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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 1 von 85

BGR 172
(bisherige ZH 1/534.7)

Fachausschuss "Bau" der BGZ

Gerüstbau

Fahrgerüste
April 2000

HVBG
Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften

Inhalt

Vorbemerkung

1 Anwendungsbereich
2 Begriffsbestimmungen
3 Allgemeine Anforderungen
4 Brauchbarkeitsnachweis

5 Anforderungen an Fahrgerüste
5.1 Gerüstgruppen und zulässige Belastung
5.2 Zulässige Belastungen

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5.3 Fahrrollen
5.4 Ballast
5.5 Seitenschutz
5.6 Zugänge

6 Regelausführung für fahrbare Stahlrohr-


Kupplungsgerüste
6.1 Zulässige Belastungen
6.2 Gerüstabmessungen
6.3 Gerüstrohre
6.4 Kupplungen und Zentrierbolzen
6.5 Fahrrollen
6.6 Güteanforderungen an Holzbauteile
6.7 Beläge
6.8 Seitenschutz
6.9 Zugänge
6.10 Konstruktive Ausbildung

7 Regelausführung für Fahrbare Arbeitsbühnen

8 Auf, Um und Abbau


8.1 Allgemeines
8.2 Durchführung der Arbeiten
8.3 Prüfung durch den Gerüstersteller

9 Kennzeichnung

10 Verwendung
10.1 Allgemeines
10.2 Prüfung durch den Gerüstbenutzer

11 Zeitpunkt der Anwendung

Anhang Vereinfachter Kippsicherheitsnachweis für Fahrbare


1: Gerüste
Anhang Prüfprotokoll für Arbeits und Schutzgerüste
2:
Anhang DIN 4422 Teil 1 - Fahrbare Arbeitsbühnen (Fahrgerüste)
3:
Anhang Vorschriften und Regeln
4:

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Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit


bei der Arbeit (BG-Regeln) sind Zusammenstellungen bzw.
Konkretisierungen von Inhalten z.B. aus

staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Gesetze,


Verordnungen)
und / oder
berufsgenossenschaftlichen Vorschriften
(Unfallverhütungsvorschriften)
und / oder
technischen Spezifikationen
und / oder
den Erfahrungen berufsgenossenschaftlicher
Präventionsarbeit.

Vorbemerkung
BG-Regeln richten sich in erster Linie an den Unternehmer und sollen ihm
Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatlichen
Arbeitsschutzvorschriften und/oder BG-Vorschriften geben sowie Wege aufzeigen,
wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren
vermieden werden können.

Auf verbindliche Inhalte aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und/oder aus BG-


Vorschriften wird durch entsprechende Verweise in Kursivschrift [blaue Schrift in
Bildschirmdarstellung /Anm. d. Red.] hingewiesen.

Der Unternehmer kann bei Beachtung der in diesen BG-Regeln enthaltenen


Empfehlungen davon ausgehen, dass er die in BG-Vorschriften geforderten
Schutzziele erreicht. Andere Lösungen sind möglich, wenn Sicherheit und
Gesundheitsschutz in gleicher Weise gewährleistet sind. Sind zur Konkretisierung
staatlicher Arbeitsschutzvorschriften von den dafür eingerichteten Ausschüssen
technische Regeln ermittelt worden, sind diese vorrangig zu beachten.

Werden verbindliche Inhalte aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und/oder aus


BG-Vorschriften wiedergegeben, wird auf sie in diesen BG-Regeln durch
entsprechende Verweise in Kursivschrift hingewiesen. Erläuterungen, insbesondere
beispielhafte Lösungsmöglichkeiten, sind durch entsprechende Hinweise in
Kursivschrift gegeben.

DIN 4420 "Arbeits- und Schutzgerüste" wurde unter ingenieurmäßigen

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Gesichtspunkten erarbeitet und ist wie folgt in 4 Teile gegliedert:

- DIN 4420-1 "Allgemeine Regelungen; sicherheitstechnische


Anforderungen, Prüfungen",
- DIN 4420-2 "Leitergerüste; sicherheitstechnische
Anforderungen",
- DIN 4420-3 "Gerüstbauarten, ausgenommen Leiter- und
Systemgerüste; sicherheitstechnische
Anforderungen und Regelausführungen",
- DIN 4420-4 "Arbeits- und Schutzgerüste aus vorgefertigten
Bauteilen (Systemgerüste); Werkstoffe,
Gerüstbauteile, Abmessungen, Lastannahmen und
sicherheitstechnische Anforderungen".

Diese BG-Regeln stützen sich auf DIN 4420 und erläutern diese für die
unterschiedlichen Gerüstbauarten. In diesen Regeln sind für den Gerüsthersteller und
-anwender die für die Regelausführung der jeweiligen Gerüstbauart spezifischen
Anforderungen sowie die im berufsgenossenschaftlichen Vorschriftenwerk
enthaltenen Bestimmungen zusammengestellt. Darüber hinaus enthalten sie,
entsprechend DIN 4420-1, für die verschiedenen traditionellen Gerüstbauarten
Regelungen für Auf-, Um- und Abbauen sowie das Verwenden.

Die Reihe "Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit im


Gerüstbau" (BG-Regeln) umfaßt folgende Teile:

- Allgemeiner Teil (mit Anhang DIN BGR 165, bisherige ZH 1/534.0


4420)
- Systemgerüste (Rahmen- und BGR 166, bisherige ZH 1/534.1
Modulgerüste)
- Stahlrohr-Kupplungsgerüste BGR 167, bisherige ZH 1/534.2
- Auslegergerüste BGR 168, bisherige ZH 1/534.3
- Konsolgerüste für den Hoch- und BGR 169, bisherige ZH 1/534.4
Tiefbau
- Konsolgerüste für den Stahl- und BGR 170, bisherige ZH 1/534.5
Anlagenbau
- Bockgerüste BGR 171, bisherige ZH 1/534.6
- Fahrgerüste BGR 172, bisherige ZH 1/534.7
- Kleingerüste BGR 173, bisherige ZH 1/534.8
- Hängegerüste BGR 174, bisherige ZH 1/534.9

sowie
- Montagegerüste für Aufzugschächte BGR 175, bisherige ZH 1/534.10

Zusätzlich sind für Arbeits- und


Schutzgerüste die
- "Grundsätze für die Prüfung von BGG 927, bisherige ZH 1/585

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Belagteilen in Fang- und


Dachfanggerüsten sowie von
Schutzwänden in
Dachfanggerüsten"
zu beachten.

1 Anwendungsbereich
1.1 Diese BG-Regeln finden Anwendung auf das Auf, Um und Abbauen sowie das
Verwenden von Fahrgerüsten.

1.2 Sie finden keine Anwendung auf verfahrbare Hängegerüste.

Siehe die BG-Regeln "Gerüstbau - Hängegerüste" (BGR 174, bisherige ZH


1/534.9).

2 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieser BG-Regeln werden folgende Begriffe bestimmt:

2.1 Fahrgerüste sind fahrbare Konstruktionen, die aus Gerüstbauteilen


zusammengesetzt, ihrer Bestimmung entsprechend verwendet und wieder
auseinandergenommen werden. Nach ihrer Ausführungsart sind Fahrgerüste nach

- Fahrbare Gerüste

und

- Fahrbare Arbeitsbühnen

zu unterscheiden.

2.2 Fahrbare Gerüste sind Gerüste nach DIN 4420 und den BG-Regeln "Gerüstbau",
die auf Fahrrollen stehen und verfahren werden können.

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Fahrbare Gerüste können z. B. erstellt werden aus Gerüstrohren und


Kupplungen, Systemgerüsten und Bockgerüsten siehe DIN 4420.

2.3 Fahrbare Arbeitsbühnen sind einfeldige Gerüstkonstruktionen nach DIN 44221


aus vorgefertigten (systemabhängigen) Bauteilen mit einer Standhöhe von 2,5 m bis
12 m (innerhalb von Gebäuden) und 2,5 m bis 8 m (außerhalb von Gebäuden),

- denen als Gesamtkonstruktion eine Aufbau und Verwendungsanleitung des


Herstellers zugrunde liegt,

- die von Hand auf fester, ebener Aufstellfläche verfahren werden können,

- die planmäßige Maße aufweisen,

- freistehend benutzt werden können,

- die eine oder mehrere Belagflächen

und

- mindestens vier Fahrrollen haben.

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Bild 1: Systemskizze eines Fahrbaren Gerüstes

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Bild 2: Systemskizze für eine Fahrbare Arbeitsbühne

2.4 Standhöhe im Sinne dieser Regeln ist der Abstand zwischen Aufstellfläche und
der obersten Belagfläche (siehe Bild 3).

Für die Anwendung wird unterschieden in Standhöhe und Arbeitshöhe (siehe


Bild 3).

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Bild 3: Standhöhe und Arbeitshöhe bei Fahrgerüsten

3 Allgemeine Anforderungen
Fahrgerüste müssen nach diesen BG-Regeln und im übrigen den allgemein
anerkannten Regeln der Technik entsprechend beschaffen sein und verwendet
werden. Abweichungen sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise
gewährleistet ist.

Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind z. B. die im Anhang 4


aufgeführten DIN Normen und VDE Bestimmungen sowie technische Regeln
anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten
des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum.

3.1 Die in diesen Regeln enthaltenen technischen Lösungen schließen andere,


mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus, die auch in technischen Regeln
anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ihren Niederschlag gefunden
haben können.

3.2 Prüfberichte von Prüflaboratorien, die in anderen Mitgliedstaaten der


Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen sind, werden in gleicher Weise wie
deutsche Prüfberichte berücksichtigt, wenn die den Prüfberichten dieser Stellen
zugrundeliegenden Prüfungen, Prüfverfahren und konstruktiven Anforderungen denen

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der deutschen Stelle gleichwertig sind. Um derartige Stellen handelt es sich vor allem
dann, wenn diese die in der Normenreihe EN 45 000 niedergelegten Anforderungen
erfüllen.

4 Brauchbarkeitsnachweis
4.1 Für Fahrgerüste ist ein Brauchbarkeitsnachweis, bestehend aus dem
Standsicherheitsnachweis und dem Nachweis der Arbeits und Betriebssicherheit,
erforderlich. Er ist zu erbringen für

- Fahrbare Gerüste nach DIN 4420 und Tabelle 1

oder

- Fahrbare Arbeitsbühnen nach DIN 44221.

Siehe Bauordnungen der Bundesländer.

4.2 Der Brauchbarkeitsnachweis gilt als erbracht, wenn

- StahlrohrKupplungsgerüste entsprechend der Regelausführung nach Abschnitt 6


dieser Regeln

oder

- Fahrbare Arbeitsbühnen nach der Aufbau und Verwendungsanleitung des


Herstellers

errichtet und verwendet werden.

4.3 Fahrbare Arbeitsbühnen, die abweichend von der Aufbau und


Verwendungsanleitung des Herstellers errichtet und verwendet werden, sind als
Fahrbare Gerüste nach DIN 4420 zu beurteilen.

4.4 Werden Fahrbare Gerüste nach fachlicher Erfahrung beurteilt, so kann der
Kippsicherheitsnachweis durch einen vereinfachten Nachweis nach Anhang 1 geführt
werden.

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Tabelle 1: Möglichkeiten des Brauchbarkeitsnachweises bei der Verwendung von


Fahrbaren Gerüsten

5 Anforderungen an Fahrgerüste
5.1 Gerüstgruppen und zulässige Belastung

Fahrgerüste sind nach Tabelle 2 in sechs Gerüstgruppen eingeteilt.

1 2 3 4
Gerüst- Mindestbreite der flächenbezogenes Flächenpressung3)

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gruppe1) Belagfläche2) Nutzgewicht kg/m2

m kg/m2
1 0,50 m4) - -

2 0,60 m4) 150 -

3 0,60 m4) 200 -

4 0,90 m 300 500


5 0,90 m 450 750
6 0,90 m 600 1000

1) Gerüstgruppe nach DIN 4420-1. Fahrbare Arbeitsbühnen nach DIN 4422-1 dürfen
nur für die Gerüstgruppen 2 oder 3 bemessen werden.

2) Die freie Durchgangsbreite muss bei Materiallagerung auf der Belagfläche


mindestens 0,20 m betragen.

3) Flächenpressung ist hier Nutzgewicht geteilt durch dessen tatsächliche


Grundrißfläche.

4)Die Bordbrettdicke darf mitgerechnet werden.

Tabelle 2: Gerüstgruppen

5.2 Zulässige Belastungen

5.2.1 Die Summe der Nutzgewichte auf den einzelnen Belagflächen darf innerhalb
eines Gerüstfeldes den Wert des sich aus Tabelle 2, Spalte 3, zu berechnenden
Nutzgewichtes je Gerüstfeld nicht überschreiten.

5.2.2 Je Person ist ein Gewicht von 100 kg anzusetzen.

5.2.3 Werden Lasten mit Hebezeugen auf Fahrgerüsten abgesetzt, ist deren Gewicht
jeweils mit dem Faktor 1,2 zu multiplizieren.

5.2.4 Für die Belastung durch Personen ist kein Nachweis der Flächenpressung
erforderlich.

5.2.5 Arbeitsgerüste der Gerüstgruppe 3 dürfen nur für Arbeiten eingesetzt werden,
bei denen die Belastung aus Material und Personen das flächenbezogene
Nutzgewicht von 200 kg/m2 nicht überschreitet.

Zulässige Arbeiten sind z. B.:

- maschinelle Putz und Stuckarbeiten,

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- Putz und Stuckarbeiten mit geringer Materiallagerung,

- Malerarbeiten,

- Dachdeckungsarbeiten,

- Fassadenbekleidungsarbeiten,

- Beschichtungsarbeiten,

- Verfugungsarbeiten,

- Ausbesserungsarbeiten,

- Bewehrungsarbeiten mit geringer Materiallagerung,

- Montagearbeiten,

wenn bei Materiallagerung auf der Belagfläche eine Durchgangsbreite von


mindestens 0,20 m erhalten bleibt.

Beispiel für die zulässige Belastung einer Belagfläche in einem Gerüstfeld


der Gerüstgruppe 3:

Ständerabstand 2,50 m
Belagbreite 0,60 m
ergibt Belagfläche 2,50 m x 0,60 m = 1,50 m2
zulässige 1,50 m x 200 300 kg
Belastung der kg/m2 =
Belagfläche
Die tatsächliche Belastung setzt sich aus dem Gewicht von Materialien und
Personen zusammen. Für jede Person ist ein Gewicht von 100 kg
anzusetzen.
zulässige 300 kg
Belastung. der
Belagfläche
Eine Person 100 kg
ergibt zulässige 200 kg
Materiallagerung

5.3 Fahrrollen

Fahrrollen müssen mit ihrer zulässigen Tragfähigkeit gekennzeichnet sein.

Siehe auch DIN 4422 1.

5.4 Ballast

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5.4.1 Als Ballast sind feste Baustoffe, z. B. Stahl oder Beton, jedoch keine flüssigen
oder körnigen zu verwenden.

5.4.2 Ballast ist so anzubringen, dass er seine Lage nicht unbeabsichtigt verändern
kann.

5.5 Seitenschutz

5.5.1 Belagflächen müssen mit einem Seitenschutz bestehend aus Geländerholm,


Zwischenholm und Bordbrett (siehe Bild 3) umwehrt sein.

5.5.2 Abweichend von Abschnitt 5.5.1 darf auf den Seitenschutz verzichtet werden,
wenn die Gerüstlage nicht mehr als 2,00 m über einer ausreichend breiten und
tragfähigen Fläche angeordnet ist.

