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Charakteristische Merkmale 095

Schmelztauchveredeltes Band und Blech

Stahl-Informations-Zentrum
Das Stahl-Informations-Zentrum
Das Stahl-Informations-Zentrum ist Die Internet-Präsentation (www.
eine Gemeinschaftsorganisation Stahl er- stahl-info.de) informiert über aktuelle
zeugender und verarbeitender Unterneh- Themen und Veranstaltungen und bietet
men. Markt- und anwendungsorientiert einen Überblick über die Veröffentlichun-
werden firmenneutrale Informationen gen des Stahl-Informations-Zentrums.
über Verarbeitung und Einsatz des Werk- Publikationen können hier bestellt oder
stoffs Stahl bereitgestellt. als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Verschiedene Schriftenreihen bie- Anmeldungen zu Veranstaltungen sind
ten ein breites Spektrum praxisnaher ebenfalls online möglich.
Hinweise für Konstrukteure, Entwickler, Der Newsletter informiert Abonnen-
Planer und Verarbeiter von Stahl. Sie fin- ten per E-Mail über Neuerscheinungen,
den auch Anwendung in Ausbildung und Veranstaltungen und Wissenswertes.
Lehre.
Vortragsveranstaltungen schaffen
ein Forum für Erfahrungsberichte aus der
Praxis.
Messen und Ausstellungen dienen
der Präsentation neuer Werkstoffent-
wicklungen und innovativer, zukunfts-
weisender Stahlanwendungen.
Als individueller Service werden
auch Kontakte zu Instituten, Fachver-
bänden sowie Spezialisten aus Forschung
und Industrie vermittelt. Mitglieder des
Die Pressearbeit richtet sich an Stahl-Informations-Zentrums:
Fach-, Tages- und Wirtschaftsmedien und • AG der Dillinger Hüttenwerke
informiert kontinuierlich über neue Werk- • ArcelorMittal Bremen GmbH
stoffentwicklungen und -anwendungen. • ArcelorMittal Commercial RPS S.à.r.l.
Das Stahl-Informations-Zentrum • ArcelorMittal Duisburg GmbH
zeichnet besonders innovative Anwen- • ArcelorMittal
dungen mit dem Stahl-Innovationspreis Eisenhüttenstadt GmbH
(www.stahl-innovationspreis.de) aus. Er • Benteler Steel Tube GmbH
ist einer der bedeutendsten Wettbewerbe • Böllinghaus Steel GmbH
seiner Art und wird alle drei Jahre aus- • Gebr. Meiser GmbH
gelobt. • Georgsmarienhütte GmbH
• Outokumpu VDM GmbH
• Saarstahl AG
• Salzgitter AG
• ThyssenKrupp Bautechnik GmbH
• ThyssenKrupp Electrical Steel GmbH
• ThyssenKrupp Rasselstein GmbH
• ThyssenKrupp Steel Europe AG
• Wickeder Westfalenstahl GmbH

1
Inhalt Seite Seite

1 Einführung ............................... 3 7 Oberflächenbehandlung ......... 34


2 Herstellungsverfahren ............. 3 8 Maße und Toleranzen .................. 37
3 Liefermöglichkeiten ................. 6 9 Allgemeine Hinweise
3.1 Lieferformen und für die Verarbeitung .................... 44
Abmessungen .......................... 6 10 Besondere Hinweise für die
3.1.1 Band (Rolle) ............................. 6 Verarbeitung von Band ................ 48
3.1.2 Blech (Tafel) ............................ 7 11 Bezeichnungen bei der
3.1.3 Spaltband ................................. 7 der Bestellung .............................. 50
3.1.4 Stäbe ....................................... 7 12 Verpackung, Lagerung,
3.2 Stahlsorten .............................. 8 Transport .................................... 55
3.2.1 Schmelztauchveredeltes Band 13 Normen, Regelwerke
und Blech aus weichen und Fachliteratur .......................... 55
Stählen zum Kaltumformen ..... 8
3.2.2 Schmelztauchveredeltes
Band und Blech aus Stählen Impressum
für die Anwendung
im Bauwesen (Baustähle) ........ 8 Charakteristische Merkmale 095
3.2.3 Schmelztauchveredeltes „Schmelztauchveredeltes Band und Blech“
Band und Blech aus Stählen Ausgabe 2013
mit hoher Dehngrenze zum ISSN 0175-2006
Kaltumformen .......................... 24
3.2.4 Schmelztauchveredeltes Band Diese Schrift ist auch in englischer Sprache
und Blech aus Mehrphasen- beim Stahl-Informations-Zentrum unter
stählen zum Kaltumformen ..... 24 folgendem Titel verfügbar:
4 Überzüge .................................. 25 „Characteristic Properties 095 – E:
4.1 Zusammensetzung Continuous Hot-Dip Coated Steel Strip
der Überzüge ........................... 25 and Sheet“.
4.1.1 Überzug aus Zink (Z) ............... 25
4.1.2 Überzug aus Herausgeber:
Zink-Eisen-Legierung (ZF) ....... 25 Stahl-Informations-Zentrum
4.1.3 Überzug aus Postfach 10 48 42, 40039 Düsseldorf
Zink-Aluminium (ZA) ............... 25
4.1.4 Überzug aus Redaktion:
Aluminium-Zink (AZ) ............... 25 Die dieser Veröffentlichung zugrunde
4.1.5 Überzug aus liegenden Informationen wurden unter
Aluminium-Silizium (AS) .......... 25 Mitwirkung von Mitgliedswerken des
4.1.6 Überzug aus Stahl-Informations-Zentrum mit größter
Zink-Magnesium (ZM) ............. 25 Sorgfalt recherchiert und redaktionell
4.2 Auflagen ................................... 26 bearbeitet. Eine Haftung ist jedoch ausge-
4.3 Prüfung der Auflagen ............... 26 schlossen.
4.4 Prüfung der Haftung Ein Nachdruck – auch auszugs-
des Überzugs ........................... 27 weise – ist nur mit schriftlicher Geneh-
5 Ausführung des Überzugs ....... 27 migung des Herausgebers und bei deut-
6 Oberflächenart ........................ 34 licher Quellenangabe gestattet.

2
1 Einführung gearbeitet. Darüber hinaus kommt das
Stahl-Eisen-Werkstoffblatt SEW 022 zur
Schmelztauchveredeltes Band und Anwendung, das die Anforderungen für
Blech ist Qualitätsfeinblech, das durch Zink-Magnesium-Überzüge festlegt, wel-
einen fest haftenden metallischen Über- ches in die DIN EN 10346 aufgenommen
zug vor Korrosion geschützt wird. In die- werden wird.
ser Schrift sind die Normen für schmelz- Von Bedeutung für die Automobil-
tauchveredeltes Flachzeug und besondere Anwendung ist das Werkstoffblatt VDA
Hinweise aufgeführt, die der Verarbeiter 239-100 „Flacherzeugnisse aus Stahl zur
von schmelztauchveredeltem Feinblech Kaltumformung“ Anforderungen und Ma-
kennen muss. terialeigenschaften.
Diese Schrift informiert Verbraucher
und Verarbeiter von schmelztauchver- Normen/Richtlinien sind:
edeltem Band und Blech über den der- DIN EN 10143
zeitigen Stand der Liefermöglichkeiten. Kontinuierlich schmelztauchveredeltes
Sie ist eine Zusammenstellung der cha- Band und Blech aus Stahl;
rakteristischen Merkmale für schmelz- Grenzabmaße und Formtoleranzen
tauchveredeltes Band und Blech und soll
dazu beitragen, Unklarheiten zwischen DIN EN 10346
Hersteller und Verarbeiter bei Bestellung, Kontinuierlich schmelztauchveredelte
Lieferung und Verarbeitung zu vermei- Flacherzeugnisse aus Stahl,
den. Daher liegt es im Interesse von Ver- Technische Lieferbedingungen
brauchern und Verarbeitern, dem Her-
steller den vorgesehenen Verwendungs- SEW 022
zweck anzugeben. Kontinuierlich schmelztauchveredelte
Flacherzeugnisse aus Stahl –
Europäisch einheitlich sind in der Kurz- Zink-Magnesium-Überzüge –
bezeichnung für schmelztauchveredeltes Technische Lieferbedingungen
Band und Blech folgende Kennzeichen
eingeführt worden (siehe Abschnitt 4.1):
– Z Zink-Überzug
– ZF Zink-Eisen-Legierungsüberzug 2 Herstellungsverfahren
– ZA Zink-Aluminium-Überzug
– AZ Aluminium-Zink-Überzug Seit Ende der 50er Jahre wird in
– AS Aluminium-Silizium-Überzug der Bundesrepublik Deutschland schmelz-
– ZM Zink-Magnesium-Überzug tauchveredeltes Feinblech auf kontinu-
ierlich arbeitenden Bandveredelungsan-
Die Ergebnisse intensiver Normen- lagen hergestellt. Dabei wird schmelz-
arbeit haben zu einer Straffung der euro- tauchveredeltes Band und Blech von her-
päischen Normen für schmelztauchver- vorragender Qualität erzeugt, das sich
edelte Flacherzeugnisse geführt. Zur Ver- auch für schwierigste Umformungsvor-
besserung der Produktübersicht wurden gänge eignet.
die früheren vier Einzelnormen für die In Abb. 1 ist das Schema einer
verschiedenen Schmelztauchüberzüge wie Schmelztauchveredelungsanlage darge-
auch die zuletzt gültigen Sortennormen stellt. Das eingesetzte Flachzeug wird in
in die Gesamtnorm DIN EN 10346 ein- der Regel in einem Durchlaufglühofen

3
gereinigt, rekristallisiert oder aufgeheizt streckbiegegerichtet (recken) und übli-
und auf die Temperatur der Metallschmel- cherweise mit einem Oberflächenschutz
ze abgekühlt. Anschließend wird es versehen.
schmelztauchveredelt, indem es durch Durch das Schmelztauchverede-
ein schmelzflüssiges Metallbad geführt lungsverfahren wird ein Verbundwerk-
wird. Die gewünschte Überzugsdicke stoff mit spezifischen mechanischen
wird mit dem Düsenabstreifverfahren und technologischen Eigenschaften und
(Abb. 2) eingestellt und geregelt. Wäh- hohem Korrosionsschutz erzeugt.
rend der Erstarrung des metallischen
Überzugs bildet sich eine Kristallstruktur
aus, die in Abhängigkeit von der Über-
zugsart und vom Erstarrungsvorgang ein
unterschiedliches Aussehen aufweisen
kann. Das Band wird je nach den Erfor-
dernissen kalt nachgewalzt (dressiert),

Abb. 1: Schema einer Schmelztauchveredelungsanlage

4
Abb. 2:
Blick auf die
Düsenabstreif-
vorrichtung

5
3 Liefermöglichkeiten 3.1.1 Band (Rolle)
Z Zinküberzug
3.1 Lieferformen und Breiten von 800 bis 2000 mm
Abmessungen 1) Dicken von 0,40 bis 3,00 mm

Für die Maßtoleranzen gilt DIN EN ZF Zink-Eisen-Überzug


10143. Aus produktionstechnischen Breiten von 800 bis 2000 mm
Gründen sind nicht alle Dicken-, Breiten- Dicken von 0,40 bis 2,50 mm
und Längenkombinationen möglich.
Die lieferbaren Abmessungen sind ZA Zink-Aluminium-Überzug
mit dem Lieferwerk abzustimmen. Breiten von 800 bis 1600 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm

AZ Aluminium-Zink-Überzug
Breiten von 800 bis 1600 mm
Dicken von 0,40 bis 2,00 mm

AS Aluminium-Silizium-Überzug
Breiten von 800 bis 1550 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm

ZM Zink-Magnesium-Überzug
Breiten von 800 bis 1600 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm

Nach Vereinbarung können geliefert


werden:
• Dicken von ≥ 0,20 bis < 0,40 mm und
von > 3,00 bis ≤ 6,50 mm
• Rolleninnendurchmesser: 508 mm

Rollen werden je nach Breite, Länge und


Dicke von den Lieferwerken in unter-
schiedlichen Maximal- und Minimalge-
wichten geliefert. Kleinrollen werden
durch Umwickeln und Ablängen herge-
stellt; ihre Innendurchmesser sind mit
dem Lieferwerk abzustimmen.
Fertigungsbedingte Kleincoils müs-
sen in der Regel vom Kunden übernom-
men werden.

