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CD-ROM - Service , 200810, 1904602, Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz

Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz ÖNORM EN ISO 10319 Ausgabe: 2008-10-01 Geokunststoffe ―

ÖNORM

EN ISO 10319

Ausgabe: 2008-10-01

Geokunststoffe Zugversuch am breiten Streifen

(ISO 10319:2008)

Geosynthetics Wide-width tensile test (ISO 10319:2008)

Géosynthétiques Essai de traction des bandes larges (ISO 10319:2008)

Medieninhaber und Hersteller ON Österreichisches Normungsinstitut

ICS

59.080.70

Austrian Standards Institute Heinestraße 38, 1020 Wien

Ident (IDT) mit Ident (IDT) mit

ISO 10319:2008-06 EN ISO 10319:2008-06

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Ersatz für

ÖNORM EN ISO 10319:1996-07

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zuständig

ON-Komitee ON-K 023 Geotechnik

zuständig ON-Komitee ON-K 023 Geotechnik Verkauf von in- und ausländischen Normen und Regelwerken

Verkauf von in- und ausländischen Normen und Regelwerken durch ON Österreichisches Normungsinstitut Austrian Standards Institute Heinestraße 38, 1020 Wien E-Mail: sales@on-norm.at Internet: www.on-norm.at/shop Fax: +43 1 213 00-818 Tel.: +43 1 213 00-805

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EUROPÄISCHE NORM EUROPEAN STANDARD NORME EUROPÉENNE

EN ISO 10319

Juni 2008

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ICS 59.080.70

Deutsche Fassung

Ersatz für EN ISO 10319:1996

Geokunststoffe - Zugversuch am breiten Streifen (ISO 10319:2008)

Geosynthetics - Wide-width tensile test (ISO 10319:2008)

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 22. Mai 2008 angenommen.

Géosynthétiques - Essai de traction des bandes larges (ISO 10319:2008)

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzen Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern. EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG EUROPEAN COMMITTEE FOR

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36

B-1050 Brüssel

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel © 2008 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in

© 2008 CEN

Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.

Ref. Nr. EN ISO 10319:2008 D

EN ISO 10319:2008 (D)

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Inhalt

Seite

Vorwort

3

1

Anwendungsbereich

4

2

Normative Verweisungen

4

3

Begriffe

4

4

Kurzbeschreibung

6

5

Prüfeinrichtung und Hilfsmittel

7

6

Messproben

9

6.1

Anzahl der Messproben

9

6.2

Vorbereitung der Messproben

9

6.3

Abmessungen

9

7

Konditionierungsklima

11

7.1

Allgemeines

11

7.2

Konditionieren zum Prüfen im Nasszustand

11

8

Versuchsdurchführung

11

8.1

Einstellen der Maschine

11

8.2

Einspannen der Messprobe in die Einspannklemmen

11

8.3

Installation des Extensometers

12

8.4

Bestimmung der Zugeigenschaften

12

8.5

Bestimmung der Dehnung

12

9

Berechnungen

13

9.1

Zugfestigkeit

13

9.2

Höchstzugkraftdehnung

13

9.3

Sekantensteifheit

13

10

Prüfbericht

14

gkeit 13 9.2 Höchstzugkraftdehnung 13 9.3 Sekantens teifheit 13 10 Prüfbericht 14 2

2

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Vorwort

Dieses Dokument (EN ISO 10319:2008) wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 221 „Geosynthetics“ in Zusammenarbeit mit dem Technischen Komitee CEN/TC 189 „Geokunststoffe“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom IBN gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Dezember 2008, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis Dezember 2008 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können. CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN ISO 10319:1996.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der EG- Richtlinien.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Anerkennungsnotiz

Der Text von ISO 10319:2008 wurde vom CEN als EN ISO 10319:2008 ohne irgendeine Abänderung genehmigt.

Der Text von ISO 10319:2008 wurde vom CEN als EN ISO 10319:2008 ohne irgendeine Abänderung genehmigt.

3

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1 Anwendungsbereich

Diese Internationale Norm beschreibt ein Indexprüfverfahren für die Bestimmung der Zugfestigkeits- eigenschaften von Geokunststoffen unter Verwendung eines breiten Streifens. Das Verfahren ist auf die meisten Geokunststoffe, einschließlich gewebten Geokunststoffen, Geovliesstoffen, Geoverbundstoffen, Geomaschenwaren und Filzen anwendbar. Das Verfahren ist auch auf Geogitter und ähnliche offen strukturierte Geotextilien anwendbar, jedoch müssen im Bedarfsfall die Probenabmessungen geändert werden. Dieses Verfahren gilt nicht für geosynthetische Kunststoff- oder Bitumendichtungsbahnen, während es für geosynthetische Tondichtungsbahnen anwendbar ist.