5.5.3 Abweichend von Abschnitt 5.5.1 darf in Gerüstfeldern auf das Bordbrett
verzichtet werden, wenn diese ausschließlich als Aufstieg genutzt werden.

5.6 Zugänge

Arbeitsplätze auf Fahrgerüsten müssen über sichere Zugänge oder Aufstiege


erreichbar sein. Leitern dürfen nur als Innenaufstiege verwendet werden.

6 Regelausführung für fahrbare Stahlrohr-


Kupplungsgerüste
6.1 Zulässige Belastungen

6.1.1 Fahrbare StahlrohrKupplungsgerüste in der Regelausführung dürfen als Arbeits


und Fanggerüst nur

- in den Gerüstgruppen 1 bis 3 erstellt

und

- auf höchstens 6,0 m2 der Belagfläche mit dem flächenbezogenen Nutzgewicht


belastet

werden.

6.1.2 Sie müssen beim Aufkommen von Wind mit Geschwindigkeiten von mehr als 12
m/s (Windgeschwindigkeit 6 nach BeaufortSkala) gegen Umkippen gesichert werden.

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Bild 4: Systemskizze der Regelausführung eines Stahlrohr- Kupplungsgerüstes (Der


Leitergang ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt, siehe Bild 6).

6.2 Gerüstabmessungen

6.2.1 StahlrohrKupplungsgerüste dürfen in der Regelausführung in Längs- und


Querrichtung höchstens zweifeldig ausgeführt werden, dabei darf

bei Aufstellung im Freien ein Verhältnis von Standhöhe zur kleinsten Aufstandbreite
von höchstens 3 : 1

und

- bei Aufstellung in geschlossenen Räumen ein Verhältnis von Standhöhe zur


kleinsten Aufstandbreite von höchstens 4 : 1

nicht überschritten werden.

StahlrohrKupplungsgerüste als Fahrgerüste, bei denen durch konstruktive


Maßnahmen die Aufstandbreite gegenüber der Belagbreite vergrößert wird,
entsprechen nicht der Regelausführung.

6.2.2 Der senkrechte Abstand der Längs und Querriegel darf höchstens 2,00 m
betragen.

Der Ständerabstand muss Tabelle 3 entsprechen.

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1 2 3
Gerüstgruppe waagerechter waagerechter
Abstand der Abstand der
Längsriegel Querriegel
a /
m m
max. max
1 1,75 2,50
2 1,50 2,25
3 1,50 2,00

Tabelle 3: Regelausführung von StahlrohrKupplungsgerüsten

6.3 Gerüstrohre

6.3.1 Als Gerüstrohre müssen

- Stahlrohre nach DIN 4427,

oder

- Stahlrohre mit einer Stahlgüte von mindestens St 33, einem Außendurchmesser von
48,3 mm und einer Wanddicke von mindestens 3,2 mm

verwendet werden.

6.3.2 Werden Stahlrohre verwendet, müssen diese mit einem Korrosionsschutz nach
DIN 4427 versehen sein.

6.4 Kupplungen und Zentrierbolzen

6.4.1 Es dürfen nur gekennzeichnete Kupplungen der Klassen B und BB (siehe auch
Tabelle 4) verwendet werden. Diese müssen

- DIN EN 74 entsprechen

oder

- vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) geprüft sein.

Für Kupplungen der Klasse BB muss vom BIBt eine allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung vorliegen, da für diese Art der Kupplung in DIN EN 74 keine
Anforderungen enthalten sind.

Beispiel für Kennzeichnung nach DIN EN 74:

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Beispiel für Kennzeichnung durch DIBt:

6.4.2 Für das Anschließen von Längs und Querriegeln an Ständer dürfen nur
Normalkupplungen verwendet werden.

6.4.3 Rohrstöße dürfen nur mit Stoßkupplungen der Klasse B und Zentrierbolzen
nach Abschnitt 6.4.6 ausgeführt werden.

6.4.4 Drehkupplungen dürfen nur verwendet werden

- zum Anschluß von Diagonalstreben, sofern keine Normalkupplungen benutzt


werden können,

- zur Lagesicherung von Zwischenquerriegeln.

6.4.5 Kupplungen mit Schraubverschluß müssen mit einem Moment von 50 Nm


angezogen werden.

50 Nm entspricht bei einem Hebelarm von 25 cm einer Kraft von 20 kg,

Art der Kupplung zulässige Belastung


kN
Normalkupplung 9
Klasse B und BB
Stoßkupplung 6
Klasse B
Drehkupplung 5
Normalkupplung Klasse BB 15
mit untergesetzter Kupplung
Klasse B

Tabelle 4: Tragfähigkeit von Kupplungen

6.4.6 Es dürfen nur gekennzeichnete Zentrierbolzen nach DIN EN 74 verwendet


werden.

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6.5 Fahrrollen

6.5.1 Es dürfen nur Fahrrollen verwendet werden, die nach Abschnitt 5.3
gekennzeichnet sind.

6.5.2 Die erforderliche Tragfähigkeit der Fahrrollen ist im Einzelfall zu ermitteln.


Hierbei dürfen maximal 3 Fahrrollen als tragend angesetzt werden.

Bei der Ermittlung der erforderlichen Tragfähigkeit ist das Gesamtgewicht unter
Ansatz eines flächenbezogenen Nutzgewichtes für höchstens 6 m2 zu
berücksichtigen. Das ermittelte Gesamtgewicht darf nicht größer als die
zulässige Tragfähigkeit von 3 Fahrrollen sein.

6.6 Güteanforderungen an Holzbauteile

6.6.1 Gerüstbauteile aus Holz müssen mindestens der Sortierklasse S 10 oder MS 10


nach DIN 40741 entsprechen.

6.6.2 Gerüstbretter oder bohlen aus Holz müssen dauerhaft mit dem Ü-Zeichen
gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung muss außerdem die letzten beiden Ziffern
des Jahres der Herstellung enthalten.

Siehe Bauordnungen der Bundesländer in Verbindung mit der Bauregelliste A.

6.6.3 Gerüstbretter oder bohlen müssen mindestens 3,0 cm dick und dürfen an ihren
Enden nicht aufgerissen sein.

Gerüstbretter oder bohlen werden z. B. durch Einschlagen von WellenBandeisen


an den Stirnseiten gegen Aufreißen geschützt.

6.7 Beläge

6.7.1 Allgemeines

6.7.1.1 Gerüstbretter oder bohlen dürfen nur verwendet werden, wenn sie

- dicht aneinander verlegt sind,

- weder wippen noch ausweichen können

und

- gegen Abheben gesichert sind.

Gerüstbretter oder bohlen gelten als dicht verlegt, wenn der Abstand
untereinander 2, 0 cm nicht überschreitet.

6.7.1.2 Der Belag in genutzten Gerüstlagen muss auf volle Breite, in ungenutzten
Gerüstlagen für die Gerüstmontage in einer Breite von mindestens 0,50 m ausgelegt
sein.

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6.7.2 Beläge in Arbeitsgerüsten

Werden Gerüstbretter oder bohlen in Arbeitsgerüsten eingesetzt, dürfen diese nur mit
den Mindestquerschnitten nach Tabelle 5 in Abhängigkeit von der Stützweite
verwendet werden.

Gerüst- Brett- oder Brett- oder Bohlendicke


gruppe Bohlenbreite cm
cm
3,0 3,5 4,0 4,5 5,0
1,2,3 20 1,25 1,50 1,75 2,25 2,50
1,2,3 24 und 28 1,25 1,75 2,25 2,50 2,501)

Tabelle 5: Größte zulässige Stützweite in m von Gerüstbrettern oder bohlen aus Holz

1) entsprechend dem Abstand der Querriegel nach Tabelle 3

6.7.3 Beläge in Fanggerüsten

Werden Gerüstbretter oder bohlen in Fanggerüsten eingesetzt, dürfen diese nur mit
den Mindestquerschnitten nach Tabelle 6 in Abhängigkeit von der Stützweite
verwendet werden.

Boh- Ab- Größte zul. Größte zul. Stützweite


len- sturz- Stützweite in m
breite höhe in m für einfach gelegte
in in für doppelt gelegte Bretter oder Bohlen
cm m Bretter oder Bohlen mit einer Dicke von
mit einer Dicke von
3,5 4,0 4,5 5,0 3,5 4,0 4,5 5,0
cm cm cm cm cm cm cm cm
20 1,0 1,5 1,8 2,1 2,6 - 1,1 1,2 1,4
" 1,5 1,3 1,6 1,9 2,2 - 1,0 1,1 1,3
" 2,0 1,2 1,5 1,7 2,0 - - 1,0 1,2
24 1,0 1,7 2,1 2,5 2,51) 1,0 1,2 1,4 1,6

" 1,5 1,5 1,8 2,2 2,5 - 1,1 1,2 1,4


" 2,0 1,4 1,6 2,0 2,2 - 1,0 1,2 1,3
28 1,0 1,9 2,4 2,51) 2,51) 1,1 1,3 1,5 1,7

" 1,5 1,7 2,0 2,5 2,51) 1,0 1,2 1,4 1,6

" 2,0 1,5 1,8 2,2 2,5 1,0 1,1 1,3 1,4

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Tabelle 6: Größte zulässige Stützweite in m von Gerüstbrettern oder bohlen aus Holz
als Belagteile von Fanggerüsten

1) entsprechend dem Abstand der Querriegel nach Tabelle 3.

6.8 Seitenschutz

6.8.1 Allgemeines

6.8.1.1 Belagflächen müssen mit einem Seitenschutz bestehend aus Geländerholm,


Zwischenholm und Bordbrett (siehe Bild 3) umwehrt sein.

6.8.1.2 Abweichend von Abschnitt 6.8.1.1 darf auf den Seitenschutz verzichtet
werden, wenn die Gerüstlage nicht mehr als 2,00 m über einer ausreichend breiten
und tragfähigen Fläche angeordnet ist.

6.8.2 Bauteile des Seitenschutzes

6.8.2.1 Bauteile des Seitenschutzes müssen in ihrer Lage gesichert sein.

6.8.2.2 Als Geländer und Zwischenholm müssen Stahlrohre nach Abschnitt 6.3 mit
Kupplungen nach Abschnitt 6.4 verwendet werden.

6.8.2.3 Als Bordbretter müssen Gerüstbretter oder bohlen mit einer Mindestdicke von
3,0 cm verwendet werden. Das Bordbrett muss den Belag um mindestens 10 cm
überragen (siehe Bild 5).

Bild 5: Bordbrettausführung bei überlappten bzw. durchgehenden Belag (Bilder a und


b)

6.9 Zugänge

6.9.1 Leitern dürfen nur als Innenaufstiege verwendet werden. Sie müssen unter
einem Winkel von 65º 75º eingebaut werden. Der mit einer Leiter zu überbrückende
Höhenunterschied darf nicht mehr als 5,00 m betragen. Leitern sind fest mit der
Konstruktion zu verbinden.

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6.9.2 Durchstiegsöffnungen, die nicht durch darüber stehende Leitern gesichert sind,
müssen mit Ausnahme der Seite für den Ein und Ausstieg mit Stahlrohren gegen
Hineinstürzen gesichert sein (siehe Bild 6). In Fanggerüstlagen müssen die
Durchstiegsöffnungen abgedeckt sein.

Bild 6: Sicherung der Durchstiegsöffnung gegen Hineinstürzen

6.10 Konstruktive Ausbildung

6.10.1 Ständer sind am Fußpunkt durch Längs und Querriegel auszusteifen. Der
Anschluss muss mit Normalkupplungen nach Abschnitt 6.4 erfolgen.

6.10.2 Längs und Querriegel müssen im senkrechten Abstand von höchstens 2,00 m
an jedem Ständer mit Normalkupplungen nach Abschnitt 6.4 angeschlossen sein
(siehe Bild 7).

6.10.3 Jede zweite waagerechte Ebene, bestehend aus Längs und Querriegel, ist
durch eine waagerechte Verstrebung nach Bild 7 auszusteifen. Die waagerechte
Verstrebung ist mit Normalkupplungen nach Abschnitt 6.4 am Ständer anzuschließen.

6.10.4 Abweichend von Abschnitt 6.10.3 müssen bei Gerüsten bis 6,00 m Standhöhe
waagerechte Verstrebungen mindestens in der Aufstellebene und der Arbeitsebene
angeordnet sein.

6.10.5 Jede äußere senkrechte Ebene ist mit einem Strebenzug auszusteifen. Der
Strebenzug darf nur über zwei Felder geführt werden und muss in der Nähe der
Knotenpunkte mit Normal oder Drehkupplungen nach Abschnitt 6.4 angeschlossen
sein.

Verstrebungen sollten bevorzugt mit Normalkupplungen an die Längs oder


Querriegel angeschlossen werden.

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 22 von 85

Bild 7: Anschluss an Längs und Querriegel sowie waagerechter und senkrechter


Verstrebung

7 Regelausführung für Fahrbare Arbeitsbühnen


Die Regelausführung ist abhängig von dem Gerüstsystem und ergibt sich aus der
Aufbau und Verwendungsanleitung des Herstellers. Sie muss der Verwendungsstelle
zur Verfügung stehen.

Die zulässige Standhöhe ergibt sich aus der Aufbau und Verwendungsanleitung.
Sie ist jedoch für Fahrbare

Arbeitsbühnen, die

- im Freien aufgestellt werden, auf max. 8 m

und

- in geschlossenen Räumen aufgestellt werden, auf max. 12 m

begrenzt.

8 Auf, Um und Abbau

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 23 von 85

8.1 Allgemeines

8.1.1 Der für die Gerüstbauarbeiten verantwortliche Unternehmer hat für

- das sichere Auf, Um und Abbauen der Gerüste

und

- eine Gerüstausführung, die den anerkannten Regeln der Technik entspricht,

zu sorgen.

8.1.2 Gerüstbauarbeiten müssen von fachlich geeigneten Vorgesetzten geleitet


werden. Diese müssen die vorschriftsmäßige Durchführung der Gerüstbauarbeiten
gewährleisten.

Siehe auch § 4 der BG-Vorschrift "Bauarbeiten" (BGV C 22, bisherige VBG 37).

8.1.3 Gerüstbauarbeiten müssen von Aufsichtführenden beaufsichtigt werden. Diese


müssen die arbeitssichere Duchführung der Gerüstbauarbeiten überwachen. Sie
müssen hierfür ausreichende Kenntnisse besitzen.

Siehe auch § 4 der BG-Vorschrift "Bauarbeiten" (BGV C 22, bisherige VBG 37).

8.1.4 Gerüstbauarbeiten dürfen nur von fachlich und gesundheitlich geeigneten


Versicherten nach Unterweisung durchgeführt werden.

Siehe §§ 11 und 12 Arbeitsschutzgesetz, §§ 2 und 7 der BG-Vorschrift


„Allgemeine Vorschriften" (BGV A1, bisherige VBG 1) und § 12 der BG-Vorschrift
„Bauarbeiten" (BGV C 22, bisherige VBG 37).

Für Gerüstbauarbeiten, die gegebenenfalls wegen Eigenart und Fortgang der


Arbeiten ohne Seitenschutz oder Anseilschutz durchgeführt werden, ist unter
anderem derjenige gesundheitlich geeignet, der nach dem
Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr"
arbeitsmedizinisch untersucht ist.

8.2 Durchführung der Arbeiten

8.2.1 Gerüstbauteile sind vor dem Einbau durch Sichtkontrolle auf Beschädigungen
zu prüfen. Beschädigte Gerüstbauteile dürfen nicht eingebaut werden.

