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B.

B runetti

So nah,
so fern
Illustrationen von LibellulArt

Junge Lektüren
So nah, sofern
von B. Brunetti
Deutsche Version: Susanne Schiller
Didaktische Bearbeitung, Übungen, Dossiers: Peggy Katelhön
Illustrationen: LibellulArt
Neubearb eitung des Textes und Redaktion: Jacqueline Tschiesche

EIMektüren
Konzeption:
Paola Accattoli, Grazia Ancillani, Daniele Garbuglia (Art Director)

Grafische Gestaltung
Sergio Elisei

Layout
Rom ina Duranti

Bildbeschaffung
Giorgia D'Angelo

Produktionsleitung
Francesco Capitano

Fotos
Co rb is: 58
© Grazia Ancillani: 59
Shutterstock : 60,61

Font utilizado 13 / 18 puntos Monotype Dante

© 2010 ELI s.r.l.


P.O. Box 6
62019 Recanati MC
Italien
T +39 071750701
F +39 071977851
info@elionline.com
www.elionline.com

Druck in Italien: Tecnostam pa Recanati


ERT203.01 *
ISBN 978- 88- 536- 0541- 2

Erste Auflage Februar 2010

www.elireaders.com
I nhalt

6 Fig u ren

8 Vor d em Lesen

10 Kap itel 1 In der neuen Schule


18 A u fg ab en

20 Kap itel 2 Ein neuer Freund


28 A u fg ab en

30 Kap itel 3 Die G eburtstagsparty


38 A u fg ab en

40 Kap itel 4 Ein ernstes Problem


48 A u fg ab en

50 Kap itel 5 Freunde


56 A u fg ab en

58 Zu m W eit erlesen Leben und Arbeiten


in D eutschland
6o Zu m W eit erlesen Berlin! - Berlin!
62 Teste d ich selb st!

63 Syllab u s

Zeichen für die Hörtexte auf der CD


Anfang 0 Ende ■ 5
IW

1/ Amadous
Schwest er n
O T r m m - *3 ®
Vor dem Lesen

1 1 D ie F a m ile . E rg ä n ze d ie fe m in in e F o rm .
Vat er und ................ M .ylper ................

1 Br u d e r u n d ............................................
2 Gr o ß v a t e r u n d .............. ............................................
3 On k el u n d ............................................
4 N ef f e u n d ............................................

5 Sc h w a g e r u n d ............................................
6 O p a u n d ........................ ............................................
7 En k el u n d ...................... ............................................

2 In d e r Schule. F in d e das ric h tig e W o r t.


A u f g ab en , d ie d u zu Hau se m ach st
1 D eu t sch , M at h e u n d Bi o l o g i e si n d F ________

2 Ei n e Per so n , d i e in d er Sc h u l e l eh r t , ist ei n L ________


3 Da sch r e i b t m an m i t Kr ei d e: d i e T ______
4 D am i t sch r ei b st d u ins Hef t : d er F________
5 Je t z t k an n st d u d i ch er h o l en : d i e P______

6 Er g e h t m it d i r in d i e Sc h u l e: d ei n M ________________

3 W e lc h e s W o r t passt nicht? S tre ic h e es durch.


Zeu g n i s Note / tofpause Kl assen ar b ei t
1 Kl assen ar b ei t Fer i en So m m e r Sch w i m m b ad
2 sch r ei b en l esen r ech n en b ack en
3 H an d b al l Bl e i st i f t Fü l l er Kugelschreiber
4 l an g w ei l i g i n t er essan t sp an n en d w ar m
5 D i r ek t o r Leh r er i n Ba d e m e i s t e r H au sm ei s t er
6 M i t sch ü l er Fu ßb al l e r Kl assen k am er ad Ba n k n a c h b a r

8
4 O r d n e d ie W ö r t e r a u s d e m K a s te n d e n b e id e n B e g r if fe n zu !

H au sau f g ab e n Fe d e r m a p p e In l i n e- Sk at es
Ki n o Lei st u n g sk o n t r o l l e Sc h u l b a n k
Sc h w i m m b a d Sh o p p i n g Sp o r t v e r e i n Taf el

In d e r S c h u le In d e r F r e i z e i t
Hausaufgaben

5 ln d ie Schule g e h e n . W e lc h e s V e rb passt?

E l d en Bl ei st i f t a G sp i el en
1 □ d i e n eu en W ö r t e r b G sch r ei b en
2 □ au f d em Sc h u l h o f c G au f p assen
3 □ Kl assen ar b ei t e n d G l er n en
4 G im U n t er r i c h t e G essen
5 O d as Pa u s e n b r o t ß:G an sp i t z en

In d e r F r e i z e i t . . . . W e l c h e s V e r b p a s s t?

G Fr eu n d e a G t r ef f en
1 G m i t d er Pl ay s t at i o n b G g eh en
2 G Fr eu n d e c G sp i el en
3 G Sp o r t d Gf er n seh en
4 G ins Sc h w i m m b a d e □ t r ei b en
5 G n a c h m i t t ag s J t ' G t r ef f en

9
1

der neuen Schule

®2 A aa ad o o ist 14 Ja h r e alt . Er w u r d e in Be r lin

g eb o ren . Sein e Elt e r n k o m m en ab er au s d em

Sen eg al. Sie leb en sch o n lan g e in D eu t sch lan d .

Fü r A m ad o u ist h eu t e ein g an z b eso n d erer

T ag : sein er st er T ag am G y m n a siu m 1!

D e r U n t e r r ic h t b e g in n t h eu t e er st u m n eu n

U h r . G o t t sei D an k !
D en n vo r d er Sch u le m u ss er erst sein e

Sch w e st e r n w eg b r in g en . Ein e g eh t in d en

K in d e r g a r t e n 2 u n d d ie an d ere in d ie G r u n d sc h u le 3.

Sein e M u t t e r h at g an z k la r g esag t:

„ D u d arfst z u r Sch u le g eh en , ... ab er d u m u sst

m ir au ch z u H au se h e lf e n .“

D as ist f ü r ih n n ich t s N eu es! A m ad o u h ilf t

im m er. U n d in d en Fe r ie n su ch t e r sich ein en

Fe r ie n jo b 4. In d iesem So m m er h at er im

Leb en sm it ellad e n an d er Ec k e g earb eit et . Da

a r b e it e t au ch sein V at er.

's G ym nasium , en weiterführende Schule für Kinder von 11-19 Jahren


*r K indergarten, “ Vorschule für Kinder von 3 bis 6 Jahren
! e Grundschule, n Schule für Kinder von 6 bis 10 Jahren
4Ferienjob, s kleine Arbeit für Schüler und Studenten

10
So nah, sofern

D ie h art e A r b e it im Lad en st ö rt A m ad o u n ich t . A b er


sie ist so lan g w eilig 1.

Lie b e r liest u n d le r n t A m ad o u .

Sein V at er verst eh t das n ich t :

„W a r u m liest d u so viel? D u k an n st d o ch arb eiten

u n d G eld verd ien en ! Ich w eiß, d u b ist g u t u n d f le ißig 2

in d er Sch u le, ab er G eld ist au ch w ic h t ig ."

Pap a u n d M am a sp rech en o ft ü b er Geld . Sie

arb eiten v ie l. Sie verd ien en g en ü g en d G eld u n d

k ö n n en d ie M ie t e 3 u n d das Essen f ü r d ie Fam ilie

o h n e Pro b lem e b ez ah len .

Je d en M o n at sch ick en sie ein en T e il des Geld es in

d en Sen eg al. D o r t w o h n en n o ch ih r e Elt e r n .

M am a sag t im m er, dass d ie G r o ß e lt e r n das G eld

d rin g en d b rau ch en .

„D ie arm en G r o ß e lt e r n !“ d en k t A m ad o u .

'la n g w eilig nicht interessant


2fleiß ig arbeitsam, nicht faul
! e M iete, n monatliches Geld für eine Wohnung
Kapitel 1

4$[>^ 4$) ^ 1> ^

A b e r A m ad o u w ill le r n e n . N ac h d em A b it u r 1 w ill

er an d er U n iv e r s it ä t st u d ier en .
G le ic h z e it ig 2 St u d ie r e n u n d A r b e it e n ist sch w er.