1) Einzelheiten siehe SIZ-Schrift „Lieferverzeichnis


Oberflächenveredeltes Feinblech“

6
3.1.2 Blech (Tafel) 3.1.3 Spaltband
Z Zinküberzug Z Zinküberzug
Breiten von 800 bis 2000 mm Breiten von 20 bis unter 600 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm Dicken von 0,40 bis 3,00 mm
Längen bis 6000 mm
ZF Zink-Eisen-Überzug
ZF Zink-Eisen-Überzug Breiten von 20 bis unter 600 mm
Breiten von 800 bis 2000 mm Dicken von 0,40 bis 2,50 mm
Dicken von 0,40 bis 2,50 mm
Längen bis 6000 mm ZA Zink-Aluminium-Überzug
Breiten von 20 bis unter 600 mm
ZA Zink-Aluminium-Überzug Dicken von 0,40 bis 3,00 mm
Breiten von 800 bis 1600 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm AZ Aluminium-Zink-Überzug
Längen bis 6000 mm Breiten von 20 bis unter 600 mm
Dicken von 0,40 bis 2,00 mm
AZ Aluminium-Zink-Überzug
Breiten von 800 bis 1600 mm AS Aluminium-Silizium-Überzug
Dicken von 0,40 bis 2,00 mm Breiten von 20 bis unter 600 mm
Längen bis 6000 mm Dicken von 0,40 bis 3,00 mm

AS Aluminium-Silizium-Überzug ZM Zink-Magnesium-Überzug
Breiten von 800 bis 1550 mm Breiten von 20 bis unter 600 mm
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm Dicken von 0,40 bis 3,00 mm
Längen bis 6000 mm
Nach Vereinbarung können geliefert
ZM Zink-Magnesium-Überzug werden:
Breiten von 800 bis 1600 mm • Dicken von ≥ 0,20 bis < 0,40 mm und
Dicken von 0,40 bis 3,00 mm von > 3,00 bis ≤ 6,50 mm
Längen bis 6000 mm • Geringere Breiten
• Rolleninnendurchmesser: 508 mm
Nach Vereinbarung können geliefert
werden: In Abhängigkeit von der Spaltband-
• Dicken von ≥ 0,20 bis < 0,40 mm und breite, den Anlagen- und Versandmög-
von > 3,00 bis ≤ 6,50 mm lichkeiten werden unterschiedliche
• Größere Längen Maximal- und Minimalgewichte geliefert.
• Sonderformate

3.1.4 Stäbe
Die lieferbaren Abmessungen sind
mit dem Lieferwerk abzustimmen.

7
3.2 Stahlsorten 3.2.1.3 DX53D (Tiefziehgüte)
Diese Stahlsorte genügt hohen An-
Eine Übersicht über die lieferbaren forderungen an die Umformbarkeit und
Stahlsorten geben die Tabellen 1 bis 10. ist für die Herstellung schwieriger Profile
mit größeren Dicken geeignet.
3.2.1 Schmelztauchveredeltes Band
und Blech aus weichen 3.2.1.4 DX54D (Sondertiefziehgüte)
Stählen zum Kaltumformen Diese Stahlsorte ist für höhere
In Tabelle 1 (Seite 10/11) sind die Umformansprüche geeignet.
aktuellen Stahlsortenbezeichnungen den
früher verwendeten gegenübergestellt. 3.2.1.5 DX55D (Sondertiefziehgüte)
Die mechanisch-technologischen Kenn- Diese Stahlsorte zeichnet sich durch
werte sind in Tabelle 3 (Seite 14/15) eine erhöhte Hitzebeständigkeit aus und
aufgeführt. Hierbei sind die betreffenden ist für höhere Umformansprüche geeig-
Stähle nach zunehmender Eignung zum net. Sie ist nur mit Aluminium-Silizium-
Kaltumformen geordnet. Überzug (AS) lieferbar.
Für die Verwendbarkeit dieser Stähle
gelten folgende allgemeine Angaben: 3.2.1.6 DX56D (Spezialtiefziehgüte)
Diese Stahlsorte ist für höchste
3.2.1.1 DX51D (Maschinenfalzgüte) Umformansprüche geeignet.
Diese Stahlsorte ist für die Herstel-
lung von einfachen Profilformen sowie 3.2.1.7 DX57D (Supertiefziehgüte)
für einfache handwerkliche Umformungs- Diese Stahlsorte ist für extrem hohe
arbeiten geeignet. Maschinelle Falzungen Umformansprüche geeignet.
lassen sich im Allgemeinen einwandfrei
bis zu einer Dicke von 1,50 mm sowie
Schnappfalze (Steckfalze) bis höchstens 3.2.2 Schmelztauchveredeltes Band
0,90 mm herstellen. Falzformmaschinen und Blech aus Stählen für die
stellen hohe Anforderungen an die Um- Anwendung im Bauwesen (Baustähle)
formbarkeit des Flachzeugs. Wenn die In Tabelle 2 (Seite 12/13) sind
Umformungsgeschwindigkeit sowie die die aktuellen Stahlsortenbezeichnungen
Einstellung und Form der Rollensätze den den früher verwendeten gegenüberge-
Werkstoffeigenschaften angepasst sind, stellt. Die mechanisch-technologischen
entstehen keine Schwierigkeiten bei der Kennwerte sind in Tabelle 4 (Seite 16)
Verarbeitung. aufgeführt. Die Stahlsorten sind nach
steigenden Werten der Streckgrenze
3.2.1.2 DX52D (Ziehgüte) geordnet.
Diese Stahlsorte kommt für das Zie-
hen, Prägen und Profilieren von schwie-
rigen Teilen sowie für die Fertigung von
Schnappfalzen bei Dicken über 0,90 mm
in Betracht.

8
Abb. 3:
Pkw-Innentür aus
feuerverzinktem
Feinblech mit
Laserschweißnaht

Abb. 4:
Karosserieteile, zum
Teil lasergeschweißt,
aus feuerverzinkten
Feinblechen

Abb. 5:
Bodengruppenteil eines
Pkw aus feuerverzink-
tem Mehrphasenstahl

9
Tabelle 1: Gegenüberstellung der Stahlsortenbezeichnung;
weiche Stähle zum Kaltumformen

Überzüge Aktuell Werkstoff-Nr. Alt Alt Alt


DIN EN 10346 DIN EN 10142 DIN EN 10142 DIN EN 17162
Ausgabe 2009 Ausgabe 2000 Ausgabe 1991 Ausgabe 1988

DX51D+Z 1.0226+Z DX51D+Z Fe P02 G St 02 Z


DX52D+Z 1.0350+Z DX52D+Z Fe P03 G St 03 Z
DX53D+Z 1.0355+Z DX53D+Z Fe P05 G St 05 Z
Z
DX54D+Z 1.0306+Z DX54D+Z Fe P06 G St 06 Z
DX56D+Z 1.0322+Z DX56D+Z – –
DX57D+Z 1.0853+Z – –

DX51D+ZF 1.0226+ZF DX51D+ZF Fe P02 G St 02 ZF


DX52D+ZF 1.0350+ZF DX52D+ZF Fe P03 G St 03 ZF
DX53D+ZF 1.0355+ZF DX53D+ZF Fe P05 G St 05 ZF
ZF
DX54D+ZF 1.0306+ZF DX54D+ZF Fe P06 G St 06 ZF
DX56D+ZF 1.0322+ZF DX56D+ZF – –
DX57D+ZF 1.0853+ZF – – –

DIN EN 10214
Ausgabe 1995

DX51D+ZA 1.0226+ZA DX51D+ZA – St 02 ZA


DX52D+ZA 1.0350+ZA DX52D+ZA – St 03 ZA
DX53D+ZA 1.0355+ZA DX53D+ZA – St 05 ZA
ZA
DX54D+ZA 1.0306+ZA DX54D+ZA – St 06 ZA
DX56D+ZA 1.0322+ZA DX56D+ZA – –
DX57D+ZA 1.0853+ZA

DIN EN 10215
Ausgabe 1995

DX51D+AZ 1.0226+AZ DX51D+AZ – St 02 AZ


DX52D+AZ 1.0350+AZ DX52D+AZ – St 03 AZ
AZ
DX53D+AZ 1.0355+AZ DX53D+AZ – St 05 AZ
DX54D+AZ 1.0306+AZ DX54D+AZ – St 06 AZ

10
Überzüge Aktuell Werkstoff-Nr. Alt Alt Alt
DIN EN 10346 DIN EN 10154 DIN EN 10142 DIN EN 17162
Ausgabe 2009 Ausgabe 2002 Ausgabe 1991 Ausgabe 1988

DX51D+AS 1.0226+AS DX51D+AS – St 02 AS


DX52D+AS 1.0350+AS DX52D+AS – St 03 AS
DX53D+AS 1.0355+AS DX53D+AS – St 05 AS
AS DX54D+AS 1.0306+AS DX54D+AS – St 06 AS
DX55D+AS 1.0309+AS DX55D+AS – –
DX56D+AS 1.0322+AS DX56D+AS – –
DX57D+AS 1.0853+AS

SEW 022
Ausgabe 2010

DX51D+ZM 1.0226+ZM – – –
DX52D+ZM 1.0350+ZM – – –
DX53D+ZM 1.0355+ZM – – –
ZM
DX54D+ZM 1.0306+ZM – – –
DX56D+ZM 1.0322+ZM – – –
DX57D+ZM 1.0853+ZM – – –

11
Tabelle 2: Gegenüberstellung der Stahlsortenbezeichnung;
Stähle für die Anwendung im Bauwesen (Baustähle)

Überzüge Aktuell Werkstoff-Nr. Alt Alt Alt


DIN EN 10346 DIN EN 10147 DIN EN 10147 DIN EN 17162
Ausgabe 2009 Ausgabe 2000 Ausgabe 1991 Ausgabe 1988

S220GD+Z 1.0241+Z S220GD+Z Fe E220 G –


S250GD+Z 1.0242+Z S250GD+Z Fe E250 G StE 250 Z
S280GD+Z 1.0244+Z S280GD+Z Fe E280 G StE 280 Z
Z
S320GD+Z 1.0250+Z S320GD+Z Fe E320 G StE 320 Z
S350GD+Z 1.0529+Z S350GD+Z Fe E350 G StE 350 Z
S550GD+Z 1.0531+Z S550GD+Z Fe E550 G –

S220GD+ZF 1.0241+ZF S220GD+ZF Fe E220 G –


S250GD+ZF 1.0242+ZF S250GD+ZF Fe E250 G StE 250 ZF
S280GD+ZF 1.0244+ZF S280GD+ZF Fe E280 G StE 280 ZF
ZF
S320GD+ZF 1.0250+ZF S320GD+ZF Fe E320 G StE 320 ZF
S350GD+ZF 1.0529+ZF S350GD+ZF Fe E350 G StE 350 ZF
S550GD+ZF 1.0531+ZF S550GD+ZF Fe E550 G –

DIN EN 10214
Ausgabe 1995

S220GD+ZA 1.0241+ZA S220GD+ZA – –


S250GD+ZA 1.0242+ZA S250GD+ZA – –
S280GD+ZA 1.0244+ZA S280GD+ZA – –
ZA
S320GD+ZA 1.0250+ZA S320GD+ZA – –
S350GD+ZA 1.0529+ZA S350GD+ZA – –
S550GD+ZA 1.0531+ZA S550GD+ZA – –

DIN EN 10215
Ausgabe 1995

S220GD+AZ 1.0241+AZ S220GD+AZ – –


S250GD+AZ 1.0242+AZ S250GD+AZ – –
S280GD+AZ 1.0244+AZ S280GD+AZ – –
AZ
S320GD+AZ 1.0250+AZ S320GD+AZ – –
S350GD+AZ 1.0529+AZ S350GD+AZ – –
S550GD+AZ 1.0531+AZ S550GD+AZ – –

12
Überzüge Aktuell Werkstoff-Nr. Alt Alt Alt
DIN EN 10346 DIN EN 10154 DIN EN 10147 DIN EN 17162
Ausgabe 2009 Ausgabe 2002 Ausgabe 1991 Ausgabe 1988

S250GD+AS 1.0242+AS S250GD+AS – –


S280GD+AS 1.0244+AS S280GD+AS – –
AS
S320GD+AS 1.0250+AS S320GD+AS – –
S350GD+AS 1.0529+AS S350GD+AS – –

SEW 022
Ausgabe 2010

S220GD+ZM 1.0241+ZM – – –
S250GD+ZM 1.0242+ZM – – –
S280GD+ZM 1.0244+ZM – – –
ZM
S320GD+ZM 1.0250+ZM – – –
S350GD+ZM 1.0529+ZM – – –
S550GD+ZM 1.0531+ZM – – –

13
Tabelle 3: Stahlsorten und mechanische Eigenschaften (Querproben);
weiche Stähle zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022)

Stahlsorte Streck- Zug- Bruch- Senk- Verfesti-


grenze a) festig- dehnung rechte gungs-
Kurzname Werk- keit Aniso- exponent
stoff- Re Rm A 80 tropie
Nummer MPa* MPa* % min.b) r min. n min.

Z
ZF
ZA
DX51D+...c) 1.0226 – 270 – 500 22 – –
AZ
AS
ZM

Z
ZF
ZA
DX52D+...c) 1.0350 140 – 300 e) 270 – 420 26 – –
AZ
AS
ZM

Z
ZF
ZA
DX53D+...c) 1.0355 140 – 260 270 – 380 30 – –
AZ
AS
ZM

Z 36 1,6f) 0,18
ZF 34 1,4f) 0,18
ZA 36 1,6f) 0,18
DX54D+...d) 1.0306 120 – 220 260 – 350
AZ 36 – –
AS 34 1,4f), g) 0,18g)
ZM 36 1,6f) 0,18

DX55D+...d) AS 1.0309 140 – 240 270 – 370 30 – –

14
Stahlsorte Streck- Zug- Bruch- Senk- Verfesti-
grenze a) festig- dehnung rechte gungs-
Kurzname Werk- keit Aniso- exponent
stoff- Re Rm A 80 tropie
Nummer MPa* MPa* % min.b) r min. n min.

Z 39 1,9 f) 0,21
ZF 37 1,7 f), g) 0,20 g)
ZA 39 1,9 f) 0,21
DX56D+...d) 1.0322 120 – 180 260 – 350
AZ h) 39 1,7g) 0,20
AS 39 1,7 f), g) 0,20 g)
ZM 39 1,9 f) 0,21

Z 41 2,1f) 0,22
ZF 39 1,9 f), g) 0,21 g)
DX57D+...d) ZA 1.0853 120 – 170 260 – 350 41 2,1f) 0,22
AS 41 1,9 f), g) 0,21 g)
ZM 41 2,1f) 0,22

D (Drawing)
X Walzzustand (warmgewalzt oder kaltgewalzt) nicht festgelegt
nn Ordnungszahl
D (Dip)
a) Bei nicht ausgeprägter Streckgrenze gelten die Werte für die 0,2 %-Dehngrenze (Rp0,2),
bei ausgeprägter Streckgrenze die für die untere Streckgrenze ReL.
b) Bei Erzeugnisdicken 0,50 mm < t ≤ 0,70 mm (t = thickness, einschließlich Dicke des Überzugs) verringern

sich die Mindestwerte der Bruchdehnung (A80) um zwei Einheiten, für t ≤ 0,50 mm um vier Einheiten.
c) Die angegebenen mechanischen Eigenschaften sind befristet auf einen Monat,

beginnend mit dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der Erzeugnisse.


d) Die angegebenen mechanischen Eigenschaften sind befristet auf sechs Monate,

beginnend mit dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der Erzeugnisse.


e) Dieser Wert gilt nur für kalt nachgewalzte Erzeugnisse (Oberflächenarten B und C).
f) Für t > 1,50 mm verringert sich der r-Wert um 0,20.
g) Für t ≤ 0,70 mm verringert sich der r-Wert um 0,20 und der n-Wert um 0,01.
h) Die Stahlsorte DX56D mit AZ-Überzug ist nicht in der DIN EN 10346 genormt.

