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ECOS-V-010
4. Sitzung der Fachkommission
12. April 2011

DISKUSSIONSPAPIER
der Fachkommission für Wirtschafts- und Sozialpolitik

"EINE INTEGRIERTE INDUSTRIEPOLITIK FÜR DAS ZEITALTER


DER GLOBALISIERUNG: VORRANG FÜR
WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND NACHHALTIGKEIT"

_____________

Berichterstatter: Patxi López (ES/SPE)


Präsident der Autonomen Gemeinschaft Baskenland
_____________

Dieses Dokument wird in der Sitzung der Fachkommission für Wirtschafts- und Sozialpolitik am
Dienstag, 12. April 2011 von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr erörtert.

WEITERGABE AN DIE ÜBERSETZUNG: 7. MÄRZ 2011

R/CdR 374/2010 (ES) freelance/MD/as


— Rue Belliard/Belliardstraat 101 — 1040 Bruxelles/Brussel — BELGIQUE/BELGIË

Tel. +32 22822211 — Fax +32 22822325 — Internet: http://www.cor.europa.eu DE
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Referenzdokument

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts-
und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen: Eine integrierte Industriepolitik für das Zeit-
alter der Globalisierung: Vorrang für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit
KOM(2010) 614 endg.

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I. POLITISCHE EMPFEHLUNGEN

DER AUSSCHUSS DER REGIONEN

1. begrüßt das Engagement der Europäischen Kommission für die Errichtung einer starken,
wettbewerbsfähigen und auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten europäischen Industrie
zur Belebung der Konjunktur, das aus der Mitteilung "Eine integrierte Industriepolitik für das
Zeitalter der Globalisierung: Vorrang für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit", einer der
sieben Leitinitiativen der Europa-2020-Strategie, hervorgeht;

2. unterstützt entschieden das Konzept der Europäischen Kommission, das sich auf die Wettbe -
werbsfähigkeit und die Nachhaltigkeit als die beiden entscheidenden Aspekte richtet, um die
Krise zu überwinden und den Grundstein für ein langfristig sozial und territorial ausgewoge -
nes Wirtschaftswachstum zu legen;

3. teilt den Standpunkt, dass strukturelle Reformen dringend notwendig sind, angesichts der
radikalen Veränderungen, die das unternehmerische Umfeld betreffen und die Übernahme
eines neuen Wettbewerbsparadigmas auf globaler Ebene bedingen, in dem der Aufstieg von
Schwellenländern, die Technologie und die IKT-Kompetenzen sowie der Übergang zu einer
kohlenstoffarmen Wirtschaft eine entscheidende Bedeutung erlangen;

4. unterstreicht jedoch, dass beim Wandel in der europäischen Industrie ein angemessener
Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in potenziell gefährdeten Branchen vorge-
sehen und garantiert werden muss und Möglichkeiten für Outplacement, Umschulung und
Förderung von Existenzgründungen angeboten werden müssen. In dieser Hinsicht sollte der
Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung stärker genutzt werden, insbe-
sondere im Hinblick auf die Unterstützung von Existenzgründungen;

5. ersucht die Europäische Kommission, stärkeren Nachdruck auf die unterschiedlichen Ent-
wicklungsniveaus und auf den Ausgleich der innerhalb der Europäischen Union noch beste-
henden Ungleichgewichte zu legen, wofür die Industriepolitik ohne Zweifel ein wirksames
Instrument darstellt. Der relative Stand der Mitgliedstaaten und der Regionen und Städte in
Bezug auf die fünf Ziele der Europa-2020-Strategie ist sehr unterschiedlich und die Auswir-
kungen der Wirtschaftskrise treffen sie mit unterschiedlicher Intensität;

6. vertritt die Auffassung, dass sich die Unternehmen, Sozialpartner sowie die Bürgerinnen und
Bürger stärker in die Industriepolitik der Europäischen Union einbringen werden, wenn es
gelingt, die positive Auswirkung dieser Politik auf das Wettbewerbspotenzial des industriellen
Gefüges deutlich zu machen. Außerdem erfordern die Impulse für die europäische Industrie
eine Mobilisierung und Dynamisierung der mit den Regionen und Städten verbundenen
lokalen Wirtschaftsförderungsakteure (lokale Entwicklungsagenturen, Technologiezentren,
Berufsschulen usw.);

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7. bringt seine Überzeugung zum Ausdruck, dass der Erfolg der europäischen Industriepolitik
ein politisches Gesamtkonzept erfordert, in dem die verschiedenen Aspekte, die sich auf das
Wettbewerbspotenzial der Unternehmen auswirken, systemisch miteinander verknüpft sind.
Bildung und Qualifizierung, FuE sowie Innovation, Gesetzgebung, Gesundheitswesen,
Umwelt, Wettbewerb, Energie und Verkehr sind Politikbereiche unterschiedlicher Art, die die
Wettbewerbsfähigkeit sowie die dringend notwendige Steigerung der Produktivität der euro-
päischen Industrie maßgeblich beeinflussen;

8. drängt die Europäische Kommission, eine stärkere Kohärenz zwischen der Europa-2020-Stra-
tegie und der Definition der Ziele und Leitlinien der Programme und Initiativen im kommen-
den Finanzplanungszeitraum 2014-2020 anzustoßen, die mit der Umgestaltung der europäi-
schen Industrie für mehr Wettbewerbsfähigkeit synchron laufen und sich in konkreten Maß-
nahmen niederschlagen müssen;

9. fordert eine größere Rolle für die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften der Europäi-
schen Union bei der Gestaltung und Implementierung der Europa-2020-Strategie und bei der
Umsetzung der Ziele der Mitteilung "Eine integrierte Industriepolitik für das Zeitalter der
Globalisierung: Vorrang für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit". Es gibt Gebietskör-
perschaften mit umfangreichen Kompetenzen und nachgewiesener Erfahrung auf dem Gebiet
der wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung sowie in anderen, unmittelbar mit der
Wettbewerbsfähigkeit in Verbindung stehenden Politikbereichen. Ihre Nähe zu den Entschei-
dungsträgern und Hauptakteuren der Wirtschaft verleiht ihnen eine größere Effektivität bei
der Umsetzung öffentlicher Politiken;

10. schlägt vor, Fortschritte bei einer kooperativen Governance (Partnership) zwischen Verwal-
tungen und wirtschaftlichen und sozialen Einrichtungen anzustreben. Die Europa-2020-Stra-
tegie kann nur dann erfolgreich sein, wenn die lokalen und regionalen Behörden in ihre Reali-
sierung und insbesondere in ihre Gestaltung einbezogen werden;

