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03.04.2019 (v1.

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ALLERLETZTE CHANCE GEGEN UPLOADFILTER:

SO KONTAKT IHR EURE


BUNDESTAGSABGEORDNETEN
UND DEREN PARTEIEN WIRKUNGSVOLL
Sie sollen den Anträgen von Linksfraktion und FDP zustimmen,
die Bundesregierung zur Blockade im EU-Rat (15.4.!) aufzufordern.

Die SPD muss endlich Farbe bekennen — der Koalitionsvertrag gilt!


Die CDU muss aufhören, sich in Widersprüche zu Filtern zu verwickeln!
Alle vier Oppositionsparteien sind inhaltlich voll auf unserer Seite.

Die erste Debatte findet bereits am Donnerstag (4.4.) 17.15 Uhr statt:
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw14-de-urheberrechtsrichtlinie-632802

Empfehlungen von Florian Müller (Background1 und Kontakt2 in Fußnoten)

https://twitter.com/Petra_Sitte_MdB/status/1113106691351031808

1
Da meine NoSoftwarePatents-Initiative zur Ablehnung einer EU-Richtlinie über Softwarepatente durch das
Europäische Parlament beitrug, wurde sie zur Europäischen Kampagne des Jahres 2005 gewählt. Es war das
erste Mal in der EU-Geschichte, dass das Parlament eine Richtlinienvorlage ohne Verhandlung in die Tonne
trat. Es war auch das erste Mal, dass die Abgeordneten viele Emails von Bürgern bekamen. Der Bundestag
sprach sich einstimmig gegen Softwarepatente aus (Drucksache 15/4403, s. Heise-Newsticker vom 18.02.2005).
Ich hatte dazu viele Termine mit Mitgliedern des Bundestages. Mein Blog FOSS Patents ist unter den drei
führenden Blogs der Welt über das Technologie- und geistige Eigentumsrecht, s. Barry-Sookman-Studie, und
wird offiziell von der Bibliothek des US-Kongresses (also dem US-Pendant des Bundestages) archiviert.
Vor Axel Voss MdEP war ich der im Internet meistbeschimpfte Urheberrechtsbefürworter; außerhalb Europas
bin ich es immer noch. Grund: meine urheberrechtsfreundlichen Positionen zum US-Prozess Oracle v. Google.
Aber Artikel 13 (nun 17) und die von ihm erzwungenen Uploadfilter lehne ich entschieden ab. Auf der größten
Demonstration dagegen (in München am 23. März 2019) war ich der letzte Gastredner.
2
Twitter: @FOSSpatents, LinkedIn oder via Kontaktformular auf meinem Blog

1
Sind die Filter noch zu verhindern? Nicht leicht, aber möglich!
Normalerweise wäre nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments vom Dienstag,
26. März, "Ende Gelände". Hier aber gibt es gute Gründe, noch nicht aufzugeben:
1. Die hauchdünne Mehrheit von 317-312 gegen Änderungen an der Urheberrechts-
richtlinie kam allen Ernstes nur durch fehlerhaftes Knöpfedrücken zu Stande.3
2. Die Parlamentsführung und -verwaltung verletzten das Neutralitätsgebot4.
3. Ohne Deutschland keine Mehrheit im EU-Rat. Zur Blockade braucht man 35% der
EU-Bevölkerung. Italien, Polen, Finnland, die Niederlande und Luxemburg sind schon
dagegen; sie haben knapp 24%; Deutschland alleine hat gut 16%.
4. Im Februar kam es nur zu einer "politischen Einigung" im EU-Rat. Mitgliedsstaaten
haben bis zur eigentlichen Beschlussfassung rechtlich völlige Freiheit. Es ist recht
wahrscheinlich, dass Schweden diese Freiheit nutzen und dagegen stimmen wird.5
5. Der Koalitionsvertrag6 von CDU, CSU und SPD sagt: "Eine Verpflichtung von Platt-
formen zum Einsatz von Upload-Filtern, um von Nutzern hochgeladene Inhalte nach
urheberrechtsverletzenden Inhalten zu 'filtern', lehnen wir als unverhältnismäßig ab."
6. Eine Petition mit mehr als 5,2 Mio. Unterschriften7 (davon relativ am meisten aus
Deutschland) und Demonstrationen am 23. März 2019 mit ca. 200.000 Teilnehmern8
kann die Politik knapp zwei Monate vor der Europawahl nicht so einfach ignorieren.
7. Die Mehrheit der deutschen MdEP, die von den im Bundestag vertretenen Parteien
kamen, hat am 26.3. gegen die EU-Urheberrechtsreform gestimmt9.

