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Richtlinien des

Faches Deutsch als Fremdsprache für


wissenschaftliche Arbeiten

Inhalt

Überblick
Schriftliche Arbeiten im Fach DaF 2

Richtlinien zur Anfertigung von schriftlichen


Arbeiten im Fach DaF 4

Richtlinien zur Anfertigung einer


Bachelor-Abschlussarbeit 13

Anhang 16

1
Überblick
Schriftliche Arbeiten im Fach DaF

Diese Bewertungsrichtlinien für schriftliche Arbeiten wurden von den Lehrenden des
Fachs Deutsch als Fremdsprache zusammengestellt, um einen vergleichenden
Überblick über die Anforderungen an Hausarbeiten, BA- und MA-Arbeiten zu geben.
Bitte beachten Sie, dass in anderen Fächern möglicherweise andere Standards
üblich sind.

Stellenwert und Anspruch der schriftlichen Arbeit


Hausarbeit BA-Arbeit MA-Arbeit
− Hausarbeiten in Modul 3, − Modul 7-9, aber − Mastermodul (4. Semester)
4b, 6, 7, 8/9 im KF, seminarungebunden
3, 6/7, 8/9 im NF
− Hospitationsbericht in
Modul 1 (nur KF)
− Hausarbeit: 4 von 180 − 8 von 180 ECTS − 22 von 120 ECTS (+ 3
ECTS ECTS für die Verteidigung)
− Hospitationsbericht: 2
ECTS (unbenotet)
− 4 Wochen − 8 Wochen − 15 Wochen
− Hausarbeit: 10-15 Seiten − 25-30 Seiten − 80-90 Seiten
− Hospitationsbericht: 5-10
Seiten
− an die erste Hausarbeit − „etwas längere − „erste größere
werden moderatere Hausarbeit“ eigenständige
Anforderungen gestellt Forschungsarbeit“
als an die folgenden − entspricht vom Anspruch
her der alten
Magisterarbeit, ist aber
tendenziell etwas kürzer
− Thema ergibt sich aus − Thema ist frei wählbar − Thema ist frei wählbar
den Inhalten des Kurses
− Arbeit soll sich am − Arbeit soll sich am − Arbeit soll einen Beitrag
Forschungsstand Forschungsstand zur wissenschaftlichen
orientieren orientieren Diskussion leisten
− Hilfestellung wird bei der − selbständige Frage- − selbständige Frage-
Fragestellung, der stellung, Themensuche, stellung, Themensuche,
Themen- und Recherche und Glie- Recherche und Gliederung
Literatursuche und bei derung werden erwartet werden erwartet
der Gliederung gewährt − ggf. werden Hinweise − ggf. werden Hinweise auf
− Gliederung und ein auf geeignete Literatur geeignete Literatur
Kapitel können vorab gegeben gegeben
Korrektur gelesen − Gliederung und ein − Gliederung und ein Kapitel
werden Kapitel können vorab können vorab Korrektur
Korrektur gelesen gelesen werden
werden

2
Anmeldung und Fristen
Hausarbeit BA-Arbeit MA-Arbeit
− eine Anmeldung erfolgt nur informell − Anmeldung beim − Anmeldung beim
beim Dozenten der Veranstaltung Prüfungsamt ist Prüfungsamt ist
erforderlich erforderlich
− die Abgabefrist ist in der Regel der − Abgabefrist wird − Abgabefrist wird
Beginn des Folgesemesters vom Prüfungsamt vom Prüfungsamt
− individuelle Regelungen sind in festgelegt festgelegt
Absprache mit den Dozenten mgl. − über − über
− wird die Frist überschritten, muss das Fristverlängerung Fristverlängerung
Seminar noch einmal besucht werden, entscheidet ggf. entscheidet ggf.
um eine Hausarbeit schreiben zu das Prüfungsamt das Prüfungsamt
können

Kriterien zur Bewertung des Inhalts


− Thema und Fragestellung: erkennbarer DaF-/DaZ-Bezug
− Zielsetzung
− inhaltliche Korrektheit
− Orientierung am Forschungsstand (v.a. BA- und MA-Arbeit): einschlägige
Fachliteratur (auch neuere)
− Grad der kritischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur (v.a. BA- und
MA-Arbeit)
− ggf. Qualität des empirischen oder didaktischen Teils (v.a. BA- und MA-Arbeit)
− Schlussfolgerungen: knappe Zusammenfassung der Ergebnisse, ggf. Ausblick
o.ä.

