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Zusammenfassung GBWL:

1. Kapitel:
Bedürfnisse, Bedarf, Wirtschaft:
Bedürfnis = Mangelempfinden
3 Arten von Bedürfnissen:
- Existenzbedürfnisse (primäre Bedürfnisse):
- sind lebensnotwendig (Nahrung, Kleidung, Unterkunft)
- Grundbedürfnisse:
- existenznotwendig, ergeben sich aber aus dem kulturellen und sozialen
Lebensstandard einer Gesellschaft (Kultur, Sport, Reisen)
- Luxusbedürfnisse:
- können meist nur von Personen mit hohem Einkommen befriedigt werden
(Schmuck, Zweitwohnungen, Luxusautos)
Grund- und Luxusbedürfnisse = Wahlbedürfnisse
Individualbedürfnisse können von einem Einzelnen befriedigt werden (Auto)
Kollektivbedürfnisse können nur von einer Gruppe (z.B. Staat) befriedigt werden (Ausbau
des Strassennetzes, Schulen)
Bedürfnisse die auf Kaufkraft treffen führen zu Nachfrage
Wirtschaft = Institutionen und Prozesse, die direkt oder indirekt der Befriedigung
menschlicher Bedürfnisse nach knappen Gütern dienen!

Wirtschaftgüter:
knappe Güter sind begrenzt vorhanden, freie Güter gibt es in ausreichender Menge
verschiedene Kategorien:
- Stufe im Produktionsprozess: Inputgüter - Outputgüter
- Input-(Einsatz-)güter werden benötigt um andere Güter zu produzieren
- Output-(Ausbringungs-)güter sind das Ergebnis des Produktionsprozesse
- Verwendungszweck: Produktionsgüter - Konsumgüter
- Konsumgüter befriedigen stets direkt menschliche Bedürfnisse (Schuhe,
Genussmittel, Fernreisen)
- Produktionsgüter können auch Inputgüter sein (Werkzeug)
- Art der Nutzung:
- bei Konsumgütern:
- Verbrauchsgüter
- Gebrauchsgüter
- bei Produktionsgütern:
- Repetierfaktoren (Werkstoffe), werden bei Produktion verbraucht,
lassen sich unterteilen in:
- Rohstoffe (Grundmaterialien für das Produkt)
- Hilfsstoffe (kein wesentlicher Teil des Produkts (Leim))
- Betriebsstoffe (werden bei Fertigung verbraucht (Strom))
- Potenzialfaktoren (Investitionsgüter, Betriebsmittel)
 Direkte oder indirekte Befriedigung eines menschlichen Bedürfnisses

- Grad der Verarbeitung: Halbfabrikate - Fertigfabrikate


- Halbfabrikate
- Teile sind einzelne Teile eines Produkts (Uhrzeiger)
- Baugruppen sind die zu einem Zwischenprodukt zusammengefügten
Teile (Motor)
- Fertigprodukte (Endprodukte)
- Was für ein Unternehmen Halbfabrikat, ist für anderes Unternehmen
eventuell Fertigfabrikat!!!
- Beschaffenheit: Materielle Güter - Immaterielle Güter
- Immaterielle Güter: Keine Substanz (Lizenzen, Schulungen, GELD!)
- Materielle Güter
- Art der Beziehungen: Unverbundene Güter - Substitutionsgüter -
Komplementärgüter
- Unverbundene Güter haben keine Beziehung zueinander (Auto - Handy)
- Substitutionsgüter sind unterschiedlich haben aber eine ähnliche Funktion
(Butter - Margarine)
- Komplementärgüter (ergänzendes Gut), Besitz eines Produkts führt zu
Nachfrage eines eigentlich anderen Produkts (Auto - Reifen)
Produktionsfaktoren sind alle Elemente, die im betrieblichen Leistungserstellungs-
und Leistungsverwertungsprozess miteinander kombiniert werden.

Wirtschaftseinheiten:
Haushalte:
- Private Haushalte decken Individualbedürfnisse
- Öffentliche Haushalte leiten ihren Bedarf aus Kollektivbedürfnissen ab.
Kriterien zur Abgrenzung privater und öffentlicher Unternehmungen:
- Rechtliche Grundlagen:
- Privatrecht
- öffentliches Recht
- Kapitalbeteiligung:
- öffentliches Unternehmen falls mehr als 50% in öffentlicher Hand
(meistens)
- Grad der Selbstbestimmung:
- wird die Führungsriege in ihren Entscheidungen durch die öffentliche Hand
eingeschränkt?
- Gewinnorientierung:
- öffentliche Unternehmen streben meist nur nach Kostendeckung
Die öffentliche Verwaltung besteht aus der Gesamtheit der ausführenden Einheiten
eines Staates, die im Rahmen gegebener Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
tätig sind (Teil der Exekutive).

Unter New Public Management bzw. wirkungsorientierter Verwaltungsführung


versteht man einen umfassenden Ansatz zur Gestaltung der Strukturen und
Steuerung der Abläufe in der öffentlichen Verwaltung. Ziel ist der Übergang von
einer Input- zu einer Outputbetrachtung, d.h. es findet eine Verlagerung der
Betonung von der Mittelzuteilung und dem Ressourceneinsatz auf eine produkt-
und nutzenorientierte Führung statt.

