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ATC-CAN

SYSTEMBESCHREIBUNG
ATC-CAN
Automatic Temperature Control
mit CAN im MAN-Stadtbus
mit WABCO ATC
446 195 004 0

Systembeschreibung

2. Ausgabe

© 2016 WABCO Europe BVBA – Alle Rechte vorbehalten.

Änderungen bleiben vorbehalten


Version 3/12.2016(de)
815 020 014 3
ATC Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 4.9 Temperatursollwertveränderungen für den


1.1 Historie der ATC-Anlagen . . . . . . . . . . . . . . .3 Fahrgastraum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
1.2 Physikalische Grundlagen . . . . . . . . . . . . . .4 5 Fahrzeug-CAN-Bus im MAN-Linienbus . . . . . . 13
1.3 Anforderungen an die Klimatisierung. . . . . .4 5.1 CAN-Struktur NES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
2 Systembeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 5.2 CAN-Struktur TEPS . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.1 Vorteile von ATC. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 6 Diagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.2 Eigenschaften von ATC . . . . . . . . . . . . . . . .5 6.1 PC / Laptop. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.3 Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 6.2 Diagnostic Interface Set . . . . . . . . . . . . . . . 15
3 Komponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 6.3 Diagnostic Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
6.3.1 Startbildschirm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.1 Das Bedienteil 446 195 004 0. . . . . . . . . . . .7
6.3.2 Meldungen: Diagnosespeicher . . . . . . . . . . 16
3.2 Die Unterverteilung 446 196 000 0 . . . . . . . .8 6.3.3 Messwerte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.3 Sensoren 9 6.3.4 Ansteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
3.3.1 Außenluft-Temperatursensor 6.3.5 Systemdaten und Fingerprint . . . . . . . . . . . 19
446 097 000 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
7 Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.3.2 Wasser-Temperatursensor 446 097 001 0 .9
3.3.3 Luftaustritts-Temperatursensor 7.1 Sichern und Übertragen von
446 092 003 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 Parametersätzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.4 Gebläsemodul mit Ansteuerung durch Poti 7.2 Einstellmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
oder PWM-Signal 446 024 012 0. . . . . . . . .9 7.3 Konfiguration Bedienteil . . . . . . . . . . . . . . . 21
3.5 Die Datenschnittstelle des 7.4 Konfiguration Unterstationen . . . . . . . . . . . 22
System-CAN-BUS HLK. . . . . . . . . . . . . . . . .9 7.5 Konfiguration System . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
4 Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 7.6 Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
4.1 Frontscheiben- / Fußraumklappe . . . . . . . .10 7.7 Ferneinschaltung und Fremdspeisung . . . . 25
4.2 Sollwert der Frontboxtemperatur . . . . . . . .11 7.8 Regelung Kennlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.3 Gebläsedrehzahl. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 7.8.1 Dach-/Verdampfergebläsekennlinie . . . . . . 25
7.8.2 Puls-Weiten-Moduliertes Signal
4.4 Smog. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
der Gebläse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
4.5 Fahrgastraumheizung . . . . . . . . . . . . . . . . .11
8 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
4.6 Zusatzheizung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
8.1 Übersichtsplan ATC CAN
4.7 Reheat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
Stadtbus Solofahrzeug . . . . . . . . . . . . . . . . 27
4.8 Fahrerplatzklima . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
8.2 Übersichtsplan ATC CAN
Stadtbus Gelenkfahrzeug . . . . . . . . . . . . . . 30

Allgemeine Hinweise
Diese Druckschrift beschreibt die Heizungs-, Lüftungs- • Halten Sie die Unfallverhütungsvorschriften des Be-
und Klimaregelung (ATC) im MAN Stadtbus. Die Druck- triebes sowie nationale Vorschriften ein.
schrift richtet sich an geschultes Fachpersonal von • Tragen Sie, soweit erforderlich, geeignete Schutzklei-
Werkstätten für Nutzfahrzeuge mit Fachkenntnissen in dung.
der Fahrzeugelektronik.
• Der Arbeitsplatz muss trocken sowie ausreichend be-
Bevor Sie Arbeiten am Fahrzeug (Reparatur, Wartung, leuchtet und belüftet sein.
Diagnose, Parametrierung) vornehmen, müssen Sie Fol-
gendes sicherstellen: Verwendete Abkürzungen
ATC Automatic Temperature Control
• Nur geschultes und qualifiziertes Fachpersonal darf
Reparaturen am Fahrzeug vornehmen. HLK Heizung-Lüftung-Klima
• Leisten Sie den Vorgaben und Anweisungen des ATR-E Automatische Temperatur Regelung Economic
Fahrzeugherstellers unbedingt Folge.
VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen
CAN Controller Area Network

2
Einleitung ATC 1
1 Einleitung
Heizungs-, Lüftungs- und Klimaregelungen (HLK) gehö- 1996 ATC für Stadtbus MAN
ren heute zur Standardausstattung von Stadt- und Rei-
sebussen.
ATC bietet maximalen Komfort für Fahrer und Fahrgäste.
Durch unterschiedliche Bedienteile und Ausbaustufen,
wird ATC durch die Fahrzeughersteller an die jeweiligen
fahrzeugspezifischen Anforderungen angepasst. Die
Möglichkeit der Parametrierung erlaubt es, die ATC an
unterschiedliche Kundenanforderungen anzupassen.
1997 ATC CAN für Stadtbus CITARO

1.1 Historie der ATC-Anlagen


1981 PDV für BR 200 Kässbohrer

1999 ATC CAN für Reisebus TRAVEGO

1991 ATR für BR 300 Kässbohrer

2000 ATC CAN für Stadtbus MAN

1992 ATC für Futura BOVA/Berkhof

2004 Neoplan Centroliner und MAN Lion City

1993 ATR-E für BR 300 Kässbohrer

1996 ATC für F 2000 MAN

3
1 ATC Einleitung

1.2 Physikalische Grundlagen Aufgrund der vielen Einflussgrößen auf die Behaglichkeit
ist es schwierig, für eine Vielzahl von Menschen ein Kli-
Die elektronische Temperaturregelung soll die Tempera- ma herzustellen, das allgemein befriedigt. So besteht der
tur im Inneren eines Omnibusses regeln. Das Prinzip ist, Wunsch nach individuellen Eingriffsmöglichkeiten durch
warme und kalte Luft zu mischen, um ein für die Insassen verstellbare Klappen, Gebläse oder Düsen in unmittelba-
angenehmes Klima zu erzielen. rer Nähe der Insassen.
Zwei wesentliche Forderungen werden an eine Hei- Die hier aufgeführten, nicht vollständigen Einflussfakto-
zungs- und Belüftungsanlage von Omnibussen gestellt : ren zeigen die Komplexität, mit der die Fahrer in Omni-
• Schaffung eines behaglichen Klimas bussen konfrontiert sind, um für sich selbst und vor allem
für die Fahrgäste ein allen angenehmes Klima zu erzie-
• Beschlagfreiheit der Scheiben
len.
Die Behaglichkeit wird wechselseitig durch mehrere Fak-
toren beeinflußt: Durch den Einsatz der Elektronik ist es möglich, den
Fahrer von der manuellen Klimaregelung zu befreien,
• Individueller Zustand des Menschen: damit dieser sich auf seine eigentliche Tätigkeit konzen-
• Tätigkeit oder im Ruhezustand trieren kann. Die Temperaturregelung erfolgt durch die
• Bekleidung usw., Elektronik gemäß vorgegebener Regelkennlinien.
• Heizungs-Lüftungs-Klima-Anlage, auch HLK oder Untersuchungen haben in Bezug auf die Behaglichkeit
ATC (englisch) genannt: bzw. das subjektive Wohlbefinden des Menschen ge-
• Lufttemperatur zeigt, dass
• Luftgeschwindigkeit u.a. • eine Temperaturschichtung im Fahrgastraum („war-
• Konstruktive Gestaltung des Fahrgastraumes: me Füße – kühler Kopf“), 40 °C nicht übersteigen soll-
• Strahlungstemperatur te
• Temperatur der Umschließungsflächen • eine Abhängigkeit von Innen- zu Außentemperatur
wünschenswert ist.

1.3 Anforderungen an die Klimatisierung


Mensch
• Bekleidung Alle Anforderungen an einen ideal klimatisierten Stadt-
• Aktivitätsgrad bus werden in der Vorschrift 236 des VDV (Verband
• Aufenthalts- Deutscher Verkehrsunternehmen) zusammengefasst,
dauer welche die Basis für die Regelung der Stadtbus-ATC
darstellt.
• Raumtemperatur
Thermische • Fahrgastraum zwischen + 18 °C und + 22 °C
Behaglichkeit • Fahrerplatz zwischen +18 °C und + 25 °C
• Im Kühlbetrieb ca. 3 °C unterhalb der Außentem-
ATC-Anlage peratur
Raum • Lufttemperatur • Strömungsgeschwindigkeiten
• Strahlungstemperatur • Luftgeschwindig-
• Temperatur der Um-
• Zugerscheinungen vermeiden
keit • Ausreichende Luftumwälzung gewährleisten
schließungsflächen • Luftfeuchte
• Luftfeuchtigkeit
Weitere Einflussgrößen auf die Behaglichkeit sind die • Beschlagfreie Scheiben
Aufenthaltsdauer, die Dichte der Personenbelegung • Im Kühlbetrieb erfolgt eine ungeregelte Trocknung
(beispielsweise bei voll besetzten Bussen) und andere • Luftbeschaffenheit
mehr. Diese Faktoren müssen während der Aufenthalts- • Minimale Frischluftrate 15 m3/h
dauer des Menschen im Fahrgastraum so aufeinander • Luftaustausch durch Zwangsentlüftung
abgestimmt werden, dass Behaglichkeit gewährleistet • Luftreinheit 70 % für Partikel > 1µm
ist. Mit HLK bzw. ATC-Anlagen können die Raumlufttem- • Geräuschemissionen
peratur, die Luftgeschwindigkeit und der Luftaustausch
beeinflußt werden. • Durchschnittswert ca. 68 dB (A)

4
Systembeschreibung ATC 2
2 Systembeschreibung
2.1 Vorteile von ATC • Einstellung und Regelung des Arbeitsbereichs des
Fahrers nach persönlichen Bedürfnissen
• Automatische Regelung der Heizungs-, Lüftungs- • Schnelle Diagnose der ATC über Diagnoseprogram-
und Klimaleistung (HLK), so dass der Fahrer keine
me möglich; Fehler können gelesen und lokalisiert
umfangreichen Einstelltätigkeiten mehr vornehmen werden
muss
• Manuelle Eingriffsmöglichkeit in die Klappen-, Tem-
2.2 Eigenschaften von ATC
peratur- und Lüftersteuerung für den Fahrerarbeits-
platz • Master-Slave-System, das über eine CAN-Schnitt-
• Vollautomatische Klimatisierung des Fahrgastraums stelle mit dem Fahrzeug korrespondiert: direkte Einle-
(kann am Bedienteil zu- oder abgeschaltet werden) sung von notwendigen Fahrzeugdaten (wie z. B.
• Umfangreichere Einstellmöglichkeiten der Fahrgast- Kühlwassertemperatur)
raumregelung in Reisebussen • Anbindung der Unterstationen über internen HLK-
CAN-Bus

