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Pham Christian Die Schachnovelle 23.11.

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Autor: Stefan Zweig

Stefan Zweig, geboren am 28. November 1881 in Wien; † 22. Februar 1942 in
Petrópolis bei Rio de Janeiro, war ein bedeutender Schriftsteller. Als Sohn von Moritz
Zweig und dessen Gatin Ida Brettauer wuchs er gemeinsam mit seinem Bruder
namens Alfred am Wiener Schottenring auf. Seine Familie war nicht religiös, doch
selbst bezeichnete er sich als „Juden aus Zufall“. Er absolvierte seine Matura in dem
Wiener Gymnasium und veröffentlichte schon während seiner Studienzeit Lyrik. 1901
publizierte er seine Gedichte unter dem Titel „Silberne Saiten“. Er arbeitete bevor er
zum eigentlichen „Schreiben“ begann als Übersetzer und Journalist. Er reiste viel und
hatte sich zum 1.Weltkrieg gemeldet wurde doch als Untauglich eingestuft. Nachdem
die Nazi-Partei die macht in Österreich ergriffen hat, zog er nach London. Letzendlich
zog er mit seiner 2.Frau nach Brasilien, wo er mit ihr 1942 Selbstmord beging.

Hintergrund: Die Geschichte spielt sich auf einem Luxusdampfer, welcher von New
York nach Buenos Aires fährt.

Inhalt:

Dieses Buch handelt von 2 Schachgenies, namens Dr.B. und Mirko Czentovic, die sich
zufällig auf einem Luxusdampfer über den weg laufen sowie auch von ihrer
Vergangenheit.
Auf dem Luxusdampfer erzählt der Freund vom Erzähler, dass Mirko Czentovic sich
auf dem Schiff befindet. Da der Erzähler nur wenig über Mirko wusste, hat ihm sein
Freund Mirkos Vergangenheit kurz zusammengefasst.

Mirko Czentovic Sohn eines armen Donauschiffers wurde mit 12 Jahren vom
Dorfpfarrer aufgenommen und aufgezogen, da Mirkos Vater damals verstarb.

Mirko lebte ziemlich zurückgezogen redete mit niemanden wenn man ihn nicht
danach fragte. Seine schulischen Leistungen waren sehr schlecht das sogar dem
Pfarrer seine Nachhilfestunden nicht halfen. Der Pfarrer und der Dorfpolizist spielten
jeden Abend ihre 3 Schachpartien und Mirko schaute regungslos zu. Als der Pfarrer
eines Tages, während einer Schachpartie, zu einer letzen Ölung gehen musste spielte
Pham Christian Die Schachnovelle 23.11.09
Mirko für ihn weiter und gewann. Er tat dies auch wiederholt gegen den Pfarrer und
jeden im Nachbardorf. Der Pfarrer erkannt in Mirko ein Talent fürs Schach spielen,
obwohl Mirko ein „Dummkopf“ war.

Graf Simzcic nahm den jungen mit nach Wien um ihn dort in Schachkunst
auszubilden. Mirko schaffte seinen gewollten Durchbruch und wurde
Schachweltmeister.

Der Erzähler is unfassbar begeistert von Mirko, dass er ihn unbedingt persönlich
kennen lernen will, doch muss er feststellen, dass dies fast unmöglich zu seien
scheint. Als der Erzähler von einem Tiefbauingenieur namens McConnor zu einer
Schachpartie herausgefordert wird, bemerkte der Chronist wie Mirko ihnen heimlich
zuschaut.

Als McConnor davon hörte das Mirko Czentovic sich auf dem Schiff befinde macht er
sich gleich auf die Suche. Er fordert Mirko zu einer Partie heraus. Der
Schachweltmeister wollte nur gegen Honorar spielen, da er sowieso gewinne.

Das erste Match verliert McConnor und fordert den Weltmeister erneut zu einer Partie
heraus. Als ein Unbekannter, der sich später als Dr.B. annerkennt, McConnor hilft
schaffte er es noch aus dieser Schachpartie ein Remis heraus zu holen. McConnor und
die Zuschauer sind begeistert vom Unbekannten und wollen, dass er eine
Schachpartie gegen Mirko Czentovic spiele. Dr.B. aber lehnt ab und verlässt den
Raum

Da der Chronist Dr.Bs Landsmann war soll er ihn versuchen zu überzeugen. Oben am
Deck erzählt Dr.B. wieso er eigentlich kein Schach mehr spielen wolle.

