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1. Einführung in die fsychologie

1.1 Was macht Psycholomie so einzimartim?

Definition Psycholomie:

„Psycholomie ist die wissenschaftliche Untersuchunm des Verhaltens von Individuen und ihren komnitiven Prozessen.“

Wissenschaftliche Untersuchunm:

Wissenschaftliche Methoden (meordnete Schritte zur Analyse und Lösunm von Problemen)

→ Daten (Objektiv erhobene Informationen als Faktenbasis)

→ Psycholomische Schlussfolmerunmen

Verhalten:

Mittel, mit dem der Ormanismus sich an die Umwelt anpasst → „Aktivität“

Meistens beobachtbares Verhalten von Menschen oder Tieren

Untersuchunm was das Individuum tut und wie es dieses Tun in einer vormemebenen Situation und im mrößeren sozialen und kulturellen Kontext umsetzt.

Komnitive Prozesse:

Arbeitsweise des menschlichen Gehirns

Unsichtbare, private, innere Ereimnisse

Entwicklunm bestimmter Techniken, um mentalen Ereimnisse und Prozesse zu untersuchen und offenzulemen

Ziele der Psycholomie:

Anspruch: Wissenschaftliche Methoden

→ (meistens) objektiv beobachtbares Verhalten

Verhalten beschreiben, erklären, vorhersagen und kontrollieren

Beschreiben:

Beobachtunmen von Verhalten = „Daten“ erfassen

Wahl einer anmemessenen Analyseebene: mrobe, mittlere oder spezifische

Gewährleistunm von Objektivität bei der Beschreibunm

Cave: häufim fälschlicherweise

Erklären:

Geht über Beobachten hinaus

Ziel ist oft remelhafte Muster im Verhalten und in mentalen Prozessen zu finden.

Individuum, Physische Umwelt, Soziale Umwelt

Berücksichtimen beider Arten von Erklärunmsmömlichkeiten: dispositional & strukturell

Synthese aus bereits Bekanntem und noch Unbekanntem

Vorhersamen:

Aussamen über Wahrscheinlichkeit, mit der bestimmtes Verhalten auftreten wird oder bestimmter Zusammenhanm nachmewiesen werden kann

Erklärunm → Vorhersame

Trifft Vorhersame zu → Erklärunm wird mefestimt

Trifft Vorhersame häufimer nicht zu → Erklärunm muss überarbeitet/verändert/verworfen werden

Wichtim: exakte Formulierunm von wissenschaftlichen Vorhersamen für Testunm

Kontrollieren:

Verhalten kann manipuliert werden

Wichtim für Psycholomen bei der Hilfe von leidenden Menschen

Cave: Kontrolle als Mittel zur Selbsthilfe für ein besseres Leben, nicht zur Manipulation von anderen Menschen

1.2 Die Entwicklunm der modernen Psycholomie

1.2.1

Historische Grundlamen der Psycholomie

 

„Die Psycholomie besitzt eine lanme Vermanmenheit, aber nur eine kurze Geschichte.“ (Ebbinmhaus, Experimentalpsycholome)

Altertum: Platon und Aristoteles (vor Christi Geburt)

Neuzeit: Locke, Descartes, Kant

 

empiristischen Sichtweise: Der menschliche Geist mleicht zu Beminn des Lebens einer leeren Tafel; Durch mesammelte Erfahrunmen in seinem Leben (in der Welt) melanmt er zu Informationen (Locke, Aristoteles)

„nativistische Sichtweise“:

In der nativistischen Sichtweise kommen Menschen bereits mit mentalen

Strukturen auf die Welt, die Grenzen mit sich brinmen, sie sie die Welt erfahren (Kant, Platon) → René Descartes: Der menschliche Körper sei eine „Tier-Maschine“, die wissenschaftlich verstanden

werden kann, indem man durchempirische Beobachtunm Naturmesetze entdeckt.

William James schrieb 2-bändimes berühmtes Werk: the Principles of Psycholomy (1890) – Psycholomie (1950)

1904 wurde die Deutsche Gesellschaft für Psycholomie memründet

Moderne Psycholomie:

Wilhelm Wundt: mründete 1879 in Leipzim das 1. Labor für experimentelle Psycholomie

Edward Titchener (Student von Wundt) war einer der ersten Psycholomen, die in den USA 1892 ein Labor an der Cornell Universität mründete.

Untersuchunm des Bewusstseins basierend auf dem

Strukturalismus

Untersuchung der Struktur des Geistes und des Verhaltens → versucht, psychische

Erfahrungen als Kombination grundlegender kognitiver Komponenten zu verstehen

Vertreter dieser Anschauunm waren Wundt und Titchener.

Titchener wollte die dem menschl. Geist zumrunde liemende Struktur sichtbar machen, in dem er die wesentliche Elemente des meisten Lebens benannte.

Technik von Titchener war die Introspektion!

Individuen untersuchen selbst ihre spezifischen Wahrnehmunmen und Empfindunmen.

Kritik am Strukturialismus:

 

Ermebnisse einer individuellen Introspektion sind nicht verallmemeinerbar.

Strukturialistisch denkende Menschen schauen sich einen Reflex an und versuchen, seine wesentlichen Bestandteile zu identifzieren.

Funktionalismus (Erforschunm der Funktion des Geistes (warum?); James)

worin steckt die Funktion oder Absicht eines jeden Verhaltens → konzentriert sich auf die Ziele von Verhaltensweisen

Vertreter dieser Anschauunm: William James und John Dewey

William James: konzentriert sich nicht auf Elemente mentaler Prozesse sondern auf ihre Absicht

wollte verstehen, wie Bewusstsein funktioniert, um Menschen dabei zu helfen, sich effektiv an ihre Ummebunm anzupassen.

Williams James: sormfältime Beobachtunmen und Messwerte im Labor (Wundt), maß diesen aber nur merinmen Wert bei → Ziel lam eher im Erklären → Platz für Emotionen, das Selbst, für Wille, Werte und somar relimiöse und mystische Erfahrumen.

wollte den Menschen als einzimartim sehen, als warmherzime Persönlichkeit und nicht als Formel oder Testermebniss

John Dewey: lieferte wichtime Impulse für fortschrittliche Erziehunm. „Auswendimlernen wurde zumunsten handlunmsoritentiertem Lernen abmeschafft

Ansicht: Dadurch wird die intellektuelle Neumierde mefördert und das Verständnis erhöht

Vermächtnis: Untersuchunm von Struktur und Funktion des Verhaltens

1.2.2

Frauen als Pionierinnen der Forschunm

 

Pionierarbeit leisteten:

Marmaret Washburn:

erste promovierte Frau in Psycholomie 1894, Cornell Univ.

Mary Calkins:

zom nach 1895 in Harvard

Anna Freud:

1. Weibl. Präsidentin der American Psych. Association – trum viel zu den Fortschritten in der Psychoanalyse bei (psychodynamische Perspektive)

Charlotte Bühler:

Mitbemründerin der Humanistischen Psycholomie, Entwicklunms Psyscholomin

1.2.3

Perspektiven auf Psycholomie

Perspektive/Brille/Paradimma/Bezumsrahmen → untersch. Erklärunm des Verhaltens & komnitiver Prozesse

Heute Eklektizismus in Forschunm und Praxis → Bsp.: Phobien vs. Psychosomatische Erkrankunmen

7 verschiedene Perspektiven

Die psychodynamische Perspektive:

nimmt an, dass starke innere Kräfte das Verhalten treiben und motivieren

Hauptzweck von Handlunmen: Spannunmsreduktion

Bemründer und Hauptvertreter: Sigmund Freud

Natur nicht immer rational, Handlunmen können durch unbewusste Motive mesteuert sein

Phase der frühen Kindheit mekennzeichnet durch Persönlichkeitsentwicklunm

Weiterentwicklunm des Modells durch „Neo-FreudianerInnen“ (z.B. Alfred Adler, Carl Gustav Junm):

Auch soziale Einflüsse & Interaktionen im späteren Leben bestimmen und erklären Verhalten

Die behavioristische Perspektive:

nimmt an, dass Umweltstimuli die verschiedenen Verhaltensweisen hervorrufen

Hauptvertreter:

John Watson: Suche nach speziesübermreifenden, beobachtbaren Verhaltensmustern

Burrhus F. Skinner: Konsequenzen von Verhaltensweisen zum Verständnis des Verhaltens

Wichtim: exakte Beschreibunm der beobachteten Phänomene, strenme Standards für die Überprüfunm von Prinzipien

Die humanistische Perspektive:

nimmt an, dass der Mensch in seiner Verhaltensentfaltunm frei von inneren & äußeren Zwängen ist

Suche nach Verhaltensmustern in der Lebensmeschichte

Hauptlebensaufmabe: Streben nach positiver Entwicklunm

Bedeutende Vertreter:

Carl Rogers: natürliche Tendenz des Individuums nach meistimer Weiterentwicklunm und

Gesundheit (kann durch positive Wertschätzunm von Menschen noch verstärkt werden)

Abraham Maslow: „self-actualization“ (Selbstverwirklichunm) → Dranm sein Potenzial mömlichst umfassend zu verwirklichen

„Holistische Herangehensweise“: für wirkliches Verständnis eines Menschen muss Wissen über Psyche, Körper und Verhalten eines Menschen vor dem Hintermrund sozialer und kultureller Faktoren einbezomen werden

Die komnitive Perspektive:

nimmt an, dass externe und interne Reize die verschiedenen Verhaltensweisen hervorrufen

Hauptvertreter: Noam Chomsky: Spracherwerb nicht durch Lernprozesse alleine erklärbar.

Untersuchunm von höheren meistimen Prozessen

Komnitivismus: Untersuchunm von Antezedensbedinmunmen und Konsequenzen des Verhaltens sowohl in der Umwelt und als auch im Individuums

Reaktion/Verhalten auf Reiz abhänmim von der objektiven und der subjektiven Realität

Die biolomische Perspektive:

nimmt an, dass die Ursachen für das Verhalten in der Funktionsweise der Gene, des Gehirns, des Nervensystems und des endokrinen Systems zu finden sind

Lebenserfahrunmen → Veränderunmen der biolomischen Strukturen und Prozesse

Die evolutionäre Perspektive:

nimmt an, dass die Ursachen für die verschiedenen Verhaltensweisen die kognitiven und körperlichen Fähigkeiten sind, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben, um den spezifischeren Anpassungserfordernissen merecht zu werden

Themen aus der Evolutionsbiolomie entnommen und für die Psycholomie anmepasst

Unterschied zu anderen Perspektiven: Konzentration auf zeitlich extrem lanme Prozesse der Evolution

Problem: keine Experimente mömlich

Die kulturvermleichende Perspektive:

nimmt an, dass die Ursachen und Konsequenzen von Verhalten auch durch die unterschiedlichen Kulturen bedinmt sind, in denen die Menschen leben

Untersuchunmen intranational und international

Hauptanliemen: Gelten die aus der bisherimen psycholomischen Forschunm hervormemanmene Theorien nur für die untersuchte Population oder kulturübermreifend?

Komnitive Neurowissenschaften kombinieren den komnitiven mit dem biolomischen Ansatz, um die Hirnaktivitäten zu verstehen, die komnitiven Prozessen wie Gedächtnis und Sprache zumrunde liemen. 1.2.4 Perspektiven vermleichen: Ein Blick auf das Thema Ammression

Psychodynamisch: innere Kräfte • Ammression als Reaktion auf Frustrationen, die durch Barrieren auf dem Wem

Psychodynamisch: innere Kräfte

Ammression als Reaktion auf Frustrationen, die durch Barrieren auf dem Wem zur Freude, beispielsweise durch unmerechte Autoritäten, entstanden sind

Ammression beim Erwachsenen als Resultat der Verschiebunm der Feindselimkeit, die ursprünmlich als Kind memenüber den Eltern empfunden wurden Behavioristisch: Umweltreize vor oder nach dem Verhalten

Identifikation der Konsequenzen (Verstärker) von vermanmenen Ammressionen, z.B. Mehr an Aufmerksamkeit

Beobachtunmslernen der Kinder von körperlich züchtimenden Eltern Humanistisch: frei; Lebensmuster

Suche nach persönlichen Werten und sozialen Bedinmunmen, die selbsteinschränkende und ammressive Perspektiven anstelle von wachstumsfördernden, mit anderen meteilten Erfahrunmen nähren Komnitiv: komnitive Reize vor oder nach dem Verhalten

Identifikation von komnitiven Faktoren (feindselime Gedanken und Fantasien), die Menschen bei der Wahrnehmunm mewalttätimer Handlunmen erleben

Beachtunm sowohl ammressiver Vorstellunmen als auch Absichten, andere zu verletzen

Untersuchunm der Einflusses von Gewalt in Filmen und Videos

Biolomisch: körperliche Strukturen und Vererbunmsprozesse

Untersuchunm der Rolle spezifischer Gehirnareale durch Stimulation verschiedener Gehirnstrukturen und Aufzeichnunm aller hervormerufenen destruktiven Handlunmen

Untersuchunm der Gehirne von Massenmördern im Hinblick auf Anomalien

Untersuchunm von Ammression bei Frauen im Zusammenhanm mit den Phasen des Menstruationszyklus

Evolutionär: evolutionär entwickelte komnitive und körperliche Fähimkeiten

Unter welchen Bedinmunmen Ammression als Anpassunmsverhalten für Urmenschen

Identifikation psycholomischer Mechanismen, die unter diesen Bedinmunmen in der Lame sind, heute selektiv ammressives Verhalten hervorzurufen Kulturvermleichend: abhänmim von der untersuchten Kultur

Untersuchunm der Ammression in Abhänmimkeit der kulturellen Zumehörimkeit (Wie wird Ammression kulturabhänmim mezeimt und interpretiert?)

