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BERÜHMTE ZITATE VON NIETZSCHE

Friedrich Nietzsche (1844-1900)


deutscher Philosoph
Inhaltsverzeichnis

 1 Friedrich Nietzsche (1844-1900)

 2 Überprüft

o 2.1 Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen

o 2.2 Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

o 2.3 Unzeitgemäße Betrachtungen

o 2.4 Menschliches, Allzumenschliches

o 2.5 Morgenröte

o 2.6 Die fröhliche Wissenschaft

o 2.7 Also sprach Zarathustra

o 2.8 Jenseits von Gut und Böse

o 2.9 Der Fall Wagner

o 2.10 Götzen-Dämmerung

o 2.11 Der Antichrist

o 2.12 Ecce Homo

o 2.13 Aus dem Nachlass

o 2.14 Aus Briefen

 3 Zugeschrieben

 4 Zitate mit Bezug auf Nietzsche

 5 Fälschlich zugeschrieben

Überprüft
Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen

 "Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild eines Menschen zu geben." - Vorwort
(KSA 1: 803)
Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

 "In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd


ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das
Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute
der »Weltgeschichte«: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der
Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben." - 1 (KSA 1:
875)
Unzeitgemäße Betrachtungen

 "Exstirpation des deutschen Geistes zugunsten des »deutschen Reiches«." -


Erstes Stück, Kapitel 1 (zur deutschen Reichsgründung 1871)
 "Der Wahrheit dienen wenige in Wahrheit, weil nur wenige den reinen Willen haben
gerecht zu sein und selbst von diesen wieder die wenigsten die Kraft, gerecht sein
zu können." - Zweites Stück, Kapitel 6
 "Nein, das Ziel der Menschheit kann nicht am Ende liegen, sondern nur in ihren
höchsten Exemplaren" - Zweites Stück, Kapitel 9
 "Die Massen scheinen mir nur in dreierlei Hinsicht einen Blick zu verdienen: einmal
als verschwimmende Copien der grossen Männer, auf schlechtem Papier und mit
abgenutzten Platten hergestellt, sodann als Widerstand gegen die Grossen und
endlich als Werkzeuge der Grossen; im Uebrigen hole sie der Teufel und die
Statistik!" - Zweites Stück, Kapitel 9
Menschliches, Allzumenschliches

