steht seit Monaten wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik, wegen der es zu einer
ganzen Reihe von Selbstmorden und zuletzt einer Massenschlägerei gekommen war.

Die Marktmacht der Konsumenten

Gauck wies in seiner Rede darauf hin, dass Konsumenten eine enorme Marktmacht besitzen
würden. Und redete ihnen ins Gewissen: "Wo Handys zum Lifestyle werden, sind
Produktionsbedingungen immer öfter nicht egal".
Neben dem Bundespräsidenten hatte gerade erst das Umweltbundesamt die Hersteller von
Tablets und Smartphoneskritisiert – wegen der fest sitzenden und schlecht wieder verwendbaren
Akkus.
Der Journalist Hajo Schuhmacher kritisierte im Jahr 2011 Apple und stieß auf Empörung:

APPLE
Kultur der Kritik
Webschau mit Sebastian Sonntag

Journalist Hajo Schuhmacher nennt Apple das "Nordkorea der Konsumwelt" (confidentjohn | Flickr | CC BY 2.0)

Hajo Schumacher ist Journalist und hat kein Problem damit, seine Meinung kundzutun. Als er vor einem Jahr seine
eigenen Apple-Erfahrungen in einem Gastbeitrag auf Spiegel Online zusammengefasst hat, brach eine Welle der
Empörung von Apple-Befürwortern gegen ihn los. Das hält ihn aber nicht davon ab, auch dieses Jahr wieder einen
Artikel über Apple zu schreiben.
Auch diesmal schildert Hajo Schuhmacher seine eigenen Erfahrungen auf Spiegel Online. Wie er beispielsweise seit
einem Jahr ohne Smartphone bzw. konkret ohne iPhone lebt. Für ihn bedeutet es einfach deutlich weniger Stress, nicht
immer und überall alles erfahren zu können. Er geht aber auch ans Eingemachte und beschäftigt sich mit der
Firmenpolitik von Apple. Dass er kein Freund dieser Politik ist, sieht man schon am Titel des Artikels: "Das Nordkorea der
Konsumwelt - Abrechnung mit Apple"
Schumacher: System, das auf Abhängigkeit und Drangsalierung angelegt ist
Fragen stellt der Journalist sehr viele, vor allem sind diese jedoch unangenehm: "Warum akzeptieren wir ein totalitäres
System wie iTunes, obwohl wir so viel Wert auf Freiheit und Individualität legen?" Er fragt, warum man sich über
fragwürdige Beschäftigungsverhältnisse von thüringischen Friseurinnen aufregen, aber gleich die Situation
der Lagerarbeiter bei Foxconn – einem chinesischen Elektronik-Hersteller, der auch Apples Konkurrenten beliefert –
ignorieren kann?
Kontroverse Kommentare zum Artikel
Viele Leser haben Schuhmachers Kritik an Apple gelesen und kommentiert. Einige Kommentatoren können
nachvollziehen, dass Schumacher kritisch gegenüber dem kalifornischen Computerunternehmen eingestellt ist. Es
überwiegen jedoch Kommentare, die den Artikel für überzogen halten. Häufigstes Argument: Bei Apple funktioniert alles
in der Regel ohne große Probleme im Gegensatz zu den Produkten der Konkurrenz. Ein weiteres Argument ist, dass
auch die Konkurrenten von Apple sich von Foxconn beliefern lassen. Kommentatoren sagen auch, dass Samsung sogar
an zwei Rüstungskonzernen finanziell beteiligt sei.
Kritik: Absichtliche Provokation
Auch Marcel Weiss versucht auf dem Wirtschafts-Blog Neunetz.com für Apple zu argumentieren. Außerdem kritisiert er
die Art und Weise, wie Journalist Schuhmacher seinen Artikel geschrieben habe: "Hajo Schuhmacher bezeichnet seine
Kritiker präventiv als Apple-Jünger und vergleicht sie präventiv mit Mullahs. Wer seine Leser so emotional beschimpft,
sollte sich nicht über die Reaktion wundern. Die Reaktion wird dann wieder als Beweis dafür herhalten, wie emotional
Apple-Nutzer doch sind, wenn die SPON Redaktion in naher Zukunft wieder Herrn Schuhmacher losschickt, um
möglichst viele Pageviews aus Applebashing herauszupressen.“ Er glaubt also, dass sie Provokation ein Stück weit
Absicht war, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Vielmeier: Diskussionskultur gefährdet Netzjournalismus
Im Gegenzug kritisiert der Blogger Jürgen Vielmeier auch die Diskussionskultur im Netz. Auf seinem Blog schreibt er
über ein Beispiel aus der vergangenen Woche. Da hatte die Webseite des Frauenmagazins Brigitte einen kurzen Artikel
veröffentlicht, in dem es darum ging, wie uncool es sei, Skateboard zu fahren, wenn man über 25 ist. Der ganze Artikel
war nur ein paar Zeilen lang, hat aber zu heftigen Reaktionen geführt. Zum Teil gab es handfeste Beleidigungen gegen
die Autorin, die Brigitte.de dann auch aus dem Netz rausnehmen musste. Zwischenzeitlich hatten die Verantwortlichen
den ganzen Artikel aus dem Netz gelöscht, was natürlich zu noch mehr Protesten geführt hat. Mittlerweile ist der Artikel
wieder im Netz, verziert mit insgesamt vier Stellungsnahmen des Magazins. Man hat sich sogar für den Artikel
entschuldigt. Für Jürgen Vielmeier ist diese Diskussionskultur eine Gefahr für den Journalismus im Netz.
Anonymität möglicher Grund für respektlosen Umgang
Jürgen Vielmeier sieht die Anonymität von Internetnutzern als das größte Problem. Laut Vielmeier denken viele, die aus
der Anonymität heraus agieren, dass sie sich anderen und deren Meinung gegenüber nicht respektvoll verhalten. Das
war für Jürgen Vielmeier auch der Grund, beim Tech-Blog Basic Thinking auszusteigen, für das er lange geschrieben
hat. In einem Blogartikel, den er mit "Dieser Hass“ betitelt hat, verarbeitet er seine Erfahrungen: "Irgendwann im Laufe
der Zeit verändert man sich, verändert man auch seine Texte, überlegt bei jeder Formulierung, welche Kommentare sie
nach sich ziehen könnte. Wenn es so weit kommt, dass man seine Texte schon im Kern dem daraus möglicherweise
folgenden Dialog anpasst, dann läuft etwas schief.“