Managementorientierte Merkmale des Unternehmens:


Das Unternehmen kann als ein offenes, dynamisches, komplexes, autonomes,
marktgerichtetes, produktives, soziales System charakterisiert werden.
- offen: dauernder Austausch mit Umwelt, vielfältige Beziehungen zur Umwelt
- dynamisch: muss sich aufgrund neuer Entwicklungen laufend verändern
- komplex: besteht aus vielen einzelnen Elementen
- es bestehen vielfältige, nicht ohne weiteres überschaubare Verbindungen
und die einzelnen Elemente sind durch nicht-lineare Wechselwirkungen
miteinander verknüpft
- Beziehungen entwickeln sich aufgrund ihres Eigenverhaltens und
Rückkopplungen nur schlecht vorhersehbar
- Ergebnisse sind emergent (nicht auf einzelne Elemente zurückzuführen)
- Komplizierte Systeme sind berechenbar, komplexe nicht
- autonom: kann Ziele selbst bestimmen (trotz Einschränkungen)
- marktgerichtet: Anstrengungen sind auf Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet
- produktiv: produktive Leistungen
- sozial: Menschen sind individuell und in Gruppen tätig und beeinflussen damit das
Unternehmen

Betrieblicher Umsatzprozess:
prinzipiell gibt es güterwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Umsatzprozesse (auf den
Unterschied wird nicht eingegangen)
Reihenfolge:
- Beschaffung von finanziellen Mitteln
- Beschaffung von Produktionsfaktoren (Potenzialfaktoren, Repetierfaktoren,
Arbeitsleistung, Informationen)
- Transformationsprozess durch Kombination von Produktionsfaktoren zu Halb- und
Fertigfabrikaten
- Absatz
- Rückzahlung der finanziellen Mittel

Steuerung der Problemlösungsprozesse:


1. Analyse der Ausgangslage (Informationen zur Verfügung stellen)
- Problemerkennung: Diskrepanz zwischen tatsächlichem und gewünschtem
Ergebnis
- Problembeschreibung und -analyse: Art, Ursachen, Einflussfaktoren (Methode des
vernetzten Denkens)
- Problembeurteilung: Lösung möglich, ist es den Aufwand wert?
2. Festlegung der Ziele: Auf welche Ziele richtet sich das Handeln aus?
3. Festlegung der Maßnahmen: Welche Maßnahmen bieten den höchsten Nutzen?
4. Festlegung der Mittel
5. Durchführung
6. Evaluation der Resultate

Steuerungsfunktionen:
Teilfunktionen
1.Planung: Problemerkennung, -analyse, Lösungsvorschläge erarbeiten und
beurteilen, Ergebnisse vorhersagen
2. Entscheidung: Zielbestimmung, Auswahl der Lösung, zuordnen der Mittel
3. Aufgabenübertragung
4. Kontrolle: Überwachung und Kontrolle des Prozesses

Umwelt des Unternehmens:


1. Märkte:
- Struktur des Marktes: Welche Teilmärkte gibt es?
- Marktvolumen: Wie groß ist er und wie wird er sich entwickeln?
- Qualität: Welche Rolle spielt sie?
- Substitutionsprodukte: Gibt es Ersatzprodukte?
- Konkurrenz: Wie ist die Konkurrenzsituation einzuschätzen?
1. Umweltsphären:
- Gesellschaft: betrifft den Menschen als Individuum und in der Gemeinschaft
- Ökologie: knappe Ressourcen und der Eingriff des Menschen in die Natur
- negative externe Effekte müssen von Unternehmensfremden getragen
werden
- Technologie: Beobachtung des Fortschritts
- Ökonomie: Unternehmen sind von den Volkswirtschaften abhängig
(Arbeitslosigkeit, Mindestlohn, etc.)
1. Stakeholder:
- Unternehmensinterne Anspruchsgruppen (Eigentümer, Mitarbeiter)
- Unternehmensexterne Anspruchsgruppen
- Wirtschaftliche Anspruchsgruppen (Kapitalgeber, Kunden, Lieferanten)
- Gesellschaftliche Anspruchsgruppen (Staat, Medien, Umweltschützer)
- Stakeholdermanagement:
1. Bestimmung und Analyse der relevanten Stakeholder
2. Verwendung der Ergebnisse für die Auswahl der Strategie, Gestaltung der
Struktur, Verankerung der Kultur
3. Umsetzung und Kontrolle
4. Issue Management:
Issue Management ist die Entwicklung von Maßnahmen von Unternehmen, die sich
mit der Bewältigung gesellschaftlicher, ökologischer, technologischer und
wirtschaftlicher Problembereiche (Issues) beschäftigen.
Grenzt sich von der Krisenbewältigung („reaktives Issuemanagement“) dadurch ab,
dass die Unternehmen Probleme frühzeitig erkennen und proaktiv handeln können.
Vier Phasen des Issuemanagement:
1.Issue Identifikation:
- gesellschaftliche Issues (für Einhaltung der Menschenrechte
verantwortlich?)
- ökologische Issues (Umweltschutz)
- technologische Issues (technischer Fortschritt)
- wirtschaftliche Issues (Konjunktur)
2. Issue Analyse
- Welche Issues sind relevant?
-> mächtige Stakeholdergruppen? Welches Issue steht noch
am Anfang (stärker beeinflussbar)?
3. Entwicklung issuebezogener Handlungsalternativen
- will man das Issue bewältigen oder abwarten?
4. Evaluation
- Kontrolle der gewählten Maßnahmen

Kapitel 2: Unternehmenstypologie

Gewinnorientierung:
Profit-Organisationen streben nach maximalem Gewinn, Non-Profit-Organisationen nur
nach Kostendeckung.
Gemeinsamkeiten:
- beide sind soziale Systeme
- übernehmen produktive Funktion
- richten sich auf bestimmten Markt -> befriedigen bestimmte Bedürfnisse

Branche:
Sachleistungsbetriebe gliedern sich weiter in Konsumgüterunternehmen und
Industriegüterunternehmen.
Die dazugehörigen Produktionsstufen sind:
- Abbau und Nutzbarmachung der Ressourcen
- Aufbereitung zu Zwischenprodukten
- Verarbeitung zu Endprodukten
Dienstleistungsbetriebe können Dienste auf diesen Produktionsstufen erfüllen.
Größe:
mögliche Maßgrößen:
- Mitarbeiterzahl
- Umsatz
- Bilanzsumme
Einteilung von Kapitalgesellschaften: (2 von 3 müssen erfüllt sein um eindeutig
zuzuordnen zu sein)

