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Digitaltechnik – Lektion 5

Roger Germann
germannr@student.ethz.ch

Roger Germann, germannr@student.ethz.ch | 11.01.2019 | 1


Heute

CMOS

Kombinatorik Zahlensysteme

Digitaltechnik

Automaten
Seq. Schaltungen

Frequenzteiler und Zähler


Automaten: Typen, Darstellung, Umwandeln, Synthese

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Rechtecksignal

▪ Was macht diese Schaltung?

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Asynchroner Zähler

Rechtecksignal

▪ Was macht diese Schaltung?


 Teilt Frequenzen von Clock (Rechtecksignal) immer durch
zwei (Q0 = f/2, … , Q3 = f/16)
 Asynchroner 4 Bit Aufwärts Zähler
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Asynchroner Zähler
Achtung:
▪ Ripple Effekt tritt auf
 Bei hohen Frequenzen
kritisch

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Synchroner Zähler (Bsp aus Vorlesung)
Asynchroner Reset
Eingang

Mehrere D-FF mit


gleichem Takt Eingang

Inkrement

Zählrichtung

Ausgang: Q0-Q3

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Schieberegister
▪ Beim Schieberegister wird ein Bit "durchgeschoben"

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Automat
Ausgang hängt von Eingängen und internen Zustand ab

Interner Zustand = Zustände der Flip Flop Ausgänge


▪ Ändert nur bei aktiver Taktflanke
▪ Anzahl interne Zustände = 2^Anzahl Flip Flops
▪ Zum Beispiel: Momentaner Zählwert

▪ Synchrone Automaten: Alle haben das gleiche Taktsignal


▪ Zustandsgleichungen; für alle Ausgänge: Qn -> Qn+1
▪ Clock taucht nicht auf, ist implizit durch Übergang von Qn -> Qn+1
▪ Asynchrone Automaten: Kein gemeinsamer Takt
▪ Es können Ripple Effekte auftreten (Bsp Asynchroner Zähler)
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Mealy
▪ Ausgänge = f(Eingänge, Zustand)
▪ Das heisst: Ausgänge können auch neben der aktiven
Taktflanke ändern (aber Zustände nicht)

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Moore
▪ Ausgänge = f(Zustand)
▪ Das heisst: Ausänge können nur auf die aktive Taktflanke
wechseln
▪ Zustandsdiagramm

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Medwedjew
▪ Ausgänge = Zustand
▪ Das heisst Ausgänge können nur während der aktiven
Taktflanke wechseln und direkt am Zustand abgelesen
werden

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Beispiel
▪ Welcher Automatentyp?

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Beispiel
▪ Welcher Automatentyp? -> Moore Automat
▪ Fehlt etwas?

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Beispiel
▪ Welcher Automatentyp? -> Moore Automat
▪ Fehlt etwas? -> Schleifen nicht eingezeichnet

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Darstellungsformen
▪ Ziel: Aus Eingängen und Zustand kann eindeutig der
Folgezustand und die Ausgänge abgelesen werden
▪ Zustandsdiagramm:

▪ Wichtig: Codierung der Zustände und Kanten angeben;

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Darstellungsformen
▪ Folgezustandstabelle

Eingang Zustand Ausgänge Folgezustand

▪ Karnaugh-Diagramm:

▪ Ausgangs- und Übergangsfunktion:

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Automaten durch Flip Flops
▪ D FF: Die Übergangsfunktion kann direkt aus der
Schaltung/KV Diagramm abgelesen werden.
▪ Wegen der Übergangsgleichung des FF:

▪ JK FF: Es sind Optimierungsgrenzen nötig, da J und K


zwei separate Gleichungen benötigen, z.B:

=> Gleichung durch Koeffizientenvergleich mit Übergangsgleichung


des FF:

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Umwandeln Mealy -> Moore
Man kann Mealy und Moore Automaten ineinander
umwandeln.

Eine Ausnahme: Ausgänge können bei Mealy zwischen


Taktflanken wechseln.

Ausgangslage: Ausgangswert abhängig, welche Kante


genutzt wurde, um zum Zustand zu kommen
Ziel: Jeder Zustand hat immer gleichen Ausgangswert

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Umwandeln Mealy -> Moore
1. Welche Ausgangswerte sind möglich pro Knoten?
=> Ausgaben in Knoten schreiben

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Umwandeln Mealy -> Moore
2. Knoten aufspalten und eingehende Kanten umhängen

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Umwandeln Mealy -> Moore
3. Ausgehende Kanten vervielfachen

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Umwandeln Mealy -> Moore
4. Moore Teil löschen

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Umwandeln Moore -> Mealy
Der Ausgangszustand muss vom Zustand zu den
eingehenden Kanten verschoben werden

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Umwandeln Moore -> Mealy
Der Ausgangszustand muss vom Zustand zu den
eingehenden Kanten verschoben werden

Eventuell können noch Knoten zusammengefasst werden


(Müssen sicher gleiche ausgehende Kanten haben)
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Automaten - Aufgabentypen
Es gibt grob zwei Aufgabentypen zu den Automaten;
▪ Analyse Aufgabe mit gegebenem Zustandsdiagramm
▪ Synthese Aufgabe zum entwerfen eines Automaten
▪ => "Kochrezept" folgt

-> Häufig zwei Teilaufgaben, Synthese aufwändiger

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Automaten Synthese
1. Automatentyp bestimmen (meistens vorgegeben)
2. Anzahl Zustände (Mealy <= Moore)-> Anz Flip Flops
3. Ein-/Ausgangsvar. definieren, Zustandscodierung wählen
4. Zustandsdiagramm inklusive Übergängen zeichnen
1. Mealy: Ein-/Ausgänge auf Pfeilen, Codierung: EE/AA (in Bits)
2. Moore: Eingänge auf Pfeile, Ausgänge in Zustände
3. Medwedjew: Ausgänge entsprechen Zustände
5. Zustandsfolgetabelle aufstellen
6. Bestimmen und Minimieren Ausgangs-/Übergangsfunkt.
(KV, bei JK-FF Optimierungsgrenzen)
7. Unbenutzte Zustände; bleibt der Automat hängen?
8. Schaltplan konstruieren
=> Häufig alles separate Aufhaben Roger Germann, germannr@student.ethz.ch | 11.01.2019 | 26
Übungen

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Prüfung HS 17 – A1

Zeit: 20 Minuten

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Prüfung HS 17 – A1

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Prüfung HS 17 – A1

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Prüfung HS 17 – A1

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Prüfung HS 17 – A2

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Prüfung HS 17 – A2 Zeit: 25 Minuten

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Prüfung HS 17 – A2

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Prüfung HS 17 – A2

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Prüfung HS 17 – A2

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Prüfung HS 17 – A2

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Prüfung FR 17 – A2

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Prüfung FR 17 – A2

Zeit: 20 Minuten | 11.01.2019 | 39


Prüfung FR 17 – A2

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Prüfung FR 17 – A2

| 11.01.2019 | 41
Prüfung FR 17 – A2

| 11.01.2019 | 42
Prüfung FR 17 – A2

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