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SIMATIC

Prozessleitsystem BRAUMAT/SISTARClassic V5.3 Engineering mit Braumat based on S7

Handbuch

Dieses Handbuch ist Bestandteil des Dokumentationspaketes mit der Bestellnummer:

6FD7680-0PH03

Ausgabe 11/2007

A5E00239320-04

Vorwort, Inhalt

S7 Projekt

BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Module

Parametrierung

Einzelsteuerung

Analogfunktionen

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Anwenderschnittstellen

1

2

3

4

5

6

7

Sicherheitstechnische Hinweise

Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von

Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein

Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach

Gefährdungsstufe werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

!
!

Gefahr

bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

!
!

Warnung

bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

!
!

Vorsicht

mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Vorsicht

ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Achtung

bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis nicht beachtet wird.

Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe

verwendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird,

dann kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.

Qualifiziertes Personal

Das zugehörige Gerät/System darf nur in Verbindung mit dieser Dokumentation eingerichtet und betrieben werden. Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes/Systems dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieser Dokumentation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Beachten Sie Folgendes:

!
!

Warnung

Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und - komponenten verwendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.

Marken

Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der

Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch

Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.

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Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GM- Eintragung.

Siemens AG Automation and Drives Postfach 4848, D- 90327 Nürnberg

Haftungsausschluss

Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG 2007 Technische Änderungen bleiben vorbehalten

Siemens Aktiengesellschaft

A5E00239320-04

Vorwort

Zweck des Handbuchs

In diesem Handbuch wird das Engineering mit BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 based on S7 beschreiben. Desweiteren erhalten Sie einen Überblick über die folgenden Themen:

Einrichten von S7-Projekten

BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Module

Parametrierung

Einzelsteuerung

Analogwertverarbeitung

Anwenderschnittstellen

Es richtet sich an Personen, die in den Bereichen Projektierung, Inbetriebsetzung und Service von Prozessleitsystemen tätig sind.

Erforderliche Grundkenntnisse

Zum Verständnis des Handbuchs sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik und der Prozessleittechnik erforderlich.

Außerdem werden Kenntnisse über die Verwendung von Computern oder PC-ähnlichen Arbeitsmitteln (z.B. Programmiergeräten) unter den Betriebssystemen Windows 2000 Prof./Windows 2000 Server oder Windows XP Prof./Windows Server 2003 (je nach Einsatzfall) vorausgesetzt. Da BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 für das Engineering auf der Basissoftware STEP 7 aufsetzt, sollten Sie auch Kenntnisse im Umgang mit der Basissoftware haben. Diese werden im Handbuch ”Programmieren mit STEP 7 V5.3” vermittelt.

Bitte lesen Sie vor einer Installation von BRAUMAT/SISTAR Classic Komponenten stets die Datei liesmich.wri zur aktuellen Version von BRAUMAT/SISTAR Classic

Gültigkeitsbereich des Handbuchs

Das Handbuch ist gültig für das Prozessleitsystem BRAUMAT/SISTAR Classic ab Version V5.3 SP2.

Das angebotene elektronische Handbuch ist weitestgehend mit den Inhalten der Online- Hilfe identisch. Aufgrund eines technisch notwendigen Redaktionsschlusses für die Generierung von elektronischen Handbüchern können sich gegenüber den Online-Hilfen vereinzelt kleinere Abweichungen ergeben. Die Aussagen in den Online-Hilfen sind denen des Handbuchs übergeordnet.

Einordnung in die Informationslandschaft

Dieses Handbuch ist Bestandteil des Dokumentationspaketes zu BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3. Die folgende Grafik der Dokumentenstruktur zeigt die einzelnen Handbücher sowie deren thematische Gruppierung innerhalb des Gesamtpaketes

Dokumentenstruktur System- beschreibung
Dokumentenstruktur
System-
beschreibung
Engineering mit 'based on S7' EPE Erstellung Verwiegen und Waagen
Engineering mit
'based on S7'
EPE Erstellung
Verwiegen und
Waagen
Installation und Konfiguration Administration Kommunikation Rezeptsystem Chargen- verarbeitung Beobachtung &
Installation und
Konfiguration
Administration
Kommunikation
Rezeptsystem
Chargen-
verarbeitung
Beobachtung &
Bedienen von
Chargen
Bedienen &
Beobachten mit
'based on S7'
Chargenkurven
Applikationen für
'based on S7'
Protokollierung
Meldungen
Bausteinbibliothek: Basis Baustein- beschreibung S7 Baustein- beschreibung S5
Bausteinbibliothek:
Basis
Baustein-
beschreibung S7
Baustein-
beschreibung S5
Bausteinbibliothek: Wegesteuerung Bedienen & Beobachten von Wegen Projektierung der Wegesteuerung
Bausteinbibliothek:
Wegesteuerung
Bedienen
&
Beobachten
von
Wegen
Projektierung der
Wegesteuerung

Weitere Unterstützung

Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie hier nicht beantwortet finden, wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner in den für Sie zuständigen Vertretungen und Geschäftsstellen.

Ihren Ansprechpartner finden Sie unter:

Den Wegweiser zum Angebot an technischen Dokumentationen für die einzelnen SIMATIC Produkte und Systeme finden Sie unter:

Den Online-Katalog und das Online-Bestellsystem finden Sie unter:

Trainingscenter Um Ihnen den Einstieg in das Automatisierungssystem S7 zu erleichtern, bieten wir entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter oder an das zentrale Trainingscenter in D 90327 Nürnberg.

Telefon:

+49 (911) 895-3200.

Technical Support

Sie erreichen den Technical Support für alle A&D-Produkte

Über das Web-Formular für den Support Request http://www.siemens.de/automation/support-request

Telefon:

+ 49 180 5050 222

+ 49 180 5050 223

Weitere Informationen zu unserem Technical Support finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/automation/service

Fax:

Service & Support im Internet

Zusätzlich zu unserem Dokumentations-Angebot bieten wir Ihnen im Internet unser komplettes Wissen online an.

Dort finden Sie:

den Newsletter, der Sie ständig mit den aktuellsten Informationen zu Ihren Produkten versorgt.

die für Sie richtigen Dokumente über unsere Suche in Service & Support.

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Ihren Ansprechpartner für Automation & Drives vor Ort.

Informationen über Vor-Ort Service, Reparaturen, Ersatzteile. Vieles mehr steht für Sie unter dem Begriff "Leistungen“ bereit.

Inhalt

1 S7 Projekt

1-1

1.1

Einrichten des S7-Projektes

1-1

2 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Module

2-1

2.1

Aufbau

2-1

3 Parametrierung

3-1

3.1 Übersicht Parametrierung

3-1

3.2 Parametertypen

3-1

3.3 Aufbau der Parametersätze

3-2

3.4 Verschaltung von Parametern

3-3

3.5 Bausteinnamen

3-4

4 Einzelsteuerung

4-1

4.1 Allgemeines zur Einzelsteuerung

4-1

4.2 Systemfunktionen

4-2

4.3 Zusammenhänge

4-2

4.4 Funktionsbaustein Stellglieder

4-3

5 Analogfunktionen

5-5

5.1

Bausteine für S7

5-5

5.1.1 Allgemeines

5-5

5.1.2 ANA (FB734)

5-5

5.1.3 ANAU (FB731)

5-5

5.1.4 DREIP (FB744)

5-5

5.1.5 INKU (FB729)

5-5

5.1.6 KURVSW (FB747)

5-5

5.1.7 MEKO (FB728)

5-6

5.1.8 MESS (FB727)

5-6

5.1.9 MULT (FB732)

5-6

5.1.10 PID (FB730)

5-6

5.1.11 POLY (FB735)

5-6

5.1.12 DFM 0, 1, 2, 3 (FC736, 737, 738, 739)

5-6

5.1.13 Beispiele

5-6

6 Excel Import/Export für externe Parametrierung

6-1

6.1 Installation und Funktionalität

6-1

6.2 Anwendung

6-2

6.3 Aufbau der Tabellen

6-3

6.4 Schlüsselwörter

6-5

7 Anwenderschnittstellen

7-1

7.1

Bausteinbeschreibung

7-1

7.1.1 Systembausteine

7-1

7.1.2 Anwender- und Optionsbausteine

7-1

7.1.3 Anwenderbeschreibung erstellen

7-2

7.1.4 Diagnose bei fehlerhaften Beschreibungsdateien

7-6

S7 Projekt

7.1.5 Anwenderbeschreibung bei CSV-Dateien

7-7

S7 Projekt

1 S7 Projekt

1.1 Einrichten des S7-Projektes

Vorgehensweise:

Zum Einrichten eines S7-Projektes siehe Handbuch ‚Installation & Konfiguration’.

BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Module

2 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Module

2.1

Aufbau

Ein BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Modul besteht aus:

Einem Datensatz in der SIMATIC Alle Instanzen eines Moduls sind in einem Datenbaustein hinterlegt. Die Daten können über die Applikation ‚Parametrierung‘ eingegeben werden. Eine Instanz wird eindeutig durch PCU-Nummer und Instanznummer spezifiziert. Die Instanznummer beginnt bei 1 und geht bis zum Maximalwert.

Einem FB, der die Daten bearbeitet

Einem Namen für jede Instanz Alle Namen werden in einer Textdatei auf der OS gespeichert. Die Texte können über die Applikation ‚Textparametrierung‘ eingegeben werden. Für jeden Instanznamen ist eine Zeile in der Textdatei vorhanden. Die Zeilennummer entspricht der Instanznummer.

Einer Beschreibung jeder Instanz Alle Beschreibungen werden in einer Textdatei auf der OS gespeichert. Die Texte können über die Applikation ‚Textparametrierung‘ eingegeben werden.

Einer Ein- / Ausgangsbelegung jeder Instanz

Eine Lagebeschreibung jeder Instanz

Einem zugeordneten Prozeßbild jeder Instanz

Einer Notiz zu jeder Instanz

Parametrierung

3 Parametrierung

3.1 Übersicht Parametrierung

Siehe hierzu das Handbuch ‚Applikation based on S7’.

Zu den grundsätzlichen Eigenschaften des Systems zählt, daß unterschiedliche Eigenschaften von Bausteinen, konstante Werte usw. in bestimmten Listen hinterlegt sind.

Diese Listen sind strukturiert aufgebaut. Jede Liste stellt einen Datenbaustein (DB) im Sinne von SIMATIC oder einer Datei im Dateisystem der IOS dar. Im Dialog können in den jeweiligen Listen die anlagenspezifischen Parameter angepaßt werden.

Anlagenspezifische Parameter sind u.a.: Stellgliednamen, Meßbereichsnamen, Sortennamen, Dimensionen

3.2 Parametertypen

Typ

Bedeutung

B1

1 Bit

HEXA8

Hexa-Zahl mit 8 Bit Breite

HEXA

Hexa-Zahl mit 16 Bit Breite

HEXA32

Hexa-Zahl mit 32 Bit Breite

I8

Integerzahl mit 8 Bit Breite

I16

Integerzahl mit 16 Bit Breite

I32

Double-Integerzahl mit 16 Bit Breite

QUEL

Adresse einer Datenquelle

STEP

Befehl in der Notation von STEP 5 / STEP 7

Parametrierung

3.3 Aufbau der Parametersätze

Die zu einer Liste zusammengefaßten Parametersätze entsprechen einem Datenbaustein im SIMATIC-System.

Obwohl der Anwender in den meisten Fällen nicht mit Hilfe von Datenbausteinnummer (DBn) und Datenwortnummer (DWn) auf einzelne Parameter zugreift, soll der allgemeine Listenaufbau an dieser Stelle doch erläutert werden.

Als Beispiel wurde der Baustein MESS in der S7 (FB 727) verwendet.

wurde der Baustein MESS in der S7 (FB 727) verwendet. Die Klasse ‚Anzahl’ gibt an, wieviele

Die Klasse ‚Anzahl’ gibt an, wieviele Parametersätze die Liste aufweist. Die Datensatzlänge beträgt 64 Bytes d.h., daß ein Parametersatz 64 Byte lang ist. Der Offset zum 1. DS gibt den Startpunkt des ersten Datensatzes an. Die maximale DS Anzahl gibt die maximale Anzahl der möglichen Objekte der Klasse an. Der Offset zur Laufzeitkopie gibt die Adresse im Datenbaustein an, wohin zur Laufzeit der jeweils bearbeitete Datensatz kopiert wird.

zur Laufzeit der jeweils bearbeitete Datensatz kopiert wird. Der erste Parametersatz erstreckt sich von Zeile 1

Der erste Parametersatz erstreckt sich von Zeile 1 bis 21, der zweite Parametersatz schließt sich direkt hinten an.

Parametrierung

3.4 Verschaltung von Parametern

Die Systembausteine können Werte, außer aus den eigenen Parametersätzen auch aus Parametersätzen anderer Bausteine entnehmen. Diese Methode wird "Verquellen" von Parametern genannt, wobei Parameter immer geholt und nie gesendet werden.

Im Parametersatz des holenden Bausteins steht die Adresse des Quellparameters, die durch die Angabe von Bausteinname, Parametersatznummer und Parametername/Parameternummer vom Bedienprogramm errechnet wird.

Diese Art der Bausteinverschaltung hat den Vorteil, daß der Anwender die absoluten Speicherplätze (Datenbaustein/Datenwort) nicht zu wissen braucht. Das Verschalten von Bausteinen, um eine spezielle Aufgabe zu realisieren, gleicht dem Schreiben einer Verdrahtungsliste, wie sie z. B. in der Analogtechnik zum Verbinden von Funktionsbaugruppen üblich ist. Im Fenster "Verquellung" kann eine Verquellung gelöscht werden.

Beispiel:

PID - Regler mit Meßwerterfassung, Analogausgang umschaltbar auf Regler oder Festwert.

Die Verquellung soll am Beispiel des PID Reglers verdeutlicht werden:

Der Baustein PID 1 holt seinen ‚Xist’ von dem Ausgang des Bausteines MESS1.

seinen ‚Xist’ von dem Ausgang des Bausteines MESS1. Dies wird in der Grafik durch die Verbindung

Dies wird in der Grafik durch die Verbindungslinie zwischen den 2 Bausteinen verdeutlicht.

Verbindung slinie zwischen den 2 Bausteinen verdeutlicht. BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on S7

Parametrierung

3.5

Bausteinnamen

Jedem technologischen Baustein bzw. Modul kann im System ein anlagenbezogener Name gegeben werden. Die Bausteine können dadurch auch von Technologen leicht identifiziert werden.

Diese Bausteinnamen sind jeweils in einer bausteinbezogenen Textdatei auf der Festplatte geführt.

Die Eingabe dieser Namen kann sowohl jeweils einzeln bei der Parametrierung der Bausteine, als auch direkt in der Textdatei erfolgen.

der Bausteine, als auch direkt in der Textdatei erfolgen. 3-4 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on

Einzelsteuerung

4 Einzelsteuerung

4.1 Allgemeines zur Einzelsteuerung

Einzelsteuerungen übernehmen die Ansteuerung, Verriegelung, Überwachung und Signalisierung von Stellgliedern wie Ventilen, Motoren, Pumpen, Klappen, Schiebern usw.

Ansteuerungsbefehle können von

den Technischen Operationen der Teilanlagen,

Verknüpfungsprogrammen,

sonstigen Automatikprogrammen (nicht zum System gehörend) oder

Bildschirmbedienungen

kommen.

