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MUSIKWISSENSCHAFT

MUSIKPÄDAGOGIK / SCHULMUSIK
MUSIKVERMITTLUNG UND EMP

KOMMENTIERTES
VORLESUNGSVERZEICHNIS

SOMMERSEMESTER 2019

STAND: 07.03.2019
Inhalt

Studieninformation und -beratung ............................................................................................. 3


Erstsemesterinformation .................................................................................................... 3
Studienberatungstag Musikwissenschaft/Musikpädagogik (für alle Erstsemester) .............. 3
Studienberatungstermin Master Musikwissenschaft ........................................................... 3
Organisatorische Hinweise ........................................................................................................ 4
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten............................................................................ 5
Musikwissenschaft .................................................................................................................... 6
Vorlesungen ...................................................................................................................... 6
Proseminare ...................................................................................................................... 7
Hauptseminare ................................................................................................................ 11
Kolloquien ...................................................................................................................... 14
Sprechstunden (während der Vorlesungszeit): ................................................................. 14
Musikpädagogik...................................................................................................................... 15
Vorlesung ....................................................................................................................... 15
Unterrichtspraxis/Orientierungspraktikum ....................................................................... 16
Proseminare .................................................................................................................... 17
Hauptseminare ................................................................................................................ 20
Kolloquium ..................................................................................................................... 22
Sprechstunden ................................................................................................................. 23
Gegenwartsästhetik ................................................................................................................. 24
Seminare
 ....................................................................................................................... 24
Kolloquium ..................................................................................................................... 26
Musikvermittlung.................................................................................................................... 27
Seminare ......................................................................................................................... 27
Sprechstunden (während der Vorlesungszeit): ................................................................. 27
Musikmanagement .................................................................................................................. 28
Seminare ......................................................................................................................... 28
Instrumentalpädagogik ............................................................................................................ 29
Lehrveranstaltungen Master Instrumental- und Gesangspädagogik .................................. 29
Lehrveranstaltungen im Masterbereich (IGP) .................................................................. 29
Lehrveranstaltungen im Bachelorbereich ......................................................................... 30
Kolloquium ..................................................................................................................... 31
Elementare Musikpädagogik (EMP) ........................................................................................ 32
Hörerziehung
 ........................................................................................................................ 35
Seminare ......................................................................................................................... 35
Übungen ......................................................................................................................... 36
Weitere Veranstaltungen ................................................................................................. 38

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Studieninformation und -beratung

Erstsemesterinformation
Montag, 25. März 2019 09:30 – 10:30 Uhr, KMS
11:00 – 12:30 Uhr, Raum 8.34

Im Anschluss an die Begrüßung aller neuen Studierenden im Sommersemester 2019 durch die
Rektorin, Prof. Dr. Rapp, den Prorektor, Prof. Dr. Hermann, und den ASTA, die Ihnen eine
ganze Reihe an Basisinformationen mit auf den Weg geben werden, folgt ein Rundgang durch
die Hochschule, der Ihnen helfen soll, sich zu orientieren und die Infoboards zu finden.
Um 11 Uhr erwarten Sie die Studiengangsleiterin, Prof. Dr. Scharenberg, und einige Schulmu-
sikstudierende in Raum 8.34 zur studiengangsbezogenen Information und Beratung. Sie
erfahren Ihre Zuteilung zu Lerngruppen und Lehrern, erhalten einführende Informationen zum
Ablauf einzelner Fächer, Ratschläge für die Planung des Semesters („Stundenplan“) und Sie
haben die Möglichkeit zur Einzelberatung.

Studienberatungstag Musikwissenschaft/Musikpädagogik (für alle Erstsemester)

Dienstag, 26. März 2019 14:15–15:45 Uhr, OPR (danach Einzelberatung)

Dozentinnen und Dozenten stellen Inhalte sowie Studien- und Prüfungsordnungen der wissen-
schaftlichen Fächer vor und geben Hinweise zum Lehrangebot.

Studienberatungstermin Master Musikwissenschaft

Dienstag, 26. März 2019 16:15 – 17:00 Uhr 10.03 (Meyer)

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Organisatorische Hinweise

Der Erwerb von Leistungsnachweisen in Pro- und Hauptseminaren setzt den vorherigen oder
gleichzeitigen Besuch der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten voraus (s. unten).
Ausnahmen sind in Absprache mit den Dozenten möglich.
Studierende im Studiengang BA Musik erhalten in der Einführung einen von vier vorgesehenen
Leistungsnachweisen, Studierende im BA LA Gym bekommen die erfolgreiche Teilnahme mit
drei Leistungspunkten für den Studienbereich Bildungswissenschaften angerechnet.

Im BA LA Gym werden Vorlesungen der wissenschaftlichen Fächer (Musikwissenschaft/


Musikpädagogik) grundsätzlich mit zwei Leistungspunkten, Proseminare mit drei Punkten,
Hauptseminare mit vier Punkten gewertet. Für Schulmusik nach GymPO I gelten die Werte für
Vorlesungen und Hauptseminare analog, Proseminare werden mit zwei Punkten gewertet.
Maßgeblich für den erfolgreichen Seminarbesuch (Modulabschlussprüfung) ist, wenn vom
Dozenten nicht anders vorgesehen, die aktive Teilnahme einschließlich der Übernahme eines
Referats sowie eine schriftliche Hausarbeit. Vorlesungen werden i.d.R. mit einer mündlichen
Prüfung am Ende des Semesters abgeschlossen.

Hausarbeiten sind bis zum Ende der ersten Woche der darauffolgenden Vorlesungszeit
abzugeben. Verlängerungen dieser Frist sind in Absprache mit den Dozenten möglich, jedoch
für nicht mehr als sechs Wochen.

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Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

PD Dr. Michael Kube


Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten [2/3 ECTS]

Dienstag, 16 – 18 Uhr, Raum 8.28


Beginn: 02.04.2019

Das Seminar und das dazugehörende, verpflichtende Tutorium vermitteln einen grundlegenden
Einstieg und Ausblick in Inhalte und Methoden des (musik-)wissenschaftlichen Arbeitens: Was
sind musikalische Quellen? Wie erschließe ich mir Literatur in den Bibliotheken und im
Internet? Wie unterscheide ich „gute“ und „schlechte“ Informationen? Ein weiterer Schwer-
punkt liegt in praktischen Übungen für den weiteren Studienverlauf: Wie halte ich ein Referat?
Wie wird daraus eine schriftliche Hausarbeit? Wie zitiere ich ordentlich? Wie schreibe ich eine
Fußnote? Wie lege ich ein Literaturverzeichnis an?

Der Leistungsnachweis wird für aktive Mitarbeit, die regelmäßige Bearbeitung von kleinen
Übungsaufgaben, ein Kurzreferat und dessen Ausarbeitung in einer kurzen Hausarbeit (8 Seiten)
vergeben.

Die Teilnahme am Tutorium ist verpflichtend.

Einführende Literatur:
Matthew Gardner und Sara Springfeld, Musikwissenschaftliche Arbeiten. Eine Einführung,
Kassel 2014 (= Bärenreiter Studienbücher Musik Bd. 19).
Musikwissenschaft studieren. Arbeitstechnische und methodische Grundlagen, hrsg. von
Kordula Knaus und Andrea Zedler, München 2012.

Cosima Obert
Tutorium

Donnerstag, 13 – 14 Uhr, Raum 8.28
Beginn: 04.04.2019

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Musikwissenschaft

Vorlesungen

PD Dr. Michael Kube


Kammermusik im 19. Jahrhundert.
Gattungen, Ästhetik, Aufführungspraxis [2 ECTS]

Mittwoch, 14 – 16 Uhr, OPR


Beginn: 03.04.2019

Nachdem in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts sich rasch verschiedene kammermusikali-
sche Gattungen herausgebildet hatten, etablierte sich um die Wende zum 19. Jahrhundert
zumindest für das Streichquartett eine Ästhetik, die es weit über alle anderen Besetzungen hob;
1818 notierte etwa Carl Maria von Weber entsprechend: „Das rein Vierstimmige ist das
Nackende in der Tonkunst.“ Damit war zugleich ein Abstraktionsgrad festgelegt, den zum einen
andere Gattungen nicht erreichten und dem sich zum anderen jedes neue Werk zu stellen hatte.
Parallel dazu setzte mit den stetig sich steigernden spieltechnischen Anforderungen eine
zunehmende Professionalisierung des Spiels ein, die sich auch im veränderten Repertoire von
Hausmusik bzw. Salon-Soiree spiegelt.
Die Vorlesung gibt daher nicht nur einen Überblick über die verschiedenen Gattungen und
standardisierten kammermusikalischen Besetzungen des langen 19. Jahrhunderts, sondern
eröffnet auch Einblicke in die Aufführungspraxis der Zeit: Wann wurde welches Repertoire
gespielt? Wann und in welchem Kontext traten stehende Ensembles auf und wie veränderten
sich deren Programme im Laufe der Zeit?

Einführende Literatur:
Carl Dahlhaus, „Was ist eine musikalische Gattung?“, in: NZfM 135 (1974), S. 620–625.
Ludwig Finscher, Streicherkammermusik (MGG prisma), Kassel 2001.
Katrin Bartels, Das Streichquintett im 19. Jahrhundert, Göttingen 1996.
Hubert Unverricht, Geschichte des Streichtrios, Tutzing 1969.
Basil Smallman, The Piano Trio. Its History, Technique, and Repertoire, Oxford 1990.
Basil Smallman, The Piano Quartet and Quintet. Style, Structure, and Scoring, Oxford 1994.

