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Die

vorliegen D e

Broschüre

enthält

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rge B nisse

D es s eminars »Schwellenräume #04« .

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W i n t e r s e m e s t e r

2 011 / 12

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inhalt

r D e un t ers tütz t. von Siedle i n i t i i

THEma

s. 3

SiEdLE

s. 11

aNaLySEN

s. 19

ENTWürfE

s. 41

NaCHWorT

s. 105

2

1

Thema

5

schwellen

5 schwellen unterbrechen räumliche Grenzen für den Übergang aus einer Zone in eine andere. Schwellen öffnen
5 schwellen unterbrechen räumliche Grenzen für den Übergang aus einer Zone in eine andere. Schwellen öffnen

unterbrechen räumliche Grenzen für den Übergang

aus einer Zone in eine andere. Schwellen öffnen Räume und organisieren Zugänge; gleichzeitig werden sie als Teil der Grenze gelesen und kön- nen als Hindernis wahrgenommen werden. Das Phänomen der Schwelle lebt von der räumlichen Ambivalenz. Schwellen sind oft Ankündigun- gen und Auftakt für den Eingang zu Räumen. Sie sind in die Abfolge des Ankommens integriert und verzögern in ihrer bremsenden Wirkung den Ankommenden. In ihrer Ausdehnung oder in ihrer Addition können Schwellen Raum bilden.

oder in ihrer Addition können Schwellen Raum bilden. Die Schwelle liefert den Schlüssel zum Übergang von

Die Schwelle liefert den Schlüssel zum Übergang von Bereichen mit unterschiedlichem territorialem Anspruch und deren Verbindung; als Raum per se bildet sie die wichtigste räumliche Voraussetzung (conditio) für die Begegnung und den Dialog von Bereichen unterschiedlicher Ordnung. Die Bedeutung des Begriffs wird am deutlichsten in der eigent- lichen Schwelle, dem Eingang zu einem Haus. Hier handelt es sich um die Begegnung und Versöhnung von Straße und Privatbereich.  1

Herman Hertzberger

Der Schwellenraum definiert die Öffnung der räumlichen Begrenzung im Passieren. Er bildet einen Übergang zwischen zwei verschiedenen Raum- welten, d.h., er verbindet und trennt Räume gleichermaßen. Schwellen- räume sind Übergangsräume, die als räumlicher Auftakt Funktionsräume erschließen. Meistens bilden sie eine räumliche Sequenz, die in der Bewegung wahrgenommen wird und von der Erwartung des folgenden räumlichen Ereignisses lebt. Schwellenräume übernehmen beim Emp- fangen und Ankommen wichtige Funktionen und leiten den Menschen im „Dazwischen”. Verschiedene Apparaturen können in die Übergangs- sequenz integriert sein und helfen, die verschiedenen Welten miteinander zu verbinden und voneinander zu trennen.

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thema: kooperation & methode

1

Herman Hertzberger:

Vom Bauen, Aries, München 1995, s. 30

2

Heinz-Norbert Jocks in Kunstforum Häuser II Band 182:

Der Geist der schwelle, 2007, s. 47

Technische Apparaturen nehmen als Ein- bauten in der Planung neuer Gebäude erheblich zu und verändern den Schwel-

lenraum. Einbauten, welche die räumliche Organisation des Schwellenraumes unter- stützen sollen, könnte man als „Schwellen- raum-Apparaturen“ bezeichnen. Sie er- möglichen Zugangskontrollen, indem sie das Empfangspersonal unterstützen oder ersetzen. Es können Details des Ankom- menden genauer erkannt und kontrolliert werden, damit man sich besser auf ihn einstellen kann. Der Bodyscanner organi- siert zum Beispiel den Zugang zum Flug- zeug. Er entkleidet den Menschen grafisch und soll Waffen sichtbar machen. Die sogenannte Gegensprechanlage und deren neuere Kombination mit Kamera erleich- tert die Kontrolle des Zugangs zu Berei- chen, zu denen es räumlich keinen direk- ten Bezug gibt.

Wenn Schwellenraum-Apparaturen in die Entwurfsplanung integriert werden, kön- nen sie die Raumkonzeption und die Raumgestaltung unterstützen. Technische Neuerungen führen zu immer genaueren Zugangskontrollen. Außerdem können technische Apparaturen immer kleinräu- miger produziert werden und lassen sich teilweise ohne Kabel verbinden. Dieser technische Fortschritt ermöglicht neue, fast unsichtbare Montagen. Inwieweit sich die Raumwahrnehmung und die Schwel- lenraum-Erfahrung durch neuartige, ver- steckte Schwellenraum-Apparaturen ver-

ändert, ist noch unklar. Die Funktions- weisen von ortsunabhängigen Zutritts- kommunikationen erfordern mobile Schwellenraum-Apparaturen und hinter- fragen den räumlichen Übergang mit sei- ner fest installierten Gebäudetechnologie neu.

mit sei- ner fest installierten Gebäudetechnologie neu. ko ope raTi on Für die Gestaltung des Schwellenraumes

ko

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fest installierten Gebäudetechnologie neu. ko ope raTi on Für die Gestaltung des Schwellenraumes ist das Wissen

Für die Gestaltung des Schwellenraumes ist das Wissen um die technischen Appara- turen von großer Relevanz. Die Koopera- tion zwischen der Bauhaus-Universität Weimar und dem Unternehmen S IED lE soll den Studierenden die technischen Möglichkeiten und Forderungen für die- sen sensiblen Bereich aufzeigen. Die Wahr- nehmung für die Sequenz des räumlichen Übergangs soll geschärft und neue Szena- rien sollen entworfen werden. Das Ziel des Seminars liegt in der Suche nach einer Darstellung, die Übergangssituationen zwi- schen Räumen beschreiben und klären kann. Räumlich selbst erlebte Übergänge sollen erläutert werden, um dem „Geist der Schwelle” 2 näher zu kommen. Der szeni- sche Übergang des Menschen im Schwel- lenraum soll mit Hilfe von Diagrammen und Modellen besser nachvollziehbar ge- macht werden.

und Modellen besser nachvollziehbar ge- macht werden. meTh ode Das Seminar des Masterstudiengangs Ar- chitektur im

meTh

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Modellen besser nachvollziehbar ge- macht werden. meTh ode Das Seminar des Masterstudiengangs Ar- chitektur im

