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Waldemar Czachur

Diskurslinguistische Ansätze im
deutsch-polnischen Austausch :
(Ryszard Lipczuk, Dorota Misiek,
Jürgen Schiewe, Werner Westphal,
Diskurslinguistik – Systemlinguistik.
Theorien – Texte – Fallstudien...)
Tekst i Dyskurs = Text und Diskurs 4, 185-188

2011
Recenzje / Rezensionen 185

Waldemar Czachur: Diskurslinguistische Ansätze im deutsch-polnischen


Austausch. Ryszard Lipczuk/ Dorota Misiek/ Jürgen Schiewe/ Werner
Westphal (2010): Diskurslinguistik – Systemlinguistik. Theorien – Texte – Fall-
studien. Stettiner Beiträge zur Sprachwissenschaft, Bd. 3. Hamburg: Verlag
Dr. Kovač, 351 S.
Die Diskurslinguistik gilt als eine junge und dy- ganz deutlich, was die linguistische Diskurs-
namische Disziplin in der Linguistik, die sich analyse kann und was sie können soll. Geglie-
großer Popularität vor allem bei jungen For- dert ist dieser Band in drei Teile. Im ersten Teil
schern erfreut. Ihre rasche Entwicklung und dis- sind Beiträge enthalten, die sich mit den theore-
ziplinäre Etablierung innerhalb der germanisti- tischen und methodischen Aspekten der lingui-
schen, aber auch polonistischen Linguistik war stischen Diskursanalyse auseinandersetzen, im
deswegen möglich, weil sie wie bisher kaum ein zweiten werden anhand konkreter empirischer
Forschungsprogramm methodologisch den inter- Analysen die Mediendiskurse diskutiert. Im
disziplinären Herausforderungen gerecht werden dritten Teil befinden sich Arbeiten, die die ein-
kann. Damit verbunden ist auch ihr großes Er- zelnen Phänomene des Diskurses beschreiben.
kenntnispotenzial. Das Spezifische an der germa- Ich werde hier nicht auf alle einzelnen Beiträge
nistischen Diskurslinguistik ist ihre starke Anleh- des Bandes eingehen; vielmehr geht es mir da-
nung an die Arbeiten von Michael Foucault. Aus rum, die erkennbaren Tendenzen in den hier
diesem Grund werden in den empirischen wie präsentierten Arbeiten aufzugreifen und even-
auch theoretischen diskurslinguistischen Arbei- tuell weitere Fragestellungen zu formulieren.
ten unterschiedliche methodologische Operatio- Im ersten Teil erscheinen Beiträge, die sich mit
nalisierungen der methodischen Grundsätze von den theoretischen und methodischen Aspek-
Foucault vorgenommen und es wird nach Ein- ten der Diskursanalyse beschäftigen. Während
satzmöglichkeiten der gängigen linguistischen Spitzmüller („Wege zum Diskurs. Methodische
Methoden gesucht (u.a. Warnke 2007, Warnke/ und methodologische Überlegungen zur diskurs-
Spitzmüller 2008, Spieß 2008). Ein Versuch, die linguistischen Praxis”) das mittlerweile wohl
Standards der diskurslinguistischer Forschung, bekannte und auch oben erwähnte Modell der
„ein verfahrenspraktisches Modell“ zu erarbeiten, diskurslinguistischen Methode (das Modell
mit dem linguistische Diskursanalysen durchge- der diskurslinguistischen Mehr-Ebenen-Analyse
führt werden können, wurde von Warnke/Spitz- (DIMEAN)) darstellt, in dem zwischen der in-
müller (2008) unternommen und damit wurde tratextuellen, transtextuellen sowie Akteure-
auch eine solide Basis für die Diskurslinguistik Ebenen unterschieden wird, geht Wengeler
geleistet. Ob jede linguistische Diskursanalyse („Linguistische Diskursgeschichte. Forschungs-
im Rahmen der Diskurslinguistik zu erfolgen hat, ziele und zwei Beispiele“) auf den epistemolo-
ist nach wie vor offen, weil der Diskursbegriff, gischen (semantisch-geschichtlichen) Ansatz
der den jeweiligen Diskursanalysen zugrunde der Diskursanalyse ein und präsentiert seine Er-
gelegt wird, unterschiedlich definiert wird1. kenntnismöglichkeiten am Beispiel des Begriffs
Der Konferenzband, der die Beiträge enthält, die Reform und des Anpassungs-Topos3. Wengeler