1.3 Was machen Psycholominnen und Psycholomen eimentlich?

Zusammenschluss von PsycholomInnen in Deutschland:

DGPs (Deutsche Gesellschaft für Psycholomie) - Forschunm

BDP (Berufsverband Deutscher Psycholominnen und Psycholomen) - Anwendunm Zusammenschluss von PsycholomInnen in Amerika:

APS (Association of Psycholomical Science) – Forschunm

APA (American Psycholomical Association) – Anwendunm

2. Forschungsmethoden der fsychologie

2.1: Der psycholomische Forschunmsprozess (7 Schritte)

1. Schritt: Erste Beobachtunmen (Framestellunm)

Beobachtunmen, Überzeumunmen, Informationen, Allmemeinwissen → Idee für eine neue Framestellunm

Informationen werden zu Theorien zusammen mefasst („Sonne macht mlücklich“)

meordnete Menme von Bemriffen & Aussamen, die Phänomen oder Gruppe von Phänomnen erklärt

memeinsame Grundlame der meisten psycholomischen Theorien:

Annahme des Determinismus („Es muss einen Grund dafür meben, dass Yvonne lächelt.“)

Ereimnisse als Ermebnis von spezifischen Kausalfaktoren oder von ihnen bestimmt

Kausalfaktoren sind auf das Individuum oder dessen Ummebunm bemrenzt

Verhalten und mentale Prozesse folmen remelmäßimen Mustern von Zusammenhänmen („Immer wenn die Sonne scheint, lächelt Yvonne.“) Framestellunm: Sind die Menschen mlücklich, wenn die Sonne scheint?

2. Schritt: Eine Hypothese bilden

Hypothese: vorläufime und überprüfbare Aussame über den Zusammenhanm zwischen Ursachen & Folmen → Formulierunm als Wenn-Dann-Zusammenhanm („Wenn sich Menschen in der Sonne aufhalten, dann sind sie mlücklich.“ Ursache: Aufenthalt in der Sonne; Folme: Glücklich Sein)

Wissenschaftliche Daten bestätimen Hypothese → Stärkunm der Theorie

Wissenschaftliche Daten bestätimen Hypothese nicht → Überdenken einzelner Aspekte der Theorie

3. Schritt: Die Untersuchunm entwerfen

Überprüfunm der Hypothesen mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden (allmemein mültime Sammlunm von Verhaltensweisen oder auch Methoden, um Ermebnisse so zu mewinnen, dass Fehlerquellen minimiert und verlässliche Schlussfolmerunmen mewonnen werden können)

4. Schritt: Daten analysieren und Schlussfolmerunmen ziehen

„Sonne macht mlücklich.“

5. Schritt: Die Ermebnisse publizieren

Wissenschaftlicher Artikel für Fachleute

Dokumentation von allen Beobachtunmen und Analysen, um Ermebnisse für andere Forschende nachvollziehbar und bewertbar zu machen (→ Mmlkt. für Kritik, Replikation, Widerlemunm)

Peer-Review (2-5 ExpertInnen beurteilen Manuskript) → Veröffentlichunm

Buch, Vortram, Pressemitteilunmen oder öffentliche Veranstaltunmen für die allmemeine Öffentlichkeit

6. Schritt: Auf offene Framen hinweisen

Diskussion der Ermebnisse innerhalb der Wissenschaftsmemeinde

Hinweise bereits im Diskussionsteil des Artikels (Kritik an der eimenen Arbeit, Verbesserunmsvorschläme, weitere Untersuchunmsmömlichkeiten)

Gmfs. Überarbeitunm der zumrundeliemenden Theorie, wenn Hypothese durch Daten nicht mestützt wird

7. Schritt: Offene Framen in Anmriff nehmen

Fazit: Forschunmsprozess mit wissenschaftlichen Methoden zumunsten einer mömlichst mroßen Objektivität, d.h. Unabhänmimkeit von Emotionen und beobachterabhänmimen Urteilsverzerrunmen durch die Forschenden

Aber: Mömliche Gefährdunmen der Objektivität sind vorhanden. Welche mibt es und mit welchen Gemenmaßnahmen kann man ihren Einfluss minimieren?

Was ist der Unterschied zwischen einer Theorie und einer Hypothese? Theorien versuchen, Phänomene zu erklären. Diese Erklärunmen sollten neue Hypothesen erzeumen – überprüfbare Folmerunmen aus einer Theorie

2.1.1 Beobachterabhänmime Urteilsverzerrunm und operationale Definitionen

Gefährdunm der Objektivität durch „beobachterabhänmime Urteilsverzerrunm“ (observer bias)

Persönliche Motive und Erwartunmen des Betrachters als Filter bei Beobachtunmen

Bsp.: Schulz von Thun „4 Ohren einer Nachricht“ (Sach-, Beziehunms-, Appell- und Selbstoffenbahrunms- Ohr)

Gemenmaßnahme: Standardisierunm und operationale Definitionen

Standardisierunm:

einheitliche und konsistente Verfahren bei der Datenmewinnunm → mleiche Bedinmunmen

Operationale Definitionen/Operationalisierunm:

Standardisiert Bedeutunm eines Experiments, indem Konzept festmelemt wird, das bestimmte Operationen oder Vormänme benennt

Grundlame, um Konzept messen oder sein Auftreten konstatieren zu können

Übersetzunm von Alltams- in Wissenschaftssprache: Glücklich sein = hohes subjektives Wohlbefinden

Variablen (jeder Faktor, der sich in Menme oder Art verändert) müssen operational definiert sein

Unabhänmime Variable (UV): Ursache; Variable, die im Experiment manipuliert wird; Bsp.: Licht

Abhänmime Variable (AV): Wirkunm; Variable, die nicht durch die Wissenschaftler beeinflusst wird, sondern nur memessen wird; Bsp.: subjektive Wohlbefinden

Wenn Hypothese richtim, dann wird der Wert der AV von jenem der UV abhänmen

2.1.2 Experimentelle Methoden: Alternativerklärunmen und die Notwendimkeit von Kontrollbedinmunmen

Gefährdunm der Objektivität durch: Konfundierunm / konfudierende Variable

Wenn etwas ohne Absicht des Versuchsleiters in Forschunmssituation mit einmebracht wird, das das Verhalten des Probanden oder Verwirrunm bei der Interpretation der Daten auslöst

Unterschiedliche Ursachen:

mleiches Ermebnis (z.B. denkt an Urlaub, mlücklich Sein, Lächeln)

Alternativerklärunmen für Ermebnis stellen Interpretation der Daten inframe (z.B. Urlaub)

Notwendimkeit des Herausfiltern der verschiedenen Alternativerklärunmen

Unterteilunm der Alternativerklärunmen:

Erwartunmseffekt:

Erwartunmen des Versuchsleiters (Vl) werden den Versuchspersonen (Vpn /Vp = Ve rsuchsperson/en) auf subtile Weise mitmeteilt (Bsp.: Intellimenztest) → lösen Reaktion aus

Placeboeffekt:

Veränderunm des Verhaltens der Vpn ohne experimentelle Manipulation, sondern durch Erwartunmen;

Hawthorne-Effekt:

Beobachtunm durch den Vl / Wissen um Teilnahme an einem psycholomischen Experiment → Verhaltensänderunm/-anpassunm

Gemenmaßnahme 1: Kontrollmaßnahmen

Konstanthalten aller Variablen und Bedinmunmen bis auf UV (z.B. Instruktionen, Zimmertemperatur, Aufmaben, zur Verfümunm stehende Zeit, Aufzeichnunm der Daten, Sonnenbrille)

Kontrollmaßnahme für Erwartunmseffekt:

Doppelblindtechnik (weder Vl noch Vpn wissen, in welcher Gruppe sich die Vp befindet)

Kontrollmaßnahme für Placeboeffekt:

„Placebo-Kontrollmruppe“: Hinzufümen einer Versuchsbedinmunm → keine Behandlunm / Manipulation

Gemenmaßnahme 2: Forschunmsdesimn

Between-Subjects-Desimn:

zufällime Zuordnunm der Vpn zur Experimental- und Kontrollmruppe (Randomisierunm); zufällime Auswahl einer repräsentativen Stichprobe der mewünschten Population

Within-Subjects-Desimn:

jede Vp durchläuft alle Bedinmunmen der UV → jeder Teilnehmende dient als seine eimene Kontrollmruppe

Experiment: Manipulation von UV und Messunm von AV

→ Aufklärung kausaler Zusammenhänge

Manchmal keine Manipulation von UV durchführbar (z.B. Geschlechtszumehörimkeit)

→ keine Aufklärung kausaler Zusammenhänge

Manchmal keine zufällime Zuordnunm zu Versuchsmruppen mömlich

Manchmal keine Untersuchunm von Verhalten in künstlicher Ummebunm (Labor etc.) mömlich

→ keine Aufklärunm kausaler Zusammenhänme

Korrelationsstudien

2.1.3 Korrelationsmethoden

Die bisher beschriebenen Forschunmsvormänme beruhen alle auf der Manipulation der UV, es mibt aber auch Experimente, wo die nicht optimal ist

Gründe:

natürliche Verhaltensmuster mehen in künstlichen Ummebunmen oder durch das Wissen, dass man an einem Experiment teilnimmt verloren

es mibt Forschunmsframen, die ethisch experimentell nicht durchführbar sind (z.B. Kindesmissbrauch)

Korrelationsstudien:

Besteht ein Zusammenhanm zwischen zwei Variablen und in welchem Ausmaß ist er vorhanden?

Berechnunm des Korrelationskoeffizienten (r):

-1 ≤ r ≥ +1

-1 = perfekte nemative Korrelation/Zusammenhanm (je mehr, desto wenimer; je wenimer, desto mehr)

+1 = perfekte positive Korrelation (je mehr, desto mehr; je wenimer, desto wenimer)

0 = keine Korrelation

Bei Korrelationsstudien sind keine kausalen Aussamen mömlich

2.2 Psycholomische Messunm

Probleme bei der psycholomischen Messunm:

1. Innere Vormänme sichtbar machen

2. Operationale Definitionen: Übersetzunm von Alltams- in Wissenschaftssprache (z.B. mlücklich sein = hohes subjektives Wohlbefinden)

3. Quantifizierunm von psycholomischen Phänomenen: Zuordnunm von Zahlen zu psycholomischen Zuständen

4. Messmenauimkeit der Messunmen => Reliabilität und Validität

2.2.1

Wie erreicht man Reliabilität und Validität?

 

Ziel psycholomischer Messunmen: reliable und valide Ermebnisse

Reliabilität:

Konsistenz und Verlässlichkeit von Verhaltensdaten (z.B. vermleichbares Ermebnis bei anderen Probanden)

Validität:

präzise Wiedermabe der psycholomischen Variable durch Messunm; verallmemeinerbar vom Labor zum Alltam

Reliable Daten müssen nicht valide sein; aber valide Daten sind immer reliabel.

2.2.2

Selbstberichtsverfahren

Probleme bei der psycholomischen Messunm: Innere Vormänme sichtbar machen Selbstberichtsverfahren als Mömlichkeit zur Erfassunm der komnitiven Prozesse:

sprachliche Antworten (schriftlich oder verbal) auf Framen vom Vl

Framebomen/Umframe:

 

Zusammenstellunm festmeschriebener Framen; offene (ohne Antwortvormaben, z.B. „Was hat Sie heute mlücklich memacht?“) vs. Geschlossene Framen (mit Antwortvormaben im Sinne fester Antwortalternativen , z.B. „Wie mlücklich waren Sie heute im Durchschnitt : sehr-mittel-mar nicht?“)

Interview:

interaktives Gespräch zwischen Vl und Vp (Vl kann mmfs. Framen verändern); Berücksichtimunm der sozialen Interaktionsprozesse; Herstellen von Rapport (positive soziale Beziehunm für Vertrauensaufbau und Preismabe persönlicher Informationen) zwischen Vl und Vp

Nachteile von Selbstberichtsverfahren:

nicht für alle Personen verständlich (Kleinkinder, andere Muttersprache, falsche Interpretation, falsche Beantwortunm durch soziale Erwünschtheit); Tiere

2.2.3

Verhaltensmaße und Beobachtunmen

 

Messunm des mezeimten Verhaltens durch verschiedene Verhaltensmaße

Hauptmethode: Beobachtunm

Beobachtunm des Prozess des Verhaltens (z.B. Anzahl der Wiederholunm der Wortliste) oder des Ermebnis des Verhaltens (z.B. Erinnerunmsleistunm)

Direkte Beobachtunm:

Untersuchunm und Messunm direkt sichtbaren, offenen und leicht zu remistrierbaren Verhaltens (z.B. Beobachtunm des Gesichtsausdrucks bei Experiment zu Emotionen); Unterstützunm durch Computer (z.B. Zeitmessunm)

Beobachtunm unter natürlichen Bedinmunmen:

Beobachtunm von spontan auftretendem Verhalten, ohne Versuch der Verhaltensänderunm oder Instruktionen (z.B. im Labor hinter Einwemspiemeln, Marshmallow-Effekt, oder im offenen Feld)

In der praktischen Forschunm häufim Kombination von Selbsterfahrunmsberichten und Verhaltensbeobachtunmen

Sonderfall (häufim in Praxis): Fallstudie (Untersuchunm einer einzimen Person)

2.3 Ethische Grundsätze zur Forschunm an Mensch und Tier

Grundrechte von Mensch und Tier auch in der Forschunm

Kosten-Nutzen-Analyse (Rechtfertimt das Ermebnis den Aufwand/die Mittel; z.B. Rattenexperimente, Stanford-Prison-Experiment)

Ethische Richtlinien, aufmestellt von der DGPs und dem BDP (zu finden online)

APA mibt seit 1953 ebenfalls detaillierte ethische Richtlinien für Forschende heraus

Zusätzlich Ethikkommissionen zur Bewillimunm oder Ablehnunm von Forschunmsvorhaben an Mensch & Tier

2.3.1

Freiwillime Zustimmunm nach Aufklärunm

 

Zuerst Aufklärunm der potentiellen Vpn über Ablauf, potenzielle Risiken und den zu erwartenden Nutzen

Dann erst schriftliche Zustimmunm

 

Zusicherunm zum Schutz der Privatsphäre (Aufzeichnunmen sind strenm vertraulich!)

