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Chemie Repetition

Chemie Repetition

1. Grundlagen Begriffe
1.1 Eigenschaften
1.1.1 chemische Eigenschaften
Sie beschreiben das Reaktionsverhalten eines Stoffes, z.B.
Brennbarkeit, Stabilität gegen Säuren usw.
1.1.2 physikalische Eigenschaften
Sie beschreiben einen Stoff bezüglich seines Materials z.B. Härte,
Dichte, Farbe, usw.
1.2 Vorgänge
1.2.1 chemische Vorgänge
Bei chemischen Vorgängen ändert sich die Zusammensetzung der
stoffaufbauenden Teilchen meistens grundlegend  es entsteht ein
neuer Stoff
1.2.2 physikalische Vorgänge
Bei physikalischen Vorgängen ändert sich die Zusammensetzung der
Teilchen die den Stoff aufbauen nicht, es entsteht kein neuer Stoff

2. Atombau
2.1 Atommodell nach Bohr Schale Max. Elektronenzahl
Die Elektronen bewegen sich in 1. Schale (K) 2 x 12 e-
einem bestimmen Abstand zum 2. Schale (L) 2 x 22 e-
Kern, in sogenannten Schalen 3.Schale (M) 2 x 32 e-
(Schalenmodell). Es gibt 7 4.Schale (N) 2 x 42 e-
Schalen, wovon jede eine 5.Schale (O) 2 x 52 e-
maximale Elektronenzahl 6.Schale (P) 2 x 62 e-
aufnehmen kann. 7.Schale (Q) 2 x 72 e-

2.1.1 Mit zunehmender Schalennummer gilt:


- Zunahme des Abstandes zum Kern
- Zunahme des Energiegehaltes
- Abnahme des Energieaufwands zum Abspalten von Elektronen
(Ionisierungsenergie)
2.2 Aufbau der Elektronenhülle
Die Elektronenhülle besteht im wesentlichen Sinne aus Orbitalen. Diese
Orbitale heissen s-, p-, d- und f-Orbitale (zunehmender Energieinhalt). Es
existieren pro Schale maximal 1 s-, 3 p-, 5 d- und 7 f-Orbitale. Pro Orbital gibt
es maximal 2 Elektronen.
2.3 Masse von Atomen und Molekülen
Die Atommasseneinheit (u) ist nichts anderes als eine relative Atommasse. Um
die absolute Atommasse herauszufinden muss man die relative Atommasse mit
1.66 x 10-24 g multiplizieren
Während die Neutronen und Protonen ca. 1 u wiegen, bringen es die
Elektronen gerade mal auf 0.000555 (fast 1/2000) u.

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2.4 Isotope
Isotope sind Atome mit gleicher Protonen-, aber verschiedener Neutronenzahl.
Es sind also Atome des gleichen Elementes, die sich kaum in chemischen, aber
in physikalischen Eigenschaften unterscheiden. Die Masse eines Elementes ist
stets die Durchschnittsmasse aller seiner Isotope.
Da die Neutronenzahl die Kernstabilität beeinflusst, gibt es Isotope eines
Elementes, dessen Atomkerne zerfallen  radioaktiver Zerfall.

3. Chemisches Rechnen
3.1 Das Mol
1 Mol Fe = 6.022 x 1023 Eisenatome = 55.85g Eisen (Atommasse mit g statt u)
Ein Mol hat immer 6.022 x 1023 Teilchen des betreffenden Atoms.
3.2 Das Molvolumen
1 Mol Fe nimmt bei normalem Druck und 0° ein Volumen von 22.4 Liter ein.
Hier gilt es nun zu berücksichtigen, dass das Molekül als ein Teilchen gilt und
man somit für ein Mol oder 22.4 l Sauerstoff (O2) 32 Gramm (2 x 16 Gramm)
benötigt.
3.3 Molare Lösungen
C(Stoff) = … mol/l
Beispiel: c(H2SO4) = 2.5 mol/l bedeutet, dass in einem Liter dieser Lösung 2.5
mol Schwefelsäure enthalten sind. [g/L : Massenzahlen = mol/l]
3.4 Stöchiometrie
Vorgehen: Man setzt für Stoffberechnungen unter die benötigten Stoffe deren
Molmassen oder Molvolumen. Mittels Verhältnisgleichungen (Proportionen)
lassen sich die gesuchten Stoffe in die gewünschte Form umrechnen.