auf der internationalen Konferenz „Der Dis- thematisiert aber auch das kritische Potenzial
kurs im Spannungsfeld von System- und ange- seines Ansatzes. Beide Arbeiten sehen sich dem
wandter Linguistik“ (Pobierowo, vom 15.09 bis deskriptiven linguistisch (semantisch, episte-
18.09.2009)2 als Referate gehalten wurden, zeigt mologisch) orientierten Duktus verpflichtet. Ein
kritischer (germanistischer) Ansatz der Diskurs-
1
  Kritisch zu den diskurslinguistischen An- analyse wird von seinen Begründern Margarete
sätzen bei Grucza (2008). und Siegfried Jäger präsentiert. In dem mehr
2
  Konferenzberichte in Stylistyka 2010, S. oder weniger bekannten Aufsatz „Wie kritisch
449-454 und tekst i dyskurs-text und diskurs 3,
S. 271-273. 3
  Mehr dazu bei Wengeler (2003).
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ist die Kritische Diskursanalyse?“ gehen die Ländern nach und weist auf die kulturspezi-
Autoren auf den Diskursbegriff, seine Struktur, fischen Unterschiede auf. Methodologisch geht
Wirkung sowie die kritische Leistungsfähigkeit sie nach dem DIMEAN-Modell vor. Auch Do-
der Diskursanalyse ein, die anders als epistemo- rota Misiek („Warum hassen die Polen sie?“ Ar-
logisch orientierte Diskurs-analyse primär nicht gumentationsmuster im Diskurs über das Zen-
auf die Offenbarung der kollektiv anerkannten trum gegen Vertreibungen und Erika Steinbach
Wissensstrukturen, sondern auf die Freilegung in der deutschen und polnischen Presse“) geht
der Machverhältnisse in der Gesellschaft ab- bei der qualitativen und quantitativen Topos-
zielt. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit eine Analyse kontrastiv vor. Sie stellt fest, dass die
deskriptive linguistische Analyse die kritische Vertreibungsdiskurse in Polen und Deutschland
Kraft aufweist. Jürgen Schiewe („Sprachkri- im ständigen Dialog sind und dass auch inner-
tik und (kritische) Dis-kursanalyse“) schlägt halb eines landesspezifischen Diskurses gravie-
vor, den Kritikbegriff in der Diskursanalyse als rende Unterschiede wegen einer ideologischen
Kritik der sprachlichen Aussagen aufzufassen, Polarisierung zu verzeichnen sind. Darauf, wie
die erst auf der Grundlage der Deskription von der Demokratiebegriff im polnischen und deut-
empirischen Analysen erfolgt. Interessant ist schen Diskurs profiliert wird, geht wiederum
in diesem Teil auch der Aufsatz von Christina Monika Grzeszczak („Zum realen Prägungspro-
Gansel („Dispositiv und soziales System – zur fil der Demokratie im polnischen und im deut-
Anschlussfähigkeit der Linguistik an `subjekt- schen feministischen Diskurs“) ein. Die Auto-
lose` Theoreme“), in dem nach den Berüh- rin stützt ihr methodologisches Vorgehen auf
rungspunkten zwischen der Diskurstheorie von die Überlegungen von Jerzy Bartmiński (2009)
Foucault und der Systemtheorie von Luhmann und kommt zum Schluss, dass in Polen solche
gesucht wird. Wichtig ist hierfür, dass diskur- Aspekte wie „Demokratie ohne Frauen“ oder
sanalytische Ansätze entwickelt werden, die „Andokratie“ und in Deutschland solche wie
ihre methodologische Inspiration nicht nur bei „defekte Demokratie“ besonders hervorgehoben
Foucault suchen werden. Dabei wäre auch zu werden. Interessant ist auch die Schlussfolge-
diskutieren, inwieweit die theoretischen Über- rung, dass im polnischen Diskurs von der domi-
legungen von Fleck zum Denkkollektiv auch nierenden Rolle der Männer und im deutschen
für die linguistische Diskursanalyse fruchtbar Diskurs von der Unterschätzung der Frauen ge-
gemacht werden könnten. Mit einem eher em- sprochen wird. Die Arbeiten liefern aufschluss-
pirischen Beitrag „Vom Wort zum Text – eine reiche Erkenntnisse empirischer Natur über die