Als das iPhone 5 auf den Markt gekommen ist, ist zusätzlich eine App namens „Apple Maps“ im
Apple-Store erschienen. Diese soll, ähnlich wie Google Maps, einem bei der Navigation helfen und
kann verschiedene Orte auf einem Globus zeigen. Jedoch funktionierte diese hoch angepriesene
App nicht so, wie sie eigentlich sollte. Ein Magazin-Artikel von Peter Schüler aus dem ct-Magazin:

Peter Schüler
Breite Kritik an Apple Maps
Wie und warum sich Apple ohne Googles Kartendienst schlägt
Mit iPhone 5 und iOS 6 baut Apple anstelle von Google auf einen eigenen Service. Der glänzt
zwar mit spektakulären Flyovers, doch nach peinlichen Anlaufproblemen empfiehlt Apple nun
kleinlaut doch wieder Google, bis der eigene Dienst den gesteckten Erwartungen entspricht.
Zusammen mit Apples lang erwartetem eigenen Landkartendienst brachte iOS 6 nicht zuletzt die
Verbannung der bislang serienmäßigen App für Google Maps. Trotz spektakulärer Flyover-
Städteansichten ernteten die Apple-Maps Beschwerden über falsche Ortsnamen, ungenaue Adress-
Platzierungen, falsche Küstenverläufe, fehlende Städte und doppelt eingezeichnete Inseln. Im Web
sammeln sich zig bizarre, sarkastisch kommentierte Beispiele für Patzer des unausgereiften Diensts.
Für iPhone-Interessenten stellen sich einige Fragen: Wie schlimm sind die kritisierten Fehler, wie kann
man sie umgehen, sind in absehbarer Zeit spürbare Verbesserungen zu erwarten, und warum setzt
sich Apple überhaupt so einer Blamage aus?
Der Reihe nach: Die Mängel der Apple-Maps fallen in zwei Kategorien: Einerseits zeigen die Flyovers
mitunter abstruse „Foto“-Ansichten für Brücken und Waldkanten. Das Problem scheint durch den
Algorithmus begründet, mit dem diese Ansichten gerendert
werden.
Als Anfang 2012 die ersten der bislang beispiellosen Flyovers
bei Nokia Maps zum Vorschein kamen, wurden die
resultierenden Artefakte allgemein als unvermeidliche
Schönheitsfehler akzeptiert. Seit Apple die dahintersteckende
Entwicklerfirma C3 aufgekauft und die Flugansichten für seinen
Kartendienst reserviert hat, konnten die Techniker den

Als Nokia Maps mit den ersten


Stadtrundflügen im Web erschien,
galten Probleme an Waldrändern als
bloße Schönheitsfehler.
Algorithmus offenbar verbessern, was sich bis jetzt aber nur an einzelnen Beispielen zeigt. An anderen
Orten muten Brücken wie reißende Wasserfälle an.
Wahrhaft peinlich nehmen sich dagegen zahlreiche unpräzise,
veraltete und lückenhafte Ortsangaben in Apples Kartendienst
aus. Manche Firmenanschriften erscheinen auf der Karte um
mehrere Straßenzüge versetzt und öffentliche Gebäude mit
Namen, die schon seit Jahrzehnten überholt sind.
Spartenchefin Eszter Pattantyus des Kartenlieferanten
Tomtom distanziert sich offiziell davon, was Apple da
zusammenstellt. Das Unternehmen verwende Karten von zwei
Dutzend Anbietern, und beim Abstimmen dieser Daten aus