Verriegelungsprogramme sorgen dafür, daß die notwendigen Betriebsverriegelungen berücksichtigt werden.

Diese sind bei jeder Art der Ansteuerung, d.h. im Automatik- und im Handbetrieb, wirksam.

Grundlogiken wie die Verriegelung von Produkt- und Reinigungsventilen, der Trockenlaufschutz von Pumpen, Rührwerken usw., brauchen also nur einmal hinterlegt zu werden. Technische Operationen, Verknüpfungsprogramme und sonstige, die Einzelsteuerglieder betreffenden Automatikprogramme werden dadurch kürzer und übersichtlicher.

Die Grundverriegelungen sind jedoch kein Ersatz für Sicherheitsverriegelungen, die auf jeden Fall außerhalb der Steuerung zu realisieren sind.

Bei nicht erfüllter Betriebsverriegelung werden an die Stellglieder Befehle für eine "AUS"- Stellung gegeben:

Motor, Pumpe: "Aus"

Ventil, Klappe, Schieber: "Zu"

Ansteuerbefehle werden dabei nicht berücksichtigt.

Auf jeden Stellbefehl muß der Antrieb innerhalb einer individuell vorgebbaren Zeit (1 255 Sekunden) durch eine entsprechende Rückmeldung reagieren. Erfolgt diese Reaktion entweder

gar nicht

verspätet, oder

verschwindet das Reaktionssignal ohne den entsprechenden Befehl wieder

so wird ein Antriebsfehler erkannt. Dieser wird im Antriebsstatus zur Anzeige hinterlegt und eine Störungsmeldung wird an die für Störmeldungen freigegebenen Bediensysteme (OSen) gesendet.

Einzelsteuerung

4.2 Systemfunktionen

Das System stellt den Baustein ESG (Einzelsteuerglied) zur Verfügung. Dieser enthält die Ansteuerungs-, Verriegelungs-, Überwachungs- und Meldelogik. Die verfügbaren Instanzen dieses Bausteins sind wie folgt organisiert:

ESG1: 255 Einzelsteuerungen der ESG Gruppe 1

ESG2: 255 Einzelsteuerungen der ESG Gruppe 2

ESG3: 255 Einzelsteuerungen der ESG Gruppe 3

ESG4: 255 Einzelsteuerungen der ESG Gruppe 4

Desweiteren gibt es die Möglichkeit, Ein- und Ausschaltverzögerungen für die Ansteuerung von ESGs zu parametrieren. Diese Verzögerungen sind nur aktiv, wenn sich das Einzelsteuerglied im Automatikbetrieb befindet.

Die Parametrierung der Ein- und Ausschaltverzögerungen ist im Datensatz des ESG Bausteines vorzunehmen.

Unabhängig von der Einzelsteuerung durch das System ist eine externe Handebene realisierbar.

Das System ermöglicht die stoßfreie Umschaltung von und zur externen Handebene.

4.3 Zusammenhänge

Die Bedienung der ESGs erfolgt von der OS aus.

Die Ansteuerung der ESG-Bausteine erfolgt in der AS

im Automatikprogramm der Teilanlagen durch die Technischen Operationen

per Bedienung über den Bildschirm und

durch sonstige Verknüpfungsprogramme.

In den ASen sorgen ansteuerungsunabhängige Verknüpfungsprogramme dafür, daß die notwendigen Verriegelungen berücksichtigt werden.

Die Zustände der Stellglieder werden dem Bediensystem (OS) durch Kopplung zur Visualisierung übermittelt.

Das Bediensystem (OS) seinerseits gibt Bedienbefehle für Stellglieder per Kopplung an die unterlagerten Systeme (AS) weiter.

Einzelsteuerung

OS Bedien- ebene Arbeitsstation ESG Kopplung Automatik- AS Teilrezept- ebene TOP prozedur Verriegelungs-
OS
Bedien-
ebene
Arbeitsstation
ESG
Kopplung
Automatik-
AS
Teilrezept-
ebene
TOP
prozedur
Verriegelungs-
Verriege-
ebene
lungspro-
gramm
Einzel-
steuerungs-
ESG
ebene
Prozeß

4.4 Funktionsbaustein Stellglieder

Siehe hierzu das Handbuch ‚Bausteine S7’.

Analogfunktionen

5 Analogfunktionen

5.1 Bausteine für S7

Siehe hierzu das Handbuch ‚Bausteine S7’.

5.1.1 Allgemeines

Für die Verarbeitung analoger Größen im Rahmen der Prozeßautomatisierung stellt das System eine Reihe von Standardbausteinen zur Verfügung. Durch entsprechende Parametrierung der Bausteine und Verschaltung der Bausteine untereinander sind die verschiedensten Funktionen realisierbar. Die Bausteine FB´s werden vom Systemprogramm aufgerufen. Die FC´s für die DFM´s müssen vom Projekteur aufgerufen werden!

Folgende Bausteine sind im System enthalten (in alphabetischer Reihenfolge):

5.1.2 ANA (FB734)

Per Bedienung vorgebbarer Analogwert. Wird als Sollwert oder Grenzwert benutzt. In der Funktion mit einem Potentiometer vergleichbar.

5.1.3 ANAU (FB731)

Rechnet einen vorgegebenen Sollwert in elektrische Einheiten um und gibt ihn mittels Analogausgabebaugruppen an den Prozeß.

5.1.4 DREIP (FB744)

Baustein für Dreipunkt-Regler für einfache Regelungen.

5.1.5 INKU (FB729)

Errechnet für ein motorisches Stellglied aus Sollwert und Stellungsrückmeldung die Dauer von Öffnungs- oder Schließbefehl und startet dementsprechend eine von zwei Zeitstufen.

5.1.6 KURVSW (FB747)

Vorgabe von Sollwertkurven (grafisch oder tabellarisch). Diese Sollwerte können durch eine Kurvenabtastung z.B. an einen Regler weitergegeben werden.

Analogfunktionen

5.1.7 MEKO (FB728)

Überwacht einen vorgegebenen Wert auf zwei Grenzen.

5.1.8 MESS (FB727)

Liest einen Wert von der Analogeingabebaugruppe und stellt diesen angepaßt als physikalische Größe anderen Bausteinen zur Verfügung.

5.1.9 MULT (FB732)

Je nach gewählter Funktion wird aus zwei Eingangswerten ein Ausgangswert gebildet oder ein Merkerbit manipuliert. Verschiedene Funktionen sind verfügbar.

5.1.10 PID (FB730)

Reglerbaustein, der aus Sollwert W, Istwert X und Störgröße Z eine Stellgröße Y bildet.

5.1.11 POLY (FB735)

Paßt einen Eingangswert über sechs Stützpunktpaare an. Verwendet zum Linearisieren, als Kurvenzugrechner für indirekte Messungen.

5.1.12 DFM 0, 1, 2, 3 (FC736, 737, 738, 739)

Enthält die im Rahmen der Schrittbearbeitung erforderlichen Funktionen: "Grenzwertstufe" für die Bildung von Weiterschaltkriterien und "Sollwertstufe" für die Bereitstellung von Rezeptwerten für andere Bausteine.

