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Impressum:

© 2016 Katharina Ziegelbauer

Schottenfeldgasse 78/6

1070 Wien

www.ernaehrungsberatung-wien.at

1. Auflage 2016

Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt.

Für die Richtigkeit der Angaben wird trotz sorgfältiger Recherche keine

Haftung übernommen.

Das Buch bietet eine Anleitung zur Selbstdiagnose, die aber kein Ersatz für eine medizinische Diagnose oder eine
genaue Ernährungsberatung nach TCM sein kann.

Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden und Krankheiten im Zweifelsfall immer an Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Coverbild: fotolia.com

Grafiken: Hermann Vogtenhuber


Inhalt

EIN PAAR WORTE ÜBER KATHARINA ZIEGELBAUER UND DIESES BUCH ...................................................................... 6

WAS IST DIE TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN (TCM) UND WAS ZEICHNET SIE AUS? ........................................ 7

Grenzen der Ernährung nach TCM ................................................................................................................................ 8

QI, BLUT, KÖRPERSÄFTE, YANG UND YIN, FEUCHTIGKEIT ........................................................................................... 9

Qi................................................................................................................................................................................... 9

Was ist qi-reiches Essen? ......................................................................................................................................... 9

Verdauung stärken, um viel Qi aufnehmen zu können .......................................................................................... 10

Qi-Mangel .............................................................................................................................................................. 10

Qi-Stagnation ......................................................................................................................................................... 12

Blut .............................................................................................................................................................................. 15

Blut-Mangel............................................................................................................................................................ 15

Blut-Stagnation ...................................................................................................................................................... 17

Blut-Hitze ............................................................................................................................................................... 18

Körpersäfte ................................................................................................................................................................. 19

Säfte-Mangel .......................................................................................................................................................... 19

Yin und Yang ............................................................................................................................................................... 20

Yin- und Yang-Mangel ............................................................................................................................................ 23

Eines kommt selten allein ........................................................................................................................................... 26

Verdauung nach TCM – das Kochtopf-Modell ............................................................................................................ 27

Feuchtigkeit und Schleim – Symptome und Gegenmaßnahmen ................................................................................ 28

DIAGNOSE NACH TCM ............................................................................................................................................. 32

Beobachten ................................................................................................................................................................. 33

Körperform............................................................................................................................................................. 33

Körperhaltung und Stimme .................................................................................................................................... 33

Gesichtsdiagnose ................................................................................................................................................... 33

Befragung .................................................................................................................................................................... 33

Zungendiagnose .......................................................................................................................................................... 37

Pulsdiagnose ............................................................................................................................................................... 40

ENTSTEHUNG VON KRANKHEITEN ........................................................................................................................... 42

Äußere Krankheitsursachen: klimatische Einflüsse ..................................................................................................... 42

Wind, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Kälte .................................................................................................. 42

Innere Krankheitsursachen: die 5 Emotionen ............................................................................................................. 45

Zorn, Übererregbarkeit, Grübeln, Trauer, Angst .................................................................................................... 45

Sonstige Krankheitsursachen: Konstitution, Lebensführung, Ernährung, Unfälle, Parasiten...................................... 46


Konstitution ............................................................................................................................................................ 46

Lebensführung ....................................................................................................................................................... 47

Ernährung ............................................................................................................................................................... 47

Unfälle und Parasiten ............................................................................................................................................. 47

DIE 5 ELEMENTE .......................................................................................................................................................49

Fütterungszyklus der 5 Elemente ................................................................................................................................ 51

Kontrollzyklus der 5 Elemente .................................................................................................................................... 52

EIGENSCHAFTEN DER NAHRUNGSMITTEL: GESCHMACK UND THERMISCHE WIRKUNG.............................................55

Der Geschmack ........................................................................................................................................................... 55

Der saure Geschmack ............................................................................................................................................. 55

Der bittere Geschmack ........................................................................................................................................... 57

Der süße Geschmack .............................................................................................................................................. 59

Der scharfe Geschmack .......................................................................................................................................... 60

Der salzige Geschmack ........................................................................................................................................... 62

Die thermische Wirkung der Nahrungsmittel ............................................................................................................. 64