Einteilung von Unternehmen nach der Europäischen Kommission: (Anzahl der


Beschäftigten + ein weiteres Merkmal muss erfüllt sein)

Technisch-ökonomische Struktur:
1. vorherrschender Produktionsfaktor:
- Personalintensive Unternehmen: hoher Lohnkostenanteil
- Anlageintensive Unternehmen: viele Potenzialfaktoren
- Materialintensive Unternehmen: hoher Rohstoffverbrauch -> hohe Materialkosten
- Energieintensive Unternehmen: hoher Grad der Energienutzung
- Informationsintensive Unternehmen: große Bedeutung des innerbetrieblichen
Wissens und Information
Kombinationen sind in der Praxis möglich!
2. Anzahl der zu fertigenden Produkte:
- Einzelfertigung: Produktion von Unikaten nach Kundenauftrag (Turbinen, Brücken)
- Mehrfachfertigung: große Anzahl gleicher Produkte (Smartphones, Kleidung)
3. Anordnung der Maschinen bzw. Fertigungsverfahren:
- Werkstattprinzip: Bearbeitung richtet sich nach Anordnung der Maschinen
- Fließprinzip: Anordnung der Maschinen richtet sich nach Fertigungsreihenfolge
(Fließbandfertigung)
Einzelfertigung meist nach Werkstattprinzip, Mehrfachfertigung meist nach
Fließprinzip!
4. Forschungs- und Entwicklungsintensive Waren und wissensintensive Dienstleistungen:
- FuE-intensive Waren: mehr als 2,5% des Umsatzes gehen für FuE drauf
- hochwertige Technologie: zwischen 2,5% und 7% (Motoren,
Medizintechnik)
- Spitzentechnologie: mehr als 7& (IT, Luft- und Raumfahrt)
- wissensintensive Dienstleistungen: mehr als 11% der Beteiligten Personen sind
Akademiker, mehr als 4,5% sind Naturwissenschaftler (Gesundheitswesen,
Nachrichtendienste, Museen, Archive)

Rechtsform:
- Auswirkungen der Rechtsform auf:
- Haftung
- Kapitalbeschaffung
- Unternehmensleitung
- Publizitäts- und Buchführungspflicht
- Flexibilität der Änderung der Gesellschaftsverhältnisse
- Steuerbelastung
- Einzelunternehmen:
- eine natürliche Person ist der alleinige Inhaber
- Vorteile:
- alleinige Bestimmung
- Unabhängigkeit
- Nachteile:
- viel Verantwortung
- sein Vermögen ist ausschlaggebend für die Kapitalbasis
- unbeschränkte, alleinige Haftung
- stiller Gesellschafter kann einbezogen werden (Gewinnbeteiligung, evtl.
Mitbestimmungsrecht
- Gesellschaften:
- Zusammenschluss mehrerer Personen
- Lässt sich in Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften unterscheiden

- Personengesellschaften:
1. Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR (§705ff BGB)
- Voraussetzung: Abschluss eines BGB-Gesellschaftsvertrages
- Die Gesellschaft hat keine Firma und endet meist mit der Erreichung ihres Zwecks
- kommt zum Beispiel bei gemeinsamen Bauprojekten zum Tragen
- Beiträge der Gesellschafter können Geld, Dienstleistungen, Forderungen, Rechte
und Sachen sein (§706 BGB)
- gemeinschaftliche Geschäftsführung
- persönliche Haftung über Gemeinschaftsvermögen hinaus
- „Die Gesellschafter sind Gesamtgläubiger der Gesellschaftsforderungen und
Gesamtschuldner der Gesellschaftsschulden“
- Im Gesellschaftsvertrag können Bestimmungen geändert werden
2. Partnergesellschaft PartG:
- Gründung erfolgt schriftlich
- Haftung als Gesamtschuldner
- gerne bei freien Berufen (Ärzte, Anwälte)
- ABER: Haftung bei Fehlern auf den schuldigen Partner beschränkt
3. Offene Handelsgesellschaft OHG:
- vertragliche Vereinigung von zwei oder mehr Personen zum Betrieb eines
Handelsgewerbes
- unbeschränkte Haftung aller Gesellschafter!
- muss im Handelsregister angemeldet werden
- alle Gesellschafter sind zur Führung berechtigt, im Vertrag wird Näheres
festgelegt
4. Kommanditgesellschaft KG:
- bei Kommanditisten ist die Haftung auf die Vermögenseinlage beschränkt
- bei Komplementären ist die Haftung unbeschränkt, Vorschriften wie für OHG
Kapitalgesellschaften:
1. Aktiengesellschaft AG:
- juristische Person
- Gesellschafter sind mit Aktien beteiligt, keine persönliche Haftung
- mind. 50.000€ Gründungskapital
- 3 Organe:
- Vorstand: leitet Unternehmen
- Aufsichtsrat: bestellt, berät, überwacht Vorstand
- Hauptversammlung: Grundlegende Entscheidungen für die Gesellschaft,
beschließt über Verwendung des Bilanzgewinns
- weitreichende Mitbestimmungsrechte Arbeitnehmer
2. Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH:
- Stammkapital muss mindestens 25.000€ betragen
- 3 Organe:
- Geschäftsführung: Geschäftsführer können Gesellschafter oder Dritte sein
- Aufsichtsrat: ab gewisser Größe und bei bestimmter Branchenzugehörigkeit
- Gesellschaftsversammlung: beschließendes Organ
- Gesellschafter können Handlungsspielraum der Geschäftsführer frei abstecken
Unternehmensverbindungen:
- Ziele:
1. Wachstum:
- internes Wachstum: Ausbau der Kapazitäten aufgrund von steigender Nachfrage
- externes Wachstum: Unternehmen verbinden sich miteinander
(freundliche/feindliche Übernahme) Unternehmenskonzentration, heute viel
externes Wachstum, da internes aufgrund des gesättigten Marktes nur schwer
umsetzbar
2. Synergieeffekte:
- Das Ganze hat einen höheren Wert als die Summe der Summanden (1+1=3)
3. Risikostreuung:
- Diversifikation in neue Produkte und Märkte soll Risiko verringern
- Motive:
1. Beschaffungsbereich
- durch gemeinsamen Einkauf können die Lieferkonditionen besser verhandelt
werden
- oder durch Zusammenarbeit mit Zulieferern wird die Versorgung garantiert
2. Produktionsbereich:
- bessere Auslastung von Kapazitäten
- gemeinsame Entwicklung von Produktionsverfahren
- Arbeitsteilung (Spezialisierung auf bestimmte Bereiche)
- Vereinheitlichung der Produkte
- Rationalisierung von Produktionsabläufen
- hohe Stückzahl = niedrigere Stückkosten
3. Absatzbereich:
- Verbesserung der Absatzmöglichkeiten
- Schaffung von Marktmacht (-> aber eventuell Kartell)
- Erweiterung der Produktpalette, dadurch weniger Risiko
4. Forschungs- und Entwicklungsbereich:
- keine Doppelarbeiten
5. Finanzierungsbereich:
- Finanzierung von Großprojekten sind alleine nur schwer tragbar
- bessere Kreditmöglichkeiten
- Merkmale:
1. Produktionsstufe
- Horizontale Unternehmensverbindung:
- Verbindung auf gleicher Produktions- oder Handelsstufe (2 Warenhäuser)
- Vertikale Unternehmensverbindung:
- Rückwärtsintegration: vorgelagerte Stufe wird angehängt (Metallverarbeiter
an Autohersteller)
- Vorwärtsintegration: nachgelagerte Stufe wird angehängt (Autovertrieb an
Autohersteller)
- Laterale Unternehmensverbindung:
- verschiedene Branchen
- Dauer:
- vorübergehende Kooperation: bestimmtes Ziel, Projekt
- dauernde Kooperation: unbestimmte Zeit