ABER ES KOMMT AUF UNSER ALLER ENGAGEMENT IN DIESEN TAGEN AN, DENN:

 Ein Selbstläufer ist hier gar nichts. Normalerweise gilt die Fraktionsdisziplin sowie der
Zusammenhalt der Regierungskoalition (obwohl Teile der SPD aussteigen wollen).
 Die GroKo-Parteien haben mit ihrer Mehrheit ihre Kontrolle über die Tagesordnung
genutzt, um eine sofortige Abstimmung trotz Eilbedürftigkeit zu verhindern.
 Die Zustimmung zu Artikel 13 (mittlerweile Artikel 17) ergab sich aus einem
Kuhhandel zwischen der deutschen und der französischen Regierung.10
 Die Copyright-Extremisten-Lobby (Springer und Konsorten) ist äußerst einflussreich.
 Die SPD-Vorsitzende Nahles scheint ahnungslos zu sein, worum es geht.11

3
s. Tweets von Marietje Schaake MdEP, Tiemo Wölken MdEP, FixCopyright/SaveYourInternet.eu (unten sieht
man die Abgeordneten, die ihre Meinung ändern; die allermeisten von diesen wec
hselten ins "+"-Lager), Blogpostings von Techdirt und Cory Doctorow; und klare Aussagen z. B. der
Schwedendemokraten. Im Übrigen geht aus der Aufzeichnung der Abstimmungssitzung hervor, dass sogar der
Parlamentspräsident verwirrt war. Zwischenzeitlich hat Tomáš Zdechovský MdEP von der tschechischen
Schwesterpartei der CDU/CSU förmlich die Wiederholung der fehlerhaften Abstimmung beantragt.
4
s. Produktion von Propagandavideo des Parlaments durch Copyright-Lobbyisten und T-Shirt vor Sitzungssaal
5
http://www.fosspatents.com/2019/03/swedish-government-may-have-to-vote.html
6
Koalitionsvertrag (PDF), Zeilen 2212-2214
7
https://www.change.org/p/european-parliament-stop-the-censorship-machinery-save-the-internet
8
https://twitter.com/uploadfilter/status/1109784018579611650
9
https://twitter.com/jimmyschulz/status/1110933476050681858
10
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/wie-peter-altmaier-start-ups-im-urheberrecht-
opfert-16107784.html
11
https://finanzmarktwelt.de/artikel-13-nahles-ist-dafuer-verlage-drohen-politikern-121087/

2
Das können wir tun — und wir müssen SOFORT loslegen
Die einen werden mehr tun, die anderen weniger. Darum arbeitet die Vorschläge hier bitte
von oben nach unten ab, damit ihr das Wichtigste gemacht hat, bevor euch die Zeit ausgeht!

Priorität 1: für den Wahlkreis zuständige/r SPD-Abgeordnete/r

Inhaltlich hat sich die SPD klar gegen Artikel 13 (jetzt 17) positioniert 12. Aber bislang ist sie
nicht bereit, die deutsche Zustimmung im EU-Rat zu verhindern. Macht denen klar, dass ihr
euch nicht für dumm verkaufen lasst. Ohne SPD keine GroKo, ohne GroKo keine Filter!

Geht auf https://www.spdfraktion.de/abgeordnete/a und gebt dort rechts PLZ oder Ort ein:

Klickt den/die Abgeordnete/n dann an. Auf der Seite für den/die Abgeordnete/n müsst ihr
dann NACH UNTEN SCROLLEN zum Bereich KONTAKT:

Sagt, ihr seid aus dem Wahlkreis und bittet darum, dringend die Anträge der FDP -und der
Linksfraktion zu unterstützen und die deutsche Bundesregierung an der Zustimmung zu
Artikel 13 im EU-Rat zu hindern. Es ist schön, dass die meisten SPD-Abgeordneten im
Europaparlament gegen Artikel 13 waren, aber die SPD im Bund hat es in der Hand! Auf den
EU-Rat kommt es an. Da die SPD nie behauptet hat, dass ihr Bots wärt, reichen in diesem
Fall Emails. Solltet ihr aber aus Presse/Internet erfahren, dass die SPD nicht handeln will,
dann greift zum Handy.

