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Marokkanische Sahara: Marokko will "der Haftung der anderen Parteien

mit einem echten Willen entgegenkommen, fernab der Sprache der


Vergangenheit und der abgedroschenen Ansätze"

Marokko möchte, dass sich die anderen Parteien am Prozess beteiligen, der vom
persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die
marokkanische Sahara, Horst Köhler, geleitet wird, "mit einem echten Willen,
fernab der Sprache der Vergangenheit, der abgedroschenen Ansätze und der
unmöglichen Lösungen", erklärte Nasser Bourita, Minister für auswärtige
Angelegenheiten und für internationale Zusammenarbeit, am Freitag, den 22.
März 2019 in Genf.

In einer Pressekonferenz am Abschluss des zweiten Runden Tisches auf


Betreiben des Persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten
Nationen für die marokkanische Sahara stellte Herr Bourita fest, dass dieses
Treffen einen wichtigen Schritt in diesem Prozess darstellt, woran Marokko im
Einklang mit einem klaren Referenzsystem und mit bekannten Konstanten
teilnimmt, die mit seiner territorialen und nationalen Integrität sowie seiner
Souveränität auf sein gesamtes Hoheitsgebiet verbunden sind.

"Marokko hat sich konstruktiv dazu verpflichtet, eine endgültige Lösung für
diesen regionalen Streit gemäß dem zweiten Absatz der im letzten Oktober
verabschiedeten Resolution 2440 des Sicherheitsrats zu erzielen", sagte er,
feststellend, dass dieses Treffen wichtig sei, "weil es das Format eines Treffens
unter Beteiligung aller betroffenen Parteien Marokko, Algerien, Mauretanien
und der Front Polisario aufweist".

Beim Runden Tisch betonte er außerdem "die wichtige Rolle der Vertreter der
Bevölkerung der südlichen Provinzen, die aktiv und intensiv an der Arbeit
teilgenommen haben und in allen Punkten der Ordnung des Treffens
eingegriffen haben, um zu bestätigen, dass sie die legitimen Vertreter dieser
Bevölkerung sind und dass das neue Entwicklungsmodell der südlichen
Provinzen eine große Dynamik in dieser Region freigesetzt hat".

Der Minister stellte in diesem Sinne fest, dass "dieses Treffen zum ersten Mal
die notwendigen Elemente für die Regelung dieser Frage im Einklang mit den
Resolutionen des Sicherheitsrats einbündelt".

Er erinnerte daran, dass der zweite Absatz der Resolution 2440 hervorhebt, dass
die Lösung realistisch sein müsse, und betont, dass "was unrealistisch ist, nicht
möglich sei". In der Resolution heißt es auch, dass die Lösung praktisch,
kompromissfrei und nachhaltig sein müsste, fügte er hinzu.

Bei diesem Treffen bezogen sich die Diskussionen auch auf die Frage der
Selbstbestimmung, sagte er und stellte fest, dass Marokko diesen Grundsatz
sowohl in Bezug auf Gesetze als auch auf internationale Gepflogenheiten in
diesem Bereich oder auf die ständige Verurteilung des Königreichs nicht in
jedem Fall der Unabhängigkeit bzw. dem Referendum gleichstelle.

Marokko akzeptiert keine Lösung auf Grundlage des Referendums bzw. einer
Option der Unabhängigkeit, argumentierte er und sagte, dass diese Position
"nicht nur von Marokko ausgeht, sondern auch den Anforderungen des
Sicherheitsrats entspricht".

Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Begriffe


"Unabhängigkeit" bzw. "Referendum" in der Resolution des Sicherheitsrates
nicht vorhanden seien, da letzterer "sechsmal von einer für beide Seiten
akzeptablen politischen Lösung spricht".

Infolgedessen stehe die Position Marokkos im Einklang mit den Resolutionen


der Vereinten Nationen und stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die von
Marokko unterbreitete Autonomieinitiative "eine Lösung sei, die allen im
zweiten Absatz der Resolution 2440 zur Erwähnung gekommenen Grundsätzen
völlig angemessen ist".

Die Autonomie bietet "eine realistische pragmatische Lösung auf


Kompromisswege und die Gewährleistung einer dauerhaften Lösung" des
künstlichen Streits um die marokkanische Sahara an. Sie stimme auch perfekt
mit dem Prinzip der Selbstbestimmung überein, wie es in den UNO-
Resolutionen zur Frage der marokkanischen Sahara betont wurde.

Herr Bourita erinnert daran, dass Marokko diesen Prozess in Angriff genommen
hat, um auf Grundlage von Ziffer 2 der Resolution 2440 eine Lösung zu erzielen
und stellte in den Vordergrund, dass das Königreich die Hoffnung hegt, dass das
nächste Treffen die Gelegenheit anbieten würde, inhaltliche Fragen im
Zusammenhang mit dieser praktischen und realistischen Lösung anzusprechen.

"Marokko will keinen Prozess, bei dem Meetings zum Selbstzweck werden",
rückte er abschließend ins Rampenlicht.

Quellen:
http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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