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Arbeitsblätter: ZERA – Zusammenhang zwischen

Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit

© ZERA Arbeitsblätter
Inhaltsübersicht
Informationen zu ZERA
Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit

Arbeitsblatt 1
Inhaltsübersicht des Programms

Arbeitsblatt 2
3-Kreise-Modell

Arbeitsblatt 3
Verletzlichkeits-Stress-Bewältigungs-Modell

Arbeitsblatt 4
Frühwarnzeichen

Arbeitsblatt 5
Frühwarnzeichen am Arbeitsplatz

Arbeitsblatt 6
Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur kurzfristigen Stressreduktion

Arbeitsblatt 7
Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz

Arbeitsblatt 8
Krisenplan

Arbeitsblatt 9
Vom Problem zur Lösung

Arbeitsblatt 10
Informationen zum Thema »Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten«

Arbeitsblatt 11
Informationen zum Thema »Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte
Menschen«

Arbeitsblatt 12
Informationen zum Thema »Ausbildung / Umschulung«

Arbeitsblatt 13
Informationen zum Thema »Integrationsfachdienst (IFD)«

Arbeitsblatt 14
Informationen zum Thema »Persönliches Budget«

© ZERA Arbeitsblätter
Arbeitsblatt 15
Informationen zum Thema »Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)«

Arbeitsblatt 16
Informationen zum Thema »Schwerbehindertenausweis«

Arbeitsblatt 17
Informationen zum Thema »Sozialpsychiatrischer Dienst (SPDi)«

Arbeitsblatt 18
Wie würde ich gerne arbeiten?

Arbeitsblatt 19
Planung kurz- und mittelfristiger beruflicher Ziele

Arbeitsblatt 20
Seminarbeurteilung

© ZERA Arbeitsblätter
Informationen zu ZERA:
Zusammenhang zwischen Erkrankung,
Rehabilitation und Arbeit

Worum geht es bei ZERA?


ZERA ist ein Gruppentrainingsprogramm, das den Teilnehmern ermöglichen soll:
⚈ sich mit dem Zusammenhang zwischen Arbeit und psychischer Erkrankung zu
beschäftigen,
⚈ ihre Stärken und Schwächen bei der Arbeit besser kennenzulernen,
⚈ sich konkrete Ziele für ihre Rehabilitationsmaßnahme zu setzen,
⚈ sich über Arbeits- und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren,
⚈ ihre Rehabilitationsmaßnahme im Sinne ihrer persönlichen Möglichkeiten und Ziele
besser zu nutzen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung von Selbsthilfe- und Bewältigungsmöglichkei-
ten sowie der Erfahrungsaustausch mit anderen.

Das Trainingsprogramm wird in einer Gruppe mit ca. acht Teilnehmern durchgeführt.
Alle Teilnehmer machen eine berufliche Trainingsmaßnahme.

Die Gruppe wird von . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . geleitet

(Tel.: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . )

Die Termine finden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . statt.

Es wird eine Sitzung pro Woche durchgeführt, die zwischen einer und zwei Stunden dau-
ert. Insgesamt sind es ca. 20 Sitzungen. Alle Termine finden während der Arbeitszeit
statt.

Erster Termin ist der . . . . . . . . . . . . . von . . . . . . . . . . . . . bis ca. . . . . . . . . . . . . . Uhr.

Danach immer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . von . . . . . . . . . . . . . bis ca. . . . . . . . . . . . . . Uhr.

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Arbeitsblatt 1 – 1. Unterprogramm
Inhaltsübersicht des Programms
ZERA – Zusammenhang zwischen Erkrankung,
Rehabilitation und Arbeit

Unterprogramm 1 Einführung

Unterprogramm 2 Einstieg in das Thema Arbeit

Unterprogramm 3 Zusammenhang zwischen Arbeit


und dem Verlauf einer psychischen
Erkrankung

Unterprogramm 4 Aktuelles Profil der Grundarbeits-


fähigkeiten – Stärken und Schwächen

Unterprogramm 5 Spektrum der Arbeits- und


Unterstützungsmöglichkeiten

Unterprogramm 6 Planung der beruflichen Rehabilita-


tion – kurz- und mittelfristige Ziele

Unterprogramm 7 Zusammenfassung und Ausblick:


3-Kreise-Modell

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Wo liegen zurzeit Welche Unterstützungs-
meine Stärken und möglichkeiten
Schwächen? kann ich nutzen?
3-Kreise-Modell

© ZERA 1. Unterprogramm, Arbeitsblatt 2


Arbeitsblatt 2 – 1. Unterprogramm

Welche Wünsche
und Ziele habe ich
für meine berufliche Zukunft?

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Arbeitsblatt 3 – 3. Unterprogramm
Verletzlichkeits-Stress-Bewältigungs-Modell
(Bäuml 1994)

»Kritische
Grenze«

Stress

Stress

Stress

Vulnerabilität
Vulnerabilität
Vulnerabilität

A B C

Verletzlichkeits-Stress-Bewältigungs-Modell
und Frühwarnzeichen

»Kritische Auftreten von


Grenze« Frühwarnzeichen

Stress Stress

Vulnerabilität Vulnerabilität

B1 B2

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Arbeitsblatt 4 – 3. Unterprogramm Frühwarnzeichen

Bitte kreuzen Sie an, welche Stresssymptome bei Ihnen vor einer psychischen Krise am
ehesten auftreten. Markieren Sie anschließend maximal vier wesentliche Frühwarnzeichen.

Körperliche Symptome trifft voll zu trifft eher zu trifft eher trifft gar
nicht zu nicht zu
Ich fühle mich rastlos und unruhig ▢ ▢ ▢ ▢
Ich fühle mich körperlich sehr angespannt ▢ ▢ ▢ ▢
Ich fühle mich stark erregt ▢ ▢ ▢ ▢
Ich bin müde ▢ ▢ ▢ ▢
Ich leide unter Kopfschmerzen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Ein- und Durchschlafschwierigkeiten ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Magen-Darm-Beschwerden ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Hautausschläge, Ekzeme ▢ ▢ ▢ ▢
Ich leide unter Appetitverlust ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Schmerzen ▢ ▢ ▢ ▢
Sonstige körperliche Symptome:
▢ ▢ ▢ ▢
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Psychische Symptome

Ich beschäftige mich mit ein oder zwei Themen ▢ ▢ ▢ ▢


Ich beziehe vieles auf mich persönlich ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe vermehrt schlechte Träume ▢ ▢ ▢ ▢
Ich höre Stimmen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich erlebe Wahrnehmungsveränderungen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich erlebe Dissoziationen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe das Gefühl, mein Körper verändert sich ▢ ▢ ▢ ▢
Ich beschäftige mich verstärkt mit religiösen Themen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe das Gefühl, andere reden über mich ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe das Gefühl, andere kontrollieren mich ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe das Gefühl von Mutlosigkeit und Trauer ▢ ▢ ▢ ▢
Ich bin leicht irritierbar ▢ ▢ ▢ ▢
Ich neige leicht zu Wutanfällen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich fühle mich verzweifelt ▢ ▢ ▢ ▢
Ich empfinde Ekelgefühl ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe vermehrt Ängste ▢ ▢ ▢ ▢
Ich fühle mich depressiv ▢ ▢ ▢ ▢
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Ich bin sehr scheu ▢ ▢ ▢ ▢
Meine Gedanken kreisen um Sorgen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Schwierigkeiten, lästige Gedanken zu vertreiben ▢ ▢ ▢ ▢
Ich wiederhole ständig negative Gedanken ▢ ▢ ▢ ▢
Ich neige verstärkt zu Zwangsgedanken ▢ ▢ ▢ ▢
Es treten verstärkt Suizidgedanken auf ▢ ▢ ▢ ▢
Ich neige zu pessimistischem Denken ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe verstärkt Katastrophengedanken ▢ ▢ ▢ ▢
Sonstige psychische Symptome:
▢ ▢ ▢ ▢
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Situations- und verhaltensbezogene Symptome