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Prof. Dr. Andreas Meyer
Musikgeschichte im Überblick: Antike und frühe Mehrstimmigkeit [2 ECTS]

Dienstag, 14 – 16 Uhr, OPR


Beginn: 02.04.2019

Die Vorlesung thematisiert die ältesten erhaltenen Zeugnisse menschlicher Musikpraxis


überhaupt, insbesondere die Musikpraxis und -theorie der klassischen Antike. Zumal die
griechische Musiktheorie ist – in ihrer spätantiken Überlieferung – wegweisend für die
europäische Musikgeschichte gewesen (pythagoreisches Tonsystem, Ethoslehre, Sphärenhar-
monie u.a.). Auch der römische Choral bzw. seine Verbreitung und Kanonisierung gehört zu
den elementaren Grundlagen der „abendländischen“ Musik. Aus diesem Zusammenhang lassen
sich u.a. die Anfänge der Mehrstimmigkeit und des Kontrapunkts verstehen. Zum christlichen
Mittelalter gehört aber auch die Musik der fahrenden Spielleute, der Troubadours und Trou-
vères.
Diese im musikwissenschaftlichen Überblickszyklus erste Vorlesung bietet Gelegenheit, sehr
grundsätzliche Aspekte „unseres“ Musikbegriffs zu diskutieren: so die Frage nach Mündlichkeit
und Schriftlichkeit bzw. „ars memoria“, nach musikalischer Autorschaft und Komposition, nach
konkurrierenden Stimmungssystemen („Mikrotönen“), nicht zuletzt nach dem „Abendland“
selbst – wer gehört eigentlich dazu, welche Musikkulturen werden mit diesem Begriff ausge-
grenzt und warum? Wo es sich anbietet, werden „Brückenschläge“ in die spätere Geschichte
unternommen: Mit welchem Recht hat die musikalische Renaissance sich auf die Antike
berufen, wieso gelten Haydn, Mozart und Beethoven als „klassisch“, Strawinsky und andere
Komponisten des 20. Jahrhunderts als „Neoklassizisten“?

Proseminare

Dr. Katrin Beck


Musik im Raum der Kirche seit den 1960er Jahren [2/3 ECTS]

Vorbesprechung:
Freitag, 05.04.2019, 15 – 17 Uhr s.t., Raum 8.35
1. Block:
Freitag, 12.04.2019, 15 – 18 Uhr s.t., Raum 8.35
Samstag, 13.04.2019, 10 – 17 Uhr s.t., Raum 8.35
2. Block:
Freitag, 28.06.2019, 15 – 18 Uhr s.t., Raum 8.35
Samstag, 29.06.2019, 10 – 17 Uhr s.t., Raum 8.35

Info und Anmeldung unter katrinbeck@web.de

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Musik innerhalb der evangelischen wie katholischen Kirche in Deutschland spielte sich seit den
1960er Jahren oft weitgehend abseits der Neuen Musik ab. Während viele Kompositionen der
Neuen Musik einen geistlichen Bezug haben, waren viele der neu komponierten Werke für den
Gottesdienst in einem „historisierenden“ Stil geschrieben, der dem Kompositionsideal der
Kirchenmusikalischen Erneuerung nahestand. Außerdem öffnete sich die Kirche auch für Pop-
/Rockmusik, was zu weiteren Debatten führte. Im Hinblick auf die musikalische, kirchliche,
politische und gesellschaftliche Situation seit den 1960er Jahren untersuchen wir in diesem
Seminar Auseinandersetzungen im Spannungsfeld der Kirchenmusik in dieser Zeit sowie
ausgewählte Werke und das Handeln einiger Protagonisten.

Einführende Literatur:
Beck, Katrin: „Evangelische Kirchenmusik – historische Kontexte“, in: dies., Neue Musik im
kirchlichen Raum der 1960er Jahre. Clytus Gottwald und die Folgen, Neumünster 2016, S. 45–
67.
Gröhn, Constantin: Dieter Schnebel und Arvo Pärt: Komponisten als „Theologen“ (Ästhetik –
Theologie – Liturgik 44), Berlin 2006.
Herchenröder, Martin: „Neue Orgelmusik nach 1960“, in: Rudolf Faber/Philip Hartmann
(Hrsg.), Handbuch Orgelmusik. Komponisten – Werke – Interpretation, Kassel u.a. 2002,
S. 663–706.
Philippi, Daniela: Neue Orgelmusik. Werke und Kompositionstechniken von der Avantgarde bis
zur pluralistischen Moderne, Kassel 2002.

PD Dr. Corinna Herr


Musik und Digitalität [2/3 ECTS]

Vorbesprechung:
Freitag, 05.04.2019, 14 – 16 Uhr c.t., Raum 8.28
1. Block:
Freitag, 10.05.2019, 15 – 19 Uhr c.t., Raum 8.28
Samstag, 11.05.2019, 9 –13 Uhr s.t. und 14 – 17 Uhr, Raum 8.28
2. Block:
Freitag, 21.06.2019, 15 – 19 Uhr c.t., Raum 8.28
Samstag, 22.06.2019, 9 – 13 Uhr s.t. und 14 – 17 Uhr, Raum 8.28

Digitale Welten sind inzwischen Teil unseres Lebens, ob es die ‚Wetter-App’ oder die YouTu-
be-Anleitung zum Kuchen backen ist. Inwieweit sich musikalische Lebenswelten in digitalen
Umgebungen verändern oder gar neu formieren, soll im Seminar an unterschiedlichen Fallbei-
spielen von Tod Machovers „Brain Opera“ über digitale Editionen bis zur Handy-Musik und zu
der „Digital Concert Hall“ der Berliner Philharmoniker untersucht werden.

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Dabei geht es sowohl um neue Produktions-, Kommunikations- und Distributionsformen wie
auch um die Frage nach musikalischen Identitätskonstruktionen in digitalen Umgebungen. Ob
YouTube-Videos die „Konzerte der Zukunft“ sein können wird genauso diskutiert wie ein
Fortschrittsdenken im Blick auf eine umfassende ‚Digitalisierung der Gesellschaft’ kritisch
analysiert wird.

Rückfragen bitte an corinna.herr@gmx.de.

Literatur zur Einführung:


Kaden, Christian: Art. „Musiksoziologie“, in: Ludwig Finscher (Hrsg.), MGG2, Sachteil 6,
Kassel 1997, Sp. 1618–1670.
Smudits, Alfred: „Musik in der digitalen Mediamorphose“, in: Beate Flath (Hg.), Musik/
Medien/ Kunst. Wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven. Bielefeld 2013, S. 75–91.

Dr. Boris Voigt


Musiksoziologie: Politische Musik und Musikpolitik am Beispiel der Weimarer Republik [2/3 ECTS]

Einführungsveranstaltung:
Freitag, 29.03.2019, 14 – 16 Uhr s.t., Raum 8.28
1. Block:
Freitag, 03.05.2019, 14 – 19 Uhr s.t., Raum 8.28
Samstag, 04.05.2019, 9 – 13:30 Uhr und 14:30 – 19 Uhr, Raum 8.28
2. Block:
Freitag, 28.06.2019, 14 – 19 Uhr, Raum 8.28
Samstag, 29.06.2019, 9 – 13:30 Uhr und 14:30 – 19 Uhr, Raum 8.28

Musik kann Instrument von Politik sein, sie kann Gegenstand von Politik sein und sie kann
Politik thematisieren. Worin die politischen Funktionen von Musik bestehen könnten, wurde
schon auf dem Ersten (1910) und Zweiten deutschen Soziologentag (1912) lebhaft diskutiert, ist
also für die Soziologie alles andere als ein neues Thema. Bereits damals war den Soziologen
klar, dass die Bedeutung von Musik in politischen Zusammenhängen nicht primär auf inhaltli-
cher Ebene liegt, ja dass sich unterschiedliche und gegensätzliche politische Strömungen in
ihrem Gebrauch von Musik nicht einmal durch je spezifische Musikkulturen unterscheiden
müssen. Musik weist meist einen hohen Grad an Polysemie auf, durch den sie in verschiedenen
politischen Kontexten verwendbar ist. Gleichwohl vermögen einzelne Musikrichtungen oder
auch Musikstücke Gegenstand politischer Gegnerschaft oder expliziter Befürwortung zu
werden, an ihnen können sich also durchaus politische Interessen manifestieren. Schließlich ist
aber die Musik selbst nicht immer neutral gegen Politik, sondern kann sie beobachten und
kommentieren.

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Ein hervorragendes Feld, um die verschiedensten Beziehungen zwischen Musik und Politik zu
erarbeiten und darzustellen, bietet die Weimarer Republik.

Nach Kriegsniederlage und Beseitigung der bisherigen Staatsstrukturen bestanden in allen


gesellschaftlichen Schichten Unsicherheiten, Hoffnungen auf den Aufbruch in eine neue Zeit
oder im Gegenteil deren Abwehr. Soziale und politische Polarisierungen nahmen erheblich zu.
Über Orientierungs- und Handlungsmuster, die der neuen Staatsform angemessen gewesen
wären, verfügten nur wenige. Kulturell, und vor allem musikalisch, nahm auf der einen Seite der
Einfluss US-amerikanischer Unterhaltungsformen erheblich zu. Neue Formen musikalischen
Ausdrucks wurden gesucht, die der entstehenden modernen Massengesellschaft gerecht würden.
Auf der anderen Seite wurde vehement für den Erhalt des überkommenen musikalischen Guts
gefochten. Politische und kulturelle Verwerfungen überlagerten sich vielfältig: die Betonung der
deutschen Musik von Praetorius bis Brahms gegen Jazz und Avantgarde verband sich mit
politischem Nationalkonservatismus und Antisemitismus, wurde aber partiell auch in den
Presseorganen der sozialdemokratisch ausgerichteten Arbeitersänger laut. Singbewegung und
Alte Musik standen für antibürgerliche, und antiindividualistische Formen der Vergemeinschaf-
tung, auch sie fanden ihre Ausdeutungen in den verschiedenen politischen Bewegungen und
dienten ihnen als Mittel kollektiver Integration. Der Chorgesang entwickelte sich zu einem
Massenphänomen und war in hohem Maße mit politischen und gesellschaftlichen Idealen und
Ideologien besetzt. Daneben versuchte die KPD durch Agitprop den Klassenkampf zuzuspitzen.
Komponisten wie Kurt Weill oder Hanns Eisler positionierten sich auch in ihren Werken
politisch. Erstmals wurde auch die Musik Gegenstand systematischer staatlicher Förderung und
Reformen, vorangetrieben vor allem von dem Pianisten und Ministerialrat im Preußischen
Kultusministerium Leo Kestenberg.
Diese Zusammenhänge sollen im Seminar an verschiedenen Quellensorten (Musikzeitschriften,
Tagespresse, Unterlagen verschiedener Verbände, Kompositionen etc.) aufbereitet und
analysiert werden.

