Sie sind auf Seite 1von 8

So finden Sie

Gewinner-Aktien
Liebe Leser,

“Big Data” heißt eines der großen Schlagwörter, die im Moment in aller Munde sind. Es besch-
reibt Technologien, die in der Lage sind, unglaublich große, komplexe, sich fortlaufende verän-
dernde und wenig strukturierte Datenmengen “in den Griff zu bekommen”. Sprich: Diese zu
analysieren, auszuwerten und daraus dann rationale, nicht von Emotionen verzerrte Erkennt-
nisse zu gewinnen. Diese Erkenntnisse können richtig viel Geld wert sein, speziell an der Börse!

Denn dank Big Data wird es möglich herauszufinden, welche Einzelfaktoren den
größten Einfluss auf die Kursentwicklung von Aktien haben.

Mögliche Faktoren sind dabei fundamentale Bewertungskennzahlen, wie z.B. das KGV, das die
Börsenbewertung eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem erzielten Gewinn setzt. Ein
Unternehmen, das mit dem 20fachen des letztjährigen Nettogewinns bewertet wird, hat dabei
ein KGV von 20, eines das mit dem 10fachen dieses Gewinns bewertet wird, ein KGV von 10. Die
landläufige Meinung besagt: Die Aktie mit dem 10er-KGV ist günstiger bewertet als die Aktie
mit dem 20er-KGV und sollte sich deshalb auch besser entwickeln.

Die Überlegung dahinter: Schreibt man die vergangene Entwicklung 1:1 in die Zukunft fort
und angenommen, man kauft das gesamte Unternehmen, bräuchte man als Investor bei der
KGV10-Aktie nur zehn Jahre bis man seinen Kapitaleinsatz wieder erwirtschaftet hat, bei der
KGV20-Aktie aber 20 Jahre.

Ähnliche Überlegungen stellen Investoren auch für andere Kennzahlen an, z.B. das Kurs-Um-
satz-Verhältnis (KUV), das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) oder das Kurs-Buchwert-Ver-
hältnis (KBV). Während KUV und KCV auf die operative Entwicklung abstellen, bezieht sich der
Buchwert auf die Bilanzrelationen. Einfach gesagt, lässt sich der Buchwert ermitteln in dem
man von den Vermögenswerten eines Unternehmens (den so genannten Aktiva) die Schulden
abzieht.

Spezial Report | 1
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

Andere Faktoren, die Anleger für die Prognose zukünftiger Kursentwicklungen heranziehen,
sind beispielsweise die Dividendenrendite (die anzeigt, wieviel Prozent des investierten Kapitals
Aktionäre im vergangenen Jahr über eine Gewinnausschüttung wieder zurückerhalten haben)
oder auch die vergangene Kursentwicklung. Die so genannten Charttechniker betrachten sogar
ausschließlich die vergangene Kursentwicklung, die in einem Verlaufsbild (Chart) anschaulich
dargestellt wird, um daraus Rückschlüsse auf die zukünftige Kursentwicklung abzuleiten.

An der Börse gibt es traditionell verschiedene Arten von Anlegern, die sich meist einer bes-
timmten Lehre verschrieben haben:

Die einen schwören darauf, dass die Aktien sich am besten entwickeln, die die günstigsten fun-
damentalen Bewertungskennzahlen haben. Diese Gruppe wird als wertorientierte oder Val-
ue-Investoren bezeichnet. Innerhalb dieser Gruppe gibt es dabei welche, die besonders auf das
KGV schwören, andere bevorzugen das KUV oder das KCV.

Andere behaupten, dass die absoluten Kennzahlen keine Rolle spielen, sondern dass es da-
rauf ankäme, diese ins Verhältnis zum Gewinn- und Umsatzwachstum eines Unternehmens zu
setzen. Eine Faustregel lautet hier: Ist das Gewinnwachstum in Prozent höher als das KGV ist
die Aktie unterbewertet und sollte gekauft werden. Unabhängig davon, ob das KGV nun bei 10
oder bei 100 liegt. Das sind die so genannten wachstumsorientierten Anleger oder Growth-In-
vestoren.

Eine dritte Gruppe wiederum hält beide Ansätze für sinnlos und behauptet, dass die “wahre
Lehre” darin bestünde, die Kursentwicklung einer Aktie in der Vergangenheit genau zu analy-
sieren und aus dieser Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu ziehen.
Eine ganz simple Regel dabei lautet: Bricht eine Aktie nach einer Seitwärtsbewegung auf ein
neues Hoch aus (und das bevorzugt mit hohem Handelsvolumen = möglichst viele Stücke dieser
Aktie wechseln am betreffenden Tag den Besitzer) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der
Kursanstieg auch in den darauf folgenden Tagen fortsetzt. Dahinter steckt eigentlich simple
Verhaltenspsychologie: Anleger realisieren nicht gerne Verluste. Das kennen Sie wahrschein-
lich ja auch von sich selber: Wenn Sie eine Aktie gekauft haben, die anschließend fällt und auf

Spezial Report | 2
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

einem tieferen Niveau verharrt, neigt man dazu, diese solange halten zu wollen, bis sie wieder
das Kursniveau erreicht, bei dem Sie sie erworben haben.