Beispiel für eine konventionelle Klimagerät


Bus-HKL-Anlage

Dachheizgerät

Erwärmte Luft, Frischluft


Frischluft bzw. klimatisierte Luft
Umluft bzw.
Umluft
erwärmte Luft
Abluft

5
2 ATC Systembeschreibung

• Bedienteil mit integriertem Display für Fahrzeuge kann die Fahrgastraumregelung in einfacher Form
ohne Zentraldisplay (Schalter) vom Fahrer ausgeschaltet werden.
• Sollwerteinstellung über Bedienteil Die Elektronik des Bedienteiles regelt die gesamte Front-
• Temperaturregelgenauigkeit von ca. 1°C box sowie den Bodenbereich eines Solowagens. In der
• Anbindung der Zusatz- und Standheizung möglich einfachsten Ausbauvariante ist nur diese Elektronik nö-
tig. Erhält der Bus eine Dachaufsatzanlage oder ist ein
• Regulierung der Lüfterdrehzahlen und Optimierung
Gelenkbus vorhanden, werden dort zusätzlich Untersta-
des Schließens der Türen durch Signale über Türbe-
tionen eingesetzt. Über einen internen CAN-BUS ist das
wegungen
Bedienteil mit der Unterstation verbunden. Die Untersta-
• Ausführliche Onboard-Diagnose im Bedienteil mit tionen sind universell einsetzbar. Im Bedienteil sind alle
Display Kennlinien und Parameter zentral für dieses System ab-
• In den Bedienteilen integrierte Funktionen wie Smog- gelegt. Ein Datenaustausch findet über den internen
schaltung, Defrostfunktion und Anforderung Reheat- CAN-BUS, auch System-BUS genannt, mit der Untersta-
betrieb tion statt.
Das Bedienteil erlaubt dem Fahrer einen direkten Eingriff
2.3 Funktion auf alle für ihn relevanten HLK-Einstellungen direkt an
seinem Arbeitsplatz. So hat er die Möglichkeit Klappen,
Die Elektronik übernimmt die Raumtemperaturregelung
Sollwert der Frontboxausblastemperatur und die Lüfter-
des Fahrgastraumes, die vom Fahrer nicht beeinflußt
drehzahl individuell auf seine Bedürfnisse abstimmen.
werden kann. Die Klimatisierung des Fahrgastraumes
erfolgt vollautomatisch, lediglich zu Überführungsfahrten

Sollwert-
Bei MAN auch zu Dia- Luftaustrittstemperatur:
einstellung
gnosezwecken genutzt (Optional) Boden und Bugschrank

Wasserpumpe

Zusatzheizung Bugschrank
Wasserventil
Lüftungsklappen
Gebläse
Fahrzeug CAN-BUS
⇒ Motorsignal
⇒ Türsignal 22:58
Boden
⇐ Raumtemperatur Wasserventil
Gebläse
⇒ Außentemperatur
⇒ Tachometer
⇒ Wassertemperatur
⇐ Zusatzheizung Unterstation
⇐ Fehlermeldung Dachaufsatz
Raumtemp.sensor Wasserventil
⇐ Wasserpumpe Ausblassensor Lüftungsklappen
Interner CAN-BUS Vereisungssensor Gebläse
Klimaanlage
⇒ Digitaleingänge und Temperaturen
werden an das Bedienteil übertragen Unterstation
⇒ Fehlermeldungen Nachläufer
Wasserventil
⇐ Aktuatoren werden nach den Raumtemp.sensor
Lüftungsklappen
Vorgaben des Bedienteiles geregelt Ausblassensor
Gebläse
Vereisungssensor
⇐ Sollwertvorgaben werden an die Klimaanlage

Unterstationen weitergegeben

6
Komponenten ATC 3
3 Komponenten
3.1 Das Bedienteil 446 195 004 0 Pin Bedeutung
10 Referenzspannung für Rückführungspotis
11 Wasserventil Front DC-Motor Potirückmeldung
12 Masse für Rückführungspotis
13 Eingang Potirückführung Frontscheibenklappe
14 Eingang Poti Gebläseverstellung (Reserve)
15 Eingang Sensorlüfterüberwachung (alt: RESERVE 2)
16 Außentemperatursensor
Versorgungsspannung: Klemme 30 =>24V 17 Luftausblastemperatursensor Fahrerplatz
Ruhestrom: 0,005 A 18 Masse für Temperatursensoren
Maximale Stromaufnahme: 4A
15-poliger-Stecker
Das Bedienteil ist verpolgeschützt.
Pin Bedeutung
Steckerseite des Bedienteiles Frischluft/Umluftklappe (+)
1
2 Fahrgastraumgebläse Stufe 1 (Ausgang für Relais)
3 Reserve-AD-Eingang für ext. Sollwertpoti
4 Frischluft/Umluftklappe (–)
5 Fahrgastraumgebläse Stufe 2 (Ausgang für Relais)
6 Ausgang für Fehlerlampe

7 10 kOhm Pullwiderstand für PWM-Ausgang X18,7


8 Eingang Zusatzheizungsbetrieb über Schaltuhr
Wakeup
Stecker: 9-polig 15-polig 6-polig 9 Eingang Türsignal
18-polig 12-polig (nicht unterstützt)
10
11 Eingang Sparschaltung Wakeup
Steckerbelegung 12 Eingang Ferneinsch. bei Fremdspeisung der Heizung

9-poliger-Stecker 13 Fahrgastraumtemperatursensor
14 Luftausblastemperatursensor Boden
Pin Bedeutung 15 Masse für Temperatursensoren
1 Klemme 30 (Dauerplus)
2 Klemme 15 (Zündung ein) Wakeup 12-poliger-Stecker
3 Klemme 31 (Masse Fahrzeug)
Pin Bedeutung
4 Klemme 58 (Beleuchtung)
1 Wasserventil Boden DC-Motor (+)
5 Eingang Motorsignal (D+61)
6 2 Wasserventil Boden DC-Motor (–)
Diagnose (zur Zeit nicht unterstützt) 3 Uref für Potirückm. Wasserventil Boden
7 CAN - Schnittstelle (Fahrzeugbus) H
4 Masse für Rückführungspotis
8 CAN - Schnittstelle (Fahrzeugbus) GND
9 5 Ausgang Klima (3A)
CAN - Schnittstelle (Fahrzeugbus) L 6 Ausgang Zusatzheizung

18poliger-Stecker 7 Ausgang Zusatzheizung Sparstufe


8 Ausgang Wasserpumpe
Pin Bedeutung 9 Wasserventil Boden DC-Motor Potirückmeldung

1 Wasserventil Frontbox DC-Motor (+) 10 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) H


2 Wasserventil Frontbox DC-Motor (–) 11 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) GND
3 frei 12 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) L

4 frei
5 Frontscheibenklappe (+)
6 Aktivierung UV’s
7 PWM - Ausgang Frontboxgebläse
8 Frontscheibenklappe (–)
9 Rückmeldung Zusatzheizung

7
3 ATC Komponenten

3.2 Die Unterverteilung 446 196 000 0 15-poliger-Stecke


Pin Bedeutung
1 Ausgang Dachklappe rechts (+)
2 Ausgang Dachklappe links (+)
3 PWM - Ausgang Verdampfergebläse
4 Ausgang Dachklappe rechts (–)
5 Ausgang Dachklappe links (–)
6 Ausgang Kondensorgebläse
7 10 kOhm Pullwiderstand für PWM-Ausgang X15,3
8 Referenzspannung für Dachklappenpotis
9 Eingang Sensorlüfterüberwachung
10 Eingang Potirückführung Dachklappe rechts
11 Eingang Potirückführung Dachklappe links
Die Unterstation(en) ist/sind Bestandteil der ATC-Anlage 12 Ausblasfühler Dachkanal hinten
im Omnibus. Die Unterstation(en) sind über eine speziel-
13 Vereisungsfühler (Verdampfertemperatur)
le Schnittstelle mit dem Bedienteil verbunden. Über die-
14 Raumtemperaturfühler
se Schnittstelle werden Betriebsdaten ausgetauscht wie 15 Masse für Temperatursensoren und
z. B. Sensorwerte, Sollwerte und natürlich Diagnosemel- Rückführungspotis
dungen.
Die Unterverteilung hat eine Dauerspannungsversor-
gung über Klemme 30. Die Aktivierung erfolgt über den
18-poliger-Stecker
Anschluss Klemme 15, die separat vom Bedienteil be-
reitgestellt wird. Somit ist gewährleistet, dass das Be- Pin Bedeutung
dienteil z. B. eine Nachlaufsteuerung vornehmen kann. Wasserventil Dach DC-Motor (+)
1
2 Wasserventil Dach DC-Motor (–)
Steckerseite der Unterverteilung: 3 Wasserventil Dach Referenzspannung für
Potirückmeldung
4 Ausgang für Dachluken
5 Wasserventil Boden DC-Motor (+)
6 Wasserventil Boden DC-Motor (–)
7 Ausgang Dachlüfter Stufe 1
8 Ausgang Dachlüfter Stufe 2
9 Ausgang Kompressorkuplung ( 3A )
10 Ausgang Fahrgastraumgebläse hinten Stufe 1 (Relais)
11 Ausgang Fahrgastraumgebläse hinten Stufe 2 (Relais)
12 Eingang Wasserventil Dach Potirückmeldung
Übersicht über die PIN-Belegung der Steckverbinder
13 Eingang Wasserventil Boden Potirückmeldung
9-poliger-Stecker 14 Eingang Niederdruckschalter
15 frei
Pin Bedeutung
16 Eingang Hochdruckschalter
1 Klemme 30 (Dauerplus)
17 Ausblasfühler Boden hinten
2 Klemme 15 (Zündung ein) Wakeup 18
3 Masseanschluss für Temperatursensoren und
Klemme 31 (Masse Fahrzeug)
Rückführungspotis
4 Eingang Codierung 1
5 Eingang Codierung 2
6 120 Ohm Abschlusswiderstand
7 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) H
8 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) GND
9 CAN - Schnittstelle (Heizungsbus) L

8
Komponenten ATC 3
3.3 Sensoren 3.4 Gebläsemodul mit Ansteuerung
durch Poti oder PWM-Signal
3.3.1 Außenluft-Temperatursensor 446 024 012 0
446 097 000 0

Typ : NTC Widerstand bei 25 °C: 100 kOhm ± 3%

3.3.2 Wasser-Temperatursensor
446 097 001 0

Typ : NTC Widerstand bei 25 °C: 10 kOhm ± 3%

3.3.3 Luftaustritts-Temperatursensor
Spannung: 24 V
446 092 003 0 Ausgang: zul. Dauerstrom 14 A
Erforderliche Sicherung: max. 15 A

3.5 Die Datenschnittstelle des System-


CAN-BUS HLK
Der 9-polige Stecker der Unterverteilung ist wie folgt be-
legt :
• PIN 7 => CAN H
• PIN 8 => CAN Ground
• PIN 9 => CAN L
• PIN 6 => CAN R (Abschlusswiderstand)
Typ : NTC Widerstand bei 25 °C: 10 kOhm ± 3% Für den CAN-Datenbus sind bekanntermaßen Ab-
schlusswiderstände notwendig. Jede Unterverteilung
enthält werkseitig bereits einen solchen Abschlusswider-
stand:
Der Widerstand kann „abgerufen“ werden, indem man
zwischen CAN H und CAN L durch brücken von PIN 6 mit
Widerstand (kOhm)

PIN 9 des 9-poligen-Steckers den 120 Ohm Widerstand


aktiviert. Am Anfang der CAN-Systembus-Leitung ist ein
120 Ohm-Abschlusswiderstand im Bedienteil eingebaut.
Diese Brücke ist natürlich nur am Ende der CAN-Leitung
in der letzten Unterverteilung herzustellen.
Der zwischen CAN-H und CAN-L gemessene Wider-
stand sollte bei ausgeschalteter Spannungsversorgung
60 Ohm betragen.