8.2.2 Beim Auf, Um und Abbau von Fahrgerüsten müssen zur Montage im Abstand
von höchstens 2 m Belagflächen mit mindestens 0,50 m Breite eingebaut und allseitig
mindestens mit Geländerholm umwehrt sein.

8.2.3 Gerüstbauteile dürfen nicht abgeworfen werden.

8.2.4 Gerüstbauteile sind sachgemäß zu lagern.

8.3 Prüfung durch den Gerüstersteller

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 24 von 85

Der für die Gerüstbauarbeiten verantwortliche Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass
das Gerüst

- vor Übergabe an den Benutzer

und

- nach konstruktiven Änderungen,

insbesondere auf die

- einwandfreie Beschaffenheit der Gerüstbauteile,

- Übereinstimmung mit der Regelausführung nach Abschnitt 6

oder

- Übereinstimmung mit der Aufbau und Verwendungsanleitung nach Abschnitt 7

geprüft wird.

Hinweise für die Prüfung von Fahrgerüsten siehe Tabelle 7 und Anhang 2.

Tabelle 7: Prüfung der Fahrgerüste

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 25 von 85

9 Kennzeichnung
Der Gerüstersteller hat das Fahrgerüst nach Fertigstellung deutlich erkennbar für die
Dauer der Benutzung mit folgenden Angaben zu kennzeichnen:

- DIN 4420 oder DIN 44221,

- Gerüstgruppe und Nutzgewicht,

- Gerüstersteller.

Bild 8: Beispiele für die Kennzeichnung von Gerüsten

10 Verwendung
10.1 Allgemeines

10.1.1 Jeder Unternehmer, der Gerüste benutzt, ist für

- das bestimmungsgemäße Verwenden

und

- das Erhalten der Betriebssicherheit

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 26 von 85

der Gerüste verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass sie vor ihrer Fertigstellung
und Kennzeichnung nach Abschnitt 9 nicht benutzt werden.

10.1.2 Arbeitsplätze auf Fahrgerüsten dürfen nur über die vorgesehenen Zugänge
nach Abschnitt 5.6 betreten und verlassen werden.

10.1.3 Fahrgerüste müssen gegen unbeabsichtigte Fahrbewegungen gesichert


werden.

10.1.4 Bei Fahrbaren Arbeitsbühnen müssen alle Fahrrollen festgestellt oder entlastet
werden, außer wenn diese verfahren werden.

10.1.5 Fahrbare Stahlrohr-Kupplungsgerüste der Regelausführung nach Abschnitt 6


und Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen nur von Hand und nur auf fester, ebener,
hindernisfreier Aufstellebene verfahren werden. Beim Verfahren darf die normale
Schrittgeschwindigkeit nicht überschritten werden.

10.1.6 Auf Gerüstbeläge abzuspringen oder etwas auf sie abzuwerfen, ist unzulässig.

10.1.7 Konstruktive Veränderungen an Gerüsten dürfen nur durch den Gerüstersteller


vorgenommen werden.

10.1.8 Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen als Schutzgerüst nur verwendet werden, wenn
in der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers entsprechende Angaben
enthalten sind.

10.1.9 Auf Fanggerüste ist das Absetzen und Lagern von Materialien und Geräten
unzulässig.

Materiallagerung kann beim Auftreffen abstürzender Personen die


Verletzungsgefahr erhöhen.

10.1.10 Pendelnde Lasten dürfen nicht abgesetzt werden. Das Hereinziehen von
Lasten in unzulässig.

10.1.11 Auf Fahrgerüsten dürfen sich Versicherte während des Verfahrens nicht
aufhalten. Davon darf abgewichen werden, wenn die Versicherten beim Verfahren
nicht gefährdet werden.

Mit Gefährdung ist zu rechnen, wenn z. B.


Fahrbare Arbeitsbühnen verwendet werden,
Hindernisse, Bodenunebenheiten oder Gefälle im Fahrbereich vorhanden
sind,
das Verhältnis von fahrbaren Stahlrohr-Kupplungsgerüsten der
Regelausführung nach Abschnitt 6 erstellt werden und das Höhen-
/Breitenverhältnis von 2:1 überschritten wird.

10.1.12 Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen mit geringeren Standhöhen als 2,5 m


verwendet werden, wenn die Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 27 von 85

hierzu Angaben enthält.

10.2 Prüfung durch den Gerüstbenutzer

10.2.1 Jeder Unternehmer, der das Gerüst benutzt, hat dafür zu sorgen, dass das
Gerüst vor der Benutzung auf augenfällige Mängel geprüft wird.

10.2.2 Werden bei der Prüfung Mängel festgestellt, darf das Gerüst in den mit
Mängeln behafteten Bereichen bis zu deren Beseitigung nicht benutzt werden.

11 Kennzeichnung
Die Kennzeichnung, z.B. ein Schild des Herstellers mit den folgenden Angaben, ist in
Augenhöhe an deutlich sichtbarer Stelle an allen fahrbaren Arbeitsbühnen
anzubringen:

Herstellerzeichen
Bezeichnung nach Abschnitt 10
„Die Anweisungen für den Aufbau und Gebrauch sind sorgfältig zu befolgen" in
der entsprechenden Sprache.

Anhang 1
Vereinfachter Kippsicherheitnachweis für Fahrbare Gerüste

Zur Ermittlung des Eigengewichtes können nachfolgende Einzelgewichte angesetzt


werden:

1. Gerüstrohre 48,3 mm
Außendurchmesser pro lfdm 4,5 kg
einschließlich
Gerüstkupplungsanteil
2. Belagfläche aus pro m2 20 kg
Holzbohlen

Werden Systembauteile in Fahrbaren Gerüsten verwendet, sind die Gewichte der


Gerüstbauteile der Aufbau und Verwendungsanleitung zu entnehmen.

Die Kippsicherheit von Fahrbaren Gerüsten ist gegeben bei

a) Verwendung in geschlossenen Räumen, wenn

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 28 von 85

beträgt.

G = Eigengewicht einschließlich Ballast [kg]

h = Belaghöhe [m]

b = Gerüstbreite [m]

b) Verwendung im Freien und bis zu einer Windstärke 6 der Beaufort-Skala, wenn

h1 = Gerüsthöhe [m] (Belaghöhe + 1,00 m)

l = Gerüstfeldlänge [m]

beträgt.

Anhang 2

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 29 von 85

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Anhang 3

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 31 von 85

DK DEUTSCHE NORM August


69.057.68 1992

DIN
4422
Fahrbare Arbeitsbühnen
(Fahrgerüste) Teil 1

aus vorgefertigten Bauteilen; Werkstoffe,


Gerüstbauteile, Maße Lastannahmen und
sicherheitstechnische Anforderungen
Deutsche Fassung HD 1004:1992

Ersatz für DIN 4422/03.77

Diese Norm enthält die Deutsche Fassung des Europäischen


Harmonisierungsdokumentes
HD 1004

Mobile access and working towers made of prefabricated elements; materials,


dimensions, design loads and safety requirements; German version HD 1004:1992

Echafaudages roulants de service en éléments préfabriqués; matériaux, dimensions,


charges de calcul et exigences de sécurité; Version allemande HD 1004:1992

Diese Norm enthält sicherheitstechnische Festlegungen im Sinne des Gesetzes über


technische Arbeitsmittel (Gerätesicherheitsgesetz).

Beginn der Gültigkeit

Diese Norm gilt ab 1. August 1992.

Nationales Vorwort

Zuständig für das Europäische Harmonisierungsdokument ist in Deutschland der


Arbeitsausschuß 02.23 „Fahrbare Arbeitsbühnen" des Normenausschusses
Bauwesen (NABau).

Zitierte Normen

Siehe Abschnitt 2 und Anhang D.3 Nationale Abweichungen von Deutschland

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 32 von 85

Frühere Ausgaben

DIN 4422: 03.77

Änderungen

Gegenüber DIN 4422/03.77 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Norminhalt aufgeteilt in einen Teil 1 mit den grundlegenden


sicherheitstechnischen Anforderungen für die Herstellung
von fahrbaren Arbeitsbühnen und in einen Teil 2 mit den
sicherheitstechnischen Anforderungen für das Aufstellen
einer Aufbau- und Verwendungsanleitung von fahrbaren
Arbeitsbühnen.
b) Einführung von Höhenbeschränkungen zwischen 2,5 m und
12,0 m bei Verwendung innerhalb von Gebäuden und
zwischen 2,5 m und 8,0 m bei Verwendung außerhalb von
Gebäuden.
c) Einschränkung des Anwendungsbereichs auf fahrbare
Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Bauteilen.

Internationale Patentklassifikation

E 04 G1/00

G 01 B 21/00

G 01 M 5/00

Fortsetzung 21 Seiten Harmonisierungsdokument

Normenausschuß Bauwesen (NABau) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 1000 Berlin
30 08.92

DIN 4422 Teil 1 Aug 1992 Preisgr. 12 Vertr.-Nr. 0012

Wiedergegeben mit Erlaubnis des DIN Deutschen Instituts für Normung e. V.


Maßgebend für das Anwenden der Norm ist deren Fassung mit dem neusten
Ausgabedatum, die bei dem Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin,
erhältlich ist.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 33 von 85

Vorwort
Maßgebend für die Entwicklung von fahrbaren Arbeitsbühnen sind zwei
unterschiedliche konstruktive Ansätze:

Gerüsthersteller stellten vorgefertigte unverankerte Gerüste auf vier Füße und


Fahrrollen und
Leiterhersteller begannen mit der Konstruktion fahrbarer Arbeitsbühnen mit
Leichtbauleitern unter Verwendung von Aluminiumrahmen und Fahrrollen.

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung beschloss CEN/TC 53 im Jahre 1980, die


Herstellung von fahrbaren Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Bauteilen
(Systemgerüste) (HD 1000) parallel zur europäischen Normung von Arbeits- und
Schutzgerüsten zu normen.

Bei der Diskussion des Entwurfs wurde festgestellt, dass die Durchschnittsgröße des
Menschen ständig steigt und bei späteren Ausgaben eine Änderung der vertikalen
Maße in Betracht zu ziehen ist.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind folgende Länder gehalten,


dieses Harmonisierungsdokument zu übernehmen:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island,


Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden,
Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Inhalt

Vorwort

1. Anwendungsbereich
2. Normative Verweisungen
3. Definitionen
4. Maße
5. Werkstoffe
6. Berechnungsannahmen
7. Bauteile
8. Standsicherheitsnachweis
9. Herstellerangaben
10. Bezeichnung

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 34 von 85

11. Kennzeichnung

Tabellen
1. Lastannahmen für die Gesamtkonstruktion
2. Lastannahmen für Teile der Konstruktion

Bilder
1. Maße der Treppen
2. Maße der Stufenleitern
3. Maße der Schrägleitern
4. Maße der vertikalen Leitern
5. Maße des Seitenschutzes
6. Horizontale Lasten für die Steifigkeitsprüfungen der
Gesamtkonstruktion
7. Gemessene und zulässige Verformungen von fahrbaren
Arbeitsbühnen

Anhänge
A (normativ) Belastungsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer
fahrbaren Arbeitsbühne
B (normativ) Steifigkeitsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer
fahrbaren Arbeitsbühne
C (normativ) Anweisungen für die Verwendung von fahrbaren
Arbeitsbühnen
D (informativ) Nationale Abweichungen

1 Anwendungsbereich
Dieses Harmonisierungsdokument gilt für die Bemessung und Herstellung von
fahrbaren Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Bauteilen mit einer Höhe von 2,5 m bis
12,0 m (innerhalb von Gebäuden) und von 2,5 m bis 8,0 m (außerhalb von
Gebäuden).

Anmerkung: In diesem Harmonisierungsdokument bedeutet „innerhalb von


Gebäuden", dass die fahrbaren Arbeitsbühnen keinen Windlasten ausgesetzt sind.

Dieses Harmonisierungsdokument

gibt Empfehlungen für die Auswahl der Hauptmaße und


Stabilisierungsverfahren,
stellt Sicherheitsanforderungen und

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 35 von 85

enthält Angaben über den Aufbau von fahrbaren Arbeitsbühnen und deren
Verfahren von Hand.

Anmerkung: Dieses Harmonisierungsdokument:

gilt nicht für fahrbare Arbeitsbühnen, die bereits vor der Übernahme dieses
Harmonisierungsdokuments verwendet wurden,
bestimmt keine Eigenschaften für die zu verwendenden Werkstoffe und Bauteile.

2 Normative Verweisungen
Dieses Harmonisierungsdokument enthält durch datierte oder undatierte
Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen. Diese normativen
Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert und die Publikationen sind
nachstehend aufgeführt. Bei starren Verweisungen gehören spätere Änderungen oder
Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu diesem Harmoniserungsdokument, falls
sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten
Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation.

HD 1000:1988*) Arbeitsgerüste aus vorgefertigten Bauteilen (Systemgerüste);


Werkstoffe, Gerüstbauteile, Abmessungen, Lastannahmen und sicherheitstechnische
Anforderungen

Da andere Europäische Normen gegenwärtig nicht verfügbar sind, sollten


Verweisungen auf die entsprechenden Normen aufgenommen werden, die im Anhang
D, den nationalen Anhängen, zu diesem Harmonisierungsdokument
zusammengefasst sind.

Anmerkung: Einige Länder benötigen A-Abweichungen, die in den Nationalen


Anhängen angegeben sind.

Mit Beginn der Fertigstellung dieses Europäischen Harmonisierungsdokuments sind


die nationalen Normen als B-Abweichungen zu betrachten. Zur Vereinfachung sind
diese Normen bereits als B-Abweichungen gekennzeichnet. Gleichzeitig sollte dann
eine zeitliche Begrenzung für die Anwendung der nationalen Normen als B-
Abweichungen angegeben werden.

*) Nationale Fußnote: siehe DIN 4420 Teil 4

3 Definitionen
Für die Anwendung dieses Harmonisierungsdokuments gelten die folgenden
Definitionen:

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 36 von 85

3.1 Fahrbare Arbeitsbühnen


Fahrbare Arbeitsbühnen sind Gerüstkonstruktionen, welche

aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt sind,


von Hand auf fester, ebener Aufstellfläche verfahren werden können,
die planmäßigen Maße aufweisen,
freistehend benutzt werden können,
eine oder mehrere Belagflächen aufweisen

und üblicherweise

vier Füße und mindestens vier Fahrrollen aufweisen.

3.2 Höhe
Die Höhe h ist der Abstand zwischen Aufstellfläche und Oberseite der obersten
Belagfläche.

3.3 Fahrrolle
Eine Fahrrolle ist ein am unteren Ende eines Gerüstbauteils befestigtes Rad, um die
Arbeitsbühne verfahren zu können.

3.4 Verstellbarer Fuß


Ein verstellbarer Fuß ist ein Fuß, der mit der Konstruktion einer fahrbaren
Arbeitsbühne verbunden wird, um Unebenheiten und Neigungen des Bodens
auszugleichen. Ein verstellbarer Fuß darf entweder mit einer Fahrrolle oder einer
Fußplatte versehen sein.

3.5 Fußplatte
Eine Fußplatte ist eine Platte mit einem Bolzen oder Zapfen zur Verteilung der Last
von einem senkrechten Rohr, einem verstellbaren Fuß oder einem anderen tragenden
Rohr.

3.6 Belagteil

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 37 von 85

Ein Belagteil ist ein Bauteil des Belags, welches in der Lage ist, eine Last selbst zu
tragen.

3.7 Verstrebung
Eine Verstrebung ist ein Bauteil zur Aussteifung, das diagonal in die vertikalen oder
horizontalen Ebenen eines Fahrgerüsts eingebaut wird.

