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DK 621.833.2.001.

24 DEUTSCHE NORM September 1988

T rägfähigkeitsberechnung DIN
von Kegelrädern ohne Achsversetzung
Einführung und allgemeine Einflußfaktoren
3991
Teil 1

Caiculation of load capacity of bevel gears without pinion offset; introduction and general influence factors

Inhalt
Seite Seite

1Anwendungsbereich und Zweck 1 4.2 Methode A — Faktor Kv _ a 5


1.1Unterschiedliche Anwendungsgebiete 1 4.3 Methode B — Faktor Kv _ b 5
1.2Sicherheitsfaktoren 1 4.4 Methode C — Faktor _c 7
1.3Allgemeines 2 4.5Methode D — Faktor Xy _ d 9
1.4Berechnungsgrundlage 2 5Breitenfaktoren Knp, Kpp, Kßß 11
1.5Hinweis auf Zahlenwertgleichungen 2 5.1Methoden zur Bestimmung des Breitenfaktors ... 11

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1.6Reihenfolge der Faktoren im Berechnungsablauf . .3 5.2Methode D — Faktoren Knß-o, ^^pß-o. ^Bß-D • • 11
1.7Hinweis zur Bestimmung der Toleranzwerte nach
6Stirnfaktoren Kh«, Jipa, 12
Normen der Reihe DIN 3965 3
6.1 Methoden zur Bestimmung des Stirnfaktors 12
2Zeichen, Benennungen und Einheiten 3
6.2 Methode A — Faktor /Chk-a 12
3Umfangsicraft, Drehmoment, Leistung 4
6.3 Methode B - Faktoren iCna-B. ^Bk-b • 12
3.1Nenn-Umfangskraft, -Drehmoment, -Leistung 4
6.4 Methode C — Faktoren J^Fa-c. J^Ba-c- 12
3.2Äquivalente Umfangskraft, äquivalentes
6.5 Einlaufbetrag y« 13
Drehmoment, äquivalente Leistung 4
3.3Anwendungsfaktor Ka 4 7 Schrägungsfaktor (Fressen) Kßy 16
4Dynamil<faktor Ky 4 Anhang A Berechnung der Ersatz-Stirnradverzahnung
4.1 Methoden zur Bestimmung des Dynamikfaktors ...4 für Kegelräder 17

1 Anwendungsbereich und Zweck 1 .1Unterschiedliche Anwendungsgebiete


Diese Norm enthält zusammen mit DIN 3991 Teil 2 bis Teil 4 Für die Auslegung bzw. für die Wahl der Sicherheitsfaktoren
die Grundlagen für eine einheitliche Tragfähigkeitsberech¬ ist es wesentlich, daß die Anforderungen an Getriebe in unter¬
nung von Kegelrädern ohne Achsversetzung ^). Die hierfür schiedlichen Anwendungsgebieten beträchtlich variieren
benötigten Festigkeitswerte können DIN 3990 Teil 5 ent¬ können. Die hierfür maßgebenden Gesichtspunkte und Bei¬
nommen werden. spiele sind in DIN 3990 Teil 1, Ausgabe Dezember 1987, Ab¬
Von DIN 3991 Teil 1 bis Teil 4 lassen sich verkürzte und ein¬ schnitt 1.1, für Stirnradgetriebe beschrieben. — Sie gelten
deutige Anwendungsnormen für unterschiedliche Anwen¬ sinngemäß auch für Kegelradgetriebe.
dungsgebiete ableiten. Diese Normen gestatten es, zukünf¬
tige Erkenntnisse und Entwicklungen zu berücksichtigen und 1 .2Sicherheitsfaktoren
den Erfahrungsaustausch zu erleichtern. Die Angaben unter Abschnitt 1.1 auf die Besonderheiten
Sie enthalten Verfahren zur Nachrechnung folgender Trag¬ unterschiedlicher Anwendungsgebiete sollen deutlich
fähigkeitsgrenzen (vergleiche DIN 3979) bezüglich Dauer¬ machen, daß zulässige Schadenswahrscheinlichkeit und
festigkeit 2): Grübchenbildung, Zahnbruch, Fressen (Warm¬ Sicherheitsfaktor mit Sorgfalt gewählt werden müssen, um
fressen). die geforderte Betriebssicherheit bei vertretbaren Kosten
Die Benutzung der Verfahren erfordert für jeden Anwen¬ sicherzustellen.
dungsfall eine realistische Abschätzung aller Einflußfaktoren, Ferner: Je genauer alle Einflußgrößen erfaßt werden, desto
insbesondere der zulässigen Spannung, des angemessenen geringer darf die rechnerische Sicherheit sein und desto wirt¬
Schadensrisikos (Schadenswahrscheinlichkeit) und damit schaftlicher ist die Konstruktion.
des entsprechenden Sicherheitsfaktors. Neben diesen Gesichtspunkten und den Besonderheiten der
Die hier angegebenen Beziehungen gelten für die in der Grübchentragfähigkeit (siehe DIN 3991 Teil 2), der Zahnfu߬
Praxis überwiegend verwendeten Null- oder V-Null-Verzah- tragfähigkeit (siehe DIN 3991 Teil 3) oder der Freßtragfähig-
nungen. Der Anwendungsbereich ist ferner eingeschränkt auf keit (siehe DIN 3991 Teil 4) sollen die Sicherheitsfaktoren
Kegelradverzahnungen, deren Ersatz-Stirnradverzahnungen nach sorgfältiger Abschätzung folgender Einflüsse gewählt
Profilüberdeckungen < 2 aufweisen (betrifft Ypa, Ye)- werden:
Außerdem gilt die Einschränkung öi, 62 < 90° (das heißt die a)Dauerfestigkeitswerte, die in den Berechnungen ver¬
Ersatz-Stirnradverzahnung ist eine Außenverzahnung). wendet werden, gelten für eine bestimmte Schadens¬
wahrscheinlichkeit. (Die Werkstoffwerte in DIN 3990Teil 5
1)Berechnung von Hypoidrädern (Kegelrädern mit Achs¬ gelten für 1% Schadenswahrscheinlichkeit.) Das Scha¬
versetzung) siehe Erläuterungen. densrisiko verringert sich mit der Erhöhung des Sicher¬
2)Für Nachrechnungen im Zeitfestigkeitsgebiet können die heitsfaktors und umgekehrt.
entsprechenden Rechenvorschriften aus DIN 3990 Teil 1 b)Zu den Einflußfaktoren, die im Konstruktionsstadium un¬
bis Teil 4 herangezogen werden. bekannt sind und deshalb aufgrund der vorgegebenen

Fortsetzung Seite 2 bis 20

Normenausschuß Antriebstechnik (NAN) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 1000 Berlin 30DIN 3991 Teil 1 Sep 1988 Prelsgr. 12
Vertr.-Nr. 0012
Seite 2 DIN 3991 Teil 1

Toleranzen abgeschätzt werden müssen, gehören jeweils zu prüfen, ob diese Annahmen für die vorliegenden
Maßabweichungen bei der Herstellung sowie Qualitäts¬ Verhältnisse zutreffen. Wenn nötig, Zusatzindex C ein¬
abweichungen bei Werkstoff und Wärmebehandlung. führen, z.B. Kv-c-
Ebenso sind Annahmen bezüglich der tatsächlich auf¬ Methoden D, E: Zur Bestimmung einiger Faktoren sind
tretenden Zahnkräfte, der Ausrichtung des Getriebes noch weitere Sonderverfahren angegeben. Diese gelten
sowie bezüglich Schmierung und Wartung zu treffen; dies zum Teil für einen begrenzten Anwendungsbereich oder
sind Annahmen, deren Zuverlässigkeit unter Umständen sind nur unter gewissen Voraussetzungen (z.B. hinsicht¬
stark schwanken kann. lich der Abnahmeprüfung) anwendbar. Derartige Faktoren
c) Je nach der Zuverlässigkeit dieser Annahmen und ent¬ werden, wenn nötig, durch den Zusatzindex D oder E usw.
sprechend den Anforderungen an die Betriebssicherheit gekennzeichnet, z.B. Khp-d oder Knp-E-
(Folgen eines Schadensfalles) ist ein größerer oder kleine¬ Anmerkung 1: Im allgemeinen wird man Methode A nur
rer Sicherheitsfaktor zu wählen. Die erforderlichen Min¬ selten anwenden, weil entweder die betreffenden
destsicherheiten sind daher für jedes Anwendungsgebiet Zusammenhänge noch nicht weitergehend erforscht
gesondert festzulegen. sind als in den Methoden B, C, D, E usw. bereits
Bei Stirnrädern für Industriegetriebe entsprechend der Defi¬ berücksichtigt wurde, oder die Betriebsdaten nicht
nition in DIN 3990 Teil 11 genügen beispielsweise im allge¬ vollständig bekannt sind oder die Kosten der Analyse