Das Seminar des Masterstudiengangs Ar- chitektur im Wintersemester 2011/12 ist in zwei Teile gegliedert. Zuerst werden grund- sätzliche Fragen des Schwellenraumes ge- klärt. Dabei wird analytisch und diagram- matisch gearbeitet, indem herausragende Beispiele der Architekturen des 20. Jahr- hunderts gegenübergestellt werden. Im zweiten Abschnitt des Seminars werden durch die Erarbeitung eines kleinen Ent- wurfes verschiedenste architektonische Aspekte und neueste Zutrittskommunikati- onen im Schwellenraum neu hinterfragt. Folgende Themen werden im Rahmen des Seminars detailliert bearbeitet:

die orTlose schwelle

Mobilität, Verknüpfung neuer Medien, Technologie Privater Wohnungsbau

der schwellen- lose übergang

Universal Design, transparente Materialität, technische Hilfsmittel Öffentlicher Wohnungsbau, öffentliche Gebäude

der inszenierTe ausgang

Verlassen, licht, Automatisierung Kino, Theater

S c h w e l l e n r ä u m e

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der inTelligenTe eingang

Komfort, Identifikation, Kontrolle Wohnungsbau, Verwaltungs- gebäude

der enTschleu- nigTe eingang

Antizipation, erzählender Wegraum, langsamkeit Museumsbau, privater Wohnungsbau

die kommunikaTi- on beim überTreTen

Wahrnehmung, leitsysteme, Kommunikationstechnologie Museumsbau, privater Wohnungsbau

die unsichT- bare schwelle

Grenzenlosigkeit, Auflösung, versteckte Technologie Öffentlicher Raum

der konTrollier- Te zugang

Sicherheit, Überblick, Videotechnik Privater Wohnungsbau, Bürogebäude, Museumsbau

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thema: aufgabenstellungen

Literatur

– Francis D.K. Ching:

Architecture: Form, space

& Order, van Nostrand Reinold company, New York, 1979

– Boris Podrecca:

Almanach der Architektur, Institut für die Grundlagen des Entwerfens und Raum- konzeptionen, Fakultät 1 Ar- chitektur und stadtplanung, Universität stuttgart, Verlag Anton Pustet, salzburg, 2009

– Egon schirmbeck:

Zur Analyse von Raumkon- zepten in Architektur und Raum, Gestaltungskonzepte im 20. Jahrhundert, Egon schirmbeck / Till Boettger /  Christian Hanke, DOM pub- lishers, Berlin, 2011

Die formulierten Themen mit ihren stich-

wortartigen Unterpunkten sollen die ver- schiedenen Facetten des architektonischen Übergangs aufzeigen und versuchen, die Ambivalenz der Schwelle zu berücksichti-

gen. Sie können miteinander verbunden werden. Jedes Thema ist als Rahmen für ein Konzept zu verstehen, das in räumlicher, technischer und schließlich gebäudetypo- logischer Dimension konkretisiert werden kann. Jeder Studierende benutzt eines der Themen als Startpunkt und entwickelt

von ihm aus seine individuelle Konzeption des Schwellenraumes.

Bei der Bearbeitung der Themen sollen sich die Studierenden nicht auf den gegen- wärtigen Wissensstand in der Architektur und der Kommunikationstechnologie beschränken, sondern sie sollen einen Aus- blick in die Zukunft wagen und Mögliches und Unmögliches denken.

in die Zukunft wagen und Mögliches und Unmögliches denken. analyse Der Analyseteil des Seminars ist in

analyse

wagen und Mögliches und Unmögliches denken. analyse Der Analyseteil des Seminars ist in folgende vier Teile

Der Analyseteil des Seminars ist in folgende vier Teile gegliedert:

1. Vorbereitung, Darstellung des

Themas, Vorstellen der Analysetechnik

2. Recherche über Analyseobjekt,

Vorstellung des Schwellenraumes

3. Wahrnehmung vor Ort, Beobach-

tung, Notationen

4. Auswertung der Beobachtungen,

Ausarbeitung der Analysen

In einem ersten Schritt wird das Thema des Schwellenraumes dargestellt und die nö- tigen Begriffe anhand von Beispielen in der Architektur diskutiert. Die Analysetechnik zur Betrachtung des Schwellenraums wird vorgestellt, um die Methode für die Raum- betrachtung vorzubereiten. Im Folgenden wird sich intensiv mit dem jeweiligen Analyseobjekt auseinandergesetzt, indem eine literaturrecherche die Basis für Raumerfahrung vor Ort bildet. Das Passie- ren des Schwellenraums wird mit Hilfe der Darstellungen in der ausgewählten literatur vorgedacht. Vor Ort werden räumliche Erfahrungen bewusst auspro- biert. Das Durchwandern des Schwel- lenraums soll mit allen Sinnen erlebt und mit Hilfe von Fotografien und Skizzen notiert werden. Schließlich soll das Beo- bachtete ausgewertet und dargestellt werden.

Folgende Parameter sollen bei der Schwellenraumbetrachtung analysiert werden:

Begrenzungen, Sequenz, Geometrie, Materialität, Topografie, Einrichtungen

Abgabeleistungen

(Analyse)

Bildsequenz aus zehn Fotos, die den Übergang in seiner zeitlichen Dimen- sion erklären. Die Fotos sind aus der menschlichen Perspektive aufgenommen. Außerdem müssen die Fotos nachbearbeitet sein.

Diagrammatische Zeich- nungen des schwellen- raums. Mindestens fünf Diagramme, die jeweils ein Parameter bearbeiten.

Kurzreferat von 15min mit anschließender Diskussion, Vorstellen der Diagramme.

Abgabeleistungen

(Entwurf)

Modell im Maßstab 1:20 Volumen innen / außen jeweils 4m x 4m x 4m

– Abgabeleistung für die

Zwischenpräsentationen:

Prototyp des Modells

– Abgabeleistung für die

Endabgabe:

Modell in Museumsqualität

monochrom frei wählbares Material Fotosequenz fünf Bilder 21cm x 21cm

Die vorgestellten Parameter versuchen, diese Fragen zu beantworten:

1. Begrenzungen des Schwellenraumes (Raumbildung) Wie wird der Schwellenraum gebildet?

2. Sequenz des Schwellenraumes (Raumfolge) Wie wird der Weg inszeniert? Welcher Wegefluss wird produziert?

3. Geometrie des Schwellenraumes (Raumstruktur) Welche Ordnung besitzt der Schwel- lenraum?

4. Topografie des Schwellenraumes (Raumlage) Welchen Ort bildet der Schwellen- raum?

5. Materialität des Schwellenraumes (Raumgestalt) Welche Farbe, welche Helligkeit, welchen Kontrast besitzt der

Schwellenraum?

6. Einrichtungen des Schwellenraumes (Raumfunktion) Welche Auswirkungen hat die Möblierung und der Ausbau auf den Schwellenraum?