5.1.13 Beispiele

Überwachung eines Meßwertes auf 2 feste Grenzen

Lösung durch Verschaltung eines Bausteins MESS mit einem Baustein MEKO. Die beiden Vergleichsergebnisse (Grenze 1 verletzt oder Grenze 2 verletzt) stehen als Merker zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.

stehen als Merker zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Ergebnis Merker Meßwert Überwachung eines Meßwertes auf

Ergebnis

als Merker zur Weiterverarbeitung zur Verfügung. Ergebnis Merker Meßwert Überwachung eines Meßwertes auf eine

Merker

Meßwert

Weiterverarbeitung zur Verfügung. Ergebnis Merker Meßwert Überwachung eines Meßwertes auf eine externe Grenze
Weiterverarbeitung zur Verfügung. Ergebnis Merker Meßwert Überwachung eines Meßwertes auf eine externe Grenze

Überwachung eines Meßwertes auf eine externe Grenze

Lösung durch Verschaltung eines Bausteins MULT mit der Funktion LI+ mit zwei Bausteinen MESS für Istwert und Grenzwert. Das Vergleichsergebnis steht als Merker zur Verfügung.

Analogfunktionen

Analogfunktionen Meßwert Ergebnis merker Grenzwert Überwachung eines Meßwertes auf eine rezeptabhängige Grenze und

Meßwert

Analogfunktionen Meßwert Ergebnis merker Grenzwert Überwachung eines Meßwertes auf eine rezeptabhängige Grenze und

Ergebnis

merker

Analogfunktionen Meßwert Ergebnis merker Grenzwert Überwachung eines Meßwertes auf eine rezeptabhängige Grenze und

Grenzwert

Analogfunktionen Meßwert Ergebnis merker Grenzwert Überwachung eines Meßwertes auf eine rezeptabhängige Grenze und

Überwachung eines Meßwertes auf eine rezeptabhängige Grenze und Bildung eines Weiterschaltkriteriums

Lösung durch Verschaltung eines Bausteins MESS mit einem Baustein DFM und Auswertung des Vergleichs in einer Grundoperation.

Rezept
Rezept
TOP
TOP

Meßwert

in einer Grundoperation. Rezept TOP M e ß w e r t Ergebnis Überwachung der Regelabweichung

Ergebnis

Grundoperation. Rezept TOP M e ß w e r t Ergebnis Überwachung der Regelabweichung auf eine

Überwachung der Regelabweichung auf eine feste Grenze

Lösung durch Verschaltung des Bausteins PID mit dem Baustein MEKO.

durch Verschaltung des Bausteins PID mit dem Baustein MEKO. Ergebnis merker Kontinuierlicher Regler mit festem Sollwert

Ergebnis

merker

des Bausteins PID mit dem Baustein MEKO. Ergebnis merker Kontinuierlicher Regler mit festem Sollwert Lösung durch

Kontinuierlicher Regler mit festem Sollwert

Lösung durch Verwendung eines Bausteins MESS für den Istwert, eines Bausteins ANA für den Sollwert, eines PID-Bausteins und eines Bausteins ANAU für die Stellwertausgabe.

Analogfunktionen

Analogfunktionen Stellwert Istwert 5-8 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on S7 A5E00239320-04

Stellwert

Analogfunktionen Stellwert Istwert 5-8 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on S7 A5E00239320-04

Istwert

Analogfunktionen Stellwert Istwert 5-8 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on S7 A5E00239320-04

Analogfunktionen

Kontinuierlicher Regler mit rezeptabhängigem Sollwert

Lösung durch Verwendung eines Bausteins MESS für den Istwert, eines Bausteins DFM für den Sollwert, eines PID-Bausteins und eines Bausteins ANAU für die Stellwertausgabe.

und eines Ba usteins ANAU für die Stellwertausgabe. Stellwert Istwert BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering

Stellwert

eines Ba usteins ANAU für die Stellwertausgabe. Stellwert Istwert BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on

Istwert

Ba usteins ANAU für die Stellwertausgabe. Stellwert Istwert BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on S7

Analogfunktionen

Schrittregler mit externem Sollwert

Lösung durch Verwendung von drei Bausteinen MESS für Istwert, Sollwert und Stellungsrückmeldung, eines PID-Bausteins, eines Bausteins INKU und eines Programmteils.

TAUF FB- TZU Teilanlage
TAUF
FB-
TZU
Teilanlage

Istwert

und eines Programmteils. TAUF FB- TZU Teilanlage Istwert Sollwert Stellung 5-10 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3

Sollwert

Programmteils. TAUF FB- TZU Teilanlage Istwert Sollwert Stellung 5-10 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering

Stellung

TAUF FB- TZU Teilanlage Istwert Sollwert Stellung 5-10 BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Engineering based on

Analogfunktionen

Regler mit Back-Up

Lösung durch Verwendung zweier Bausteine MESS für Istwert und Nachführwert, eines PID-Bausteins, eines ANAU-Bausteins zur Ausgabe der Stellgröße, eines Steuerprogramms und eines TELEPERM-D Reglers.

Istwert Programm UYR RB CB YN TELEPERM-D Regler Istwert Stellgröße
Istwert
Programm
UYR
RB
CB
YN
TELEPERM-D Regler
Istwert
Stellgröße

Analogfunktionen

Verhältnisregelung

Gefordert sei, daß zwei Regler je einen einstellbaren Anteil eines Sollwertes erhalten sollen.

Lösung mit zwei Bausteinen ANA (einer für die Zahl 100, einer für den Sollwertanteil des Reglers 1), fünf Bausteinen MULT (zwei DIV, zwei MUL, ein SUB) und eines DFMs.

Anteil 1 100
Anteil 1
100

Sollwert

Regler 1

ein SUB) und eines DFMs. Anteil 1 100 Sollwert Regler 1 Sollwert Regler 2 Erläuterung der

Sollwert

Regler 2

DFMs. Anteil 1 100 Sollwert Regler 1 Sollwert Regler 2 Erläuterung der Schaltung: Da Anteil 1

Erläuterung der Schaltung:

Da Anteil 1 + Anteil 2 immer 100 ergeben müssen, wird nur Anteil 1 als Wert hinterlegt und kann per Bedienung verändert werden. Auf die Begrenzung 0 Anteil 1 100 hat das Bedienprogramm zu achten.

Die Sollwerte errechnen sich wie folgt:

Sollwert Regler1 = Sollwert x Anteil1 / 100

Sollwert Regler2 = Sollwert x (100 - Anteil1) / 100

Analogfunktionen

Auswahl eines von 4 Meßwerten abhängig von einem Wahlschalter

Lösung mit vier Bausteinen MESS, drei Bausteinen MULT in der Funktion ASL und einem Programmteil.

AB C Bit 0 Programm Bit 1
AB
C
Bit 0
Programm
Bit 1

Für das Programm gilt die folgende Logik:

Bit 0

Bit 1

MESS

A

B

C

0

0

14 0

 

0

0

0

1

15 1

 

0

0

1

0

16 X

 

1

0

1

1

17 X

 

X

1

Analogfunktionen

Auswahl des größten von drei Werten

Lösung mit zwei Bausteinen MULT mit der Funktion MAX.

Lösung mit zwei Bausteinen MULT mit der Funktion MAX. Wert Wert 1 Wert 2 größter Wert

Wert

Wert 1

Wert 2mit zwei Bausteinen MULT mit der Funktion MAX. Wert Wert 1 größter Wert 3 Temperatur -

Bausteinen MULT mit der Funktion MAX. Wert Wert 1 Wert 2 größter Wert 3 Temperatur -

größter

Wert 3

mit der Funktion MAX. Wert Wert 1 Wert 2 größter Wert 3 Temperatur - oder Druckregelung

Temperatur - oder Druckregelung mit schaltendem Regler (Ein/Aus bzw Auf/Zu)

Lösung durch Verwendung eines Bausteins MESS für den Istwert, eines Bausteins ANA für den Sollwert, eines DREIPU-Bausteins und eines Anwenderprogramms.

AUF Programm ZU Time
AUF
Programm
ZU
Time

Istwert

und eines Anwenderprogramms. AUF Programm ZU Time Istwert Im Anwenderprogramm wird durch Abfragen des Timers und

Im Anwenderprogramm wird durch Abfragen des Timers und des Ansteuerbits (ANST) einer der Ausgänge AUF oder ZU angesteuert.