Die chem. Zusammensetzung der Stahlsorten (mit Ausnahme DX51D) in


max. %-Massenanteilen: C 0,120, P 0,100, Si 0,500, S 0,045, Mn 0,600, Ti 0,300

*1 MPa = 1 N/mm 2

15
Tabelle 4: Stahlsorten und mechanische Eigenschaften (Längsproben);
Stähle für die Anwendung im Bauwesen (Baustähle) (DIN EN 10346 und SEW 022)

Stahlsortea) Dehn- Zugfestig- Bruch-


grenzeb) keit dehnung
Kurzname Werkstoff- R p0,2 MPa* R m MPa* A 80 %
Nummer min. min.c) min.d)
Z, ZF,
S220GD+... ZA, AZ, 1.0241 220 300 20
ZM
Z, ZF,
S250GD+... ZA, AZ, 1.0242 250 330 19
AS, ZM
Z, ZF,
S280GD+... ZA, AZ, 1.0244 280 360 18
AS, ZM
Z, ZF,
S320GD+... ZA, AZ, 1.0250 320 390 17
AS, ZM
Z, ZF,
S350GD+... ZA, AZ, 1.0529 350 420 16
AS, ZM
Z, ZF,
S550GD+... ZA, AZ, 1.0531 550 560 –
ZM
S (Structure)
nnn Mindestwert der Dehngrenze R p0,2 in MPa
G Normativer Platzhalter
D (Dip)
a) Die angegebenen mechanischen Eigenschaften sind befristet auf einen Monat, beginnend mit dem
vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der Erzeugnisse.
b) Bei ausgeprägter Streckgrenze gelten die Werte für die obere Streckgrenze (R ).
eH
c) Für alle Stahlsorten, außer S550GD, kann eine Spanne von 140 MPa für die Zugfestigkeit erwartet werden.
d) Bei Erzeugnisdicken > 0,50 mm ≤ 0,70 mm (einschließlich Überzug) verringern sich die Mindestwerte der

Bruchdehnung (A 80) um zwei Einheiten.

Die chem. Zusammensetzung der Stahlsorten in max. %-Massenanteilen:


C 0,200 P 0,100
Si 0,600 S 0,045
Mn 1,700

*1 MPa = 1 N/mm2

16
Abb. 6:
Kanäle aus feuerver-
zinktem Feinblech für
die Lüftungs-/Klima-
technik

Abb. 7:
Feuerverzinktes Fein-
blech – Werkstoff für
die Haushaltgeräte-
industrie

Abb. 8 und 9: Profile aus


feuerverzinktem Feinblech

17
Tabelle 5: Stahlsorten und mechanische Eigenschaften (Querproben); Stähle mit hoher Dehn-
grenze zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022) für alle Schmelztauchüberzüge

Stahlsorte Dehn- Zug- Bruch- Senk- Verfesti- Streck-


grenzeb) festig- dehnung rechte gungs- grenzen-
Kurz- Werk- keit Aniso- exponent erhöhung
name a) stoff- tropie durch
Nummer Wärme-
einwirkung
R p0,2 Rm A 80 c), d) r e) n BH2
MPa* MPa* % min. min. min. MPa* min.

HX160YD f) 1.0910 160 – 220 300 – 360 37 1,9 0,20 –


HX180YD f) 1.0921 180 – 240 330 – 360 34 1,7 0,18 –
HX180BDg) 1.0914 180 – 240 290 – 360 34 1,5 0,16 35
HX220YDf) 1.0923 220 – 280 340 – 420 32 1,5 0,17 –
HX220BDg) 1.0919 220 – 280 320 – 400 32 1,2 0,15 35
HX260YDf) 1.0926 260 – 320 380 – 440 30 1,4 0,16 –
HX260BDg) 1.0924 260 – 320 380 – 440 28 – – 35
HX260LADf) 1.0929 260 – 330 350 – 430 26 – – –
HX300YDf) 1.0927 300 – 360 390 – 470 27 1,3 0,15 –
HX300BDg) 1.0445 300 – 360 400 – 480 26 – – 35
HX300LADf) 1.0932 300 – 380 380 – 480 23 – – –
HX340BDg) 1.0945 340 – 400 440 – 520 24 – – 35
HX340LADf) 1.0933 340 – 420 410 – 510 21 – – –
HX380LADf) 1.0934 380 – 480 440 – 560 19 – – –
HX420LADf) 1.0935 420 – 520 470 – 590 17 – – –
HX460LADf) 1.0990 460 – 560 500 – 640 15 – – –
HX500LADf) 1.0991 500 – 620 530 – 690 13 – – –
a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher e) Bei AS-, AZ- und ZF-Überzügen verringern sich
Streckgrenze zum Kaltumformen die r-Werte um 0,20.
f) Die angegebenen mechanischen Eigenschaften
X Walzzustand (warm gewalzt oder kalt
gewalzt) nicht festgelegt sind befristet auf sechs Monate, beginnend mit
nnn Mindestwert der Dehngrenze R p0,2 in MPa dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der
Erzeugnisse.
B Bake-Hardening g) Die angegebenen mechanischen Eigenschaften
Y Interstitial Free (IF-Stahl) sind befristet auf drei Monate, beginnend mit
LA Niedriglegiert (mikrolegiert) dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der
D Schmelztauchüberzüge Erzeugnisse.
b) Bei ausgeprägter Streckgrenze gelten die Werte für
Die mechanischen Werte des Zugversuchs werden
die untere Streckgrenze (ReL). im Normalfall quer zur Walzrichtung bestimmt. Der
c) Bei AS-, AZ- und ZF-Überzügen verringern sich die
Kunde kann alternativ Werte in Längsrichtung ver-
A 80-Werte um zwei Einheiten. einbaren. Es wird jedoch nur eine Richtung geprüft
d) Bei Erzeugnisdicken > 0,50 mm ≤ 0,70 mm (ein- und die ermittelten Werte gelten nur für die geprüfte
schließlich Überzug) verringern sich die Mindest- Richtung.
werte der Bruchdehnung (A 80) um zwei Einheiten. *1 MPa = 1 N/mm2

18
Tabelle 6: Chemische Zusammensetzung (Schmelzenanalyse) der Stähle mit hoher Dehn-
grenze zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022) für alle Schmelztauchüberzüge

Stahlsorte
Massenanteile
Kurz- Werk- in
name a) stoff- %
Nummer

C Si Mn P S Algesamt Ti Nb
max. max. max. max. max. max. max.

HX160YD 1.0910 0,01 0,15 0,70 0,06 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX180YD 1.0921 0,01 0,20 0,70 0,06 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX180BD 1.0914 0,10 0,50 0,70 0,06 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX220YD 1.0923 0,01 0,20 0,90 0,08 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX220BD 1.0919 0,10 0,50 0,70 0,08 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX260YD 1.0926 0,01 0,25 1,30 0,10 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX260BD 1.0924 0,10 0,50 0,80 0,10 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX260LAD 1.0929 0,11 0,50 0,60 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,12 0,09
HX300YD 1.0927 0,015 0,30 1,60 0,10 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX300BD 1.0930 0,11 0,50 0,80 0,12 0,025 ≤ 0,01 0,12 0,09
HX300LAD 1.0932 0,11 0,50 1,00 0,030 0,025 ≤ 0,01 0,15 0,09
HX340BD 1.0945 0,11 0,50 0,80 0,12 0,025 ≤ 0,10 0,12 0,09
HX340LAD 1.0933 0,11 0,50 1,00 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,15 0,09
HX380LAD 1.0934 0,11 0,50 1,40 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,15 0,09
HX420LAD 1.0935 0,11 0,50 1,40 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,15 0,09
HX460LAD 1.0990 0,15 0,50 1,70 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,15 0,09
HX500LAD 1.0991 0,15 0,50 1,70 0,030 0,025 ≥ 0,015 0,15 0,09
a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen
X Walzzustand (warm gewalzt oder kalt gewalzt) nicht festgelegt
nnn Mindestwert der Dehngrenze Rp0,2 in MPa
B Bake-Hardening
Y Interstitial Free (IF-Stahl)
LA Niedriglegiert (mikrolegiert)
D Schmelztauchüberzüge

19
Tabelle 7: Stahlsorten und mechanische Eigenschaften (Querprobe f) )
für Mehrphasenstähle zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022)
– Kaltgewalzte Erzeugnisse
Schmelztauchüberzüge: +Z, +ZF, +ZA, +ZM

Stahlsorte b) Dehn- Zug- Bruch- Verfesti- Bake-


grenze festig- dehnung gungs- Hardening-
Kurz- Werk- keit Exponent Index
name a) stoff- R p0,2 Rm A 80 c), d) n10-UE e) BH2
Nummer MPa* MPa* % MPa*
min. min. min.

DP-Stähle

HCT450X 1.0937 260 – 340 450 27 0,16 30


HCT500X 1.0939 300 – 380 500 23 0,15 30
HCT600X 1.0941 340 – 420 600 20 0,14 30
HCT780X 1.0943 450 – 560 780 14 – 30
HCT980X 1.0944 600 – 750 980 10 – 30

TRIP-Stähle

HCT690T 1.0947 430 – 550 690 23 0,18 40


HCT780T 1.0948 470 – 600 780 21 0,16 40

CP-Stähle

HCT600C 1.0953 350 – 500 600 16 – 30


HCT780C 1.0954 500 – 700 780 10 – 30
HCT980C 1.0955 700 – 900 980 7 – 30

a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen


C kaltgewalzte Erzeugnisse (cold rolled)
T Minimale Zugfestigkeit (tensile strength)
nnn Minimale Zugfestigkeit in MPa
b) Zur Bedeutung der Stahlsortenkurznamen siehe 3.2.4.1 bis 3.2.4.5.
c) Für ZF-Überzüge kann sich die Mindestbruchdehnung um 2% vermindern.
d) Abgesenkte Mindestwerte der Bruchdehnung gelten für Erzeugnisdicken
t ≤ 0,50 mm (minus 4 Einheiten) und für 0,50 mm < t ≤ 0,70 mm (minus 2 Einheiten).
e) n-Wert bei 10% bis zur Gleichmaßdehnung bestimmt (uniform elongation).
f) Alternativ können die Werte der Tabelle als Längsproben vereinbart werden,
aber nicht gleichzeitig für beide Probenrichtungen.

Die angegebenen mechanischen Eigenschaften sind befristet auf drei Monate,


beginnend mit dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der Erzeugnisse.

*1 MPa = 1 N/mm2

20
Tabelle 8: Chemische Zusammensetzung (Schmelzenanalyse)
für Mehrphasenstähle zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022)
– Kaltgewalzte Erzeugnisse
Schmelztauchüberzüge: +Z, +ZF, +ZA, +ZM

Stahlsorte b) Massenanteile
in %
Kurz- Werk-
name a) stoff- C Si Mn P Algesamt Cr+ Nb+
S V B
Nummer Mo Ti
max. max. max. max. max. max. max. max. max.

DP-Stähle

HCT450X 1.0937 0,14 0,80 2,00 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT500X 1.0939 0,14 0,80 2,00 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT600X 1.0941 0,17 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT780X 1.0943 0,18 0,80 2,50 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT980X 1.0944 0,23 0,80 2,50 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005

TRIP-Stähle

HCT690T 1.0947 0,32 2,20 2,50 0,12 0,015 ≤ 2,00 0,60 0,20 0,20 0,005
HCT780T 1.0948 0,32 2,20 2,50 0,12 0,015 ≤ 2,00 0,60 0,20 0,20 0,005

CP-Stähle

HCT600C 1.0953 0,18 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT780C 1.0954 0,18 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HCT980C 1.0955 0,25 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,20 0,15 0,22 0,005

a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen


C kaltgewalzte Erzeugnisse
T Minimale Zugfestigkeit
nnn Minimale Zugfestigkeit in MPa
b) Zur Bedeutung der Stahlsortenkurznamen siehe 3.2.4.1 bis 3.2.4.5.

21
Tabelle 9: Stahlsorten und mechanische Eigenschaften (Querprobene))
für Mehrphasenstähle zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022)
– Warmgewalzte Erzeugnisse
Schmelztauchüberzüge: +Z, +ZF, +ZM

Stahlsorte b) Dehn- Zug- Bruch- Verfesti- Bake-


grenze festig- dehnung gungs- Hardening-
Kurz- Werk- keit Exponent Index
name a) stoff- R p0,2 Rm A 80 c) n10-UE d) BH2
Nummer MPa* MPa* % MPa*
min. min. min.

FB-Stähle

HDT450F 1.0961 320 – 420 450 23 – 30


HDT560F 1.0959 460 – 570 560 16 – 30

DP-Stähle

HDT580X 1.0936 330 – 460 580 19 0,13 30

CP-Stähle

HDT750C 1.0956 620 – 760 750 10 – 30


HDT780C 1.0957 680 – 830 780 10 – 30
HDT950C 1.0958 720 – 920 950 9 – 30

MS-Stähle

HDT1200M 1.0965 900 – 1150 1200 5 – 30

a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen


D Warmgewalzte Erzeugnisse
T Minimale Zugfestigkeit
nnn Minimale Zugfestigkeit in MPa
b) Zur Bedeutung der Stahlsortenkurznamen siehe 3.2.4.1 bis 3.2.4.5.
c) Für ZF-Überzüge kann sich die Mindestbruchdehnung um 2% vermindern.
d) n-Wert bei 10% bis zur Gleichmaßdehnung bestimmt (uniform elongation).
e) Alternativ können die Werte der Tabelle als Längsproben vereinbart werden.

Die angegebenen mechanischen Eigenschaften aller hier aufgeführter Stahlsorten sind


befristet auf drei Monate, beginnend mit dem vereinbarten Datum der Verfügbarkeit der
Erzeugnisse.

*1 MPa = 1 N/mm2

22
Tabelle 10: Chemische Zusammensetzung (Schmelzenanalyse)
für Mehrphasenstähle zum Kaltumformen (DIN EN 10346 und SEW 022)
– Warmgewalzte Erzeugnisse
Schmelztauchüberzüge: +Z, +ZF, +ZM

Stahlsorte b) Massenanteile
in %
Kurz- Werk-
name a) stoff- C Si Mn P Algesamt Cr+ Nb+
S V B
Nummer Mo Ti
max. max. max. max. max. max. max. max. max.