Kriterien zur Bewertung des Aufbaus


− Gliederung
− Logik der Argumentation
− Stringenz der Argumentation (roter Faden)
− Gewichtung der Kapitel

Kriterien zur Bewertung der Sprache


− Verständlichkeit
− grammatische Korrektheit
− lexikalische Korrektheit und Fachwortschatz
− orthographische Korrektheit
− Stil

Kriterien zur Bewertung der Form


− Umgang mit Zitaten
− Vollständigkeit und Korrektheit des Inhaltsverzeichnisses
− Stringenz hinsichtlich der Form von Quellen- und Literaturangaben
− Layout (Übersichtlichkeit und Stringenz)

Sonstige Kriterien
− Grad der Selbstständigkeit (v.a. MA-Arbeit)
− Relevanz für Forschung und Praxis (v.a. MA-Arbeit)
− Originalität und Kreativität (v.a. MA-Arbeit)

3
Richtlinien zur Anfertigung von schriftlichen
Arbeiten im Fach DaF

1 Allgemeines
1.1 Diese Richtlinien wurden von den Lehrenden des Fachs Deutsch als
Fremdsprache zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass in anderen Fächern
möglicherweise andere Standards üblich sind.

1.2 Vorgehensweise
Das Thema einer schriftlichen Arbeit und das genaue Vorgehen werden mit den
Lehrenden abgesprochen, die für die Betreuung der Arbeit verantwortlich sind.

1.3 Anforderungen
Die Studierenden sollen durch das Anfertigen der Hausarbeit lernen, eine
Fragestellung in angemessener Zeit eigenständig und sachlich korrekt zu bearbeiten
und sich kritisch damit auseinander zu setzen. Unter Einbeziehung der relevanten
Literatur werden in der Hausarbeit unterschiedliche Positionen zu einem Thema
beleuchtet. Dabei muss eine klare Differenzierung zwischen dem Referieren fremder
Ideen und der Darstellung der eigenen Meinung erkennbar werden. Auch die formale
und sprachliche Gestaltung fließen in die Bewertung der Arbeit ein.

1.4 Formalia
Schreiben Sie Ihre Arbeit einseitig auf weißes Papier im Format DIN A4. Lassen Sie
oben ca. 2,5 cm, unten ca. 2 cm und links und rechts jeweils ca. 2,5 cm Rand frei
(Standardeinstellungen Word). Verwenden Sie eine Standardschriftart (z.B. Times,
Garamond) in einer Größe von 12 Punkt (pt) und halten Sie einen Zeilenabstand von
1,5facher Schriftgröße (= 18 pt) ein. Blockzitate und Fußnoten werden mit einfachem
Zeilenabstand und einem kleineren Schriftgrad (10 pt) geschrieben. Absätze sollten
durch Zeilenwechsel, Abschnitte durch Zeilenzwischenraum klar voneinander
getrennt werden. Die Seiten sind zu nummerieren. Dabei beginnt die Zählung der
Seiten beim Titelblatt, die Nummerierung (in arabischen Ziffern) erfolgt jedoch erst ab
der ersten Textseite.

2 Aufbau/Gliederung
2.1 Eine Hausarbeit besteht aus den folgenden Elementen:

2.1.1 Deckblatt (s. Musterseite im Anhang)


Das Deckblatt enthält Angaben über den Titel der Veranstaltung und das
Modulkürzel, den Namen des Dozenten/der Dozentin, das Semester, in dem die
Arbeit geschrieben wurde, den Titel der Arbeit, Namen, Anschrift und E-Mailadresse
des Verfassers/der Verfasserin, die Semesterzahl und Informationen darüber, ob
DaF im Kernfach oder Nebenfach studiert wird, Matrikelnummer und Abgabedatum.

2.1.2 Inhaltsverzeichnis (s. Musterseite im Anhang)


Das Inhaltsverzeichnis gibt die Gliederung der Arbeit mit den genauen Seitenzahlen
wieder. Die Arbeit wird numerisch gegliedert (z.B. 1, 2, 2.1, 2.2 etc.). Jede Gliede-

4
rungsebene muss mindestens zwei Unterpunkte haben. Aus Gründen der
Übersichtlichkeit sollten Sie jedoch zu viele Unterpunkte vermeiden.

2.1.3 Textteil

2.1.3.1 Einleitung
Die Funktion der Einleitung besteht vor allem darin, dem Leser die Fragestellung
darzustellen, die in der Arbeit behandelt werden soll, und den Gegenstand
einzugrenzen. In ihr werden die Zielsetzung der Arbeit begründet sowie die
theoretischen Grundlagen und das methodische Vorgehen erläutert. Sie gibt
außerdem einen Überblick über die Gliederung der Arbeit und die Inhalte der
einzelnen Kapitel.