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meinen folgende Mindest-Sicherheitsfaktoren: ihren Wert übersteigen. Für vergleichende Betrach¬
—gegen Grübchenbildung SHmin = 1.0, tungen und Überschlagsrechnungen genügen meist
die nachgeordneten Methoden.
—gegen ZahnbruchSHmin =1,4,
Anmerkung 2 ; Es wird empfohlen, die zusätzlichen Indizes
—gegen FressenSsmin =1,5.
immer dann zu benutzen, wenn ansonsten unklar
Bei der Festlegung sind insbesondere die Folgen eines wäre, welche Methode für die Ermittlung des Faktors
Schadensfalles zu bedenken und die unter b) genannten Ein¬ gewählt wurde.
flußfaktoren zu beachten.
In manchen Anwendungsfällen kann es notwendig
sein, zwischen Faktoren zu wählen, die mit Alternativ-
1 .3 Allgemeines Näherungsverfahren ermittelt worden sind (z. B. die
Die in dieser Norm erfaßten Einflußfaktoren basieren auf Alternativen für die Ermittlung der effektiven Flanken-
Forschungsergebnissen und Betriebserfahrungen. Man muß linienabweichung).
hinsichtlich der Faktoren unterscheiden: Wenn notwendig, kann die entsprechende Methode
a)Faktoren, die durch die Verzahnungsgeometrie oder eine durch eine Ausweitung des Zusatzindex gekenn¬
Vereinbarung festgelegt worden sind. Sie müssen nach zeichnet werden, z.B. Khp- Bi¬
den angegebenen Gleichungen berechnet werden. Anmerkung 3: Im Streitfall ist Methode A (wenn ihre Ge¬
b)Faktoren, die eine Vielzahl von Einflüssen berücksichtigen nauigkeit und Zuverlässigkeit nachgewiesen ist) ma߬
und/oder als unabhängig voneinander behandelt werden gebend gegenüber B und diese gegenüber C, usw.
(sich jedoch tatsächlich in zahlenmäßig nicht abschätz¬ c) Diese Norm ermöglicht in erster Linie die Berechnung von
barem Maße gegenseitig beeinflussen). Dazu gehören die Zahnrädern, für die die absolut notwendigen Daten in
Faktoren Ka, ^v, ^Hß oder /Cpß. oder und die Form von Zeichnungsangaben oder in ähnlicher Form
Faktoren, die die zulässige Spannung beeinflussen. bekannt sind (Nachrechnung).
Diese Faktoren können mit verschiedenen Methoden Im Vorentwurfsstadium ist meist nur eine beschränkte
bestimmt werden. Sie werden — wenn nötig — durch Anzahl von Daten bekannt. In diesem Stadium muß man
zusätzliche Indizes gekennzeichnet. Wenn immer möglich für einige Faktoren Näherungs- oder Erfahrungswerte
und sinnvoll, ist die genauere Methode anzuwenden. einsetzen. Für den ersten Entwurf, für bestimmte An¬
Methode A: Hierbei wird der Faktor durch genaue Mes¬ wendungsgebiete oder für Überschlagsrechnungen ist es
sung und/oder umfassende mathematische Analyse des mitunter zulässig, einige Faktoren mit 1 oder als Konstante
zu betrachtenden Übertragungssystems und/oder ge¬ anzunehmen oder Faktoren zusammenzufassen. Dabei ist
sicherte Betriebserfahrung bestimmt. Dazu müssen alle zu prüfen, ob man damit auf der sicheren Seite rechnet
Getriebe- und Belastungsdaten bekannt sein. oder ob der Sicherheitsfaktor entsprechend reichlich
gewählt werden muß. Dies ist bei den Methoden B, C, D, . . .
So ermittelte Faktoren werden — wenn nötig — mit einem
angegeben.
zusätzlichen Index A gekennzeichnet, z. B. /fnp -A<Ky. a-
Nach Herstellung und Kontrolle ist eine genauere Berech¬
In diesem Fall ist das gewählte Verfahren eindeutig zu nung möglich, da dann Daten zur Verfügung stehen, die
beschreiben; alle rechnerischen oder versuchstechni¬ durch direkte Messung bestimmt worden sind. In dieser
schen Voraussetzungen und Randbedingungen sowie Norm wird jeweils dargelegt, wie diese Daten zu benutzen
verfahrensspezifische Eigenschaften, die das Rechen¬ sind.
ergebnis beeinflussen, sind vollständig darzulegen.
Vertragliche Vorschriften über die Art des rechnerischen
Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Methode müssen
Nachweises sollen rechtzeitig zwischen Hersteller und
nachgewiesen werden, z.B. indem durch Vergleich mit
Auftraggeber vereinbart werden.
anerkannten Messungen an anderen Verzahnungen die
Treffsicherheit festgestellt wurde. — Es empfiehlt sich, 1 .4Berechnungsgrundlage
diese Voraussetzungen für die Anerkennung der gewähl¬
Zur Tragfähigkeitsberechnung werden die Kegelräder durch
ten Methode mit dem Anwender zu vereinbaren.
äquivalente Stirnräder angenähert (Ersatz-Stirnradver¬
Methode B: Bestimmung des Faktors nach einer Me¬ zahnung, siehe Anhang A). Die in dieser Norm festgelegten
thode, die für die meisten Anwendungsfälle ausreichend Berechnungsverfahren entsprechen daher in ihrem Aufbau
genau ist. Die Annahmen, unter denen er ermittelt wurde, den Grundlagen „der Tragfähigkeitsberechnung von Stirn¬
sind aufgeführt. Es ist jeweils zu prüfen, ob diese Annah¬ rädern" nach DIN 3990 Teil 1 bis Teil 4.
men für die vorliegenden Verhältnisse zutreffen. Falls
nötig, Zusatzindex B einführen, z.B. Kv-b- 1 .5Hinweis auf Zahlenwertgleichungen
Methode C: Für einige Faktoren sind zusätzlich verein¬ Die in dieser Norm angegebenen Zahlenwertgleichungen
fachte Näherungsverfahren angegeben. Die Annahmen, machen es erforderlich, daß alle Parameter mit den ange¬
unter denen sie ermittelt wurden, sind angeführt. Es ist gebenen Einheiten eingesetzt werden.
DIN 3991 Teil 1 Seite 3

1 .6Reihenfolge der Faktoren im Berechnungsablauf Wnit Stirnmodul in Mitte Zahnbreite mm


Die Faktoren K^, Khp oder Kßß oder Kpß und K^a oder Kpa nircd Auf die Eingriffslinie der dynamisch äqui¬
hängen von der maßgebenden Umfangskraft ab. Sie sind valenten Stirnräder reduzierte Masse
auch bis zu einem bestimmten Grad voneinander abhängig des Radpaares je mm Zahnbreite kg/mm
und müssen daher nacheinander wie folgt berechnet werden : m*_2 Reduzierte Masse des Ritzels,
a)Ky mit der maßgebenden von außen eingeleiteten Rades je mm Zahnbreite kg/mm
Umfangskraft F^t «vi Äquivalente Drehzahl des Ersatz¬
b)Ä^Hß oder Kßß oder Kpß mit der Kraft Kfl,- Ky Stirnritzels mm -1
c)ÄHa oder Kp« mit der Kraft F^t Ka Ky ÄHß 3) «Ei Resonanzdrehzahl des Ritzels min
«12Drehzahl des Ritzels, Rades min'
1 .7Hinweis zur Bestimmung der Toleranzwerte nach SetStirnzahndicke, Bogen, außen mm
Normen der Reihe DIN 3965 Snit
Stirnzahndicke, Bogen, Mitte mm
Zur Bestimmung der Toleranzwerte ist vorzugsweise die ent¬ s'mt
Stirnzahndicke, Bogen, Mitte, bei
sprechende Toleranzgleichung und nicht der Tabellenwert zu spielfreiem Eingriff mm
verwenden. u Zähnezahlverhältnis der Kegelrad¬

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verzahnung
2 Zeichen, Benennungen und Einheiten Uy Zähnezahlverhältnis der Ersatz¬
Stirnradverzahnung
Virtueller Achsabstand der Ersatz¬
Vmi Umfangsgeschwindigkeit am Teilkegel
Stirnradverzahnung mm in Mitte Zahnbreite m/s
b Zahnbreite mm
WBmt Auf die Zahnbreite bezogene Umfangs¬
ÖcF Effektive Zahnbreite bezüglich Fu߬ kraft einschließlich Überlastfaktoren
beanspruchung mm für die Freßbeanspruchung N/mm
Effektive Zahnbreite bezüglich Xhm Profilverschiebungsfaktor in Mitte
Flankenbeanspruchung mm Zahnbreite
Eingriffsfedersteifigkeit N/(mm ^m) Aism Zahndickenänderungsfaktor in Mitte
C/ Einzelfedersteifigkeit N/(mm • tim) Zahnbreite
de Äußerer Teilkreisdurchmesser mm ya Einlaufbetrag für Teilungsabweichung (im
c/rr Mittlerer Teilkreisdurchmesser mm 2 Zähnezahl der Kegelradverzahnung
dy Teilkreisdurchmesser der Ersatz¬ Zy Zähnezahl der Ersatz-Stirnrad¬
Stirnradverzahnung verzahnung
Kopfkreisdurchmesser der Ersatz¬ 2vn Zähnezahl der Ersatz-Stirnrad¬
Stirnradverzahnung verzahnung im Normalschnitt
Kopfkreisdurchmesser der Ersatz¬ Ca Kopfrücknahme (im
Stirnradverzahnung im Normalschnitt Cy Dimensionlose Parameter
Grundkreisdurchmesser der Ersatz¬
fnit Nenn-Umfangskraft am Teilkegel in
Stirnradverzahnung mm Mitte Zahnbreite
^vbn Grundkreisdurchmesser der Ersatz¬
^ mt eq Äquivalente Umfangskraft
Stirnradverzahnung im Normalschnitt
Ky Dynamikfaktor
Teilkreisdurchmesser der Ersatz¬
Stirnradverzahnung im Normalschnitt mm Ka Anwendungsfaktor
Profil-Formabweichung (im Kjia Stirnfaktor (Fressen); berücksichtigt
/f
die Kraftaufteilung auf mehrere Zähne
Teilungs-Einzelabweichung (im
K BP Breitenfaktor (Fressen); berücksichtigt
fpe Eingriffsteilungs-Abweichung (im
die Kraftverteilung über die Zahnbreite
fp eff Effektive Teilungs-Einzel¬
Kbv Schrägungsfaktor (Fressen); berück¬
abweichung (im
sichtigt die Kraftaufteilung auf
/f Lastkorrekturfaktor mehrere Zähne
§va Länge der Eingriffsstrecke der
Kfa Stirnfaktor (Fuß); berücksichtigt die
Ersatz-Stirnradverzahnung mm Kraftaufteilung auf mehrere Zähne
Zahnkopfhöhe am äußeren Zahnende mm KFß Breitenfaktor (Fuß); berücksichtigt die
^am Zahnkopfhöhe in Mitte Zahnbreite mm Kraftverteilung über die Zahnbreite
^fe Zahnfußhöhe am äußeren Zahnende mm ^Hk Stirnfaktor (Flanke); berücksichtigt die
him Zahnfußhöhe in Mitte Zahnbreite mm Kraftaufteilung auf mehrere Zähne
/ZfP Fußhöhe des Bezugsprofils der K Hß Breitenfaktor (Flanke); berücksichtigt
Verzahnung mm die Kraftverteilung über die Zahnbreite
/mt Stirnzahnspiel in Mitte Zahnbreite mm Knß be Lagerungsfaktor
Wet Stirnmodul am äußeren Zahnende mm N Bezugsdrehzahl für «pi—
'^mn Normalmodul in Mitte Zahnbreite mm P Nenn-LeistungkW
Äquivalente LeistungkW
R, Äußere Teilkegellängemm
3) Auch bei der Berechnung der Zahnfußbeanspruchung
muß KHß zur Ermittlung von eingeführt werden, weil Mittlere Teilkegellängemm
nur i^Hß den für die Verformung maßgebenden Be¬ Sp Sicherheitsfaktor für Fußbean¬
lastungsanstieg durch die Breitenkraftverteilung darstellt. spruchung (gegen Bruch)—
Seite 4 DIN 3991 Teil 1