Kalt und kühlend – Nahrungsmittel, Wirkung und unerwünschte Wirkung .......................................................... 64

Neutrale thermische Wirkung – Nahrungsmittel, Wirkung und unerwünschte Wirkung ...................................... 65

Wärmend und erhitzend – Nahrungsmittel, Wirkung und unerwünschte Wirkung .............................................. 66

KOCHEN NACH TCM – DIE WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN ......................................................................70

Muss ich exotische Zutaten kaufen und vielleicht sogar chinesisch kochen lernen? .................................................. 70

Muss ich in der TCM Getreidebreie essen? Ich mag es lieber deftiger! ...................................................................... 70

Brauche ich dafür spezielle Kochbücher und komplizierte Rezepte?.......................................................................... 70

Muss ich "im Kreis kochen", um es richtig zu machen? Und was ist das überhaupt? ................................................. 71

Wenn ich alles kochen soll, woher bekomme ich dann meine Vitamine? .................................................................. 71

Ich koche für meine Familie. Muss ich da für jeden extra kochen? ............................................................................ 72

Nehme ich vom gekochten Frühstück und den regelmäßigen gekochten Mahlzeiten nicht zu? ................................ 72

Gibt es in der TCM verbotene Nahrungsmittel? ......................................................................................................... 72

Wie kann ich die thermische Wirkung der Nahrungsmittel beim Kochen beeinflussen? ........................................... 73

Muss ich Sachen essen, die mir nicht schmecken, weil sie so gesund sind? ............................................................... 74

LISTE DER NAHRUNGSMITTEL UND IHRE WIRKUNGEN .............................................................................................75

LITERATURLISTE .......................................................................................................................................................80
QI, BLUT, KÖRPERSÄFTE, YANG UND YIN, FEUCHTIGKEIT

Blut
Blut ist in der TCM die materielle Form von Qi. Es ist also nicht mit unserer westlichen Vorstellung von
Blut gleichzusetzen, obwohl es einige Überschneidungen gibt (z.B. eisenreiche Nahrungsmittel stärken
auch nach TCM das Blut).

Wie entsteht das Blut nach TCM?


Die Hauptquelle für die Blutbildung ist das Qi, das mithilfe der Milz aus der Nahrung gewonnen wird.
Wenn das Qi im Mangel ist, folgt häufig auch ein Blut-Mangel. Das unterstreicht wieder die Rolle der
richtigen Ernährung, die nicht nur für die Qi-Produktion, sondern auch für den Zustand unseres Bluts
verantwortlich ist. Nicht umsonst bildet die Ernährungstherapie die Basis für alle anderen Therapien in
der TCM (Akupunktur, Kräutermedizin).
Funktionen des Bluts im Körper:

− nährt
− befeuchtet
− kühlt
− beruhigt die Nerven
− sorgt für guten Schlaf
Was sind die häufigsten Probleme des Bluts und wie kannst du sie erkennen?

Blut-Mangel
Wenn du insgesamt zu wenig Blut hast, bist du wahrscheinlich sehr erschöpft.
Unterschied zur Erschöpfung beim Qi-Mangel:

Beim Blut-Mangel sind eine innere Unruhe und Nervosität dabei, die beim Qi-Mangel fehlen. Deine
Nerven müssen nach TCM in ausreichend Blut ruhen, um ruhig und stark zu sein. Wenn zu wenig Blut
da ist, liegen sie sozusagen "trocken". Dann entsteht innere Unruhe.

Beim Blut-Mangel bist du zwar fix und fertig, kannst aber nicht abschalten und schläfst schwer ein.

Beim Qi-Mangel bist du einfach nur erschöpft und könntest ständig schlafen. Du hast keine Probleme,
am Abend abzuschalten und schnell einzuschlafen.