3.8 Verbreiterungstraverse
Eine Verbreiterungstraverse ist ein Bauteil, das die wirksamen Grundmaße eines
Fahrgerüsts erhöht und mit einer Vorrichtung zum Befestigen einer Fahrrolle versehen
ist.

3.9 Ausleger
Ein Ausleger ist ein Bauteil, das die wirksamen Grundmaße einer fahrbaren
Arbeitsbühne erhöht und nicht mit einer Vorrichtung zum Befestigen einer Fahrrolle
versehen ist.

3.10 Ballast
Ein Ballast besteht aus Gewichten, die an der Basis der fahrbaren Arbeitsbühne
angebracht werden, um ihre Sicherheit gegen Umkippen zu erhöhen.

3.11 Treppe
Eine Treppe ist ein Zugang, der

häufig
und auch von Personen, die Werkzeuge tragen, benutzt werden soll.

3.12 Stufenleiter
Eine Stufenleiter ist ein Zugang, der

weniger häufig
und von Personen, die keine Werkzeuge tragen (außer leichte Werkzeuge, wie
z. B. Schraubendreher, Malpinsel oder Messband), benutzt werden soll.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 38 von 85

3.13 Horizontalrahmen
Ein Horizontalrahmen ist ein Bauteil, welches eine durchgehend steife, horizontale
Ebene ergibt.

3.14 Vertikalrahmen
Ein Vertikalrahmen ist ein Bauteil, welches eine durchgehend steife, vertikale Ebene
ergibt.

3.15 Belagfläche
Eine Belagfläche sind ein oder mehrere Belagteile, die eine Arbeitsfläche bilden.

3.16 Ständer
Ein Ständer ist ein vertikales oder nahezu vertikales Bauteil.

3.17 Länge
Die Länge l ist das größere der beiden Flächenmaße auf der Ebene der Belagfläche.

4 Maße
Die Mindestbreite der Belagfläche muss 600 mm und die Mindestlänge muss 1000
mm betragen.

Anmerkung: Die Mindestbreite von 600 mm gilt vor allem für Arbeiten in aufrechter
Haltung. Bei anderen Arbeitshaltungen und je nach Art der Hindernisse (Lagerung)
und Werkzeuge sollte die Belagfläche eine größere Breite aufweisen.

Die lichte Mindesthöhe zwischen Belagflächen muss 1,90 m betragen. Die lichte
Mindesthöhe zwischen Belagflächen und der Stützkonstruktion der darüberliegenden
Belagfläche darf nicht weniger als 1,75 m betragen.

5 Werkstoffe
Die Werkstoffe müssen gegen atmosphärische Korrosion gut widerstandsfähig

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 39 von 85

und/oder geschützt sein und frei von jeglichen Einschlüssen und Fehlern sein, die
ihren zufriedenstellenden Gebrauch beeinträchtigen können.

Die Werkstoffe müssen den in den nationalen Anhängen angegebenen Normen


entsprechen.

6 Berechnungsannahmen

6.1 Allgemeines
Die folgenden Unterabschnitte stellen Mindestanforderungen für den statischen
Nachweis der fahrbaren Arbeitsbühnen einschließlich der Belagflächen und für die
Sicherheit beim Verfahren. Alle Verkehrslasten sind als ruhende Lasten zu
betrachten.

6.2 Lastannahmen
6.2.1 Vom Hersteller gegebene Eigenlast der fahrbaren Arbeitsbühne

6.2.2 Vertikale Verkehrslasten

6.2.2.1 Gleichmäßig verteilte Last auf der Belagfläche1):

- Gerüstgruppe 2: 1,5 kN/m2


- Gerüstgruppe 3: 2,0 kN/m2

1) Diese Gruppennummern entsprechen HD 1000 :1988, Tabelle 1.

6.2.2.2 Konzentrierte Last in ungünstigster Lage auf einer Belagfläche von

- 500 mm x 500 mm 1,5 kN


- 200 mm x 200 mm 1,0 kN

6.2.2.3 Vertikale gleichmäßig auf 4 Ständer verteilte Mindestverkehrslast auf der


Konstruktion von 5,0 kN

6.2.3 Horizontale Verkehrslast

Auf der Ebene der obersten Belagfläche mit der Länge l:

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 40 von 85

6.2.3.1

l ≤ 4,0 m 0,3 kN

6.2.3.2
l > 4,0 m 2 x 0,3 kN

6.2.4 Flächenbezogene Horizontalkraft als Entsprechung einer Windlast

0,1 kN/m2 multipliziert mit den entsprechenden aerodynamischen Kraftbeiwerten,


siehe HD 1000:1988

6.2.5 Last aufgrund einer Schrägstellung von 1 %

Zu berücksichtigende vertikale Lasten sind:

6.2.5.1 Eigenlast wie gegeben (siehe 6.2.1)

6.2.5.2 Vertikale Verkehrslast wie gegeben (siehe 6.2.2).

6.3 Festigkeit der Gesamtkonstruktion


Eine fahrbare Arbeitsbühne muss ausreichende Festigkeit aufweisen, um den
ungünstigsten Lastfall aufzunehmen, wobei aus jeder der fünf Gruppen nach Tabelle
1 jeweils eine Zeile anzusetzen ist.

Außermittigkeiten von Fahrrollen sind zu berücksichtigen. Eine fahrbahre


Arbeitsbühne muss während des Auf- und Abbaus nach den Herstellerangaben für
alle sich ergebende Lastfälle standsicher sein.

Es muss möglich sein, für den Auf- und Abbau Belagflächen zu befestigen, wobei die
vertikalen Abstände zwischen den Belagflächen nicht mehr als 2,10 m betragen
dürfen.

6.4 Belagfläche
6.4.1

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 41 von 85

Belagflächen sind für Eigenlast und die ungünstigste Verkehrslast nach Tabelle 2
nachzuweisen.

6.4.2

Unter Berücksichtigung der konzentrierten Lasten nach Tabelle 2, Zeile 1.2 darf die
maximale Durchbiegung eines jeden Belagteils nicht mehr als 1/100 seiner Stützweite
betragen.

Außerdem darf im Fall von Belagteilen mit Stützweiten von ≥ 2 m die größte
Durchbiegungsdifferenz zwischen belasteten und unbelasteten Belagteilen nicht mehr
als 20 mm betragen.

6.5 Geländerholme
Ein Geländerholm ist unabhängig von seiner Länge für folgende Lasten zu bemessen
(siehe Tabelle 2):

a) Einzellast von 0,3 kN bei einer elastischen Durchbiegung von ≤ 35 mm und

b) Einzellast von 1,25 kN ohne Bruch oder Lösen und ohne Verschiebung aus seiner
planmäßigen Achse um mehr als 200 mm an jedem Punkt.

Beide der oben genannten Lasten müssen an der ungünstigsten Stelle und unter
jedem horizontalen oder abwärtsweisenden Winkel aufgebracht werden.

6.6 Verfahren
Der untere Teil der fahrbaren Arbeitsbühne muss in der horizontalen Ebene steif sein,
um ein Verfahren zu ermöglichen. Dies gilt gegebenenfalls auch für
Verbreiterungstraversen und Ausleger.

Tabelle 1. Lastannahmen für die Gesamtkonstruktion

Gruppe Zeile Lastart Lastwert Abschnitt


1 Eigenlast, einschließlich wie 6.2.1
Ballast, wenn zutreffend angegeben
2 vertikale Verkehrslast

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 42 von 85

2.1 gleichmäßig verteilt

2.1.1 für Gerüstgruppe 2 1,5 kN/m2 6.2.2.1

2.1.2 für Gerüstgruppe 3 2,0 kN/m2 6.2.2.1

2.2 vertikale 5,0 kN/4 6.2.2.3


Mindestverkehrslast auf Ständer
der Konstruktion
3 horizontale Verkehrslast

auf der Ebene der


obersten Belagfläche
3.1 0,3 kN 6.2.3.1
l ≤ 4,0 m
3.2 2 x 0,3 kN 6.2.3.2
l > 4,0 m
4 flächenbezogene
Horizontalkraft
0,1 kN/m2 6.2.4
als Entsprechung einer
Windlast
5 Lasten aufgrund einer 6.2.5
Schrägstellung von
1 %:
wobei: l Länge der Belagfläche

Tabelle 2. Lastannahme für Teile der Konstruktion

Zeile Bau- Lastart Lastwert Abschnitt


teil
1 Belag-
fläche
1.1 gleichmäßig verteilt auf 6.2.2.1
der Gesamtfläche
1.1.1 Gerüstgruppe 2 1,5 kN/m2 6.2.2.1
1.1.2 Gerüstgruppe 3 2,0 kN/m2 6.2.2.1
1.2 konzentriert auf einer
Fläche von 500 mm x
500 mm 1,5 kN 6.2.2.2

an ungünstigster Stelle

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 43 von 85

auf der Belagfläche


1.3 konzentriert auf einer
Fläche von 200 mm x
200 mm 1,0 kN 6.2.2.2

an ungünstigster Stelle
auf der Belagfläche
2 Gelän
-
der-
holm
2.1 Einzellast auf dem
Geländerholm
0,3 kN 6.5 a)
an ungünstigster Stelle
2.2 Einzellast auf dem
Geländerholm
an ungünstigster Stelle 1,25 kN 6.5 b)

7 Bauteile

7.1 Fahrrollen
7.1.1 Allgemeines

Fahrrollen müssen so an der fahrbaren Arbeitsbühne befestigt sein, dass sie gegen
unbeabsichtigtes Lösen gesichert sind.

7.1.2 Bremsen

Alle Fahrrollen müssen mit Radbremsen versehen sein. Sie müssen mit
Drehgelenkbremsen versehen sein, ausgenommen Fahrrollen, die aufgrund ihrer
Konstruktion beim Feststellen keine Außermittigkeit aufweisen.

Der Bremsmechanismus muss so beschaffen sein, dass er gegen unbeabsichtigtes


Lösen gesichert ist. Der Bremsmechanismus muss jede Drehung der Rolle
verhindern, wenn eine horizontale Kraft von 0,30 kN durch die vertikale Achse des
Drehgelenks so nahe wie möglich über dem Fahrrollgehäuse in Rollrichtung der
Fahrrolle angesetzt wird. Bei der Prüfung der Radbremsen ist der Gesamtwert der
angegebenen Verkehrslast zu berücksichtigen.

7.1.3 Lastannahme

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 44 von 85

Die vom Hersteller angegebene Höchstlastannahme der Fahrrollen ist durch


mindestens 5 Kontrollprüfungen nachzuweisen.

Die Prüflast muss der dreifachen Höchstlastannahme nach Tabelle 1 entsprechen.


Aus jeder der fünf Gruppen nach Tabelle 1 ist jeweils eine Zeile zur Festlegung der
Höchstlastannahme anzusetzen.

Bei festgestellten Bremsen ist eine vertikale Ausgangslast von 0,50 kN aufzubringen,
wobei die Platte der Gabel als Ausgangspunkt für die Messungen der vertikalen
Verformung dc genommen wird.

Die Last ist zu erhöhen und die vertikale Verformung dc zu messen. Die Last ist
wieder auf 0,50 kN zurückzunehmen. Nach 30 Minuten ist die Eigenverformung dr zu
messen.

Die Kontrollprüfung muss die beiden folgenden Anforderungen erfüllen:

die Eigenverformung nach 30 Minuten darf nicht mehr als 1,5 mm betragen
die Gesamtverformung dr darf nicht mehr als 15 mm betragen.

Die Höchstlastannahme ist nachgewiesen, wenn alle 5 Kontrollprüfungen die


Prüfanforderungen erfüllen.

7.1.4 Räder

Die Räder müssen vollwandig und schlauchlos und für den beabsichtigten
Verwendungszweck geeignet sein.

7.2 Stabilisierungseinrichtungen
7.2.1 Ausleger und Verbreiterungstraversen

Die Ausleger und Verbreiterungstraversen einer fahrbaren Arbeitsbühne müssen als


integrale Bestandteile der Hauptkonstruktion bemessen sein und
Ausgleichsvorrichtungen aufweisen, mit denen Bodenkontakt sicherzustellen ist.

Die Ausleger und Verbreiterungstraversen müssen so an der fahrbaren Arbeitsbühne


befestigt sein, dass die Lasten in dem Ausleger oder der Verbreiterungstraverse ohne
Rutschen, Drehen oder andere Bewegungen der Ausleger oder
Verbreiterungstraversen auf die fahrbare Arbeitsbühne übertragen werden.

7.2.2 Ballast

Falls Ballast erforderlich ist, ist dieser sicher anzubringen und für dessen Herstellung

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 45 von 85

sind feste Baustoffe, z.B. Stahl oder Beton, jedoch keine flüssigen oder körnigen
Baustoffe zu verwenden.

7.3 Verbindungen
7.3.1 Allgemeines

Verbindungen zwischen einzelnen Teilen müssen wirksam und leicht zu überwachen


sein. Sie müssen leicht angebracht werden können und gegen unbeabsichtigtes
Lösen gesichert sein.

7.3.2 Vertikale Bolzen- und Hülsenverbindung

Nach dem Zusammenbau darf die horizontale Bewegung (Lose oder Spiel) zwischen
oberen und unteren Bauteilen 4 mm und aus der Achse 2 mm nicht überschreiten.

Auf keinen Fall darf das seitliche Lösen eines oberen Teils möglich sein, bevor dieses
um mehr als 80 mm angehoben worden ist.

Bei einem Abstand von weniger als 150 mm muss die vertikale Bolzen- und
Hülsenverbindung eine formschlüssige Verbindung, z.B. einen Sicherungsstift,
aufweisen, der das obere Bauteil vor unbeabsichtigtem Anheben schützt.

Anmerkung: Diese Sicherheitsverbindung ist so anzubringen, dass ihre


formschlüssige Verbindung augenfällig überprüfbar ist.

7.3.3 Andere vertikale Verbindungen

Es müssen gleichwertige Sicherungen nach 7.3.2 vorhanden sein, um das Risiko von
zufälligem Lösen zu verhindern.

Anmerkung: Andere Anforderungen dieses Harmonisierungsdokuments für den


statischen Nachweis können weitere Einschränkungen in der Anordnung von
Verbindungen erfordern.

7.3.4 Nachweis von Anschlüssen und Verbindungen

Die Festigkeit von Anschlüssen und Verbindungen (z.B. Schweiß-, Preß-, Falz- und
Hohlnietverbindungen) ist durch Berechnung oder Prüfung nachzuweisen.

Im letzteren Fall sind drei Prüfungen an jeder Verbindungsart durchzuführen, wobei


jede Prüfung ergeben muss, dass die Verbindung ohne Versagen der dreifachen
Gebrauchslast in den Bauteilen widerstehen kann.

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 46 von 85

7.4 Zugang zu den Belagflächen


7.4.1 Allgemeine Anforderungen

Der Zugang zu den Belagflächen einer zusammengebauten Arbeitsbühne ist durch


eine Treppe, eine Stufenleiter, eine Schrägleiter oder eine vertikale Leiter als Teil der
Konstruktion vorzusehen. Diese

müssen gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert sein,


dürfen nicht auf dem Boden stehen,
müssen einen Abstand von höchstens 400 mm von der Aufstellfläche zur ersten
Stufe oder Sprosse aufweisen (wenn zuerst eine Belagfläche betreten wird, darf
der Abstand 600 mm betragen),
müssen Stufen/Sprossen mit gleichmäßigem Abstand und rutschfester
Trittfläche aufweisen.