D as w e iß A m ad o u . A b e r er w e iß au ch , d ass er es

sch affen k an n .

A m ad o u le r n t seh r sch n ell, sch n eller als d ie

an d eren .

A lle L e h r e r h ab en ih m d as g esag t, au ch d er

D e u t sc h le h r e r :

„M a c h w e it e r so, le r n e u n d d u w ir s t es z u et w as

b r in g en im Le b e n !3“

In d er Klasse sit z t A m ad o u in d er er st en Re ih e 4.

N u r d iese Re ih e ist n o ch f r e i. Sein e M it s c h ü le r

sit z en n ic h t so g er n e d a v o r n . D a sin d sie v ie l z u

n ah b ei d en Le h r e r n .

1s A bitu r Schulabschluss, mit dem man an der Universität studieren kann


g le ic h z e itig zur selben Zeit
5es zu etw as im Leben b ringen seine Ziele erreichen, etwas schaffen
4e Reihe, n (hier)mehrere Schulbänke in einer Linie

12
Kapitel 1

A m ad o u s Ban k n ach b ar ist k le in u n d t r äg t ein e

Br ille . A m ad o u sag t z u ih m :
„H a llo , ic h b in ..." A b e r d er an d ere leg t n u r

ein en Fin g e r a u f d en M u n d . „ Ps t ...“


U n d t at säch lich , d a k o m m t sch o n d ie Le h r e r in .

Sie s t e llt sich v o r u n d e r k lä r t d en Sc h ü le r n d as

Pr o g r am m f ü r d as n äch ste Sch u ljah r . D an n r u f t

sie d ie Sc h ü le r e in z e ln 1 a u f u n d a lle a n t w o r t e n .

Sie r u f t au ch A m ad o u .
A lle st ar r en ih n alle an , d en n sein N am e k lin g t

n ic h t d eu t sch . A u ch sein Ban k n ach b ar sieh t ih n

k o m isch an . D an n f r a g t e r ih n : „ W i e h e iß t d u

n o ch m a l?“ Er w a r t e t d ie A n t w o r t n ic h t ab u n d

fän g t an z u lach en .

A m n äch st en T ag sit z t A m ad o u im m e r n o ch in

d er er st en Re ih e.

A b e r er ist alle in .
N ie m an d sit z t m eh r n eb en ih m .

I
'ein z eln einen nach den anderen

14
,
So nah sofern

D ie Ju n g e n u n d M äd ch en au s d er n eu en Klasse

sp rech en n ic h t o f t m it A m ad o u .

A m ad o u a n t w o r t e t a u f alle Frag en d er Le h r e r in .

Er w e iß im m er alle A n t w o r t e n . Er m eld et 1 sich

im m er als er st er u n d er m ach t alle H au sau fg ab en .

„So ein St r e b e r 2“ , sag t d er k le in e Ju n g e , d er am

er st en Sch u lt ag n eb en ih m g esessen h at.

Z w e i M äd ch en , Elle n u n d Jo h a n n a , sp rech en

A m ad o u m an ch m al an . A b e r er a n t w o r t e t n u r :

„ Ja “ , „ N e in “ o d er „ V ie lle ic h t “ . A m ad o u ist n ä m lich

seh r sch ü ch t er n 3.

Un d er d en k t , d ass ih n d ie an d eren n ic h t

m ö g en . D esh alb sp r ich t er so w en ig .

'sich m elden die Hand heben


1r Streber, - jem and, der nur an die Schule denkt und imm er lernt
S chü chtern unsicher, zurückhaltend

15
Kapitel 1
^ ^ ^ ^ ,yAs>. ,f4» ^4»

„ Ic h b in sch w ar z “ , sag t e r z u sein er M u t t e r . „U n d

au ßerd em b in ich g u t in d er Sch u le. D esh alb

k ö n n en m ich d ie an d eren n ic h t le id e n 1!“

Sein e M u t t e r lä c h e lt . Sie v e r st e h t ih n n ich t :

„A m a d o u , sei d o ch n ic h t d u m m ! A u c h ich

h ab e ein e sch w arz e H au t f ar b e . A b e r ich h ab e

Fr eu n d in n en . In D eu t sch lan d g ib t es v ie le Le u t e

m it sch w ar z er H au t f ar b e ... M a ch d ir n ich t s

d rau s2! M a n m u ss in d er Sch u le g u t sein . N u r so

k an n m an im Leb en et w as e r r e ic h e n .“ ■

'jem an d e n nicht leiden können jem anden nicht mögen


2Mach d ir nichts draus! Kümmere dich nicht darum!

16
Lesen & Lernen
1 R ic h tig o d e r falsch? K re u ze an.
R F

A m a d o u ist vi er z eh n Ja h r alt . 0 □
1 Er ist ein Ei n z el k i n d . □ □
2 Er b esu ch t ein Gym n asi u m . □ □
3 H i er h at er v i e l e Fr eu n d e. □ □
4 Sei n e El t er n w u r d en in Ber l i n g eb o r en . □ □
5 Se i n e Gr o ße l t e r n w o h n e n n o ch in A f r i k a. □ □
6 Er m ö c h t e n ach d em A b i t u r in ei n em
Le b e n s m i t t e l l ad e n ar b ei t en . □ □

2 W as w e iß t du ü b e r A m a d o u ? E rg ä n ze d ie T a b e lle m it
Infos aus d e m Text.

A lt er 74 Jahre a lt

Wo h n o r t
Fam i l i e
Sc h u l e
A u sseh en
Ch ar ak t er

3 W e lc h e s V e rb passt? E rg ä n ze d ie V e rb e n aus d e m K asten


in d e r ric h tig e n Fo rm .

an t w o r t e n b eg i n n en kom m en l eb en l esen sp r ech en

A m ad o u s El t e r n k.QW.OQß.O. au s d em Sen eg al .
1 S i e ........................ in D eu t sch l an d .
2 D er U n t e r r i c h t u m n eu n Uhr.
3 Du m u sst m i r zu H a u s e ........................
4 E r ........................ v i e l e Bü ch er .

18
Strukturen & Satzbau
4 U n t e r s t r e i c h e d a s r i c h t i g e W o r t im S a t z .

Sei n e El t er n k o m m en au s / in d em Sen eg al .
1 Fü r A m ad o u ist h eu t e ein g an z b eso n d er er / n o r m aler Tag.
2 A m a d o u d ar f / m u ss zu H au se h el f en .

3 Er ist / h at im Ge m ü s e l a d e n g e ar b ei t e t .
4 Se i n e El t e r n sp r e ch e n o f t m it / ü b er Gel d .
5 N ach d em St u d i u m so ll / w i l l er st u d i er en .

6 D er k l ei n e Ju n g e si t z t / set z t n eb en ihm .

5 B ild e h ö flic h e A u f f o r d e r u n g e n !
Es ist kalt ! M ac/ i b itte das Fenster zu!

1 Ihr sei d zu l au t ....................................................................


2 Du h ast d i e H au sau f g ab e n n i ch t g e m a c h t .......................

3 Ich h ab e k ei n en Fü l l e r . ......................................................
4 D i e Leh r er i n f r ag t d i ch e t w a s ...........................................

5 Du a r b e i t e s t n i ch t g e n u g ..................................................

6 Du i sst zu v i e l ....................................................................

Fit In Deutsch 2 - Sprechen


6 S p r ic h m i t d e i n e r P a r t n e r i n o d e r d e i n e m P a r t n e r .
S ic h v o r s t e l l e n

N am e
A lt er
Fam i l i e
Wo h n o r t
H o b b ys

19
" ^ tel2
Einneuer Freund

# \ A A A D O U h at n u r ein en Fr eu n d in d er Sch u le .

Er h e iß t A lex an d er. Sie v er b r in g e n d ie Pau sen

z u sam m en . U n d w e n n d ie Sch u le au s ist , g eh en

sie im m e r z u sam m en n ach H au se. Sie w o h n e n j a


au ch g an z in d er N äh e.