Weitere Symptome des Blut-Mangels


blasses Gesicht und blasse Lippen Anämie, Eisenmangel
Schwindel, benommenes Gefühl spärliche Menstruationsblutung
trockene Augen unregelmäßige Menstruation
Flecken im Gesichtsfeld, Schreckhaftigkeit, Ängstlichkeit
verschwommenes Sehen
Nachtblindheit Einschlafstörungen, nicht abschalten können
trockene Haut unruhiger Schlaf, viele Träume
brüchige Nägel und Haare Schlafwandeln
Haarausfall spröde Sehnen und empfindliche Bänder
trockener Stuhl Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen,
Muskelzittern

TCM Praxis 15
QI, BLUT, KÖRPERSÄFTE, YANG UND YIN, FEUCHTIGKEIT

In den meisten TCM-Büchern wird ein Herz-Blut- und ein Leber-Blut-Mangel unterschieden. Die
Unterschiede sind nur graduell, deshalb gehe ich hier nicht darauf ein.

So stärkst du dein Blut:

− Stärke dein Milz-Qi (siehe Kapitel Qi), die Quelle des Bluts, mit regelmäßigen, gekochten
Mahlzeiten.
− Iss häufig saftige Speisen wie Suppen, Eintöpfe und Kompotte.
− Mache wenn möglich regelmäßig einen Mittagsschlaf oder eine Erholungspause.
− Lerne Entspannungsübungen oder Meditation.
− Gehe vor Mitternacht ins Bett.

Integriere blutstärkende Nahrungsmittel in deine tägliche Ernährung.


grüne Blattgemüse und Brokkoli grüne, frische Kräuter
rote und dunkle Beeren (in der Saison, Linsen
nicht tiefgekühlt)
rote Weintraube, auch als Saft Mandeln, Pinienkerne, schwarzer Sesam
Wurzelgemüse wie Karotten, Ei, Huhn, Rind (in Maßen, bekömmlich
Pastinaken zubereitet)
rote Rüben (Beete), auch als Saft (als Trockenfrüchte, speziell Aprikosen,
kleine Kur: ca. 1/8 l täglich, über 2 Datteln, Rosinen
Wochen, bei Bedarf wiederholen)

Passe diese Empfehlungen zum Blutaufbau bitte an deine persönliche Verdauungsstärke an. Dein
Körper kann nur das in Blut umwandeln, was er auch verdauen kann. Blähungen, Völlegefühl und
andere Verdauungsbeschwerden sind ein Zeichen dafür, dass dein Körper die Nährstoffe nicht
umwandeln kann und so auch kein Blut daraus bilden kann.

Folgendes schadet deinem Blut:

− zu viele scharfe Gewürze, v.a. Pfeffer, Knoblauch, Chili


− zu viel Kaffee, Schwarztee, Grüntee
− Rauchen
− zu viel trockenes Essen wie Brezeln, Chips, Brot
− Mahlzeiten auslassen und insgesamt zu wenig essen
− nährstoffarm essen (Fertigprodukte, Brotmahlzeiten...)
− zu häufig Blut spenden

16 TCM Praxis
QI, BLUT, KÖRPERSÄFTE, YANG UND YIN, FEUCHTIGKEIT

Blut-Stagnation
Wenn das Blut nicht frei fließt, entstehen Schmerzen. Diese sind im Unterschied zur Qi-Stagnation lokal
fixiert, also immer an derselben Stelle. Dunkle Hautveränderungen und bläulich-violette Lippen und
Zunge können Zeichen einer Blut-Stagnation sein. Ebenso geschwollene, bläuliche Unterzungenvenen
(an der Unterseite deiner Zunge zu sehen).

Symptome der Blut-Stagnation


starke Menstruationsschmerzen Krampfadern
größere Klumpen im Tumore
Menstruationsblut
Myome, Zysten, Endometriose

Es gibt sehr wenige Nahrungsmittel, die direkt das Blut bewegen können: Aubergine (Melanzani), Essig,
Pfirsich und Brunnenkresse gehören laut dem "Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin"
dazu. Diese können allerdings keine Wunder wirken. Günstig bei Blut-Stagnation ist immer, das Qi zu
bewegen (siehe Nahrungsmittel, die das Qi bewegen, Kapitel Qi). Bei Blut-Stagnation ist Ernährung
alleine definitiv zu wenig. Das Mittel der Wahl sind in der TCM blutbewegende Kräuter und Akupunktur
(bei TCM-ÄrztInnen erhältlich).

TCM Praxis 17

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