Sh Sicherheitsfaktor für Flankenpressung Hilfsweise kann man vom Nennmoment des Antriebsmotors
(gegen Grübchenbildung)— ausgehen, sofern dieses dem Momentbedarf der Arbeits¬
Sicherheitsfaktor für Fressen (Integral¬ maschine entspricht.
Ss
temperatur-Kriterium)-
3.2 Äquivalente Umfangskraft, äquivalentes Dreh¬
Tee Äquivalentes Drehmoment Nm
moment, äquivalente Leistung
T^,2 Nenn-Drehmoment des Ritzels/Rades Nm
Dies ist die konstante Umfangskraft fmteq (konstantes
ypa Formfaktor für Kraftangriff am Zahn¬ Drehmoment, konstante Leistung), die der Wirkung des
kopf — Lastkollektivs entspricht, d.h. bei Beaufschlagung des
Überdeckungsfaktor (Fuß) — Zahnradpaares mit Fmteq (Teq, Peq) hat dieses die gleiche
z, Überdeckungsfaktor (Flanke) — Lebensdauer bzw. Sicherheit gegen Dauerbruch wie bei
Normaleingriffswinkel der Ersatz¬ Beaufschlagung mit dem Lastkollektiv.
Stirnradverzahnung (= «n) ° Fmt eq — P] Ka; req = T-ÄA; Peq = P-KA (3.05)
(2vt Stirneingriffswinkel der Ersatz¬ Man berücksichtigt damit auch die äußeren Zusatzkräfte.
Stirnradverzahnung ° Diese sind abhängig von den Charakteristiken der Antriebs¬
Schrägungswinkel am Teilkegel in

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ßm und Abtriebsmaschinen, den Federsteifigkeiten und Massen
Mitte Zahnbreite ° (z.B. den Kupplungen) und den Betriebsverhältnissen.
ßvb Schrägungswinkel am Grundkreis der Vorzugsweise soll die Berechnung auf der Basis von fmteq
Ersatz-Stirnradverzahnung ° (Teq, Peq) durchgeführt werden, ermittelt aus einem Last¬
Ö Teilkegelwinkel ° kollektiv (Betriebsfestigkeitsrechnung). Vergleiche Schrift¬
Kopfkegelwinkel ° tumsangaben [3/2] und [3/3] in DIN 3990 Teil 1, Ausgabe
Öa
Dezember 1987, Abschnitt 3.4.
£va Profilüberdeckung der Ersatz¬
Stirnradverzahnung — 3.3 Anwendungsfaktor Ka
Profilüberdeckung der Ersatz¬ Nach Abschnitt 3.2 erfaßt der Anwendungsfaktor Xa die
Stirnradverzahnung im Normalschnitt - Zusatzkräfte, die — über die Nenn-Umfangskraft hinaus — von
^"vß Sprungüberdeckung der Ersatz¬ außen auf das Getriebe wirken.
Stirnradverzahnung — Nur wenn keine abgesicherten Erfahrungswerte oder zuver¬
£yy Gesamtüberdeckung der Ersatz¬ lässigen, durch Betriebsmessungen oder eine umfassende
Stirnradverzahnung — Systemanalyse ermittelten Lastkollektive zur Verfügung
Dichtekg/mm^ stehen, rechnet man mit der Nenn-Umfangskraft Pmt nach
Q
Abschnitt 3.1 und dem Anwendungsfaktor Ka nach Gleichung
etp Fußrundungsradius am Bezugsprofil
der Verzahnungmm (3.05). Anhaltswerte Ka für Industriegetriebe siehe DIN 3990
Teil 11, für Schnellaufgetriebe siehe DIN 3990 Teil 21, für Fahr¬
Oh lim Dauerfestigkeitswert für Flanken¬ zeuggetriebe siehe DIN 3990 Teil 41 (z.Z. Entwurf).
pressungN/mm^
<^1,2 Winkelgeschwindigkeit Ritzel/Rad rad/s
4 Dynamikfaktor
z Achsenwinkel °
Der Dynamikfaktor Ky, erfaßt die inneren dynamischen Kräfte,
die durch Schwingungen von Ritzel und Rad gegeneinander
3 Umfangskraft, Drehmoment, Leistung bzw. durch Schwingungen der Radpaare anderer Stufen des
3.1 Nenn-Umfangskraft, -Drehmoment, -Leistung Getriebes hervorgerufen werden.
Bei Kegelrädern rechnet man mit der Umfangskraft am Teil¬ Kv ist definiert als Verhältnis der am Zahneingriff eines Rad¬
kegel in Mitte Zahnbreite. paares auftretenden maximalen Kraft zur entsprechenden,
2000 -71,2 von außen aufgebrachten Kraft.
^*1111 — " (3.01) Grundsätzliche Hinweise zur Bestimmung des Dynamikfak¬
"m1,2 tors und seine wesentlichen Einflußgrößen siehe DIN 3990
fmt • rfm1,2 P • 1000 P • 159,2 Teil 1.
7-1,2 =
2000 ' «1,2 «12 (in 1/s) 4.1 IMethoden zur Bestimmung des Dynamikfaktors
P 9549
(3.02) Die Genauigkeit der nachstehend beschriebenen Methoden
«12 (in 1/min) zur Ermittlung des Dynamikfaktors Ky nimmt von Methode A
fmt • f'mt 7i.2' ((>1,2 7i,2 * ^1,2 (in 1/s) (Kv-a) bis Methode C (Ky-c) ab.
P= Methode A besteht in einer umfassenden Analyse des
1000 1000 159,2 Schwingungsverhaltens der Radpaare eines Getriebes.
7i,2 • «1,2 (in 1/min) Weitere Hinweise siehe Abschnitt 4.2. — In vielen Fällen ist
(3.03)
9549 eine derartige umfassende Analyse nicht durchführbar, da
die notwendigen Daten nicht zur Verfügung stehen. Auch
rfm1,2 • «1,2 dm^.2 «1,2 (in 1/s) eine Messung der Zahnkräfte im Betrieb ist nur in wenigen
Z'int =
2000318,3 Fällen möglich. Deshab wird gewöhnlich eine der folgenden
Methoden gewählt.
dm^,2 «1,2 (in 1/min)
(3.04) Für Methode B benötigt man nur die Hauptabmessungen
19098 und die Verzahnungsdaten des Radpaares, die Umfangs¬
Maßgebend für die Tragfähigkeitsberechnung ist das Nenn¬ geschwindigkeit, die Genauigkeit des Getriebes, den Werk¬
moment der Arbeitsmaschine. Dies ist das über längere stoff und die Belastung des Getriebes. Diese Methode
Dauer zu übertragende Betriebsmoment für die schwersten, kann für alle Getriebearten angewendet werden. Wenn gilt:
ordnungsgemäßen Arbeitsbedingungen. V 2i/100 ["'«^/(l -I- u^) < 3 m/s, lohnt sich der Aufwand für
Beispiele: Maximales Dauer-Walzmoment, Moment aus diese Methode kaum; in diesem Bereich ist die Methode C
maximaler Betriebshublast. ausreichend genau. — Beschreibung siehe Abschnitt 4.3.
DIN 3991 Teil 1 Seite 5

Methode C Ist ein vereinfachtes, von Methode B abgeleitetes 4.3.1 Drehzahlbereiche


Verfahren. Sie kann für viele Arten von Industriegetrieben Dimensionslose Bezugsdrehzahl:
angew/endet v\/erden und ist für sänntliche Anw/endungen aus¬
reichend genau, wenn der Faktor v 2i/100 • l* w^/(1 + u^) N= (4.01)
kleiner als 3 m/s ist. Für die Berechnung benötigt man nur «El
die Umfangsgeschwindigkeit v, die Zähnezahl Zi des Ritzels Hierin ist die Resonanzdrehzahl nach Abschnitt 4.3.2.
und das Zähnezahlverhältnis sowie die Belastung des Rad¬
Mit Hilfe der Bezugsdrehzahl N kann man den Gesamt¬
paares. — Beschreibung siehe Abschnitt 4.4.
Drehzahlbereich in vier Bereiche aufteilen; Unterkritischer
Methode D ist ein, von Methode C abgeleitetes Näherungs¬ Bereich, Bereich der Hauptresonanz und überkritischer Be¬
verfahren. Hierbei wird der Einfluß der Belastung vernach¬ reich sowie einen Zwischenbereich (Hauptresonanz/über¬
lässigt. Sie eignet sich daher für die Entwurfsrechnung. kritisch).
Beschreibung siehe Abschnitt 4.5.
Infolge des Einflusses der nicht mit einbezogenen Steifig¬
Es ist also zweckmäßig, vorab den Faktor v 2i/100 keiten, z.B. der Wellen, Lager, Gehäuse usw., und infolge
i + u^) zu bestimmen und damit zu entscheiden, ob der Dämpfung kann die Resonanzdrehzahl unterhalb oder
Methode C ausreichend genau ist und sich somit genauere oberhalb der mit Gleichung (4.02) berechneten Drehzahl
Untersuchungen erübrigen.