Der horizontale Abstand zwischen der Vorderkante der Stufe oder dem Mittelpunkt
der Sprosse zu einem beliebigen Hindernis hinter der Treppe/Leiter muss mindestens
s = 150 mm betragen (s in Bild 4a) angegeben).

Die lichte Mindesthöhe für Zugänge, gemessen zwischen den Stufen oder Sprossen
und der Stützkonstruktion der darüberliegenden Belagfläche darf nicht weniger als
1,75 m betragen.

Zugangsöffnungen innerhalb einer Belagfläche müssen mit Schutzvorrichtungen


gegen Abstürzen versehen sein. Die Öffnung muss so eng wie möglich sein, jedoch
mindestens folgendes lichtes Maß aufweisen:

0,40 m breit x 0,60 m lang.

7.4.2 Anforderungen an Treppen und Stufenleitern

Treppen und Stufenleitern sind Zugänge zu Belagflächen, auf denen Personen


vorwärts gerichtet hinauf- und herabsteigen können.

Die Treppenläufe sind außen mit einem Handlauf zu versehen, der ungefähr parallel
zu den Treppen verläuft. Treppenläufe mit gegenläufigen Treppen sind zusätzlich
innen mit einem Handlauf zu versehen. Bei Treppenläufen mit Zwischenbühnen nach
maximal 2 m Steighöhe darf der Handlauf an der Innenseite entfallen.

Treppenläufe mit gegenläufigen Treppen müssen Podeste aufweisen. Jede dieser


Treppen muss mindestens ein Podest mit einer Mindestlänge von 300 mm aufweisen.

7.4.2.1 Anforderungen an Treppen (siehe Bild 1)

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 47 von 85

- Neigung 35° ≤ α ≤ 55°


- Stufensteigung t = mindestens 190 mm

bis höchstens 250 mm


- Mindeststufentiefe d = 125 mm
- lichte Mindestbreite 400 mm
- horizontaler Abstand

zwischen den Stufen 0 ≤ g ≤ 50 mm

Bild 1. Maße der Treppen

7.4.2.2 Anforderungen an Stufenleitern (siehe Bild 2)

- Neigung 35° ≤ α ≤ 55°


- Stufensteigung t = mindestens 150 mm

bis höchstens 250 mm


- Mindeststufentiefe d = 80 mm
- lichte Mindestbreite 280 mm
- horizontaler Abstand

zwischen den Stufen 0 ≤ g ≤ 200 mm

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 48 von 85

Bild 2. Maße der Stufenleitern

7.4.3 Anforderungen für Schrägleitern (siehe Bild 3)

- Neigung 60° ≤ α ≤ 75°


- Stufenabstand 230 mm ≤ t ≤ 300 mm
- Stufentiefe d > 80 mm
- Sprossenabstand 250 mm ≤ t ≤ 300 mm
- Sprossentiefe 20 ≤ d ≤ 80 mm
- lichte Mindestbreite 280 mm
- vertikaler Höchstabstand
zwischen verschiedenen
Belagflächen 4,0 mm
- Höchstabstand zwischen dem
Boden
und der ersten Belagfläche 4,4 m

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 49 von 85

Bild 3. Maße der Schrägleitern

7.4.4 Anforderungen an vertikale Leitern (siehe Bild 4)

- Sprossenabstand 230 mm ≤ t ≤ 300 mm


- Sprossentiefe oder
-durchmesser 20 mm ≤ d ≤ 51 mm
- lichte Mindestbreite 280 mm
- vertikaler Höchstabstand
zwischen verschiedenen
Belagflächen 4,0 m
- Höchstabstand zwischen dem
Boden
und der ersten Belagfläche 4,4 m

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 50 von 85

4a) separate Leitern 4b) eingebaute Leitern

Bild 4. Maße der vertikalen Leitern

7.5 Arbeitsbühnen
7.5.1 Belagteile

Die Belagteile einer Belagfläche müssen dauerhaft sein und eine rutschfeste
Oberfläche haben. Sie müssen gegen Abheben durch Wind und Kippen gesichert
sein.

Öffnungen in Belagflächen dürfen nicht breiter als 25 mm sein.

Anmerkung: In einigen nationalen Regelungen sind Öffnungen derartiger Größe bei


bestimmten Anwendungsbereichen nicht zulässig.

Dies gilt nicht für Öffnungen als Griffloch in Klapptüren.

7.5.2 Seitenschutz

Siehe Bild 5 für zulässige Maße.

Maße in mm

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 51 von 85

Bild 5. Maße des Seitenschutzes

7.5.2.1 Allgemeines

Seitenschutzbauteile müssen gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert sein.

Es muss die Möglichkeit bestehen, am Rand der Belagfläche einen Seitenschutz


anzubringen, der aus folgenden Teilen besteht:

a) zwei Geländerholme;

b) Bordbrett am Boden, um zu verhindern, dass Gegenstände von der Belagfläche


herabrollen oder herab gestoßen werden;

c) Absperrung des Zwischenraums zwischen dem Geländerholm und dem Bordbrett,


um das Risiko herabzusetzen, dass Personen und größere Objekte hindurchfallen
können.

Anmerkung: Ein Geflecht soll Objekte in der Größe von Mauersteinen am


Herabfallen hindern und darf entweder mit Geländerholm und Bordbrett kombiniert
werden oder als zusätzliches oder einzelnes Bauteil verwendet werden.

7.5.2.2 Geländerholm

Es muss die Möglichkeit bestehen, einen Geländerholm so zu befestigen, dass seine


Oberkante 1000 ± 50 mm über der Ebene der Belagfläche liegt (siehe Bild 5).

7.5.2.3 Zwischenholm

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Es muss die Möglichkeit bestehen, einen Zwischenholm so anzubringen, dass weder


der Zwischenraum darüber bis zur Unterkante des Geländerholms noch darunter bis
zur Oberkante des Bordbretts 470 mm überschreitet.

7.5.2.4 Bordbrett

Es muss die Möglichkeit bestehen, ein massives Bordbrett so anzubringen, dass


seine Oberkante mindestens 150 mm über der zugehörigen Ebene der Belagfläche
liegt.

7.5.2.5 Geflecht

Wenn ein Geflecht vorgesehen ist, darf die Maschenweite nicht mehr als 100 mm x
100 mm betragen.

8 Standsicherheitsnachweis

8.1 Allgemeines
Der Standsicherheitsnachweis ist durch Prüfungen und/ oder Berechnungen nach
Eurocode 3 durchzuführen.

Bis zur Veröffentlichung des Eurocode 3 und anderer diesbezüglicher Europäischer


Normen sind Berechnungen nach den in den nationalen Anhängen angegebenen
nationalen Normen durchzuführen.

8.2 Nachweis der Beanspruchungen


Für den Nachweis der Beanspruchungen der Werkstoffe der fahrbaren Arbeitsbühne
sind die Lasten wie Verkehrslasten anzunehmen und beim Entwurf sind die in den
nationalen Anhängen angegebenen nationalen Normen unter Anwendung von
Berechnungsverfahren mit zulässigen Beanspruchungen oder Lastfaktoren zu
berücksichtigen.

8.3 Widerstand gegen Kippen


Fahrbare Arbeitsbühnen sind mit einem Sicherheitsfaktor von 1,5 zu bemessen.

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 53 von 85

Die Berechnung der Windlast muss nach HD 1000:1988, Abschnitte 5.3.2.2 und
5.3.2.3 erfolgen.

Es gelten folgende Lasten nach Tabelle 1:

8.3.1 Vertikale Lasten

Eigenlast
vertikale Verkehrslast, 100 mm von der ungünstigsten Kante der obersten
Belagfläche entfernt. Folgende vertikale Verkehrslast ist zu berücksichtigen:
für eine Belagflächenlänge ≤ 4 m: 0,75 kN
für eine Belagflächenlänge > 4 m: 2 x 0,75 kN

8.3.2 Horizontale Lasten

horizontale Verkehrslast auf der obersten Belagfläche. Folgende horizontale


Verkehrslast ist zu berücksichtigen:
für eine Belagflächenlänge ≤ 4 m: 0,3 kN
für eine Belagflächenlänge > 4 m: 2 x 0,3 kN

Windlast 0,1 kN/m2 auf die Konstruktion und Personen


für eine Belagflächenlänge ≤ 4 m: 1 Person
für eine Belagflächenlänge > 4 m: 2 Personen

Für die Windlast auf Personen:

projizierte Fläche auf eine Person: 0,7 m2


Formfaktor von 1,0
Flächenmitte: 1 m oberhalb der Belagflächenebene

Die horizontale Verkehrslast und die Windlast dürfen nicht kombiniert werden. Es ist
nur die ungünstigste dieser horizontalen Lasten zu berücksichtigen.

Anmerkung: Wenn nationale Regelungen einzelner Länder eine Kombination dieser


Lasten vorsehen, sind diese Lasten zu kombinieren. Für diese Länder kann der
Widerstand gegen Kippen durch das Anbringen von Ballast an der Basis der
fahrbaren Arbeitsbühne auf einfache Weise erhöht werden (siehe die in Anhang D
angegebenen nationalen Abweichungen).

8.3.3 Zusätzliche Lasten

Lasten aufgrund einer Schrägstellung von 1 %.

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8.4 Prüfungen zur Beurteilung der Gesamtkonstruktion


Die Prüfungen sind nach Anhang A durchzuführen und die Ergebnisse müssen mit
diesem Anhang übereinstimmen.

8.5 Prüfungen zur Beurteilung der Steifigkeit der


Gesamtkonstruktion eines Fahrgerüsts
Die Prüfungen sind nach Anhang B durchzuführen und die Ergebnisse müssen mit
diesem Anhang übereinstimmen.

9 Herstellerangaben

9.1 Spezifische Angaben


Der Hersteller muss dem Nutzer die folgenden Angaben liefern:

a) Name und Anschrift des Herstellers oder Lieferers

b) Gerüstgruppe nach der zulässigen Belastung und Anzahl der Belagflächen, die
belastet werden dürfen

c) gegebenenfalls zulässige Höhe für unterschiedliche Bedingungen

d) Gewicht und Grundmaße der Bauteile

e) Daten über erforderlichen Ballast zum Erreichen der notwendigen Sicherheit gegen
Kippen und zu dessen sicherer Befestigung

f) höchstzulässiger Ballast

g) Anweisungen zum Auf- und Abbau der fahrbaren Arbeitsbühne einschließlich


Benennung der für diesen Zweck erforderlichen Bauteile

h) Anweisungen zur Instandhaltung der Bauteile bei Gebrauch und Lagerung, jedoch
ohne Anweisungen zur Reparatur beschädigter Teile.

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 55 von 85

9.2 Anweisungen für die Verwendung von fahrbaren


Arbeitsbühnen
Der Hersteller muss dem Nutzer eine Kopie der in Anhang C gegebenen
Informationen zur Verfügung stellen.

10 Bezeichnung
Die folgenden Daten sind für die Bezeichnung aller fahrbaren Arbeitsbühnen aus
vorgefertigten Bauteilen erforderlich:

a) Gerüstgruppe der gleichmäßig verteilten Lasten (siehe 6.2.2.1)

b) höchstzulässige Höhe außerhalb/innerhalb von Gebäuden.

Beispiel:

Inhalt

Vorwort

1. Anwendungsbereich
2. Normative Verweisungen
3. Definitionen
4. Maße
5. Werkstoffe
6. Berechnungsannahmen
7. Bauteile

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 56 von 85

8. Standsicherheitsnachweis
9. Herstellerangaben
10. Bezeichnung
11. Kennzeichnung

Tabellen
1. Lastannahmen für die Gesamtkonstruktion
2. Lastannahmen für Teile der Konstruktion

Bilder
1. Maße der Treppen
2. Maße der Stufenleitern
3. Maße der Schrägleitern
4. Maße der vertikalen Leitern
5. Maße des Seitenschutzes
6. Horizontale Lasten für die Steifigkeitsprüfungen der
Gesamtkonstruktion
7. Gemessene und zulässige Verformungen von fahrbaren
Arbeitsbühnen

Anhänge
A (normativ) Belastungsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer
fahrbaren Arbeitsbühne
B (normativ) Steifigkeitsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer
fahrbaren Arbeitsbühne
C (normativ) Anweisungen für die Verwendung von fahrbaren
Arbeitsbühnen
D (informativ) Nationale Abweichungen

Anhang A
(normativ)

Belastungsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer


fahrbaren Arbeitsbühne

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 57 von 85

A.1 Prüfung - Anforderungen


Die Gesamtkonstruktion einer fahrbaren Arbeitsbühne ist unter dem unten
beschriebenen Zusammenwirken vertikaler und horizontaler Lasten zu prüfen. Die
Konstruktion muss diese Lasten ohne Versagen oder sichtbare bleibende Verformung
der Bauteile aufnehmen.

A.2 Prüfaufbau
Für fahrbare Arbeitsbühnen mit vorgesehener Höhe zwischen 6,0 m und 12,0 m
(Aufstellfläche bis Ebene der Arbeitsbelagfläche) sind diese Prüfungen mit einer
Mindestaufbauhöhe von 6,0 m durchzuführen. Für fahrbare Arbeitsbühnen mit einer
vorgesehenen Höhe von weniger als 6,0 m sind die Prüfungen an fahrbaren
Arbeitsbühnen mit der zulässigen Aufbauhöhe durchzuführen.

Die fahrbare Arbeitsbühne ist nach den Anweisungen des Herstellers aufzubauen.

Die Fahrrollen sind bis zu einem Winkel von ungefähr 45° zur Hauptachse der Basis
nach innen zu drehen und festzustellen.

Verstellbare Füße sind bis zum Anschlag auszuziehen.

Wenn für eine Aufbauform einer fahrbaren Arbeitsbühne Verbreiterungstraversen,


Ausleger oder Ballast in Prüfhöhe vorgesehen sind, ist die Prüfung mit diesen
Bauteilen durchzuführen.

A.3 Prüflasten
Die Prüflasten ergeben sich aus den ungünstigsten vorgesehenen Lastannahmen wie
folgt:

A.3.1 Vertikale Lasten

Die vertikale Lastannahme ist

a) gesamte vorgegebene Belagfläche multipliziert mit der vorgegebenen gleichmäßig


verteilten Last
(siehe 9.1 b)

b) 5,0 kN auf 4 Ständern.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 58 von 85

Die Prüflast muss das 2,5fache der vertikalen Lastannahme betragen.

A.3.2 Horizontale Lasten

Die horizontale Lastannahme beträgt 0,30 kN.

Die horizontale Prüflast muss das 2,5fache betragen, d.h. 0,75 kN.

Sie ist am ersten geeigneten über 6,0 m hoch liegenden Knotenpunkt aufzubringen.
Sie darf im Verhältnis der tatsächlichen Höhe zur 6,0 m Höhe abgemindert werden, so
dass sich an der Aufstellfläche der fahrbaren Arbeitsbühne gleiche Momente ergeben.

Anmerkung: Die Anforderung bezüglich der Einbeziehung von verstellbaren Füßen


wird oft bedeuten, dass sich der erste geeignete Knotenpunkt für das Aufbringen
horizontaler Lasten ungefähr 6,5 m über der Aufstellfläche befindet. In diesem Fall
wäre die horizontale Last im Verhältnis 6,0/6,5 zu reduzieren, d. h. 0,923 x 750 N =
692 N.

A.3.3 Aufbringen der Lasten

Die vertikale Prüflast ist so aufzubringen, dass sie die Ständer der fahrbaren
Arbeitsbühne gleichmäßig belastet. Die horizontale Prüflast ist parallel zur kürzesten
oder längsten Seite der fahrbaren Arbeitsbühne durch den Mittelpunkt der
horizontalen Ebene wirkend aufzubringen.