Beispiel:

Timer läuft und ANST = 1

AUF = 1, ZU = 0

Timer läuft und ANST = 0

AUF = 0, ZU = 1

Timer läuft nicht

AUF = 0, ZU = 0

Excel Import/Export für externe Parametrierung

6 Excel Import/Export für externe Parametrierung

6.1 Installation und Funktionalität

Hinweis:

Zur Verwendung der hier beschriebenen Funktionalität werden auf der BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Liefer-CD im Verzeichnis

\sis_sys.53\SISTAR.530_V0503xxxx\windcs32.usr\EXCEL“

Arbeitsmappen mitgeliefert. Kopieren Sie diese in ein eigenes Unterverzeichnis im Braumat/Sistar Systemverzeichnis, wie z.B. „

folgende Excel-

Datei

Funktion

Global_10.xls

Excel Template Arbeitsmappe für “Entity”-Projektierung

Macro.xls

Excel Arbeitsmappe welche die im folgenden aufgelisteten Excel- Makros enthält. Damit kann der Anwender verschiedene Import/Export Funktionen anstossen.

Param_PCU001_0.xls

Excel Template Arbeitsmappe für PCU001 mit 26 Arbeitsblättern incl Deckblatt. Hier ist die grundlegende Braumat Anlagenprojektierung (technologische Objekte des Equipments) abgedeckt:

(ANA, ANAU, ASTA, DFM0-3, DREIP, ESG1-4, MEKO, MELD, MESS, MULT, PID, TEILANL, SONDWERT, TIMER01-02, XC- JOB, EPE.INI, EPAR.INI, SEQUENCE.INI)

Achtung:

Die mitgelieferten Excel Templates sind nur für Simatic S7- PCUs verwendbar, da die Klassen/Attribut-Namen auf der Definitionsdatei „ParamS7.0xx“ basieren.

Das Template wird später vom Anwender für jede PCU kopiert und im Deckblatt auf die zugehörige PCU-Nr. parametriert siehe Kap. „Anwendung“.

Param_PCU001_1.xls

Version für englische Sprache

Die Excel Arbeitsmappe „Macro.xls“ enthält die in der folgenden Tabelle beschriebenen Makros:

Macro

Funktion

ExportAll()

Der Reihe nach werden alle Objektklassen in die SISTAR Datenhaltung exportiert (Details s. u.)

ExportAll_D()

Gleiche Funktion, aber dt. Blatt-Namen

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Import All()

Der Reihe nach werden alle Objektklassen aus der SISTAR Datenhaltung importiert (Details s. u.)

ImportAll_D()

Gleiche Funktion, aber dt. Blatt-Namen

CompareAll()

Der Reihe nach werden alle Tabellen mit SISTAR verglichen. Die Ergebnisse des Vergleichs werden in eine Protokolldatei geschrieben. In der sind alle Fehler und Warnungen eingetragen

CompareAll_D()

Gleiche Funktion, aber dt. Blatt-Namen

ExportOneTable()

Es wird die aktuelle Tabelle (=Objektklasse) nach SISTAR exportiert. Am Ende werden alle Fehler und Warnungen in eine Protokolldatei (file "Export.txt" im current directory) eingetragen

CompareOneTable()

Es wird die aktuelle Tabelle mit SISTAR verglichen. Die Ergebnisse des Vergleichs werden in eine Protokolldatei geschrieben. In der sind alle Fehler und Warnungen eingetragen

ImportOneTable()

Es wird die aktuelle Tabelle aus SISTAR importiert. Am Ende wird eine Protokolldatei geöffnet. In der sind alle Fehler und Warnungen eingetragen. Dann wird die aktuelle Tabelle mit den importierten Daten gefüllt

ExportCSV()

-nur interne Verwendung-

ExportCS_()

-nur interne Verwendung-

Zur Ausführung dieser Macros wird die System-Dll „Export.dll“ benötigt, welche bei der

Installation von BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 im Verzeichnis

wurde. Diese realisiert die eigentlichen Import/Export-Funktionen der Projektierungsdaten

von oder in die (binären) Offline Baustein-Files bzw. INI-Files des Braumat Systems. Alle genannten Makros greifen auf diese DLL zu.

\windcs\sys installiert

6.2

Anwendung

Über die genannten Makros lässt sich folgender Projektierungsablauf –getrennt für jede PCU- durchführen:

Importieren der Braumat Offline Projektierung nach Excel; Je Objektklasse wird ein Excel Blatt ausgefüllt;

Projektieren/Ändern der Objekteigenschaften mit allen Excel-Mitteln und Möglichkeiten

Vergleichen der projektierten Daten mit der (Offline)-Projektierung im Braumat Projektpfad

Exportieren (auch selektiv) der projektierten Tabellen in die Offline DBs und INI Dateien

In einem weiteren Schritt hat der Anwender für den Download in die jew. PCU zu sorgen

Zur Anwendung wird folgende Vorgehensweise empfohlen:

Starten Sie MS-Excel

Öffnen Sie zunächst die Macrodatei „Macro.xls“ und aktivieren Sie Makros. Dabei sollte die Excel-Sicherheitseinstellung auf „mittel“ oder „niedrig“ eingestellt sein (Menue Extras Macro Sicherheit)

Öffnen sie nun eine PCU spezifische Projektdatei z.B. „xyz_Anlage_PCU010_de.xls“ Bei Erstaufruf sollte die Template-Datei (z.B. „Param_PCU001_0.xls“) geöffnet werden. Da diese mit Schreibschutz versehen ist, muss sie sofort unter einem neuen Namen abgespeichert werden.

Der Aufruf der Macros erfolgt standardmässig über das Menue Extras->Macro- >Macros. Der Anwender kann sich jedoch auch Aufruf-Buttons für die am häufigsten verwendeten Funktionen definieren (s. MS-Excel Dokumentation).

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Achtung:

Es empfiehlt sich insbesondere bei einer neuen oder unbekannten Excel-Datei, als ersten Vorgang immer ein „ImportAll“/“ImportAll_D“ durchzuführen und diesen Stand der Excel- Datei gesondert abspeichert. So verhindert man, dass beim nächsten -vielleicht versehentlich- angestossenen Export die Projektierung mit undefinierten Ständen überschrieben wird.

6.3 Aufbau der Tabellen

Tabellenkopf:

 

A

B

C

D

E

F

G

H

1

PCU

1

           

2

Class

AIN

           

3

Amount

1

           

4

Max

256

           

5

Export

E

*)

DB,N,A* *)

         

6

               

7

Def

No

NAME

DigX_

DigX_

XANF

XEND

UNTGR

ANF

END

8

               

9

Filter

AIN-Nr

Name

Xxx

       

10

E

*)

1

AIN1

0

100

     

Die fett gedruckten Einträge sind Schlüsselwörter für die Exportfunktion. Sie müssen an den hier abgebildeten Positionen im Blatt stehen.

Erleuterungen hierzu:

Schlüsselwort

Bedeutung

Class

Klasse bzw. Technolog. Bausteinname der mit diesem Arbeitsblatt bearbeitet wird; muss exakt dem Klassennamen in der „param.pcu“ Datei entsprechen

Amount

Import: zeigt die Anzahl der importierten Instanzen; importiert wird nur der tatsächlich im Baustein projektierte Bereich bis zur max. Zeilenzahl in der Tabelle; für „überschüssige“ Datensätze werden Warnungen in das Logfile- Fenster ausgegeben.