unterschiedlichen Quellen könne es halt zu Fehlern kommen. Die vielfach kritisierten Apple Maps
Derlei Fehler, gegen die in der Anfangsphase auch Google beherrschen den Umgang mit
nicht gefeit war, lassen sich ausschließlich durch eine Problemzonen mittlerweile etwas
personalintensive Qualitätssicherung vermeiden. Bei Google besser.
sind das offenbar Hunderte von Mitarbeiter.
Und nun?
Derweil bemüht sich Apple hektisch, seinen Personalstamm um Karten-kompetente Mitarbeiter
aufzustocken, nach Medienberichten auch mit Abwerbeversuchen bei Google-Experten. Apple-Chef
Tim Cook entschuldigte sich in einem offenen Brief für den Frust, den die Karten-App ausgelöst hat und
versprach, alles Erdenkliche dafür zu tun, den Kartendienst zu verbessern. Für die Übergangszeit
empfahl er sogar, alternative Map-Apps zu installieren oder – man höre und staune – den Link auf
Google Maps unter Safari Mobile auf der iOS-Homepage abzulegen. Dabei hätte Google Maps
durchaus weiter zur Verfügung gestanden; das Abkommen zwischen Apple und Google über deren
Nutzung läuft dem Vernehmen nach erst 2013 aus und Google hätte eine Verlängerung sicher begrüßt.
Laut der New York Times arbeiten die Google-Entwickler
insgeheim an einer Maps-App für iOS 6, anderen Quellen
zufolge gibt es diese sogar schon im Tresor des Google-
Hauptquartiers. Dessen Hausherr Eric Schmidt erklärte aber,
er „habe noch nichts unternommen“, Apple zur
Wiedereinführung von Google-Maps zu veranlassen.
Nach Apples Rausschmiss nicht nur für Maps, sondern auch
für Youtube hat man in Mountain View jetzt sicher Eiligeres zu
tun, als dem Konkurrenten Apple aus der selbst verursachten
Misere zu helfen. Bis dahin blüht der Weizen für Entwickler wie
Future Tap und Mymapplus, die iPhone-Nutzern mit ihren Apps Auch zwei Wochen nach Erscheinen
„Wohin?“ und StreetViewer den Google-Dienst durch ein verlegen Apple Maps das
Hintertürchen erschließen. Brandenburger Tor trotz aller
Beschwerden nach Schöneiche weit
Apples übereilte Google-Abkehr hängt sicher mit Googles
außerhalb der Hauptstadt.
Weigerung zusammen, der iOS-Version seiner Karten-App in
kurzer Frist eine sprachgesteuerte Navi-Funktion zu spendieren, wie es sie für Android längst gibt.
Offenbar zeigen die Android-Macher eine kalte Schulter nach Cupertino. Zudem hat Apple ein
natürliches Interesse daran, dem Erzrivalen auf dem Mobilmarkt das Anzeigengeschäft aus der Maps-
Anwendung zu versalzen.
Meldungen, in Cupertino habe man sich viel zu spät um kompetentes Personal für Apple Maps bemüht,
lassen sich kaum überprüfen. So oder so ist unklar, ob Apple den Landkarten genauso viele
Ressourcen widmen will wie Google. Dieses gründet schließlich sein gesamtes Geschäft auf die nicht
zuletzt ortsbezogenen Werbeeinnahmen.
Selbst die EU bemängelte die Garantie von Apples Produkten.