- Kooperationsgrad:
1. Vertragliche Grundlage:
- die beteiligte Unternehmen wahren ihre wirtschaftliche und rechtliche
Selbstständigkeit
2. Beteiligungserwerb:
- wird die Kontrolle erlangt spricht man von Unternehmensübernahme
- Takeover: gelistete AG wird übernommen
- Acquisition: privates Unternehmen wird übernommen
3. Käufliche Übernahme von Aktive und Passiva:
- Unternehmen kauft Akitva und übernimmt auch die Schulden
- das andere Unternehmen wird nicht aufgelöst!
4. Fusion/Merger:
- völlige Verschmelzung zweier Unternehmen
- Formen:
1. Konsortium:
- Unternehmensverbindungen auf vertraglicher Basis zur Abwicklung von Projekten
- meistens wird die GbR als Rechtsform gewählt
2. Kartell:
- Unternehmen bleiben getrennt voneinander erhalten
- binden sich in bestimmten Bereichen an Absprachen (Benzinpreis)
- fast weltweit verboten (außer staatliche Ausnahmefälle wie die OPEC)
3. Strategische Allianz:
- Handlungsfreiheit der beteiligten Unternehmen im Kooperationsbereich
maßgeblich eingeschränkt
- von großer Bedeutung für Zukunft des Unternehmens
- Ursachen (nach Rühli):
- Globalisierungstendenz: man kann weltweit tätig sein -> Allianz zur
Nutzbarmachung möglichst vieler Märkte
- Verkürzung von Produktlebenszyklen, Steigerung der FuE-Kosten: rasche
Absetzung in großen Mengen nötig um Kosten zu amortisieren
- Differenzierung des Know-Hows: Unternehmen haben immer nur gewisse
Kernkompetenzen, aber Wissen aus anderen Bereichen ist auch nötig
- Skaleneffekte. Fixkosten werden auf mehr Output verteilt
- Typen (nach Rühli):
- Joint Venture
- Minderheitsbeteiligung
- vertragliche Vereinbarung: Kooperation in strategisch wichtigen Bereichen,
jeder Partner hat anteiligen Nutzen an den Resultaten
4. Joint Venture:
- Gemeinschaftsunternehmen (rechtlich selbstständig), dass von den Partnern
getragen wird und Aufgaben in gemeinsamen Interesse ausführt
5. Konzern:
- ein herrschendes und mehrere abhängige Unternehmen sind ein Konzern
- nicht rechtsfähig
- Einheitstheorie: es sind zwar verschiedene Unternehmen, aber es wird ein
einziger Jahresabschluss erstellt; dabei dürfen nur Transaktionen gegenüber
Dritten ausgewiesen werden, keine Forderungen innerhalb des Konzerns

- Wettbewerbsrechtliche Behandlung von Unternehmensverbindungen:


- Kartellverbot
- Missbrauchsaufsicht: soll verhindern das Marktmacht (Marktanteil, Finanzkraft,
Zugang zu Beschaffungs- und Absatzmärkten) missbraucht wird
- Zusammenschlusskontrolle: Verbot von Zusammenschlüssen die eine
marktbeherrschende Stellung herbeiführen
Untern.-verbindungen
nach Art und Dauer