WICHTIG: Gebt am Anfang der Mail, wie ihr es in der Schule für Briefe gelernt habt, euren
vollständigen Namen und die Adresse, idealerweise auch eine Telefonnummer, an. Ich weiß
von einem hochrangigen deutschen Politiker13, dass das jeder Mail viel mehr Gewicht gibt.

12
https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/starken-urheberrecht-nein-uploadfiltern
13
Im Jahr 2005 erklärte mir dies der CDU-Politiker Rainer Wieland MdEP (mittlerweile Vizepräsident des
Europäischen Parlaments) in einem Gespräch. Er zitierte das Bundeswehrprinzip "Name, Dienstgrad, Einheit".

3
Priorität 2: SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles

Der SPD-Parteivorstand ist über pv@spd.de Auf https://www.spd.de/site/kontakt/ gibt es


alternativ ein Kontaktformular. Ganz unten ist der SPEICHERN-Button, darüber sind zwei
Checkboxen, die ihr beachten müsst. Die Combobox "Themen" ist mit dem Defaultwert
"SPD-Parteivorstand" im richtigen Bereich. Dort die Vorsitzende Andrea Nahles auswählen:

Als "Betreff" schlage ich vor: Uploadfilter im EU-Rat

Als "Nachricht" am besten eure Worte, ihr könnt aber auch folgenden Text verwenden:

Sehr geehrte Frau Nahles,

wer A sagt, muss auch B sagen. Die SPD hat sich klar gegen Uploadfilter ausgesprochen
und deren Ablehnung mit CDU und CSU im Koalitionsvertrag explizit vereinbart. Es ist
schön, war aber leider vergeblich, dass die allermeisten SPD-MdEP gegen die
unveränderte Reformvorlage gestimmt haben. Damit Uploadfilter verhindert werden,
muss die deutsche Bundesregierung den Koalitionsvertrag einhalten und im EU-Rat
(voraussichtlich am 15. April) ein Abnicken der Vorlage durch ihr Nein verhindern!

In den "guten alten Zeiten" konnte die Politik noch uns Bürgern ein X für ein U
vormachen. Im Internetzeitalter geht das nicht. Wir wissen ganz genau, dass zu den Nein-
Stimmen von Italien, Polen, Finnland, den Niederlanden und Luxemburg nur noch das
deutsche Gewicht hinzukommen muss, damit die Reform in dieser Fassung nicht
beschlossen werden kann. Bitte blockieren Sie! Steigen Sie notfalls aus der GroKo aus.

Die Union würde mit einer Zustimmung den Koalitionsvertrag brechen. Wie sollen wir
Ihnen jemals wieder glauben, wenn Sie das mit sich machen lassen? In Schweden wird
der EU-Ausschuss des Parlaments darüber entscheiden, wie die Regierung im Rat
abstimmt. Es ist also zweifellos möglich, das Abstimmverhalten zu ändern.

5,2 Mio. Bürger haben eine Onlinepetition unterschrieben. Etwa 200.000 waren am 23.
März auf den Straßen (alleine in München nach Polizeischätzungen 40.000). Wollen Sie
als SPD das Vertrauen einer ganzen Generation verlieren? Wir setzen (noch) auf Sie.

Mit freundlichen Grüßen

[Name]

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann füllt bitte die optionalen Felder für Name und
Anschrift aus, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)

4
Priorität 3: Bundesjustizministerin Katarina Barley

Schickt eine E-Mail an poststelle@bmjv.bund.de mit Betreff "Uploadfilter im EU-Rat" und


euren eigenenen Worten oder übernehmt folgende Vorlage ganz oder in Teilen:

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Barley,

wir sind schockiert, dass Sie als Spitzenkandidatin der SPD bei der Europawahl, vor
allerm aber als zuständige Bundesjustizministerin nach der Abstimmung im Europäischen
Parlament am 26.3. nur noch von der nationalen Umsetzung der Richtlinie sprachen.

Die Zeilen 2212-2214 des Koalitionsvertrages sind klar: Uploadfilter müssen verhindert
werden. Sowohl der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger als auch der
französische Kulturminister Franck Riester haben aber seitdem klar gesagt, dass
Uploadfilter durch Artikel 17 (früher 13) der Richtlinie erzwungen werden.

