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Musiktheorie

Horst Haas / 2011

Inhaltsverzeichnis

03

Das Notensystem

04

Die Erweiterung des Notensystems

05

Die Note

06

Die Erschließung des Tonraumes

07

Die Oktavbereiche

08

Die Stammtonreihe in den für die Schule notwendigen Oktavbereichen

09

Die Oktavierung für Extremlagen

10

Übungen

13

Die Vorzeichen

15

Die enharmonische Verwechslung

16

Übungen

19

Die enharmonische Verwechslung

20

Übungen

21

Die Tastatur

22

Übungen

24

Die Noten und Pausenwerte

26

Das Verhältnis der Notenwerte zueinander

27

Der Haltebogen

28

Übungen

30

Der Rhythmus

31

Das Metrum / Das Metronom

32

Der Takt

33

Die Taktarten

35

Zählen im Takt

36

Der Auftakt

37

Metrik und Rhythmik im Taktgefüge

39

Die Punktierung

40

Die Synkope

41Die Triole

43

Übungen

45

Das Tonmaterial

46

Übungen

47

Die Tonleiter / Die Chromatische Tonleiter / Die Ganztonleiter

48

Die Merkmale einer Tonleiter:

49

Die Modi

50

Die Dur- und Molltonleiter

55

Die parallele Molltonleiter

56

Die Tonartencharakteristik

57

Übungen

61

Die Pentatonik

62

Die Intervalle

63

Die Feinbestimmung der Intervalle

66

Das Komplementärintervall:

68

Der Tritonus

69

Übungen

71

Die Transposition

75

Transposition von Tonleitern

78

Übungen

80

Der Quintenzirkel

87

Der Dreiklang

88

Dur und Moll Dreiklang

89

Der Akkord

92

Die Umkehrungen des Dreiklangs

94

Übungen

98

Die Funktionstheorie

100

Die Kadenz

101

Der vierstimmige Satz

102

Die Dur-Kadenz im vierstimmige Chorsatz

103

Der Dominant-Sept-Akkord

104

Die Umkehrungen des Dominant-Sept-Akkordes / Kadenzschlüsse

105

Die Moll-Kadenz / Die erweiterte Kadenz

106

Übungen

2

Das Notensystem

Das Notensystem ist eine Anordnung von Linien. Auf und zwischen die Linien werden die Noten geschrieben.

Auf und zwischen die Linien werden die Noten geschrieben. Rechenhäuschen, Schreiblinien oder auch ein leeres Blatt

Rechenhäuschen, Schreiblinien oder auch ein leeres Blatt zum Malen kennst du bereits aus anderen Fächern.

Mathematik

zum Malen kennst du bereits aus anderen Fächern. Mathematik Musik Deutsch Bildende Kunst Heute bilden 5

Musik

kennst du bereits aus anderen Fächern. Mathematik Musik Deutsch Bildende Kunst Heute bilden 5 Notenlinien mit

Deutsch

Bildende Kunst

anderen Fächern. Mathematik Musik Deutsch Bildende Kunst Heute bilden 5 Notenlinien mit 4 Zwischenräumen das

Heute bilden 5 Notenlinien mit 4 Zwischenräumen das Notensystem. Sie werden von unten nach oben gezählt.

5

4

3

2

1

4

3

2

1

werden von unten nach oben gezählt. 5 4 3 2 1 4 3 2 1 Übung:

Übung: Schreibe auf und zwischen die Linien runde Kreise.

werden von unten nach oben gezählt. 5 4 3 2 1 4 3 2 1 Übung:

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Die Erweiterung des Notensystems

Im Notensystem können elf verschiedene Noten geschrieben werden.

können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene
können elf verschiedene Noten geschrieben werden. Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene

Betrachte die Tastatur des Klaviers. Wie viele verschiedene Tasten kannst du zählen?

Klaviers. Wie viele verschiedene Tasten kannst du zählen? Zur Erweiterung des Notensystems werden „Hilfslinien“

Zur Erweiterung des Notensystems werden „Hilfslinien“ hinzugefügt. Das Notensystem kann nach oben, wie nach unten unbegrenzt erweitert werden. Es ist ein offenes System.

hinzugefügt. Das Notensystem kann nach oben, wie nach unten unbegrenzt erweitert werden. Es ist ein offenes

4

Die Note (lat.: nota = das Zeichen)

Der Name „Note“ kommt aus der lateinischen Sprache.

Dort bedeutet „nota“ – das Zeichen.

Sie repräsentiert (steht für) einen Ton, so wie in der Sprache der Buchstabe für einen Vokal oder Konsonanten steht.

Sie gibt uns zwei Informationen:

1. Die Tonhöhe

Die Position (Stelle, Platz, Ort, Lage) des Notenkopfes gibt die Tonhöhe an.

höher tiefer
höher
tiefer

2. Die Tonlänge

Die Gestalt (das Aussehen) der Note lässt die Tondauer erkennen.

die Tonhöhe an. höher tiefer 2. Die Tonlänge Die Gestalt (das Aussehen) der Note lässt die

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Die Erschließung des Tonraumes

Der Notenkopf zeigt durch seine Position im Notensystem die Tonhöhe. Es wird die Relation (das Verhältnis) der Tonhöhen zueinander dargestellt. Je höher der Notenkopf im Notensystem liegt, desto höher ist der dazugehörige Ton.

liegt, desto höher ist der dazugehörige Ton . Unbekannt ist die absolute Höhe des Tones und

Unbekannt ist die absolute Höhe des Tones und der Name der Note.

Der Tonraum wird erschlossen durch den Notenschlüssel.

Tonraum wird erschlossen durch den Notenschlüssel . Violin- oder G-Schlüssel Bass- oder F-Schlüssel Sein Name

Violin- oder G-Schlüssel

Bass- oder F-Schlüssel

Sein Name ist zum Einen abgeleitet von Instrumenten. Violine Viola Violoncello Kontrabass bilden die Familie der Streichinstrumente. Die Violine ist das kleinste Instrument und kann die höchsten Töne spielen. Der Kontrabass ist das größte Instrument und kann die tiefsten Töne spielen. Entsprechend erschließt der Violinschlüssel den Tonraum für hohe Töne, der Bass-Schlüssel den Tonraum für tiefe Töne.

Sein Name ist zum Anderen der Name für die Note, die als Bezugspunkt für die weiteren Noten festgelegt wird.

als Bezugspunkt für die weiteren Noten festgelegt wird. G-Schlüssel F-Schlüssel Note G Note F Aufgabe :

G-Schlüssel

F-Schlüssel

weiteren Noten festgelegt wird. G-Schlüssel F-Schlüssel Note G Note F Aufgabe : Ordne Notenname und Note

Note G

Note F

Aufgabe: Ordne Notenname und Note einander zu. Die Abfolge der Notennamen lautet: c d e f g a h Sie wiederholt sich.

: Ordne Notenname und Note einander zu. Die Abfolge der Notennamen lautet: c d e f

Die Oktavbereiche

Die Noten der Stammtöne lauten: c d e f g a h Sie wiederholen sich, so dass es jetzt mehrere Noten mit dem gleichen Namen gibt.

dass es jetzt mehrere Noten mit dem gleichen Namen gibt. Deshalb werden die Stammtonreihen in Bereiche

Deshalb werden die Stammtonreihen in Bereiche eingeteilt. Die Oktavbereiche. Oktave ist ein Zahlwort und bedeutet 8. Von einem c zum nächsten c sind es 8 Töne.

Die Oktavbereiche. Oktave ist ein Zahlwort und bedeutet 8 . Von einem c zum nächsten c

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Die Stammtonreihe in den für die Schule notwendigen Oktavbereichen

Die Stammtonreihe im Violin - und Bass-Schlüssel
Die Stammtonreihe im Violin - und Bass-Schlüssel

Auf Seite 6 Die Oktavbereiche ist zu sehen, wie nach oben und unten immer mehr Hilfslinien hinzukommen. Beim praktischen Musikzieren müssen die Noten schnell zu lesen sein, was bei vielen Hilfslinien nicht mehr gegeben ist.

sein, was bei vielen Hilfslinien nicht mehr gegeben ist. Besser sind die Noten im System zu

Besser sind die Noten im System zu lesen. Höhere Noten werden im Violinschlüssel geschrieben. Tiefere Noten werden im Bass-Schlüssel geschrieben.

Die Note - c’- auf der ersten Hilfslinie ist der Übergang der Notensysteme.

Bass-Schlüssel geschrieben. Die Note - c’ - auf der ersten Hilfslinie ist der Übergang der Notensysteme
Bass-Schlüssel geschrieben. Die Note - c’ - auf der ersten Hilfslinie ist der Übergang der Notensysteme

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Die Oktavierung für Extremlagen

Im Notensystem mit Violinschlüssel:

Übersteigen die Noten das Notensystem, so werden die Noten oktaviert geschrieben. Dies nennt man oktava, geschrieben 8va------- Die Töne werden eine Oktave höher gespielt.