Temperatur (°C)
Kennlinie des Luftaustritts-Temperatursensor

9
4 ATC Bedienung

120Ohm CANH-HLK X9,7 120Ohm


CANG-HLK X9,8
CANL-HLK X9,9
X9,6
CANR
X9,7 120Ohm
X9,8 letzte
Bedienteil X9,9 Unterverteilung
mit aktiviertem
X9,6
Abschlusswiderstand
CANR

Unterverteilung

Der elektrische Anschluss der Unterverteilung erfolgt


über drei Steckverbinder mit verzinnten Kontakten.

4 Bedienung
Sollwert der Frontboxtemperatur Fahrerplatzklima Smog Fahrgastraumheizung

Frontscheiben-/Fußraumklappe Gebläsedrehzahl Reheat Zusatzheizung

Das Bedienteil besteht aus 3 Drehpotentiometer und 5  Pfleil nach unten / oben: Mittelstellung
Drucktasten. Um den Fahrer im Bereich Fahrgastraum Die Luftführung wird zwischen Fußraum und Front-
von umfangreichen Einstellmaßnahmen zu entlasten, scheibe aufgeteilt.
kann er hier nur die Vollautomatik ausschalten. Alle wei-  Pfeil nach oben: Frontscheibenklappe
teren Funktionen am Bedienteil dienen zur individuellen Die gesamte Luft wird auf die Frontscheibe gerichtet.
Einstellung des Fahrerarbeitsplatzes.
 Scheibensymbol: Defrost
Wasserventil voll geöffnet; Klappe auf Frontscheibe;
4.1 Frontscheiben- / Fußraumklappe maximale Gebläsedrehzahl.
Die Umsetzung wird über Kennlinien realisiert, die auch
Zwischenstellungen ermöglichen.

4.2 Sollwert der Frontboxtemperatur

Die Frontscheiben- bzw. Fußraumklappe wird entspre-


chend der Symbolik angesteuert.
 Pfeil nach unten: Fußraumklappe
Die gesamte Luft wird in den Fußraum eingebracht.
Die Ausblastemperatur der Frontbox kann in einem Be-
reich zwischen 14 und 60°C eingestellt werden.

10
Bedienung ATC 4
Linksanschlag : Wasserventil zu 4.7 Reheat
Rechtsanschlag : Wasserventil max. geöffnet

4.3 Gebläsedrehzahl

Mit der Dry / Reheat Taste kann der Betrieb der Klimaan-
lage eingeschaltet werden. Hierdurch findet eine Trock-
nung der Raumluft durch Abkühlung und Wiederaufhei-
zen statt.

4.8 Fahrerplatzklima
Das Potentiometer dient zur Drehzahleinstellung der
Frontbox. Der Zusammenhang zwischen Drehwinkel
und PWM-Ansteuerung ist in einer parametrierbaren
Kennlinie abgelegt. Standardmäßig ist die Drehzahl bei
laufendem Fahrzeugmotor von 0 – 100 % einstellbar.
Diese Funktion schaltet das Kältemittelmagnetventil für
die Frontbox ein. Bei aktivierter Klimaanlage leuchtet die
4.4 Smog
Taste.

Hinweis:
Bei jedem „Zündung einschalten“ Vorgang wird die
Frontboxklappe zur Ermittlung der jeweiligen Endstellun-
Mit der Smog-Taste kann die Zufuhr von Frischluft im gen eingeschaltet, d. h., die Endstellungen werden an-
ganzen Bus gesperrt werden. Bei aktivierter Smog-Funk- gefahren und im Bedienteil gespeichert. Bei darauf erfol-
tion leuchtet die Taste. Für eine parametrierbare Zeit gender Ansteuerung der Klappe durch das Poti werden
werden während der aktivierten Funktion die Dachluken dann Zwischenstellungen angefahren.
und Frischluftklappen geschlossen.
4.9 Temperatursollwertveränderungen
4.5 Fahrgastraumheizung für den Fahrgastraum

Der Fahrer hat nicht mehr die Möglichkeit, in die vollau-


tomatische Fahrgastraumregelung einzugreifen. Die
Fahrgastraumregelung wird lediglich z. B. zu Überfüh-
rungsfahrten ausgeschaltet. Bei leuchtender Taste ist
die Automatik aktiviert.
Der Temperatur-Sollwert für den Fahrgastraum kann
über das Bedienteil in der nachfolgend beschriebenen
4.6 Zusatzheizung Form verstellt werden:
Um in den Verstellmodus zu gelangen, muß die Taste für
die Fahrgastraumheizung für mindestens 10 Sekunden
gedrückt werden. Nach erreichen des Sollwert-Verstell-
modus blinken die tastenintegrierten Leuchtdioden der 3
rechten Tasten entsprechend des eingestellten Sollwer-
Die Zusatzheizung wird standardmäßig nur manuell ein- tes.
geschaltet. Bei leuchtender Taste ist die Zusatzheizung
aktiviert. Mit der Smog- und der Zusatzheizungs-Taste kann dann
der Sollwert erhöht oder verringert werden. Der Sollwert,
der der mittleren LED zugeordnet ist und die Schrittweite
sind parametrierbar.

11
4 ATC Bedienung

Der zur Zeit eingestellte Sollwert wird durch Blinken der Abschließend bestätigt man mit der mittleren Taste für
entsprechenden Funktionsbeleuchtung dieser Tasten die Fahrgastraumheizung den eingestellten Wert und
angezeigt. Die Zuordnung von blinkenden Leuchtdioden der Einstellmodus wird verlassen. Das Bedienteil geht in
zum Sollwert ist in der folgenden Tabelle für einen Mittel- den Normalbetrieb zurück.
Sollwert von 22°C und einer Schrittweite von 1°C bei-
Alternativ zu der Temperatursollwertverstellung für den
spielhaft dargestellt:
Fahrgastraum über die Tastatur sind zwei zusätzliche
20 °C 21° C Raumtemperatur-Sollwertverstellungen möglich:

Sollwertverstellung über externes Potentiometer


Optional kann an den PIN 3 des 15-poligen Steckers des
Bedienteils ein externes Sollwertpotentiometer ange-
schlossen werden. Hierzu benötigt man eine vom Fahr-
zeughersteller entsprechend geänderte Parametrierung.
22 °C 23° C Gemäß dieser Parametrierung lässt sich nun in einem fe-
sten Bereich der Sollwert für die Fahrgastraumtempera-
turregelung einstellen. Die Einstellmöglichkeit über die
Tastatur ist dann deaktiviert.

2. Sollwertverstellung nur über Parameter


Ist diese Option für die Sollwerteinstellung parametriert,
24 °C
so ist der Sollwert nur noch über eine Parameterände-
rung ( vom Fahrzeughersteller ) einstellbar.

12
Fahrzeug-CAN-Bus ATC 5
5 Fahrzeug-CAN-Bus im MAN-Bus
Der CAN-Bus (Controller Area Network) ist ein serielles Bordrechner angeschlossen. Dies ist der sogenannte
Datenbus-System, das für die Vernetzung von Steuerge- Fahrzeug-Daten-Bus.
räten im Automobil entwickelt wurde. Anstelle der Ver-
Bei älteren Fahrzeugen jedoch ist das WABCO-ATC-Sy-
wendung eines elektrischen Schaltkreises je übertragen-
stem über einen eigenen Systembus angeschlossen.
dem Signal basiert der „Bus“ auf einer
Dieser unterscheidet sich hinsichtlich der technischen
Kommunikationsplattform, die die Übergabe von Bot-
Spezifikation ganz wesentlich von dem Fahrzeug-Daten-
schaften zwischen einzelnen Geräten übernimmt.
Bus.
Im MAN-Bus wird zwischen zwei CAN-Strukturen unter-
Im Bedienteil, das als Mastergerät anzusehen ist, ist der
schieden.
gesamte Parametersatz gespeichert. Nur bei Austausch
• NES (ältere CAN-Struktur) des Bedienteils muss der fahrzeugspezifische Parame-
• TEPS (Twin Electric Platform System) ist die jüngere tersatz neu eingelesen werden.
CAN-Struktur mit Fahrerarbeitsplatz DMUX (zentrale Sollte lediglich der Austausch einer Unterstation notwen-
Anzeige- und I/O-Steuereinheit in der Instrumenten- dig sein, so wird diese automatisch mit dem richtigen, für
tafel). sie eingestellten Parametersatz versorgt bzw. „program-
Das WABCO-ATC-System wird bei beiden CAN-Struktu- miert“.
ren über den Karosserie K-CAN-Bus an den zentralen Die Diagnose ist nur über den Fahrzeug-CAN-Bus mög-
lich.