Fallstudie zur Geschichte eines Paradigmen- jeweiligen Diskurse in Polen und Deutschland,
wechsels“ von Werner Westphal wird der erste setzen sich aber nicht mit den theoretischen
Teil abgerundet. Westphal analysiert den Lin- und methodologischen Herausforderungen der
guistendiskurs über den Paradigmenwechsel in kontrastiven Diskursanalyse auseinander. Mit
der linguistischen Forschung, der von dem Er- den Diskursen in der DDR beschäftigen sich
furter Symposium 1959 in der ehemaligen DDR die Arbeiten von Philipp Dreesen und Maciej
ausgelöst wurde. Pławski. Während Pławski den sprachlichen
Interessant sind auch die Beiträge des zweiten Routinen in diesem Diskurs nachkommt, inte-
Teils, die anhand konkreter empirischer Me- ressiert sich Dreesen („Zwischen herrschendem
diendiskursanalysen neue Herausforderungen Diskurs und Gegendiskurs: Nicht-explizite Wi-
und Betätigungsfelder für die linguistische derstandsaussagen in der DDR. Drei Thesen zur
Diskursanalyse darstellen. Als Beispiel dafür Diskurslinguistik“) für das Erklärungspotenzial
gilt der kontrastive Ansatz, der bisher nur in der Diskursanalyse bei der Erfassung von nicht-
wenigen Arbeiten, auch im deutsch-polnischen expliziten Widerstandsaussagen. Dabei kommt er
Feld, zum Gegenstand gemacht wurde. Barba- zum Ergebnis, dass Diskurslinguistik vor allem
ra Baj („Männerdiskurse in der deutschen und nicht auf thematische Diskurse in Massenme-
polnischen Printmedien“) geht der Frage des dien beschränkt bleiben muss und dass sie hi-
Mann-Bildes in den Werbeanzeigen in beiden storische Ereignisse adäquater erklären kann als
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z.B. Sozial- und Geschichtswissenschaften. ne Phänomene des Diskurses behandelt werden.


In den Arbeiten von Sonja Baláž („Das Wort- Das Gemeinsame für die meisten Beiträge bis
feld integrasioon `Integration` im Integra- auf die Arbeit von Arendt zum Diskurs über
tionsdiskurs in der estnischen Tageszeitung das Niederdeutsche, Matějková zum Vertrauen,
Postimees. Eine semantische Analyse auf der Kausa-Michałowska zum Anglizismen und
Wortebene für die Jahre 1995-1998“), von Ilo- Biszczanik zum Diskurs der Stadtbücher ist es,
na Dudek („Kognitive Metapher im Diskurs dass sie – wie im Titel des Bandes angedeutet
der Massenmedien: am Beispiel der Nachrich- – zwischen der Diskurslinguistik und System-
tensendung“) und Hanna Stypa („Das Rennen linguistik anzusiedeln sind, wobei der diskur-
zum Schloss Bellevue. Phraseologismen im sanalytische Kontext eher in den Hintergrund
Diskurs zur Bundespräsidentenwahlen 2009 rückt. Kritisch bemerkt werden muss, dass auch
in Deutschland“) werden jeweils entweder be- nur in einigen Beiträgen, wie z.B. bei Lasko-
stimmte sprachliche Phänomene wie Metapher wski, Jędrzejowski oder Ros, nach Schnittpunk-
oder Phraseologismen in den Mediendiskursen ten zwischen der Systemlinguistik und der
analysiert, wobei hier der Schwerpunkt weder Diskurslinguistik gesucht wird. Die weiteren
auf das epistemologische noch auf das kritische Beiträge beschäftigen sich mit der Frage der
Erkenntnisinteresse gelegt wird, oder auf die kreativen Wortbildung (Ulrich), Funktionsverb-
Wissensstrukturen um den sprachlichen Begriff gefügen (Drechsel), illokutionären Indikatoren
Integration anhand der (scheinbaren) Wortfeld- im Deutschen (Kotorova), mit dem Problem der
analyse. Die Analysen wurden auf der Basis Übersetzbarkeit im wissenschaftlichen Diskurs
eines bestimmten Korpus durchgeführt. (Lesner) und der Analyse der in zwei ausge-
Einen anderen Analyseweg gehen Małgorzata wählten Dramen verwendeten Sprachmittel zur
Gulawska-Gawkowska („Das Arbeitszeugnis Kriegsbeschreibung.