11. bestätigt die Notwendigkeit eines Verfahrens zur regelmäßigen Berichterstattung über die bei
der Implementierung der Industriepolitik erreichten Fortschritte sowie einer Verbesserung der
wirtschaftspolitischen Koordinierung und der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten,
um auf dem Weg zum gleichen Ziel Synergien zu erzeugen und Ressourcen gemeinsam zu
nutzen. Die Ingangsetzung dieser Maßnahmen entspricht einem ergebnisorientierten Politik-
ansatz;

Ein neues Wirtschaftsszenarium mit Änderungen struktureller Art

12. betont die Tragweite des laufenden Strukturwandels, der Auswirkungen auf die Wettbewerbs-
fähigkeit der Industrie im internationalen Maßstab hat. Das neue Wirtschaftsszenarium ist
durch die Etablierung gewisser Tendenzen gekennzeichnet, die sich bereits seit einigen Jahren
abzeichnen, aber nunmehr mit größerer Intensität auftreten und die mit der neuen Rolle von

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Wissen, Innovation, Nachhaltigkeit und Globalisierung zusammenhängen, und die neue


Quellen der Wettbewerbsfähigkeit hervorbringen werden;

13. bekräftigt, dass dieser Wandel geordnet bewältigt werden muss, wobei seine Auswirkungen
auf den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt weitestgehend zu minimieren sind und
sichergestellt werden muss, dass die Menschen und Unternehmen sich in geeigneter Weise
anpassen können, damit soziale Ausgrenzung vermieden wird;

14. erklärt, dass die neuen Wettbewerbsfähigkeitsfaktoren, die die dringend erforderliche Umge-
staltung der Industrie und ihre Integration in die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts
bestimmen werden, auf dem geistigen, sozialen und insbesondere dem schöpferischen Kapital
basieren;

15. unterstreicht, dass sich nicht weniger Besorgnis erregende Schwächen gezeigt haben, die sich
direkt auf die Grundlage des europäischen Wirtschafts- und Industriemodells auswirken, wie
relativ geringe Investitionen in FuE oder die Notwendigkeit einer stärkeren Ausrichtung der
Ausbildung auf Wissenschaft und Technologie;

16. betont daher, dass angesichts der Bedeutung dieser Herausforderungen für die Nachhaltigkeit
des europäischen Modells eine eindeutige, ehrgeizige und europaweit abgestimmte Antwort
erforderlich ist, sowohl seitens der Politik als auch durch die Instrumente, die auf die notwen-
dige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ausgerichtet werden müssen,
um schnellstmöglich die Krise zu überwinden und die Grundlagen zu schaffen, die unser
künftiges Wachstum sichern;

17. verweist auf die Globalisierung als eine unumkehrbare und im Wesentlichen positive Ent-
wicklung. Der Unternehmenswettbewerb findet auf globaler Ebene statt. Doch die Globalisie-
rung hat das Wettbewerbsumfeld intensiviert, indem sie die Märkte für den Eintritt neuer
Wettbewerber öffnet, denen die neuen Möglichkeiten der Mobilität und Informationsbeschaf-
fung zugute kommen. Die Fragmentierung der Wertschöpfungskette ist ein weiterer Ausdruck
der Globalisierung, bei der die verschiedenen Tätigkeiten zur Herstellung oder Erbringung
einer Ware oder Dienstleistung unter mehreren Ländern entsprechend ihrer Standortvorteile
aufgeteilt werden. Es ist folglich notwendig, dass unsere Industriebereiche einen "Globalisie-
rungsreflex" entwickeln;

18. erkennt an, dass die Globalisierung sich auch auf die FuE und Innovation ausgewirkt und zu
tiefgreifenden Veränderungen im Welthandel und in den Auslandsinvestitionsströmen geführt
hat. Es muss eine Politik der Internationalisierung von FuE und Innovation konzipiert werden,
die nicht zu einer Verstärkung der nationalen und regionalen Ungleichgewichte beiträgt,
wofür die Mitwirkung der Hochschulen, Technologiezentren und FuE-Abteilungen der Unter-
nehmen aus allen Regionen der Europäischen Union erforderlich ist;

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19. erinnert auch daran, dass die Unternehmensgröße zu einem Schlüsselfaktor der Wettbewerbs-
fähigkeit eines Unternehmens in der globalisierten Wirtschaft geworden ist, weshalb Lösun-
gen und Formeln, die auf Zusammenarbeit und Partnerschaften von Unternehmen ausgerich-
tet sind, gesucht werden müssen. Auf die mit der Internationalisierung, der Innovation oder
der Nachhaltigkeit verknüpften Herausforderungen kann man nicht isoliert oder abgekoppelt
reagieren;

20. richtet die Aufmerksamkeit darauf, dass die Größe jedoch dank der Möglichkeiten der neuen
Informations- und Kommunikationstechnologien keine Einschränkung für die geografische
Expansion darstellt. Die neuen Technologien haben die Welt kleiner gemacht. Heute kann ein
kleines oder mittleres Unternehmen ein multinationales Unternehmen sein, wenn es gelingt,
die Tätigkeitsnische gut zu segmentieren, in der die Unternehmen ihre Aktivitäten entwickeln.
Die Größe ist wichtig und wird immer wichtiger sein, aber sie muss aus einem anderen
Blickwinkel - das Erreichen der optimalen Größe in einem spezifischen Nischenmarkt - ana-
lysiert werden. So wird es möglich sein, dass die Europäische Union neben Weltmarktführern
auch vernetzt arbeitende multinationale KMU in Nischenmärkten hat;

21. würdigt die Bedeutung der Kreditvergabe zur Steuerung der Wirtschaftsentwicklung. Sämt-
lichen Prognosen zufolge werden Kredite weiterhin teuer und knapp sein, solange sich die
Finanzmärkte nicht beruhigen. Dies wirkt sich im Wesentlichen auf den produktiven Bereich
und insbesondere auf die KMU aus, die Finanzkraft brauchen, um weiter zu wachsen;

22. erinnert daran, dass die demografische Entwicklung mit neuen Konsummodellen einhergehen
wird. Die Alterung der Bevölkerung in den Industrieländern wird einen neuen Bedarf an
Sozialleistungen wecken, aber auch neue Chancen für die Industrie und den Dienstleistungs-
sektor hervorbringen. Das Anwachsen der Mittelschicht in den Schwellenländern wird eine
weitere potenzielle Quelle von Möglichkeiten darstellen;

23. anerkennt die Rolle der Schwellenländer im neuen geoökonomischen Kräfteverhältnis, das
sich mit Blick auf die Zukunft abzeichnet. Die Schwellenländer gewinnen an Bedeutung als
attraktive Märkte mit starkem Wachstum und einer ausgeprägten Mittelschicht, aber auch als
Protagonisten der neuen Direktinvestmentströme;