Strategische Allianzen Akquisitionen


Bindungsintensität Niedrig bis mittel (parternschaftl. Hoch (einheitliche Leitung)
Führung)
Wirtschaftliche Bleibt prinzipiell für alle Endet für das Zielunternehmen
Selbstständigkeit Kooperationspartner erhalten
Rangmäßige Gleichordnung Über-/ Unterordnung
Beziehung
Leistungsprozessmä Teilbereiche der Gesamte Wertschöpfungskette des
Wertschöpfungskette des Partners
ßiger Umfang Zielunternehmens
Zusammenschluss
Bindungsmittel Vertrag/ personelle Mehrheitl. Kapitalbeteiligung,
Verpflechtung/Kapitalbeteiligung vollständiger Vermögenserwerb
ohne Kontrollmehrheit
Standort:
- Grad der geografischen Ausbreitung:
1. Lokaler Standort:
- Das Unternehmen beschränkt seine Tätigkeit in erster Linie auf eine Gemeinde
2. Regionaler Standort:
- Das Unternehmen ist in einer bestimmten Region eines Landes tätig
3. Nationaler Standort:
- Das Unternehmen hat seine Produktions-/Vertriebsstätten auf ein Land verteilt
(Deutsche Bahn AG)
4. Internationaler Standort:
- produziert im Inland, exportiert auch ins Ausland
5. Multinationaler Standort:
- keine Grenzen bei Leistungserstellung und- Verwertung
- Standorte von Tochterfirmen in mehreren Ländern (Siemens AG)
Vorteile von Internationalisierung:
- Vergrößerung des Absatzmarktes
- verbesserter Zugang zum Beschaffungsmarkt
- günstigere Arbeitskräfte
- Ausnutzung von Know-How
- regionale Wirtschaftsförderungsmaßnahmen können beansprucht werden
- Zugang zum internationalen Kapitalmarkt
- Minimierung der Steuerbelastung
- Stufen der Internationalisierung:
- Export
- Lizenzvertrag
- ausländisches Unternehmen nutzt Lizenzen gegen Entgelt
- Franchising
- Erlaubnis Güter und Dienstleistungen unter bestimmten Markennamen zu
vertreiben
- Joint Venture
- Gründung mit ausländischem Partner
- Auslandsniederlassungen
- rechtlich unselbstständige Unternehmen im Ausland
- Tochtergesellschaften
- rechtlich selbstständige Unternehmen im Ausland
- Standortanalyse:
Standortfaktoren:
1. Arbeitsbezogene Standortfaktoren:
- Zahl der Arbeitskräfte, Kosten, Qualität
2. Materialbezogene Standortfaktoren:
- richtet sich nach Fundort oder Entstehungsort von Roh-, Hilfs,-
Betriebsstoffen
- Wichtig: Transportkosten, Zulieferersicherheit, Art des Produkte
3. Absatzbezogene Standortfaktoren:
- Kundennähe
- vorhandene oder zukünftige Konkurrenz
- Transportfähigkeit der Produkte
- potenzielle Nachfrage
- Frist zwischen Auftreten des Bedarfs und der angestrebten Versorgung des
Kunden
4. Verkehrsbezogene Standortfaktoren:
- gute Infrastruktur verbessert die Transportzeiten und -kosten
5. Immobilienbezogene Standortfaktoren:
- Industrieunternehmen können in Mietgünstigen Gebieten produzieren,
Dienstleister müssen auf Kundennähe achten
6. Umweltschutzbezogene Standortfaktoren:
- Gesetzesvorlagen, öffentliche Meinung, Ressourcenknappheit
7. Abgabenbezogene Standortfaktoren :
- national wie international gibt es starke Unterschiede
8. Clusterbildung:
- Know-How bündelt sich an bestimmtem Ort
9. Rechtliche und politische Standortfaktoren:
- stabile Länder bieten mehr Rechtssicherheit und geringe
Wechselkursschwankungen
- Standortwahl:
- Nutzwertanalyse: alle relevanten Standortfaktoren werden aufgelistet und
gewichtet -> Bewertung der verschiedenen Optionen mit Punkten -> Auswertung
unter Berücksichtigung von Punkten und Gewichtung
- Investitionsrechnung

- Vorgehen:
1. Begrenzung auf Ländersuche
2. Grobanalyse  zur Festlegung auf drei Regionen in jedem Land
3. Feinanalyse  zur Identifikation von höchstens drei lokalen Standorten in jeder
Region durch Ranking der Standorte
4. Bewertung
5. Standortentscheidung
3. Kapitel: Unternehmensziele
1. Zielbildung:
- Externe Satellitengruppen sind externe Stakeholder die einen indirekten Einfluss auf
die Zielbildung im Unternehmen ausüben (Gewerkschaften)
-Interne Kerngruppen sind direkt beteiligt:
- Eigentümer
- Management: übernimmt Führungsaufgaben und ist am Zielbildungsprozess
beteiligt
- Mitarbeiter: hier sind Hierarchie und Persönlichkeit wichtig um zu sehen wie groß
dessen Einfluss ist

Unternehmensphilosophie: geteilte Werte der Mitglieder des Unternehmens


Vision: in unbestimmter Zukunft vorstellbarer/ wünschenswerter Zustand- Idealbild
„konrektes Zukunftsbild, nahe genug, dass wir die Realisierung noch sehen,
aber schon fern genug, um die Begeisterung der Organisation für eine neue
Wirklichkeit zu erwecken
Strategie: Plan zur langfristigen Gestaltung des Unternehmens (Gegensatz: Taktik)
Ziel: in der Zukunft liegender klar definierter angestrebter Zustand, Endpunkt
eines (Veränderungs-)Prozesses

Zielkategorien - Überischt

2. Zielinhalt:
Sachziele: beziehen sich auf konkretes Handeln
- Leistungsziele: Ziele die mit Leistungsverwertung und -Erstellung
zusammenhängen
- Märkte und Marktsegmente?
- Marktstellung?
- Umsatzvolumen?
- Art der Produkte?
- Ressourcen?
- Qualitätsniveau?
- Finanzziele:
- Versorgung mit genug Kapital
- Liquidität aufrechterhalten (sehr wichtig!)
- optimale Kapital- und Vermögensstruktur
- Berücksichtigung des Risikos
- Führungs- und Organisationsziele:
- Gestaltung des Problemlösungsprozesse
- Welche Führungsfunktionen sollen eingesetzt werden
- Welchen Führungsstil soll man verwenden?
- Organisation der Arbeitsteilung
- Soziale und ökologische Ziele:
- mitarbeiterbezogene Ziele: Einbezug der Bedürfnisse der Mitarbeiter
(gerechter Lohn, Freizeitgestaltung)
- gesellschaftsbezogene Ziele: Unternehmen wollen einen Teil zur Lösung
gesellschaftlicher Probleme beitragen. Maßnahmen die nicht direkt
Erfüllung von Formalzielen dienen. Dazu gehört auch sich der ökologischen
Verantwortung anzunehmen.