Ich habe vermehrt zwischenmenschliche Probleme ▢ ▢ ▢ ▢


Ich neige zu Zynismus und Feindseligkeit ▢ ▢ ▢ ▢
Ich bin weniger sensibel für andere ▢ ▢ ▢ ▢
Ich habe Schwierigkeiten, mit den Aggressionen ▢ ▢ ▢ ▢
anderer umzugehen

Ich habe vermehrt Misstrauen gegenüber anderen ▢ ▢ ▢ ▢


Ich ziehe mich zurück und vermeide soziale Kontakte ▢ ▢ ▢ ▢
Sonstige zwischenmenschliche Probleme:
▢ ▢ ▢ ▢
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Ich trinke mehr Alkohol ▢ ▢ ▢ ▢


Ich rauche mehr ▢ ▢ ▢ ▢
Ich konsumiere vermehrt Drogen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich esse zu viel / zu wenig ▢ ▢ ▢ ▢
Ess-Brechanfälle nehmen zu ▢ ▢ ▢ ▢
Ich setze die Medikamente ab ▢ ▢ ▢ ▢
Ich schneide mich ▢ ▢ ▢ ▢
Andere selbstverletzende Verhaltensweisen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich neige vermehrt zu Zwangsritualen oder ▢ ▢ ▢ ▢
Kontrollzwängen

Ich fühle mich stark angetrieben und gehetzt ▢ ▢ ▢ ▢


Alles muss immer unter Kontrolle sein ▢ ▢ ▢ ▢
Ich kann mich zu nichts aufraffen ▢ ▢ ▢ ▢
Ich vernachlässige die Körperhygiene ▢ ▢ ▢ ▢
Ich muss der Schnellste sein ▢ ▢ ▢ ▢
Sonstige situations- und verhaltensbezogene Symptome:
▢ ▢ ▢ ▢
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© ZERA 3. Unterprogramm, Arbeitsblatt 4


Arbeitsblatt 5 – 3. Unterprogramm
Frühwarnzeichen am Arbeitsplatz

Bitte kreuzen Sie an, welche Stresssymptome bei Ihnen vor einer psychischen Krise am
Arbeitsplatz auftreten. Markieren Sie anschließend maximal zwei bis drei wesentliche
Frühwarnzeichen.

trifft voll zu trifft eher zu trifft eher trifft gar


nicht zu nicht zu
Ich fühle mich rastlos und unruhig ▢ ▢ ▢ ▢
Ich kann mich immer schlechter konzentrieren ▢ ▢ ▢ ▢
Ich kann mich morgens oft gar nicht mehr aufrafffen, ▢ ▢ ▢ ▢
zur Arbeit zu gehen

Ich überlege ständig, ob meine Kollegen etwas gegen ▢ ▢ ▢ ▢


mich haben

Ich fühle mich häufig zu Unrecht kritisiert ▢ ▢ ▢ ▢


Ich traue mir plötzlich viel weniger zu und habe ▢ ▢ ▢ ▢
verstärkt Angst vor Fehlern

Die Gespräche und Verhaltensweisen der anderen ▢ ▢ ▢ ▢


gehen mir immer mehr auf die Nerven

Ich weiß manchmal nicht mehr, wie eine Arbeitsaufgabe ▢ ▢ ▢ ▢


geht, obwohl ich sie schon oft gemacht habe

Die Geräusche in der Arbeitsgruppe kommen mir ▢ ▢ ▢ ▢


plötzlich viel lauter vor und stören mich mehr

Ich muss immer häufiger Pausen machen ▢ ▢ ▢ ▢


Ich habe plötzlich das Gefühl, nicht mehr einen ganzen ▢ ▢ ▢ ▢
Tag lang durchhalten zu können

Ich muss mich die ganze Zeit genau beobachten und sehr ▢ ▢ ▢ ▢
konzentrieren, damit ich nicht alles durcheinanderbringe

Ich bin immer müde und schlafe am Arbeitsplatz ▢ ▢ ▢ ▢


häufiger ein

Ich bin zunehmend unruhig und halte es nicht lange ▢ ▢ ▢ ▢


mit derselben Arbeit aus

Wenn etwas nicht gleich klappt, gebe ich sofort auf, ▢ ▢ ▢ ▢


ich habe gar keine Geduld mehr

Manchmal bin ich ganz abwesend und nehme gar nicht ▢ ▢ ▢ ▢


mehr wahr, was um mich herum passiert

Ich kann öfter nicht richtig folgen, wenn jemand mit mir ▢ ▢ ▢ ▢
spricht oder mir etwas erklärt

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Arbeitsblatt 6 – 3. Unterprogramm
Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
zur kurzfristigen Stressreduktion

Auf diesem Arbeitsblatt können Sie Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten


ankreuzen, die Ihnen helfen, Stress zu reduzieren und Krisen abzuwenden.

⚈ Welche Entlastungsmöglichkeiten helfen Ihnen, Stress zu reduzieren und Krisen zu


bewältigen? Kreuzen Sie die Möglichkeiten zur Selbsthilfe an, die Ihnen guttun und zu einer
Entlastung beitragen.

Zur Entlastung kann ich: Zur Entlastung kann ich:

▢ Medikation einnehmen ▢ Bedarfsmedikation einnehmen

▢ Musik hören ▢ Entspannungsbad nehmen

▢ mich ausheulen ▢ früh ins Bett gehen

▢ fernsehen ▢ richtig ausschlafen

▢ mich kreativ betätigen (malen, tonen etc.) ▢ mich sportlich betätigen (Fahrrad fahren, Gymnastik ...)

▢ aufräumen ▢ einem Hobby nachgehen

▢ Buch lesen ▢ Beruhigungstee trinken

▢ bummeln gehen ▢ Tagebuch schreiben

▢ früher die Arbeit beenden ▢ spazieren gehen

Weitere Entlastungsmöglichkeiten:

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⚈ Welche Unterstützungsmöglichkeiten helfen Ihnen, Stress zu reduzieren und


Krisen abzuwenden?

Unterstützungsmöglichkeiten Unterstützungsmöglichkeiten

▢ Gespräch mit Ärztin ▢ Gespräch mit Gruppenleiter

▢ Gespräch mit Psychologin ▢ Betreuer

▢ Sozialpsychiatrischer Dienst ▢ Sozialdienst

▢ Gespräch mit Bezugsperson ▢ Gespräch mit Freund


(Sozialarbeiter, Psychologin)

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten:

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Arbeitsblatt 7 – 3. Unterprogramm
Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
am Arbeitsplatz

⚈ Welche Entlastungsmöglichkeiten helfen Ihnen am Arbeitsplatz, um eine Krise abzuwenden?