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liegen. Aus Sicherheitsgründen wird ein Resonanzbereich
von 0,85 <N < 1,15 definiert.
4.2Methode A — Faktor ^ Für die Berechnung von Ky gibt es damit folgende Bereiche :
Hier sind zu unterscheiden a)Unterkritischer Bereich, N < 0,85; Abschnitt 4.3.3;
a)Die maximalen Zahnkräfte (einschließlich der inneren b)Bereich der Hauptresonanz, 0,85 < N < 1,15; Ab¬
dynamischen Kräfte) werden durch Messung oder eine schnitt 4.3.4;
umfassende Schwingungsanalyse ermittelt. In diesem Fall
c)Zwischenbereich, 1,15 < N < 1,5; Abschnitt 4.3.6;
wird Ky = 1 angenommen.
d)Überkritischer Bereich, N > 1,5; Abschnitt 4.3.5 '').
b)Der Faktor Ky, d.h. das Verhältnis der maximalen Zahn¬
kräfte zur Nenn-Umfangskraft, wird durch eine um¬ Weitere Hinweise zu den Drehzahlbereichen siehe DIN 3990
fassende Analyse bestimmt. Teil 1.
Bei a) und b) müssen alle Daten bekannt sein, die die 4.3.2 Resonanzdrehzahl (Hauptresonanz)
Schwingungen des Systems beeinflussen, alle Getriebe¬
abmessungen und Belastungsdaten. Die Genauigkeit der
30 • lO-"
«E1 =- (4.02)
Methode muß nachgewiesen und die Voraussetzungen müs¬ n • 2i Wred
sen klar dargelegt werden (vergleiche Abschnitt 1.3).
mit
4.3Methode B — Faktor Xy - b (4,03)
Wred = ^
Bei dieser Methode wird die vereinfachende Annahme getrof¬ m* + m*2
fen, daß das Zahnradpaar ein einziges, elementares Massen-
und Federsystem bildet, welches die kombinierten Massen Für mittlere Verhältnisse kann man bei Kegelrädern die Ein¬
des Ritzels und des Rades umfaßt, wobei die Federsteifigkeit griffsfedersteifigkeit Cy = 20 N/(mm • jxm) setzen 5).
gleich der Eingriffsfedersteifigkeit der im Eingriff stehenden Falls eine genaue Bestimmung der Massenträgheitsmomente
Zähne ist. der Kegelräder zu aufwendig oder nicht möglich ist (z. 8. in
Somit sind Belastungen aus den Drehschwingungen der der Entwurfsphase), können die Kegelräder bei üblicher
Wellen und der angekoppelten Massen nicht in Ky enthalten, Gestaltung der Radkörper (Vollscheiben) durch näherungs¬
ebenso nicht der Einfluß der Federerregung der anderen weise dynamisch äquivalente Stirnräder (Index x) ersetzt
Stufen des Getriebes. Diese Einflüsse müssen im Ansatz der werden (siehe Bild 4.1).
äußeren Belastungen (z. B. mit dem Anwendungsfaktor) oder '1 X, 2 X
im Ansatz des Sicherheitsfaktors erfaßt werden.
Die Höhe der dynamischen Zusatzkräfte hängt u.a. ab von
^1 X, 2x — ~ • e • n • 2 -'ml, 2 (4.04)
der Genauigkeit der Verzahnung, d.h. von den Flanken- 8COS^ «n
Formabweichungen und den Teilungsabweichungen. Die
Bestimmung der Profil-Formabweichungen bei Kegelrädern
ist jedoch schwierig (keine Evolventen), entsprechende Tole¬ Wenn im voraus bekannt ist, daß das Radpaar im über¬
ranzangaben liegen nicht vor. Die Teilungsabweichungen kritischen Bereich arbeitet (was für die meisten Turbo¬
sind dagegen leichter meßbar und in Normen der Reihe getriebe zutrifft), ist es nicht notwendig, den Parameter N
DIN 3965 für die jeweiligen Verzahnungsqualitäten fest¬ zu bestimmen. In diesem Fall kann der Dynamikfaktor
gelegt. Zur Bestimmung des Dynamikfaktors wird hier des¬ direkt nach Abschnitt 4.3.5 bestimmt werden.
halb die Profil-Formabweichung vereinfachend gleich der 5) Die angegebenen Werte für c' = 14 N/(mm • (im) und
Teilungs-Einzelabweichung angenommen und als repräsen¬ Cy = 20 N/(mm • ^im) gelten zunächst für Geradverzahnung.
tativer Wert zur Erfassung des Einflusses der Verzahnungs¬ Untersuchungen an schrägverzahnten Stirnrädern er¬
genauigkeit auf die dynamischen Zahnkräfte aufgefaßt. gaben, daß die Zahnfedersteifigkeiten mit zunehmenden
Für die Berechnung von Ky _ b erforderliche Daten: Schrägungswinkel abnehmen. Andererseits führt die
—Genauigkeit des Zahnradpaares (Teilungs-Einzelab- spiralförmige Aufwicklung eines Kegelradzahnes auf
weichung) dem kegeligen Grundkörper bei Schräg- und Bogenver-
zahnung zu einer Versteifung. Beim derzeitigen Kenntnis¬
—Massenträgheitsmoment des Ritzels und des Rades
stand können deshalb die Zahnfedersteifigkeiten der
(Abmessungen und Dichte des Werkstoffes)
Geradverzahnung eingesetzt werden.
—Zahnfedersteifigkeiten (Einzelfedersteifigkeit und Ein¬
Bei kleinen Linienlasten fällt die Zahnfedersteifigkeit
griffsfedersteifigkeit)
ab (Einfluß von Rauheit und Oberflächenstruktur). Bei
—Übertragene Umfangskraft < 100 N/mm berücksichtigt man dies da¬
Als erstes bestimmt man den Parameter N (bezeichnet als durch, daß d ersetzt wird durch d (fmt/^eH • ^^a)/
dimensionslose Bezugsdrehzahl) nach Abschnitt 4.3.1 '^). (100 N/mm) und Cy durch Cy (fmt/öeH ifA)/(100N/mm).
Seite 6 DIN 3991 Teil 1

dL (4.05)
Mit den vereinfachenden Annahmen der Methode B gilt:
'^red X ~ ^ ' Q ' ' 2 j 2
8cos ttn 1 + U /p eff ' ^
K= Cv12 + Cv3 (4.09)
Bestimmung der reduzierten Masse für die Paarung von t/ÖeH • Ka
Zahnrädern unterschiedlicher Werkstoffe siehe DIN 3990
Teil 1. Hierin bedeuten:
Für Zahnräder aus Stahl (g = 7,86 • 10"® kg/mm®) mit = 20° c" = 14 N/(mm • ^im) 5) Einzelfedersteifigkeit für mittlere Ver¬
gilt:2 hältnisse bei Kegelrädern
(4.06) für Ky maßgebende Linienlast
'^red X — 3,50 * 10 •_ 2
1+u fp eff ~ fp ~ Vp l^if yp Va
Eingesetzt in (4.01) und (4.02) mit Cy = 20 N/(mm • ^im)®): ya siehe Abschnitt 6.5
fp siehe Abschnitt 6.3
N = 4,38 10'® «1 z^ dmi F w /(1 + " )
Cvi2. Cv3 siehe Tabelle 4.1 oder Tabelle 4.2.
^1 ' ^mt i/ öo
= 0,084 1' M^/(1 + u^) (4.07)
100 4.3.4 Dynamikfaktor im Bereich der^ Hauptresonanz,

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0,85 <iV< 1,15
Grafisches Verfahren zur Bestimmung der Resonanzdrehzahl
siehe Bild 4.2. Dieser Bereich soll im allgemeinen vermieden werden. Mit
den vereinfachenden Annahmen der Methode B gilt:
4.3.3 Dynamikfaktor im unterkritischen Bereich, N < 0,85
fp eff C
Üblicher Betriebsbereich von Industrie- und Kfz-Getrieben. Ky=: Cy\2 + Cv4 -I- 1 (4.10)
Ky = NK + ^ (4.08)
Bedeutung der Zeichen siehe Abschnitt 4.3.3.
5) Siehe Seite 5 C'vi2, Cv4 siehe Tabelle 4.1 oder Tabelle 4.2.

1. 2
li •Q

Bild 4.1. Näherungsweise dynamisch äquivalente Stirnräder zur Berechnung des Dynamikfaktors
DIN 3991 Teil 1 Seite 7

4.3.5 Dynamikfaktor im überkritisclien Bereich, N > 1 ,5 4.4.1 Anwendungsbereich, Annahmen


In diesem Bereich arbeiten die meisten Schnellaufgetriebe Vergleiche auch Einleitung zu Abschnitt 4.
(Turbogetriebe). a)Unterkritischer Drehzahlbereich, d. h. wenn
/p eff * ^ Vmt Zi/100 •+ u^) < 10 m/s, vergleiche Ab¬
Kv = - CvS6 + Cv7 (4.11) schnitt 4.3.1.
b)Zahnräder aus Stahl mit schwerem Radkörper, entspre¬
Bedeutung der Zeichen siehe Abschnitt 4.3.3. chend Bild 4.1. Bei leichtem Radkörper rechnet man nach
Cv56. Cv7 siehe Tabelle 4.1 oder Tabelle 4.2. dieser Methode auf der sicheren Seite. (Betrifft Radmasse
und Zahnfedersteifigkeit.)
4.3.6 Dynamikfaktor im Zwischenbereich, 1,15<N<1,5
c)Eingriffswinkel = 20°. (Betrifft Zahnfedersteifigkeit.)
In diesem Bereich wird der Dynamikfaktor durch lineare
d)Radpaare mit relativ kleiner Zähnezahl, < 50.
Interpolation aus Xy bei N = 1,15 und Kv bei N = 1,5 ermittelt.
Ky wird entsprechend den Abschnitten 4.3.4 bzw. 4.3.5 e)Mittlere Werte für die Zahnfedersteifigkeiten:
berechnet. c' = 14 N/(mm • (xm), Cy = 20 N/(mm • ^im).
(N = 1,15) ~ Äv(N = 1,5) f)Profil-Formabweichung ff gleich Teilungs-Einzelab-
Kv = Kv(N = 1,5) + —Z (1,5 -N) (4.12)

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U,oO
weichung fp gesetzt (wie bei Methode B).
g)Profilkorrekturen (Kopfrücknahme, Höhenballigkeit)
4.4 Methode C — Faktor Xy _ c werden nicht berücksichtigt, Ca = 0.
Grafische Methode für den unterkritischen Drehzahlbereich. h)Jeder Qualität wird eine Teilungs-Einzelabweichung
Für die Berechnung müssen die Zähnezahlen der Kegelräder, zugeordnet, die hinsichtlich des Anwendungsbereiches
die Umfangsgeschwindigkeit »„it. die Linienbelastung und auf der sicheren Seite liegt.
die Verzahnungsqualität nach Normen der Reihe DIN 3965 i)Gesamtüberdeckung bei Schräg- und Bogenverzahnung -.
bekannt sein.