im öffentlichen Diskurs“) und Józef Jarosz Die im Sammelband veröffentlichten Texte sind
(„Weblogs – eine neue Qualität im öffentlichen Arbeiten sowohl angehender als auch etablier-
Diskurs“), indem sie sich auf bestimmte Text- ter Diskursforscher, sowohl deutscher als auch
sorten konzentrieren und ihre Spezifik vor dem polnischer Forscher, die aus unterschiedlichen
Hintergrund des konkreten Diskurses aufzeigen. Forschungstraditionen Analysemethoden ent-
Die Analyse der Textsorten spielt eine wich- wickeln, den Diskursbegriff profilieren und da-
tige Rolle in den diskursanalytischen Untersu- durch den wissenschaftlichen Mehrwert schaf-
chungen, denn die Textsortenspezifik ist diskur- fen. Sehr inspirierend sind neben den wohl
siv geprägt. Dabei soll aber der Diskursbegriff etablierten Diskursforschern, wie Wengeler,
genauer spezifiziert werden. Nimmt man den Spitzmüller oder Jäger, vor allem die empirischen
Begriff öffentlicher Diskurs, der zum einen ein Arbeiten junger Wissenschaftler zu den kontra-
offenes Konzept darstellt und zum anderen in stiven Themen, die ihre Analysemethoden nicht
den Analysen nicht definiert wird, so läuft die nur aus der germanistischen Linguistik schöp-
Gefahr, die Textsorten-Diskurs-Relation kaum fen, sondern auch die Anknüpfungspunkte zwi-
offenlegen zu können. schen der Diskurslinguistik und polonistischen
Mit der Arbeit von Roman Opiłowski („Die Ethnolinguistik zeigen. Aufschlussreich ist hier,
Erschaffung Adams“ im Diskurs. Zur ästhe- dass dabei implizit auch der interlinguistische
tischen Ausprägung eines Bilddiskurses“) wird Vergleich zum Vorschein kommt und unter-
ein wichtiger und in der Diskursforschung bis- schiedliche theoretische wie methodologische
her auch vernachlässigter Aspekt thematisiert, Forschungsperspektiven zum Ausdruck ge-
nämlich die Frage der Interikonizität und der bracht werden.
Interfiguralität im Bilddiskurs. Anhand einiger Dieser Sammelband macht durch die Vielzahl
Beispiele wird die Ästhetisierungsfunktion der der Arbeiten zu Methoden der Diskursanalyse,
Bilder und ihre Wirkungsspezifik in der Wer- zu den theoretischen Begründungen ihrer Er-
bung diskutiert. kenntnisziele sowie sehr interessanten empi-
Im dritten Teil des Sammelbandes sollen einzel- rischen diskurslinguistischen Analysen ganz
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deutlich, welches Potenzial die Etablierung der Spieß, Constanze (2008): Linguistische Dis-
neuen Disziplin mit sich bringt. Und nicht nur kursanalyse als Mehrebenenanalyse – Ein
im Bereich der Erkenntnismöglichkeiten der Vorschlag zur mehrdimensionalen Beschrei-
Diskurslinguistik. Viele von den hier präsen- bung von Diskursen aus forschungsprak-
tierten kontrastiven Arbeiten können z.B. in der tischer Perspektive. In: Warnke, Ingo H./
fremdsprachlichen Germanistik auch didaktisch Spitzmüller, Jürgen (Hrsg.): Methoden der
verwendet werden. Denn die Diskurslinguistik – Diskurslinguistik. Sprachwissenschaftliche
und das wird hier auch an vielen Stellen offen- Zugänge zur transtextuellen Ebene. Berlin/
bar – versteht sich und arbeitet tatsächlich in- New York, S. 241-263.
