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Risiken des Fleischkonsums

Fleisch macht krank!

Während man noch vor einigen Jahren glaubte, dass Fleisch wichtiger
Bestandteil der Ernährung sei, weiß man heute: Das Gegenteil ist der
Fall! Fleisch ist ein Genussmittel und für den Großteil der heutigen
Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Gicht, Osteoporose, für Herz-
Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes usw. mitverantwortlich!

Trotzdem werden Fleisch, Wurst und Fisch immer noch als normale
Bestandteile der menschlichen Ernährung betrachtet; es ist auch der
Mythos noch weit verbreitet, dass es sich hierbei um besonders
gesunde und hochwertige Nahrungsmittel handelt. Auch viele Angehörige
der Heilberufe scheinen immer noch zu glauben, dsas Fleisch »ein
Stück Lebenskraft« sei.
Im Folgenden werden Fakten vorgestellt, die zeigen, dass der
Fleischkonsum mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist.
Diese Aussagen beruhen auf wissenschaftlichen Publikationen, die in der
Medline-database als Abstracts oder Originalarbeit nachgelesen werden
können.

Rheumatische Erkrankungen

Alle tierischen Produkte, insbesondere Fleisch, Wurst und Fisch,


enthalten viel Arachidonsäure. Zu den Metaboliten der Arachidonsäure
gehören die Prostaglandine und Leukotriene. Das Prostaglandin E2 kann
bei Rheumatikern vermehrt in der Synovialflüssigkeit nachgewiesen
werden und ist an der Entwicklung von Knorpelerosionen beteiligt. (7)

Je mehr Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, um so mehr


Entzündungsstoffe können gebildet werden. Es gibt mehrere
Publikationen über den antiinflammatorischen und analgetischen Effekt
einer vegetarischen Kost bei Rheumatikern. (8,9)

Dabei ist offensichtlich eine vegane Diät wegen der fehlenden


Arachidonsäurenzufuhr besonders effektiv.

Knochenerkrankungen

Fleischprodukte enthalten durchschnittlich mehr Phosphor als Calcium im


Gegensatz zu pflanzlichen Nahrungsmitteln. Ein erhöhtes Phosphor/
Calciumverhältnis in der Nahrung führt zu einem sekundären
Hyperparathyreodismus. (1)

Das Parathormon führt zu einer Calciummobilisierung aus den Knochen.


Besonders Jugendliche sind dadurch gefährdet, weil eine unzureichende
Knochenmasse in der Pupertät ein Risikofaktor für Osteoporose in den
späteren Lebensjahren ist. In einer Studie an jungen Frauen zeigte sich
eine negative Korrelation zwischen der Protein- und Phosphatzufuhr und
der radialen Knochendichte. (2)

Tierische Proteine enthalten mehr schwefelhaltige Aminosäuren als


pflanzliche Proteine. Die beim Abbau der schwefelhaltigen Aminosäuren
entstehenden Protonen sind die Hauptquelle für eine Säurebelastung
des Organismus. Ein anhaltender Säureüberschuss fördert die
Entmineralisierung der Knochen, da die H+-Ionen unter Bildung von
Hydrogenphosphat an Phosphationen gebunden werden.

Im Jahr 2001 wurden mehrere Arbeiten zum Thema »Säure-Basen-


Haushalt« und Knochenstoffwechsel publiziert. (3, 4, 5)

Eine Schweizer Arbeitsgruppe der Universität Lausanne konnte zeigen,


dass eine säurebildende Ernährung die Calcium-Ausscheidung um 74 %
erhöhte im Vergleich zu einer basenbildenden Diät.
Von der Osteoporotic Fractures Research Group der University of
California wurde publiziert, dass das Hüftfrakturrisiko bei
postmenopausalen Frauen wesentlich von der
Nahrungszusammensetzung abhängt. Ältere Frauen mit einer hohen
Aufnahme tierischer Proteine im Vergleich zu pflanzlichen Proteinen
hatten ein signifikant höheres Risiko f ür Hüftfrakturen als
Kontrollpersonen. Die Inzidenz der Hüftfrakturen in den einzelnen
Ländern korreliert mit dem Verhältnis von tierischem zu pflanzlichem
Protein in der täglichen Ernährung. Die Wissenschaftler kommen zu dem
Schluss, dass eine geringgradige metabolische Alkalose wahrscheinlich
der optimale Säure-Base-Status ist.

Auch bei der Auswertung der Framingham Osteoporosis Study zeigte


sich, dass ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse einen protektiven
Effekt auf die Knochenstruktur hatte (6).