5.1 CAN-Struktur NES


EBS K-CAN Tür 2 K1-CAN EDC Heck links
Decke vorn T-CAN Heck rechts
Steuergeräte VDV-IBIS-Bus K2-CAN Heck 3
IBIS Getriebe-
Heizung
Lüftung Tür 1 steuerung
Klima

HLK-
Bus

Datenbusse
Triebstrang-Steuergeräte
Bug rechts Fahrertrennscheibe Karosserie-Module
Bug links
Fahrerarbeitsplatz Zentralrechner Türsteuerung und
Sicherungen
mit Display I-CAN Heizung, Lüftung, Klima
Fahrzeugmitte Diagnoseschnittstelle

13
5 ATC Fahrzeug-CAN-Bus

Schema der CAN-Struktur NES


FAP
MTS TK HK1 HK2
IKN (Tür 1) (Tür 2)

Tür-Bus HLK-Bus
IBIS-CAN HLKS
Instrumentierung I-CAN VDV-IBIS-Bus Heizung/Lüftung/Klima
125 kBaud
Karosserie K-CAN
SPS
KIBES Anschluss der CAN-Diagnose über den
Stecker X 204 der Zentralelektrik
Zentral-
ISO 14230 K Rechner
KWP 2000 ZR2-BS

MAN-cats
Diagnose

5.2 CAN-Struktur TEPS


FAP

DMUX

Fahrt- Instrumentierung I2-CAN


schreiber MTS TK
(Tür 1) (Tür 2) HK1 HK2
Instrumentierung I1-CAN

Tür-Bus HLK-Bus
I-CAN I-CAN HLKS
Heizung/Lüftung/Klima
ZBR2 ZBRO
(Grundfahrzeug) (Aufbau) Karosserie K-CAN

T-CAN T-CAN
Anschluss der CAN-Diagnose über den
Stecker X 204 der Zentralelektrik
Triebstrang T-CAN

Motor FFR

14
Diagnose ATC 6
6 Diagnose
Für das ATC-System bietet WABCO ausschließlich die Diagnostic Interface Set (USB) 446 301 022 0
PC-Diagnose an. Für die Diagnose benötigen Sie
• einen PC oder Laptop,
• ein Diagnostic Interface
• ein Anschlusskabel zum Fahrzeug
• die Diagnostic Software „ATC-CAN Standard“

Das Set beinhaltet:


6.1 PC / Laptop
• Diagnostic Interface,
WABCO bietet Ihnen einen werkstatttauglichen, stoß- • USB-Anschlusskabel zum PC/Laptop
und schmutzresistenten Laptop an. Dieser ist auf
Wunsch auch mit vorinstallierter Diagnostic Software lie- Diagnostic Interface Set (seriell) 446 301 021 0
ferbar. Unter der Bestelltnummer 446 302 040 0 ist die- Als Alternative zum Diagnostic Interface mit USB-An-
ses "Toughbook" von WABCO zu beziehen. schluss bietet WABCO ein Diagnostic-Interface mit seri-
ellem Anschluss an.

6.3 Diagnostic Software


Um die Diagnostic Software für das ATC-System zu be-
ziehen gibt es drei Möglichkeiten.

Offline als USB-Stick-Version


Diagnostic Software „ATC-CAN Standard“ als USB-Stick
Version: 446 301 XXX 0

Online als Single Download


Diagnostic Software „ATC-CAN Standard“ als Single
Download: 246 301 XXX 0
Der XXX-Wert in der Bestellnummer steht für die zur Zeit
Laptop „Toughbook“ (Bestellnummer 446 302 040 0)
verfügbaren Sprachversionen der Diagnostic Software:
Die Diagnose Software ist aber auch auf allen gängigen • 564 – deutsch
PCs mit einem Betriebssystem ab Microsoft Windows • 565 – englisch
2000 lauffähig.
• 603 – spanisch
Besondere Anforderungen an die Hardware werden • 614 – italienisch
nicht gestellt. Der PC sollte jedoch über einen freien
USB-Anschluss oder einen freien seriellen Anschluss Teil eines WABCO System Diagnose Abonnements
(COM-Schnittstelle 9-polig) verfügen. Für die Diagnose mehrerer WABCO Systeme bietet
WABCO Ihnen vier verschiedene Diagnostic Software
6.2 Diagnostic Interface Set Abonnements über das Internet. Diese beinhalten zahl-
reiche Diagnoseprogramme zu einem sehr günstigen
Zum Aufbau der Diagnose des Steuergerätes wird das Preis. Die Programme können jederzeit in aktuellster
WABCO Diagnostic Interface Set mit der Bestellnummer Form aus dem Internet herunter geladen und sofort be-
446 301 022 0 (USB-Anschluss) oder 446 301 021 0 (se- nutzt werden.
rieller Anschluss) benötigt. Das Set beinhaltet das Dia-
gnostic Interface und ein Anschlusskabel zum PC oder Die grafischen Darstellungsmöglichkeiten des PCs ma-
Laptop. chen die Diagnose übersichtlich. Mit umfangreichen Re-
paraturinformationen und Schaltplänen mit Messwerten
Der fahrzeugseitige Anschluss an eines der beiden Dia- gelingen Diagnose und Reparatur einfach und schnell.
gnostic Interfaces erfolgt über ein besonderes Anschlus-
skabel, das unter der MAN-Nr. 88.25414.6632 bei MAN Die Diagnose mit der Diagnostic Software darf von je-
bezogen werden kann. Der entsprechende Stecker wird dem Nutzer durchgeführt werden. Sollen jedoch Para-
am Steckplatz X 204 angeschlossen. meter verändert werden, ist eine Berechtigung (PIN) er-
forderlich. Diese PIN erhalten Sie durch das Training

15
6 ATC Diagnose

„Elektronische WABCO Systeme im Kraftomnibus“ bei 6.3.3 Messwerte


der WABCO Academy. Weitere Informationen zu den
Trainings der WABCO Academy finden Sie im Internet Anzeige der Spannungen
unter http://www.wabco-academy.com

6.3.1 Startbildschirm

Anzeige der Funktionselemente der Frontblende

6.3.2 Meldungen: Diagnosespeicher

Wird z. B. ein Drehknopf betätigt, so wird dies sinnfällig,


bei korrekter Funktion, auf dem Display angezeigt.

Messwerte Komponenten

• Pfad: erkannte, problembehaftete Komponente


• Art: Art des erkannten Problems
• Wertigkeit: Wichtung des Problems: 0 > leichter Feh-
ler
• Zähler: Angabe, welche Zeit (Betriebsstunden) seit
der letzten Fehlerspeicherung vergangen ist

In diesem Kontroll-Display werden die Zustände der be-


zeichneten Eingänge des Bedienteils wertmäßig ange-
zeigt.

16
Diagnose ATC 6
Messwerte Funktionen und Zustände. 6.3.4 Ansteuerung
Ansteuerung Komponenten

Z. B. Reheat-Betrieb der ATC-Anlage

Messwerte Regelungszustände Mit Hilfe der Maus können Veränderungen, wie z. B.


Klappenstellungen, von Hand durchgeführt werden. Da-
durch ist eine Funktionskontrolle möglich.
Die Ansteuerung „Gebläse“ ist nur bei entsprechender
Parametrierung möglich. Ab der Diagnoseversion höher
1.3 ist die Ansteuerung unabhängig von der Parametrie-
rung möglich.
Auch die Unterstationen können, wie oben beschrieben,
überprüft werden.

Hier werden im wesentlichen die Sollwerte der ATC-An-


lage angezeigt

17
6 ATC Diagnose

Maximal Heizen Befüllen der Anlage mit Kühlwasser

Mit dieser Funktion kann überprüft werden, ob ein regu- Befüllen der Anlage mit Kältemittel
lärer Heizungsbetrieb im Fahrzeug gewährleistet ist,
d. h., alle Heizungswärmetauscher mit Warmwasser ver-
sorgt werden. Dafür ist derder Motor auf Betriebstempe-
ratur zu bringen.

Maximal Kühlen

Mit dieser Funktion kann die Klima-Anlage überprüft wer-


den. Auch hier muss der Motor laufen, da sonst der Käl-
te-Kompressor nicht angetrieben wird.

18
Diagnose ATC 6
6.3.5 Systemdaten und Fingerprint Der Fingerprint (PIN)
Diese Daten unterliegen Datenschutzbedingungen. Eine
Weitergabe der hinter diesen Informationen stehenden
Daten (Serien-Nr., d. h. Name des Nutzers des entspre-
chenden Diagnoseprogramms) ist von WABCO grund-
sätzlich nicht möglich.

Systemdaten

Über den Menü-Aufruf „Testgeräteidentifikation“ (Menül-


eiste: System) werden sogenannte „Fingerprint“-Infor-
mationen angezeigt.
Mit diesem Befehl kann der ”Fingerprint” (Fingerabdruck)
aus dem Steuergerät ausgelesen werden.
Wenn das HLK-System parametriert wird, schreibt das
Über den Aufruf Systemdaten sind alle relevanten Daten verwendete Diagnoseprogramm seine Seriennummer,
der installierten bzw. erkannten Elektroniken in einer den ”Fingerprint” in die Elektronik. So kann später nach-
Übersicht abzulesen. vollzogen werden, wer zuletzt die Elektronik parametriert
hat.
Es werden verschiedene Fingerprints in der Elektronik
abgelegt, je nachdem welche Parameter geändert wur-
den. Der Fingerprint schlüsselt sich wie folgt auf:
• Testgerätehersteller
Code des Testgeräteherstellers (Wabco = 2)
• Identifikationsnummer
Seriennummer des verwendeten Diagnosepro-
gramms
• Zugriffsdatum
Datum, wann der Zugriff erfolgte