A.3.4 Kombination der Lasten

Horizontale und vertikale Lasten sind wie folgt zu kombinieren:

Die vertikale Last nach A.3.1 a) ist mit der horizontalen Last nach A.3.2 zu
kombinieren.
Die vertikale Last nach A.3.1 b) darf nicht mit der horizontalen Last kombiniert
werden.

A.4 Anzahl der Prüfungen


Bezüglich der Kombination von Lasten (siehe A.3.4) sind für jede Aufbauform einer
fahrbaren Arbeitsbühne zwei Prüfungen erforderlich. Wenn jedoch eine Anzahl von
Aufbauformen gemeinsame Merkmale aufweist, wie z. B. gleiche Endrahmen, sind an
der Aufbauform mit der nachgewiesenen geringsten Standsicherheit zwei Prüfungen
durchzuführen.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 59 von 85

A.5 Durchführung
Die Lasten sind aufzubringen und dann zurückzunehmen. Die Konstruktion ist zu
überprüfen, um sicherzustellen, dass kein Versagen eingetreten ist.

Anhang B
(normativ)

Steifigkeitsprüfungen der Gesamtkonstruktion einer


fahrbaren Arbeitsbühne

B.1 Allgemeine Anforderungen


(siehe Bilder 6 und 7)

Zweck der Prüfung ist sicherzustellen, dass fahrbare Arbeitsbühnen eine zulässige
Verformung nicht überschreiten, wenn sie bis zur zulässigen Höhe aufgebaut und
horizontalen Lasten ausgesetzt sind. Das schließt elastische Verformungen sowie
Lose oder Spiel in der Konstruktion ein.

B.2 Prüfaufbau
Die Prüfungen sind an einer vollständigen Konstruktion mit einer Mindesthöhe von 6,0
m durchzuführen. Die fahrbare Arbeitsbühne ist nach den Standardanweisungen des
Herstellers aufzubauen (siehe Anmerkung 1). Wenn die Eigenlast der fahrbaren
Arbeitsbühne nicht ausreicht, um ein Kippen zu verhindern, darf die unterste Ebene
ausreichend belastet werden.

Prüfungen sind an den Aufbauformen nach den Anweisungen des Herstellers


durchzuführen, d. h. entweder: mit oder ohne Verbreiterungstraversen oder: mit oder
ohne Ausleger.

Da die Steifigkeit der fahrbaren Arbeitsbühne durch Ballast nicht beeinflusst wird, ist
bei Ballast zur Standsicherheit nur eine Prüfung erforderlich.

Wenn verstellbare Füße vorgesehen sind, sind diese auf 50% ihrer maximalen

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 60 von 85

Auszugslänge einzustellen (siehe Anmerkung 2). Fahrrollen sind in ihre ungünstigste


Stellung zu drehen und festzustellen.

Anmerkung 1: Wenn die zulässige Höhe der Belagfläche nach Anweisung des
Herstellers weniger als 6,0 m beträgt, ist die zu prüfende fahrbare Arbeitsbühne bis zu
einer Höhe von mindestens 6,0 m nach Anweisung des Herstellers zu errichten. Diese
zusätzliche Höhe ermöglicht die Messung des Werts D1. Die Steifigkeit der fahrbaren
Arbeitsbühne sollte nicht nachteilig beeinflusst werden.

Anmerkung 2: Da verstellbare Füße üblicherweise zum Höhenausgleich der


fahrbaren Arbeitsbühne vorgesehen werden, stellt dies eine Arbeitsstellung dar.

B.3 Prüfverfahren
Die horizontale Prüflast beträgt 500 N.

Sie ist am ersten geeigneten, über 6,0 m hoch liegenden Knotenpunkt aufzubringen.
Sie darf im Verhältnis der tatsächlichen Höhe zur 6,0 m Höhe abgemindert werden, so
dass sich an der Aufstellfläche der fahrbaren Arbeitsbühne ein gleicher Moment ergibt
(siehe Anhang A.3).

Die Last ist rechtwinklig zu einer Ansichtsfläche der fahrbaren Arbeitsbühne durch
den Mittelpunkt wirkend aufzubringen. Die Last ist in einer Richtung und danach in
entgegengesetzter Richtung aufzubringen und die Gesamtverformung D1 (in mm) ist
bei genau 6,0 m Höhe zu messen (siehe Bild 6).

Diese Prüfung ist in einer um 90° gedrehten Ebene zu wiederholen (siehe Bild 6).

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 61 von 85

Erste Prüfung in zwei entgegengesetzten Richtungen

Zweite Prüfung in zwei entgegengesetzten Richtungen

Bild 6. Horizontale Lasten für die Steifigkeitsprüfungen der Gesamtkonstruktion

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 62 von 85

h1 zulässige Höhe ohne Verbreiterungstraversen oder Ausleger

h2 zulässige Höhe mit Verbreiterungstraversen oder Auslegern

D1 gemessene Gesamtverformung bei der Prüfhöhe von 6,0 m

D2 zulässige Gesamtverformung bei der zulässigen Höhe der Belagfläche

Bild 7. Gemessene und zulässige Verformungen von fahrbaren Arbeitsbühnen

B.4 Prüfergebnis (siehe Bild 7)


Die durch oben beschriebene Prüfung ermittelte Gesamtverformung ist durch lineare
Berechnung zu korrelieren und ergibt die Verformung D2 für die zulässige Höhe der
Belagfläche der fahrbaren Arbeitsbühne mit oder ohne Verbreiterungstraversen,
Ausleger oder Ballast. Die Gesamtverformung D2 darf 200 mm nicht überschreiten
und begrenzt möglicherweise die zulässige Höhe der Belagfläche.

Die durch die Steifigkeit begrenzte zulässige Höhe der Belagfläche wird mit folgender
Gleichung berechnet:

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 63 von 85

Anmerkung: Der gemessene Wert D1 ermöglicht die Berechnung der zulässigen


Höhe.

Zum Beispiel:

a) Wenn der gemessene Wert D1 = 100 mm beträgt, ergibt die Gleichung

eine zulässige Höhe der Belagfläche von h1 = 12 m.

b) Wenn der gemessene Wert D1 = 300 mm beträgt, ist die zulässige Höhe der
Belagfläche h1 = 4 m.

Die lineare Gleichung ist nicht völlig korrekt; im Hinblick auf die Gesamtheit der für
dieses Harmonisierungsdokument geltenden fahrbaren Arbeitsbühnen haben
Berechnungen und Prüfungen in der Praxis jedoch ergeben, dass eine lineare
Beziehung annehmbar ist.

Anhang C
(normativ)

Anweisungen für die Verwendung von fahrbaren


Arbeitsbühnen
Folgende Punkte gelten für alle fahrbaren Arbeitsbühnen:

a) Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen nur von Personen auf- und


abgebaut werden, die mit den Anweisungen für den Aufbau
und Gebrauch vertraut sind.
b) Beschädigte Bauteile dürfen nicht verwendet werden.
c) Es sind nur Originalbauteile nach den Herstellerangaben zu
verwenden.
d) Die Fläche, auf der die fahrbare Arbeitsbühne verfahren
wird, muss deren Gewicht aufnehmen können.
e) Beim Verfahren dürfen sich kein Material und keine Person

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 64 von 85

(en) auf der fahrbaren Arbeitsbühne befinden.


f) Fahrbare Arbeitsbühnen dürfen nur von Hand und nur auf
fester, ebener, hindernisfreier Aufstellfläche verfahren
werden. Beim Verfahren darf die normale
Schrittgeschwindigkeit nicht überschritten werden.
g) Vor der Nutzung ist zu überprüfen, ob die fahrbare
Arbeitsbühne nach den Liefererangaben für die
Regelausführung ordnungsgemäß und vollständig errichtet
wurde und senkrecht steht.
h) Das Anbringen und der Gebrauch von Hebevorrichtungen
ist nicht zulässig, es sei denn, dass es bei der Konzeption
ausdrücklich vorgesehen wurde.
i) Das Anbringen von Überbrückungen zwischen einer
fahrbaren Arbeitsbühne und einem Gebäude ist nicht
zulässig.
k) Vor Gebrauch ist sicherzustellen, dass alle erforderlichen
Sicherheitsvorkehrungen gegen unbeabsichtigtes
Wegrollen ergriffen worden sind, z. B. durch Anbringen von
Feststellbremsen oder Fußspindeln.
l) Das Begehen und Verlassen der Arbeitsbelagfläche ist über
andere als die vorgesehenen Zugänge nicht zulässig.
m) Es ist verboten, auf Belagflächen zu springen.
n) Wenn möglich, sind außerhalb von Gebäuden verwendete
Arbeitsbühnen am Gebäude oder einer anderen
Konstruktion sicher zu befestigen.

Anhang D
(informativ)

Nationale Abweichungen
A-Abweichung: Nationale Abweichung, die auf Gesetzen beruht, deren Veränderung
zum gegenwärtigen Zeitpunkt außerhalb der Zuständigkeit des CEN/CENELEC-
Mitgliedes liegt.

Dieses Europäische Harmonisierungsdokument fällt zur Zeit nicht unter eine EG-
Richtlinie. In den betreffenden Ländern gelten diese A-Abweichungen anstelle der
Festlegungen des Europäischen Harmonisierungsdokumentes so lange bis sie
zurückgezogen sind.

B-Abweichung: Nationale Abweichung aufgrund besonderer technischer


Anforderungen, die für eine festgelegte Übergangszeit beibehalten werden darf.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 65 von 85

D.1 Nationale Abweichungen von Österreich


D.1.1 A-Abweichungen

BGBl, 218/1983, 91/1984 und 43/1986 Allgemeine Arbeitnehmer-Schutzverordnung


BGBl, 234/1972, 144/1974, 354/1981, 544/1982 und 393/1986 Bundesgesetz über
den Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Sittlichkeit der Arbeitnehmer
(Arbeitnehmerschutzgesetz) Verordnung des Bundesministeriums für soziale
Verwaltung vom 10. November 1954 über Vorschriften zum Schutz des Lebens und
der Gesundheit von Dienstnehmern bei Ausführung von Bauarbeiten, Bauneben- und
Bauhilfsarbeiten

Die Stufenleitern entsprechen nicht den derzeit geltenden gesetzlichen


Bestimmungen in Österreich.

D.1.2 B-Abweichungen

ÖNORM EN 39 Stahlrohr für Arbeitsgerüste;


Anforderungen, Prüfung
ÖNORM B 2252 Gerüstarbeiten; Werkvertragsnorm
ÖNORM B 4007 Gerüste; Allgemeines, Verwendung,
Bauart und Belastung
Belastungsannahmen im Bauwesen;
Eigenlasten von Baustoffen und Bauteilen
ÖNORM B 4013 Belastungsannahmen im Bauwesen;
Schnee- und Eislasten
ÖNORM B 4014 Teil 1 Belastungsannahmen im Bauwesen;
Statische Windkräfte
ÖNORM B 4100 Teil 2 Holzbau, Holztragwerke
ÖNORM B 4600 Teil 2 Stahlbau, Berechnung der Tragwerke
ÖNORM B 4600 Teil 4 Stahlbau; Stabilitätsnachweis, Grundfälle
ÖNORM B 4600 Teil 7 Stahlbau; Ausführung der Stahltragwerke
ÖNORM B 4600 Teil Stahlbau; Schraubenverbindungen
11
ÖNORM B 4650 Teil 1 Stahlbau; Tabellen für den
Stabilitätsnachweis
ÖNORM B 4650 Teil 3 Stahlbau; Spannungsnachweis nach
Theorie 2. Ordnung
ÖNORM M 3116 Allgemeine Baustähle; Gütevorschriften
ÖNORM M 3131 Baustahl; Güte R für geschweißte Rohre
ÖNORM Z 1500 Leitern; Begriffsbestimmungen, Bauarten,
Funktionsmaße, Anforderungen, Prüfung,
Normkennzeichnung
ÖNORM Z 1510 Tragbare Leitern; Verwendung, Lagerung,

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 66 von 85

Überprüfung
ÖNORM DIN 1626 Geschweißte kreisförmige Rohre aus
unlegierten Stählen für besondere
Anforderungen; technische
Lieferbedingungen
ÖNORM DIN 1628 Geschweißte kreisförmige Rohre aus
unlegierten Stählen für besonders hohe
Anforderungen; Technische
Lieferbedingungen

Richtlinien für die Bemessung von Aluminium-Konstruktionen des Österreichischen


Stahlbauverbandes Richtlinien für Festlegungen der zulässigen Beanspruchung nicht
genormter Stähle des Österreichischen Stahlbauverbandes

D.2 Nationale Abweichungen der Schweiz

D.2.1 A-Abweichung
SUVA-Form. 1796 „Verordnung über die Verhütung von
Unfällen bei Bauarbeiten" vom 8. August
1967

D.2.2 B-Abweichungen
Nationale Abweichungen zu Abschnitt 2

Norm SIA 160 Einwirkungen auf Tragwerke


Norm SIA 161 Stahlbauten
Norm SIA 164 Holzbau
Norm SIA 222 Gerüste

Nationale Abweichungen zu Abschnitt 5

Norm SIA 161 Stahlbauten


Norm SIA 164 Holzbau
Norm SN 210'900 Aluminium und Aluminiumlegierungen
Norm SN 210'902/1 Aluminium-Knetwerkstoffe

Rohre

Festigkeitseigenschaften

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 67 von 85

Norm SN 210'902/2 Technische Lieferbedingungen


Norm SN 210'902/3 Maße und Toleranzen
DIN 1795 Rundrohre aus Aluminium

Beiblatt 1: Toleranzzuordnungen

Beiblatt 2: Toleranzen der Vorzugsmaße

Nationale Abweichungen zu Abschnitt 6

Norm SIA 161 Stahlbauten


Norm SIA 164 Holzbau

Nationale Abweichungen zu Abschnitt 8

SUVA-Form. 1796 „Verordnung über die Verhütung von


Unfällen bei Bauarbeiten" vom 8. August
1967

D.3 Nationale Abweichungen von Deutschland


D.3.1 A-Abweichung

VBG 37 „Unfallverhütungsvorschriften
Bauarbeiten"

D.3.2 B-Abweichungen

Nationale Abweichungen zu den Abschnitten 4 bis 8

DIN 1052 Teil 1 Holzbauwerke, Berechnung und


Ausführung
DIN 1725 Teil 1 Aluminiumlegierungen; Knetlegierungen
DIN 1725 Teil 2 Aluminiumlegierungen; Gusslegierungen;
Sandguss, Kokillenguss, Druckguss,
Feinguss
DIN 1745 Teil 1 Bänder und Bleche aus Aluminium und
Aluminium-Knetlegierungen mit Dicken
über 0,35 mm; Eigenschaften
DIN 1746 Teil 1 Rohre aus Aluminium und Aluminium-
Knetlegierungen; Festigkeitseigenschaften
DIN 1746 Teil 2 Rohre aus Aluminium und Aluminium-