2.1.3.2 Hauptteil
Je nach Typ der Arbeit (Praktikumsbericht, Landeskundeprojekt, Bearbeitung eines
wissenschaftlichen Gegenstandes, eigene empirische Untersuchung) können die
Kapitel und Inhalte einer Hausarbeit stark variieren. Einige Elemente tauchen jedoch
immer wieder auf:

− Klärung wichtiger Begriffe/Definitionen,


− Literatur- und Forschungsüberblick,
− Argumentation,
− eigene Bewertung des Diskussionsstands,
− Ergebnisse.

2.1.3.3 Schluss
Im Schlussteil werden die im Hauptteil bereits ausführlich genannten Ergebnisse
knapp zusammengefasst und deren Aussagekraft und Grenzen bewertet. Es können
hier eine Einschätzung der Praxisrelevanz der Ergebnisse und ein Ausblick auf
weitere Forschung und Theoriebildung abgegeben werden.

2.1.4 Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis enthält alle Publikationen, auf die in der Arbeit referiert
wurde, in alphabetischer Reihenfolge (s. a. Punkt 5).

2.1.5 Anhang (fakultativ)


Der Anhang enthält Dokumente, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind,
wie z.B. Transkripte, Fragebögen, Unterrichtsprotokolle, Stimulusmaterial etc. Der
Anhang bildet, ebenso wie das Literaturverzeichnis, einen eigenen Abschnitt, der im
Inhaltsverzeichnis ausgewiesen wird.

2.2 Die Gliederung muss die Logik des Vorgehens deutlich machen. Geben Sie den
Kapiteln klare Überschriften, die schon im Inhaltsverzeichnis Aufschluss über Aufbau
und Inhalt der Arbeit geben.

5
2.3 Die Kapitelüberschriften aus dem Inhaltsverzeichnis müssen im laufenden Text
wortgetreu wiederholt werden. Darüber hinaus können die Kapitel durch
Zwischenüberschriften, Spiegelstriche und Absätze weiter untergliedert werden, um
das Lesen zu erleichtern.
Absätze beinhalten mehrere Sätze mit einem gemeinsamen thematischen
Zusammenhang; ein Abschnitt fasst mehrere gedanklich zusammenhängende
Absätze zusammen.

2.4 Sorgen Sie für eine ausgewogene Gliederung: Die Länge der einzelnen Kapitel
und Unterkapitel sollte nicht allzu unterschiedlich sein.

2.5 Halten Sie Ihre Gliederungsprinzipien konsequent durch!

3 Zitate, Anmerkungen und Beispiele


3.1 Jegliche Übernahme der Ideen anderer muss als solche gekennzeichnet werden.

3.1.1 Wörtliche und sinngemäße Zitate müssen im Text belegt werden. Achten Sie
darauf, dass der genaue Wortlaut korrekt wiedergegeben wird. Der Quellenbeleg
verweist auf die Textstelle einer im Literaturverzeichnis aufgelisteten Publikation und
erfolgt nicht als Fußnote, sondern durch Kurzbeleg. Der Kurzbeleg besteht aus
Autorennachname, Erscheinungsjahr und Seitenangabe und wird in runde Klammern
gesetzt. Im Falle des sinngemäßen Zitats ist darauf zu achten, dass der Kurzbeleg
vor dem Satzschlusszeichen steht.

Beispiel:
(1) Damit ein wissenschaftlicher Text für den Leser nachvollziehbar wird, muss
unbedingt exakt zitiert werden (Meyer 1999: 99).

3.1.2 Wörtliche Zitate sind grundsätzlich durch doppelte Anführungszeichen zu


kennzeichnen. Beim Zitieren vollständiger Sätze im Fließtext wird das Satzzeichen
innerhalb der Anführungszeichen gesetzt, die Angabe kommt in Klammern dahinter.
Nach dem Kurzbeleg steht kein weiteres Satzzeichen.

Beispiel:
(2) „Präzises Zitieren ist eine Grundvoraussetzung für die Nachvollziehbarkeit
wissenschaftlicher Argumentationen.“ (Meyer 1999: 99)

3.1.3 Ab drei Zeilen Länge werden wörtliche Zitate als Block ca. einen Zentimeter
eingerückt. Die Anführungszeichen entfallen dann. Außerdem wird die Schrift auf 10
pt verkleinert und der Zeilenabstand einfach.