Das heißt, solange eine Aktie nicht ein neues (Allzeit)-Hoch erreicht gibt es immer Aktionäre,
die bei einem Kursanstieg die Möglichkeit bekommen, mit plusminus null wieder aus einer
Position auszusteigen und froh sind, ihre Papiere doch noch ohne Verluste loszukriegen. Dieses
“Verkaufsinteresse” bremst den Anstieg einer Aktie. Macht Wert X aber ein neues Hoch gibt es
keine Aktionäre, die mit diesem Papier im Minus sind. Entsprechend kommen von dieser Seite
keine Verkäufer, das Verkaufsinteresse insgesamt ist geringer und damit steigt die Aktie “leich-
ter”. Letztlich ist es dieser simple Mechanismus, den Anleger zu nutzen versuchen, die Trends
folgen. Sie werden auch Charttechniker genannt.

Die Frage, deren richtige Beantwortung die Tür zum Reichtum aufstößt, ist nun natürlich:
Wer hat Recht?

Bevor wir uns auf die Suche nach der Antwort machen, ist zunächst noch wichtig, Folgendes
zu verstehen: Die Betriebswirtschafts- oder Volkswirtschaftslehre ist keine klassische wis-
senschaftliche Disziplin wie es beispielsweise die Naturwissenschaften sind, bei denen allge-
mein gültige Gesetzmäßigkeiten gesucht und dann empirisch (“Versuch und Irrtum”) über-
prüft werden können. Bei der Wertpapieranalyse können keine absoluten Gesetzmäßigkeiten
bewiesen werden, man kann lediglich versuchen, aus vorhandenen (vergangenen) Daten,
Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu ziehen.

Das Problem dabei ist, dass die Aktienmärkte - u.a. abhängig von den allgemeinen wirtschaft-
lichen Rahmenbedingungen und auch von “Moden” - ihren Charakter immer wieder verän-
dern. Das heißt, es gibt Phasen, in denen die Valuestrategie besonders gut funktioniert, es gibt
Phasen, in denen die Wachstumsstrategie besonders gut funktioniert und es gibt Phasen, in
denen charttechnische Strategien besonders gut funktionieren.

Studien über die Prognosekraft von einzelnen Faktoren sind deshalb nur dann sinnvoll, wenn

Spezial Report | 3
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

sie möglichst lange Zeiträume umfassen. Zeiträume, die sowohl extreme Krisenphasen (z.B.
auch kriegsbedingte) als auch extreme Börsenboom-Phasen umfassen. Zeiträume, in denen
Anleger Aktien mieden wie der Teufel das Weihwasser und Zeiträume, in denen die Euphorie am
Aktienmarkt so groß ist, dass es auf Partys fast kein anderes Thema als Aktien mehr gab.

Und hier kommt nun wieder Big Data ins Spiel. Dank der Fortschritte in der Informationstech-
nologie ist es inzwischen möglich, die Prognosekraft einzelner und auch kombinierter Fak-
toren über extrem lange Zeiträume exakt zu untersuchen. Daraus können dann rein daten-
basierte, statistisch valide Erkenntnisse gewonnen werden, die zeigen, was an der Börse
wirklich funktioniert - und was nicht.

Einer der Pioniere in diesem Bereich ist der US-Statistik-Guru James P. O´Shaughnessy, der sein
mit Daten vollgepacktes 400-Seiten-Standardwerk entsprechend auch “WHAT WORKS ON
WALLSTREET” genannt hat. Dabei hat er die ältesten zur Verfügung stehenden Datenbanken
ausgewertet, bis in die 50er-Jahre zurück.

Was ein US-Statistik-Guru Erstaunliches herausgefunden hat

Dank Big Data hat O`Shaughnessy Erstaunliches herausgefunden: Zunächst weist er zweifels-
frei nach, dass die Valuestrategie tatsächlich funktioniert - und zwar Faktor für Faktor und das
mit einem enorm hohen Grad an Verlässlichkeit.

Was bedeutet das? Nun, wenn man die Gruppe “Alle Aktien” in Dezilen einteilt (also in zehn
Gruppen) und für jeden Faktor nach Bewertung ansteigend ordnet (also z.B. in Gruppe 1 kom-
men die 10 Prozent der Aktien mit dem niedrigsten KGV; in Gruppe 2 kommen die 10 Prozent
mit dem zweitniedrigsten KGV usw. bis zur Gruppe 10 der 10 Prozent Aktien mit dem höch-
sten KGV) dann ist es tatsächlich so, dass Gruppe 1 über lange Zeiträume besser performt als
Gruppe 2, Gruppe 2 besser als Gruppe 3 usw. bis zur Gruppe 10.

Und das gilt nicht nur für das KGV, sondern tatsächlich auch für das KUV, das KCV, das KBV und
für die Dividendenrendite (hier gilt: je höher, desto besser).