Die EU nimmt offenbar Apples Garantiebestimmungen unter die Lupe. EU-


Justizkommissarin Viviane Reding hat laut Medienberichten die
Verbraucherschutzminister alle EU-Staaten schriftlich darüber informiert, dass
Apple es anscheinend „versäume“, Verbrauchern klar verständliche und
korrekte Angaben über die ihnen nach EU-Recht zustehende Garantie zu
machen.
Diese Kritik ist nicht neu, erst im Juli bekam Apple in Italien ordentlich Druck. Verbunden mit einer
Strafandrohung in Höhe von 900.000 Euro wurde eine besserere Kundenkommunikation hinsichtlich der
Aufklärung über die Garantie- bzw. Gewährleistungsrechte gefordert.
Apple wird vorgeworfen, Kunden durch die massive Bewerbung der optionalen Zusatzversicherung Apple
Care den Eindruck zu vermitteln, nach Ablauf der einjährigen Garantiefrist bestünde kein weiterer
Produktschutz.
Die Formulierung der EU-Kommissarin trägt allerdings nicht unbedingt zur Klarheit bei, dies mag aber
auch an unterschiedlichen Regelungen sowie Differenzen im Sprachgebraucht zwischen den einzelnen
Ländern liegen. Hierzulande ist die Garantie eine freiwillige Herstellerleisung und Apple kann nicht dazu
gezwungen werden, diese auf zwei Jahre auszudehnen. Sehr wohl gilt dagegen allerdings auch für Apple
die gesetzlich vorgeschriebene, zweijährige Gewährleistung. Diese Bürgschaft für ein fehlerfrei
ausgeliefertes Produkt ist unabhängig von freiwilligen Garantieleistungen des Herstellers automatisch ein
fester Bestandteil des Kaufvertrags.
Praktisches Beispiel: Bei eurem Mac gibt die Festplatte den Geist auf. Sofern sich nachweisen lässt, dass
dies eine Folge eines bereits bei der Auslieferung bestehenden Produktfehlers ist, erhaltet ihr die
Reparatur auch im 24. Monat nach Kauf noch kostenlos. Ansonsten müsst ihr die Platte ab dem 13. Monat
nach Kauf selbst bezahlen.
Apple informiert im Zusammenhang mit Apple Care bereits darüber, dass die damit abgeschlossenen
Leistungen zusätzlich zu den landesüblichen Verbraucherschutzregeln bestehen und klärt auf einer
separaten Webseiteausführlich über Rechte als Kunde auf.
Die einjährige Apple Herstellergarantie und die Vorteile des AppleCare Protection Plan gelten
zusätzlich zu den durch Verbraucherschutzgesetze gewährten Rechten.