FB-Stähle

HDT450F 1.0961 0,18 0,50 1,20 0,030 0,010 ≥ 0,015 0,30 0,05 0,15 0,005
HDT560F 1.0959 0,18 0,50 1,80 0,025 0,010 ≥ 0,015 0,30 0,15 0,15 0,005

DP-Stähle

HDT580X 1.0936 0,17 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005

CP-Stähle

HDT750C 1.0956 0,18 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HDT780C 1.0957 0,18 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,00 0,15 0,20 0,005
HDT950C 1.0958 0,25 0,80 2,20 0,080 0,015 ≤ 2,00 1,20 0,15 0,20 0,005

MS-Stähle

HDT1200M 1.0965 0,25 0,80 2,00 0,060 0,015 ≤ 2,00 1,20 0,15 0,22 0,005

a) H Flacherzeugnisse aus Stählen mit hoher Streckgrenze zum Kaltumformen


D Warmgewalzte Erzeugnisse
T Minimale Zugfestigkeit
nnn Minimale Zugfestigkeit in MPa
b) Zur Bedeutung der Stahlsortenkurznamen siehe 3.2.4.1 bis 3.2.4.5.

23
3.2.3 Schmelztauchveredeltes Band und 3.2.3.3 „LA“ – Niedriglegierte/
Blech aus Stählen mit hoher Dehn- Mikolegierte Stähle (low alloy)
grenze zum Kaltumformen Stahl, der mit einem oder mehre-
Diese Stahlsorten weisen gute Kalt- ren der Elemente Nb, Ti und V legiert ist,
formbarkeit bei definierter Streckgrenze um die geforderten Streckgrenzenwerte
auf, gemäß Tabelle 5/6, Seite 18/19. Die zu erreichen.
Stahlsorten sind nach steigenden Werten Durch kombinierte Wirkung der
der Streckgrenze geordnet. Verfestigung durch Ausscheidungen und
Sie ermöglichen bei bestimmten Kornverfeinerung wird eine hohe mecha-
Anwendungen eine Gewichtsreduzierung nische Beständigkeit bei reduziertem An-
ohne Verringerung der Bauteilfestigkeit. teil an Legierungselementen (low alloy)
Zum Erreichen der hohen Streckgrenzen erreicht.
werden unterschiedliche Verfahren ange-
wandt, die mit den Buchstaben nach dem
Streckgrenzenwert gekennzeichnet sind. 3.2.4 Schmelztauchveredeltes Band und
Blech aus Mehrphasenstählen zum
3.2.3.1 „B“ – Bake-Hardening-Stähle Kaltumformen
Stahl, der nach einer Wärmeeinwir- Diese Stahlsorten weisen bei guter
kung im Bereich von 170 °C, Haltedauer Kaltumformbarkeit eine hohe Zugfestig-
20 min, Vorverformung von 2 %, eine keit auf, siehe Tabelle 7/8 für kaltge-
Erhöhung der Streckgrenze aufweist walzte Erzeugnisse und Tabelle 9/10
(Bake-Hardening-Effekt). für warmgewalzte Erzeugnisse (Seiten 20
Diese Stähle zeichnen sich durch bis 23). Sie ermöglichen bei bestimmten
eine gute Eignung für das Kaltumformen Anwendungen eine Gewichtsreduzie-
sowie eine hohe Beständigkeit gegen pla- rung. Die Stahlsorten sind nach aufstei-
stische Dehnung (die sich im Fertigteil genden Zugfestigkeitswerten geordnet.
während der Wärmebehandlung erhöht)
und eine gute Beulbeständigkeit aus. 3.2.4.1 „F“ – Ferritisch-bainitische Stähle
Stähle, die Bainit oder verfestigten
3.2.3.2 „Y“ – Höherfeste IF-Stähle Bainit in einer Matrix aus Ferrit und/oder
(Interstitial free) verfestigtem Ferrit enthalten.
Stahl, dessen Zusammensetzung Die Matrix wird durch eine hohe
kontrolliert ist, um verbesserte r- und n- Versetzungsdichte, durch Kornverfeine-
Werte zu erreichen. rung und die Ausscheidung von Mikro-
Diese Stähle weisen durch Misch- legierungselementen verfestigt.
kristallverfestigung und ihr von Zwi-
schengitteratomen freies Mikrogefüge 3.2.4.2 „X“ – DP-Stähle
sowohl eine hohe mechanische Festigkeit Das Gefüge der Dualphasenstähle
als auch eine ausgezeichnete Eignung besteht aus einer ferritischen Matrix, in
zum Kaltumformen auf. die eine überwiegend martensitische
Zweitphase inselförmig eingelagert ist.
Bezogen auf ihre hohen Zugfestigkeiten,
besitzen DP-Stähle ein niedriges Streck-
grenzenverhältnis und verfestigen nach
dem Verformen stark (Work-Hardening-
Effekt).

24
3.2.4.3 „T“ – TRIP-Stähle 4 Überzüge
TRIP ist die Abkürzung der eng-
lischen Bezeichnung „transformation 4.1 Zusammensetzung
induced plasticity“, übersetzt „durch Ge- der Überzüge
fügeumwandlung bewirkte Plastizität“.
Diese Stahlsorten werden auch RA-Stähle 4.1.1 Überzug aus Zink (Z)
(Restaustenit) genannt. Das Stahlgefüge Der Überzug besteht aus einer
hat eine überwiegend ferritische Matrix, Zinkschicht mit einem Gehalt von
in die Restaustenit eingelagert ist. Wäh- mindestens 99 Gewichtsprozent Zink.
rend der Umformung kann sich der Rest-
austenit zu Martensit umwandeln (TRIP- 4.1.2 Überzug aus
Effekt). Wegen seiner starken Kaltverfes- Zink-Eisen-Legierung (ZF)
tigung erreicht der Stahl hohe Werte der Der Zinküberzug wird durch
Gleichmaßdehnung und Zugfestigkeit. Wärmebehandlung (Diffusionsglühung)
in eine verformungsfähige Zink-Eisen-
3.2.4.4 „C“ – CP-Stähle Schicht umgewandelt. Aufgrund der
CP ist die Abkürzung für Complex- Wärmebehandlung zeigt die Oberfläche
phasen-Stahl. Der Stahl enthält Martensit ein mattgraues Aussehen. Im internatio-
und/oder Bainit in einem Grundgefüge nalen Sprachgebrauch wird dieser Über-
aus Ferrit und/oder verfestigtem Ferrit. zug als „galvannealed“ bezeichnet.
Die Verfestigung des ferritischen Grund-
gefüges wird durch eine hohe Verset- 4.1.3 Überzug aus
zungsdichte oder durch Ausscheidung von Zink-Aluminium (ZA)
Mikrolegierungselementen verursacht. Der Überzug besteht aus einer
Im Vergleich mit DP-Stählen weisen Zinklegierung mit ca. 5 % Aluminium und
CP-Stähle bei gleicher Zugfestigkeit er- einem Zusatz von seltenen Erden (0,05 %
heblich höhere Streckgrenzenwerte auf. Mischmetall Cer/Lanthan).

3.2.4.5 „M“ – MS-Stähle 4.1.4 Überzug aus


Martensitischer Stahl enthält in Aluminium-Zink (AZ)
einem Grundgefüge aus Martensit durch Der Überzug besteht aus einer
thermomechanisches Walzen kleine An- Legierung mit 55 % Aluminium, 43,4 %
teile von Ferrit und/oder Bainit. Zink und 1,6 % Silizium.
Innerhalb der Gruppe der Mehr-
phasenstähle weisen martensitische Stähle 4.1.5 Überzug aus
die höchsten Zugfestigkeitswerte auf. Aluminium-Silizium (AS)
Der Überzug besteht aus einer Alu-
minium-Legierung mit 8–11 % Silizium.

4.1.6 Überzug aus


Zink-Magnesium (ZM)
Der Überzug besteht aus einer Zink-
legierung mit Anteilen von Magnesium
und Aluminium von in der Summe zwi-
schen 1,5 bis zu 8 %.

25
4.2 Auflagen Auflagen können vereinbart werden. Die
Prüfung der Auflage erfolgt nach der für
Die Tabellen 11 und 11a geben das Material gültigen Norm, z. B. DIN EN
einen Überblick über die lieferbaren Auf- 10346, Abschnitt 8.5.5.
lagen. Die richtige Wahl der Auflage ist Das Gewicht der Auflage wird durch
für die Weiterverarbeitung entscheidend chemisches Ablösen des Überzugs aus
und muss auf den Verwendungszweck der Gewichtsdifferenz der Proben vor
abgestimmt werden (siehe Abschnitt 9). und nach dem Ablösen ermittelt. Bei der
In den Tabellen 12 bis 15 (Seiten 29 bis Prüfung nach Abb. 10 ergibt sich der
31) sind die lieferbaren Auflagen mit ihren Wert für die Dreiflächenprobe als arith-
Ausführungen und Oberflächenarten für metisches Mittel aus den drei Versuchs-
die verschiedenen Überzüge dargestellt. ergebnissen. Jedes Einzelergebnis muss
Andere Auflagegewichte müssen bei der den Anforderungen an die Einzelflächen-
Bestellung besonders vereinbart werden. probe entsprechen.
Auf Vereinbarung bei der Bestellung Für die laufenden Überprüfungen
sind die schmelztauchveredelten Flach- beim Hersteller können andere Verfah-
erzeugnisse mit unterschiedlichen Auflage- ren – z. B. zerstörungsfreie Prüfungen –
gewichten je Seite lieferbar (Differenzver- angewendet werden. Im Schiedsfall ist
zinkung). Die beiden Oberflächen können das in der für das Material jeweils gülti-
herstellungsbedingt ein unterschiedliches gen Norm beschriebene Verfahren an-
Aussehen haben. zuwenden. Die Lage der Proben für die
Prüfung des Auflagengewichts ist bei aus-
reichender Erzeugnisbreite den Angaben
4.3 Prüfung der Auflagen in Abb. 10 zu entnehmen. Die einzelne
Probe muss eine Größe von mindestens
Die Tabellen 11 und 11a (Seite 28) 5000 mm2 haben.
zeigen die üblichen lieferbaren Auflagen Die Prüfung der Zink-Eisen-Auflage
in g/m2 zweiseitig und die Anhaltswerte bei Galvannealed erfolgt analog. Zur Ver-
der Schichtdicken in µm je Seite. Andere meidung von Fehlmessungen durch Auf-

Abb. 10:
Lage der Proben
zur Ermittlung der
Auflage (Dreiflächen-
probe)
50 50
50
50
50

b
2
b
b = Band- oder Blechbreite (Maße in mm)

26
lösen von Eisen aus dem Grundmaterial Anmerkung: Wird eine ausgeprägte
empfiehlt sich hierbei die Verwendung (sichtbare) Zinkblume gewünscht, die
eines Inhibitors. Besonders gute Ergeb- durch einen angehobenen Bleigehalt im
nisse werden mit der coulometrischen Zinkbad erzeugt wird, ist dies bei der
Bestimmungsmethode erzielt. Bestellung besonders anzugeben. Diese
Ausführung findet jedoch nur noch in
sehr wenigen Fällen Anwendung.
4.4 Prüfung der Haftung
des Überzugs 5.1.2 Kleine Zinkblume M
Die Oberfläche weist durch gezielte
Die Haftung des Überzugs wird Beeinflussung des Erstarrungsvorganges
nach einem werkseitigen Verfahren stich- kleine bis makroskopisch nicht mehr
probenartig geprüft. erkennbare Zinkblumen auf. Diese Aus-
führung kann geliefert werden, wenn die
übliche Zinkblume den Ansprüchen an
das Aussehen der Oberfläche nicht genügt.

5 Ausführung des Überzugs


5.2 Ausführung bei ZF
In Abhängigkeit von den Herstel-
lungsbedingungen entstehen Überzüge ZF-Feinblech weist eine matte, blu-
mit Kristallen in unterschiedlichen Grö- menfreie Oberfläche auf.
ßen und mit unterschiedlichem Glanz.
Die Qualität der Überzüge wird hier-
durch nicht beeinflusst. 5.3 Ausführung bei ZA, AZ, AS
und ZM
5.1 Ausführung bei Z Die Erzeugnisse mit diesen Über-
zügen werden mit der üblichen Ober-
5.1.1 Übliche Zinkblume N flächenstruktur geliefert. Diese ergibt
Diese Ausführung ergibt sich bei sich bei unbeeinflusster Erstarrung des
einer unbeeinflussten Erstarrung des Über- Überzugs.
zugs. In Abhängigkeit von den Verzin-
kungsbedingungen können entweder
keine Zinkblumen oder Zinkblumen mit
unterschiedlichem Glanz und unterschied-
licher Größe vorliegen. Die Qualität des
Überzugs wird dadurch nicht beeinflusst.
Diese Ausführung wird geliefert, wenn
keine Kennzeichnung für die Oberflächen-
ausführung angegeben wird.

27
Tabelle 11: Lieferbare Auflagen Z, ZF, ZA, AZ, und AS

Überzüge
Zink Zink- Zink- Aluminium- Aluminium-
Eisen Aluminium Zink Silizium
Z ZF ZA AZ AS

Dichte in g/cm3 Schichtdicke je Seite in µm


7,1 7,1 6,9 3,8 3,0 Typischer Streubereich b)
Auflagengewicht in g/m 2, zweiseitig c) Wert a) min. max.

100 100 95 7 5 12
120 8 6 13
140 140 130 60 10 7 15
100 13 9 19
200 185 80 14 10 20
200 15 11 21
225 16 11 22
100d) 17 12 23
275 255 150 120d) 20 15 27
300d) 23 17 31
350d) 185 150d) 25 19 33
450d) 32 24 42
600d) 42 32 55
a) Die Schichtdicken können wie folgt aus den Auflagengewichten berechnet werden. Zum Beispiel
entspricht einem Zink-Auflagengewicht von 100 g/m2 zweiseitig eine Zink-Schichtdicke von etwa
7,1 µm je Seite: Zink-Auflagengewicht (g/m2, zweiseitig)
= Zink-Schichtdicke (µm je Seite)
2 x 7,1 (= Zink-Dichte)
Für andere Überzüge gilt Entsprechendes.
b) Der Verbraucher kann davon ausgehen, dass diese Grenzwerte auf Ober- und Unterseite
eingehalten werden.
c) Das Gewicht der Auflage wird durch chemische Ablösung des Überzuges ermittelt.
Bei schmelztauchveredelten Flacherzeugnissen wird z.B. nach DIN EN 10346 verfahren.
d) Nur für Stähle nach Tabelle 3 und 4 und für LAD-Stähle nach Tabelle 5.