Die Analysen sollen einfach und direkt die beobachteten Raumzusammenhänge dar- stellen. Die Diagramme sind in Graustufen als linienzeichnungen anzufertigen, die sich selbsterklärend lesen lassen. Die Refe- rate sind als Vorstellung des jeweiligen

S c h w e l l e n r ä u m e

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Arbeitsstandes gedacht. Die Vorstellung des Analyseobjektes selbst ist sehr kurz zu halten.

des Analyseobjektes selbst ist sehr kurz zu halten. enTwurf Zu entwerfen ist ein räumlicher Übergang, ein

enTwurf

des Analyseobjektes selbst ist sehr kurz zu halten. enTwurf Zu entwerfen ist ein räumlicher Übergang, ein

Zu entwerfen ist ein räumlicher Übergang, ein Schwellenraum, der zwischen außen und innen vermittelt und sich mit den for- mulierten Themen auseinandersetzt. Es soll versucht werden, eine in die Zukunft weisende lösung zu finden, die sich mit dem zu erlebenden Phänomen des „Dazwi- schen” auseinandersetzt. Es ist zu prüfen, welche technische Installation bzw. Medien an welcher Stelle als Schwellenraum- Apparatur genutzt werden können, um die räumliche Konzeption zu stützen. Im Be- sonderen ist darauf Wert zu legen, dass die Passage als räumliche Sequenz gedacht wird und mit mehreren Sinnen erfahrbar ist. Die Funktionsweise der Schwellenraum- Apparatur ist schematisch sowohl im Modell als auch in Zeichnungen darzustellen.

Der räumliche Ausschnitt der Betrachtung wird von zwei Volumen, welche außen und innen darstellen, gebildet. Die Raumkörper können neben als auch übereinander liegen und sich berühren oder mit Abstand zu- einander liegen. Der Schwellenraum wird als „Dazwischen” liegender Raum entwor- fen und gestaltet. Das Innen und das Außen sind fragmentarisch anzudeuten und sollen die Konzeption des Schwellenraumes unterstützen. Falls ein längerer vorge- lagerter Weg geplant wird, ist dieser als Appendix zu ergänzen.

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entwürfe: »rückblick« friederike wollny

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siedle

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sIedle: peter strobel

der mensch im dazwischen

peter strobel

Unternehmenskommuni-

kation S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafen-

werke OHG

S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafen- werke OHG KommunIKatIon an der schwelle Was geschieht, wenn

KommunIKatIon an der schwelle

und Telegrafen- werke OHG KommunIKatIon an der schwelle Was geschieht, wenn wir ein Gebäude betreten oder
und Telegrafen- werke OHG KommunIKatIon an der schwelle Was geschieht, wenn wir ein Gebäude betreten oder

Was geschieht, wenn wir ein Gebäude betreten oder verlassen?

Was erlebt der Mensch dabei, welche Rolle spielt die Architektur, welchen Einfluss hat die Technik und wie wirken beide zusammen? Das Seminar „Schwellenräume“ an der Archi- tektur-Fakultät der Bauhaus-Universität Weimar ging diesen Fragen nach. Siedle initiierte die Veranstaltung, gab den angehenden Architekten Einblick in die Entwicklung und Herstellung von Türkommunikationssystemen und setzt sich mit ihren Entwürfen aus- einander. 25 Seminarteilnehmer besuchten das Unternehmen. Sie setzten Sprechanlagen zusammen, programmierten sie und nahmen sie in Betrieb. Im Planungsworkshop erkundeten sie anhand realer Projekte, wie weit die Siedle-Systeme baulichen und pla- nerischen Anforderungen entgegenkommen. Diesen Einblick in die Praxis erlebten die Studenten bei Siedle. Doch umgekehrt lernt auch ein Traditionsunternehmen dazu. Über die Zukunft, zum Beispiel. Werden Digitalisierung und Vernetzung die etablierten Verfahren auflösen? Wie wird sich das Spannungsfeld zwischen stetig zunehmender Transparenz einerseits und dem ebenfalls wachsenden Bedürfnis nach Abschottung andererseits entwickeln? Können Schwellenräume der Architektur vorgelagert werden, und muss es dann überhaupt noch punktuelle Technikinstallationen geben? Nur wer eine Vorstellung davon hat, wie die Schwelle morgen aussieht, kann die richtige Technik dafür entwickeln. Technischer Fortschritt verschafft zwar die Mög- lichkeit zur Innovation, aber die Richtung kann er nicht bestimmen. Es ist entscheidend zu wissen, welche Technologie gebraucht und wie sie eingesetzt wird. Natürlich denkt ein Unternehmen wie Siedle darüber ständig nach, doch die Studenten nähern sich dem Thema unbelastet von den Machbarkeits- und Rentabilitätsschranken, die uns allzu oft auf dem Boden halten, wenn Höhenflüge und visionäre Ausblicke gefragt wären. Diese Dokumentation verdeutlicht die Vielfalt der Ansätze, mit denen die Teilnehmer das Thema Schwelle interpretieren. Wie Architektur, Mensch und Technik interagieren, wie ein Schwellenraum Bewegung in Gang setzt, be- oder entschleunigt, wie er Besucher lenkt und leitet und wie er zwischen verschiedenen Zonen vermittelt – solche Aspekte demonstrieren die Entwürfe auf sehr unterschiedliche Weise. Ein erstes Fazit können wir ziehen: Jede Schwelle ist Kommunikation. Nicht erst durch eingebaute Technik, sondern durch ihre pure Existenz. Sie gibt vielfältige Signale, kann einladend sein oder abweisend, schön oder hässlich. Sie öffnet sich und das Gebäude, oder sie verschließt es. Das alles tut sie, ob wir es wollen, planen und gestalten oder nicht. Das Gesetz, nach dem es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren, gilt auch hier. Die Schwelle offenbart viel über das, was hinter ihr liegt. Wir tun gut daran, die Sprache, die ein Eingang spricht, bewusst zu wählen.

S c h w e l l e n r ä u m e

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die ein Eingang spricht, bewusst zu wählen. S c h w e l l e n
die ein Eingang spricht, bewusst zu wählen. S c h w e l l e n

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sIedle: exkursion

16 sIedle: exkursion S c h w e l l e n r ä u m
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sIedle: zwischenpräsentation

1 8 sIedle: zwischenpräsentation 3 analysen
1 8 sIedle: zwischenpräsentation 3 analysen
1 8 sIedle: zwischenpräsentation 3 analysen

3

analysen

S c h w e l l e n r ä u m e

21

1) weissenhofsiedlung Thomas Frisse, ChrisTian müller 2) weissenhofsiedlung Friederike Wollny 3) alTenwohnen in zuffenhausen Till hoFFmann, Xingmeng Wang 4) sTadTbiblioThek sTuTTgarT lukas BarTke, Julia naumann, miChaela BoTTke, li JuanChao 5) porsche museum adriaen unger 6) kunsTmuseum Teresa rieThmüller 7) neue sTaaTsgalerie ekaTerina galkina, Johanna kleeWein 8) bruder klaus kapelle Fanny PirsChel, kinga urBan 9) zugang zum kölner dom ChrisToPher haase, lilia Bel hadJ slimane

22 AnAlysen: wohnhäuser

J.J.P. O UD

weissenhofsiedlung

pankokweg 1-9, sTuTTgarT

J.J.P. O UD weissenhofsiedlung pankokweg 1-9, sTuTTgarT Sequenz S c h w e l l e
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Sequenz