Die Oktave ist ein Intervall von 8 Tönen. Ein Intervall ist ein Tonabstand.

=
=

Im Notensystem mit Bass-Schlüssel:

Übersteigen die Noten das Notensystem, so werden die Noten oktaviert geschrieben.

Dies nennt man oktava basso, geschrieben 8va basso--------- oder

Die Töne werden eine Oktave tiefer

8vb---------

gespielt.

=
=

Aufgabe: Benenne die Notennamen genau

basso--------- oder Die Töne werden eine Oktave tiefer 8vb--------- gespielt. = Aufgabe: Benenne die Notennamen genau

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10

10

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11

12

12

Die Vorzeichen (Versetzungszeichen / Akzidentien)

Die weißen Tasten entsprechen den Stammtönen. Die schwarzen Tasten können wir noch nicht benennen. Ihr Name wird von den Namen der Stammtöne abgeleitet. Vor der Note des Stammtons steht dazu ein Vorzeichen.

Merke: Von Taste zu Taste ist ein Halbtonschritt!

Musikerwitz:

Ein Trompeter steht im Gebirge und spielt einen Ton ins weite Tal. Vom gegenüberliegenden Berg kommt das Echo seines Tones zurück. Aber das Echo ist immer einen halben Ton höher als sein gespielter Ton. „Das geht doch gar nicht“ denkt er und probiert es immer wieder. Da kommt der ortsansässige Bergführer vorbei, dem er dieses Phänomen verwundert erzählt. Der Bergführer lächelt verschmitzt und sagt:

„Hast du denn nicht das Kreuz auf dem Berg gesehen?“

Frage: Was macht ein Kreuz mit einem Ton?

In der Musik sieht das Vorzeichen Kreuz allerdings anders aus, als das religiöse Kreuz, das man auch auf Berggipfeln finden kann.

Merke: Ein Vorzeichen steht immer vor der Note. Bei Kreuz und Auflösungszeichen die verschobene Raute, beim Be der Bauch - stehen immer dort, wo sich der Notenkopf befindet!

Bauch - stehen immer dort, wo sich der Notenkopf befindet! Das Vorzeichen Kreuz erhöht den Stammton
Bauch - stehen immer dort, wo sich der Notenkopf befindet! Das Vorzeichen Kreuz erhöht den Stammton

Das Vorzeichen Kreuz erhöht den Stammton um einen halben Tonschritt. Vor der Note steht das Vorzeichen Kreuz. An den Stammton wird die Endung „ –is“ angehängt. Auf der Tastatur gehst du eine Taste nach rechts.

Auf der Tastatur gehst du eine Taste nach rechts. cis dis eis fis gis ais his

cis

dis

eis

fis

gis

ais

his

Tastatur gehst du eine Taste nach rechts. cis dis eis fis gis ais his c d

c

d

e

f

g

a

h

c

 

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Wichtig:

Der Ton “eis” wird gesprochen e- is. Der Ton „ais“ wird gesprochen a- is. Sie sind sonst beim Sprechen nur schwer zu unterscheiden.

Die Taste „f“ kann auch „eis“ heißen. Die Taste „c“ kann auch „his“ heißen. Eine Taste kann also zwei aber auch noch weitere Namen haben!

Das Vorzeichen Be erniedrigt den Stammton um einen halben Tonschritt. Be erniedrigt den Stammton um einen halben Tonschritt Vor der Note steht das Vorzeichen b . Vor der Note steht das Vorzeichen b. An den Stammton wird die Endung „ – es“ angehängt. Auf der Tastatur gehst du eine Taste nach links.

Auf der Tastatur gehst du eine Taste nach links . Wichtig: des es fes ges as

Wichtig:

des

es

fes

ges

as

b

ces

du eine Taste nach links . Wichtig: des es fes ges as b ces c d

c

d

e

f

g

a

h

c

Der Ton „es“ heißt nicht „ees“ Der Ton „as“ heißt nicht „aes“ Folgen zwei Vokale aufeinander, entfällt das „e“.

Der Ton „b“ heißt nicht „hes“!!!!! Dies ist eine Ausnahme, wie die unregelmäßigen Verben in der Sprache.

Der Ton “e” kann auch “fes” heißen. Der Ton „h“ kann auch „ces“ heißen. Eine Taste kann also zwei aber auch noch weitere Namen haben!

Das Auflösungszeichen löst das Vorzeichen auf. Auflösungszeichen löst das Vorzeichen auf.

haben! Das Auflösungszeichen löst das Vorzeichen auf. Wichtig: Das Auflösungszeichen wirkt wie ein Radiergummi. 14

Wichtig:

Das Auflösungszeichen wirkt wie ein Radiergummi.

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Die enharmonische Verwechslung

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cis dis eis fis gis ais his des es fes ges as b ces c
cis
dis
eis
fis
gis
ais
his
des
es
fes
ges
as
b
ces
c
d
e
f
g
a
h
c

Eine Taste kann zwei Namen haben.

cis = des ;

dis = es ;

e = fes ;

f = eis ;

fis = ges ;

gis = as ;

ais = b ;

h = ces ;

c = his

Beachte immer, von welchem Stammton der Ton hergeleitet wird !

Noch mehr von den Akzidenzien

Ein Kreuz erhöht den Stammton um einen Halbtonschritt. Zwei Kreuze erhöhen den Stammton um zwei Halbtonschritte. Drei Kreuze erhöhen den Stammton um drei Halbtonschritte

Für zwei Kreuze hintereinander gibt es das Zeichen

“ x ” .

c -> cis c -> cisis c -> cisisis

u.s.w.

x ” . c -> cis c -> cisis c -> cisisis u.s.w. Auf der Tastatur

Auf der Tastatur gehst du jeweils die Anzahl von Vorzeichen an Tasten nach rechts.

Ein Be erniedrigt den Stammton um einen Halbtonschritt Zwei Be erniedrigen den Stammton um zwei Halbtonschritte Drei Be erniedrigen den Stammton um drei Halbtonschritte

c -> ces c -> ceses c -> ceseses

u.s.w.

Wichtig:

Der Stommton h wird bei einem Vorzeichen b zum Ton b

Der Stammton h wird bei zwei Der Stammton h wird bei drei

Vorzeichen b zum Ton heses Vorzeichen b zum Ton heseses

u.s.w.

Auf der Tastatur gehst du jeweils die Anzahl von Vorzeichen an Tasten nach links.

Wichtig:

Theoretisch kann jede Taste viele Namen haben. In der Praxis kommt dies jedoch nur selten vor.

nach links. Wichtig: Theoretisch kann jede Taste viele Namen haben. In der Praxis kommt dies jedoch
nach links. Wichtig: Theoretisch kann jede Taste viele Namen haben. In der Praxis kommt dies jedoch

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Die Vorzeichenregeln

Regel 01:

Steht das Vorzeichen vor dem Ton, gilt es für diesen Ton bis zum nächsten Taktstrich.

Ton, gilt es für diesen Ton bis zum nächsten Taktstrich. Regel 02: Wird ein Ton mit

Regel 02:

Wird ein Ton mit dem Haltebogen in den nächsten Takt gebunden, gilt das Vorzeichen oder Auflösungszeichen auch für den angebundenen Ton.

Achtung! Haltebogen und Legatobogen nicht verwechseln. Der Haltebogen verbindet zwei Töne gleicher Tonhöhe. Die Notenwerte addieren sich. Der Legatobogen verbindet zwei Töne unterschiedlicher Tonhöhe. Die Töne werden gebunden gespielt. (Dazu mehr im Kapitel „ Die Artikulation)

gespielt. (Dazu mehr im Kapitel „ Die Artikulatio n) Regel 03: Steht das Vorzeichen am Anfang

Regel 03:

Steht das Vorzeichen am Anfang der Reihe, so gilt es für die ganze Reihe in allen Oktavbereichen.

so gilt es für die ganze Reihe in allen Oktavbereichen. Regel 04: Wird ein Ton aufgelöst,

Regel 04:

Wird ein Ton aufgelöst, so gilt das Auflösungszeichen bis zum nächsten Taktstrich in dieser Lage.

bis zum nächsten Taktstrich in dieser Lage. Regel 05: Wird das Vorzeichen generell geändert, so wird

Regel 05:

Wird das Vorzeichen generell geändert, so wird dies an einem doppelten Taktstrich angezeigt. Das nennt man Tonartwechsel.

das Vorzeichen generell geändert, so wird dies an einem doppelten Taktstrich angezeigt. Das nennt man Tonartwechsel.