Frithjof Vollmer (M.A.)


Von der Wachswalze zur Compact Disc – Historische Interpretationspraxis
in Tonaufnahmen des 20. Jahrhunderts [2/3 ECTS]

Mittwoch, 14 – 16 Uhr (c.t.), Raum 8.28


Beginn: 03.04.2019

Frühe Tondokumente stellen bisher als gesichert angenommene Erkenntnisse zur Interpreta-
tions- und Aufführungspraxis des 19. und 20. Jahrhunderts auf den Kopf: Erste Aufnahmen
zeugen beispielsweise von extremen Tempo- und Rhythmusschwankungen, einer großen
Spannbreite zwischen differenziert und nahezu durchgängig eingesetzten Vibrati, breiten
Portamenti (selbst in Werken der „Wiener Klassik“), enormer Artikulationsvielfalt sowie
scheinbar untergeordneter ‚Intonationssicherheit‘. Erst in den 1920er Jahren kommt es zu einer

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„interpretationshistorischen Wende“ (Lars Laubhold) – hin zu bis heute allgemein für ‚ästhe-
tisch schön‘ befundenen Interpretationsentscheidungen. Welchen Anteil an diesen Wandel aber
hatten die Tonaufnahmen selbst? Die ungewohnte Studiosituation übte nämlich enormen
Einfluss auf die Interpretationspraxis von MusikerInnen aus: Zum einen wurden beabsichtigte
Werkinterpretationen – trotz der rasanten technologischen Entwicklungen – noch bis in die
1970er Jahre hinein den begrenzten Möglichkeiten früher Aufnahme- und Wiedergabeverfahren
untergeordnet. Zum Anderen sind mit Tonaufnahmen erstmals (jederzeit verfügbare) Standards
gesetzt, an denen InterpretInnen gemessen werden. Anhand ausgewählter Fallbeispiele von
Joseph Joachim (1831-1907) über Leopold Stokowski (1882-1977) und Glenn Gould (1932-
1982) bis hin zu Daniel Barenboim (*1942) soll im Seminar untersucht werden, inwiefern
deshalb vielmehr von einer historischen Wechselwirkung zwischen Interpretationspraxis und
Aufnahmetechnologie zu sprechen sein müsste. Dabei werden mit Eddie South (1904-1962),
Edward „Duke“ Ellington (1899-1974) und Miles Davis (1926-1991) auch Analogien im Jazz
sowie mögliche Querverbindungen zu ‚klassischen‘ InterpretInnen berücksichtigt.

Um Vorab-Anmeldung zum Seminar wird gebeten unter: frithjof.vollmer@posteo.de

Zur Vorbereitung empfohlen:


Elste, Martin und Schüller, Dietrich: Art. „Tonträger und Tondokumente“, in: Die Musik in
Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Ludwig Finscher, Sachteil
9, Kassel [u.a.] 1998, Sp. 646-678.
Wicke, Peter: „Zwischen Aufführungspraxis und Aufnahmepraxis. Musikproduktion als
Interpretation“, in: Camilla Bork, Tobias Klein, Burckhard Meischein, Andreas Meyer und
Tobias Plebuch (Hrsg.), Ereignis und Exegese. Musikalische Interpretation – Interpretation der
Musik. Festschrift für Hermann Danuser zum 65. Geburtstag, Schliengen 2011, S. 42–53.

Hauptseminare

Prof. Dr. Andreas Meyer (mit Renate Alber-Bussas)


Lektüreseminar: Thomas Mann, Doktor Faustus [4/6 ECTS]

Donnerstag, 11 – 13 Uhr, Raum 8.28


Beginn: 04.04.2019

Wenige Texte der Weltliteratur handeln gleichermaßen sachkundig und vertieft von Musik bzw.
Musiktheorie und -geschichte wie Thomas Manns Künstlerroman Doktor Faustus. Ausführlich
beschrieben werden die Musikalienhandlung von Adrian Leverkühns Onkel, die enthusiasti-
schen Vorträge des Organisten Wendell Kretzschmar (z.B. über Beethovens Spätwerk oder „Die
Musik und das Auge“), Musik im Salon, Virtuosität und französische Musik. Leverkühns

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kompositorische Entwicklung – vom Impressionismus zur Zwölftonmusik – wird ebenso
anschaulich wie einzelne seiner (fiktiven) musikalischen Werke. Zugleich ist Doktor Faustus,
entstanden im amerikanischen Exil gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, ein Roman über
Deutschland und die deutsche Katastrophe – den Weg zu Hitler und in den Nationalsozialismus,
den Thomas Mann mit dem deutschen Irrationalismus und einer übersteigerten Begeisterung für
die Musik in Verbindung bringt.
Der Roman, den wir im Seminar in Auszügen gemeinsam lesen, ist Anlass zum „Faktencheck“
und zur Hintergrundinformation, mehr noch aber zur kritischen Rekonstruktion einer impliziten
Musikästhetik, die zwischen romantischen und modernen Versatzstücken eigentümlich
changiert. Unter anderem fragen wir nach der Rolle von Theodor W. Adorno, der als eine Art
musikalischer Berater Manns fungierte. Besonderes Augenmerk gilt auch den fiktiven Kompo-
sitionen und ihren möglichen Modellen, außerdem „realen“ Kompositionen nach Leverkühn,
die als Reaktion auf den Roman entstanden (zum Beispiel Hans Werner Henzes Drittes
Violinkonzert).
Teilnahmebedingung ist eine erste Lektüre weiter Teile des Romans (mindestens der Hälfte) in
den Semesterferien. Die beste verfügbare Ausgabe ist die „Große kommentierte Frankfurter
Ausgabe“ (→ Semesterapparat in der Bibliothek), zum Kauf empfohlen wird die Taschenbuch-
ausgabe im S. Fischer Verlag sowie das begleitende Bändchen Die Entstehung des Doktor
Faustus.

PD Dr. Michael Kube


Zwischen Esterhazy und London.
Joseph Haydns Instrumentalmusik [4/6 ECTS]

Dienstag, 18 – 20 Uhr, Raum 8.28


Beginn: 02.04.2019

Begrenzte Teilnehmerzahl, nur Hauptseminar-Scheine.


Verpflichtende Anmeldung unter info@michael-kube.de
(bitte im Betreff angeben: Hauptseminar Haydn)

Noch immer macht im Konzertleben wie unter Musikliebhabern das Wort vom „Papa Haydn“
die Runde – eine freundlich-freundschaftliche Bezeichnung, die allerdings weder der Biogra-
phie (soweit im Detail überhaupt greifbar) noch seinem Epoche machenden Œuvre auch nur
ansatzweise gerecht wird. Vielmehr legte Joseph Haydn in den weit mehr als 50 Jahren seines
kompositorischen Wirkens den Grundstein für die „Wiener Klassik“ wie daraus folgend für die
Musik des 19. Jahrhunderts (und vielfach darüber hinaus). Dies geschah trotz zahlreicher Opern,
Messen und den beiden letzten großen Oratorien vor allem im Bereich der Instrumentalmusik –
namentlich der Sinfonie und des Streichquartetts, weniger indes im Klaviertrio und der
Klaviersonate. Bekannt ist das Bonmot, demzufolge er als Hofkapellmeister im abgeschiedenen

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Esterháza „originell“ werden musste. Zugleich gelang ihm der Spagat zwischen den Anforde-
rungen seines langjährigen Dienstes und den für die Öffentlichkeit bestimmten, gedruckten
Werken. Im Seminar werden sowohl Werke verschiedener Gattungen exemplarisch auf ihre
Originalität und Wirkung untersucht wie auch institutionelle Konstellationen näher betrachtet.

Eine Exkursion ist angedacht.

Einführende Literatur:
Ludwig Finscher, Joseph Haydn und seine Zeit, Laaber 2000.
David Wyn Jones, Haydn (Oxford Composer Companions), Oxford 2002.
David P. Schroeder, Haydn and the Enlightenment. The Late Symphonies and their Audience,
Oxford 1990.
James Webster, Haydn’s „Farewell“ Symphony and the Idea of Classical Style. Through-
Composition and Cyclic Integration in his Intrumental Music (Cambridge Studies in Music
Theory and Analysis 1), Cambridge 1991.