A lex an d er ist n e t t u n d im m e r f r ö h lic h .

„ D ic h f in d en alle sym p at h isch ... d u h ast Er f o lg

b ei d en an d er en “ , sag t A m ad o u z u ih m .

A lex an d er lac h t u n d a n t w o r t e t : „Ja , ab er d af ü r

b in ic h in d er Sch u le n ic h t so g u t w ie d u !“

„W a r u m le r n s t d u n ic h t m e h r ?“ f r a g t A m ad o u .

„ Ic h w e iß n ic h t ... ic h k an n n ic h t so lan g e

le r n e n . Es m ach t m ir k ein en Sp aß. A b e r d u le r n st

v ie l u n d o f t , n ich t w a h r ? W ie m ach st d u d as n u r ?“

f r a g t A lex sein en Fr eu n d .

20
So nah, sofern

A m ad o u a n t w o r t e t n ich t . Eig e n t lic h w e iß er g ar

n ic h t , o b e r w ir k lic h so v ie l u n d so o f t le r n t . D en n

e r h at n u r w e n ig Z e it , u m z u le r n e n .

„ D u b ist so g u t in d er Sc h u le “ , h at A lex an d er

g esag t. „ K e in e r ist so g u t w ie d u ... u n d d as in

alle n Fä c h e r n .“

„ Ic h le r n e e b e n ... g ern e. Et w a s N eu es er f ah r en ,

d ie W e lt k en n en le r n e n : D as ist f ü r m ich ech t

sp an n en d . Le id e r h ab e ic h v ie l z u w e n ig Z e it .“

A lex an d er le r n t w ir k lic h n ich t g er n e. Er h ö r t

lie b e r M u s ik u n d sp ielt am C o m p u t e r o d er m it

d er Pla y s t a t io n . D ie m eist en Fä ch e r lan g w e ile n

ih n n u r : En g lisch , Bio lo g ie , M a t h e m a t ik ...

Se in Lie b lin g s f a c h 1 ist Sp o r t

's Lieblingsfach, “ er das Schulfach, das man am meisten mag

21
Kapitel 2

U n d d ieses Ja h r ist es in d er n eu en Sch u le n o ch

v ie l s c h w ie r ig e r g ew o rd en .

„W e n n ich sit z e n b le ib e1“ , sag t er, „w e r d e n

m ein e Elt e r n ech t sau er2! D an n m u ss ich d iesen

So m m er z u H au se in d er St ad t b leib en und

N a c h h ilf e u n t e r r ic h t 3 n eh m en ..."

Fü r A m ad o u w ä r e d as n ic h t so sch lim m . Er

b le ib t je d e n So m m er in d er St ad t .

A b e r A lex an d er m ag d ie G r o ß st ad t n ich t .

„ B e r lin ist h ässlich u n d la n g w e ilig “ , sag t er.

’ sitzenbleiben nicht in die nächste Klasse kommen


2sauer wütend, verärgert
5r N achhilfeunterricht Privatunterricht für Schüler mit schulischen Problemen

22
Kapitel 2

A u ch h eu t e b e g le it e t A lex A m ad o u n ach H au se.

A lex h at in d er le t z t e n En g lisch k la sse n ar b e it

ein e Sech s1 b ek o m m en . Er ist g e n e r vt .

„W e n n ich ach t z eh n b in “ , sag t er, „ w i l l ich in

e in Lan d g eh en , d as w e it w eg ist . Z u m Be is p ie l

n ach A f r ik a o d er A u s t r a lie n . Ic h m ö ch t e d o r t

ar b e it e n u n d v ie l reisen , v o r alle m g an z v ie l r eisen

... ic h m ö ch t e n ic h t so leb en w ie m ein e Elt e r n :

n u r d as H au s, d ie Fa m ilie u n d d ie A r b e it ... n ein ,

d as ist n ich t s f ü r m ich . G e h t es d ir n ic h t g en au so ,

A m ad o u ?“ f r ag t er d en Fr eu n d .

„ N e in “ , a n t w o r t e t A m ad o u , „A u c h ich m ö ch t e

n ic h t d as Leb en m e in e r Elt e r n f ü h r en . A b e r ich

w ill n ic h t r e ise n .“

'e Sechs schlechteste Schulnote in Deutschland, ungenügend

24
So nah, sofern

„M ö ch t est d u d en n g ar n ich t in d ein H eim at lan d 1

fah ren u n d das b esser k en n en ler n en ?“ frag t A lex

A m ad o u .
A m ad o u sieh t sein en Freu n d erstau n t an. „M e in

H eim at lan d ? M ein e H eim at ist h ie r ... m ein e H eim at

ist D eu tsch lan d . A f r ik a ist f ü r m ich d o ch n u r ein

N am e au f d er Lan d k art e ..."

„N a so w as!“ r u ft A lex an d er erstau n t. „ D u fü h lst

d ich g ar n ich t als ...Sen eg alese?“

„ N e in “ , e r w id e r t 2 A m ad o u en tsch ied en 3. „Ic h

h ab e z w ar ein e sch w arz e H au tfarb e, ab er ich b in

D eu tsch er, so w ie d u . Ja , ich b in ein D eu t sch er!“

's H eim atland , “er das Land, aus dem man kommt und wo man sich zu Hause
fühlt
E rw id e rn antworten
'en tsch ied en klar und deutlich

25
Kapitel 2
*A a sSm .«Aa, äAt, ^sAa, jfA». .<A« ,»A» rtA». ^Aa» .«A» aA», .iA>. .<A». <tA»>

A lex an d er sieh t , d ass A m ad o u so g ar ein b issch en

w ü ten d ist . D esh alb w e ch se lt er sch n ell d as

T h e m a 1: „W a s m ö ch t est d u m ach en , w e n n d u

er w ach sen b ist , A m a d o u ?" f r a g t A lex an d er.

„ Ic h m ö ch t e et w as m ach en , w as m ir g e f ä llt ...

ich m ö ch t e ein e an d ere A r b e it m ach en als m ein e

M u t t e r u n d m ein V a t e r ... Sie ar b e it e n d o ch n u r,

u m G e ld z u ver d ien en . Ic h m ö ch t e ein e A r b e it

h ab en , d ie m ir Sp aß m ach t u n d d ie m ir g e f ä llt .“

A lex an d er lä c h e lt : „ D u w ir s t sich e r d ie A r b e it

f in d en , d ie d u m ach en w ills t . D u b ist j a so g u t in


a lle m !“ ■

1 das Them a w ech seln über etwas anderes sprechen

26
W orte & W ö rter
1 W e lc h e s A d je k tiv passt?

f rö h l ich h ässlich l an g w ei l ig f i et t sau er sp an n ed g en er vt

A l ex an d er i s t u n d ...fwh/ich,,,,

1 We n n A l ex si t z en b l ei b t , w e r d en sei n e El t e r n ................

2 A m a d o u f i n d et L e r n e n ..................
3 Fü r A m a d o u ist d i e A r b e i t im L a d e n ..................
4 A l e x an d e r f i n d et B e r l i n ..................

5 H eu t e ist A l ex w eg en ei n er sch l ech t en N o t e ..................


6 A m a d o u i s t ................ au f A l ex an d er .

S trukturen & Satzbau

2 A n tw o r te n e g a tiv ( - ) o d e r p o s itiv (+ ).
M ag st d u d i e Sc h u l e ? ( + ) ..... ^3..!.9h. Schule. ......
1 M ö ch t est d u n i ch t n ach A f r i k a f ah r en ? ( - ) ........................
2 M ö ch t est d u w i e d ei n e El t er n l eb en ? ( - ) .............................
3 M ach st d u d i e H au s au f g ab e n n i c h t ? ( + ) .........................
4 Ko m m st d u h eu t e N ach m i t t ag zu m i r ? ( + ) .........................
5 Li e st d u Bü c h e r ? ( - ) ......