500
Zähnezaht des Ritzels z^ ^
Bild 4.2. Diagramm für die Bestimmung der Resonanzdrehzahl hh, für die Paarung Vollritzel-Vollrad
Seite 8 DIN 3991 Teil 1

Tabelle 4.1. Einflußfaktoren Cvi - Cy? '') in den Gleichungen (4.09) bis (4.11) ®)

Gesamtüberdeckung Cyy Cv12 Cv3®) Cy56 Cy7 Cv4®)

Geradverzahnung < 1,6 0,75

1,8 0,66 0,23 0,94 0,80 0,90

2,0 0,87

Schrägverzahnung 2,2 0,64 0,15 0,73 0,95 0,61

2,5 0,60 0,10 0,63 0,42

3,0 0,55 0,07 0,57 1,0 0,27

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4,5 0,48 0,03 0,51 0,11

6) Bei Verzahnungsqualität 6 nach Normen der Reihe DIN 3965 oder feiner und Profilkorrektur für Vollast ist Cv3 = Cv4 zu
setzen, bei Profilkorrektur für % Vollast Cv3/3 statt Cv3 und Cv4/3 statt Cv4 einzusetzen. Bei Verzahnungsqualität 7 und
gröber sind Cv3 und Cv4 stets voll zu berücksichtigen.
^) Cy Faktoren nach DIN 3990 Teil 1, wobei hier Cvi2 = Cyi + Cv2 und Cvse = Qs + Cv6-
8) Der Einfluß der Kopfrücknahme wird hier nicht getrennt berücksichtigt. Für die meist höhenballigen Kegelräder liegt die
Berechnung damit auf der sicheren Seite.

Tabelle 4.2. Berechnungsgleichungen für Cvi ~ Cv7 ®)

1 < Cvy < 2 Cyy > 2

Cvi 0,32 0,32


0,57 Cvi 2 = Cvi + Cv2 ^)
Cv2 ®) 0,34
£yy - 0,3

0,096
Cv3 0,23
£yy - 1 ,56

0,57 - 0,05 £yy


Cv4 ®) 0,90
£yy - 1,44

Cv5 0,47 0,47

0,12 Cv56 = Cv5 + Cv6 ^)


Cv6 0,47
£yy 1 ,74

1 < Cvy ^ 1 ,5 1,5<evY ^ 2,5 £yy > 2,5

Cv7 0,75 0,125 sin [n (£yy - 2)] + 0,875 1.0

6), '') und 8) siehe Tabelle 4.1

4.4.2 Kv für schräg- und bogenverzahnte Kegelräder mit 4.4.3Ky für geradverzahnte Kegelräder
Sprungüberdeckung £vp ^ 1 Ky wird nach Gleichung (4.13) mit K350 • N nach Bild 4.4 und fp
Ky = ff K350 N + ^(4.13) nach Tabelle 4.4 bestimmt oder mit Gleichung (4.14) und
Kl, K2 und K3 nach Tabelle 4.5 errechnet.
K350 N kann Bild 4.3 entnommen werden.
fp berücksichtigt den Einfluß der Belastung auf den Dynamik¬
faktor, siehe Tabelle 4.3. 4.4.4Ky für schräg- und bogenverzahnte Kegelräder mit
Sprungüberdeckung Syß < 1
Ky kann auch nach folgender Gleichung bestimmt werden.
Ky wird durch lineare Interpolation der Werte nach Abschnitt
I K2 \ z^-Vmt 1/ 4.4.2 und Abschnitt 4.4.3 bestimmt.
Ky = ^ + K3 •^ + 1 (4.14)
Ky = Kyf^ — (Ky(^ — Kyß)(4.15)
Werte für K-i, K2 und K3 können Tabelle 4.5 entnommen
werden. Hierin bedeuten:
Ist FmIbcH Ka < 100 N/mm, so ist dieser Wert gleich Kyc Wert für Ky nach Abschnitt 4.4.3.
100 N/mm zu setzen. Kvß Wert für Ky nach Abschnitt 4.4.2.
DIN 3991 Teil 1 Seite 9

4.5 Methode D - Faktor Xy - d


Grafische Methode nach Methode C, jedoch unter Vernachlässigung des Lasteinflusses.

4.5.1Anwendungsbereich, Annahmen
Vergleiche auch Einleitung zu Abschnitt 4.
a) bis i) nach Abschnitt 4.4.1.
Linienbelastung F^tlbeH • K.A ^ 350 N/mm. Man vernachlässigt dabei einen Faktor fp < 1, rechnet also auf der sicheren Seite.

4.5.2Bestimmung des Dynamikfai<tors _ o


Kv = K350 N + 1(4.16)

mit K350 • N nach Bild 4.3 bzw. Bild 4.4

1,0

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0,9

0,8

0,7

0,6

0,5
z

S 0,4

0,3

0,2

0,1

0
01 2345678-DI10
s
^
100 VW
Bild 4.3. Wert K350 • N für schräg- und bogenverzahnte Kegelräder mit Cyp > 1

Tabelle 4.3. l.asti<orrel<turfaktor /p für schräg- und bogenverzahnte Kegelräder mit Cyp ^ 1

Verzahnungsqualität Li nienbelastun 9 fA
nach N/rnm
Normen der Reihe
DIN 3965 < 100 200 350 500 800 1200 1500 2000
3 1,96 1,29 1 0,89 0,79 0,73 0,71 0,69
4 2,20 1,36 1 0,85 0,73 0,66 0,63 0,60
5 2,52 1,46 1 0,82 0,66 0,57 0,53 0,50
6 2,82 1,55 1 0,78 0,59 0,49 0,44 0,40
7 3,03 1,61 1 0,76 0,54 0,42 0,38 0,33
8 3,21 1,66 1 0,73 0,50 0,37 0,32 0,27
9 3,36 1,71 1 0,72 0,47 0,33 0,28 0,22
10 3,42 1,73 1 0,71 0,46 0,31 0,26 0,20
11 3,44 1,73 1 0,71 0,45 0,31 0,25 0,19
12 3,46 1,74 1 0,70 0,45 0,30 0,25 0,19
Seite 10 DIN 3991 Teil 1

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Bild 4.4. Wert ifaso • N für geradverzahnte KegelräderV1+tJ

Tabelle 4.4. Lastkorrekturfaktor /p für geradverzahnte Kegelräder


Verzahnungsqualltät Li nienbelastun 9
nach N/rnm
Normen der Reihe
DIN 3965 < 100 200 350 500 800 1200 1500 2000

3 1,64 1,19 1 0,92 0,85 0,82 0,80 0,79

4 1,85 1,25 1 0,89 0,81 0,76 0,74 0,72

5 2,15 1,34 1 0,86 0,74 0,67 0,64 0,62

6 2,51 1,46 1 0,82 0,67 0,58 0,54 0,51

7 2,75 1,52 1 0,78 0,60 0,50 0,45 0,41

8 3,02 1,60 1 0,76 0,54 0,43 0,38 0,33

9 3,25 1,68 1 0,73 0,49 0,36 0,31 0,26

10 3,36 1,71 1 0,72 0,47 0,33 0,28 0,22

11 3,40 1,72 1 0,71 0,46 0,32 0,27 0,21

12 3,43 1,73 1 0,71 0,46 0,31 0,25 0,20

Tabelle 4.5. Werte der Faktoren K^, K2 und K3 für Gleichung (4.14)

Faktoren K, K2 K3

Verzahnungsqualität
nach Normen der 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 3 bis 12 3 bis 12
Reihe DIN 3965

Geradverzahnung 1 ,0645 0,0193


2,19 3,18 5,48 9,50 15,34 27,02 58,43 106,64 146,08 219,12
Schräg- und
1,0000 0,0100
Bogenverzahnung
DIN 3991 Teil 1 Seite 1 1

5 Breitenfaktoren Knp, Kpß. Rad ist und zwar die Breite im FuBkegel ohne Berücksichti¬
gung sinnvoll ausgeführter Stirnkantenbrüche oder Stirn-
Der Breitenfaktor berücksichtigt die Auswirkungen ungleich¬ kantenabrundungen. Diese Regel gilt auch für randschicht-
mäßiger Kraftverteilung über die Zahnbreite auf Grübchen- gehärtete Zahnräder mit ungehärteten Bereichen an den
(Knp), Zahnfuß- (Kpp) und Freßbeanspruchung (Kßß) infolge Zahnenden.
eines etwa elliptischen Tragbildes bei breitenballig aus¬
geführten und zweckmäßig eingestellten Kegelrädern 9). Man geht also von einem Vollast-Tragbild aus, das 85% der
Zahnbreite überdeckt, sofern keine anderen Angaben
Haupteinflüsse siehe DIN 3990 Teil 1
gemacht werden. Wird bei unterschiedlicher Empfindlichkeit
gegen Verlagerungen ein kleineres oder größeres Tragbild,
5.1lUlethoden zur Bestimmung des Breitenfaktors z. B. 0,6 ö, ausgeführt, muß ein entsprechender Wert für 6eH in
Um die Kraftverteilung über die Zahnbreite entsprechend die Berechnung eingeführt werden (siehe DIN 3991 Teil 2 und
einer Methode A zutreffend zu ermitteln, ist eine umfassende DIN 3991 Teil 3, Ausgaben September 1988, Abschnitte 2) ^O).
Analyse aller Einflußgrößen erforderlich (z.B. Messung der In vielen Fällen ist es nicht möglich, das Tragbild im Betriebs¬
Zahnfußbeanspruchung während des Betriebes oder umfas¬ zustand genau vorherzusagen. Der Einfluß der Verformungen
sende Berechnung mit Hilfe der Finite-Elemente-Methode und damit der Lageranordnung kann dann durch den Ansatz
unter Berücksichtigung aller Einflußfaktoren). In diesem Fall einer kleineren effektiven Zahnbreite öeH oder durch den
müssen die Genauigkeit des Verfahrens nachgewiesen und

