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I Aufgabe 1 (10 Punkte)

Adam und Eva würfeln mit zwei ,,Riemer Quadern" (siehe Bild). Sie möchten die
Wahrscheinlichkeit für einen Pasch (beide Quader zeigen dasselbe Ergebnis) bestimmen.

Dazu würfelt Adam 100-mal und erhält 20-mal einen Pasch.


Er behauptet: ,,Die Wahrscheinlichkeit mit dem ,,Riemer Quader" einen Pasch zu würfeln ist
'o = 0,2"
100

Eva geht theoretisch vor. Sie argumentiert: ,,Wenn ich zunächst mit einem Riemer Würfel
werfe, erhalte ich ein beliebiges Ergebnis. Um einen Pasch zu erhalten, muss ich mit dem
zweiten Würfel dieselbe Zahl erzielen. Da es sechs Möglichkeiten gibt, aber nur eine
L
Möglichkeit günstig ist, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Pasch: P(Pasch) -sülts.tis,e
möoliche - 6 =
0,167"

a) (5Punkte) Beurteilen Sie die Vorgehensweisen. Welche richtigen Ansätze, aber auch
welche Fehlvorstellungen erkennen Sie?

b) (5 Punkte)Wie würden Sie selbst die Wahrscheinlichkeit für einen Pasch mit,,Riemer
Würfeln" bestimmen?

Aufgabe2(10 Punkte)
Bei einer Polizeikontrolle wird bei einem Autofahrer ein Alkoholtest durchgeführt, um zu
überprüfen, ob er noch fahrtüchtig ist. Bei einem Alkoholwert von 0,8 Promille und mehr darf
die Fahrt nicht forlgesetzt werden.

a) (5 Punkte) Welche Nullhypothese Ho wählen Sie, wenn Sie vom Grundsatz ausgehen: ,,ln
dubio pro reo", ,,lm Zweifel für den Angeklagten"? Begründen Sie ihre Entscheidung.

Welche Fehler können sich ergeben bei einem Hypothesentest mit lhrer Nullhypothese?
Beurteilen Sie die dabei entstehenden Konseouenzen.

c) (5Punkte) Unabhängig vom Beispiel des Alkoholtests: Beschreiben sie den


Zusammenhang zwischen den möglichen Fehlern in einem Hypothesentest untereinander
und in Verbindung zur Anzahl n. Erläutern Sie die Sachverhalte durch graphischen
Darstellunoen.
/ Aufgabe 3 (10 Punkte)
a) (4 Punkte)Worin unterscheiden sich die Binomialverteilungen p.=0,9 und n=100 von
Pz=O,1 und n=100 symbolisch, tabellarisch und graphisch? Skizzieren Sie die Verleilungen in
einem Diagramm mit Achsenbeschriftung. Gehen Sie davon aus, dass das Maximum beider
Verteilungen kleiner ist als 0,15.

b) (3 Punkte) Beschreiben Sie ein Experiment, das zup2=0,1und n=100 passt. Wiewürden
Sie es interpretieren, wenn lhr Experiment den Wert k=1 lieferl? Belegen Sie lhre
lnterpretation durch Berechnungen.

c) (3 Punkte) Berechnen Sie für lhr Experiment Erwartungswert, Varianz und


Standardabweichung. Erklären Sie die Bedeutung von Envartungswert und
Standardabweichung allgemein und an lhrem Beispiel.

Aufgabe 4 (10 Punkte)


Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2009 waren die
durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste von Arbeitern und Arbeiterinnen im
produzierenden Gewerbe:

Jahr Frauen Männer


1996 1600 2200
2000 1750 2400
2006 2000 2700
Mit dem Excelprogramm lassen sich diese Daten so darstellen:

t
,
i
-***Frauen *.'w*Männer It Frauen ll Männer
i

1
3000
; 2900 1

I ztvv zJvv *---"


I

I z)vv 2000
i lllt
i
1500

I
1000

500

0 rh
I I Frauen lt Männer
ü Frauen ll Männer

a) (3 Punkte) Beurteilen sie - kuz und prägnant - die 4 Darsiellungen


b) (2 Punkte) Adam sagt: ,, Für mich ist hier ein Boxplot die beste Form der Darstellung".
Beurteilen Sie Adams Ansicht

c) (2 Punkte) Eva experimentiert in Excel mit den Daten für die Männer und erhält eine
Regressionsgerade:
'" --t
ffi Männer Linear (Männer)
Y=50x-97600
- e2 - 1

2000 2002 2004

Beurleilen Sie Evas Ansatz.

Welche Aussage macht y=50x-97600? Welche Aussage macht Rr=1?

d) (3 Punkte) Bestimmen Sie den Median und das arithmetische Mittel für die
Bruttoverdienste der Männer. welche Bruttoverdienste müssten die Männer 2008
und 200g
gehabt haben, wenn Median und arithmetisches Mittel 2700 betragen würden?
Notieren Sie
lhre Lösungswege.