Fit in Deutsch 2 - Lesen


3 Lies d ie b e id e n A n z e ig e n .

A n z e ig e 1
Mit b esser en No t en f ü h lt sich El t er n g esp r äch e - alle
Ihr Ki nd al lem g ew ach sen : Kl assen bis z u m A b i t u r
Per sö n l i ch e Ber at u n g - - Nach p r ü f u n g sk u r se -
M o t i vi er t e u n d er f ah r en e Fer i en k u r se.
N ach h i l f el eh r er - Ind i vi d u el le Info: Sch ü l er h i l f e Berlin-
Bet r eu u n g - Kleine Gr u p p en - Neu k ö l ln , M o n t ag - Fr ei t ag
Reg el m äßi g e 10- 20 Uhr, Sam st ag 11-14 Uhr.
Bei d er Sc h ü l e r h i l f e g i b t es N ach h i l f e
A [ZI f ü r Sc h ü l e r v o m Gy m n asi u m .
B □ f ü r Gr u n d sch ü l er .
C □ f ü r Sc h ü l e r vo n al l en Sc h u l ar t e n
1 Di e Leh r er d er Sch ü l er h i l f e
A G h ab en ei n e Pr ü f u n g g e m ac h t .
B □ f ü h r en Pr ü f u n g e n d u r ch .
C G b er ei t en au f Pr ü f u n g e n vor.
2 D ie Sc h ü l e r l er n en
A G in g r o ßen Kl assen .
B G zu zweit.
C G in k l ei n en Gr u p p en .
3 Bei d er Sc h ü l e r h i l f e k an n m an an r u f en .
A G n u r am Sam st ag .
B G n u r am So n n t ag .
C G vo n M o n t ag b i s Sam st ag .

A n z e ig e 2
Lu st au f So n n e, Par t y, d en n eu est en Ki ck f ü r
St r an d , n eu e Fr eu n d e Eu ch : Sch ü l er sp r ach r ei sen !
u n d g an z n eb en b ei n o ch Lan g w ei l i g , n u r et w as f ü r
ei n e n eu e Sp r ach e l er n en St r e b e r ? A b e r nein!
o d er Eu r e Sch u l n o t en Info:
v er b esser n ? Bei u ns sei d Ihr w w w .sch ü l er sp r ach r ei sen .d e
g en au r ich t i g ! W i r h ab en

1 Sch ü l er sp r ach r ei sen b i et en


A G Sp r a c h k u r se am N a c h m i t t a g an.
B G Sp r ac h r ei s e n f ü r Sc h ü l e r an.
C G Sp r a c h k u r s e am A b e n d an.
2 Sc h ü l e r s p r ac h r e i s e n o r g an i si er en
A G Sp r ach r ei sen .
B G Pa r t y s am St r an d .
C G Be ach v o l l e y b a l l t u r n i e r e .
3 Sc h ü l e r s p r ac h r e i s e n
A G sind n u r et w as f ü r St r eb er .
B G helf en, N o t en zu ver b esser n .
C G sind langweilig.
29
Caj > it el 3

Die Geburtstagsparty

®4 M A S Leb en ist n ic h t ein f ach f ü r A m ad o u .

Je d e n T ag m u ss er f r ü h u m sech s U h r au fst eh en .

Sein e M u t t e r u n d sein V a t e r g eh en u m V ie r t e l

n ach sech s au s d em H au s. Er m ach t d as Fr ü h st ü c k

f ü r sein e k le in e Sch w e st er n . D an n h ilf t er ih n en

b eim W asch en u n d A n z ieh en .

Sp ät er b r in g t e r sie z u r Sch u le u n d in d en

K in d e r g a r t e n .

U m ach t U h r m u ss er im G y m n asiu m sein . D e r

U n t e r r ic h t b eg in n t u m z eh n n ach ach t .

30
So nah, sofern

U m h alb z w e i k o m m t er n ach H au se u n d k o ch t

d as M it t ag essen . D an n h o lt er sch n ell sein e

Sch w e st er n ab. Sie essen z u sam m en z u M it t ag .

Be i sch ö n em W e t t e r g eh t e r m it ih n en a u f d en

Sp ie lp la t z 1. D an n h ilf t e r d er g r ö ß er e n Sch w e st er

b ei d en H au sau f g ab en . D an ach m ach t er sein e

eig en en H au sau f g ab en . W e n n er n o ch Z e it h at,

le r n t er ein b issch en .

U n d d an n g ib t es A b en d essen .D a m u ss er au ch
m it h e lf e n .

M an ch m al jo b b t 2 e r sam stag s im Lad en , w o

au ch sein V a t e r ar b e it e t . Er h at ech t w e n ig Fr e iz e it .

M it sein en Fr eu n d en k an n sich n ie t r ef fen .

1r Spielplatz, “ e Ort mit Rutschen, Klettergerüsten und Bänken. Hier können


Kinderspielen.
!jo b b en arbeiten

31
Kapitel 3

A m 4. Fe b r u a r h at A lex an d er G eb u r t st ag .

Er h at d ie g an z e Klasse in d ie D isk o t h e k

ein g elad en .

A m ad o u w ill d ie Ein la d u n g n ic h t an n eh m en 1.

Er ist seh r sch ü ch t er n u n d n o ch n ie in e in e r D isk o

g ew esen .

A lex an d er v e r st e h t d as. A b e r e r b le ib t d ab ei:

„K o m m d o ch m it ! D u k an n st n ic h t im m e r d as

M a u e r b lü m ch e n 2 sp ielen . A m ü sie r d ich d o ch au ch

m al! K o m m , u n d t an z m it u n s! D u w ir s t seh en ,

d as g e f ä llt d ir ! H u n d e r t p r o !!!“ 3

Sc h lie ß lic h sag t A m ad o u :

„O k ay , ich k o m m e m it .“

'an n eh m en , n im m t an, n ahm an, an gen om m en akzeptiere


2s M auerblüm chen, - eine langweilge, unscheinbare Person
3h un dertpro abgekürzt: hundertprozentig, zu 100%, ganz sicher

32
Kapitel 3

D as Fest in d er D isk o t h ek f in d et am

Sam st ag n ach m it t ag statt.

D ie D isk o t h e k ist k le in , ab er g em ü t lich .

A m ad o u kom m t um fü n f Uh r. Sein e b eid en

Sch w e st e r n sin d b ei ein em C o u sin . Er m u ss sie

d o r t sch o n u m sieb en U h r w ie d e r ab h o len . A lso

h at er n u r z w e i St u n d en Z e it .

A ls er k o m m t , sin d sch o n v ie le Le u t e d a. V ie le

k en n t e r n ich t . Es ist d u n k el in d er D isk o t h e k .

A m ad o u k an n A lex an d er n ic h t f in d en .

A m ad o u g eh t in Ric h t u n g T a n z f läc h e 1. D a ist

j a A lex an d er ! Er t an z t w ild z u r T ech n o m u sik .

1e Tanzfläche, -n freier Raum in der Diskothek zum Tanzen

34
So nah, sofern

Je t z t sieh t A lex an d er ih n au ch . Er h ö r t a u f z u

t an z en u n d g eh t a u f ih n z u : „A m a d o u !“ r u f t er.

„ En d lic h b ist d u d a!“

A m ad o u sag t: „A lle s G u t e z u m G eb u r t st ag ,

A le x an d e r !“ A b er A lex h ö rt ih n n ic h t . Zw ei

M äd ch en k o m m en z u ih m . Ein e v o n ih n en sag t

ih m et w as in s O h r . A lex an d er h ö r t ih r z u u n d

sch au t A m ad o u d ab ei an . D an n lac h t er.

A u c h d as M äd ch en lach t .

„W o r ü b e r red en d ie d en n ?“ f r ag t sich A m ad o u .

„W a s g ib t es d en n d a z u lach en ? Lac h e n d ie et w a

ü b er m ic h ?“ A m ad o u ist sau er.

„K o m m t an z en , A m ad o u “ , sag t A lex an d er.

„Ic h k an n n ich t tan z en , A lex an d er“ , an t w o r t et er.