Beispiel:
(3) Dabei lässt sich die Problemlage wie folgt skizzieren:
Präzises Zitieren ist eine Grundvoraussetzung für die Nachvollziehbarkeit
wissenschaftlicher Argumentation. Diese Aussage ist unter Schreibdidaktikern völlig
unstreitig. Nichtsdestotrotz bereitet die Umsetzung in die Praxis den Studierenden
gemeinhin einige Probleme. Abhilfe können hier genaue Formatvorlagen schaffen.
(Meyer 1999: 99)

6
3.1.4 Wird das Zitat in Ihren eigenen Satz eingebaut, setzen Sie das den Satz
beendende Satzzeichen hinter die schließenden Anführungszeichen des Zitats.
Versuchen Sie, Ihren Text an die Satzstruktur des Zitats anzupassen. Wenn dies
nicht möglich ist, müssen Sie unter Umständen Änderungen – etwa des Kasus oder
der Satzstruktur – im Zitat vornehmen, die unbedingt durch eckige Klammern zu
kennzeichnen sind. Achten Sie auf jeden Fall immer darauf, dass Zitate auch in dem
neuen Kontext ihren ursprünglichen Sinn behalten.
Auslassungen werden durch drei Punkte in eckigen Klammern [...] gekennzeichnet,
wenn sie mindestens ein Wort umfassen. Einzelne veränderte Buchstaben, z.B. von
Endungen werden ebenfalls in eckige Klammern gesetzt. Die Auslassungen dürfen
den Sinn des Zitats nicht verändern.

Beispiel:
(4) Originalzitat: s. Beispiel 2
Eingebettetes Zitat:
So gesehen ist „[p]räzises Zitieren […] eine Grundvoraussetzung für die
Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Argumentationen“ (Meyer 1999: 99).

3.1.5 Eigene Anmerkungen, Änderungen etc. im Zitat werden grundsätzlich in


eckigen Klammern vorgenommen. Runde Klammern werden innerhalb eines Zitats
nur verwendet, wenn sie im Original vorkommen.

Beispiel:
(5) „Abhilfe [gegen unpräzises Zitieren] können hier genaue Formatvorlagen
schaffen.“ (Meyer 1999: 99)

3.1.6 Bezieht sich ein Beleg auf denselben Text wie der zuletzt und auf derselben
Seite angeführte Beleg, so ist ein Verweis darauf mit ebd. (= ebenda) und Angabe
der Seitenzahl ausreichend.

Beispiel:
(6) Diese Formatvorlagen müssen dann von den Studierenden allerdings auch
genau gelesen, verstanden und angewandt werden (ebd. 100-101).

3.1.7 Der Zusatz vgl. (= vergleiche) gibt an, dass eine Quelle nicht zitiert, sondern
dass nur auf sie verwiesen wird.

Beispiel:
(7) Ganz ähnliche Ansichten vertritt auch Müller (vgl. 2000: 30-35) in seiner
Einführung in die Schreibdidaktik.

3.1.8 Es sollte möglichst aus Originalquellen zitiert werden und nicht indirekt. Zitate,
die Sie in den Werken anderer finden, sollten am Original geprüft werden.
Ausschließlich in dem Fall, dass die Originalquelle nicht zugänglich ist, sind
Sekundärzitate erlaubt. Diese müssen durch Angabe der Sekundärquelle kenntlich
gemacht werden.

Beispiel:
(8) Und so gilt auch heute noch: „Eine vorbildliche äußere Textform macht Lust
auf den Inhalt des Textes!“ (Schwarz 1922: 102; zit. n. Weiß 2001: 53)

7
3.1.9 Zeichensetzung und Rechtschreibung des Originaltextes müssen unbedingt
beibehalten werden. Offensichtliche Fehler in Originalzitaten dürfen auf keinen Fall
verbessert werden. Sie werden mit einem [sic!] hinter dem betreffenden Wort
gekennzeichnet.

Beispiel:
(9) „Kein Feeler [sic!] darf korrigiert werden.“ (Meyer 1999: 50)

3.1.10 Doppelte Anführungszeichen bei einem Zitat im Originaltext werden im Zitat


zu einfachen Anführungszeichen.

Beispiel:
(10) Originaltext: Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von
„Flüchtigkeitsfehlern“.
Zitat: „Oft spricht man in diesem Zusammenhang auch von
‚Flüchtigkeitsfehlern’.“

3.1.11 Hervorhebungen durch den Autor des Originals müssen beibehalten und als
solche gekennzeichnet werden, indem in eckigen Klammern der Zusatz
Hervorhebung im Original angefügt wird.