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Lagerungsfaktor /s^Hphe nach Tabelle 5.1 berücksichtigt wer¬
die Voraussetzungen klar dargelegt werden (vergleiche den.
Abschnitt 1.3).
Im Ansatz dieses Faktors wird berücksichtigt, daß je nach
Wegen des hohen versuchstechnischen Aufwandes oder Anwendungsgebiet unterschiedliche Anstrengungen zur
Rechenaufwandes sind derartige Untersuchungen jedoch Berücksichtigung von Herstellproblemen (z. B. Härteverzug)
auf Einzelfälle beschränkt. und Verformungen unter Belastung (Tragbildkontrolle unter
Vereinfachte Verfahren, die in ihrer Treffsicherheit den Last) üblich oder möglich sind.
Methoden B und C der Stirnradberechnung (siehe Normen Der maßgebende Breitenfaktor Khp-d ist demnach:
der Reihe DIN 3990) entsprechen, verlangen als Berech¬
nungsgrundlage eine hinreichend genaue Abschätzung der ^Hp-D = '^Hp-c • ^^Hpbe = 1.5 • ÄHpbe(5.01)
maßgeblichen Herstell-Flankenlinienabweichnungen, Ein¬
laufbeträge, Zahnfedersteifigkeit und Wellenverformungen. 5.2.2Breitenfaktor Kpß _ d
Beim derzeitigen Stand der Technik können hier noch keine Kpß berücksichtigt den Einfluß der Kraftverteilung über die
durch praktische Erfahrungen ausreichend abgesicherte Zahnbreite auf die Spannung am Zahnfuß.
Berechnungsverfahren angegeben werden. Es sollen deshalb
Kpp = KHß = 1,5 • Knpbe(5.02)
weitere Forschungsergebnisse und Betriebserfahrungen
abgewartet werden, bevor ein Rechenverfahren ähnlich Kpß trägt der erhöhten Belastung im mittleren Bereich des
Methode B und C nach Normen der Reihe DIN 3990 in diese Tragbildes Rechnung. Eine Stützwirkung der unbelasteten
Norm aufgenommen wird. Zahnenden wirkt sich hier kaum aus. Das heißt, die effektive
Zahnbreite wird ebenfalls b^f = beH = 0,85 b gesetzt, wobei
5.2iUlethode D — Falrtoren Khp-di ^Fß-D> jf^Bß-D die zusätzlichen Hinweise zum Ansatz von öeH in Abschnitt
5.2.1 Breitenfaklor Khp-d 5.2.1 zu beachten sind.
Die Breitenkraftverteilung wird bei Kegelrädern wesentlich
5.2.3Breitenfaktor Kßß - d
beeinflußt durch die breitenballige Ausführung der Ver¬
zahnungen und die sich während des Betriebes einstellenden Kßp berücksichtigt den Einfluß der Kraftverteilung über die
Verformungen und Abdrängungen. Zahnbreite auf die Freßbeanspruchung. Man setzt wie bei
Stirnrädern Kßß = Knp.
Die Erhöhung der Flankenpressung bei breitenballigen
Verzahnungen (Punktberührung) wird durch den Faktor
^^Hß-c = 1.5 berücksichtigt. Die Rechteckdruckfläche der
Linienberührung wird dabei näherungsweise durch eine ein¬ 9) Vergleiche auch Schrifttumsangaben [1] bis [5]
beschriebene Ellipse ersetzt. Voraussetzung hierfür ist, daß 1°) Bei der Nachrechnung ausgeführter Kegelräder, bei
unter Vollast ein Tragbild vorhanden ist, das beide Zahnenden denen das Tragbildzentrum bei Vollast nicht in Mitte
freiläßt; durch Überprüfung der zu erwartenden Verformun¬ Zahnbreite, sondern zur Zehe oder Ferse hin verschoben
gen oder durch Kontrolle des Tragbildes nach Lauf unter ist, ist für die Ermittlung der Ersatz-Stirnradverzahnung
Vollast muß sichergestellt werden, daß diese Voraussetzung und der Umfangskraft nicht die mittlere Kegellänge ein¬
zutrifft. zusetzen, sondern eine zur tatsächlichen Tragbildmitte
Unter üblichen Bedingungen setzt man die effektive Zahn¬ reichende Kegellänge. Die maßgebende Zahnbreite &eH
breite &eH = 0,85 b, wobei b der kleinere Wert von Ritzel oder wird gleich der Tragbildbreite gesetzt.

Tabelle 5.1. Lagerungsfaktor Knßbe

Lagerung von Ritzel und Tellerrad


Anwendung
beide eines beidseitig beide
beidseitig eines fliegend fliegend

Flugzeug*) 1,00 1,10 1,25


Kraftfahrzeug*) 1,00 1,10 1,25
Industrie, Schiff 1,10 1,25 1,50

*) Voraussetzung: Optimales Tragbild unter Betriebsbedingungen, nachgewiesen durch Tragbildabnahme in den Original¬
gehäusen und Lagern.
Seite 12 DIN 3991 Teil 1

6 Stirnfaktoren Kh«, Kp«, Kß« Hierin bedeuten:


Cy Eingriffsfedersteifigkeit, näherungsweise
Die Aufteilung der Gesamt-Umfangskraft auf nnehrere gleich¬
Cy = 20N/(mm jxm), siehe auch Fußnote 5.
zeitig im Eingriff befindliche Zahnpaare hängt bei gegebenen
Verzahnungsmaßen und Werkstoffen von der Verzahnungs¬ fp Teilungs-Einzelabweichung, Größtwert von Ritzel oder
genauigkeit und der Höhe der Gesamt-Umfangskraft ab. Rad. Für Entwurfsberechnungen oder wenn keine
Meßergebnisse vorliegen, wird die entsprechende
Der Faktor K^a berücksichtigt die Auswirkung der Kraftauf¬
Toleranz nach Normen der Reihe DIN 3965 eingesetzt,
teilung auf die Flankenpressung, der Faktor Kp^ die Aus¬
wirkung auf die Zahnfußbeanspruchung, der Faktor Kb« die ya Einlaufbetrag nach Abschnitt 6.5.
Auswirkung auf die Freßbeanspruchung. fmtH Maßgebende Umfangskraft am Teilkegel in Mitte Zahn¬
Haupteinflüsse siehe DIN 3990 Teil 1. breite, frntH = fmt ' Ka Ky Kuß-

6.3.2 Ersatz-Stirnradverzahnungen mit Gesamtüber¬


6.1Methoden zur Bestimmung des Stimfaktors deckung Cyy > 2
Die Genauigkeit der nachstehend beschriebenen Methoden
,/2 iCyy - 1) Cy(fp-ya)
zur Bestimmung des Stirnfaktors nimmt von Methode A (z. B.
Kna = Kpa = KBa = 0,9 + 0,4 V ^ 1(6.02)
Khk-a) bis Methode C (z.B. Kh^-c) ab. 1 ^vy^mtH'ÖeH

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Methode A erfordert eine genaue Untersuchung, wobei die
Bedeutung der Zeichen siehe Abschnitt 6.3.1.
während des Eingriffs wechselnde Zahnfedersteifigkeit und
die über den Radumfang, die Zahnhöhe und die Zahnbreite
^Ha. Kpa, Kßa können auch Bild 6.1 entnommen werden. Das
veränderlichen Herstellabweichungen zu berücksichtigen Diagramm zeigt die grafische Darstellung der Gleichungen
sind. — In den meisten Fällen ist eine derartige umfassende (6.01) und (6.02). Die Grenzbedingungen nach Abschnitt 6.3.3
Analyse nicht durchführbar, da die notwendigen Daten nicht sind zu beachten.
zur Verfügung stehen. — Weitere Hinweise siehe Ab¬
schnitt 6.2.
Für Methode B benötigt man nur die Hauptabmessungen und
die Verzahnungsdaten des Radpaares, den Werkstoff und die
Genauigkeit des Getriebes. Diese Methode kann für alle
Getriebearten angewendet werden. — Beschreibung siehe
Abschnitt 6.3.
Methode C ist ein vereinfachtes, von Methode B abgeleitetes
Verfahren. Sie ist für viele Arten von Industriegetrieben und
Überschlagsrechnungen ausreichend genau. Zur Bestim¬
mung der Stirnfaktoren benötigt man nur die Verzahnungs¬
qualität und die Verzahnungsart (Gerad- oder Schrägver¬
zahnung); Belastung und Einlaufverhalten werden grob über¬
schlägig erfaßt. — Beschreibung siehe Abschnitt 6.4.

6.2Methode A — Faktor Kh« - a


Die Kraftaufteilung, die der Tragfähigkeitsberechnung
zugrunde liegt, kann durch Messung oder durch eine um¬
fassende rechnerische Analyse unter Berücksichtigung aller
Einflußgrößen ermittelt werden. In diesem Fall müssen die
^utH / ^eH
Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Methode nachgewiesen
und die Voraussetzungen klar dargelegt werden (vergleiche Bild 6.1. Stirnfaktoren Kh«. Kq^ und Kpa, Methode B
Abschnitt 1.3).
Im allgemeinen sind die nachstehend beschriebenen Nähe¬ 6.3.3 Grenzbedingungen für Kna. Kp^ und Kß«
rungsverfahren (Methoden B und C) ausreichend genau. Wird Kna, Kp^ oder Kß« < 1, so ist Kh«, Kpa oder = 1 zu
setzen.
6.3Methode B - Faktoren Xh« - b> ^Fa - b, - b Wird nach Gleichung (6.01) bzw. Gleichung (6.02)
Bei dieser Methode wird eine übliche Verteilung der Verzah¬ £\;y^VV
nungsabweichungen über den Umfang von Ritzel und Rad Kh« = Kßa > ^ , so ist für Kh« = Kßa = —2^'^ setzen.
angenommen, wobei die ungünstigsten Kombinationen nur
selten auftreten; teilweise gleichen sich die Abweichungen Ze siehe DIN 3991 Teil 2.
von Ritzel und Rad auch aus. — Die Teilungs-Einzelab-
weichung berücksichtigt näherungsweise die Gesamt¬ Wird Kpa > £yy, so ist Kpa = ——— zu setzen.
wirkung aller Verzahnungsabweichungen, die den Stirnfaktor £vcc Yt

beeinflussen. (Vergleiche entsprechende Hinweise zu in Ve siehe DIN 3991 Teil 3.