24. verweist auf die Notwendigkeit, die unterschiedliche Intensität zu berücksichtigen, mit der die
Krise die europäischen Staaten getroffen hat, was auf regionaler Ebene sogar noch stärker der
Fall ist. Die Gestaltung eines neuen Rahmens für die Industriepolitik auf europäischer Ebene
muss die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen sowie die besonderen Merkmale der ver-
schiedenen Territorien berücksichtigen;

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Die europäische Industrie vor den neuen Herausforderungen des Wettbewerbs

25. begrüßt die Schlüsselrolle, die die Initiative der Industrie in dem neuen europäischen Wachs-
tumsmodell zuweist, indem ein strategischer Rahmen für eine neue integrierte Industriepolitik
errichtet wird, der Wirtschaft und Beschäftigung durch die Entwicklung einer industriellen
Basis von Weltniveau ankurbeln soll;

26. bekräftigt, dass die Industrie historisch im sozialen und kulturellen Zentrum der europäischen
Identität verankert ist. Die Europäische Union hat eine Reihe von Krisen und Wandlungspro-
zessen durchlebt, aber die europäische Industrie aber ist nach wie vor von entscheidender
Bedeutung für die europäische Wirtschaft und hat eine große Sogwirkung für die übrigen
Wirtschaftssektoren;

27. stimmt zu, dass es notwendig ist, industrielle Einschnitte zur Umstrukturierung und für eine
vom Wettbewerb getragene Anpassung vorzunehmen, und drängt die Europäische Kommis-
sion und die Mitgliedstaaten, beim Übergang zur wissensbasierten Industrie entschlossen vor-
anzuschreiten. Nur so kann Europa langfristig die Lebensfähigkeit seiner Industriezweige
wiederherstellen;

28. betont, dass die EU zur Aufrechterhaltung einer Führungsposition in der Weltwirtschaft die
Industrie ins Zentrum ihres Wirtschaftssystems stellen und entschlossen die strategische Auf-
gabe der Erhöhung ihrer Produktivität in Angriff nehmen muss. Daher ist es wichtig, Fort -
schritte bei der Modernisierung der Produktionsanlagen, bei dem Kompetenzerwerb und der
Berufsausbildung der Arbeitskräfte, bei der Entwicklung der Innovation, der Flexibilität der
Arbeitsmärkte und der Integration von fortgeschrittenen Managementsystemen zu erreichen,
um mehr und besser zu produzieren;

29. verweist darauf, dass sich auch der Begriff "Industrie" weiterentwickelt hat. In der EU entfällt
auf die Industrie 24,8% des BIP, aber die Industrieprodukte beinhalten immer mehr Dienst-
leistungselemente und gleichzeitig benötigt die Industrie für ihre Entwicklung immer mehr
Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung. Europa befindet sich also in einer wirtschaft-
lichen Phase, in der die sogenannte "diffuse Industrie" in den Vordergrund getreten ist;

30. unterstreicht die strategische Bedeutung der Innovation. Die Innovation ist zu einem Schlüs-
selelement in den Strategien der industriellen Wettbewerbsfähigkeit geworden, doch der
Innovationsbegriff muss erweitert und vertieft werden. Die Technologie hat die Produktions-
verfahren, die Vertriebswege und die Organisation der Unternehmen verändert. Es ist aller-
dings erforderlich, über die technologische Innovation hinauszugehen und die offene Innova-
tion zu fördern. Außerdem muss die Europäische Union im gegenwärtigen strukturellen
Kontext auf die Entwicklung von Schlüsseltechnologien (Nanotechnologie, Mikro- und
Nanoelektronik, industrielle Biotechnologie, Photonik, Hightech-Werkstoffe und hochentwi-
ckelte Fertigungstechniken) setzen, um die Modernisierung ihrer Industrie voranzutreiben und
die Produktivität unserer Unternehmen zu erhöhen;

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31. legt den Akzent auf die Dringlichkeit, qualifizierte und für die Arbeit in der Wissensindustrie
geschulte Menschen auszubilden. Gegenwärtig haben nicht wenige europäische Industrie-
branchen erhebliche Probleme, freie Stellen zu besetzen, weil es an Arbeitskräften mit den
erforderlichen Fähigkeiten mangelt. Es werden mehr hoch qualifizierte Arbeitnehmer in
zukunftsträchtigen strategischen Bereichen wie Forschung und Wissenschaft, Ingenieurwesen,
Gesundheitswesen oder Mathematik benötigt. Außerdem sind unbedingt Fortschritte bei der
Vielseitigkeit und der Multidisziplinarität und ein auf persönliche Kompetenzen wie
Teamarbeit oder Bereitschaft zu Veränderungen ausgerichtetes Konzept nötig. Daher haben
die Vorschläge der "Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten"
für die Zukunft der europäischen Industrie weitreichende Bedeutung. Ebenso ist eine stärkere
Anpassung des Europäischen Sozialfonds an die sich verändernden Erfordernisse des indus-
triellen Sektors notwendig;

32. verweist auf die Bedeutung der Entwicklung von Managementmodellen mit einer hohen Ein-
bindung der Beschäftigten, die ihr Bekenntnis zum Unternehmen und positive Einstellungen
fördern;

33. stellt fest, dass die europäische Industrie stark von Rohstoffen und strategischen Ressourcen
abhängig ist, die immer teurer und knapper werden. Die Entwicklung von Prozessen für eine
effizientere Bewirtschaftung dieser Ressourcen durch die Unternehmen, die Substitution von
Rohstoffen sowie Fortschritte bei der Entwicklung und Nutzung alternativer Energien muss
als strategische Aufgabe für unsere Industriepolitik formuliert werden;

34. ist sich bewusst, dass die Alterung der europäischen Bevölkerung Auswirkungen mit sich
bringt und drängt die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten, in abgestimmter
Weise die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den unmittelbar bevorstehenden
Rückgang der Erwerbsbevölkerung zu verkraften. Das Wirtschaftswachstum der kommenden
Jahre darf nicht durch den Verlust von Know-how und von erfahrenen Arbeitnehmern beein-
trächtigt werden, daher gilt es, den Wissens- und Erfahrungstransfer innerhalb des Unterneh-
mens zu fördern;

35. erkennt an, dass den europäischen Unternehmen der Zugang zu den Märkten von Drittländern
erleichtert werden muss. Die Beschränkungen des Freihandels sowie die nichttarifären Han -
delshemmnisse beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in der EU. Daher muss
die Europäische Kommission in den internationalen Institutionen mit der erforderlichen
Wachsamkeit und Entschlossenheit vorgehen, um einen offeneren und gerechteren internatio-
nalen Handel zu erreichen;

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Der Weg zu einem intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum. Eine ehrgeizige
neue Industriepolitik, um die Wirtschaft der Zukunft anzuführen.