Dr.B. war ein Inhaftierter im Hotel Metropole. Dort wurden die Inhaftierten in einem
Zimmer eingesperrt wo es kein Fenster gab und nur ein Tisch, ein Stuhl und ein Bett
vorhanden waren. Es war auch keine möglichkeit sich irgendwie zu beschäftigen
vorhanden. Die Inhaftierten wurden zu unregelmäßigen Zeitpunkten von der Gestapo
verhört. Danach wieder zurück in ihr Zimmer gesperrt. Das trieb die meisten in den
Wahnsinn, sodass sie beim Verhör gestanden. Dr.B. war langsam seinem Ende nah
doch da viel ihm ein Buch in die Hände. Er hatte es vor einem Verhör unbemerkt aus
einem Mantel entnommen. Es war ein Schachbuch, woraus Dr.B. alle Spielzüge
auswendiglernte und später gegen sich selbst im Kopf spielte. Er hat sich sozusagen
in 2 Persönlichkeiten geteilt. Eines Tages leidete er schon an einer „Schachvergiftung“
Pham Christian Die Schachnovelle 23.11.09
(Schachsucht) und wurde verrückt. Er erschlug den Wärter der ihm seine Mahlzeite
brachte und verletzte sich dabei. Dadurch kam er in ein Hospital und wurde vom Hotel
Metropole entlassen. Der Arzt war ziemlich freundlich und hatte es auch geschafft das
Dr.B. nicht wieder zurück musste. Nur eines durfte er nie tun, eine Schachpartie
spielen.

Schlussendlich schafft der Erzähler Dr.B. zu einer Partie zu überreden.Die erste Partie
gewinnt Dr.B. doch wird er sehr in Mitleidenschaft gerissen, da Mirko absichtlich jeden
Zug in die Länge zieht. Mirko brach das Spiel ab um nicht als Verlierer da zu stehn. Er
fragt nach einer Revanche.Der Chronist versucht die Begeisterung des fieberhaft spielenden Dr. B. zu
bremsen, doch es gelingt ihm nicht. In dieser Schachpartie nutzt Mirko Czentovic jede Minute seiner
Zugzeit voll aus. Als Dr. B. geistig schon bei anderen Spielen zu sein scheint, unterbricht Stefan die Partie,
um den gestressten Dr., welcher fast wieder seiner Schachvergiftung unterlegen wäre, vom Schachbrett zu
trennen und somit von seinen Problemen zu fern zu halten. Dieser bedankte sich herzlich bei dem Erzähler
und beim Publikum und verlasste das Zimmer. Er wollte von da an nie mehr Schach spielen.

Hauptpersonen:

(Nebenperson) Der Chronist: Über ihn ist nicht viel bekannt.

(Nebenperson) McConnor: Ein Tiefbauingenieur der zu Wohlstand gekommen ist und die
Schachpartien bezahlt.

Mirko Czentovic: Sohn eines südslawischen Donauschiffers. Aufgezogen von dem Dorfpfarrer als
Mirko 12 war. Da sein Vater verstorben ist. Ist schulisch unbegabt jedoch wurde er
Schachweltmeister. Eingebildet und geldgierig versucht jedes Spiel zu gewinnen. Jedes gewonnene
Spiel heißt viel Geld.

Dr.B.: Sein voller Name wird nicht erwähnt. War ein Verwalter der gegen den Staat handelte und von der
Gestapo verhaftet wurde. Er wurde völlig isoliert in einem Zimmer festgehalten und man trieb ihn in
den Wahnsinn. Glücklicherweise fand er ein Schachbuch und vertrieb seine Zeit damit
Schachpartien aus dem Buch im Kopf zu spielen.

Interpretation:

Der Autor will meiner Meinung nach 2 Arten von Menschen vergleichen und den
2.Weltkrieg sowie die Methoden der Nationalsozialistischen Partei anprangern
bzw. kritisieren.
Pham Christian Die Schachnovelle 23.11.09
Auf der einen Seite gibt es den Materialist Mirko der unbedingt erfolgreich sein will
und dadurch viel Geld gewinnt. Auf der anderen Seite den eher schüchternen,
zurückhaltenden Dr.B. der unter der unmenschlichen Folter der Gestapo leidete.
Beide Figuren haben nur eins gemeinsam und zwar das Schachspiel.

Stefan Zweig wollte mit seinem Werk zeigen unter welchen


menschenrechtsverletzenden Bedingungen Menschen damals von der Gestapo
festgehalten wurden und psychisch in den Wahnsinn getrieben worden. Er und
einer der Hauptprotagonisten litten unter der Herrschaft Hitlers.