Abschnitt 4.3.) Gegenüber DIN 3990 Teil 1 wird die Teilungs¬ Mit diesen Grenzbedingungen wird die ungünstigste Kraft¬
Einzelabweichung fp statt der Eingriffsteilungs-Abweichung aufteilung angenommen, d.h. man geht davon aus, daß nur
/pe eingeführt, da /pe in den Normen der Reihe DIN 3965 nicht ein Zahnpaar die gesamte Umfangskraft überträgt und rech¬
enthalten ist. Ein Einfluß der Kopfrücknahme entsprechend net somit auf der sicheren Seite. Es wird jedoch empfohlen,
DIN 3990 Teil 1 wird nicht gesondert berücksichtigt, da
für Schräg- und Bogenverzahnungen die Genauigkeit so zu
übliche Höhenballigkeiten zugrunde gelegt werden. wählen, daß Kh« und Kb« nicht größer als £van und Kpa nicht
größer als MY^ werden.
6.3.1 Ersatz-Stirnradverzahnungen mit Gesamtüber¬
deckung CvY - 2
6.4 Methode C - Faktoren - c, - c, - c
Methode C (Tabellenwerte) wurde mit den nachstehenden
^Ha = Kp, = ^ (o,9 + 0,4] (6.01)
2 \fmtH/ÖeH I vereinfachenden Annahmen aus Methode B abgeleitet.
DIN 3991 TeiM Seite 13

Tabelle 6.1. Stirnfaktoren K^a, Kpa "sch lUlethode C

Linienbelastung fmt/öeH • > 100 N/mm < 100 N/mm

Verzahnungsqualität 5 und 1 1 und sämtliche


6 7 8 9 10
nach Normen der Reihe DIN 3965 feiner gröber Qualitäten

1/Z? > 1,2


1,0 1,1 1,2
Kpa 1/y, > 1,2
Gehärtet
Bogen- und
1,0 1,1 1,2 1,4 ^van — 1 ,4
Schrägverzahnung „
Kpa

Kua l/Z? > 1,2


1,0 1,2

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1,1
Kfa I/Ye > 1,2
Ungehärtet
Bogen- und
1,0 1,1 1,2 1,4 ^van — 1 ,4
Schrägverzahnung „
K-Fa

6.4.1Anwendungsbereicli, Annahmen Für die Berechnung kann man folgende Gleichungen be¬
a)Für Bogen- und Schrägverzahnung wird c^y = 2,5 ange¬ nutzen, die den Verlauf der Linien in Bild 6.2 und Bild 6.3 dar¬
nommen, für Geradverzahnung Syy = £va = 1.6 (betrifft stellen:
Methode B nach Abschnitt 6.3). Für Bau- und Vergütungsstahl sowie Kugelgraphitguß —
b)Profilüberdeckung 1,2 < Cv« < 1,9 (betrifft Zahnfeder¬ perlitisch; bainitisch (St, V, GGG — perl.; bai.)
steifigkeit, vergleiche DIN 3990 Teil 1). 160
c)Nach Abschnitt 4.3.2 Zahnfedersteifgkeiten für Gerad-, y« = fp (6.03)
Oh lim
Schräg- und Bogenverzahnung: d = 14N/(mm [im),
Cy = 20N/(mm p.m). für Vmi ^ 5 m/sohne Einschränkung
d)Statt der Eingriffsteilungs-Abweichung /pe wird — wie bei für 5 m/s < fmt ^ 10 m/s < 12800/oHiira
Methode B — die Teilungs-Einzelabweichung fp der re¬
für »mt > 10m/s< 6400/(7Hiim
präsentativen Verzahnungsabweichung zugrunde ge¬
legt. Für Grauguß und Kugelgraphitguß — ferritisch (GG, GGG —
e)Jeder Verzahnungsqualität ist eine Teilungs-Einzelab- ferr.)
weichung zugeordnet. Bei höheren Abweichungen, die bei = 0,275 fp(6.04)
größeren Moduln zulässig sind, treten im allgemeinen
auch höhere Linienbelastungen auf als für die Berech¬ für Vmt ^ 5 m/sohne Einschränkung
nung angenommen wurde (vergleiche Unterabschnitt f)). für 5 m/s < »mt ^ 10 m/s< 22 ^zm
f)Die Stirnfaktoren wurden für die Linienbelastung für Vmt > 10 m/sy^ < 11 ^xm
Pmtn/i'eH = 350 N/mm ermittelt. Für höhere Linien¬
belastungen ergeben sich also Werte, die auf der sicheren Für einsatzgehärteten, randschichtgehärteten, nitrierten
Seite liegen. Für Linienbelastungen unter 100 N/mm oder nitrokarburierten Stahl (EH, IF, NV, NT)
wurden die in Abschnitt 6.3.3 empfohlenen Grenzwerte y„ = 0,075 • fp(6.05)
eingesetzt.
für alle Geschwindigkeiten mit der Einschränkung
6.4.2Bestimmung der Stirnfaktoren nach Methode C y« < 3 txm.
Die Stirnfaktoren Khk-c und Kp^-c können Tabelle 6.1 ent¬ Für fp gilt die Festlegung in Abschnitt 6.3.1. Dabei ist für Ritzel
nommen werden. Man setzt Kßa-c = ^Ha-c- und Tellerrad der gleiche Wert einzusetzen.
Wenn Ritzel und Tellerrad aus unterschiedlichen Werkstoffen
6.5 Einlaufbetrag bestehen, ist zu setzen :
ya ist der Betrag, um den die Eingriffsteilungs-Abweichung
y«! + ya2
durch Einlaufen ab Betriebsbeginn vermindert wird. Fehlen y« = (6.06)
unmittelbare Versuchs- oder Erfahrungswerte, kann
Bild 6.2 oder Bild 6.3 entnommen werden. Haupteinflu߬ wobei y^t für den Ritzelwerkstoff und ya2 für den Werkstoff
größen siehe DIN 3990 Teil 1 sinngemäß. des Tellerrades zu bestimmen sind.
Seite 14 DIN 3991 Teil 1

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10 20 1.0 50 fjtn 100

Baustahl, Vergütungsstahl und Kugelgraphitguß — perl., bain.


I Umfangsgeschwindigkeit Vmi > 10 m/s
Grauguß und Kugelgraphitguß - ferr.

Stahl, einsatzgehärtet, randschichtgehärtet, nitriert oder nitrokarburiert (alle Umfangsgeschwindigkeiten)

ya bei unterschiedlichen Werkstoffen für Ritzel und Rad nach Gleichung (6.06)

Bild 6.2. Einlaufbetrag eines Zahnradpaares

1
DIN 3991 Teil 1 Seite 15

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f,

Baustahl, Vergütungsstahl und Kugelgraphitguß - perl., bain. 1 Umfangsgeschwindigkeit < 10m/s


Grauguß und Kugelgraphitguß -ferr.J» mt

Va bei unterschiedlichen V\/erkstoffen für Ritzel und Rad nach Gleichung (6.06)

Bild 6.3. Einlaufbetrag y« eines Zahnradpaares


Seite 16 DIN 3991 Teilt

7 Schrägungsfaktor (Fressen)
Kßy berücksichtigt die mit steigender Gesamtüberdeckung verstärkte Neigung der Zahnräder zum Fressen.
Ein durch Versuche ermittelter Erfahrungswert [6] für Kßy kann Bild 7.1 entnommen werden ^1).
Für die Berechnung kann man die Kurve in Bild 7.1 durch folgende Gleichungen annähern:
Kby = 1für Cyy < 2
Xby — 1 + 0.2 • (Cvy - 2) • (5 - Cyy) für 2 < £vy < 3,5 (7.01)
Kby — 1 »30 für Cvy > 3,5

Cyy siehe Anhang A, Abschnitt A.2.12.


Kßy wird in Gleichung (2.03) von DIN 3991 Teil 4/09.88 eingeführt.

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Gesamtüberdeckung £vy
Bild 7.1. Schrägungsfaktor K^y

11) Aus der Verzahnungsgeometrie ergäbe sich ein theoretischer Wert KByth = 2/(1 + £va). der jedoch durch die Versuche nicht
bestätigt wurde.
DIN 3991 Teil 1 Seite 17

Anhang A
Berechnung der Ersatz-Stirnradverzahnung für Kegelräder
Die Angaben dieses Anhanges enthalten geometrische Zusammenhänge, die keiner Normung bedürfen. Die Formeln sind in
diesem Anhang zusammengestellt, um die Tragfähigkeitsberechnung der Kegelräder zu erleichtern, siehe hierzu auch DIN 3971.

A.1 Allgemeine Erläuterungen


Wird ein Ergänzungskegel mit seiner Verzahnung, die sich durch den Schnitt mit dem Kegel ergibt, in eine Ebene abgewickelt,
dann entsteht ein virtuelles Ersatzstirnrad. Gemäß dieser Definition gehören zu den Kegelrädern Ersatzstirnräder mit Evolventen¬
verzahnung, Tredgoldsche Näherung (siehe Bild A.1). Die Tragfähigkeitsberechnung nach dieser Norm bezieht sich auf diese
Ersatzverzahnung, wobei im allgemeinen die Verhältnisse in Mitte Zahnbreite der Kegelräder zugrundegelegt werden (siehe auch
Fußnote 10).
Bei schräg- und bogenverzahnten Kegelrädern ergibt sich eine schrägverzahnte virtuelle Ersatz-Stirnradverzahnung. Bei der Trag¬
fähigkeitsberechnung wird diese Verzahnung teils im Stirnschnitt und teils im Normalschnitt betrachtet. Im Folgenden sind
dementsprechend die jeweiligen Beziehungen für die Verzahnungsdaten wiedergegeben; sie gelten ausschließlich für die über¬

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wiegend verwendeten V-Null-Verzahnungen.
Seite 18 DIN 3991 Teil 1

A.2 Daten der Ersatz-Stirnradverzahnung im Stirn¬ a)Aus der gesamten Zahndickenänderung (Zahndicken¬
schnitt (Index v) 12) korrektur) As • ffJmn
A.2.1 Zähnezahl Zy Alsml = As/2(A.14)
Zv1,2 = 2i,2/COS Ö1,2(A.1) ^sm2 ~ ^sm1(A.1 5)

Für Z = 90° gilt: b)Aus den vorgegebenen Zahndicken. Dabei ist zu beach¬
ten, daß die Zahndicken zum Teil für das äußere Zahnende
'«2 + 1 (häufig bei Geradverzahnung) und zum Teil auf Mitte
2v1 — ' ' (A.2) Zahnbreite angegeben werden.
J ^
Die Umrechnung erfolgt durch folgende Beziehung
Zv2=Z2 -1 U + 1 (A.3)
^mtRm
Smtl, 2 ~ Seti, 2 *Seti, 2 " (A.1 6)
WJetRe
A.2.2 Zähnezahlverhältnis Uy
Der Zahndickenänderungsfaktor Xsm errechnet sich dann
cos (5i Zv2
Uv=U (A.4) aus:
cos Ö2 Zv1