36. betrachtet das Veränderungspotenzial der Industriepolitik als eines der Hauptinstrumente für
die Regierungen und die wirtschaftlichen und sozialen Akteure, um die Grundlagen eines
nachhaltigen Wachstums zu gewährleisten;

37. bringt zum Ausdruck, dass es dringend notwendig ist, die makroökonomische Nachhaltigkeit
zu sichern und den europäischen Unternehmen ein Szenarium finanzieller Stabilität zu bieten,
das es ihnen ermöglicht, langfristige Projekte zu entwickeln. Die makroökonomische Nach-
haltigkeit muss zur Konsolidierung der Haushaltspolitik beitragen, die es erlaubt, die Priori-
täten der Industriepolitik auf Innovation, Internationalisierung, Nachhaltigkeit und Unterneh-
mensentwicklung zu konzentrieren;

38. unterstützt die Einrichtung des europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus zur Bewälti-


gung von Krisen und wirtschaftlichen Ungleichgewichten, der zur makroökonomischen Sta-
bilität in der Zukunft beitragen und die Probleme des Zugangs zu Darlehen für die KMU in
Angriff nehmen soll. Der öffentliche Sektor muss auch die Entwicklung neuer Finanzinstru-
mente fördern und die Inanspruchnahme von Risikokapital, Startkapital, Beteiligungsdarle-
hen, Bürgschaften oder Business-Angel-Netzen erleichtern, und unterstützt in diesem Sinne
die Einführung des KMU-Finanzforums;

39. fordert eine Verbesserung der Funktionsweise der Finanzmärkte durch Maßnahmen zur
Bekämpfung der Spekulation und der Anfälligkeit der Bankensysteme in bestimmten Mit-
gliedstaaten;

40. bekräftigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit im eigentlichen Zentrum der Industriepolitik steht.
Die Wettbewerbsfähigkeit ist ein sich veränderndes Konzept, das neue Regeln und Tendenzen
berücksichtigt, die den globalen Kontext, in dem wir uns bewegen, neu konfigurieren. In einer
sich stetig wandelnden Welt ist es äußerst wichtig, sich rechtzeitig auf Veränderungen einzu-
stellen und mögliche Auswirkungen vorauszusehen. Die Wettbewerbsfähigkeit liegt in den
Unternehmen, dem Umfeld, der Ordnungspolitik und den Menschen begründet;

41. erachtet es daher als notwendig, einen Plan für Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der Euro-
päischen Union festzulegen und in Gang zu setzen, der die in der Mitteilung "Eine integrierte
Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung: Vorrang für Wettbewerbsfähigkeit und
Nachhaltigkeit" enthaltenen Leitlinien der europäischen Industriepolitik einbezieht;

42. unterstützt die Einführung eines systemischen Ansatzes der Industriepolitik, in den die ver-
schiedenen Strategien integriert werden, die zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Damit die
europäische Industrie ihre Effizienz und Produktivität verbessern kann, muss auch Europas
Stellung in Aspekten wie Verkehr, Sozial- und Verbraucherschutz, Energie, Umwelt sowie

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Binnenmarkt und Handelspolitiken verbessert und diese Bereiche in abgestimmter Form als
eine Art "Wettbewerbskette" konfiguriert werden;

43. bekräftigt, dass der Aufschwung der Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen
weitestgehend von der Entwicklung der Produktivität sowohl im verarbeitenden Gewerbe als
auch insbesondere bei den unternehmensnahen Dienstleistungen abhängen werden;

44. unterstreicht die Rolle der KMU im europäischen Produktionsgefüge. Die Unternehmens-
struktur der Industrie besteht im Wesentlichen aus KMU, und zwei Drittel der Beschäftigten
in der Industrie arbeiten in KMU. Deshalb müssen die öffentlichen Politiken in der Europäi-
schen Union ausgehend von dem Grundsatz "think small first" (Vorfahrt für KMU) in Angriff
genommen werden, um speziell die Bedürfnisse der KMU als die wichtigsten Wirtschafts-
akteure für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für das wirtschaftliche Wachstum zu
berücksichtigen. Europa wird nur dann wettbewerbsfähig sein, wenn seine KMU es sind;

45. fordert deshalb in der Mitteilung eine stärkere Berücksichtigung der entscheidenden Rolle der
Wirtschaftsförderungsakteure der jeweiligen Regionen und Städte, die engmaschig grund-
legende unterstützende Dienstleistungen erbringen, damit die KMU wettbewerbsfähig sein
können;

46. empfiehlt den Einsatz der erforderlichen Mittel, um in enger Zusammenarbeit der Sozialpart -
ner sowie der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften eine wirksame Anwendung des
"Small Business Act" garantieren;

47. teilt die Auffassung, dass die unternehmensnahen Dienstleistungen immer stärker an Bedeu-
tung gewinnen. Es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Unter-
nehmen Zugang zu den bestmöglichen Dienstleistungen haben, was maßgeblich die Qualität
ihrer Produkte und Dienstleistungen und folglich ihre Wettbewerbsfähigkeit bestimmt. Über
die mit der Dienstleistungsrichtlinie erzielten Fortschritte hinaus ist es notwendig, die Trans-
parenz und die Qualitätsnormen für die industriellen Nutzer dieser Art von Dienstleistungen
zu verbessern;

48. begrüßt die Feststellung, dass die Kosten, die mit den Verwaltungslasten und legislativen
Belastungen verbunden sind und die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
auswirken, ermittelt werden müssen, um Fortschritte bei der intelligenten Regulierung zu
erzielen. Dies soll der europäischen Industrie größere Erleichterungen bei der Gründung und
Entwicklung von Unternehmen und damit mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze brin-
gen;

49. fordert eine stärkere Wechselwirkung zwischen den Leitlinien des kommenden Finanzpla-
nungszeitraums 2014-2020 und den neuen, auf die Wettbewerbsfähigkeit fokussierten Priori-
täten für die Industriepolitik, die sich aus der Europa-2020-Strategie ableiten, sowie die
Sicherung einer größeren Effizienz und Effektivität der Unterstützungsmaßnahmen. Es gilt,

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die Ressourcen des kommenden europäischen Haushaltsplans maximal zu nutzen und mit
weniger mehr zu erreichen. Dies schließt eine bessere Festlegung der Prioritäten und die
selektive Konzentration der Ausgaben auf jene Posten, die am stärksten zum Wirtschafts -
wachstum beitragen, ein;