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Kolloquien

Prof. Dr. Andreas Meyer / PD Dr. Michael Kube


Kolloquium für Examenskandidaten [2 ECTS]

Mittwoch, 16 – 18 Uhr, Raum 8.28


Beginn: 03.04.2019

Zur Vorbereitung auf das mündliche Staatsexamen (KPO, GymPO I)

Prof. Dr. Hendrikje Mautner-Obst / Prof. Dr. Andreas Meyer


Forschungskolloquium [2 ECTS]

Mittwoch, 18 – 20 Uhr (14-tägig), Raum 8.04


Beginn: 10.04.2019

Aktuelle Fragen der Forschung – Lektüre von Neuerscheinungen – Betreuung entstehender


Staatsexamensarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen (offen für alle Interessenten)

Sprechstunden (während der Vorlesungszeit):

PD Dr. Michael Kube: n. V.


Prof. Dr. Hendrikje Mautner: Montag 16 – 17 Uhr, Raum 9.30
Prof. Dr. Andreas Meyer: Mittwoch 11:30 – 12:45 Uhr, Raum 10.03

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Musikpädagogik

Vorlesung

Prof. Dr. Sointu Scharenberg


Wege, Umwege, Irrwege – Musikpädagogik seit 1968 [2 ECTS]

Donnerstag, 9 – 11 Uhr, Raum 8.34


Beginn: 28.03.2019
Diese Vorlesung ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik als V Musikpädagogik, als V
Fachdidaktik oder im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik anrechenbar.

Es lassen sich viele Katalysatoren identifizieren, die letztlich zu dem markanten Umbruch im
Bildungswesen und damit auch zu einem Wandel des Musikunterrichts in Deutschland vor
ziemlich genau 50 Jahren führten. Dieser Einschnitt war derart schroff, die schulischen
Experimente wurden von so unterschiedlichen Ideen geleitet, dass wir mit den Auswirkungen
der Konzeptionen bis heute sowohl argumentativ als auch strukturell zu kämpfen haben.

Nach welchem System lassen sich die Entwicklungen sortieren und Ihnen so vorstellen, dass der
Wandel des Musikunterrichts im Zentrum steht ohne die beobachtbaren Veränderungen
vorschnell als Reaktion auf institutionelle, soziologische oder politische Entscheidungen
erscheinen zu lassen, wie es eine chronologische Ordnung nahelegen würde? Der Blick auf
gedankliche Schulen zeigt, dass mindestens für die ersten 25 Jahre Veränderungen im Musikun-
terricht maßgeblich von Impulsen abhängen, die einzelne Personen prominent platzierten und
diskutierten. Die wechselnden Konstellationen innerhalb der musikpädagogischen Avantgarde
der 70er Jahre und deren Engagement in den Printmedien hat mehr als eine Lehrer- und
Hochschullehrergeneration geprägt. Mit der Wiedervereinigung und einer etwa zur gleichen
Zeit geforderten Orientierung an einem bestenfalls europäischen Bildungsstandard kommen
noch vor der Jahrtausendwende gleich zwei Herausforderungen auf den Musikunterricht zu, auf
deren unmittelbare Aus-wirkungen allerdings weder die Schule als Institution noch die
Hochschullehre vorbereitet ist, weshalb bei aller Vielfalt der Ansätze eine gewisse Orientie-
rungslosigkeit erkennbar wird, passend zur Post(post)moderne-Diskussion. Das frühe 21.
Jahrhundert bis zur Gegenwart hält danach unterschiedliche Auswege aus der vorangegangenen
gehörigen Perturbation des Faches bereit; mangelnde historische Distanz erlaubt nur, diese zu
beschreiben und zu erläutern, um daran die Frage anzuschließen, wohin sich der Musikunter-
richt perspektivisch entwickeln könnte.

Die Vorlesung wird durch ein veranstaltungsbegleitendes e-learning-Angebot ergänzt, das zu


jeder Sitzung einen ausgewählten Text bereitstellt, der zur Illustration, Vertiefung oder als

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Anregung zum Widerspruch dienen kann. Entsprechend besteht der Modulabschluss aus der
erfolgreichen Teilnahme an einer kurzen abschließenden mündlichen Prüfung (20 min.).

Literatur:
Wilfried Gruhn: Geschichte der Musikerziehung. Eine Kultur- und Sozialgeschichte vom
Gesangunterricht der Aufklärungspädagogik zu ästhetisch-kultureller Bildung. Wolke: Hofheim
1993, 2. überarb. u. erw. Aufl. 2003
Andreas Lehmann-Wermser (Hg.): Musikdidaktische Konzeptionen. Ein Studienbuch (musikpä-
dagogik im fokus, Bd. 3), Wißner: Augsburg 2016

Unterrichtspraxis/Orientierungspraktikum

StD’ Andrea Amann/Dr. Christiane Lenord


Musikunterricht entwickeln und erforschen –
Unterrichtspraxis im Fokus Forschenden Lernens [3 ECTS]

Dienstag, 9 – 11 Uhr (c.t), Raum 8.34


Beginn: 02.04.2019

Dieses Seminar mit Schwerpunkt auf der Unterrichtspraxis ersetzt das BiWi-Seminar (Analyse
I) an der Universität Stuttgart, die Note geht in die Bildungswissenschaft ein.

An den Besuch des Seminars ist das Orientierungspraktikum gekoppelt, das für alle Teilnehme-
rInnen in beiden Fächern durch das Ebelu organisiert wird. Es ersetzt damit auch das
Orientierungspraktikum der Universität Stuttgart.

An die Stelle des Seminars Analyse II der Universität Stuttgart kann anschließend ein Angebot
zu BiWi Wahl der HMDK treten.

Studierenden soll in diesem Seminar die Möglichkeit gegeben werden, Musikunterricht anhand
eigener Fragestellungen zu entwickeln und anschließend zu erforschen und zu reflektieren. Ziel
des Seminares ist es, durch den forschenden Zugang Reflexionsmethoden zu erlernen, die helfen
können, den zukünftigen eigenen Unterricht immer wieder kritisch zu beleuchten und zu
entwickeln.
Im Rahmen eines realistisch dimensionierten gemeinsamen Forschungsvorhabens werden zu-
nächst Unterrichtsstunden gemeinsam entwickelt und durchgeführt, um diese anschließend mit
Methoden aus der Schul- und Praxisforschung, v.a. Interviewtechnik, Fragebogen und Beobach-
tung zu evaluieren. Die gewonnenen Forschungsergebnisse werden dabei jeweils Grundlage für

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die Planung einer weiteren Unterrichtsstunde sein. Abschließend werden sowohl die gewonne-
nen Forschungsergebnisse zusammengeführt als auch die individuellen Unterrichtserfahrungen
reflektierend in Form von Präsentationen dargestellt.
Voraussetzung für einen Leistungsnachweis ist die aktive Arbeit an dem gemeinsamen
Forschungsprojekt mit Unterrichtsbesuchen am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium („Ebelu“),
Herdweg 72, 70174 Stuttgart (Buslinie 43, Haltestelle Dillmannstraße).

Proseminare

OStR Florian Löthe, Friedrich-Eugens-Gymnasium


Ein Modell nicht nur für die Operndidaktik: Die szenische Interpretation [3 ECTS]

Donnerstag, 14 – 16 Uhr, Raum 8.34


Beginn: 04.04.2019

Dieses Seminar ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik anrechenbar im Bereich FD Wahl.

Ihre Anmeldung zur Teilnahme ist vor allem aus schulorganisatorischen Gründen wichtig. Bitte
melden Sie sich daher direkt unter: florian.loethe@feg-stuttgart.de

In diesem praxisorientiert angelegten Fachdidaktik-Seminar werden wir zunächst Grundzüge


von Methode und Didaktik der Szenischen Interpretation erarbeiten. Szenische Interpretation
nutzt die Vorzüge von Darstellendem Spiel, um über Werke ganz unterschiedlicher Art –
sowohl textgebundener als auch absoluter Musik – unmittelbar, vertieft und auf unterschiedli-
chen Ebenen analytisch-reflektierend ins Gespräch zu kommen.

Auf die theoretische Basis folgt die praktische Umsetzung, indem wir gemeinsam szenische
Modelle zu einem Werk entwickeln und miteinander im Kurs erproben.

Als dritter Schritt folgt die Erfahrung in der Schulpraxis. Dafür werden wir die erarbeiteten
Modelle nach Absprache in verschiedenen Klassen am Friedrich-Eugens-Gymnasium in der
Schulpraxis ausprobieren und im Seminar abschließend reflektieren.

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Prof. Dr. Friedrich Platz
Lernumgebungen als Instructional Design entwickeln und evaluieren [3 ECTS]

Dienstag, 14 – 16 Uhr (c.t.), Raum 8.34


Beginn: 02.04.2019

Dieses Seminar ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik wahlweise als FD Wahl anrechen-
bar oder im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik oder als BiWi Wahl (in dem Fall
geht die Note in die Bildungswissenschaften ein).

Anmeldungen bitte direkt im e-Learning-Bereich unter http://learning.hmdk-stuttgart.de

Der Begriff Instructional Design, übersetzt „Lehrdesign“, beschreibt eine fachübergreifende


Disziplin, die sich mit Fragestellungen zur Planung und Evaluation von Lernumgebungen auf
Grundlage evidenzbasierter – zumeist pädagogisch-psychologisch orientierter – Lehr-Lern-
Forschung auseinandersetzt. Ein besonderes Interesse gilt hierbei dem Aufbau und Einsatz
moderner Kommunikations- und Informationstechnologien.

Mit Hilfe verschiedener Modelle und Modellebenen lassen sich Handlungsempfehlungen zur
Gestaltung und Einsatz von Lernmaterialien sowie global zur Unterrichtsplanung und -
umsetzung ableiten. Hierbei reicht das Spektrum von Lehrdesign-Modellen von der direkten
Instruktion (direct instruction) bis zu konstruktivistischen Ansätzen (wie bspw. dem kollabora-
tiven, situierten Lernen).