Zur Entlastung kann ich: Zur Entlastung kann ich:

▢ auf Pausen achten ▢ Kurzentspannungsübung

▢ langsam arbeiten ▢ Nein sagen

▢ Arbeitszeit reduzieren ▢ Mich krankschreiben lassen

▢ Aufmerksamkeit auf den nächsten Schritt lenken ▢ Tätigkeit, die mir guttut, aussuchen

▢ Routinetätigkeit aufnehmen ▢ später anfangen

▢ Ruheraum aufsuchen ▢ früher aufhören

Weitere Entlastungsmöglichkeiten:

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⚈ Welche Unterstützungsmöglichkeiten können Sie am Arbeitsplatz nutzen, um eine Krise


abzuwenden?

Unterstützungsmöglichkeiten Unterstützungsmöglichkeiten

▢ den Gruppenleiter über meinen Krisenplan informieren ▢ Gruppenleiter/Vorgesetzter

▢ Sozialdienst ▢ Psychologin

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten:

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Arbeitsblatt 8 – 3. Unterprogramm
Krisenplan

Persönlicher Krisenplan von: .............................................................

1. Frühwarnsymptome:
Eine beginnende Krise äußert sich bei mir allgemein durch folgende Symptome:

1. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

2. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

3. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

4. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Welche Frühwarnzeichen nehme ich am Arbeitsplatz wahr?

1. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

2. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

2. Entlastungsmöglichkeiten:
Wie kann ich selbst bei einer beginnenden Krise für Entlastung sorgen?
(Was hat mir in der Vergangenheit geholfen?)

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Wie kann ich mich am Arbeitsplatz entlasten?

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3. Unterstützungsmöglichkeiten:
An wen wende ich mich bei einer beginnenden Krise?
(Es sollte jemand sein, der mich ruhig und gelassen unterstützen kann.)

Wer? Telefon?

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4. Verteiler:
Wen möchte ich informieren über meinen persönlichen Krisenplan?

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Arbeitsblatt 9 – 4. Unterprogramm
Vom Problem zur Lösung

1. Problembeschreibung

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2. Zieldefinition: Was möchte ich konkret erreichen?

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3. Sammlung von Lösungsideen:











4. Mit welchem konkreten Schritt möchte ich beginnen (in den nächsten 4 – 6 Wochen)?

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5. Welche Schwierigkeiten können auftreten? Wer kann mich unterstützen? Wie?

.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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6. Wann möchte ich überprüfen, ob ich mein Ziel erreicht habe?

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Arbeitsblatt 10 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Finanzielle Unter-
stützungsmöglichkeiten«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Finanzielle Unter-
stützungsmöglichkeiten« habe?

Name Funktion / Einrichtung Telefon

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Informationen zum Thema »Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten«

Was sind die wichtigs- Die genaue Bezeichnung dieser Sozialleistung ist:
ten Informationen über Y Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
die Grundsicherung? Die gesetzlichen Regelungen findet man im Sozialgesetzbuch XII. Dort sind alle
Sozialhilfeleistungen geregelt. Die Voraussetzung, Grundsicherung zu erhalten, ist,
dass eine dauerhafte volle Erwerbsminderung festgestellt ist.
Als Beschäftigter im Arbeitsbereich einer WfbM gehört man in der Regel zum
Personenkreis der Antragsberechtigten. Grund Y durch die Aufnahme in den Arbeits-
bereich hat man den Status, dem Arbeitsmarkt voraussichtlich auch längerfristig nicht
zur Verfügung zu stehen, man gilt somit als dauerhaft erwerbsgemindert.
Die Antragstellung erfolgt bei den Sozialämtern, in der Regel im Rathaus oder im
Bezirksamt.
Der Anspruch auf Grundsicherungsleistungen ist einkommens- und vermögens-
abhängig. Dies bedeutet, das vorhandene Einkommen (z. B. Rente, WfbM-Lohn) muss
in jedem Fall voll eingesetzt werden. Auf den WfbM-Lohn gibt es allerdings einen
Freibetrag. Dieser Freibetrag hängt ab von der Höhe des WfbM-Lohns und ist deshalb
individuell verschieden. In der Regel liegt der Freibetrag bei ca. 60 bis 80 Euro.
Als Einkommen werden auch die Einkünfte und das Vermögen eines Ehegatten oder
des Partners in einer eheähnlichen Gemeinschaft berücksichtigt. Unberücksichtigt
bleiben dagegen Unterhaltsansprüche gegenüber Eltern/Kindern, sofern deren
jährliches Gesamteinkommen unter 100 000 Euro liegt. Das Vermögen der Angehöri-
gen spielt jedoch grundsätzlich keine Rolle. Das eigene Vermögen hingegen muss
eingesetzt werden, wenn es höher ist als 2600 Euro.
Der Leistungsumfang der Grundsicherung beträgt 359 Euro, hinzu kommen noch die
Aufwendungen für Miete und Heizung, also die Warmmiete.
Der Gesetzgeber geht davon aus, dass von den 359 Euro neben dem laufenden Lebens-
unterhalt auch Rücklagen für Bekleidung und Hausrat geschaffen werden und darüber
hinaus damit auch die laufenden Stromkosten bezahlt werden, denn diese sind in
der Regel nicht Bestandteil der Warmmiete. Ferner sieht der Gesetzgeber vor, dass die
Aufwendungen für Miete und Heizung angemessen sein müssen. Dies bedeutet:

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Sehr hohe Mieten oder eine Mehrzimmerwohnung für eine einzelne Person werden
nicht dauerhaft finanziert. Welche Miete konkret akzeptiert wird, ist abhängig vom
Stadtteil und dem Alter der Wohnung. Aber für Stuttgarter Verhältnisse ist der
ungefähre Richtwert Y ca. 350 Euro Warmmiete für einen Einpersonenhaushalt,
Wohnungsgröße maximal 45 qm, ca. 450 Euro für einen Zweipersonenhaushalt und
einer Wohnungsgröße von ca. 60 qm. Höhere Mieten werden in der Regel erstmal für
ein halbes Jahr toleriert. Man muss allerdings nachweisen, dass man sich um eine billi-
gere Wohnung bemüht hat. Passieren kann durchaus, dass die Miete dann nicht mehr
voll bezahlt wird, man nur noch eine Zahlung entsprechend der »Miettabelle« erhält.

Was ist der Unterschied Die Regelungen sind in vielerlei Hinsicht ähnlich bzw. gleich. So ist z. B. die Höhe
zwischen Sozialhilfe / der Geldleistung gleich. Allerdings muss bei der Sozialhilfe das eigene Vermögen schon
Hilfe zum Lebensunter- eingesetzt werden, wenn es über 1600 Euro liegt (bei der Grundsicherung sind es
halt und Grundsiche- 2600 Euro). Außerdem sind die Unterhaltsansprüche gegenüber den Verwandten in
rung? gerader Linie (Eltern / Kinder) ungünstiger geregelt. Die Einkommensgrenze von
100 000 Euro gilt nicht.
Wichtig Y im Berufsbildungsbereich besteht in der Regel nur der Anspruch auf
Sozialhilfe, da die dauerhafte Erwerbsminderung noch nicht festgestellt ist und somit
noch kein Anspruch auf Grundsicherung besteht.