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Die Tastatur

Der Begriff Tastatur ist abgeleitet von „tasten“, also mit den Fingern fühlen. Die Tastatur wird beim Klavier auch Klaviatur genannt. Bei der Kirchenorgel unterscheidet man in Manual und Pedal. Das Manual (lat.: manus die Hand) entspricht der Tastatur. Das Pedal (lat.: pes der Fuß) wird mit den Füßen gespielt.

Merke:

Eine Tastatur besteht aus weißen und schwarzen Tasten. Von links nach rechts werden die Töne höher. Die weißen Tasten entsprechen den Stammtönen. Nach 7 weißen Tasten wiederholt sich das System. Die schwarzen Tasten bilden zweier und dreier Gruppen. Die weiße Taste links neben den beiden schwarzen Tasten ist immer ein Ton c. Von Taste zu Taste ist ein Halbtonschritt. Nach 12 Halbtonschritten wiederholt sich das System.

Die Zuordnung von Tasten und Noten.

sich das System. Die Zuordnung von Tasten und Noten. Dieser Baustein wiederholt sich nach oben, wie

Dieser Baustein wiederholt sich nach oben, wie nach unten.

Die Taste c’ muss bei Abbildungen erst festgelegt werden. Beim Klavier befindet sich die Taste c’ etwas links von der Mitte der Tastatur. Es hat 7 Oktaven. Von c' bis c’’’’’ aufwärts - und von c’ bis Kontra C (Subcontra A) abwärts.

Es hat 7 Oktaven . Von c' bis c’’’’’ aufwärts - und von c’ bis Kontra

c1

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Noten und Tasten zuordnen.

Übungen

-Die Tastatur-

Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22
Noten und Tasten zuordnen. Übungen -Die Tastatur- 22

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Die Noten und Pausenwerte

Die Note (lat. nota = Zeichen) bestimmt durch die Lage des Notenkopfes die Tonhöhe und durch ihre Gestalt die Tonlänge.

Die Tonlänge

Die Tonlänge ist die Klangdauer des Tones. Sie wird gemessen in Zählzeiten. Jeder Tonlänge ist ein Notenwert zugeordnet. Der Notenwert ist der Name für die Tonlänge. Er ist erkennbar an der Gestalt (dem Aussehen der Bauteile) der Note.

Die Notenwerte

Notenwert

Tonlänge (Dauer)

Ganze Note 4 Zählzeiten
Ganze Note
4 Zählzeiten
Viertel Note 1 Zählzeit
Viertel Note
1 Zählzeit

Achtel Note

½ Zählzeit

Halbe Note

2 Zählzeiten

Zählzeit Achtel Note ½ Zählzeit Halbe Note 2 Zählzeiten Sechzehntel Note ¼ Zählzeit Bauteile leerer Notenkopf

Sechzehntel Note

¼ Zählzeit

Halbe Note 2 Zählzeiten Sechzehntel Note ¼ Zählzeit Bauteile leerer Notenkopf leerer Notenkopf mit Notenhals

Bauteile

leerer Notenkopf

leerer Notenkopf mit Notenhals

ausgemalter Notenkopf mit Notenhals

ausgemalter Notenkopf mit Notenhals und Fähnchen oder Balken

ausgemalter Notenkopf mit Hals und zwei Fähnchen oder Balken

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Merke: Die Halsrichtung der Noten bis zum a’ ist aufwärts gerichtet.

Die Halsrichtung der Noten ab dem

aufwärts gerichtet. Die Halsrichtung der Noten ab dem h’ ist abwärts gerichtet. Die Pausenzeichen „Eine

h’ ist abwärts gerichtet.

Die Pausenzeichen

„Eine Pause ist Musik, die man nicht hört.“

Die Pausenlänge ist die Stilledauer des Tones. Sie wird gemessen in Zählzeiten. Jeder Pausenlänge ist ein Pausenwert zugeordnet. Der Pausenwert ist der Name für die Pausenlänge. Er ist erkennbar an der Gestalt (dem Aussehen der Bauteile) der Pause.

Ganze Pause

4 Zählzeiten

HHalbe Pause 2 Zählzeiten Viertel Pause 1 Zählzeit Achtel Pause ½ Zählzeit Sechzehntel Pause ¼
HHalbe Pause
2 Zählzeiten
Viertel Pause
1 Zählzeit
Achtel Pause
½ Zählzeit
Sechzehntel Pause ¼ Zählzeit

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Das Verhältnis der Notenwerte zueinander

Das Verhältnis der Notenwerte zueinander Die Anzahl der Noten verdoppelt sich, während sich der Notenwert halbiert.

Die Anzahl der Noten verdoppelt sich, während sich der Notenwert halbiert.

Auf eine Ganze Note passen zwei Halbe Noten. Auf eine Halbe Note passen zwei viertel Noten. Auf eine Viertel Note passen zwei achtel Noten. Auf eine Achtel Note passen zwei sechzehntel Noten.

Musik ist Mathematik! Mathematik ist Musik?

Die Bruchrechnung:

Brüche werden addiert, indem ihr Zähler addiert wird.

+ =
+
=

Brüche werden gekürzt, indem Zähler und Nenner durch die gleiche Zahl dividiert werden.

1 + 1 = 2 2 2 2 2 : 2 = 1 2 :
1 + 1 = 2
2
2
2
2
: 2 =
1
2
: 2 =
1

„Alles ist relativ!“

Albert Einstein

Merke: Notenwerte und Pausenwerte stehen in einem Verhältnis (Relation) zueinander. Das Verhältnis kann gerade oder ungerade sein. Das Verhältnis kann bestimmt sein durch den Faktor zwei. (siehe oben) Das Verhältnis kann bestimmt sein durch den Faktor drei. (siehe „Die Triole“)

Die genaue Länge eines Tones oder Pause ist jedoch abhängig vom Tempo (Geschwindigkeit) des Stückes.

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Der Haltebogen

Der Haltebogen verbindet die Notenwerte von zwei Noten gleicher Tonhöhe. Die Zählzeiten addieren sich.

= = =
=
=
=

Die Anwendung im Notentext:

Ein Notenwert wird über einen Taktstrich hinweg verlängert.

Ein Notenwert wird mit einem Teilwert der folgenden Note verbunden.
Ein Notenwert wird mit einem Teilwert der folgenden Note verbunden.

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28

28

29

29

Der Rhythmus

Merke:

Die Herkunft:

Rhythmus kommt aus der griechischen Sprache von „rytmos“

Die Bedeutung:

Rhythmus bedeutet „ziehen und fließen“

Die Anwendung:

Rhythmus ist die Abfolge von Längen. Rhythmus ist in der Musik die Abfolge von Tonlängen.

Ein sehr berühmter Rhythmus ist das „Notrufzeichen“ im Morsealphabet.

.

.

.

- - -

.

.

.

S

O

S

save

our

souls

Rettet

unsere

Seelen

S save our souls Rettet unsere Seelen 3 x kurz 3 x lang 3 x kurz

3 x kurz

3 x lang

3 x kurz

In der Malerei spricht der Künstler ebenfalls von Rhythmus oder auch Rhythmik, wenn es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht.

es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell
es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell
es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell
es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell
es um die Proportionen (Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell

Rückenlehne

Stuhl:
Stuhl:
(Verhältnisse) von Längen geht. Rückenlehne Stuhl: Stuhl: Modell „ Barhocker“ Modell „Fakir“ Stuhl:

Stuhl:

Modell „ Barhocker“

Modell „Fakir“

Stuhl:

Modell „Normal“

In der Informatik hat man die ersten Computer mit Lochstreifen programmiert.

In der Informatik hat man die ersten Computer mit Lochstreifen programmiert. Es ist der Anfang eines

Es ist der Anfang eines Kinderliedes!

Merke:

Das Metrum

Das Metrum teilt die Zeit in gleich große Teile.

Unser ganzes Leben ist geprägt von Strukturen. Sie können geordnet und gleichmäßig sein, aber auch chaotisch. Gleichmäßige Strukturen sind gut an ihrer Gliederung zu erkennen. Sie sind berechenbar und logisch. Damit geben sie uns ein Gefühl von Sicherheit.

Die Uhr bestimmt in starkem Maße unser Leben. Auf die Sekunde genau planen und leben wir. Die Zeit ist ein fließendes Band. Die Uhr gibt ihr die messbare Struktur, indem sie die Zeit in gleich große Teile zerhackt.

-tick-tick-tick-tick-tick-tick- tick-tick-tick-tick-tick-tick- tick-tick-tick-tick-tick-tick- tick-tick-

In der Musik ordnet sich auch alles einer solchen Struktur unter. Dem Metrum.

Im Unterschied zur Uhr ist die Struktur durch das Tempo (Geschwindigkeit) veränderbar.