19
7 ATC Parameter

7 Parameter
Die Diagnose mit der Diagnostic Software darf von je- Werkstatthinweis
dem Nutzer durchgeführt werden. Sollen jedoch Para- Das Bedienteil enthält den gesamten Parametersatz für
meter verändert werden, ist eine Berechtigung (PIN) er- das komplette ATC-System, also incl. den Parametern
forderlich. Diese PIN erhalten Sie durch das Training für die Unterverteilungen.
„Elektronische WABCO Systeme im Kraftomnibus“ bei
der WABCO Academy. Weitere Informationen zu den Muss eine oder mehrere Unterverteilung(en) ausge-
Trainings der WABCO Academy finden Sie im Internet tauscht werden, so sind keine weiteren Einstellungen
unter http://www.wabco-academy.com notwendig, da diese ja durch die Parameter im Bedienteil
festgelegt sind und automatisch auf die Untervertei-
Nach Teilnahme an einem entsprechenden Training der lung(en) überspielt werden.
WABCO Academy können Sie bei WABCO eine Per-
sönliche Identifikations-Nummer (PIN) für Ihre WABCO Beim Austausch des Bedienteils muss der Fahrzeugher-
Diagnostic Software abfragen. Mit dieser PIN schalten steller kontaktiert werden, da der Standard-Parameter-
Sie erweiterte Funktionen in der Diagnostic Software frei satz fahrzeugspezifisch am „Band-Ende“ geändert bzw.
und können damit die Einstellung in der Steuerelektronik angepasst worden sein kann. Deshalb muss z. B. an-
verändern. hand der Fahrgestell-Nr. der dazugehörige Parameter-
satz ermittelt werden. Natürlich kann auch, sofern es
7.1 Sichern und Übertragen von möglich ist, der Parametersatz aus der „alten“ ECU mit
Hilfe der Diagnose-Software ausgelesen und dann in die
neue ECU eingeschrieben werden.
Parametersätzen
Das Sichern und Übertragen von Parametersätzen be- 7.2 Einstellmöglichkeiten
zieht sich auf den kompletten (100 %) Parametersatz.
Der unter dem Menü-Punkt System abrufbare und einzu- Bei Aufruf der Systemparameter sind die Einstellmög-
sehende Parametersatz gibt nur ca. 25 % der kompletten lichkeiten in der Eingabemaske grau hinterlegt. Dies be-
Parameter wieder. Im Normalfall reicht für die Anpas- deutet, dass sie nicht verändert werden können.
sung eines Bedienteil-Parametersatzes das Einkopieren Es besteht die Möglichkeit z. B. bei den Fahrzeugherstel-
dieses Satzes in das „neue“ Gerät aber aus. lern Schulungen zu dem entsprechenden System zu ab-
solvieren. Bei erfolgreichem Abschluss einer solchen
Sichern von Parametersätzen
Schulung ist man dann bei entsprechendem Nachweis
Mit dieser Funktion kann der komplette Parametersatz berechtigt, eine sogenannte PIN (Geheimnummer) zu er-
des Bedienteils auf dem PC gesichert werden, um ihn halten.
ggf. später mit der Update-Funktion (Übertragen von Pa-
rametersätzen) wieder in ein (anderes) Steuergerät zu Bei diesem ATC-Diagnoseprogramm werden durch die
übertragen. Eingabe des „PIN“ keine Parameteränderungen zuge-
lassen. Der PIN erlaubt lediglich, Parametersätze in das
Übertragen von Parametersätzen Bedienteil zu kopieren.
Die abgespeicherten Datensätze dürfen nicht verändert Die auf das jeweilige Fahrzeug eingestellten Parameter-
werden, da sie sonst nicht mehr vom PC-Diagnose-Pro- sätze müssen entweder vom betreffenden Fahrzeugher-
gramm akzeptiert werden. Außerdem können die Para- steller bereitgestellt werden oder können auch, wenn-
meter nur in Steuergeräte mit gleicher WABCO-Nummer möglich, aus dem zu ersetzenden Bedienteil
und Diagnoseversion kopiert werden. Steuergeräte mit herauskopiert werden.
einer neueren Softwareversion sind abwärtskompatibel
Parameteränderungen sind immer mit dem Fahrzeug-
bzgl. der Parametersätze. Versucht man einen Daten-
hersteller abzustimmen um u. a. eine entsprechende Do-
satz aus einem neuen Steuergerät in eine ältere Version
kumentation zu gewährleisten.
zu kopieren, kann es dazu kommen, dass das ältere Ge-
rät einige Parameter nicht annimmt, da es sie nicht
kennt.

20
Parameter ATC 7
7.3 Konfiguration Bedienteil Temperatursensoreingänge
Wenn ein Temperatursensor an dem betreffendem Pin
angeschlossen sein soll, muss auch die Fehlererken-
nung aktiviert werden damit die Regelung mit dem ech-
ten Messwert arbeitet.

Bedienteil Fahrerpl. Frischluft-/Umluftkl.


Stellmotoranst.
Am Bedienteil kann an den Pins X15/1,4 ein Motoran-
trieb für eine Frischluft-/Umluftklappe angeschlossen
werden. Dieser DC-Motor wird entweder mit einer Zeit-
begrenzung von max. 10 Sekunden in der einen oder an-
deren Richtung angesteuert oder eben ohne Zeitbegren-
zung. Im letzteren Fall muss der Antrieb sich über
Endschalter selbst stromlos schalten. Eine weitere Mög-
lichkeit besteht über einen elektropneumatischen An-
trieb. In diesem Fall ist ebenfalls die Option „ohne Zeitbe-
grenzung“ zu wählen.
Das erste Bild nach dem Aufruf der Systemparameter
zeigt die Konfiguration des Bedienteils. Bedienteil PWM-Ausgang für Frontboxgebläse
Das PWM-Signal am Ausgang X18/7 kann normal und
Unterverteilungen invertiert ausgegeben werden. „Normal“ bedeutet in die-
Hier wird angegeben, welche und wieviele Unterstatio- sem Fall, dass bei 0% PWM die Ausgangsspannung ca.
nen im System verbaut sind bzw. sein sollen. 0 Volt und bei 100% PWM ca. 24 Volt beträgt. Beim in-
vertierten Signal entspricht 0% PWM 24 Volt und 100%
Lüfter Raumtemperatursensor Diagnose entsprechen ca. 0 Volt Ausgangsspannung.
Kommt ein belüfteter Raumtemperatursensor zum Ein-
satz und liefert dieser ein drehzahlproportionales Dia- Bedienteil Zusatzheizungs-Taste
gnosesignal, mit dem die Funktion des Lüfters überwacht Um die Zusatzheizungstaste zu deaktivieren muss zum
werden kann, besteht die Möglichkeit, dieses Signal über einen die Taste hier gesperrt werden und zusätzlich die
den Pin X18/15 am Bedienteil oder Pin X15/9 an der Un- Fehlererkennung für X12/6 deaktiviert werden. Deakti-
terstation einzulesen und auszuwerten. Dazu muss die vieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die
Fehlererkennung aktiviert sein. In allen anderen Fällen LED in der Taste als Funktionsanzeige nicht leuchtet.
ist diese zu inaktivieren.
Bedienteil CAN-Fehlererkennung
Digitale Schaltausgänge Das Bedienteil verfügt über 2 CAN-Schnittstellen, eine
Für die Funktion der Schaltausgänge muss die Fehlerer- für den Fahrzeugbus zur Kommunikation mit einem
kennung nicht unbedingt aktiviert werden. Werden die Fahrzeugzentralrechner und eine für den Heizungs- oder
Ausgangssignale beispielsweise von einem Zentralrech- Systembus zur Kommunikation mit den Unterstationen.
ner mit entsprechend hochohmigen Eingängen eingele- Über den Fahrzeugbus können Botschaften von dem
sen, um von diesem weiterverarbeitet zu werden, muss Zentralrechner und einer MTS (Modulare Türsteuerung
die Fehlererkennung abgeschaltet werden, damit es von WABCO) verarbeitet werden. Soll das Bedienteil
nicht fälschlicherweise zu einer Leitungsbruch-Fehler- eine Fehlermeldung liefern, wenn eine der CAN-Bot-
meldung kommt. schaften nicht empfangen wird, muss die entsprechende
Fehlererkennung aktiviert werden. Desweiteren kann
Motorbrücken/Servoantriebe eine BusOff-Erkennung für beide CAN-Busse aktiviert
Für die angeschlossenen Wasserventile und Klappenan- werden.
triebe sollte die Fehlererkennung aktiviert werden.

21
7 ATC Parameter

7.4 Konfiguration Unterstationen 7.5 Konfiguration System

Das zweite Bild der Systemparameter zeigt die Konfigu- Dachanlage


ration der Unterstation mit der entsprechenden Adressie- Hier muss angegeben werden, ob der Bus über eine
rung. Beim Weiterblättern werden nun alle parametrier- Dachanlage zum Heizen und/oder Klimatisieren verfügt.
ten Unterstationen mit entsprechenden Bildern
angezeigt. HLK = Heizung / Lüftung / Klimatisierung, Dachhei-
zung mit Verdampfern (Klimatisierung)
Digitale Schaltausgänge, Motorbrücken/
Servoantriebe, Temperatursensoreingänge HL = Heizung/ Lüftung, nur Dachheizung
Bei diesen Optionen sind die Parametrierungsmöglich- LK = Lüftung/Klimatisierung, ohne Heizungswär-
keiten wie bei der Konfiguration des Bedienteils vorgese- metauscher
hen.
Zusatzheizungsansteuerung
Bedienteil PWM-Ausgang für Frontboxgebläse Manueller Betrieb bedeutet, dass die Zusatzheizung nur
Das PWM-Signal am Ausgang X18/7 kann normal und über die Taste aktiviert werden kann.
invertiert ausgegeben werden. „Normal“ bedeutet in die- Im automatischen Betrieb wird die Zusatzheizung einge-
sem Fall, dass bei 0% PWM die Ausgangsspannung ca. schaltet, wenn entweder bei eingeschalteter Fahrgast-
0 Volt und bei 100% PWM ca. 24 Volt beträgt. Beim in- raumregelung die Außentemperatur unter 20°C ist oder
vertierten Signal entspricht 0% PWM 24 Volt und 100% der Ausblastemperatursollwert für die Frontbox größer
entsprechen ca. 0 Volt Ausgangsspannung. 40°C (ungefähr Mittelstellung des Sollwertpotis) ist. wird
Lüfter Temperatusensor Diagnose dabei einmal die Taste betätigt, fällt das Bedienteil in den
manuellen Betrieb zurück bis die Zündung aus- und wie-
Kommt ein belüfteter Raumtemperatursensor zum Ein- der eingeschaltet wird.
satz und liefert dieser ein drehzahlproportionales Dia-
gnosesignal, mit dem die Funktion des Lüfters überwacht Zusatzheizungsbetrieb bei Zündung Aus
werden kann, besteht die Möglichkeit, dieses Signal über Hier kann man sich entscheiden, ob die Zusatzheizung
den Pin X18/15 am Bedienteil oder Pin X15/9 an der Un- überhaupt bei Zündung Aus laufen soll. Und wenn ja, wie
terstation einzulesen und auszuwerten. Dazu muss die lange sie laufen soll, wenn sie einmal über die Taste ak-
Fehlererkennung aktiviert sein. tiviert wurde.
In allen anderen Fällen ist diese zu inaktivieren.
Frontboxgebläse bei Tür-1-offen-Signal
Damit bei geöffneter Tür 1 die Geldscheine nicht weg-
fliegen, gibt es die Möglichkeit, in diesem Fall das Front-
boxgebläse mit reduzierter Drehzahl laufen zu lassen.