Export: Soll-Anzahl der zu exportierenden Instanzen/Zeilen; diese Anzahl wird in die Baustein-Parametrierung übernommen, d.h. ggf. wird diese erweitert/reduziert; wenn Amount grösser als die ausgefüllte Zeilenzahl ist, werden Datensätze in der Parametrierung mit default Werten belegt

Daher Vorsicht bei Veränderung des vorher importierten Wertes!

Max

Zusätzliche und höherpriore Möglichkeit zur Eingrenzung von Import/Export Funktion (neben Amount); sollte im Normalfall dem max. Wert aus der „param.pcu“ entsprechen

Export

Das Zeichen E ( *) ) zeigt an welche Zeilen exportiert werden sollen. Es werden nur Zeilen exportiert, welche in der Spalte A, das in der Zelle B5 angegebene Zeichen haben.

Die Zeichenfolge DB,N,A ( *) ) gibt an, welche Attributgruppen exportiert werden sollen. Wird sie nicht angegeben, so werden alle (wie bei DB,N,A) exportiert. Ansonsten werden die Gruppen exportiert, die durch „ , „ getrennt angegeben wurden.

A:

exportieren der neuen Attribute: Address/Location/Describtion/Image

DB:

exportieren der DB-bezogenen Attribute

N:

exportieren des Namens

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Def

Definition der Attribute dieser Klasse; weitere Infos siehe unten

Für manche Klassen werden die Kopfattribute wie folgt eingeschränkt

Klasse

PCU

Class

Amount

Max

Export

Entity_Group

--

3

3

--

3

Entity

--

3

--

--

3

MasterTagList

--

3

--

--

3

Entity_Template

--

3

3

--

3

Template_Parameter

--

3

--

--

3

Für die Teilanlagen/Sequenzen Klasse werden die Kopfattribute wie folgt erweitert:

 

A

B

C

1

PCU

1

 

2

Class_RecV3

Teilanl

 

2

Class_RecV5

Sequenzen

 

3

Amount

   

4

Max

64

 

5

Export

E

*)

DB,N,A* *)

6

     

7

Def_RecV3

No

NAME

8

Def_RecV5

No

NAME

Dies ermöglicht sowohl den Zugriff auf RecipeV3 Teilanlagen-Datensätze, als auf RecipeV5 Sequenz-Datensätze. Nachfolgende Zeilen verschieben sich entsprechend.

Definitionszeile „Def“

Nach den Kopfdaten der Tabelle muß eine Definitionszeile folgen. Jede Zelle muß einem Attribut dieser Klasse gemäss globaler „param.pcu“ Datei zugeordnet werden können. Die Einträge sind case-sensitive.

Ist dies nicht der Fall so erfolgt eine Fehlermeldung. (Def_RecV3/V5 arbeiten dynamisch je nach Rezeptversion). Soll eine Zelle und somit die gesamte Spalte nicht berücksichtigt werden, so ist explizit ein „_„ Underline einzutragen.

In der Zelle A7 muß das Schlüsselwort ‚Def‘ stehen. In der Zelle B7 muß das Schlüsselwort ‚No‘ stehen. Bei zweistufiger Adressierung wird B7/C7 mit erweiterten Token verwendet (z.B. für EntityKlass NoTemplate/NoEntity). Die weitere Reihenfolge der Attribute ist beliebig.

Die Position der Definitionszeile als 7te Zeile ist nicht zwingend, die Definitionszeile muß jedoch vor den Datensätzen stehen.

In der Zeile 9 (auch diese Zeilennummer ist nicht zwingend) können den Benutzer unterstützende Einträge erfolgen.

Das Schlüsselwort ‚Name‘ wird als Name des Datensatzes angegeben.

Die Zeile 9 ist Kommentar.

Hinweis:

Die ausgewählen Spalten in den mitgelieferten Excel Standard-Templates entsprechen den für die Anlagenprojektierung relevanten Attributen der jeweiligen Braumatklassen bzw. Textdateien. Sie wird an dieser Stelle nicht weiter beschrieben, da sie "allgemeines Braumat

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Engineering Know-How" darstellt, welches bereits in den übrigen Handbüchern beschrieben ist. Zur besseren Orientierung und Übersicht wurden jedoch Kommentarfelder in die Definitions-Zellen eingefügt, welche Hinweise auf das jeweils verbundene Datenelement der Braumat Projektierung enthält.

Zusätzliche Spalten

In der Tabelle können ab den Spalten B auch Spalten eingefügt werden, die nicht exportiert werden. Voraussetzung ist, dass das Attribut in der „param.pcu“ Datei nicht existiert und auch sonst kein Schlüsselwort darstellt.

6.4

Schlüsselwörter

Neben den Attributen der param.pcu werden noch andere Schlüsselwörter erkannt.

Modul

Schlüsselwort

Export nach

Alle

Name

Name des Datensatzes; wird in die Textdatei des Moduls (siehe param.pcu) exportiert;

Alle

No

Nummer des Datensatzes; muß in der ersten exportierbaren Spalte stehen; bei SW-INI/EPAR.INI muß DFMGr.DFMNr angegeben werden

Alle außer EXT_CLASS

Addr

Text für Adresse, Ablage in PCU.x\Address.L Anzeige im Faceblade

Alle außer EXT_CLASS

Desc

Text für Beschreibung, Ablage in PCU.x\Desc.L Anzeige im Faceblade

Alle außer EXT_CLASS

Image

Pfad fürProzessbild, Ablage in PCU.x\Image.L Anzeige im Faceblade

Alle außer EXT_CLASS

Loc

Text für Location, Ablage in PCU.x\Location.L Anzeige im Faceblade

ENTITY

BaseAdrByte

Byte der Basisaddresse für relative Adressierung

ENTITY

BaseAdrDB

DB der Basisaddresse für relative Adressierung

ENTITY

BaseAdrPCU

PCU der Basisaddresse für relative Adressierung

ENTITY

ID

ID des Entity (global eindeutig!)

ENTITY

NoEntity

Nummer des Entities (relativ zum Typ)

ENTITY

NoEntityGroup

Nummer des Entitytyps

ENTITY

NoTemplate

Nummer des zuzuordnenden Templates

Entity_Group

EntityAmount

Anzahl der Entities dieses Types

Entity_Group

Name

Siehe oben

Entity_Group

NoEntityGroup

Nummer des Entitytyps

Entity_Template

Name

Name des Templates

Entity_Template

NoTemplate

Nummer des Templates

Excel Import/Export für externe Parametrierung

Entity_Template

ParameterAmount

Anzahl Parameter des Templates

ICM1

ICM4

Entity

Zuordnung ESG zu Entity; Es können mehrere Werte mit Komma getrennt angegben werden

MasterTagList

EntityID

Global eindeutige Entity ID

MasterTagList

Tag

Eindeutiger Instanzname für zuzuordnendes TAG

MSG

Incoming

Meldkom.txt

 

MSG

Outgoing

Meldgeh.txt

 

Sp.Value

Comment

Kommentar

 

Sp.Value

Dim

Dimension

 

Sp.Value

Type

Typ der Spezialvariable

Sp.Value

Wert

Wert der Spezialvariable

SW.INI/EPAR.INI

Comment

Kommentar

 

SW.INI/EPAR.INI

Dec

Dezimalpunkt des Sollwertes 0 – 7

SW.INI/EPAR.INI

Dim

Dimensionsangabe

SW.INI/EPAR.INI

File

Dateiname; nur bei Typ TEXT notwendig und sinnvoll

SW.INI/EPAR.INI

Max

Maximaler Eingabewert (ohne Dec)

SW.INI/EPAR.INI

Min

Minimaler Eingabewert (ohne Dec)

SW.INI/EPAR.INI

Name

Wird ignoriert (steht in den DFMs)

SW.INI/EPAR.INI

Type

Typ des Sollwertes:

SW, TEXT, 16Bit, 32Bit

GOP.INI/EPE.INI

Alter

2-255

 