 "Weg mit den bis zum Überdruss verbrauchten


Wörtern Optimismus und Pessimismus! Denn der Anlass, sie zu gebrauchen, fehlt
von Tag zu Tage mehr: nur die Schwätzer haben sie jetzt noch so unumgänglich
nötig." - I, Aph. 28
 "Zu den Dingen, welche einen Denker in Verzweiflung bringen können, gehört die
Erkenntnis, dass das Unlogische für den Menschen nötig ist, und dass aus
dem Unlogischen vieles Gutes entsteht." - I, Aph. 31.
 "Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt
seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen." - I, Aph. 31
 "Der Asket macht aus der Tugend eine Not." - I, Aph. 76
 "Die Scham existiert überall, wo es ein »Mysterium« gibt." - I, Aph. 100
 "Ohne die blinden Schüler ist noch nie der Einfluss eines Mannes und seines
Werkes groß geworden. Einer Erkenntnis zum Siege verhelfen heißt oft nur: sie so
mit der Dummheit verschwistern, dass das Schwergewicht der letzteren auch den
Sieg für die erstere erzwingt." - I, Aph. 122
 "Das Vollkommene soll nicht geworden sein. - Wir sind gewöhnt, bei allem
Vollkommenen die Frage nach dem Werden zu unterlassen: sondern uns des
Gegenwärtigen zu freuen, wie als ob es auf einen Zauberschlag aus dem Boden
aufgestiegen sei." - I, Aph. 145
 "Von der Tragödie begehrt das Volk eigentlich nicht mehr, als recht gerührt zu
werden, um sich einmal ausweinen zu können." - I, Aph. 166
 "Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave." - I, Aph. 283
 "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." - I,
Aph. 283
 "Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten und sanftesten Menschen
zuletzt brutal." - I, Aph. 362
 "Gegen die Männerkrankheit der Selbstverachtung hilft es am sichersten, von
einem klugen Weibe geliebt zu werden." - I, Aph. 384
 "Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." - I, Aph. 483
 "Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in
Bezug auf das Ziel." - I, Aph. 494
 "Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele." - I, Aph. 503
 "Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat." - I,
Aph. 508
 "Die Forderung, geliebt zu werden, ist die größte der Anmaßungen." - I, Aph. 523
 "Ein Beruf macht gedankenlos; darin liegt sein größter Segen. Denn er ist eine
Schutzwehr, hinter welche man sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art
Einen anfallen, erlaubtermaßen zurückziehen kann." - I, Aph. 537
 "Dicht neben dem Wehe der Welt, und oft auf seinem vulkanischen Boden, hat
der Mensch seine kleinen Gärten des Glücksangelegt." - I, Aph. 591
 "Wer viel Freude hat, muss ein guter Mensch sein: aber vielleicht ist er nicht der
Klügste, obwohl er gerade das erreicht, was der Klügste mit all seiner Klugheit
erstrebt." - II, 1. Aph. 48
 "Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit." -
II, 1. Aph. 77
 "Etwas Kurz-Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten
sein." - II, 1. Aph. 127
 "Man kritisiert einen Menschen, ein Buch am schärfsten, wenn man das Ideal
desselben hinzeichnet." - II, 1. Aph. 157
 "Die Insekten stechen, nicht aus Bosheit, sondern weil sie auch leben wollen:
ebenso unsere Kritiker; sie wollen unser Blut, nicht unsern Schmerz." - II, 1. Aph.
164
 "Der Witz ist das Epigramm auf den Tod eines Gefühls." - II, 1. Aph. 202
 "Tief denkende Menschen kommen sich im Verkehr mit anderen
als Komödianten vor, weil sie sich da, um verstanden zu werden, immer erst eine
Oberfläche anheucheln müssen." - II, 1. Aph. 232
 "Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher
aus der Tiefe schöpft." - II, 1. Aph 262
 "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst; entweder du kommst schon
heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu
können." - II, 1. Aph. 358
 "Der Gewissensbiss ist, wie der Biss des Hundes gegen einen Stein,
eine Dummheit." - II, 2. Aph. 38
 "Jedes Wort ist ein Vorurteil." - II, 2. Aph. 55
 "Besser schreiben aber heißt zugleich auch besser denken; immer
Mitteilenswerteres erfinden und es wirklich mitteilen können; übersetzbar werden
für die Sprachen der Nachbarn; zugänglich sich dem Verständnisse jener
Ausländer machen, welche unsere Sprache lernen; dahin wirken, dass alles Gute
Gemeingut werde und den Freien alles frei stehe." - II, 2. Aph. 87
 "Den Stil verbessern - das heißt den Gedanken verbessern, und gar nichts weiter! -
Wer dies nicht sofort zugibt, ist auch nie davon zu überzeugen!" - II, 2. Aph. 131
 "»Dumm wie ein Mann« sagen die Frauen: »feige wie ein Weib« sagen die Männer.
Die Dummheit ist am Weibe das Unweibliche." - II, 2. Aph. 273
 "Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest
tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig." - II, 2. Aph.
289
 "Ich rede von der Demokratie als von etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so
heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, dass
es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die alten, und die Räder sind
auch noch die alten." - II, 2. Aph. 293
 "Von dem, was du erkennen und messen willst, musst du Abschied nehmen,
wenigstens auf eine Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie
hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben." - II, 2. Aph. 307
Morgenröte

 "Geschichte handelt fast nur von […] schlechten Menschen, die später
gutgesprochen worden sind." - Aph. 20
 "Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, dass er sie tut:
Denn er gehorcht, wo er kann, wie dies einem an sich trägen Geiste wohl tut." -
Aph. 207
 "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den
Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden." - Aph. 297
 "Meister und Schüler - Zur Humanität eines Meisters gehört, seine Schüler vor sich
zu warnen." - Aph. 447
 "Auch große Geister haben nur ihre fünf Finger breite Erfahrung, - gleich daneben
hört ihr Nachdenken auf: und es beginnt ihr unendlicher leerer Raum und
ihre Dummheit." - Aph. 564
Die fröhliche Wissenschaft