S c h w e l l e n r ä u m e

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1-9, sTuTTgarT Sequenz S c h w e l l e n r ä u m

thomas chr I s t I an

fr I sse müller

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Geometrie

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Materialität

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Topografie

Begrenzungen

24 AnAlysen: wohnhäuser

lE CORBUsIER

weissenhofsiedlung

raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT

CORBUsIER weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n
CORBUsIER weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n
CORBUsIER weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n
CORBUsIER weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n
CORBUsIER weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n

Sequenz

weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r
weissenhofsiedlung raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r
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Einrichtungen

raThenausTrasse 1-3, sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä

S c h w e l l e n r ä u m e

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sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m

f r I eder I K e

wollny

sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m

Topografie

sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m
sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m
sTuTTgarT Sequenz Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m
Begrenzungen Geometrie
Begrenzungen
Geometrie

26 AnAlysen: wohnhäuser

ARNO lEDERER, JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI

alTenwohnen in zuffenhausen

JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d
JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d
JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d
JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d
JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d
JóRUNN RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d

Sequenz

RAGNARsDóTTIR, MARC OEI alTenwohnen in zuffenhausen Sequenz Einrichtungen c c c c c cc d ef

Einrichtungen

c c c c c cc d ef
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Geometrie

b b b b
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S c h w e l l e n r ä u m e

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ef Geometrie b b b b a a S c h w e l l e

t I ll

hoffmann

Materialität
Materialität

X I ngmeng

wang

Topografie Begrenzungen
Topografie
Begrenzungen

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analysen: bibliothek

28 analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz
28 analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz
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28 analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz
28 analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz
28 analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz

EUN YOUNG YI

sTadTbiblioThek

sTuTTgarT

analysen: bibliothek EUN YOUNG YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz

Geometrie

Geometrie Topografie
Geometrie
Topografie
YI sTadTbiblioThek sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz Eingänge Begrenzungen Einrichtungen

Raumkörper

sTuTTgarT Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz Eingänge Begrenzungen Einrichtungen Materialität S

Sequenz

Geometrie Geometrie Topografie Raumkörper Sequenz Eingänge Begrenzungen Einrichtungen Materialität S c

Eingänge

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Begrenzungen
Einrichtungen
Einrichtungen
Raumkörper Sequenz Eingänge Begrenzungen Einrichtungen Materialität S c h w e l l e n r

Materialität

S c h w e l l e n r ä u m e

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analysen: museen

30 analysen: museen DElUGAN MEIssl porsche museum sTuTTgarT Geometrie S e q u e n z
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DElUGAN MEIssl

porsche museum

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Geometrie
Geometrie
museen DElUGAN MEIssl porsche museum sTuTTgarT Geometrie S e q u e n z S c

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Geometrie Begrenzungen Materialität und Einrichtungen
Geometrie
Begrenzungen
Materialität und Einrichtungen

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analysen: museen

32 analysen: museen RAINER HAsCHER, sEBAsTIAN JEHlE kunsTmuseum sTuTTgarT Sequenz Begrenzungen S c h w e
32 analysen: museen RAINER HAsCHER, sEBAsTIAN JEHlE kunsTmuseum sTuTTgarT Sequenz Begrenzungen S c h w e
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RAINER HAsCHER, sEBAsTIAN JEHlE

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museen RAINER HAsCHER, sEBAsTIAN JEHlE kunsTmuseum sTuTTgarT Sequenz Begrenzungen S c h w e l l

Sequenz

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Begrenzungen

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teresa

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Materialität

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Geometrie

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Raum-Körper

Geometrie
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Topografie

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Begrenzungen
Begrenzungen

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analysen: museen

34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S
34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S
34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S
34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S
34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S
34 analysen: museen JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S

JAMEs sTIRlING, MICHAEl wIlFORD

neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT

Begrenzungen
Begrenzungen
MICHAEl wIlFORD neue sTaaTsgalerie sTuTTgarT Begrenzungen Sequenz Materialität S c h w e l l e

Sequenz

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Materialität

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Einrichtungen

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K leewe I n

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gal K I n a

n r ä u m e 35 Einrichtungen J ohanna K leewe I n e K
n r ä u m e 35 Einrichtungen J ohanna K leewe I n e K

Geometrie

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n r ä u m e 35 Einrichtungen J ohanna K leewe I n e K
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analysen: sakralbauten

PETER ZUMTHOR

bruder-klaus-kapelle

köln

sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l
sakralbauten PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l

Begrenzungen

PETER ZUMTHOR bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l e

Begrenzungen Licht

bruder-klaus-kapelle köln Begrenzungen Begrenzungen Licht Einrichtungen S c h w e l l e n r

Einrichtungen

S c h w e l l e n r ä u m e

Licht Einrichtungen S c h w e l l e n r ä u m e

fa n n y K I nga

p I rschel ur B a n

w e l l e n r ä u m e fa n n y K
w e l l e n r ä u m e fa n n y K

Geometrie

Topografie

l l e n r ä u m e fa n n y K I nga

Sequenz außen

l l e n r ä u m e fa n n y K I nga

Sequenz innen

l l e n r ä u m e fa n n y K I nga
l l e n r ä u m e fa n n y K I nga
l l e n r ä u m e fa n n y K I nga
l l e n r ä u m e fa n n y K I nga
l l e n r ä u m e fa n n y K I nga

Materialität

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analysen: sakralbauten

KAsPAR KRäMER

zugangsbauwerk zum südTurm der domkirche

köln

KRäMER zugangsbauwerk zum südTurm der domkirche köln Begrenzungen Raumkörper Geometrie Einrichtungen Sequenz
KRäMER zugangsbauwerk zum südTurm der domkirche köln Begrenzungen Raumkörper Geometrie Einrichtungen Sequenz
KRäMER zugangsbauwerk zum südTurm der domkirche köln Begrenzungen Raumkörper Geometrie Einrichtungen Sequenz
KRäMER zugangsbauwerk zum südTurm der domkirche köln Begrenzungen Raumkörper Geometrie Einrichtungen Sequenz
Begrenzungen Raumkörper Geometrie
Begrenzungen
Raumkörper
Geometrie
Einrichtungen Sequenz Materialität
Einrichtungen
Sequenz
Materialität

S c h w e l l e n r ä u m e

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Sequenz Materialität S c h w e l l e n r ä u m e

chr I s topher

l I l I a

ha ase h a dJ

Bel

s l I mane

Sequenz Materialität S c h w e l l e n r ä u m e

40 entwürfe: »rückblick« friederike wollny

4

enTwürfe

S c h w e l l e n r ä u m e

1) rückblick Friederike Wollny 2) der mäander Fanny PirsChel 3) sTufenraum ekaTerina galkina 4) schichTenTunnel leTiCia CamaCho CaBallero 5) blickfang miChaela BoTTke 6) sirkel adriaen unger 7) Vikbar ChrisToPher haase 8) welcomebooTh ChrisTian müller 9) das schwellen- karussell Julia naumann 10) inTerakTiVer

lichTraum maria loPez open end – ariadne

11)

