Sie sind auf Seite 1von 31

Hinweis für „Sozialreformer“

Sozialwesen
und eine
Sozial gerechte Lastenverteilung
von

M. S.
BrainWARe / Essen/Ruhr

Jeden Morgen, wenn in Deutschland jemand zur Arbeit aufsteht,


steht auch ein Bürokrat auf, um ihm das Leben schwer zu machen.
Geld ist niemals weg – höchstens in falschen Händen...

Dr. Dieter Petschow aus Langenhagen in Niedersachen:

„Aus meiner Betriebsbuchführung mit einem einfachen Programm


weiß ich, dass Geld nie verschwindet, sondern: Wenn ich Geld ab-
oder ausgebe, nimmt es ein anderer Mensch ein. In der Betriebs-
buchführung heißt dies schlicht: Konto versus Gegenkonto. Die
Summe aller Ausgaben ist die Summe aller Einnahmen. Geld ist
nie weg, sondern immer nur woanders. Wer Zinsen zahlt, hat einen
Gläubiger. Wer Mieten zahlt, hat einen Vermieter. Wer Steuern
zahlt, gibt Geld an Menschen, die für den Staat arbeiten. Wer Sozi-
alabgaben zahlt, hat Berechtigte und Bedürftige als sein Gegenü-
ber. So bilden alle Zahlungen irgendwo bei anderen Menschen
Einnahmen, und zwar nur bei lebenden Menschen, niemals bei ju-
ristischen Personen – diese sind nur Verteiler!“

Von jedem Euro, den man von seiner Kaufkraft ausgibt, wandert ein un-
glaublich hoher Anteil in die Taschen von Leuten, die so viel Geld haben,
dass sie es verleihen können, um mit Geld noch mehr Geld zu machen.
Was ist das?


Das „große Ganze“...

➲ Es ist die Gesamtheit aller


Finanzbewegungen in Deutschland
➲ Die Gesamtheit aller Ausgaben l
➲ Die Gesamtheit aller Einnahmen l

➲ Es handelt sich um eine


GESAMTMENGE
Was ist zwangsläufig
darin enthalten?

Das Sozialwesen als Teilmenge


➲ Darin: Die Gesamtheit aller Ausgaben /
Abzüge / Kosten für diesen Bereich
➲ Darin: Die Gesamtheit aller Einnahmen für er-
brachte Leistungen
➲ Es handelt sich dabei um Teilmengen
einer TEILMENGE
Die neue Mengenleere

➲ Die Finanzierung der Beiträge l hinkt.


➲ Für notwendige Leistungen reichen die
Einnahmen l nicht.
➲ Ansprüche werden gestrichen,
Leistungen sinken oder müssen extra
bezahlt werden (Entsolidarisierung),
Kürzungen werden zu einer Folge verän-
derter Rahmenbedingungen.
Die 'prekäre' Teilmenge

➲ Ein notwendiger Dienstleistungssektor


wird abgewürgt statt gefördert
➲ Die Kosten für diesen Sektor werden sozial
völlig ungerecht gedeckt
➲ Leistungen werden für
Einkommensschwache
teilweise unerschwinglich
➲ Nur Gutverdienende sind noch
ausreichend zahlungsfähig
➲ Medizin verkommt zu einer
Kaufkraftmedizin
Chaos und viel Bürokratie

➲ Das Chaos wurde über


Jahrzehnte durch Flickwerk
nur noch undurchsichtiger
➲ Mächtige Lobbygruppen
machten in Teilbereichen
Druck und vereitelten eine
Gesamtlösung der Probleme
➲ Ein klarer Blick auf die Finanzierungs-
und Leistungsseite fehlt völlig
➲ Sozial ausgewogene Lösungen
wurden im Ansatz verworfen und nicht
einmal erörtert
Entwirrung

➲ Der grundlegende Ansatz:


➲ Finanzierungs- und Leistungsseite
müssen klar definiert und gegliedert sein
➲ Auf der Finanzierungsseite müssen
einfache, sozial gerechte und auch
kostensparende Wege beschritten
werden
➲ Leistungen müssen für jeden Bürger in
gleicher Weise erreichbar sein.
➲ Finanzierung und Leistung müssen jeden
Bürger einbeziehen
Die ewige Angst