 "Glattes Eis / Ein Paradeis / Für den, der gut zu tanzen weiß." - Vorspiel 13
 "Blas dich nicht auf: sonst bringet dich / zum Platzen schon ein kleiner Stich." -
Vorspiel 21
 "Mitleid ist das angenehmste Gefühl bei solchen, welche wenig stolz sind und keine
Aussicht auf große Eroberungen haben: für sie ist die leichte Beute - und das ist
jeder Leidende - etwas Entzückendes. Man rühmt das Mitleid als die Tugend der
Freudenmädchen." - Aph. 13
 "So lange ihr euch noch irgendwie vor euch selber schämt, gehört ihr noch nicht zu
uns!" - Aph. 107
 "Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet. Wie trösten wir uns, die
Mörder aller Mörder?" - Aph. 125
 "Die mystischen Erklärungen gelten für tief; die Wahrheit ist, dass sie noch nicht
einmal oberflächlich sind." - Aph. 126
 "Wer sich tief weiß, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte,
bemüht sich um Dunkelheit." - Aph. 173
 "Man hört nur die Fragen, auf welche man im Stande ist, eine Antwort zu finden." -
Aph. 196
 "Nichts teilen wir so gern an andere mit, als das Siegel der Verschwiegenheit -
samt dem, was darunter ist." - Aph. 197."
Also sprach Zarathustra

 "Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht,
welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es
wissen oder nicht. Verächter des Lebens sind es, Absterbende und selber
Vergiftete, deren die Erde müde ist: so mögen sie dahinfahren!" - Zarathustras
Vorrede (3)
 "Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über
einem Abgrunde." - Zarathustras Vorrede (4)
 "Ich sage euch: man muss immer noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden
Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch." -
Zarathustras Vorrede (5)
 "Es ist wahr: Wir lieben das Leben, nicht, weil wir ans Leben, sondern ans Lieben
gewöhnt sind. Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer
etwas Vernunft im Wahnsinn." - 1. Teil; Vom Lesen und Schreiben
 "Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man." - 1. Teil; Vom Lesen und
Schreiben
 "Ihr habt mir zu grausame Augen und blickt lüstern nach Leidenden. Hat sich nicht
nur eure Wollust verkleidet und heißt sich Mitleiden?" - 1. Teil; Von der Keuschheit
 "Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondern wenn sie seicht ist, steigt der
Erkennende ungern in ihr Wasser." - 1. Teil; Von der Keuschheit
 "Nicht nur der lügt, welcher wider sein Wissen redet, sondern erst recht der,
welcher wider sein Nichtwissen redet." - 1. Teil; Von der Nächstenliebe
 "Macht wollen sie und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld - diese
Unvermögenden!" - 1. Teil; Vom neuen Götzen.
oft umschrieben als: "Geld ist das Brecheisen der Macht"