Wir wissen alle ganz genau, dass zu den Nein-Stimmen von Italien, Polen, Finnland, den
Niederlanden und Luxemburg nur noch das deutsche Gewicht hinzukommen muss, damit
die Reform in dieser Fassung nicht beschlossen werden kann. Bitte blockieren Sie!
Steigen Sie notfalls aus der GroKo aus. Es kann nicht sein, dass die Bundeskanzlerin Ihre
fachliche Zuständigkeit als Bundesjustizministerin mit der Richtlinienkompetenz außer
Kraft setzt, wenn der Koalitionsvertrag eindeutig ist und der ranghöchste deutsche EU-
Politiker (Kommissar Oettinger — von der CDU!) erklärt, dass die Richtlinie solche
erfordert und die EU-Kommission Strafen gegen alle Länder verhängen wird, die die
Richtlinie in der nationalen Umsetzung "verwässern".

Das Verfahren sollte neu gestartet werden, zumindest was Uploadfilter betrifft.

Danke, dass Sie die Onlinepetition von SaveTheInternet angenommen haben;


mittlerweile gibt es schon über 5,2 Mio. Unterschriften. Etwa 200.000 waren am 23.
März auf den Straßen (alleine in München nach Polizeischätzungen 40.000). Aber es
kommt jetzt darauf an, dass Sie mit Ihrer Kompetenz und Autorität als
Bundesjustizministerin eine fatale Entscheidung zu verhindern helfen. Bitte erklären Sie
Ihre Unterstützung für die Anträge der FDP und der Linksfraktion im Bundestag.

Eine Ihrer Amtsvorgängerinnen ist bekanntermaßen sogar zurückgetreten, weil sie eine
gesetzgeberische Entscheidung nicht mit ihrem Gewissen verantworten konnte. Sie
werden ohnehin in Kürze im Europäischen Parlament sitzen. Tun Sie bitte alles, was in
Ihrer Macht steht (und das ist mehr, als Sie bislang zugeben), um Uploadfilter zu
verhindern. Ohne Ihre Partei hat die Union keine Mehrheit, das wissen wir alle.

Mit freundlichen Grüßen

[Name]

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann gebt bitte oberhalb der Mail Name und
Anschrift an, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)

5
Priorität 4: SPD-Landes- und Ortsverbände

Geht auf https://www.spd.de/unterstuetzen/spd-in-der-naehe/ und gebt im Suchfeld eure


Postleitzahl an. Dann klickt auf FINDEN. Ihr seht dann, welcher Landesverband und welcher
Unterbezirks- bzw. Ortsverband für euch zuständig ist. Dort stehen direkt die Email-
Adressen. Bitte schreibt denen entweder mit euren eigenen Worten oder folgenden
Standardtext:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. Mai werde ich wählen gehen — aber ganz sicher keine Partei, die dann, wenn es
darauf ankommt, sich nicht klar und wirkungsvoll gegen die verpflichtende Einführung
von Uploadfiltern stellt.

Dass einzelne SPD-Europaabgeordnete für Uploadfilter stimmten bzw. an der


Abstimmung nicht teilnahmen, werfe ich Ihnen nicht vor. Es ist nur schade, denn wären
alle SPD-Abgeordneten erschienen und hätten für die Zulassung von Änderungsanträgen
gestimmt, wäre die knappe Abstimmung (317-312, und dies nur, weil viele Abgeordnete
aus anderen Ländern versehentlich den falschen Knopf drückten) anders ausgegangen.

Im EU-Rat gibt es aber nur eine Möglichkeit: die deutsche Bundesregierung darf bei der
Abstimmung am voraussichtlich 15.4. nicht stillschweigend oder gar aktiv zustimmen,
dass eine Urheberrechtsreform mit Uploadfilter-Pflicht in Kraft tritt. Dass die Richtlinie
Uploadfilter erfordert, hat sogar der deutsche EU-Kommissar Oettinger bereits klar
gesagt. Er hat sogar mit Strafen für Länder gedroht, die dies nicht befolgen.

Die SPD muss lediglich die Zeilen 2212-2214 des bestehenden Koalitionsvertrages
durchsetzen bzw. aus deren Bruch die nötigen Konsequenzen ziehen.

Sie können sich sicher sein, dass es kein einziges politisches Thema gibt, welches eine
Beendigung der GroKo notfalls rechtfertigen und zu einer so großen Zustimmung in der
Bevölkerung führen würde. Eine Petition, die Ihrer Bundesjustizministerin übergeben
wurde, hat mittlerweile über 5,2 Mio. Unterschriften (vor allem aus Deutschland). Am 23.
März 2019 nahmen ca. 200.000 Bürger an Demonstrationen in deutschen Städten teil.
Alleine bei der größten Demonstration (in München) waren nach Polizeiangaben 40.000,
in Berlin nicht viel weniger – und das sind nur 2 von über 80 Städten.