GOP.INI/EPE.INI

ATTID_GOP_COMMENT

Kommentar fuer GOP/EPE

GOP.INI/EPE.INI

DFM1

DFM13

Angabe der Sollwerte; Dabei können die DFM als absolute Zahl 1-1023 oder als 0.1 – 3.255 angegeben werden; ein ‚- e‘ hinter dem DFM gibt an, daß der Sollwert nicht editiert werden kann

GOP.INI/EPE.INI

JumpName

String MaxLen 8

 

GOP.INI/EPE.INI

Label

1-255

 

GOP.INI/EPE.INI

Name

Wird in die gop.txt/epe.txt exportiert

GOP.INI/EPE.INI

OpReq

Text für Bedieneranforderung, export in gop.ini

GOP.INI/EPE.INI

OpReqFlags

0

Konfiguration

OPReq

GOP.INI/EPE.INI

Unit

Teilanalgenzuordnung ‚Kzuo‘; ist die Zelle leer, so wird für diese Gop nicht expotiert

TEILANL.INI/SEQUENCE.INI

Name

Wird ignoriert (steht in teilanl.txt/sequence.txt)

TEILANL.INI/SEQUENCE.INI

DFM1

DFM13

Angabe der DFMs, die im Schritt 0 angezeigt werden.

TEILANL.INI/SEQUENCE.INI

Name

Export in Teilanl.ini als

Excel Import/Export für externe Parametrierung

   

„Comment=“

TEILANL.INI/SEQUENCE.INI

RecType

Mit Komma getrennt die Liste der für den Start eines Rezepts zugelassenen Rezepttypen

Template_Parameter

Byte_Bit

Dbyte/Dword/DDWord/Bit

Template_Parameter

DB

DB bei absoluter Addresse (0 sonst)

Template_Parameter

DecimalPoint

Anzahl Nachkommastellen

Template_Parameter

Dimension

Dimension

Template_Parameter

File

Anzeigetexte

Template_Parameter

IsStatus

falls der Parameter der Statusparameter ist,

1

0

sonst

Template_Parameter

Max

Maximum

Template_Parameter

Min

Minimum

Template_Parameter

Name

Name des Parameter

Template_Parameter

NoParameter

Nummer des Parameter

Template_Parameter

PCU

PCU bei absoluter Addresse (0 sonst)

Template_Parameter

Type

Typ des Parameter SW/TEXT/HEX/BIN

Anwenderschnittstellen

7 Anwenderschnittstellen

7.1

Bausteinbeschreibung

7.1.1 Systembausteine

Für das System werden alle Bausteine über eine Beschreibungsdatei definiert. Diese Datei wird auf der OS vom Objektmanager (OM) geladen. Der OM stellt die Information allen Clients zur Verfügung.

Besonders hervorzuheben ist hier die Parametrierung. Über diese Applikation können nur die Parameter modifiziert werden, die in einer Beschreibungsdatei aufgeführt sind.

Vom System wird für alle Systembausteine eine entsprechende Beschreibung geliefert.

Diese Dateien liegen im Verzeichnis ‚\windcs\param.pcu‘. Im Auslieferungszustand sind dies die Dateien:

params5.xxx

(xxx steht für die Sprachkennung)

Beschreibung für SIMATIC S5 Bausteine

params7.xxx

(xxx steht für die Sprachkennung)

Beschreibung für SIMATIC S7 Bausteine

7.1.2 Anwender- und Optionsbausteine

Neben der Beschreibung der Systembausteine können noch USER- und/oder PCU– spezifische Beschreibungen von Bausteinen erstellt werden. Bei der Erstellung ist es unwesentlich, ob alle Beschreibungen in einer Datei oder auf mehrere Dateien verteilt sind. Die Dateien müssen allerdings die Extension‚ "*.pcu" haben und normalerweise im Verzeichnis \PCU.XXX liegen, sonst werden diese nicht beim Einlesen berücksichtigt.

Globale “User Param.pcu” file für Simatic S7:

S7-User-Param-Files können statt der Ablage in den einzelnen PCU-Verzeichnissen auch

global im Verzeichnis

Dazu muss folgendes beachtet werden:

\Param.pcu\usrfiles.xxx

liegen.

1. INI-Schalter setzen Datei: “om.ini” [Config]

;Enable global user parametrization files

GlobalUserParamFiles=1

(default ist 0!)

2. Spezielle Verzeichnisse anlegen

\Param.pcu\usrfiles.000

deutsch

\Param.pcu\usrfiles.001

englisch

Anwenderschnittstellen

\Param.pcu\usrfiles.002

spanisch

3. User-Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse legen

\Param.pcu\usrfiles.000\xyz.pcu

7.1.3 Anwenderbeschreibung erstellen

Für die Beschreibung eines Anwenderbausteins muß eine Syntax eingehalten werden.

Aufbau der Beschreibung:

Zeile für die Klassenbeschreibung

allgemeine Daten

Bausteinkopfdaten

Beschreibung eines Datensatzes

Beschreibung eines Attributes

Kommentar

(* Text *) comment.vsd
(*
Text
*)
comment.vsd

Der Kommentar muß von den Schlüsseln ‚(*‘ und ‚*)’ eingerahmt werden. Der Kommentar darf maximal 44 Zeichen lang sein.

Klassenbeschreibung

Leer- object Name = DB Nummer ; Kommentar zeichen
Leer-
object
Name
=
DB
Nummer
; Kommentar
zeichen

Beispiel

object: Schlüsselwort

Name:

DB:

Nummer: Nummer des Datenbausteins

Name des Bausteins / Klasse (maximal 10 Zeichen) Schlüsselwort

object Sequence=DB725; (*Sequenzer Steuerung*)

Allgemeine Daten

class.vsd

Die allgemeinen Daten müssen unmittelbar nach der Klassenbeschreibung in der Folgezeile beginnen. Jede Zeile muß mit einem Strichpunkt (" ; ") abgeschlossen werden.

Folgende allgemeine Attribute müssen vergeben werden:

CID= Angabe einer eindeutigen Klassen ID (1000 – 2000)

max= Maximale Datensatzanzahl

Anwenderschnittstellen

offset= Byteadresse des ersten Datensatzes

length= Datensatzlänge in Byte

number= Angabe einer festen Anzahl von Datensätzen oder Adressangabe

filename= Optionale Angabe eines Dateinamens für die Namen der Instanzen. Fehlt dieser Eintrag, so werden die Namen in einer Datei erwartet, die den Namen des Bausteins hat.

classtype= Angabe des Klassentyps

version= Angabe der Version

Klassentypen

Für die Anzeige in der Parametrierung kann der Baustein einem Klassentyp zugeordnet werden. Folgende Typen werden vom System geliefert:

0: Anzeige aller Typen

1: Technologie

2: Peripherie

3: System

4: Wegesteuerung

5: Waagen

6: Querkopplung

Die Klassentypen können durch Anwendertypen erweitert werden.

Datei: \windcs\texte.x\classtype.txt

Die Datei muß über die Textparametrierung editiert werden.

Datenbausteinbeschreibung

globale Atrtibutbeschreibung { struct } Atrtibutbeschreibung des Datensatzes
globale
Atrtibutbeschreibung
{
struct
}
Atrtibutbeschreibung
des Datensatzes

dataset.vsd

Die Datenbausteinbeschreibung wird mit einer geschweiften Klammer begonnen. Nach der Klammer kommen zeilenweise die globalen Attributbeschreibungen. Die Beschreibung eines Datensatzes wird mit dem Schlüsselwort ‚struct‘ begonnen. Danach folgen Attributbeschreibungen des Datensatzes. Die Datenbausteinbeschreibung wird mit einer geschweiften Klammer beendet.