Tabelle 11a: Lieferbare Auflagen ZM

Zink- Auflagengewicht
70 90 100 120 130 140 175 200 225 275 350
Magnesium ZMa) in g/m 2, zweiseitig
a) Wegen exakter Angaben zur Dichte muss der Hersteller kontaktiert werden.

28
Tabelle 12: Lieferbare Auflagen, Ausführungen und Oberflächenarten bei Überzügen aus Zink (Z)

N M

Auflagenkennzahl a) Oberflächenart a)

A A B C

Z100 x x x x

Z140 x x x x

Z200 x x x x

Z225 x x x x

Z275 x x x x

(Z350) (x) (x) (x) –

(Z450) (x) (x) (x) –

(Z600) (x) (x) (x) –

a) Die in Klammern angegebenen Auflagen mit den zugehörigen Oberflächenarten sind nach
Vereinbarung lieferbar.

Tabelle 13: Lieferbare Auflagen, Ausführungen und Oberflächenarten


bei Überzügen aus Zink-Eisen-Legierung (ZF)

Auflagenkennzahl Oberflächenart

A B C

ZF100 x x x

ZF120 x x x

29
Tabelle 14: Lieferbare Auflagen, Ausführungen und Oberflächenarten
bei Überzügen aus Zink-Aluminium (ZA), Aluminium-Zink (AZ) und
Aluminium-Silizium (AS)

Auflagenkennzahl Oberflächenart

A B C

Zink-Aluminium-Überzüge (ZA)

ZA095 x x x

ZA130 x x x

ZA185 x x x

ZA200 x x x

ZA255 x x x

ZA300 x – –

x
Aluminium-Zink-Überzüge (AZ) x x

AZ100 x x x

AZ150 x x x

AZ185 x x x

x
Aluminium-Silizium-Überzüge (AS) x x

AS060 x x x a)

AS080 x x x a)

AS100 x x x a)

AS120 x x x a)

AS150 x x x a)

a) Feine Poren / feine unbeschichtete Stellen (< 1 mm Durchmesser) lassen sich grundsätzlich
nicht vermeiden. Schmelztauchveredeltes Band und Blech mit Aluminium-Silizium-Überzug ist
für Anwendungen als Sichtteil im Autoaußenhautbereich nicht geeignet.

30
Tabelle 15: Lieferbare Auflagen und Oberflächenarten
bei Überzügen aus Zink-Magnesium (ZM)

Auflagenkennzahl Oberflächenart

A B C

ZM070 x x x

ZM090 x x x

ZM100 x x x

ZM120 x x x

ZM130 x x x

ZM140 x x x

ZM175 x x x

ZM200 x x x

ZM225 x x x

ZM250 x x x

ZM275 x x x

ZM350a) x – –

a) Nur für Stähle nach den Tabellen 3 und 4 und für LAD-Stähle nach Tabelle 5.

31
Abb. 11:
Deckel zum Ölfilter-
gehäuse aus Feinblech
mit Zink-Aluminium-
Überzug (ZA)

Abb. 12:
Ölfiltergehäuse aus
Feinblech mit Zink-
Aluminium-Überzug (ZA)

Abb. 13:
Fensterprofile mit
Zink-Aluminium-
Überzug (ZA) und
anschließender orga-
nischer Beschichtung

32
Abb. 14:
Wärmeabweisende
Toaster-Innenaus-
kleidung aus Feinblech
mit Aluminium-Silizium-
Überzug (AS)

Abb. 15:
Dachverkleidung aus
Feinblech mit Aluminium-
Zink-Überzug (AZ)

Abb. 16:
Kraftfahrzeugtank
aus Feinblech mit
Aluminium-Silizium-
Überzug (AS)

33
6 Oberflächenart muss mindestens den Merkmalen für die
Oberflächenart B entsprechen.
6.1 Übliche Oberfläche A
Unregelmäßigkeiten wie Poren,
6.3 Rollknickfreiheit und Planlage
Riefen, Warzen, Kratzer, unterschiedliche Zur Erzielung von Rollknickfreiheit
Oberflächenstruktur, dunkle Punkte, strei- und einer guten Planlage im Ausliefe-
fenförmige Markierungen und kleine Pas- rungszustand ist der Einsatz von geeigne-
sivierungsflecke sind zulässig. Es können ten Richtaggregaten erforderlich. Hierbei
Streckrichtbrüche und Ablaufwellen so- entstehen bei der Oberflächenart A Richt-
wie Rollknicke und Fließfiguren auftreten. rollenbrüche quer zur Bandlaufrichtung,
Sollte bei Oberfläche A die Liefe- die den Verwendungszweck üblicher-
rung einer kalt nachgewalzten Oberfläche weise nicht beeinträchtigen.
nicht erwünscht sein, so ist dies gesondert
bei der Bestellung zu vereinbaren.
Eine sichtbare Zinkblume, die durch
Zugabe von Blei ins Zinkbad erreicht wird, 7 Oberflächenbehandlung
erfüllt nicht die Richtlinien für das Alt- Schmelztauchveredeltes Band und
fahrzeuggesetz (auf Basis 2000/53/EG Blech kann grundsätzlich mit den Ober-
„ELV“) sowie für das Elektrogerätegesetz flächenbehandlungen
(auf Basis 2002/95/EG “RoHS“). – chemisch passiviert C
– geölt O
– chemisch passiviert und geölt CO
6.2 Oberflächenarten B und C – versiegelt (sealed) S
Diese Oberflächenarten werden – phosphatiert P
durch Kaltnachwalzen erzielt. – phosphatiert und geölt PO
werkseitig geliefert werden.
6.2.1 Verbesserte Oberfläche B Schmelztauchveredeltes Band und
Bei dieser Oberflächenart sind im Blech wird nur auf ausdrücklichen
geringen Umfang Unregelmäßigkeiten Wunsch und auf Verantwortung des Kun-
wie leichte Kratzer, Streckrichtbrüche, den ohne Oberflächennachbehandlung
Dressierabdrücke, unterschiedliche Ober- (unbehandelt, U) geliefert. Bei Aufträgen
flächenstrukturen und Ablaufwellen so- für ungeschützte Erzeugnisse trägt der
wie leichte Passivierungsfehler zulässig. Hersteller nicht das Korrosionsrisiko.
Anmerkung: Für besondere An- Der Besteller wird auch darauf hinge-
wendungen und auf Vereinbarung zwi- wiesen, dass bei derartigen Lieferungen
schen Hersteller und Verbraucher kön- ein größeres Risiko für das Auftreten von
nen die feueraluminierten Erzeugnisse Kratzern bei Verladung, Transport und
(AS) mit einer glänzenden Oberfläche Anwendung bestehen.
geliefert werden. In diesem Fall muss die
Oberfläche vom Typ B sein.
7.1 Allgemeines
6.2.2 Beste Oberfläche C Schmelztauchveredelte Flacherzeug-
Die bessere Seite darf das einheit- nisse erhalten üblicherweise im Hersteller-
liche Aussehen einer Qualitätslackierung werk einen Oberflächenschutz nach den
nicht beeinträchtigen. Die andere Seite Angaben in 7.2 bis 7.7. Die Schutzwir-

34
kung ist zeitlich begrenzt (temporär). Für Korrosionsschutzöl ist kein Ziehöl.
die Oberflächennachbehandlung gelten Auf besondere Vereinbarung kön-
vom Hersteller folgende Gewährleistungs- nen Prelubes und Hotmelts (Drytubes,
fristen bezüglich der Korrosion bei ord- Trockenschmiermittel) eingesetzt wer-
nungsgemäßer Lagerung, Transport und den, die die Umformbarkeit verbessern.
Verladung sowie Verpackung gemäß
SIZ-Merkblatt 114 und 130, maximal:
U – keine Gewähr- CO– 4 Monate 7.4 Chemisch passiviert
leistung S – 4 Monate und geölt (CO)
C – 3 Monate P – keine Gewähr- Diese Kombination der Oberflä-
O – 3 Monate leistung chenbehandlungen kann vereinbart wer-
PO – 3 Monate den, wenn ein erhöhter Schutz gegen die
nach zur Verfügungstellung durch den Bildung von Korrosionsprodukten erfor-
Hersteller. derlich ist.
Die werkseitige Oberflächennach-
behandlung kann Einfluss auf eine spä-
tere Nachbehandlung wie z. B. Lackieren
7.5 Versiegelt (S)
oder Phosphatieren haben, deshalb muss Bei der Versiegelung wird ein
diese mit dem Lieferanten der späteren transparenter organischer Lackfilm von
Nachbehandlung abgestimmt werden. ca. 1 g/m2 je Seite aufgetragen. Dieser
bietet einen zusätzlichen Korrosions-
schutz, insbesondere Schutz vor Finger-
7.2 Chemisch passiviert (C) abdrücken (Antifingerprint), verbessert
Chemisches Passivieren schützt die die Gleiteigenschaften beim Umformen
Oberfläche temporär vor Korrosion wäh- und kann als Haftgrund für nachfolgen-
rend der Lagerung und des Transportes. des Lackieren verwendet werden.
Örtliche Verfärbungen sind zulässig und Um die Richtlinien des Europäi-
beeinträchtigen nicht die Qualität der schen Parlamentes und des Rates zur Ver-
Oberfläche. meidung von u.a. CrVl-haltigen Stoffen
Die Richtlinien des Europäischen (RL 2002/95/EG und RL 2000/53/EG)
Parlamentes und des Rates zur Vermei- einzuhalten, werden CrVl-freie Versiege-
dung von u. a. CrVl-haltigen Stoffen lungen geliefert.
(RL 2002/95/EG und RL 2000/53/EG)
werden von den deutschen Lieferwerken
durch die Umstellung auf CrVl-freie Pas- 7.6 Phosphatiert (P)
sivierungen eingehalten (siehe SIZ-Merk- Diese Behandlung verbessert die
blatt 130). Haftung und Schutzwirkung einer vom
Verarbeiter aufgebrachten Beschichtung.
Sie verringert die Gefahr der Korrosion
7.3 Geölt (O) während des Transports und der Lage-
Auch diese Behandlung vermindert rung. Ein Phosphatieren kann in Verbin-
die Gefahr der Bildung von Korrosions- dung mit einem geeigneten Schmiermittel
produkten. Die Ölschicht muss sich mit die Umformbarkeit verbessern. Schmelz-
geeigneten, die Oberfläche schonenden tauchveredelte Bänder und Bleche, die
und entfettenden Lösemitteln entfernen phosphatiert wurden, sollten direkt nach
lassen. Das werkseitig aufgebrachte zur Verfügungstellung eingesetzt bzw.

35
Abb. 17 und 18:
Regale und Lüftungsrohre
aus Zink-Magnesium-
beschichtetem Feinblech

Tabelle 16, Teil 1: Grenzabmaße der Dicke für Stahlsorten in Abhängigkeit


von der Mindestdehngrenze (DIN EN 10143)

Nenndicke Mindest- Normale Toleranzen a)


dehngrenze a) für eine Nennbreite

≤ 1200 b) > 1200 ≤ 1500 > 1500


mm mm mm mm

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,04 ± 0,05 ± 0,06


260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,05 ± 0,06 ± 0,07
0,35 ≤ 0,40 360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,05 ± 0,06 ± 0,07
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,06 ± 0,07 ± 0,08

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,04 ± 0,05 ± 0,06


260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,05 ± 0,06 ± 0,07
> 0,40 ≤ 0,60 360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,06 ± 0,07 ± 0,08
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,06 ± 0,08 ± 0,09

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,05 ± 0,06 ± 0,07


260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,06 ± 0,07 ± 0,08
> 0,60 ≤ 0,80 360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,07 ± 0,08 ± 0,09
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,07 ± 0,09 ± 0,11

Tabelle 16, Teil 2 siehe Seite 38

36
verarbeitet werden. In Absprache mit 8.2 Dickentoleranzen
dem Lieferwerk kann die Phosphatierung
ggf. als Mikrophosphatierung ausgeführt Die gemessene Dicke gilt für jeden
werden. Punkt mit einem Abstand von mehr
als 40 mm von der Kante. Bei längsgeteil-
7.7 Phosphatiert und geölt (PO) ten Rollen und Stäben mit einer Breite
≤ 80 mm ist die Dicke an der Längsachse
Diese kombinierte Oberflächenbe- zu messen.
handlung vermindert die Gefahr der Bil- Die Dickentoleranzen gelten für die
dung von Korrosionsprodukten und kann gesamte Länge. Bei den Auflagenkennzah-
die Umformbarkeit verbessern. len Z450 und Z600 und den dazwischen
befindlichen Auflagen mit eingeschränk-
ten Toleranzen nach Tabelle 16 werden
die Werte um ± 0,01 mm erhöht.
8 Maße und Toleranzen Engere Toleranzen als die einge-
schränkten Toleranzen können bei der An-
8.1 Allgemeine Hinweise
frage und Bestellung vereinbart werden.
Die nachstehenden Maß- und Tole- Für die Stahlsorte DX51D (ohne
ranztabellen gelten für die kontinuierlich Streckgrenzenfestlegung) gelten die Tole-
schmelztauchveredelten Flacherzeugnisse ranzen gemäß Tabelle 16, Mindestdehn-
gemäß Tabellen 3 bis 8. Die zutreffende grenzen 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa. Für
Maßnorm ist die DIN EN 10143. Die Maß- alle anderen Stahlsorten ohne Dehngren-
und Toleranztabellen sind dem Stand der zenfestlegungen gilt Tabelle 16, Mindest-
Technik angepasst worden. Die Lieferung dehngrenzen 420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa
erfolgt nach den in dieser Schrift festge- bzw. andere Vereinbarungen bei Anfrage
legten Merkmalen gemäß SIZ. und Bestellung.