Beispiel:
(11) „Zeichensetzung und Rechtschreibung des Originaltextes müssen
[Hervorhebung im Original] unbedingt beibehalten werden.“ (Meyer 1999: 5)

3.1.12 Eigene Hervorhebungen im Zitat müssen in gleicher Weise als solche


gekennzeichnet werden (z.B. durch den Zusatz Hervorhebung – Ihre Initialen).

Beispiel:
(12) „Präzises [Hervorhebung: A.-B. C.] Zitieren ist eine Grundvoraussetzung für
die Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Argumentationen.“ (Meyer 1999:
99)

3.2 Seien Sie sparsam mit Anmerkungen in Fußnoten. Benutzen Sie sie nur für
Informationen, die den Lesefluss des laufenden Textes stören würden, etwa
Hinweise auf weiterführende Literatur, Übersetzungen fremdsprachlicher Textstellen
und Informationen, die nicht direkt zum Thema gehören, aber nützlich für die Leser
sein könnten.

3.2.1 Anmerkungen werden als hochgestellte Ziffern hinter der betreffenden


Textstelle gekennzeichnet und am Fuß der Seite ausgeführt.1

3.2.2 Die Anmerkungen werden für die gesamte Arbeit fortlaufend durchgezählt.

3.3 Beispiele werden durchnummeriert (s.o.), die Nummer steht vor dem Beispiel in
runden Klammern.

1
Dies ist ein Beispiel für eine Anmerkung in einer Fußnote.

8
4 Hervorhebungen und weitere Markierungen durch typographische Mittel
4.1 Hervorhebungen erfolgen in der Regel durch Kursivsetzung. Dabei kann es sich
um einzelne Begriffe handeln, über die Sie schreiben (Beispiel 13) oder um
fremdsprachliche Ausdrücke (Beispiel 14) und Titel von Schriftdokumenten,
Fernsehsendungen etc. (Beispiel 15). In sprachwissenschaftlichen Texten werden
sprachliche Einheiten, über die geschrieben wird, ebenfalls hervorgehoben (Beispiel
16).

Beispiele:
(13) Meyer (1999: 105) definiert Nachvollziehbarkeit wie folgt: […].
(14) Die Entwicklung von language awareness [...].
(15) Von den Befragten gaben 20% an, Leser des Spiegel zu sein.
(16) Im Wort Tier wird die Vokallänge durch das Graphem <ie> wiedergegeben.

4.2 Besondere Betonungen im eigenen Text werden durch einfache Unterstreichung


markiert.

Beispiele:
(17) Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es die Lösung für das Problem
nicht gibt.

4.3 Bedeutungen werden durch einfache Anführungszeichen wiedergegeben.


Doppelte Anführungszeichen sind Zitaten vorbehalten.

Beispiel:
(18) Dt. modest bedeutet soviel wie ‘maßvoll’, ‘bescheiden’.

4.4 Phonetische Umschrift wird nach den Regeln der IPA (International Phonetic
Association) wiedergegeben.

Beispiel:
(19) Im norddeutschen Raum wird meist zwischen der Aussprache von Café [ka"feÜ]
und Kaffee ["kaf´] unterschieden.

4.5 Phoneme werden zwischen zwei Schrägstriche gesetzt, Phone bzw. Allophone in
eckige Klammern.

Beispiel:
(20) [Â] und [r] sind Allophone des Phonems /r/.

4.6 Grapheme und Graphe bzw. Allographe werden in spitze Klammern gesetzt.

Beispiel:
(21) <ß> und <ss> sind Allographe des Graphems <ß~ss>.

4.7 Morpheme werden in Schweifklammern gesetzt, Morphe bwz. Allomorphe


werden kursiv geschrieben.

Beispiel:
(22) -n und -s sind Allomorphe des Morphems {Plural}.

9
4.8 Der Asterisk (*) steht vor ungrammatischen Äußerungen in Beispielen.

Beispiel:
(23) Ich *laufte zum Ball.

4.9 Die Wiedergabe von mündlicher Rede erfolgt gemäß den jeweiligen
Transkriptionskonventionen. Beispiele aus Transkripten sollten zum Zweck der
besseren Nachvollziehbarkeit, genau wie andere Beispiele, nummeriert werden.

5 Anfertigung eines Literaturverzeichnisses


Im Literaturverzeichnis werden alle in einer Hausarbeit erwähnten Publikationen und
unveröffentlichten Arbeiten alphabetisch nach den Nachnamen der Autoren
aufgelistet. Mehrere Arbeiten ein und desselben Autors werden aufsteigend nach
dem Erscheinungsjahr geordnet. Bei mehreren Werken aus demselben Jahr werden
diese durch den Zusatz eines Kleinbuchstabens (2000a, 2000b etc.) gekennzeichnet.
Die Absätze erhalten einen hängenden Einzug.
Achten Sie auf Vollständigkeit und Einheitlichkeit.