 "Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!" - 1. Teil; Von alten und
jungen Weiblein; alte Frau zu Zarathustra
 "Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf! Dazu helfe dir der Garten
der Ehe!" - 1. Teil; Von Kind und Ehe
 "Gewissensbisse erziehn zum Beißen." - 2. Teil; Von den Mitleidigen
 "Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine
Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder
der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden." - 2. Teil;
Das Nachtlied
 "Wer von euch Schleier und Überwürfe und Farben und Gebärden abzöge:
gerade genug würde er übrig behalten, um die Vögel damit zu erschrecken." -
2. Teil; Vom Lande der Bildung
 "Wagt es doch erst, euch selber zu glauben - euch und euren Eingeweiden!
Wer sich selber nicht glaubt, lügt immer." - 2. Teil; Von der unbefleckten
Erkenntnis
 "Wahrlich, der Sonne gleich liebe ich das Leben und alle tiefen Meere. Und dies
heißt mir Erkenntnis: alles Tiefe soll hinauf - zu meiner Höhe!" - 2. Teil; Von
der unbefleckten Erkenntnis
 "Kirche? antwortete ich, das ist eine Art von Staat, und zwar die verlogenste." -
2. Teil; Von grossen Ereignissen
 "Nicht die Höhe: der Abhang ist das Furchtbare." - 2. Teil; Von der Menschen-
Klugheit
 "Und wer unter Menschen nicht verschmachten will, muss lernen, aus allen
Gläsern zu trinken; und wer unter Menschen rein bleiben will, muss verstehn,
sich auch mit schmutzigem Wasser zu waschen." - 2. Teil; Von der Menschen-
Klugheit
 "Ein wenig Weisheit ist schon möglich; aber diese selige Sicherheit fand ich an
allen Dingen: dass sie lieber noch auf den Füßendes Zufalls - tanzen." - 3.
Teil; Vor Sonnen-Aufgang
 "Und alle Götter lachten damals und wackelten auf ihren Stühlen und
riefen: »Ist das nicht eben Göttlichkeit, dass es Götter, aber
keinen Gott giebt?« Wer Ohren hat, der höre." - 3. Teil; Von den Abtrünnigen
 "Der Mensch ist schwer zu entdecken und sich selber noch am schwersten; oft
lügt der Geist über die Seele." - 3. Teil; Vom Geist der Schwere
 "Das ist aber meine Lehre: wer einst fliegen lernen will, der muss erst stehen
und gehn und laufen und klettern und tanzen lernen: - man erfliegt das Fliegen
nicht." - 3. Teil; Vom Geist der Schwere
 "Und besser noch Ehebrechen als Ehe-biegen, Ehelügen! - So sprach mir ein
Weib: »wohl brach ich die Ehe, aber zuerst brach die Ehe - mich!«" - 3. Teil,
Von alten und neuen Tafeln 24
 "Diese neue Tafel, oh meine Brüder, stelle ich über euch: werdet hart! - 3. Teil;
Von alten und neuen Tafeln 29
 "Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, der denkt nicht hoch genug von der
Liebe selber" - 4. Teil; Außer Dienst
 "Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber
Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht
gerieten, - das war eine Sünde wider den guten Geschmack." - 4. Teil; Außer
Dienst
 "Lieber nichts wissen, als Vieles halb wissen! Lieber ein Narr sein auf eigene
Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken!" - 4. Teil; Blutengel
 "»Nichts ist wahr, alles ist erlaubt« sprach ich mir zu" - 4. Teil; Der Schatten
 "Oh ewiges Überall, oh ewiges Nirgendwo, oh ewiges - Umsonst!" - 4. Teil; Der
Schatten
 "Kluge Narren reden besser" - 4. Teil; Der Schatten
 "Dass ihr verachtetet, ihr höheren Menschen, das macht mich hoffen. Die
großen Verachtenden nämlich sind die großen Verehrenden." - 4. Teil; Vom
höheren Menschen 3
(vergleiche auch 1. Teil, Zarathustras Vorrede (4): "Ich liebe die großen
Verachtenden, weil sie die großen Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht
nach dem andern Ufer.")

 "Habt ihr Mut, oh meine Brüder? Seid ihr herzhaft? Nicht Mut vor Zeugen,
sondern Einsiedler- und Adler-Mut, dem auch kein Gott mehr zusieht?" -
4. Teil; Vom höheren Menschen 4"
 "Diesen Menschen von Heute will ich nicht Licht sein, nicht Licht
heissen. Die - will ich blenden: Blitz meiner Weisheit! Stich ihnen die
Augen aus!" - 4.Teil; Vom höheren Menschen 7
 "Hütet euch auch vor den Gelehrten! Die hassen euch: denn sie sind
unfruchtbar! Sie haben kalte vertrocknete Augen, vor ihnen liegt jeder
Vogel entfedert." - 4. Teil; Vom höheren Menschen 9
 "Ihr Schaffenden, ihr höheren Menschen! Man ist nur für das eigne Kind
schwanger. / Lasst euch nichts vorreden, einreden! Wer ist
denn euer Nächster? Und handelt ihr auch »für den Nächsten« - ihr
schafft doch nicht für ihn!." - 4. Teil; Vom höheren Menschen 11
 "Doch alle Lust will Ewigkeit - will tiefe, tiefe Ewigkeit." - 4. Teil, Das
Nachtwandler-Lied 12; Schluss des "Nachtwandler-Lieds", zum ersten
Mal als Schluss des "anderen Tanzlieds" im 3. Teil, Das andere Tanzlied
3
 "Hin zum Throne wollen sie Alle: ihr Wahnsinn ist es, - als ob das Glück
auf dem Throne sässe! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron - und oft
auch der Thron auf dem Schlamme." (Über das neue Kaiserreich) Vom
neuen Götzen
Jenseits von Gut und Böse