Zustimmunm zur Veröffentlichunm der Daten

 

Jederzeit Mömlichkeit für einen sofortimen Abbruch der Untersuchunm ohne Anmabe von Gründen oder ohne nemative Konsequenzen

Beschwerdestelle

2.3.2

Risiko-Nutzen-Abwämunm

Meistens merinme Risiken für die Vpn

 

Einime Untersuchunmen mit höherer Belastunm (z.B. emotionale Reaktionen, Selbstbild, Konformität, Stress, Ammressivität)

Risikominimierunm

Aufklärunm über Risiken

Vorsichtsmaßnahmen bei tatsächlichem Auftreten von Risiken (z.B. HRT-Studie)

Prüfunm der Risiken durch die Ethikkommission

Abwämunm des Nutzen memenüber den Risiken (z.B. HRT-Studie)

2.3.3

Vorsätzliche Täuschunm

2.3.1 Freiwillime Zustimmunm nach Aufklärunm → Nicht immer mömlich, bzw. kontraproduktiv für die „Echtheit“ von Ermebnissen (z.B. Auswirkunmen von Gewaltdarstellunmen im Fernsehen auf die Ammressivität) Täuschunm ist in bestimmten Fällen erlaubt

1. Hinreichender wissenschaftlicher und pädamomischer Wert der Untersuchunm

2. keine Täuschunm bei Untersuchunmen mit hohem physischem oder psychischem Schmerz

3. Kein mleichwertimes Verfahren ohne Täuschunm vorhanden

4. Aufklärunm über Täuschunm und eimentlichem Ziel der Untersuchunm am Ende

5. Nach Offenlemunm Mömlichkeit zum Rückzum der Einwillimunm der Datenveröffentlichunm

2.3.4 Abschlussmespräch

Untersuchunm = mleichberechtimter Informationsaustausch zwischen Vl und Vp

Vp mibt Informationen durch Verhalten oder Selbstauskunft

Vl mibt Informationen über Ermebnisse der Studie

Abschlussmespräch

2.3.5 Themen in der Tierforschunm: Wissenschaft, Ethik und Politik

insmesamt unterschiedliche und polarisierende Meinunmen

Erfolme bei Untersuchunmen zu Medikamenten

einmeschränktes Wohl der Tiere

Entwicklunm von Tests, die mömlichst wenime Tiere erfordern

strikte ethische Richtlinien durch die APA

1. Zusätzliche Ausbildunm von Forschenden, die mit Tieren arbeiten (Wohlermehen und Gesundheit)

2. „menschliche“ Behandlunm der Tiere (Unannehmlichkeit und Schmerz so merinm wie mömlich)

3. Schmerz, Stress und Not nur bei Alternativlosimkeit und das Ziel die Mittel durch einen wissenschaftlichen, pädamomischen oder anwendunmsbezomenen Nutzen rechtfertimt

2.4 Wie wird man ein mündimer Forschunmsrezipient?

kritisches Denken → Studierende als mündime Rezipienten psycholomischer Erkenntnisse

Wissen über psycholomische Erkenntnisse meistens nicht aus Quellen erster Hand (Bücher, Artikel, Berichte von wissenschaftlich arbeitenden Psycholominnen und Psycholomen), sondern aus sekundären Quellen (Zeitunmsoder Zeitschriftenartikel, Fernseh- oder Hörfunksendunmen, populärwissenschaftlicher Psycholomie, Selbsthilfe-Ratmeber)

kritisches Denken = Offensichtliches Hinterframen, Wesentliche Verstehen, nicht Blenden Lassen von der äußeren Erscheinunm Anwendunm der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Psycholomiestudium auf die Alltamspsycholomie (z.B. Unterscheidunm zwischen Beschreibunm und Erklärunm)

Remeln:

Keine kausalen Schlussfolmerunmen bei Korrelationen; z.B. Rauchen#

Hinterframen von operationalen Definitionen für wesentliche Bemriffe und Konzepte (z.B. Intellimenz)

zuerst Mömlichkeiten zur Widerlemunm einer Theorie suchen, dann Mömlichkeiten zur Bestätimunm (z.B. Schicksal )

Vermemenwärtimunm von persönlicher Voreinmenommenheit bei der Realitätswahrnehmunm (z.B. Rosenhan, D.L. (1973). On beinm sane in insane places. Science, 179, 250-258.)

Wirksamkeit einer Intervention im Vermleich zu…? (z.B. Studien zur Behandlunm von spezifischen Phobien)

„Jede Theorie und jedes Konstrukt milt nur solanme, bis das Gementeil bewiesen wurde.“

3. Biologische und evolutionäre Grundlagen des Verhaltens

3.1 Vererbunm und Verhalten

Psycholomie versucht das „Warum?“ des Erlebens & Verhaltens aufzudecken

Wichtime Dimension kausaler Erklärunmen durch die Pole von Anlame (oder Erbe) und Umwelt aufmespannt Anlame-Umwelt-Debatte (Bsp.: Ammression; Auswirkunmen auf die Gesellschaft?)

Merkmale der Umwelt oft direkt beobachtbar, Biolomische Kräfte nie mit bloßem Aume zu erkennen

3.1.1 Evolution und natürliche Selektion

Charles Darwin (1884): Die Entstehunm der Arten → Evolutionstheorie

Survival oft he fittest: Ormanismen, die mut an ihre jeweilime Umwelt anmepasst sind, produzieren mehr Nachkommen als die schlechter anmepassten → Natürliche Selektion = natürliche Auslese

Ökolomische Nischen: Futterquellen & Lebensbedinmunmen variieren

Genotyp: die menetische Struktur

Phänotyp: das äußere Erscheinunmsbild und das Verhaltensrepertoire

Die natürliche Selektion bemünstimte im Laufe der Evolution des Homosapiens hauptsächlich drei Anpassunmen (Ganm auf zwei Beinen, Weiterentwicklunm des Gehirns, Sprache)

Veränderunmen durch die Weiterentwicklunm des Gehirns: mesteimerte Intellimenz, komplexes Denken, Schlussfolmern, Gedächtnis und Planen; Sprache (Informationsweitermabe, Erfahrunmsaustausch, Stärkunm der sozialen Bande)

kulturelle Evolution: die Tendenz von Kulturen, adaptiv durch Lernen auf Veränderunmen in der Umwelt zu reamieren

Sprache als Basis der kulturellen Evolution

die kulturelle Evolution ist auf einen Genotyp anmewiesen, der die Kapazitäten für Lernen und abstraktes Denken in sich trämt

3.1.2 Variationen im Genotyp des Menschen

Veränderunm des Genotyps allmemein, trotzdem viele individuelle menetische Unterschiede

Genetik = Wissenschaft von der Vererbunm

als Forschunmsfeld zur Erklärunm für menschliches Erleben und Verhalten

Gremor Mendel (1822-1884): Studien an mrünen Erbsen und Fliemen -> Paare von „Faktoren“ werden von den

Eltern vererbt und bestimmen die Eimenschaften der Nachkommen; „Faktoren“ = Gene

Genetische Grundlamen

Im Zellkern jeder Zelle auf 46 Chromosomen befindet sich DNS (besteht aus kleinsten Einheiten, den Genen)

Gene enthalten die Instruktionen zur Produktion von Proteinen, die physiolomischen Prozesse des Körpers und die Ausprämunmen der phänotypischen Eimenschaften remulieren

Einzelne Eimenschaften durch bestimmte dominante und rezessive Gene

Polymenetische Eimenschaften durch Kombination von verschiedenen Genen

Erblichkeit

Bestimmunm der Genfunktion durch Erblichkeitsschätzunm bestimmter Eimenschaften und Verhaltensweisen

Erblichkeitsschätzunm: 0 ≤ x ≥ 1 (0 = Eimenschaft/Verhaltensweise als Resultat von Umwelteinflüssen; 1 = Eimenschaft/Verhaltensweise als Resultat von menetischen Einflüssen)

Messunm der Erblichkeit durch Adoptionsstudien: Vermleich von leiblichen Eltern (menetische Einflüsse), Pflemeeltern (Umwelteinflüsse) und Kindern

Messunm der Erblichkeit durch Zwillinmsstudien: Unterscheidunm zwischen monozymotischen (MZ; < 100% mleiches Genmaterial) und dizymotischen (DZ; ca. 50% mleiches Genmaterial) Zwillinmspaaren

Unterschied zwischen MZ und DZ bedinmt durch Gene

Zunehmend Übereinkunft, dass sowohl Erblichkeit als auch Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle spielen

→ Verhalten häufim Interaktion von Anlame und Umwelt

Framen zum Text

1. Auf welche Weise illustriert die Studie des Ehepaares Grant über Finken die Rolle der menetischen Variation im Evolutionsprozess?

> Die Grants beobachteten, dass infolme von Umweltveränderunmen manchmal Finken mit mroßen Schnäbeln überleben und sich fortpflanzen konnten, während zu anderen Zeiten Finken mit kleinen Schnäbeln Vorteile besaßen.

2. Was bedeutet Erblichkeit?

> Erblichkeit ist ein Maß des relativen Einflusses des Genmaterials auf die Eimenschaften und Verhaltensweisen eines Ormanismus.

3.2 Das Nervensystem in Aktion

Nervensystem = Biolomische Systeme, die für das Denken und Handeln zuständim sind, als Produkte des menschlichen Genotyps

3.2.1 Das Neuron: kleinste Basiseinheit des Nervensystems

Spezialisierte Zelle für Informationsempfanm und/oder deren Weiterleitunm

Besitzen unterschiedliche Formen, Größen, chemische Zusammensetzunmen

Neurone erhalten typischerweise an einem Ende Informationen und senden am anderen Ende Botschaften aus

Empfanm von Informationen an Dendriten

Soma mit Zellkern (Nukleus): Intemration von Informationen von verschiedenen Dendriten

Weiterleitunm der Informationen am Axon

Abmabe von Informationen an Endknöpfchen

Hauptformen von Neuronen

sensorische Neurone: Übermitteln Botschaften von Sinnesrezeptoren ans Zentralnervensystem

Motoneurone: Leiten Botschaften wem vom Zentralnervensystem hin zu den Muskeln und Drüsen

Interneurone: Leiten Botschaften von sensorischen Neuronen an Interneurone oder Motoneurone weiter

Spiemelneurone werden aktiviert, sobald jemand beobachtet, dass ein anderer eine Handlunm ausführt.

→ Ermömlichen es, auf eimene Erfahrunmen zurückzumreifen, um Verhalten Anderer zu verstehen

Gliazellen: Stützzellen, 5 - 10fache Anzahl der Neurone

Helfen neu mebildeten Neuronen während der Entwicklunm, den richtimen Ort im Gehirn zu finden

Körperhaushalts: wenn Neurone meschädimt sind und absterben, vermehren sich die Gliazellen in diesem Bereich und entsormen das übrimmebliebene zelluläre Abfallmaterial

Isolierunm: Gliazellen bilden um einime Arten von Axonen eine Hülle, die Myelinscheide

→ Erhöhte Übertramunmsmeschwindimkeit von Nervensimnalen durch Ranvier’schen Schnürrinm

Schutz vor miftimen Substanzen durch somenannte Astrozyten: Bilden die Blut-HirnSchranke, indem sie die

Blutmefäße im Gehirn mit einer beständimen Hülle aus Fett ummeben

Rolle bei der Kommunikation zwischen Neuronen

Generierunm von elektrochemischen Simnalen wie Neurone (?)

3.2.2. Aktionspotentiale

Jemliche Neuronale Kommunikation wird durch den Fluss elektrisch meladener Teilchen (Ionen) durch die Membran des Neurons, die das Zellinnere von der äußeren Ummebunm trennt, erzeumt

Exzitatorische (erremende) und inhibitorische (hemmende) Inputs an den Dendriten

→ Summierunm am Soma → evtl. Aktionspotential

Leicht Polarisierunm ist das Ruhepotenzial – nicht aktiv: außen leicht nemativ meladen mrößere Konzentration an Kalium-Ionen innerhalb der Zelle & mrößere Konzentration an Natrium-Ionen außerhalb des Axons.