➲ Das Sozialsystem ist insgesamt veraltet und nicht mehr


zeitgemäß. Millionen leben in Angst.
➲ Der gesamtgesellschaftliche Wandel ist
im Sozialsystem nicht mehr abgebildet
➲ Der Finanzierung von Kranken-, Renten-
und Sozialfürsorge ist die früher gesunde
Basis entzogen
➲ Wege für eine wirtschaftskonjunktur-
unabhängige Finanzierung wurden nicht beschritten
➲ Bisherige „Reformen“ haben die soziale Ungerechtigkeit
bis zur Unerträglichkeit ausufern lassen
➲ Auf allem lastet ausufernde Bürokratie
„Lohnnebenkosten“ (1)

➲ MERKE:
Alle Lohnnebenkosten sind in den Endpreisen für
Güter und Dienstleistungen enthalten.
➲ Über die Preise erfolgt die Finanzierung (wenn auch
in unzureichender Weise realisiert) ,
aber nicht bei allen Gütern und Dienstleistungen
➲ Reine Inlandsleistungen werden voll belastet
➲ Importierte Güter und Dienstleistungen sind weni-
ger oder überhaupt nicht betroffen und werden da-
durch indirekt subventioniert
➲ Einen gleichmäßigen Anteil in allen Preisen zur Fi-
nanzierung des Sozialsytems gibt es nicht
„Lohnnebenkosten“ (2)

➲ Ziel muß es sein, dass die Anteile zur Finanzierung


des Sozialsystems in ausnahmlos allen Preisen enthal-
ten sind.
➲ Als Folge davon muss ein System auch von jeder-
mann in Anspruch genommen werden können und für
jeden bestmögliche Leistungen garantieren.
➲ Nur so läßt sich in gerechter Weise ein Sozialstaat
verwirklichen, der starke Schultern für die Schwachen
mittragen läßt
➲ „Besserstellungen“ stehen jedem offen, der dafür die
notwendige Finanzkraft mitbringt
„Lohnnebenkosten“ (3)

Wie kann man dieses... ... in den Griff kriegen ...

... entwirren, übersichtlich gestal- ...sozial gerecht und


ten, aus den Lohnnebenkosten leistungsbezogen fi-
herausnehmen ...
nanzieren sowie kon-
junkturunabhängig si-
chern?
Das unglaubliche Nichts

Was ändert sich an den Preisen...

➲ ... wenn man die ... und an dieser


„Lohnnebenkosten“ Stelle hineinschiebt...?
hier herausnimmt ...

Nichts
Der Unterschied

➲ Was hier noch ... ist hier


beitragsfinanziert ist... steuerfinanziert!

➲ In einem „sozialen Staat“ kann aber nur über


eine allgemeine Steuer jeder seinen „Beitrag“ zu
einer sozialen Gesellschaft leisten.
Einwurf: Zeitzeuge (1)

Egon Bahr in „Berlin Mitte“ (Oktober 2006):

➲ Jeder wird bereit sein, seinen Teil der


Lasten zu tragen, wenn die Last gerecht
verteilt wird.
➲ Wenn das nicht der Fall ist, dann – garan-
tiere ich Ihnen – wird das Volk nicht mehr
ruhig bleiben.
Einwurf: Zeitzeuge (2)

Peter Glotz in der „FAZ“ (Mai 2005):

➲ „ ... wenn irgendwo 200 empörte


Arbeiter, die entlassen werden sollen,
obwohl der Konzern insgesamt
schwarze Zahlen schreibt,
alles kurz und klein schlagen,
kann ein einziger Gewaltausbruch
dieser Art einen Flächenbrand
auslösen, ... “
Das Beispiel „GKV“ (1)

➲ Die „GKV“ (gesetzliche Krankenversicherung) sollte


für jedermann da sein und eine Versorgung
nach dem neuesten anerkannten Stand der Me-
dizin gewähren.
➲ Sie sollte allgemein zugänglich sein und von der
gesamten Allgemeinheit aus „genutzter Kauf-
kraft“ finanziert werden.
➲ Dieses kann völlig unbürokratisch durch einen
Steueranteil in den berechneten Preisen ge-
schehen – quasi über „Ladenkasse“ und Fi-
nanzamt.
Das Beispiel „GKV“ (2)