Merke:

Das Metronom

Ist ein Gerät, das gleichmäßig tickt. Das Metronom gibt die Geschwindigkeit in Schlägen pro Minute an.

Die Uhr tickt immer 60 mal in der Minute. Das Metronom kann das auch. Aber es kann auch auf eine andere Zahl von Schlägen pro Minute eingestellt werden. Macht man das mit der Uhr, ist die Uhr kaputt!

werden. Macht man das mit der Uhr, ist die Uhr kaputt! Das Tempo wird angegeben durch

Das Tempo wird angegeben durch eine italienische Tempobezeichnung, was sehr ungenau ist. (siehe „Das Tempo“) Mit der Metronomzahl kann der Komponist das Tempo exakt angeben. Zudem ist das Metronom ein Übungsgerät, das dem Musiker hilft gleichmäßig zu spielen.

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Merke:

Beispiel:

Der Takt

Das Wort Takt kommt vom lat. Wort „tactus“ und heißt „Schlag“. Der Takt gliedert das Metrum. Die erste Zählzeit im Takt wird betont.

das Metrum. Die erste Zählzeit im Takt wird betont . In diesem Beispiel spricht der Musiker

In diesem Beispiel spricht der Musiker von einem „4 Viertel Takt“.

Merke:

Die obere Zahl gibt die Anzahl (wie viele) an. Die untere Zahl gibt das Zählmaß (was) an.

Das Metrum:

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Der Takt gliedert!

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Im 4er Takt werden 4 Elemente zusammengefasst. Das Zeichen dafür ist der Taktstrich.

zusammengefasst. Das Zeichen dafür ist der Taktstrich . Der Takt betont die erste Zählzeit . *

Der Takt betont die erste Zählzeit.

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>

>

>

>

* * * * * > > > > Der Taktstrich ist das optische (sichtbare) Zeichen

Der Taktstrich ist das optische (sichtbare) Zeichen für die Gliederung. Die Betonung der ersten Zählzeit ist das akustische (hörbare) Zeichen für die Gliederung.

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Die Taktarten

Es gibt gerade ungerade zusammengesetzte Taktarten. Ist die obere Zahl gerade, ist der Takt gerade; ist sie ungerade, ist der Takt ungerade. Die Taktart steht am Anfang des Stückes, nach dem Notenschlüssel.

gerader Takt ungerader Takt zusammengesetzter Takt zusammengesetzter Takt lustiger Takt! – den es natürlich in
gerader Takt
ungerader Takt
zusammengesetzter Takt
zusammengesetzter Takt
lustiger Takt! – den es natürlich in der Musik nicht gibt!
4

Achtung! Hier ein Beispiel für einen lustigen Takt. In diesem Takt sind 4 (obere Zahl – wie viel) „smilies“ (untere Zahl – was).

Die Notenschrift hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen erfahren. Manchmal findet man aus früheren Notenschriften noch Zeichen in unserer heutigen Notenschrift wieder. Aus der alten Zeit der „Mensuralnotation“ haben sich zwei Zeichen in die neue Zeit der heute gültigen Notenschrift erhalten.

Dieses Zeichen entspricht dem 4 Viertel Takt.
Dieses Zeichen entspricht dem 4 Viertel Takt.

Dieses Zeichen entspricht dem 2 Halbe Takt. Es heißt „alla breve“.

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Die Grundtaktarten:

Der 2 Viertel Takt ist ein gerader Takt.

Grundtaktarten: Der 2 Viertel Takt ist ein gerader Takt. Sein Charakter ist „gehend“ – „schreitend“ –

Sein Charakter ist „gehend“ – „schreitend“ – „marschierend“

Der 3 Viertel Takt ist ein ungerader Takt.

Der 3 Viertel Takt ist ein ungerader Takt. Sein Charakter ist „drehend“ – „wiegend“ –

Sein Charakter ist „drehend“ – „wiegend“ – „schunkelnd“ – „walzend“

Der 4 Viertel Takt ist ein zusammengesetzter Takt aus 2 x 2 Viertel Takten.

ist ein zusammengesetzter Takt aus 2 x 2 Viertel Takten. Der Unterschied liegt in der Betonung

Der Unterschied liegt in der Betonung!

Viertel Takten. Der Unterschied liegt in der Betonung ! Er ist der am Häufigsten benutzte Takt,

Er ist der am Häufigsten benutzte Takt, vor allem in der Pop Musik.

Der 6 Achtel Takt ist ein zusammengesetzter Takt aus 2 x 3 Achtel Takten.

ist ein zusammengesetzter Takt aus 2 x 3 Achtel Takten. Der Unterschied liegt in der Betonung!

Der Unterschied liegt in der Betonung!

2 x 3 Achtel Takten. Der Unterschied liegt in der Betonung! Er ist ein sehr interessanter

Er ist ein sehr interessanter Takt, weil er auch aus 3 x 2 Achtel Takten bestehen kann.

liegt in der Betonung! Er ist ein sehr interessanter Takt, weil er auch aus 3 x

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Die innere Struktur (Gliederung) wechselt von Takt zu Takt. Die Charaktere „walzerchen“ und „gehen“ im Wechsel geben der Musik einen temperamentvollen Schwung.

im Wechsel geben der Musik einen temperamentvollen Schwung. Das Lied „I like to be in America“

Das Lied „I like to be in America“ aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein ist ein bekanntes Beispiel für diese zweifache Gliederung des 6 Achtel Taktes. Sie verleiht der Musik ihren lateinamerikanischen feurigen Charakter. Im Musical singen und tanzen dieses Lied puertoricanische Einwanderer.

singen und tanzen dieses Lied puertoricanische Einwanderer. Merke: Zählen im Takt Im Takt werden die Hauptzählzeiten

Merke:

Zählen im Takt

Im Takt werden die Hauptzählzeiten nummeriert. Sie wiederholt sich in jedem Takt. Die Anzahl der Zählzeiten wird durch die obere Zahl bestimmt. Die Hauptzählzeiten sind durch das Zählmaß (untere Zahl) bestimmt.

wird durch die obere Zahl bestimmt. Die Hauptzählzeiten sind durch das Zählmaß (untere Zahl) bestimmt. 35

35

Die Unterteilungen der Hauptzählzeiten werden mit „und“ bzw. „e“ benannt. Die Notation ist so angelegt, dass die Verbalkung immer dem Wert der Hauptzählzeit darstellt.

Verbalkung immer dem Wert der Hauptzählzeit darstellt. Achtung: Ist die Achtelnote die Hauptzählzeit , so ist

Achtung: Ist die Achtelnote die Hauptzählzeit, so ist die 16tel Note die erste Unterteilung.

, so ist die 16tel Note die erste Unterteilung . Merke: Der Auftakt Der Auftakt ist

Merke:

Der Auftakt

Der Auftakt ist ein unvollständiger Takt. Auftakt und Schlusstakt ergeben zusammen einen vollständigen Takt. Der Begriff Auftakt bedeutet, dass die Note oder Noten zum Volltakt hinspielen.

Begriff Auftakt bedeutet, dass die Note oder Noten zum Volltakt hinspielen . Auftakt Schlusstakt Auftakt 36

Auftakt

Schlusstakt

Begriff Auftakt bedeutet, dass die Note oder Noten zum Volltakt hinspielen . Auftakt Schlusstakt Auftakt 36

Auftakt

36

Schlusstakt

Metrik und Rhythmik im Taktgefüge

Die Metrik und Rhythmik müssen sich in den Takt einfügen! Früher war der Rhythmus frei. Sie orientierte sich allein am Sprechrhythmus und dessen Metrik. Die Metrik ist die Lehre von den Betonungen. Jedes Wort hat betonte und unbetonte Silben.

Sprechrhythmen:

Schmetterling

Eisbär

Schildkröte

Ringelnatter

>

>

>

>

Ringelnatter > > > > Hier sind die Worte bereits in den Takt eingebunden. Es ist

Hier sind die Worte bereits in den Takt eingebunden.

Es ist darauf zu achten, dass die Betonung von Wort und Takt zusammenpassen. Hier fallen Taktschwerpunkt und Wortschwerpunkt nicht zusammen!

fallen Taktschwerpunkt und Wortschwerpunkt nicht zusammen! Hier ein weiteres Beispiel: Wort und Taktschwerpunkt fallen

Hier ein weiteres Beispiel: Wort und Taktschwerpunkt fallen nicht zusammen!

Beispiel: Wort und Taktschwerpunkt fallen nicht zusammen! Durch einem Auftakt wird die richtige Schwerpunktverteilung

Durch einem Auftakt wird die richtige Schwerpunktverteilung erreicht.

Wort und Taktschwerpunkt fallen nicht zusammen! Durch einem Auftakt wird die richtige Schwerpunktverteilung erreicht. 37

37

Mit der Einführung des Taktes hat sich der Rhythmus in der Instrumentalmusik vom Sprechrhythmus befreit.