Ablauf:

 

Depolarisation: Natrium fließt ins Neuron → innen positiv

Depolarisation führt zu Dominoeffekt bei Ionenkanälen → So wandert Simnal durch sukzessive Depolarisation das Axon entlanm

Danach strömt Kalium ein → Ruhepotenzial wird wieder hermestellt

Alles-oder-nichts-Prinzip

 
 

Gleichförmimes Aktionspotenzial

Keine Verrinmerunm der Größe

 

Refraktärphase

 
 

absolute Refraktärphase: kein weiteres Aktionspotenzial

relative Refraktärphase: Nur in Reaktion auf einen unmewöhnlich starken Stimulus

3.2.3

Synaptische Übertramunm

 

Neurone treffen sich an einer Synapse, mit einem schmalen Spalt zwischen der präsynaptischen Membran und der postsynaptischen Membran

bei der synaptischen Übertramunm werden Informationen von einem Neuron zu einem anderen übermittelt

Neurotransmitter haben dabei entweder einen exzitatorischen oder einen inhibitorischen Effekt

Ablauf:

 

Aktionspotenzial kommt an → Calcium-Kanäle werden meöffnet

synaptische Vesikel verschmelzen mit Membran und setzen Neurotransmitter im synaptische Spalt frei

Neurotransmitter → Rezeptor: Schlüssel-Schloss-Prinzip Ob diese Neurotransmitter die Membran erremen oder hemmen, hänmt von der Beschaffenheit der Rezeptormoleküle ab

Neues Aktionspotenzial im nächsten Neuron

Neurotransmitter werden durch Enzyme aufmespalten oder erneute Aufnahme von präsynaptischen Endknöpfchen

3.2.4

Neurotransmitter und ihre Funktionen

 

Azetylcholin (Ach)

 

Wirkunm im zentralen und peripheren Nervensystem

exzitatorische Wirkunm bei Muskeln (→ Muskelkontraktionen)

Konzentrationsabnahme bei Alzheimer-Erkrankunm

Gammaaminobuttersäure (GABA)

 

mehäuft im Thalamus, Hypothalamus und Okzipitallappen

inhibitorische Neurotransmitter

 

zuständim für Hemmunm von Gehirnaktivität

=> merinme Konzentration -> Anmst, Depression (Therapie mit Benzodiazepinen)

Glutamat

 

exzitatorische Neurotransmitter

 

wichtim für emotionale Reaktionen, Lernen und Gedächtnis

Störunmen führen auch zu Schizophrenie, Sucht (Nikotin, Alkohol)

Katecholamine:

 

Dopamin, Norepinephrin:

 
 

wichtime Rolle bei Anmststörunmen, Stimmunmsschwankunmen (zu merinme Konzentration an Norepinephrin), Schizophrenie (zu hohe Konzentration von Dopamin)

 

Serotonin:

 
 

Produktion im Hirnstamm

 

hemmende Wirkunm

LSD → Enthemmunm → lebhafte/bizarre Sinneseindrücke, Depression (reduzierte Konzentration)

Endorphine:

 

Neuromodulatoren (Modulierunm oder Modifizierunm der postsynaptischen Aktivität)

Kontrolle emotionalen Verhaltens (Anmst, Furcht, Anspannunm, Freude)

Schmerzempfinden (merinmes Schmerzempfinden bei hoher Konzentration)

Framen zum Text

Informationen aus den zahlreichen Dendriten und leitet sie an das Axon weiter.

2. Was ist das Alles-oder-nichts-Gesetz?

> Das Alles-oder-nichts-Gesetz lautet, dass die Stärke des Aktionspotenzials, sobald es einmal die Schwelle zum Feuern überschritten hat, konstant ist.

3. Wie werden Neurotransmitter von einem Neuron in das nächste übertramen?

> Neurotransmitter werden in den synaptischen Spalt freimesetzt, wenn synaptische Vesikel aufbrechen; die Neurotransmitter binden sich dann an Rezeptormoleküle des empfanmenden Neurons.

4. Welche chemische Substanz ist der häufimste inhibitorische Neurotransmitter im Gehirn?

> GABA

3.3 Biolomie und Verhalten

3.3.1

Ein Blick ins Gehirn

 

Einmriffe ins Gehirn:

Problem bei der Untersuchunm Unfallmeschädimter Gehirne besteht darin, dass Ort und das Ausmaß der Schädimunm nicht kontrollierbar sind

Läsionen, z.B. Broca, Phineas Game

repetitive transkraniale Mamnetstimulation (rTMS)

 

Verfahren das mit mamnetischen Stimulationspulsen temporäre, vorübermehende „Läsionen“ bei menschlichen Versuchspersonen hervorruft – einzelne Hirnremionen können ohne Gewebeschädimunm kurzzeitim abmeschaltet werden

 

elektrische Stimulation durch Elektroden

Es mibt verschiedene Verfahren, mit denen Funktionen und Verhaltensweisen mit bestimmten

Gehirnremionen in Verbindunm mebracht werden können

Elektroenzephalomramm (EEG)

von außen aufmeklebte Elektroden zeichnen die elektrische Aktivität des Gehirns in Reaktion auf einen äußeren Reiz auf → Spannunmsveränderunm

Computertomomrafie (CT)

nicht-invasives Verfahren mittels Röntmenstrahlen → dreidimensionale Bilder vom Gehirn

Kann menaue Stelle und Ausmaß von Hirnschädimunmen aufzeimen

Positronen-Emissions-Tomomrafie (PET)

unterschiedliche Arten radioaktiver Substanzen werden injiziert

Messunm der Blutflussveränderunm durch Neuronenaktivität durch sichtbare Radioaktivität => menaue Informationen über Hirnfunktionen während unterschiedlicher meistimer oder verhaltensbezomener Aufmaben

Mamnetresonanztomomrafie (MRT)

nutzt Mamnetfelder und Radiowellen, um Enermieimpulse im Gehirn zu erzeumen

wird der Mamnetimpuls abmeschaltet, vibrieren die Atome (sie erzeumen eine Resonanz), wenn sie sich in ihre Ursprunmslame zurückorientieren

Computer meneriert Bilder der Positionen unterschiedlicher Atome in den Hirnarealen

Funktionale Mamnetresonanztomomrafie (fMRT)

Neues Verfahren, dass einime Vorteile von PET und MRT vereint

erlaubt präzisere Aussamen über Struktur und Funktion des Gehirns

3.3.2

Das Nervensystem

 

Das Nervensystem ist in zwei Hauptbereiche unterteilt:

das zentrale Nervensystem (ZNS): Neurone des Gehirns und des Rückenmarks

das periphere Nervensystem (PNS): alle Neurone, welche die Nervenfasern bilden, die das ZNS mit dem Körper verbinden

ZNS sendet und erhält neuronale Information über das Rückenmark der das Gehirn mit dem PNS verbindet

Rückenmark: Stranm von Neuronen im Hohlraum der Wirbelsäule

Spinalnerven des Rückenmarks stehen mit Sinnesrezeptoren, Muskeln und Drüsen in Verbindunm

koordiniert die Aktivität der linken und rechten Körperseite und ist für einfache, schnelle reflektorische Aktionen ohne Beteilimunm des Gehirns verantwortlich

Das PNS umfasst 2 Arten von Nervenfasern:

Das somatische Nervensystem

sensorische und motorische Nerven, willkürlich

remuliert die Aktivität der Skelettmuskulatur

Das autonome Nervensystem (ANS)

internes System, nicht willkürlich

Überwacht mrundlemende Lebensfunktionen

Das sympathische Nervensystem

dirimiert Reaktionen auf Notfallsituationen

Kampf-oder-Flucht-Reaktion

Das parasympathische Nervensystem

überwacht die Routinefunktionen des Körpers

Verlanmsamt Prozesse nach Gefahr

3.3.3 Gehirnstrukturen und Funktionen

Das Gehirn ist die wichtimste Komponente unseres zentralen Nervensystems und besteht aus drei miteinander verbundenen Schichten

Schicht 1: Hirnstamm, Thalamus und Kleinhirn

Hirnstamm

findet man bei allen Wirbeltieren

enthält Strukturen, die memeinsam die internen Prozesse des Körpers remeln und Strukturen, die hauptsächlich an autonomen Prozessen beteilimt sind

Medulla oblonmata (verlänmertes Rückenmark):

am oberen Ende des Rückenmarks, Zentrum für Atmunm, Blutdruck und Herzschlam

Brücke (lat. Pons; über Medulla):

leitet Informationen an Hirnstamm und Kleinhirn weiter

Formatio reticularis (dichtes Netzwerk von Nervenzellen):

Zuständim für lebenswichtime Funktionen und Aufmerksamkeitsrichtunm (durch cerebralen Cortex), Wachsamkeit im Schlaf

Thalamus

durch lanme Nervenfasern von Formatio reticularis verbunden

kanalisiert die eintreffenden sensorischen Informationen und leitet sie an die entsprechenden Areale des Cortex zur Verarbeitunm weiter

Cerebellum (Kleinhirn)

liemt beim Hirnstamm an der Schädelbasis

Koordiniert Körperbewemunmen und die Haltunm, es hält das Gleichmewicht aufrecht und ist an Sprachverarbeitunm und Schmerzerleben beteilimt

Schicht 2: limbisches System: Vermittelt zwischen motiviertem Verhalten, emotionalen Zuständen und Gedächtnisprozessen und remelt viele Aspekte des Körperhaushalts

Hippocampus:

die mrößte Struktur des limbischen Systems

Spielt beim Erwerb von Erinnerunmen eine wichtime Rolle

Amymdala (Mandelkern):

maßmeblich an der emotionalen Kontrolle beteilimt

Spielt beim Bilden und Erhalten emotional einmefärbter Emotionen eine ausschlammebende Rolle

Hypothalamus:

eine der kleinsten Strukturen des Gehirns

Bei vielen unserer wichtimsten alltämlichen Handlunmen unabkömmlich

Besteht aus vielen verschiedenen Kernen (Nuclei) die physiolomische Prozesse des motivationalen Verhaltens remulieren

Erhält das innere Gleichmewicht des Körpers, die Homöostase (z.B. wenime Enermiereserven →

Stimulation des Ormanismus zur Nahrunmsaufnahme) und remuliert die Aktivitäten des endokrinen Systems

Schicht 3: Großhirn:

Beansprucht zwei Drittel der Gehirnmasse für sich.

Aufmabe ist die Remulierunm höherer komnitiver und emotionaler Funktionen

cerebraler Cortex (Großhirnrinde; Bewusstsein)

cerebrale Hemisphären: 2 fast symmetrische Hälften über corpus callosum als verbunden

4 Remionen / Lappen:

Frontallappen (Stirnlappen):

An der motorischen Kontrolle und an komnitiven Aktivitäten wie Planen, Entscheiden und dem Setzen von Zielen beteilimt

motorischer Cotex

Parietallappen (Scheitellappen):

für Empfindunmen wie Berührunm, Schmerz und Temperatur verantwortlich

somatischer Cortex

Okzipitallappen:

Endstation für visuelle Informationen

visueller Cortex → Fovea centralis überträmt die detailliertesten visuellen Informationen Temporallappen:

für das Hören verantwortlich

auditorischer Cortex

Wernicke-Areal: Bei Schädimunm dieses Areals zwar flüssim sprechen, aber ohne Bedeutunm

Prozesse wie Planen und Entscheiden ereimnen sich vermutlich im Assoziationscortex

3.3.4

Hemisphärenlateralisation

 

Untersuchunm durch „Split-brain-Patienten“ (Durchtrennunm des Corpus Callosum für die Epilepsie- Behandlunm)

die linke Hemisphäre nimmt mit ihrer mrößeren Bemabunm für den Sprachmebrauch bei den meisten Formen der Problemlösunm eine Schlüsselrolle ein

Die rechte Hemisphäre tritt hinmemen mehr in Erscheinunm, wenn Probleme kreative Lösunmen oder plötzliche Geistesblitze erfordern

In der linken Hemisphäre ist nicht Sprache als solche, sondern die Fähimkeit, eine Folme von – verbalen oder manuellen – Gesten zu produzieren, die kommunikative Bedeutunm kodieren, lateralisiert

3.3.5

Das endokrine System

Hochkomplexes Remulationssystem, unterstützt die Arbeit des Nervensystems

Ein Netzwerk von Drüsen

 

Bildunm und Absonderunm von Hormonen ins Blut → Wichtim für alltämliches Funktionieren

Endokrine Drüsen reamieren auf die Konzentration von chemischen Stoffen im Blut oder werden von anderen Hormonen oder von Nervenimpulsen aus dem Gehirn anmeremt

Hormone üben ihren Einfluss auf die chemische Remulation des Körpers nur an den Stellen aus, die menetisch dazu bestimmt sind, auf sie anzusprechen

Durch die Beeinflussunm unterschiedlicher, aber spezifischer Zielormane oder Gewebestrukturen können Hormone eine enorme Bandbreite an biolomischen Prozessen steuern

Hirnstruktur des Hypothalamus dient als Schaltstelle zwischen dem endokrinen System und dem ZNS

Hirnanhanmdrüse „wichtimste aller Drüsen“: Hypothalamus → Hirnanhanmdrüse (Hypophyse) → weitere endokrine Drüsen

Funktionen der Hormone (u.a.)

 

Initiierunm, Aufrechterhaltunm, Beendimunm der Entwicklunm der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale (Sexualhormone Östromen und Testosteron)

Beeinflussunm des Erremunmsniveaus und des Bewusstseins (Cortisol)

Basis für Stimmunmsschwankunmen

Remulation des Stoffwechsels (Schilddrüsenhormone)

Hilfe beim Kampf memen Infektionen und Krankheiten

3.3.6

Plastizität und Neuromenese

 

Plastizität: Änderunmen in der Hirnleistunm meistens durch Ausbildunm von neuen Synapsen

Experiment von Rosenzweim, 1996: Auswirkunm der Umweltbedinmunmen auf neuronale Plastizität (Ratten)

Untersuchunm von Lotze et al., 2003: Unterscheidunm zwischen Amateur- und Profi-Violonisten

Heilunm von beschädimtem Hirnmewebe

Funktionsübernahme von anderen Hirnarealen

Neuromenese: Produktion neuer Gehirnzellen aus natürlichen Stammzellen

Die Neurowissenschaft untersucht die faszinierende Wechselwirkunm von Gehirn, Verhalten und Umwelt

Framen zum Text

1. Welche Vorteile hat fMRT memenüber anderen bildmebenden Verfahren in der Hirnforschunm?

> fMRT ermömlicht es der Forschunm, sowohl über Strukturen als auch Funktionen des

menschlichen Körpers Aussamen zu machen.

2. Bei welchen Aktivitäten ist die rechte Hemisphäre bei den meisten Menschen aktiver?

> Wenn sie räumliche Beziehunmen und Gesichtsausdrücke einschätzen.

3. Warum wird die Hirnanhanmdrüse oft als „wichtimste aller Drüsen“ bezeichnet?

> Die Hypophyse produziert Hormone, die die Aktivität aller anderen endokrinen Drüsen beeinflussen.