Dachgebläse bei Türsignal


Da es bei einer im Frischluftbetrieb arbeitenden Dachan-
lage im Zusammenhang mit gut dichtenden Türen zu
Problemen beim Schließen derselben kommen kann,

22
Parameter ATC 7
gibt es die Möglichkeit mit diesem Parameter die Dach- erst freizugeben, wenn die Ausblastemperatur im Dach
gebläse kurzzeitig auf eine Mindestdrehzahl zu reduzie- einen Mindestwert überschritten hat.
ren, wenn das Signal „letzte Tür schließt“ über den CAN-
Bus von der MTS empfangen wird oder ein entsprechen- Freigabe Bodengebläse Stufe2
des Signal am Pin X15/9 anliegt. Die Freigabe der 2. Stufe der Bodengebläse kann an das
Überschreiten einer bestimmten Wassertemperatur ge-
Wassertemperatur Sperre koppelt werden. Beim Unterschreiten der Differenz aus
Um das Kaltblasen der gebläseunterstützten Heizungen Wassertemperaturgrenze und Hysterese würde die 2.
zu vermeiden, können die Gebläse gesperrt bzw. ge- Stufe wieder gesperrt werden.
drosselt werden solange das Wasser kalt ist. Es besteht
Für Fahrzeuge, die dem Bedienteil keine Wassertempe-
die Möglichkeit diese Sperre nur für die Dachanlage oder
ratur zur Verfügung stellen können, gibt es die Möglich-
nur für die Bodenheizung zu aktivieren.
keit, die 2. Stufe der Bodengebläse erst freizugeben,
Zusatzheizung reduzierter Betrieb (Sparstufe) wenn die Ausblastemperatur der Bodenheizung einen
Mindestwert überschritten hat.
Wählt man den reduzierten Betrieb in Abhängigkeit von
der Außentemperatur, wird der Ausgang Pin X12/7 am Gebläsekennlinie für stufige Bodengebläse
Bedienteil für den Sparbetrieb der Zusatzheizung über
Steht eine Wassertemperatur zur Verfügung, wird hier
einer Außentemperatur von +5°C aktiviert.
der Grenzwert für die Wassertemperatur eingetragen, ab
Raumgebläse bei Sparbetrieb dem die Bodengebläse freigegeben sind, d. h. laufen
dürfen.
Ersetzt durch Lastmanagement über Fahrzeug-CAN-
Bus. Für Fahrzeuge, die dem Bedienteil keine Wassertempe-
ratur zur Verfügung stellen können, gibt es die Möglich-
Das Lastmanagement kennt zwei Sparmodi. Bei Stufe 1
keit, die 2. Stufe der Bodengebläse erst freizugeben,
wird die Gebläsedrehzahl auf einen parametrierbaren
wenn die Ausblastemperatur der Bodenheizung einen
Maximalwert begrenzt, bei Stufe 2 wird das Gebläse ab-
Mindestwert überschritten hat. Dieser wird dann eben-
geschaltet.
falls hier eingetragen
Dachklappen bei Türsignal
Dachluken bei Klimabetrieb
Da es bei einer im Frischluftbetrieb arbeitenden Dachan-
Am Pin X18/4 der Unterstationen kann ein Ansteuersi-
lage im Zusammenhang mit gut dichtenden Türen zu
gnal für Dachluken abgegriffen werden. Die Ansteuerung
Problemen beim Schließen kommen kann, gibt es die
erfolgt entweder über den Fahrzeug-CAN-Bus und wird
Möglichkeit, mit diesem Parameter die Dachklappen
ggf. im Klimabetrieb übersteuert oder sie erfolgt nach der
kurzzeitig in die Mischluftstellung zu fahren wenn das Si-
Dachklappenkennlinie, wobei der Ausgang in der Frisch-
gnal „letzte Tür schließt“ über den CAN-Bus von der MTS
luftstellung der Klappen aktiv ist. Entsprechend kann der
(elektronische Türsteuerung) empfangen wird oder ein
Ausgang dann auch für elektropneumatisch angesteuer-
entsprechendes Signal am Pin X15/9 anliegt.
te Frischluft-/Umluftklappen genutzt werden.
Optimierter Defrostbetrieb
Pointer
Der optimierte Defrostbetrieb besagt, dass bei laufen-
Mit diesen Parametern wird angegeben, woher das Be-
dem Motor, ausgeschalteter Fahrgastraumregelung, ein-
dienteil die Informationen über die Raumtemperaturen,
geschalteter Zusatzheizung und aktiviertem Defrostbe-
die Außentemperatur, Wassertemperatur und die Druck-
trieb das Wasserventil des Bodenkreislaufs (im
schalter erhält.
Gelenkzug nur im Vorderwagen) voll geöffnet und das
Gebläse auf Stufe 1 angesteuert wird. Dies bewirkt ggf., Sparstufen Gebläse
dass das Zusatzheizgerät nicht so oft taktet.
Liegt an Pin X15/11 des Bedienteils ein Sparsignal an
Freigabe Dachgebläse oder kommt eine entsprechende Anforderung über den
Fahrzeug-CAN-Bus, laufen das Frontbox- und ggf. die
Für Fahrzeuge, die dem Bedienteil keine Wassertempe-
Dachgebläse mit den hier angegebenen PWM Drehzah-
ratur zur Verfügung stellen können, gibt es die Möglich-
len.
keit, die Dachgebläse und die 1. Stufe der Bodengebläse

23
7 ATC Parameter

7.6 Bedienung Drehzahlverstellung über


Tastatur/Display/Verriegelung
• Verstellung erlaubt
Diese Option ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit
einem Display, welches über den Fahrzeug-CAN-Bus
angesprochen wird.
• Verstellung incl. Sollwert über Schlüsselschalter
Diese Option ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit
einem Display, welches über den Fahrzeug-CAN-Bus
angesprochen wird. Zusätzliche Verriegelung der
Sollwert und Gebläseverstellung über Schlüssel-
schalter an Pin X18/14.
• Verstellung über Schlüsselschalter
Diese Option ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit
einem Display, welches über den Fahrzeug-CAN-Bus
angesprochen wird. Zusätzliche Verriegelung nur der
Gebläseverstellung über Schlüsselschalter an Pin
X18/14.
Automatik ein bei Motorstart
• Verstellung nicht erlaubt
• Automatik „Ein“ bei Motorstart und Taste gesperrt Standardeinstellung, wenn kein Display verfügbar.
Wird der Fahrzeugmotor gestartet, ist die Fahrgast-
raumregelung automatisch aktiviert. Wird nur der Mo- Sollwertverstellung
tor gestoppt ohne die Zündung auszuschalten, wird • Sollwertverstellung nur über die Tastatur
die Fahrgastraumregelung automatisch deaktiviert. Um in den Verstellmodus zu gelangen, muss die Ta-
Der Fahrer kann nicht die Regelung per Taste ein- ste für die Fahrgastraumheizung für mindestens 10
bzw. ausschalten. Sekunden gedrückt werden. Nach Eintritt in den Ver-
• Keine Automatik ein bei Motorstart stellmodus blinken die Leuchtdioden der rechten 3
Der Fahrer kann jederzeit die Regelung per Taste ein- Tasten entsprechend dem eingestellten Sollwert. Mit
bzw. ausschalten. Keine automatische Aktivierung. der Smog- und der Zusatzheizungs-Taste kann dann
• Automatik ein bei Motorstart der Sollwert nach oben bzw. unten korrigiert werden.
Wird der Fahrzeugmotor gestartet, ist die Fahrgast- Der voreingestellte Sollwert, der der mittleren LED
raumregelung automatisch aktiviert. Wird nur der Mo- zugeordnet ist und die Schrittweite sind parametrier-
tor gestoppt ohne die Zündung auszuschalten, wird bar.
die Fahrgastraumregelung automatisch deaktiviert. • Sollwertverstellung über externes Poti
Der Fahrer kann jederzeit die Regelung per Taste ein- An Pin X15/3 kann optional ein externes Sollwertpo-
bzw. ausschalten. tentiometer (s. Verkabelungsplan) angeschlossen
werden. Der Sollwert für die Fahrgastraumtempera-
Verstellung Drehzahl Dachgebläse
turregelung lässt sich dann damit in einem Bereich
• Drehzahlverstellung über externes Poti von 16 - 32°C einstellen. Die Einstellmöglichkeit über
An Pin X18/14 kann optional ein externes Gebläse- die Tastatur ist dann deaktiviert.
sollwertpotentiometer (s. Verkabelungsplan) ange- • Nur voreingestellter Sollwert
schlossen werden. Die durch die Gebläsekennlinie Ist diese Option für die Sollwerteinstellung parame-
vorgegebene Drehzahl für die Dach- bzw. Verdamp- triert, ist der Sollwert nur noch über eine Parameter-
fergebläse lässt sich dann damit anheben oder ab- änderung (per Diagnosegerät) einstellbar.
senken.
• Sollwertverstellung über Tastatur und Anzeige auf
• Keine Verstellung, nur über Kennlinie Fahrerplatz-Display
Reiner Automatikbetrieb nach Gebläsekennlinie. Diese Option ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit
• Drehzahlverstellung über Tastatur und Anzeige auf einem Display, welches über den Fahrzeug-CAN-Bus
Fahrerplatz-Display angesprochen wird.
Diese Option ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit
einem Display, welches über den Fahrzeug-CAN-Bus
angesprochen wird.

24
Parameter ATC 7
7.7 Ferneinschaltung und 7.8 Regelung Kennlinien
Fremdspeisung

7.8.1 Dach-/Verdampfergebläsekennlinie
Betriebsart Ferneinschaltung
Die Gebläsekennlinie wird durch 4 Stützwerte definiert.
Wird das Bedienteil nicht über den Klemme 15 Eingang,
Links vom ersten Punkt und rechts vom 4. Punkt hat die
sondern über den Ferneinschaltungseingang X15/8 akti-
Kennlinie immer die Steigung 0. Den ersten Parameter-
viert, wir auf jeden Fall die Zusatzheizung eingeschaltet.
punkt gibt es zweimal, einmal für den Lüftungsbetrieb
Alle weiteren Funktionen und Parametriermöglichkeiten
und einmal für Fahrzeuge mit Klimatisierung (AC).
entsprechen denen des Fremdspeisungsbetriebs. Die-
ser Ferneinschaltungseingang dient in erster Linie zur
PWM - Ansteuerung Deckengebläse [%]

100
Beschaltung mit einer Vorwahluhr. 90
80
Betriebsart Fremdsspeisung (ab Version 4.0)
70
Eine weitere Möglichkeit, das Bedienteil bei ausgeschal- 60
teter Zündung zu aktivieren besteht über den Fremdspei- 50
sungseingang X15/12. Dieser wird benutzt, um das Sy-
40
stem im Falle der Fremdversorgung mit warmen Wasser
30
und/oder Strom in einen definierten Zustand versetzen
20 %-PWM m. AC
zu können. Über die Option Dach-/Bodenheizung bei
10 %-PWM o. AC
Ferneinschaltung geregelt, wird eine automatische
0
Raumtemperaturregelung mit reduzierten Gebläsedreh- -12 -10 -8 -6 -4 -2 0 2 4 6 8 10 12
zahlen realisiert. Dann sind die anderen Optionen wir-
Sollwert - Raumtemperatur [K]
kungslos. Diese werden erst bei der Option Dach-/Bo-
denheizung bei Ferneinschaltung aus aktiv. Über die hier Desweiteren kann die Gebläsekennlinie abhängig von
aufgeführten Parameter können dann die Gebläsefunk- der Außentemperatur eine Anhebung bzw. Absenkung
tionen, die Wasserventilstellungen, Klappenstellungen erfahren. Dafür gibt man eine untere und eine obere
sowie die Funktion der Zusatzheizung und der Wasser- Grenze für den Außentemperaturbereich, den Betrag für
pumpe eingestellt werden. den PWM-Offset und eine Hysterese für die Temperatur-
grenzen an.
Der Maximalwert für geöffnete Türen (genauer für sich
schließende Türen) ist nur wirksam, wenn auf der Seite
Konfiguration System die Option „Dachgebläse bei Tür-
läuft-zu-Signal“ entsprechend gewählt wurde.
Sind die Sperren der Gebläse für zu kaltes Wasser aktiv
(s. Konfiguration System), können hier die Wassertem-
peraturgrenzen, ab denen die Gebläse freigegeben sind,
eingetragen werden.