Formalziele (Erfolgsziele): beziehen sich auf übergeordnete Ziele, zeigen das Resultat des
Umsatzprozesses
- ökonomisches Prinzip:
- Maximalprinzip: Gegebener Input  maximaler Output
- Minimalprinzip: Gegebener Output  minimaler Input
- Optimalprinzip: Abstimmung von In-/Output für Erreichung von optimaler Lösung

- Effizienz ist die Beurteilung der Beziehungen zwischen der erbrachten Leistung
und dem Ressourceneinsatz. => minimaler Ressourcenverbrauch, rationelle
Abläufe => Leistungsfähigkeit
- Effektivität ist die Beurteilung der Zielerreichung, d.h. in welchem Ausmaß die
gesetzten Ziele auch tatsächlich erreicht wurden. => Leistungswirksamkeit
1. Produktivität: mengenmäßiges Verhältnis zwischen Output und Input
𝑴𝒆𝒏𝒈𝒆𝒏𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑶𝒖𝒕𝒑𝒖𝒕
- Produktivität = 𝑴𝒆𝒏𝒈𝒆𝒏𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑰𝒏𝒑𝒖𝒕
- meistens werden Teilproduktivitäten ermittelt (Arbeits-, Maschinen-,
Flächenproduktivität)
2. Wirtschaftlichkeit: wertmäßiges Verhältnis zwischen Output und Input
𝑴𝒆𝒏𝒈𝒆𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑶𝒖𝒕𝒑𝒖𝒕 𝒙 𝑷𝒓𝒆𝒊𝒔 𝒋𝒆 𝑶𝒖𝒕𝒑𝒖𝒕𝒆𝒊𝒏𝒉𝒆𝒊𝒕 𝑾𝒆𝒓𝒕𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑶𝒖𝒕𝒑𝒖𝒕
- Wirtschaftlichkeit = 𝑴𝒆𝒏𝒈𝒆𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑰𝒏𝒑𝒖𝒕 𝒙 𝑷𝒓𝒆𝒊𝒔 𝒋𝒆 𝑰𝒏𝒑𝒖𝒕𝒆𝒊𝒏𝒉𝒆𝒊𝒕 = 𝑾𝒆𝒓𝒕𝒎äß𝒊𝒈𝒆𝒓 𝑰𝒏𝒑𝒖𝒕
3. Arbeitsproduktivität bei Produkt a/b/c:
𝑃𝑟𝑜𝑑𝑢𝑧𝑖𝑒𝑟𝑡𝑒 𝑆𝑡ü𝑐𝑘𝑒 𝐴𝑟𝑡 𝑎,𝑏 𝑜𝑑𝑒𝑟 𝑐
𝑍𝑎ℎ𝑙 𝑒𝑖𝑛𝑔𝑒𝑠𝑒𝑡𝑧𝑡𝑒 𝐴𝑟𝑏𝑒𝑖𝑡𝑒𝑛𝑑𝑒,𝑀𝑎𝑠𝑐ℎ𝑖𝑛𝑒𝑛,𝐴𝑟𝑏𝑒𝑖𝑡𝑠𝑠𝑡𝑢𝑛𝑑𝑒𝑛,𝑀𝑎𝑠𝑐ℎ𝑖𝑛𝑒𝑛𝑠𝑡𝑢𝑛𝑑𝑒𝑛
𝑈𝑚𝑠𝑎𝑡𝑧
Personalproduktivität: 𝑀𝑖𝑡𝑎𝑟𝑏𝑒𝑖𝑡𝑒𝑟𝑧𝑎ℎ𝑙
𝑍𝑎ℎ𝑙 𝑑𝑒𝑟 𝐾𝑢𝑛𝑑𝑒𝑛
Bedienungsintensität: 𝑍𝑎ℎ𝑙 𝑑𝑒𝑟 𝑆𝑐ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑟
4. Rentabilität und Gewinn:
- Rentabilität = Gewinn/Durchschnitt eingesetztes Kapital
3. Dimensionen der Ziele:
drei wesentliche Zieldimensionen:
1. Zielausmaß und Zielmaßstab: Umfang des zu erreichenden Zieles und Messmethode?
- begrenzt formuliertes Ziel: Satisfizierungsziel, Ein begrenztes Ziel (10%
Gewinnsteigerung) wird ausgegeben und versucht zu erreichen
- unbegrenzte Ziele: Extremfall-, Maximierungsziele (höchstmöglicher Gewinn)
1. Zeitlicher Bezug: Auf welchen Zeitraum bezieht sich die Formulierung des Ziels?
2. Organisatorischer Bezug: Auf welche Organisationseinheiten beziehen sich die Ziele?

Messung auf verschiedenen Skalen:


1. Kardinalskala: Jeder Zielerreichungsgrad wird durch einen numerischen Wert
ausgedrückt (quantifizierbares Ziel)
2. Ordinalskala: Rangordnung. Sehr gut, gut, besser, am besten.
3. Nominalskala: Ziel erreicht oder nicht? (Vertrag abgeschlossen. Ja oder Nein?)