Eingeschränkte Grenzabmaße (S) a) Für die Stahlsorten DX51D (ohne Streckgrenzen-


für eine Nennbreite festlegung) und S550GD gelten die Grenzabmaße
mit einer Mindestdehngrenze von 260 MPa ≤ Rp0,2
≤ 1200 b) > 1200 ≤ 1500 > 1500 < 360 MPa.
mm mm mm Für alle anderen Stahlsorten ohne Dehngrenzen-
festlegung gelten die Werte der Mindestdehn-
± 0,030 ± 0,035 ± 0,040 grenzen 420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa.
± 0,035 ± 0,040 ± 0,045 Bei den Auflagenkennzahlen Z450 und Z600
± 0,040 ± 0,045 ± 0,050 mit eingeschränkten Toleranzen werden die
± 0,045 ± 0,050 ± 0,060 Werte um ± 0,1 mm erhöht.
a) Die Grenzabmaße der Dicke dürfen im Bereich
± 0,035 ± 0,040 ± 0,045 der Bandschweißnähte über eine Länge von
± 0,040 ± 0,045 ± 0,050 10 m um maximal 50 % erhöht sein. Die Er-
± 0,045 ± 0,050 ± 0,060 höhung gilt für alle Dicken und – falls bei der
± 0,050 ± 0,060 ± 0,070 Anfrage und Bestellung nicht anders verein-
bart – sowohl für normale als auch für einge-
± 0,040 ± 0,045 ± 0,050 schränkte (negative und positive) Grenzabmaße.
± 0,045 ± 0,050 ± 0,060 b) Breitband: Breite ≥ 600 mm;
± 0,050 ± 0,060 ± 0,070 längsgeteiltes Breitband: Walzbreite ≥ 600 mm,
± 0,060 ± 0,070 ± 0,080 längsgeteilt in Breiten bis 600 mm

37
Tabelle 16, Teil 2: Grenzabmaße der Dicke für Stahlsorten in Abhängigkeit
von der Mindestdehngrenze (DIN EN 10143)

Nenndicke Mindest- Normale Toleranzen a)


dehngrenze a) für eine Nennbreite

≤ 1200 b) > 1200 ≤ 1500 > 1500


mm mm mm mm

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,06 ± 0,07 ± 0,08


> 0,80 ≤ 1,00 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,07 ± 0,08 ± 0,09
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,08 ± 0,09 ± 0,11
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,09 ± 0,11 ± 0,12

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,07 ± 0,08 ± 0,09


> 1,00 ≤ 1,20 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,08 ± 0,09 ± 0,11
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,10 ± 0,11 ± 0,12
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,11 ± 0,13 ± 0,14

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,10 ± 0,11 ± 0,12


> 1,20 ≤ 1,60 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,11 ± 0,13 ± 0,14
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,13 ± 0,14 ± 0,16
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,15 ± 0,16 ± 0,18

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,12 ± 0,13 ± 0,14


> 1,60 ≤ 2,00 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,14 ± 0,15 ± 0,16
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,16 ± 0,17 ± 0,19
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,18 ± 0,19 ± 0,21

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,14 ± 0,15 ± 0,16


> 2,00 ≤ 2,50 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,16 ± 0,17 ± 0,18
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,18 ± 0,20 ± 0,21
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,21 ± 0,22 ± 0,24

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,17 ± 0,17 ± 0,18


> 2,50 ≤ 3,00 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,19 ± 0,20 ± 0,20
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,22 ± 0,22 ± 0,23
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,24 ± 0,25 ± 0,26

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,20 ± 0,20 ± 0,21


> 3,00 ≤ 5,00 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,22 ± 0,24 ± 0,25
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,22 ± 0,24 ± 0,25
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,26 ± 0,27 ± 0,28

Rp0,2 < 260 MPa ± 0,22 ± 0,22 ± 0,23


> 5,00 ≤ 6,00 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa ± 0,24 ± 0,25 ± 0,26
360 MPa ≤ Rp0,2 ≤ 420 MPa ± 0,24 ± 0,25 ± 0,26
420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa ± 0,28 ± 0,29 ± 0,30

38
Eingeschränkte Grenzabmaße (S) a) Für die Stahlsorten DX51D (ohne Streckgrenzen-
für eine Nennbreite festlegung) und S550GD gelten die Grenzabmaße
mit einer Mindestdehngrenze von 260 MPa ≤ Rp0,2
≤ 1200 b) > 1200 ≤ 1500 > 1500 < 360 MPa.
mm mm mm Für alle anderen Stahlsorten ohne Dehngrenzen-
festlegung gelten die Werte der Mindestdehn-
± 0,045 ± 0,050 ± 0,060 grenzen 420 MPa < Rp0,2 ≤ 900 MPa.
± 0,050 ± 0,060 ± 0,070
Bei den Auflagenkennzahlen Z450 und Z600
± 0,060 ± 0,070 ± 0,080
mit eingeschränkten Toleranzen werden die
± 0,070 ± 0,080 ± 0,090 Werte um ± 0,1 mm erhöht.
± 0,050 ± 0,060 ± 0,070
± 0,060 ± 0,070 ± 0,080
± 0,070 ± 0,080 ± 0,090
± 0,080 ± 0,090 ± 0,110

± 0,060 ± 0,070 ± 0,080


± 0,070 ± 0,080 ± 0,090
± 0,080 ± 0,090 ± 0,110
± 0,090 ± 0,110 ± 0,120

± 0,070 ± 0,080 ± 0,090


± 0,080 ± 0,090 ± 0,110
± 0,090 ± 0,110 ± 0,120
± 0,110 ± 0,120 ± 0,140

± 0,090 ± 0,100 ± 0,110


± 0,110 ± 0,120 ± 0,130
± 0,120 ± 0,130 ± 0,140
± 0,140 ± 0,150 ± 0,170

± 0,110 ± 0,120 ± 0,130


± 0,130 ± 0,140 ± 0,150
± 0,140 ± 0,150 ± 0,160
± 0,170 ± 0,180 ± 0,190
a) Die Grenzabmaße der Dicke dürfen im Bereich
± 0,15 ± 0,16 ± 0,17 der Bandschweißnähte über eine Länge von
± 0,17 ± 0,18 ± 0,19 10 m um maximal 50 % erhöht sein. Die Er-
± 0,17 ± 0,18 ± 0,19 höhung gilt für alle Dicken und – falls bei der
± 0,23 ± 0,24 ± 0,26 Anfrage und Bestellung nicht anders verein-
bart – sowohl für normale als auch für einge-
± 0,17 ± 0,18 ± 0,19 schränkte (negative und positive) Grenzabmaße.
± 0,19 ± 0,20 ± 0,21 b) Breitband: Breite ≥ 600 mm;
± 0,19 ± 0,20 ± 0,21 längsgeteiltes Breitband: Walzbreite ≥ 600 mm,
± 0,25 ± 0,26 ± 0,28 längsgeteilt in Breiten bis 600 mm

39
8.3 Breitentoleranzen
Die Breite wird senkrecht zur Längs- edelten Flacherzeugnisse gemäß Tabel-
achse gemessen. Die Toleranzen gelten len 3 bis 8.
für die kontinuierlich schmelztauchver-

Tabelle 17: Grenzabmaße der Breite von Blech und Breitband (DIN EN 10143)

Nennbreite a) Normale Eingeschränkte


Grenzabmaße Grenzabmaße (S)
mm mm mm

> 600 ≤ 1200 +5 +2

> 1200 ≤ 1500 +6 +2

> 1500 ≤ 1800 +7 +3

> 1800 +8 +3
a) Die Nennbreite darf nicht unterschritten werden.

Tabelle 18: Grenzabmaße der Breite bei längsgeteiltem Band (DIN EN 10143)

Toleranz- Nenndicke Nennbreite a)


klasse mm mm

< 125 >


– 125 < 250 >
– 250 < 400 >
– 400 < 600

< 0,6 + 0,4 + 0,5 + 0,7 + 1,0

≥ 0,6 < 1,0 + 0,5 + 0,6 + 0,9 + 1,2


Normal
≥ 1,0 < 2,0 + 0,6 + 0,8 + 1,1 + 1,4

≥ 2,0 ≤ 3,0 + 0,7 + 1,0 + 1,3 + 1,6

< 0,6 + 0,2 + 0,2 + 0,3 + 0,5

≥ 0,6 < 1,0 + 0,2 + 0,3 + 0,4 + 0,6


Eingeschränkt
(S) ≥ 1,0 < 2,0 + 0,3 + 0,4 + 0,5 + 0,7

≥ 2,0 ≤ 3,0 + 0,4 + 0,5 + 0,6 + 0,8


a) Die Nennbreite darf nicht unterschritten werden.

40
8.4 Grenzabmaße der Länge
Die Länge wird an der Längsseite
des Bleches oder des Stabes gemessen.

Tabelle 19: Grenzabmaße der Länge (DIN EN 10143)

Nennlänge a) Normale Eingeschränkte


Grenzabmaße Grenzabmaße (S)
mm mm mm

< 2000 +6 +3

≥ 2000 ≤ 8000b) + 0,3 % der Länge + 0,15 % der Länge


a) Die Nennlänge darf nicht unterschritten werden.
b) Bei Nennlängen > 8000 mm nach Vereinbarung.

8.5 Ebenheitstoleranzen
(siehe auch Abschnitt 10.6)

Zur Messung der Ebenheitstoleranz Kleinere Ebenheitstoleranzen als


wird das Blech auf eine horizontale Flä- die in den Tabellen angegebenen können
che gelegt. Der größte Abstand zwischen bei der Anfrage bzw. Bestellung verein-
Blech und der horizontalen Fläche darf bart werden.
die Ebenheitstoleranz nicht überschrei- Für Breiten < 600 mm müssen ge-
ten. Die Messung wird nur an den Kan- nerell bei der Anfrage bzw. Bestellung
ten vorgenommen. Die Ebenheitstoleran- Ebenheitstoleranzen vereinbart werden.
zen in den Tabellen 20 und 21 gelten Bei Stahlsorten mit Mindestdehn-
nur für Bleche. grenzen von Rp0,2 ≥ 360 MPa oder mit
nicht festgelegter Mindeststreckgrenze
muss die Ebenheitstoleranz bei Anfrage
bzw. Bestellung vereinbart werden.

41
Tabelle 20: Ebenheitstoleranzen für Stahlsorten mit einer festgelegten Mindestdehngrenze
von Rp0,2 < 260 MPa (DIN EN 10143)

Toleranz- Nennbreite Maximale Wellenhöhe bei Nenndicke t


klasse mm mm

< 0,7 >


– 0,7 < 1,6 >
– 1,6 < 3,0
< 1200 10 8

Normal ≥ 1200 < 1500 12 10

≥ 1500 17 15

< 1200 5 4 3
Eingeschränkt
≥ 1200 < 1500 6 5 4
(FS)
≥ 1500 8 7 6

Tabelle 21: Ebenheitstoleranzen für Stahlsorten mit einer festgelegten Mindestdehngrenze


von 260 MPa ≤ Rp0,2 < 360 MPa und für die Stahlsorten DX51D und S550GD
(DIN EN 10143)

Toleranz- Nennbreite Maximale Wellenhöhe bei Nenndicke t


klasse mm mm

< 0,7 >


– 0,7 < 1,6 >
– 1,6 < 3,0
< 1200 13 10

Normal ≥ 1200 < 1500 15 13

≥ 1500 20 19

< 1200 8 6 5
Eingeschränkt
≥ 1200 < 1500 9 8 6
(FS)
≥ 1500 12 10 9

42
8.6 Rechtwinkligkeitstoleranzen 8.8 Überlagerung der Maße
aus Rechtwinkligkeit und
Die Abweichung „u“ von der Recht-
winkligkeit, die die senkrechte Projek- Geradheit
tion einer Querkante auf eine Längskante Bei Blechlieferungen kann bei An-
ist, darf 1 % der tatsächlichen Blechbreite frage und Bestellung vereinbart werden,
nicht überschreiten (Abb. 18). dass ein komplettes Rechteck in der be-
stellten Länge und Breite mit dem geliefer-
ten Blech überlagert werden kann.
8.7 Geradheitstoleranzen
Die Abweichung „q“ von der
Geradheit wird an der konkaven Seite der
Kante gemessen. Sie ist der größte Ab-
stand zwischen einer Längskante und
einer Geraden, die beide Enden der Mess-
strecke verbindet (Abb. 18).
Auf einer Messlänge von 2 m an
einer beliebigen Stelle der Kante darf die
Abweichung von der Geradheit 5 mm
nicht überschreiten. Bei Längen unter
2 m darf die Abweichung nicht mehr
als 0,3 % von der tatsächlichen Länge
betragen.
Für längsgeteiltes Breitband mit
einer Nennbreite < 600 mm kann eine
eingeschränkte Geradheitstoleranz von
2 mm auf 2 m Länge bestellt werden,
diese gilt nicht für längsgeteiltes Breit- q
band aus Stählen mit hohen Streck-
grenzen.