25
7 ATC Parameter

Für Fahrzeuge, die dem Bedienteil keine Wassertempe- Regelungsparameter


ratur zur Verfügung stellen können, gibt es die Möglich- Die Magnetkupplung des Kälte-Kompressors wird ange-
keit, die Dachgebläse und die 1. Stufe der Bodengebläse steuert, wenn außerhalb und innerhalb des Fahrzeugs
erst freizugeben, wenn die Ausblastemperatur im Dach eine bestimmte Temperatur (Wärme) überschritten wird:
einen Mindestwert überschritten hat. Dann sind hier die
Ausblastemperaturgrenzwerte anzugeben. Der Kompressor wird freigeben bei einer Außentempera-
tur > Sollwert – 1. Parameter und wieder gesperrt bei ei-
Smog- und Reheatdauer ner Außentemperatur < Sollwert – 1. Parameter – 2. Pa-
Wird die Smog- oder Reheatfunktion per Taste aktiviert, rameter (Hysterese).
ist die jeweilige Funktionsdauer begrenzt. Diese maxi- Der 3. Parameter gibt an, ab welcher Außentemperatur
male Dauer ist hier in Minuten einzutragen. der Reheatbetrieb zugelassen ist.

7.8.2 Puls-Weiten-Moduliertes Signal der Die Raumtemperaturabhängigkeit ist über den 4 .Para-
Gebläse meter einstellbar:
Der Kompressor wird abgeschaltet, wenn (Sollwert –
Raumtemperatur) > 4. Parameter und wieder zugelas-
sen, wenn (Sollwert - Raumtemperatur) < 4. Parameter –
2. Parameter (Hysterese) ist.

Optionen Bodenheizung
PWM = 25 %
Die Bodenheizung wird abhängig von der Differenz Soll-
wert - Außentemperatur ab- bzw. wieder eingeschaltet.
Wobei abschalten bedeutet, dass die Wasserventile für
die Bodenkreisläufe schließen und ggf. die Gebläse aus-
geschaltet werden. Eingeschaltet heißt in diesem Zu-
PWM = 50 % sammenhang, dass sich die Bodenheizung im Rege-
lungsbetrieb befindet.
Sie wird abgeschaltet bei einer Außentemperatur > Soll-
wert – 1. Parameter und wieder eingeschaltet bei einer
Außentemperatur < Sollwert – 1. Parameter – 2. Para-
PWM = 90 % meter (Hysterese).

Der Anteil “PWM” entspricht der Gebläse-Drehzahl (z. B.


25 %). Bei Dachanlagen mit invertiertem PWM-Ausgang
entsprechen 25 %-PWM => 75 % Gebläse-Drehzahl.

26
Anhang ATC 8
8 Anhang
8.1 Übersichtsplan ATC CAN
Stadtbus Solofahrzeug

CAN Schnittstelle Fahrzeugbus


Bedienteil

CAN Schnittstelle
HLK-Datenbus

Unterstation Dach

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H
CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
(entfällt bei Fahrzeugen ohne Dachanlage)
Adr. 2

CAN - Abschlußwiderstand
anschließen
(Verbindung 9/6 - 9/9)

Erweiterung durch
weitere Unterstatio-
nen z. B. für Gelenk-
zug möglich

27
8 ATC Anhang

dig.p.d. - Digitaleingang mit Pull down Widerstand

Low 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom


High 300 mA - Highside Endstufe mit max. Strom
* - optional: Daten werden ggf. über Fahrzeug CAN übertragen

Br 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom


-30 ...+85°C - Temperatur Sensoreingang mit Meßbereich
an 0 ...5V - Analogeingang mit Spannungsbereich
dig.p.u. - Digitaleingang mit Pull up Widerstand

Upoti - Versorgungsspannung für Rückführpotentiometer


PWM - pulsweitenmodulierter Ausgang zur Gebläsesteuerung

Zeichenerklärung:
Luftaustrittssensor Frontbox
-30...+85°C

Bedienteil 446 195 00x 0


X18/17

Außentemperatur *
X18/16 -30...+85°C
VMC2-Motor

Analogmasse
1

X18/18
Wasserventil

BOSCH
Frontbox

Upoti
3

X18/10
an 0... Upoti
2

X18/11
X18/1 Br 300 mA
4
M

Br 300 mA
6

X18/2
Frontscheiben-Klappe

3
VMC2-Motor

(1) (3) 2
BOSCH

1
Fußraum-

X18/13 an 0... Upoti


6

X18/5 Br 300 mA
(4)
M

Verkabelungsplan Bedienteil ATC CAN


+24 V
4

Br 300 mA X9/1
(6)

X18/8
dig. p.d.
Luftaustrittssensor Boden X9/2
X15/14 -30...+85°C an 0...24 V

Klemme 30
X9/4

Klemme 15 (Zündung)
Raumtemperatur +0 V

Klemme 58 (Beleuchtung)
X9/3
Pinbelegung in Klammern: X15/13 -30...+85°C
Motordrehrichtung invertiert

Stadtbus Solofahrzeug
X15/15 Analogmasse

(Fahrzeugmasse)
Klemme 31
Frischluftklappe
Stellmotor

4
BOSCH

Br 300 mA
VMC2

X15/1
(6)
Motor
M

Br 300 mA
(4)

X15/4

dig. K-Leitung (z. Zt.


X9/6 nicht unterstützt)

dig. p.d. Eingang Motorsignal (D+61*)


X9/5
dig. p.d. Eingang Türsignal *
X15/9
dig. p.d. Eingang Sparsignal *
X15/11
Wasserventil Boden vorn

dig. p.d. Eingang Fremdspeisung *


VMC2-Motor

X12/4 Analogmasse
1

X15/12
BOSCH

X12/3 Upoti
3

X12/9 an 0.... Upoti


2

dig. p.d. Diagnose Sensorgebläse


X12/1 Br 300 mA
4

X18/15
M

externes Sollwertpoti
X12/2 Br 300 mA an 0.... Upoti
6

X15/3
Klemme 30

X15/15
+24V

3k3

bei WABCO Gebläsemodul pull-up


10k

3k3
X12/3

X15/7 Pull Wid. PWM 1


PWM Frontboxgebläse
X18/7 PWM 1 Eingang Zusatzheizungsbetrieb
über Schaltuhr Wakeup
Kompressorkuppl. oder Kältemittelventil
Schaltuhr

X12/5 High 3 A dig. p.d.


22:58

X15/8
Fahrgastraumgebläse Stufe 1 Ausgang für
X15/2 High 300 mA Low 300 mA
X18/9 Schaltuhrferntaster
Fahrgastraumgebläse Stufe 2
X15/5 High 300 mA Ausgang Fehlerlampe
High 300 mA
Wasserpumpe X15/6
X12/8 High 300 mA
Zusatzheizung Ein/Aus Fahrz. CAN
High 300 mA
High 300 mA

X12/6
CAN G HLK
CAN H HLK
CAN L HLK

HF (Fahrzeugbus) H
Zusatzheizung ECON/Power X9/7
X12/7 High 300 mA (Fahrzeugbus) Gnd
G F X9/8
LF (Fahrzeugbus) L
X9/9
X12/10
X12/11
X18/6
X12/12

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd
CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H

28
29
8

Verkabelungsplan Unterstation Dach ATC CAN


Stadtbus Solofahrzeug
Einbauort:

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


Zeichenerklärung:
Dachanlage Adr. 2

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


Low 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom
Diagnose Sensorgebläse
ATC

High 300 mA - Highside Endstufe mit max. Strom Unterverteilungsadressen Klemme 30


Br 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom Adresse St X 9/4 St X 9/5
Upoti - Versorgungsspannung für Rückführpotentiometer
PWM - pulsweitenmodulierter Ausgang zur Gebläsesteuerung 0 Masse Masse
1 offen Masse
-30 ...+55°C - Temperatur Sensoreingang mit Meßbereich
2 + 24V Masse
an 0 ...5V - Analogeingang mit Spannungsbereich 3 Masse offen
dig.p.u. - Digitaleingang mit Pull up Widerstand 4 offen offen
dig.p.d. - Digitaleingang mit Pull down Widerstand 5 + 24V offen
6 Masse + 24V
* - optional: Daten werden ggf. über Fahrzeug CAN übertragen offen + 24V
7
8 + 24V + 24V

dig. p.d. X15/9

X9/5

dig. p.d. X9/2


X9/4

X9/1

X9/2
Anhang

+0V
Code 2

+ 24 V
Code 1
Unterstation 446 195 000 0
Dach Adr. 2 CAN L HLK X9/9
CAN G HLK X9/8
Analogmasse

CAN H HLK X9/7

Pull Wid. PWM


Analogmasse
an 0... Upoti

High 300 mA
Abschlußwid. 120 Ohm

an 0... Upoti
X9/6

an 0... Upoti
Br 300 mA

Br 300 mA

-30...+55°C

Br 300 mA
-30...+55°C

Br 300 mA

Br 300 mA
Br 300 mA
0...+85°C

!!!

0...+85°C

High 3 A

dig. p.d.

dig. p.d.
Upoti

Upoti

PWM
X18/17

X18/16
X15/11

X15/1
X18/18

X18/14
X15/10
X18/1
X18/12

X15/6
X15/7
X15/2
X15/14

X15/15

X18/9
X18/3

X15/8

X15/5
X15/12

X15/13
X18/2

X15/4

X15/3

Kompressor

Niederdruck

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


Hochdruck

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
Raumtemperatursensor (optional)

Ausgang Kondensatorgebläse

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


1 3 4 6 1 3 4 6
1 3 2 4 6 (4) (3) (1) 2 (6) (4)
* Wassertemperatursensor

(3) (1) 2 (6)

PWM Gebläse Verdampfer


Motordrehrichtung invertiert
Pinbelegung in Klammern:
P<

Ausblassensor Dach
P>

Vereisungssensor
BOSCH M BOSCH M BOSCH M
VMC2-Motor VMC2-Motor VMC2-Motor
Wasserventil Dachklappe Dachklappe
Dach
links rechts
Kompressorkupplung
+ Magnetventil
8 ATC Anhang

8.2 Übersichtsplan ATC CAN


Stadtbus Gelenkfahrzeug

CAN Schnittstelle Fahrzeugbus


Bedienteil

CAN Schnittstelle
HLK-Datenbus

Unterstation Dach

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H
CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
(entfällt bei Fahrzeugen ohne Dachanlage)
Adr. 1

Unterstation Dach Hinterwagen

Adr. 2

CAN - Abschlußwiderstand
anschließen
(Verbindung 9/6 - 9/9)

30
Anhang ATC 8

dig.p.d. - Digitaleingang mit Pull down Widerstand

Low 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom


High 300 mA - Highside Endstufe mit max. Strom
* - optional: Daten werden ggf. über Fahrzeug CAN übertragen

Br 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom


-30 ...+85°C - Temperatur Sensoreingang mit Meßbereich
an 0 ...5V - Analogeingang mit Spannungsbereich
dig.p.u. - Digitaleingang mit Pull up Widerstand