Zeitlicher Bezug der Ziele:


- kurzfristig: bis 1 Jahr
- mittelfristig: 1-5 Jahre
- langfristig: über 5 Jahre

Organisatorischer Bezug der Ziele:


1. Unternehmensziele: beziehen sich auf das Unternehmen als Ganzes
- Gewinn
- Wachstum
- Marktstellung
- Verbesserung des Know-Hows
- Befriedigung der Stakeholder-Ansprüche
2. Bereichsziele: beziehen sich auf bestimmte Teile des Unternehmens (technischer
Fortschritt, Kostensenkung, Kapazitätsauslastung)
3. Mitarbeiterziele: Ziele die dem einzelnen Mitarbeiter vorgegeben werden

4. Zielbeziehungen:
…nach dem Einfluss der Umwelt
- entscheidungsfeldbedingte Zielbeziehungen: liegen vor wenn die Situation nur von
den Daten und Handlungsmöglichkeiten begrenzt ist.
- entscheidungsträgerbedingte Zielbeziehungen: hier kommen auch die Werte und
Gefühle des Entscheidungsträgers zum tragen.
…nach dem Verhältnis der Ziele untereinander
- komplementäre, konkurrierende, indifferente Zielbeziehungen:
- komplementär: Durch Erreichung eines Ziel wird die Erfüllung eines anderen
verbessert
- konkurrierend: Erreichung eines Ziels führt zur Verschlechterung der Erreichung
eines anderen
- indifferent: 2 Ziele beeinflussen sich nicht

- Haupt- und Nebenziele:


- Einstufung der Wichtigkeit -> entscheidungsträgerbedingt!
- Ober-, Zwischen- und Unterziele:
- Voraussetzung: Komplementarität der Ziele
- Lärmschutz ist Unterziel zur Erfüllung des Oberziels Erhaltung der Arbeitsleistung
des Mitarbeiters
4. Kapitel: Unternehmensführung und -kontrolle:

1. Grundbegriffe:
- finanzielle Mittel:
- alle flüssigen Zahlungsmittel, Buchgeld, Bankguthaben, Wertpapiere
- Beschaffung erfolgt auf den Finanzmärkten, unterteilt in
- Geldmarkt -> kurz- bis mittelfristige Geldanlagen
- Kapitalmarkt -> längerfristige Kapitalanlage
- Primärmarkt: Neuemission von Wertpapieren
- Sekundärmarkt: Handel mit bereits emittierten Wertpapieren
- Kapital: Wert der im Unternehmen steckenden materiellen und immateriellen
Güter
- Eigenkapitel: steht dem Unternehmen zeitlich unbegrenzt zur Verfügung
- Fremdkapital: stammt von Dritten, begrenzte Nutzungsdauer
- Mezzanine-Kapital: Fremdkapital mit sehr hohem Risiko (unbesicherte
Darlehen, stille Beteiligungen) bei denen der Kapitalgeber auch am Erfolg
partizipiert, und nicht nur feste Zinsen bekommt
- Vermögen: Aktiva der Bilanz, Gesamtheit der materiellen und (aktivierten)
immateriellen Güter eines Unternehmens
- Unterscheidung in Anlage- und Umlaufvermögen
- Finanzierung: Bereitstellung von Kapital um Investitionen zu tätigen
- Unternehmensfinanzierung: Geld wird für die Aufrechterhaltung der
Produktion benötigt
- Projektfinanzierung: Geld wird für bestimmte wichtige Potenzialfaktoren
benötigt (Flugzeug)
- Finanzmanagement: alle Maßnahmen zur Kapitalbeschaffung, -einsatz, -
verwaltung,- rückzahlung
- Investition: Ausstattung des Unternehmens mit den notwendigen
Vermögensteilen, Umwandlung des Kapitals in Vermögen

Betrieblicher Umsatzprozess
2. Finanzkontrolle:
Aufgaben:
- Überwachung der Ein- und Auszahlungsströme
- Ergreifung von Maßnahmen bei Unregelmäßigkeiten, um größere Fehlbeträge oder
Überschüsse zu vermeiden
- Auswertung der Unregelmäßigkeiten (Ursachen)

Statisch: dynamisch:
-Liquidität -Cashflow (Innenfinanzierungskraft)
-Vermögensstruktur
-Kapitalstruktur
-Rentabilität
statische Finanzkontrolle:
- bezieht sich auf Werte zu einem bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag), im Fokus stehen
Rentabilität, Liquidität, Kapitalstruktur, Deckung der Anlagen, Vermögensstruktur

1. Liquidität: Zahlungsbereitschaft eines Unternehmens


- absolute Liquidität:
- Liquiditätsstufe 1 (Bar/Kassaliquidität): 𝒍𝒊𝒒𝒖𝒊𝒅𝒆 𝑴𝒊𝒕𝒕𝒆𝒍 − 𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓. 𝑭𝑲 (<1J.)
- Liquiditätsstufe 2: 𝒍𝒊𝒒𝒖𝒊𝒅𝒆 𝑴𝒊𝒕𝒕𝒆𝒍 + 𝑮𝒆𝒍𝒅𝒇𝒐𝒓𝒅𝒆𝒓𝒖𝒏𝒈𝒆𝒏 − 𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓. 𝑭𝑲
- Liquiditätsstufe 3 (Nettoumlaufvermög): 𝑼𝒎𝒍𝒂𝒖𝒇𝒗𝒆𝒓𝒎ö𝒈𝒆𝒏 − 𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓. 𝑭𝑲 (<1J.)
- relative Liquidität:
𝒍𝒊𝒒𝒖𝒊𝒅𝒆 𝑴𝒊𝒕𝒕𝒆𝒍
-Liquiditätsgrad 1 - Cash Ratio: 𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓𝒊𝒔𝒕𝒊𝒈𝒆𝒔 𝑭𝑲 (<𝟏𝑱.)
𝒍𝒊𝒒𝒖𝒊𝒅𝒆 𝑴𝒊𝒕𝒕𝒆𝒍+𝑮𝒆𝒍𝒅𝒇𝒐𝒓𝒅𝒆𝒓𝒖𝒏𝒈𝒆𝒏
- Liquiditätsgrad 2 - Quick Ratio: Geldford.= gestellte Rechn.
𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓𝒊𝒔𝒕𝒊𝒈𝒆𝒔 𝑭𝑲 (<𝟏𝑱.)
𝑼𝒎𝒍𝒂𝒖𝒇𝒗𝒆𝒓𝒎ö𝒈𝒆𝒏
- Liquiditätsgrad 3 - Current Ratio: 𝒌𝒖𝒓𝒛𝒇𝒓𝒊𝒔𝒕𝒊𝒈𝒆𝒔 𝑭𝑲