Im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz digitaler Lernangebote versteht sich dieses Seminar
als Lehrveranstaltung, in der theoretische Grundlagen für die Erstellung und Evaluation von E-
Learning-Inhalten vermittelt werden. Es bietet sich somit an, das hier Wissen durch den Besuch
des stärker praxisorientierten Seminars im Anschluss (Seminar: „Wie lassen sich digitale Lern-
und Übungsangebote für den Musikunterricht entwickeln?“) zu ergänzen.

Literatur:
Seel, N. M. & Hanke, U. (2011). Unterrichtsgestaltung als Instructional Design: The American
Way. In: E. Kiel & K. Zierer (Hrsg.), Basiswissen Unterrichtsgestaltung (S. 185–201).
Baltmannsweiler: Schneider.

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Prof. Dr. Sointu Scharenberg
Punkt und Linie zu Fläche [3 ECTS]

Montag, 14 – 16 Uhr, Raum 8.34


Beginn: 01.04.2019

Dieses Seminar ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik wahlweise als Proseminar FD
anrechenbar oder im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik oder als FD Wahl.

Vor einhundert Jahren gründet Walter Gropius 1919 in Weimar das „Staatliche Bauhaus“, das
Jolanthe Kugler 2016 anschaulich als „offene Plattform“ und als „internationales Experimentier-
feld (...) mit im Grunde genommen heute noch offenen Ausgang“ beschreibt. Dabei steht
„Bauhaus“ nicht für einen bestimmten oder gar einheitlichen Stil, sondern für eine Form des
(ästhetischen) Denkens, das die Gestaltungsweisen in unterschiedlichen Künsten geprägt hat,
darunter auch Musik und die Darstellenden Künste. Wer sich auf das Experiment einließ, in
diesem „Labor der Moderne“ mitzuarbeiten, wollte damit zugleich aktiv an der Umgestaltung
einer Gesellschaft teilnehmen, die – so die Annahme – verlernt hatte, Kunst als intentional
Gestaltetes wahrzunehmen.

Ein Weg, um sich den engen Zusammenhang von Kunst und Handwerk zu verdeutlichen, ist die
Dekonstruktion, das Rückführen komplexer Zusammenhänge auf ihre elementaren Grundlagen.
Wassily Kandinsky, selbst Künstler am Bauhaus, setzte große Hoffnung in die Lehre: „Die bis
heute herrschende Behauptung, es wäre verhängnisvoll, die Kunst zu zerlegen, da dieses
Zerlegen unvermeidlich zum Tod der Kunst führen müsste, stammt aus der unwissenden
Unterschätzung der bloßgelegten Elemente und ihrer Kräfte.“ Und in der Tat ist das Experiment
Bauhaus auch ein großes pädagogisches Experimentierfeld gewesen, dessen Möglichkeiten
ebenso mit offenem Ausgang noch lange nicht ausgeschöpft erscheinen.

Das Seminar wird Ihnen Einblick in die Denk- und Gestaltungsprinzipien des Bauhauses geben.
Die sollen zunächst zu eigenen Dekonstruktionen anregen, bevor sie in der Folge – analog zum
Arbeiten im Bauhaus – zu individuellen Konstruktionen führen. Wir arbeiten mit unterschiedli-
chen Materialien, auch mit akustischem Material.

Dahinter steht die Idee, kunstpädagogische Ansätze des Bauhauses für den Musikunterricht zu
adaptieren und in unsere Gegenwart hinein weiterzudenken, indem wir ausprobieren, beschrei-
ben und reflektieren, wie künstlerische Gestaltungsprinzipien im Musikunterricht der Gegen-
wart vermittelt werden können.

Den Modulabschluss möchte ich mit Ihnen im Stil des Bauhauses durchführen, indem jede(r)
von Ihnen für die letzte Sitzung eine „Mappe“ bzw. eine Gestaltung im weitesten Sinn

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vorbereitet, die auf der Basis eines regelmäßig zu führenden „Notizheftes“ (Portfolio) gegen-
über den Argumenten der übrigen TeilnehmerInnen verteidigt wird.

Literatur:
Wassily Kandinsky: Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente.
8. Aufl., Benteli: Bern 2002 (Erstauflage: Bauhausbücher 9, Albert Langen: München,1926).
Kindermuseum Creaviva: Paul Klee. Die Biografie. Materialien für den Unterricht. ProLitteris:
Zürich 2005

Hauptseminare

Dr. Christiane Lenord


Reflexion und Analyse von Musikunterricht durch Unterrichtsvideos [4 ECTS]

Montag, 10 – 12 Uhr (c.t.), Raum 8.34


Beginn: 01.04.2019

Dieses Seminar ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik wahlweise als Hauptseminar
Musikpädagogik anrechenbar oder im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik.

Anmeldungen bitte direkt bei Dr. Christiane Lenord: christiane.lenord@hmdk-stuttgart.de

Die Fähigkeit Unterricht kritisch reflektieren zu können, ist eine wesentliche Voraussetzung für
jede Lehrperson. Der Einsatz von Unterrichtsvideos kann dabei helfen, diese Fähigkeit zu
entwickeln, indem aufgezeichnete Interaktionen im Unterricht zu jedem beliebigen Zeitpunkt
erneut abgerufen und unter verschiedenen Blickwinkeln reflektiert und analysiert werden
können. Damit können Unterrichtsvideos eine hilfreiche Brücke sein, um die theoretischen
Zugänge zu musikdidaktischen Fragestellungen unmittelbar auf Beispiele aus der Unterrichts-
praxis zu beziehen.

Im Sommersemester beschäftigen wir uns damit, welche musikdidaktischen Fragestellungen


relevant für die Reflexion und Analyse von Musikunterricht sein können. Dabei werden wir
aktuelle Forschungsergebnisse und grundlegende musikdidaktische Literatur auf neu erstellte
Unterrichtsvideos anwenden und hinterfragen. Um eine tiefergehende Reflexion anzustoßen
werden Sie Gelegenheit haben, eigene kleine Kurzfilme (sogenannte Analytical Shortfilms),
anhand theoretisch ausgewählter fachdidaktischer Analyseschwerpunkte, zu erstellen. iPads
zum Schneiden der Filme stehen für dieses Seminar bereit.

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Prof. Dr. Hermann/Prof. Dr. Friedrich Platz
Wie lassen sich digitale Lern- und Übungsangebote
für den musikbezogenen Fertigkeitserwerb entwickeln? [4 ECTS]

Dienstag, 16 – 18 Uhr, Raum 8.34


Beginn: 02.04.2019

Dieses Seminar ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik wahlweise als Hauptseminar
Musikpädagogik anrechenbar oder im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik.

Anmeldungen bitte direkt im e-Learning-Bereich unter http://learning.hmdk-stuttgart.de

In diesem Seminar steht die eher praxisorientierte Vermittlung von Handlungswissen zur Er-
stellung, Planung und Evaluation musikunterrichtlicher, digitaler Lern- und Übungsangeboten
im Zentrum.

An Hand eines eigenen Projekts werden in diesem Seminar konkrete Techniken vermittelt, wie
lernwirksame e-Learning-Inhalte geplant, entwickelt und durchgeführt werden. Hierbei finden
auch Ansätze des adaptiven Lernens eine Berücksichtigung, die mit Hilfe heutiger open source-
Lern-Management-Systemen wie Moodle umgesetzt werden können. Vom Schneiden und
Erstellen einfacher bis komplexer Videosequenzen, über das Konstruieren von Lern-, Übungs-
und Überprüfungsaufgaben, mit denen sich komplexe Strukturen der Unterrichtsplanung
abbilden und realisieren lassen, bis hin zu verschiedenen Feedback- und Motivationstechniken
wird das Seminar Impulse setzen, die die eigene Projektrealisation unterstützen und beeinflus-
sen werden.

Es werden Grundlagen und Kenntnisse des Instructional Design vorausgesetzt, die durch den
Besuch des vorangegangenen Seminars in diesem Semester zeitgleich erworben werden können.
Die Leistungspunktevergabe erfolgt nach erfolgreichem Abschluss des eigenen Online-Projekts
inkl. einer Kurzdokumentation.

Literatur:
Clark, R. C., & Mayer, R. E. (2016). E-Learning and the science of instruction. Proven guide-
lines for consumers and designers of multimedia learning. (4th ed.). New Jersey: Wiley.

KVV_Sose_2019.Docx | Stand: 07.03.19 | Seite 21 von 38


Kolloquium

Prof. Dr. Friedrich Platz


Kolloquium [2 ECTS]

Dienstag, 18:00 – 19:30 Uhr (s.t.), Raum 8.34


Beginn: 02.04.2019

Dieses Angebot ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik anrechenbar im Bereich Wahl
Wissenschaft für Musikpädagogik.

Im Forschungskolloquium werden aktuelle Forschungsbeiträge der Musikpädagogik sowie


Grundlagentexte diskutiert. Zudem bietet das Kolloquium die Möglichkeit, eigene Arbeiten vor-
zustellen. Es steht allen Studierenden offen und ist als musikpädagogische Veranstaltung je
nach Studienordnung anrechenbar.

Prof. Dr. Sointu Scharenberg


Kolloquium [2 ECTS]

Montag, 11 – 13 Uhr, Raum 10.01


Beginn: 01.04.2019

Dieses Angebot ist für Studierende im BA LA Gym mit Musik anrechenbar im Bereich Wahl
Wissenschaft für Musikpädagogik.

