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http://www.ispmn.gov.

ro/nodes/term/slug:studii-etnografice-despre-minoritatile-din-romania

Jakab Albert Zsolt – Peti Lehel (ed.):

Minorităţi în zonele de contact interetnic. Cehii şi slovacii în România şi Ungaria

Editura Institutului pentru Studierea Problemelor Minorităţilor Naţionale & Kriterion, Cluj-Napoca, 2010
Jakab Albert Zsolt – Peti Lehel (ed.):

Procese şi contexte social-identitare la minorităţile din România

Editura Institutului pentru Studierea Problemelor Minorităţilor Naţionale & Kriterion, Cluj-Napoca, 2009.
Gidó Attila (editor)

http://radiotimisoara.ro/2016/03/12/foto-audio-traditii-in-sudul-banatului-fasancul-precedat-de-balul-
leoarfelor-la-ciclova-romana-incepe-duminica-13-martie/

http://www.adz.ro/artikel/artikel/banater-faschingsbraeuche/

Banater Faschingsbräuche
Faschingsumzug in Neukaransebesch mit dem Teufel am Rad
Von: Dr. Walther Konschitzky

Mittwoch, 31. Januar 2018

Auch heute wird im Banat noch Fasching gefeiert. In einigen Ortschaften ist die Tradition trotz Auswanderung der Schwaben erhalten
geblieben, in anderen, wie zum Beispiel in Warjasch – wie hier im Bild ersichtlich – wurde diese neu aufleben lassen. Archivfoto: Zoltán
Pázmány

Zentrale Bedeutung in den überlieferten Faschingsbräuchen hat auch in den Ortschaften des
Banats immer das ausgelassene Geschehen; erst durch die Handlung wird tradierte Sinngebung
sichtbar. Manches heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Bedeutung wahrnehmbare Element
bedarf allerdings der Erläuterung. Doch darauf legen die meisten Feiernden verständlicherweise
kaum Wert; für sie zählt in erster Linie: an dem, was geschieht, agierend dabei zu sein.

Dieser Antrieb ist es denn auch, der jedes Brauchgeschehen über die Zeiten hin trägt und am
Leben hält; er führt ihm neue Elemente zu, begründet Wandlungsprozesse im Ablauf der
Handlung, in der Verwendung einzelner Requisiten und Zeichen oder legt anderes ab. Nicht
selten erfuhr auf diese Weise auch mancher Faschingsbrauch im Banat eine neue spielerisch-
szenische Ausprägung und gelegentlich auch eine neue Sinngebung.

Häufigste Formen der Erneuerung sind dabei die Verwendung bislang nicht üblicher Gestalten
und Masken oder auch größerer Gruppen, die sich in den Rahmen des Gesamtgeschehens
einordnen. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, doch sie sind bald auch keine
Randerscheinung mehr, sondern werden als integrierter Bestandteil des jeweiligen Brauchs
verstanden.

Zu diesen zählt in mehreren Ortschaften, jeweils in abweichender Aufmachung, die Gestalt


„Mann und Weib in einem“. Wie man sie Jahr für Jahr in immer neuer Verkleidung beim
Faschingsumzug in Neukaransebesch sehen konnte.

Die Teufelsmaske trägt einen rot-schwarzen Frack, spitze Ohren, einen Dreizack in der Hand
und – ganz auffällig – einen langen Schwanz; die Puppe vor ihm ist in der Frauentracht der
Gegend gekleidet. Die Fahrt durch die Ortschaft geschieht als Anhänger auf einem Rad gezogen
von einem Pferdegespann.

resita

http://www.adz.ro/artikel/artikel/krapfenparty-zu-letztfasching-in-reschitza/

se dau gogosi la fasching

http://www.adz.ro/artikel/artikel/die-faschingstradition-wird-gepflegt/

Dognecea

http://www.adz.ro/artikel/artikel/faschingsmontag-in-dognatschka/

timisoara

http://www.adz.ro/artikel/artikel/tschibummtarra-der-fasching-der-ist-da/
http://www.adz.ro/artikel/artikel/faschingszeit-im-banat-1/

FASCHINGSZEIT IM BANAT
Von: Adrian Ardelean u. Andreea Oance

Mittwoch, 10. Februar 2016

In Warjasch ging es lustig zu: Die kostümierten Jugendlichen zogen durch die Dorfstraßen.