Das Zugprüfverfahren umfasst die Messung der Kraft-Dehnungseigenschaften und schließt Verfahren zur Be- rechnung der Sekantensteifheit, der Höchstkraft je Breiteneinheit und der Dehnung bei der Höchstzugkraft ein. Einzelne Punkte der Kraft-Dehnungskurve sind ebenfalls angegeben.

Verfahren zur Messung der Zugfestigkeitseigenschaften sowohl von an das Normalklima angeglichenen Proben als auch von Nassproben sind in dieser Internationalen Norm enthalten.

2 Normative Verweisungen

Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

ISO 554, Standard atmospheres for conditioning and/or testing — Specifications

ISO 3696, Water for analytical laboratory use — Specification and test methods

ISO 7500-1, Metallic materials — Verification of static uniaxial testing machines — Part 1: Tension/ compression testing machines — Verification and calibration of the force-measuring system

ISO 9862, Geosynthetics — Sampling and preparation of test specimens

ISO 10318:2005, Geosynthetics — Terms and definitions

ISO 10321, Geosynthetics — Tensile test for joints/seams by wide-width strip method

3 Begriffe

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach ISO 10318 und die folgenden Begriffe.

3.1

Nennmesslänge Anfangsentfernung zwischen zwei Bezugspunkten, im Regelfall 60 mm (30 mm auf jeder Seite der Messprobe ausgehend vom Symmetriepunkt) angebracht auf der Messprobe in einer Linie mit der aufgebrachten Kraft

3.2

Längenänderung bei Vorspannkraft gemessene Längenänderung der Messlänge, bei einer Kraft von 1 % der Höchstzugkraft

ANMERKUNG 1 Die Längenänderung bei Vorspannkraft ist als SA in Bild 1 angegeben.

ANMERKUNG 2 Die Längenänderung wird in Millimeter angegeben.

3.3

wahre Messlänge Nennmesslänge plus der Längenänderung bei Vorspannkraft

wird in Millimeter angegeben. 3.3 wahre Messlänge Nennmesslänge plus der Längenänderung bei Vorspannkraft 4

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3.4

Höchstzugkraft

F max

Höchstkraft, die während einer Prüfung erreicht wird

ANMERKUNG

Die Höchstkraft wird in Kilonewton (kN) angegeben.

3.5

Dehnung

ε

Zunahme der wahren Messlänge einer Messprobe während einer Prüfung

ANMERKUNG

Die Dehnung wird als Prozentsatz der wahren Messlänge angegeben.

3.6

Höchstzugkraftdehnung

ε max

Dehnung, die die Messprobe unter Höchstzugkraft aufweist

ANMERKUNG

Die Dehnung bei Höchstzugkraft wird in Prozent angegeben.

3.7

Sekantensteifheit

j

Verhältnis zwischen Kraft je Breiteneinheit und einer vorgegebenen Dehnung

ANMERKUNG

Die Sekantensteifheit wird in in Kilonewton je Meter (kN/m) angegeben.

3.8

Zugfestigkeit

T max

Höchstzugkraft je Breiteneinheit, beobachtet während einer Prüfung, in der eine Messprobe bis zum Bruch gedehnt wird

ANMERKUNG 1 Die Zugfestigkeit wird in Kilonewton je Meter (kN/m) angegeben.

ANMERKUNG 2 Siehe auch 1.3.4.1.4 in ISO 10318:2005.

3.9

Dehnungsrate prozentualer Anstieg der wahren Messlänge bei Höchstzugkraft, dividiert durch die Dauer der Prüfung, d. h. die

Zeit zwischen dem Aufbringen der Vorspannkraft bis zum Erreichen der Höchstzugkraft

ANMERKUNG 1

Die Dehnungsrate wird in Prozent je Meter angegeben.

ANMERKUNG 2

Siehe auch 1.3.4.6.3 in ISO 10318:2005.