Abb. 18: Abweichungen von der Rechtwinkligkeit


„u“ und der Geradheit „q“

43
9 Allgemeine Hinweise Feinblech verarbeiten. In der Praxis
ergeben sich jedoch durch die Beson-
für die Verarbeitung derheiten dieses Werkstoffes wesent-
Schmelztauchveredeltes Band und liche Gesichtspunkte, die für bestimmte
Blech lässt sich grundsätzlich wie kalt- Weiterverarbeitungen zu beachten sind.
gewalztes oder elektrolytisch verzinktes Daher ist es nützlich, dem Hersteller den

Tabelle 22: Allgemeine Bewertung der Eigenschaften schmelztauchveredelter Produkte


ZF, ZA, AZ, AS und ZM im Vergleich zu Z

Z ZF ZA AZ AS ZM
Allgemeine Eigenschaften
• Beste Oberfläche 3 5 4 2 2 3
• Lackiereignung
– Konventionell 3 3 3 3 3 3
– Coil Coating 3 3 4 2 2 4
– Elektrostatisch 3 3 3 3 3 3
– Elektrophoretisch 3 o 3 – 0 0 0 3
• Beständigkeit gegen Säuren 3 o 3 o 4 + 5 ++ 5 ++ 3a)
• Beständigkeit gegen Basen 3 o 3 o 2 – 1 –– 1 –– 3a)
• Temperaturbeständigkeit 3 o 3 o 3 o 4 + 5 ++ 3

Korrosionsverhalten
• Unlackiert
– Unverformte Fläche 3 o 0 4 + 5 ++ 5 ++ 5
– Biegeschulter 3 o 0 4 + 4 + 4 + 4
– Schnittkante 3 o 0 3 + 2 + 2 + 5
• Lackiert, bandbeschichtet
– Unverformte Fläche 3 o 0 4 + 4 + 0 5
– Biegeschulter 3 o 0 4 + 4 + 0 4
– Schnittkante 3 o 0 3 + 2 + 0 4
Anwendung Automobilbau 3 o 4 + 0 0 0 4

Umformeigenschaften
• (Mikro-) Rissbildung 3 o 2 – 5 ++ 2 – 2 – 2
• Abrieb 3 o 2 – 3 o 2 – 2 – 4
• Höchste Umformansprüche 3 o 3 o 5 ++ 1 –– 2 – 4

Fügen
• Punktschweissen 3 o 4 + 3 o 2 – 2 – 3
• Weichlöten 3 o 2 – 2 – 1 –– 2 – *
• Kleben 3 o 4 + 3 o 3 o 3 o 3 b)
• Mechanisches Fügen 3 o 3 o 3 o 3 o 3 o 3

44
vorgesehenen Verwendungszweck, die Tabelle 22 zeigt eine allgemeine,
Art der Formgebung und der Verarbei- vergleichende Bewertung der Eigenschaf-
tung anzugeben. ten schmelztauchveredelter Produkte.
Einige wichtige Hinweise für die
Weiterverarbeitung durch Umformen,
Verbinden und Beschichten werden im 9.1 Umformen
Folgenden gegeben.
Einige typische Verarbeitungsbei- Die Werkstoffauswahl richtet sich
spiele sind den Produktfotos zu ent- nach den Umformansprüchen und der
nehmen. Endgeometrie des Werkstückes. Bei der
Wahl der Stahlsorte sind die gegenüber
kaltgewalztem und elektrolytisch verzink-
tem Feinblech unterschiedlichen mecha-
nischen Eigenschaften zu berücksichti-
a) gen. Außerdem sind die Überzüge und
Bei Anwendung im sauren oder basischen Bereich
ist bei geringen Auflagenmassen eine spezielle die Oberflächenbeschaffenheit auf die
Prüfung erforderlich, da in Abhängigkeit von den Verarbeitungsverhältnisse abzustimmen.
Anforderungen oder Testbedingungen die Einord- Gegebenenfalls ist eine Verminderung
nung in eine bessere oder schlechtere Klasse mög- der Überzugsdicken notwendig.
lich ist. Die physikalischen Eigenschaften
b) Bei weichen und/oder dünnen Stahlblechen der Überzüge erfordern eine Anpassung
neigen Klebverbindungen mit Strukturklebstoffen der Verarbeitungswerkzeuge, d. h. Zieh-
zu adhäsivem Versagen. spalte und Einziehradien sind größer zu
Anmerkung:
halten als bei unveredeltem Feinblech.
Die Angaben in dieser Tabelle kennzeichnen den Der Kaltschweißneigung kann entgegen-
heutigen Erfahrungsstand und gelten für eine ver- gewirkt werden durch die Wahl des ge-
gleichbare Erzeugungsdicke und Auflagenmasse. eigneten Überzuges und die Auswahl
Dabei sollte berücksichtigt werden, dass beim Über- des geeigneten Werkzeugwerkstoffes.
zug ZM eine reduzierte Auflagenmasse angewendet Bewährt haben sich Sonderwerkstoffe,
werden kann. Die angegebene Bewertung ist nicht
für jeden Anwendungsfall gültig. Im Zweifelsfall wie z. B. Sintermetalle oder speziell be-
sollte der Hersteller konsultiert werden. handelte Oberflächen. Der Einsatz von
Ziehhilfsmitteln ist in aller Regel notwen-
dig, wobei deren Verträglichkeit mit der
Oberfläche und die Wiederentfernbar-
keit dieser Mittel beachtet werden müs-
sen. Dem andersartigen Fließverhalten
von schmelztauchveredeltem Band und
Blech muss bei bestimmten Umformver-
5 Besonders empfehlenswert fahren bezüglich der Maschineneinstel-
4 Empfehlenswert lung Rechnung getragen werden (z. B.
3 Standard Niederhalterdruck). Für besonders ober-
2 Weniger geeignet flächenempfindliche Ziehteile stehen
1 Nicht empfehlenswert spezielle Verfahren mit Sonderwerkzeu-
* Noch zu klären gen (z. B. Ziehkissen aus Kunststoff) und
0 Kommt in der Praxis nicht vor hydromechanische Tiefziehverfahren zur
Verfügung.

45
9.2 Verbinden (Fügen) Weitere Einzelheiten siehe:
– Widerstandspunkt-, Buckel- und Rollen-
Schmelztauchveredeltes Band und nahtschweißen von feuerverzinktem
Blech erfordert oberflächenschonende, Stahlblech, DVS-Merkblatt 2910
die korrosionsschützenden Eigenschaften Das Laserschweißen von Feinble-
erhaltende Fügeverfahren, wie Schrauben, chen mittels Nd:YAG- oder CO 2 -Laser hat
Nieten, Falzen, Bördeln, Sicken, Klem- in der industriellen Fertigung große Be-
men, Kleben und dergleichen. Dies sollte deutung erlangt. Das Schweißen schmelz-
schon bei der Konstruktion berücksich- tauchveredelter Feinbleche ist heute
tigt werden. Stand der Technik und wird im Auto-
Grundsätzlich sind bei der Kombi- mobilbau, z. B. zur Fertigung von Form-
nation unterschiedlicher Werkstoffe die platinen, in steigendem Maße eingesetzt.
Probleme der Bimetallkorrosion (Kon- Im Vergleich zu konventionellen
taktkorrosion) zu beachten. Verfahren liegen die Vorteile des Laser-
Alle in dieser Schrift erwähnten schweißens in der schmalen Wärmeein-
Stahlsorten (mit Ausnahme von S550GD) flusszone und der sehr geringen Schädi-
müssen zum Schweißen nach den übli- gung des Überzuges im Schweißnaht-
chen Schweißverfahren geeignet sein. bereich. Die kathodische Schutzwirkung
Bei größeren Auflagenmassen müssen ggf. bleibt voll erhalten.
besondere geeignete Maßnahmen beim Ein weiterer wichtiger Vorteil dieses
Schweißen getroffen werden. Schweißverfahrens ist die gute Verform-
Beim Verbindungsschweißen wirkt barkeit der Schweißnaht.
sich auf die Qualität der Schweißverbin- Einzelheiten zum Weich- und Hart-
dungen und die Standzeit der Elektroden löten schmelztauchveredelter Bleche sind
eine niedrige Auflage positiv aus. dem Merkblatt 235 „Weich- und Hartlöten
Als Schweißverfahren werden von bandverzinktem Feinblech“ des SIZ
neben dem Schmelzschweißen das Punkt-, zu entnehmen.
Buckel-, Foliennaht-, Bolzen-, Rollnaht- Schmelztauchveredeltes Band und
und Drahtnahtschweißen angewendet. Blech kann nach entsprechenden Ober-
Dabei wird bei den Buckel- und Folien- flächenbehandlungen verklebt werden.
nahtschweißverfahren der ursprüngliche
Korrosionsschutz weitgehend erhalten.
Beim Widerstandsschweißen von schmelz- 9.3 Beschichten
tauchveredeltem Band und Blech müssen
die Schweißparameter (Elektrodenkraft, Zur weiteren Erhöhung des Korro-
höherer Schweißstrom und erhöhte Küh- sionsschutzes und/oder aus optischen
lung der Elektroden sowie die Auswahl und dekorativen Gründen können auf
von Elektrodenwerkstoff und -form) an- das schmelztauchveredelte Band und
gepasst werden. Zur Wiederherstellung Blech organische Beschichtungen (Lacke,
des Korrosionsschutzes im Schweißbe- Folien) aufgebracht werden. Abgestimmt
reich empfiehlt sich gegebenenfalls eine auf die zu erwartende Korrosionsbean-
geeignete Nachbehandlung (z. B. durch spruchung und die Weiterverarbeitung
Beschichtung mit Zinkstaublack). (insbesondere Umformen, Fügen), ist
werkseitig bandbeschichtetes Band und
Blech erhältlich. Siehe hierzu Charakte-
ristische Merkmale 093 „Organisch band-

46
beschichtete Flacherzeugnisse aus Stahl“ 9.4 Alterung, Rollknickfreiheit
und MB 229 „Beschichten von oberflä- und Fließfiguren
chenveredeltem Stahlblech“, beide zu
beziehen beim SIZ. Bei den im Durchlaufglühfofen re-
Darüber hinaus kann die schmelz- kristallisierten, schmelztauchveredelten
tauchveredelte Oberfläche grundsätzlich Feinblechsorten bestimmt die Schnellab-
zu jedem Zeitpunkt (kurz nach der Liefe- kühlung und gegebenenfalls die nachfol-
rung wie auch nach längerem Einsatz gende Überalterungsbehandlung die Kar-
eines Bauteils) nachträglich beschichtet bidverteilung im Gefüge und den Gehalt
werden. an übersättigt gelöstem Kohlenstoff und
Der Verarbeiter sollte beachten, damit die Alterung. Einen weiteren Ein-
dass durch die Beschichtung vorhandene fluss auf die Alterung hat der gelöste Stick-
Strukturen der Oberfläche verstärkt sicht- stoffgehalt im Gefüge. Durch Abbinden
bar werden können. Daher sollte die Aus- des Stickstoffs mittels Aluminium und/
wahl der Überzugsausführung und die oder Bor in der metallurgischen Schmelze
Oberflächenart (Kennbuchstaben A, B, kann dieser Alterungseffekt weitgehend
C) nach den Ansprüchen an das dekora- beseitigt werden. Bei modernen Stählen
tive Aussehen erfolgen. Für höchste ist deshalb der Alterungsvorgang weitge-
Ansprüche muss die Oberflächenart C hend durch die Kohlenstoffübersättigung
gewählt werden. vorgegeben. Mit der Verringerung der
Sollen Beschichtungssysteme mit Kohlenstoffübersättigung verringert sich
einer Einbrenntemperatur von über auch das Alterungspotenzial. Es kann
200 °C aufgebracht werden, so ist dies ein Nachteil sein, wenn die Alterung vor
dem Hersteller bei der Bestellung anzu- der Kaltverformung auftritt, z. B. Bildung
geben, da dies Einfluss auf die Rollknick- von Rollknick- und Fließfiguren. Weil
freiheit haben kann. Zur Erzielung einer die Bildung von Rollknicken und Fließ-
einwandfreien Haftung der Beschichtung figuren zeitabhängig sein kann, sollten
ist eine Oberflächenbehandlung bzw. dem die Erzeugnisse möglichst bald verarbei-
Abwitterungszustand angepasste Reini- tet werden.
gung und Vorbehandlung durchzuführen. Das Alterungspotenzial kann auch
Saubere, chemisch passivierte Oberflä- einen erwünschten Effekt aufweisen, z. B.
chen bilden für die üblichen Beschich- bei den Bake-Hardening-Stahlsorten und
tungen einen guten Untergrund. Öle aus den Mehrphasenstählen, wenn die Alte-
der Oberflächenbehandlung „Geölt“ oder rung nach dem Kaltumformen durch
sonstige chemische Ablagerungen sind eine künstliche Alterung, z. B. beim Ein-
mittels geeigneter Spezialreiniger oder brennen der Lackierung, erfolgt und damit
durch eine ammoniakalische Netzmittel- die Streckgrenzen erhöht werden.
wäsche sowie durch gründliches Nach- Wünscht der Kunde „Rollknickfrei-
spülen mit Wasser zu entfernen. Siehe heit“, so ist dies bei der Bestellung anzu-
hierzu die SIZ-Schrift MB 229 „Beschich- geben.
ten von oberflächenveredeltem Stahl- Freiheit von Fließfiguren ist nach
blech“. Weitere Einzelheiten gehen aus dem Kaltwalzen für die Oberfläche B und
den anwendungstechnischen Hinweisen C für nachstehende Zeiträume gegeben.
der Lackhersteller hervor. Die Zeiträume für die Fließfiguren begin-
nen mit der vereinbarten Zurverfügung-
stellung:

47
– 3 Monate Bei Banddicken ≥ 0,90 mm muss
für Bake-Hardening-Stähle, wenn die mit Verbiegungen (Knicken), die beim
Lagerungstempertur unter 50 °C liegt, Aufwickeln des Bandes auf die Band-
– 6 Monate trommeln entstehen, gerechnet werden.
für die Sorten DX54D, DX55D, DX56D Bei der Bearbeitung müssen geeignete
und DX57D und die höherfesten IF- Anlagen für das Glätten (durch Walzen
Stähle (Y), mit kleinem Durchmesser) eingesetzt
– keine Frist für alle anderen Stähle. werden.
Das Risiko von Rollknicken steigt
mit der Dauer der Lagerung, insbeson-
dere bei Erzeugungsdicken ≥ 0,90 mm. 10.2 Rollenaußendurch-
Bei Z-Feinblech kann es zu Alterung messer, Rollengewichte
des Zinküberzuges kommen, was bei Um-
formung zur Rissbildung im Überzug
und Bestellmengen
führen kann. Die unterschiedlichen Produktions-
einrichtungen bei Herstellern wie auch
Verbrauchern bedingen bei Auftragser-
teilung eine Festlegung der zu liefernden
Außendurchmesser der Rollen bzw. der
10 Besondere Hinweise Rollengewichte. Die Lieferwerke arbeiten
grundsätzlich mit verschiedenen Erzeu-
für die Verarbeitung gungseinheiten, deren Gewichte von der
von Band Blechbreite abhängen. Hierauf ist in der
Bestellung bei der Festlegung der Rollen-
10.1 Abwickelvorrichtung, gewichte und der Positionsgröße Rück-
Rolleninnendurchmesser sicht zu nehmen. Positionsgrößen sollten
eine Erzeugungseinheit oder ein ganzes
Der Haspel sollte spreiz- und regel- Vielfaches davon betragen. Die Rollen-
bar sein, um die Rollen fest einspannen gewichte sollten der Erzeugungseinheit
und beim Ablauf bremsen zu können. entsprechen oder durch Teilung ohne
Dadurch werden Verschiebungen der Rest daraus herstellbar sein.
Bandoberflächen gegeneinander vermie-
den. Von Vorteil ist ein Haspel, von dem
die Rollen von oben oder von unten 10.2.1 Bestellung nach Maximalgewicht
abgewickelt werden können. Der Durch- Zu empfehlen ist, dass der Besteller
messerunterschied zwischen zusammen- maximale Rollenaußendurchmesser bzw.
gezogenem und gespreiztem Haspel sollte Maximalgewichte vorgibt. Bei dieser Be-
mindestens 25 mm betragen. In gespreiz- stellart wird der maximale Außendurch-
tem Zustand muss der Haspeldorn rund messer oder das maximale Rollengewicht
sein. Beim Aufwickeln von Bändern mit nicht überschritten. Das Lieferwerk teilt
größeren Blechdicken ist die Gefahr der die Erzeugniseinheiten so, dass nach Mög-
Bildung von Haspelknicken gegeben. Um lichkeit gleich große Rollen ohne Rest
diese Gefahr zu verringern, sollte bei die- entstehen.
sen Dicken der Rolleninnendurchmesser
stets 610 mm betragen, welches den
Standard darstellt.