Plö t z lic h 1 h ö r t e r h in t e r sich ein e St im m e, d ie

la u t sag t:

„ A lle N e g e r k ö n n en t an z e n !“

'p lö tzlich jetzt, unerwartet

35
Kapitel 3

A m ad o u d r eh t sich u m . D o r t st eh en v ie r Ju n g e n .

Sie h ab en t r ag en M ilit ä r h o s e n u n d Sp r in g e r s t ie f e l1.

N e g e r h ab en sie g esag t. D as W o r t ist h ässlich

u n d v e r le t z e n d 2.
D ie Ju n g e n sch au en A m ad o u d ir e k t in d ie

A u g en .

Ein e r v o n ih n en b e g r ü ß t A lex an d er :

„ H a llo , A lex , w ie g e h t ’s?“ f r a g t er f r e u n d lich .

„ M i r g eh t es su p er a n t w o r t e t A lex an d er.

„A ls o , N eg er, w as ist n u n ? T an z t d u o d er n ic h t ?“

sag t d er an d ere Ju n g e m it d en Sp r in g er st ief eln . ■

'r Springerstiefel, - große, schwere Stiefel


V e rle tz e n d es tut weh
Lesen & Lernen
1 B rin g e A m a d o u s T a g e s a b la u f in d ie ric h tig e R e ih e n fo lg e .
A □ D er U n t e r r i c h t b eg i n n t u m z eh n n ach ach t .
B □ Er h i l f t sei n en Sc h w e s t e r n b ei d en H au sau f g ab en .
C □ Er hilft sei n en Sch w est er n b ei m Wasc h en u n d An z i eh en .
D O Er g e h t m it sei n en Sc h w e s t e r n au f d en Sp i el p l at z .
E D Es g i b t A b e n d e ssen .
F D Er m ac h t sei n e ei g en en H au sau f g ab en .

G G Er st eh t j e d e n M o r g en u m sech s Uh r auf .
H □ Er k o ch t d as M i t t ag essen .

W orte & W ö rter

2 T ra g e d ie fe h le n d e n W ö r te r ins W o r t g itt e r ein . F in d e das


L ö su n g s w o rt.
1 D as m ac h t m an in d er
D i sk o t h ek .
2 A n ei n en O r t g eh en , u m
1
e t w a s o d e r j e m an d e n
2
zu h o l en .
3 Be g i n n e n 3
4 Si c h b ek l ei d en 4
5 D as m ac h t m an 5
m o r g en s 6
6 We n n m an d as H au s 7
ver l ässt . 8
7 N u r ei n b i ssch en
9
l ach en .
10
8 M i t Se i f e sa u b e r m a c h e n
9 H i l f sver b
1 0 D as m ac h t m an , w en n Lö s u n g sw o r t :
m an H u n g er h at _____________ _____________

38
S trukturen & Satzbau
3 B ild e S ätze .
er / au f st eh en / Je d e n M o r g en / u m sech s Uhr.
Jeden Morgen steh t um sechs Uhr
1 er / si ch an z ieh en / u n d / h el f en / sei n en Sch w est er n / Dann.

2 b eg i n n en / u m z eh n n ach a c h t / D er Un t er r i ch t .

3 er / d as M i t t ag essen / k o ch en / Um h al b z w ei .

4 au f d en Sp i e l p l a t z / A m N a c h m i t t a g / si e / z u sam m en /
g eh en .

Fit in Deutsch 2 - Schreiben


4 Lies d ie E in la d u n g von A lex . S c h re ib e ihm e in e M ail.

F /N L A V U N C
V u b is t h e rz lic h z u m e in e r O e b u rts ta g s p a rty ein g elad en .
Tag: S am stag , den OH. F e b ru a r, 3 e g in n : 15.00 U h r
O r t: A d re s s e „C lub C u Itu r e H o u z e " (C ö r litz e r S tra ß e 7H,
D e r Iin K re u z b e rg )
D r in g g u te L a u n e u n d e in p a a r C D s m it! A le x

- N i m m d i e Ei n l ad u n g an!
- W e g z u r D i sk o t h e k ? T r an s p o r t m i t t e l ?
- Ei n en Fr eu n d m i t b r i n g e n ?
- W e l c h e M u si k ?

39
Ein ernstes Problem

5 A l£ X A N D £ K m isch t sich ein :

„Ju n g s, es ist alles in O rd n u n g . G le ic h

w ir d A m ad o u m it m ir tan z en . Ic h w ill k ein e

Sch w ie r ig k eit en . D as h ie r ist m ein Fe s t ..."

Ein e r d er Ju n g s sag t:

„K o m m t , w ir g eh en ein Bie r t r in k e n .“

A m ad o u h at k ein e Lu s t m eh r. Er m ö ch t e g ern e

n ach H au se g eh en . A b e r A lex an d er b esteh t d a r a u f ,

d ass er b leib t : „K o m m d o ch , tan z d o ch m it !“

'a u f etw as bestehen bestand, bestanden bei seiner Meinung bleiben


Sonah, sofern

^ ^ ^ ^

A m ad o u f o lg t d em Fr eu n d a u f d ie T an z fläch e.

A lex an d er t an z t g u t , seh r g u t so g ar. A b e r A m ad o u

b ew eg t sich n ich t . Se in Fr eu n d b eo b ach t et ih n :

„ N a lo s ... A m a d o u !“ r u f t er. „Sc h a u a u f m ein e

Fü ß e ... sch au a u f m ein e A r m e ..."

A m ad o u m ach t ein p aar k le in e Sc h r it t e 1.

„ Sie h d o ch , so m ach t m an d as“ , f ä h r t A lex an d er

f o r t . „Fo lg e ein f ach d er M u sik , d em Rh y t h m u s ...“

1r Schritt, e Bewegung mit den Füßen

41
Kapitel 4

A b e r A m ad o u k an n d em Rh y t h m u s n ic h t f o lg en ,

e r h ö r t d er M u s ik n ich t z u . Er k an n w ir k lic h n ic h t

tan z en !

„ Ic h tan z e w ie ein Bä r 1“ , sag t er w ü t e n d u n d

v er lässt 2 d ie T an z fläch e.

A lex an d er k o m m t m it ih m m it . Er ist au ch

w ü t en d :
„A b e r w a r u m k an n st d u d en n n ic h t t an z en ? D u

b ist d o ch ein A f r ik a n e r !" r u f t er.

1r Bär,en großes Tier mit braunem Fell, das sich nicht sehr elegant bewegt
2verlassen, verlässt, verließ , verlassen Weggehen

42
Kapitel 4

Je t z t v e r st e h t A m ad o u en d lich !

„ D u d en k st ...", sag t er, „d ass ic h g u t t an z en

k an n , w e il ic h ein e sch w arz e H a u t f a r b e h ab e,

w e il m ein e Elt e r n in A f r ik a g eb o ren sin d u n d d o r t

alle t an z en , w e il d ie Sch w ar z e n M u s ik im Blu t

h ab en 1..."

U n d er d en k t : „A u c h A lex an d er ist n ic h t an d ers

als d ie an d e r en .“

Er ver lässt d ie D isk o t h e k .

A lex an d er f o lg t 2 ih m .

Er w ill m it ih m red en .

A b e r au ch d ie Ju n g s m it d en Sp r in g e r st ie f e ln

f o lg en ih n en .

1Musik im Blu t haben den Rhythmus spüren, von Natur aus gut tanzen können
2fo lg en jem anden nachgehen
So nah, sofern

Es ist erst sech s U h r ab en d s, ab er es ist sch o n

d u n k el. Im Fe b r u a r sin d d ie T ag e n o ch k u rz .

A m ad o u g eh t z u r Bu sh a lt e st e lle .

A lex an d e r r u f t : „A m a d o u ! A m ad o u , w a r t e a u f

m ic h !“ .

A m ad o u h ö r t es, ab er er lä u f t w e it e r . Er ist

w ü t e n d u n d en t t äu sch t 1.