1 Die Dehnungsrate wird in Prozent je Meter angegeben. ANMERKUNG 2 Siehe auch 1.3.4.6.3 in ISO

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Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz Legende T Kraft/Breiteneinheit, in kN/m ε Dehnung, in %

Legende

T Kraft/Breiteneinheit, in kN/m

ε Dehnung, in % Sekante Längenänderung bei Vorspannkraft

SA

AZ

Bild 1 — Typische Kraft-Dehnungskurve

4

Kurzbeschreibung

Eine Messprobe wird in ihrer gesamten Breite in einen Satz von Einspannklemmen oder Klemmbacken (siehe Bild 2) einer Zugprüfmaschine eingespannt, die mit einer konstanten Geschwindigkeit arbeitet und die in Längsrichtung eine Kraft bis zum Zerreißen auf die Messprobe aufbringt. Die Berechnung der Zugeigenschaften der Messprobe erfolgt aus Maschinenskalen, Rundskalen, Diagrammaufzeichnungen oder über eine Computerschnittstelle. Es wird eine konstante Prüfgeschwindigkeit gewählt, um eine Dehnungsrate von (20 ± 5) % je min in der Messlänge der Messprobe zu erhalten.

Der Hauptunterschied zwischen dem vorliegenden und anderen Verfahren zur Bestimmung der Zugfestig- keitseigenschaften von Flächengebilden liegt in der Breite der Messprobe. Bei dem vorliegenden Verfahren ist die Probenbreite größer als die Länge, da einige Geokunststoffe die Tendenz besitzen, sich unter Zugbeanspruchung im Bereich der Messlänge einzuschnüren („neck down“). Die größere Breite reduziert den Einschnüreffekt derartiger Flächengebilde und liefert sowohl ein engeres Verhältnis zu dem für das Flächengebilde zu erwartenden Verhalten vor Ort, als auch eine Grundlage für den Vergleich von Geokunststoffen.

Die Prüfung verwendet Messproben von 200 mm Breite und 100 mm Länge (siehe 6.3.3 für Einzelheiten für die Vorbereitung von Messproben für Geogitter). Sofern Angaben zur Dehnung benötigt werden, können Deh- nungsmessungen mit Hilfe eines Extensometers durchgeführt werden, der die Bewegungen von zwei Bezugspunkten auf der Messprobe verfolgt. Diese Bezugspunkte liegen auf der Symmetrieachse der Messprobe, parallel zur aufgebrachten Kraft und mit einem Abstand von 60 mm (30 mm auf jeder Seite zum Symmetriepunkt der Messprobe). Dieser Abstand kann bei Geogittern angepasst werden, um mindestens eine Reihe von Knoten aufnehmen zu können (siehe 6.3.3).

Abstand kann bei Geogittern angepasst werden, um mindestens eine Reihe von Knoten aufnehmen zu können (siehe

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5 Prüfeinrichtung und Hilfsmittel

5.1 Zugprüfmaschine (konstante Dehnungsgeschwindigkeit), in Übereinstimmung mit ISO 7500-1,

Klasse 2 oder höher, bei der die Geschwindigkeit der Längenzunahme der Messprobe während der Prüfdauer gleichmäßig ist, ausgestattet mit einem Satz von Einspannklemmen oder Klemmbacken, die genügend breit sind, um die Messprobe über die ganze Breite zu halten und mit geeigneter Vorrichtung, um das Rutschen oder eine Beschädigung zu begrenzen.

Klemmbacken sollten bei den meisten Materialien zum Einsatz kommen, jedoch können für Materialien, bei denen die Verwendung dieser Klemmen Anlass zu häufigen Klemmenbrüchen oder Klemmenrutschen gibt, stattdessen Capstan-Klemmen verwendet werden.

Es ist von wesentlicher Bedeutung, die Klemmflächen der Einspannklemmen so zu wählen, dass ein Verrutschen der Messprobe besonders bei festeren Geokunststoffen verhindert wird. Beispiele für Klemmflächen, die als zufrieden stellend befunden wurden, sind in Bild 2 gezeigt.

5.2 Extensometer, geeignet, den Abstand zwischen zwei Bezugspunkten auf der Messprobe zu messen,

ohne die Messprobe zu beschädigen oder zu verrutschen. Es ist darauf zu achten, dass die Messung die wahre Bewegung der Bezugspunkte mit Sicherheit wiedergibt.

BEISPIEL

Mechanische, optische, infrarot oder andere Arten mit elektrischer Ausgabe.

Das Extensometer muss in der Lage sein, mit einer Fehlergrenze von ± 2 % der angegebenen Anzeige zu messen. Falls wegen des Extensometers irgendeine Unregelmäßigkeit der Kraft-Dehnungskurve beobachtet wird, muss dieses Ergebnis verworfen werden, und eine weitere Messprobe ist zu prüfen.