4. Bindungslehre
4.1 Entstehung einer chem. Bindung
- Triebkraft: Anstreben eines stabileren Zustands
- Kann durch e- Verschiebung erreicht werden
- Folgen: Ladungsunterschiede die zur Anziehung führen
4.2 Oktettregel
Die Oktettregel besagt, dass die Atome nach einer Reaktion 8
Valenzelektronen besitzen.
4.3 Elektronegativität
Mit der EN lässt sich das Ausmass einer unsymmetrischen Ladungsverteilung
und die Grösse der Polarität der Bindung bestimmen.
Je grösser der EN-Unterschied zwischen zwei Atomen, desto polarer die
Bindung.

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4.4 Atombindung
Nichtmetall + Nichtmetall!  gemeinsames Teilen von Valenzelektronen
(Atombindung)
4.4.1 polare Atombindung
Reagieren Nichtmetallatome mit unterschiedlicher EN miteinander, so
entsteht eine Bindung mit unsymmetrischer Ladungsverteilung
zwischen den Atomen und dadurch Ladungen auf den Atomen  Pole
4.4.2 unpolare Atombindung
Reagieren Nichtmetallatome der gleichen Art miteinander, so entsteht
eine symmetrische Ladungsverteilung zwischen den Atomen und damit
auch keine Pole  unpolare Atombindung
4.5 Ionenbindung
Nichtmetall + Metall  negativ und positiv geladene Atome 
Elektronenübertragung
Je grösser die EN-Differenz, desto grösser der Ionenbindungscharakter.
4.6 metallische Bindung
Metall + Metall  Das besondere an Metallen ist, dass jedes Atom eine
bestimmte Anzahl seiner Valenzelektronen an das Metall abgibt. Diese
Elektronen können sich im ganzen Metall nahezu frei bewegen und werden als
Leitungselektronen bezeichnet. Die Bewegung der Elektronen kann klassisch
nicht korrekt beschrieben werden, sie bilden ein Fermigas (Elektronengas).
4.7 ZMK
4.7.1 Wasserstoffbrücken
Die so genannten Wasserstoffbrücken entstehen u. a. dann, wenn zwei
Moleküle über Wasserstoffatome (H) in Wechselwirkung treten. Die
Waserstoffbrückenbindung ist verantwortlich für die
Oberflächenspannung und den Aggregatzustand bei Raumtemperatur.
4.7.2 Dipole
Dipole entstehen bei einer EN-Differenz von 0.5. Das Atom mit der
grösseren EN zieht die Valenzelektronen in einer Bindung näher zu sich
und wird somit negativ geladen sein.
4.7.3 v.d.Waals Kräfte
Momentan herrschende Dipole durch die Bewegung der Elektronen
verursacht  sehr schwach, aber immer vorhanden.

5. Redoxreaktionen
5.1 Redoxreaktionen
Oxidation  Zunahme der OZ bedingt durch Elektronen-Abgabe!
Reduktion  Abnahme der OZ bedingt durch Elektronen-Aufnahme!
Oxidationsmittel  Nimmt Elektronen auf!
Reduktionsmittel  Gibt Elektronen ab!
5.2 Wichtige Punkte
- Redoxreaktionen können äussers heftig verlaufen, wenn starkes
Oxidationsmittel + starkes Reduktionsmittel.
- erhöhte Explosionsgefahr bei Dämpfen
5.3 Feuergefährliche Flüssigkeiten
Flammpunkt  Tiefste Temperatur einer Flüssigkeit, bei der sie noch
genügend Dämpfe produziert, die beim Nähern einer Zündquelle eine Flamme
bilden, OHNE weiter zu brennen

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Brennpunkt  Gleiches wie beim Flammpunkt, ausser das die Flamme


weiterbrennt
Zündpunkt  Tiefste Temepratur einer Zündquelle um brennbare Dämpfe bei
optimalsten Bedingungen zu zünden.

6. Säure/Basenreaktionen
6.1 Säuren
Säuren sind Stoffe, die Waserstoff-Ionen (H+) abspalten können
Der saure Charakter wird durch das Hydronium-Ion verursacht.
6.2 Basen
Basen sind Teilchen, die Wasserstoffionen binden können.
Der basische Charakter wird durch die Hydroxid-Ionen verursacht.
6.3 Wichtige Säuren & Basen
- Minimaler Schutz  Schutzbrille, Schutzhandschuhe, gute Belüftung
- Warnhinweise lesen! (Sicherheitsdatenblatt)
- Zuerst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure!
- Bei Kontakt lange mit Wasser spühlen (10-20min)  Arzt
6.4 Neutralisation
Bei der Neutralisation bildet sich Wasser, Salz und Wärme. Das Metall ersetzt
dabei die sauren H-Atome der Säuren und bilden so das Salz.
- H+ + OH-  H2O
- Cl- + Na+  Na+Cl-