 "Man soll nicht in Kirchen gehn, wenn man reine Luft atmen will." - Aph.
30
 "»Die Erkenntnis um ihrer selbst willen« - das ist der letzte Fallstrick, den
die Moral legt: damit verwickelt man sich noch einmal völlig in sie." - Aph.
64
 "Solange du noch die Sterne fühlst als ein »Über-dir«, fehlt dir noch der
Blick des Erkennenden." - Aph. 71
 "Grad und Art der Geschlechtlichkeit eines Menschen reicht bis in den
letzten Gipfel seines Geistes hinauf." - Aph. 75
 "Wer sich selbst verachtet, achtet sich doch immer noch dabei als
Verächter." - Aph. 78.
 "Reife des Mannes: das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man
als Kind hatte, beim Spiel." - Aph. 94
 "Nicht ihre Menschenliebe, sondern die Ohnmacht ihrer Menschenliebe
hindert die Christen von heute, uns - zu verbrennen." - Aph. 104
 "Wenn der Entschluss einmal gefasst ist, das Ohr auch für den besten
Gegengrund zu schließen: Zeichen des starken Charakters. Also ein
gelegentlicher Wille zur Dummheit." - Aph. 107
 "Es gibt gar keine moralischen Phänomene, sondern nur eine moralische
Ausdeutung von Phänomenen." - Aph. 108
 "Wer auf dem Scheiterhaufen noch frohlockt, triumphiert nicht über den
Schmerz, sondern darüber, keinen Schmerz zu fühlen, wo er ihn
erwartete. Ein Gleichnis." - Aph. 124
 "Der eine sucht einen Geburtshelfer für seine Gedanken, der andre
einen, dem er helfen kann: so entsteht ein gutes Gespräch." - Aph. 136
 "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum
Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der
Abgrund auch in dich hinein." - Aph. 146
 "Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse."
- Aph. 153
 "Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes - aber bei Gruppen,
Parteien, Völkern, Zeiten die Regel." - Aph. 156
 "Das Christentum gab dem Eros Gift zu trinken - er starb zwar nicht
daran, aber entartete, zum Laster." - Aph. 168
 "Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen." - Aph.
169
 "Die Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt
den Kampf um die Erd-Herrschaft, - den Zwang zur großen Politik." - Aph.
208
Der Fall Wagner

 "Wagners Kunst ist krank. Die Probleme, die er auf die Bühne bringt -
lauter Hysteriker-Probleme -, das Convulsivische seines Affekts, seine
überreizte Sensibilität, sein Geschmack, der nach immer schärferen
Würzen verlangte, seine Instabilität, die er zu Prinzipien verkleidete, nicht
am wenigsten die Wahl seiner Helden und Heldinnen, diese als
physiologische Typen betrachtet (- eine Kranken-Galerie! -): Alles
zusammen stellt ein Krankheitsbild dar, das keinen Zweifel lässt. Wagner
est une névrose." - Kapitel 5
Götzen-Dämmerung

 "Aus der Kriegsschule des Lebens. - Was mich nicht umbringt, macht
mich stärker." - Sprüche und Pfeile, 8.
 "Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit
jedem wie? - Der Mensch strebt nicht nach Glück; nur der Engländer tut
das." - Sprüche und Pfeile, 12.
 "Was? du suchst? du möchtest dich verzehnfachen, verhundertfachen?
du suchst Anhänger? - Suche Nullen! -" - Sprüche und Pfeile, 14.
 "Ich misstraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der
Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit." - Sprüche und
Pfeile, 26.
 "Der getretene Wurm krümmt sich. So ist es klug. Er verringert damit die
Wahrscheinlichkeit, von neuem getreten zu werden. In der Sprache der
Moral: Demut." - Sprüche und Pfeile, 31.
 "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Sprüche und Pfeile, 33.
 "Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die
Grammatik glauben..." - Die "Vernunft" in der Philosophie, 5.
 "Emerson hat jene gütige und geistreiche Heiterkeit, welche allen Ernst
entmutigt" - Streifzüge eines Unzeitgemäßen, 13
 "Der Aphorismus, die Sentenz, in denen ich als der Erste unter
Deutschen Meister bin, sind die Formen der »Ewigkeit«; mein Ehrgeiz ist,
in zehn Sätzen zu sagen, was jeder andre in einem Buche sagt - was
jeder andre in einem Buche nicht sagt." - Streifzüge eines
Unzeitgemäßen, 51.
Der Antichrist