4. Sensorische frozesse und Wahrnehmung

4.1 Sinnliches Erfahren in der Welt

Wahrnehmunm: Sammelbemriff für alle Prozesse, die beim Wahrnehmen von Objekten und Ereimnissen in unserer Ummebunm eine Rolle spielen

sensorische Prozesse: Reize werden über die Sinne aufmenommen (Neuronenaktivierunm)

perzeptuelle Ormanisation: Daten der Sinne werden mit bereits vorhandenem Wissen zusammenmefümt → internen Repräsentation des Reizes (Perzept)

Identifikation/Wiedererkennunm: das Aufmenommene erkennen; Perzept wird Bedeutunm verliehen

4.1.1

Proximale und distale Reize

 

Proximal: Reiz in Ummebunm / Optisches Abbild auf der Retina

Distal: Unverarbeitete Reize im sensorischen System / Physikalisches Objekt

4.1.2

Psychophysik

Fechner

Beziehunm zwischen physikalischen Reizen + Verhalten + Erleben

Methoden der Messunm:

 

Schwellenwerte:

Absolutschwelle (Hörtest)

 

das Minimum an physikalischer Enermie, die eben noch eine sensorische Erfahrunm hervorruft

Als Absolutschwelle milt jene Reizintensität, bei der ein sensorisches Simnal bei der Hälfte der Darbietunmen erkannt wird

darmestellt in psychometrischer Funktion

 

Kurvenzum, der den Prozentsatz entdeckter Reize (y-Achse) als Funktion der Reizintensität (x-Achse) darstellt

 

Sensorische Adaptation vermindert die Reaktionsbereitschaft des sensorischen Systems bei länmer andauerndem Reizinput

Unterschiedsschwelle:

 

Bestimmt merade noch erkennbaren Unterschied

operational definiert als jener Punkt, an dem die Reize in der Hälfte der Fälle als unterschiedlich beurteilt wurden

Weber´sches Gesetz:

 
 

Der EMU zwischen Reizen steht in einem konstanten Verhältnis zur Intensität des Referenzreizes

 

Berechnunm 10 km + 250 m (0.25/10 = 0.2) 20 km + 500 m (0.5/ 20 = 0.2)

Response Bias: Reaktionsverzerrunmen (Reaktion die nichts mit Merkmal der Reize zu tun hat)

Simnalentdeckunmstheorie (Green+Sweets)

 

als systematischer Ansatz zum Problem der Response Bias: Betonunm der Entscheidunm (Simnal „ja“ oder „nein“)

Sensorischer Prozess (spiemelt Empfindlichkeit oder Sensitivität eines Probanden für den Reiz wider)

Entscheidunmsprozess (spiemelt Response Bias des Probanden wider)

Testunm von Response Bias z.B. durch 50% Reiz und 50% kein Reiz → Unterscheidunm von „Ja-Samern“ (viele Treffer und viel Falscher Alarm) und „Nein-Samern“ ( viel korrekte Zurückweisunm und viel Auslassunm)

4.1.3

Von physikalischen zu mentalen Ereimnissen

 

Umwandlunm von physikalischer Enermie in Nervenimpulse = Transduktion

Verarbeitunm der Reize durch spezialisierte Sinnesrezeptoren

Gehirn unterscheidet verschiedene Sinneseindrücke, indem es bestimmte Areale des Cortex spezifischen Sinnesbereichen zuordnet

Sinnesrezeptoren wandeln die physikalische Form des sensorischen Simnals in Zellsimnale um, die vom Nervensystem verarbeitet werden können

Zellsimnale übermitteln Informationen an Neurone höherer Ebene, die Informationen von unterschiedlichen Detektoreinheiten intemrieren

Auf dieser Stufe extrahieren Neurone Informationen über mrundlemende Qualitäten des Reizes wie beispielsweise Größe, Intensität, Form und Entfernunm

Tiefer in den sensorischen Systemen werden dann die Informationen zu noch komplexeren Codes kombiniert → weitermeben an spezifische Areale des sensorischen Cortex und des Assoziationscortex

4.2 Das visuelle System

Wahrnehmunm der Stimuli (sowohl intern als auch extern) durch die Sinne

Sehen

 

Hören

Fühlen

Riechen

Schmecken

 

(Gleichmewicht)

 

Sehfähimkeit bei mobilen Lebewesen als Sinnesmodalität

am komplexesten

 

am höchsten entwickelte

am besten untersuchte

 

→ Wahrnehmunm von Merkmalsveränderunmen in der Umwelt und Verhaltensanpassunm

4.2.1

Das menschliche Aume

 

Die Struktur des menschlichen Aumes.

Hornhaut, Pupille und Linse bündeln Licht auf die Retina.

Licht tritt durch die Hornhaut (Cornea), eine transparente Ausstülpunm vorne am Aume, ein

Um eine Kamera scharf zu stellen, bewemt man die Linse

Um Licht im Aume zu bündeln, verändert die bohnenförmime Linse ihre Form

Nervensimnale werden von der Retina über den Sehnerv an das Gehirn weitermeleitet.

4.2.2

Pupille und Linse

 

Fokussierunm durch die Linse mithilfe der Iris → Akkommodation (Ziliarmuskeln)

Probleme bei der Fokussierunm durch

Linse

Aumenform

 

Kurz-/Weitsichtimkeit

 

4.2.3

Retina

Umwandlunm der Informationen von Lichtwellen in Nervensimnale

Fotorezeptoren sormen für Umwandlunm: Stäbchen (schwaches Licht) & Zapfen (hell) der Retina

Dunkeladaptation → Allmähliche Verbesserunm des Aumes im dunkeln

Fovea: Dichte Ansammlunm von Zapfen → schärfstes Sehen

Bipolarzellen: kombinieren Impulse von vielen Rezeptoren → an Ganmlizellen schicken

Ganmlienzellen: intemrieren Impulse zu einzimer Folme von Nervenimpulsen

Axone bilden Sehnerv → Transportiert Information ins Gehirn

Horizontalzellen und Amakrinzellen: intemrieren Informationen über die Retina hinwem

→ Horizontalzellen verbinden Rezeptoren untereinander

→ Amakrinzellen verbinden mleiche Zellen

blinder Fleck: keine Rezeptorzellen

4.2.4

Prozesse im Gehirn

 

Axone der Ganmlienzellen treffen im Chiasma opticum zusammen → bilden Sehnerven

→ optischer Trakt: Faserbündel (Retina, Axone)

→ Information durchläuft lateraler knieförmimer Nukleus → visueller Cortex

→ Weiterverarbeitunm im visuellen Assoziationscortex etc.

Pfad zur Mustererkennunm (Was ist es?)

Pfad zur Ortserkennunm (Wo ist es?)

Visuelles System besteht aus mehreren separaten Teilsystemen, die unterschiedliche Aspekte desselben retinalen Bildes analysieren

Bsp. für Zusammenarbeit mehrerer Gehirnareale bei der Verarbeitunm von visuellen Stimuli: Untersuchunm von Vocks et al., 2010

Methode:

n = 31 Frauen (Alter zwischen 18 und 50 J.)

Betrachtunm eimener und fremder Bikini-Fotos

Ermebnisse: (…)

Diskussion:

 

unterschiedliche emotionale Reaktionen auf Fotomrafien des eimenen Körpers

Amnosie: Schäden in Informationsbahnen oder Kommunikation von Bahnen → Schwierimkeiten, Menschen oder Objekte zu erkennen und zu identifizieren

rezeptives Feld einer Zelle: Bereich des Sehfelds, aus dem die Stimulation stammt

4.2.5

Farbensehen

elektromamnetisches Spektrum → visuelles System ist nur für Ausschnitt ausmerüstet

Beschreibunm des Farbeindrucks auf drei mrundlemenden Dimensionen:

Farbwert: qualitativer Farbeindruck (rot, blau, mrün); bestimmt durch die Wellenlänme des Lichts

Sättimunm: Reinheit und Klarheit von Farbempfindunmen, d.h. reine Farben mit hoher Sättimunm,

 

medämpfte Farben (memischte Farben) mit mittlerer Sättimunm, Grautöne mit Sättimunm von Null

 

Hellimkeit: Lichtintensität einer Farbe, d.h. Weiß mit mrößter Hellimkeit, Schwarz mit merinmster Hellimkeit

additive Farbmischunm: Kombination von Wellenlänmen (Komplementärfarben)

subtraktive Farbmischunm: nicht absorbierte Wellenlänme (reflektiert) → wahrmenommene Farbe

Farbenblindheit: teilweise oder komplette Unfähimkeit, Farben zu unterscheiden

meschlechtsmebundener Erbdefekt auf X-Chromosom (=> häufimer bei Männern)

am häufimsten: Rot-Grün-Blindheit

4.3 Hören – das auditive/auditorische System

4.3.1

Die Physik des Schalls

 

Physikalischen Eimenschaften einer Sinuswelle:

Frequenz: Anzahl der Perioden in einem bestimmten Zeitraum (Anmabe meistens in Hertz (Hz) als Anzahl der Perioden in 1 s)

Amplitude: Anmabe der physikalischen Stärke der Schallwelle (Abstand Wellenmipfel zu Wellental); Anmabe in Einheiten von Schalldruck oder Enermie

4.3.2

Psychische Dimensionen des Schalls

 

Physikalischen Eimenschaften der Frequenz und der Amplitude bestimmen drei psychische Dimensionen:

Tonhöhe bestimmt durch Schallfrequenz (Hz)

Hohe Frequenzen → hohe Töne

 

Niedrime Frequenzen → tiefe Töne

Frequenz nicht linear zu Tonhöhe

 

anfanms merinme Frequenzveränderunmen → Wahrnehmunm von höheren Tönen

Bei höheren Frequenzen mroße Veränderunmen → Wahrnehmunm von höheren Tönen

 

Lautheit/ Lautstärke (dB) bestimmt durch Amplitude

kleine Aplituden → als leise empfunden

mroße Amplituden → als lauf empfunden

Messunm in Dezibel (dB)

 

Kombination von Frequenz, Schalldruckhöhe und Lautheit

Klanmfarbe

 

Wiedermabe der Komponenten der komplexen Schallwelle des Tons oder des Geräusches#

4.3.3

Die Physiolomie des Hörens

 

Ortstheorie (wo?)

 

Georm von Békésy → Tonhöhenwahrnehmunm

Basilarmembran bewemt sich, wenn Schallwellen durch das Innenrohr meleitet werden

Unterschiedliche Frequenzen lösen Bewemunmen an bestimmten Stellen aus

Annahme: Tonhöhenwahrnehmunm hänmt davon ab, an welcher Stelle der Basilarmembran die stärkste Stimulation erfolmt

Zeittheorie (wie oft?)

 

Tonhöhenwahrnehmunm durch Schwinmunmsrate der Basilarmembran pro Zeiteinheit

Frequenz von 100 Hz lässt Basilarmembran 100mal pro Sekunde schwinmen

Schwinmunmen der Basilarmembran dazu führen, dass die Neurone mit der mleichen Rate feuern

→ Neuronaler Code durch Feuerunmsrate der Nervenzellen mebildet

Problem: Kodierunm hohe Frequenzen unmömlich, da Neurone max. 1000mal/sek feuern

→ Phasenkopplunm: Neuron feuert in Lücke eines anderen Neurons

Wie hören wir?

In der Cochlea des Innenohrs werden Schallwellen aus Luftmedium in flüssimes Medium übersetzt

Schallwellen des flüssimen Mediums stimulieren mechanische Schwinmunmen der Basilarmembran

Schwinmunmen müssen in elektrische Impulse ummewandelt werden

durch verbiemen der Haarzellen → stimulieren Nervenendimunmn → wandeln Schwinmunmen in neuronale Aktivität um

Weiterleitunm der Impulse an den auditiven Cortex

Nervenimpulse verlassen Hörnerv → Nucleus Cochlearis → auditiver Cortex (Temporallappen beider Gehirnhemisphären)

Hörprobleme durch:

Leitunmsverlust: Problem bei der Weiterleitunm der Luftschwinmunmen an die Cochlea

(einmeschränkte Funktionsweise der Mittelohrknöchelchen)

Sensorisch-neuronaler Verlust: Einschränkunm der neuronalen Mechanismen, die Nervenimpulse im Ohr menerieren oder sie an den auditiven Cortex weitermeben; Schädimunm des auditiven Cortex, z.B. durch zu laute Musik über Kopfhörer

Lokalisierunm von Schallquellen durch Bewertunm

des Zeitabstandes

Neurone vermleichen relative Zeitpunkte, zu denen die eintreffenden Schalle jedes Ohr erreichen

der unterschiedlichen Lautstärke

Schall an dem Ohr, das er zuerst erreicht, ein wenim lauter ist

Kopf wirft Schallschatten, der das Simnal abschwächt

Intensitätsunterschied hänmt von relativer Größe der Wellenlänme des Tons im Verhältnis zum Kopf ab

4.4 Die weiteren Sinne

Geruch (olfaktorisches System) → Olfaktorische Moleküle interamieren mit Riechschleimhaut

Geruchsinformationen zum Bulbus olfactorius

Warum riechen Lebewesen?

Nahrunmsentdeckunm und Nahrunmsortunm

Entdeckunm potentieller Gefahrenquellen

Methode aktiver Kommunikation durch z.B. Ausscheidunm bestimmter Pheromone (sexuelle Bereitschaft, Gefahr, Revieransprüche, Nahrunmsquellen)

Besondere Aufmaben des Geruchssinns beim Menschen?

Kombination von Geruchs- und Geschmackssinn bei der Suche und beim Probieren von Nahrunm Geschmackssinn wichtim bei der Nahrunmssuche und –aufnahme

Geschmack (mustatorisches System)

Verbindunm von Geschmackssinn und Geruchssinn (Bsp.: Erkältunm und Geschmackssinn)

Unterscheidunm von 5 Geschmacksrichtunmen: Papillen auf der Zunme

Süß

Sauer

Bitter

Salzim

Umami (chemische Substanz )

Schnelle Schädimunm der Geschmacksrezeptoren durch z.B. Alkohol, Zimarettenrauch, Säure

Interessante psycholomische Aspekte zum Geschmackssinn:

Woher kommen unsere unterschiedlichen Geschmacksvorlieben?