Anwenderschnittstellen

Adressangabe

DBB Byte DBW Adresse DBD Byte Bit DBX . Adresse Adresse
DBB
Byte
DBW
Adresse
DBD
Byte
Bit
DBX
.
Adresse
Adresse

address.vsd

Die Datensatzbeschreibung kann maximal 200 Attribute umfassen.

Attributbeschreibung

WinCC Attribut Name ( , Addresse , ID Zugriffs- Datentyp ) Kommentar , art Unter-
WinCC
Attribut
Name
(
,
Addresse
,
ID
Zugriffs-
Datentyp
)
Kommentar
, art
Unter-
Ober-
,
grenze
grenze

attribut.vsd

Die Abschnitte der Attributbeschreibung werden jeweils durch Komma getrennt.

Name Der Name des Attributes kann maximal 10 Zeichen lang sein. Er darf keine Sonderzeichen enthalten.

Attribut-ID Innerhalb des Bausteins muß jedem Attribut eine eindeutige ID zugewiesen werden.

WinCC Diese Angabe ist optional. Damit wird das Attribut als exportierbar nach WinCC gekennzeichnet.

Adresse des Attributes

Untergrenze Unterer Wert für die Eingabe in der Parametrierung. Dieser Wert ist optional. Wird eine Untergrenze angegeben, so muß auch eine Obergrenze angegeben werden.

Anwenderschnittstellen

Werden keine Grenzwerte angegeben, so gelten die maximalen Werte für den Datentyp.

Obergrenze Oberer Wert für die Eingabe in der Parametrierung.

Datentyp

B1:

Bitwert

I8:

8 Bit ohne Vorzeichen behafteter Wert

I16:

16 Bit mit Vorzeichen behafteter Wert

I32:

32 Bit mit Vorzeichen behafteter Wert

STEP:

STEP 7 Befehl

QUEL:

Quellenangabe

HEXA8:

8 Bit Wert

HEXA:

16 Bit Wert

HEXA32: 32 Bit Wert

Zugriffsart

RD

Der Wert kann über die Parametrierung nur gelesen werden.

HI

Der Wert ist im Bereiche ‚versteckte Attribute‘

HR

Der Wert ist nur lesend und im Bereich ‚versteckte Attribute‘

Beispiel

 

object Karlheinz=DB10;(*testKH*)

 

CID=1920;

max=128;

offset=100;

length=100;

number=DBW8;

filename=KHtest;

version=1;

{

Offset

(3 ,DBW2 ,I16)=100;

(*Offset zum 1.Datensatz*)

Satz_Lae

(2,DBW4,I16)=100;

(*Satzlaenge*)

SILO_Anz

(1,DBW8,I16,RD);

(*Silo-Anzahl*)

struct

Bit1

(1,DBX1.0,B1)=0;

(*Bitwert*)

Int8

(2,DBB2,I8);

(*8 Bit*)

Int1

(3,DBW3,I16);

(*16 Bit*)

Int32

(4,DBD5,I32);

(*32 Bit*)

STEP7

(5,DBW10,STEP);

(*S7 Befehl*)

QUELLE

(6,DBD20,QUEL);

(*Quellenangabe*)

HEXA_8

(7,DBB12,HEXA8);

(*HEXA 8*)

HEXA_16

(8,DBW13,HEXA);

(*HEXA 16*)

HEXA_32

(9,DBD15,HEXA32);

(*HEXA 32*)

}

Hinweis:

Es kann zu jedem AG-Baustein eine Hilfe-Datei erstellt werden, welche bei Betätigen der F1-Taste in der Parametrierung eingeblendet werden kann.

Die Datei muß im Verzeichnis \Help.x abgelegt werden. Der Name der Datei muß identisch mit dem Bausteinnamen sein. Dem Dateinamen muß ein Unterstrich ‚_‘ vorangestellt werden.

Anwenderschnittstellen

7.1.4 Diagnose bei fehlerhaften Beschreibungsdateien

Treten beim Einlesen Fehler auf, so wird der gesamte Baustein vom OM verworfen. Um eine Diagnose zu erhalten, kann für die IOS das OM-Diagnosefenster eingeblendet werden. Die Texte in dem Fenster sind nur in deutscher Sprache.

Datei:

\windcs\sys\om.ini

Eintrag:

[Config]

Schlüssel:bTracingDialog=1

Nach dieser Einstellung müssen alle BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Applikationen geschlossen und der PCU-Server neu gestartet werden.

geschlossen und der PCU-Server neu gestartet werden. Funktionen des Diagnosefensters Listbox löschen Mit diesem

Funktionen des Diagnosefensters

Listbox löschen Mit diesem Button werden alle Einträge in der Liste gelöscht.

Erneut lesen Mit diesem Button werden alle Beschreibungen erneut eingelesen.

Browser öffnen Mit diesem Button wird ein weiterer Dialog geöffnet, indem alle Klassen (=Bausteine) und deren Attribute angezeigt werden können.

OM Konfigurieren Mit diesem Button wird ein weiterer Dialog geöffnet, in dem Einstellungen zur Diagnose getroffen werden können.

OM beenden Mit diesem Button wird das Diagnosefenster geschlossen.

Anwenderschnittstellen

Hilfe/Info Mit diesem Button wird ein Dialog mit wichtigen Informationen zum Objektmanager geöffnet.

Tracing einschalten Mit diesem Schalter kann die Tracefunktion ein- und ausgeschaltet werden.

In der Liste werden alle Aktionen des OMs angezeigt. Über den Dialog ‚OM Konfigurieren‘ kann die Anzeige auf Fehler und Warnungen beschränkt werden.

Initialspeichergröße des OM

Der Objektmanager wird nur einmal pro IOS gestartet und hält für alle BRAUMAT/SISTAR Classic V5.3 Applikationen die notwendigen Bausteinbeschreibungen. Für diese zentrale Funktion wird ein fester Speicherplatz benötigt. Dieser Speicherplatz kann zur Laufzeit des OM nicht mehr vergrößert werden. Deshalb wird vom OM beim Start von einer voreingestellten Größe dieses Speichers ausgegangen. Sollte sich aufgrund von zusätzlichen Beschreibungsdateien der Speicherverbrauch über diese Grenze erhöhen, so wird die Voreinstellung geändert und das System muß neu gestartet werden.

7.1.5 Anwenderbeschreibung bei CSV-Dateien

Neben den normalen BRAUMAT – Objekten, bei denen je Instanz genau ein Datensatz mit feste Länge im Datenbaustein reserviert wird, gibt es auch noch die Methode über Instanz - DB’s zu arbeiten. Hier entspricht jede Instanz genau einem DB mit fester Größe.

Zu jeder *.PCU-Datei gehört dann eine *.CSV- Datei. Diese kann händisch erzeugt oder z.B. aus PCS7 generiert werden.

Für jede Instanz wird eine Zeile in der CSV- Datei eingetragen. Der Objekt-Manager wandelt diese Information in gewohnter Weise in BRAUMAT-Objekte um.

Klassenbeschreibung

object:

Schlüsselwort

Name:

Fester Name DB_CFC

Beispiel

object FIFO_CFC=DB_CFC; (*

CSV-Struktur

*)

Name; Instanz-Name; Ojektname aus *.PCU; DB-Nummer; Kennung

Beispiel

FIFO;FIFO 1;FIFO_CFC;DB

670;Instanz-DB

FIFO;FIFO 2;FIFO_CFC;DB

671;Instanz-DB

FIFO;FIFO 3;FIFO_CFC;DB

672;Instanz-DB

FIFO;FIFO 4;FIFO_CFC;DB

690;Instanz-DB

FIFO;FIFO 5;FIFO_CFC;DB

691;Instanz-DB

FIFO;FIFO 6;FIFO_CFC;DB

692;Instanz-DB