 "Die Schwachen und Missratnen sollen zu Grunde gehen: erster


Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu
helfen." Kapitel 2
 "Man nennt das Christenthum die Religion des Mitleidens. - Das Mitleiden
steht im Gegensatz zu den tonischen Affekten, welche die Energie des
Lebensgefühls erhöhn: es wirkt depressiv. Man verliert Kraft, wenn man
mitleidet. […] Das Mitleiden kreuzt im Ganzen Großen das Gesetz der
Entwicklung, welches das Gesetz der Selektion ist. Es hält, was zum
Untergange reif ist, es wehrt sich zu Gunsten der Enterbten und
Verurteilten des Lebens, es gibt durch die Fülle des Missratnen aller Art,
das es im Leben festhält, dem Leben selbst einen düsteren und
fragwürdigen Aspekt." - Kapitel 7
 "Das Wort schon »Christentum« ist ein Missverständnis -, im Grunde gab
es nur einen Christen, und der starb am Kreuz." - Kapitel 39
 "Das Weib war der zweite Fehlgriff Gottes […] - das weiß jeder Priester."
- Kapitel 48
 "Es steht niemandem frei, Christ zu werden: man wird nicht
zum Christentum »bekehrt«, - man muss krank genug dazu sein." -
Kapitel 51
 "»Glaube« heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist." - Kapitel 52
 "Unrecht liegt niemals in ungleichen Rechten, es liegt im Anspruch
auf »gleiche« Rechte." - Kapitel 57
 "Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche
die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund
genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen, sie
hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Korruption gehabt." Kapitel
62
 "Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben,
wo es nur Wände gibt, - ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu
machen... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die Eine
große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache,
dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es
den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit..." - Kapitel 62
Ecce Homo

 "Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden." - Warum ich so klug bin,
1.
 "Wenn man von einem unerträglichen Druck loskommen will, so hat
man Haschisch nötig." - Warum ich so klug bin, 6.
 "Ich selbst bin immer noch Pole genug, um gegen Chopin den Rest der
Musik hinzugeben." - Warum ich so klug bin, 7 (zugleich in Nietzsche
contra Wagner, Intermezzo)
 "Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit." - Warum ich ein Schicksal bin, 1.
 "Hat man mich verstanden? - Dionysos gegen den Gekreuzigten,"
Warum ich ein Schicksal bin, 9.
Aus dem Nachlass