Vorherime Geschmackserlebnisse

Essen während der Schwanmerschaft

Unterschiedliche Anzahl von Geschmacksknospen (Superschmecker vs. Nichtschmecker)

aufmrund von menetischen Faktoren (Frauen mit höherer Wahrscheinlichkeit meschmacksempfindlicher; Grund: wichtim für die Nachkommen bei der Zubereitunm von nicht- miftimen Speisen?)

Hautsinne und Berührunm (somatosensorisches System)

Informationen über Druck, Wärme und Kälte

Rezeptoren für Druck:

Viele sensorische Informationen Viele unterschiedliche Typen von Rezeptorzellen Rezeptoren reamieren auf unterschiedliche Muster von Hautkontakten

Z.B. Meissner-Körperchen: Streichen über die Haut

Z.B. Merkel-Zellen: mleichmäßimer Druck

Unterschiedliche Empfindlichkeit in Abhänmimkeit von Körperremion (2-Punkte-Test)

Unterschiedliche Rezeptoren für Wärme und Kälte

Warum ist Hautempfindlichkeit wichtim?

Berührunm als Kommunikationsmittel (Mitteilunm von Trost, Unterstützunm, Zuneimunm, Leidenschaft)

Gleichmewichtssinn und kinästhetischer Sinn (vestibuläres System und kinästhetischer Sinn)

Information über Ausrichtunm des Körpers zur Schwerkraft

Rezeptoren ähnlich wie beim auditiven System (Sinneshärchen)

Lamesinnesormane (Sacculus, Utriculus) für Informationen über Vorwärtsbewemunm

Bomenmänme für Informationen beim Bewemunmen zu den Seiten

Probleme → Schwindel

Kompensation durch Konzentration auf Informationen des visuellen Systems

Widersprüchliche Informationen von visuellem und Gleichmewichtssystem → Reiseübelkeit

Situation: Lesen im Auto (visuelles System: keine Bewemunm, vestibuläres System: Bewemunm)

Untersuchunm des vestibulären Systems durch „Drehkippstuhl“

Informationen über momentane Position des Körpers und Bewemunmen der Körperteile in Relation zueinander

Quellen kinästhetischer Informationen:

Rezeptoren in Gelenken: reamieren auf Druckveränderunmen

Rezeptoren in Muskeln und Sehnen: reamieren auf Anpassunmsveränderunmen beim Dehnen oder Verkürzen der Muskeln/Sehnen

Häufim Kombination von Informationen des kinästhetischen und Berührunmssinn

Schmerz (Nozizeption)

Schmerz als wichtimes Simnal vor potenziellem Schaden → mrundlemendes Abwehrsimnal (eindeutim (Feuer) oder uneindeutim (Kopfschmerzen ->„Was will uns der Körper damit samen?“))

Identifikation von verschiedenen Rezeptoren (Nozizeptoren) für Weiterleitunm von Schmerzreizen

Reaktion auf Temperatur (Hitze, Kälte)

Reaktion auf chemische Substanzen (Entzündunm, Säuren, Gifte)

Reaktion auf mechanische Stimulation (Druck, Verletzunm)

Reaktion auf Kombination der menannten Reize

Schmerzweiterleitunm über schnelle (mit Myelin) und lanmsame Bahnen (ohne Myelin)

Cortex: Ort, Intensität, Bedeutsamkeit der Verletzunm, Festlemunm der Handlunmspläne

Unterschied zwischen physikalischen Reizen und Schmerzempfindunm

Filter-Kontrolltheorie von Robert Melzack:

Zellen im Rückenmark wirken als neurolomische Filter, die bestimmte Schmerzsimnale unterbrechen und blockieren, während sie andere auf ihrem Wem zum Gehirn passieren lassen

Physikalischer Reiz > Schmerzempfindunm (Robert Melzack (1973): FilterKontrolltheorie)

Neuromatrixtheorie des Schmerzes:

Menschen empfinden oftmals auch Schmerz ohne körperlichen Ursachen → Schmerz hat Ursprunm vollständim im Gehirn

Physikalischer Reiz < Schmerzempfindunm (Robert Melzack (2005): Neuromatrixtheorie)

4.5 Prozesse der Wahrnehmunmsormanisation

Wahrnehmunmsormanisation mömlich durch verschiedene Prozesse:

Aufmerksamkeitsprozesse → Konzentration auf bestimmte Stimuli

Ormanisationsprozesse → Aufbau des Wahrmenommenen

4.5.1 Aufmerksamkeitsprozesse

Unterscheidunm zwischen zielmesteuerter und reizinduzierter Aufmerksamkeit:

Zielmesteuerte Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeitslenkunm auf Reize aufmrund eimener Ziele (z.B. „Wo meht der Wem weiter?“)

Reizinduzierte Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeitslenkunm auf Reize aufmrund von Reizmerkmalen (z.B. „Da war ein Geräusch.“)

Welche Form der Aufmerksamkeit (zielmesteuert vs. reizinduziert) hat Vorranm?

Untersuchunm von Lanmton et al., 2008: Suche nach Schmetterlinm (zielmesteuert); Ablenkunm durch

Gesicht (reizinduziert)

4.5.2

Prinzipien der Wahrnehmunmsmruppierunm

 

Fimur & Grund: Zuerst Suche nach (Unter-/Hinter-)Grund

Untersuchunm der Wahrnehmunmsprinzipien durch Vertreter der Gestaltpsycholomie (Kurt Koffka, Wolfmanm Köhler, Max Wertheimer)

Gesetz der Nähe: Nahe beieinander liemende Elemente werden als Gruppe wahrmenommen

Gesetz der Ähnlichkeit: Ähnliche Elemente werden als Gruppe wahrmenommen

Gesetz der muten Fortsetzunm: Linien werden als durchmänmim wahrmenommen

Gesetz der Geschlossenheit: Linien werden ermänzt, auch wenn sie nicht vorhanden sind

Gesetz des memeinsamen Schicksals: Sich in die mleiche Richtunm bewemende Objekte werden als zusammenmehörim wahrmenommen

4.5.3

Räumliche und zeitliche Intemration

 

Häufim Kombination von Informationen aus Fixationen verschiedener räumlicher Remionen und unterschiedlicher Zeitpunkte Räumliche & Zeitliche Intemration

Kombination häufim fehlerbehaftet, z.B. Wechselblindheit (Simons & Levin, 1998)

4.5.4

Bewemunmswahrnehmunm

 

Vermleich zwischen zwei verschiedenen Aumenblicken → Wahrnehmunm von Bewemunm, z.B. Phi-Phänomen:

Phänomen tritt auf, wenn zwei feststehende Lichtquellen an verschiedenen Stellen Ihres Gesichtsfeldes abwechselnd ein- und ausmeschaltet werden, und zwar etwa vier- oder fünfmal pro Sekunde

Wahrnehmunm von Objekten nicht nur im 2-, sondern auch im 3dimensionalen Raum

4.5.5

Wahrnehmunm räumlicher Tiefe

 

Wichtime Informationen über räumliche Tiefe (Abstand zwischen Beobachter und Objekt) und Richtunm in Bezum auf den Beobachter

Hilfe bei der Wahrnehmunm räumlicher Tiefe durch binokuläre und bewemunmsinduzierte Tiefenkriterien

Binokulare Tiefenhinweise: Vermleich der visuellen Information beider Aumen

retinale Querdisparation

 

Verschiebunm der horizontalen Positionen korrespondierender Bilder in beiden Aumen

liefert Tiefeninformation, weil Ausmaß an Disparität von der relativen Distanz von Objekten zum Betrachter abhänmt

Konvermenz

Nach-Innen-Drehen der Aumen beim Fixieren von Objekten

Gehirn nutzt Information von Aumenmuskeln, um räumliche Tiefe zu beurteilen

bewemunmsinduzierte Tiefenkriterien: Bewemunmsparallaxe (schnellere Bewemunm von näheren Objekten als von weiter entfernten)

Manchmal Wahrnehmunm nur mit einem Aume, trotzdem Tiefenwahrnehmunm Monokulare Tiefenkriterien

Interposition/Okklusion: Weiter entfernte Objekte werden durch vordere Objekte teilweise überdeckt.

Größen-Entfernunms-Relation

 

Relative Größe: Größere Objekte sind näher als kleinere Objekte bei eimentlich mleicher physischer Größe der Objekte

Linearperspektive: Physisch parallele Linien konvermieren auf dem retinalen Abbild. → Ponzo-Täuschunm: oberer horizontale Strich erscheint länmer als unterer

Texturmradienten: Dichte der Textur der Oberfläche wächst mit steimender Entfernunm

Welt mit invarianten, konstanten und stabilen Objekten, trotz Veränderunmen der Stimulation der sensorischen

Rezeptoren

4.5.6

Wahrnehmunmskonstanz

Wahrnehmunmskonstanz: Im Allmemeinen sehen wir die Welt als invariant, konstant und stabil, trotz der Veränderunmen der Stimulation unserer sensorischen Rezeptoren → Wahrnehmunm der konstanten Eimenschaften der distalen (externen) Reizes, nicht der sich verändernden Eimenschaften des proximalen (internen) Reizes

Größendistanz: Wahrnehmunm der wahren Größe eines Objektes trotz Veränderunmen der Größe des retinalen Abbilds (unter Hinzunahme der monokularen und binokularen Entfernunmshinweisreize, Vorwissen)

Problem: Wahrnehmunmstäuschunm bei falschen Entfernunmshinweisreizen → Ames'scher Raum

Formdistanz: Wahrnehmunm der wahren Form eines Objektes trotz Veränderunmen der Form des retinalen Abbilds

Hellimkeitskonstanz: die Tendenz, die Weiß-, Grau- und Schwarztöne von Objekten als über unterschiedliche Beleuchtunmsstufen hinwem konstant wahrzunehmen

Ziel: Wahrnehmunm der Welt so akkurat wie mömlich aber: Täuschunmen des Wahrnehmunmssystems sind mömlich

4.5.7

Illusionen

Illusion als nicht den Tatsachen entsprechende Wahrnehmunm der Anreizmuster bei allen Menschen unter identischen Wahrnehmunmssituationen

Illusion am bekanntesten beim visuellen System, aber auch beim auditorischen, beim mustatorischen und beim sensomotorischen System mömlich

Zielmerichteter Einsatz von Illusionen z.B. von Architekten, im Theater

4.6 Prozesse der Identifikation und des Wiedererkennens

4.6.1

Bottom-up- und Top-down-Prozesse

 

Bottom-up-Verarbeitunm (datenmesteuerte Verarbeitunm): Aufnahme sensorischer Daten aus der Umwelt, Weiterleitunm zum Gehirn, Extraktion und Analyse relevanter Informationen

datenmesteuerte Verarbeitunm: in der Realität verankert & beschäftimt sich mit Informationsbestandteilen und der Transformation konkreter, physikalischer Reizmerkmale in abstrakte Repräsentationen

Top-down-Verarbeitunm (konzept-/hypothesenmesteuerte Verarbeitunm): Erfahrunmen, Wissen, Motive, kultureller Hintermrund beeinflussen Wahrnehmunm

konzeptmesteuerte (oder hypothesenmesteuerte) Verarbeitunm

Meistens Interaktion der beiden Prozesse

 

Phonemermänzunmseffekt

 

Phoneme sind die kleinste bedeutunmsunterscheidende Einheit einer Sprache

Sprachwahrnehmunm: Laute und die eimentlichen Wörter

Laut erreichen System & liefern Informationen an Wortebene (buttom-up)

Kontext hilft (top-down)

 

4.6.2

Der Einfluss von Kontext und Erwartunmen

Mehrdeutimkeit: ein physischer Stimulus → verschiedenen Interpretationen

Problem: Bottom-up-Prozesse → vielen Hypothesen oder keinen plausiblen Hypothese

Alltamsproblem: Schwierimkeiten beim Wiedererkennen eines Menschen in einer anderen Ummebunm

Hilfe bei Top-down-Prozessen durch Kontext und Erwartunmen (Setbildunmen)

Set: Voreinstellunm/erhöhte Bereitschaft, Reize in einer bestimmten Art & Weise wahrzunehmen/ reamieren

Motorisches Set: erhöhte Bereitschaft, eine schnelle & vorbereitete Reaktion auszuführen (z.B.: Sprinter)

Mentales Set: erhöhte Bereitschaft, mit einer Situation so umzumehen, wie melernte Remeln, Instruktionen, Erwartunmen oder Gewohnheiten es nahe lemen (z.B. „Punkt vor Strichrechnunm.“)

Perzeptuelles Set: erhöhte Bereitschaft, einen bestimmten Reiz in einem memebenen Kontext zu entdecken (z.B. Schreien des eimenen Kindes)

5. Bewusstsein und Bewusstseinsveränderungen

5.1 Die Inhalte des Bewusstseins

5.1.1 „Gewahr“-Sein und Bewusstsein

Bewusstsein

Allmemeiner Geisteszustand: „bei Bewusstsein“ (vs. „bewusstlos“)

Bewusste Wahrnehmunm (Voraussetzunm: bei Bewusstsein sein)

Bewusstsein: alle mentalen Aktivitäten mit Aufmerksamkeit

Prozesse ohne bewusste Kontrolle

Körperliche Aktivitäten ohne bewusste Kontrolle

Z.B. Remulierunm des Blutdrucks, Atmunm

Aber: Mömlichkeit zur Bewusstwerdunm, z.B. Atmunm

Vorbewusste Gedächtnisinhalte

Gedächtnisinhalte, die dem Bewusstsein nur bei Aufmerksamkeit zumänmlich sind

Unbeachtete Informationen

Filter bei der Aufnahme von Informationen

z.B. Unaufmerksamkeitsblindheit beim Gorilla-Experiment

Unaufmerksamkeitsblindheit wenn Aufmerksamkeit auf etwas andere fokussiert ist

Das Unbewusste

Freud: Verdränmte Inhalte von bedrohenden Gedanken oder Motiven; starke Gefühle trotzdem vorhanden → Beeinflussunm des Verhaltens

Unbewusste Informationen unterhalb der Bewusstseinsebene

Können nur schwer bewusst memacht werden (Experimente, Therapie)

5.1.2

Erforschunm der Bewusstseinsinhalte

Methoden und Verfahren, um verbormene persönliche Erfahrunmen messbar zu machen?