50. bekräftigt die Bedeutung, die die intelligente Spezialisierung erlangt hat. Unter den neuen
internationalen Rahmenbedingungen mit immer neuen und global agierenden Wettbewerbern
zu konkurrieren, impliziert notwendigerweise die Entwicklung von "Innovationsnischen", das
heißt, die intelligente Spezialisierung auf jene Aspekte, bei denen eine bestimmte Region
Wettbewerbsvorteile und Erfahrung besitzt. Die intelligente Spezialisierung bedeutet eine
Konzentration der Ressourcen auf einen bestimmten Bereich oder Sektor, was ohne Zweifel
zum Entstehen von Clustern von Weltniveau beiträgt;

51. ist der Ansicht, dass es den aus der Mitteilung über die Schaffung von Clustern von Weltrang
(2008) abgeleiteten Maßnahmen zugute kommen würde, wenn man sie mit einer stärker
akzentuierten lokalen und regionalen Dimension ausstattet;

52. bekräftigt gleichzeitig, dass auf EU-Ebene in konkreten Aspekten strategische Projekte mit
großer Ausstrahlung auf den Technologietransfer und die Schaffung von Synergien entwickelt
werden müssen. Gegenwärtig werden bereits Vorhaben wie die industrielle Entwicklung von
"umweltgerechten Kraftfahrzeugen", "energieeffizienten Gebäuden" und "Fabriken der
Zukunft" durchgeführt. Initiativen dieser Art mit einem langfristigen Konzept müssen voran-
gebracht und vertieft werden;

53. drängt die Mitgliedstaaten und die zuständigen regionalen oder lokalen Behörden, bei der
Förderung der unternehmerischen Kultur in der europäischen Gesellschaft und speziell unter
den jungen Menschen Fortschritte zu erzielen. Im Rahmen der Bildungssysteme müssen Aus-
bildungsprogramme entwickelt werden, die die Förderung von Unternehmergeist, Risikobe-
reitschaft, Führungskraft und Kreativität als Schlüsselkompetenzen beinhalten. Außerdem ist
die Interdisziplinarität stärker zu fördern;

54. ruft in Erinnerung, dass die öffentlichen Verwaltungen durch ein innovatives öffentliches
Beschaffungswesen einen bedeutenden positiven Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen nehmen können. So können durch die Kriterien der öffentlichen Ausschreibun-
gen mit einer Priorisierung von innovativen und nachhaltigen Produkten oder Dienstleistun-
gen Anreize für die Innovation der Unternehmen geschaffen werden, was die Qualität und
Zugänglichkeit der öffentlichen Dienste verbessern wird;

55. greift die Idee auf, dass die technologische Strategie und die Strategie der Internationalisie -
rung als Einheit vorangebracht werden müssen. Neben der Forschung und Innovation bei der
Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen müssen die Unternehmen auch die Interna-
tionalisierung in dieselbe Strategie integrieren. Innovation, Technologie und Internationalisie-

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rung sind drei Konzepte, die sich gegenseitig bedingen und wechselseitig miteinander ver-
knüpft sind;

56. verweist auf die entscheidende Bedeutung, die heute die Entwicklung von globalisierungs-
orientierten Profilen hat, bei denen Sprachkenntnisse, die Bereitschaft zu reisen und außerhalb
Europas zu leben oder die Aufgeschlossenheit für die Beziehung zu Menschen aus anderen
Kulturen eine überragende Rolle spielen;

57. unterstreicht, dass die Internationalisierung für die europäischen Unternehmen keine Option,
sondern ein Muss des neuen Wettbewerbskontextes ist; stimmt mit der Europäischen Kom-
mission darin überein, dass die Internationalisierung der Wertschöpfungs- und Lieferketten
große Möglichkeiten, aber auch besondere Herausforderungen bietet und daher ausreichenden
Ehrgeiz und hinreichende Konkretisierung bei der bevorstehenden Ausarbeitung der Strategie
zur Unterstützung der Internationalisierung der KMU erfordert. Diese Strategie wird der För-
derung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und der Entwicklung von Wechselbezie-
hungen sowie der Schaffung von branchenübergreifenden Beziehungen besondere Beachtung
schenken müssen;

58. drängt die Europäische Kommission zur effektiven Einführung der in der Mitteilung "Handel,
Wachstum und Weltgeschehen: Handelspolitik als Kernbestandteil der Europa-2020-Strategie
(2010) enthaltenen Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf das Verhandlungsprogramm in
internationalen Institutionen, sowie zur Vertiefung von strategischen Partnerschaften;

59. begrüßt den sektorspezifischen Ansatz der Mitteilung, der sich auf die Entwicklung konkreter
Initiativen stützt, und weist auf die Notwendigkeit hin, ihn mit anderen, bereits laufenden
horizontalen Maßnahmen zu verbinden, bei denen die sektorbezogene Dimension, wie Inno-
vation, Internationalisierung, Unternehmertum oder die Entwicklung von Infrastrukturen,
vertieft werden muss;

60. ist der Ansicht, dass die neue Industriepolitik einen sektorübergreifenden Ansatz fördern
muss. Es gibt einen Aufschwung all jener Formeln, die die unternehmerische Zusammenarbeit
über Cluster- oder Intercluster-Projekte stimulieren, um sämtliche Funktionen der
Wertschöpfungskette in einer einzigen Art von Initiativen zu gruppieren oder miteinander zu
verbinden;

61. weist darauf hin, dass im Rahmen der Industriepolitik unter Beachtung des Subsidiaritätsprin-
zips und auf der Suche nach größter Effektivität und interinstitutioneller Zusammenarbeit die
Koordinierung zwischen den verschiedenen institutionellen Bereichen, den lokalen und regio-
nalen Gebietskörperschaften, den Staaten und der Europäischen Union angestrebt werden
muss. Es ist notwendig, das Konzept der institutionellen Qualität zu konsolidieren und die
Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Sektors zu erhöhen. Das Wirken der Institutionen muss
bewertet und an seinen Ergebnissen gemessen werden;

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62. bekräftigt die neue Rolle des öffentlichen Sektors, der Formen der öffentlich-privaten Partner-
schaft zur Finanzierung strategischer Infrastrukturen und wichtiger produktiver Investitionen
finden muss. Die öffentlich-private Partnerschaft ist auch für die Entwicklung der Industrie -
politik zu nutzen, wobei die Interessen beider Seiten in Übereinstimmung gebracht und kon-
krete Projekte mit europäischer Dimension in Angriff genommen werden müssen, die die
Effizienz der öffentlichen Ausgaben erhöhen. Zudem werden die Formen der öffentlich-
privaten Partnerschaft zwischen verschiedenen Regierungsebenen und öffentlichen Institutio-
nen dazu beitragen, die Politiken besser abzustimmen und Effizienzverluste zu reduzieren;

Voraussetzung für unsere industrielle Zukunft ist die Entwicklung zu einer innovations- und
wissensbasierten Industrie.