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 68 von 85

Knetlegierungen; Technische
Lieferbedingungen
DIN 4074 Teil 1 Bauholz und Holzbauteile;
Gütebedingungen für Bauschnittholz
(Nadelholz)
DIN 4113 Teil 1 Aluminiumkonstruktionen unter
vorwiegend ruhender Belastung;
Berechnung und bauliche Durchbildung
DIN 4113 Teil 2 Aluminiumkonstruktionen unter
vorwiegend ruhender Belastung;
Geschweißte Konstruktionen, Berechnung
und bauliche Durchbildung
DIN 4420 Teil 1 Arbeits- und Schutzgerüste; Allgemeine
Regelungen; Sicherheitstechnische
Anforderungen, Prüfungen
DIN 4420 Teil 4 Arbeits- und Schutzgerüste aus
vorgefertigten Bauteilen (Systemgerüste);
Werkstoffe, Gerüstbauteile,
Abmessungen, Lastannahmen und
sicherheitstechnische Anforderungen;
Deutsche Fassung HD 1000:1988
DIN 4422 Teil 2 (z.Z. Entwurf) Fahrbare Arbeitsbühnen
(Fahrgerüste) aus vorgefertigten
Bauteilen; Werkstoffe, Gerüstbauteile,
Maße, Lastannahmen und
sicherheitstechnische Anforderungen
(Vorschlag für ein
Harmonisierungsdokument)
DIN 4427 Stahlrohr für Trag- und Arbeitsgerüste;
Anforderungen, Prüfung; Deutsche
Fassung HD 1039:1990
DIN 4568 Teil 1 Leitern; Begriffe, Bauarten,
Funktionsmaße
DIN 4568 Teil 2 Leitern; Anforderungen, Prüfung
DIN 17 100 Allgemeine Baustähle, Gütenorm
DIN 17 120 Geschweißte kreisförmige Rohre aus
allgemeinen Baustählen für den Stahlbau;
Technische Lieferbedingungen
DIN 17 121 Nahtlose kreisförmige Rohre aus
allgemeinen Baustählen für den Stahlbau;
Technische Lieferbedingungen
DIN 18 800 Teil 1 Stahlbauten; Bemessung und
Konstruktion
DIN 18 800 Teil 2 Stahlbauten; Stabilitätsfälle; Knicken von
Stäben und Stabwerken

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 69 von 85

D.4 Nationale Abweichungen von Dänemark


D.4.1 B-Abweichungen

Nationale Abweichungen zu den Abschnitten 2 und 4

Für Dänemark gelten die folgenden nationalen Normen:

380 Svejseteknik (Walding and allied techniques)

DS 316 Smeltesvejsning af kulstof- og kulstof-


mangan-staal. Besemmelser for
udforelsen. 3. udg.1982 (Fusion welding
of carbon and carbon manganese steels.
Regulations for the execution. 3rd
ed.1982 (p36))
DS 317.1 Svejseelektroder. Manuel lysbuesvejsning
af unlegerede staal.1. udg.1964
(Electrodes. Manual arc welding of
unalloyed steels. 1 st ed.1964 (p12))
DS 317.2 Svejseelektroder. Manuel lysbuesvejsning
af varmebestandige, lavtlegerede staal. 1.
udg.1964 (Electrodes. Manual arc welding
of low alloy heat resisting steels.1 stg
ed.1964 (p12))
DS 317.2A Svejseelektroder. Manuel lysbuesvejsning
af varmebestandige, lavtlegerede staal.
Bilagsblad A.1. udg.1964) (Electrodes.
Manual arc welding of low alloy heat
resisting steels. Appendix A. 1st ed.1964
(p01))
DS 318 Svejsestraad til gassvejsning af staal.
Tekniske leveringsbetingelser. 1.
udg.1941 Welding wire for gas welding of
steel. Technical terms of delivery.1 st
ed.1941 (p10))
DS 322 Bilag 1 Certifikat for svejsere. Lysbuesvejsning.
Udstedt pas grundlag af arbejdsprover.)
(Annex 1: Certificate for welders. Arc
welding. Issued an the basis of working
tests (p16))
DS 322 Bilag 2 Certifikat for svejsere. Lysbuesvejsning.
Udstedt pas grundlag af lobende kontrol.
1. udg.1980 (Annex 2: Certificate for
welders. Arc welding. Issued an the basis
of current control.1st ed.1980 p16))
DS 322 Certificaring af svejsere. Lysbuesvejsning.

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 70 von 85

(Certification of welders. Arc welding. 1 st


ed.1980 (p16))
DS 323 Beklaedte elektroder til manuel
lysbuesvejsning af ulegeret og lavttegnet
staal. Maerkning. 1. udg.1980 (Covered
electrodes for manual arc welding of mild
steel and low alloy steel. Code of symbols
for identification. 1 st ed.1980 (p12))
DS/IS0 5173 Smeltesvejste stumpsomme i staal.
Tvaerbojeprovning af rod og overflade.
1.udg.1982 (Fusion welded butt joints in
steel. Transverse root and face band test.
1 st ed.1982 (p4))
DS/IS0 5177 Smeltesvejste stumpsomme i staal.
Tvaersidebojeprovning. 1. udg.1982
(Fusion welded butt joints in steel.
Transverse side bend test.1 st ed.1982
(p4))

741 Generelt om metaller (General and theoretical metallurgy)

DS 10010 Metalprovning. Benaevnelser og


definitioner. z. udg.1968 (Testing of
metals. Designations and definitions. 2nd
ed.1968 (p8))
DS 10110 Metalprovning. Traekprovning. 2 udg.1968
(Testing of metals. Tensile testing. 2nd
ed.1968 (p8))
DS 10111 Armeringsstaals traikarbejdslinie.
Konstruktion af en
gennemsnitsarbejdslinie. 1. udg.1980
(Stress-strain-curve for steel for
reinforcement. Construction of an average
strain-stress-curve. 1 st ed.1980 (p6))
DS 10310 Metalprovning. Bojeprovning. 1 udg.1949
(Testing of metals. Bend testing. 1 st
ed.1949 (p2))
DS 10311 Metalprovning. Prem- og tilbage-
bojeprovning af traed.
(Bojetalsbestemmelse 1. udg. 1959)
(Testing of metals. Reverse bend testing
of wire. (Determination of number of
bends 1 st ed.1959 (p2)))
DS 10410 Metalprovning. Haardhedsprovning efter
Brinell. 2. udg.1966 (Testing of metals.
Brinell hardness testing. 2nd ed.1966
(p4))

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 71 von 85

DS 10411 Metalprovning. Haardhedsprovning efter


Vickers. 2. udg. 1966 (Testing of metals.
Vickers hardness testing. 2nd ed.1966
(p4))
DS 10412 Metalprovning. Hardhedsprovning efter
Rockwell. (B og C skalear). 2.udg.1966
(Testing of metals. Rockwell hardness
testing (B and C scales). 2nd ed.1966
(p6))
DS/IS0 83 Staal. Slagseljhedsprovning. (Provestang
med U-kaerv) 1.edg.1977 (Staat. Charpy
impact test (U-notch). 1 st ed.1977 (p4))
DS/IS0 1352 Staat. Udmattelsesprovning ved torsion;
1.udg 1979 (Steel. Torsional stress fatigue
testing; 1 st ed.1979 (p4))
DS/IS0 2573 Teaegprovningssystemer; Bestemmelse
af K-vaerdi. 1. udg.1978 (Tensile testing
systems. Determination of K-value. 1 st
ed.1978 (p6))
DS/IS0 3887 Ulegeret og lavt legeret staal.
Bestemmelse af dybden af afkulning. 1.
udg.1977 (Steel, non-alloy and low-alloy.
Determination of depth of decarburization.
1 st ed.1977 (p4))
DS/IS0 148 Staal. Charpy slagsejhedsprovning (V-
Kaerv). 1. udg.1984 (Steel. Charpy impact
test (V-notch) 1 st ed.1984)
DS/IS0 148 Staal. Charpy slagsejhedsprovning (V-
Kaerv).1. udg.1984 (Steel. Charpy impact
test (V-notch) 1 st ed.1984)

750 Jern og staal (Iron and steel)

DS 11510 Staalkvaliteter. Ulegeret staalgods. 1.


udg.1977 (Cast steel. Unalloyed. 1st
ed.1977 (p2))
DS 12010 Staalkvaliteter. Ulegeret varmtvalset
kulstofstaal. Oversigtsblad. 1. udg.1950
(Steel qualities. Unalloyed hot-rolled
carbon steel. General requirements. 1 st
ed.1950 (p2))
DS 12012 Almindelige maskinstaal. Materiale- og
provningsbestemmelser. 1 udg.1967
(General steels for machining.
Specifications for materials and testing. 1
st ed.1967 (p2))
DS 12012A Oversigt over udenlandske almindelige

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 72 von 85

maskinstaal. 1. udg.1967 (Survey of


foreign general steels for engineering
purposes. Appendix A to 12012. 1 st
ed.1967 (p02))
DS/IS0 404 Staal og staalprodukter. Almindelige
tekniske leveringsbetingelser 1. udg.1983
(Steel and steel products. General
technical delivery requirements. 1 st
ed.1983)
DS/IS0 630 Konstruktionsstaal.1.edg.1983 (Structural
steels. 1 st ed.1983)
DS/IS0 3754 Staal. Bestemmelse af haerdedybden ved
flamme - eller induktionshaerdning. 1.
udg.1977 (Steel. Determination of
effective depth of hardening after flame or
induction hardening. 1 st ed 1977 (p2))
DS/IS0 3763 Staal. Makroskopiske metoder til
vurdering af indholdet af ikke. metalliske
indeslutninger. 1. udg.1977 (Wrought
steels. Macroscopic methods for
assessing the content of non-metallic
inclusions. 1 st ed.1977 (p6))
DS/IS0 3887 Ulegeret og lavt legeret staal.
Bestemmelse af dybden af afkulning. 1.
udg.1977 (Steel. Non-alloy and low-alloy.
Determination of depth of decarburization.
1 st ed.1977 1 st ed.1977 (p4))
DS/IS0 4941 Staal og stobejern. Bestemmelse af
molybdaenindholdet. Fotometrisk metode.
1 edg. 1979 (Steels and cast irons -
Determination of molybdenum content.
Photometric method. 1 st ed.1979 (p4))
DS/IS0 4945 Staal. Bestemmelse af nitrogen.
Spektrofotometrisk metode. 1. udg.1979
(Steel. Determination of nitrogen content.
Spectrophotometric method. 1 st ed.1979
(p6))

770 Aluminium og aluminiumlegeringer (Aluminium and aluminium alloys)

DS 3002 Aluminiumlegeringer. Blokke til stobning.


1. udg.1971 (Aluminium alloys, ingots for
casting. 1 st ed.1971 (p4))
DS 3002a Aluminiumlegeringer. Blokke til stobning.
Appendiks a: Oversigt over tilsvarende
udenlands standarder. 1.udg.1971
(Aluminium alloys, ingots for casting.
Appendix a to 3002.1 st ed.1971 (p01))

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 73 von 85

DS 3012 Aluminium og aluminiumlegeringer.


Valsede, trukne og ekstruderede
produkter. 1. udg.1975 (Wrought
aluminium and aluminium alloys. 1 st
ed.1975 (p8))

786 Traeindustri (Timber and woodwork industry)

DS 146 Savet naaletrai, laengde- og tvaersnit. 3.


udg.1981 (Coniferous sawn timber. Cross
section sizes and lengths. 3rd ed.1981
(p2))
DS 1002 Hovlet trae. Tvaersnitsmaal. 4. udg.1981
Planed coniferous timber. Cross section
sizes. 4th ed.1981 (p2))
DS 2122 Impraigneret trai. Klasseinddeling. 1.
udg.1976 (Wood preservation.
Classification. 1 st ed.1976 (p4))

961 Trae (Timber)

DS 1108 Traekonstruktioner. Provning. 1. udg.1979


(Timber structures. Testing. 1 st ed.1979
(p4))
DS 1109 Limede traekonstruktioner. Fremstilling og
kontrol. 1. udg.1979 (Glued timber
structures. Production and control. 1 st
ed.1979 (p2))
DS 1110 Limede traikonstruktioner.
Forskydningsprovning af limfuger.1.
udg.1979 (Glued timber structures.
Determination of block shear strength. 1 st
ed.1979 (p4))
DS 1111 Limede traekonstruktioner.
Delamineringsprovning af limtrae. 1.
udg.1979 (Glued timber structures.
Delamination test. 1 st ed.1979 (p2))
DS 1116 Traekonstruktioner. Mekaniske
forbindelsesmidler. Korttidsprovning. 1.
udg.1980 (Timber structures. Mechanical
timber joints. Short-term testing. 1 st
ed.1980 (p4))
DS 1117 Traekonstruktioner. Provning af
mekaniske forbindelsesmidler. Krav til
traet og beregning af karakteristiske
vaerdler. 1. udg.1980 (Timber structures.
Testing of mechanical timber fasteners.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 74 von 85

Requirements to the wood and


calculations of characteristic values. 1 st
ed.1980 (p4))
DS 1118 Limede traekonstruktioner. Limtrae.
Fremstilling og kontrol. 1. udg.1980
(Glued timber structures. Glued laminated
timber. Production and control.1 st
ed.1980 (p6))

910 Regler og bestemmelser. Bygningskonstruktion (Building practice.


Procedure)

DS 409/410 Dansk Ingeniorforenigs Norm for


konstruktioner og last pa konstruktioner
(Safety of structures and loads for the
design of structures)
DS 412 Dansk Ingeniorforenings norm for
staalkonstruktioner. 2. udg.1983
(Structural use of steel. 2nd ed.1983)
DS 413 Dansk Ingeniorforenings norm for
traekonstruktioner. 4. udg.1982 (Structural
use of timber. 4th ed.1982)
DS 419 Aluminiumkonstruktioner. 2. udg.1984
(Structural use of aluminium. 2nd
ed.1984)

390 Metalliske belaegninger (Metallic coatings)

DS/IS0 1459 Metalbelaegninger. Beskyttelse pa jern-


og stalemner pafort ved varmeforzinking.
Vejledende principper. (Metallic coatings.
Protection against corrosion by hot dip
galvanizing. Guiding principles)
DS/IS0 1460 Metalbelaegninger. Belaegninger pa jern-
og stalemner pafort ved varmeforzinking.
Bestemmelse af massen pr. arealenhed.
Gravimetrisk metode. (Metallic coatings.
Hot dip galvanized coatings an ferrous
materials. Determination of the mass per
unit area. Gravimetric method)
DS/IS0 1461 Metalbelaegninger. Belaegninger pa jern-
og stalemner pafort ved vermeforzinking.
Krav. (Metallic coatings. Hot dip
galvanized coatings on fabricated ferrous
products. Requirements)

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 75 von 85

D.5 Nationale Abweichungen von Frankreich


D.5.1 A-Abweichungen

Alle Vorschriften über Fahrgerüste sind im Erlass vom 8. Januar 1965 (Abschnitt V -
Artikel 129) veröffentlicht.

D.5.2 B-Abweichungen

NF A 49-501 Tubes en acier; Profils creux finis à chaud


pour construction; Dimensions; Conditions
techniques de livraison.
NF A 49-541 Tubes en acier; Profils creux finis à froid
pour construction; Dimensions; Conditions
techniques de livraison.
NF A 49-643 Tubes en acier; Tubes ronds soudés
formés à froid exécutés à partir de
produits laminés à chaud avec conditions
particulières de livraisons; Dimensions;
Conditions techniques de livraison.
NF A 49-652 Tubes carrés et rectangulaires du
commerce exécutés ä partir de produits
laminés à chaud; Dimensions; Conditions
techniques de livraisons.
NF A 50-411 Aluminium et alliages d'aluminium;
Produits filés et filés étirés d'usage
courant; Caractéristiques.
NF B 52-001 Règles d'utilisation du bois dans les
constructions; Qualités des cois et
contraintes admissibles.
NF A 88-110 Soudage; Qualification des soudeurs et
des operatéurs.
NF P 93-501 Echafaudages de service à éléments
préfabriqués; Définitions; Méthodes
d'essai.
NF P 93-502 Echafaudages de service à éléments
préfabriqués; Intérpretation des essais;
Méthodes de calcul; Spécifications.