Publikationen der Musikpädagogik wollen vor allem eines: gelesen werden! Weil während des
Studiums kaum Zeit bleibt, um einen vertieften Einblick in Themen und Fragestellungen
aktueller Forschung zu gewinnen, kann das Kolloquium einen Ort dafür anbieten. In wöchentli-
chem Rhythmus werden Ausschnitte aus aktuellen Publikationen vorgestellt und andiskutiert, so
dass am Ende des Semesters mindestens ein Überblickswissen erreicht wird. Und so ist das
Kolloquium für alle Studierende offen, die sich mit Fragen der musikpädagogischen Forschung
kritisch auseinandersetzen möchten.

Außerdem bietet sich das Format Kolloquium geradezu dafür an, eigene Vorarbeiten im
Rahmen der Wissenschaftlichen Arbeit in der GymPO I, der Bachelor- und Masterarbeiten,
Promotionsvorhaben sowie selbstverständlich Kongressbeiträge, Poster und sonstige wissen-
schaftliche Beiträge vorzustellen und mit KommilitonInnen zu diskutieren.

KVV_Sose_2019.Docx | Stand: 07.03.19 | Seite 22 von 38


Wer als ExamenskandidatIn mit Blick auf die mündliche Abschlussprüfung in Musikpädagogik
an diesem Kolloquium teilnimmt, für den wird das wichtigste Ziel darin bestehen, geeignete
Themen für die Examensprüfung zu identifizieren, zu entwickeln und darzustellen. Es werden
hierfür alle Schritte der selbstständigen Formulierung Ihrer Themen- bzw. Fragestellung und
deren Bearbeitung begleitet durchlaufen; das Kolloquium bietet dabei Gelegenheiten, um die
vorbereitenden Überlegungen einander gegenseitig vorzustellen. Zusätzlich ergeben sich ein
Vielzahl von Möglichkeiten zur Rekapitulation prüfungsrelevanter Wissensinhalte und zum
Ausbau der eigenen Argumentationssicherheit.

Literatur:
Dartsch/Knigge/Niessen/Platz/Stöger (Hg.): Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen –
Forschung – Diskurse. Waxmann: Münster, New York 2018

Sprechstunden

StD’ Andrea Amann: n.V.


Dr. Christiane Lenord: n.V.
OStR Florian Löthe n.V.
Prof. Dr. Friedrich Platz: n.V., Raum 10.09
um Voranmeldung wird gebeten
Prof. Dr. Sointu Scharenberg: Donnerstag 11 – 12 Uhr, Raum 10.01 und n. V.
Anmeldung i. d. R. über das LMS

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Gegenwartsästhetik

Sofern es bei dem jeweiligen Angebot vermerkt ist, sind einzelne Seminare auch alternativ für
Musikwissenschaft anrechenbar. Bitte achten Sie darauf, den Anrechnungswunsch innerhalb
Ihres Studienverlaufsplanes entsprechend kenntlich zu machen.

Seminare der Gegenwartsästhetik sind auch innerhalb der Lehramts-Studiengänge anrechenbar.


Die Studienkommission hat hierfür folgenden Beschluss gefasst:
Innerhalb der GymPO I können bis zu zwei Seminare angerechnet werden und zwar:
• 1 Veranstaltung anstelle von EPG II (benotet, geht in EPG-Note ein)
• 1 Veranstaltung innerhalb des explizit als MPK ausgewiesenen Moduls in Semester 8
(„Musikmanagement, Musikvermittlung, Sprechen“, erhält als MPK 2 LP; unbenotet)
Innerhalb des BA LA Gym mit Musik kann ein Seminar eingebracht werden und zwar
• 1 Veranstaltung als BiWi Wahl in Semester 7 (3 LP; benotet, geht in BiWi-Note ein)
Innerhalb des MA Edu können Seminare eingebracht werden und zwar
• x Veranstaltungen (noch kein Beschluss) als Seminar BiWi Musik im 10. und 11. Semester
(je 3 LP; benotet, geht in BiWi-Note ein)

Seminare


Prof. Dr. Judith Siegmund


Die Frau als Bild – auch in der Musik [3 ECTS]

Mittwoch, 11:30 – 13:45 Uhr, Figurentheater, Urbanplatz 2


Beginn: 03.04.2019

Das Seminar beschäftigt sich mit der Darstellung der Frau als anonymes Sujet in der Kunst- und
Musikgeschichte.

Literatur unter anderem:


Judith Butler: Körper von Gewicht
Sylvia Eiblmayr: Die Frau als Bild
Susanne Holschbach: Vom Ausdruck zur Pose
Paula-Irene Villa, Sabine Hark, Elisabeth Bronfen, Silke Wenk, Kathrin Peters u.a.
- Diskussion der Arbeiten von Performancekünstlerinnen wie Valie Export und Gina Pane u.a.
- weibliche Charaktere in der Musik und Musikgeschichte
- Ausgangspunkt für Recherchen ist die Skulptur in der 8. Ebene der HMDK

(BiWi Bachelor 3 LP)

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Prof. Dr. Judith Siegmund
Einführung in die ästhetische Theorie [3 ECTS]

Donnerstag, 10:00 – 12:15 Uhr, Raum 8.04


Beginn: 04.04.2019

Die Entstehungsepoche der Ästhetik als akademischer Disziplin ist das 18. Jahrhundert. In
dieser Zeit bildete sich eine Theorie des ästhetischen Geschmacksurteils heraus, das wir – aus
heutiger Perspektive – als ein Sich-Verhalten in der Welt verstehen; ein Verhalten, das sich auf
den eignen Zustand derjenigen Person, die urteilt und auf ihr Bedürfnis, „in die Welt zu passen“
zurückbesinnt. Es ist verstehbar als eine Art von Konzentration auf sich selbst, bei der man qua
Sensus communis lose mit anderen verbunden bleibt. In der philosophischen Ästhetik des 20.
Jahrhunderts wurde das ästhetische Urteil dann jedoch zum Garant einer autonomen Erlebnis-
form, die sich immer mehr in Abgrenzung zu üblichen Erfahrungen und Handlungen vollziehen
soll. Aus dem „In-die-Welt-Passen“ wurde unter Zuhilfenahme derselben Denkfigur nun ein
Szenario des Ausstiegs aus der Welt. Zum Statthalter eines solchen ‚Aussetzens oder Ausstei-
gens aus üblichen bzw. alltäglichen Praxen’ wurde insbesondere die Kunst erklärt. Wie sieht
dieses Szenario aus unserer heutigen Perspektive im 21. Jahrhundert aus?

Im Seminar wollen wir uns mit Hilfe der Lektüre einschlägiger Texte aus der Geschichte der
philosophischen Ästhetik über Entwicklungen der Ästhetischen Theorie einen Überblick
verschaffen, nicht zuletzt, um zu fragen, was diese Entwicklungen mit unseren künstlerischen
Arbeitsweisen zu tun haben und in welcher Weise sie im Verhältnis zu globalen politischen und
künstlerischen Entwicklungen steht.

Teilnahmevoraussetzung für das Seminar ist die Zustimmung zur vorbereitenden Lektüre.

(BiWi Bachelor 3 LP)

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Prof. Dr. Judith Siegmund
Close-Reading Seminar:
Andreas Reckwitz „Die Gesellschaft der Singularitäten“ [3 ECTS]

Donnerstag, 13:00 – 15:30 Uhr, Raum 8.04


Beginn: 04.04.2019

(BiWi Bachelor 3 LP)

Kolloquium

Prof. Dr. Daniel Feige/Prof. Dr. Judith Siegmund


Ästhetik Kolloquium [* ECTS]

Dienstag, 10:00 – 12:30 Uhr (14-tägig), in der ABK


Beginn: 16.04.2019

Im Kolloquium sollen Positionen der gegenwärtigen ästhetischen Diskussion gemeinsam


diskutiert werden. Dabei werden aktuelle Texte nach den Interessen der Teilnehmer*innen
ausgewählt und diskutiert. Das Kolloquium richtet sich an Designer*innen, Künstler*innen,
Philosophen und *innen, Musiker*innen und an alle, die sich für aktuelle Debatten der Ästhetik
interessieren. Um Voranmeldung per E-Mail wird gebeten.

KVV_Sose_2019.Docx | Stand: 07.03.19 | Seite 26 von 38


Musikvermittlung

Seminare

Prof. Dr. Hendrikje Mautner


Musiktheater für Kinder und Jugendliche [2 ECTS]

Montag, 11 – 13 Uhr c.t., Raum 8.28


Beginn: 01.04.2019

An Opernhäusern gibt es vielfältige Angebote, die ein junges Publikum an das Opernrepertoire
heranführen sollen. Dazu zählen Aufführungen von eigens für Kinder bzw. Jugendliche
komponierte Werke oder Bearbeitungen von Werken der Opernliteratur ebenso wie praxisorien-
tierte Konzepte und Workshops (auch im Rahmen von Kooperationen).
Außerhalb dessen bieten auch mediale Aufbereitungen z.B. in Filmen oder Hörspielen die
Möglichkeit, sich dem Musiktheater zu nähern.
Das Seminar befasst sich sowohl mit ausgewählten Werken bzw. Bearbeitungen als auch mit
künstlerisch-praktischen und medialen Konzepten der Vermittlung von Musiktheater an ein
junges Publikum.

Prof. Dr. Hendrikje Mautner


Musikvermittlung: Praxisfelder und Konzepte [2 ECTS]

Montag, 14 – 16 Uhr c.t., Raum 8.28


Beginn: 01.04.2019

Musikvermittlung als relativ junges, interdisziplinäres Feld hat sich in den vergangenen Jahren
stark erweitert und ausdifferenziert. In unterschiedlicher Gewichtung zielen Ansätze der
Musikvermittlung durch die Entwicklung neuer Veranstaltungsformate und Projekte für
spezielle Zielgruppen beispielsweise auf Aspekte kultureller Teilhabe, Integration, kultureller
Bildung und viele mehr. Das Seminar vermittelt einen Überblick u.a. über Praxisfelder,
Konzepte, Formate und Ziele von Musikvermittlung und stellt diese zur Diskussion.