Auf Focus online schützte jemand Apple, schließlich gibt es zwischen all der Kritik auch Leute, die
noch auf der Seite des Unternehmens stehen.

Ungerechtfertigte Kritik an Apple


Mittwoch 19 Sep. 2012 10.30 · von Coloniar
Liebe Frau Frickel, ich teile Ihre Einschätzung der nachlassenden
ZUM ARTIKEL Innovationsdynamik auch. Für mich als 4s-user sehe ich auch
noch keinen Grund, mir ein neues iphone zu kaufen. Aber Apple
schafft es immer wieder während eines Jahres, mir über neue
Apps und ein neues IOS eine Nutzensteigerung für mein Telefon
Keine Revolution: Enttäuschung zu geben. Mein 4s ist heute nicht mehr das 4s, das ich vor 13
über das iPhone 5 – Das Ende
Monaten gekauft habe. Die Idee, dass ein Anbieter dann gut
der Apple-Manie?
wäre, wenn er dazu motivieren würde, dass Kunden jedes Jahr
ihr teures Handy weggäben und sich ein neues zu kaufen würden,
finde ich persönlich nicht verführerisch. Ich finde, dass Apple
dafür schon viel Anerkennung verdient. Mit eigener
Innovationskraft hat Apple Mobiltelefone neu definiert. Ich kann
auch gut verstehen, warum Apple seine Innovation schützen will.
Die Basler Zeitung verfasste einen Artikel über die gesamte Kritik, die gegen Apple geführt wurde.

Weltweit massive Kritik an Apple

Politiker und Datenschützer zeigten sich zu Beginn der Osterfeiertage entsetzt


über das Speichern von Bewegungsprofilen von Nutzern des iPhones und
iPads. Wie bei Problemen üblich, schweigt sich der Konzern auch diesmal
aus.

«Wenn ich mich in die Rolle des Nutzers hineinversetze, dann würde ich mich jetzt einfach unwohl
fühlen»: Auch das neue iPad sammelt fleissig Daten.
Bild: AFP
«Datenkrake» Apple
Wegen möglicher Sicherheitslecks bei seinen Produkten iPhone und iPad war der US-
Computergigant Apple schon öfter in den Schlagzeilen. Nun ist ein neues Problem aufgetaucht: Nach
Erkenntnissen zweier britischer Hacker sammeln die neuen, mit dem Betriebssystem iOS 4
ausgerüsteten Gerätemodelle laufend Daten über den Aufenthaltsort des Benutzers und speichern sie
in einer kleinen Datei ab. Wozu das gut sein soll, ist bisher aber unklar. Worauf sind die beiden Hacker
genau gestossen?

Die Informatiker Alasdair Allan und Pete Warden fanden auf dem iPhone und dem iPad 3G zufällig eine
unverschlüsselte Datei, in der vermerkt war, wann sich der Gerätenutzer wo aufhielt. Wie sie auf der
von ihnen eingerichteten Internetseite petewarden.github.com/iPhoneTracker schreiben, wird die Datei
im Rahmen des üblichen Datenaustauschs zudem automatisch auf Rechnern gespeichert, die mit
iPhone und iPad synchronisiert werden, etwa um Musikstücke hochzuladen.

Unklar ist bislang, welche Zweck die Protokolle erfüllen sollen. Es gebe keine Hinweise darauf, das die
Daten an Apple oder andere übermittelt würden, betonen Allan und Warden. Eventuell handle es sich
um eine Anwendung, die Apple prophylaktisch eingeführt habe, um sie gegebenenfalls später nutzen zu
können.
Das jetzt entdeckte Ortungsprotokoll ermittelt den Standort der Geräte nach Angaben von Allan und
Warden mit einer Art Funkpeilung. Mobiltelefone, aber auch iPads, die sich über das Handynetz
ins Internet einwählen, können über den dafür benutzten Sendemast ausfindig gemacht werden. Je
nach Signalstärke und -richtung lässt sich die ungefähre Position des Geräts ermitteln. Die Methode ist
nicht immer sehr genau, liefert aber zumindest ein grobes Bewegungsprofil.