➲ Die GKV (wie auch die PKV; private Krankenversi-


cherung) erhält aus den Steueranteilen an Preisen
einen einheitlichen Betrag von einer zentralen Stelle
der Finanzbehörden.
➲ Die PKV mindert die Beiträge für ihre Verträge um
den aus der GKV erhaltenen Betrag.
➲ Die GKV wird aus der Pflicht zu Leistungen aus
nicht allgemein zu tragenden Risiken entlassen (zum
Beispiel bei Unfällen aus gefährlichen Sportarten) .
➲ Aufwendige Abrechnungen und Zahlungsvorgänge
zwischen Unternehmen und Kassen entfallen.
Beispiel „GKV“ und „PKV“

➲ Jeder Bürger kann für sich und seine Angehörigen bei


den Krankenversicherungen Verträge abschließen, die
den Finanzbehörden nachgewiesen werden.
➲ Über Leistungskataloge können die Krankenversiche-
rungen zu einander in Wettbewerb treten.
➲ Für besondere Risiken sind Zusatzversicherungen – und
zwar obligatorisch! – abzuschließen.
➲ Die Unternehmen haben bisherige „Arbeitnehmeranteile“
den Beschäftigten als Erhöhung des Nettolohnes auszu-
zahlen.
➲ Unter Androhung sehr empfindlicher Geldbußen sind
Unternehmen zu verpflichten, ihre Preise entsprechend
den Einsparungen bei Lohn und Gehalt zu senken.
Renten und Transferleistungen

➲ Renten und Transferleistungen sind preisneutralisierend


anzugleichen.
➲ Steuer„zuschüsse“ zu „beitragsfinanzierten“ Sozialsy-
stemen entfallen.
➲ „Transferleistungen“ bei Arbeitslosigkeit oder Bedürftig-
keit sind Staatsleistungen (Leistungen der Gesamtge-
meinschaft aller Bürger) und aus der alleinigen Verpflich-
tung anderer Träger herauszunehmen.
➲ Jedem Bürger ist ein Grundeinkommen zu gewähren,
jedem Haushalt auch ein angemessener Satz für Mieten
und Nebenkosten.
➲ Einkünfte sind mit dem Grundeinkommen zu verrech-
nen.
Der doppelte Irrsinn... (1)

➲ Zunächst (schematisch) die


HERSTELLERPREISE
➲ In diesen Preisen, die der
Handel bezahlt, sind alle
Lohnnebenkosten enthalten:
1.) die Arbeitgeberanteile
2.) Die Arbeitnehmeranteile
➲ Die Lohnnebenkosten „stecken“
jetzt „im Produkt“!

Sehen wir uns also jetzt


den Endverkaufpreis an...
Der doppelte Irrsinn... (2)

➲ Der Handel erwirbt


Produkte vom Hersteller
➲ Der Endverkaufspreis
setzt sich dann aus dem
Einkaufpreis und einem
Aufschlag für die Kosten
und den Gewinn zu-
sammen.
➲ Der Käufer zahlt nun
auch die Lohnnebenko-
sten der Hersteller im
vollen Umfang mit.
Finale des Irrsinns... (1)

➲ Stellen wir uns einen Her-


steller vor, der wirklich
restlos alles herstellt und
anbietet, was ein Mensch
zum Leben benötigt.
➲ Dann stellen wir uns einen
Arbeitnehmer bei diesem
Hersteller vor, der wirklich
restlos alles, was er
braucht, bei seinem Ar-
beitgeber kauft...
➲ Wer bezahlt dann die
„Lohnnebenkosten“ gleich
1,5-fach ?
Finale des Irrsinns... (2)

➲ Nach exakt diesem Prinzip wer-


den die Arbeitnehmer jedoch zur
Kasse gebeten.
➲ Der sogenannte Arbeitgeberan-
teil ist nur ein Kostenfaktor. Die
Arbeitgeber haben niemals auch
nur das Geringste zu den sozi-
alen Sicherungssystemen beige-
tragen.
➲ Und die Gewerkschaften
haben das nie beanstandet!
Einschub / Zitat (1)

➲ Aus einem Vortrag:


„Ehe ich davon spreche, um welchen Betrag die Mehrwertsteuer
zu erhöhen sein mag, gebe ich Ihnen ein Beispiel:
Jemand verdient 1.000 Euro netto. Davon kauft er sich Gegen-
stände im Wert seines gesamten Nettolohnes bei 16 Prozent*
Mehrwertsteuer. Der Kaufpreis beträgt dann netto 862 Euro. Jetzt
nehmen wir an, dass sein Nettolohn um 20 Prozent steigt. Er geht
wieder hin und kauft Gegenstände, die wie vorher netto genau
862 Euro kosten.
Wie hoch muss die Mehrwertsteuer sein, damit er seinen gesamt-
en Nettolohn (wie vorher ja auch!) beim Kauf wieder los wird?
20 Prozent? 23 Prozent? 28 Prozent?
Ich sage es Ihnen: Sie darf 45,3 Prozent betragen! Da wäre rech-
nerisch also eine Luft von 45,3 minus 16 Prozent, was einer Erhö-
hung um fast 30 Prozent entspricht.
So viel wird aber nicht benötigt. Also bleibt vom Netto mehr für
anderes übrig.“
* Die Mehrwertsteuer ist zwischenzeit-
   lich auf 19% angestiegen.
Einschub / Zitat (2)

➲ Professor Meinhard Miegel im "Presseclub" des WDR am 28. Januar 2007:


➲ Ich plädiere ja nun seit 25 Jahren für die steuerfi-
nanzierte Grundsicherung. ....
➲ Denn die Steuerfinanzierung ist die solidarischste
Form, die wir überhaupt haben. Der Starke leistet
mehr als der Schwache, und es gibt einige, die lei-
sten garnichts, weil sie es nicht können.
➲ Wir haben auch eine sehr viel breitere Grundlage,
weil der gesamte Konsum mit einbezogen wird in
die Finanzierung. ...
➲ Das ist aus meiner Sicht der optimale Weg. ...
➲ Die Umstellung ist absolut möglich, das ist lange
vorgerechnet worden. Nur haben wir die besten
Jahre für diese Umstellung bereits versäumt.
„Demokratie“ nur noch Farce

➲ Ein System, in dem


Reiche ungehindert und staatlich begünstigt
immer reicher,
Arme zahlreich immer ärmer und
Bedrängte auf menschenunwürdige Weise
immer bedrängter werden,
kann keine und erst recht keine „soziale“ Demokratie sein.

➲ Ein solches System kann nur noch als eine Beute von
Heuchlern und Plünderern wahrgenommen werden.

➲ „Regierung“ zum Wohle „des ganzen Volkes“


findet nicht mehr statt. Parteien dienen vorwiegend
nur noch sich selbst und ihrem Überleben.
Maßlose Gier des Kapitals

➲ Unter dem Vorwand von „Unvermeidbarkeit“ aus


der „Globalisierung“ haben sich Großunternehmen
und das Kapital aus jeder sozialen Verantwortung
herausgeschlichen.
Allen voran der Staat selbst.
➲ Es ist unübersehbar, dass sich die Politik in
weiten Bereichen zu reinen Erfüllungsgehilfen
mächtiger Interessengruppen gewandelt hat
und ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllt.
➲ Bürger sind weitgehend
nur noch Beute und Opfer.
„Arme“ Opfer einer Umstellung...

➲ KLAR – ganz klar:


Ferrari, Dior, Chanel No. 5, Armani,
Rolls Royce und andere Luxusartikel
würden dann mit dazu beitragen, dass
es in Deutschland (wieder) sozial ge-
rechter zugehen kann.
Auch „Billig-Produkte“ aus Asien wür-
den in ihrer „Schädlichkeit“ gedämpft.

➲ ABER: Wer will das schon...


Empfehlenswerte Literatur

➲ http://…./dokumentation/Sozialwesen_Finanzierung.pdf
(Diese Präsentation)
➲ http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Verfassungsbeschwerde-neu-3.pdf
(Die „Verfassungsbeschwerde“ eines Arztes, aus der zitiert wurde.)

➲ (wird nachgetragen)
➲ (wird nachgetragen)
➲ (wird nachgetragen)
➲ (wird nachgetragen)

Ganz besonders empfehlenswert:


➲ (wird nachgetragen)
➲ (wird nachgetragen)