Sprechstunden (während der Vorlesungszeit):

Prof. Dr. Hendrikje Mautner: Montag, 16 – 17 Uhr, Raum 9.30

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Musikmanagement

Seminare

Ralf Püpcke
Einführung in das Musikmanagement [2 ECTS]

Donnerstag, 16 – 19 Uhr (14-tägig), Raum 8.05


Beginn: Die konkreten Termine werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben

Kulturschaffende bewegen sich im Spannungsfeld zwischen freier Entfaltungskraft und


ökonomischen Zwängen, zwischen kreativen Visionen und alltäglicher Realität. Das Musikma-
nagement gehört heutzutage zum unverzichtbaren Handwerkszeug von öffentlichen und
privatwirtschaftlichen Kulturbetrieben. Auch für Musiker, ob als Solist oder im Ensemble,
besteht mehr und mehr die Notwendigkeit sich frühzeitig mit Themen wie Musik als Wirt-
schaftsfaktor, öffentliche und kommerzielle Musikanbieter, Projektmanagement oder Kulturpo-
litik auseinanderzusetzen. Dabei gilt es ein Verständnis für professionelles Kulturmanagement
zu entwickeln, um letztendlich auch eigene Projekte zu realisieren und zu vermarkten. Das
Seminar behandelt grundlegende Aspekte und Ausprägungen des Musikmanagements. Die
Inhalte erstrecken sich von den Rahmenbedingungen des Musikbetriebs im 21. Jahrhundert über
Themen wie GEMA und Künstlersozialkasse bis hin zu neuen medialen Verbreitungswegen.
Ergänzend werden praktische Anwendungen wie Konzertkalkulation oder Projekt- und
Ensemblemanagement vermittelt.

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Instrumentalpädagogik

Lehrveranstaltungen Master Instrumental- und Gesangspädagogik

Lehrveranstaltungen im Masterbereich (IGP)

Prof. Dr. Michael Göllner


Forum-IGP: Gestaltungsaufgaben im Instrumental- und Vokalunterricht [2 ECTS]

Mittwoch, 10:00 – 11:30 Uhr, Raum 8.04


Beginn: 27.03.2019

Sei es bei der spielerischen Erkundung von Musik, dem Erfinden eigener Musikstücke oder der
lustvollen und kreativen Erprobung eigener Gestaltungsideen – wenn es im Instrumental- und
Vokalunterricht darum geht, Schüler_innen zu künstlerischem Handeln zu befähigen, stellt der
didaktische Umgang mit Gestaltungsimpulsen eine zentrale Aufgabe dar. Obwohl die Anbah-
nung entsprechender Kompetenzen eng verbunden ist mit so wichtigen Lernfeldern wie
Interpretation, Üben, Improvisation oder Komposition, liegen konzeptionelle Ansätze bislang
nur vereinzelt vor. Neben der Lektüre von Grundlagentexten steht darum die Entwicklung
didaktischer Impulse und kreativ-produktionsorientierter Aufgabenstellungen für den Unterricht
im eigenen instrumentalen bzw. vokalen Hauptfach im Mittelpunkt des Seminars.

Anmeldung bitte per Mail an michael.goellner@hmdk-stuttgart.de

Prof. Dr. Michael Göllner


Begleitseminar zum Masterpraktikum (IGP) [* ECTS]

Mittwoch, 11:45 – 13:15 Uhr (14-tägig), Raum 8.04


Beginn: 27.03.2019

Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die aktuell ihr Master-Praktikum durchführen.
Neben Anregungen zur Beobachtung und Reflexion von Instrumental- und Vokalunterricht
stehen Fragen zur Planung und Gestaltung von Unterricht in unterschiedlichen Bildungskontex-
ten im Vordergrund.
Die Veranstaltung zielt darauf, auf Grundlage der Eindrücke aus dem Praktikum musikpädago-
gische Theorie und Praxis enger aufeinander zu beziehen, als das in regulären Seminarkontexten
möglich ist. Nicht zuletzt können dabei Themen und Fragestellungen für die Masterarbeit

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frühzeitig angebahnt werden. Die Veranstaltung ist anrechenbar als musikpädagogisches
Seminar im Wahlbereich des Master-IGP.

Anmeldung bitte per Mail an michael.goellner@hmdk-stuttgart.de

Lehrveranstaltungen im Bachelorbereich

Prof. Dr. Michael Göllner


Grundlagen der Instrumentalpädagogik (BA, 1. Semester) [* ECTS]

Dienstag, 10:00 -11:30 Uhr, Raum 7.17


Beginn: 26.03.2019

Die Veranstaltung richtet sich an BA aller Instrumente, EMP, Jazz

Prof. Dr. Michael Göllner


Grundlagen der Instrumentalpädagogik (BA, 2. Semester) [* ECTS]
Dienstag, 11:45 – 13:15 Uhr, Raum 7.17
Beginn: 26.03.2019

Die Veranstaltung richtet sich an BA aller Instrumente, EMP, Jazz

Prof. Dr. Andreas Jäger


Grundlagen der Instrumentalpädagogik (BA, 2. Semester) [* ECTS]
Mittwoch, 12:45 – 14:15 Uhr, Raum 7.17

Die Veranstaltung richtet sich an BA aller Instrumente, EMP, Jazz

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Kolloquium

Prof. Dr. Michael Göllner


Kolloquium zur Masterarbeit (IGP) [1 ECTS]

Mittwoch, 11:45 – 13:15 Uhr (14-tägig), Raum 8.04


Beginn: 27.03.2019

Das Kolloquium richtet sich an Studierende, die aktuell ihre Masterarbeit vorbereiten oder
realisieren. Die Teilnehmenden vertiefen grundlegende Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
und präsentieren Zwischenstände ihrer eigenen Projekte im Plenum. Die Veranstaltung zielt auf
die Entwicklung einer tragfähigen Fragestellung ebenso wie auf den Entwurf eines Kurz-
Exposés. Das Kolloquium ist verpflichtender Bestandteil des Studiums Master IGP.

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Elementare Musikpädagogik (EMP)

Gudrun Bosch
Rhythmik für Schulmusiker (und andere Interessierte)
„Musik bewegt!“ - Musik und Bewegung als Kommunikations-,
Interaktions- und Gestaltungsmittel [2 ECTS]


Dienstag, 13 – 14 Uhr, Raum 4.57/II. BA oder n.V. – Aushang!


Beginn: siehe Aushang!

Durch eigene künstlerisch-praktische Erfahrungen und deren Adaption für unterschiedlichste


pädagogische Anwendungsbereiche werden praxisnah Möglichkeiten aufgezeigt, alternative und
innovative Zugänge zu Musik zu erleben und zu erarbeiten.
Berührungspunkte mit anderen Künsten und Richtungen sind erwünscht.
Je nach Zusammensetzung der Gruppe wird der Schwerpunkt mehr im pädagogischen oder im
gestalterischen Bereich liegen.

Die Rhythmik als musikpädagogisches Prinzip leistet durch ihre künstlerisch-pädagogische


Ausrichtung einen wichtigen Beitrag zum Bildungsangebot und bietet Vieles, was in der
aktuellen Bildungsdebatte gefordert wird. Vor ca. 100 Jahren von Emile Jaques-Dalcroze, einem
Schweizer Musikpädagogen und Komponisten gegründet und von Leo Kestenberg als Hoch-
schulfach etabliert, erfuhr sie seither eine stetige Weiterentwicklung. An der Stuttgarter
Hochschule bildet sie das Kernfach im Studium der Elementaren Musikpädagogik, welche sich
Alters- und Zielgruppen übergreifend versteht.

(Wahlbereich, alle Semester)


Anmeldung erbeten unter gudrun.bosch@hmdk-stuttgart.de

Susanne Fromme
Erlebte Anatomie in der Bewegung [1 ECTS]

Montags, Raum 4.57, Zeiten werden noch bekannt gegeben


Beginn: Wird noch bekannt gegeben

In diesem Workshop werden Mentaltraining in Form von Imagination und Bewegungstraining


miteinander verbunden. Das Bewegungstraining orientiert sich an den Prinzipien des zeitgenös-
sischen Tanzes. Im Fokus stehen Bewegungsfluss, Phrasierung und Dynamik – als auch die
spielerische Interaktion in der Bewegung.

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Ziel ist die Entwicklung dynamischer Präsenz und das Erwerben eines verkörperten Verständ-
nisses von Bewegung.

Angesprochen sind alle Sänger*innen, Instrumentalist*innen und Schulmusiker*innen, die Spaß


an der Bewegung haben und /oder sich auf die Arbeit in fachübergreifenden Bühnenproduktio-
nen vorbereiten möchten.

Susanne Fromme
Die Franklin Methode und die Bewegung der Atmung [1 ECTS]

Montags, Raum 4.57, Zeiten werden noch bekannt gegeben


Beginn: Wird noch bekannt gegeben

Richtig durchatmen - wie funktioniert eigentlich unser Atemsystem? Wie ist sein anatomischer
Aufbau und was passiert in unserem Körper und mit uns während wir atmen?

In diesem Seminar erfahren wir Spannendes über Aufbau und Struktur unseres Atemsystems.
Wir erkunden, wie wir mit Hilfe von Visualisierung und Imagination die Bewegungen und das
harmonische Zusammenspiel von Zwerchfell, Rippen, Organen, Becken-, Bauch- und Rücken-
muskeln positiv unterstützen können.
Angesprochen sind Sänger*innen; Bläser*innen, Chorleiter*innen und alle, die sich für das
Thema interessieren.