Hier einige Beispiele, für den Rhythmus im Taktgefüge.

in der Instrumentalmusik vom Sprechrhythmus befreit. Hier einige Beispiele, für den Rhythmus im Taktgefüge. 38
in der Instrumentalmusik vom Sprechrhythmus befreit. Hier einige Beispiele, für den Rhythmus im Taktgefüge. 38
in der Instrumentalmusik vom Sprechrhythmus befreit. Hier einige Beispiele, für den Rhythmus im Taktgefüge. 38

38

Merke:

Die Punktierung

Der Punkt hinter der Note, verlängert diese um die Hälfte ihres Wertes.

1 Zz. + 1 Zz. = 2 Zz.
1 Zz.
+
1 Zz.
= 2 Zz.

1 Zz.

+

1 Zz.

+

1 Zz.

= 3 Zz.

Die Halbe Note hat einen Punkt hinter dem Notenkopf. Die Halbe Note hat zwei Zählzeiten. Die Hälfte von zwei Zählzeiten ist eine Zählzeit. Zwei Zählzeiten + eine Zählzeit = drei Zählzeiten.

Musik ist Mathematik!

eine Zählzeit = drei Zählzeiten. Musik ist Mathematik! 4 : 2 = 2 -> 4 +

4

: 2 = 2

->

4 + 2

= 6

2

: 2 = 1

->

2 + 1

= 3

1

: 2 = ½

->

1 + ½

= 1 ½

?

Hier Beispiele für die praktische Anwendung.

2 + 1 = 3 1 : 2 = ½ -> 1 + ½ = 1

39

Merke:

Die Synkope

Die Synkope ist eine Schwerpunktverschiebung von einer betonten auf eine betonte Zählzeit.

von einer betonten auf eine betonte Zählzeit. Hier die Synkopen in der Achtelnoten-Struktur. 1 und 2

Hier die Synkopen in der Achtelnoten-Struktur.

Zählzeit. Hier die Synkopen in der Achtelnoten-Struktur. 1 und 2 und drei und vier Hier die

1

und 2

und

drei

und

vier

Hier die Synkopen in der Sechzehntelnoten-Struktur.

und vier Hier die Synkopen in der Sechzehntelnoten-Struktur. 1 e und e 2 3 e und

1

e

und

e

2

3

e und

e

4

Notenbeispiel aus dem Ragtime „The Entertainer“ von Scott Joplin

aus dem Ragtime „The Entertainer“ von Scott Joplin Die vorgezogene Betonung treibt die Musik nach vorne.

Die vorgezogene Betonung treibt die Musik nach vorne.

Joplin Die vorgezogene Betonung treibt die Musik nach vorne. Im Takt ist die betonte Im Takt

Im Takt ist die betonte

Im Takt ist die unbetonte Zählzeit leicht - sie hat die Bewegungsrichtung nach oben.

Zählzeit schwer- sie hat die Bewegungsrichtung nach unten.

Ein Militärmarsch betont generell die betonten, schweren Zählzeiten. Der Schritt geht nach unten und hält so Bodenkontakt. Mit dem Klang hunderter Stiefel, die gleichzeitig auf den Boden treten soll Stärke demonstriert werden.

Der Jazz hingegen lebt vom „off-beat“ und der Synkope.

Jazz hingegen lebt vom „ off-beat “ und der Synkope . „ off-beat “ bedeutet weg

off-beat“ bedeutet weg vom Schlag. Es werden die leichten Zählzeiten mit der Bewegungsrichtung - nach oben“ betont. Die Musik wirkt leicht und lebendig. Kommen die Synkopen, die ebenfalls die leichten Zählzeiten betonen hinzu, wirkt die Musik leicht und beschwingt oder wie der Jazzmusiker sagt: sie „swingt“.

40

Merke:

Die Triole

Die Silbe „Tri“ bedeutet 3. Die Triole ist eine Dreierstruktur in einem geraden Grundmuster.

Wdh.:

Im Leben gibt es zwei Grundmuster:

gerade

ungerade

In der Musik entspricht dies dem

Zweiertakt

Dreiertakt

Musik entspricht dies dem Zweiertakt – Dreiertakt Auch die Noten kann man in zwei oder drei
Musik entspricht dies dem Zweiertakt – Dreiertakt Auch die Noten kann man in zwei oder drei

Auch die Noten kann man in zwei oder drei Teile zerlegen.

die Noten kann man in zwei oder drei Teile zerlegen . Viertelnote -> zwei Achtelnoten Viertelnote

Viertelnote -> zwei Achtelnoten

Viertelnote -> drei Triolenachtel

Das Unterscheidungsmerkmal ist die Zahl „3“ über den Noten. Sie kennzeichnen die Noten als Triolen.

„3“ über den Noten. Sie kennzeichnen die Noten als Triolen . Triolenhalbe Trionlenviertel 41 Triolensechzehntel

Triolenhalbe

„3“ über den Noten. Sie kennzeichnen die Noten als Triolen . Triolenhalbe Trionlenviertel 41 Triolensechzehntel

Trionlenviertel

41

„3“ über den Noten. Sie kennzeichnen die Noten als Triolen . Triolenhalbe Trionlenviertel 41 Triolensechzehntel

Triolensechzehntel

Die Triolen im Taktgefüge

Die Triolen im Taktgefüge Interessant wird die Triole, wenn das gerade Muster (Viertelnoten) direkt gegen das

Interessant wird die Triole, wenn das gerade Muster (Viertelnoten) direkt gegen das ungerade Muster (Triolenviertel) trifft. Dann entsteht ein großes Spannungsfeld.

trifft. Dann entsteht ein großes Spannungsfeld . Übung: Klopfe mit der linken Hand Viertelnoten,

Übung:

Klopfe mit der linken Hand Viertelnoten, gleichzeitig mit der rechten hand Triolenviertel.

gleichzeitig mit der rechten hand Triolenviertel. Hier hilft die Mathematik! Das „kgV“ (kleinstes

Hier hilft die Mathematik! Das „kgV“ (kleinstes gemeinsames Vielfaches) von zwei und drei ist sechs.

ordne in zwei Gruppen
ordne in zwei Gruppen
ordne in zwei Gruppen

ordne in zwei Gruppenordne in drei Gruppen

ordne in zwei Gruppen
ordne in zwei Gruppen
ordne in drei Gruppen
ordne in drei Gruppen
ordne in drei Gruppen

ordne in drei Gruppenordne in zwei Gruppen

ordne in drei Gruppen
ordne in drei Gruppen
von zwei und drei ist sechs. ordne in zwei Gruppen ordne in drei Gruppen linke Hand
von zwei und drei ist sechs. ordne in zwei Gruppen ordne in drei Gruppen linke Hand
von zwei und drei ist sechs. ordne in zwei Gruppen ordne in drei Gruppen linke Hand

linke Hand

linke Hand
linke Hand
linke Hand
linke Hand
linke Hand
linke Hand

rechte Hand

rechte Hand
rechte Hand
rechte Hand
rechte Hand
rechte Hand
rechte Hand

42

1

2

3

4

5

6

43

43

44

44

Das Tonmaterial Ein Haus besteht aus verschiedenen Baumaterialien. Ein Musikstück besteht aus verschiedenen Tönen. Sie

Das Tonmaterial

Ein Haus besteht aus verschiedenen Baumaterialien.

Ein Haus besteht aus verschiedenen Baumaterialien. Ein Musikstück besteht aus verschiedenen Tönen. Sie bilden
Ein Haus besteht aus verschiedenen Baumaterialien. Ein Musikstück besteht aus verschiedenen Tönen. Sie bilden

Ein Musikstück besteht aus verschiedenen Tönen. Sie bilden das Tonmaterial.

Lied: „Hänschen klein“

Sie bilden das Tonmaterial . Lied: „Hänschen klein“ Die Analyse (Zerlegung in die Bestandteile) des

Die Analyse (Zerlegung in die Bestandteile) des Musikstückes ergibt folgendes Tonmaterial:

des Musikstückes ergibt folgendes Tonmaterial : 2 x 5 x 6 x 3 x 7 x

2 x

5 x

6 x

3 x

7 x

Die Anzahl der Töne ist für die Bestimmung des Tonmaterials jedoch weniger wichtig. Von Bedeutung sind die unterschiedlichen Töne, die im Stück vorkommen.

Das Tonmaterial des Notenbeispiels sieht also so aus:

Das Tonmaterial des Notenbeispiels sieht also so aus: Hier sind sie bereits nach der Tonhöhe geordnet.

Hier sind sie bereits nach der Tonhöhe geordnet.