terdisziplinär, sie erfüllt die Brückenfunktion Warnke, Ingo H. (2007): Diskurslinguistik nach
zwischen den in der fremdsprachlichen Ger- Foucault Theorie und Gegenstände. Berlin/
manistik etablierten Linguistik, Kulturwissen- New York.
schaft und Literaturwissenschaft. Darüber hin- Warnke, Ingo H./ Spitzmüller, Jürgen (2008):
aus eigenen sich die hier behandelten Themen Methoden und Methodologie der Diskurs-
sowie die Spezifik der Kontrastivität für immer linguistik. Grundlagen und Verfahren einer
noch notwendige deutsch-polnische Tandem- Sprachwissenschaft jenseits textueller Gren-
arbeit. Dieser Sammelband ist aus dieser Sicht zen. In: Warnke, Ingo H./ Spitzmüller,
zu wichtig, als dass er in Polen oder in Deutsch- Jürgen (Hrsg.): Methoden der Diskurslin-
land unbemerkt bleiben könnte. guistik. Sprachwissenschaftliche Zugänge
zur transtextuellen Ebene. Berlin/New York,
Literatur: S. 3-54.
Bartmiński, Jerzy (2009): Językowe podstawy Wengeler, Martin (2003): Topos und Diskurs. Be-
obrazu świata. Lublin. gründung einer argumentationsanalytischen
Grucza, Sambor (2008): Lingwistyka tekstu Methode und ihre Anwendung auf den Migra-
a Analiza dialogu – w sprawie nieporozumień tionsdiskurs (1960–1985). Tübingen.
wokół ich przedmiotowej dyferencjacji. In:
Przegląd Glottodydaktyczny 24, S. 7-18.

Maria Biskup: Dyskursy laików, mediów i polityków o języku dolnonie-


mieckim. Birte Arendt (2010): Niederdeutschdiskurse. Spracheinstellun-
gen im Kontext von Laien, Printmedien und Politik. Berlin: Erich Schmidt-
Verlag, 312 S.
Przedmiotem niniejszego omówienia jest książ- i mniejszościowych) oraz w przeważającej
ka Birte Arendt pod tytułem Niederdeutsch- mierze pozytywnych opinii użytkowników na
diskurse. Spracheinstellungen im Kontext von temat tej odmiany regionalnej języka, posługuje
Laien, Printmedien und Politik [Dyskursy się nim coraz mniej osób. W ramach pracy dok-
o języku dolnoniemieckim. Nastawienie do torskiej autorka podejmuje próbę wyjaśnienia
języka laików, mediów i polityki] stanowiąca przyczyn tego zjawiska.
publikację pracy doktorskiej obronionej przez W książce można wyróżnić cztery zasadnicze
autorkę w 2008 roku na Uniwersytecie w Greifs- części, całość zamyka obszerna bibliografia.
waldzie. Tematem monografii jest percepcja W pierwszej części wyjaśniono istotne z punktu
języka dolnoniemieckiego Plattdeutsch (Nie- widzenia przedmiotu badań pojęcia oraz opisa-
derdeutsch), jego status oraz ocena przez no metody pracy. Jako najważniejsze okazało
współczesnych użytkowników języka. sie przy tym przybliżenie pojęcia ‘percepcji
Plattdeutsch jest dialektem używanym na tere- języka’, które to autorka definiuje jako subiek-
nie północnych Niemiec, jednakże pomimo licz- tywne, nabyte w drodze socjalizacji, uwa-
nych starań mających na celu jego ochronę (od runkowane społecznie struktury oceny języka
1999 roku Plattdeutsch podlega ochronie na przez jego użytkowników. Podczas analizy
mocy Europejskiej karty języków regionalnych procesu percepcji języka ważną rolę odgrywają