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im freien fall Johanna kleeWein 12) long way down luis guTierrez 13) die schwelle als raum Teresa rieThmüller 14) zwischen würfeln maXi BergT 15) kombinaTorik des übergangs Till hoFFmannn

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1

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rückblick

friederike

wollny

44 1 rückblick friederike wollny
44 1 rückblick friederike wollny

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entwürfe: »rückblick« friederike wollny

46 entwürfe: »rückblick« friederike wollny S c h w e l l e n r ä
46 entwürfe: »rückblick« friederike wollny S c h w e l l e n r ä
46 entwürfe: »rückblick« friederike wollny S c h w e l l e n r ä

S c h w e l l e n r ä u m e

h w e l l e n r ä u m e Der Ankommende betritt zuerst
h w e l l e n r ä u m e Der Ankommende betritt zuerst

Der Ankommende betritt zuerst

einen schmalen Gang mit einer nach oben führenden Treppe. Ein transluzentes Fenster ermöglicht eine Vorahnung auf das Kom- mende. Nach einer Wende bekommt man einen kurzen Einblick. Dann wendet man sich wieder ab, um durch einen weiteren Blickfang – das Fenster – zurückzuschauen:

Es ergibt sich ein Rückblick. Mit einer weite- ren Drehung hat man das Ziel erreicht, man ist angekommen. Das freistehende Wandelement, das zuerst die Tür schützte und abschirmte, bildet jetzt einen Halte- punkt. Es wird zur Begleitung, die verschie- dene Funktionen aufnehmen könnte.

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2

48 2 der mäander fanny pirschel

der

mäander

fanny

pirschel

48 2 der mäander fanny pirschel

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entwürfe: »der mäander« fanny pirschel

50 entwürfe: »der mäander« fanny pirschel Der Schwellenraum ist als zusam- menhängende räumliche Sequenz gedacht
50 entwürfe: »der mäander« fanny pirschel Der Schwellenraum ist als zusam- menhängende räumliche Sequenz gedacht
50 entwürfe: »der mäander« fanny pirschel Der Schwellenraum ist als zusam- menhängende räumliche Sequenz gedacht
50 entwürfe: »der mäander« fanny pirschel Der Schwellenraum ist als zusam- menhängende räumliche Sequenz gedacht

Der Schwellenraum ist als zusam-

menhängende räumliche Sequenz gedacht und folgt somit den räumlichen Konzep- tionen von Mies van der Rohe und dessen Raumkontinuum. Der Besucher wird mit Hilfe von Wandscheiben geführt und gelei- tet. Zunächst berühren sich die Wand- scheiben nicht und stehen locker in Bezie- hung zueinander, sodass Optionen zum Wählen des Weges gegeben sind. Je näher man der Schwelle kommt, desto geschlos- sener wird der Weg. Die Wände berühren sich nun und bilden einen l-förmigen Raum. Als letzte Schwelle kann der erste über- dachte Bereich gelesen werden, der eine Drehung zum Eingang einleitet.

S c h w e l l e n r ä u m e

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werden, der eine Drehung zum Eingang einleitet. S c h w e l l e n
werden, der eine Drehung zum Eingang einleitet. S c h w e l l e n

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52 3 stufenraum ekaTerina galkina

3

52 3 stufenraum ekaTerina galkina

stufenraum

ekaTerina

galkina

52 3 stufenraum ekaTerina galkina

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entwürfe: »stufenraum« ekaterina galkina

S c h w e l l e n r ä u m e

h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen
h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen
h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen
h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen
h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen
h w e l l e n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen

Der Schwellenraum stellt einen

n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen inszenierten Zugang und Ausgang zu einem
n r ä u m e Der Schwellenraum stellt einen inszenierten Zugang und Ausgang zu einem

inszenierten Zugang und Ausgang zu einem würfelartigen Ausstellungsraum bereit. Der Raum-Körper des Schwellenraumes wird von einem starken Rhythmus geprägt, der mit Hilfe von Schlitzen entsteht, die licht ins Innere bringen. Verstärkt wird dieser Effekt durch Verengungen, die durch Modi- fikationen der Rauminnenseiten und der Decke erreicht werden: Es entsteht ein stu- fenartiger, trichterförmiger Raum. Die Schwelle ist mit einer dreistufigen Treppe markiert. Durch eine zusätzliche Schaltung von künstlichem licht könnten Sensoren den Ankommenden und den Verlassenden erkennen und mit einer abgestuften licht- intensität begleiten. Dieses lichtspiel würde die Übergangs-Sequenz nach außen kom- munizieren.

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56 4 schichten- tunnel leTicia camacho caballero

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56 4 schichten- tunnel leTicia camacho caballero

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tunnel

leTicia

camacho

caballero

56 4 schichten- tunnel leTicia camacho caballero

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entwürfe: »schichtentunnel« leticia camacho caballero

S c h w e l l e n r ä u m e

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h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum
h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum
h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum
h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum
h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum
h w e l l e n r ä u m e 59 Ein langgestreckter Raum

Ein langgestreckter Raum bietet

die Möglichkeit eines sukzessiven Zugangs, der durch mehrere Schichten den direk- ten Einblick verwehrt. Die Schichten sind so angeordnet, dass sie auf spielerische Weise einen Durchgang ermöglichen. Der angebotene Weg ist durch Aufweitungen und Verengungen bestimmt und schafft eine einladende Sequenz. Die Außenhaut des „Tunnels“ ist durch quadratische löcher perforiert. Sie lassen lichtblitze ins Innere und laden als weiteres System die Zwi- schenräume atmosphärisch auf.

perforiert. Sie lassen lichtblitze ins Innere und laden als weiteres System die Zwi- schenräume atmosphärisch auf.
perforiert. Sie lassen lichtblitze ins Innere und laden als weiteres System die Zwi- schenräume atmosphärisch auf.
perforiert. Sie lassen lichtblitze ins Innere und laden als weiteres System die Zwi- schenräume atmosphärisch auf.

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60 5 blickfang michaela boTTke

5

60 5 blickfang michaela boTTke

blickfang

michaela

boTTke

60 5 blickfang michaela boTTke

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entwürfe: »blickfang« michaela bottke

6 2 entwürfe: »blickfang« michaela bottke S c h w e l l e n r

S c h w e l l e n r ä u m e

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michaela bottke S c h w e l l e n r ä u m e
michaela bottke S c h w e l l e n r ä u m e

Die öffentliche Skulptur lädt zum

Begehen ein, indem sie sich als offener Körper darstellt. Trichterförmige Ausstül- pungen wirken als empfangende Geste und sollen Neugierde wecken. Taucht man in den Raum-Körper ein, wird der Einstieg zum Ausblick. Es können auf einem öffent- lichen Platz mit Hilfe dieser Schwellen- raum-Installation besondere Situationen, Orte oder Details der Umgebung in Szene gesetzt werden. Der Raum bildet den Übergang zu einem neuen Weg oder Ort.