5.1 Selbständige Publikationen (Monographien)


Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel der Monographie. Untertitel.
Erscheinungsort/e: Verlag.

Beispiel:
(24) Ellis, Rod (1994): The Study of Second Language Acquisition. Oxford u. a.:
Oxford University Press.

5.2 Sammelbände
Sammelbände werden wie Monographien behandelt. Hinter den Namen muss jedoch
vermerkt werden, dass es sich um den oder die Herausgeber handelt (Hrsg.).

Name, Vorname (Hrsg.) (Erscheinungsjahr): Titel des Sammelbandes. Untertitel.


Erscheinungsort/e: Verlag.

Beispiel:
(25) Henrici, Gert; Koreik, Uwe (Hrsg.) (1994): Deutsch als Fremdsprache. Wo
warst Du, wo bist Du, wohin gehst Du? Zwei Jahrzehnte der Debatte über die
Konstituierung des Faches Deutsch als Fremdsprache. Baltmannsweiler:
Schneider Verlag Hohengehren.

5.3 Beiträge aus Sammelbänden


Bei Beiträgen aus Sammelbänden sind die Angabe des Sammelbandes und der
Seitenzahlen erforderlich.

Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel des Beitrages. In: Name, Vorname (Hrsg.):
Titel des Sammelbandes. Untertitel. Erscheinungsort/e: Verlag, Seiten.

10
Beispiel:
(26) Schmidt, Reiner (1994): Lehrwerkanalyse. In: Henrici, Gert; Riemer, Claudia
(Hrsg.): Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache
mit Videobeispielen. Bd. 2. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren,
397–418.

5.4 Zeitschriftenaufsätze
Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel des Aufsatzes. Untertitel. Zeitschriftentitel
Jahrgang, Seiten.

Beispiel:
(27) Tschirner, Erwin (1995): Theorie und Praxis des Natural Approach in den 90er
Jahren. Eine Methode wird volljährig. Deutsch als Fremdsprache 32, 3–11.

5.5 WWW-Dokumente
Für Dokumente aus dem Internet gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Sie können
im Prinzip wie Aufsätze behandelt werden. Wenn kein Veröffentlichungsdatum
angegeben ist, nennen Sie das Datum, an dem Sie die Quelle gefunden haben. Bei
PDF-Dokumenten müssen, soweit vorhanden, die Seitenzahlen angegeben werden.

Name, Vorname (Veröffentlichungsdatum): Titel des Dokuments. Untertitel. URL


(Fundzeitpunkt).

Beispiele:
(28) Riemer, Claudia (2003): „Englisch war für mich nur ein Teil meines
Stundenplans.“ Motivation zum Englischlernen in Zeiten der Globalisierung. In:
Baumgarten, Nicole; Böttger, Claudia; Motz, Markus; Probst, Julia (Hrsg.):
Übersetzen, Interkulturelle Kommunikation, Spracherwerb und
Sprachvermittlung – das Leben mit mehreren Sprachen. Festschrift für Juliane
House zum 60. Geburtstag. Zeitschrift für Interkulturellen
Fremdsprachenunterricht [Online], 8(2/3), 72-96.
http://www.ualberta.ca/~german/ejournal/Riemer.pdf (6.06.2003).

(29) Textor, Martin R.: Kindergartenpädagogik. Online-Handbuch.


http://www.kindergarten-paedagogik.de (14.06.2003).

5.6 Hinweise:
• Vornamen werden grundsätzlich ausgeschrieben.
• Alle Autoren und Herausgeber müssen aufgeführt werden.
• Titel von Gesamtpublikationen (Monographien, Sammelbände und Zeitschriften)
werden kursiv gesetzt.
• Bei mehr als zwei Erscheinungsorten wird nur der erste Ort mit dem Zusatz u. a.
(= und andere) genannt.
• Bei Neuauflagen muss die Auflage des zitierten Bandes genannt werden sowie
Angaben darüber, in welcher Form das Werk neu aufgelegt wurde (unverändert,
überarbeitet, durchgesehen etc.). Diese Angaben finden sich in der Titelei des
Buches.

Beispiel:
(30) Edmondson, Willis; House, Juliane (2000): Einführung in die
Sprachlehrforschung. 2., überarb. Aufl. Tübingen; Basel: Francke.