 Verhältnis sollte bei allen größer, gleich 1 sein bezogen auf relative Liqui

2. Kapitalstruktur:
𝑭𝒓𝒆𝒎𝒅𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍
- Verschuldungsgrad (FK-Quote): 𝑮𝒆𝒔𝒂𝒎𝒕𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍

𝑬𝒊𝒈𝒆𝒏𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍
- Eigenfinanzierungsgrad (EK-Quote) : 𝑮𝒆𝒔𝒂𝒎𝒕𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍

𝑭𝒓𝒆𝒎𝒅𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍
- Finanzierungsverhältnis (Stat. Verschuldungsgrad): 𝑬𝒊𝒈𝒆𝒏𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍

3. Rentabilität:
𝑱𝒂𝒉𝒓𝒆𝒔ü𝒃𝒆𝒓𝒔𝒄𝒉𝒖𝒔𝒔
- Eigenkapitalrentabilität:
𝒅𝒖𝒓𝒔𝒄𝒉𝒏𝒏.𝑬𝒊𝒈𝒆𝒏𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍
- Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment ROI):
𝑱𝒂𝒉𝒓𝒆𝒔ü𝒃𝒆𝒓𝒔𝒄𝒉𝒖𝒔𝒔+𝑭𝑲−𝒁𝒊𝒏𝒔𝒆𝒏 𝑮𝒆𝒘𝒊𝒏𝒏+𝑭𝑲 𝒁𝒊𝒏𝒔𝒆𝒏 𝑼𝒎𝒔𝒂𝒕𝒛
= 𝑿 𝑫𝒖𝒓𝒄𝒉𝒔𝒄𝒉𝒏.𝑮𝒆𝒔𝒂𝒎𝒕𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍
𝑫𝒖𝒓𝒔𝒄𝒉𝒏.𝑮𝒆𝒔𝒂𝒎𝒕𝒌𝒂𝒑𝒊𝒕𝒂𝒍 𝑼𝒎𝒔𝒂𝒕𝒛
Umsatzrendite Kapitalumschlag
4.Externe Finanzkennzahlen:
𝐺𝑒𝑤𝑖𝑛𝑛
- Gewinn je Aktie (Earnings per share): 𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝐴𝑘𝑡𝑖𝑒𝑛
𝐵ö𝑟𝑠𝑒𝑛𝑘𝑢𝑟𝑠 𝑗𝑒 𝐴𝑘𝑡𝑖𝑒
- Kurs-Gewinn-Verhältnis (Price/Earnings-ratio): 𝐺𝑒𝑤𝑖𝑛𝑛 𝑗𝑒 𝐴𝑘𝑡𝑖𝑒
-Cash-Flow Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
- Unternehmenssteuern
+/- Abschreibungen/ Zuschreibungen
+/- Zuführung/ Auflösung von Rückstellungen
+/- Desinvestition/ Investition in Analgevermögen
+/- Minderung/ Erhöhung des Nettoumlaufvermögen
=Free Cashflow (FCF)
- der Cashflow zeigt den Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit sowie aus Investitions- und
Finanzierungstätigkeit
5.Kapitel: Instrumente der Unternehmensführung:
Management = Zweckorientiertes Gestalten, Lenken und Entwickeln produk. sozial.
Systeme (Umgang mit Komplexität)
GAP-Analyse:
Grundsatz 1 = Gleichberechtigung aller Bausteine (Strategie – Kultur – Prozesse)
Grundsatz 2 = Synchronisierte Plattform  Dynamik, Timing
Grundsatz 3 = Vernetzung des Managements
Grundsatz 4 = Aufgabenteilung
Grundsatz 5 = Erhöhte Frequenz(kürzere Feedback-Zyklen,verkürzte
Entscheidungswege)

Prozessstufen des strategischen Managements:

Wettbewerbsanalyse:
5 Forces nach Porter  dient als Grundlage strategischer Planung „Market based view“
1. Gefahr des Markteintritts:
- neue Mitbewerber bringen Veränderungen mit sich
- hängt von den Eintrittsbarrieren ab (z.B. technisches Know-How)
2. Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern:
3. Druck durch Substitutionsprodukte:
- Gefahr durch ein Ersatzprodukt aus einer anderen Branche
(Smartphone-Tablet)
- kann durch Preis des Ersatzprodukts, aber auch durch gesellschaftliche
Umstände beeinflusst werden (gesünder essen, Umweltschutz)
4. Verhandlungsstärke der Abnehmer:
- besonders groß bei wenn:
- wenige Abnehmer, viele Anbieter
- mein Produkt ist ein großer Kostenposten bei meinem Abnehmer
- leichte Substitution
5. Verhandlungsstärke der Lieferanten:
- besonders groß wenn:
- nur wenige Lieferanten, viele Nachfrager
- meine Branche ist für den Lieferanten unwichtig (geringe
Abnahmemenge)
- keine Substitutionsprodukte
- Das Produkt des Lieferanten ist wichtig für den Abnehmer
SWOT-Analyse:
- Zur Ermittlung der strategischen Ausgangslage  „IST-Bewertung“

Benchmarking:
- hier wird die eigene Leistung an der Leistung der Marktführer gemessen
- es gibt internes (gegenüber Vergleichspartnern aus dem eigenen Betrieb),
externes (gegenüber Konkurrenten aus der gleichen Branche) und funktionales
(gegenüber Vergleichspartnern aus einer anderen Branche) Benchmarking

4.
1.

3. 2.

Boston Consulting Group Matrix:


- Portfolioanalyse mit Produkt-Matrix
- Basierend auf Produktlebenszyklus
- Nicht anwendbar auf z.B. „Tempo“

Balanced Scorecard:
- führt finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen zu einem umfassenden System
zusammen
- ausgewogene Ergebnisdarstellung
-  soll Anregung zum Lernprozess geben