Upoti - Versorgungsspannung für Rückführpotentiometer


PWM - pulsweitenmodulierter Ausgang zur Gebläsesteuerung

Zeichenerklärung:
Luftaustrittssensor Frontbox -30...+85°C

Bedienteil 446 195 00x 0


X18/17

Außentemperatur * -30...+85°C
X18/16
Analogmasse
VMC2-Motor

1
X18/18
Wasserventil

BOSCH

Upoti
Frontbox

X18/10
an 0... Upoti
X18/11
2

Br 300 mA
X18/1
4
M

Br 300 mA
6

X18/2
Frontscheiben-Klappe

VMC2-Motor

3
(1) (3) 2
BOSCH
Fußraum-

an 0... Upoti
X18/13
Br 300 mA
6

X18/5
(4)
M

Verkabelungsplan Bedienteil ATC CAN


Br 300 mA +24 V
4

X18/8 X9/1
(6)

Luftaustrittssensor Boden vorn -30...+85°C dig. p.d. X9/2


X15/14 an 0...24 V X9/4

Klemme 30
Klemme 15 (Zündung)
Klemme 58 (Beleuchtung)
Raumtemperatur vorn -30...+85°C +0 V X9/3
Pinbelegung in Klammern: X15/13
Analogmasse

Stadtbus Gelenkfahrzeug
Motordrehrichtung invertiert
X15/15

(Fahrzeugmasse)
Klemme 31
Br 300 mA
Frischluftklappe
Stellmotor

BOSCH

4
VMC2

X15/1
(6)
Motor
M

Br 300 mA
6

X15/4
(4)

K-Leitung (z. Zt.


dig. X9/6 nicht unterstützt)
Eingang Motorsignal (D+61*)
dig. p.d. X9/5
X15/9 Eingang Türsignal *
dig. p.d.
Eingang Sparsignal *
Analogmasse dig. p.d. X15/11
Wasserventil Boden vorn

Eingang Fremdspeisung *
1

X12/4
VMC2-Motor

Upoti dig. p.d. X15/12


BOSCH

X12/3 an 0.... Upoti


X12/9
2

Br 300 mA Diagnose Sensorgebläse


4

X12/1 dig. p.d. X18/15


M

Br 300 mA externes Sollwertpoti


6

X12/2 an 0.... Upoti X15/3


Klemme 30

X15/15
+24V

bei WABCO Gebläsemodul pull-up Pull Wid. PWM 1


3k3
X12/3
10k
3k3

X15/7
PWM Frontboxgebläse PWM 1
X18/7 Eingang Zusatzheizungsbetrieb
Kompressorkuppl. oder Kältemittelventil High 3 A über Schaltuhr Wakeup
Schaltuhr

X12/5
22:58

Fahrgastraumgebläse Stufe 1 dig. p.d. X15/8


High 300 mA
Ausgang für
X15/2
Low 300 mA X18/9 Schaltuhrferntaster
Fahrgastraumgebläse Stufe 2 High 300 mA
X15/5 Ausgang Fehlerlampe
Wasserpumpe High 300 mA High 300 mA X15/6
X12/8
Zusatzheizung Ein/Aus High 300 mA Fahrz. CAN
High 300 mA

X12/6
CAN G HLK
CAN H HLK
CAN L HLK

Zusatzheizung ECON/Power High 300 mA H F X9/7 (Fahrzeugbus) H


X12/7 GF (Fahrzeugbus) Gnd
X9/8
LF (Fahrzeugbus) L
X9/9
X12/10
X12/11
X12/12
X18/6

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd
CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H

31
Verkabelungsplan Unterstation Dach vorn ATC CAN
Stadtbus Gelenkfahrzeug
Einbauort:

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


Zeichenerklärung: Dachanlage Vorderwagen
Diagnose Sensorgebläse

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


Adr. 1

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


Low 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom
High 300 mA - Highside Endstufe mit max. Strom Unterverteilungsadressen Klemme 30
Br 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom Adresse St X 9/4 St X 9/5
Upoti - Versorgungsspannung für Rückführpotentiometer
PWM - pulsweitenmodulierter Ausgang zur Gebläsesteuerung 0 Masse Masse
1 offen Masse
-30 ...+55°C - Temperatur Sensoreingang mit Meßbereich
2 + 24V Masse
an 0 ...5V - Analogeingang mit Spannungsbereich 3 Masse offen
dig.p.u. - Digitaleingang mit Pull up Widerstand 4 offen offen
dig.p.d. - Digitaleingang mit Pull down Widerstand 5 + 24V offen
6 Masse + 24V
* - optional: Daten werden ggf. über Fahrzeug CAN übertragen offen + 24V
7
8 + 24V + 24V

dig. p.d. X15/9

X9/2

dig. p.d. X9/2


X9/1
X9/5
X9/4

+ 24 V

+0V
Code 2
Code 1
Unterstation 446 195 000 0
Dach vorn Adr. 1 CAN L HLK X9/9
CAN G HLK X9/8
CAN H HLK X9/7

Pull Wid. PWM


Analogmasse

Analogmasse
an 0... Upoti

an 0... Upoti

an 0... Upoti
-30...+55°C Abschlußwid. 120 Ohm X9/6

Br 300 mA
-30...+55°C

Br 300 mA
Br 300 mA

Br 300 mA
Br 300 mA

Br 300 mA

0...+85°C
0...+85°C
Anhang

Upoti

Upoti

PWM
X15/11

X15/1
X15/8

X15/7
X15/10
X15/15
X18/17

X15/5
X15/13

X15/2

X15/4
X18/18

X15/12
X18/12
X18/1

X15/3
X18/3

X18/2

X15/14

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


Raumtemperatursensor vorn (optional)

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
ATC

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


1 3 4 6 1 3 4 6
1 3 2 4 6 (3) (1) 2 (6) (4) (3) (1) 2 (6) (4)
* Wassertemperatursensor

PWM Gebläse Verdampfer


Motordrehrichtung invertiert
Ausblassensor Dach vorn

Pinbelegung in Klammern:
Vereisungssensor vorn
BOSCH M BOSCH M BOSCH M
VMC2-Motor VMC2-Motor VMC2-Motor
Wasserventil Dachklappe Dachklappe
Dach vorn links rechts
8

32
33
8

Verkabelungsplan Unterstation Dach hinten ATC CAN


Stadtbus Gelenkfahrzeug
Einbauort:

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


Zeichenerklärung: Dachanlage Hinterwagen
ATC

Diagnose Sensorgebläse

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


Low 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom Adr. 2
High 300 mA - Highside Endstufe mit max. Strom Unterverteilungsadressen Klemme 30
Br 300 mA - Lowside Endstufe mit max. Strom Adresse St X 9/4 St X 9/5
Upoti - Versorgungsspannung für Rückführpotentiometer
PWM - pulsweitenmodulierter Ausgang zur Gebläsesteuerung 0 Masse Masse
1 offen Masse
-30 ...+55°C - Temperatur Sensoreingang mit Meßbereich
2 + 24V Masse
an 0 ...5V - Analogeingang mit Spannungsbereich 3 Masse offen
dig.p.u. - Digitaleingang mit Pull up Widerstand 4 offen offen
dig.p.d. - Digitaleingang mit Pull down Widerstand 5 + 24V offen
6 Masse + 24V
* - optional: Daten werden ggf. über Fahrzeug CAN übertragen offen + 24V
7
Anhang

8 + 24V + 24V

dig. p.d. X15/9

X9/1

dig. p.d. X9/2


X9/5
X9/4

X9/2
+0V
+ 24 V
Code 2
Code 1
Unterstation 446 195 000 0
CAN L HLK X9/9
Dach hinten Adr. 2
CAN G HLK X9/8
CAN H HLK X9/7
Analogmasse

Pull Wid. PWM


Analogmasse

High 300 mA
High 300 mA

High 300 mA
High 300 mA
an 0... Upoti

X9/6
an 0... Upoti

an 0... Upoti
an 0... Upoti
Abschlußwid. 120 Ohm
Br 300 mA
Br 300 mA

Br 300 mA

-30...+55°C
Br 300 mA

-30...+55°C

Br 300 mA
Br 300 mA

Br 300 mA

Br 300 mA
!!!
0...+85°C

0...+85°C

High 3 A

dig. p.d.
dig. p.d.
Upoti

Upoti

PWM

X18/11

X15/6
X18/17

X15/11

X18/10

X18/14
X18/9
X18/18

X15/1
X15/10
X18/1
X18/12

X18/16
X15/13
X15/15
X18/3

X18/2

X15/2
X15/12

X15/8

X15/5

X15/4

X18/4
X15/14

X15/7

X15/3
X18/5
X18/13

X18/6

Kompressor

Niederdruck

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) Gnd


Hochdruck
Fahrgastraumgebläse hinten Stufe 2
Fahrgastraumgebläse hinten Stufe 1

CAN Schnittstelle (Heizungsbus) H


CAN Schnittstelle (Heizungsbus) L
Ausgang Kondensatorgebläse
4

Raumtemperatursensor hinten
1 3 4 6 1 3 6

Wakeup (Kl. 15, Zündung ein)


Ausblassensor Boden hinten

1 3 2 4 6 1 3 2 4 6 (3) (1) 2 (6) (4) (3) (1) 2 (6) (4)

Ausblassensor Dach hinten

PWM Gebläse Verdampfer


Motordrehrichtung invertiert
Pinbelegung in Klammern:
Vereisungssensor hinten
P<
P>
BOSCH M BOSCH M BOSCH M BOSCH M
VMC2-Motor VMC2-Motor VMC2-Motor VMC2-Motor
Wasserventil Wasserventil Dachklappe Dachklappe
Dach hinten Boden hinten links rechts
Kompressorkupplung
+ Magnetventil
WABCO (NYSE: WBC) auf ihrem Weg zum autonomen

© 2016 WABCO Europe BVBA – Alle Rechte vorbehalten. – 815 020 014 3 / 12.2016
ist ein weltweit führender Fahren mit der Vernetzung
Lieferant von Technologien von Lkw, Anhängern, Fahrern,
und Dienstleistungen zur Fracht und Flottenbetreibern
Verbesserung der Sicherheit, durch Telematik, fortschrittliches
Effizienz und Vernetzung von Flottenmanagement und
Nutzfahrzeugen. Vor rund mobile Lösungen. Im Jahr 2015
150 Jahren gegründet, ist erzielte WABCO einen Umsatz
WABCO federführend bei von 2,6 Milliarden Dollar. Das
Innovationen in den Bereichen Unternehmen mit Hauptsitz in
Fahrerassistenz, Bremssysteme, Brüssel, Belgien, beschäftigt
Stabilitätsregelung, Federung, 12.000 Mitarbeiter in 39 Ländern.
Getriebeautomatisierung und Weitere Informationen finden Sie
Aerodynamik. Zudem unterstützt unter
WABCO die Transportbranche www.wabco-auto.com