Ist die Positionsbestimmung bei mobilen Geräten neu? Eigentlich nicht. Mobilfunkunternehmen
erfassen die Positionsdaten ihrer Nutzer routinemäßig im Rahmen des normalen Netzbetriebs und
speichern sie. Die Polizei in Deutschland nutzt diese Funkpeildaten zur Aufklärung von Verbrechen,
etwa um nachträglich Bewegungsprofile von Verdächtigen zu erstellen. Dafür ist jedoch ein
Gerichtsbeschluss notwendig, weil es sich um sensible Daten handelt.

Schon im vergangenen Jahr war darüber hinaus bekanntgeworden, dass Apple Positionsdaten für
eigene Zwecke, etwa für auf Aufenthaltsorte abgestimmte Werbung, in einer eigenen Datenbank
sammelt. Eine entsprechende Erlaubnis zur Erhebung präziser Standortdaten holte sich das
Unternehmen durch eine Änderung seiner Datenschutzbestimmungen, was hierzulande Kritik auslöste.
Bislang war aber nicht bekannt, dass die Daten auch auf den Geräten hinterlegt werden.

Experten sehen ein potenzielles Sicherheitsproblem, weil die Bewegungsdaten auf dem Gerät
unverschlüsselt gespeichert und damit ausgelesen werden können. Während die Funkpeildaten bei
Mobilfunkanbietern sicher auf zentralen Rechnern verwahrt werden, sind die Protokolle auf privaten
iPhones, iPads und Rechnern weit weniger vor Spionage geschützt. Auf den zur Synchronisation
genutzten Computern können Nutzer den Zugang zwar durch Aktivierung der standardmäßigen
Backup-Verschlüsselung einschränken. Auf den Geräten ist dies aber unmöglich.

Der ComputerkonzernApple (AAPL 524.38 -0.18%) steht international zunehmend unter