5.3 Destilliertes Wasser, nur für nasse Messproben, Wasser der Qualität 3 nach ISO 3696.

5.4 Nichtionische Netzmittel, nur für nasse Messproben.

für nasse Messproben, Wasser der Qualität 3 nach ISO 3696. 5.4 Nichtionische Netzmittel, nur für nasse

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Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz a) Keilklemmen b) Verschraubbare Klemmbacken c)

a)

Keilklemmen

mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz a) Keilklemmen b) Verschraubbare Klemmbacken c) Capstan-Klemme d) Geeignete

b)

Verschraubbare

Klemmbacken

10, 4020, Linz a) Keilklemmen b) Verschraubbare Klemmbacken c) Capstan-Klemme d) Geeignete Klemmenform zur Prüfung von

c)

Capstan-Klemme

Keilklemmen b) Verschraubbare Klemmbacken c) Capstan-Klemme d) Geeignete Klemmenform zur Prüfung von Geogittern e)

d) Geeignete Klemmenform zur Prüfung von Geogittern

d) Geeignete Klemmenform zur Prüfung von Geogittern e) Alternative Klemmenform zur Prüfung von Geogittern

e) Alternative Klemmenform zur Prüfung von Geogittern

e) Alternative Klemmenform zur Prüfung von Geogittern Legende 1 Richtung der Kraftwirkung 5 Druckkraft,

Legende

1

Richtung der Kraftwirkung

5 Druckkraft, einstellbar bis 400 kN

2

Gezahnter Keil

6 Höchstbreite der Messprobe: 0,5 m

3

Geokunststoff

7 Dehnungsmesspunkt

4

Epoxid- oder Weichmetallkeil

Bild 2 — Beispiele von Klemmflächen zur Zugprüfung von Geokunststoffen

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Messproben

6.1 Anzahl der Messproben

werden

ausgeschnitten.

Es

mindestens

fünf

Messproben,

sowohl

in

6.2 Vorbereitung der Messproben

Die Messproben sind nach ISO 9862 vorzubereiten.

6.3 Abmessungen

Produktionsrichtung

als

auch

in

Querrichtung,

6.3.1 Jede fertige Messprobe ist mit einer Nennbreite von (200 ± 1) mm vorzubereiten (ohne Fransen,

sofern zutreffend, siehe 6.3.2) und mit einer genügend großen Länge, um 100 mm zwischen den Klemmen sicherzustellen, mit Kennzeichnung des Längsmaßes und parallel zur Richtung der anliegenden Zugkraft. Sofern zutreffend und zum Überwachen eines möglichen Rutschens, sind zwei Linien über die gesamte Breite der Messprobe entlang der Klemmenkanten zu ziehen, senkrecht zum Längenmaß und mit einem Abstand von 100 mm [außer bei Capstan-Klemmen, siehe Bild 2 c)].

6.3.2 Gewebte Geokunststoffe werden etwa 220 mm breit ausgeschnitten und dann sind Fransen durch

Herausziehen einer gleichen Anzahl von Fäden an jeder Seite herzustellen, um eine Nennbreite der Messprobe von (200 ± 1) mm zu erreichen.

ANMERKUNG Dadurch wird eine Unversehrtheit der Messprobe während der Prüfung sichergestellt. Wenn die Unversehrtheit der Messprobe nicht beeinträchtigt ist, können die Messproben von Anfang an auf die endgültige Breite zugeschnitten werden.

6.3.3 Aus Geogittern sind Messproben mit mindestens 200 mm Breite und ausreichender Länge herzu-

stellen, um eine Länge von mindestens 100 mm zu erhalten. Alle Rippen sind in einem Abstand von mindestens 10 mm zu jedem Knoten zu schneiden. An den Stellen, wo die Knoten nicht um mindestens 10 mm voneinander getrennt sind, sollten die Messproben für die Prüfung zwei Rippen weiter als erforderlich vorbereitet werden und nach Einspannen in die Klemmen sollte die äußere Rippe auf jeder Seite der Messprobe abgetrennt werden. Das Prüfungsergebnis (Kraft) muss auf der mit der Anzahl der intakten Rippen verbundenen Breiteneinheit basieren. Die Messprobe muss mindestens eine Reihe mit Knoten oder Kreuzungsstellen, ausgenommen die in den Klemmen eingespannten Knoten oder Kreuzungsstellen (siehe Bild 3) enthalten, und bei Produkten mit einem Raster von weniger als 75 mm sind mindestens vier vollständige Zugelemente (Rippen) in der Breitenrichtung enthalten. Produkte mit einem Raster von > 75 mm und < 120 mm müssen mindestens zwei vollständige Zugelemente in der Breitenrichtung enthalten. Bei Produkten mit einem Raster größer als 120 mm dürfen einzelne Rippen geprüft werden.