A lex an d e r e r r e ic h t ih n u n d b eg in n t z u red en :

„En t s c h u ld ig e , A m ad o u “ , sag t er, „ ic h ... ich

h ab e m ich t o t a l b lö d 2 b en o m m en 3. Es t u t m ir

w ir k lic h L e id !“

A m ad o u sag t n ich t s.

'en ttäu sch deprimiert


2blöddum m
3sich b eneh m en , b en im m t, b enahm , b eno m m en sich verhalten

45
Kapitel 4
Aft. db jA»> <j^h jAfc <«4it xAct jAh

„En t s c h u ld ig e , ab er ...", f ä h r t A lex an d e r f o r t ,

„ ... w en n M äd ch en d ab ei sin d , b en eh m e ic h m ich

m an ch m al z ie m lic h d u m m . Ic h w e iß n ich t , w as

ich sag e o d er m ach e b lö d e Sach en ... v ie lle ic h t


w e il ic h in t er essan t er sch ein en w i l l .“

A m ad o u ver st eh t , w as sein Fr eu n d sag en w ill:

„ Is t in O rd n u n g , A le x an d e r “ , a n t w o r t e t er, „ ic h
h ab 's k a p ie r t !“

„V e r t r a g e n w ir u n s1 w ie d e r ?“ f r ag t A lex .
„Fr ie d e n ?“

A m ad o u lä c h e lt , er ist n ic h t m eh r w ü t en d .
„O k a y , Fr ie d e n !“ ■

'sich vertrag en, verträg t, vertru g , vertrag en sich wieder verstehen

46
Lesen & Lernen
1 W e lc h e s W o r t passt?
A b e r A m ad o u k an n d em Rh yt h m u s n i ch t f o l g en . Er d o ch
w i r k l i ch n i ch t t an z en ! „Ich t an z e cd ein Bä r “ , sag t er u n d ver l ässt
d i e Tan z f l äch e. A l ex an d er k o m m t m i t (2) m it . Er ist w ü t e n d :„ A b e r
w ar u m k an n st d u d en n n i ch t t an z en ? Du b i st d o ch ein (3 )!“ r u f t
er. Je t z t ver st eh t A m ad o u en d l i ch ! „D u d e n k s t ...“ , sag t er, „d ass
ich g u t t an z en k ann, (4) ich ei n e sch w ar z e H au t f ar b e h ab e, w ei l
m ei n e El t er n in A f r i k a g eb o r en sin d u n d d o r t al le t an z en , w eil
d ie Sch w ar z en Mu si k im Bl u t h ab en ...“ Je t z t ist er es, d er cs> ist.
Un d er d en k t : „ A u ch A l ex an d er ist n i ch t an d er s als d ie an d er en .“
Er ver l ässt d ie Di sk o t h ek .

A m u ss ^ k an n C d ar f
1 A al s B ob C w ie
2 A ih m B er C ihn
3 A af r i k an i sch B A f r i k an i sc h er C A f r i k an er
4 A A d en n B d esh al b C w ei l
5 A f r ö h l i ch B w ü t en d C sch ü ch t e r n

2 V e rb in d e d ie S a tz te ile .
E l A b e r A l ex an d er a u n d v er l ässt d i e
b est e h t d ar au f , Tan z f l äch e.
1 □ A l e x an d e r t an z t g u t , b ab e r es ist sch o n d u n k el .
2 □ „Ich t an z e w i e ein Bä r “ , c seh r g u t so g ar .
sag t A m a d o u d b en e h m e i ch m i ch
3 □ A b e r au ch d i e Ju n g s m an ch m al z i em l i ch
m i t d en Gl at z en dum m .
4 □ Es ist er st sech s Uh r e u n d d en Sp r i n g e r st i e f e l n
ab en d s, f o l g en i h n en .
5 ö We n n M äd ch en d ab ei f d ass er b l ei b t .
si n d ,

48
Strukturen & Satzbau
3 V e r b i n d e d i e S ä t z e . Es g i b t 9 L ö s u n g e n , a b e r n u r 5 L ü c k e n .

ab er d am i t d ass d en n n ach d em
obwohl w as w eil w en n

Er w i l l n i ch t z u m Fe st g eh en , PPWtt er ei n e Ei n l ad u n g
b ek o m m en h at .
1 A b e r A l e x a n d e r b es t e h t d a r a u f , ............ er b l ei b t :
2 Er k an n g u t t a n z e n ,............ er ein en Tan z k u r s g em ach t hat .
3 Es ist er st sech s Uh r a b e n d s , ............. es ist sch o n d u n k el
4 Er b en i m m t si ch m an ch m al d u m m ...............M äd ch en
d ab ei si n d .
5 A m a d o u v e r s t e h t , ............. sei n Fr eu n d sag en will.

W orte & W ö rter


4 F in d e das G e g e n te il.
A m a d o u ist f l ei ßi g A l e x an d e r i s t .......................
1 D as Hau s ist h o ch . D as Hau s i s t ........................
2 Ich b i n k l ug . M ei n Br u d e r i s t ...................
3 Ber l i n ist g r o ß. Be r n a u i s t .......................
4 D i ese A u f g a b e ist D i ese A u f g a b e ist
sch w i er i g .
5 D er Ro m an ist sp an n en d . D er Ro m an i s t .....................

Fit In Deutsch 2 - Sprechen


5 F r a g e n s t e ll e n u n d a u f F r a g e n a n t w o r t e n , T h e m a :
S C H U L E . S p r ic h m i t e i n e r F r e u n d i n o d e r e i n e m F r e u n d .
S te lle d ie F r a g e n , d e in e F r e u n d in a n t w o r t e t .

- Fä c h e r ?
- Le h r e r ?
- M i t sc h ü l er ?
- Pa u s e n ?

49
K ap it el 5

Freunde

®6 f \ au s d em D u n k e ln t au ch en d ie Ju n g s au s
d er D isk o t h e k au f.

„A ls o , w as ist , N e g e r ", sch r e it ein er, „le r n s t d u

n u n t an z e n ?"

Sch o n w ie d e r d ieses W o r t ! A m ad o u d r eh t

sich u m . V o r ih m st eh en d ie v ie r Ju n g s m it d en

Sp r in g e r st ie f e ln . Sie sch au en ih n an u n d lach en

h ö h n isch 1. A m ad o u w ill w eg lau f e n , ab er d r ei

h alt e n ih n fest2.

„Je t z t b r in g en w ir d ir d as T an z en b e i3!"

'höhnisch boshaft
2festhalten , h ält fest, h ielt fest, festgeh alten fixieren
T e ib rin g e n , brachte b ei, beigebracht lehren

50
,
So nah sofern
*$4» «4% ,«4?< ,«4». «4* «4* «4% «4» «4» «4s, ,4,. .4
-4^- -§%
*"■

A lex an d er m isch t sich e in 1: „Ju n g s “ , sag t er, „lasst

u n s g eh en , lasst ih n in Ru h e. Er ist m ein Fr eu n d ..."

„ D e in Fr e u n d ?“ sch r e it ein er. „H a s t d u N e g e r

als Fr e u n d e ?“

„ H a u ab 2!, ver p iss d ic h !“ sch r e it ein an d erer.

A lex an d er b ew eg t sich n ich t .

A m ad o u sch au t d ie Ju n g e n an . Sie sin d z u v ie r t ,

alle sin d g r o ß u n d stark .

A u ch w e n n A lex an d er ih m h ilf t , k ö n n en sie

sich n ic h t w e h r e n 3.

„L o s , A lex an d er, la u f w e g ...“ r u f t er.

A lex an d er z ö g e r t 4, ab er d an n r e n n t er lo s.

'sich einm ischen eingreifen, intervenieren


'H au ab ! Gehweg!
5sich w eh ren sich verteidigen
4 zögern abwarten

51
Kapitel 5

A m ad o u ist j e t z t a lle in e in d er d u n k len St r aß e .

Er w e iß n ich t w a r u m , ab er er h at k ein e A n g st .

D ie Ju n g s sin d im m e r n o ch d a.

Sie sch reien ih n an : „ N e g e r ... V er p iss d ich n ach

H au se! N a c h A f r ik a z u d ein em St am m 1!“

U n d d an n r e m p e lt 2 ih n e in e r an .