Die Synthese (Zusammensetzung der Bausteine) ermöglicht die Gestaltung verschiedener Melodien, die alle aus dem selben Tonmaterial entstanden sind.

Lied: „Ist ein Mann in’ Brunn’ gefallen“

Melodien, die alle aus dem selben Tonmaterial entstanden sind. Lied: „Ist ein Mann in’ Brunn’ gefallen“

45

46

46

Die Tonleiter

Der Begriff „Tonleiter“ ist eine bildhafte Formulierung. Er hat aber einem sprachlichen Schönheitsfehler!

Eine Tonleiter ist eine Leiter aus Tönen. Die Töne sind dann bildlich die Sprossen der Leiter. In der Musik sprechen wir aber nicht von Sprossen, sondern von Stufen. Bei dem Begriff Stufe denkt man jedoch an eine Treppe. So müsste die Tonleiter also eigentlich Tontreppe genannt werden! wird sie aber nicht:

Ein weiterer Unterschied zur Leiter wird erkennbar, wenn wir den Abstand der Sprossen mit den Stufen der Tonleiter vergleichen. Bei einer Leiter sind die Sprossen im gleichen Abstand! Die Tonstufen einer Tonleiter sind nicht immer im gleichen Abstand!

Die chromatische Tonleiter

Das Wort „chromatisch“ entstammt der griechischen Sprache und bedeutet „farbig“. In der chromatischen Tonleiter sind alle Töne im gleichen Abstand.

Die „chromatische Tonleiter“ – ist die Abfolge von Halbtonschritten.

Tonleiter“ – ist die Abfolge von Halbtonschritten. Aufwärts wird sie mit Kreuz-Vorzeichen, - abwärts mit

Aufwärts wird sie mit Kreuz-Vorzeichen, - abwärts mit Bb-Vorzeichen notiert.

mit Kreuz-Vorzeichen, - abwärts mit Bb-Vorzeichen notiert. Die Ganztonleiter Die Ganztonleiter besteht aus Tönen im

Die Ganztonleiter

Die Ganztonleiter besteht aus Tönen im Abstand eines Ganztonschrittes. In der Ganztonleiter sind alle Töne im gleichen Abstand.

im Abstand eines Ganztonschrittes . In der Ganztonleiter sind alle Töne im gleichen Abstand . oder

oder abwärts

im Abstand eines Ganztonschrittes . In der Ganztonleiter sind alle Töne im gleichen Abstand . oder

47

Bei allen weiteren Tonleitern sind die Tonabstände jedoch nicht gleich groß. In der Regel bestehen sie aus Ganztonschritten und Halbtonschritten. Dies bezeichnet man als diatonisch.

Halbtonschritt

Halbtonschritt

man als diatonisch . Halbtonschritt Halbtonschritt c d e Die Merkmale einer Tonleiter : f g

c

d

e

Die Merkmale einer Tonleiter:

f

g

a

h

c

c d e Die Merkmale einer Tonleiter : f g a h c c d e

c

d

e f
e
f

g

a

h c
h
c

- Die stufenweise Abfolge der Stammtöne.

- Sie umfasst den Tonraum einer Oktave. (Ein Tonabstand von acht Stammtönen)

- Sie beginnt und endet mit dem selben Notennamen.

Achtung: Tonleiter oder Skala? sprachliche Verwirrung!?

Die Ganztonleiter beinhaltet nicht alle Stammtöne in Reihenfolge, wird aber Tonleiter genannt. Streng genommen ist sie eine Skala. Eine Skala (z.B. Thermometerskala) kann in gleiche Abstände eingeteilt sein, muss aber nicht! Die Blues-Scale (scale engl. für Skala) ist eine Skala, wird manchmal auch Bluestonleiter genannt.

Die Blues-scale

engl. für Skala) ist eine Skala, wird manchmal auch Bluestonleiter genannt . Die Blues-scale c b

c

b

(a)

g

ges

48

f

es

(d)

c

Die Modi

Modale Tonleitern sind die sogenannten Kirchentonarten, weil sie vor allem in der Kirchenmusik zu finden sind. Die Stammtöne bilden das Tonmaterial. Sie können auch transponiert werden. (siehe „Die Transposition)

Merke: Sie unterscheiden sich durch ihren Grundton (der erste Ton der Tonleiter) und die Lage der Halbtonschritte! Die Halbtonschritte zwischen e/f und h/c werden natürliche Halbtonschritte genannt, weil sie zwischen Stammtönen vorkommen. -> diatonisches Tonsystem.

natürliche Halbtonschritte genannt, weil sie zwischen Stammtönen vorkommen. -> diatonisches Tonsystem. 49
natürliche Halbtonschritte genannt, weil sie zwischen Stammtönen vorkommen. -> diatonisches Tonsystem. 49

49

Die Dur- und Molltonleiter

Von den Modi haben sich zwei Tonleitern durchgesetzt, die unsere Musik prägen.

zwei Tonleitern durchgesetzt , die unsere Musik prägen. Ionisch entspricht der Dur -Tonleiter Äolisch

Ionisch

entspricht der Dur -Tonleiter

Äolisch

entspricht der Moll-Tonleiter

Achtung! Sie haben beide das selbe Tonmaterial und sind miteinander verwandt.

Das Wort „Dur“ – lat. durus bedeutet hart. Das Wort „Moll“ – lat. mollis bedeutet weich.

Der Begriff „hart

wird gleich gesetzt mit dem Begriff

männlich“.

Der Begriff „weich

wird gleich gesetzt mit dem Begriff

weiblich

In der Musik spricht man von den „Tongeschlechtern“!

Heute - im Zeitalter der Gleichberechtigung und Emanzipation wirkt die Zuordnung der Begriffe altmodisch. Stefan Raab hat die „mollig – weiche weibliche Faust einer Boxweltmeisterin auf’s Auge bekommen. Das wurde dann „chromatisch“ (farbig).

Die Dur-Tonleiter

Zur Bestimmung einer Tonleiter wird diese in zwei Tetrachorde zerlegt und nach der Lage ihrer Halbtonschritte untersucht. Ein Tetrachord teilt die Tonleiter in zwei Teile und besteht jeweils aus vier Tönen.

in zwei Teile und besteht jeweils aus vier Tönen . Eine Dur Tonleiter ist dann gegeben,

Eine Dur Tonleiter ist dann gegeben, wenn die Abfolge der Tonschritte folgendem Muster

entspricht.

Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton

Beide Tetrachorde sind in der Dur-Tonleiter identisch!

Ganzton-Ganzton-Halbton

50

Was ist daran nun „hart“?

In der Tonleiter haben einige Töne ein besondere Bedeutung!

1.und 8. Ton

= Grundton - nach ihm wird die Tonleiter benannt. z.B. C-Dur Tonleiter

- er ist Bezugspunkt und Zielpunkt; auf ihn baut alles auf.

4.

Ton

= Gleitton

- er strebt nach unten.

7.

Ton

= Leitton

-

er strebt nach oben zum Grundton.

= Leitton - er strebt nach oben zum Grundton. Der Leitton bildet zusammen mit dem Gleitton

Der Leitton bildet zusammen mit dem Gleitton eine große Spannung. Die Spannung muss aufgelöst werden in die Entspannung, einen Wohlklang.

aufgelöst werden in die Entspannung , einen Wohlklang . Merke: Dissonanz Konsonanz (lat. con = mit
aufgelöst werden in die Entspannung , einen Wohlklang . Merke: Dissonanz Konsonanz (lat. con = mit

Merke:

Dissonanz

Konsonanz (lat. con = mit ;

Die Dissonanz wird in die Konsonanz geführt. (lat. dis = gegen; lat. sonare = klingen) bedeutet: Spannung -> klingt nicht gut.

lat. sonare = klingen) bedeutet: Wohlklang -> klingt gut.

sonare = klingen) bedeutet: Wohlklang -> klingt gut . Dissonanz Konsonanz Dieser Zwang der Strebetöne zum

Dissonanz

Konsonanz

Dieser Zwang der Strebetöne zum Grundton zu führen, ist die „Härte“!

Die Molltonleiter

zu führen, ist die „ Härte “! Die Molltonleiter Eine Moll Tonleiter ist dann gegeben, wenn

Eine Moll Tonleiter ist dann gegeben, wenn die Abfolge der Tonschritte folgendem Muster

entspricht.

Dann wird sie „reine“ oder auch „natürlicheMolltonleiter genannt.

Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton - Ganzton

51

Die Tetrachorde sind in der Moll-Tonleiter nicht identisch! Was ist daran nun „weich“?

nicht identisch ! Was ist daran nun „weich“? In der Molltonleiter gibt es auch Halbtonschritte ,

In der Molltonleiter gibt es auch Halbtonschritte, wo etwas Spannung entsteht, die auch nach den Regeln des Tonsatzes aufgelöst werden müssen, aber es gibt keinen Leitton, der auf den Grundton hinstrebt. Es kann keine echte Schlusswirkung erzielt werden!