Wenn die Prüfung als Vergleichsprüfung für die Prüfung der Naht-/Verbindungsfestigkeit (siehe ISO 10321) verwendet werden soll, muss die Messprobenbreite bei beiden Prüfsätzen identisch sein.

Die Bezugspunkte für das Extensometer sind auf einer mittleren Reihe von Zugelementen, die der Prüfung unterzogen werden, in einem Abstand von mindestens 60 mm zu kennzeichnen. Die Bezugspunkte sind auf dem Mittelpunkt einer Rippe zu kennzeichnen und müssen mindestens durch einen Knoten oder eine Kreuzungsstelle getrennt sein. Sofern erforderlich, können die beiden Bezugspunkte in einem größeren Abstand als einer Reihe mit Knoten oder Kreuzungsstellen liegen, um den Mindesttrennabstand von 60 mm zu erreichen. In diesem Fall muss die Anforderung bestehen bleiben, die Bezugspunkte in der Mitte des Zugelementes zu kennzeichnen, und die Messlänge muss dann eine ganze Zahl von Gitterrastern enthalten. Die Nennmesslänge ist auf ± 3 mm zu bestimmen.

die Messlänge muss dann eine ganze Zahl von Gitterrastern enthalten. Die Nennmesslänge ist auf ± 3

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Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz Legende 1 Breite, w 2 Rippe 3 Knoten 4

Legende

1 Breite, w

2 Rippe

3 Knoten

4 Messlänge

5 Länge, L

ANMERKUNG 1 Bezugspunkte A und B sind für die Verwendung mit einem Extensometer gekennzeichnet.

ANMERKUNG 2 Die Knoten und Rippen auf den Linien C und D sind diejenigen, durch die die Messprobe in den Klemmbacken gehalten werden muss.

ANMERKUNG 3 Breite w 200 mm.

ANMERKUNG 4 Die Messlänge beträgt 60 mm und enthält mindestens eine Reihe von Kreuzungspunkten. Wenn es notwendig ist, können in der Messlänge mehr Reihen oder Kreuzungspunkte eingeschlossen sein, bis sie 60 mm überschreitet. Die Messlänge wird immer von Rippenmitte bis Rippenmitte gemessen.

Alle Rippen sind in einem Abstand von mindestens 10 mm zu jedem Knoten zu schneiden. An den Stellen, wo die Knoten nicht um mindestens 10 mm voneinander getrennt sind, sollten die Messproben für die Prüfung zwei Rippen weiter als erforderlich vorbereitet werden und nach Einspannen in die Klemmen sollte die äußere Rippe auf jeder Seite der Messprobe abgetrennt werden. Das Prüfungsergebnis muss auf der mit der Anzahl der intakten Rippen verbundenen Breiteneinheit basieren.

Bild 3 — Typisches Geogitter

6.3.4 Bei Maschenwaren, Geoverbundstoffen oder anderen Produkten kann die Vorbereitung der

Messprobe durch das Schneiden mit einem Messer oder einer Schere die Struktur des Flächengebildes beeinträchtigen. In diesen Fällen kann thermisches Schneiden angewendet werden und ist im Prüfbericht mit

anzugeben (siehe Abschnitt 10).

6.3.5 Wenn die Werte sowohl der Höchstzugkraft nass als auch der Höchstzugkraft trocken gefordert

werden, ist jede Messprobe mindestens doppelt so lang wie üblich benötigt zu schneiden. Jede Messprobe ist

zu nummerieren und dann in zwei Hälften quer durchzuschneiden, eine zur Bestimmung der Höchstzugkraft trocken und die andere zur Bestimmung der Höchstzugkraft nass. Jedes Teil ist mit der Messprobennummer zu kennzeichnen. Dadurch wird jeder paarweise Bruch an einer Messprobe ausgeführt, die dieselben Fäden enthält.

zu kennzeichnen. Dadurch wird jeder paarweise Bruch an einer Messprobe ausgeführt, die dieselben Fäden enthält. 10

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Bei Geokunststoffen, die in nassem Zustand stark schrumpfen, ist die Zugfestigkeit aus der Höchstzugkraft im Nasszustand sowie die auf ± 1 mm gemessene Ausgangsbreite nach der Angleichung an das Normalklima, aber vor dem Benetzen (siehe Abschnitt 7) zu bestimmen.

7 Konditionierungsklima

7.1 Allgemeines

Die Messproben sind im Normalklima zum Prüfen nach ISO 554 anzugleichen und zu prüfen [(20 ± 2) °C bei (65 ± 5) % relative Luftfeuchte].