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Narrenumzug durch die Gemeinde


Jugendtanzgruppen feierten Faschingsfest in Warjasch

Die lustige fünfte Jahreszeit, der Karneval oder der Fasching, wird auch im Banat gern gefeiert.
Faschingsunterhaltungen wurden am Wochenende vom Banater Bergland bis zur Marosch für Jung und Alt
veranstaltet. Das wohl größte Faschingstreiben war in Warjasch/Variaş, im Kreis Temesch, angesagt. Hier
feierten die deutschen Jugendtanzgruppen ihr Faschingsfest. Die Kinder und Jugendlichen mit den
verschiedensten Masken trafen sich zur Mittagsstunde vor dem Kulturheim und führten ihr Narrentreiben
durch die Straßen der Gemeinde.
Die Temescher Gemeinde Warjasch begeht in diesem Jahr 230 Jahre seit ihrer Gründung und
veranstaltet aus Anlass der runden Jahreszahl mehrere groß angelegte Ereignisse. Eines davon ist das
traditionelle Faschingsfest. Hunderte von Kindern und Jugendlichen kamen diesmal in Warjasch
zusammen. Der Narrenumzug wurde von zwei Pferdewagen eröffnet. In der ersten Kutsche saßen die
Musiker und das Hänsel-und-Gretel-Bubenpaar, die zweite Kutsche zog hinter sich das Hänsel-und-
Gretel-Strohpuppenpaar, das sich während der Fahrt im Kreis drehte. Es folgten zwei kleine Traktoren
mit Anhänger. In einem saß der Hofmarschall, der den gesamten Zug koordinierte.

Zum Schluss folgten zwei weitere Traktoren, ebenfalls mit Anhänger, worin die Masken tobten und die
Passanten mit Konfetti und Bonbons beschmissen. Halt wurde an den Häusern gemacht, deren Bewohner
den Narrenumzug empfangen wollten. „Der Hofmarschall hat die Aufgabe, alles zu koordinieren“, sagte
Tanzlehrer Hansi Müller, der Hauptveranstalter des Faschingsfestes in Warjasch. „Das Hänsel-und-
Gretel-Puppenpaar war Tradition in vielen Banater Dörfern“, fügte er hinzu. Mit dabei war diesmal auch
eine Tanzgruppe aus Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare, geleitet von der Ortsforumsvorsitzenden
Dietlinde Huhn. „Nachdem die Warjascher Spatzen beim Erntedankfest in Großsanktnikolaus dabei
waren, haben wir die Einladung bekommen, mit unserer Tanzgruppe nach Warjasch zu fahren. Das
wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen“, sagte Dietlinde Huhn.

Insgesamt fünf Kinder- und Jugendgruppen machten diesmal mit: die Lustigen Lenauschüler aus
Temeswar sowie die Mitglieder der Tanzgruppen aus Detta, Billed und Großsanktnikolaus nebst ihren
Gastgebern von den Warjascher Spatzen. All diese Gruppen koordiniert Tanzlehrer Hansi Müller.

Im Warjascher Kulturheim fand am späten Nachmittag ein Faschingsball statt, der mit einem
Krapfenmarsch begann. Die Warjascher Spatzen spendeten den Teilnehmern frisch gebackene Krapfen –
in drei davon waren jeweils eine 50-Cent, eine Ein-Euro- und eine Zwei-Euro-Münze versteckt. Die
Gewinner dieser drei Münzen kamen aus Temeswar, Billed und Warjasch und mussten lustige Aufgaben
erfüllen. Die Gastgebergruppe stellte im Anschluss daran zwei lustige Choreografien vor. Während sich
die Mädchen in einem volkstümlichen Reigen drehten, boten die Jungs eine Parodie nach dem
„Schwanensee“ an – zum Genuss des Publikums. Zum Schluss durften alle Masken mittanzen. (aa)

Fasching im AMG-Haus
Die fünfte Jahreszeit ist auch in Temeswar angekommen

Fasching wurde am Wochenende auch in Temeswar/Timişoara groß gefeiert. Im Karl-Singer-Festsaal des


Temeswarer Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses kostümierten sich die Mitglieder des Demokratischen
Forums der Deutschen in Temeswar (DFDT), jene der Volksuni, des Temeswarer „Liederkranzes“ und des
„Bunten Herbstreigens“ und boten einen bunten Maskenzug zum traditionellen Faschingsfest an.