Was sollte man über Die korrekte Bezeichnung des Arbeitslosengeldes II ist:
das Arbeitslosengeld II Y Grundsicherung für Arbeitsuchende
wissen? Der Bezug von Arbeitslosengeld II und die Beschäftigung in der WfbM stellen einen
Widerspruch dar, denn der Arbeitslosengeld II-Bezug setzt eigentlich voraus, dass man
dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Dennoch erhalten eine Reihe von
Rehabilitanden zumindest am Anfang der Berufsbildungsmaßnahme noch Arbeits-
losengeld II, und zwar ist dies dann der Fall, wenn vor Aufnahme bereits Arbeitslosen-
geld II bezahlt wurde. In der Regel wird allerdings das Arbeitslosengeld II mit der
WfbM-Aufnahme eingestellt. Die Job-Center vermitteln dann weiter an das Sozialamt.

Was sollte man über Voraussetzung ist, dass man mindestens fünf Jahre Beiträge in die Rentenver-
die Erwerbsminderungs- sicherung einbezahlt hat. Dazu gehören neben regulären Beitragszeiten aufgrund
rente wissen? einer Tätigkeit auf dem allg. Arbeitsmarkt unter Umständen auch Ersatzzeiten
(z. B. Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld, Zeiten der Kindererziehung, Bundes-
wehr, Zivildienst).
Da die Berechnungsgrundlagen sehr komplex sind, ist es in jedem Falle wichtig,
sich zu erkundigen. Bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) kann man
eine Rentenauskunft anfordern, aus der hervorgeht, ob man ausreichend Beiträge
einbezahlt hat, um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, und wie hoch diese
Rente sein wird.
Laut Gesetz liegt eine volle Erwerbsminderung vor, wenn der Betreffende wegen
Krankheit od. Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den
üblichen Bedingungen des allg. Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich
erwerbstätig zu sein. Als grundsätzlich voll erwerbsgemindert gelten Rehabilitanden
in einer WfbM, da sie wegen Art und Schwere ihrer Einschränkungen nicht auf dem
allg. Arbeitsmarkt tätig sein können. Das heißt, jeder Rehabilitand im Arbeitsbereich
hat im Grunde Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, wenn er die o. g.
Versicherungsvoraussetzungen erfüllt.
Einen Rentenantrag kann man entweder direkt bei der Deutschen Rentenversiche-
rung stellen oder bei den Versicherungsämtern in den Rathäusern der Heimat-

© ZERA 5. Unterprogramm, Arbeitsblatt 10


gemeinde. Von der Antragstellung bis zur Gewährung einer Erwerbsminderungsrente
vergeht meistens ein halbes Jahr, oft aber auch mehr Zeit! Die Bewilligung erfolgt in
der Regel zunächst zeitlich befristet für zwei oder drei Jahre, anschließend wird sie
ggf. verlängert oder unbefristet erteilt.
Das Verfahren Y Der medizinische Dienst des Rentenversicherungsträgers entscheidet,
ob eine Erwerbsminderung vorliegt. Grundlage für diese Entscheidung ist die Stellung-
nahme des behandelnden Arztes, das Gutachten eines vom Rententräger benannten
Facharztes wie auch die Berichte über den Reha-Verlauf.
Der Hinzuverdienst bei einer vollen Erwerbsminderung darf maximal 400 Euro betra-
gen. Ohne Einfluss auf die Rentenhöhe bleibt deshalb in der Regel das Entgelt, welches
in einer WfbM erzielt wird.
WICHTIG! Y Wenn man sich wieder fit fühlt und einen Arbeitsplatz auf dem allge-
meinen Arbeitsmarkt findet, wird die Erwerbsminderungsrente sofort eingestellt.
Der Erhalt einer Rente stellt somit kein Vermittlungshindernis dar.

Was muss ich über die Wer in einer WfbM arbeitet, ist automatisch krankenversichert. Wer eine Erwerbs-
Krankenversicherung mindungsrente bezieht, ist in der Regel auch dann krankenversichert, wenn er nicht
wissen? in einer Werkstatt arbeitet. Wer von Grundsicherung lebt und nicht in einer WfbM
arbeitet, muss sich allerdings freiwillig krankenversichern, die Beiträge werden jedoch
vom Sozialamt übernommen.

Was sollte ich über die Die Belastungsobergrenze beträgt 2 % der Brutto-Jahreseinnahmen zum Lebens-
Belastungsgrenzen bei unterhalt. Bei chronisch kranken Menschen liegt die Obergrenze bei 1 %. Vom Arzt
den Zuzahlungen zu muss bestätigt werden, dass man als chronisch krank gilt.
den Krankenkassen- Wenn man auf Grundsicherungs- bzw. Sozialhilfeniveau lebt, liegt die Belastungs-
leistungen wissen? obergrenze für nicht chronisch Kranke derzeit bei 82,80 Euro jährlich, für chronisch
Kranke bei 41,40 Euro im Jahr. Sobald die geleisteten Zuzahlungen diese Grenze
überschritten haben, kann man bei der Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung
von weiteren Zuzahlungen für den Rest des Kalenderjahres stellen. Wichtig ist daher,
sich sämtliche selbst finanzierten Aufwendungen für die Krankenbehandlung,
Rezeptgebühren, Zuzahlungen, Praxisgebühren etc. quittieren zu lassen und die
Belege zu sammeln!

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Arbeitsblatt 11 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Arbeits- und
Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch
erkrankte Menschen«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Arbeits- und Beschäfti-
gungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Menschen« habe?

Name Funktion / Einrichtung Telefon

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Informationen zum Thema »Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für psychisch


erkrankte Menschen«

Was sind tagesstruktu- Hierbei handelt es sich um ein niedrigschwelliges Beschäftigungsangebot.


rierende Angebote? Die Leistungsanforderung ist gering. In der Regel ist es möglich, wöchentlich nur
wenige Stunden oder nur einzelne Tage zu arbeiten. Es geht darum, behutsam zu
üben, sich wieder auf eine Arbeit zu konzentrieren und sich damit langsam wieder auf
einen möglichen beruflichen Einstieg vorzubereiten. Tagesstrukturierende Arbeits-
angebote gibt es in der Regel bei den Sozialpsychiatrischen Diensten und teilweise an
den Kliniken. Außerdem gibt es Sonderprojekte wie z. B. Reintegra. Bei diesem Projekt
kann stundenweise in den Arbeitsangeboten der »Neuen Arbeit« (s. u.) gearbeitet
werden.

Was ist die »Unter- Bei der »Unterstützten Beschäftigung« ist der zentrale Ansatz, Menschen mit einer
stützte Beschäftigung«? Behinderung in reguläre Betriebe an der Seite von nichtbehinderten Kollegen zu
integrieren. Die Unterstützung soll alle Hilfen umfassen, die im Einzelfall notwendig
sind, um erfolgreich in einem Betrieb zu arbeiten. Unterstützte Beschäftigung umfasst
die individuelle Unterstützung bei der beruflichen Zukunftsplanung, Arbeitsplatz-
suche, Arbeitsplatzanpassung, Qualifizierung und bei Problemen am Arbeitsplatz.
Die Unterstütze Beschäftigung wird derzeit nicht anstelle der WfbM finanziert.
Es ist vielmehr ein Angebot für Personen, bei denen eine Aufnahme in die WfbM
verhindert werden soll.