Die Messproben können als an das Normalklima angeglichen betrachtet werden, wenn die Gewichtsänderung der Messproben in aufeinander folgenden Wägungen nach einem Intervall von mindestens 2 h weniger als 0,25 % des Messprobengewichts beträgt.

Das Angleichen der Proben an das und/oder das Prüfen im Normalklima kann nur dann unterbleiben, wenn nachgewiesen wird, dass die für den gleichen spezifischen Produkttyp erhaltenen Ergebnisse (Struktur und Polymertyp) durch die die Grenzwerte überschreitenden Änderungen in Temperatur und Luftfeuchte nicht beeinträchtigt werden. Die Information darüber muss im Prüfbericht enthalten sein.

7.2 Konditionieren zum Prüfen im Nasszustand

Messproben zur Prüfung im Nasszustand sind vollständig in Wasser einzutauchen, das bei einer Temperatur von (20 ± 2) °C gehalten wird. Die Eintauchdauer beträgt mindestens 24 h und muss lang genug sein, um die Messproben gründlich zu durchnässen, was durch keine wesentliche Änderung der Höchstzugkraft nach einer längeren Eintauchzeit angezeigt wird. Zur vollständigen Durchnässung kann es notwendig sein, bis maximal 0,05 % eines nichtionogenen, neutralen Netzmittels (siehe 5.4) dem Wasser zuzugeben.

8 Versuchsdurchführung

8.1 Einstellen der Maschine

Der Abstand zwischen den Einspannklemmen ist zu Beginn der Prüfung auf eine Einspannlänge von (100 ± 3) mm einzustellen; ausgenommen sind in Capstan-Klemmen gehaltene Geokunststoffe und Geogitter. Der Kraftmessbereich der Prüfmaschine ist so einzustellen, dass der Bruch auf 0,01 kN genau gemessen werden kann.

Die Maschine ist auf eine konstante Vorschubgeschwindigkeit einzustellen, um eine Dehnungsrate von (20 ± 5) % je min in der Messlänge zu erreichen.

Die Prüfung an durchnässten Messproben ist innerhalb von 3 min nach Entnahme aus dem Wasser durchzuführen.

Bei Anwendung von Capstan-Klemmen muss der Trennabstand zwischen den Mittelpunkten der Klemmen zum Beginn jeder Prüfung möglichst gering bzw. für Geogitter auf eine repräsentative Länge gehalten werden. Die Anwendung von Capstan-Klemmen und der Abstand zwischen deren Mittelpunkten ist im Prüfbericht anzugeben.

8.2 Einspannen der Messprobe in die Einspannklemmen

Die Messprobe wird mittig in die Klemmen eingespannt. Es ist darauf zu achten, dass die Längskanten der Messprobe bei Prüfungen in Produktions- bzw. quer zur Produktionsrichtung parallel zur Richtung der Zugkraft liegen. Wenn möglich, sind nach dem Einspannen die zwei Linien, die vorher auf der Messprobe in einem Abstand von 100 mm über die Breite der Messprobe gezogen wurden (siehe 6.3.1), so nah wie möglich an den inneren Klemmenkanten anzulegen.

die Breite der Messprobe gezo gen wurden (siehe 6.3.1), so nah wie möglich an den inneren

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EN ISO 10319:2008 (D)

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8.3 Installation des Extensometers

Die Bezugspunkte sind auf der Messprobe 60 mm voneinander entfernt (30 mm auf jeder Seite vom Symmetriepunkt der Messprobe) anzubringen. Wenn ein Kontakt-Extensometer verwendet wird, ist abzusichern, dass die Messprobe nicht beschädigt wird. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass sich die Bezugspunkte während der Prüfung nicht verschieben.

8.4 Bestimmung der Zugeigenschaften

Mit einer Vorspannung von 1 % der zu erwartenden Höchstkraft zum Festlegen des Ausgangspunktes der Dehnungsmessung ist die Zugprüfmaschine zu starten und der Versuch bis zum Zerreißen der Messprobe durchzuführen. Die Maschine ist anzuhalten, die Höchstzugkraft ist auf 0,01 kN/m genau und die Dehnung bis zur ersten Dezimalstelle nach dem Komma abzulesen und anzugeben; die Zugprüfmaschine ist in die Ausgangsmessposition zurückzusetzen.