 "Die Romantiker ermangeln des Instinktes: die Kunstwahngebilde reizen


sie nicht zur That, sie verharren im Reizungszustande." - Nachlass, KSA
7: 5[45]
 "Denn was ist Schönheit, wenn nicht das von uns erblickte Spiegelbild
einer außerordentlichen Freude der Natur, darüber dass eine neue
fruchtbare Möglichkeit des Lebens entdeckt ist? Und was ist Hässlichkeit,
wenn nicht ihr Missmut über sich selbst, ihr Zweifel, ob sie die Kunst zum
Leben zu verführen, wirklich noch verstehe?" - Nachlass, KSA 8: 6[48]
 "Nicht die Abwesenheit der Liebe, sondern die Abwesenheit der
Freundschaft macht die unglücklichen Ehen." - Nachlass, KSA 8: 23[73];
Vergleiche Menschliches, Allzumenschliches I Aph. 378: "Der beste
Freund wird wahrscheinlich die beste Gattin bekommen, weil die gute
Ehe auf dem Talent zur Freundschaft beruht."
 "»Gebildet sein« heißt nun: sich nicht merken lassen, wie elend und
schlecht man ist, wie raubtierhaft im Streben, wie unersättlich im
Sammeln, wie eigensüchtig und schamlos im Genießen." - Nachlass,
KSA 8: 35[12]
 "Unsere Meinungen: die Haut, die wir uns umlegen, in der wir gesehen
werden wollen, oder in der wir uns sehen wollen; das Äußerlichste, der
Schuppenpanzer um die Gedanken eines Menschen. So scheint es.
Andererseits ist die Haut ein Erzeugnis wir wissen nicht welcher Kräfte
und Triebe, eine Art Ablagerung, fortwährend sich stückweise lösend und
neubildend." - Nachlass, KSA 9: 6[339]
 "In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren,
was wir können; darüber kann uns allein der Erfolg oder Misserfolg
belehren." - Nachlass, KSA 9: 3[120]
 "Selten denkt das Frauenzimmer, denkt es aber, taugt es nichts." -
Nausikaa-Lieder, Nachlass, KSA 9: 19[10]. Anmerkung: Dies könnte
auch ein älteres Sprichwort sein, das Nietzsche hier zitiert.
 "An Chopin verehrte ich namentlich, dass er die Musik von den
deutschen Einflüssen, von dem Hange zum Hässlichen, Dumpfen,
Kleinbürgerlichen, Täppischen, Wichtigtuerischen freigemacht habe:
Schönheit und Adel des Geistes und namentlich vornehme Heiterkeit,
Ausgelassenheit und Pracht der Seele, insgleichen die südländische Glut
und Schwere der Empfindung hatten vor ihm in der Musik noch keinen
Ausdruck. Mit ihm verglichen, war mir selbst Beethoven ein
halbbarbarisches Wesen, dessen große Seele schlecht erzogen wurde,
so dass sie das Erhabene vom Abenteuerlichen, das Schlichte vom
Geringen und Abgeschmackten nie recht zu unterscheiden gelernt hat." -
Nachlass, KSA 9: 21[2]
 "Wenn Skepsis und Sehnsucht sich begatten, entsteht die Mystik.
Wessen Gedanke nur ein Mal die Brücke zur Mystik überschritten hat,
kommt nicht davon ohne ein Stigma auf allen seinen Gedanken." -
Nachlass, KSA 10: 3[1] Nr. 274
 "Indem wir fortwährend uns üben, es mit
allerlei Mitmenschen auszuhalten, üben wir uns unbewußt darin, uns
selber auszuhalten: was eigentlich die unbegreiflichste Leistung des
Menschen ist." - Nachlass, KSA 10: 3[1] Nr. 288
 "Ein labyrinthischer Mensch sucht niemals die Wahrheit, sondern einzig
seine Ariadne - was er uns auch sagen möge." - Nachlass, KSA 10:4[55]
 "Meine Brüder, die Natur ist dumm; und soweit wir Natur sind, sind wir
alle dumm. Auch die Dummheit hat einen schönen Namen: sie nennt sich
Notwendigkeit. Kommen wir doch der Notwendigkeit zu Hülfe!" -
Nachlass, KSA 10: 5[1] Nr. 262
 "Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen. Wir können
kein Faktum »an sich« feststellen: vielleicht ist es ein Unsinn, so etwas zu
wollen. »Es ist alles subjektiv« sagt ihr: aber schon das ist Auslegung,
das »Subjekt« ist nichts Gegebenes, sondern etwas Hinzu-Erdichtetes,
Dahinter-Gestecktes." - Nachlass, KSA 12: 7[60]
 "Die Kirche hat deutsche Kaiser auf Grund ihrer Laster in Bann getan: als
ob ein Mönch oder Priester über das mitreden dürfte, was ein Friedrich
der Zweite von sich fordern darf. Ein Don Juan wird in die Hölle
geschickt: das ist sehr naiv. Hat man bemerkt, dass im Himmel alle
interessanten Menschen fehlen?" - Nachlass, KSA 13: 11[153]
 "Wir haben also als Missverständnis: […] eine kirchliche Ordnung, mit
Priesterschaft, Theologie, Cultus, Sakramenten; kurz, alles das,
was Jesus von Nazareth bekämpft hatte." - Nachlass, KSA 13: 11[295]
(vgl. "Der Antichrist", Kapitel 39 - 44)
 "Jesus ist das Gegenstück eines Genies: Er ist ein Idiot." - Nachlass,
KSA 13: 14[38] (vgl. "Der Antichrist", Kapitel 29)
 "Ich bringe den Krieg. Nicht zwischen Volk und Volk: ich habe kein Wort,
um meine Verachtung für die fluchwürdige Interessen-Politik
europäischer Dynastien auszudrücken, welche aus der Aufreizung zur
Selbstsucht Selbst[üb]erhebung der Völker gegen einander ein Prinzip
und beinahe eine Pflicht macht." - Nachlass, KSA 13: 25[1]
Aus Briefen