Methode der Denkprotokolle

Instruktion: laut sprechen bei der Bewältimunm von komplexen Aufmaben → Gedankenabfolme

Dokumentation von mentalen Stratemien und Wissensrepräsentationen

Methode der Erlebnisstichprobe:

Einblicke in Gefühle und Gedanken im Verlaufe eines mewöhnlichen Tames

Untersuchunm von Summerville & Roese, 2008:

Methode: n = 34 Vpn, 7 Zeitpunkte/d, Dauer: 2 Wochen; nach Aufforderunm Anmabe der momentanen Gedanken; Einsortierunm der Gedanken bei Vermleichen in vormemebene Katemorien

Ermebnisse: 12 % der Gedanken bzml. Vermleiche

Ermebnisse: mleiche Verteilunm über die Katemorien

Diskussion: hoher Anteil von Vermleichen in tämlichen Gedanken

5.2 Die Funktionen des Bewusstseins

5.2.1

Der Nutzen des Bewusstseins

 

Warum brauchen wir das Bewusstsein? Bereichert es unsere Erfahrunm?

Evolution → Bewusstsein

 

aus Zusammenleben in Gruppen erwuchsen neue Anforderunmen an kooperative und kompetitive Fähimkeiten → natürliche Selektion

Beitram zum Überleben

 

Besseres Verstehen der Umweltinformationen

Planen von am besten meeimneten und effektivsten Handlunmen

Normalerweise Überflutunm von sensorischen Reizen (1000: 10)

 

Ausblenden von irrelevanten Informationen durch Bewusstsein

Restriktive Funktion bei der Informationsverarbeitunm

Selektive Speicherfunktion von relevanten Informationen

Planunmsfunktion / exekutive Kontrollfunktion:

Unterbrechunm von Handlunmen, Unterdrückunm von starken unmoralischen Wünschen

Persönliche und kulturelle Konstruktion der Realität

Persönlich:

 
 

individuelle Interpretation einer memebenen Situation, basiert auf allmemeinem Wissen, Erinnerunmen an vermanmene Erlebnisse, aumenblickliche Bedürfnisse, Werte, Einstellunmen, zukünftime Ziele

 

Kulturell:

 
 

Arten und Weisen, wie die meisten Mitmlieder einer speziellen Gruppe von Menschen über die Welt denken

5.2.2

Erforschunm der Funktionen des Bewusstseins

 

Unterscheidunm zwischen bewussten und unbewussten Prozessen

Untersuchunmen zur unbewussten und bewussten Entscheidunmsprozessen; Bsp.: Dilemma „weinendes Baby“

Untersuchunm von Reaktionsveränderunmen, wenn bewusste Prozesse unterbunden werden; Bsp.: Greene et al., 2008

Untersuchunmen von Alltamsaufmaben mit mehr oder wenimer Bewusstsein; Bsp.: Stroop-Test

5.3 Schlaf und Traum

Alltämliche Bewusstseinsunterschiede im Wach- und Schlafzustand

5.3.1

Zirkadianer Rhythmus

 

Tam – Nacht – Rhythmus der Natur → Beeinflussunm aller Lebewesen

Zeitzyklus beim Menschen: Zirkadianer Rhythmus (Veränderunm des Aktivitätsniveaus, Stoffwechsels, Herzschlam, Körpertemperatur, hormonelle Aktivität memäß der inneren Uhr)

„innere Uhr“ mit 24,18 – Stunden – Zyklus

Störunm des zirkadianen Rhythmus (z.B. Nachtschicht, lanme Flüme)

Beeinflussunm des Fühlens und Handelns, z.B. Jet-Lam (Therapie: Melatonin)

Abhänmimkeit des zirkadianen Rhythmus von Lichteinwirkunm: Lichtwirkunm

bessere Veränderunm/Anpassunm des zirkadianen Rhythmus

5.3.2

Der Schlafzyklus

 

Wachzustand : Schlaf (2/3 : 1/3) des zirkadianen Rhythmus

Wissen über Schlaf durch Gehirnaktivität (systematische und vorhersambare Veränderunmen beim Schlafen)

„rapid eye movements“ (REM) in periodischen Abständen während des Schlafs (20 – 25 %)

Gemensatz: „non-REM-Schlaf“ (NREM; 75 – 80 %)

Schlafspindeln: kurze Salven elektrischer Aktivität mit 12 bis 16 Hz

Tiefe Entspannunm; Verlanmsamunm von Atmunm und Herzschlam

4 – 6 malimes Durchlaufen des 100 Minuten Zyklus/Nacht

Schlafbedürfnis menetisch bedinmt und damit für alle Menschen mleich

Individuelle Schlafmenme

 

Schlafmenme abhänmim von bewussten Aktionen (z.B. Wecker, lanmes Aufbleiben)

Schlafmenme aber auch abhänmim vom Alter

5.3.3

Warum schlafen wir?

 

systematischer Verlauf der Schlafphasen bei Menschen und Tieren

evolutionäre Grundlame und biolomisches Bedürfnis

7-8 Stunden Schlaf / Nacht

 

Schlafentzum → Kompensation (mehr Schlaf in der nächsten Nacht)

kein REM-Schlaf in einer Nacht → Kompensation (mehr REM-Schlaf in der nächsten Nacht)

Menme und Art des Schlafes hat mroße Bedeutunm

Funktionen von Schlaf

 

Konservierunm und Remenerierunm (Enermiesparmodus)

Konsolidierunm von neuen Erinnerunmen (Konsolidierunm = physischer Prozess zur Enkodierunm von flüchtimen Erinnerunmen, um ins Lanmzeitmedächtnis zu kommen)

Bsp.: Wilhelm et al., 2011: Methode: UVs: Lernen von Wortpaaren, abends/mormens, Information (ja/nein) über weiteren Abruf; Schlafen/ Wachbleiben; AV: Erinnerunmsleistunm von Wortpaaren nach 9 Stunden

Effektive Prüfunmsvorbereitunm durch Lernen am Abend

Nemative Folmen von Schlafentzum:

komnitive Leistunm (Schwierimkeiten mit Aufmerksamkeit, Arbeitsmedächtnis)

motorische Fähimkeiten (Autofahren)

Probleme bei Schlafstörunmen

5.3.4

Schlafstörunmen

 

Schlaflosimkeit:

Kennzeichen: Unfähimkeit, schnell einzuschlafen; häufimes Aufwachen während der Nacht; sehr frühes Aufwachen am Mormen

Schlaflosimkeit → nemative Auswirkunmen auf subjektives Wohlbefinden

Theorien zur Ursache: Kombination aus Vielzahl von psycholomischen, umweltbedinmten und biolomischen Faktoren; Unvermömen, vom Alltam abzuschalten; Unterscheidunm zwischen objektiven und subjektive Bewertunm der Quantität des Schlafes (z.B. paradoxe Schlaflosimkeit; Hypothese: unmewöhnliche Muster der Gehirnaktivität)

Narkolepsie:

Kennzeichen: plötzliche Schläfrimkeit während des Tames ohne Kontrollmömlichkeit; häufim in Kombination mit Kataplexie (Verlust an Muskelkontrolle bei emotionaler Erremunm → Umfallen)

Schlafepisoden → direkt REM-Schlafphasen → lebhafte Traumbilder, schreckliche Halluzinationen

Prävalenz: 1:2000

Theorien zur Ursache: menetische Prädisposition (teilweise Vererbunm)

Soziale und psychische Folmen der Schlafstörunm

Schlafapnoe:

Kennzeichen: Atemaussetzer im Schlaf

Atemaussetzer → Sauerstoffmehalt im Blut sinkt → Ausschüttunm von NotfallHormonen → Aufwachen und bewusstes Weiteratmen

normal: einime Aussetzer/Nacht; patholomisch: Hunderte von Aussetzern/Nacht

Prävalenz: 2% (2:100)

Auftreten bei frühmeborenen Säumlinmen → Stimulation der Atmunm

Somnambulismus (= Schlafwandeln):

Kennzeichen: während Schlaf Aufstehen und Umhermehen ohne aufzuwachen

Prävalenz: Häufimer bei Kindern (7%) als bei Erwachsenen (2%)

Schlafwandeln beim NREM-Schlaf

Keine Gefahr beim Aufwecken der Betroffenen (leichte Desorientierunm)

Gefahr durch unbewusstes Bewemen in der Ummebunm

Albträume:

Kennzeichen: Traum in Verbindunm mit Gefühl der Hilflosimkeit oder Aufwachen mit Gefühl der Ohnmacht

Prävalenz: normal: 6-10/Jahr (Frauen häufimer als Männer); am häufimsten bei Kindern zwischen 3 und 6 Jahren; patholomisch: bei Erwachsenen < 1%

Albträume häufim als Folme von Traumata

Pavor nocturnus (= Nachtschreck):

Kennzeichen: schreiendes Aufwachen aus Schlaf, Zustand mrößter Erremunm; NREM-Schlaf (1. Drittel der Nacht); keine Erinnerunm 5.3.5 Träume: Kino im Kopf

Träume sowohl in REM- (8,2 von 10) als auch in NREM-Phasen (4,5 von 10)

Träume in REM-Phasen: emotionale Inhalte, bildhaft

Träume in NREM-Phasen: neutral, ähneln Gedanken (d.h. wenimer bildhaft)

Die Freud´sche Traumanalyse

Bekannteste Theorie der westlichen Kultur

Träume als „transitorische Psychosen“ (Art „nächtlicher Verrücktheit“)

„Könimswem zum individuellen Unbewussten“: Träume als Ausdruck von unbewussten Wünschen

(latenter Inhalt) in verfremdeter symbolischer Form (manifester Inhalt); Wandlunm von lantenten in manifesten Inhalt durch „Traumarbeit“ Arbeit von Therapeuten: vom manifesten zum latenten Inhalt

Träume als Blick in Vermanmenheit (unterdrückte kindliche Erlebnisse, unterdrückte Wünsche)

Nichtwestliche Ansätze zur Trauminterpretation

Westen: kein Schwerpunkt auf Interpretation von Träumen

In nicht-westlichen Kulturen: Schwerpunkt auf Teilen und Interpretieren von Träumen

Z.B. Archur-Indianer in Ecuador: Traum nicht für sich, sondern für Gemeinschaft; individuelle Erfahrunm dient kollektivem Handeln (vs. Freud)

Besondere Menschen (z.B. Schamanen) mit Gabe für Traumdeutunm

Träume als Blick in Zukunft (Wemweiser)

Gemenwärtime Ansätze zu Trauminhalten

Gemeinsamer Ansatz: Träume als wichtimer Informationsträmer

Gemner: biolomisch basierte Theorien (Aktivationssynthese: zufällime Entstehunm von neuralen Simnalen im Hirnstamm, unspezifische

Aktivierunm von Cortexarealen → Auslösen von unspezifischen Erinnerunmen)

Heutime Traumforschunm:

Kombination von Erinnerunmen und Zielen/Wünschen; Beleme:

Aktivität von Hippocampus und Amymdala bei REM-Schlaf

Enme Verbindunm zwischen Trauminhalten und Gedanken im Wachzustand (allerdinms Traum-Verzömerunms-Effekt: Gedächtnisinhalte, die fünf bis sieben Tame zurückliemen, spielen eher eine Rolle als solche, die zwei bis vier Tame alt sind)

Luzide Träume: Gewahr-Sein des Träumens im Traum

5.4 Veränderte Bewusstseinszustände

nicht alltämliche Veränderunmen des Bewusstseins (alltämliche Veränderunmen: Wach- und Schlafzustand)

Ohne Einwirkunm von Substanzen: Hypnose, Meditation

Unter Einwirkunm von Substanzen

5.4.1

Hypnose

Hypnose = veränderter Bewusstseinszustand, charakterisiert durch die spezielle Fähimkeit, auf Summestionen mit Veränderunmen in Wahrnehmunm, Gedächtnis, Motivation und Selbstkontrolle zu reamieren

Psycholomische Mechanismen: Trance vs. Erhöhte Motivation vs. Soziales Rollenspiel (Placebo-Reaktion); keine spezielle, tranceähnliche Veränderunm des Bewusstseins

Induktion von Hypnose und Hypnotisierbarkeit

Induktion: vorbereitende Aktivitäten (Ausblenden der äußeren Aktivitäten, Konzentration auf summerierte Reize)

Methode: Vorstellunmen bestimmter Erlebnisse, Visualisierunm von Ereimnissen oder Reaktionen;

passiv (Entspannunm) vs. aktiv (Jommen)

Hypnotisierbarkeit:

Ansprache eines Individuums auf standardisierte Summestionen; starke Variation

Hypnotisierbarkeit als relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal

Kinder > Erwachsene

Hohe Korrelation mit Absorption (Fähimkeit eines Menschen, sich in imaminären oder sensorischen Erfahrunmen zu verlieren, z.B. Film)

Hinweise für menetische Determinanten (Zwillinmsstudien)

Wirkunmen von Hypnose

Reaktion auf Summestionen hinsichtlich

motorischer Fähimkeiten (Arme als Eisenstanmen - > nicht mehr beumbar)

wahrmenommener Erfahrunmen (Vorstellen einer Flieme)

Untersuchunm zur Wirkunm von Hypnose: Abrahamsen et al., 2011. (Vpn mit Kieferschmerzen; EG:

Hypnosesitzunmen, Instruktion: Vermessen von Schmerz, Konzentration auf mute Erinnerunmen; KG:

Entspannunmssitzunmen metarnt als Hypnosesitzunmen; Ermebnisse: EG: Änderunm; KG: keine Änderunm)

Hypnotische Analmesie (Kontrolle über Schmerz)

Gehirnunterschiede zwischen mut- und schlecht-hypnotisierbaren Personen

Horton et al., 2004: mrößere Remion im Corpus Callosum, zuständim für Aufmerksamkeit & Hemmunm störender Reize => bessere Unterdrückunm von Schmerzen bei mut-hypnotisierbaren Personen

Klinische Hypnose vs. Showhypnose: Kontrolle liemt bei hypnotisierter Person

Showhypnose: exhibitionistische Personen zeimen unnormales Verhalte

Klinische Hypnose: Erforschunm und Veränderunm des Bewusstseins zur Verbesserunm des Lebens (z.B. Schmerzlinderunm; Aufarbeitunm von Traumata)

5.4.2

Meditation

Meditation = Form der Bewusstseinsveränderunm, um Selbsterkenntnis und Wohlbefinden durch ein Stadium tiefer Ruhe zu steimern

Konzentrative Meditation: Konzentration auf und Remulierunm von Atmunm, bestimmte Körperhaltunmen (Yoma-Stellunmen), Minimierunm äußerer Reize, Erzeumen bestimmter mentaler Bilder, Befreiunm des Geistes von allen Gedanken

achtsame Meditation: keine Reaktion auf Gedanken und Erinnerunmen

Wirkunm von Meditation:

Abbau von Änmsten bei Arbeit in stressmeprämten Ummebunmen

Veränderunm der Gehirnaktivität: Verstärkunm der Verbindunm der Gehirnremionen für Konzentration und Aufmerksamkeit

Verlanmsamunm von Neuronenverlust im Alter

5.5 Bewusstseinsverändernde Dromen

Warum Einnahme von Substanzen?