Beschuss: Computerexperten und Politiker zeigten sich entsetzt über den Umgang des
Unternehmens mit dem Datenschutz.
Zwei Briten hatten in der Nacht zu Donnerstag auf einer Konferenz im US-Staat
Kalifornien demonstriert, wie das Mobiltelefon iPhone wie auch der Minicomputer iPad
die Bewegungsprofile ihrer Nutzer speichern - auf den Geräten und auf den mit ihnen zum
Datenabgleich verbundenen Computern. Mit dem frei verfügbaren Programm
iPhoneTracker konnte jeder Nutzer auf einer Karte verfolgen, wo er sich bewegt hat. Apple
selbst schwieg sich dazu aus.
Der in Deutschland für den US-Konzern zuständige Datenschützer Thomas Kranig zeigte
sich über das Aufzeichnen sogenannter Geo-Daten äusserst besorgt. «Wenn ich mich in die
Rolle des Nutzers hineinversetze, dann würde ich mich jetzt einfach unwohl fühlen», sagte
der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht der Nachrichtenagentur
dapd. Die Behörde ist für Apple zuständig, da die deutsche Dependance in Bayern sitzt.
Kranig gab an, die Apple-Vertretung zur Aufklärung der Affäre aufgefordert zu haben.
Fachleute kennen Problem schon
Nach ersten Erkenntnissen sammeln die Geräte von Apple keine präzisen Ortsangaben,
sondern allein die Funkzellen, in denen sich Nutzer mit iPhones und iPads bewegen.
Exakte Koordinaten über die eingebauten GPS-Empfänger blieben bei der Speicherung
aussen vor.
Was nun für Aufsehen sorgte, war Experten offensichtlich schon länger bekannt. Der
Handyspezialist Jörg Wirtgen von der Fachzeitschrift «c't» sagte der Nachrichtenagentur
dapd etwa, der Vorgang sei «einigen Leuten schon vor einigen Monaten bekannt»
gewesen. «Apple weiss also schon seit einiger Zeit von diesem Problem.» Alex Levinson,
ein auf die Auswertung von Computern spezialisierter Kriminalermittler, notierte sogar auf
seiner Internetseite, er habe das Problem bereits in einem Fachbuch erwähnt.
Apple zu Stellngnahme aufgefordert
Politiker und Datenschützer zeigten sich zu Beginn der Osterfeiertage entsetzt. Peter
Schaar, der Bundesbeauftragte für Datenschutz in Deutschland, schaltete sich ein. Seine
Sprecherin sagte, Nutzer müssten «selbst entscheiden können, wann persönliche Daten
erhoben werden». Das Bundesverbraucherministerium um Ilse Aigner (CSU) forderte:
«Das Unternehmen muss zu den Vorwürfen Stellung nehmen.»
Grünen-Netzexperte Konstantin von Notz bezeichnete die Praxis des Konzerns überdies als
«intransparent». Es werde mit dem Vertrauen der Nutzer gespielt. Apple biete «schlicht
das Gegenteil informationeller Selbstbestimmung und eine Einladung zum Missbrauch der
Informationen durch wen auch immer». Auch Datenschützer in den USA sowie mehrere
US-Senatoren verlangen von Apple Auskunft über die Aufzeichnung der Ortungsdaten
seiner Nutzer.
Affäre überschattet Rekordzahlen
Der Konzern selbst reagierte zunächst nicht auf die Kritik und schwieg sich aus. Die
jüngsten Vorwürfe kamen für Apple nicht zur besten Zeit: Erst am Mittwoch, wenige
Stunden vor Bekanntwerden der Affäre, hatte das Unternehmen Rekordzahlen
bekanntgegeben. Der Konzern verbuchte im Ende März abgelaufenen zweiten Quartal
seines Geschäftsjahres einen Gewinn von 17 Milliarden Euro ein - ein Plus von 85 Prozent
verglichen zum Vorjahr. Vom Verkaufsschlager iPhone brachte es in den drei Monaten gar
mehr als doppelt so viele Geräte unter die Leute wie im Vorjahresquartal.
Offen blieb, warum Apple die Daten überhaupt speicherte und dies auch nicht mit einem
dafür nötigen Update seiner Software beendete. Die Wissenschaftler Warden und Allan
spekulierten, der Konzern könne an einem Dienst arbeiten, der auf langfristige
Ortungsdaten baue. «Vielleicht geht es um ortsbezogene Anzeigen, um Werbung von einer
Tankstelle oder einem Restaurant, das man häufig besucht hat», sagte Handyexperte
Wirtgen.
Wie man seine Daten schützt
Als schnelle Möglichkeit, seine Daten zu schützen, empfahl Wirtgen, in der Apple-Software
«iTunes» den Abgleich der Daten so einzustellen, dass Sicherungen verschlüsselt
gespeichert und per Passwort geschützt würden. «Das ist bisher nicht Standard, sondern
muss von den Nutzern nachträglich extra gewählt werden», erklärte der Technikjournalist.
«Nach allem, was wir bisher wissen, ist ein Auslesen dann nicht mehr möglich.»

Fazit
In meinen Augen sehe ich Apple nur als eine geizige Firma, die sehr ökonomisch arbeitet. Sie
versuchen, ihre neuen Waren, die nur minimal verändert wurden, für mehrere Hundert Euro zu
verkaufen. Apple erlaubt sich es deshalb, weil sie nach einem ziemlich langen Weg an die Spitze
der Unternehmen gekommen sind, noch dazu das reichste Unternehmen sind und ihren Ertrag
immer mehr vergrößern wollen. Ich habe und werde nie ein Freund von Apple-Produkten sein,
besitze selber keine und habe es auch nicht vor. Es gibt Unternehmen und Firmen, die Rechner,
Handys und MP3-Player herstellen, die um einiges billiger und von der Qualität um einiges besser
sind.