Die Entscheidung zum Verwerfen von Ergebnissen aus einem Bruchgeschehen muss auf Beobachtungen der Messprobe während der Prüfung, auf Veränderungen des Geokunststoffs und auf den Festlegungen in 5.2 bestehen. Fehlen andere Kriterien, um einen Klemmenbruch zu verwerfen, ist jeder Bruch, der sich in einem Bereich von 5 mm der Klemmen ereignet und einen Wert von weniger als 50 % des Mittelwertes aller anderen Brüche zeigt, zu verwerfen. Bevor nicht nachgewiesen werden kann, dass eine Prüfung fehlerhaft ist, dürfen keine anderen Bruchergebnisse verworfen werden.

Es ist schwierig, die genaue Ursache dafür zu finden, warum bestimmte Messproben im Kantenbereich der Klemmen brechen. Wenn sich ein Klemmenbruch auf Grund einer Beschädigung der Messprobe durch die Klemmen ereignet, sollten die Ergebnisse verworfen werden. Wenn jedoch die Schwachstellen in der Messprobe zufällig verteilt sind, ist das Ergebnis anzuerkennen. In einigen Fällen kann sich durch die Spannungskonzentration im Bereich nahe der Klemmen ein Bruch ereignen, da sie eine Kontraktion der Messprobe in der Breite während der Belastung verhindern. In diesen Fällen ist ein Bruch im Randbereich der Klemmen unvermeidbar und sollte als eine Eigenschaft des speziellen Prüfverfahrens akzeptiert werden.

Spezielle Verfahren sind für die Prüfung von Messproben aus spezifischen Materialien (z. B. Glasfasern, Kohlenstofffasern) erforderlich, um Schäden, die durch die Klemmen verursacht werden, auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wenn eine Messprobe in den Klemmen rutscht, oder wenn mehr als ein Viertel der Mess- proben innerhalb von 5 mm vom Rand der Klemme bricht, dann

a) dürfen die Klemmen unterlegt werden;

b) darf die Messprobe im Klemmflächenbereich beschichtet werden; oder

c) darf die Klemmfläche modifiziert werden.

Wenn eine der oben angegebenen Abänderungen verwendet wird, ist das Verfahren der Änderung im Prüfbericht anzugeben.

8.5 Bestimmung der Dehnung

Dehnung ist die Zunahme der wahren Messlänge (Nennmesslänge plus Zunahme der Messlänge bei Vorspannlast) einer Messprobe während einer Prüfung, angegeben als Prozentsatz der wahren Messlänge.

Die Zunahme der tatsächlichen Messlänge der Messprobe ist bei jeder festgelegten Kraft mit Hilfe eines Extensometers zu bestimmen.

tatsächlichen Messlänge der Messprob e ist bei jeder festgelegten Kraft mit Hilfe eines Extensometers zu bestimmen.

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EN ISO 10319:2008 (D)

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Berechnungen

9.1 Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit, T max , angegeben in Kilonewton je Meter (kN/m), ist direkt aus den mit der Zugprüfmaschine erhaltenen Daten mit Hilfe der Gleichung (1) zu berechnen:

T

max

Dabei ist

F max

= F

max

c

die aufgezeichnete Höchstkraft, in Kilonewton je Meter (kN/m);

(1)

c wird aus Gleichung (2) bzw. Gleichung (3) erhalten.

Für Vliesstoffe, gewebte Geokunststoffe und Geomaschenware sowie geosynthetische Tondichtungsbahnen gilt:

 

1

(2)

 

c

=

 

B

Dabei ist

 
 

B

die Nennbreite der Messprobe, in Meter.

 

Für Geogitter oder ähnliche offen strukturierte Geokunststoffe gilt:

 

c

=

N

m

(3)

 

n

s

Dabei ist

 
 

N m die durchschnittliche Anzahl von Zugelementen innerhalb 1 m Breite des geprüften Produktes;

 

n s

die Anzahl der Zugelemente innerhalb der Messprobe.

ANMERKUNG Für Geoverbundstoffe sollte Gleichung (2) oder (3) in Abhängigkeit von dem die Hauptlast tragenden Element des Verbundstoffes verwendet werden.

9.2 Höchstzugkraftdehnung

Die Dehnung, in Prozent, bei Höchstkraft ist aufzuzeichnen und auf 0,1 % anzugeben.

 

Dehnung ist die aufgezeichnete Zunahme der Messprobenlänge (mm) von der Größe der Vorspannung bis zur Höchstlast × 100 geteilt durch die wahre Messlänge (mm). (Die wahre Messlänge ist die Nennmesslänge plus Zunahme von Beginn der Prüfung bis zur Vorbelastung).