Welches Angebot Integrationsfirmen sind Unternehmen, die zwar in der Regel eine staatliche Anschub-
machen Integrations- finanzierung erhalten, sich dann aber selbst über Wasser halten und auch selbst ihre
firmen? Produkte am Markt absetzen müssen.
In der Regel können in Integrationsfirmen nur Schwerbehinderte beschäftigt werden,
d. h., wer keinen Schwerbehindertenausweis hat, hat kaum Chancen, dort einen

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Arbeitsplatz zu erhalten. Hintergrund hierfür ist, dass Lohnkostenzuschüsse derzeit
nur für anerkannt Schwerbehinderte gewährt werden.
⚆ Vorteile: Man ist voll sozialversichert, hat einen Arbeitsvertrag und erhält einen
regulären Lohn.
⚆ Nachteile: Es herrschen weitgehend normale Arbeits- und Wettbewerbsbedingun-
gen, d. h., wer zu viel krank ist oder nicht genügend Leistung erbringt, gefährdet seinen
Arbeitsplatz. Da Integrationsfirmen in Konkurs gehen können, sind die Arbeitsplätze
nicht sicher.

Welche Angebote In Stuttgart bietet z. B. die »Neue Arbeit«, die Caritas und speziell für Frauen die
gibt es für Langzeit- Arbeiterinnenselbsthilfe Arbeitsangebote für Langzeitarbeitslose an. Die Arbeitsberei-
arbeitslose? che sind breit gefächert. Allein die Neue Arbeit hat ca. 700 Arbeitsplätze. Über die dort
aktuell freien Arbeitsplätze kann man sich im Internet informieren
(www.neuearbeit.de).
Da diese Arbeitsplätze im Grunde nur für Arbeitslosengeld II-Empfänger ein Angebot
sind, ist für WfbM-Beschäftigte der Zugang erschwert. Im Einzelfall muss man
überlegen, ob dies möglich ist oder nicht.

Was sind Rehabilita- Die Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen (RPK) bieten
tionseinrichtungen medizinische, berufliche und psychosoziale Angebote. Die RPK-Maßnahme kann
für psychisch kranke sowohl stationär als auch ambulant erfolgen.
Menschen (RPK)? Eine RPK-Maßnahme ist in der Regel in folgende Abschnitte eingeteilt:
1. Klinische Belastungserprobung: Reha-Diagnostik, Dauer in der Regel sechs Wochen
2. Rehabilitationsphase mit Schwerpunkt im medizinischen Bereich, Dauer drei
bis zwölf Monate, während dieser Zeit Praktikum in der WfbM oder auf dem ersten
Arbeitsmarkt
3. Rehabilitationsphase mit Schwerpunkt im beruflichen Bereich, Dauer sechs bis
zwölf Monate, Praktikumsort in der Regel erster Arbeitsmarkt

Was ist BeRe-PK Hierbei handelt es sich um eine berufliche Integrationsmaßnahme für Arbeitslose,
(Berufliche Reintegra- bei denen zwar eine psychische Erkrankung vorliegt, die jedoch als uneingeschränkt
tion psychisch Kranker)? arbeitsfähig eingeschätzt werden. In der Regel erfolgt über Praktika die Integration
in den ersten Arbeitsmarkt. Begleitende Angebote wie Bewerbungs- und Stress-
bewältigungstraining, persönliche Beratung und Qualifizierungsangebote unter-
stützen diesen Prozess. BeRe-PK ist ein Angebot des Rudolf-Sophien-Stifts in
Kooperation mit der »Neuen Arbeit«. Auch von anderen Trägern gibt es ähnliche
Angebote, die jedoch einen anderen Namen haben.

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Arbeitsblatt 12 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Ausbildung /
Umschulung«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Ausbildung /
Umschulung« habe?

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Informationen zum Thema »Ausbildung / Umschulung«

Wie findet man den Im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) der Arbeitsagentur kann man ohne Termin-
richtigen Ausbildungs- absprachen Informationen über alle Formen von Berufsausbildungen, Berufstätig-
beruf? keiten und Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bekommen. Informieren kann
man sich mithilfe von Filmen, Berufsmappen oder PC-Abfragen. Mitarbeiter des BIZ
stehen bei Nachfragen zur Verfügung. Außerdem kann man sich im Internet unter
www.arbeitsagentur.de unter dem Stichwort »Berufenet« über die verschiedenen
Berufsbilder informieren.
Darüber hinaus führt die Arbeitsagentur Berufsberatungen und Berufseignungstests
durch.
Eine grundsätzliche Abklärung bzgl. der beruflichen Orientierung ist auch im Rahmen
der WfbM möglich. So können hier in verschiedenen Arbeitsfeldern Berufserfahrungen
gesammelt und diese eventuell durch Außenpraktika vertieft werden.

Wer bekommt eine Die Arbeitsagentur überprüft, ob der betreffende Rehabilitand so stabil ist, dass er mit
Ausbildung finanziert? hoher Wahrscheinlichkeit eine Ausbildung erfolgreich bewältigen kann. Grundlage
hierfür sind die Gutachten des psychologischen und ärztlichen Dienstes der Arbeits-
agentur, ferner aber auch der Entwicklungsbericht über den Verlauf der Berufsbil-
dungsmaßnahme. Zudem wird, bevor eine Ausbildung gefördert wird (z. B. in einem
Berufsförderungs- oder Berufsbildungswerk Y siehe unten), eine Berufsfindung /
Arbeitserprobung durchgeführt (Dauer 4 – 6 Wochen). Dabei kann man verschiedene
Berufsbilder kennenlernen und es wird überprüft, ob man geeignet ist, eine
Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Welche Möglichkeiten ⚆ Berufsförderungswerke (BFW): bieten eine Vielzahl von Berufsbildern an.
gibt es, eine Ausbil- Die erreichbare Qualifikation ist einer betrieblichen Ausbildung gleichgestellt.
dung zu machen? Man wohnt im BFW und kann bei der Ausbildung Unterstützung durch begleitende
Dienste erhalten.

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⚆ Berufsbildungswerke (BBW): ähnlich wie Berufsförderungswerke, aber in der Regel
nur für Menschen bis zum Alter von ca. 25 Jahren. Außerdem werden in BBW auch
Ausbildungen mit geringeren Anforderungen im theoretischen Bereich angeboten
(sogenannte Werker-Ausbildungen).
⚆ Ausbildungen bei regionalen Bildungsträgern, die v. a. in Großstädten Ausbildun-
gen für Pendler ohne internatsmäßige Unterbringung anbieten.
⚆ Betriebliche Ausbildung: Ausbildung in einem Betrieb, einer Firma etc. mit Besuch
der Berufsschule. Die Arbeitsagentur oder der Rentenversicherungsträger kann anteilig
die Lohnkosten (Ausbildungsvergütung) übernehmen.

Was passiert, wenn Man kann


man eine Ausbildung ⚆ in der Regel nach Rücksprache mit der Arbeitsagentur nach einer Phase der
abbrechen muss bzw. Erholung einen zweiten Versuch unternehmen, wenn das Ausbildungsziel erreichbar
scheitert? erscheint;
⚆ vorübergehend oder längerfristig wieder in einer WfbM arbeiten;
⚆ sich einen Job als ungelernte Kraft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen
(ggf. mit Unterstützung der Integrationsfachdienste).

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Arbeitsblatt 13 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Integrations-
fachdienst (IFD)«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema
»Integrationsfachdienst (IFD)« habe?