Es ist bekannt, dass zu den Ländern, die gegen Uploadfilter sind, nur noch Deutschland
hinzukommen müsste, um eine Sperrminorität zu haben. Es sieht im Übrigen danach aus,
dass auch Schweden in diese Richtung umschwenken wird.

Bitte fordern Sie auch Ihre Bundestagsabgeordneten dazu auf, den Anträge von FDP und
Linksfraktion zuzustimmen, die Bundesregierung zur Blockade im EU-Rat aufzufordern.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann gebt bitte oberhalb der Mail Name und
Anschrift an, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)

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Priorität 5: Jusos

Geht auf https://www.jusos.de/wir-jusos/jusos-vor-ort/ und sucht dort euren Landes- und


Ortsverband der Jusos (SPD-Jugendorganisation). Es ist nicht so komfortabel wie auf der
Seite der SPD, aber es gibt dort z. B. eine Landkarte.

Bitte schreibt denen entweder mit euren eigenen Worten oder folgenden Standardtext:

Liebe Jusos,

dass Internet-Uploadfilter nicht hinnehmbar sind, darüber sind wir uns einig und das sagt
Kevin Kühnert ja auch in aller Deutlichkeit. Dass sowas typisch GroKo ist, davon muss
ich auch euch nicht erst überzeugen.

Den Worten müssen aber auch Taten folgen. Es ist unerträglich, dass eure
Parteivorsitzende auch noch lobt, dass die SPD die Urheberrechtsreform durchwinken
will und eure Bundesjustizministerin nur noch von der Umsetzung in deutsches Recht
spricht, obwohl die entscheidende Abstimmung im EU-Rat erst bevorsteht.

Voraussichtlich am 15. April wird im EU-Rat entschieden. Bekanntlich sind Italien,


Polen, Finnland, die Niederlande und Luxemburg dagegen. Gemäß den Zeilen 2212-2214
des Koalitionsvertrages darf die GroKo nicht in Brüssel zustimmen! Dass es tatsächlich
bei Art. 17 (früher 13) der Richtlinienvorlage um Uploadfilter geht, hat EU-Kommissar
Oettinger von der CDU mittlerweile selbst zugegeben. Er droht sogar mit Strafen für
Länder, die diese nicht verlangen. Auch der französische Kulturminister Franck Riester
hat sich in dieser Frage nach der Abstimmung des Europaparlaments ganz klar geäußert.

Wenn der EU-Rat beschließt, heißt das, die deutsche Bundesregierung hat es geschehen
lassen. Wenn die Bundesregierung es dazu kommen lässt, heißt das, die SPD war nicht
konsequent genug. Im Ergebnis heißt das dann, dass ihr das Vertrauen einer ganzen
Generation in eure Politik verliert.

Es gibt jetzt im Bundestag einen Antrag der Linksfraktion sowie einen der FDP-Fraktion,
die Bundesregierung dazu aufzufordern, im EU-Rat den Uploadfiltern nicht
zuzustimmen. Bitte setzt euch mit aller Kraft dafür ein, dass diese Anträge auch von der
SPD mitgetragen werden — jedenfalls von so vielen SPD-Abgeordneten, dass es zu einer
Mehrheit reicht. Denn die Oppositionsparteien sind von links bis rechts alle gegen
Uploadfilter und haben das auch im Europaparlament klar gezeigt.

Es geht um unsere digitale Zukunft. Es geht um die zukünftigen Chance der SPD bei
jungen Wählern — am 26. Mai und für viele Jahre, sogar Jahrzehnte danach. Ich hoffe
darauf, dass ihr das durchsetzen könnt, wovon ihr ja schon überzeugt seid!