. Es kann keine echte Schlusswirkung erzielt werden! Konsonanz Konsonanz Durch den fehlenden Leitton entsteht

Konsonanz

Konsonanz

Durch den fehlenden Leitton entsteht kein Spannungsklang. Die Hinführung zum Grundton ist daher weich.

Das harmonische Moll

Harmonie ist Wohlklang. Am Ende eines jeden Musikstückes wird der Wohlklang angestrebt. – „Happy EndDie Harmonielehre beschreibt das Zusammenwirken der Harmonien. Harmonien bestehen aus mindestens drei Tönen -> Dreiklänge.

bestehen aus mindestens drei Tönen -> Dreiklänge . Tonika Dominante Alle Dreiklänge stehen in einer

Tonika

Dominante

Alle Dreiklänge stehen in einer Beziehung zueinander und vor allem zur Tonika. Die Tonika ist der Dreiklang der ersten Stufe. Die Dominante ist der Dreiklang der fünften Stufe. Die Dominante führt zur Tonika!

Stufe . Die Dominante ist der Dreiklang der fünften Stufe. Die Dominante führt zur Tonika !
Dominante Tonika 52
Dominante
Tonika
52

Dem Dreiklang fehlt der Leitton. Die Schlusswirkung ist nur schwach. Deshalb macht aus dem Ganztonschritt von der 7. zur 8. Stufe einen Halbtonschritt.

von der 7. zur 8. Stufe einen Halbtonschritt . Dann entsteht dort die Wirkung des Leittons

Dann entsteht dort die Wirkung des Leittons.

. Dann entsteht dort die Wirkung des Leittons . Merke: In der „ harmonischen Molltonleiter“ wird

Merke:

In der „harmonischen Molltonleiter“ wird die 7. Stufe erhöht, damit sie als Leitton zum Grundton strebt Sie heißt „harmonisch Moll“, wegen des Zusammenspiels der Harmonien.

Die melodische Molltonleiter

Melodie ist die Abfolge von Tonhöhen. Melodien sind kulturell und regional verschieden.

. Melodien sind kulturell und regional verschieden . Durch die Erhöhung der 7. Stufe in „

Durch die Erhöhung der 7. Stufe in „harmonisch Mollentsteht zwischen der 6. und 7. Stufe ein 1 ½ Tonschritt.

Der Klang des 1 ½ Tonschrittes ist für unsere westlich geprägten Ohren ungewöhnlich. Er erinnert uns an Musik aus dem fernen Orient. (Arabien)

Deshalb wird aus diesem melodischen Grunde die 6. Stufe auch erhöht.

diesem melodischen Grunde die 6. Stufe auch erhöht . Merke: In der „ melodischen Molltonleiter“ wird

Merke:

In der „melodischen Molltonleiter“ wird die 6. und 7. Stufe erhöht,

damit ein Leitton zum Grundton entsteht und der orientalisch klingende 1 ½ Tonschritt wegfällt. Sie heißt „melodisches Moll“, wegen der Melodiebildung nach westlicher Art.

53

Vergleicht man die Tetrachorde von „melodisch Moll“ und der „Durtonleiter“ die mit gleichem Grundton beginnt, so erkennt man verblüffende Gemeinsamkeiten.

„melodisches Moll“

man verblüffende Gemeinsamkeiten . „melodisches Moll“ „A - Dur Tonleiter“ Der zweite Tetrachord ist in

„A-Dur Tonleiter“

. „melodisches Moll“ „A - Dur Tonleiter“ Der zweite Tetrachord ist in beiden Tonleitern gleich !

Der zweite Tetrachord ist in beiden Tonleitern gleich! Deshalb wird sie auch „verdurte“ Molltonleiter genannt.

Spielt man „melodisch Mollabwärts, so meint das Ohr zunächst, es wäre eine Durtonleiter. Dann aber empfindet man den Ganztonschritt im 2. Tetrachord als zu tief.

man den Ganztonschritt im 2. Tetrachord als zu tief . Deshalb wir „ melodisch Moll “

Deshalb wir „melodisch Mollabwärts als „reines“ (auch „natürliches“) Moll gespielt.

„ reines“ (auch „natürliches“) Moll gespielt. Merke: Die melodische Molltonleiter wird auch „ verdurte

Merke: Die melodische Molltonleiter wird auch „verdurte“ Molltonleiter genannt. Sie wird abwärts als reines (auch „natürliches) Moll gespielt. Dann werden die Erhöhungen der 6. und 7. Stufe wieder zurückgenommen.

54

Die parallele Molltonleiter

Zwei Geraden sind Parallel, wenn sie sich nicht schneiden.

parallel

sind Parallel, wenn sie sich nicht schneiden. parallel Dur – und Molltonleiter sind miteinander verwandt .
sind Parallel, wenn sie sich nicht schneiden. parallel Dur – und Molltonleiter sind miteinander verwandt .

Dur und Molltonleiter sind miteinander verwandt. Beide besitzen das selbe Tonmaterial. Sie beginnen aber mit verschiedenem Grundton. Der Abstand der Grundtöne ist die kleine Terz. (siehe „Die Intervalle“)

ist die kleine Terz . (siehe „Die Intervalle“) Der dritte Ton unterhalb des Grundtones der
ist die kleine Terz . (siehe „Die Intervalle“) Der dritte Ton unterhalb des Grundtones der

Der dritte Ton unterhalb des Grundtones der Dur-Tonleiter ist der Grundton der parallelen Molltonleiter.

Tonleiter und Tonart

Ein Musikstück, das mit den Tönen der C-Dur Tonleiter komponiert ist, steht in der Tonart von C-Dur. Ein Musikstück, das mit den Tönen der a-moll Tonleiter komponiert ist, steht in der Tonart von a-moll.

Die Tonart eines Stückes lässt sich meistens am letzten Basston (Ton der Bass-Stimme) und den Vorzeichen erkennen.

am letzten Basston (Ton der Bass-Stimme) und den Vorzeichen erkennen. Das Stück steht in der Tonart

Das Stück steht in der Tonart von C-Dur.

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Das Stück steht in der Tonart von a-moll . Manchmal endet ein Stück, das in

Das Stück steht in der Tonart von a-moll.

Manchmal endet ein Stück, das in a- moll steht auf einem Dur-Dreiklang. Dann erstrahlt der Schlussakkord besonders hell und jeder weiß, dass nun das Stück fertig ist. Applaus Applaus !!!

dass nun das Stück fertig ist. Applaus – Applaus !!! A-Dur Dreiklang Die Tonartencharakteristik Jeder Tonleiter

A-Dur Dreiklang

Die Tonartencharakteristik

Jeder Tonleiter kann ein Charakter zugeordnet werden.

Dur - Tonarten klingen eher fröhlich und heiter. Moll- Tonarten klingen eher traurig aber nicht immer!

Tonarten mit Bb- Vorzeichen klingen eher trüber und matter, als Tonarten mit Kreuzvorzeichen, die hell erstrahlen. Zur Erinnerung: Das Vorzeichen Bb erniedrigt Bewegungsrichtung nach unten! Das Vorzeichen Kreuz erhöht Bewegungsrichtung nach oben!

Berühmt wurde das „c-moll“ duch den „Trauermarsch“ von Frederik Chopin, aber auch die kraftvolle „5. Sinfonie“ (Schicksalssinfonie) von Ludwig van Beethoven.

Ein A-Dur erklingt strahlend, wenn der König erscheint.

In Eb- Dur steht die 3. Sinfonie von L.v. Beethoven; genannt „Eroica“ (Die Heroische / Heldenhafte) Anmerkung: Die Tonart c-moll ist die Paralleltonart zu Eb-Dur. „Der Held steht immer mit einem Bein im Grab.“

56

57

57

58

58

59

59

60

60

Die Pentatonik

Der Name ist abgeleitet vom griechischen „penta“ und bedeutet „fünf“.

Die „pentatonische Reihe“ besteht aus fünf verschiedenen Tönen.

Reihe “ besteht aus fünf verschiedenen Tönen. Sie ist eine Reihe und keine Tonleiter , weil

Sie ist eine Reihe und keine Tonleiter, weil nicht alle Stammtöne enthalten sind.

Zur Wiederholung: Die Dur-Tonleiter mit ihren Halbtonschritten und Strebetönen.

Dur-Tonleiter mit ihren Halbtonschritten und Strebetönen. Gleitton und Leitton sind Strebetöne, die Spannung

Gleitton und Leitton sind Strebetöne, die Spannung erzeugen. Werden die beiden „Störenfriede“ entfernt, dann herrscht „Friede-Freude-Eierkuchen“. Alle Töne sind konsonant (klingt gut) zueinander!