63. hebt hervor, dass die Innovation ein wesentlicher Aspekt auf dem Weg der Konjunkturbele-
bung und der Einbindung der Europäischen Union in die stark wettbewerbsorientierte und
vernetzte Weltwirtschaft ist, der zur Bewältigung der gegenwärtigen sozialen und globalen
Herausforderungen beitragen und eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen
und der Verbesserung der Produktivität spielen wird;

64. begrüßt es, dass die Innovation als zentrales Element der Europa-2020-Strategie betrachtet
und ihr durch die Leitinitiative "Innovationsunion" eine strategische Rolle zuerkannt wird.
Die Priorität des intelligenten Wachstums ist zu Recht auf ein wissens- und innovations-
basiertes Wachstum als eine der drei Grundsäulen des Wirtschaftswachstums der Europäi-
schen Union in der Zukunft ausgerichtet. Die Innovation trägt entscheidend zur Steigerung
der Produktivität sowie zur Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Prozesse bei, die
die Leistungsfähigkeit des Produktionssystems verbessern;

65. teilt die Feststellung, dass es der Europäischen Union nicht gelungen ist, eine flexible und
wirksame Kette zu bilden, um ihre Ideen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen
umzusetzen, und dass deshalb eine neue und wirksamere Politik der industriellen Innovation
entwickelt werden muss, um im Wettbewerb auf den globalen Märkten erfolgreich zu beste-
hen und die Produktivität in Europa zu erhöhen. Die Forschung an den Hochschulen sowie
technologischen und Forschungszentren muss sich stärker an den Erfordernissen des Marktes
orientieren und zu von den Verbrauchern nachgefragten Produkten und Dienstleistungen füh-
ren;

66. erklärt, dass das Wissen die Grundlage der Innovation bildet und dass die Unternehmen das
Wissen systematisch in all ihren Aktivitäten berücksichtigen und anwenden müssen;

67. unterstreicht daher die Notwendigkeit günstigerer Bedingungen, um neues, auf die Produktion
anwendbares Wissen hervorbringen, wobei die Entwicklung einer engeren Zusammenarbeit
zwischen den Akteuren des Systems und insbesondere zwischen dem produzierenden
Gewerbe und den Hochschulen und technologischen Zentren eine wesentliche Rolle spielt.
Diese Zusammenarbeit muss sich in einer größeren Zahl von Patenten europäischer Unter-

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nehmen niederschlagen. Gemeinsam genutztes Wissen vervielfacht seinen Wert, wie Initiati-
ven wie die Wissens- und Innovationsgemeinschaften des Europäischen Innovations- und
Technologieinstituts gezeigt haben;

68. begrüßt den strategischen Ansatz der Mitteilung zu den Informations- und Kommunikations-
technologien in Übereinstimmung mit der Mitteilung "An die Zukunft denken: Entwicklung
einer gemeinsamen EU-Strategie für Schlüsseltechnologien" (2009). Die Nanotechnologie,
die Mikro- und Nanoelektronik, die industrielle Biotechnologie, die Photonik, die Hightech-
Werkstoffe und hochentwickelte Fertigungstechniken besitzen ein großes Potenzial zur
bereichsübergreifenden Umsetzung in allen Industriezweigen und werden für die internatio-
nale Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der kommenden Jahre entscheidend sein. Die
Europäische Union ist hier gut aufgestellt, doch bedarf es einer größeren Abstimmung zwi-
schen Forschung und Industrie, der Unterstützung bei der Schaffung transnationaler Netze
und der Verstärkung der regionalen, nationalen und internationalen Zusammenarbeit;

69. verweist darauf, dass die IKT zu einem bestimmenden Faktor für die Erhöhung der Produkti-
vität der Unternehmen geworden sind, und teilt daher die Auffassung, dass kein Weg an der
Förderung ihrer Nutzung durch die KMU gemäß der Europa-2020-Leitinitiative "Digitale
Agenda" vorbeiführt;

70. betont, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die Wechselwirkung zwischen den ver-
schiedenen Akteuren zu verbessern und das Konzept der "regionalen Innovationssysteme" zu
erweitern. Die Kommunikation zwischen den Akteuren von Wissenschaft und Technologie
und den Unternehmen vor Ort ist zu fördern und dabei müssen gemeinsame und abgestimmte
Anstrengungen unternommen werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung zwi-
schen den lokalen und regionalen Clustern zur Erreichung einer kritischen Masse, die Fort -
schritte bei der Internationalisierung und bei Spitzenleistungen im Management und in der
Innovation ermöglicht;

71. ersucht die Europäische Kommission um die Fortführung der Pilotaktion Regions of Know-
ledge im Rahmen des siebten Rahmenprogramms, um dadurch das Forschungspotenzial der
europäischen Regionen durch transnationale Cluster zu stärken;

72. bekräftigt, dass günstige Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen, dass sich
privates Kapital verstärkt bei Anlageinvestitionen in Verbindung mit Innovationen und FuE
engagiert. Eine Aufstockung des Ausgabenanteils für FuE am BIP in den kommenden Jahren,
wie in den Zielen der Europa-2020-Strategie vorgesehen, erfordert zwingend die Entwicklung
von Finanzierungsformeln wie Risikokapital oder "Business Angels" sowie die Schaffung
neuer Finanzinstrumente, die den KMU einen besseren Zugang zu Krediten ermöglichen;

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73. fordert dennoch ein präziseres System von Indikatoren und Zielsetzungen, das neben dem
Investitionsanteil der Unternehmen in FuE auch qualitative Aspekte im Zusammenhang mit
der Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität einschließt, das heißt, auf die
Messung der Ergebnisse der FuE gerichtet ist;

74. tritt ein für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Investitionsbank und
den Gebietskörperschaften der Europäischen Union, um die Unterstützung für die Investitio-
nen in FuE auf lokaler und regionaler Ebene zu verbessern;

75. dringt darauf, dass der nichttechnologischen Innovation in der Mitteilung größeres Gewicht
verliehen wird. Die Innovation in der Unternehmensführung und -organisation stellt eine
wettbewerbsorientierte Veränderung von großer Bedeutung für der Zukunft dar, und die
Überwindung der gegenwärtigen Krise erfordert zwingend eine Neubewertung der zurzeit
bestehenden Unternehmensmodelle;

76. setzt sich für europaweite Aktionen ein, die zur Umsetzung von Innovationen in reale Pro-
jekte beitragen, die die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen;

77. bedauert, dass die Mitteilung nicht die entscheidende Bedeutung der Menschen in der neuen
Industriepolitik aufgreift, was notwendig ist, sollen damit wirklich die effektiven Grundlagen
für die Gewährleistung eines langfristigen, ausgewogenen Wachstums gelegt werden. In einer
wissensbasierten Industrie sind die Menschen die Träger des Wandels und der Wettbewerbs-
vorteile der Unternehmen;