 "In dieser Woche habe ich dreimal die Matthäuspassion gehört, jedesmal
mit demselben Gefühl der unermesslichen Verwunderung. Wer
das Christentum völlig verlernt hat, der hört es hier wirklich wie ein
Evangelium; es ist dies die Musik der Verneinung des Willens, ohne
Erinnerung an die Askesis." - (über Johann Sebastian Bach) - an Erwin
Rohde, 30. April 1870, KSB 3: 76
 "Ich fand die ganze liebe deutsche Bestie gegen mich anspringend - ich
bin ihr nämlich durchaus nicht mehr »moralisch genug.«" - an Hans
Guido von Bülow, Anfang Dezember 1882, KSB 6: 344
 "Es ist nicht nötig, nicht einmal erwünscht, Partei für mich zu nehmen: im
Gegenteil, eine Dosis Neugierde, wie vor einem fremden Gewächs, mit
einem ironischen Widerstande, schiene mir eine
unvergleichlich intelligentere Stellung zu mir." - an Carl Fuchs, 29. Juli
1888, KSB 8: 1075
Zugeschrieben

 "Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit."


 "Die Regel. — "Die Regel ist mir immer interessanter, als die Ausnahme"
— wer so empfindet, der ist in der Erkenntnis weit voraus und gehört zu
den Eingeweihten."
 "Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es
besitzen."
 "Irgendwann sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und fragen uns, wie
wir es nur irgendwo anders aushalten konnten."
 "Ist das Leben nicht hundertmal zu kurz für die Langeweile?" - (in KSA
12, 1[147] heißt es: "ist das Leben nicht zu kurz, sich zu langweilen?")
 "Man bleibt nur gut, wenn man vergisst."
 "Wenn der Teufel nicht selber kommt, schickt er ein Weib."
Zitate mit Bezug auf Nietzsche

 "Ein Fälscher ist, wer Nietzsche interpretiert, indem er Zitate aus ihm
benutzt. […] Im Bergwerk dieses Denkers ist jedes Metall zu finden:
Nietzsche hat alles gesagt und das Gegenteil von allem." - Giorgio Colli,
"Nach Nietzsche" S. 209
 "Einige Analphabeten der Nazis, die wohl deshalb unter die Hitlerschen
Schriftgelehrten aufgenommen worden sind, weil sie einmal einem
politischen Gegner mit dem Telephonbuch auf den Kopf gehauen haben,
nehmen Nietzsche heute als den ihren in Anspruch. Wer kann ihn nicht in
Anspruch nehmen! Sage mir, was du brauchst, und ich will dir dafür ein
Nietzsche-Zitat besorgen." - Kurt Tucholsky 1932, in: Gesammelte
Werke, 1975, Bd. 10, S. 14
 "»Gefährlich Leben!« Diese Forderung Nietzsches wird
von Kleinkindern täglich gelebt." - Gregor Brand
 "Wenn schon Nietzsche sagt, dass zum Leben drei Dinge gehören,
nämlich Geld, Geld und Geld, so möchte ich diesen klugen Satz dahin
erweitern, dass zum Leben vier Dinge gehören, nämlich Geld, Geld, Geld
und Geld." - Heinz Erhardt
 "Wer nicht den Mut und die Ausdauer des Denkens aufbringt, mit
Nietzsches Schriften sich einzulassen, braucht auch nichts überihn zu
lesen." - Martin Heidegger
 "»Nietzsche ist tot« - Gott" - bekannte Parodie von Nietzsches "Gott ist
tot" (aus der Fröhlichen Wissenschaft)
Fälschlich zugeschrieben

 "Nicht durch Feindschaft kommt Feindschaft zu Ende, durch


Freundschaft kommt Feindschaft zu Ende." - tatsächlich von Buddha, bei
Nietzsche auch stets mit dieser Quelle zitiert
Dieser Satz wird von Nietzsche in Ecce Homo, Warum ich so weise bin 6
und Der Antichrist, Kapitel 20 als Kernlehre des Buddhismus zitiert; vorher auch
schon im Nachlass, KSA 13, 24[1]. Er stammt aus dem Dhammapada.

 "Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille." - wohl nicht von
Nietzsche, sondern von Gottfried Keller
 "Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge
und Feinde. Das bedeutet, dass er nur eine Klasse kennt: Feinde."
 "Wo das Chaos auf die Ordnung trifft, gewinnt meist das Chaos, weil
es besser organisiert ist."