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Informationen zum Thema »Integrationsfachdienst (IFD)«

Welche Voraussetzun- 1. Besitz eines Schwerbehinderten-Ausweises


gen muss man erfüllen, Falls dieser nicht vorliegt, muss eins der folgenden Ersatzkriterien erfüllt sein:
um vom IFD betreut zu Y ein längerer oder mehrere kürzere Psychiatrieaufenthalte in den letzten zwei Jahren
werden? Y psychiatrische Behandlung über fünf Jahre
Y Bescheinigung des behandelnden Arztes, dass der Betreffende einem Schwer-
behinderten gleichzustellen ist
2. Tätigkeit im Arbeitsbereich der WfbM
Y Rehabilitanden im Berufsbildungsbereich hingegen können nur in Einzelfällen
betreut werden.
Ohne Schwerbehindertenausweis ist aber nur eine eingeschränkte Unterstützung und
Begleitung durch den IFD sowie meist keine finanzielle Förderung des Arbeitsplatzes
möglich.

Welche Unterstützung 1. Bestandsaufnahme


kann man vom IFD Wo arbeiten Sie zurzeit? Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Was haben Sie bisher
erhalten? gemacht? Welche Veränderungen streben Sie an?
2. Perspektivplanung
Welche beruflichen Ziele und Wünsche haben Sie? Was ist realistisch?
3. Konkrete Arbeitsplatzsuche
Wie finde ich einen Arbeitsplatz? Bewerbungstraining, Unterstützung bei der Kontakt-
aufnahme mit Betrieben, Vermittlung von Erprobungspraktika
4. Beratung bezüglich finanzieller Unterstützung
Bei der Beantragung von Eingliederungszuschüssen und sonstigen finanziellen Hilfen
für den Arbeitgeber muss immer der IFD eingeschaltet werden.
5. Begleitung am Arbeitsplatz (auch längerfristig möglich)
WICHTIG! Y auch wenn man selbstständig einen Arbeitsplatz gefunden hat oder
noch einen Arbeitsplatz hat, kann man die Beratung des IFD in Anspruch nehmen,
z. B. wenn Probleme am Arbeitsplatz auftreten.

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Welche Unterschiede Der SpDi (Sozialpsychiatrische Dienst) oder das GPZ (Gemeindepsychiatrisches
gibt es zwischen IFD Zentrum) dient zur allgemeinen psychosozialen Betreuung und Beratung
und SpDi bzw. GPZ? (Behördengänge, Wohnungssuche etc.). Der SpDi oder das GPZ hat mit dem Thema
Arbeit in der Regel wenig zu tun. SpDi / GPZ und IFD sollten zusammenarbeiten und
die Ziele miteinander abstimmen. Man kann also beide Dienste gleichzeitig in
Anspruch nehmen, den IFD zur Jobsuche, den SpDi / GPZ zur Unterstützung bei der
Alltagsbewältigung.

Wie kann ich mich Y Ansprechpartner innerhalb der Werkstatt, die für Außenarbeitsplätze und Praktika
darüber hinaus selbst- zuständig sind. Diese können auch den Kontakt zum IFD herstellen
ständig über Arbeits- Y Stellenmarkt in den Samstagsausgaben der größeren Tageszeitungen
möglichkeiten infor- Y Stellenmarkt im Wochenblatt
mieren? Y Stellen-Informations-Service (SIS) des Arbeitsamtes: Hier kann man alle bei der
Arbeitsagentur gemeldeten freien Stellen abfragen. Computer sind in den Arbeits-
agenturen verfügbar, außerdem ist das SIS auch im Internet zugänglich
(www.arbeitsagentur.de).
Y Reha-Berater bei der Arbeitsagentur können über die aktuelle regionale Arbeits-
marktlage und die Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur Auskunft geben
(z. B. Lohnkostenzuschuss).

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Arbeitsblatt 14 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Persönliches Budget«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Persönliches Budget«
habe?

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Informationen zum Thema »Persönliches Budget«

Was ist ein (trägerüber- Durch das (trägerübergreifende) Persönliche Budget können Leistungsempfänger /
greifendes) Persönliches -innen von den Rehabilitationsträgern anstelle von Dienst- oder Sachleistungen zur
Budget? Teilhabe ein Persönliches Budget (einen gewissen Geldbetrag) wählen. Hieraus
bezahlen sie die Aufwendungen, die zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs
erforderlich sind. Damit werden behinderte Menschen zu Budgetnehmern / Budget-
nehmerinnen, die den »Einkauf« der Leistungen eigenverantwortlich, selbstständig
und selbstbestimmt regeln können; sie werden Käufer, Kunden oder Arbeitgeber.
Als Experten in eigener Sache entscheiden sie so selbst, welche Hilfen für sie am
besten sind und welcher Dienst und welche Person zu dem von ihnen gewünschten
Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll. Das Persönliche Budget stellt jedoch keine
zusätzliche Leistung, sondern »lediglich« eine neue Form der Ausführung dar.
Die Höhe des Persönlichen Budgets orientiert sich am individuellen Bedarf und soll
die Höhe der bisherigen Sachleistungen nicht überschreiten.

Was bedeutet »träger- »Trägerübergreifend« bedeutet, dass sich das Budget aus Geldleistungen verschiede-
übergreifend«? ner Leistungsträger zusammensetzen kann. Die Bewilligung erfolgt dann als
»Komplexleistung« wie aus einer Hand. Es ist auch möglich, nur die Leistung eines
Kostenträgers in Form eines Persönlichen Budgets zu erhalten.
Für die Gewährung eines Persönlichen Budgets kommen die gesetzlichen Kranken-
und Pflegekassen, die Bundesagentur für Arbeit, die Träger der gesetzlichen Unfall-
versicherung, die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, die Träger der
Kriegsopferfürsorge, die Jugend- und Sozialhilfeträger sowie die Integrationsämter
in Betracht (Leistungsträger).

Wer kann ein Persön- Leistungsberechtigt sind grundsätzlich behinderte oder von Behinderung bedrohte
liches Budget beantra- Menschen. Nach dem Sozialgesetzbuch sind Menschen behindert, wenn ihre körper-
gen? liche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrschein-
lichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand
abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

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Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Der zuständige Leistungsträger prüft im Rahmen seiner Zuständigkeit, ob tatsächlich
ein Anspruch auf eine Leistung nach dem für ihn maßgeblichen Leistungsgesetz
besteht.

Wo kann ein Persön- Ein Antrag auf ein (trägerübergreifendes) Persönliches Budget kann bei einem
liches Budget beantragt der genannten Leistungsträger (s. o.) oder bei der gemeinsamen Reha-Servicestelle
werden? gestellt werden. Die Reha-Servicestellen finden Sie im Internet unter
www.reha-servicestellen.de. Hier kann man sich auch persönlich über das Persönliche
Budget beraten lassen.
In Stuttgart ist es die Servicestelle für Rehabilitation, Rotebühlstr. 133,
70197 Stuttgart, Tel: 0711 61466220

Welche Vorteile bietet Mit dem Persönlichen Budget können Menschen mit Behinderungen selbst
das Persönliche Budget? entscheiden, welche Hilfen sie wann, wie und durch wen in Anspruch nehmen
(z.B. Haushaltshilfe, Begleitung zu Terminen). Das Persönliche Budget bietet
ihnen ein erhöhtes Maß an Selbstbestimmung.

© ZERA 5. Unterprogramm, Arbeitsblatt 14


Arbeitsblatt 15 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Werkstätten für
behinderte Menschen (WfbM)«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Werkstätten für
behinderte Menschen (WfbM)« habe?