Nutzen wir unsere Stärken und die neuen Chancen zur Errichtung eines verantwortungsvolle-
ren Modells und für Fortschritte in der Nachhaltigkeit

78. erinnert daran, dass Europa bedeutende Stärken hat, die der Wettbewerbsfähigkeit der euro-
päischen Industrie helfen können. Neben qualifizierten und spezialisierten Arbeitskräften ver-
fügt die EU über eine bedeutende technologische und wissenschaftliche Basis sowie Univer-
sitäten von Weltrang. Sie hat einen Binnenmarkt geschaffen, der die Barrieren für den Handel
und die Freizügigkeit der Arbeitnehmer beseitigt. Es sind leistungsfähige Cluster und Koope-
rationsnetze entstanden, und die EU ist wegweisend bei der Umsetzung "grüner" Lösungen;

79. erkennt an, dass die Dienstleistungsrichtlinie Fortschritte beim Abbau der noch auf dem Bin-
nenmarkt bestehenden Hindernisse bezüglich der Erbringung von Dienstleistungen und der
Niederlassung in einem anderen Staat gebracht hat. Die Europäische Kommission sollte wei-
ter in dieser Richtung arbeiten und dabei die Gebietskörperschaften einbeziehen, da sie die
Hauptakteure auf dem Dienstleistungsmarkt sind;

80. verweist darauf, dass die Nachhaltigkeit eine entscheidende Zukunftschance für die europäi-
sche Industrie ist, die fraglos zur Schaffung von mehr und neuen Arbeitsplätzen und Unter-
nehmen mit ausgeprägtem Innovations- und Wettbewerbscharakter beitragen wird;

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81. tritt für ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept ein, das eine Ausgewogenheit der wirtschaft-
lichen, sozialen und umweltpolitischen Variablen gewährleistet. Der Schutz und die Verbes-
serung der Umwelt, der effiziente Umgang mit den Ressourcen sowie die sozialen Erforder -
nisse im Zusammenhang mit der Bevölkerungsalterung und Pflegebedürftigkeit bergen ein
großes Potenzial zur Ankurbelung der Wirtschaft. Der Impuls einer weltweit wettbewerbs-
fähigen Industrie muss mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sowie dem
Umweltschutz vereinbar sein;

82. begrüßt die Einbeziehung der sozialen Verantwortung der Unternehmen als Element, das
ebenfalls zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Führungsrolle der Industrie im internationalen
Maßstab beiträgt und das in der Mitteilung hervorgehoben wird. Die Umgestaltung der euro-
päischen Industrie und die Achtung der Umwelt und des sozialen Umfelds bei diesem Prozess
liegen in der Verantwortung der Unternehmen;

83. unterstreicht, dass die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften die örtlichen Bedingun-
gen kennen und über Fähigkeiten verfügen, um neue Werte zu verbreiten und die soziale Ver-
antwortung der Unternehmen zu entwickeln. Die Europäische Kommission muss dieses Kon-
zept weiter fördern und sich auf die Gebietskörperschaften stützen, die mit seiner Umsetzung
vor Ort beauftragt sind. In diesem Sinne sind die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips und
die Umsetzung der Politik durch die effizienteste und bürgernächste Regierungsebene von
grundlegender Bedeutung;

84. fordert die Integration neuer Managementmodelle in die Unternehmen, bei denen die Mitwir-
kung der Beschäftigten als ein Schlüsselelement zur Verbesserung der Effizienz aller indus-
triellen Prozesse und somit der Wettbewerbsfähigkeit verstärkt werden, und um die Ver -
schlechterung der Arbeitsbedingungen im Kontext des industriellen Wandels zu verhindern;

85. verweist jedoch darauf, dass es gleichzeitig erforderlich ist, die interne Flexibilität der Indust -
rie voranzubringen. Die verschiedenen Interessengruppen müssen angesichts eines sich ver-
ändernden wirtschaftlichen Panoramas reagieren und sich darauf einstellen; dies schließt die
Anpassung der Produktionsorganisation an die Nachfrageschwankungen ein;

86. begrüßt den Willen der Kommission, eine stärkere Verknüpfung und Kohärenz zwischen den
Umweltschutzambitionen und den Zielen der Industriepolitik zu fördern und beim Übergang
zu einem effizienteren Ressourcenmanagement in der gesamten Industrie entsprechend dem
Aktionsplan für Energieeffizienz voranzukommen. Die Verknappung und Verteuerung von
strategischen Energieressourcen und Rohstoffen zwingen die Industrie zu einem rationelleren
Einsatz dieser Ressourcen und Rohstoffe, der auf der Effizienz beim Verbrauch, dem Recyc-
ling sowie der Substitution durch alternative Stoffe beruhen muss;

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87. bekräftigt die erforderliche Konsolidierung der "grünen Wirtschaft", die sich sowohl aus der
Notwendigkeit ableitet, effizient beim Energieverbrauch zu sein, als auch insbesondere von
dem wachsenden Bewusstsein, dass die Überwindung der Krise einen größeren Anteil der
Öko-Innovation erfordert. So wird man innovative wirtschaftliche Aktivitäten, von erneuerba-
ren Energien bis hin zu neuen Materialien, unter dem Schirm des Beitrags zu einer von CO 2-
Emissionen freien Wirtschaft entwickeln. Deshalb werden Maßnahmen zur Förderung der
Entwicklung der nachhaltigen Mobilität empfohlen;

88. ist der Ansicht, dass die Bevölkerungsalterung, der Klimawandel und die Erhaltung der
Umwelt drei der wichtigsten Herausforderungen sind, vor denen die Europäische Union in
den kommenden Jahren stehen wird. Von der richtigen Behandlung dieser Fragen werden die
Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie die Nachhaltigkeit des europäischen
Sozialmodells abhängig sein. Doch es handelt sich auch um Aufgaben, die ein großes Poten-
zial für die neue Geschäftsmöglichkeiten besitzen, das entsprechend genutzt werden muss;

89. verweist darauf, dass uns die strukturellen Veränderungen in der Welt gezeigt haben, dass es
Probleme und Herausforderungen globaler Natur gibt, die sich schnell ausbreiten und in
einem Kontext größerer Öffnung und gegenseitiger Abhängigkeit alle Staaten, Regionen und
Städte gleichermaßen betreffen, weshalb es notwendig ist, Instrumente einzuführen, um
zügige und abgestimmte Reaktionen zu entwickeln;

Die lokalen und regionalen Behörden als strategische Partner für die Entwicklung der euro -
päischen Industrie