D.6 Nationale Abweichungen des Vereinigten


Königreichs
D.6.1 B-Abweichungen

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 76 von 85

BS 4 Structural steel sections


BS 18 Method for tensile testing of metals
(including aerospace materials)
BS 449 Specification for the use of structural steel
in building
BS 729 Specification for hot dip galvanized
coatings an iron and steel articles
BS 916 Specification for black bolts, screws and
nuts, hexagon and square, with B.S.W.
threads, and partly machined bolts,
screws and nuts, hexagon and square,
with B.S.W. or B.S.F. threads
BS 970 Specification for wrought steels for
mechanical and allied engineering
purposes
BS 1129 Specification for portable timber ladders,
steps, trestles and lightweight stagings
BS 1139 Metal scaffolding
Part 1 Tubes
Section 1.1 Specification for steel
tube
Section 1.2 Specification for
aluminium tube
Part 2 Couplers
Section 2.1 Specification for steel
couplers, loose spigots and base
plates for use in working scaffolds
and falsework made of steel tubes
(Identical with EN 74)
Section 2.2 Specification for steel
and aluminium couplers, fittings
and accessories for use in tubular
scaffolding
Part 3 Specification for prefabricated
access and working towers
Part 4 Specification for prefabricated steel
splitheads and trestles
Part 5 Specification for materials,
dimensions, design loads and
safety requirements for service and
working scaffolds made of
prefabricated elements (Identical
with HD 1000)
BS 1140 Specification for resistance spot welding
of uncoated and coated low carbon steel
BS 1449 Steel plate, sheet and strip
BS 1452 Specification for grey iron castings

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BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 77 von 85

BS 1470 Specification for wrought aluminium and


aluminium alloys for general engineering
purposes: plate, steel and strip
BS 1471 Specification for wrought aluminium and
aluminium alloys for general engineering
purposes; drawn tube
BS 1472 Specification for wrought aluminium and
aluminium alloys for general engineering
purposes; forging stock and forgings
BS 1473 Specification for wrought aluminium and
aluminium alloys for general engineering
purposes; rivet, bolt and screw stock
BS 1474 Specification for wrought aluminium and
aluminium alloys for general engineering
purposes: bars, extruded round tubes and
sections
BS 1490 Specification for aluminium and aluminium
alloy ingots and castings for general
engineering purposes
BS 2037 Specification for portable aluminium
ladders, steps and trestles and lightweight
stagings
BS 2901 Specification for filier rods and wires for
gas-shielded arc welding
BS 2994 Specification for cold rolled steel sections
BS 3019 TIG welding
Part 1 Specification for TIG welding for
magnesium and their alloys
BS 3100 Specification for steel castings for general
engineering purposes
BS 3436 Specification for ingot zinc
BS 3468 Specification for austenitic cast iron
BS 3571 MIG welding
Part 1 Specification for MIG welding of
aluminium and aluminium alloys
BS 4114 Specification for dimensional and quantity
tolerances for steel drop and press
forgings and for upset forgings made an
horizontal forging machines
BS 4300 Wrought aluminium and aluminium alloys
for general engineering purposes
(supplementary series) 4300/1 Aluminium
alloy longitudinally welded tube
BS 4360 Specification for weldable structural steels
BS 4848 Specification for hot-rolled structural steel
sections

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 78 von 85

Part 2 Hollow sections


Part 4 Equal and unequal angles
Part 5 Bulb flats
BS 5135 Specification for arc welding of carbon and
carbon manganese steels
BS 5268 Structural use of timber
BS 5493 Code of practice for protective coating of
iron and steel structures against corrosion
BS 5973 Code of practice for access and working
scaffolds and special scaffold structures in
steel
BS 5974 Code of practice for temporarily installed
suspended scaffolds and access
equipment
BS 6323 Specification for seamless and welded
steel tubes for automobile, mechanical
and general engineering purposes
BS 6681 Specification for malleable cast iron
CP 3 Code of basic data for the design of
buildings
Chapter V Loading
Part 2 Wind loads
CP 118 The structural use of aluminium
DD 24 Recommendations for methods of
protection against corrosion an light
section steel used in building
DD 72 Design requirements for access and
working scaffolds
PD 6484 Commentary an corrosion at bimetallic
contacts and its alleviation

Operators Code of Practice

Veröffentlicht von der „Prefabricated Aluminium Scaffolding Manufacturers


Association Limited"

D.7 Nationale Abweichungen von Italien


D.7.1 A-Abweichungen

DPR 7.01.1956, n.164 Norme per la prevenzione degli infortuni


sul lavoro nelle construzioni. (Rules for
accident prevention at work in

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 79 von 85

constructions)
DM 2.09.1968 Riconoscimento di efficacia di alcune
misure tecniche di sicurezza per i
ponteggi metallici fissi, sostitutive di
quelle indicate nel DPR 7.01.1956,
nr.164. (Admission of validity of some
technical safety measures for fixed
scaffoldings, in place of those indicated in
DPR 7.01.1956, nr. 164)

D.7.2 B-Abweichungen

Nationale Abweichungen zu den Abschnitten 4 bis 8

CNR 10011 /85 Construzione d'acciaio: Istruzioni per il


calcolo, I'esecuzione il collaudo e la
manutenzione (Steel constructions:
Instructions for design, execution, test
and maintenance)
CNR 10012/85 Istruzioni per la valutazione delle azioni
sulle costruzioni. (Instructions
determinating actions an constructions)
CNR 10027/85 Strutture di acciaio per opere
provvisionali. Istruzioni per il calcolo,
I'esecuzione, il collaudo e la
manutenzione. (Steel structures for
temporary works. Instructions for design,
execution, test and maintenance)

Alle nationalen Normen sind im Anhang des HD 1000 angegeben.

D.8 Nationale Abweichungen von Norwegen


D.8.1 A-Abweichungen

Directorate of Labour Inspection, No. 500, Working scaffolds, ladders etc.

D.8.2 B-Abweichungen

Für Norwegen gelten die folgenden Normen:

NS 3471 Prosjektering av aluminiumkonstruksjoner.


Beregning og dimensjonering.1973

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 80 von 85

(Aluminium structures. Design rules)


NS 3472 Prosjektering av stalkonstruksjoner.
Beregning og dimensjonering. 1984 (Steel
structures. Design rules)
NS 3479 Prosjektering av bygningskonstrukjoner.
Dimensjonerende laster. 1981 (Design
loads for structures)
NS 8070 Stiger og trappestiger. Terminologi. Krav
til egenskaper.1986 (Ladders.
Terminology. Performance requirements)
NS-EN 10025 Hot rolled products of non-alloy structural
steels. Technical delivery conditions, 1990
NS-EN 74 Couplers, loose spigots and base plates
for use in working scaffolds and falsework
made of steel tubes. Requirements and
test procedures. 1988
NS-HD 1000 Service and working scaffolds made of
prefabricated elements. Materials,
dimensions, design loads and safety
requirements. 1988

D.9. Nationale Abweichungen von Schweden


D.9.1 A-Abweichungen

In Schweden gilt bezüglich der Anwendung dieses Harmonisierungsdokuments (HD)


folgendes:

Die Anwendbarkeit von Gerüsten ist nach diesem Harmonisierungsdokument und


nach den Vorschriften des „National Board of Occupational Safety and Health" zu
beurteilen.

D.9.2 B-Abweichungen

Für Schweden gelten folgende Nationale Normen und Vorschriften:

Veröffentlicht vom „National Board of Occupational Safety and Health":

ASF 1990:12 Scaffolds


AFS 1985:15 Ladders and Trestles
AFS 1986:3 Building and Civil Engineering Work
Veröffentlicht vom "National Board of Physical planning and
Building in relation to construction":
PFS 1978:3 Mechanical stress grading of structural

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 81 von 85

timber. SBN approval rules


PFS 1979:7 Loadbearing Structures. SBN Division 2A
PFS 1980:1 Swedish Building Code 1980, SBN 1980.
See also PFS 1983:2
PFS 1980:2 General rules for type approval and
production control. SBN approval rules.
Edition Nr 2, 1
PFS 1983:2 Swedish Building Code 1980, SBN 1980.
Edition No 2
PFS No 4 Tuss plate joints. 1974, SBN approval
rules
PFS 1975:4 Determination of Loadbearing Capacity by
Testing. SBN approval rules
PFS 1975:5 Boards based an wood or wood particles.
SBN approval rules
PFS 1975:6 Glued timber structures. SBN approval
rules
PFS 1975:7 Fingerjointed timber. SBN approval rules
PFS 1977:1 Expanding fittings. SBN approval rules
BSK Regulations for steel structures
Veröffentlicht vom "National Swedish Committee on Regulations
for Steel Structures":
StBK-N1 Regulations for Steel Structures, 1970,
Edition No 2
StBK-N2 Regulations for Welded Steel Structures
1974
StBK-N3 Regulations for Bolted Connections 1976
StBK-N4 Regulations for Corrosion Protection of
Steel Structures 1974
StBK-N5 Swedish Code for Light Gauge Metal
Structures
StBK-K1 Limit load handbook. Design of steel
structures using limit load method
StBK-K2 Buckling and lateral stability

Veröffentlicht vom
"Aluminium Regulations Committee of the National Association of Swedish "Civil
Engineers": Aluminium Structures; Trial regulations and comments

Aluminium Structures; Stability problems

Veröffentlicht vom „Welding Commission of the Swedish Academy of Engineering


Sciences":

Welded Aluminium Structures

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 82 von 85

D.10 Nationale Abweichungen von Finnland


D.10.1 B-Abweichungen

Für Finnland gelten die folgenden Normen:

SFS 200 Steel for general structural purposes,


quality specifications
SFS 4188 Wood structures
SFS 4200 Steel structures
SFS 4651 General provisions for scaffolds planning,
clause 4
SFS 4654 Steel tubes for working scaffolds,
requirements and tests
SFS 4657 System scaffolds, structural parts, clause
5.1
SFS 4658 System scaffolds. Instructions for use and
testing.
SFS 4661 Scaffold decking
SFS 4664 Approach ramps for scaffolding
SFS 4665 Safety scaffolding

Anhang 4
Vorschriften und Regeln

Nachstehend sind die insbesondere zu beachtenden einschlägigen Vorschriften und


Regeln zusammengestellt; siehe auch Abschnitt 3.2:

1.Gesetze/Verordnungen
(Bezugsquelle: Buchhandlung
oder
Carl Heymanns Verlag KG,
Luxemburger Straße 449, 50939
Köln,
Tel. (0221)94373-0
Telefax (0221)94373901

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 83 von 85

Bauordnungen der Bundesländer,

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV),

Straßenverkehrs-Ordnung (StVO),

Binnenschifffahrtsstraßenordnung,

Luftverkehrsgesetz.

2. Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Regeln und


Informationen für Sicherheit und Gesundheit bei der
Arbeit
(Bezugsquelle: Berufsgenossenschaft
oder
Carl Heymanns Verlag KG,
Luxemburger Straße 449, 50939
Köln
Tel. (02 21) 9 43 73-0
Telefax (02 21) 94 37 39 01

BG-Vorschrift "Allgemeine Vorschriften (BGV A 1, bisherige VBG 1),

BG-Vorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (BGV A 2, bisherige VBG 4),

BG-Vorschrift "Bauaufzüge (BGV D 7, bisherige VBG 35),

BG-Vorschrift "Bauarbeiten (BGV C 22, bisherige VBG 37),

BG-Vorschrift "Arbeiten im Bereich von Gleisen (BGV D 33, bisherige VBG 38 a),

BG-Vorschrift "Leitern und Tritte (BGV D 36, bisherige VBG 74).

BG-Regeln "Hochziehbare Personenaufnahmemittel" (BGR 159, bisherige ZH 1/461),

BG-Regeln "Seitenschutz und Dachschutzwände als Absturzsicherung bei


Bauarbeiten" (BGR 184, bisherige ZH 1/584),

BG-Regeln "Traggerüst- und Schalungsbau" (BGR 187, bisherige ZH 1/603),

BG-Regeln "Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz" (BGR 198,


bisherige ZH 1/709),

BG-Regeln "Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen zum Halten und


Retten" (BGR 199, bisherige ZH 1/710),

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 84 von 85

BG-Grundsätze "Prüfung von Belagteilen in Fang- und Dachfanggerüsten sowie von


Schutzwänden in Dachfanggerüsten" (BGG 927, bisherige ZH 1/585).

3. DIN-Normen
(Bezugsquelle: Beuth Verlag GmbH,
Burggrafenstraße 6,10787 Berlin

Tel. (0 30) 26 01-22 60


Telefax (0 30) 26 0112 31)
DIN 4074-1 Sortierung von Nadelholz nach
der Tragfähigkeit;
Nadelschnittholz,
DIN 4420-1 Arbeits- und Schutzgerüste;
Allgemeine Regelungen;
Sicherheitstechnische
Anforderungen, Prüfungen,
DIN 4420-2 Arbeits- und Schutzgerüste;
Leitergerüste;
Sicherheitstechnische
Anforderungen,
DIN 4420-3 Arbeits- und Schutzgerüste;
Gerüstbauarten, ausgenommen
Leiter- und Systemgerüste;
Sicherheitstechnische
Anforderungen und
Regelausführungen
DIN 4420-4 Arbeits- und Schutzgerüste aus
HD 1000 vorgefertigten Bauteilen
(Systemgerüste); Werkstoffe,
Gerüstbauteile, Abmessungen,
Lastannahmen und
sicherheitstechnische
Anforderungen,
DIN 4427 Stahlrohr für Trag- und
Arbeitsgerüste; Anforderungen,
Prüfungen,
DIN EN 74 Kupplungen, Zentrierbolzen und
Fußplatten für Stahlrohr-
Arbeitsgerüste und Traggerüste;
Anforderungen, Prüfungen,

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004
BGR 172 - Gerüstbau - Fahrgerüste, Titel Seite 85 von 85

Änderungen

Die vorhergehenden BG-Regeln vom Juli 1997 wurden redaktionell überarbeitet und
an den Stand der Sicherheitstechnik angepasst; insbesondere wurden folgende
Abschnitte geändert bzw. aktualisiert:

6.6.2
8.1.4.

Hinweis:

Ab April 1999 sind alle Neuveröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen


Vorschriften- und Regelwerkes unter einer neuen Bezeichnung und Bestell-Nummer
erhältlich.

Für alle bislang unter einer VBG- bzw. ZH 1-Nummer veröffentlichten


Unfallverhütungsvorschriften, BG-Regeln, Merkblätter und sonstigen Schriften
bedeutet dies dass sie erst im Rahmen einer Überarbeitung oder eines Nachdrucks
auf die neuen Bezeichnungen und Besteh Nummern umgestellt werden.

Bis zur vollständigen Umstellung des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und


Regelwerkes auf die neuen Bezeichnungen und Bestell-Nummern sind alle
Veröffentlichungen in einem Übergangszeitraum von ca. 3 bis 5 Jahren auch
weiterhin unter den bisherigen Bestell-Nummern erhältlich.

Soweit für Veröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und


Regelwerkes eine neue Bezeichnung und Benummerung erfolgt ist, können diese in
einer sogenannten Transfer-Liste des neuen Verzeichnisses des HVBG entnommen
werden.

file://C:\Temp\swmA6.tmp.htm 25.11.2004