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64 6 sirkel adriaen unger

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64 6 sirkel adriaen unger

sirkel

adriaen

unger

64 6 sirkel adriaen unger

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entwürfe: »sirkel« adriaen unger

66 entwürfe: »sirkel« adriaen unger S c h w e l l e n r ä
66 entwürfe: »sirkel« adriaen unger S c h w e l l e n r ä

S c h w e l l e n r ä u m e

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h w e l l e n r ä u m e 67 Der drehbare Schwellenraum
h w e l l e n r ä u m e 67 Der drehbare Schwellenraum

Der drehbare Schwellenraum ist

als besonderer Showroom zu nutzen. Der Raum-Körper beschreibt im Grundriss einen Halbkreis und kann in zwei Posi- tionen mit dem öffentlichen Raum kom- munizieren. Das eine Szenario lässt eine zurückhaltende Nutzung als Galerie zu, bei der matte Glasscheiben die Fassade strukturieren und einen geschlossenen Zustand kommunizieren. Ist der „Rotati- onskörper“ herausgedreht, kann er als Raum in direkter und offensiver Weise mit dem Straßenraum in Beziehung stehen. Eine räumliche Aussparung ermöglicht den Zugang. Im Inneren öffnet dann der „leere“ Halbkreis eine neue Kommuni- kationsfläche. Diese Operation schafft die geometrische Figur eines Vollkreises.

„leere“ Halbkreis eine neue Kommuni- kationsfläche. Diese Operation schafft die geometrische Figur eines Vollkreises.
„leere“ Halbkreis eine neue Kommuni- kationsfläche. Diese Operation schafft die geometrische Figur eines Vollkreises.

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68 7 vikbar chrisTopher haase

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68 7 vikbar chrisTopher haase

vikbar

chrisTopher

haase

68 7 vikbar chrisTopher haase
68 7 vikbar chrisTopher haase

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entwürfe: »vikbar« christopher haase

70 entwürfe: »vikbar« christopher haase VIKBAR regelt den Zugang zu un- terschiedlichen Einrichtungen. Dabei wird das
70 entwürfe: »vikbar« christopher haase VIKBAR regelt den Zugang zu un- terschiedlichen Einrichtungen. Dabei wird das
70 entwürfe: »vikbar« christopher haase VIKBAR regelt den Zugang zu un- terschiedlichen Einrichtungen. Dabei wird das

VIKBAR regelt den Zugang zu un-

terschiedlichen Einrichtungen. Dabei wird das Eintreten in das Gebäude durch ein räumliches Auffalten des Übergangs in Szene gesetzt. Die Konstruktion be- steht aus einem aus Sichtbeton gefertig- ten Rahmen, an welchem eine faltbare Stahlkonstruktion angebracht ist. Die hydraulischen Klappen ermöglichen das Aufspannen eines Übergangs oder das Verschließen des Zugangs. Der Mechanis- mus erinnert an eine Art Zugbrücke und ermöglicht eine kontrollierbare Regelung von Besucherströmen und betont durch die besondere Form den Moment des Übertritts.

S c h w e l l e n r ä u m e

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die besondere Form den Moment des Übertritts. S c h w e l l e n
die besondere Form den Moment des Übertritts. S c h w e l l e n
die besondere Form den Moment des Übertritts. S c h w e l l e n
die besondere Form den Moment des Übertritts. S c h w e l l e n

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72 8 welcome- booth chrisTian müller

welcome-

booth

chrisTian

müller

72 8 welcome- booth chrisTian müller

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entwürfe: »welcomebooth« christian müller

S c h w e l l e n r ä u m e

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h w e l l e n r ä u m e 75 »Nachrichtenraum« Übergang von
h w e l l e n r ä u m e 75 »Nachrichtenraum« Übergang von
»Nachrichtenraum« Übergang von natürlicher weite in technische Enge – technisch »Fotokabine« – virtuell
»Nachrichtenraum«
Übergang von natürlicher weite in
technische Enge
– technisch
»Fotokabine«
– virtuell
virtuelle & physische Nachrichten
– Kontrolle
Kommunikation
– Kommunikation
Autorisierung
»Display«
»Naturraum«
– individualisierter Bereich
Übergang vom städtischen, dichten,
– Nachrichtenstatus
öffentlichen Raum zum Privatbereich
– Kommunikation
– weite
– »Bildergalerie«
– archaisch
– haptisch
»Briefkasten«
– Irritation
– physische Nachrichten
– private Aufbewahrung
– schließfach
»Schwelle«
– Markierung des Eingangs
– archaischer Übergang

Die Welcomebooth ist ein Emp-

fangsmöbel für den Wohnungsbau, das auf die heutigen Ansprüche an Individualität, Kommunikation und Sicherheit reagiert. Der Briefkasten und die Klingel werden zum Raum. Über Bildschirme, die individuell be- spielt werden, können Nachrichten hin- terlassen werden. Die Fotokabine kann da- bei als Übertragungsmedium für physische und virtuelle Nachrichten oder als zusätz- liche Sicherheitsbarriere dienen. Die The- men Entschleunigung und Sicherheit wer- den mit High-Tech spielerisch in den Alltag integriert. Um einen solchen Ort eigen- ständig erlebbar zu machen, steht der tech- nischen Apparatur ein Naturraum als Kontrast gegenüber. In ruraler Umgebung bewirkt die umgekehrte Reihenfolge von Naturraum und Nachrichtenraum den Effekt von Entschleunigung und Bewusst- machung.

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76 9 das schwellen- karussel julia naumann

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76 9 das schwellen- karussel julia naumann

das

schwellen-

karussel

julia

naumann

76 9 das schwellen- karussel julia naumann

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entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann

78 entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann S c h w e l l e n r
78 entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann S c h w e l l e n r
78 entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann S c h w e l l e n r
78 entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann S c h w e l l e n r
78 entwürfe: »das schwellenkarussell« julia naumann S c h w e l l e n r

S c h w e l l e n r ä u m e

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Es gibt Dinge, die wir ablegen
Es gibt Dinge, die wir ablegen

möchten, wenn wir nach Hause kommen, und es gibt Dinge, die wir mitnehmen müssen, wenn wir das Haus verlassen. Manchmal sind es dieselben Dinge. Ausgehend von dem Film »The Truman Show «, der in extremer Weise den Aus- gang als Eingang thematisiert, trennt dieser Entwurf den Ein-und Ausgang, um das „Ablegen“ und „Mitnehmen“ zu be- leuchten. Entstanden ist eine Schicht, die Ein-und Ausgang sowie ein Verbin- dungselement beherbergt. Das Ver- bindungselement wird durch einen rotie- renden Zylinder gebildet, der beide sich konisch verengenden Räume bedie- nen kann. In ihm befindet sich ein Fach zum Ablegen und Mitnehmen für jeden Bewohner.