11
• Bei mehrbändigen Werken ist die Bandnummer anzugeben (s. Beispiel 26).
• Handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Original, werden in der Regel Titel
und Erscheinungsjahr der Übersetzung genannt. Titel und Erscheinungsjahr der
Originalausgabe werden in Klammern dahinter angegeben.

Beispiel:
(31) Katz, Jerrold Jacob (1969): Die Philosophie der Sprache. Frankfurt/M.:
Suhrkamp. (Übersetzung des englischsprachigen Originals The Philosophy of
Language von 1966).

Für alle Fälle, die hier nicht erfasst sind, vgl.:


Poenicke, Klaus (1988): Duden. Wie verfaßt man wissenschaftliche Arbeiten? Ein
Leitfaden vom ersten Studiensemester bis zur Promotion. 2., neu bearb. Aufl.
Mannheim: Dudenverlag.

12
Richtlinien zur Anfertigung einer
Bachelor-Abschlussarbeit

Im letzten Studienjahr des Bachelor-Studiengangs Deutsch als Fremdsprache ist


eine Bachelor-Abschlussarbeit (Bachelorarbeit) zu verfassen.
Die Bachelorarbeit kann seminarungebunden im Rahmen der Profilmodule 7-9 (7
oder 8 im Profil „Sprachvermittlung Deutsch als Fremd-/Zweitsprache“ bzw. 7 oder 9
im Profil „Interkulturelle Kommunikation“) geschrieben werden.

1 Thema
Das Thema der Bachelorarbeit ist mit einer Lehrperson, die der Studierende als
Betreuer bestimmt, abzusprechen. Wird nach der Themenfestlegung die
Bachelorarbeit im Zentralen Prüfungsamt angemeldet, kann das Thema nicht mehr
verändert werden.

2 Anmeldung, Bearbeitungsfrist und Abgabe


Ist das Thema festgelegt, wird die Bachelorarbeit im Zentralen Prüfungsamt
angemeldet und eine aktuelle Semesterbescheinigung vorgelegt. Die
Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit beträgt 8 Wochen. Mit der Anmeldung der
Bachelorarbeit beginnt die Bearbeitungszeit.
Nach der vorgesehenen Bearbeitungszeit sind vier gebundene Exemplare sowie eine
elektronische Version der Bachelorarbeit im Zentralen Prüfungsamt einzureichen.
Das Zentrale Prüfungsamt leitet die Bachelorarbeit an die Betreuer bzw. Gutachter
weiter.

3 Anforderungen
Mit der Anfertigung der Bachelorarbeit stellt der Studierende unter Beweis, dass er
ein selbstgewähltes Thema innerhalb der Bearbeitungszeit nach wissenschaftlichen
Kriterien bearbeiten kann. Sie/Er kann eigenständig für die Fragestellung(en) und
Zielsetzung(en) ihrer/seiner Bachelorarbeit relevante Fachliteratur recherchieren,
diese rezipieren und auswerten. Dabei setzt sie/er sich kritisch mit der Fachliteratur
auseinander und verarbeitet unterschiedliche Positionen. Die Ausarbeitung der
Ergebnisse erfolgt über ihre Diskussion im Forschungskontext. Bei der
Zusammenfassung der Ergebnisse beachtet sie/er eine nachvollziehbare
Präsentation, für die neben der inhaltlichen Folgerichtigkeit auch eine angemessene
Sprache und die Anwendung der formalen Kriterien entscheidend ist.

4 Umfang und Aufbau


Der Umfang der Bachelorarbeit liegt bei 25-30 Seiten, wobei Deckblatt,
Verzeichnisse und Anhang (z.B. bei empirischen Arbeiten) nicht mitgezählt werden.
Für den inhaltlichen und formalen Aufbau der Bachelorarbeit gelten die Richtlinien
zur Anfertigung von schriftlichen Arbeiten im Fach Deutsch als Fremdsprache.
Auf der letzten Seite der Bachelorarbeit ist die Versicherung des Studierenden über
die selbstständige Bearbeitung der Bachelorarbeit enthalten. Der Text lautet:

13
Die/der Unterzeichende versichert, dass sie/er die vorliegende
Bachelorarbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die von
ihr/ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. Die Stellen der Arbeit, die
anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen sind,
wurden in jedem Fall unter Angabe der Quellen kenntlich gemacht. Dies
gilt auch für beigegebene Zeichnungen, bildliche Darstellungen, Skizzen
und dergleichen.
Der/dem Unterzeichnenden ist bewusst, dass jedes Zuwiderhandeln
(Einreichen einer Bachelorarbeit, die wörtlich oder nahezu wörtlich, ganz
oder zu Teilen aus einer Arbeit oder mehreren Arbeiten [publiziert im
Internet, in Zeitschriften, Monographien etc.] andere übernommen ist) als
Täuschungsversucht (siehe § 18 BPO) gelten kann, der die Bewertung
der Bachelorarbeit mit „nicht ausreichend (5)“ zur Folge hat.