48
10.2.2 Bestellung nach Maximal- und Minimal- 10.5 Wickelzustand
außendurchmesser bzw. -gewichten
Wird neben dem maximalen Außen- Die Rollen sollen möglichst kanten-
durchmesser bzw. maximalen Gewicht gerade und fest gewickelt sein. Da sich
auch ein minimaler Außendurchmesser ein Verlaufen der Windungen nicht
bzw. minimales Gewicht gewünscht, immer vermeiden lässt, muss der Ver-
müssen die Toleranzen ausreichend groß arbeiter mit einem leichten Überstehen
sein. Darüber sind mit dem Hersteller einzelner Windungen über die Rollen-
besondere Vereinbarungen zu treffen. (Coil-)breite hinaus rechnen.
Bei dieser Bestellart dürfen bis zu 10 %
des Positionsgewichtes mit Durchmesser-
bzw. Gewichtsunterschreitungen gelie- 10.6 Ebenheit
fert werden, mindestens jedoch eine
Rolle. Das ergibt sich aus den Fertigungs- Durch das Wickeln auf einen Haspel
bedingungen und gegebenenfalls aus den nimmt das Band Spannungen auf. Diese
Bestellvorschriften. Ein Restring sollte bewirken nach dem Abwickeln Abwei-
nicht unter 800 mm Außendurchmesser chungen von der Ebenheit, z. B. Rollen-
haben. bögen und Einspannknicke.
Bei vielen Verarbeitungsvorgängen,
wie z. B. beim Tiefziehen, Stanzen und
10.3 Schweißnähte Profilieren, stören diese Abweichungen
nicht. Will der Verbraucher ebenes Blech
Zur Optimierung der Rollengewich- erhalten, so muss er eine geeignete Richt-
te kann die Mitlieferung von Schweiß- maschine einsetzen.
nähten vereinbart werden. In diesem Fall
muss mit den einzelnen Lieferanten ent-
sprechend ihren Möglichkeiten eine ge- 10.7 Abnahme und Probennahme
sonderte Absprache getroffen werden.
Die Lage einer Schweißnaht wird Bei Lieferung in Rollen kann eine
im Allgemeinen nicht markiert, auf be- Oberflächenabnahme nicht durchgeführt
sonderen Wunsch des Verarbeiters kann werden. Die Abnahme beschränkt sich
sie jedoch gekennzeichnet werden, z. B. auf die mechanischen Eigenschaften, die
durch Lochstanzung oder Farbmarkie- an Proben vom Anfang oder Ende der
rung. Rolle ermittelt werden. Für die Prüfver-
fahren gelten die Festlegungen in der für
das Material jeweils gültigen Norm.
10.4 Kantenausführung
Band wird normalerweise mit 10.8 Fehleranteil bei Lieferungen
schmelztauchüberzogenen Kanten gelie- von schmelztauchveredeltem
fert. Hierbei können kleine Kantenrisse Band
und leichte Unebenheiten in dem Über-
zug auftreten. Schmelztauchveredeltes Es ist technisch nicht möglich, ein
Band kann auch mit nach dem Schmelz- fehlerfreies Band zu liefern. Dieser Tat-
tauchveredeln beschnittenen Kanten sache muss der Verbraucher Rechnung
geliefert werden (Besäumen). tragen. Aus diesem Grunde kann es sinn-

49
voll sein, Ausfallregelungen zu vereinba- 10.10 Oberflächenschutz
ren. Bei Tafellieferung kann ein Teil der
Fehler aussortiert und damit der Fehler- Im Hinblick auf den Oberflächen-
anteil geringer werden. Bei der Lieferung schutz während der Lagerung und
von Rollen sind schadhafte Stellen im des Transports sollte folgendes beachtet
Schweißnahtbereich oder auf den ersten werden:
Außen- oder Innenwindungen unvermeid- – alle Arten von Oberflächenschutz
bar. Deshalb können zur Festlegung der sichern lediglich eine temporäre Kor-
Ausfallmenge derartige Teile oder Stücke rosionsbeständigkeit während des
nicht mitgerechnet werden. Transports und der Lagerung; Farb-
Zur Beurteilung der Qualität und änderungen können auftreten
damit als Basis für Reklamationen können – besonders der Schutz durch Ölen ist
nur repräsentative Liefermengen heran- stark von der Lagerzeit abhängig. Der
gezogen werden. Beim Auftreten höhe- zunächst gleichmäßige Ölfilm wird
rer Fehleranteile, auch bei kleinen Liefer- durch das technisch bedingte Band-
mengen, sind die notwendigen Einzel- profil zunehmend ungleichmäßig und
heiten dem Lieferwerk anzugeben. es können sich blanke Stellen ent-
Sollten sich beim Abwickeln einer wickeln. Unterschiedliche Öle können
Rolle wiederkehrende Fehler zeigen, die ein unterschiedliches Verhalten zeigen
vermuten lassen, dass die ganze Rolle
bei ihrer Verarbeitung einen stark über-
höhten Ausschuss bringt, so muss der
Verarbeiter die Rolle absetzen und um-
gehend den Lieferanten benachrichti- 11 Bezeichnungen bei
gen. Fehler dürfen nur dann beanstandet
werden, wenn sie eine der Bestellung der Bestellung
angemessene Verarbeitung und Verwen-
dung mehr als unerheblich beeinträch- Die Lieferung von schmelztauch-
tigen. veredeltem Band und Blech erfolgt nach
den gültigen Normen.

10.9 Aussehen der Oberfläche


Das Aussehen der Oberfläche kann
variieren und durch Oxidation dunkler
werden. Durch Alterung des Überzugs
kann die Oberfläche während der Ver-
arbeitung in einem bestimmten Maße
rissig werden, wodurch sich der Wider-
stand gegen Abrieb vermindern kann.
Der Anwender sollte dieses Verhalten
beachten.

50
Anwendung der Bezeichnung bei der Bestellung:

Beispiel 1

Feuerverzinktes Band aus Baustahl mit Zink-Überzug (Z) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte S320GD S320GD+Z

Auflage 275 g/m2, beidseitig 275

In der Ausführung des Überzugs mit N


üblicher Zinkblume N

Mit üblicher Oberfläche: Oberflächenart A A

Mit der Oberflächenbehandlung C


chemisch passiviert C

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – S320GD+Z275 - N A - C
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

Beispiel 2

Band aus weichen Stählen mit Zink-Eisen-Legierüberzug (ZF) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte DX56D DX56D+ZF

Auflage 100 g/m2, beidseitig 100

Mit verbesserter Oberfläche: Oberflächenart B B

Mit der Oberflächenbehandlung O


geölt O

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – DX56D+ZF100 - B - O
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

51
Anwendung der Bezeichnung bei der Bestellung:

Beispiel 3

Band aus weichen Stählen mit Zink-Aluminium-Überzug (ZA) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte DX53D DX53D+ZA

Auflage 130 g/m2, beidseitig 130

Mit verbesserter Oberfläche: B


Oberflächenart B

Mit der Oberflächenbehandlung C


chemisch passiviert C

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – DX53D+ZA130 - B - C
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

Beispiel 4

Band aus Baustahl mit Aluminium-Zink-Überzug (AZ) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte S250GD S250GD+AZ

Auflage 185 g/m2, beidseitig 185

Mit bester Oberfläche: C


Oberflächenart C

Mit der Oberflächenbehandlung CO


chemisch passiviert und geölt CO

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – S250GD+AZ185 - C - CO
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

52
Beispiel 5

Band aus weichen Stählen mit Aluminium-Silizium-Überzug (AS) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte DX53D DX53D+AS

Auflage 80 g/m2, beidseitig 80

Mit verbesserter Oberfläche: B


Oberflächenart B

Mit der Oberflächenbehandlung CO


chemisch passiviert und geölt CO

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – DX53D+AS80 - B - CO
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

Beispiel 6

Band aus Stahl mit hoher Streckgrenze mit Zink-Überzug (Z) Band
nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte HX340LAD HX340LAD+Z

Auflage 140 g/m2, beidseitig 140

In der Ausführung des Überzugs mit M


kleiner Zinkblume M

Mit verbesserter Oberfläche: Oberflächenart B B

Mit der Oberflächenbehandlung O


geölt O

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – HX340LAD+Z140 - M B - O
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

53
Anwendung der Bezeichnung bei der Bestellung:

Beispiel 7

Band aus Mehrphasenstahl mit Zink-Eisen-Legierüberzug (ZF) Band


nach DIN EN 10346 DIN EN 10346

Stahlsorte HCT600X HCT600X+ZF

Auflage 100 g/m2, beidseitig 100

Mit bester Oberfläche: Oberflächenart C C

Mit der Oberflächenbehandlung O


geölt O

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 – HCT600XD+ZF100 - C - O
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

Beispiel 8

Band aus Baustahl mit Zink-Magnesium-Überzug (ZM) Band


nach DIN EN 10346 / SEW 022 DIN EN 10346 / SEW 022

Stahlsorte S220GD S220GD+ZM

Auflage 140 g/m2, beidseitig 140

Oberflächenart A
übliche Oberfläche

Oberflächenbehandlung C
chemisch passiviert

Die vollständige Bezeichnung für die Bestellung lautet:


Band DIN EN 10346 / SEW 022 – S220GD+ZM140 - A - C
(Grenzabmaße und Formtoleranzen nach DIN EN 10143)

54
12 Verpackung, VDI 2700
Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen
Lagerung, Transport
VDI 3319 Blatt 1
Die Verpackung ist mit den jewei- Verpackungsrichtlinie für Spaltbänder
ligen Lieferwerken abzustimmen. und Coils aus Stahl
Das SIZ-Merkblatt 114 „Verpackung,
Lagerung und Transport von unbeschich- VDA 239-100: Werkstoffblatt
tetem und beschichtetem Band und Flacherzeugnisse aus Stahl zur Kaltum-
Blech“ sollte ebenfalls herangezogen formung – Anforderungen und Material-
werden. eigenschaften

SEW 022 (Stahlinstitut VDEh)


Kontinuierlich schmelztauchveredelte
Flacherzeugnisse aus Stahl
13 Normen, Regelwerke – Zink-Magnesium-Überzüge
Technische Lieferbedingungen
und Fachliteratur
DVS-Merkblatt 2910
DIN EN 10021 Widerstandspunkt-, Buckel- und Rollnaht-
Allgemeine technische Lieferbedingungen schweißen von feuerverzinktem Stahl-
für Stahlerzeugnisse blech

DIN EN 10027-1 und


DIN EN 10027-2 Schriften des Stahl-Informations-Zentrums:
Bezeichnungssysteme für Stähle – Kurz-
namen bzw. Nummernsystem Charakteristische Merkmale 090
„Schwingungsdämpfendes Verbundband
DIN EN 10143* und Verbundblech“
Kontinuierlich schmelztauchveredeltes
Blech und Band aus Stahl – Charakteristische Merkmale 092
Grenzabmaße und Formtoleranzen „Elektrolytisch veredeltes Band und
Blech“
DIN EN 10169
Kontinuierlich organisch beschichtete Charakteristische Merkmale 093
(bandbeschichtete) Flacherzeugnisse aus „Organisch bandbeschichtete Flacher-
Stahl zeugnisse aus Stahl“

DIN EN 10204
Metallische Erzeugnisse – Arten von Prüf- * Die Tabellen der Schrift enthalten Auszüge
bescheinigungen aus dieser Norm. Sie sind mit Erlaubnis des
DIN Deutsches Institut für Normung e.V. wieder-
DIN EN 10346* gegeben. Maßgebend für das Anwenden der
Kontinuierlich schmelztauchveredelte DIN-Norm ist deren Fassung mit dem neuesten
Flacherzeugnisse aus Stahl – Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH,
Technische Lieferbedingungen Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

55
Charakteristische Merkmale 094 Merkblatt 130
„Feuerverzinkter Bandstahl“ Chemische Passivierung von metallischen
Überzügen auf Stahlfeinblech
Merkblatt 109
Stahlsorten für oberflächenveredeltes Merkblatt 180
Feinblech Walzprofilieren von Flacherzeugnissen
aus Stahl
Merkblatt 110
Schnittflächenschutz und kathodische Merkblatt 229
Schutzwirkung von schmelztauchver- Beschichten von oberflächenveredeltem
edeltem und bandbeschichtetem Fein- Stahlblech
blech
Merkblatt 235
Merkblatt 114 Weich- und Hartlöten von bandverzink-
Verpackung, Lagerung und Transport tem Feinblech
von unbeschichtetem und beschichtetem
Band und Blech Merkblatt 382
Kleben von Stahl und Edelstahl Rostfrei
Merkblatt 122
Stahlfeinbleche mit schweißgeeignetem Dokumentation 566
Korrosionsschutzprimer für den Einsatz Zink-Magnesium-veredelte Feinbleche –
in der Automobilindustie Weniger ist mehr

Merkblatt 127
Beölung von Feinblech in Band und Tafeln

56
Stahl-Informations-Zentrum
im Stahl-Zentrum
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