Auch diesmal probten die Kulturgruppen des DFDT wochenlang, um das Publikum in die
Faschingsstimmung einzuführen. Ganz klassisch, rund um die traditionelle Faschingsbotschaft, drehte
sich die vorgeführte Szenette in diesem Jahr: „Wir haben heute den Übergang vom Winter zum Frühling
dargestellt“, verrät die Gruppenleiterin Luise Finta. Verschiedene Kostüme marschierten durch den Saal:
der Winter, ein Schneemann, Bären, Frühlingsblumen und Schmetterlinge. „Auf der Bühne taucht ein Bär
auf, der Ausschau hält, ob der Winter schon vorbei ist oder nicht. Er hat sich aber erschreckt und ist in
seine Bärenhöhle zurückgelaufen, doch dann tauchen plötzlich andere Bären auf und diese Bären ziehen
sich auf einmal aus und werden zu Frühlingsblümchen“, erzählt Luise Finta. Marianne Wolf ist schon seit
Jahren beim Fasching dabei. Im „Bunten Herbstreigen“ tanzt sie schon seit 1998 mit. „Ich heiße zwar
Wolf, heute war ich aber eine Wölfin in einem Bärenpelz“, sagt die Frau lächelnd. „Es hat mit sehr gut
gefallen, mir hat es, wie immer, Spaß gemacht“, sagt Marianne Wolf.

Für die Choreografie und die Musik war die Tanzlehrerin Hannelore Ulrich zuständig. Die Live-Musik
wurde auch diesmal vom Temeswarer Liederkranz dargeboten. Alles unter der Leitung von Arthur Funk.
Wie in den vergangenen Jahren auch, wurden die Texte von bekannten Liedern teilweise geändert. „Es
waren unsere üblichen Volkslieder, denen wir neue Texte untergeschoben haben“, sagt Chordirigent
Funk. Das Lied „Adieu, du lieber Gardeoffizier“ wurde zum „Adieu, du liebes Faschingsfest“ und der Text
des Rundgesangs wurde auch teilweise zu folgenden Versen „Heute wollen wir Fasching drehen und auch
alle Masken sehen“ umgeschrieben. Die Tanz- und Gesangvorführung sorgte für viel Gelächter und
Unterhaltung unter den Zuschauern. Unter anderen wurde auch der Schneewalzer getanzt und das
Lied „Im Prater blühen wieder die Bäume“ auch vom Chor im Festsaal des AMG-Hauses vorgetragen.
Zum Schluss durften alle Leute im Saal mitmachen. Viele schwangen das Tanzbein, andere verzehrten im
Foyer des AMG-Hauses leckere Krapfen. Amüsiert hat sich jeder, darunter auch der deutsche Vizekonsul
in Temeswar, Siegfried Geilhausen. „Es war für mich, wie immer, eine Freude, im Karl-Singer-Festsaal zu
sitzen, die wunderschönen Kostüme und die strahlenden Gesichter zu sehen. In der Nähe von Köln,
woher ich komme, feiert man Karneval ähnlich. Man ist fröhlich, man trägt Kostüme und es ist einfach
eine schöne Zeit für alle. Es heißt nicht umsonst die fünfte Jahreszeit: sie ist vielleicht die schönste
Jahreszeit!“ sagt Vizekonsul Geilhausen. (ao)

Banatul montan

http://www.adz.ro/artikel/artikel/faschingsbegeisterung-im-ganzen-bergland/

Faschingsbegeisterung im ganzen Bergland


Rumänische Ortschaften haben den Brauch übernommen
Von: Werner Kremm
Mittwoch, 08. März 2017

Gute Unterhaltung beim Fasching im Aninaer Stadtteil Celnic


Foto: Lucian Duca

Zu Letztfasching hat´s im Banater Bergland mal wieder kräftig gekarnevalt. Weil in diesem Jahr die
Ostern der Ost- und Westkirche auf den selben 16. April fallen, gab es eine heutzutage selten zu erlebende
Hochstimmung. Auch auf den Straßen vieler Ortschaften des Berglands.