konisch verengenden Räume bedie- nen kann. In ihm befindet sich ein Fach zum Ablegen und Mitnehmen

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80 10 interaktiver lichtraum maria lopez

interaktiver lichtraum maria lopez

80 10 interaktiver lichtraum maria lopez

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entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez

82 entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez Die Konzeption dieses Schwellen- raumes beruht auf der Inszenierung
82 entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez Die Konzeption dieses Schwellen- raumes beruht auf der Inszenierung
82 entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez Die Konzeption dieses Schwellen- raumes beruht auf der Inszenierung
82 entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez Die Konzeption dieses Schwellen- raumes beruht auf der Inszenierung
82 entwürfe: »interaktiver lichtraum« maria lopez Die Konzeption dieses Schwellen- raumes beruht auf der Inszenierung

Die Konzeption dieses Schwellen-

raumes beruht auf der Inszenierung mit Hilfe von licht. Zwischen einem öffentli- chen Straßenraum und einem erhöht liegenden Innenraum liegt eine fast un- sichtbare Treppe. Der Schwellenraum wird erst durch die Aktivierung der „licht- fliesen“ erreicht und setzt den öffent- lichen Raum in Szene, indem er den Auf- gang nach oben sichtbar werden lässt. Die Bodenfliesen reagieren auf Druck und zeigen zum Beispiel Besucherströme an und lassen sie sichtbar werden. Dieser Effekt unterstützt die einladende Geste des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes.

des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L
des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L
des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L

S c HWELLENR ä UME

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des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L
des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L
des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L
des Raumes und stärkt die Übergangsfunk- tion des Schwellenraumes. S c H W E L L

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84 11 open end – ariadne im freien fall johanna kleewein

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84 11 open end – ariadne im freien fall johanna kleewein

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84 11 open end – ariadne im freien fall johanna kleewein

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entwürfe: »open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein

»open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts.
»open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts.
»open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts.
»open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts.
»open end – ariadne im freien fall« johanna kleewein wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts.

wir bewegen uns in eine richtung: vorwärts. lässt sich die am weg verbrachte zeit nicht zurückdrehen? wir umgehen oder winden uns durch unbekanntes. vorwärts wird seitwärts, aufwärts, einwärts übergänge, rampen, podeste und stufen perspektivenwechsel. wir sind zwischen gestern und morgen wir ziehen am faden ein blick zurück: ist das der weg in die vergangenheit? zaudernd ein schritt nach vorne: ist das die zukunft? wir schrauben uns nach oben und am ende steht der abgrund können wir fliegen, daidalos?

S c h w e l l e n r ä u m e

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steht der abgrund können wir fliegen, daidalos? S c h w e l l e n

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88 12 long way down luis guTierrez

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88 12 long way down luis guTierrez

long way down luis guTierrez

88 12 long way down luis guTierrez

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entwürfe: »long way down« luis gutierrez

S c h w e l l e n r ä u m e

h w e l l e n r ä u m e Anfangs steht man außen
h w e l l e n r ä u m e Anfangs steht man außen
h w e l l e n r ä u m e Anfangs steht man außen
h w e l l e n r ä u m e Anfangs steht man außen
h w e l l e n r ä u m e Anfangs steht man außen

Anfangs steht man außen auf

einem breiten Pfad. Alles ist überschaubar. Es fällt nicht schwer, dem leicht abfallen- den Pfad zu folgen. Noch vor der ersten Biegung kann man das Ziel erblicken. Mit jedem weiteren Schritt, mit jeder weiteren Biegung, die man hinter sich lässt, er- höhen sich die Wände. Das licht, welches noch von oben einfällt, wird stetig weni- ger, bis die Wände sich schließlich berühren und kein licht mehr einlassen. Nach der letzten Biegung hat sich der einst weite, hel- le Pfad in einen immer enger und dunk- ler werdenden Stollen gewandelt. Schließ- lich erreicht man das Ende des Tunnels, man befindet sich nicht mehr im Außen, auch nicht im Dazwischen, sondern im Innen.

erreicht man das Ende des Tunnels, man befindet sich nicht mehr im Außen, auch nicht im
erreicht man das Ende des Tunnels, man befindet sich nicht mehr im Außen, auch nicht im
erreicht man das Ende des Tunnels, man befindet sich nicht mehr im Außen, auch nicht im

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92 13 die schwelle als raum Teresa rieThmüller

die schwelle als raum Teresa rieThmüller

92 13 die schwelle als raum Teresa rieThmüller
92 13 die schwelle als raum Teresa rieThmüller

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entwürfe: »die schwelle als raum« teresa riethmüller

94 entwürfe: »die schwelle als raum« teresa riethmüller S c h w e l l e
94 entwürfe: »die schwelle als raum« teresa riethmüller S c h w e l l e

S c h w e l l e n r ä u m e

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h w e l l e n r ä u m e 95 Dass Schwellen Raum
h w e l l e n r ä u m e 95 Dass Schwellen Raum

Dass Schwellen Raum bildend sind,

wird bei dieser Schwellenraum-Konzep- tion wörtlich genommen. In einer prototy- pischen Weise bilden mehrere Schwellen den Zugang. Sie sind teilweise vom Boden- belag abgelöst und betonen so einzeln die Stufen. Im Zentrum des Schwellenrau- mes schaffen ein Bild und ein Ausblick einen starken Kontrast zur räumlichen Ver- engung. Außerdem ermöglichen in die Sequenz eingebaute Möbel Stauraum für Dinge, die man beim Ankommen able- gen bzw. beim Verlassen mitnehmen möch- te.

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96 14 zwischen würfeln maxi bergT

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96 14 zwischen würfeln maxi bergT

zwischen würfeln maxi bergT

96 14 zwischen würfeln maxi bergT

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entwürfe: »zwischen würfeln« maxi bergt

98 entwürfe: »zwischen würfeln« maxi bergt Durch eine Verschachtelung von einem Würfel in einem kugelförmigen
98 entwürfe: »zwischen würfeln« maxi bergt Durch eine Verschachtelung von einem Würfel in einem kugelförmigen
98 entwürfe: »zwischen würfeln« maxi bergt Durch eine Verschachtelung von einem Würfel in einem kugelförmigen
98 entwürfe: »zwischen würfeln« maxi bergt Durch eine Verschachtelung von einem Würfel in einem kugelförmigen

