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Fantasiewesen unterschiedlicher Kulturen

Projektbericht 2015/2016
Integration durch Beschäftigung mit Kunst
Wichtig bei diesem Projekt war mir, dass die Teilnehmer eigene Ideen entwickeln und diese
gestalten. Bei der Ideenfindung nahm ich Bezug auf die Märchen und Erzählungen aus ihren
Herkunftsländern, die sie auch teilweise selbst mitbrachten. Fantasiewesen erwachten zu eigenem
Leben und entwickelten sich zu seltsamen Gestalten aus vielfältigen Materialien.

Die Spielfiguren – je nach Wunsch Handpuppe oder Marionette – gestalteten die Kinder in
Anlehnung an ihre persönlichen Märchengestalten. In Kleingruppen arbeiteten sie kurze Stücke aus,
wobei Handlungselemente aus der Märchenwelt und auch Themen aus ihrem Umfeld den Inhalt
prägten. Letztlich wurden in allen sechs Stücken Schätze gefunden, Freundschaften geschlossen
und Böse zum Guten bekehrt. Ein erstes Schuljahr hatte viel Freude an der kleinen Vorführung, die
ja vor allem darauf ausgerichtet gewesen war, die eigenen Ideen der Kinder zum Vorschein kommen
zu lassen, was sich in ihrer stetigen Arbeitsfreude und in ihrer Identifikation mit ihren Arbeiten auch
zeigte.
1 Einleitung
Kein anderes Land leistet sich im Vergleich zu Deutschland mehr Opernhäuser und gibt mehr für
öffentliche Theater aus. Dieser kulturelle Reichtum gerät unter Druck. Die finanzielle Lage der
öffentlichen Bühnen in Deutschland ist dramatisch und verschärft sich zusehends. Sinkende
Einnahmen stehen steigenden Ausgaben gegenüber. Während der letzten 35 Jahre sank die
Nachfrage nach darstellender Kunst an öffentlichen Bühnen um ca. 23%. Dagegen explodieren die
Betriebskosten. Heute liegen die durchschnittlichen Betriebskosten von 30,8 Mio DM pro Theater
und Jahr im Vergleich zu 1961 mehr als zehnmal so hoch.Die, aus sinkenden Einnahmen bei
steigenden Ausgaben, entstehende Finanzierungslücke wird von der öffentlichen Hand getragen.
Betrug der Zuschuss aus den öffentlichen Haushalten in der Spielzeit 1911/12 lediglich 27% (von
den Gesamteinnahmen) sind es 1999/2000 bereits 82%. Durch die anhaltend schwache
wirtschaftliche Lage seit der Wiedervereinigung in Deutschland, sind die öffentlichen Mittel
knapp, Etatkürzungen im Kultursektor keine Seltenheit und Schließungen nicht mehr undenkbar.
Angesichts der Existenzgefährdung werden in den Theatern und Kulturinstitutionen Auswege aus
der „finanziellen“ Krise gesucht.Die vorliegende Untersuchung soll ökonomische
Verhaltensmodelle auf den Bereich der darstellenden Künste und insbesondere die öffentlichen
Bühnen anwenden. Die ökonomische Analyse des Kunst- und Kultursektors wird von Kunst-und
Kulturschaffenden nicht selten als illegitime Grenzüberschreitung empfunden und als Form des
ökonomischen Imperialismus kritisiert. Kunst müsse von allen materiellen Interessen befreit sein,
so die Forderung. Aber es ist gerade auch für Kunst- und Kulturschaffende gefährlich zu glauben
auf jegliche ökonomische Legitimation von vornherein verzichten zu können. Früher mag es genügt
haben, allein künstlerische Ziele als Legitimation vorzubringen, heute reicht das nicht mehr um dem
Sparzwang zu entgehen.

Die darstellende Kunst ist eine der grundlegenden Gattungen der Kunst. Der Begriff wird zugleich
als Überbegriff für Formen der Kunst benutzt, deren Werke auf vergänglichen Darbietungen (in der
Regel in Anwesenheit eines Publikums) bzw. Darstellungen beruhen. Aufgrund dieses
vergänglichen Charakters dieser Kunstformen spricht man auch von ephemeren Künsten ‚nur einen
Tag lang dauernd‘. Die Zuordnung einzelner Kunstformen zur darstellenden Kunst bleibt auch in
der Gegenwart bestehen. Dies geschieht ungeachtet der Tatsache, dass sich die meisten Werke der
darstellenden Kunstgattungen heute konservieren, also aufzeichnen lassen. Ihr Wesen liegt in der
Orientierung am Prozesshaften im Gegensatz zur Orientierung am Werk selbst im Sinne eines
materiell greifbaren Kunstwerks. Im Unterschied zu den bildenden Künsten spricht man bezüglich
der Ausübung der darstellenden Künsten meist weniger von einem „Schaffen“, sondern von einer
„Inszenierung“.