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Ein Taschenmesser ist ein Messer, dessen Klinge zum gefahrlosen Transport

in eine Fuge des Heftes geklappt werden kann.[1] Andere Bezeichnungen sind
Klappmesser, Schließmesser, Fixiermesser, in Österreich Feitel (früher:
Veitel) und in der Schweiz und Süddeutschland Sackmesser sowie Sackhegel.

Inhaltsverzeichnis
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Einzelnachweise Geschichte[Bearbeiten | Quelltext
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Römisches Taschenmesser
aus Gellep (links)
Moderne Rekonstruktion (rechts)

Zwei Klappmesser
aus dem 6. Jahrhundert
Das älteste bisher entdeckte Klappmesser stammt aus der Zeit zwischen 600
und 500 v. Chr.[2] Das keltische Messer wurde in Hallstatt im Salzkammergut im
Bundesland Oberösterreich gefunden und besaß eine Eisenklinge mit einem
Heft aus Knochen.[3]
Im ersten Jahrhundert verwendeten die Römer Taschenmesser aus Bronze.
Diese kannten noch keine Verriegelungsmechanismen und mussten mit der
Hand offen gehalten werden.[2]
Im Mittelalter wurden klappbare Bauernmesser aus Eisen verwendet, die aus
einer Klinge mit Erl bestanden, die beide zusammen beweglich mit einem Griff
aus Holz verbunden waren. Im ausgeklappten Zustand lag der Erl auf dem Griff,
so dass beide gemeinsam von der Hand umschlossen werden konnten. Im
eingeklappten Zustand lag die Schneide des Messers in einem Schlitz des
Griffs, so dass es gefahrlos umhergetragen werden konnte.[4]
Die frühesten Navajas stammen aus dem Andalusien des 16. Jahrhunderts. Aus
dem Navaja entwickelte sich dann in Südfrankreich das Laguiole-Messer, das
im gleichnamigen Ort Laguiole hergestellt wurde.
Die Schweizer Armee verfügte im Januar 1891 die Einführung eines für alle
Soldaten geeigneten Taschenmessers. Da zu diesem Zeitpunkt kein Schweizer
Unternehmen die nötigen Produktionskapazitäten hatte, wurden die ersten
15.000 Messer im Oktober 1891 von der deutschen Messermanufaktur Wester
& Co. aus Solingen geliefert. Ende 1891 übernahm dann die Firma Karl Elsener
aus Ibach, Kanton Schwyz, die spätere Firma Victorinox, die Herstellung. Das
Modell von 1891 hatte Griffschalen aus geschwärztem Eichenholz. Der Begriff
Schweizer Offiziers- und Sportmesser wurde am 12. Juni 1897 als
Handelsmarke eingetragen.
Vor- und Nachteile von Taschenmessern[Bearbeiten |
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Taschenmesser sind klein, handlich und sicher zu transportieren. Der Vorteil
eines Klappmessers besteht im einfachen Transport. Die Klinge kann schnell
eingeklappt werden und das Messer benötigt keine Scheide. Damit verbunden
ist der Nachteil der geringeren Stabilität des Gelenks. Durch seitwärtigen Druck
auf die Messerbacken oder gratwärtigen Druck auf Schneide und Rücken kann
es zum Ausleiern und Wackeln der Klinge kommen. Bei extremer Belastung
kann der Verriegelungsmechanismus sogar versagen und somit ist das
Verletzungsrisiko höher als bei feststehenden Messern.
Gattungen der Taschenmesser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Taschenmesser werden anhand verschiedener Merkmale untergliedert. Häufig
verwendet man dabei den Verriegelungs- sowie Öffnungsmechanismus.
Einteilung nach Verriegelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Für Klappmesser gibt es verschiedene Mechanismen, die verhindern, dass das
Messer bei der Benutzung versehentlich schließt. Bei dieser Untergliederung
werden die Messer einfach nach dem jeweiligen Mechanismus benannt, zum
Beispiel Lockback-Messer für Messer mit Lockback-Verriegelung. Für weitere
Mechaniken siehe Abschnitt Arretierung.
Des Weiteren gibt es Messer ohne Verriegelung, die durch andere Techniken
offengehalten werden.
Schwenkerlmesser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Higonokami
Schwenkerlmesser (englisch friction folder) haben keine
Verriegelungsmechanik. Sie werden lediglich durch Reibung geschlossen
gehalten. Sie haben einen Erl, der im geöffneten Zustand auf dem Griff aufliegt.
Der Daumen drückt auf diesen und hält die Klinge dadurch offen.
Zu den Schwenkerlmessern zählen das mittelalterliche Bauernmesser samt
seinen modernen Nachbauten[4] mit langem Erl und das japanische Higonokami-
Messer[5] mit kurzem Erl.
Rutschgelenkmesser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Rutschgelenkmesser (englisch slip joint knives) besitzen eine Feder, die auf das
Gelenk drückt. Im geöffneten und geschlossenen Zustand erhöht sie die
Reibung und hält somit die Klinge in Position. Sie ist keine sichere Arretierung,
da zum Schließen lediglich die Federspannung überwunden werden muss.
Messer ohne diesen Mechanismus werden als freigelenkig (englisch free joint
knives) bezeichnet.

Zweihandmesser mit Nagelhau