A m ad o u f ä llt a u f d en Bo d en .

Ein an d er er sch läg t z u .

Es t u t w e h , ab er A m ad o u st eh t a u f u n d sch läg t

z u r ü ck .

D ie Ju n g s w e r f e n ih n w ie d e r z u Bo d en .

Sie f a lle n ü b er ih n h e r 3.

V ie r g eg en ein en .

Plö t z lic h h ö r t A m ad o u Sc h r it t e .

Es k o m m en Le u t e . Gan z v ie le Ju n g e n u n d

M äd ch en . A m ad o u s K lassen k am er ad en .

A u ch A lex an d er ist d ab ei.

Sie k o m m en , u m ih m z u h elf en .

D ie Ju n g s m it d en Sp r in g e r st ie f e ln r en n en w eg .

1r Stam m , “ e e Famile, hier negativ


2an rem p eln schubsen
5h erfallen , fä llt her, fiel her, h ergefallen sich auf jem anden stürzen, auf ihn
einschlagen

52
Kapitel 5
L. A .. JL . ,A~ . X . t4 - A i «4

A m ad o u lie g t n o ch a u f d em Bo d en . A lex an d er

h ilf t ih m au fz u st eh en .

„A lle s in O r d n u n g ?“ f r a g t A lex an d er.

„ Ja , alles in O r d n u n g “ , a n t w o r t e t A m ad o u .
„D a n k e .“

„W o z u h at m an d en n Fr eu n d e?“ sag t A lex an d er

u n d sch läg t ih m m it d er H an d a u f d ie Sch u lt er .

„ D u h ast B lu t 1 im G e sich t “

„A c h w as, d as ist d o ch n ich t s ...", an t w o r t e t


A m ad o u .

In d iesem M o m en t f ä h r t d er Bu s vo r b ei.

A m ad o u sch au t a u f d ie U h r .

Es ist V ie r t e l v o r sieb en .

„O h G o t t , ich k o m m e n o ch z u sp ät !“ r u f t er aus.

„A ls o b is m o rg en d an n .“

A m ad o u st eig t sch n ell in d en Bu s.

Vo n d iesem Tag an h at sich A m ad o u s Leb en in d er

Sch u le verän d ert. Je t z t h at er seh r viele Freu n d e. Er

sp rich t m it allen . U n d er sp rich t ü b er D in g e, d ie ih m

w ich t ig sind . D en n er h at verstan d en h at, dass n ich t


alle g lau b en , dass er ein „A f r ik an e r “ ist. Fü r M en sch en

w ie A lex an d er ist er v o r allem ein „g u t er Freu n d “ .

’ s Blut ist rot und fließt durch unseren Körper

54
Lesen & Lernen
1 E r g ä n z e d ie S ä t z e .
D ie Ju n g s m it d en 4 D i e Ju n g s
sp r i n g er st i ef el n A Q r ed en m it A m ad o u .
A □ h ö r en Mu sik . B G sch r ei en A m a d o u an.
B [ZI t r i n k en Bi er . C G sp r ech en n i ch t m i t
C □ t r ei b en Sp o r t . A m ad o u .

1 Si e t r ag en 5 Vi el e Le u t e k o m m en
A □ T u r n sch u h e. und
B G San d al en . A Q h el f en A m ad o u .
C □ Sp r i n g er st i ef el . B G g eh en an i h n en
vo r b ei .
2 Si e su ch en
C Q seh en w eg .
A G ei n en Fr eu n d .
B G g u t e Mu si k . 6 A m a d o u s Le b e n in d er
C G Ä r g er . Sc h u l e
A G ist so, w i e es war .
3 A l e x an d e r l äu f t w eg ,
B G h at si ch
A G u m Hi lf e zu h o len .
ver sch lech t er t .
B G w ei l er A n g s t h at .
C G h at si ch seh r
C G w ei l er sp ät d r an ist.
ve r än d e r t .

W orte & W ö rter


2 Rätsel: W e lc h e s K ö rp e rte il?
D am i t k an n st d u l ach en , essen u n d k ü ssen : d er M
1 D am it k an n st d u sch r eib en , t r ag en u n d st r eich eln : d i e
H...............

2 Si e sin d k ur z o d er lang, l o ck i g o d er g lat t : d ie H............


3 A u f i h n en k o m m st d u d u r ch d i e We l t : d i e F ...............
4 W e n n er vo l l ist, w i r st d u m ü d e: d er B ...............
5 W e r zu vi el V e r a n t w o r t u n g h at , t r ä g t z u vi el au f d en
S ........
6 D am i t k an n st d u d en k en , st u d i er en u n d t r äu m en : d er
K ...............

56
S trukturen & Satzbau
3 W e lc h e s F ra g e w o rt passt?

Wan n War u m Wo Wie Wer Wo h i n Wa s

?
L
y. sch r ei t A m a d o u a n ? D ie Ju n g s m it d en
Sp r i n g er st i ef el n .
1 ................. t an z en j u n g e Le u t e ? In d er D i sk o t h ek .
2 ................. g eh t A m a d o u w e g ? We i l er w ü t e n d ist.
3 ................. l au f en d i e j u n g en Le u t e ? Zu A m ad o u .
4 ................. t an z t A m a d o u ? W i e ei n Bär .
5 ................. st e i g t er in d en Bu s ? Um v i er t el vo r si eb en .
6 ................. d en k t A m a d o u ? Er d en k t , d ass A l ex w i e al l e
an d er en ist.

Fit in Deutsch - Schreiben


4 Du bist A m a d o u . S c h re ib e d e in e r O m a ein e n B rie f und
e rz ä h le ihr, w as alles in d e r neu en S chule p a ssiert ist.
Du kannst so b e g in n e n :

L ie b e Om a,
w ie g e b t es d ir? D u fe h ls t m ir
m a n c h m a l s eh r. D e s h a lb s c h re ib e
ic h d ir j e t z t d iesen B r ie f . S e it
e in p a a r W ochen g e h e ic h a u f
e in (S ym nasium . £ s is t s o v ie l
p a s s ie r t ........................

57
Nach dem Zweiten Weltk rieg w ar Deutschland Deutschland holte Arb eiter aus Jug oslaw ien ,
völlig zerstört. Nach und nach wurden die Italien, Spanien, Portugal. Es w aren die so
Häuser w ied er aufgebaut. Die Fabriken genannten Gastarbeiter. Zuerst kam en die
nahm en ihre Arbeit auf. Die Menschen Männer. Sie arbeiteten in Fabriken und wohnten
arbeiteten und verdienten Geld. Die Wirtsch aft in Wohnheim en. Kontakt zu ihren deutschen
entw ick elte sich und es kam zum so genannten Kollegen hatten sie selten.
„Wirtsch aftsw u n d er“ . Den Menschen ging es Den Lohn schickten sie nach Hause. Irgend wann
w ied er gut. Von ihrem Geld konnten sie sich kam en die Frauen nach. Auch sie suchten sich
viele schöne Dinge kaufen. Neue Fabriken eine Arbeit.
w urden eröffnet. Aber es fehlten die Arbeiter. Die Fam ilien zogen in Wohnungen und
Darum schloss Deutschland ein Abkom m en m it schickten die Kinder auf deutsche Schulen. Die
ärm eren Ländern, vor allem in Südeuropa ab. Gastarbeiter blieben in Deutschland.
Vom G astarbeiter zu m D eu tsch en
m it M igration sh in tergru n d
Die ersten Ausländer, die
nach Deutschland kam en,
w urd en also Gastarb eiter
genannt. Ihr w isst sicher,
w as das Wort „A rb eiter“
bed eutet. Aber w ie passt
„arb eiten “ zu „Gast“ ?
Gäste läd t m an zu sich ein,
heißt sie w illkom m en, m an
bekocht und b ew irtet sie,
u n terh ält sich m it ihnen.
Aber dann m öchte m an
auch, dass d er Gast w ied er
geht. Die „Gastarb eiter“
jed och w aren zunächst
gar nicht w illk om m en.
Die Deutschen fürchteten
sich zu Anfang vor den Frem den. Und sie konnten nach w en ig en Jah ren nicht w ied er in
ihre Heim atländ er zurückgehen. Oftm als reichte das Geld nicht fü r einen Neubeg inn im
Heim atland . Die Kinder lern ten jetz t Deutsch in d er Schule. Viele „A u slän d er“ leben jetz t in
d er dritten Generation in D eu tsch lan d . Sie sprechen Deutsch und haben einen deutschen
Pass. Deshalb sp richt m an heute von „Deutschen m it M igrationsh interg ru nd “ .