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Informationen zum Thema »Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)«

Wer darf in einer WfbM Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung nicht, noch nicht oder
arbeiten? noch nicht wieder dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Was sind die Ziel- ⚆ Entwicklung, Erhaltung, Erhöhung oder Wiedergewinnung sowohl der beruflichen
setzungen der Förde- als auch der lebenspraktischen Fähigkeiten
rung in einer WfbM? ⚆ Verbesserung der Eingliederungsmöglichkeiten, Förderung der Persönlichkeits-
entwicklung
⚆ Psychische Stabilisierung, Heilung, Besserung oder Verhütung der Verschlim-
merung von Krankheit

Was ist der Unterschied Im Berufsbildungsbereich geht es um die Verbesserung der Grundarbeitsfähigkeiten
zwischen Berufs- bzw. um die Abklärung, ob die Leistungsfähigkeit so weit gesteigert werden kann,
bildungsbereich und dass eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt möglich ist, eine Ausbildung
Arbeitsbereich? oder Umschulung angestrebt werden kann oder ob eine längerfristige Tätigkeit im
Arbeitsbereich das passende Anforderungsniveau darstellt.
Der Berufsbildungsbereich dauert maximal zwei Jahre, Kostenträger sind die Arbeits-
agentur oder die Rentenversicherungsträger.
Im Arbeitsbereich wird eine längerfristige Beschäftigung im Anschluss an den Berufs-
bildungsbereich angeboten. Kostenträger sind die örtlichen Sozialhilfeträger.

Muss man sich an Im Berufsbildungsbereich muss man sich grundsätzlich an keinen Kosten beteiligen.
irgendwelchen Kosten Auch im Arbeitsbereich muss man sich grundsätzlich nicht an den Werkstattkosten
beteiligen ? beteiligen. Die Übernahme der Werkstattkosten im Arbeitsbereich stellt zwar eine
Sozialhilfeleistung dar, allerdings werden die Kosten unabhängig von Einkommen und
Vermögen übernommen.
Eine Kostenbeteiligung im Arbeitsbereich ist allerdings möglich beim Mittagessen
oder bei den Fahrtkosten:

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Mittagessen Y Wenn das gesamte Einkommen (WfbM-Lohn plus z. B. Rente) höher
als 718 Euro (doppelter Regelsatz) ist, muss man pro eingenommenem Mittagessen
derzeit 3,00 Euro selbst bezahlen.
Wenn man Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Sozialhilfe) erhält,
so wird vom Sozialamt ein geringer Betrag für verzehrtes Mittagessen abgezogen
(ca. 27 Euro im Monat).
Fahrtkosten Y Wenn man eine WfbM in einem anderen Landkreis besucht, erhält man
in der Regel nur die Fahrtkosten, die notwendig wären, um zu der WfbM im eigenen
Landkreis fahren zu können.

Welches Mindestmaß Man muss ausreichend mitarbeiten (Mitwirkungspflicht), man muss ein Mindestmaß
an Anforderungen an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit erbringen können, d. h. in der Lage sein, ein
muss man in der WfbM wirtschaftlich verwertbares Produkt herstellen zu können, außerdem sollte man
erfüllen? möglichst den ganzen Arbeitstag durchhalten können, mindestens jedoch vier
Stunden.

Was kann man in einer Im Berufsbildungsbereich bekommt man Ausbildungsgeld oder Übergangsgeld.
WfbM verdienen? Im Arbeitsbereich bekommt man einen Lohn von der Werkstatt, der in der Regel
zwischen 125 und maximal 300 bis 400 Euro monatlich liegt.
Die gesetzlichen Bedingungen sehen nicht vor, dass man mit den Verdienstmöglich-
keiten in der WfbM den eigenen Lebensunterhalt voll bestreiten kann. Um trotz-
dem seinen Lebensunterhalt zu sichern, ist zu prüfen, ob ein Anspruch auf Arbeits-
losengeld II, Grundsicherung oder auch auf eine Erwerbsminderungsrente besteht.

Ist man während der Bei einer Beschäftigung in der WfbM ist man grundsätzlich renten- und kranken-
Tätigkeit in der WfbM versichert. Die Rentenversicherungsbeiträge im Arbeitsbereich bemessen sich aller-
sozialversichert? dings nicht an dem (relativ geringen) Werkstattlohn, sondern es wird eine Summe
zugrunde gelegt, welche 80 % des durchschnittlichen monatlichen Bruttoeinkommens
aller versicherungspflichtigen Beschäftigten entspricht.

Kann man Rente Wenn man Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hat, so kann man diese im
beziehen und in einer Arbeitsbereich beziehen und zusätzlich den Arbeitslohn bekommen.
WfbM arbeiten?

© ZERA 5. Unterprogramm, Arbeitsblatt 15


Arbeitsblatt 16 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Schwerbehinderten-
ausweis«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Schwerbehinderten-
ausweis« habe?

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Informationen zum Thema »Schwerbehindertenausweis«

Was sind Vorteile eines ⚆ Man hat fünf Tage mehr Urlaub (allerdings noch nicht im Berufsbildungsbereich).
Schwerbehinderten- ⚆ Wenn ein Zusatz im Ausweis steht (z.B. für Gehbehinderung oder Sinnesbehinde-
ausweises? rung) kann man finanzielle Vergünstigungen bekommen.
⚆ Man hat Zugang zu speziellen Förderprogrammen und Zuschüssen, die es nur für
Menschen mit Schwerbehindertenausweis gibt (beispielsweise Lohnkostenzuschüsse).
Dies kann bei der Suche nach einem Arbeitsplatz wichtig sein. Auch der Integrations-
fachdienst IFD kann meist nur mit Schwerbehindertenausweis genutzt werden.
⚆ Man hat einen besonderen Kündigungsschutz am Arbeitsplatz.

Welche Nachteile hat ⚆ Er kann als Stigmatisierung empfunden werden, man fühlt sich »behindert«.
ein Schwerbehinderten- ⚆ Es ist manchmal schwieriger, einen Arbeitsplatz zu finden, da der besondere Kündi-
ausweis? gungsschutz einen Arbeitgeber abschrecken kann.

Wie bekommt man Antragsformulare gibt es beim Versorgungsamt. Man muss alle Ärzte angeben und
einen Schwerbehinder- die Beschwerden, unter denen man leidet. Die Antragsdauer beträgt in der Regel ein
tenausweis? halbes Jahr, es zählt jedoch der Tag der Antragstellung, z. B. beim Kündigungsschutz.
Um die Vorteile des Ausweises nutzen zu können, muss der festgestellte Grad der
Behinderung (GdB) in der Regel mindestens 50 % betragen.

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Arbeitsblatt 17 – 5. Unterprogramm
Informationen zum Thema »Sozialpsychiatrischer
Dienst (SPDi)«

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zum Thema »Sozialpsychiatrischer
Dienst« habe?

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Informationen zum Thema »Sozialpsychiatrischer Dienst (SPDi)«

Wen unterstützt der (Chronisch) psychisch kranke Menschen und ihre Angehörigen.
SPDi?

Welcher SPDi ist für Die SPDis haben regionale Zuständigkeiten. Wenn man wissen möchten, welcher SPDi
mich zuständig? zuständig ist, kann man dies beim Gesundheitsamt erfragen oder sich an irgendeinen
Sozialpsychiatrischen Dienst wenden, sie geben Auskunft.