Dognatschka und Eisenstein mit ihren „Johann“ (die Katholiken) und „Nichita“ (die Orthdoxen) liefen um
die Wette durch die Straßen und trugen alte Fruchtbarkeitsrituale zur Schau. Anina (Stadtteil Tschelnik)
und (unter dem hyperaktiven PNL-Bürgermeister Adrian Torma erstmals wieder großangelegt)
Neumoldowa zeigten Karnevalszüge auf ihren Straßen, im Almascher Tal liefen die „Cornii“ herum und in
den Tschechengemeinschaften in den nördlichen Randgebirgen des Donaudurchbruchs waren die
„Bärentreiber“ am Werk, während in Reschitza eine buntgemixte, gut über 400köpfige Gesellschaft aus
mehreren Ortschaften des Berglands (allen voran Reschitza und Bokschan, aber auch aus
Tirol/Königsgnad) und aus der Banater Ebene (Detta) die Korken knallen und ihren alljährlichen
Faschingsball steigen ließen – wieder in der bewährten Organisierung von Dr. Cristian Paul Chioncel und
Alexandra Dam{ea.

In Neumoldowa war diesmal das Rathaus im Hintergrund des Faschingstreibens (es unterstützte das
Geschehen mit 8000 Lei), das von den Rumänen und Serben orthdoxen Glaubens, die mit ersten
deutschen Siedlern zu Beginn des 18. Jh. zusammentrafen und dann jahrhundertelang in den Gruben und
Schmelzen mit den Siedlern zusammen arbeiteten, übernommen und an eigene alte Bräuche angeknüpft
wurde. Ursprünglich war es im Raum Neumoldowa so, dass auch der Reinigungs-bzw. Taufkult insofern
in Betracht gezogen wurde, dass früher die Faschingsgesellschaft sich rituell mit Donauwasser wusch oder
befeuchtete. Bürgermeister Torma, der diesmal zum großen Fasching /“făşanc“ aufrief, hatte dem
Faschingstreiben – in Neumoldowa durch zwei weitere Übergangsrituale gekennzeichnet, Heirat und Tod
– eine betont satirische und gegenwartskritische Note geben lassen, so dass da Gestalten wie der PSD-
Drahtzieher „Liviu Dragnea“, die ALDE-Giftnudel „Călin Popescu-Tăriceanu“, DNA-Saubermacherfrau
„Laura Codruţa Kövesi“ und natürlich auch „Präsident Klaus Johannis“ aufgetaucht sind.

In den ehemaligen Bergbauortschaften Eisenstein/Ocna de Fier und Dognatschka/Dobnecea (früher auch


in Saska, Tschiklowa, Gârlişte, Orawitza – dort gibt es wegen den Karnevalsumzügen die eigentümlich
gebauten „Fensterguckerl“ zum Verfolgen des Umzugs zu jeder Wetterlage, weil sie kastenförmig
vorgebaut aus der Hausfront herausragen) liefen mit den Orthodoxen Faschingsnarren die Strohpuppe
des „Nichita“, mit den Katholischen der „Johann“ herum, beide mit einer überdimensionalen Hand, mit
der unbedingt jede unterwegs getroffene oder zu Hause/an der Haustür besuchte Frau in den Häusern
berührt werden musste: ein sehr offensichtlich und mit mehr oder weniger Derbheit zur Schau getragener
Fruchtbarkeitsritus. Die Gesänge, die dabei traditionell gesungen werden, haben heute damit weniger zu
tun. Dass es sich auch um einen Übergangsritus handelt, geht daraus hervor, dass „Nichita“ und „Johann“
erst in umfangreichen Bestattungsinszenierungen (Volkstheater, die Schwächen der Anwesenden und der
Mitbewohner geißelnd) beweint werden, um danach, um Mitternacht vor Aschermittwoch, brandbestattet
zu werden – ein altes Reinigungsritual, das „Verbrennen“ des Winters, des „Bösen“.

Höhepunkt des Faschingstreibens im Almasch-Tal/Valea Almăjului ist der Montag, hier „Lunea Cornilor“,
Montag der Gehörnten. Auch hier ist die „Hochzeit“, „Nunta Cornilor“, der mehr oder weniger inszenierte
Zentralpunkt des Geschehens. Gefeiert wird in Rudăria/Eftimie Murgu und Bănia, in Putna, Pătaş,
Dalboşeţ, Borloveni, Prilipeţ. Mancherorts heißen die Maskierten „maimozi“ (Rudăria) oder „maimuci“
(Dalboşeţ), was an die Koseform für „Äffchen“ = „maimucă“ erinnert. Gelegentlich, vor allem in
Schaltjahren, gibt es im Almasch-Tal auch in Prigor ein Narrentreiben.