Spezial Report | 4
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

Zudem zeigen seine Auswertungen, dass die mögliche Rendite weiter gesteigert werden kann,
wenn man die verschiedenen Faktoren miteinander kombiniert und ähnlich stark gewichtet.
Das kann man in der Praxis über so genannte Rangsummen tun. Nochmal am Beispiel KGV
erklärt: Wenn man die Gruppe “Alle Aktien” nach dem KGV sortiert und “n=1000” ist, dann
erhält die Aktie mit dem niedrigsten KGV die Rangsumme 1 und die mit dem höchsten KGV die
Rangsumme 1000.

Dann werden die Rangsummen für jeden Faktor addiert und gekauft werden dann die mit der
in der Kombination niedrigste Rangsumme. Das ist sinnvoller als für jede Kennzahl absolute
Grenzwerte zu verwenden, weil dann eine insgesamt günstige Aktie herausfallen würde, wenn
sie bei einer Kennzahl besonders schlecht abschneidet.

Was aber ist nun das eigentlich Erstaunliche an dem, was O`Shaughnessy herausgefunden hat?
Bisher können sich ja die Value-Investoren als die großen Sieger “des Wettbewerbs” fühlen.
Denn die beschriebene multivariable Faktorstrategie unterstreicht ja im Prinzip deren Behaup-
tungen.

O`Shaughnessy hat aber eine Möglichkeit gefunden, wie man die erzielbare Rendite noch weit-
er steigern kann - und zwar in dem man die so genannte “relative Stärke” einer Aktie zusät-
zlich bei der Auswahl berücksichtigt. Relative Stärke bedeutet dabei einfach: Wie stark ist eine
Aktie im Vergleich zu allen anderen Aktien im Zeitraum X gestiegen.
Der Dreh dabei: Gut performen unter den fundamental günstigen Aktien nicht diejenigen, die in
den Monaten bzw. dem Jahr zuvor stark gefallen sind (also nicht die, die einen optisch niedri-
gen Preis haben), sondern diejenigen unter den günstigen Aktien die besonders stark gestiegen
sind. Das widerspricht komplett dem, was man intuitiv für richtig halten würde und er-
fordert auch etwas Mut (es ist psychologisch einfacher nominell günstige Aktien zu kaufen,
weil Anleger dann eher das Gefühl haben ein Schnäppchen zu machen).

Wer es aber trotzdem macht, der wurde in der Vergangenheit reichlich belohnt. In absoluten
Zahlen sieht das so aus:

Spezial Report | 5
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

Speziell über lange Zeiträume wird (durch den Zinseszinseffekt) besonders deutlich, wieviel
lukrativer für Anleger die Trend-Strategie im Vergleich zu anderen Anlagestrategien ist. Wobei
richtiger eigentlich der Ausdruck “Kombistrategie” wäre, weil die Trendstrategie ja - wie oben
beschrieben - Trend- und Value-Elemente miteinander kombiniert.

Dass das nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis funktioniert habe ich mit mei-
nem Premium-Börsendienst Trendaktien-Report (www.trendaktien-report.de) unter Beweis
gestellt, wo ich Aktien für das Musterdepot auf Basis dieser Kombistrategie auswähle. Seit
Start des Briefes im Herbst 2003 ist der Depotwert von 10.000 Euro auf über 200.000 Euro
gestiegen, was fast einer Rendite von +2.000 Prozent entspricht.

Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Die bisherige Strategie legte bei den fundamentalen
Bewertungskennzahlen besonderen Wert auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis. In brandneuen Stu-
dien korrigiert sich O`Shaughnessy hier etwas. Wie oben beschrieben hat er unter Einbeziehung
von neuerem Datenmaterial herausgefunden, dass eine Trendstrategie vorzuziehen ist, die die
fundamentalen Kennzahlen neu gewichtet.

Auch an der Börse gilt also: Stillstand heißt Rückschritt. Genau deshalb haben wir auf Ba-
sis dieser neuesten Erkenntnisse im Januar 2017 unser Musterdepot neu aufgelegt, mit einem

Spezial Report | 6
So finden Sie Gewinner-Aktien
Spezialreport

leicht veränderten 10-Punkte-Check für die Auswahl von Einzelaktien. Sichern Sie sich bereits
jetzt ihren Platz unter www.trendaktien-report.de.

Viel Erfolg bei Ihren Börsentransaktionen wünscht Ihnen

Ihr

Armin Brack
Chefredakteur Aktien-Report

Aktien-Report

Trading Group GmbH & Co. KG


Adresse: Kaiser-Wilhelm-Ring 4 92224 Amberg
E-Mail: info@geldanlage-report.de
Telefax: +49 (0)9621 / 90889-60
USt-IdNr.: DE254385090

Amtsgericht-Registergericht Amberg HRA Amberg 2702 Persönlich haftende Gesellschafterin:


Trading Group Verwaltungs GmbH Sitz Amberg Amtsgericht-Registergericht Amberg HRB 4023 Geschäftsführer: Markus Müller

Redaktion - Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Armin Brack

Spezial Report | 7