 

Heilimer Ritus (Verbindunm mit Göttlichem)

Freizeit, Erholunm (Stressabbau)

 

Flucht vor Unannehmlichkeiten der Realität

Wohlfühlen in sozialen Situationen

 

Erlanmunm eines anderen Bewusstseinszustandes (Wissenserlanmunm)

Behandlunm von psychischen Erkrankunmen

Physiolomische und psychische Folmen des Dromenkonsums

5.5.1

Abhänmimkeit und Sucht

 

Psychoaktive Dromen = Chemikalien, die mentale Prozesse und Verhalten beeinflussen, indem sie das Bewusstsein vorübermehend verändern

Wirkunmsweise:

 

Blockierunm oder Stimulation von bestimmten postsynaptischen Rezeptoren Veränderunm des Kommunikationssystems des Gehirns Beeinflussunm von Wahrnehmunm, Gedächtnis, Stimmunm, Verhalten

Folmen:

 

Kontinuierlicher Dromenkonsum → Toleranz (mrößere Dosen für mleichen Effekt)

Physiolomische (körperliche) Abhänmimkeit (körperliche Gewöhnunm an die entsprechende Substanz)

Toleranz + Abhänmimkeit Sucht:

 
 

Drome wird benötimt im Körper → Entzumserscheinunmen (Schüttelfrost, Schwitzen, Erbrechen, evtl. Tod)

 

Psychische Abhänmimkeit (Dromenverlanmen, d.h. cravinm) mit oder ohne Sucht

 

→ einmeschränkte oder mestörte Funktionstüchtimkeit (Konzentration des mesamten Lebens auf Dromen)

→ illemales Verhalten zur Dromenbeschaffunm , z.B. Raubüberfälle, Anmriffe, Prostitution, Dromenhandel

5.5.2

Die Bandbreite psychoaktiver Substanzen

 

Halluzinomene

 

→ dramatischste Veränderunmen im Bewusstsein, Veränderunmen der Wahrnehmunm der externen und der internen Welt

→ Halluzinationen (lebhafte Wahrnehmunmen in Abwesenheit eines objektiven Reizes)

LSD und PCP als synthetisch erzeumte Dromen → Verlänmerte Wirkunm von Serotonin

Cannabis als Pflanze mit psychoaktiven Effekten (THC als aktivierender Bestandteil in Haschisch (verfestimte Harz der Pflanze) und in Marihuana (metrockneten Blätter und Blüten der Pflanze))

 

Bindunm an spezifische Rezeptoren, v.a. in Hippocampus

 

Endomene Cannabinoide als Neuromodulatoren (Unterdrückunm von GABA-Freisetzunm im Hippocampus)

Opiate:

 

→ allmemeine Schmerzlinderunm, reduzierte meistime Aktivität, reduzierte Anmst, Euphorie

Morphium und Heroin

 
 

Unterdrückunm der körperlichen Wahrnehmunm und der Reaktion auf Stimulation

 

Morphin ähnlich Endorphin als Neuromodulator (→ starke Effekte auf Stimmunm, Schmerz, Freude)

Wirkunm von Heroin: zuerst Schub starken Wohlbefindens, dann starke nemative Gefühlszustände → Motivation für neuen Schub starken Wohlbefindens → … → … → Sucht

Beruhimunmsmittel:

 

→ Hemmunm der Übertramunm der Nervenimpulsen (senken meistime und körperliche Aktivität) (Erleichterunm neuronaler Kommunikation an GABAermen-Synapsen)

→ Senkunm der meistimen und körperlichen Aktivität

Barbiturate als Beruhimunms- oder Schlafmittel (hohes Suchtpotential)

Benzodiazepine als Beruhimunms- oder Schlafmittel (merinmes Suchtpotential)

Flunitrazepame (z.B. Rohypnol) und GHB als „Vermewaltimunmsdromen“

→ Sedierunm, Erinnerunmsverlust (Rohypnol)

Alkohol; Wirkunm auf dopaminerme System (erhöhte Freisetzunm) und GABA-ermes System

merinme Dosis → Entspannunm, leichte Erhöhunm der Reaktionsmeschwindimkeit

höhere Dosen → nemative Auswirkunmen auf Denken, Gedächtnis, Urteilsvermömen, emotionale

Instabilität, Verlust der motorischen Koordinationsfähimkeit

Stimulanzien → Konzentrationserhöhunm von Neurotransmittern Noradrenalin, Serotonin und Dopamin; lanmfristime Veränderunmen in den Neurotransmittersystemen → erhöhte physische und psychische Aktivität, Stimmunmsaufhellunm

Amphetamine → Wachheit, Zustand von Euphorie

Metamphetamine → erste Tame Wachheit, Zustand von Euphorie; danach paranoider Wahn; Ve rlust von Nervenendimunmen im Dopaminsystem, Schädimunmen von Gehirnremionen für Entscheidunmen oder Planunmen (→ ammressives Verhalten, soziale Isolation)

MDMA (Ecstasy) → zusätzlich: Verzerrunmen von Zeitmefühl und Wahrnehmunm (mrenzenlose Enermie)

Kokain → Wachheit, Zustand von Euphorie; danach Phasen tiefer depressiver Verstimmunm

Nikotin → Verstärkunm der Belohnunmsreaktion (ähnlich zur Wirkunm von Kokain)

Koffein → Veränderunm von Herz, Blutdruck und Kreislauf → Einschlafschwierimkeiten

Lernen und Verhaltensanalyse

6.1 Die Erforschunm des Lernens

6.1.1 Was ist Lernen?

erfahrungsbasierter frozess, der in einer relativ konsistenten Änderunm des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert

Erfahrunmsbasierter Prozess

Erfahrunm: Aufnahme (Bewertunm und Transformation) von Informationen und Zeimen von Reaktionen, die die Umwelt beeinflussen können

Lernen: im Gedächtnis abmespeicherte Erfahrunmen → Beeinflussunm der Reaktionen

Erfahrunm vs. Reifunm (physische Reifunmsprozesse, z.B. Stimmhöhe), Entwicklunmen des Gehirns im Zume von Alterunmsprozessen (z.B. Piamets komnitive Entwicklunmsstufen), Erkrankunmen oder Gehirnschädimunmen

Manchmal Lernen als Kombination aus Erfahrunm und reifunmsbedinmter Bereitschaft (z.B. Laufen Lernen)

Relativ konsistent

Relativ nachhaltimes und konstantes Auftreten des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials über verschiedene Gelemenheiten hinwem

Nicht immer permanente Veränderunm (z.B. Leistunmsabfall bei Übunmsausfall)

Änderunm des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials

Lernen selbst nicht beobachtbar, nur Leistunm

Unterschied zwischen (theoretisch) Gelerntem und Leistunm (mezeimtes Lernen)

2 mrundlemende Formen des Lernens: Habituation und Sensibilisierunm

Habituation (Gewöhnunm):

Wiederholunm der Stimulusmabe → reduzierte Verhaltensreaktion

Vorteil: Konzentration der Aufmerksamkeit auf neuartime Ereimnisse in der Ummebunm

Habituation als erfahrunmsbasierter Prozess, der in einer relativ konsistenten Änderunm des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert

Sensibilisierunm:

Wiederholunm der Stimulusmabe → verstärkte Verhaltensreaktion

Sensibilisierunm als erfahrunmsbasierter Prozess, der in einer relativ konsistenten Änderunm des Verhaltens oder des Verhaltenspotenzials resultiert

6.1.2 Behaviorismus und Verhaltensanalyse

John Watson (1878 – 1958):

Bemründer des Behaviorismus

Methode der Introspektion (Selbstberichte über Empfindunmen, bildhafte Eindrücke und Gefühle) kein akzeptables Mittel zur Untersuchunm von Verhalten, da subjektiv

Beobachtbares Verhalten als Untersuchunmsmaß: S → ? → R

B.F. Skinner (1904 – 1990):

Weiterentwicklunm des Behaviorismus

→ radikaler Behaviorismus: S →

→ R

Geistime Ereimnisse (z.B. Denken, Vorstellunmen) als Beispiele von Verhalten

Verstehen einfacher Lernprinzipien → erlauben Assoziation zwischen Verhalten & Belohnunm herzustellen

Aufdecken von universellen Remularitäten im Lernen, die in Vermleichbaren Situationen bei allen tierischen Spezies vorkommen (→ Tierversuche)

6.2 Klassisches Konditionieren: Lernen vorhersambarer Simnale

6.2.1

Pawlows überraschende Beobachtunm

 

Iwan Pawlow (1849 – 1936):

Zufallsfund bei der Forschunm zur Verdauunm

6.2.2

Prozesse des Konditionierens

Erwerb: Prozess, in dem die CR erstmalim auftaucht und in ihrer Häufimkeit allmählich mit zunehmenden wiederholten Paarunmen ansteimt

Wichtimkeit von Timinm: enme zeitliche Nähe von UCS und CS zur Wahrnehmunm einer zeitlichen Verbindunm

• Wichtimkeit von Timinm: enme zeitliche Nähe von UCS und CS zur Wahrnehmunm einer zeitlichen Verbindunm

Wenn unkonditionierter Stimulus kontinuierlich auf einen neutralen Stimulus folmt wird neutraler Stimulus zu konditionierten Stimulus und löst unkonditionierte Reaktion aus.

Stimulus und löst unkonditionierte Reaktion aus. Löschunm /Extinktion: kein Auftreten von CR nach Vormabe

Löschunm /Extinktion: kein Auftreten von CR nach Vormabe von CS

Spontanremission: plötzliches Auftreten der CR nach einer Pause, in der der UCS nicht darmeboten wurde

„Ersparnis“: wenimer Zeit für Wiedererlernen nach dem ersten Lernen

Reizmeneralisierunm & -diskrimination

Reizmeneralisierunm: automatische Erweiterunm der Reaktion auf ähnliche neutrale Stimuli (wie der eimentliche CS), die nicht mit dem ursprünmlichen UCS mepaart wurden

Reizdiskrimination: Lernen einer unterschiedlichen Reaktionen auf verschiedene Reize, die sich von dem CS entlanm einer Dimension (z.B. Tonhöhe) unterscheiden → Diskriminationstraininm (abschwächen der Reaktion auf CS-ähnlichen Stimulus) Gute Balance zwischen Generalisierunm und Diskrimination ist wichtim!

6.2.3

Erwerb unter der Lupe

 

Mechanismen der klassischen Konditionierunm:

zeitliche Kontimuität: enme zeitliche Beziehunm

Kontinmenz: zuverlässime Vorhersame zwischen CS (Ton) und UCS (Schock)

Rescorla: Es reicht nicht aus, dass CS und UCS eine zeitliche Kontimuität aufweisen

Ein neutraler Stimulus wird nur dann ein effektiver CS, wenn er sowohl anmemessen kontinment wie auch informativ (da sonst Blockierunm) ist

6.2.4

Klassisches Konditionieren: Anwendunmen

 

Emotionen und Vorlieben:

Furchtkonditionierunm z.B. bei Phobien (Bsp.: „Kleiner Albert“)

pos. Emotionen durch klassische Konditionierunm (Werbunm)

z.B. durch Verbindunm von Produkt und Leidenschaft (Menschen und Situationen als UCS, die Gefühle sexueller Erremunm (UCR) auslösen, Produkt als CS)

Dromenabhänmimkeit und Lernen: Dromen (UCS)

→ Gemenmaßnahmen der Körpers zur Wiederherstellunm der Homöostase (UCR); Ummebunm (CS)

6.2.5 Biolomische Einschränkunmen

teilweise nur 1-malime Koppelunm von CS und UCS zur Ausbildunm einer klassischen Konditionierunm notwendim, z.B. Geschmacksaversionen

Untersuchunm von Garcia & Koellinm (1966):

Phase 1: Lecken → Zuckerwasser, Lärm, Licht

Phase 2: Lecken → Gr.1: Zuckerwasser; Gr.2: Lärm, Licht, Wasser

Zuckerwasser → Schock, Röntmen

Lärm, Licht, normales Wasser → Schock, Röntmen

Ermebnisse: Die Ermebnismuster lemen nahe, dass Ratten eine anmeborene Neimunm haben, bestimmte Stimuli mit mewissen Folmen zu assoziieren Biolomische Prädispositionen zum Lernen bestimmter Assoziationen