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/mt —^ ^mtl Smt2 (A.1 7)
FürZ = 90° gilt:
^m
mit ^et '
(A.5) Re
21
Smt1,2 ~ Smt1,2 + imt^2 (A.18)
A.2.3 Teilkreisdurchmesser
^sm1,2 ~ Smt1,2 * '^OS ßi^/(2 ftlmxd
dm^.2de1,2 Rn — 7i/4 — ^hm1,2 * tan (Xi\ (A.19)
dv1,2 = ^ (A.6)
COS(5i,2 COS(5i,2 Re
A.2.9 Grundkreisdurchmesser dy),
Für Z = öl + 02 = 90° gilt: dyh-\,2 = dyt 2 ' cos «yt (A.20)
'T2
tan a„
rfvi — d]ml * ' (A.7) mit üyt - arctan (A.21)
U cos ß„

Rm
mit dm — d^ (A.8) A.2.10 Profilüberdeckung Cy^ ''^)
~R^
Sva ' COS ßjn
£ya (A.22)
dy'2 w ' dy^ mmn • ^ • COS Äyt
Länge der Eingriffsstrecke i"»)
A.2.4 Achsabstand
1
ay = (dvi + dv2)/2 (A.9) E-va ' (M^ai - d^M + ^dya2 " d^^^

' 3y * Sin O^yl (A.23)


A.2.5 Kopfkreisdurchmesser dy
dya — dy + 2. /Zam (A.10) A.2.11 Sprungüberdeckung Cyß ^3)
b sin /?m &eH
A.2.6 Zahnkopfhöhe ham (A.24)
Bei Kegelrädern mit konstanter Zahnhöhe gilt
Bei unterschiedlicher Zahnbreite von Ritzel und Rad ist der
/Zam — '^mn (1 ^hm)(A.II)
kleinere Wert für b in die Gleichung einzusetzen.

mit Wmn — '^et * COS ßn A.2.1 2 Gesamtüberdeckung Cyy ^3)


Re
C-vy , -I- Cyß (A.25)
Bei Kegelrädern mit veränderlicher Zahnhöhe ist meist die
Zahnkopfhöhe am äußeren Zahnende angegeben. Die
A.2.13 Äquivalente Drehzahl des Ersatz-Stirnritzels
mittlere Zahnkopfhöhe h^m errechnet sich dann aus
dm1
ham^. 2 = ^ael, 2 ~ bl2 tan (Öa1, 2 ~ 2)(A.12) «v1 ^ n^ (A.26)

A.2.7 Profilverschiebungsfaktor x^m


Der Profilverschiebungsfaktor »hm ist auf den Normalmodul in 12)Auf den ansonsten verwendeten Index „m" zur Bezeich¬
Mitte Zahnbreite rnmn bezogen. nung der Verhältnisse in Mitte Zahnbreite wird bei den
^hml, 2 (/^aml, 2 -Km2,-dl(2 m mn) (A.13) Größen der Ersatz-Stirnradverzahnung verzichtet.
13)Die in den Gleichungen (A.22) bis (A.25) sowie (A.34)
A.2.8 Zahndickenänderungsfaktor Xsm errechneten Überdeckungen der Ersatz-Stirnradverzah¬
Der Zahndickenänderungsfaktor Xjm ist auf den Normal¬ nung sind maßgebend für die Tragfähigkeitsberechnung
modul in Mitte Zahnbreite bezogen. Die Zahndicken¬ nach dieser Norm; sie können abweichen von den aus
änderung gegenüber dem Bezugsprofil nach DIN 867 beträgt den Hauptabmessungen der Kegelradverzahnung er¬
2 ;Vsm * '^mn- rechneten (Jberdeckungen.
Zum Teil w/ird der Zahndickenänderungsfaktor nicht explizit i"*) Bei Kopfkürzung sind statt rfyai, 2 die maßgeblichen Kopf-
angegeben. Er kann dann w/ie folgt errechnet werden: und Nutzkreisdurchmesser dvNai,2 einzusetzen.
DIN 3991 Teil 1 Seite 19

A.3 Daten der Ersatz-Stirnradverzahnung im A.3.5 Profilüberdecitung £vKn


Normaischnitt (Index vn) 12) ^van ~ £yalCOS ßy]j (A.34)
A.3.1 Zähnezalilen Zvn
2v1 A.4 Daten des Bezugsprofils
Zvn1 ~O „n (A.27)
COS^ /Svb COS ßm Bei Kegelrädern mit konstanter Zahnhöhe können gfpund h{p
im allgemeinen den Herstellerangaben entnommen werden.
^vn2 ~ ' ^vnl (A.28) Übliche Werte sind
mit
ßvb = aresin (sin ßm cos «„) (A.29) Qiplntmn = 0,2 bis 0,4 und
hfplmrnn = 1,00 bis 1,30.
A.3.2 Teillcreisdurchmesser dy Für Kegelräder mit veränderlicher Zahnhöhe ist die Fußhöhe
des Bezugsprofils häufig nicht angegeben. Sie kann dann
dvi
^vnl ' 2^vn1 ' ^mn (A.30) errechnet werden aus:
COS^ ßyb
^fP1,2 — ^fml,2 + ^hm1,2 *(A.35)
(A.31)

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^vn2* ^vnl " ^vn2 ' '^mn mit
him^,2 = h{g^ 2 ~ b tan (<5a2,i - <52, i)(A.36)
A.3.3 Kopfitreisdurchmesser dy^n

^van = ^vn ^va ~ dy = dy^ + 2 • /Zam


~ ^mn ' ^vn (^va ~ ^v) (A.32)

A.3.4 Grundicreisdurchmesser ^vbn 12)Siehe Seite 18


^vbn — ^vn * COS CC^i — 2vn *' COS (A.33) 13)Siehe Seite 18
Seite 20 DIN 3991 Teil 1

Zitierte Normen und andere Unterlagen


DIN 867 Bezugsprofile für Evolventenverzahnungen an Stirnrädern (Zylinderrädern) für den allgemeinen Maschinen¬
bau und den Schwermaschinenbau
DIN 3965 Teil 1 Toleranzen für Kegelradverzahnungen; Grundlagen
DIN 3965 Teil 2 Toleranzen für Kegelradverzahnungen; Toleranzen für Abweichungen einzelner Bestimmungsgrößen
DIN 3965 Teil 3 Toleranzen für Kegelradverzahnungen; Toleranzen für Wälzabweichungen
DIN 3965 Teil 4 Toleranzen für Kegelradverzahnungen; Toleranzen für Achsenwinkelabweichungen und Achsenschnitt-
punktabweichungen
DIN 3971 Begriffe und Bestimmungsgrößen für Kegelräder und Kegelradpaare
DIN 3979 Zahnschäden an Zahnradgetrieben; Bezeichnung, Merkmale, Ursachen
DIN 3990 Teil 1 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Einführung und allgemeine Einflußfaktoren
DIN 3990 Teil 2 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Berechnung der Grübchentragfähigkeit
DIN 3990 Teil 3 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Berechnung der Zahnfußtragfähigkeit

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DIN 3990 Teil 4 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Berechnung der Freßtragfähigkeit
DIN 3990 Teil 5 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Dauerfestigkeitswerte und Werkstoffqualitäten
DIN 3990 Teil 11 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Anwendungsnorm für Industriegetriebe, Detail-Methode
DIN 3990 Teil 21 Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Anwendungsnorm für Schnellaufgetriebe und Getriebe ähnlicher
Anforderungen
DIN 3990 Teil 41 (z.Z. Entwurf) Tragfähigkeitsberechnung von Stirnrädern; Anwendungsnorm für Fahrzeuggetriebe
DIN 3991 Teil 2 Tragfähigkeitsberechnung von Kegelrädern ohne Achsversetzung; Berechnung der Grübchentragfähigkeit
DIN 3991 Teil 3 Tragfähigkeitsberechnung von Kegelrädern ohne Achsversetzung; Berechnung der Zahnfußtragfähigkeit
DIN 3991 Teil 4 Tragfähigkeitsberechnung von Kegelrädern ohne Achsversetzung; Berechnung der Freßtragfähigkeit

[1] Coleman, W.; Improved Method for Estimating Fatigue Life of Bevel and Hypoid Gears. SAE Quaterly Transactions Vol. 6
(1952), No. 2
[2] Henk, H.: Untersuchungen über den Einfluß von Montagefehlern bei geradverzahnten Kegelrädern auf die Genauigkeit der
Bewegungsübertragung und das Tragbild. Dissertation TH Aachen, 1967.
[3]Wiener, D.: Untersuchungen über die Flankentragfähigkeit von Kegelradgetrieben. Dissertation TH Aachen, 1970.
[4]Bagh, P.: Über die Zahnfußtragfähigkeit spiralverzahnter Kegelräder. Dissertation TH Aachen, 1973.
[5]Fresen, G.: Untersuchungen über die Tragfähigkeit von Hypoid- und Kegelradgetrieben. Dissertation TU München, 1981.
[6]Lechner, G.: Die Freß-Grenzlast bei Stirnrädern aus Stahl. Dissertation TU München 1966.

Erläuterungen
DIN 3991 umfaßt in Anlehnung an DIN 3990 die Teile 1 bis 4 und enthält eine vollständige Darstellung der Berechnungsverfahren
einschließlich der für den Rechengang maßgebenden Hinweise und Erläuterungen. Auf die Beschreibung grundsätzlicher Zu¬
sammenhänge und allgemeiner Einflüsse auf die Tragfähigkeit wurde verzichtet und auf DIN 3990 Teil 1 bis Teil 4 verwiesen, sofern
diese für Kegelräder in gleicher Weise oder sinngemäß gelten wie für Stirnräder.
Für die Tragfähigkeitsberechnung von achsversetzten Kegelrädern (Hypoidrädern) geben einige Hersteller der Verzahnungs¬
maschinen Verfahren an. Grundsätzlich kann man bei der Nachrechnung der Grübchen- und Zahnfußtragfähigkeit jedoch auch
nach der vorliegenden Norm vorgehen, wenn man die Hypoidräder durch Ersatzkegelräder annähert. Die Berechnung der Fre߬
tragfähigkeit nach dieser Norm ist wegen der besonderen Wälz-Gleitverhältnisse (Zahnlängsgleiten) für Hypoidräder nicht ge¬
eignet; weiterführende Erläuterungen siehe Niemann/Winter; Maschinenelemente III, Springer: 1983.

Internationale Patentklassifikation
F 16 H 55/17