Zu den Masken (früher maskierten sich nur Männer für den Fasching – das hat sich inzwischen bis zum
Vergessen aufgeweicht) des Almascher Tals gehören Braut, Bräutigam, Fahrenträger, Fahnenträgerin,
Schwager, Beistand (das ist der in der Orthodoxie eine Schlüsselfigur spielende „naş„) usw. Jeweils vom
oberen Dorfende zieht der „Hochzeitszug“ von Haus zu Haus („Heischegang“) und sammelt Geld (für die
Musik), Schnaps, Wurst und Kuchen für den abendlichen Ball. Die „Hochzeitszeremonie“ findet unter
einer Weide statt, an der eine Glocke befestigt ist. Daraufhin geht es weiter durch die Ortschaft, während
die Kinder und die unverheirateten Mädchen dauernd versuchen, die „Hochzeitsgesellschaft“ zu
„beschmieren“, mit Tinte oder schwarzem Weiden- oder Eichensud („căneală“) zu bekleckern.

Da alle Almascher Ortschaften mit Faschingsumzügen an Bächen liegen, die die Ortschaften mehrmals
durchqueren, geht der Hochzeitszug zu einer der Brücken, schöpft einen Eimer Wasser aus dem Bach, mit
dem sich alle Hände und Gesicht waschen (Reinigungszeremonie). In den Eimer waren vorher
massenweise Münzen geworfen worden, zum Glückbringen. Nachdem sich alle gewaschen haben, wird
das Restwasser zusammen mit den Münzen ausgeschüttet und die Kinder balgen sich um das Kleingeld.
Vorwitzige springen währenddessen auch mal voll bekleidet in den Bach und nehmen Vollbäder, „zur
gründlichen Reinigung“. Ebenfalls am Bachufer wird symbolisch der Tod (also der Winter) zu Grabe
getragen. Mit einer Hora, dem Rundtanz, an dem vor dem jeweiligen Kulturheim nur die
„Hochzeitsgesellschaft“ teilnahmen darf, wird der Umzug abgeschlossen und der Faschingsball für alle
kann drinnen beginnen.

In Rudăria gibt es für das Fest einen über mehrere Jahre bestimmten „Beistand“ („Naşu Mare“), bei dem
die Masken übers Jahr aufbewahrt und gepflegt wurden und der zum Umzug ausruft. Ihm und seiner
Frau obliegt es auch, neue Masken zu kreieren (neuerdings viele Popen, Polizisten, Bauern, Zigeuner
usw.).

Einheimische des Almasch-Tals sind der Überzeugung, dass der Brauch der „Cornii“ älter ist als das
Ankommen deutscher (katholischer) Siedler im 18. Jahrhundert und dass es auch nicht unbedingt aus
dem Zusammenleben in Bergbaugebieten hervorging, sondern dass er eigene, tiefere Wurzeln, hat, auf die
allerdings der katholische Fasching übergestülpt wurde, auch durch die Tatsache, dass die männlichen
Bewohner des Almasch-Tals über ein Jahrhundert lang einem Grenzregiment angehört haben, das sie
gewissen Regeln und Zwängen unterworfen hat.

Zeitlich fällt der Brauch in die selbe Zeit vor Beginn der vorösterlichen Fastenzeit („Zăpostîtul“, in den
Ortsdialekten der dortigen Rumänen) wie bei der Westkirche, nur fällt Ostern bloß gelegentlich bei den
beiden Schwesterkirchen aufs selbe Datum.

Secuime – jud Harghita

https://www.youtube.com/watch?v=B3g2N2JbfFQ – Nicolești, jud Harghita Festivalul cârnaților


Județul Harghita, ținutul secuiesc, Sânsimion – se organizează carnavalul judetean

Fărșangul este o păpusă care este arsă

https://www.youtube.com/watch?v=dGabhnWZA_E

http://www.memoria.ro/studii/timisoara/memorie_%C5%9Fi_identitate_intr-
un_spa%C5%A3iu_intercultural_(cazul_banatului)/arhiva_de_istorie_orala_a_fundatiei__quote_a_treia
_europa_quote__din_timisoara/1342/pagina-5/

Arhiva de istorie orală a Fundaţiei "A treia Europă" din Timișoara