Welche Unterstützung ⚆ Beratung und Betreuung von Menschen mit seelischen und sozialen Problemen
bietet der SPDi an? ⚆ Freizeitgruppen, z. B. Ausflüge, Teestube, Kinobesuche
⚆ Unterstützung bei Ämtergängen
⚆ Vermittlung von materiellen und weiterführenden Hilfen
⚆ Kooperation und Koordination der psychosozialen Hilfen im Stadtteil bzw.
der Region
⚆ Unterstützung bei der Wohnungssuche
⚆ Teilweise Arbeits- und Beschäftigungsangebote

Wann sollte man sich an Wenn man zu nachfolgenden Lebensbereichen Unterstützung sucht:
einen SPDi wenden? ⚆ Alltagsbewältigung
⚆ Freizeitgestaltung
⚆ Soziale Kontakte
⚆ Wohnungsmöglichkeiten für psychisch kranke Menschen
⚆ Schwierige Ämtergänge
⚆ Krisensituationen

Was ist der Unterschied Der Sozialpsychiatrische Dienst ist ein Teil des Gemeindepsychiatrischen Zentrums
zwischen GPZ (Gemein- (GPZ). Zum GPZ gehören neben dem SPDi auch unter anderem Wohnangebote,
depsychiatrisches Pflegedienste für ältere psychisch kranke Menschen und tagesstrukturierende
Zentrum) und SPDi? Angebote.

© ZERA 5. Unterprogramm, Arbeitsblatt 17 zurück zur Inhaltsübersicht


Arbeitsblatt 18 – 6. Unterprogramm
Wie würde ich gerne arbeiten?

Die folgende Tabelle soll Sie anregen, darüber nachzudenken, welche Vorlieben Sie im berufli-
chen Bereich haben und wie Sie gerne arbeiten würden. Überlegen Sie bitte nicht lange, sondern
kreuzen Sie spontan an, ob Sie eine bestimmte Art der Tätigkeit »gern« oder »ungern« ausfüh-
ren würden oder ob Ihnen dieser Aspekt »egal« ist.

Beruflich möchte ich folgende Arbeiten ausführen: gern egal ungern

Möglichst einfache Arbeiten, bei denen man nicht viel überlegen muss ▢ ▢ ▢
Möglichst komplexe, anspruchsvolle Arbeiten ▢ ▢ ▢
Montagearbeiten ▢ ▢ ▢
Arbeiten, bei denen man feinmotorisch geschickt sein muss ▢ ▢ ▢
Arbeiten, bei denen man nicht mit kleinen oder empfindlichen Teilen umgehen muss ▢ ▢ ▢
Arbeiten, durch die man körperlich stark beansprucht wird ▢ ▢ ▢
Arbeiten, durch die man körperlich nur wenig beansprucht wird ▢ ▢ ▢
Arbeit überwiegend im Stehen ▢ ▢ ▢
Arbeit überwiegend im Sitzen ▢ ▢ ▢
Praktische Büroarbeiten; Schreiben, Sortieren, Ablage etc. ▢ ▢ ▢
Arbeit mit Computern, z. B. Datenerfassung, Textverarbeitung ▢ ▢ ▢
Arbeit im Sozialbereich (pflegerische, erzieherische o. ä. Aufgaben) ▢ ▢ ▢
Arbeit im Garten- und Landschaftsbau ▢ ▢ ▢
Arbeit im Bereich Druckvorlagenherstellung, Bild- und Textbearbeitung ▢ ▢ ▢
Arbeit in der Druckerei ▢ ▢ ▢
Arbeit im Bereich Elektromontage, Kabelkonfektion ▢ ▢ ▢
Arbeit im Bereich Metallbe- und -verarbeitung ▢ ▢ ▢
Arbeit im Bereich Hauswirtschaft ▢ ▢ ▢
Arbeit im Lager ▢ ▢ ▢
Hilfstätigkeit im Einzelhandel (Ware sortieren, auszeichnen, einräumen etc.) ▢ ▢ ▢
Arbeit im künstlerischen Bereich (z. B. Musik, gestaltendes Handwerk) ▢ ▢ ▢
Arbeit im Papierbereich (z. B. Buchbinderei) ▢ ▢ ▢
Beruflicher Umgang mit anderen Menschen (z. B. Verkauf, Service, Kundenkontakt) ▢ ▢ ▢
4 Wochen Praktikum in einem anderen Bereich der Werkstatt ▢ ▢ ▢
4 – 6 Wochen Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ▢ ▢ ▢

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Bezogen auf die Bedingungen, unter denen ich arbeite, möchte ich ... gern egal ungern

... überwiegend in geschlossenen Räumen arbeiten ▢ ▢ ▢


... überwiegend im Freien arbeiten ▢ ▢ ▢
... in einer ruhigen Gruppe mit möglichst wenig Lärm arbeiten ▢ ▢ ▢
... in einer Gruppe arbeiten, in der es auch laut zugehen kann (z. B. Maschinenlärm) ▢ ▢ ▢
... in einer kleinen Gruppe mit wenig Rehabilitanden arbeiten ▢ ▢ ▢
... in einer größeren Gruppe mit vielen Rehabilitanden arbeiten ▢ ▢ ▢
... im Team mit anderen zusammenarbeiten ▢ ▢ ▢
... an einem Einzelarbeitsplatz arbeiten ▢ ▢ ▢

Meine beruflichen Wünsche und Ziele


Notieren Sie hier bitte alle Bereiche, bei denen Sie in der Tabelle »gern« angekreuzt haben. Zu-
sätzlich notieren Sie bitte alle beruflichen Wünsche und Ziele, die Ihnen darüber hinaus noch
einfallen bzw. die in der Tabelle gar nicht erwähnt worden sind:

© ZERA 6. Unterprogramm, Arbeitsblatt 18


Arbeitsblatt 19 – 6. Unterprogramm
Planung kurz- und mittelfristiger beruflicher Ziele

Welches berufliche Fernziel möchte ich in den nächsten ein bis zwei Jahren
erreichen?

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Welches konkrete Nahziel kann ich auf dem Weg zu diesem Fernziel in den nächsten drei
bis sechs Monaten erreichen?

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Welches sind konkrete Schritte auf mein berufliches Ziel hin im Rahmen der Rehabilita-
tionsmaßnahme?

Markieren Sie bitte die konkreten Schritte, mit denen Sie beginnen möchten!

Welche Schwierigkeiten können auftreten? Was muss ich beachten?

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Welche Art der Unterstüzung benötige ich und wie kann ich sie bekommen?

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© ZERA 6. Unterprogramm, Arbeitsblatt 19 zurück zur Inhaltsübersicht


Arbeitsblatt 20 – 7. Unterprogramm
Seminarbeurteilung

1. Wie war Ihr Interesse am Thema?

sehr hoch 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr gering

2. Wurden Ihre Erwartungen an das Seminar erfüllt?

sehr hoch 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr gering

3. Wie groß war Ihr persönlicher Lernerfolg?

sehr hoch 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr gering

4. Wie zufrieden waren Sie mit:

der Methodik / Didaktik? sehr zufrieden 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr unzufrieden

dem Anteil an Praxis? sehr zufrieden 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr unzufrieden

dem Theorieanteil? sehr zufrieden 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr unzufrieden

dem Arbeitsklima? sehr zufrieden 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr unzufrieden

dem Kurs insgesamt? sehr zufrieden 1 ] 2 ] 3 ] 4 ] 5 sehr unzufrieden

5. Anmerkungen zur Trainerin / zum Trainer:

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6. Positiv fand ich an dem Training:

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7. Negativ fand ich an dem Training:

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8. Sonstige Wünsche / Rückmeldungen / Verbesserungsvorschläge:

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