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Der Donnerstag vor Aschermittwoch markiert im Rheinland den Übergang vom Sitzungskarneval zum

Straßenkarneval. Es ist Brauch, dass Frauen den Männern an diesem Tag die Krawatte abschneiden.
Daher wird dieser Tag meist Weiberfastnacht genannt, hat jedoch regional weitere Bezeichnungen.

Der Donnerstag vor Aschermittwoch ist in der alemannischen Fastnacht ist als Schmotziger Donnerstag
bekannt. An diesem Tag beginnt die eigentliche Fastnachtszeit und vielerorts isst man in Fett
gebackenes Hefegebäck.

Der Karnevalsfreitag ist ein ruhigerer Tag in der Karnevalszeit. Im Rheinland hat er keinen gesonderten
Namen, in der alemannischen Fastnacht jedoch wird er als Rußiger Freitag bezeichnet. Der Name
stammt von der Tradition, Leuten Ruß ins Gesicht zu schmieren.

Der Karnevalssamstag ist ebenfalls ein ruhiger Tag in der Karnevalszeit. In der alemannischen Fastnacht
wird er als Schmalziger Samstag bezeichnet. Im Rheinland wird er in Anlehnung an die folgenden Tage
manchmal Nelkensamstag genannt.

Am Karnevalssonntag findet der Karneval in den Straßen statt: Es gibt vielerorts Karnevalsumzüge. In
vielen Regionen gibt es Funkenfeuer, bei denen Hexen aus Stroh verbrannt werden.

Der Montag vor Aschermittwoch ist im Rheinland der Höhepunkt der Karnevalszeit. Er wird fast überall
im deutschsprachigen Raum Rosenmontag genannt. Zur Entstehung des Namens gibt es zwei
verschiedene Theorien: Er ist entweder mit dem vier Wochen später liegenden Rosensonntag verwandt
- oder der Name leitet sich vom Begriff "rasender Montag" ab, was so viel wie "tollen" bedeutet.

Der Dienstag vor Aschermittwoch ist der letzte Karnevalstag, an dem ein letztes Mal vor der
traditionellen Fastenzeit noch einmal richtig gefeiert und geschlemmt wird. Später wird der Fasching zu
Grabe getragen bzw. symbolisch eine Strohpuppe verbrannt.

Der Aschermittwoch zählt nicht mehr zu den Karnevalstagen. Der Name leitet sich von dem
Brauch ab, im Gottesdienst an diesem Tag mit Asche gesegnet zu werden. Die jecke Zeit ist
vorbei, und im römisch-katholischen Christentum beginnt nun die 40-tägige Fastenzeit, die bis
zum Osterfest andauert. Übrigens: Der Name Ostern leitet sich von der altgermanischen
Bezeichnung für Osten bzw. den Sonnenaufgang ab.