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Ann-Barbara Steinmeyer
Projekt Musikhochschule – Olgahospital Stuttgart [1 ECTS]


Ort: Kinderheilkunde und Jugendmedizin/Bereich Onkologie, Hämatologie und


Immunologie – mit Unterstützung der Olgäle-Stiftung
Zeit: Donnerstag, 15:30 – 17:30 Uhr, Olgahospital Stuttgart

Das Kooperationsprojekt wendet sich an Studierende, die sich über den Musikhochschulalltag
hinausgehend musikalisch und sozial für kranke Kinder engagieren möchten. Einmal wöchent-
lich musizieren und singen die krebskranken Kinder der Pädiatrie 5 gemeinsam mit Studieren-
den der Musikhochschule Stuttgart. Die Wirkung von Musik wird auf elementarer Ebene
erfahrbar, z.B. im einfachen Instrumentalspiel zu Liedern oder in Improvisationsspielen. Musik
wird zur nonverbalen Ausdrucksform für die Kinder und kann sie emotional stärken.

Das Projekt ist für alle Studienrichtungen offen.

Info und Anmeldung: Ann-Barbara.Steinmeyer@gmx.de, Tel. 0711/8061507

Ruth Wörner
Einführung EMP [* ECTS]

Donnerstag, 13 – 14 Uhr, Raum 4.57/II. BA


Beginn: Wird noch bekannt gegeben

Grundlagen der EMP mit Transfer zum Instrumentalunterricht, Einführung in die Didaktik und
Methodik der Rhythmik, Arbeit an Stimme und Körpersprache.

Wahlbereich BA Instr./Gesang, MA IP u.a.

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Hörerziehung


Seminare

Michael Flade
Seminar Hörerziehung:
Musik von 1600 bis 1900 - Höranalysen [1 ECTS]

Donnerstag, 14 – 15 Uhr, Raum 10.04


Beginn: 04.04.2019
Zielgruppe: Offen für alle Interessierten

Im Mittelpunkt des Seminars stehen exemplarische Höranalysen von Musik ganz verschiedener
Art und Besetzung aus der Zeit von 1600 bis 1900. In jeder Seminarstunde wird ein einzelnes,
meist kürzeres Stück im Ganzen bzw. in Abschnitten – ohne Partitur – angehört und durch
gemeinsame Diskussion des Gehörten näher erschlossen, bis das Stück am Ende noch einmal
mit Partitur gehört wird. Die Auseinandersetzung mit den jeweiligen höranalytischen Fragestel-
lungen dient sowohl der Reflexion und Sensibilisierung des eigenen Hörens als auch einem
vertieften Verständnis der gehörten Musik. Durch die chronologische Abfolge der ausgewählten
Stücke bietet das Seminar zugleich einen konkreten Überblick über wichtige musikalische
Entwicklungsstationen vom Frühbarock bis zur Spätromantik. Das Seminar ist für alle Interes-
senten offen; besonders zu empfehlen ist es für Studierende, zu deren späterem Beruf es gehört,
anderen das Hören von Musik nahezubringen (z.B. Lehramt oder Musiktheorie)

Prof. Dr. John Palmer


Seminar Hörerziehung: Höranalyse und Praxis zur populären Musik [1 ECTS]

Mittwoch, 17 – 18 Uhr, Raum 10.07


Beginn: 03.04.2019
(max. 5 Personen; Voranmeldung erbeten unter info@johnpalmer.eu)

Ziel dieses Hörtrainingsmoduls ist die Förderung des systematischen Hörens von harmonischen
Wendungen in kompositorischen Modellen der populären Musik seit ca. 1940. Im Mittelpunkt
stehen die Improvisation und das spielerische Experimentieren mit Akkorden, Melodien und
Rhythmen vor allem am Klavier. Improvisationsaufgaben bilden dem entsprechend den
wesentlichen Bestandteil des Lernprozesses.
Das Seminar richtet sich insbesondere an Studierende im BA oder MA Lehramt.

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Susanne Zargar-Swiridoff
Seminar Hörerziehung: Außereuropäische Musik:
„Musik entlang der Seidenstraße“
Traditionelle Musik im Dialog mit Zeitgenössischer Musik [1 ECTS]

Dienstag, 14 – 15 Uhr, Raum 10.06


Beginn: 02.04.2019

Das Seminar will die Grundzüge sichtbar machen, die beim Vergleich der Kulturen ein besseres
Verstehen und damit ein wesentliches Ziel interkulturellen Gesprächs ermöglichen. Wir lernen
die Musiktraditionen „Entlang der Seidenstraße“ kennen über ihre eigene authentische
Gedankenwelt, den Facettenreichtum der verschiedenen Instrumente, der Klangfarben der
Singstimmen und der musikalischen Ensembles, eingebunden in ihre geographische Lage und
ihren kulturellen Zusammenhang.

Zielgruppe: Offen für alle Interessierten

Übungen

Michael Flade
Übung Hörerziehung:
Rhythmustraining Neue Musik [1 ECTS]

Donnerstag, 12 – 13 Uhr, Raum 10.04


Beginn: 04.04.2019

Im Verlauf des ganz auf das praktische Üben ausgerichteten Kurses werden vielfältige
rhythmische Problemstellungen Neuer Musik systematisch erarbeitet und umfassend trainiert.
Die Lehrveranstaltung ist Teil des Pflicht- bzw. Wahlpflichtprogramms im Master Neue Musik
und richtet sich in erster Linie an diese Studierenden. Der Kurs ist darüber hinaus aber offen für
alle, die ihre rhythmischen Fähigkeiten erweitern möchten (z.B. Studierende in den Bereichen
Musiktheorie oder Dirigieren).

Zielgruppe: Master Neue Musik und alle sonstigen Interessierten

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Dr. Cordula Pätzold
Übung Hörerziehung: Contrapunto alla mente [1 ECTS]

Donnerstag, 13 – 14 Uhr, Raum 10.08


Beginn: 04.04.2019

Improvisation von Kanons und c.f.-Satzmodellen mit Hilfe von Solmisationssilben: Zu einer
(sichtbar) gegebenen Melodie nach entsprechenden Kriterien spontan eine passende zweite,
dritte oder vierte Stimme zu singen; zu einem (hörbar) gegebenen Dux in Echtzeit den Comes
zu ergänzen; einen Kanon so zu beginnen und weiterzuführen, dass der Comes passt und dass
deutlich wird, wann und wie der Kanon zu beenden ist. Musikalisches Vorstellungsvermögen
und Voraushören, ein gutes Gedächtnis und eine sichere Bewegung im dur-moll-tonalen (und
modalen) Tonraum trainieren wir auf diese Weise ebenso effektiv wie kreativ. Ausgewählte
Kompositionen der Renaissance – als der improvisierte Kontrapunkt noch selbstverständlicher
Teil der Musikerausbildung war – werden gelegentlich als Vorbild studiert.

Zielgruppe: Master Alte Musik, Musiktheorie, Kirchenmusik, Chorleitung; offen für alle
Interessierten

Susanne Zargar-Swiridoff
Übung Hörerziehung: Methodik und Didaktik der Hörerziehung
Kaleidoskop für Kinder [1 ECTS]

Dienstag, 15 – 16 Uhr, Raum 10.06


Beginn: 02.04.2019

Alle Unterrichtsmethoden in Hörerziehung sind verschiedene Kommunikationsformen über


Klangvorstellungen und deren Bewusstmachung. Denkmuster werden erarbeitet und für
Formverläufen gilt es, Systeme und deren Regeln zu erfassen, zu lernen und zu speichern.
Daraus ergibt sich, dass Gedächtnis, Assoziationsfähigkeit, Reaktionsvermögen und Erinne-
rungsfähigkeit zu trainieren sind. Dieses macht das Lernziel so facettenreich, weil der Erkennt-
nisstand des Bewusstseins nicht direkt messbar ist.

Zielgruppe: Offen für alle Interessierten

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Weitere Veranstaltungen

Dr. Cordula Pätzold


Seminar Alte Musik I: Renaissance - Analyse [2 ECTS]

Montag, 14 – 16 Uhr, Raum 10.08


Beginn: 01.04.2019

Analysen, satztechnische Praxis, gezieltes Hörtraining, Transkriptionsübungen auf Basis von


Quellenmaterial. Die Situation in Venedig um 1550 ist zunächst der Ausgangspunkt: Welche
satztechnischen und ästhetischen Entwicklungen führten zu diesem Höhepunkt der Renaissance,
und inwieweit sind sie die Basis für Neuerungen der Generalbasszeit? – Das Ziel des Seminars
ist, Werke der Renaissance (ca. 1400 – 1630) exemplarisch kennenzulernen und dabei verschie-
dene praxisbezogene Herangehensweisen und deren Ineinandergreifen zu nutzen. Das Seminar
hat den Charakter eines Überblicks, d.h. Analysen stehen im Vordergrund, und es geht von
bekannteren Werken hin zu weniger bekannten. Im Wintersemester schließt sich ein Seminar
zum gleichen Zeitraum an, das die eigene handwerkliche Arbeit fokussiert, d.h. Kontrapunkt
hören, lesen, schreiben, singen etc.

Literatur:
Gioseffo Zarlino: The Art of Counterpoint. Part III of Le Istitutioni harmoniche (1558), ins
Engl. übersetzt und kommentiert von Guy A. Marco und Claude V. Palisca, New Haven 1968.
Johannes Menke: Kontrapunkt I. Die Musik der Renaissance, Laaber 2015.
Karin Paulsmeier: Notationskunde 15. und 16. Jahrhundert, Basel 2017.
Anne Smith: The Performance of 16th-Century Music, Oxford 2011.

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