Die Pentatonik eignet sich daher sehr gut für eine Musik mit friedlichem Charakter, zur Entspannung und Meditation. In vielen asiatischen Kulturen, aber auch in Afrika und Amerika ist sie zu finden.

Zudem eignet sie sich hervorragend zur Improvisation (spontan frei erfinden), weil immer alles zueinander passt. Man kann keine Fehler machen. Die Blues-Scale des Jazz basiert auf der pentatonischen Reihe. Im Jazz wird besonders viel improvisiert.

Reihe . Im Jazz wird besonders viel improvisiert . Die schwarzen Tasten bilden eine pentatonische Reihe

Die schwarzen Tasten bilden eine pentatonische Reihe. Ausprobieren!

Musik ohne Spannung beruhigt, kann aber auch langweilig werden. Die Ausgewogenheit von Konsonanz und Dissonanz machen die Musik zum Leckerbissen. Die Dissonanz ist wie das Salz in der Suppe.

61

Die Intervalle

Merke: Ein Intervall ist der Abstand von zwei Tönen.

„Inter“ bedeutet „zwischen“. z.B. Intercity International

Zugverbindung zwischen Städten Beziehung zwischen den Nationen

Intervalle sind jedoch nicht nur ein Abstand zwischen Tönen, sondern sagen auch etwas über ihre Beziehung zueinander aus. Manche Intervalle stehen in einem konsonanten (klingt gut) Verhältnis zueinander, andere in einem dissonanten (klingt nicht gut) Verhältnis.

Die Namen sind der lateinischen Sprache entnommen. Sie sind Zahlwörter.

Prime Sekunde Terz Quarte Quinte Sexte Septime Oktave

1

2

3

4

5

6

7

8

– Sexte – Septime – Oktave 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2
– Sexte – Septime – Oktave 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2

1

2

4

Quarte

3

– Septime – Oktave 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 4 Quarte

1

2

3

4

Quarte

– Oktave 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 4 Quarte 3 1

1

2

3

4

5

Sexte

6

Merke:

Die Grundbestimmung eines Intervalls erfolgt an den Stammtönen.

Intervalle lassen sich gut mit den Fingern abzählen! Ausgangston ist der Daumen – die „Eins“!

62

Die Feinbestimmung der Intervalle

Kommen die Vorzeichen ins Spiel, dann ist auch der Stammton der Namensgeber für das Intervall.

auch der Stammton der Namensgeber für das Intervall. Stammton f Stammton g 1 2 3 1

Stammton f

Stammton der Namensgeber für das Intervall. Stammton f Stammton g 1 2 3 1 2 3
Stammton der Namensgeber für das Intervall. Stammton f Stammton g 1 2 3 1 2 3

Stammton g

der Namensgeber für das Intervall. Stammton f Stammton g 1 2 3 1 2 3 4

1

2

3

1

2

3

4

Terz

Quarte

Ein Ton kann mehrere Namen haben.

cis = des ;

dis = es;

eis = f;

fis = ges; gis = as;

ais = b; his = c

Die „enharmonische Verwechslung“ ist von Bedeutung für die Intervallbestimmung!

“ ist von Bedeutung für die Intervallbestimmung ! Der Intervallname ist verschieden , der Klang jedoch

Der Intervallname ist verschieden, der Klang jedoch ist hier gleich.

Zur Feinbestimmung der Intervalle werden die Halbtonschritte gezählt.

Ein Schritt liegt zwischen Ausgangspunkt und Zielpunkt.

Tasten!
Tasten!
Tasten!
Tasten!
Tasten!
Tasten!
Tasten!
Tasten!

Tasten!

Tasten!   1 2 3 4 5 6 7 Schritte!
 

1

2

3

4

5

6

7

Schritte!

7 Halbtonschritte

2 3 4 5 6 7 Schritte! 7 Halbtonschritte 1 2 3 4 5 Quinte 6

1

2

3

4

5

4 5 6 7 Schritte! 7 Halbtonschritte 1 2 3 4 5 Quinte 6 7 8

Quinte

6

7

8

Zur Bestimmung des Grundintervalls wird die erste Taste mitgezählt – sie ist die „1“ (Prime) Bei der Bestimmung der Halbtonschritte wird die erste Taste nicht mitgezählt.

63

Die reinen Intervalle:

Prime Quarte Quinte Oktave sind reine Intervalle. Sie sind konsonant (klingt gut).

sind reine Intervalle. Sie sind konsonant (klingt gut). 0 Halbtonschritte 5 HS 7 HS Die kleinen

0 Halbtonschritte

5 HS

7 HS

Die kleinen und großen Intervalle:

12 HS

Sekunde Terz Sexte Septime sind kleine oder große Intervalle. Sie klingen konsonant oder dissonant.

- Sekunde

Sie klingen konsonant oder dissonant . - Sekunde c d c d es Grundintervall: Sekunde
Sie klingen konsonant oder dissonant . - Sekunde c d c d es Grundintervall: Sekunde
Sie klingen konsonant oder dissonant . - Sekunde c d c d es Grundintervall: Sekunde

c

d

c

des

Grundintervall:

Sekunde

Sekunde

Feinbestimmung:

2 HS

1 HS

große Sekunde

kleine Sekunde

Sekunden klingen dissonant (klingt nicht gut)!

- Terz

Sekunden klingen dissonant (klingt nicht gut)! - Terz c e c es Grundintervall: Terz Terz
Sekunden klingen dissonant (klingt nicht gut)! - Terz c e c es Grundintervall: Terz Terz
Sekunden klingen dissonant (klingt nicht gut)! - Terz c e c es Grundintervall: Terz Terz

c

e

c

es

Grundintervall:

Terz

Terz

Feinbestimmung:

4 HS

3 HS

große Terz

kleine Terz

Terzen klingen konsonant (klingt gut)!

64

- Sexte

- Sexte c a c as Grundintervall: Sexte Sexte Feinbestimmung: 9 HS 8 HS große Sexte
- Sexte c a c as Grundintervall: Sexte Sexte Feinbestimmung: 9 HS 8 HS große Sexte
- Sexte c a c as Grundintervall: Sexte Sexte Feinbestimmung: 9 HS 8 HS große Sexte

c

a

c

as

Grundintervall:

Sexte

Sexte

Feinbestimmung:

9 HS

8 HS

große Sexte

kleine Sexte

Sexten klingen konsonant!

- Septime

Sexte kleine Sexte Sexten klingen konsonant ! - Septime c h c b Grundintervall: Septime Septime
Sexte kleine Sexte Sexten klingen konsonant ! - Septime c h c b Grundintervall: Septime Septime
Sexte kleine Sexte Sexten klingen konsonant ! - Septime c h c b Grundintervall: Septime Septime

c

h

c

b

Grundintervall:

Septime

Septime

Feinbestimmung:

11 HS

10 HS

große Septime

kleine Septime

Septimen klingen dissonant!

Merke: Das Grundintervall zähle an den Fingern ab. 1 4 5 8 sind reine Intervalle Vom Ton „c“ aus, sind alle Intervalle rein oder groß. Zähle die HS von „c“ aus, so kennst du die HS der großen Intervalle Kleine Intervalle sind einen HS kleiner als große Intervalle.

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Das Komplementärintervall:

Komplementär bedeutet „ sich ergänzen“. z.B. Komplementärfarben In der Musik ergänzen sich Intervalle zum Rahmenintervall der Oktave.

sich Intervalle zum Rahmenintervall der Oktave . c Oktave Quarte Septime f Sexte Quinte f Quarte

c

Oktave

Quarte

Septime

f

Sexte

Quinte

f

Quarte

Quinte

Terz

c

Sekunde

Prime

Septime f Sexte Quinte f Quarte Quinte Terz c Sekunde Prime Prime Sekunde Terz Quarte Quinte

Prime

Sekunde

Terz

Quarte

Quinte

Sexte

Septime

Oktave

Verminderte und übermäßige Intervalle

Verminderte Intervalle sind um einen HS verkleinert. Übermäßige Intervalle sind um einen HS vergrößert. Alle verminderten und übermäßigen Intervalle sind dissonant.

vermindert - rein - übermäßig

vermindert - klein / groß - übermäßig

Beispiel: - Quarte

Grundintervall:

c - f

Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links

Grundintervall: c - f Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links reine Quarte verminderte Quarte f

reine Quarte

Grundintervall: c - f Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links reine Quarte verminderte Quarte f
Grundintervall: c - f Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links reine Quarte verminderte Quarte f

verminderte Quarte

Grundintervall: c - f Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links reine Quarte verminderte Quarte f

fes

gr. Terz!

Grundintervall: c - f Vermindert bedeutet: - eine Taste nach links reine Quarte verminderte Quarte f

e

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