Durch eine Verschachtelung

von einem Würfel in einem kugelförmigen

Inneren, in den Grenzen eines großen

Würfels, wird eine Sequenz von Enge und

Weite erzeugt. Scheinbar betritt man

einen Kubus. Der Durchblick zeigt Klarheit,

gerade Formen. Die Schwelle lässt ver-

muten, dass sich dahinter etwas verbirgt – etwas Unerwartetes. Ein schmaler Gang

führt ins Innere, hinein in einen weiteren

Kubus: ein Raum zum Innehalten, zum

Denken, zum Fühlen. Der Übertritt in den

kleinen Würfel lässt den Besucher in

einem grenzenlosen Raum ankommen,

der den Moment des Übergangs selbst

thematisiert.

ankommen, der den Moment des Übergangs selbst thematisiert. S c h w e l l e

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der den Moment des Übergangs selbst thematisiert. S c h w e l l e n

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100 15 kombinatorik des übergangs Till hoffmann

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100 15 kombinatorik des übergangs Till hoffmann

kombinatorik des übergangs Till hoffmann

100 15 kombinatorik des übergangs Till hoffmann

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entwürfe: »kombinatorik des übergangs« till hoffmann

entwürfe: »kombinatorik des übergangs« till hoffmann Es werden verschiedene ex- treme Varianten von
entwürfe: »kombinatorik des übergangs« till hoffmann Es werden verschiedene ex- treme Varianten von

Es werden verschiedene ex-

treme Varianten von Schwellenräumen als räumliche Bausteine abstrahiert und an- schließend zu einer zusammenhängenden Schwellenraum-Architektur gefügt. Die Bausteine zeigen die unterschiedlichen Geometrien & Wirkungsweisen von Schwellenräumen auf und lassen ihr Po- tential, Räume zu trennen und zu ver- binden, im Zusammenspiel erkennen. In abstrakter Weise werden zum Beispiel Schwellenräume wie Tunnel, Treppenhaus, Eingang oder Flur dargestellt und mit- einander in Beziehung gesetzt. Im Vorder- grund stehen das Aufzeigen der Kom- binatorik des Übergangs und das Vermö- gen der einzelnen Typen.

des Übergangs und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l
des Übergangs und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l

S c h w e l l e n r ä u m e

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und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l e n
und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l e n
und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l e n
und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l e n
und das Vermö- gen der einzelnen Typen. S c h w e l l e n

104 entwürfe: »rückblick« friederike wollny

5

nachworT

Kont e X t

S c h w e l l e n r ä u m e

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Die vorliegende Broschüre möchte einen Überblick über das Seminar Schwellenräume 04 an der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar geben. Es fand im Winter- semester 2011-2012 statt und ist Teil einer Reihe von vier Seminaren zum Thema Schwel- lenräume, die jeweils besondere Schwerpunkte hatten. Die Konzeption des Seminars steht im engen Zusammenhang mit der Dissertationsschrift „Schwellenräume - Räumliche Übergänge in der Architektur“, die im Jahre 2008 begonnen und von Herrn Prof. Egon Schirmbeck betreut wurde.

Kat egor I e n

Ausgehend von den im einleitenden Text beschriebenen Themen, wie zum Beispiel „Die ortlose Schwelle“ oder „Der schwellenlose Übergang“, die jeweils im Kontext der Bau- typologien betrachtet wurden, kann man bei den Entwürfen im Überblick schwerpunkt- mäßig drei Kategorien oder Strategien erkennen:

Raumerlebnis, Technik und Prinzip Geprägt durch den unterschiedlichen Blickwinkel wurden Übergangssituationen zwischen extremen Polen, wie zum Beispiel öffentlich und privat, Natur und Technik oder räum- liche Weite und Enge, beleuchtet. Für einige Arbeiten war der Kontext einer Situation sehr wichtig, um überhaupt einen Zwischenzustand aufbauen zu können. So mussten sich einige Studierende zunächst zwei Welten definieren, um herausfinden zu können, wie sie diese verbinden wollten.

r aumerle B n I s

Es wurde sich intensiv mit extremen Übergangssituationen auseinandergesetzt. Bei dieser Bearbeitung ging es um eine räumliche Sequenz, die eine als besonders zu erlebende Zwischensituation in einem starken Kontext zum Inhalt hatte. Wenn es zum Beispiel um das Trennen und Verbinden von Öffentlichem und Privatem ging, standen oft die Blick- beziehungen im Vordergrund, die jeweils die Antizipation des nächsten Raumerlebnisses ermöglichten.

t echn I K

Bei einigen Arbeiten unterstützten technische Apparaturen den räumlichen Übergang. Das bedeutet, ein Mechanismus verstärkte das Raumerlebnis und machte den räumlichen Übergang erst wahrnehmbar. Der technische Apparat im Schwellenraum ist inhärenter Bestandteil des Erlebnisses. Auch bei dieser Herangehensweise spielte der Kontext eine große Rolle, indem gut vorstellbare Situationen generiert wurden.

p r I n z I p

Ein weiterer möglicher Schwerpunkt war es, die räumliche Erfahrung im Schwellenraum als ein Prinzip darzustellen. D.h., der Kontext nahm eine weniger wichtige Rolle ein, um eine eher abstrakte Ebene zu erlangen. Bei dieser Auseinandersetzung konnten Regeln, Strukturen und Potentiale des Schwellenraumes erkannt, dann analysiert und präsentiert werden.

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nachWort

u nterstützung

Das Seminar Schwellenräume 04 wurde in Kooperation mit der Firma Siedle aus Furtwan-

gen entwickelt und von ihr sowohl inhaltlich als auch finanziell unterstützt. Für diese

Unterstützung möchte ich mich herzlich bedanken. Der besondere Dank gilt Peter Strobel,

Leiter der Unternehmenskommunikation, der diese Kooperation von Anfang an begleitet

hat. Außerdem möchte ich mich bei Stephanie Eckerskorn von Meiré und Meiré bedanken,

welche die Zusammenarbeit mit angeregt und begleitet hat. Für eine zweite Zwischen-

kritik an der Bauhaus-Universität Weimar konnten Sandra Bartoli vom Büro für Konstrukti-

vismus und Tina Wallbaum von at 11 – atelier for architecture eingeladen werden. Ich

hoffe, dass sich deren Kritik und Anregungen in den Entwürfen finden lässt und möchte

mich für ihren Besuch und Einsatz bedanken.

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Weiterhin konnte ich Yoshiko Jentczak von der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität

Weimar gewinnen, die maßgeblich für die Gestaltung dieser Broschüre verantwortlich ist.

für die Gestaltung dieser Broschüre verantwortlich ist. Till BoeTTger Bauhaus-Universität Weimar Fakultät

Till BoeTTger

Bauhaus-Universität Weimar Fakultät Architektur Lehrstuhl Entwerfen und Raumgestaltung

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s B n:

978-3-86068-482-5

 

a

uflage:

800

unterstützung
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© 2012

verlag@uni- W eimar. D e

fa x : 0 3 6 4 3 / 5 8 115 6
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0 3 6 4 3 / 5 8 115 6

Verlag

analysen & entwürfe bauhaus-universität in kooperation mit siedle