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GLOBAL GRACE DAY, 9. NOVEMBER 2010

GEWALT BEENDEN – MODELLE SCHAFFEN FÜR DEN FRIEDEN

2010 GEWALT BEENDEN – MODELLE SCHAFFEN FÜR DEN FRIEDEN „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren

„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Victor Hugo

W ir sind auf einer Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg. Wir kommen nicht im

Namen einer Religion oder Ideologie, sondern im Namen von GRACE, im Dienst der Versöh- nung, Öffnung und Unterstützung. Wir sind Teil einer weltweiten Bewegung für eine freie Erde – sie trägt keine Fahne und gehört keiner Or- ganisation an, aber wächst aus der internation-

alen Solidarität und Zusammenarbeit all jener Menschen, die heute entschlossen sind, das System der Gewalt zu verlassen und Modelle zu schaffen für eine neue Kultur des Friedens.

Durch die Ökonomie der derzeitigen Globali- sierung wird die gesamte Menschheit aus ihren Ankern gerissen. Der ökologischen und militä- rischen Zerstörung im Äußeren entspricht ein maßloses menschliches Elend im Inneren. Men- schen werden ihrer Heimat und ursprünglichen Einbettung in der Welt entrissen, die natürli- chen Werte von Wahrheit, Vertrauen und ge- genseitiger Unterstützung vernichtet. Durch die Zerstörung der Gemeinschaft entstand weltweit eine tiefe Wunde in der menschlichen Zivilisa- tion. Daraus ergeben sich die Kriege unserer Zeit, die mit einer epidemieartigen Raserei des Tötens betrieben werden.

Wir können die Globalisierung der Gewalt nicht mehr nur durch moralische Appelle oder poli- tische Proteste überwinden. Wir brauchen Orte, an denen die Urwunde der Menschheit modell- haft geheilt wird und Lebenssysteme entstehen, die sich auf neuer Ebene wieder verbinden mit den ursprünglichen Werten und der universellen Quelle menschlicher Gemeinschaft. Ein solcher Ort ist das Friedensforschungszen- trum Tamera in Portugal. Hier verbinden sich soziale, ökologische und technologische For- schung zu einer konkreten Vision zukünftigen

Lebens. Um die Ergebnisse dieser Forschung in die Welt zu tragen und mit anderen Initiati- ven zu verbinden, wurde der „Globale Campus“ ins Leben gerufen, eine Art Weltuniversität mit Stützpunkten auf allen Kontinenten, in denen die Grundlagen einer weltweiten Friedenskultur erforscht, gelernt und angewandt werden.

Wir setzen heute weltweit ein Zeichen der Solidarität mit allen mutigen Menschen, deren Leben täglich bedroht ist, die verfolgt werden und in Gefängnissen sitzen, weil sie die Wahr- heit sprechen und für den Frieden arbeiten. Wir widmen diesen Tag ganz besonders der kolumbianischen Friedensgemeinde San José de Apartadó, einer ländlichen Gemeinde von 1500 Menschen im Norden des Landes, die sehr stark bedroht ist. Vor 13 Jahren haben sie sich zusammengeschlossen, um eine Alterna- tive des Friedens zu erschaffen. Sie arbeiten seitdem mit keiner der bewaffneten Grup- pen zusammen, sie dulden keine Waffen und sind in einer unerschütterlichen Friedensethik miteinander verbunden. Doch die Friedensge- meinde ist massiver Verfolgung ausgesetzt: Sie haben in den letzten 13 Jahren fast 200 Mit- glieder verloren, ermordet durch Militär, Para- militär und Guerilla. Man unterstellt ihnen in den Medien die Zusammenarbeit mit den Gue- rillas und beschuldigt sie, Terroristen zu sein. Im internationalen Ausland dagegen schätzt man ihr Engagement: Sie wurden 2007 mit den Aachener Friedenspreis ausgezeichnet und für den Friedensnobelpreis nominiert. Wir wissen, dass die Verleumdungen grundlos und absurd sind. Kolumbien sollte stolz sein auf eine solche mutige und international bekannte Initiative. In- zwischen ist die Friedensgemeinschaft zu einem Hoffnungsträger für die vielen unterdrückten und bedrohten Kräfte des Landes geworden –

und darüber hinaus. Zu ihrer Unterstützung fin- det im Moment eine GRACE Pilgerschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá statt, ge- leitet von Sabine Lichtenfels (Tamera, Portugal) und Padre Javier Giraldo (Bogotá).

Die Kraft der Gemeinschaft, die wir in San José gesehen und erfahren haben, ist nicht nur eine Antwort auf die Situation in den unterdrückten Ländern. Sie betrifft uns alle, denn wir alle haben es verlernt, was es heißt, in Gemeinschaft, Soli- darität und Nächstenliebe zu leben. Neben der offenen Gewalt in den Kriegsgebieten der Erde gibt es das – oft versteckte – menschliche Elend in den Wohlstandsgesellschaften, die alle von der Ausbeutung und Unterdrückung der armen Länder leben. Wir alle sind herausgefordert, die Kraft der Gemeinschaft als globale Quelle der Heilung in ihrem Wesen wieder zu verstehen und anzunehmen.

In ganz Lateinamerika und an vielen Orten der Erde keimen heute die Kräfte einer tiefgreifen- den Veränderung: Der Aufbau von Modellen für den Frieden könnte nun zur Quelle einer kraftvollen gewaltfreien Revolution werden,

Mehr Informationen:

Bewegung für eine freie Erde • Tamera Monte do Cerro • P-7630 Colos • Portugal Tel.: +351-283 635 484 • Fax: +351-283 635 374 igp@tamera.org • www.global-grace-day.com

einer Revolution in der es keine Verlierer mehr gibt.

Wir laden euch ein: Helft mit, daß solche Mo- delle bekannt werden und so den Schutz er- halten, den sie brauchen. Helft mit, dass die Wahrheit über San José bekannt wird. Helft mit, Menschenleben zu retten. Am 9. Novem- ber schließen wir uns zusammen zu dem „Glo- bal Grace Day“. An diesem Tag verbinden sich weltweit Menschen in Solidarität mit dieser kei- menden Bewegung in Südamerika und anderen Teilen dieser Erde. Wir danken allen, die sich beteiligen.

Hinter allem Schmerz leuchtet immer noch die Heilige Matrix, die universelle Ordnung der Liebe und der Einheit aller Wesen. Das Ziel un- serer Arbeit besteht darin, uns weltweit mit den Kräften der Heiligen Matrix zu verbinden und eine neue menschliche Zivilisation zu ermögli- chen. Möge Gottes Segen über unserer ge- meinsamen Arbeit liegen! Im Namen unserer Kinder und im Namen aller Kreatur!

GRACE – Bewegung für eine freie Erde