Bielefeld, den_______________________________________________
(Datum) Unterschrift (Name + Matr.-Nr.)

5 Betreuung
Für die Betreuung der Bachelorarbeit ist eine Lehrperson vorgesehen, die der
Studierende bestimmt. Mit dem Betreuer werden das Thema und die Fragestellung
der Bachelorarbeit abgesprochen. Empfehlenswert ist weiter eine Zwischen-
absprache nach dem Erstellen einer vorläufigen Gliederung. Weitere Hilfestellungen
sind mit dem Betreuer abzusprechen.

6 Bewertung
Die Umsetzung der Anforderungen an eine Bachelorarbeit bildet die Grundlage für
die Bewertung der Bachelorarbeit. Die Bachelorarbeit wird vom Betreuer und einem
weiteren Gutachter bewertet. Auch dieser (Zweit-)Gutachter wird vor der Anmeldung
vom Studierenden festgelegt. Die Note der Bachelorarbeit ist das arithmetische Mittel
der Noten der beiden Gutachter, die spätestens sechs Wochen nach Erhalt der
Bachelorarbeit im Zentralen Prüfungsamt vorliegen. Die Leistungsbescheinigung wird
vom Erstgutachter erstellt.
Mit der Bachelorarbeit werden acht Leitungspunkte erworben. Leistungspunkte und
Note der Bachelorarbeit werden auf der entsprechenden Modulbescheinigung
vermerkt. Da die Bachelorarbeit eine benotete Einzelleistung ist, kann sie zur
Verbesserung der Note wiederholt werden. Gemäß der Regelung für
Einzelleistungen werden alle Noten erfasst und in einem Anhang zur Urkunde
aufgeführt. Für die Abschlussnote ist allerdings nur die bessere Note relevant.

14
Weiterführende Literatur

Bünting, Karl-Dieter; Bitterlich, Axel; Pospiech, Ulrike (2002): Schreiben im Studium.


Mit Erfolg. Ein Leitfaden. 3. Aufl. Berlin: Cornelsen Scriptor.
Esselborn-Krumbiegel, Helga (2002): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum
wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn u. a.: Schöningh.
Franck, Norbert (1998): Fit fürs Studium. Erfolgreich reden, lesen, schreiben.
München: dtv.
Kruse, Otto (1997): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden
durchs Studium. 5., erw. Auflage. Frankfurt a. M.: Campus Verlag.
Poenicke, Klaus (1988): Duden. Wie verfaßt man wissenschaftliche Arbeiten? Ein
Leitfaden vom ersten Studiensemester bis zur Promotion. 2., neu bearb. Aufl.
Mannheim: Dudenverlag.
Rückriem, Georg; Stary, Joachim; Franck, Norbert (1997): Die Technik
wissenschaftlichen Arbeitens. 10., überarb. Aufl. Paderborn u. a.: Schöningh.
Standop, Ewald; Meyer, Matthias L. G. (1998): Die Form der wissenschaftlichen
Arbeit. 15., überarb. Aufl. Wiesbaden: Quelle und Meyer.

15
Anhang

– Musterseite: Deckblatt –

Aspekte des Fremdsprachenlernens


(BaDaF M 3.1)
Sommersemester 2006

Leitung: Prof. Dr. Claudia Riemer

Titel der Arbeit


Untertitel

vorgelegt von
Vorname Nachname
Adresse
E-Mail

4. Semester Kernfach
Matrikelnummer

1. Juli 2006

16
– Musterseite Inhaltsverzeichnis –

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung 3

1 Deutschunterricht in der Türkei


1.1 Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen Deutsch-
land und der Türkei 4
1.2 Deutsch im Alltag der Türkei 6
1.3 Das Bildungssystem 7

2 Die Schule in Izmir


2.1 Die Schule 9
2.2 Unterrichtsbeobachtung 10
2.3 Das Deutschlandbild im Unterricht 12

3 Die Befragung
3.1 Methode 14
3.2 Lehrerinnen und Lehrer 15
3.3 Schülerinnen und Schüler 17
3.4 Einstellungen zu Deutschland und der deutschen Sprache 18

4 Zusammenfassung und Ausblick 20

5 Literaturverzeichnis 21

6 Anhang
6.1 Fragebogen 22
6.2 Unterrichtsprotokolle 23

17