9.3 Sekantensteifheit

 

Zum Berechnen der Sekantensteifheit, j, in Kilonewton je Meter (kN/m), bei vorgegebener Dehnung, ist die Kraft bei dieser vorgegebenen Dehnung (Punkt Z in Bild 1) zu bestimmen und Gleichung (4) anzuwenden:

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F

× c

× 100

j

=

ε

(4)

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13

EN ISO 10319:2008 (D)

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Dabei ist

F

die ermittelte Kraft bei Dehnung, ε , in Kilonewton (kN);

ε

die vorgegebene Dehnung, in Prozent;

c

wird aus Gleichung (2) bzw. Gleichung (3) erhalten.

10 Prüfbericht

Der Prüfbericht muss die folgenden Angaben enthalten:

a) einen Verweis auf diese Internationale Norm (ISO 10319:2008);

b) alle entsprechenden Daten zur vollständigen Identifizierung der geprüften Messprobe;

c) den Mittelwert der Zugfestigkeit in Produktions- und Querrichtung, und, sofern gefordert, die Einzelwerte wie in Abschnitt 9 angegeben;

d) sofern zutreffend, den Mittelwert der Dehnung bei Höchstzugkraft in Produktions- und Querrichtung, und, sofern gefordert, die Einzelwerte wie in Abschnitt 9 angegeben;

e) den Mittelwert der Sekantensteifheit, der der Dehnungen bei 2 %, 5 % und 10 % entspricht, sowie die Einzelwerte, falls gefordert;

f) die Standardabweichung oder der Variationskoeffizient von jeder der ermittelten Eigenschaften;

g) den Zustand der Messprobe, d. h. nass oder trocken;

h) die Anzahl der in jeder Richtung geprüften Messproben;

i) den Klemmentyp, einschließlich Abmessungen der Klemmen und Art der verwendeten Klemmflächen sowie Anfangsabstand der Klemmen;

j) die Bauart des verwendeten Extensometers;

k) eine typische Kraft-Dehnungskurve mit den Streckgrenzen, falls gefordert;

l) die Einzelheiten zu möglichen Abweichungen vom festgelegten Verfahren;

m) die Dehnungsrate, in Prozent je Minute, angegeben auf ganze Prozent;

n) das verwendete Normalklima. Sofern Prüfungen außerhalb der Konditionierungsgrenzwerte erfolgen, müssen Angaben zur Auswirkung von Temperatur und Feuchtigkeit auf die Prüfergebnisse gemacht werden.

erfolgen, müssen Angaben zur Auswirkung von Temperatur und Feuchtigkeit auf die Prüfergebnisse gemacht werden. 14

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Swietelsky Baugesellschaft mbH, Edlbacherstr. 10, 4020, Linz Wichtige Informationen für Norm-Anwender Normen sind

Wichtige Informationen für Norm-Anwender

Normen sind Regeln, die im Dialog und Konsens aller Betroffe- nen und Interessierten entwickelt werden. Sie legen Anforderungen an Pro- dukte, Dienstleistungen, Systeme und Qualifikationen fest und definieren, wie die Einhaltung dieser Anforderungen überprüft wird. Von Ihrem Wesen her sind Normen Empfehlungen. Ihre Anwendung ist somit freiwillig, aber naheliegend, da Normen den aktuellen Stand der Technik do- kumentieren: das, was in einem bestimmten Fachgebiet „Standard“ ist. Dafür bürgen das hohe Fachwissen und die Erfahrung der Experten und Expertin- nen in den zuständigen Komitees auf nationaler, europäischer und internatio- naler Ebene – sowie die Kompetenz des Österreichischen Normungsinstituts und seiner Komitee-Manager.

Aktualität des Normenwerks. Analog zur technischen und

wirtschaftlichen Weiterentwicklung unterliegen Normen einem kontinuierli- chen Wandel. Sie werden vom zuständigen ON-Komitee laufend auf Aktuali- tät überprüft und bei Bedarf überarbeitet und dem aktuellen Stand der Tech- nik angepasst. Für den Anwender von Normen ist es daher wichtig, immer Zugriff auf die neuesten Ausgaben der Normen seines Fachgebiets zu haben, um sicherzustellen, dass seine Produkte und Produktionsverfahren bzw. Dienstleistungen den Markterfordernissen entsprechen.

Wissen um Veränderungen. Um zuverlässig über Änderungen in den Normenwerken informiert zu sein und um stets Zugriff auf die jeweils gültigen Fassungen zu haben, bietet „Austrian Standards plus Publishing“ den Norm-Anwendern zahlreiche und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote. Das reicht von klassischen Fachgebiets-Abonnements bis hin zu innovativen kundenspezifischen Online-Lösungen und Update-Services.

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