90. begrüßt die Anstrengungen in der Europäischen Union zur Entwicklung einer Multi-Level-
Governance, bei der die interinstitutionelle und zwischenstaatliche Koordination heute eine
grundlegende Rolle spielt, verweist aber darauf, dass eine vernetzte Governance gefördert
werden muss, um öffentliche Politiken zu entwickeln, die effizienter sind und den Problemen
der Bürger und der Unternehmen näher stehen;

91. ersucht die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten, gemeinsam mit den lokalen
und regionalen Gebietskörperschaften zu einer stärkeren Koordination und einem integrierten
Ansatz bei der Gestaltung einer ehrgeizigen und auf die Wettbewerbsfähigkeit ausgerichteten
Industriepolitik voranzukommen, die die Synergien mit den übrigen Leitinitiativen der
Europa-2020-Strategie nutzt;

92. betont insbesondere, dass eine größere Abstimmung und Konsensbildung bei der Gestaltung
und Einführung jener Politiken erreicht werden muss, die sich am stärksten auf die indus-
trielle Wettbewerbsfähigkeit auswirken;

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93. bekräftigt die Schlüsselrolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften der Europäi-
schen Union im Rahmen der Förderung der Industriepolitik und der wirtschaftlichen Ent-
wicklung durch ihre Position der Nähe und die Kenntnis der Situation vor Ort, wenn es um
die industrielle Struktur und die Probleme geht, vor denen die Unternehmen stehen;

94. erinnert daran, dass es lokale und regionale Gebietskörperschaften mit Rechtsetzungsbefugnis
auf dem Gebiet der Industriepolitik und mit nachweislicher Erfahrung bei der erfolgreichen
Implementierung von Initiativen zur Wirtschaftsförderung und -entwicklung gibt. In vielen
Ländern sind die Gebietskörperschaften die wichtigsten Akteure zur Unterstützung der Inno-
vation und der KMU. Es handelt sich folglich um ideale Regierungsebenen für die Gestaltung
und Implementierung von öffentlichen, auf die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche
Verbesserungen gerichteten Politiken;

95. drängt die Europäische Kommission, die Steuerung der Industriepolitik mit einem Bottom-up-
Ansatz zu verbessern und so der Rolle der europäischen Gebietskörperschaften bei der
Gestaltung der Industriepolitik eine größere Bedeutung beizumessen. Ihre Nähe zur Realität
der Unternehmen und ihre Rechtsetzungsbefugnis auf dem Gebiet der Industriepolitik machen
sie zu Schlüsselfiguren für die wirtschaftliche Entwicklung;

96. teilt die Auffassung, dass Fortschritte bei der intelligenten Spezialisierung zur Förderung der
Wettbewerbsfähigkeit des industriellen Gefüges notwendig sind, und spricht sich dafür aus,
dass die europäischen Städte und Regionen ihre eigenen Innovationsnischen entwickeln;

97. betont die Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften bei der Weiterentwicklung
des territorialen Zusammenhalts und des Abbaus der wirtschaftlichen und sozialen Unter-
schiede. Es handelt sich um Schlüsselakteure für die Entwicklung eines flächendeckenden
Ansatzes, der zur Strukturierung der Industriepolitik auf europäischer territorialer Ebene bei-
trägt;

Eine intelligente Industriepolitik, um im Wettbewerb zu bestehen und


Arbeitsplätze zu schaffen

98. begrüßt das Engagement der EU zur Entwicklung eines integrierten und langfristigen Ansat-
zes der Industriepolitik, der sich auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Globalisierung und die
Nachhaltigkeit stützt und strukturelle Reformen in Schlüsselbereichen wie der Entwicklung
des unternehmerischen Umfelds, der Modernisierung der öffentlichen Verwaltungen, der
Verbesserung der Innovationsfähigkeit oder der Effizienz bei der Nutzung der Ressourcen
einschließt;

99. verweist jedoch darauf, dass die Globalisierung mit einem ständigen Wandel einhergeht, was
eine intelligente Anpassung seitens der europäischen Industrie erfordert. In dieser Richtung
werden Maßnahmen entwickelt, die auf die Kommunikation abzielen, wie die Entwicklung
einer intelligenten Regulierung, die Förderung von neuen, an die Erfordernisse der Unter-

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nehmen angepassten Finanzinstrumenten, Impulse für Zukunftstechnologien oder effizientes


Ressourcenmanagement. Der Erfolg der europäischen Industrie in der Zukunft lässt sich an
der Nutzung der Innovation und des Wissens für die Entwicklung von Ideen ablesen, die in
marktfähige Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden;

100. drängt die Europäische Kommission, die Synergien zwischen den verschiedenen politischen
Instrumenten der EU zur Unterstützung der Unternehmen zu nutzen, wie sie in der Mitteilung
"Regionalpolitik als Beitrag zum intelligenten Wachstum im Rahmen der Strategie
Europa 2020" enthalten sind. Die koordinierte Steuerung verschiedener Politiken kann deren
positive Auswirkung auf die zu behandelnde Problematik verstärken;

101. empfiehlt der Europäischen Kommission eine größere Konkretisierung und Anwendbarkeit
der vorgeschlagenen Maßnahmen, die auf spezifische Projekte vor Ort übertragbar sein und
ihre Auswirkung und ihren Mehrwert nachweisen müssen;

102. unterstützt die Notwendigkeit eines Follow-up-Verfahrens mit regelmäßigen Berichten auf
nationaler Ebene, in denen die erreichten Fortschritte auf dem Gebiet der Industriepolitik und
ihre Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen aufge-
zeigt werden. Aufgrund ihrer Bedeutung für das Wirtschaftswachstum ist ein spezifisches
Verfahren zur Beobachtung der Produktivität der Industrie erforderlich;

103. schlägt vor, das Follow-up- und Monitoringsystem auch auf die lokale und regionale Ebene
auszudehnen und auf diese Weise präzisere Informationen über den erreichten wirtschaft-
lichen Fortschritt zu gewinnen;

104. vertritt die Ansicht, dass die Zusammenarbeit und die Koordination auf der Ebene der Gover-
nance zwei Schlüsselaspekte mit Mehrwert im Kontext der Europäischen Union sind und dass
sie gestärkt und gefördert werden müssen, um die strategische Ausrichtung aller Politiken
weiterzuentwickeln, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken;

105. fordert eine stärkere Berücksichtigung der Schlüsselrolle der lokalen und regionalen Gebiets-
körperschaften in der Kommunikation. Ihre Nähe zur Realität der Unternehmen, die Erfah-
rung, die viele von ihnen im Bereich der industriellen Förderung besitzen, sowie die Recht-
setzungsbefugnis weisen darauf hin, dass die Umsetzung der Industriepolitik durch diese
Gebietskörperschaften erfolgen muss.

Brüssel, den

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