D eu tsch e? D eu tsch e!
Die Deutschen m it Migrationshintergrund sind evangelischen Kirchen auch Synagogen und
m ittlerw eile gut integriert. Die dritte Generation Moscheen. Der Deutsche isst genauso gern
spricht Deutsch als Muttersprache und hat eine einen Döner w ie eine Bratwurst, Spaghetti
gute Ausbildung bekom m en. Man arbeitet in w ie Kartoffeln. Seine Freunde heißen Ahm ed,
Berufen w ie Gastwirt, Polizist, Fernsehjournalist, Giovanna, Klaus und Anna. Es gibt in Deutschland
Lehrer, Wissenschaftler, Schauspieler oder auch sogar ein Ministerium für Integration, das sich
Politiker. Auch die Deutschen haben sich an die um die Angelegenheiten der Migrantinnen und
neuen Mitbürger gewöhnt. In jed er deutschen Migranten küm m ert, Sprachkurse anbietet und
Großstadt stehen neben den katholischen und m ultikulturelle Veranstaltungen organisiert.

59
Zum W eiterlesen

B erlin! B erlin!
Berlin ist Bund eshaup tstad t und Regierungssitz Deutschlands. Berlin ist m it 3,4 Millionen
Einw ohnern die bevölkerung sreich ste und fläch en g rö ßte Stad t Deutschlands. Seit der
Wied erverein ig u n g im Jah r 1990 ist Berlin Haup tstad t der Bundesrepublik Deutschland.

D ie G esch ich te der S tad t


Die Stadt Cölln, Teil der auf der Spreeinsel nach Brandenburg ein. Um 1700 waren
gelegenen Doppelstadt Berlin- Cölln, wurde 20 % der Berliner Einw ohner Franzosen
1237 und Berlin 1244 erstm als urkundlich und ihr k ultureller Einfluss w ar groß. Viele
erw ähnt. Der Dreißigjährige Krieg zwischen Einw anderer kam en außerdem aus Böhm en,
1618 und 1648 w ar für Berlin besonders Polen und Salzburg. 1701 w urde Berlin
furchtbar. Viele Häuser wurde zerstört, viele Hauptstadt.
Menschen starben. König Friedrich Wilhelm Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs w urde
übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. Nach
von seinem Vater. Er begann eine Politik der den Novem berpogrom en von 1938 wurden
Im m igration und der religiösen Toleranz. Mit tausende Berliner Jud en ins nahe gelegene
dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich KZ Sachsenhausen deportiert. Von 1949 bis
Wilhelm die französischen Hugenotten 1990 w ar (Ost- ) Berlin Hauptstadt der DDR.

6o
D ie Teilung
B erlin s und die
B erlin er M au er
Nach der Kapitulation Deutschlands am 8.Mai
1945 wurde Berlin von den Siegerstaaten,
den Besatzungsm ächten, in vier Sektoren
aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA,
Großbritannien und Frankreich) bildeten den
westlichen Teil der Stad t und der Sektor der
Sow jetunion den Ostteil. 1948/ 49 kam es zu einer 1i
w irtschaftlichen Blockade West- Berlins durch
die Sowjetunion. Die Westalliierten versorgten Ir * " Jf e v v j f l j
die Bevölkerung über die „Luftb rück e“ . Mit der )f T r .
Gründung der Bundesrepublik Deutschland ' t \
im Westen Deutschlands und der Deutschen
Demokratischen Republik (DDR) im Osten
Deutschlands im Jah r 1949 verfestigte sich
der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die
Bundesrepublik ihren Regierungssitz nach Bonn
verlegte, ernannte die DDR Ost- Berlin zur Hauptstadt der DDR. Am 13. August 1961 w urd e von der
DDR die Berliner Mauer gebaut. Am 26. Ju n i 1963 besuche John F. Kennedy zum 15. Jahrestag der
Luftbrücke Westb erlin. Bei einer Rede drückte er seine Solidarität m it den Berlinern m it dem auf
Deutsch gesprochenen Satz „Ich bin ein Berlin er“ aus.
1989 kam es zur Wend e, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als
Bundesrepublik Deutschland w ied ervereinigt und Berlin wurde w ied er deutsche Hauptstadt.

K ultur
Berlin ist ein w ichtiges p olitisch- k ulturelles Museum sinsel. Das Museum am Checkpoint
Zentrum . Es gib t zahlreiche Theater. Die Charlie, auch als Mauerm useum bekannt,
bek anntesten sind das Berlin er Ensem ble, zeigt Mom ente aus der Geschichte d er Teilung
die Schaubühne und d er Fried rich stad tp alast. d er beid en deutschen Staaten . In d er Nähe
Außerdem verfü g t Berlin üb er drei des Potsd am er Platzes steht seit 2005 das
Opernhäuser. Berlin hat auch ein e Vielzahl von „Den k m al fü r die erm ord eten Jud en Europas“
Museen. Bereits seit 1841 gib t es die berühm te von Peter Eisenm an.
TESTE DICH SELBST!
L ie s d i e Z u s a m m e n f a s s u n g d e r G e s c h i c h t e . D a s in d a b e r
F e h l e r v e r s t e c k t . F i n d e u n d k o r r i g i e r e s ie .

A m ad o u ist 15 Ja h r e alt . cd Er w o h n t m i t sei n er Fam i l i e in


Fr an k f u r t . (2) Sei n e El t er n k o m m en au s N i g er i a. (3) A m ad o u u n d
sei n e Sc h w e s t e r n w u r d en in Fr an k f u r t g eb o r en . (4) A m a d o u
b esu c h t ei n e Real sch u l e. (5) Hi er h at er vi el e Fr eu n d e. (6) Er
l er n t l ei d er n i ch t g er n . (7) Sei n Fr eu n d A l ex ist seh r f leißi g . (8)
A m ad o u hilf t sei n en El t er n im Hau sh al t , d en n b ei d e ar b ei t en
h ar t . (9) Sei n Vat er a r b e i t e t vo n f r ü h b is sp ät in ei n er Fab r i k .
(io) Das Gel d , d as sei n e El t er n ver d i en en , sch i ck en si e d en
Gr o ßel t er n in Af r ik a, od A l ex f ei er t sei n en Ge b u r t st ag in ei n em
Rest au r an t . 0 2 ) Er h at d i e g an z e Kl asse ei n g el ad en . (13) A m ad o u
ist n i ch t z u r Pa r t y g eg an g en . (i4) Er m u sst e si ch u m sei n e
Sc h w e s t e r n k ü m m er n , os) A u f d em H ei m w eg w u r d e er vo n
vi er Ju n g s m it l an g en H aar en an g eh al t en . (i6> Si e h ab en ihn
g est o ßen u n d g esch l ag en . 0 7 ) Zu m Gl ü ck k am A l ex m i t al len
Kl assen k am er ad en . (i8) Si e h ab en A m ad o u g eh o l f en . 09) Nu n
h at A m ad o u n o ch m eh r Fr eu n d e in d er Sch u l e.
14Ja h re a lt
1 ......................................................................................................................................................................................................

2 ..............................................................................................................
3 ..............................................................................................................
4 ..............................................................................................................
5 ..............................................................................................................
6 ..............................................................................................................
7 ..............................................................................................................
8 ......................
9 ................................................................................................
10 ..............................................................................................................
11 ..............................................................................................................
1 2 ..............................................................................................................
13 ..............................................................................................................
14 ..............................................................................................................
1 5 .............. :...............................................................................................
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19