Viele Grüße

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann gebt bitte oberhalb der Mail Name und
Anschrift an, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)

7
Priorität 6: CDU/CSU-Fraktion

Wenn ihr jetzt immer noch dabei seid, dann erstmal Dankeschön und Glückwunsch für soviel
Einsatz und Durchhaltevermögen! Immer noch Zeit übrig für unser Anliegen? Dann geht auf
https://www.bundestag.de/abgeordnete und wählt dort als Fraktion die CDU/CSU aus und
führt unter "PLZ / Ort" eine Suche anhand eurer Postleitzahl aus (oder klickt erst auf
"Bundesland", dann auf "Wahlkreis"). Klickt dann die/den Abgeordnete/n an und neben dem
Bild auf "Kontakt" (mit dem Briefumschlag-Icon):

Bitte schreibt denen entweder mit euren eigenen Worten oder folgenden Standardtext mit
Betreff "Uploadfilter":

Sehr geehrte[/r Herr/Frau Name],

dass auf Initiative des CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak ein Vorschlag für die
nationale Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform erarbeitet wurde, der ohne Internet-
Uploadfilter auskommen soll, ist bei Weitem nicht genug.

Erstens haben Ihre Europaabgeordneten fast geschlossen für Uploadfilter gestimmt und
zweitens hat der EU-Kommissar Günther Oettinger von der CDU klar gesagt, dass
Uploadfilter nötig sein werden und die EU-Kommission Strafen gegen Länder verhängen
werde, die solche nicht einführen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat vom deutsch-französischen Kuhhandel berichtet,


der zur deutschen Zustimmung zu Uploadfiltern führte und den Zeilen 2212-2214 des
geltenden Koalitionsvertrages widerspricht. Bitte unterstützen Sie die Anträge der FDP
und der Linksfraktion, die Bundesregierung dazu aufzufordern, im EU-Rat zu blockieren.
Es sind schon genug Länder dagegen, dass Ihre Regierung es allein in der Hand hat. In
Schweden wird der Europaausschuss des Riksdag evtl. beschließen, dass sich die
schwedische Regierung gegen Uploadfilter zu stellen hat. Dass eine solche Abstimmung
stattfindet, zeigt, dass die politische Einigung des Rats nicht rechtlich bindend ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann gebt bitte oberhalb der Mail Name und
Anschrift an, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)

8
Priorität 7: Alle anderen Abgeordneten (außer CDU/CSU und SPD)

Als letzter Punkt könnt ihr natürlich gerne auch alle anderen Abgeordneten (idealerweise die,
in deren Wahlkreis ihr lebt) kontaktieren. Geht auf https://www.bundestag.de/abgeordnete
und wählt dort die jeweilige Fraktion (AfD, FDP, Die Linke oder Grüne) aus und führt unter
"PLZ / Ort" eine Suche anhand eurer Postleitzahl aus (oder klickt erst auf "Bundesland",
dann au auf "Wahlkreis"). Klickt dann die/den Abgeordnete/n an und neben dem Bild auf
"Kontakt" (mit dem Briefumschlag-Icon):

Bitte schreibt denen entweder mit euren eigenen Worten oder folgenden Standardtext mit
Betreff "Uploadfilter":

Sehr geehrte[/r Herr/Frau Name],

Ihre Delegation im Europäischen Parlament hat sich dankenswerterweise gegen Internet-


Uploadfilter gestellt. Da aber zehn Abgeordnete aus anderen Ländern irrtümlich gegen
die Einbringung von Änderungsanträgen stimmten, wurde die EU-Urheberrechtsform
vom Europäischen Parlament mitsamt Uploadfiltern beschlossen.

Bitte stimmen Sie für die Anträge der FDP und der Linksfraktion, die Bundesregierung
dazu aufzufordern, im EU-Rat gegen die Vorlage zu stimmen. Die politische Einigung
vom Februar ist rechtlich nicht bindend und stellte ohnehin einen klaren Verstoß gegen
den Koalitionsvertrag dar.

Eine Petition, die der Bundesjustizministerin übergeben wurde, hat mittlerweile über 5,2
Mio. Unterschriften (vor allem aus Deutschland). Am 23. März 2019 nahmen ca. 200.000
Bürger an Demonstrationen in deutschen Städten teil. Alleine bei der größten
Demonstration (in München) waren nach Polizeiangaben 40.000, in Berlin nicht viel
weniger – und das sind nur 2 von über 80 Städten.

Es ist also ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Bitte machen Sie maximalen
Druck auf die Bundesregierung.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn ihr nur Copy&Paste macht, dann gebt bitte oberhalb der Mail Name und
Anschrift an, denn sonst wird eine vorgefertigte Mail viel zu wenig Gewicht haben. (Auch
eine individuelle Mail ist mit den persönlichen Angaben wie gesagt viel wirkungsvoller.)